Sonntag, August 31, 2008
Wenn ein Republikaner den Demokraten eine tüchtige Regenschauer wünscht ...
... hat auch Gott manchmal erbarmen und straft seine eigenen Schäfchen:
Yes, that was Stuart Shepard of Focus on the Family encouraging people to pray for rain of biblical proportions to ruin the Democrat’s big night in Denver. How Christian of him, no? And, how oh-so-ironic that Hurricane Gustav is now threatening to derail their own convention.
Quelle: Humor | Fundivision
Montag, August 11, 2008
Optimale Zeit für Reisen nach Südostasien?
Überschwemmungen und Erdrutsche in Vietnam und Indien haben am Wochenende mehr als 180 Menschen das Leben gekostet. Im Norden Vietnams kamen nach Überflutungen mindestens 93 Menschen ums Leben. [...]
In Vietnam galten am Sonntag noch 37 Menschen als vermisst. Viele Opfer wurden im Schlaf von den Wasser- und Geröllmassen überrascht. Angesichts weiterer Regenfälle werde die Opferzahl vermutlich noch steigen, hiess es.
Quelle: espace.ch - Der Monsun fordert seinen Tribut
Dann wünsch ich "em Aute" erholsame und vor allem trockene Ferien!
Montag, Juli 07, 2008
Für Starkniederschläge ab ins Tessin
MeteoSchweiz hatte für das Tessin und die Südbündner Täler eine Unwetterwarnung erlassen. Seit Sonntag wurden Regenmengen registriert, die laut Meteorologe Peter Albisser zum Teil fast die durchschnittliche Juli-Niederschlagsmenge ausmacht. Das sind für Lugano 133 Liter pro Quadratmeter und 165 Liter pro Quadratmeter für Locarno.
Quelle: Gewitter halten Feuerwehren im Tessin auf Trab (Panorama, NZZ Online)
Im Schnitt der Jahre 1901-1961 fielen im Juli in Lugano 168mm Niederschlag, was 168 Litern pro Quadratmeter entspricht - pro Monat, nicht pro Tag!
Donnerstag, Juli 03, 2008
Keine neuen VWs diesen Sommer
Das Unwetter ging über dem Volkswagen-Werk sowie Hafenflächen nieder und beschädigte in nur 15 Minuten bis zu 30.000 Neufahrzeuge, die dort auf die Verladung warteten.
Quelle: FTD.de - Versicherungen - Unwetter in Emden - VW-Hagelschaden trifft Versicherer hart
Labels: Klima, Unwetter, Versicherungen, Witterung
Mittwoch, Juli 02, 2008
Der wärmste Grand Prix von Bern der Geschichte
Ich nehme das Wort Klimawandel aber gar nicht erst in den Mund ... Hoppla!
Rekordtemperaturen herrschten am diesjährigen Grand-Prix von Bern! Das Thermometer kletterte auf über 27 Grad in den Altstadtgassen. [...] Dass im Jahr 2008 der wärmste Grand-Prix der Geschichte statt gefunden hat zeigt auch ein Vergleich der Finisher mit einer Laufzeit unter einer Stunde. Noch nie sind so wenige TeilnehmerInnen den GP unter 60 Miunten gelaufen!
Quelle: Mail von Grand-Prix von Bern vom 14. Mai 2008.
Dienstag, Juni 17, 2008
Mississippi erliegt dem Infrastruktur-Kollaps
Das kommt davon, wenn man acht Jahre lang unter einer neokonservativen Herrschaft lebt: Man verpulvert Trillionen im Irak, und zu Hause geht die Infrastruktur vor die Füchse. Das Autobahnnetz, die Deiche - alles wurde Kriegsspielen und Steuersenkungen für die reichsten der Reichen geopfert.
Schade, dass Bush schadlos davon kommen wird, aber voraussichtlich ein Demokrat die Exzesse auszubaden hat, die sein Vorgänger angerichtet hat:
Nach Schätzung der Behörden könnten alleine in dem am schwersten betroffenen US-Bundesstaat Iowa 27 Deiche überspült werden, wenn die Wettervorhersage eintrifft. Derzeit arbeiten Einheiten der Nationalgarde fieberhaft daran, die Deiche mit Sandsäcken zu erhöhen. Entlang des Flusses wurden Hunderttausende von Sandsäcken befüllt. Gefährdet sind auch Dämme in den Staaten Illinois und Missouri.
Quelle: Deiche am Mississippi gefährdet - Ausland - Tages-Anzeiger
Erinnert sich noch jemand an Katrina? Drei Jahre sind vergangen, und es soll sich zeigen, ob die Behörden etwas aus dem Debakel gelernt haben.
Wenn das so weiter geht, kann man die USA bald einmal in die Riege der "failing states" einreihen ...
Labels: Infrastruktur, Klima, Politik, Umwelt, USA
Donnerstag, Juni 12, 2008
Weizen und Soja verteuern sich stark
Ein Element, das uns in den nächsten Jahrzehnten beschäftigen wird: Der Klimawandel. Die anderen Dinge sind Energiemangel und die daraus resultierende Überbevölkerung.
Soy and wheat also surged more than 5 and 7 percent, respectively, as those crops were also threatened by excessive rainfall and overflowing rivers, with no relief in sight.
Quelle: Business Feed Article | Business |
Labels: Klima, Landwirtschaft, Nahrung, USA, Wetter, Witterung
Sonntag, Mai 18, 2008
Wird es kühler? Top, die Klimawette gilt!
