Donnerstag, März 04, 2010

Vier Wege, wie man Geld ausgeben kann

  1. You can spend your own money on yourself. When you do that, why then you really watch out what you’re doing, and you try to get the most for your money.
  2. You can spend your own money on somebody else. For example, I buy a birthday present for someone. Well, then I’m not so careful about the content of the present, but I’m very careful about the cost.
  3. I can spend somebody else’s money on myself. And if I spend somebody else’s money on myself, then I’m sure going to have a good lunch!
  4. I can spend somebody else’s money on somebody else. And if I spend somebody else’s money on somebody else, I’m not concerned about how much it is, and I’m not concerned about what I get.

Quelle: Milton Friedman on the four ways you can spend money - (37signals)

Ich als Politiker mag natürlich Punkt 4 ganz besonders ...

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Mittwoch, März 03, 2010

Wettbewerb der SP Kanton Bern

Als braver Parteisoldat, wie ich nun einer bin, füge ich auf Bitten der Mutterpartei selbstverständlich gerne folgenden Wettbewerbs-Banner in meinem Blog ein und führe die verlinkte Web-Site zu einem hoffentlich guten Google-Rank:

Gleichzeitig möchte ich aber zu Ausdruck geben, dass ich die Vermischung von Wettbewerben mit Politik — und das ausgerechnet von einer finanziell nicht rosig gebetteten Partei — höchst bedenklich finde. Das Vorgehen erinnert mich an die Krankenkassen, die mittlerweile jeden Herbst jenste Wettbewerbe starten, um an die Adressen der begehrten jungen und guten Risiken zu gelangen. Beide Vorgehensweisen zeigen auf, wie sehr die Krankenkassen und die Parteien offensichtlich von ihrem Weg abgekommen sind.

Ich wage zu behaupten, dass man mit solchen Wettbewerben keine einzige Stimme zusätzlich macht. Gegenargumente sind als Kommentare gerne willkommen.

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Montag, Januar 25, 2010

Terminator: Salvation sucks!

Auf dem Rückflug von Ouagadougou via Niamey nach Paris-Charles de Gaulle hatte ich endlich die Gelegenheit, Terminator 4 zu schauen. Mein Kollege Raffi hat an diesem Streifen mitgearbeitet. Leider war ich vom Drehbuch völlig enttäuscht — eine äusserst oberflächliche, voraussehbare Handlung, die Standardelemente aus anderen Hollywood-Filmen übernimmt.

Wieso? Folgender Artikel erläutert die Hintergründe:

It's here that you can really understand where Terminator Salvation fell to pieces. The film was being rewritten, piecemeal, on the set. Instead of re-engineering the whole picture it seems like McG and company were just tackling each segment, figuring out how to get John Connor more involved without fixing the underlying structure at which they were picking away.

Quelle: EXCLUSIVE: WHAT WENT WRONG WITH TERMINATOR SALVATION?

Fazit: Christian Bale und McG haben die Franchise ein für allemal versaut (wobei mir schon Terminator 3 nicht gefallen hat).

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Sonntag, Dezember 06, 2009

Filmkritik: 2012

Ich habe es gestern doch getan — ich war tatsächlich Emmerichs 2012 im Pathé Westside schauen. Dies aber nicht des Films wegen, sondern weil ich wieder mal mit den Jungs im Kino abhängen holte. Normalerweise meide ich solche seichten Blockbuster von vornherein.

Entgegen anderer Filmkritiken hier auf diesem Blog (u.a. Star Trek XI, Indiana Jones 4 , James Bond: Casino Royale) halte ich mich hier kurz:

Meine Blase wäre fast explodiert! Die sich über 3 Stunden hinziehenden oberflächlichen Liebes- und Familiengeschichten sowie Gutmenschen-Stories hätten fast dazu geführt, dass ich in den Kinosessel gepinkelt hätte. Dies machte die Tortur durch den mit Visual Effects und Gigantomanie überladenen Film doppelt so schlimm, da physisch äusserst schmerzhaft spürbar. Selber schuld, man geht halt auch nicht Emmerich-Streifen schauen.

Ich träume von einer Filmbranche, die uns zukünftig vor solchen Emmerich-Blockbustern erschont. Keine Ahnung, wieso die Hollywood-Studios diesem Typen unablässig Abermillionen in den Hintern stossen, damit er sich einem Wiederholungstäter gleich immer wieder an CGI-Orgien mit äusserst flacher Story versuchen darf. Einfach fürchterlich!

Sonstiges:

  • Deutsche Synchronfassungen sind schlicht und ergreifend Scheisse!
  • Columbia Pictures — und der Film ist übersät mit Sony Vaio-Laptops ...
  • Die Erdkrustenverschiebung rettet die Storyline, in dem die Antonov urplötzlich im Himalaya-Gebirge auftaucht, statt im südchinesischen Meer.
  • Der Russe (Yuri) war das Highlight des Films
  • Die Staatschef stimmen ungefähr mit der Realität überein — aber würde Berlusconi wirklich mutig mit seinen Landsleuten dem Untergang entgegen sehen? Der Höseler wäre doch der erste, der die Arche besteigen würde ...

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Freitag, November 13, 2009

Köppel ist definitiv reif für den Vaterschaftsurlaub

Köppels Editorial in der Weltwoche 46.09 kann man ja nun wirklich kaum ernst nehmen — ich würde es als klaren Tiefpunkt in der Geschichte der Köppelschen Weltwoche klassifizieren:

Die vielen Ausfälle, Pannen und Verspätungen der SBB in letzter Zeit sind nicht das Resultat von schlechtem Management, sondern werden durch Übernutzung und Überlastung verursacht.

Quelle: Editorial: Zuwanderung, Weltwoche 46.09, S. 5.

... ... ...?! Habe ich jetzt richtig gelesen? Köppel zeigt Verständnis für die SBB? Einen Staatsbetrieb?! Zugleich entlässt er das SBB-Management aus jeglicher Schuld — obwohl einige Medien in letzter Zeit darüber berichtet haben, dass es gerade dieses "Management" verpasst habe, rechtzeitig und in ausreichendem Mass in den Werterhalt der Infrastruktur zu investieren?

Er erwähnt auch die Staus auf den Autobahnen, um zu folgern, dass das Land übervölkert sei. Nun, Staus und Komplikationen im Zugsverkehr gründen nicht zuletzt doch gerade darauf, dass Leute von Köppels Weltauffassung seit jeher den Steuerwettbewerb zwischen den Gemeinden und Kantonen loben. Dies führt konsequenterweise dazu, dass man eben nicht in der Stadt, sondern auf der grünen Wiese sein Häuschen errichtet, mindestens zwei PKWs anschafft und in Zukunft frisch-fröhlich 10-20 Kilometer auf die Arbeit in die Stadt pendelt.

Hat nicht die Weltwoche gerade in der letzten Ausgabe die 150 besten Gemeinden gekürt und dem Ranking eine möglichst tiefe Steuersatz als Hauptkriterium zu Grunde gelegt? Der Verkehrskollaps ist ein Resultat dieser unsinnigen optimalen Fokussierung auf Dinge, die wirklich zählen im Leben! Wer will schon in 5 Minuten auf der Arbeit sein, wenn er alleine in seinem 3 Meter langem, 2 Tonnen schweren Gefährt eine Stunde im Stau stehen kann? Hauptsache, er bezahlt weniger Steuern.

Thomas Held, Chefdenker des Think Tanks Avenir Suisse, verwies in einer Fernsehdiskussion zum Thema kürzlich auf die japanische Metropole Tokio. Will die Schweiz mit ihren sperrangelweit geöffneten Grenzen zum europäischen Pendant eines asiatischen Models werden?

Herr Köppel, schauen sie, ein Rat unter Freunden: Möchten Sie den Chefredaktorposten nicht lieber abgeben und künftig einen mittelmässigen Blog führen? Ihre Recherchefähigkeiten stempeln Sie zu einem völlig inkompetenten Journalisten.

Zugegeben, Tokio ist eine Millionenstadt — als Moloch würde ich die Hauptstadt Japans aber dann doch wieder nicht bezeichnen. Abgesehen davon sollte die japanische Migrationspolitik gerade Sie zu impulsiven Freudentänzen verleiten: Ist es nicht Allgemeinwissen, dass die Japaner in Asien wohl die rigideste Migrationspolitik verfolgen (abgesehen vielleicht von Nordkorea), um ihr Volk und ihre Kultur möglichst homogen zu halten?

