Montag, Oktober 06, 2008

Credit Suisse erhöht frech meine Maestro-Ausgabenlimite

Hätte ich den Altpapier-Stapel nicht noch einmal ganz genau durchgeschaut, so wäre mir durch die Lappen gegangen, dass die Crédit Suisse ihrem Ziel, die Leute zum ungerechtfertigten Konsum zu drängen, wieder ein Schritt näher gekommen wäre.

Die Marketing-Fuzzis der Bude sind dabei äusserst geschickt vorgegangen, als sie mir in einem Brief die vielen, vielen tollen Neuerungen bezüglich der Maestro-Karten näherbringen und mir nebenbei hinterrücks die Ausgabenlimiten gegen oben anpassen wollten:

  • CS legt meine Ausgabenlimite fest Als die Banken noch etwas risikobewusster waren, setzte man das Ausgabenlimit eines Kunden lieber zu tief an. Heute ist man - wie beim Vorbild USA - froh, wenn die Leute dank dem Plastikgeld über ihren Verhältnissen leben und sich verschulden. Zufälligerweise sind die Schuldzinsen exorbitant ... und zufälligerweise verdient sich die CS an überschuldeten Kunden dumm und dämlich.

    Falls wir Ihren Talon nicht zurückerhalten, werden die Standardeinstellungen für Inhaber- und Partnerkarte gesetzt

    Ach, wie fürsorglich doch die Crédit Suisse wieder einmal hantiert. Immer im Wohle des Kunden. Weil die Grossbank "wichtige Neuerungen" bezüglich der Maestro-Card einführt, müssen dem Kunden neue Ausgabenlimiten aufgedrängt werden (5'000CHF pro Tag, 10'000CHF pro Monat). Diese Zahlen muss ein weltfremder Banker mit Millionenbonus ausgetüftelt haben - welcher Schweizer Normalbürger kann schon solche Summen im Monat ausgeben?! Ich warte gespannt auf eine stichhaltige Begründung, wieso diese Korrektur nötig wurde - und man dazu das überall verpönte Opt-Out-Prinzip verwendete. Wenn der Kunde König ist, sollte es an ihm liegen, seine Limite nach oben zu setzen. Nämlich dann, wenn er tatsächlichen Bedarf sieht, und nicht dann, wenn die CS es für richtig hält.

  • Bisherige Limite unbekannt Wie hoch meine derzeitige Limite ist, erfahre ich übrigens nirgends. Auch über diesem geschickten Schachzug haben die Marketing-Affen der CS sicherlich tagelang gebrütet. Wer nicht an die alten Limiten erinnert wird, hat auch weniger Gründe, diese gegen unten zu korrigieren.
  • Pseudo-Couvert. Man muss die Ränder an vier Seiten lecken und den Fusel dann falten und so zusammenkleben. Wieso war es nicht möglich, ein ganz normales, vorfrankiertes B4-Couvert beizulegen, das mit einem selbstklebenden Verschluss versehen ist?
  • Formular-Bürokratie Neben meiner Postanschrift muss ich auf dem Formular auch die IBAN-Nummer sowie die Kartennummer angeben. Ein Schelm, der dadurch eine weitere Abschreckung sieht, das Formular auszufüllen und an die Crédit Suisse zurück zu senden. Tipp: Die gesuchten Angaben finden sich auf der jetzigen Maestro-Karte.
  • Stichtag Nur wer rechtzeitig reagiert, kann das Unheil abwehren; wenn ein Kunde seine Limiten selber festlegen will, muss er sich sputen. Obwohl die Neuerungen erst am 17. November 2008 in Kraft treten (was für ein bescheuertes Datum?!), muss der entsprechende Talon mit dem Änderungsantrag bis Ende Oktober bei der Bank eintreffen. Wahrscheinlich arbeiten die Profis der Grossbank noch mit Lochkarten und brauchen deshalb ein wenig mehr Zeit zur Verarbeitung ... Bei der guten, alten Raiffeisen ist die Anpassung der Ausgabenlimiten eine Sache von fünf Minuten, die bequem an jedem Bankschalter durchgeführt werden kann. Zu welchen Leistungen die heutige Informationstechnologie im Stande ist! Logisch, dass da eine Grossbank mit einer Genossenschaftskasse nicht mithalten kann.

Marcel Schuler, Leiter Banking Products & Support, Sie sind mir ein äusserst sympathischer Zeitgenosse!

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Donnerstag, September 18, 2008

Was Normalanwender im Web immer noch nicht begriffen haben

Aus aktuellem Anlass:

  • "Wenn ich den Link im Mail anklicke, erhalte ich eine Fehlermeldung HTTP 404 - Seite nicht gefunden"
    • Ursache: Der Empfänger benutzt höchstwahrscheinlich Microsofts Outlook Express 6.0 und hat auch 15 Jahre nach Erfindung des Webs nicht begriffen, dass sein Mail-Programm Links umbricht.
    • Empfehlung: Auf ein aktuellen Mail-Client upgraden, der so intelligent ist, umbrochene Links zu erkennen und diese korrekt zu verlinken. Beispielsweise Mozilla Thunderbird 2.x.
  • "Auf der Web-Site werden noch immer die alten Fotos unserer Mitarbeiter angezeigt"
    • Ursache: Veraltete Daten im Cache ("Zwischenspeicher") des Web-Browsers
    • Empfehlung: Seite neu laden (Internet Explorer: F5, Firefox: Ctrl+R, Safari: Apfel+R)

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Montag, September 01, 2008

Wecker-Hersteller pleite

Bei der Suche nach brauchbaren Wecker (angeregt durch meinen Blog-Artikel Luxus-Wecker, der das Geld nicht wert ist von letzter Woche) stiess ich unter anderem auf Produkte von Junghans. Damit ist nun Schluss:

Die Junghans Uhren GmbH gehört zu 100 Prozent dem Luxusgüterkonzern EganaGoldpfeil. Gründe für die Insolvenz sollen einerseits finanzielle Schwierigkeiten der Muttergesellschaft sein. Junghans selbst soll aber bereits seit Jahren in den roten Zahlen stecken. EganaGoldpfeil habe die Verluste der Tochter zuletzt nicht mehr ausgleichen können, hieß es.

Quelle: Uhren: Junghans ist zahlungsunfähig - Wirtschaft - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten

Somit kommen mir spontan nur noch folgende zwei Hersteller in den Sinn:

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Mittwoch, August 27, 2008

Der Kunde hat niemals Recht

Sure, any one customer might be stupid. But if multiple customers are repeatedly making the same mistake, maybe it’s not a mistake on their part. Maybe it’s a mistake on your part.

Quelle: The danger of laughing at your customers - (37signals)

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Dienstag, August 26, 2008

Luxus-Wecker, der das Geld nicht wert ist

Seit Jahren werde ich von zwei in Serie geschaltenen Weckern geweckt: Da wäre einmal der kleine, silbrige, batteriebetriebene Funkwecker von Oregon Scientific. Und andererseits mein Nokia-Handy, das für gewöhnlich mit ein paar Minuten Ersatz losheult (für die, die's immer noch nicht glauben: Der Wecker von Nokia-Mobiltelefonen funktioniert tatsächlich auch, wenn man es ausgeschaltet hat - ich lass mir doch in der Nacht nicht die Birne vollstrahlen!).

Nachttischlämpchenwecker-Zwitter

Wie es der Zufall so wollte, erlag mein Nachttischlämpchen im Retro-70er-Style vor wenigen Wochen einem Wackelkontakt. Das Ding funktioniert weiterhin, aber den Schalter muss man zwischen zwei Büchern einklemmen, weil sonst das Licht auslöscht -oder noch schlimmer für die seltenen abendlichen Lektüresessions - zu flackern beginnt.

Treffenderweise flatterte mir etwa im selben Moment ein Prospekt eines Elektronikhändlers ins Haus, in dem ein

Philips Wake-Up Light

angepriesen wird.

Dabei handelt es sich eindeutig nicht um ein Billig-Modell. Für diese Unterart der "schrecklichste Erfindung" seit der Lohnarbeit muss man nämlich selbst beim normalerweise äusserst preisgünstigen Microspot-Online-Shop satte 139.90 Franken hinblättern.

Funktionsweise

Das besondere an diesem Wecker ist, dass man nicht (nur) mit einem nervigen Ton oder Simon Mosers Morgen-Show (oder?) geweckt wird, sondern auch mit ... Licht. Und zwar beginnt die Lampe Minuten vor der eigentlichen Aufwach-Zeit zu scheinen, wobei die Lichtintensität immer stärker wird (400 Lux, wem diese Masseinheit etwas sagt - mir nicht wirklich). Als würde man wie früher zu Pfadi-Zeiten draussen übernachten und dabei von der Sonne geweckt werden.

Toll! Umwerfend! Bahnbrechend!

Alter Wein in neuen Schläuchen

Man sieht, an wen sich dieser Wecker richtet: An Yuppies, die in den Städten in Betonschluchten leben, in die kein Sonnenlicht vordringen kann. Ich praktiziere diese Form von natürlichem Weckdienst seit Jahren - und seither kostenlos. Im Sommer ist mein Zimmerfenster nicht mit Fensterläden verschlossen - und lässt soi die Sonnenstrahlen ungehindert passieren. Leider klappt das im Winter nicht wirklich, weil ich dann aufstehe(n muss), wenn es noch stockdunkel ist.

Für einige Augenblicke überlegte ich mir tatsächlich, einen solchen Wecker anzuschaffen. Damit hätte ich drei Fliegen mit einer Klappe schlagen können:

  • Weckruf mit Radio. Leider gibt es Tage, wo ich selbst die zwei derzeitigen Wecksysteme überhöre. Mit gesprochenem Wort, so erhoffe ich mir, wird meine Hirntätigkeit angeregt und ich schlafe nicht einfach wieder ein - im worst case, nachdem ich beide Wecker abgeschaltet habe.
  • Stylischer Ersatz für das Nachttischlämpchen. Denn das "Sonnenlicht" wird ja wohl auch erlauben, etwas im Bett zu lesen
  • Auch im Winter hellwach. Während draussen noch Kälte und Dunkelheit herrschen, werde ich selbst im hohen Winter durch Sonnenlicht-Attrappen geweckt.