Die Wette, die wir vorschlagen, ist ganz einfach und bezieht sich direkt auf die Voraussage, die Keenlyside et al. in ihrem Nature-Artikel über die globale Temperatur treffen. Sollte die Durchschnittstemperatur in den Jahren 2000 bis 2010 (ihre erste Voraussage) tatsächlich niedriger oder gleich der Durchschnittstemperatur in den Jahren von 1994 bis 2004 (*) sein, zahlen wir ihnen 2500 Euro. Ist sie höher, zahlen sie uns 2500 Euro. Wer diesen Teil der Wette gewinnt, wird sich Ende 2010 erweisen.
[...] Der Fairness halber sehen wir auch eine Ausstiegsklausel vor. Im Falle eines großen Vulkanausbruchs oder eines Meteoriteneinschlags auf die Erde, der die Temperaturen unter das Niveau von 1994-2004 drückt, ließen sich die Voraussagen von Keenlyside et al. nicht mehr verifizieren. Dann gilt die Wette als unentschieden.
Quelle: KlimaLounge | Die Klimawette
Dank: Drew
Labels: Klima, Wissenschaft
Sonntag, Mai 18, 2008
Tessins Böden ersaufen im Regen
In Teilen des Kantons Tessin sind in den letzten rund 30 Stunden über 100 Liter Regen pro Quadratmeter gefallen.
[...] In der Sonnenstube der Schweiz fielen damit stellenweise fast drei Viertel der für den Monat Mai durchschnittlichen Regenmenge. Diese beträgt ungefähr 200 Liter pro Quadratmeter.
Quelle: Starke Regenfälle im Tessin - Schweiz - Tages-Anzeiger
Das sind wohl also diese "Starkniederschläge", die den Klimawandel begleiten sollen ... Eindrücklich!
Dienstag, Mai 13, 2008
Klimawandel gab es schon immer!
Diesen Spruch hört man immer wieder von Personen, die dem ganzen Geschrei um den Klimawandel skeptisch gegenüberstehen - und ja, es stimmt: Klimawandel gab es schon immer ...
Doch ...
People will doubtless survive on a non-350 planet, but those who do will be so preoccupied, coping with the endless unintended consequences of an overheated planet, that civilization may not.
Quelle: Civilization's last chance
... es macht halt einen Unterschied, ob der Planet 7 Milliarden Menschen ernähren muss oder nur einige versprengte Stämme von Höhlenmenschen. Die Höhlenmenschen hatten zwar keine "Wunder-Technologie", doch sie verfügten über einen Spielraum, über den die Mehrheit der Mitglieder unserer Gesellschaft heute kaum mehr verfügt: Wir reizen die Produktivität des Planeten bis zum Äussersten aus. Kleinste Unterbrechungen im Produktions- und Handelsfluss lassen uns unsichtbaren Limiten überschreiten. Sowohl die Finanzkrise in der westlichen Welt wie auch die Nahrungsmittelknappheit in Asien sind Ausdruck des grössenwahnsinnigen Wachstums. Solange alle (Umwelt-)Faktoren günstig sind, läuft die Maschine. Doch wehe, wenn ein Zahnrad an Materialermüdung zerbricht ...
Die Menschheit wird den sich anbahnenden Klimawandel höchstwahrscheinlich und hoffentlich überleben - die Frage ist nur, wie viele der 7 Milliarden es schaffen werden ...
Sonntag, Mai 04, 2008
Feuchter April 2008
Worauf ich schon am 30. April hingewiesen habe, untermauert nun auch die SMA:
[...] während im April 2008 vielerorts deutlich mehr als an der Hälfte aller Tage Niederschlag fiel. Punktuell wurden bis zu 20 Tage mit 0.3 mm oder mehr Niederschlag aufgezeichnet. Stellenweise wurde mehr als die doppelte Niederschlagsmenge gemessen als im langjährigen Durchschnitt, so zum Beispiel in Genf, im Raum Zürich-Aargau und im nördlichen Graubünden.
Quelle: Vergleich April 2007/08
Bleibt also zu hoffen, dass dafür im Mai kein tröpfchen Regen fällt ... Zu beachten bleibt: Was den Städter freut, muss dem Landwirt nicht unbedingt gelegen kommen.
Donnerstag, Mai 01, 2008
Symptome des Klimawandels
In Kanada sind es Käfer, in China die Flüsse - überall auf der Welt machen sich Symptome des Klimawandels bemerkbar:
Der längste Fluss Chinas, der Jangtse, verzeichnet laut Medienberichten vom Donnerstag den niedrigsten Wasserstand seit 140 Jahren. Seit Oktober seien bereits mehr als 40 Schiffe auf Grund gelaufen. Laut der Zeitung «China Daily» steht das Wasser in der Hafenstadt Hankou so tief wie seit 1866 nicht mehr. Die Trockenperiode setzte demnach dieses Jahr einen Monat früher als sonst ein, und die Wasserstände fielen früher als erwartet.
Quelle: Jangtse führt zu wenig Wasser
Gleichzeitig gibt es aber auf Arlesheim reloaded die Entwarnung: Bis 2015 soll es nicht mehr wärmer werden, haben Klimaforscher herausgefunden:
Global warming will stop until at least 2015 because of natural variations in the climate.
