Samstag, November 15, 2008
Fast wie wir und die Innerschweizer
And the next time Florida gets hit by a hurricane you can come crying to us if you want to, but you're the ones who built on a fucking swamp. "Let the Spanish keep it, it’s a shithole," we said, but you had to have your fucking orange juice.
Quelle: Fuck the South
(Oder Bündner. Oder Walliser. Aber ich mag die Jungs trotzdem ... deshalb: Nehmt meine Steuergelder, macht was intelligentes daraus, aber motzt nicht zu sehr rum)
Which state do you think has the lowest divorce rate you marriage-hyping dickwads? Well? Can you guess? It’s fucking Massachusetts, the fucking center of the gay marriage universe.
Samstag, Oktober 18, 2008
En Vogue: Kapitalismuskritik
Capitalism DOES NOT EXPLOIT the poor. In fact the poor benefit a great deal from increased living standards and increased wage.
Says a capitalist
I also know a Russian immigrant who says Communisim doesn’t work.
I also know an american who says capitalism doesn’t work.
Under Capitalism, man exploits man. Under Communism, it’s vice versa.
Quelle: The Pyramid of Capitalism
Labels: Funny, Kapitalismus, Kritik
Mittwoch, Oktober 08, 2008
Marketing-Fuzzis
Viele Leute da draussen - darunter auch einige Kollegen - verstehen einfach nicht, wieso ich (neben Beratern) Marketing-Fuzzis derart hasse verabscheue.
Da Erklärungsversuche meinerseits bisher nichts gefruchtet haben, bin ich höchst erfreut, dass mir Microsoft zu Hilfe eilt:
Wer diesen absoluten Bullshit anschaut, soll mir nach der Tortur bitte erläutern, wie nur ein einziger Lohnfranken für diese sieben Marketing-Fuzzis gerechtfertigt ist.
Man rechne: Gemäss einem im Netz verfügbaren Salärcheck (aus dem Jahr 2005) verdient ein schweizerische Junior-Marketingassistent 70'000 Franken brutto pro Jahr. Hinzu kommen noch die unternehmensseitig anfallenden Sozialabgaben und Versicherungen. Mal sechs plus die höheren Lohnkosten des Marketing-Projektleiter (auch hier Sozialabgaben und Versicherungen nicht vergessen) ergibt so wohl annähernd Jahreskosten von einer Million Schweizer Franken für diese Truppe!
Wie sagt eine Kreditfirma in ihrer Werbung so schön:
- Truppe unfähiger Marketing Fuzzis: 1 Million Schweizer Franken
- Image-Schaden: Unbezahlbar.
Via: 4 Softies and a Pizza Guy - P-D-C 2008
Dienstag, August 26, 2008
Luxus-Wecker, der das Geld nicht wert ist
Seit Jahren werde ich von zwei in Serie geschaltenen Weckern geweckt: Da wäre einmal der kleine, silbrige, batteriebetriebene Funkwecker von Oregon Scientific. Und andererseits mein Nokia-Handy, das für gewöhnlich mit ein paar Minuten Versatz losheult (Bemerkung am Rande für die, die's immer noch nicht glauben: Der Wecker von Nokia-Mobiltelefonen funktioniert tatsächlich auch, wenn man das Handy ausgeschaltet hat - ich lass mir doch in der Nacht nicht die Birne vollstrahlen!).
Nachttischlämpchenwecker-Zwitter
Wie es der Zufall so wollte, erlag mein Nachttischlämpchen im Retro-70er-Style vor wenigen Wochen einem Wackelkontakt. Das Ding funktioniert weiterhin, aber den Schalter muss man zwischen zwei Büchern einklemmen, weil sonst das Licht auslöscht -oder noch schlimmer für die seltenen abendlichen Lektüresessions - zu flackern beginnt.
Treffenderweise flatterte mir etwa im selben Moment ein Prospekt eines Elektronikhändlers ins Haus, in dem ein
angepriesen wird. "Das wäre doch ein guter Ersatz für die Nachttischlampe!" dachte ich mir vor der gründlichen Abklräung.