Und hier hat Sie dann wohl ihr Baby vom Beenden des Satzes abgehalten:

... Trotz komfortablen Mehrspurtunneln staut sich der Verkehr. Da es an bebaubaren Zonen fehlt, wurden seelenlose Wohnquartiere. Thomas Held, ...

Hä?

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Donnerstag, September 10, 2009

Verjüngungskur à la NZZ

Der 54-jährige sagte, er habe die Leber eines 20-jährigen Mannes erhalten,

Quelle: Apple-Chef Steve Jobs nach sechs Monaten wieder im Rampenlicht (Panorama, NZZ Online)

Falsch, liebe NZZ, Steve sagte "... mid-twenties" ...

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Sonntag, September 06, 2009

Inglourious Basterds: Kurzkritik

Gestern war es also soweit: Endlich kam auch ich dazu, Tarantinos neuesten Wurf Inglourious Basterds (kein Schreibfehler, wie im Laufe des Films noch einmal deutlich hervorgehoben wird). Es handelt sich dabei wohl um den ersten Film von Tarantino, den ich a) im Kino und b) von Anfang bis Ende durchgeschaut habe. Bis heute ist mir ein Rätsel, wieso Pulp Fiction ein derartiger Hype geworden ist ...

Hier wie in meinen Kritiken so üblich eine kleine Auflistung von Dingen, die mir aufgefallen sind:

  • Generation MTV bleibt draussen. Natürlich ist Basterds nicht gerade There Will Be Blood (note to self: Ich muss mir unbedingt mal wieder dessen Intro anschauen - keine einziges Wort während ca. 10 Minuten), doch hebt sich der Film ab von all dem Müll, der in den letzten Jahren aus Hollywood gekommen ist. Ich beziehe das weniger auf die Inhalte als die kameratechnische Umsetzung. Tarantino strebt keinen Weltmeistertitel auf den Gebieten "Hauptsache immer verwackelte Kamera" und "Hauptsache 20 Schnitte pro Minute". Bravo und Danke! Liebe Jung-Regisseure: Manchmal kann man eine Einstellung auch 30 Sekunden beibehalten.
  • Nichts für Amis. Denn die sind monolingual (oftmals nicht mal das) und verabscheuen Filme, die länger als zwei Sekunden dauernde Fremdsprachendialoge enthalten. Nun, Tarantino hat seinem us-amerikanischen Publikum mit diesem Film demnach die schlagende Behandlung durch "Bear-Jew" verpasst: Ich würde behaupten, dass mindestens die Hälfte des Films auf deutsch und französisch gesprochen wird - und die armen Amis folglich nonstopp mit dem Lesen von Untertiteln verbringen.
  • Was uns gleich dazu weiterführt, dass Kollegen Randal, Lonny und Üelu selber schuld sind, wenn sie den Film in der deutschen Synchronfassung schauen gehen. Zumal man so auch gleich den fürchterlichen Redneck-Akzent Brad Britts verpasst.
  • Doch a propos Brad Pitt: Obwohl er natürlich als Headliner den kommerziellen Interessen Hollywoods dient und Leute (Frauen?) ins Kino lockt - SS-Offizier Hans "Jew-Hunter" Landa, gespielt von Christoph Waltz, läuft ihm meilenweit den Rang ab. Diesen deutschen Schauspieler müssen wir uns merken. Seine Performance in diesem Film ist grandios! Ob ihm im nächsten Februar der Oscar winkt?
  • Bleiben wir bei den Schauspielern: Wer deutsches Filmgut kennt (nein, nicht solches aus den 1920er wie Die weisse Hölle vom Piz-Palü oder später erschienener nationalsozialistischer Schund), wird unzählige deutsche Schauspieler wiedererkennen: Daniel Brühl, Diane Krüger, Til Schweiger, Gedeon Burkhard, August Diehls. Ja sogar Christian Berkel, den u.a. man aus "Das Experiment" kennt, hat eine kleine Nebenrolle (man achte sich, wie er in der Kellerszene im Hintergrund während Minuten ins Leere starrt).
  • Wer den Vorspann, der für mich nicht nachvollziehbar aus drei typographischen Stilen bestand, genau gelesen hat, dem fiel der Name Mike Myers auf. Und tatsächlich - da haben wir ihn vor uns, "Austin Powers" in britischer Uniform, im selben Raum wie der zigarrenpaffende Churchill. Notiz am Rande: Mike Myers ist Kanadier ...
  • Tauchen Europakarten auf (wie eben gerade in besagter Szene mit Mike Myers oder bei Hitler in Berlin), ist die schweizer Grenze realitätsgetreu eingezeichnet und vom Dritten Reich umgeben. Dies ist für dem Reduit-Mythos aufsitzenden Schweizer wie auch für Geschichtsstudenten sehr, sehr wichtig! Einige Filme, die in der Zeit des Dritten Reichs spielen, unterschlagen dieses Fakt einfach.
  • Der feine britische Schnurrbart des Spions verschwindet, als er sich in Frankreich in die SS-Uniform wirft. Neben dem Feldgrau der deutschen und dem Gagelbraun der britischen Uniform sind es gerade solche Facetten, die die beiden Kulturen im Zweiten Weltkrieg unterscheiden. Da der rasierte Deutsche, dort der feine englische Offizier mit Schnurrbart.
  • Wenn ich mir die DVD zum Film kaufen werde, werde ich als erstes minutiös den Füllstand in den verschiedenen Schnitten von August Diehls "Stiefel" (Szene in der Kellerbar) untersuchen.
  • Mindestens zwei Mal hat man das Gefühl, als würde Tarantino sich der Werbefilmindustrie anbieten: Als sich Shosanna schminkt (ist das den Marketing-Fuzzis von L'Oréal aufgefallen?) und als Shosanna zusammen mit Hans Landa Apfelstrudel mit Rahm ist. Zerstört wird die Atmosphäre durch die brennende Zigarette, die Landa im Strudel ausdrückt.
  • Hinzu kommt der Top Gun-Moment, wo Shosanna im roten Abendkleid verträumt zum Fenster rausschaut. Deshalb Top Gun, weil der gespielte Soundtrack ein poppiger Song aus den 1980er zu sein scheint.
  • Und schlussendlich noch ein Zückerchen für Hebo: Ihm ist die Cinderella-Fusszene mit Frau von Hammersmark besonders in Auge gestochen und hat mich nach dem Kinobesuch darauf hingewiesen, dass Tarantino offensichtlich ein Fussfetischist sei (womit sich Hebo selber auch als ein solcher verraten hat, da Normalfetischisten sowas gar nicht auffallen würde). Meine Vermutung, dass man auf Youtube einen Zusammenschnitt von Tarantinos Fusszenen findet, hat sich bei der Rückkehr prompt bestätigt: Tarantino Fetish Mix
  • Ah, eigentlich sind es zwei Zückerchen für Hebo: Mélanie Laurent heisst die Schauspielerin, die die jüdische Kinobetreiberin spielt - und eine klassische Hebo-Frau ist.
  • Die brennende Leinwand, auf welches das Gesicht Shosannas projeziert wird, erinnert mich verdächtig an den Apple-Werbespot "1984".
  • Das gleich darauffolgende Massaker im Kino ist erfrischend anders - statt Tribunalen und anschliessenden Hinrichtungen von Hitlers willigen Helfern hätte man das Regime ja eigentlich auch so unschädlich machen können. Tarantino fällt damit aber auch irgendwie wieder in das undifferenzierte Schwarz-Weiss-Bild (sozusagen in Kavallerie und Indianer) zurück.
  • Das Ende ist enttäuschend: Ich war felsenfest davon überzeugt, dass sie Landa ebenfalls umbringen und skalpieren würden. Mieses Spiel!

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Mittwoch, September 02, 2009

Auslaufmodell Journalist

Sie unterliegen dem fundamentalen Irrtum, dass die technische Revolution, die sie in den letzten Jahren durchlebt haben, aus ihnen Newsleute gemacht habe, die sich auf der Höhe der Entwicklung bewegen. Doch ihre Arbeitsmethoden und Arbeitsabläufe sind immer noch dieselben wie vor zwanzig Jahren, [...]

Quelle: Arlesheim Reloaded. Mäuse schultern Elefanten. - Frühstück mit Zeitung

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Freitag, Juli 31, 2009

Gruber über Microsofts langsamen Niedergang

Today that is simply no longer the case. Microsoft has lost all but a sliver of this entire market. People who love computers overwhelmingly prefer to use a Mac today. Microsoft’s core problem is that they have lost the hearts of computer enthusiasts. Regular people don’t think about their choice of computer platform in detail and with passion like nerds do because, duh, they are not nerds. But nerds are leading indicators.