Kritik

Doch leider, meine Herren Ingenieure von Philips, haben Sie irgendwie nicht weit genug überlegt:

  • Von Funk keine Spur. Jetzt mal ehrlich: Seit Jahrzehnten gibt es Funkuhren, seit vielen, vielen Jahren verbaut man die Technik auch in sogenannten Funkweckern. Ich glaube, dass die dafür nötigen Chips für wenige Franken die Hand wechseln. Aber wieso um Gottes willen ist Philips nicht fähig, so etwas in einen 140-fränkigen Wecker einzubauen? Und wenn dies zu umständlich wäre: Da ja ein Radio verbaut ist, könnte man schlimmstenfalls auch das RDS-Signal abgreifen (ich denke aber, dass die Kosten für solche Chips deutlich teurer sind). Philips!!! Es ist 2008 - ich bin einfach nicht mehr gewillt, die aktuelle Uhrzeit von Hand einzuprogrammieren!
  • Batteriebetrieb? Obwohl die Schweiz über ein vorbildliches Stromnetz verfügt, welches äusserst selten streikt kann es doch hie und da vorkommen (Stichworte: Netzzusammenbruch bei der SBB, Kamikaze-Einhörnchen im Leutschenbach). Gemäss Murphys Gesetz meistens genau dann, wenn man zu einem Bewerbungsgespräch oder der Abschlussprüfung der Lehre/des Gymnasiums/des Studiums erwartet wird. Deshalb gehört es zur Pflicht eines jeden Weckers, zusätzlich mit Batterien betrieben werden zu können. Ich verstehe sehr wohl, dass diese 400 Lux-starke Licht nicht mit Mignon-Batterien betrieben werden kann. Das will ich auch nicht! Aber sollte ein Stromausfall eintreten, wäre ich doch froh, wenn zumindest die Uhr des Weckers weitertickt und das Teil zur Weckzeit irgendwie einen Heidenlärm verursacht - die im Prospekt angegebenen 5 Minuten Batterielaufzeit sind lächerlich und äusserst gefährlich zugleich.
  • Multiple Weckzeiten. In den Köpfen der Wecker-Ingenieure herrscht wohl noch das althergebrachte Berufsbild vor: Der Kunde arbeitet fünf Tage die Woche und steht immer um 6.30 Uhr morgens auf. Falsch! Wie froh wäre ich, wenn ich mindestens zwei Weckzeiten programmieren könnte? (Lustiger- oder bschämenderweise konnte dies ein Melectronics-Wecker, den ich vor Jahren zu Weihnachten erhielt).

Deshalb, Philips: Netter Versuch, aber für mich fehlen bei dieser Wecker-Serie essentielle Dinge.

Andere Luxus-Wecker

  • Axbo "Der erste Schlafphasenwecker der Welt"

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Montag, August 25, 2008

Was wir Adobe schon immer an den Kopf werfen wollten

Nette Web-Site, dieses Dear Adobe:

Why does the Acrobat Reader take two minutes to launch, and require updates twice a month, just to display PDF pages?

Quelle: Dear Adobe

Viele der Top 25-Klagen kann ich unterstützen. Adobe, tut endlich was!

Aus aktuellem Anlass übrigens folgende Geschichte: Heute auf einem Computer mit Windows XP Adobe Reader 9 über den Adobe Reader 7 installiert. Als ich darauf im Microsoft Internet Explorer 7 auf einen PDF-Link klickte, schoss die CPU Usage auf 100% hoch und blieb dort während mehrerer Minuten. Erst als ich den MSIE7 abschoss (war gar nicht so einfach, da das System äusserst träge reagierte), poppte urplötzlich die EULA des Adobe Readers auf. Nach einem Klick auf "Akzeptieren" verschwand das Fenster und die Prozessorauslastung sank auf erträgliche Zahlen.

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Montag, August 18, 2008

SBB und die Behandlung ihrer GA-Stammkundschaft

Bei den SBB verlangt man jedoch von jedem Kunden, der ein Familien-GA verlängern will, jedes Jahr neu den amtlich beglaubigten Nachweis des Verhältnisses Eltern-Kind. Oder übersehen die SBB, dass jeder GA-Besitzer ein Stammkunde ist und nicht ein potentizeller Betrüger?

Quelle: SonntagsZeitung, 17. August 2008, "Bürohr".

Auch chm hat kürzlich eine interessante und überaus berechtigte Frage an die SBB aufgeworfen:

Immerhin habe ich seit 16 Jahren ein GA, mein halbes Leben sozusagen. Da fände ich es eigentlich nicht übertrieben, mal einen entsprechenden Bonus zu erhalten. [...] Nach 5 Jahren “GA-Mitgliedschaft” gibt es 5 Prozent Reduktion auf den Kaufpreis. Und nach 10 Jahren dann 10 Prozent.

Quelle: Ihr GA ist da.

Nun, das ist wohl wegen der Autolobby so. Sonst würde plötzlich jeder Autofahrer Rabatt für die alljährlich zu erwerbende Autobahn-Vignette verlangen ...

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Dienstag, Mai 27, 2008

Telefongebühren bei Ferien im Ausland sparen

Kürzlich hat Comparis die Auslandtarife unserer Mobilfunkanbieter verglichen und kam zum Schluss, dass die Tarife "unverschämt teuer" sind.

Nun, mein Trick zur Kostenersparnis in der Angelegenheit ist folgender:

  • Noch in der Schweiz bespreche ich meine Combox. Auf diese greift man mit längerem Druck auf die Taste 1 zu. Klappt dies nicht, gibt es immer noch die "Brute Force"-Methode, indem man der eigenen Handy-Nummer 086 voranzustellt (bei mir: 0860786905011) und darauf anruft. Der Text lautet in der Regel wie etwa folgt: "Grüessech [...] Ich bin momentan im Ausland und ab dem X. Y. wieder erreichbar."
  • Anschliessend stelle ich auf dem Mobiltelefon ein, dass alle eingehenden Anrufe automatisch auf die Combox umgeleitet werden. Bei Nokia-Handies findet sich diese Option irgendwo in den Telefon-Einstellungen. Beispiel Nokia 6300: Menu > Settings > Call > Call divert > All voice calls > Activate > To voice mailbox

Durch diese Einstellung ist sichergestellt, dass Anrufer direkt auf die Combox umgeleitet werden.

Einige Mobiltelefonbesitzer, die den Durchblick mit der Anrufgeschichte nicht verstanden haben, werden einwenden: "Aber wenn der Anruf auf die Combox umgeleitet wird, zahle ich doch die Kosten ab der Schweizer Grenze in meinen Ferienort und dann wieder zurück in die Schweiz auf die Combox?!"

Falsch! In diesem Fall hier verlässt das Signal die Schweiz nicht, alle Anrufe werden direkt auf die Combox umgeleitet.

Nachteile

  • Mitreisende, die mich beim Abfeiern auf einer Mittelmeerinsel aus den Augen verloren haben, haben keine Möglichkeit, mit mir zu telefonieren (auch sie werden automatisch auf die Combox weitergeleitet). Andererseits: Meist steckt man in einem Tanzschuppen mit ohrenbetäubendem Lärm, so dass SMS in dieser Situation eindeutig das bessere Kommunikationsmittel ist.
  • Mehr als einmal ist es vorgekommen, dass der in der Schweiz zurückgebliebene Kollege Randal über eine Minute lang (belanglose) VaginaMonologe auf meine Combox gesprochen hat. Als ich aus Neugier die Combox-Nachrichten abhörte (Annahme: Wer sich die Mühe nimmt und mir auf die Combox spricht, wird wohl etwas wichtiges zu sagen haben), hörte ich förmlich mein Kleingeld klimpernd in den Taschen von Orange verschwinden.

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Samstag, Mai 24, 2008

Ungesunde Nahrungsmittel beschönigend kennzeichnen

Bereits im September 2007 habe ich mich gewundert, wie Coca Cola seine Kunden für dumm verkauft. Auch der Spiegel hat sich nun mit dem Problem der Nährwertangaben auf Nahrungsmitteln auseinandergesetzt. Ein äusserst lesenswerter Artikel (auch du, Randal?):

um die Nährwertangaben möglichst gering zu halten, wird dem Verbraucher empfohlen, bei Erdnüssen und Chips nur eine winzige Handvoll von 25 Gramm zu essen, von der Tiefkühlpizza soll die Hälfte liegen gelassen und auch von der Halbliterflasche Cola darf nur die Hälfte getrunken werden.

Quelle: Nahrungsmittelkennzeichnung: Verbraucherschützer enttarnen Kalorienbomben - Wirtschaft - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten

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Samstag, Mai 17, 2008

Cablecom - Deutsch, Deutsch - Cablecom: Lektion 1


hispeed "25000"
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Wenn Cablecom 25'000kbit/s sagt, meint die Bude eigentlich 10'000 ...

Mal schauen, ob es Cablecom auch noch so lustig findet, wenn ich bei der nächsten Rechnung nur die Hälfte des geschuldeten Betrags bezahle.

Und es soll mir niemand mit dem Totschlägerargument "Best Effort" kommen: Wer 25'000kbit/s verspricht, sollte die Geschwindigkeit gefälligst innerhalb einer tolerierbaren Bandbreite hinkriegen.

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Donnerstag, Oktober 18, 2007

Danke SBB!


Welle von Bern
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Wann ist es optimaler, die Rolltreppen der Welle von Bern zu putzen als zur morgendlichen Rush-Hour?

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Montag, Oktober 15, 2007

Bankrott in London


Vue West End - Ratatouille
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Ich war zwar schon im Mai 2007 in London, doch dank der finanziellen Achtsamkeit meiner Reisebegleiter (allesamt Studenten) traf uns der Preisschock nicht so stark.

Dieses Wochenende war alles anders: Ich besuchte einen seit zwei Jahren in London sesshaften Kollegen. Da ich das "touristische" bereits im Mai abgehakt hatte, konnten wir uns auf das "normale" Leben eines Londoners konzentrieren: Unterhaltung in all seinen Formen.

Hier ein kurzer Querschnitt durch das örtliche Preisniveau:

Fazit (auf dem Heimweg in den frühen Morgenstunden von mir geäussert):

I ha London (finanziell) liecht ungerschätzt ...

Vor kurzem noch lustig gemacht ...

Erst vor wenigen Wochen habe ich mich über die Amis lustig gemacht, die sich am Oktoberfest in München über die horrenden Wechselkurse beschwert hatten - nun bin ich selbst "Opfer" davon.

(Der Vergleich hinkt insofern, als dass der Umrechnungskurs CHF zu GBP in den letzten 6 Monate keine drastische Änderung erfahren hat. Ausserdem kommt noch der Haupt- und Millionenstadt-Bonus dazu - bereits in den Suburbs ist das Leben bedeutend billiger).

Tipp: Oyster Card

Für einmal lügen die Plakatwände in der U-Bahn nicht: Die Oyster-Card ist wohl die flexibelste, aber gleichzeitig auch die preisgünstigste Art, sich in London mit den öffentlichen Verkehrsmitteln (Tube/Metro/U-Bahn, Bus) fortzubewegen.