Quelle: Klimawandel macht Pause
Mittwoch, April 30, 2008
Meteorologisch spannender Mai
«Geschmolzener Schnee in Kombination mit starkem Regen – das ist für viele Flüsse und Seen zu viel», warnt Meteorologe Reto Vögeli von MeteoNews. [...]
Und so sieht das Horrorszenario einer solchen Katastrophe aus: «Wenn die Temperatur im Flachland auf 20 bis 25 Grad ansteigt und es dann noch zwischen 50 und 100 Millimeter regnet, ist die Überschwemmungsgefahr sehr gross», [...] Im Mai 1999 führte dies zu einer der schlimmsten Flutkatastrophen. Wie heute lagen auch damals nach dem berüchtigten Lawinenwinter meterhohe Schneemassen in den Bergen.
Quelle: Kommt wieder die Flut?
Der April war hier in Bern äusserst feucht - anstelle der ca. 75mm Niederschlag (Schnitt Liebefeld 1901-1961) wurde deren 137mm (Niederscherli) respektive deren 105mm (Muri b. Bern) gemessen.
Es bleibt also zu hoffen, dass die Niederschläge im Mai rasch abnehmen.
Mittwoch, April 30, 2008
Klimawandel: Nicht nur wärmere Sommer
Oftmals werden die Auswirkungen des Klimawandels positiv dargestellt - weniger Heizkosten im Winter, mehr Marzili-Besuche im Sommer. Leider ist das nur die halbe Wahrheit, wie folgender Artikel aufzeigt:
Der Bergkiefernkäfer [...] der zu den Borkenkäfern gehört, richtet in den Kiefernwäldern Kanadas immer wieder große Schäden an. [...] Derzeit sind die gefräßigen Baumfeinde so aktiv wie nie zuvor, berichten Kurz und seine Kollegen. Ende 2006 hatten die Insekten bereits 130 000 Quadratkilometer befallen - eine Fläche so groß wie Griechenland; seither sind sie noch weiter vorgerückt.
Ursache für den beispiellosen Vormarsch ist offenbar der Klimawandel: Seit die Winter in Kanada milder und die Sommer wärmer und trockener werden, finden die Käfer mehr Lebensräume als früher.
Quelle: Käfer beschleunigen den Klimawandel
Unser Planet ist ein äusserst komplexes System - wenn man an einem Ort herumschraubt, treten unbeabsichtigte Auswirkungen oftmals an völlig unerwarteten Orten auf.
Paper: Forest carbon switch
Freitag, Februar 22, 2008
CO2-Konzentration auf Hawaii
Quelle: NOAA Mauna Loa Observatory
Angesichts dieser überhaupt nicht eindeutigen Entwicklung begrüsse ich es, dass der Bundesrat noch etwas zuwartet und klarere Prognosen abwartet, bevor er griffige Massnahmen gegen den CO2-Ausstoss unternimmt.
He, das Leben mit dem segensreichen Erdöl ist einfach zu schön, als die Party frühzeitig abzublasen ...
Freitag, Dezember 21, 2007
Temperaturanstieg gestoppt?
Der Temperaturanstieg im 20 Jahrhundert (im 21. Jahrhundert gab es keinen weiteren Temperaturanstieg) von 0,7°C kann nicht als beispiellos in der Klimageschichte angesehen werden. Desgleichen ist die Behauptung, dass 1998 das wärmste Jahr der letzten 1.000 oder gar 2.000 Jahre war, nicht haltbar.
Quelle: Grönland war schon mal grüner — wie auch die Alpen
Auf welchem Planeten lebt dieser Blog-Autor eigentlich?!
Sommer 2003
Der Sommer 2003 war demnach vermutlich der heißeste in Europa seit 1500.
Quelle: Mega-Sommer 2003 war menschengemacht
Sommer 2006
Die erste Hälfte des Sommers ist in der ganzen Schweiz rund 3 Grad wärmer gewesen als im langjährigen Schnitt. Gleichzeitig war es vielerorts zu trocken.
Quelle: Erste Sommerhälfte viel zu warm
Frühling 2007
Mit einem Temperaturmittel von 12,5 °C (+3,1 °C) war der Frühling 2007 der wärmste seit Messbeginn (1755). Die Niederschlagsmenge lag nur 3 mm unter der Norm; die Sonne schien 50 % länger als üblich.
Quelle: Witterung im Frühling 2007
Dienstag, Dezember 11, 2007
Im Kopf eines Klimaskeptikers
Why can't conservatives like Jenkins accept the massive evidence and remarkable scientific consensus that human emissions are now for the foreseeable future the driving force behind our changing planet [...]?
The answer is found in those two key words "redistribute resources" from Jenkins' penultimate sentence. Conservatives can't abide the solution to global warming -- strong government actions to promote clean energy solutions of the kind the Senate is considering and that have been proposed by Al Gore and Senators Obama and Clinton.
Because they can't stand the solution, they are largely immune to scientific evidence about the problem.
Quelle: WSJ Launches Luddite Attack on Climate Scientists and Al Gore
Haben "Klimaskeptiker", wie ich die Gruppe von Personen lapidar nennen will, also alle eines gemeinsam: Die Abneigung gegen tiefgreifende staatliche Massnahmen, um den CO2-Ausstoss in den nächsten Jahren drastisch zu senken? Stellen diese den Klimawandel nur deshalb in Frage, weil er nicht der effizienten Wirtschaft, sondern den Regierungen und Parlamenten aller Herren Länder die Hauptrolle zuschreibt?