Microsoft seems to have conceded that the enthusiasts who’ve switched to the Mac in recent years are gone for good. Their apparent goal for Windows 7 was merely to make something better than Windows Vista. If Microsoft were a healthy, functional, competitive company willing and able to honestly assess its own shortcomings — like the Microsoft of the ’90s that conquered the entire industry — their goal would have been to make something not just better than Vista, but better than anything else on the market, including Mac OS X.

Quelle: Daring Fireball: Microsoft's Long, Slow Decline

Mit Windows 7 hat Apple drei weitere Jahre "Schonfrist" gekriegt. In dieser Zeit kann Mac OS X . Doch wie sagt man so schön: Microsoft ist dann am innovativsten, wenn die Firma in die Ecke gedrängt wurde. Es bleibt zu hoffen, dass die Bude es dieses Mal komplett vergeigen wird. Dinosaurier und Mammuts haben keine zweite Chance verdient.

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Donnerstag, Juli 30, 2009

Kreativ mit HP Tintenstrahldruckern

HP - invent from Tom and Matt on Vimeo.

Geniales Video. Aber garantiert nur bis zu dem Zeitpunkt, als die Jungs die Rechnung für die Tintenpatronen gekriegt haben ...

Nachtrag: ... und Scannern!

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Dienstag, Juli 28, 2009

Alarmstufe Rot: Wäsche überträgt Krankheiten!

Bei der Schweinegrippe haben wir die unheilige Allianz zwischen Pharmaziefirmen (Die Schweinegrippe macht ihn mit jedem Tag reicher - noch Fragen?) und Angestellten, die die Berufsbezeichnung "Journalisten" längst abgesprochen erhalten sollen - und nun haben sich die Postillenschreiber ausgerechnet mit der Waschmittel- und Waschmaschinenindustrie verbündet, um uns vor neuen äusserst gefährlichen Gesundheitsschäden zu warnen:

Erkrankt eine Person, zum Beispiel an einer Grippe oder einem Fußpilz, sollten ihre Kleidungsstücke jedoch gesondert mit einem Vollwaschmittel bei 60 Grad in die Trommel gegeben werden.

Quelle: SPIEGEL ONLINE - Druckversion - 30-Grad-Wäsche: Waschmaschine wird zur Keimschleuder - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wissenschaft

Die politisch nicht korrekte Antwort darauf wäre: "Habt ihr endgültig einen Flick fort?!"

Wenn das so weiter geht, erkläre ich 2009 als Jahr der übergeschnappten JournalistInnen. Frau Donner - Angehörige ihres Geschlechts reagieren erfahrungsgemäss deutlich stärker auf reale und gefühlte Hygienemissstände - hat zwar gründlich recherchiert und unzählige Meinungen eingeholt - doch diejenige Frage, die mich am meisten interessiert, hat sie nicht gestellt: Gehen wir hypothetisch davon aus, dass ich das perfekte Kleiderwaschregime entwickle, dafür für tausende von Franken Investitionen in neue Produkte tätige und schlussendlich keimfreie (!!!) Kleidgung aus der Waschmaschine ziehe. Spätestens wann - und in welcher Menge - treffe ich dann doch auf die pöhsen, pöhsen Keime? An Handgriffen von Türen, in der Strassenbahn, im Kontakt mit anderen Menschen, bei der Dusche im Fitness-Center ... Na? Aber solche Fragen entsprechen ja nicht der Auftrag eines professionellen Journalisten im 21. Jahrhundert. Nichts da von Komplexitätsreduktion und Einbettung des Berichts ins grössere Ganze - die Schreiberlinge sind ja nur noch dazu da sind, die Arbeitszeit und die Publikation auszufüllen. Die Qualität des Produkts ist dabei nebensächlich. Hauptsache fette Schlagzeile.

Wer immer noch Angst vor einer Ansteckung über Kleidungsstücke hat, soll sich zuerst überlegen, den Mitbewohner einer richtigen Quarantäne zu unterziehen.

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Donnerstag, Juli 23, 2009

Minimallöhne

Die Österreicher drüben bei Mises möchten den Verfechtern von Minimallöhnen den Wind aus den Segeln nehmen:

Every person has a unique set of skills, competencies, strengths, and weaknesses that will only be revealed through their activity in the market. Job training and skills assessments may be able to match people with suitable employment to some degree, but the search mechanism inherent in the labor market is a low-cost way of accomplishing the same result more efficiently.

Quelle: The Hidden Costs of a Minimum Wage - Art Carden - Mises Institute

Das mag vielleicht auf Stufe Akademiker (oder Fachkräfte) nicht nur gut tönen, sondern auch realistisch sein - aber ehrlich: Was soll ein Hamburgerbrater bei McDonalds bittesehr an "unique set of skills, competencies, strengths" offenbaren?! Merkt er vielleicht, dass er doch lieber VWL-Blogger geworden wäre? Bei der Lektüre solcher Werke bemerkt man endlich mal wieder mal die theoriegeilen Fachidioten in ihrem Elfenbeinturm.

Eindeutig Zeit, mich wieder hinter die Lektüre von Linksradikalismus in der deutschen Schweiz 1914-1918 zu setzen.

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Mittwoch, Juli 22, 2009

Auf den Schultern von Chinesen

We all know that there's no fucking way in the world we should have microwave ovens and refrigerators and TV sets and everything else at the prices we're paying for them. There's no way we get all this stuff and everything is done fair and square and everyone gets treated right. No way. And don't be confused -- what we're talking about here is our way of life. Our standard of living. You want to "fix things in China," well, it's gonna cost you. Because everything you own, it's all done on the backs of millions of poor people whose lives are so awful you can't even begin to imagine them, people who will do anything to get a life that is a tiny bit better than the shitty one they were born into, people who get exploited and treated like shit and, in the worst of all cases, pay with their lives.

Quelle: The Secret Diary of Steve Jobs: I'm really thinking maybe I shouldn't have yelled at that Chinese guy so much

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Mittwoch, Juli 22, 2009

Bye bye, close-up!

Endlich! Was habe ich mich jeden Monat über diesen Scheissprospekt genervt, der mir auf Grund meines Academica-Kontos bei der Crédit Suisse ungefragt zugestellt wurde:

Versand des Filmmagazins close-up! wird eingestellt

[...] Ciné-Card-Inhaber erhalten das close-up! bereits seit über 10 Jahren nach Hause zugesendet. Da sich die Sicherung von Sponsorenleistungen immer schwieriger gestaltet und der Postverstand des close-up! mit erheblichen Portokosten verbunden ist, müssen wir die Heimzustellung der Printausgabe ab der der nächsten Ausgabe (September 2009) leider einstellen.

Quelle: Brief vom 22. Juli 2009.

Ganz klar: Das Internet hat ein solches Magazin überflüssig gemacht. Nicht nur, weil ich mich heute im Netz sowohl viel ausführlich und ohne kommerziellen Bias über das Kinoprogramm informieren als auch gleich die Tickets für den Kinobesuch einkaufen und ausdrucken kann, sondern auch, weil es irgendwie doch immer lächerlich war, ein Heftli über Filme herauszubringen, welches aus offensichtlichen Gründen nicht mal die entsprechenden Trailer abspielen konnte ... Etwa so lächerlich, als würde jemand Podcasts niederschreiben.

Da erstaunt es doch sehr, dass man wieder mal nur halbe Sachen machen wollte:

Gleichzeitig können wir Ihnen mitteilen, dass wir das close-up! ab sofort - anstelle einer Printabomöglichkiet - als E-Paper unentgeltlich online anbieten. Die aktuelle elektronische Ausgabe kann jeden Monat auf www.kitag.com [...] abgerufen werden. Sofern Sie über einen Internetanschluss verfügen, müssen Sie zu Hause somit auch künftig nicht auf die Lektüre des close-up! verzichten.

Selbstverständlich liegt die aktuelle Ausgabe nach wie vor in allen kitag-Kinofoyers in den close-up!-Ständern für Sie bereit.

Nana, lieber Teleclub. In 1-2 Jahren wird das Projekt endgültig Geschichte sein.

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Dienstag, Juli 21, 2009

Benutzerkonto auf Party-Communities löschen

Gestern habe ich mich von StudiVZ verabschiedet, heute sind Tilllate, Usgang, Lautundspitz und eine weitere Party-Community dran. Für Leute, die dasselbe vorhaben, hier deshalb die Kurzlinks, um das Vorhaben möglichst rasch umzusetzen:

  • Tilllate Unter Help findet man nach einigem Scrollen den Link auf /member/edit/deactivate. Leider erhalte ich die Meldung:

    Es hat einen Fehler gegeben. Bitte setze Dich mit tilllate.com in Verbindung.