Dabei handelt es sich eindeutig nicht um ein Billig-Modell. Für diese Unterart der "schrecklichste Erfindung" seit der Lohnarbeit muss man nämlich selbst beim normalerweise äusserst preisgünstigen Microspot-Online-Shop satte 139.90 Franken hinblättern.
Funktionsweise
Das besondere an diesem Wecker ist, dass man nicht (nur) mit einem nervigen Ton oder Simon Mosers Morgen-Show (oder?) geweckt wird, sondern auch mit ... Licht. Und zwar beginnt die Lampe Minuten vor der eigentlichen Aufwach-Zeit zu leuchten, wobei die Lichtintensität immer stärker wird (bis 400 Lux, wem diese Masseinheit etwas sagt - mir nicht wirklich). Als würde man wie früher zu Pfadi-Zeiten draussen übernachten und dabei von der Sonne geweckt werden.
Toll! Umwerfend! Bahnbrechend!
Alter Wein in neuen Schläuchen
Man sieht, an wen sich dieser Wecker richtet: An Yuppies, die in den Städten in Betonschluchten leben, in die kein Sonnenlicht vordringen kann. Ich praktiziere diese Form von natürlichem Weckdienst seit Jahren - aber kostenlos. Im Sommer ist mein Zimmerfenster nicht mit Fensterläden verschlossen und lässt so die Sonnenstrahlen nach dem Aufgang unseres Gestirns ungehindert passieren. Leider klappt das im Winter nicht wirklich, weil ich dann aufstehe(n muss), wenn es noch stockdunkel ist.
Für einige Augenblicke überlegte ich mir tatsächlich, einen solchen Wecker anzuschaffen. Damit hätte ich drei Fliegen mit einer Klappe schlagen können:
- Weckruf mit Radio. Leider gibt es Tage, wo ich selbst die zwei derzeitigen Wecksysteme überhöre. Mit gesprochenem Wort, so erhoffe ich mir, wird meine Hirntätigkeit angeregt und ich schlafe nicht einfach wieder ein - im worst case, nachdem ich beide Wecker abgeschaltet habe.
- Stylischer Ersatz für das Nachttischlämpchen. Denn das "Sonnenlicht" wird ja wohl auch erlauben, etwas im Bett zu lesen
- Auch im Winter hellwach. Während draussen noch Kälte und Dunkelheit herrschen, werde ich selbst im hohen Winter durch Sonnenlicht-Attrappen geweckt.
Kritik
Doch leider, meine Herren Ingenieure von Philips, haben Sie irgendwie nicht weit genug überlegt:
- Von Funk keine Spur. Jetzt mal ehrlich: Seit Jahrzehnten gibt es Funkuhren, seit vielen, vielen Jahren verbaut man die Technik auch in sogenannten Funkweckern. Ich glaube, dass die dafür nötigen Chips für wenige Franken die Hand wechseln. Aber wieso um Gottes willen ist Philips nicht fähig, so etwas in einen 140-fränkigen Wecker einzubauen? Und wenn dies zu umständlich wäre: Da ja ein Radio verbaut ist, könnte man schlimmstenfalls auch das RDS-Signal abgreifen (ich denke aber, dass die Kosten für solche Chips deutlich teurer sind). Philips!!! Es ist 2008 - ich bin einfach nicht mehr gewillt, die aktuelle Uhrzeit von Hand einzuprogrammieren!
- Batteriebetrieb? Obwohl die Schweiz über ein vorbildliches Stromnetz verfügt, welches äusserst selten streikt kann es doch hie und da vorkommen (Stichworte: Netzzusammenbruch bei der SBB, Kamikaze-Einhörnchen im Leutschenbach). Gemäss Murphys Gesetz meistens genau dann, wenn man zu einem Bewerbungsgespräch oder der Abschlussprüfung der Lehre/des Gymnasiums/des Studiums erwartet wird. Deshalb gehört es zur Pflicht eines jeden Weckers, zusätzlich mit Batterien betrieben werden zu können. Ich verstehe sehr wohl, dass diese 400 Lux-starke Licht nicht mit Mignon-Batterien betrieben werden kann. Das will ich auch nicht! Aber sollte ein Stromausfall eintreten, wäre ich doch froh, wenn zumindest die Uhr des Weckers weitertickt und das Teil zur Weckzeit irgendwie einen Heidenlärm verursacht - die im Prospekt angegebenen 5 Minuten Batterielaufzeit sind lächerlich und äusserst gefährlich zugleich.