Wahrscheinlich wird es unter den Skeptikern aber auch noch diejenigen geben, die grundsätzlich jede Aussage ablehnen, die von mehr als einem Wissenschaftler geäussert werden. Ein Konsens - das kann und darf nicht sein, ist nicht möglich, riecht nach Verschwörung. Aus dieser Warte müssten Skeptiker also auch physikalischen Masseinheiten wie die Lichtgeschwindigkeit oder die mittlere Erdbeschleunigung zum Teufel jagen:
Less surprising is the readiness of many prominent journalists to embrace the role of enforcer of an orthodoxy simply because it is the orthodoxy. For them, a consensus apparently suffices as proof of itself.
Freitag, November 23, 2007
Das Wetter vor hundert Jahren
Das Wetter vor hundert Jahren
K.R. Der "Schweizerfreund" vom 11. Juni 1816 berichtet: "Letzten Freitag ist in unsern Berner Bergen wieder Schnee gefallen und man hat sich in einem von der Hauptstadt nicht mehr als drei Stunden weit entfernten Dorfe an einer Hauptstrasse gelegen mit Schneeballen beworfen - am 7. Brachmonat!" Am 18. Juni berichtet das gleiche Blatt aus Basel: "Vor einigen Tagen wurden auch die Anhöhen um unsere Stadt mit Schnee bedeckt. Die Weinreben, welche eine erfreuliche Hoffnung gezeigt hatten, sind nun im traurigsten Zustande und der Ertrag ist ganz dahin, wie es leider auch voriges Jahr schon war, wo an vielen Orten nicht einmal Weinlese gehalten wurde."
Quelle: Der Bund, 9. Juni 1916, Abendblatt.
Labels: Geschichte, Klima, Medien, Wetter
Montag, November 05, 2007
Die Entwicklungsländer schlagen zurück
If people in the industrializing countries (particularly China and India) continue to burn more coal and drive more cars, they will metaphorically cook the planet. These nations have the highest growth rates for fossil fuel emissions, and China is set to soon become the world's foremost carbon emitter if it has not already done so. These nations are in effect saying to North America, Europe, and Japan, "Agree to reduce your emissions faster than we do, or we won't reduce ours at all and the entire planet will burn."
This Grand Bargain could amount to an unprecedented shift of the world's economic center of gravity. During decades of "development" policy and aid, the disparity between rich and poor only grew; now, however, the poor world has a weapon - even if its use implies a suicide pact.
[...] And we must remember: the global South may have a leverage point here, but the North still has the guns. In history, nations have gone to war to enforce or avoid transfers of wealth much smaller than those implied in some climate equity proposals.
Quelle: Big melt meets big empty: Rethinking the implications of climate change and peak oil
Für den angehenden Historiker ganz interessant:
The terrible implication is that a relentlessly declining fuel supply will almost certainly have devastating economic, social, and political impacts. Trade, manufacturing, and farming will be hard hit. No nation is prepared to deal with the high prices and shortages for energy that will soon begin to work their way through the entire global economic system.
Als würde sich die Weltkriege 1:1 wiederholen ...
Sonntag, September 30, 2007
Munition für Klima-Skeptiker
Björn Lomborg hat ein Buch geschrieben, dass alle, die Geheimpläne der Natur und eine Verschwörung der Internationalen Grünen längst vermutet haben, wieder ruhig schlafen lässt:
Cool It: The Skeptical Environmentalist's Guide to Global Warming
Entwarnung! Kümmern wir uns wieder um die wirklichen Probleme der heutigen Welt - über den Stand des eigenen Aktienportfolios und über die Farbe des Leder-Interieurs des demnächst anzuschaffenden PKWs.
Über das Buch selber kann und will ich mich nicht äussern (denn ich habe es weder gelesen, noch habe ich das vor) - und zudem hat sich bereits jemand anderes die Mühe und Zeit genommen, einen Querschnitt über die Rezensionen zu liefern.
Der versierte Informatiker kann sich das Schmunzeln nicht verkneifen, wenn Lomborg in einem Interview propagiert:
[...] My point is that maybe we shouldn't have put up the first ones [Windmühlen in Dänemark]. We should have invested in research and development and waited to put up bigger, better windmills.
But wasn't that a necessary process? Creating the first windmills is what led to the development of better ones.
Quelle: Bjørn Lomborg feels a chill
Logo! Wenn das der heilige Ford gewüsst hätte, dann wäre nach dem Model T lange gar nichts gekommen, aber dann eines Tages dem staundenden Publikum am Autosalon völlig unerwartet der 3-Liter Lupo präsentiert worden.
Völlig abwegig, zum Schluss dieser Diskussion auch noch Steve Jobs als Antwort auf "Don Quichotte" Lomborg zu zitieren. Aber es macht eben durchaus Sinn:
I have received hundreds of emails from iPhone customers who are upset about Apple dropping the price of iPhone by $200 two months after it went on sale. [...]
Second, being in technology for 30+ years I can attest to the fact that the technology road is bumpy. There is always change and improvement, and there is always someone who bought a product before a particular cutoff date and misses the new price or the new operating system or the new whatever. This is life in the technology lane. If you always wait for the next price cut or to buy the new improved model, you'll never buy any technology product because there is always something better and less expensive on the horizon.