    Peinlich!

    Nachtrag: Es scheint sich um einen falschen Link in der englischen Hilfe zu handeln. In der deutschen Hilfe wird auf /Member/Edit/more verwiesen, wo der Löschvorgang tatsächlich zu klappen scheint.

  • Usgang Unter Hilfe findet sich der Link auf userdelete.php (auch hier muss der Benutzer lange scrollen) - nach Eingabe des Passwortes und einer Begründung gelangt man auf eine "Sind Sie sich wirklich sicher"-Seite, auf welcher man eine Checkbox markieren muss. Ein weiterer Klick - und das Konto ist gelöscht.
  • Lautundspitz Unter 01_support.php?page=account kann das Konto löschen - wenn man sich noch an den Freischaltcode erinnern kann. Hä? Einen neuen kann man über die Seite 01_support.php?page=check anfordern.

Bei Digg ist der Weg deutlich komplizierter - obwohl diese Bude Millionen von Dollar an Venture-Kapital eingeheimst hat und viele kluge Köpfe beschäftigt, muss man seinen Account doch tatsächlich manuell, mit einer Mitteilung ans Team, löschen lassen: Contact Us und im Drop-Down Delete Account auswählen. Ein Schelm, wer Absicht dahinter vermutet.

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Mittwoch, Juli 08, 2009

Bill O'Reillys Reality Check muss einem Fact Check unterzogen werden

Eigentlich könnte man meinen, dass Bill von der Schweizerischen SVP eingeladen worden wäre (beide haben die Ideologie in etwa auf derselben Bühne), doch dann würde er doch nicht derart schmeichelhaft über unser Land sprechen:

I was in Switzerland last week and I did not see any litter on the street. Let me repeat: I drove hundreds of miles there was no litter anywhere. Switzerland is the cleanest country in the world.

And I went there to look at the Swiss environmental approach. The place is stunning! There are 7.5 ... there are 12.5 I should say million people living in Switzerland ... 22 % foreign born but apparently they are all greens according to environmental performance index. Switzerland is Number 1 in the world.

Health care is mandatory for the Swiss, but the government does not pay. And the worker, and the company that he works for, do. However the poor receives subsidies from the government, you can choose your own doctor there.

Retirements also funded by workers, not by the government. By law, retirement contributions are deducted from all pay checks. Companies are also required to pay into retiree accounts.

If you want to become a Swiss citizen ... they don't want you! It takes 12 years or longer and you can be rejected without a reason. If you sneak in there, they'll boot you right out.

Income taxes top out at 40 %, just about like here. There are a number of other taxes, like here. But very little poverty, not like here. Only 3 % of Swiss citizens run on welfare.

So the country works and our leaders should be studying it. They should also stay at the Palace Hotel in Gstaad - it's a great place.

Quelle: Schweizer: «Sie sind alle grün»

Meine kritischen Bemerkungen:

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Mittwoch, Juni 24, 2009

Wird Bern deutsche Provinzuniversität?


Die Trumpfkarte Uni Bern sticht nicht
Originally uploaded by emeidi

Letzten Montag trudelte auf meinem Studentenkonto folgendes Mail ein:

Am kommenden Montag, 29. Juni 2009, finden die Vorträge von sechs Bewerberinnen und Bewerbern für die Professur in Kommunikations- und Medienwissenschaft (Nachfolge von Prof. Roger Blum) statt. [...] Vortragen werden Prof. Andrea Römmele (Bruchsal), Dr. Jürgen Maier (Koblenz-Landau), Dr. Silke Adam (Berlin), Prof. Jens Tenscher (Mannheim), Prof. Christiane Eilders (Augsburg), Prof. Frank Marcinkowski (Münster).

Quelle: ikmb-Newsletter vom 22. Juni 2009. (Programm der Vorträge vom 29. Juni 2009)

Man muss sich schon fragen, inwiefern grundverfasste Deutsche uns Studenten etwas von politischer Kommunikation in der Eidgenossenschaft beibringen können. Ganz so identisch wie im "grossen Kanton" läuft es hierzulande ja nicht ab: Bei uns gibt es nämlich auch Zeitungen, die französisch und italienisch abgefasst sind. Und die Sache mit den Kantonen und dem Föderalismus beinhaltet garantiert auch eine gewisse Krux. Abgesehen davon ist unser Politsystem nicht auf eine Person wie beispielsweise die Frau Merkel ausgerichtet, sondern auf sieben Primadonnen unter ihresgleichen.

Heute wurde ich an der Uni (an welcher Fakultät sollte sich aus dem Zusammenhang rasch erschliessen) per Zufall auf einen am Aushang angebrachten Zeitungsausschnitt aufmerksam, auf welchem folgende Passage hervorgehoben war:

[...] Die Philosophisch-Historische Fakultät entwickelt sich in atemberaubendem Tempo zu einer deutschen Provinzuniversität. Im Herbst fanden die Berufungsverfahren für rund 12 Professuren statt. Zu Probevorträgen wurden 53 Bewerberinnen und Bewerber eingeladen, davon stammten 8 aus der Schweiz, 38 aus Deutschland und 7 aus dem übrigen Ausland. Mit der provinziellen Ausrichtung nach Deutschland mag es zusammenhängen, dass die Uni Bern schweizweit den kleinsten Anteil ausländischer Studierender aufweist.

Quelle: Briefe an die NZZ: Die Trumpfkarte Uni Bern sticht nicht. Von Christoph Zürcher (Bern), 11. Juni 2009.

Die These, die vom Leserbriefschreiber im letzten Satz geäussert wird, erachte ich nicht wirklich als plausibel. Selbst wenn die Uni Bern für ausländische Studenten nicht anziehend ist - für Professoren anscheinend um so mehr ... und nicht nur an der Phil. Hist.-Fakultät, sondern offenbar auch an der WISO-Fakultät.

Aus meiner Sicht hängt der tiefe Anteil ausländischer Studenten nicht zuletzt auch mit der Geographie zusammen - Basel, Zürich und St. Gallen liegen nun halt wohl einfach näher am Ausland als Bern im Espace Mittelland. Und ein Renommee wie die HSG, die ETH und die EPFL wird Bern zu meiner Lebzeit wohl auch nicht mehr verwirklichen können ...

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Samstag, Mai 16, 2009

Star Trek, zum Zweiten

Gestern war ich mit Kollege Stuffi in einem bernischen Lichtspielhaus und habe mir den neuen Star Trek-Film zum zweiten Mal angeschaut - dieses mal nicht im IMAX-, sondern im klassischen 2.39:1-Format und mit einer Soundkulisse, die nicht für Schwerhörige gedacht war und auch nicht beabsichtigt, solche zu produzieren.

Da mittlerweile Kollege Dickreuters Wertung des Streifens vorlag - er, mittlerweile eine Kapazität im CGI/Previz-Bereich in Los Angeles - konnte ich mich auf die von ihm bemängelten "Lens Flares" achten. Tatsächlich war er nicht der einzige, dem diese umstrittenen Licht-Effekte auffielen:

Dan Mindel and his gaffer, Chris Prampin detail how they achieved the effect by building lights into the set and aiming handheld flashlights down the barrel of the lens. Mindel also notes, "We’ll either get slaughtered by our peers or be really admired for it!"

Quelle: ST09 Tidbits: Ayel Pic + 1 week box office + R2D2 In Trek? + Lucas Review + Enterprise Size + more

Doch was fällt einem bei der wiederholten Betrachtung des Streifens sonst noch so auf?