- Multiple Weckzeiten. In den Köpfen der Wecker-Ingenieure herrscht wohl noch das althergebrachte Berufsbild vor: Der Kunde arbeitet fünf Tage die Woche und steht immer um 6.30 Uhr morgens auf. Falsch! Wie froh wäre ich, wenn ich mindestens zwei Weckzeiten programmieren könnte? (Lustiger- oder bschämenderweise konnte dies ein Melectronics-Wecker, den ich vor Jahren zu Weihnachten erhielt).
Deshalb, Philips: Netter Versuch, aber für mich fehlen bei dieser Wecker-Serie essentielle Dinge.
Andere Luxus-Wecker
- Axbo "Der erste Schlafphasenwecker der Welt"
Labels: Elektronik, Gadget, Kritik, Kunde, Philips
Mittwoch, Juli 30, 2008
Leben wir um zu arbeiten?
Since World War II, productivity in the U.S. has doubled. So we should be working 20-hour work weeks, right? Well, we’re not. We’re working more (we’ve exchanged our extra time for more money). In fact, we’re working more than medieval peasants, and the 40-hour work week hasn’t changed since 1940 even though productivity levels have been growing steadily since then.
Quelle: 8 Great Anti-Hacks to Fundamentally Change Your Life | Zen Habits
Selbstverständlich ist die Argumentation etwas kurzschlüssig - verglichen zur Weltkriegsgeneration wollen wir halt den PowerMac, die Waschmaschine, zwei Autos pro Familie, den Plasma-Fernseher, die 5-Zimmer-Wohnung, die Ferien in Malle usw. usf.
Labels: Arbeitsleben, Gesellschaft, Kritik
Sonntag, Mai 25, 2008
Filmkritik: Indiana Jones 4 - Kingdom of the Crystal Skull
Heute war es endlich soweit - zusammen mit dem König und Onkel Ben's ging es ab nach ... nein, nicht Bern (das Alhambra war hoffnungslos ausverkauft), sondern nach Fribourg ins Cap Ciné, wo wir uns in einem 326 Personen fassenden Kinosaal mit höchstens 30 Leuten auf einer 15 Meter-Leinwand die neuesten Abenteuer des wagemutigen Archäologen Henry Jones Jr. vorführen liessen.
Fribourg - die Kino-Alternative
Gut zu wissen, dass das Kino in Fribourg als valable Alternative zu Bern taugt - zumindest dann, wenn neben der "VF" (Version francaise) in einem zweiten Saal die "VOst" (Version originale soutitre) gezeigt wird. Während die Welschen wie üblich ihrem Sprachimperialismus folgend jegliche Filmkost ablehnen, die nicht in ihrer Muttersprache gezeigt wird, bietet sich für uns Allemannen und Anglophilen die einmalige Gelegenheit, in einem halbleeren Kino einen gerade angelaufenen Blockbuster zu geniessen. Mir soll's recht sein!
Übrigens: Sobald das Westside in Bern-Brünnen mit seinen Multiplex-Kinos aufgeht, sollte das Überangebot an Kinositzen im Raum Bern zu einer deutlich besseren "Verteilung" der Zuschauer kommen.
Management Summary
Doch zum Film: Nett gemacht, mit Schwächen. Ich würde ihm eine knappe 3 von 5 geben.
Schauspieler
Cate Blanchett - eine wunderschöne Frau, was auch die vielen Nahaufnahmen ihres Gesichts beweisen (Na Steven, hat sich deine Frau, die du während den Dreharbeiten zu Indiana Jones kennengelernt hast, etwa Sorgen zu machen?). Und dieser russische Akzent - grandios!