Quelle: To all iPhone customers:
Das geht aber eben nur, wenn es sogenannte Early Adopters (sprich: Idioten) gibt, die Hardware sofort bei ihrem Erscheinen kaufen - auch wenn das Stück Leiterplatten und Transistoren nach wenigen Monaten nur noch halb so viel kostet und halb soviel leistet wie der Nachfolger.
Dasselbe mit den Occasion-Autos: Wo kämen Occasion-Autos her, würden alle nur noch Occasion-Wagen kaufen? Na? Eben.
Labels: Klima, Umwelt, Wissenschaft
Dienstag, August 14, 2007
Klimaschwindel: Kein CO2, sondern Sommerzeit!
Nachfolgend ein Leserbrief, der in einer us-amerikanischen Gazette erschien:
Daylight exacerbates warning
You may have noticed that March of this year was particularly hot. As a matter of fact, I understand that it was the hottest March since the beginning of the last century. All of the trees were fully leafed out and legions of bugs and snakes were crawling around during a time in Arkansas when, on a normal year, we might see a snowflake or two. This should come as no surprise to any reasonable person. As you know, Daylight Saving Time started almost a month early this year. You would think that members of Congress would have considered the warming effect that an extra hour of daylight would have on our climate. Or did they ? Perhaps this is another plot by a liberal Congress to make us believe that global warming is a real threat. Perhaps next time there should be serious studies performed before Congress passes laws with such far-reaching effects. CONNIE M. MESKIMEN / Hot Springs
Quelle: NWAnews.com :: Northwest Arkansas' News Source:
Dank: Belina
Donnerstag, August 09, 2007
Futter für den Wahlkampf
Letzten Freitag hat sich Kollege Smythe noch sichtlich erfreut darüber gezeigt, dass wir dieses Jahr keinen "Jahrhundertsommer" à la 2003 erleben mussten - und so die Grünen mit Blick auf die Parlamentswahlen im Herbst nicht noch den dritten oder vierten Nachbrenner zünden konnten.
Die Ereignisse der letzten Tage, insbesondere der gestrigen Nacht und des heutigen Tages, haben der ganzen Schweiz (wieder einmal) vor Augen geführt, dass die Natur uns auch heute, im 21. Jahrhundert, auf Trab halten kann. Die letzte "echte" (und unberechenbare) Supermacht auf diesem Planeten, sozusagen.
Herr Blocher mag noch lange beschwichtigen, dass ihm der Klimawandel nicht zu schaffen mache - im Gegenteil, ein Temperaturanstieg von einigen Grad Celsius wäre doch optimal. Der Haken am Ganzen: Dass die Temperaturen steigen, ist leider nur eine Entwicklung von vielen. Die Veränderungen in den Niederschlagsmustern müssen genau so in Betracht gezogen werden. Ich wage zu behaupten, dass die Niederschläge der massgebende Faktor für das "Wasserschloss" Schweiz sind ...
Inwiefern die Grünen diese Ereignisse in bare Wählerstimmen umwandeln können, muss sich zeigen.
Merke: Sommer können heiss-trocken (wie bspw. 2003) oder aber eben kalt-nass (wie dieses Jahr) ausfallen. Dazwischen gibt es unzählige Variationen.
Ein Experten-Bericht über die zu erwartenden Veränderungen für die Schweiz postuliert:
Temperaturerhöhung im 21. Jahrhundert
Von 1990 bis 2100 steigt die globale mittlere Temperatur um 1.4 bis 5.8°C (Abbildung 6b). Dieser Bereich ergibt sich aus den SRES-Szenarien und verschiedenen Klimamodellen. Die Erwärmung ist 2- bis 10-mal grösser als diejenige im 20. Jahrhundert und ist sehr wahrscheinlich einzigartig seit dem Ende der letzten Eiszeit vor ungefähr 10’000 Jahren.
Klimaänderungen sind regional sehr unterschiedlich. Es ist sehr wahrscheinlich, dass sich die Temperatur über Land und im Alpenraum stärker erhöht als im globalen Mittel. Es ist ebenfalls sehr wahrscheinlich, dass Häufigkeit und Intensität von sommerlichen Hitzewellen in ganz Europa zunehmen und dass die Anzahl Frosttage abnimmt.
Niederschläge im 21. Jahrhundert
Niederschläge werden wahrscheinlich in mittleren bis hohen nördlichen Breiten zunehmen. In den meisten Gebieten mit zunehmenden Niederschlägen werden Schwankungen im jährlichen Niederschlag sehr wahrscheinlich grösser. Für den Alpenraum zeigen die Modelle tendenziell eine Abnahme der Niederschläge im Sommer und eine Zunahme der Niederschläge im Winter. Es ist wahrscheinlich, dass die Häufigkeit von Starkniederschlägen, vor allem im Winter, in Europa zunimmt. Für einige weitere extreme Wetterphänomene gibt es zurzeit nur ungenügende Information, um Trends abschätzen zu können, weil die globalen Klimamodelle für verlässliche Vorhersagen noch nicht genügend räumlich aufgelöst sind. Zum Beispiel werden kleinräumige Wetterphänomene wie Gewitter, Tornados und Hagel in Klimamodellen nicht simuliert.