  • Diesen verfluchten, gekonnt versteckten Tribble habe ich immer noch nicht entdecken können! (Anscheinend ist sogar ein R2D2 im Streifen zu sehen)
  • Kirk hängt dreimal mit beiden Händen einen Abgrund hinunter - zum ersten Mal im zarten Alter am Ende der Verfolgungsjagd durch einen Polizisten ("Citizen ..."), ein zweites Mal auf der Bohrplattform und ein drittes Mal in Neros Mining-Ship.
  • A propos: Wieso zum Teufel ist ein Mining-Ship mit derart vielen Photonentorpedos ausgerüstet? Wären unsere Frachter auf den Weltmeeren so bewaffnet, lägen die Nussschalen von somalischen Piraten längst allesamt auf dem Meeresgrund.
  • Nokia scheint die einzige Marke zu sein, die es zu einem gut bemerkbaren Product Placement im Film geschafft hat. Gibt es den Star Trek-Klingelton schon in einem Online-Shop?
  • Das UI-Design der Enterprise-Software ist zum Kotzen. Windows Vista ist eine triste Oberfläche dagegen. Durchsichtig, hell leuchtend, überall blinkend - keine Ahnung, wie ich mit einer solch konstanten Ablenkung eine Aufgabe auf der Brücke übernehmen könnte.
  • Von wo zum Teufel hat der alte Spock das Brennholz auf Delta Vega her?
  • Der Film nähert das Star Trek-Universum leider stark dem Star Wars-Universum an. Die Szene in der Bar, die vielen Alien-Gesichter, die zwei Monster auf Delta Vega, der kleine Wicht (Begleiter von Scotty auf dem abgelegenen Aussenposten) ...
  • Leistet Uhura vor riesigen Biergärtanks Dienst? Oder was steckt in diesen riesigen, polierten, metallig-glänzenden Behälter?
  • Winona Ryder ist (immer noch) verdammt scharf!
  • Der Abspann ist verdammt kitschig, insbesondere mit diesen Planeten, den Lens-Flares (sic!) und den Wordart-Effekten der Schriften.
  • Beim zweiten Mal wirkt der Eindruck noch viel markanter, dass J.J. Abrams alles in die Wege geleitet hat, um aus dem Stoff eine Spin-Off TV-Serie zu produzieren. Es passt alles zusammen - inklusive gelegentlicher Gastauftritte vom alten Spock (sodenn Nimoy "long and prosper" leben wird)
  • Die linke Gondel der Enterprise wird über Vulkan von einem Trümmerstück aufgerissen. Abgesehen vom netten CGI-Effekt scheint diese Beinahekollision keine Auswirkungen gehabt zu haben.
  • Habe ich mich zu wenig geachtet, oder können die Turbo-Lifte Gedanken der transportierenden Personen lesen?
  • Wieso kann Chekov die Transportersteuerung nicht einfach auf seine Konsole übertragen, um die auf Vulkan herabstürzenden Kirk und Sulu auf die Enterprise zu beamen? A propos: In diesem Streifen fällt tatsächlich der Satz "Beam me up" - aber gerichtet an Chekov, nicht an Scotty.
  • Wenn es darum geht, Sicherheitscodes des Verteidigungsschildes des Sonnensystems und der Erde herauszufinden, versucht man sich der guten, alten Folter. Immerhin eine Konstante, die sich durch die ganze Erdengeschichte zieht.
  • Die Föderations-Phaser haben diesen coolen Switch-Effekt, wenn sie geladen sind und abgefeuert werden.
  • Nero hat wohl den Raumschiff-Erkennungskurs mit Bravour bestanden: Anstelle die verspätet um Vulkan eintreffende Enterprise zu vernichten, fällt ihm gerade noch rechtzeitig auf, dass es sich dabei um das gesuchte Schiff handelt ... Nicht vorzustellen, hätte er einfach mit allen Waffen auf das Schiff gefeuert!
  • Wie in allen Sci-Fi-Filmen üblich, bringt man sich auch hier viel, viel, viel lieber in einem klassisch-heroischen Faustkampf um, als viel zu einfach den Auslöser des Phasers zu betätigen ...

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Freitag, Mai 15, 2009

Es fehlt der Politik an Ingenieuren!

The presence of so many engineer-politicians in China goes hand in hand with a certain way of thinking. An engineer’s job, at least in theory, is to ensure things work, that the bridge stays up or the dam holds. The process by which projects get built is usually secondary. That also seems true of Chinese politics, in which government often rides roughshod over critics. Engineers are supposed to focus on the long term; buildings have no merit if they will collapse after a few years. So it is understandable that an authoritarian country like China, where development is the priority and spending on infrastructure is colossal, should push engineers to the top.

Quelle: Economist.com

Aber nein, welche Berufsgattung bringt die meisten Politiker hervor? Ein Fünftel der weltweit (un)tätigen und spesenverschwendenden Politiker sind die guten, alten Juristen. Ein Garant dafür, dass wir jährlich wieder einige Bundesordner an neuen Gesetzen in unsere Regale verstauen können - und ihre ehemaligen Studienkollegen, die den Anwaltberuf eingeschlagen haben, uns Normalsterblichen aus der Patsche helfen, wenn wir wieder mal gegen eines der von ihren Kollegen erlassenen Gesetze verstossen haben.

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Donnerstag, Mai 07, 2009

Star Trek (2009)

Gestern Mittwoch-Abend durfte ich in der Pathé Arena in einem Aussenbezirk Amsterdams mit hunderten anderen Fans an der Premiere des lang erwarteten Star Trek-Streifens beiwohnen. Der Kinobetreiber spannte dabei mit dem niederländischen Star Trek-Fanverein Federation.nl zusammen, um uns Gästen etwas besonderes zu bieten. Zum einen war ein DJ engagiert worden, der die eintreffenden Gäste mit House-Beats beschallte. Zusätzlich war auch eine Event-Agentur vor Ort, die die Gäste durch einen gesonderten Eingang in den Kinosaal lotste (Aus Angst vor Vogel-Grippe? Auf Grund der Menge der Personen? Oder weil Star Trek-Fans einfach nicht kompatibel zu anderen Kinogängern sind? Man wird es wohl nie herausfinden ...). Vor dem Kino bildete sich folglich eine lange Schlange, aus welcher ich hie und da etwas twitterte (siehe Twitter oder Facebook). Unter anderem sah ich dort den ersten "Idioten" (ein aus dem Moment heraus entstandener Begriff) in der roten Star Trek-Uniform aus dem zweiten Kinofilm. Es sollte nicht der letzte verwirrte Zeitgenosse gewesen sein: Am Ende des Films, als ich mein Mobiltelefon aus der Geiselhaft erlöste, stand ich tatsächlich neben einem anderen verblendeten Fan, der sich in die dunkelblaue Enterprise-Kluft geschmissen hatte. Sogar ein entsprechendes Baseball-Cap bedeckte sein Haupt.

Item - alles der chronologisch korrekten Reihe nach (wir wollen uns ja nicht an den Drehbuchautoren orientieren): Bevor der gemeine Trekkie das Kinogebäude betreten konnte, hatten sich die sonst doch so menschenfremden Trek-Geeks durch eine Horde Spalier stehender Mädchen (Motto war wohl Netherland's Next Topmodel - also hauptsache blond, hübsch und schlank) durchzukämpfen. Ihre Aufgabe war aber nicht nur hübsch auszusehen, sondern auch alle 1-2 Minuten den Fans frenetisch zuzujubeln und Fotos von uns zu schiessen. Nachdem das Ticket dem prüfenden Blick des Türstehers stand gehalten hatte, erhielt man ein Cüpli in die Hand gedrückt und durfte mit der Rolltreppe in den dritten Stock verschieben.

Die Leute, die vor wenigen noch vor mir in der Schlange gestanden waren, standen nun erneut in der nächsten Schlange. Wieso? Die paranoiden Betriebswirtschaftler von Paramount hatten doch tatsächlich die grandiose Idee, allen Kinogängern Handies und Digitalkameras abzunehmen (man hätte den Film ja mit etwa 160 mal 120 Pixeln abfilmen können). Mit einem Nümmerchen versehen wurde mir mein Tor zur (Twitter-)Welt abgenommen - zu umso grösseren Lachern führte die nach den Trailern gezeigte Mahnung, doch die Mobiltelefone aus- oder auf stumm zu schalten.

Doch dann hatte ich endlich alle Proben bestanden und ... war drin! Ein überaus freundlicher Kinoangestellter drückte mir noch einen Kübel Popcorn in die Hand - Geschenk des Hauses. Und ebenso erstaunlicherweise waren auch alle Getränkehalter mit Getränken gefüllt - schick, was das Kino hier alles springen liess, um uns ein unvergessliches Erlebnis zu liefern! Wir Trekkies scheinen eine zahlungskräftige und äusserst einfach kommerziell zu blendende Zielgruppe zu sein ...

Zu meiner ganz persönlichen Kritik - aber ACHTUNG: Der nachfolgende Text enthält Spoiler!