Am Besten löst man die Karte gleich bei der Ankunft am Flughafen (Depot: 3 GBP) und lädt sie mit 10 oder 20 Pfund auf (je nach Dauer des Aufenthaltes). Ist das Prepaid-Guthaben aufgebraucht, lädt man die Karte an einer der tausenden Verkaufsstellen wieder auf.

Was spricht für Oyster, wenn es doch auch Tageskarten gibt? Nun, mit Oyster kriegt man versteckt auch gleich eine Tageskarte mit. Benutzt man an einem Tag unzählige Metro-Linien und Busse, werden einem nur die Fahrkosten bis zur Höhe einer Tageskarte verrechnet. Jede weitere Fahrt ist dann kostenlos.

Auch wenn man das Limit für die Tageskarte nicht erreicht, gibt es Rabatte auf Metro- und Busfahrten. Anstelle 4 resp. 2.50 GBP bezahlt man nur noch 2.50 GBP (ausstempeln nicht vergessen, sonst werden einem trotzdem 4 GBP abgezogen) resp. 0.90 GBP.

Die Karte nimmt man nach dem Aufenthalt in London zurück in die Schweiz, um sie beim nächsten Besuch gleich wieder zücken zu können.

Dank: Kollege Burgdorfer, der insistiert hat, dass ich mir eine solche Karte zulege. Rückblickend eine äusserst weise Wahl!

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Sonntag, Oktober 14, 2007

Der Kunde hat immer recht

"If I had asked my customers what they wanted, they would have said a faster horse." –– Henry Ford

Quelle: Arrogance and Humility

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Montag, Oktober 08, 2007

think eMeidis Moblog


Nokia 6300
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Der Sturz von heute Mittag war für mein geliebtes Nokia 6021 zuviel: Seit dem Faux-Pas hört mich die Gegenstelle bei einem Anruf nicht mehr. Ich befürchte, dass das Mikrofon irreparablen Schaden genommen hat. Dabei schlug es doch bereits aus dem dritten Stock von Kollege Zgräsch Heimetli auf's harte Betonpflaster und zeigte nur minime Schäden an der "A-Säule".

Nokia 6021 zu 6300

Da sich mein Bruder erst vor wenigen Tagen ein Nokia 6300 geleistet und damit mein Interesse geweckt hat, entschied ich mich heute zum Kauf desselben Gerätes. Nicht nur reizte mich das Design, sondern ... die Leser halten sich fest ... auch die Kamera.

Der Blogger will Schnappschüsse!

Obwohl ich Mobiltelefone weiterhin als äusserst schlechte Bastarde von Digitalkameras und Telefonen betrachte (kleine, qualitativ schlechte Linse, nur Digital-Zoom, ungenügender Blitz) - ist man mehrjähriger Blogger, weiss man um die Nützlichkeit eines Kamerahandies.

Das 6300 wird niemals meiner verdienten Fujifilm Finepix F31d den Rang ablaufen und mich als einziges Photogerät auf Reisen begleiten. Im Alltag hingegen, wo man die Digitalkamera nicht dabei hat, wird mir das Handy nun als Schnappschuss- und Blog-Story-Lieferant dienen.

Ich kann es nicht verneinen: In letzter Zeit haben sich die Situationen gehäuft, wo ich am Liebsten mein Telefon gezückt und auf den Auslöser gedrückt hätte ...

Nein, ich war letzten Samstag nicht mit schwarzer Maske in der Berner Innenstadt zugegen - und nein, ich muss meinen Kollegen nach dem Wochenende auch nicht zeigen, welchen Frauen ich begegnet bin! Item.

Auswirkungen auf den Geldbeutel?

Inwiefern ich auch meine "Instant-Moblog"-Aktivitäten ausbauen werden, wird sich nach Erhalt der nächsten Orange-Rechnung zeigen. Erst kurzlich hat die Moblogosphäre einen schmerzlichen Verlust hinnehmen müssen, als Kollege Randal seine photographischen Untaten aus finanziellen Gründen ("s'isch eifach z'tür!") einstellte ... (Wieso man dann auch gleich immer den bestehenden Inhalt löschen muss, will mir nicht in den Kopf).

Flickr als Moblog

Mit obenstehendem Bild ist bewiesen, dass man Photos tatsächlich an Flickr mailen und dort umgehend publizieren kann.

(Übrigens: Wettkollege Burgdorfer hat nächstes Wochenende in London ein Pint zu gute - wieder einmal eine "Auch Aeby schafft irgendwann einmal den Fortschritt"-Wette, die er gewonnen hat).

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Mittwoch, Oktober 03, 2007

Ronald Reagan gefällt mir ...


Ronald Reagan - My Personal Hero
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Recht so! Jetzt verstehe ich Reagan-Fans in meinem Umfeld (eigentlich ist es nur einer, der mir bekannt ist - aber egal).

Was lernen wir daraus? Ob Rechts oder Links: Solange Politiker volle Töpfchen finden, werden diese zweckentfremdet und geleert.

Quelle

Still aus dem Dokumentarfilm Maxed Out. Spannend - ich wusste nicht, dass Kreditgeber (ha, da sind die Banken wieder - diesmal im Wolfspelz!) paradoxerweise den meisten Profit mit denjenigen Schuldnern machen, die sich Kredite am wenigsten "leisten" können. Lustig. Eine Aussage ist mir geblieben: "Unsere besten Kunden sind diejenigen, die mit einem Bankrott vorbelastet sind. ... Wieso? Wer schon einmal Privatkonkurs angemeldet hat, kann dies kein zweites Mal tun ..." (Amerikanischer Sonderfall?) "... ausserdem haben diese Kunden das Geld-Ausgeben und das Über-ihre-Verhältnisse-Leben internalisiert."

Umso köstlicher ist dieser Film, der 2006 in die Kinos kam, angesichts des mittlerweile - im Sommer 2007 - "plötzlich" aufgetauchten Hypothekenschlammassels. (Subprime Mortgages sind nichts anderes als Ramschkredite).

Die aufgedunsene Wasserleiche ist vom Seegrund wieder an die Oberfläche aufgestiegen. Ich bin gespannt, ob die Kreditgeber angesichts der Probleme umdenken. Wahrscheinlich nicht. Die Wasserleiche wird einfach zu dunkler Stunde verstohlen zu all den anderen Leichen in den Tresorraum gekarrt ...

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Mittwoch, September 26, 2007

Coca Cola und der Zuckergehalt


Coca Cola: Empfohlene Tageszufuhr
Originally uploaded by emeidi

Als ich mir in München im Subway an der Arnulfstrasse die Zeit mit Lesen von Getränkeetiketten vertrieb, fiel mir Melanie die etwas aussergewöhnliche Rechnung der Coca Cola Company auf.

Auf den ersten Blick sah die Berechnung der empfohlenen Tagesdosis an Zucker noch knapp tolerierbar aus - mit dem Genuss von 0.5 Liter Cola führte ich meinem Körper 30% des Tagesbedarfs an Zucker zu.

Bei genauerer Beobachtung fällt aber auf, das Coca Cola Purzelbäume schlägt: Anstelle den Zuckergehalt des ganzen Fläschchens anzugeben, splittet man das Getränk in "zwei Portionen" à 250ml auf. Eine Portion enthält 30% des Tagesbedarfs an Zucker, zwei Portionen (oder 0.5 Liter oder kurz und deutlich die ganze Getränkeflasche) liefert hingegen fast zwei Drittel der empfohlenen Dosis.

Die Frage stellt sich folglich, welcher Mensch auf dieser Welt eine 0.5l-Cola in zwei Portionen trinkt? Und zwar verteilt auf zwei Tage? Lieber Getränkebrüher, das macht wohl nur euer Management. Ich kenne schlichtweg niemanden, der eine mehr als 24h geöffnete Cola mit Wonne herunterschluckt - ist die Kohlensäure einmal entwichen und das Getränk auf Zimmertemperatur erwärmt, ist es geschmacklich ... nun ... sagen wir: gewöhnugsbedürftig.

Spin Doctors

Ein Schelm wer denkt, dass Coca Cola die Angaben willentlich zurechtgebogen hat. Natürlich hat die Marketing- und die Gesundheitsabteilung des Unternehmens kein Wörtchen bei der Gestaltung der Etikette mitgeredet. Davon bin ich überzeugt.

Wieder einmal bestätigt sich meine bereits hier Kund getane Aufforderung, alle doch einfach mal Wasser saufen zu lassen. Wer im Tag einen Liter Cola trinkt, nimmt 54 Gramm Zucker zu sich! Soll mal einer versuchen, diese Menge an Zuckerwürfeln innert weniger Minuten herunterzuschlucken ... Jugend-Diabetes, Fettleibigkeit und Zahnschäden lassen grüssen. Wollte uns das in jungen Jahren nicht auch die Zahnfee alljährlich weismachen?

Wie macht es Ronald?

Beim nächsten Besuch einer McDonalds-Filiale werde ich mich achten, ob auf den neuen Burger-Verpackungen ähnliche Schlaumeiereien betreiben werden. Ob "the golden arches" die Kalorienwerter nach Brot- und Fleischscheiben aufschlüsselt?

Wenn Coca Cola Autos verkaufen würde ...

Wird die Autoindustrie schon bald nachziehen? Dann haben wir innert Kürze das 4-Liter-Auto geschafft - dass es vier Liter auf 50km verbraucht, merkt der gutgläubige Kunde natürlich erst an der Zapfsäule. Oder noch perfider: Auch die Autoindustrie erfindet "Getränkeportionen" in Form von "Tankportionen". Es heisst dann nicht mehr "mit einer Tankfüllung kommen Sie 500km weit" sondern "mit einer halben Tankfüllung schaffen Sie 250km".

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Samstag, September 15, 2007

MacBook sucks!


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Dank eines PowerMac G5 und der Bevorzugung meines heimischen Arbeitsplatz ("daheim ist's doch einfach am schönsten") benutze ich mein mittlerweile einjähriges MacBook wohl nicht derart ausgiebig, wie das andere Leute tun, die das Gerät als Desktop-Ersatz gekauft haben.

Akku-Tausch 9. Mai 2007

Leider war mein Gerät respektive dessen Akku just aus der qualitativ schlechten Serie. Nur wenige Tage, nachdem ich auf Heise diese Meldung gelesen hatte, stieg mein Akku tatsächlich aus. Ein kurzer Ausflug zu DataQuest nach Bern - und ich zottelte wieder ab, ohne einen Ersatz-Akku erhalten zu haben. Grund: Mir fehlte der Kaufbeleg mit Seriennummer. Erst im Zug kam mir in den Sinn, dass der Techniker einfach den neuen Akku hätte einbauen können und die Seriennummer über das Apfel-Menu hätte auslesen können. Ich wurde den Verdacht nicht ganz los, dass man mich schnell abservieren wollte.