Quelle: Das Klima ändert - auch in der Schweiz
(Hinweis: Ich will damit keinesfalls behaupten, dass dieses Naturspektakel als Anzeichen des vielbeschworenen Klimawandels gedeutet werden soll - um damit zu argumentieren, muss man die Tendenz der langjährigen Mittelwerte heranziehen)
Donnerstag, August 09, 2007
Sense bringt Hochwasser
Gestern Abend nach 10vor10 liessen es sich mein Vater, meine Schwester und ich es uns nicht nehmen, das das gefürchige Naturspektakel praktisch vor unserer Haustür (zum Glück ca. 50 Höhenmeter Unterschied zu unserem Vorteil) zu begutachten. In strömendem Regen wanderten wir hinab zur Autobahnzubringer-Brücke über die Sense. Ich kann mich nicht erinnern, den Fluss jemals derart hoch und derart schnell strömend gesehen zu haben.
Auf Grund der Lichtverhältnisse musste ich eine lange Belichtungszeit wählen (2 Sekunden, wenn ich die Anzeige richtig gelesen habe), weshalb man den turbulenten Abfluss nur schwer nachvollziehen kann:
Sense bei Neuenegg, 8. August 2007
Parkplatz für Wasserfeste
Das nachfolgende Video zeigt den Parkplatz auf der bernischen Seite. Normalerweise stehen dort, wo jetzt das Wasser über das Ufer trat, den Tag hindurch Fahrzeuge. Ein Fussgängerweg führt unter der Brücke hindurch gegen Thörishaus:
Wildwasserbahn
Auf der Mitte der Brücke stehend und in Flussrichtung schauend bot sich ein wildes Schauspiel. Wir versuchten uns gar nicht erst auszumalen, wie die Situation bei Laupen beim Zusammenfluss von Saane und Sense ausgesehen haben mag ...
Weitere Berichterstattung
hochwasser - sense und schwarzwasser
Mittwoch, Juli 25, 2007
Nun deckt auch die Rundschau den Klima-Schwindel auf
Das Schweizer Fernsehen ist langsam. Das Schweizer Fernsehen nimmt The Great Global Warming Swindle ernst, obwohl im Netz seit langem genügend Artikel gibt, die kritische Fakten über die Thesen-Doku auftischen. Die Journalisten des Schweizer Fernsehens haben nicht gründlich recherchiert, denn von dieser Kritik taucht kein Spürchen in der Rundschau auf.
Zum Glück hat Thomas Stocker (Wissenschaftler der Uni Bern, heute auf dem "heissen Stuhl" der Rundschau) den Film gesehen sowie auch die Kritiken gelesen und kann Reto Brennwald entgegen halten:
Mein Senf
Aus meiner Sicht ist zu der Doku bereits alles gesagt:
Montag, Juli 23, 2007
Nichts als Regen - nasser Juli
Dank dem Zugriff auf in Echtzeit aktualisierte Wetterdaten kann ich vermelden: In diesem Monat Juli (2007) sind im Raum Bern (Station 1, Station 2) bereits 170mm Niederschlag gemessen worden. Der Monatsschnitt der Jahre 1901-1960 betrug hingegen für die Station Bern-Liebefeld nur 116.15 Millimeter. Und noch ist der Monat nicht zu Ende!
Wie sieht der Vergleich zu anderen Jahren seit Beginn der instrumentellen Messung von Wetterparametern aus? In insgesamt 20 Jahren wurden Niederschlagsmengen von 170mm oder mehr gemessen. Wenn es so weitergeht, schlägt das Wetter den "Rekord" von 2000 - notabene das einzige Jahr seit meiner Geburt 1980, das derart hohe Niederschlagsmengen gesehen hat.
Quelle: Die verlinkte PDF-Datei wurde aus meiner privaten MySQL-Datentabelle generiert, die ich aus den csv-Dateien von Meteoschweiz kompiliert habe: Langjährige homogene Temperatur- und Niederschlagsreihen der Schweiz Aus Rücksicht auf die Nutzungsbedingungen von Meteoschweiz stelle ich den Datenbank-Dump nicht öffentlich ins Netz (private Anfragen sind aber durchaus willkommen).
Labels: Klima, Wetter, Wissen, Wissenschaft
Dienstag, Juli 10, 2007
Verrückte Jahreszeiten
Während es hier in der Schweiz seit Wochen regnet, schneit es in Buenos Aires. Jawohl - Schnee. Argentinien liegt auf der südlichen Halbkugel, weshalb dort momentan der Winter herrscht. Dass es dabei aber gleich schneit, ist seit 1918 nicht mehr vorgekommen:
Thousands of Argentines cheered and threw snowballs in the streets of Buenos Aires on Monday as the capital's first major snowfall since 1918 spread a thin white mantle across the region.
"Despite all my years, this is the first time I've ever seen in snow in Buenos Aires," said Juana Benitez, an 82-year-old who joined children celebrating in the streets.
The snow followed a bitter cold snap in late May that saw subfreezing temperatures, the coldest in 40 years in Buenos Aires.
Wenig erfreuliches aus der Schweiz
- Kaum Mückenstiche Letzten Dienstag habe ich am Morgen zum ersten (und bisher letzten) Mal in diesem Jahr Mückenstiche gezählt. Meines Wissens bin ich um diese Zeit längst verstochen. Ursache für den Mückenmangel?