Positives

  • Nach Jahren des Wartens kommt endlich wieder ein (handwerklich!) würdiger Star Trek-Film in die Kinos. Generations war so so lala - umso besser war dafür First Contact, den ich als klar überzeugendsten Streifen der Next Generation-Crew in Erinnerung behalte - so jung, und doch schon ein Klassiker. Von den zwei nachfolgenden Filmen (Insurrection und Nemesis) sprechen wir jetzt lieber nicht - schon nur, weil ich diese noch nie ganz gesehen habe.
  • Das Drehbuch (zur Story siehe nachfolgend) ist sehr gut - gute Dialoge, gewürzt mit viel Witz.
  • Die Schauspieler haben allesamt eine gute Leistung hingelegt und hätten ausreichend Potential, ein oder mehrere Sequels hinzulegen. Von einer Serie wage ich - nicht zuletzt wegen dem Enterprise-Debakel - nicht zu träumen.
  • Die CGI-Effekte gefallen - State of the Art.
  • Der Film ist actionlastig und auch sonst über weite Strecken süffig erzählt - ich habe mich nur genau an einem Ort gelangweilt: Techno-Babbel auf der Brücke zwischen Spock und anderen Crew-Mitgliedern.
  • Geile Grabschhände, Kirk!
  • Chekov spielt den Kaspar im Umzug - aber mir gefiel es. Deutlich besser als bspw. diese (eher unabsichtliche) Lachnummer "Wesley Crusher" von TNG.
  • Rohre, Stahlträger - die Enterprise kommt nun viel mehr wie ein Marineschiff als ein mit marmorfliesenüberzogener Luxuskreuzer daher.

Negatives

  • Das Pathé Arena IMAX prahlt im Intro von 12'000 Watt. Das mag sehr wohl sein - meine Ohren hätten es aber geschätzt, wenn es nur 6'000 Watt gewesen wären.
  • Wir bekommen Spocks "Kindergartenliebe" zu Gesicht - eine B-Story, die man in einem Sequel weiter aufarbeiten kann. Meines Wissens wurde diese Affäre/Romanze aber in TOS nie diskutiert. Oder war das Mal ein folgenfüllender Stoff? Ein weisser Vulkanier und eine Schwarze - in einer Fernsehserie der 1960er? Kann ich mir nicht vorstellen ... Andererseits soll der Kuss zwischen Shatner und Nichols der "first interracial kiss on TV" gewesen sein.
  • Die Tonspur des zweiten Trailers lief bei mir tagelang in einer Endlosschleife. Leider ist vom hinreissenden Soundtrack im Film nichts mehr zu hören - äusserst schwache Leistung des amerikanischen Komponisten mit italienischem Nachnamen, obwohl der Trailer viel Hoffnung auf einen anständigen und bewegenden Score machte.
  • Mich nervt langsam, dass in anscheinend kein Star Trek-Film mehr ohen Zeitreisen auskommt. Ich verstehe, dass die Autoren so deutlich grössere Möglichkeiten haben, aus dem mittlerweile doch engen Korsett auszubrechen. Doch die Autoren, die den nächsten Star Trek ohne Zeitreisen zum Knaller hinkriegen, verdienen einen halben Oscar.
  • Dank den zwei von J.J. Abrams mit an Bord geholten Schreiberlingen steht das Star Trek-Universum Kopf. Die ganzen letzten 40 Jahre Star Trek-Serien- und Filmgeschichte sind mit dieser beschissenen Aktion ausgelöscht. Noch schlimmer: Jetzt muss man sich auch nocht mit zwei Spocks herumschlagen. Aber halt: Gibt das kein Paradoxon?
  • Ein positiver Nebeneffekt hat das Ganze, falls J.J. auf einen TV-Spin-Off tendiert - da die Drehbuchautoren unüberlegt den Reset-Knopf gedrückt haben, ist ausreichend Platz da, um sich im Star Trek-Universum mal so richtig auszutoben. Selbstverständlich nicht unbedingt zur Freude der alteingesessenen Trekkies.
  • Wie nach Star Trek IV-Manier gibt der alte Spock Wissen aus der Zukunft weiter. Immer ein Zeichen dafür, dass die Drehbuchautoren sich unheimlich verfahren haben. Ein anderer, deutlich wortgewandter Kritiker meint diesbezüglich: "is there anything a transporter can’t do?". Die Notausfahrten, die von den Schreiberlingen genommen werden, gehen munter weiter: Beispielsweise auch, als Kirk den alten Spock zufälligerweise in einer Höhle auf einem riesigen Eisplaneten entdeckt ... wirklich unglaublich - der richtige Planet, die richtige Höhle zur richtigen Zeit. Mensch Kirk! Oder die so verdammt nahe liegende Schlussfolgerung, dass irgendein doofer elektronische Sturm über Vulkan zwangsläufig ein Nebeneffekt von Neros Anwesenheit ist ...
  • Der System-Entwickler der Enterprise-Software war wohl so gelangweilt, dass er eine schicke Kollisionsroutine geschrieben hat, die genau berechnet, wann eine Kollision bevorsteht - und dies äusserst schön auf dem Hauptschirm anzeigt.
  • Fand dieser rockige Hintergrundsound nach der Schlägerei in der Bar nur deshalb Einzug in den Film, um danach neben dem Score auch noch einen Soundtrack zu veröffentlichen?
  • Die Sternenflotte besteht aus ausgesprochenen Dilettanten: Wieso konzentriert man seine Flotte in einem abgelegenen Sektor - just dann, wenn ein Angriff aus der Zukunft ansteht?

Bruchstückchen

(die mir in Erinnerung geblieben sind)

  • Wohl als Hommage an die TOS-Serie geht bei einem Ausseneinsatz genau diejenige Person der Crew drauf, die man zu Beginn des Einsatzes zum ersten Mal zu Gesicht bekommt.
  • Spock verbannt Kirk in einem umgebauten Torpedo auf den Eisplaneten - was an die "Beerdigung" Spocks in Star Trek II erinnert.
  • Kobayashi Maru! Jetzt also wissen wir, wie es Kirk hingekriegt hat: Einen Apfel essend ...
  • Scotty ist so ein Witzbold! Schade, dass er erst in der zweiten Hälfte des Films auftaucht.
  • Den im Film versteckten Tribble ("Wo ist Walter?") habe ich leider nirgends entdeckt

Fazit

Dieser Film muss nicht nur von Trekkies geschaut werden, sondern kann durchaus auch den Kollegen und der Freundin zugemutet werden, ohne dass diese in der Hälfte der Vorstellung einschlafen. Am Streifen ist aus handwerklicher Sichts nichts auszusetzen, dafür sind die Implikationen bezüglich der Vernichtung Vulkans umso schwerwiegender: Dadurch haben sich die letzten vierzig Jahre Star Trek-Geschichte(n) vaporisiert. Obwohl ich den Drehbuchautoren durchaus viel, viel, viel künstlerische Freiheit zugestanden habe, um endlich wieder mal einen guten Star Trek-Streifen im Kino zu landen, wurde das Star Trek-Universum von Orci und Kurtzman geschändet. Es wird sich in den nächsten Jahren zeigen, ob diese Vergewaltigung des Stoffes wider erwarten Früchte tragen sollte.

Zu Guter Letzt

  • Bei Rottentomatoes räumt der Streifen 93% ab - ein beachtliches Resultat!
  • Ich überlege mir gerade, wie viel Prozent des Films man aus den in den HD-Trailern gezeigten Szenen rekonstruieren kann ...

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Dienstag, April 14, 2009

The Hands that built Dubai

Über die Muslime fluchen ja viele Neokonservative und Exponenten von Rechtsaussen, aber wenn es um Wirtschaftsthemen, Beschäftigungspolitik und Arbeiterschutz gänge, wären sie garantiert Brüder im Geiste:


Decadent Dreams from Philip J. Wiseman on Vimeo.

Dazu sei auch der Hintergrundartikel The dark side of Dubai empfohlen:

Dubai is a living metal metaphor for the neo-liberal globalised world that may be crashing – at last – into history.

[...] This is all supposed to be illegal. Employers are meant to pay on time, never take your passport, give you breaks in the heat – but I met nobody who said it happens. Not one. These men are conned into coming and trapped into staying, with the complicity of the Dubai authorities.

[...] For Emiratis, this is a Santa Claus state, handing out goodies

"[...] We won't be like France. Imagine a country where they the workers can just stop whenever they want!"

[...] "All the people who couldn't succeed in their own countries end up here, and suddenly they're rich and promoted way above their abilities and bragging about how great they are. I've never met so many incompetent people in such senior positions anywhere in the world."

Quelle: The dark side of Dubai - Johann Hari, Commentators - The Independent

Via: Dubais Nightmare

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Dienstag, März 31, 2009

iPhone-Software nur ein Hype?

When someone can make a ton of money on an app that makes your iPhone fart, that should be your first warning of unsustainable sales.