Am nächsten Tag hatte ich hingegen Glück - die Rechnung blieb im Rucksack, der andere Techniker scherte sich nicht um Seriennummern und tauschte den Akku innert weniger Minuten um.

Mit dem guten Gefühl, kurz vor Ende der einjährigen Garantiezeit einen frischen 200 SFr.-Akku "geschenkt" bekommen zu haben, liess mich beruhigt nach Hause gehen.

Leider hielt die Freude über das Geschenk aus dem Hause Jobs Apples nicht lange.

Akku-Tausch 28. August 2007

Am 28. August stand ich wieder in der Filiale, weil mein Akku nicht mehr erkannt wurde und Mac OS X beim Betrieb an der Stromdose in der Menuleiste nur noch eine Batterie mit schwarzem X anzeigte.

Das Austauschverfahren war wohl wegen einigen schwarzen Schafen stark verkompliziert und bürokratisiert worden: Zwar war die Seriennummer nebensächlich, doch ich musste das Gerät über Nacht im Geschäft lassen und auch noch mein Administratorpasswort hinterlegen. Ich legte dazu im Geschäft einen Account 'Administrator' an, da ich es als äusserst fahrlässig erachtete, einen Techniker in meinem persönlichen Account herumwühlen zu lassen. Da mein Account aber nicht mit FileVault gesichert ist, hätte man dennoch ohne weiteres auf meine persönlichen Dokumente zugreifen können ... suboptimal!

Am nächsten Tag konnte ich das Gerät wieder abholen - nach den Tests schien mein Akku "berechtigt", kostenlos ausgetauscht zu werden.

Splitter

Letzte Woche nun der nächste Schicksalsschlag: An der Vorderkante rechts neben dem Touchpad hat sich ein ca. 4mm breiter und 2cm langer Streifen des Plastics gelöst. Mittlerweile habe ich den störenden Defekt behoben.

WLAN-Empfang

Übrigens: Auch das Gerät meiner Freundin, einige Wochen jünger als das meinige, musste schon in Reparatur: Der WiFi-Empfang war fürchterlich. Nachdem der Techniker die Airport-Karte ausgetauscht hatte, hat ihr Gerät nun dieselbe gute Rezeption wie mein Laptop. Vor dem Umbau konnten unsere Geräte nebeneinander stehen und das ihrige ein oder gar zwei Balken weniger Signalstärke anzeigen.

Fazit

MacBooks - ein optimales Gerät für den Heimeinsatz mit qualitativen Mängeln. Dennoch würde ich sofort wieder so ein Gerät kaufen.

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Samstag, September 08, 2007

Validität einer Untersuchung

Männer mit intensiver und länger andauernder Handy-Nutzung besitzen deutlich weniger gut bewegliche Spermien und einen tieferen Anteil an Spermien mit normaler Form. Männer, die ihr Handy nur sporadisch nutzen oder gar keines besitzen, weisen klar bessere Werte auf.

Quelle: saldo, 29. August 2007, "Unfruchtbar wegen Handy?", S. 5.

Ich bezweifle die Validität dieser Untersuchung. Wieso? Ich verorte Vielnutzer von Handies unter denjenigen Personen, die es geschäftlich einsetzen (von den armen Seelen einmal abgesehen, die privat ebenso viele Stunden wie ein Manager an der Strippe hängen). Ich denke mir, dass ein vielbeschäftigter Manager mit 70-Stunden-Woche eine Vielzahl anderer negativer Einflussfaktoren auf seine Spermien einwirken lässt: Stress, wenig Schlaf, kaum Sex, schlechte Ernährung, Drogen- und Medikamentenmissbrauch. Mit dem Handy zu telefonieren ist da nur noch ein Tropfen auf den feuerheissen Stein - oder werden Spermien seit neuestem im Mittelohr produziert?

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Mittwoch, September 05, 2007

Promo-Team infiltriert Tilllate, Partyguide etc.

Ein Bekannter hat mir folgendes Mail zugespielt:

!..PROMOTER GESUCHT..! Hast du Lust auf einen kleinen Nebenjob? Wir von La Campania sind ein neues Promo-Team am zusammenstellen, weil wir jetzt Schweizweit in vielen verschiedenen Clubs der Schweiz arbeiten. Deine Aufgaben währen: Werbung in denn verschiednen Internetportalen wie Tilllate, Partyguide usw.. Deine Eigene Friendsliste zu erstellen Deine Vorteile: Für jeden Namen der von Deiner Friendsliste an die Party kommt, bekommst du 1.50 Fr. Und du hasst an jeder Party die von La Campania veranstaltet wird 2 Gratis Eintritte. Falls dich das interessiert melde Dich bei: m.********@gmx.ch

Ich glaube kaum, dass die Bürokratie zur Überprüfung der Namen auf der Friendsliste dem Anbieter einen Profit ermöglicht. Abgesehen davon: Mein ganz persönlicher Buch-Tipp.

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Montag, September 03, 2007

Coop Fine Food Sushi sucks!

Am heutigen Montag-Nachmittag zog es mich mit meiner Freundin in das Coop Megastore im Einkaufszentrum Wankdorf Bern. Während sie sich um halb Fünf im Coop Restaurant Kaffee mit einem Stück Torte gönnte, lockte mich wieder einmal in die Fisch-Abteilung des vis-a-vis gelegenen Einkaufszentrums.

Die Sushi fanden sich wie gewohnt in der der Fischauslage gegenüberliegenden Vitrine. Die Verpackung hatte sich aber offensichtlich geändert: Neu umhüllte ein Fine Food-Karton die japanische Spezialität. Glücklicherweise hatte sich trotz dem "Luxus-Branding" keine Preissteigerung ergeben. Ich wähle eine Packung Sushi Osaka für 12.90 SFr.

Was erwartete mich?

  • Schludrig verpackt Ein Teil des Lachs des Shake Nigiri (den Namen, wie ihn die Kartonpackung enthüllt) war wohl beim Verpacken vom Plastic-Deckel eingeklemmt worden. Da der Fisch der Luft ausgesetzt war, war dieser Teil ausgetrocknet und ungeniessbar.
  • Fehlende Stäbchen Als ich bereits am Restaurant-Tisch bei meiner Freundin Platz genommen hatte, bemerkte ich erst, dass in der Packung Stäbchen fehlten. Zurück am Tresen erklärte man mir, dass es seit dem Wechsel des Lieferanten keine Stäbchen mehr inklusive gebe. Ich wurde in die Haushaltswaren-Abteilung verwiesen (was ich nicht tat). Was soll das?! Wie soll ich bitteschön Take-Away-Sushi essen, wenn Stäbchen fehlen? Anscheinend ist der neue Lieferant doch etwas teuer, weshalb die BWLer die Kostenfaktoren optimiert, sprich die Stäbchen wegrationalisiert haben.

Es kommt noch schlimmer

Die fehlenden Stäbchen wären noch knapp vertretbar gewesen, doch die Qualität der Ware setzte dem negativen Eindruck noch eins drauf: Ich habe noch nie derart hässlichen Sushi-Reis gegessen wie heute Montag! Dies enttäuscht umso mehr, da ich die letzten zwei Male (zuletzt vor einigen Monaten) vorzügliche Take-Away-Sushis vorgefunden hatte.

Auch das Uramaki, das ich heute zum ersten Mal gekostet habe, missfiel mir: Der Fisch war äussert knorpelig, weshalb ich ihn zerbissen wieder ausspucken musste. Die zweite Rolle liess ich unberührt im Abfall verschwindien.

Fazit

Für mich ist Coop Fine Food Sushi gestorben. Da gehe ich lieber zur Konkurrenz und kaufe bei MIGROS Gourmessa im Hauptbahnhof oder in der Marktgasse Take-Away Sushi (von Sushi Mania resp. Japigo).

Offene Fragen

  • Einzelfall?
  • Unterschiedliche Lieferanten je nach Region?

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Mittwoch, August 29, 2007

Billigflieger und die Gepäckstücke


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Ryanair-Sprecher Peter Sherrard weist die Kritik zurück: "Dem Passagier entstehen nur dann Kosten, wenn er Gepäck aufgibt." Auf Deutsch: Selber schuld, wer auf eine Reise Gepäck mitnimmt.

Quelle: Saldo, 13/2007, "Billigflieger: Jeder Koffer kostet extra", S. 3.

Nun, im Grunde finde ich es gut, dass Easyjet und Ryanair die obligatorischen Abgaben auf jedes Gepäcksstück einführt. Es vereinbart sich wunderbar mit dem No-Frills-Ansatz: Jeder Wunsch kostet nun halt mal. (Zum Glück sind Flieger mit Stehplätzen noch nicht erlaubt ...). Wer mit Easyjet & Co. fliegt ist ein Pfennigfuchser - wer will es denn der Airline verübeln, wenn sie selber auch zum Pfennigfuchser wird? Da haben sich zwei gefunden ... Jö!

Freie Marktwirtschaft

Wem dieses Geschäftsgebahren nicht passt, darf gerne auf einen Linienflug einer altehrwürdigen Airline ausweisen und hat so seine 20 Kilo-Freigepäck auf sicher. Inklusive einem schöggeli unter einer adrett eingekleideten Flight Attendant.

Kollegenschwein

In diesem Zusammenhang möchte ich an eine kleine Anekdote erinnern, die ich auf meiner ersten Reise nach London diesen Mai erlebte: Da wir über das Wochenende in der Studentenbude eines Kollegen einquartiert waren, konnte ich seinen vor der Abreise geäusserten Wunsch kaum abschlagen, doch noch ein "kleines Gepäckstück" mit auf den Flug zu nehmen ...

Mit Blick auf das obige "Beweisfoto" (Bild Nummer eins, geschossen zwecks Blog-Artikel) darf ich dem geneigten Leser verraten, dass mein Koffer eine braune Farbe trägt ...