- Wegen der Kälte öffne ich das Fenster in der Nacht nicht
- Die Kälte bekommt den Viechern nicht gut
- In den letzten Wochen habe ich nicht bei meiner Freundin übernachtet, die in der Nähe des Aareufers lebt (die Mücken dort sind deutlich aggressiver und verursachen grössere Entzündungen)
- Regen Jetzt könnte es dann wirklich mal aufhören ... Ich kann mich nicht erinnern, dass unser Gärtnermeister den Garten in den letzten Wochen jemals künstlich bewässert hätte.
- Kälte Die Shorts habe ich dieses Jahr kaum einmal angezogen. Mittlerweile liegen sie wieder im Schrank.
- Kein Marzili Momentan wäre die Wiese voll mit Studenten und sonstigen Ferientechnikern - aber nicht in diesem Jahr
- Kein Aarebad In diesem Jahr habe ich noch keinen "Aareschwumm" genossen
- Erdrutsche Beim Bahnhof Thörishaus Dorf ging gestern zum zweiten Mal innert kürzester Zeit eine Erdlawine auf das Perron nieder
- Braune Sense Der Fluss lädt momentan nicht zu einem Bad ein
Labels: Argentinien, Klima, Schweiz, Umwelt, Wetter
Montag, Juni 11, 2007
Klimadebatte auf RTL
Momentan diskutieren Experten und Laien unter der Moderation von RTL-Urgestein Peter Köppel (jetzt hat der auch schon graue Haare? Die Zeit vergeht wie im Fluge!) über Lug und Trug des Klimawandels.
Zur Debatte
Interessant, dass den vier "Warnern" aus Politik, Wirtschaft, Forschung und Schauspielerei (!) nur gerade ein einziger Gast in der Person von Klima-Skeptiker Matthias Horx entgegenhält (oder halten will).
Ich hoffe, dass RTL genügend Leute angefragt hat, die Kontra-Positionen zu vertreten; kann mir aber gut vorstellen, dass sich dann doch niemand der Kritiker öffentlich, und erst noch auf einem deutschen Privatsender, exponieren wollte. Was dann doch wieder etwas über das (mangelnde) Selbstvertrauen der Advocati Diaboli aussagt.
Zur vorangegangenen Doku
Äusserst schade (und mehr als tendenziös!), dass in RTLs Doku-Abteilung anscheinend niemand sitzt, der Blogs liest. Sonst hätte man den Grossteil der Aussagen der Channel 4-Doku über den "Climate Swindel" wohl kaum ohne grundlegende Änderungen übernommen ...
Nachtrag: Verrisse
Trotz der überarbeiteten Fassung beliessen RTLs Wissenschaftsredaktoren (falls es solche qualifizierten Personen dort überhaupt gibt ...) recht viel Schmarren in der Doku, wie folgende Artikel zeigen:
Montag, Juni 11, 2007
Wetterstationen in der Schweiz
Karte: Klickbare Grafik auf Kaiko.ch
Ganz in der Nähe meines Wohnortes, in Niederscherli, befindet sich eine Wetterstation, die tagesaktuelle Daten liefert.
Bisher hatte ich das Gefühl, dass der Juni viel zu nass sei. Die Messung dieser Wetterstation zeigen aber, dass der Monat hier in Bern mit (bisher) 41mm Niederschlag (stupide bis Ende Monat hochgerechnet also ca. 120mm) im langjährigen Mittel liegt. Ein kurzer Kreuzvergleich mit Muri zeigt, dass dort bisher 36.6l/m2 gemessen wurden (1mm entspricht 1l/m2)
Wie es auch immer herauskommen wird: Hauptsache, es "schiffet" den Juni durch, damit der Juli dann mit Sonnenschein glänzt. Schliesslich bin ich stolzer Besitzer eines 4-Tagespasses für das Gurtenfestival.
Ob die Landwirtschaft hingegen an den derzeitigen Regenfällen Freude hat, ist eine andere Frage.
Nachtrag
Die NZZ bringt heute einen Artikel der sda über die Niederschläge. Einige Ausschnitte:
Die weitere Auswertung der Messdaten ergab, dass in Wynau im Kanton Bern am vergangenen Donnerstag innerhalb von zehn Minuten 18,5 Liter Regen pro Quadratmeter fielen.
Im Napfgebiet schätzte MeteoSchweiz auf Grund des Radars die Niederschlagsmenge am vergangenen Freitag lokal auf mehr als 100 Liter innerhalb von wenigen Stunden - so viel wie sonst im ganzen Monat Juni.
Montag, April 16, 2007
Klimawandel: Es hat begonnen
New York erlebt regenreichsten Tag seit 30 Jahren
Quelle: NZZ
Längst blühen überall die Kirschbäume und Birken - zehn Tage früher als im Durchschnitt der vergangenen 15 Jahre.
Quelle: SPIEGEL online
Das Unwetter traf vor allem die Gegend um Soller nördlich von Valldemossa. Dort ließen die stärksten Regenfälle der vergangenen 30 Jahre Flüsse über die Ufer treten, Straßen wurden überflutet.
Quelle: Vorarlberg Online
Das wärmste Jahr seit Messbeginn
Das gab es noch nie! Zumindest nicht in den meteorologischen Jahrbüchern der Schweizerischen Eidgenossenschaft. In Basel stieg die Durchschnittstemperatur in den vergangenen zwölf Monaten auf sagenhafte 12,1 Grad. Damit wurde die Marke von 12 Grad zum ersten Mal seit Beginn der systematischen Aufzeichnungen in der Mitte des 19. Jahrhunderts übertroffen.