Quelle: The Bottom Feeder: Why I'm Missing the iPhone Gold Rush

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Mittwoch, Dezember 03, 2008

Quantum of Solace ultrakompakt

Je weiter mein Besuch von Quantum of Solace zurück liegt, desto offensichtlicher wird für mich, wie Scheisse der Film wirklich war. Ein Glück, dass nun auch noch das Abridged Script (kann der schon im Kino ultrakurze Film überhaupt noch stärker komprimiert zusammengefasst werden? Ich glaube nicht!) erschienen ist und die doofsten Ideen der Drehbuchschreiber noch einmal vorführt. Zu Beginn kommt aber unser Regisseur-Export an die Reihe (wie bereits in meiner persönlichen Filmkritik hier auf diesem Blog) - zu Recht:

DANIEL CRAIG speeds along the road with JESPER CHRISTENSEN in the trunk while being chased by SOMEONE OR ANOTHER. The cameraman has an EPILEPTIC SEIZURE, but is told to continue filming.

Quelle: Quantum of Solace: The Abridged Script | The Editing Room

Wenn diese in Hunderstelsekunden geschnittene Szene Marc Fosters Qualitäten beweisen soll, dann verzichte ich künftig freiwillig auf Filme aus seiner "begabten" Hand ...

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Samstag, November 15, 2008

Fast wie wir und die Innerschweizer

And the next time Florida gets hit by a hurricane you can come crying to us if you want to, but you're the ones who built on a fucking swamp. "Let the Spanish keep it, it’s a shithole," we said, but you had to have your fucking orange juice.

Quelle: Fuck the South

(Oder Bündner. Oder Walliser. Aber ich mag die Jungs trotzdem ... deshalb: Nehmt meine Steuergelder, macht was intelligentes daraus, aber motzt nicht zu sehr rum)

Which state do you think has the lowest divorce rate you marriage-hyping dickwads? Well? Can you guess? It’s fucking Massachusetts, the fucking center of the gay marriage universe.

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Samstag, Oktober 18, 2008

En Vogue: Kapitalismuskritik

Capitalism DOES NOT EXPLOIT the poor. In fact the poor benefit a great deal from increased living standards and increased wage.

Says a capitalist

I also know a Russian immigrant who says Communisim doesn’t work.

I also know an american who says capitalism doesn’t work.

Under Capitalism, man exploits man. Under Communism, it’s vice versa.

Quelle: The Pyramid of Capitalism

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Mittwoch, Oktober 08, 2008

Marketing-Fuzzis

Viele Leute da draussen - darunter auch einige Kollegen - verstehen einfach nicht, wieso ich (neben Beratern) Marketing-Fuzzis derart hasse verabscheue.

Da Erklärungsversuche meinerseits bisher nichts gefruchtet haben, bin ich höchst erfreut, dass mir Microsoft zu Hilfe eilt:

Wer diesen absoluten Bullshit anschaut, soll mir nach der Tortur bitte erläutern, wie nur ein einziger Lohnfranken für diese sieben Marketing-Fuzzis gerechtfertigt ist.

Man rechne: Gemäss einem im Netz verfügbaren Salärcheck (aus dem Jahr 2005) verdient ein schweizerische Junior-Marketingassistent 70'000 Franken brutto pro Jahr. Hinzu kommen noch die unternehmensseitig anfallenden Sozialabgaben und Versicherungen. Mal sechs plus die höheren Lohnkosten des Marketing-Projektleiter (auch hier Sozialabgaben und Versicherungen nicht vergessen) ergibt so wohl annähernd Jahreskosten von einer Million Schweizer Franken für diese Truppe!

Wie sagt eine Kreditfirma in ihrer Werbung so schön:

  • Truppe unfähiger Marketing Fuzzis: 1 Million Schweizer Franken
  • Image-Schaden: Unbezahlbar.

Via: 4 Softies and a Pizza Guy - P-D-C 2008

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Dienstag, August 26, 2008

Luxus-Wecker, der das Geld nicht wert ist

Seit Jahren werde ich von zwei in Serie geschaltenen Weckern geweckt: Da wäre einmal der kleine, silbrige, batteriebetriebene Funkwecker von Oregon Scientific. Und andererseits mein Nokia-Handy, das für gewöhnlich mit ein paar Minuten Versatz losheult (Bemerkung am Rande für die, die's immer noch nicht glauben: Der Wecker von Nokia-Mobiltelefonen funktioniert tatsächlich auch, wenn man das Handy ausgeschaltet hat - ich lass mir doch in der Nacht nicht die Birne vollstrahlen!).

Nachttischlämpchenwecker-Zwitter

Wie es der Zufall so wollte, erlag mein Nachttischlämpchen im Retro-70er-Style vor wenigen Wochen einem Wackelkontakt. Das Ding funktioniert weiterhin, aber den Schalter muss man zwischen zwei Büchern einklemmen, weil sonst das Licht auslöscht -oder noch schlimmer für die seltenen abendlichen Lektüresessions - zu flackern beginnt.

Treffenderweise flatterte mir etwa im selben Moment ein Prospekt eines Elektronikhändlers ins Haus, in dem ein

Philips Wake-Up Light

angepriesen wird. "Das wäre doch ein guter Ersatz für die Nachttischlampe!" dachte ich mir vor der gründlichen Abklräung.

Dabei handelt es sich eindeutig nicht um ein Billig-Modell. Für diese Unterart der "schrecklichste Erfindung" seit der Lohnarbeit muss man nämlich selbst beim normalerweise äusserst preisgünstigen Microspot-Online-Shop satte 139.90 Franken hinblättern.

Funktionsweise

Das besondere an diesem Wecker ist, dass man nicht (nur) mit einem nervigen Ton oder Simon Mosers Morgen-Show (oder?) geweckt wird, sondern auch mit ... Licht. Und zwar beginnt die Lampe Minuten vor der eigentlichen Aufwach-Zeit zu leuchten, wobei die Lichtintensität immer stärker wird (bis 400 Lux, wem diese Masseinheit etwas sagt - mir nicht wirklich). Als würde man wie früher zu Pfadi-Zeiten draussen übernachten und dabei von der Sonne geweckt werden.

Toll! Umwerfend! Bahnbrechend!

Alter Wein in neuen Schläuchen

Man sieht, an wen sich dieser Wecker richtet: An Yuppies, die in den Städten in Betonschluchten leben, in die kein Sonnenlicht vordringen kann. Ich praktiziere diese Form von natürlichem Weckdienst seit Jahren - aber kostenlos. Im Sommer ist mein Zimmerfenster nicht mit Fensterläden verschlossen und lässt so die Sonnenstrahlen nach dem Aufgang unseres Gestirns ungehindert passieren. Leider klappt das im Winter nicht wirklich, weil ich dann aufstehe(n muss), wenn es noch stockdunkel ist.

Für einige Augenblicke überlegte ich mir tatsächlich, einen solchen Wecker anzuschaffen. Damit hätte ich drei Fliegen mit einer Klappe schlagen können:

  • Weckruf mit Radio. Leider gibt es Tage, wo ich selbst die zwei derzeitigen Wecksysteme überhöre. Mit gesprochenem Wort, so erhoffe ich mir, wird meine Hirntätigkeit angeregt und ich schlafe nicht einfach wieder ein - im worst case, nachdem ich beide Wecker abgeschaltet habe.
  • Stylischer Ersatz für das Nachttischlämpchen. Denn das "Sonnenlicht" wird ja wohl auch erlauben, etwas im Bett zu lesen
  • Auch im Winter hellwach. Während draussen noch Kälte und Dunkelheit herrschen, werde ich selbst im hohen Winter durch Sonnenlicht-Attrappen geweckt.