Rückblickend lässt sich über diese Aktion sagen:

  • Umständlich. Ich reise normalerweise mit meinem braunen Samsonite-Rollkoffer und einer Tasche (Laptop) desselben Herstellers. Wegen des zusätzlichen Gepäckstücks musste ich die handliche Tasche zu Hause lassen - dabei wäre diese Tasche äusserst nützlich, um darin Tickets, Mobiltelefone und das Portemonnaie zu versorgen. Zudem war es mit diesem sperrigen Koffer verdammt schwer, sich in den Doppelstöcker-Intercities umherzubewegen.
  • Übergepäck. Der Koffer war nicht nur gross, sondern auch schwer. "Kein Problem", wurde mir am Telefon beschieden, "wenn ich Übergepäck zahlen muss, tischt ihr einfach ein paar Dinge in eure eigenen Koffer um!" Ja, klar, du mich auch! Erstens stehe ich echt nicht darauf, mein Gepäck vor dem Check-In vor Zuschauern auszubreiten - und zweitens möchte ich den Check-In so rasch als möglich hinter mich bringen. Wir hatten Glück im Unglück: Der Koffer war über 20kg schwer, doch die freundliche Dame vom Check-In erliess uns die "Strafgebühr" (ohne irgendwelche Intervention unsererseits).
  • Schmuggler. Obwohl der Besitzer des Gepäckstücks ein guter Kollege von mir war - Angst fliegt dennoch ein wenig mit. Selbstverständlich würde er nie im Leben Drogen in seinem Gepäck verstecken (besagte Person hat in ihrem Leben bisher ca. 5 Bier getrunken) ... Doch wer weiss das wirklich so genau? Auch hätten die britischen Zollbeamten sicherlich ausgesprochen Freude, wenn ich ihnen während einer stichprobenartigen Kontrolle gestehen müsste, dass ich keine Ahnung habe, was in dem Koffer so alles um die Welt flöge - da ich den Behälter für einen Kollegen in das Land importiere. Vielleicht fände man einen Koran? Und schon tausche ich bei den hyperventilierenden Briten das kuschlige Hotelbett mit einem Lattenrost in einer Gefängniszelle ... Köstlich denn auch die auf solche Fälle abzielenden Fragen der automatische Check-In-Lösung in Genf-Cointrin (GVA) (siehe Bild Nummer zwei). Natürlich haben wir ... wahrheitsgemäss ... geantwortet.

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Mittwoch, August 29, 2007

Verband Schweizer Presse kennt keine robots.txt

Der Verband Schweizer Presse (VSP) befürchtet, dass die Textanrisse auf Google News vielen Lesern genügen und sie deshalb gar nicht erst die Newsportale der Verlagshäuser besuchen. „Wir sind der Meinung, dass Google mit seinem Newsdienst das Urheberrecht verletzt und unlauteren Wettbewerb betreibt“, erklärt VSP-Präsidiumsmitglied Norbert Neininger gegenüber Persönlich.com. [...] am wahrscheinlichsten ist, dass die Schweizer Verleger von Google eine finanzielle Entschädigung für die Verwendung ihrer Texte verlangen.

Quelle: Schweizer Verleger überlegen Klage gegen Google

Liebe Verleger, ich habe euch folgendes zu sagen:

  • Eure Webmaster sollten fähig sein, eine robots.txt ins Web-Root zu stellen, wo alle Spider auf Disallow: / angehalten werden.
  • Ich lese die Nachrichten von Tagi und NZZ - nicht etwa via Google News, sondern dank (mittlerweile) akzeptierten RSS-Feeds der Online-Redaktion
  • Google News benutze ich, wenn ich Informationen zu einem bestimmten Thema suche und dabei a) an der unterschiedlichen Berichterstattung in den verschiedenen Medien interessiert bin sowie b) eine Metasuchmaschine benutzen möchte. Leider hat es die Nachrichtenindustrie bisher verpasst, sich zusammenzuraufen und eine eigene Suchmaschine für Inhalte zu realisieren ... Auch überzeugen mich die Suchfunktionen auf den Online-Ausgaben der Presse überhaupt nicht.

... werfe den ersten Stein!

A propos: Leider muss man bei 3a) immer wieder feststellen, dass auch ihr Zeitungsfritzen kaum besser seid als Google, indem ihr einfach Agenturmeldungen wiedergebt. Resultat: Ich finde 700 gleichlautende Artikel zu einem Thema. Bravo! Zum Schutz dieser Klon-Texte würde ich auch vor Gericht ziehen ...

Meinungsumschwung in Übersee

Medienmogul Murdoch scheint die Zeichen der Zeit erkannt zu haben:

[...] A free WSJ.com, likely with access to a larger, re-energized ad sales force, would likely see an increase in visitors and subsequently ad revenue, potentially siphoning ad dollars from the incumbent premium financial sites. Beyond any explicit marketing of WSJ.com, we believe the site's audience growth would result from an increase in organic cross-linking from other sites around the Internet as bloggers and other sites would increasingly link to WSJ.com articles (freed from subscription barriers), ultimately driving greater relevancy in algorithmic search rankings for the site's articles.

Quelle: «NYT» und «WSJ»: More for free?

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Mittwoch, August 15, 2007

iTunes 7.3.2 sucks!


Logout has timed out.
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Seit ich iTunes 7.3.2 installiert habe, geht bei mir rein gar nichts mehr bezüglich digitaler Musik. Starte ich iTunes, hängt das Mistprogramm - es wird nur der Menubalken angezeigt, das eigentliche Fenster fehlt. Gleichzeitig erscheint der "Spinning Beachball" (oder die Sat.1-Kugel, wie sie hierzulande auch genannt wird).

Selbst ein

sudo kill -9 1234

auf der Kommandozeile führt zu keinem Erfolg. Der Logout und das Herunterfahren dauert mehrere Minuten, während den ich obige Fehlermeldung wegklicken muss.

Das Problem wird in den Diskussionsforen von Apple diskutiert, eine Lösung ist aber nicht in Sicht - vor allem, wenn ich Empfehlungen wie diese lese:

Download & install iTunes ..... do NOT touch the keyboard or mouse during the entire process .... be patient!

In welchem Jahrhundert stecken wir eigentlich, wenn man Keyboard und Maus während einer Installation nicht mehr bewegen dürfen? Das ist wohl auch so einer dieser "Repair Permissions"-Fraktion - keine Ahnung von Unix, aber diese Reparatur hat es in sich ...

Meine Konfiguration:

PowerMac G5, 1.8GHz-Dual, 1.5GB RAM
Mac OS X 10.3.9

Ob das wohl ein sanfter Fingerzeig Apples ist, um endlich auf Tiger zu wechseln? Mal schauen, was das nächste iTunes-Update bringt.

Nachtrag

Ich versuche nun ein Downgrade auf iTunes 7.2. Hoffen wir, dass sich das Problem so löst.

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Freitag, August 10, 2007

Abzocker-Switch verschenkt Geld

Tippen Sie, in welchem Planquadrat der Halter des 1-millionsten .ch Domain-Namens zu Hause ist.

Wenn Sie richtig tippen, nehmen Sie an der Verlosung von einer Million Rappen (Gesamtsumme CHF 10'000.–) teil – aufgeteilt in einen ersten Preis von CHF 5000.– und zehn zweite Preise von je CHF 500.–.

Quelle: Switch 1-Million

Jahrelang zahlten sich Domainnamen-Besitzer fast zu Tode - bis der Preisüberwacher einschritt. Seither fallen die Preise für .ch-Domains regelmässig. Der Preis fiel von 35.-- SFr. auf 27.-- (November 2006) und liegt ab September 2007 noch bei 22.-- SFr.. Auch die "einmalige Registrierungsgebühr" fiel vor einiger Zeit weg. Die Erstregistration einer Domain kostete bis dahin viel Bares zusätzlich.

Mehr zu der Philosophie hinter den SWITCH-Preisen (BWL-Deutsch "Pricing") findet sich im SWITCHjournal vom Juni 2007.

SWITCH ist ein Monopolunternehmen und hat es deshalb nicht nötig, Werbung zu machen. Es gibt schlicht keine Konkurrenz auszuschalten. Was ist also Sinn und Zweck hinter dieser Marketingaktion? Da muss wohl wieder einmal ein Marketing-Fuzzi seinen Job rechtfertigen.

(Nachtrag: Wie ich erfahren habe, gibt es in dieser von Bund und den Universitäten getragenen Stiftung eine ganze Marketing-Abteilung - Himmelarsch!)

Wenn man mit einem Wettbewerb 10'000 SFr. (das sauer verdiente Geld von uns Domaininhaber, die jahrelang grundlos geschröpft wurden) verschenken kann, verdient die Registrierungsstelle schlicht und einfach zu viel. Ich bin für kostendeckende Preise - nicht mehr, nicht weniger. Solche sinnlosen Wettbewerbe sind keine Kernaufgabe einer Registrierungsstelle und gehören deshalb abgeschafft.

(Ich möchte beifügen, dass ich mit den Leistungen des Unternehmens durchaus zufrieden bin - bis jetzt hatte ich keine Vorfälle zu vermelden.)

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Donnerstag, August 02, 2007

Bye bye, Betty TV!

Die Vögel zwitscherten tiefgreifende Änderungen in den letzten Tagen von den Dächern, nun scheint das Ende nicht mehr fern:

Swisscom will Betty TV einstellen

Swisscom überlegt sich, die interaktive Fernbedienung Betty TV wieder vom Markt zu nehmen. Ein Entscheid sei noch nicht gefallen, erklärt Swisscom-Sprecher Carsten Roetz gegenüber Cash Daily. Seit Anfang Jahr seien nicht viele neue Kunden dazu gekommen und neue Marketing-Aktionen seien keine geplant, schreibt die Wirtschaftsgratiszeitung.

Quelle: Swisscom will Betty TV einstellen

Wie immer: Jemand hatte eine glänzende Idee, fand einen Geldgeber - und nach Unsummen von Ausgaben merkt man, dass man lieber auf das Bauchgefühl und den Common Sense gehört hätte: Fernsehen ist etwas äusserst passives (abgesehen von diesen ollen Telefon-Quizshows), die Zuschauer lassen sich kaum über Nacht zu "aktiven" Nutzern erziehen. Hinzu kam die umständliche Installation der Gerätschaften - der Todesstoss war vorprogrammiert.

Schenkt mir jemand seine Betty-Fernbedienung, wenn der Laden endgültig dicht macht? Das wäre ein ausgesprochen schönes Sammlerstück für den Setzkasten ...

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Donnerstag, August 02, 2007

Der Staat und seine Banken (Heute: IKB)

Die IKB hatte sich mit schlecht abgesicherten US-Immobilienkrediten ("Subprime") verspekuliert. Nach FTD-Informationen beteiligen sich Deutsche Bank, Commerzbank und weitere private Institute mit 15 Prozent an einer 3,5 Mrd. Euro hohen Risikoabschirmung für drohende Verluste der IKB-Fonds Rhineland Funding und Rhine Bridge. Weitere 15 Prozent sollen Sparkassen und Landesbanken, Genossenschafts- sowie Förderbanken stemmen. Den Rest trage die KfW, die zudem mit 8,1 Mrd. Euro für die IKB bürgt.

Dass sich alle drei Säulen des Bankensystems - private, öffentlich-rechtliche und genossenschaftliche Institute - an der Rettung der IKB beteiligen, verdeutlicht die Brisanz der Krise.