Bubigesicht Shia LaBeouf (bekannt aus Transformers mit dem besten Soundtrack der letzten Jahre) - ist er noch einigermassen erträglich oder überschreitet er die Nerv-Grenze bereits? Bis jetzt kann ich das noch nicht abschliessend beurteilen, tendiere aber eher auf Letzteres. Nebenbei: Für einen James Dean-Verschnitt kann er erstaunlich gut fechten ... Doch was sollte diese Tarzan-Szene? Lächerlich!
Fehlt noch Harrison Ford - da habe ich für einmal nichts auszusetzen.
Drehbuch dreht durch
Die Schwäche des Films sind aber nicht die Schauspieler an sich, sondern das Drehbuch: Dafür, dass es 20 Jahre in der Mache gestanden haben soll, ist es erbärmlich. Nach dem fulminanten Start in der Wüste von Nevada (ich sage nur: ab sofort kommen mir nur noch bleiverkleidete Kühlschränke ins Haus) kommt ein ca. 10-15 minütiger Hänger, in dessen Verlauf einige Szenen verdächtig an das WDR Schulfernsehen erinnern. Die zu diesem Zeitpunkt in einer Bar für Lederjacken und Jeans tragende Jungspunde ausgelegte Story-Konstruktion ist unbefriedigend. (Seit ich im Januar 2007 ein Movie-Studio in Burbank besichtigt habe, kommen mir die Backsteinbauen ausserhalb der Bar irgendwie bekannt vor ...)
Nur mit (zugegebenermassen grandios inszenierten) Action-Szenen hält sich kein Film über Wasser. Schade auch, dass die Computer-Animationen nicht immer so astrein ausgefallen sind, wie man das 2008 von einer Spielberg/Lucas-Produktion erwarten würde.
Nicht von dieser Welt
Ganz schlimm ist schlussendlich aber, dass doch tatsächlich Aliens in den Plot eingebaut wurden - diese tragen eindeutig Spielbergs Handschrift. Hat die Welt mit den Close Encounters of the Third Kind, E.T.: The Extra-Terrestrial und Taken Spielbergs Faszination für Geschichten mit Ausserirdischen längst begriffen, werden wir nun auch sogar in der Fortsetzung von Indiana Jones nicht davon verschont. Schade, das wäre nun wirklich nicht nötig gewesen - auch wenn Indy seit jeher das Mystische und Parapsychologische zu seinem bevorzugten Arbeitsgebiet gemacht hat.
Co-Authored by ...
Wer sich mit der Literatur Erich von Dänikens auskennt, erkennt derart deutliche Parallelen, dass man sich fragen muss, ob EvD als "Gastautor" am Drehbuch mitgewerkelt hat. Die Linien von Nacza, die deformierten Schädel und die Verbindung von Maya-Kultur mit Altägypten könnten sich genauso in einer Doku-Serie aus der Feder des Bestseller-Autoren wiederfinden.
Der Schluss kommt dann eher unerwartet, die dann eigentlich zu erreichende Spannungsspitze fehlt gänzlich.
Beim Abspann fragt man sich dann: "Was, das war es schon?" und erhofft sich noch irgendeine Pointe. Nicht mal die Heirat mag einen noch aus den Socken zu hauen.
Nachtrag
Eine viel ausführlichere, aber deutlich treffendere Filmkritik hier:
Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels
Was mich schon am Trailer gestört hat, wird hier endlich fachmännisch erklärt:
Es sind nicht einige wenige Szenen, die digital “verbessert” wurden, sondern es ist der gesamte Film. Jedes Bild ist Colorgraded, was sich grade in der Eröffnungssequenz störend bemerkbar macht, denn die Bilder sehen künstlicher und mehr nach Fototapete aus, als jede Studioszene der alten Trilogie.
Treffender geht's nicht:
Das wirklich Tragische ist, daß der Film seine Momente hat. Das zwischendurch immer wieder das aufblitzt, was Indy mal war und eigentlich auch wieder sein könnte. Das es schöne Momente gibt. Indy erscheint als Schattenriss und setzt seinen Hut auf.
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