Kritik

Doch leider, meine Herren Ingenieure von Philips, haben Sie irgendwie nicht weit genug überlegt:

  • Von Funk keine Spur. Jetzt mal ehrlich: Seit Jahrzehnten gibt es Funkuhren, seit vielen, vielen Jahren verbaut man die Technik auch in sogenannten Funkweckern. Ich glaube, dass die dafür nötigen Chips für wenige Franken die Hand wechseln. Aber wieso um Gottes willen ist Philips nicht fähig, so etwas in einen 140-fränkigen Wecker einzubauen? Und wenn dies zu umständlich wäre: Da ja ein Radio verbaut ist, könnte man schlimmstenfalls auch das RDS-Signal abgreifen (ich denke aber, dass die Kosten für solche Chips deutlich teurer sind). Philips!!! Es ist 2008 - ich bin einfach nicht mehr gewillt, die aktuelle Uhrzeit von Hand einzuprogrammieren!
  • Batteriebetrieb? Obwohl die Schweiz über ein vorbildliches Stromnetz verfügt, welches äusserst selten streikt kann es doch hie und da vorkommen (Stichworte: Netzzusammenbruch bei der SBB, Kamikaze-Einhörnchen im Leutschenbach). Gemäss Murphys Gesetz meistens genau dann, wenn man zu einem Bewerbungsgespräch oder der Abschlussprüfung der Lehre/des Gymnasiums/des Studiums erwartet wird. Deshalb gehört es zur Pflicht eines jeden Weckers, zusätzlich mit Batterien betrieben werden zu können. Ich verstehe sehr wohl, dass diese 400 Lux-starke Licht nicht mit Mignon-Batterien betrieben werden kann. Das will ich auch nicht! Aber sollte ein Stromausfall eintreten, wäre ich doch froh, wenn zumindest die Uhr des Weckers weitertickt und das Teil zur Weckzeit irgendwie einen Heidenlärm verursacht - die im Prospekt angegebenen 5 Minuten Batterielaufzeit sind lächerlich und äusserst gefährlich zugleich.
  • Multiple Weckzeiten. In den Köpfen der Wecker-Ingenieure herrscht wohl noch das althergebrachte Berufsbild vor: Der Kunde arbeitet fünf Tage die Woche und steht immer um 6.30 Uhr morgens auf. Falsch! Wie froh wäre ich, wenn ich mindestens zwei Weckzeiten programmieren könnte? (Lustiger- oder bschämenderweise konnte dies ein Melectronics-Wecker, den ich vor Jahren zu Weihnachten erhielt).

Deshalb, Philips: Netter Versuch, aber für mich fehlen bei dieser Wecker-Serie essentielle Dinge.

Andere Luxus-Wecker

  • Axbo "Der erste Schlafphasenwecker der Welt"

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Mittwoch, Juli 30, 2008

Leben wir um zu arbeiten?

Since World War II, productivity in the U.S. has doubled. So we should be working 20-hour work weeks, right? Well, we’re not. We’re working more (we’ve exchanged our extra time for more money). In fact, we’re working more than medieval peasants, and the 40-hour work week hasn’t changed since 1940 even though productivity levels have been growing steadily since then.

Quelle: 8 Great Anti-Hacks to Fundamentally Change Your Life | Zen Habits

Selbstverständlich ist die Argumentation etwas kurzschlüssig - verglichen zur Weltkriegsgeneration wollen wir halt den PowerMac, die Waschmaschine, zwei Autos pro Familie, den Plasma-Fernseher, die 5-Zimmer-Wohnung, die Ferien in Malle usw. usf.

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Sonntag, Mai 25, 2008

Filmkritik: Indiana Jones 4 - Kingdom of the Crystal Skull

Heute war es endlich soweit - zusammen mit dem König und Onkel Ben's ging es ab nach ... nein, nicht Bern (das Alhambra war hoffnungslos ausverkauft), sondern nach Fribourg ins Cap Ciné, wo wir uns in einem 326 Personen fassenden Kinosaal mit höchstens 30 Leuten auf einer 15 Meter-Leinwand die neuesten Abenteuer des wagemutigen Archäologen Henry Jones Jr. vorführen liessen.

Fribourg - die Kino-Alternative

Gut zu wissen, dass das Kino in Fribourg als valable Alternative zu Bern taugt - zumindest dann, wenn neben der "VF" (Version francaise) in einem zweiten Saal die "VOst" (Version originale soutitre) gezeigt wird. Während die Welschen wie üblich ihrem Sprachimperialismus folgend jegliche Filmkost ablehnen, die nicht in ihrer Muttersprache gezeigt wird, bietet sich für uns Allemannen und Anglophilen die einmalige Gelegenheit, in einem halbleeren Kino einen gerade angelaufenen Blockbuster zu geniessen. Mir soll's recht sein!

Übrigens: Sobald das Westside in Bern-Brünnen mit seinen Multiplex-Kinos aufgeht, sollte das Überangebot an Kinositzen im Raum Bern zu einer deutlich besseren "Verteilung" der Zuschauer kommen.

Management Summary

Doch zum Film: Nett gemacht, mit Schwächen. Ich würde ihm eine knappe 3 von 5 geben.

Schauspieler

Cate Blanchett - eine wunderschöne Frau, was auch die vielen Nahaufnahmen ihres Gesichts beweisen (Na Steven, hat sich deine Frau, die du während den Dreharbeiten zu Indiana Jones kennengelernt hast, etwa Sorgen zu machen?). Und dieser russische Akzent - grandios!

Bubigesicht Shia LaBeouf (bekannt aus Transformers mit dem besten Soundtrack der letzten Jahre) - ist er noch einigermassen erträglich oder überschreitet er die Nerv-Grenze bereits? Bis jetzt kann ich das noch nicht abschliessend beurteilen, tendiere aber eher auf Letzteres. Nebenbei: Für einen James Dean-Verschnitt kann er erstaunlich gut fechten ... Doch was sollte diese Tarzan-Szene? Lächerlich!

Fehlt noch Harrison Ford - da habe ich für einmal nichts auszusetzen.

Drehbuch dreht durch

Die Schwäche des Films sind aber nicht die Schauspieler an sich, sondern das Drehbuch: Dafür, dass es 20 Jahre in der Mache gestanden haben soll, ist es erbärmlich. Nach dem fulminanten Start in der Wüste von Nevada (ich sage nur: ab sofort kommen mir nur noch bleiverkleidete Kühlschränke ins Haus) kommt ein ca. 10-15 minütiger Hänger, in dessen Verlauf einige Szenen verdächtig an das WDR Schulfernsehen erinnern. Die zu diesem Zeitpunkt in einer Bar für Lederjacken und Jeans tragende Jungspunde ausgelegte Story-Konstruktion ist unbefriedigend. (Seit ich im Januar 2007 ein Movie-Studio in Burbank besichtigt habe, kommen mir die Backsteinbauen ausserhalb der Bar irgendwie bekannt vor ...)

Nur mit (zugegebenermassen grandios inszenierten) Action-Szenen hält sich kein Film über Wasser. Schade auch, dass die Computer-Animationen nicht immer so astrein ausgefallen sind, wie man das 2008 von einer Spielberg/Lucas-Produktion erwarten würde.

Nicht von dieser Welt

Ganz schlimm ist schlussendlich aber, dass doch tatsächlich Aliens in den Plot eingebaut wurden - diese tragen eindeutig Spielbergs Handschrift. Hat die Welt mit den Close Encounters of the Third Kind, E.T.: The Extra-Terrestrial und Taken Spielbergs Faszination für Geschichten mit Ausserirdischen längst begriffen, werden wir nun auch sogar in der Fortsetzung von Indiana Jones nicht davon verschont. Schade, das wäre nun wirklich nicht nötig gewesen - auch wenn Indy seit jeher das Mystische und Parapsychologische zu seinem bevorzugten Arbeitsgebiet gemacht hat.

Co-Authored by ...

Wer sich mit der Literatur Erich von Dänikens auskennt, erkennt derart deutliche Parallelen, dass man sich fragen muss, ob EvD als "Gastautor" am Drehbuch mitgewerkelt hat. Die Linien von Nacza, die deformierten Schädel und die Verbindung von Maya-Kultur mit Altägypten könnten sich genauso in einer Doku-Serie aus der Feder des Bestseller-Autoren wiederfinden.

Der Schluss kommt dann eher unerwartet, die dann eigentlich zu erreichende Spannungsspitze fehlt gänzlich.

Beim Abspann fragt man sich dann: "Was, das war es schon?" und erhofft sich noch irgendeine Pointe. Nicht mal die Heirat mag einen noch aus den Socken zu hauen.

Nachtrag

Eine viel ausführlichere, aber deutlich treffendere Filmkritik hier:

Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels

Was mich schon am Trailer gestört hat, wird hier endlich fachmännisch erklärt:

Es sind nicht einige wenige Szenen, die digital “verbessert” wurden, sondern es ist der gesamte Film. Jedes Bild ist Colorgraded, was sich grade in der Eröffnungssequenz störend bemerkbar macht, denn die Bilder sehen künstlicher und mehr nach Fototapete aus, als jede Studioszene der alten Trilogie.

Treffender geht's nicht:

Das wirklich Tragische ist, daß der Film seine Momente hat. Das zwischendurch immer wieder das aufblitzt, was Indy mal war und eigentlich auch wieder sein könnte. Das es schöne Momente gibt. Indy erscheint als Schattenriss und setzt seinen Hut auf.

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