Quelle: Banken bewahren Märkte vor Crash

Da wollen die Finanzinstitute liberal und frei von staatlichen Eingriffen sein - doch sobald der Ernstfall eintritt und der Markt Versager bestrafen (respektive: liquidieren) würde, kommen neben Privaten anscheinend auch wir Steuerzahler zu Hilfe. Für solche Rettungsaktionen ist der Staat dann anscheinend wieder gut genug.

Die Besitzverhältnisse sind etwas verworren:

Die IKB ist eine privatwirtschaftlich geführte Bank, an der die KfW mit 38 Prozent größter Anteilseigner ist. Die KfW wiederum gehört zu 80 Prozent dem Bund, zu 20 Prozent den Ländern.

Quelle: CDU kritisiert Privatgeschäft der KfW

Nun hat also auch Deutschland "ihre" ZKB-Geschichte - hier wie dort scheinen sich quasi-staatliche Finanzinstitute in Märkten getummelt zu haben, in denen sie nichts zu suchen haben. Und hier wie dort scheint es eklatante Mängel bei der Aufsicht gegeben zu haben:

Inzwischen wird Kritik am Vorgehen der KfW laut, etwa von der FDP: "Es stellt sich die Frage, wenn nun eine KfW-Bürgschaft in Höhe von 8 Mrd. Euro erforderlich ist, warum die Vertreter in den Aufsichtsgremien nicht früher auf das Problem aufmerksam wurden", sagte der Obmann der FDP im Bundestagsfinanzausschuss, Volker Wissing.

Quelle: KfW stellt IKB 8,1 Milliarden Euro zur Verfügung

Dies als weiteres Indiz für meine Vermutung, dass Politiker (insbesondere solche, die sich als "wirtschaftsnah" ausgeben) abgewählt gehören, da sie anscheinend nich fähig sind, ihr diesbezügliches "Wissen und Können" konkret umzusetzen.

Die Financial Times hebt in einem Leitartikel den Mahnfinger gegen einen falschen Eindruck, den die Stützaktion auf den Markt haben könnte:

Aus der Tatsache, dass dieses Geld Staatsvermögen ist, sollte man nicht schlussfolgern, hier sei eine systemgefährdende Bankenkrise mit staatlichen Mitteln abgewendet worden. Vielmehr hat die KfW gehandelt, wie es auch ein privater Eigentümer einer in Gefahr befindlichen Bank tun müsste. Die einzige Lehre, die man aus der IKB-Rettungsaktion ziehen kann, ist die Erinnerung, dass die Eigentümer einer Bank für ihre Fehler haften. Das Finanzministerium sollte indes den Eindruck vermeiden, es sei bereit, mit Staatsgeld auch andere, nicht in Mehrheitsbesitz befindliche Banken im Notfall stützen zu wollen.

[...] Noch schlimmer wäre es aber, wenn staatliche Institutionen jetzt die Hoffnung wecken würden, sie stünden mit Garantien bereit, sobald einer der spekulierenden Finanzakteure wackelt.

Quelle: Bankenkrise - Der Eigentümer haftet

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Montag, Juli 30, 2007

Es rumort bei Betty TV

Mir wurde soeben gerade eine elektronische Nachricht weitergeleitet, die ich hier nicht unerwähnt lassen möchte:

Aufgrund unterschiedlicher Auffassungen über die weitere geschäftliche Ausrichtung von Betty TV hat Swisscom entschieden, Wolfram Schmidt mit sofortiger Wirkung freizustellen und ihn von allen Funktionen innerhalb der Betty TV Gruppe zu entbinden.

Dank: Anonym

Es scheint, als wäre meine Frage Wie steht es eigentlich um ... Betty TV? Mitte Juni doch nicht so abwegig gewesen.

Dabei gab es doch vor fünf Tagen freudige Nachrichten zu verbreiten:

Über einen «erfolgreichen Start» hat die deutsche Swisscom-Tochter Betty TV in München am Mittwoch berichtet. Die in der Schweiz wenig erfolgreiche interaktive Fernbedienung sei sechs Monate nach dem Start in Deutschland in über 100 000 Haushalten vertreten, und die Angebote würden «häufig genutzt», heisst es in der Mitteilung vom Mittwoch.

Quelle: Betty TV von Swisscom angeblich in Deutschland gut gestartet

Meine Vermutung: Der Chef kam mit dem unglaublichen Erfolg des Gerätes nicht zurecht ... (Wer Ironie findet, ...). Ein weiteres Glanzprojekt von unserem Monopolisten Swisscom!

Weiterführender Link

“Betty TV”: Bring mir ein Sandwich

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Montag, Juli 30, 2007

Nach der chinesischen Zahnpasta nun das indische Mehl

Die Thurgauer Unipektin hat unwissentlich einen mit Dioxin verunreinigten Lebensmittelzusatzstoff verkauft. EU-Kommission und Gesundheitsbehörden schlagen Alarm.

Als Verursacher der Kontamination konnte die India Glycols Limited identifiziert werden. Das Unternehmen liefert seit zwei Jahren Guarkernmehl an Unipektin, bisher ohne Probleme, sagt der Chef von Unipektin, Bruno Jud.

Quelle: Zu viel Dioxin in Lebensmittelzusatz

Achse des Bösen

Dieser Fall weckt böse Erinnerungen an die (gefälschte) Colgate-Zahnpasta, die aus China in alle Welt importiert wurde und mit giftigen Chemikalien "gepanscht" war - da bekommt der Begriff "schaumen beim Zähneputzen" eine völlig neue Bedeutung:

Auch in den USA ist Zahnpasta aus China mit Diethylenglykol-Zusatz aufgetaucht, einem giftigen Bestandteil von Frostschutzmitteln oder Bremsflüssigkeit.

Quelle: Giftige Tuben aufgetaucht

Die Geister, die ich rief ...

Dies wäre dann wohl der fahle Nachgeschmack der Globalisierung ... In einem Financial Times-Artikel las ich, dass in den beiden Boom-Ländern Sitten herrschten wie bei uns vor 150 Jahren. Das einzige, was zählt, ist der Profit.

Erst nach und nach wurden hierzulande Gesetze erlassen, Kontrollgremien (die heute derart verteufelten Behörden) geschaffen und Missetäter nach allen Regeln der Kunst bestraft. Es scheint, als ob sich die Geschichte in Asien exemplarisch wiederholen würde. Darf man es den pöhsen, pöhsen aufstrebenden Kapitalisten übelnehmen? Im Grunde machen sie dohc nur, was wir als Religion in alle Welt hinausgetragen haben - wir ernten, was wir gesät haben.

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Sonntag, Juli 29, 2007

Euro Business Guide: Die Halsabschneider sind wieder da

Heute von info@eubusinessguide.net (Spambots, fresst die Mail-Adresse und spamt den Besitzer zu!) erhalten:

euro-business-guide.pdf

Wer das Kleingedruckte auch liest:

ORDER THE SIGNING OF THIS DOCUMENT REPRESENTS THE ACCEPTANCE OF THE FOLLOWING CONDITIONS AND THE CONDITIONS STATED IN “THE TERMS AND CONDITIONS FOR INSERTION” ON WEBPAGE: WWW.EUROBUSINESSGUIDE.NET THE SIGNING IS LEGALLY BINDING AND GIVES YOU THE RIGHT OF AN INSERTION ON THE ONLINE DATA BASE OF THE EURO BUSINESS GUIDE, WHICH CAN BE ACCESSED VIA THE INTERNET. AND A CD ROM WITH EUROPEAN BUSINESSES IS GRANTED, ALL IN ACCORDANCE WITH THE CONTRACT CONDITIONS STATED IN “THE TERMS AND CONDITIONS FOR INSERTION” ON WEBPAGE: WWW.EUROBUSINESSGUIDE.NET. THE VALIDATION TIME OF THE CONTRACT IS THREE YEARS AND STARTS ON THE EIGHTH DAY AFTER SIGNING THE CONTRACT. THE INSERTION IS GRANTED AFTER SIGNING AND RECEIVING THIS DOCUMENT BY THE SERVICE PROVIDER. I HEREBY ORDER A SUBSCRIPTION WITH SERVICE PROVIDER EU BUSINESS SERVICES LTD “EURO BUSINESS GUIDE”. I WILL HAVE AN INSERTION TO ITS DATA BASE FOR THREE YEARS. THE PRICE PER YEAR IS EURO 990. THE SUBSCRIPTION WILL BE AUTOMATICALLY EXTENDED EVERY YEAR FOR ANOTHER YEAR, UNLESS SPECIFIC WRITTEN NOTICE IS RECEIVED BY THE SERVICE PROVIDER OR THE SUBSCRIBER TWO MONTHS BEFORE THE EXPIRATION OF THE SUBSCRIPTION. YOUR DATA WILL BE RECORDED. THE PLACE OF JURISDICTION IN ANY DISPUTE ARISING IS THE SERVICE PROVIDER’S ADDRESS. THE AGREEMENT BETWEEN THE SERVICE PROVIDER AND THE SUBSCRIBER IS GOVERNED BY THE CONDITIONS STATED IN “THE TERMS AND CONDITIONS FOR INSERTION” ON WEBPAGE: WWW.EUROBUSINESSGUIDE.NET O . B ox 2021, U tr ec ht , T h

Deshalb: Hände weg! Das ganze ist natürlich auch ein versteckter IQ-Test: Wer 990EUR abdrückt, darf sich in die Liga der Deppen einordnen.

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Sonntag, Juli 29, 2007

Benzinsparend fahren

"[...] Wir haben moderne, sparsame Motoren, fahren aber wie vor 30 Jahren. Und das ist eben nicht sparsam." Besonders ärgert sich Koch über alte Vorurteile. "Der Motor verrusst nicht im hohen Gang, das Motor-an-aus-Spiel vor Ampeln kostet nicht mehr Sprit, und Kraft bedeutet nicht hohe Drehzahlen."

Schnell hochschalten, so oft wie möglich ohne Gas rollen und an Ampeln oder im Stau Motor aus, das sind zentrale Punkte seines Fahrstils.

Quelle: SonntagsZeitung, 29. Juli 2007, "Ungebremst sparen", S. 81.

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Sonntag, Juli 29, 2007

brand eins kaufen!

Der aktuellen Ausgabe von brand eins (Thema: FELHER) liegt die DVD Weltmarktführer - Die Geschichte des Tan Siekmans bei.

Die Scheibe (in der Detailhandels-Version) befindet sich selbstverständlich seit längerem in meiner Mediothek.

Tipp: Jeder, der 2000/01 im Internet-Bereich tätig war und die Dot-Com-Bubble so nicht nur vom Hörensagen kenn, sollte sich das Magazin kaufen und den Film anschauen. Da werden Erinnerungen wach ...

Mittlerweile haben wir ja die nächste Bubble - anderes Gebiet, doch dahinter steckt dasselbe: Gier, gepaart mit Idiotie. Ich sage mir bei Verlockungen immer: Wenn es wirklich so einfach wäre, Geld zu verdienen, wären wir alle stinkreich.