Quelle: Gigantische Warmphase dauert jetzt schon 1 Jahr!
Wenn das wirklich so weitergeht, stehen uns wahrlich äusserst spannende Zeiten bevor. Als angehender Historiker liest man sonst immer nur in Quellen aus längst vergangenen Jahrhunderten über meteorologische Phänome die Autoren "seit Lebzeiten" nicht erlebt haben (Beispiel: Die Kleine Eiszeit).
Nun könnten wir in den Genuss von Einflüssen kommen, die wir trotz des technischen Fortschrittes weder annähernd verstehen, noch beherrschen können. Es ist äusserst reizvoll, Rekationen aus Wirtschaft, Gesellschaft und Politik auf solche Ereignisse als Zeitgenosse zu erleben. Es bleibt einfach zu hoffen, dass es in hundert oder zweihundert Jahren noch Historiker geben wird, die unsere Strategien beurteilen können ...
Übrigens: Wird 2007 der Jahrhundertsommer von 2003 noch getoppt, sehe ich eine positive Korrelation zwischen Temperatur und Wählerstärke der Grünen Partei in den Nationalratswahlen.
Parallelen?
So sehr es für mich als Genossen beunruhigend ist - ich musste das einfach bringen:
Die Partei ist damit nach einem stetigen Aufstieg in den letzten 20 Jahren wieder auf ihre Stärke in den achtziger Jahren zurückgefallen und hat das drittschlechteste Resultat in den letzten hundert Jahren eingefahren.
Quelle: NZZ
Wer mehr dazu wissen will: Smythe analysierte den Wahlausgang bereits gestern Sonntag. Als Ergänzung empfehle ich die diversen Kommentare und Analysen in NZZ, Tagi und Echo der Zeit.
Labels: Klima
Mittwoch, März 28, 2007
Klimaerwärmung? Alles Schwindel!
Urs Paul Engeler und die Weltwoche tarnen sich mit einem (fast) perfekten englischen Akzent und widerlegen, was uns eine Verschwörung von tausenden (diese Zahl wird im Video übrigens auch demontiert) Klimawissenschaftlern weismachen will:
Channel 4: The Great Global Warming Swindle
Offizielle Web-Site
Wobei ich zugeben muss, dass Klimaforschung wirklich eine "Industrie" geworden ist. Doch um milliardenschwere Öl-Konzerne und deren Marionetten mit ihrem Spin (könnte das Video nicht von Esso & Co. finanziert worden sein?) zu bekämpfen, muss man das halt werden. Besonders amüsant, dass die zitierten Wissenschaftler gegen Zensur innerhalb Forscherkreisen wettern - während dies die Multis doch seit Jahrzehnten machen .
Wer in der Diskussion auch immer Recht hat: Ob CO2 nun gut oder schlecht ist - soviel wie heute wurde von dem Gas noch nie künstlich ausgestossen. Das muss geändert werden. Ob wir in 50 Jahren das ganze Jahr hindurch mit Flip-Flops und Bermudas durch die Gegend watscheln, oder wie ein Eskimo daherkommen.
Nachtrag
(Ich habe das Video nun ganz durchgeschaut - in ein paar Jahren können wir ja auf diesen Artikel hier wieder zurückkommen. Entweder ist es mir dann äusserst peinlich, daran erinnert zu werden, oder aber es gibt niemanden mehr, den ein Blog im Internet interessiert ... *smile*)
Nachtrag II
Als Quellenkritik muss nach dem Schauen des Videos folgender Artikel gelesen werden (Danke, Anonymous):
Swindled - oder warum nicht jedes Propagandafilmchen Aufmerksamkeit verdient
Kurz zusammengefasst die Vorwürfe an die Produzenten des Streifens (gekürzte Wiedergabe des oben genannten Blog Artikels):
- Der Regisseur ist kein unbeschriebenes Blatt und für seinen Thesen-Journalismus bekannt (und wurde auch schon deswegen gerügt)
- Professor Carl Wunsch distanziert sich von der Art, wie er im Dokumentarfilm zu Worte kommt:
What we now have is an out-and-out propaganda piece, in which there is not even a gesture toward balance or explanation of why many of the extended inferences drawn in the film are not widely accepted by the scientific community. There are so many examples, it's hard to know where to begin, so I will cite only one: a speaker asserts, as is true, that carbon dioxide is only a small fraction of the atmospheric mass. The viewer is left to infer that means it couldn't really matter. But even a beginning meteorology student could tell you that the relative masses of gases are irrelevant to their effects on radiative balance. A director not intending to produce pure propaganda would have tried to eliminate that piece of disinformation.
Quelle: Partial Response to the London Channel 4 Film "The Great Global Warming Swindle"
- Die Grafiken enthalten bewusste und unbewusste Fehler; der Produzent hatte Kenntnis davon.
- Die Forscher hinter der Sonnenflecken-Theorie haben gravierende Fehler in ihren Berechnungen gemacht (Hockeyschläger-Kurve gibt es bei den Solar-Aktivitäten nicht!)
- Der 75-jährige Herausgeber von New Scientist hatte das Amt im Alter von 31 bis 35 Jahre inne - also vor vierzig Jahren!
Labels: Klima, Medien, Wissenschaft



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