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Freitag, Juli 27, 2007

Data-Mining StudiVZ

Bevor der StudiVZ-Virus in der Schweiz um sich griff (irgendwann einmal im Frühjahr 2007 begann die virale Infektion der Schweiz von Fribourg her nach Bern ausbreitend), nutzte ein findiger deutscher Programmierer seine Web-Kenntnisse, um mehr als eine Million StudiVZ-Profile abzugrasen. Die Auswertung ("Data-Mining") der so gewonnenen Daten finden sich hier:

StudiVZ - Inoffizielle Statistikpräsentation

Seither hat StudiVZ einiges (Geld & Grips) in Lösungen investiert, um das "crawlen" von Profilen zu verhindern. Als gelegentlicher Benutzer der Plattform sind mir primär zwei Vorsichtsmassnahmen aufgefallen:

  • Captchas. Nachdem jemand eine bestimmte Anzahl von Seiten aufgerufen hat, muss er eine in einer Grafik angezeigte Zeichenfolge abschreiben. So verhindert man, dass die Anfragen von einer "Maschine" ausgeführt werden.
  • Hashes als User-ID. Anstelle einer aufsteigenden Nummer verwendet man eine Zeichenkette aus Zahlen und Buchstaben, um einen Benutzer eindeutig zu identifizieren. Verwendet man wie bspw. Partyguide Benutzernummern, kann ein selbst geschriebenes Programm die Profile abgrasen, indem ein Zähler in einer Schleife konstant um hochgezählt wird (für Programmierer: i++).

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Montag, Juli 23, 2007

Phiten Halsketten: Schabernack

Das westliche Wirtschaftssystem baut darauf auf, konstant zu wachsen. Dabei darf auch künstlich Nachfrage generiert werden, die die Leute zum Konsum anregt. Die gelegentliche Absurdität dieses Prozesses lässt sich an Hand eines Produktes vorstellen, das im 19. Jahrhundert wohl von Scharlatanen an Schaumärkten vertrieben worden wäre:

Titan Halsketten des Herstellers Phiten

Selbstverständlich möchte ich niemanden vorschreiben, was er mit seinem hart verdienten Geld kaufen will. Bei mir ist das primär Computer-Hardware (die nach guter, alter kapitalistischer Manier zusätzlichen Umsatz und Gewinn generiert, der wiederum investiert werden kann), drüben bei Smythe kann es auch einmal ein Lifestyle-Accessoire sein.

Was aber sind Phiten Halsketten? Lifestyle-Produkte? Medikamente? Zahlen die Krankenkassen? Gibt es bei PubMed wissenschaftliche Studien über die WIrksamkeit dieses Humbugs?

Feststellungen

  • Elektrische Schaltung/Überbrückung, die (glücklicherweise) nicht in unseren Körper eingebaut, sondern ausserhalb getragen werden kann:

    Der japanische Chiropraktiker Hirata hat ein revolutionäres Verfahren entwickelt (Phild-Processing), mit dem Titan-Nanopartikel und Gold-Nanopartikel so behandelt werden können, dass sie in der Lage sind, die elektrischen Ströme des Körpers zu regulieren und zu harmonisieren.

    Quelle: Wissenswertes

  • Halskettchen für den stolzen Preis von 40 bis 50 SFr. bedeuten primär einmal eine horrende Marge für den Hersteller. Verdient haben sie es durchaus - wer Dummheit der Konsumenten in bare Münze umwandelt, verdient meinen Respekt.
  • Das Tragen des Kettchens scheint insbesondere bei Leuten mit Hochschulbildung weit verbreitet zu sein (nicht-repräsentative Stichprobe in meinem Kollegenkreis). Ich zweifle spätestens jetzt an den Selektionsmechanismen unseres Bildungssystems und frage mich, wie man durch das Studium kommt, ohne mit wissenschaftlichen Grundlagen in Berührung zu kommen. Glauben die Träger etwa gar an den Kreationismus?
  • Wer die Texte auf der Web-Site des Hersteller liest, wird mit mehr Technobabbel konfrontiert als in einer Folge Star Trek:

    Besonders in der Serie Voyager innerhalb des Star-Trek-Universums wurde häufig auf Technobabble zurückgegriffen, indem teils minutenlang durch die Anhäufung technischer Fantasiebegriffe versucht wurde, Schwächen in der Handlung zu kompensieren.

    Quelle: Technobabble

  • Am Gurtenfestival sprach ich mit einer KV-Angestellten, die schwört, seit dem Kauf eines solchen Halskettchens keine Kopfschmerzen mehr zu haben. Für mich spricht das nicht für die Wirkung des Kettelis, als viel eher auf den seit Jahrzehnten bekannten Placebo-Effekt.
  • A propos: Ihren Freund wird's freuen ... Sollte Phiten das Ding nicht eher als Lustförderung für das Schlafzimmer verkaufen? Ab jetzt zählt die Ausrede "Schatz, heute nicht, ich habe Kopfschmerzen!" der Vergangenheit an.

Die letzten Zweifel räumt diese Grafik des Wirkungsprozesses aus:

Quelle: hiten Rakuwa Neck

Beda gefordert

Es wäre durchaus an der Zeit, dass sich der umtriebige Beda M. Stadler in der NZZaS einmal diesem Hokuspokus annimmt. Wer Homöpathie verteufelt, sollte konsequenterweise auch Phiten in die Wüste schicken.

Parallelen

Wer auf Phiten-Produkte steht, sollte sich schleunigst auch einen SpiritPod zulegen.

Weiterführende Links

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Donnerstag, Juli 12, 2007

Sunrise macht auf Lachkrampf

(Nachtrag auf meinen Artikel Sunrise wurde für blöd verkauft)

Meine Erzeugerin war in meinen jungen Jahren derart Fan von diesem lachhaften Typen, dass ich ihn heute auf den ersten Blick wiedererkannte:

Wer kennt sie nicht, die gute alte Kindersendung "SCACCIAPENSIERI" vom TSI mit dem sich ewig totlachenden Typen. (Musste er etwa sein Fell für die Logo-Vorlagen lassen ?!?)

Ich bin schon gespannt auf das neue Jingle.... etwa ein lautes Lachen und Keuchen im Hintergrund???

Quelle: Das neue Sunrise Logo sorgt für Lacher und Kindheitserinnerungen

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Dienstag, Juli 10, 2007

Sunrise wurde für blöd verkauft

Natürlich war Bloggin Tom (wie immer) etwas schneller (als Student hatte ich gestern über wichtigeres zu motzen), doch mit einem reissenden Titel könnten auch bei mir eine Ladung Kommentare landen *zwinker*

"Change Happens"

Wie wohl immer, wenn das oberste Kader in einer grösseren Bude (und ihrer Besitzerin) ausgewechselt wird (dieses Mal waren es Flüchtlinge (Alder, Brand) aus einem überall geschätzten Ex-Monopolbetrieb), geht es darum, sein BWL-Wissen und die im Berufsalltag erlernten Fähigkeiten in das neue Unternehmen einfliessen lassen. Man kann dies eher im Stillen tun, indem man allerhand Prozesse optimiert und das Chef-Büro neu einrichtet. Doch dem heutigen, eher kurzlebigen Manager geht es mehr um Schein als Sein - es muss ein Feuerwerk her, das es den Vorgesetzten unmöglich macht, die "bahnbrechenden" Änderungen zu übersehen - und das Unternehmen verpflichtet, Ende Jahr den Bonus auszuzahlen. Sonst wackelt der Sessel schneller, als einem Lieb ist.

Bei Swisscom war es so, alls Schloter das Ruder übernahm: Nachdem man die Bude vor noch nicht allzu langer Zeit (10 Jahre? Anyone?) in Unternehmensbereiche nach Technologien aufteilte (Fixnet, Mobile, IT Services, Bluewin (Breitband-Internet)), folgt wieder eine Umstellung. Diesmal konzentriert man sich nicht auf Technologien, sondern auf den Kunden. Wie schön - wir sind halt eben Könige ...

Sunrise "gibt" sich eine neue Identity, ich mir die Kugel

Bei Sunrise ist es nicht anders: Anscheinend setzt man hier primär auf den Neuanstrich der Fassade und lanciert eine neue Corporate Identity:

Als neues Logo dient schlicht der Namenszug Sunrise, der neu grossgeschrieben wird. Die warmen und freundlichen Farben des Sonnenaufgangs - Gelb, Orange, Rot und Purpur - wollen positive Emotionen wecken. Sie werden in einer einzigartigen Kombination von Streifen dargestellt. Als Unternehmenschrift kommt Frutiger zum Zug, was die schweizerische Verankerung des TelekomAnbieters unterstreicht.

Quelle: sunrise gibt sich eine neue Identität

Liebe Sunrise-Manager: Da hat man euch aber gehörig über den Tisch gezogen. Das hätte sogar ein(e) StudentIn (der SUB-Effekt wirkt nach) einer schweizerischen Kunstschule im ersten Semester etwas besseres hingekriegt als die "Profi"-Bude aus England.

Übersetzung

"einzigartige Kombination von Streifen" - das Projekt stand unter Zeitdruck; wir hatten einen Personalengpass (glücklicherweise half ein Teenager mit Photoshop-Kenntnissen aus der Nachbarschaft aus); die Kreativabteilung stand über das Resultat derart in Schockstarre, dass der frisch eingestellten Praktikantin am Vorabend freie Hand gelassen wurde.

Jö! Sälber gmacht?

Quelle: Kommentar von Manuel bei BloggingTom

"kommt Frutiger zum Zug, was die schweizerische Verankerung ... unterstreicht" - Aha, deshalb lässt man auch Engländer das CI gestalten (jedenfalls behauptet ein Kommentator drüben bei Tom, dass es sich um eine englische Agentur handelt)? Frutiger ist in der Regel keine schlechte Wahl - Schweizer Schriften rocken! Doch der hier verwendete Schnitt erinnert mich eher an die (vor allem in Print-Produkten) amateurhaft wirkende Verdana ...

Schweizer anfällig für enttäuschende CI-Wechsel

Wieder ein CI-Wechsel, der eine Verschlechterung herbeiführt. Schweizer Unternehmen scheinen allzu anfällig auf mangelhaft durchgeführte Fassadenrenovationen zu sein.

Es kündigte sich bereits lange an ...

Ein erster Hinweis auf den CI-Wechsel kam übrigens vor einigen Wochen (Monaten?), als ich an einer Online-Umfrage eines schweizerischen Marktforschungsinstituts teilnahm. Die Fragerei begann völlig unkonkret über den Telefoniemarkt, bis schlussendlich das Sunrise-Logo (ohne Schriftzug, soweit ich mich erinnern kann) auftauchte und man seinen Senf darüber abgeben konnte. Wie es sich im Nachhinein herausstellt, wollten Alder, Brand & Co. nichts falsch machen und die Meinung der Zielgruppe einholen ...

Leider ging es damals wohl eher um den Entscheid, ob man überhaupt ein neues CI einführen sollte oder nicht. Rückblickend muss ich sagen: Das goldene Lächeln auf blauem Grund war zeitlos, einfach, simpel - effektiv.

Verkauf: Gestorben

Weiter munkelt man zudem, dass Alder Sunrise fittrimmen will, um das Unternehmen im nächsten Jahr an den Meistbietenden zu verkaufen. Tjach, ob das mit einem solchen CI gelingt? Ich wage es zu bezweifeln.

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Samstag, Juli 07, 2007

Fast Food: Traum und Realität

Der zweite Essensbeitrag auf meinem Blog in dieser Woche (Nr. 1 war: Chinesische Leckereien).

Ein misstrauischer Konsument aus Amerika hat die Probe auf's Exempel gemacht. Nachdem er in diversen Fast-Food-Ketten Standard-Produkte gekauft hat, nimmt er diese nach Hause, photographiert sie und stellt sie den Werbebildern gegenüber.

Wir haben es längst befürchtet, nun ist es hieb- und stichfest belegt: Werbung entspricht nicht der Realität! ("Äuäää, nei ehrlech?")

McDonald's BigMac

Viele weitere Vergleichsfotos finden sich unter Fast Food: Ads vs. Reality. En Guete!

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Dienstag, Juli 03, 2007

Fujifilm Finepix F30 öffnen und reparieren


DSCF2432.JPG
Originally uploaded by emeidi

Auf Grund meiner eigenen Schusseligkeit ist mir etwas ähnliches passiert wie einem Besitzer des brandneuen iPhones. Immerhin hielt meine Kamera knapp ein halbes Jahr. Wie es zu dem Unfall kommen konnte, kann ich leider nicht genau sagen. Sehrwahrscheinlich hat das Mini-Stativ (aka "Tripod") im Rucksack bei einer ungeschickten Bewegung unverhältnismässig stark auf das Display gedrückt.

Ich schliesse damit ein wenig zu meinem Bruder auf, der es in unserer Jugend geschafft hat, gleich zwei Gameboys mit gezielten Faustschlägen auf das Display zu zerstören.

Reparatur

Ich könnte das Ding nun reparieren lassen - doch das würde mich (gemäss Preisliste und Auskunft eines Service-Technikers) 160.-- SFr. kosten. Und dies "exkl. MWSt. und Versandspesen". Lohnen sich also die wohl aufzuwendenden 200.-- SFr. oder nicht?

Nein, habe ich mich entschieden und das Nachfolgemodell Fujifilm Finepix F31d gepostet. Kostenpunkt: 300.-- SFr. Vorteil: Ich kann die Speicherkarte weiterverwenden, verfüge über einen 65.-- SFr. wertvollen Ersatz-Akku (das Gerät verfügt bereits jetzt über eine unglaublich lange Akku-Laufzeit) und habe ein Ersatzteillager, falls bei der neuen Cam mal etwas anderes als das Display kaputt gehen würde.

Selber basteln

Die Alternative: Da das Gehäuse mittlerweile geöffnet ist (der unbekannte Schraubentyp heisst im Fachjargon Tri-Wing - mein Vater hat es auch ohne einen solchen Schraubenzieher geschafft, indem er einen anderen Schraubenzieher zurechtgeschliffen hat), könnte ich doch das LCD-Display über das Internet bestellen und selber einbauen? Die Typenbezeichnung lautet:

Casio
6H25JGK552167
9S22

Leider ist Fujifilm nicht kooperativ:

Wir verkaufen keine Displays das Einzige was wir Ihnen anbieten können ist die Reparatur des Displays.

Quelle: Mail vom 4. Juni 2007 von reparaturabteilung@fujifilm.ch an mich

Deshalb meine Frage an die Blogosphäre: Wie gehe ich vor? Gibt es graue oder schwarze Kanäle, wo man solche Displays herkriegt? Oder muss ich via eBay gar ein defektes Gerät ersteigern, um dann nach frankensteinscher Manier ein Hybrid daraus zu basteln?

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Sonntag, Juni 24, 2007

Bedienungsanleitung für Klarsichtfolien


Bedienungsanleitung für Klarsichtfolien
Originally uploaded by emeidi

Seit Jahren habe ich mich über die Klarsichtfolien-Kartons geärgert - immer wieder fiel die Rolle aus dem Behälter, wenn ich daran zu fest riss. Mit den M-Budget und Prix Garanti-Produkten schien sich das Problem noch weiter verschlimmert zu haben. Ich war darauf und daran, dem Kassensturz einen Beitrag über dieses unhandliche Zeugs schmackhaft zu machen ...

... als ich letzte Woche beim Einkauf die Packung genauer studierte: Fast tubelisicher stand auf beiden Seiten der Packungen geschrieben, dass man den ausgestanzten Teil der Seitenwand in die Schachtel hineindrücken solle - und siehe da, seit ich dies bei allen Rollen gemacht habe, hört man mich nie mehr fluchen, wenn ich Esswaren mit Zellophan einpacke.

Wie sagen wir PC-Supporter unseren Kunden immer: RTFM - Read The F*cking Manual!

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Freitag, Juni 15, 2007

ZKB sucks!

Der frühere Konzernchef der Zürcher Kantonalbank (ZKB), Hans Vögeli, hat selber mit Sulzer-Optionen gehandelt. [...] Laut «Bilanz» hat Vögeli privat auf steigende Sulzer-Aktien gesetzt, während er seiner Bank vorgeschrieben hat, die Finger von Sulzer zu lassen.

Quelle: Ex-ZKB-Chef Vögeli hat selber mit Sulzer-Optionen gehandelt

Super-GAU für die ZKB: Seit der Aufruhr um den Sulzer-Deal läuft die Medienberichterstattung heiss. Wäre ich in dieser Bank in leitender Position tätig, würde es mir langsam etwas zu heiss auf dem Bürostuhl.

Ich assoziiere mittlerweile folgende Dinge mit der ZKB (für einmal, völlig unwissenschaftliche, ohne Quellenbelege):

  • Sexuelle Belästigung
  • Porno-Konsum am Arbeitsplatz
  • Parallelgeschäfte von Investment-Bankern (noch dreister: "Front-Running", wieder so ein Schlagwort gelernt!)
  • Absolut keine Kontrollen
  • Zweck einer Kantonalbank?

Ich hätte einige Gewissensbisse, wenn mein Geld für diese Bank "arbeiten" würde - mangels Vermögen und meiner seit Jahren (mehr oder weniger) geschätzten Hausbank Crédit Suisse muss ich glücklicherweise keine Konsequenzen ziehen. Doch wahrscheinlich lege ich als normaler Bürger andere Kriterien an eine Bank, als dies millionenschwere Investoren tun. Und eigentlich haben sie recht: Was schert mich der moralisch-ethische Mist, wenn ich am Ende des Monats ein dickes Plus auf dem Bankkonto habe?

Law & Order

Ich hoffe, dass die Justiz wenigstens dieses eine Mal so richtig durchgreift. Wenn es nach der SonntagsZeitung geht, ist es sowieso bald mit dem "lustigen Händlerleben" bei der ZKB vorbei. Alarmierend:

Den Bankern waren auch beim Erwerb der Aktien kaum Grenzen gesezt [sic]. Wenn sie für ihre Kunden oder für die Bank Aktien kauften, konnten sie die gleichen Titel ungestraft in ihr Depot legen. Bei anderen Banken darf man nicht einmal daran denken, dies zu tun. [...]

Quelle: SonntagsZeitung, 10. Juni 2007, "Bankenkommission zieht die Schraube an", S. 70.

Kontrovers: Insider sollten belohnt werden

Zwecks Anregung einer Diskussion frage ich ketzerisch:

Wieso liberalisiert man eigentlich Insider-Handel nicht? Ist es nicht gerade ein Grundkonzept des freien Marktes, dass zwar nicht jeder über dieselben Startbedingungen verfügt, aber genau das stimulierend auf den Wettbewerb wirkt und schlussendlich alle davon profitieren? Der Beste kann doch auch der sein, der sich ein weitreichendes Informanten-Netzwerk aufgebaut hat, an der richtigen Position sitzt und über genügend Liquidität verfügt - wieso sollte es einer solchen Person verboten werden, nicht umgehend davon zu profitieren? Da rieche ich sozialistische Gleichmacherei, die abgeschafft gehört.

Nachtrag: Auch eine Liberalisierung wäre natürlich eine gute Idee - relevante Informationen werden dem Meistbietenden verkauft.

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Mittwoch, Juni 13, 2007

AirFrance bastelt

Warning: mysql_connect(): Access denied for user 'player3'@'server213-171-219-247.livedns.org.uk' (using password: NO) in \\nas17ent\domains\f\flyairfrance.com\user\htdocs\de\ping\gen-inc.php on line 54

Warning: mysql_select_db(): Can't connect to MySQL server on 'localhost' (10061) in \\nas17ent\domains\f\flyairfrance.com\user\htdocs\de\ping\gen-inc.php on line 55

Warning: mysql_select_db(): A link to the server could not be established in \\nas17ent\domains\f\flyairfrance.com\user\htdocs\de\ping\gen-inc.php on line 55

Quelle: flyairfrance.com/de/ping/highscore.php

Diese Meldung trudelt im Hintergrund ein, wenn man ein Air France-Flash-Game spielt, mit dem man einen Flug nach London gewinnen kann. Könnte, denn wenn die Highscores nicht in die Datenbank gespeichert werden können, gibt es folglich auch keine Teilnehmer, unter denen der Flug auszulosen gilt ...

Feststellungen

  • Die MySQL-Datenbank wird ohne Passwort angesprochen - ist das der eigentlich Fehler? Falls nicht, wäre mir etwas mulmig zu Mute ...
  • Es scheint sich um einen Windows-Server zu handen, was man anhand der Backslashes in den Pfad-Angaben erkennt *schauder*
  • Die Scripts werden über einen File-Server (?) namens 'nas17ent' und dessen Share 'domains' eingebunden
  • Auf Produktivsystemen sollte keine einzige PHP-Fehlermeldung an den Browser gesendet werden. Solche Dinge gehören in das lokale error.log von PHP. Für Tests aktiviert man E_ALL auf dem ... Testsystem.
  • Hat den Fehler noch niemand bemerkt?!

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Samstag, Juni 02, 2007

Die Tücken spottbilliger Laptops

Mein Bruder erwägt den Kauf ei