Sonntag, September 06, 2009
Inglourious Basterds: Kurzkritik
Gestern war es also soweit: Endlich kam auch ich dazu, Tarantinos neuesten Wurf Inglourious Basterds (kein Schreibfehler, wie im Laufe des Films noch einmal deutlich hervorgehoben wird). Es handelt sich dabei wohl um den ersten Film von Tarantino, den ich a) im Kino und b) von Anfang bis Ende durchgeschaut habe. Bis heute ist mir ein Rätsel, wieso Pulp Fiction ein derartiger Hype geworden ist ...
Hier wie in meinen Kritiken so üblich eine kleine Auflistung von Dingen, die mir aufgefallen sind:
- Generation MTV bleibt draussen. Natürlich ist Basterds nicht gerade There Will Be Blood (note to self: Ich muss mir unbedingt mal wieder dessen Intro anschauen - keine einziges Wort während ca. 10 Minuten), doch hebt sich der Film ab von all dem Müll, der in den letzten Jahren aus Hollywood gekommen ist. Ich beziehe das weniger auf die Inhalte als die kameratechnische Umsetzung. Tarantino strebt keinen Weltmeistertitel auf den Gebieten "Hauptsache immer verwackelte Kamera" und "Hauptsache 20 Schnitte pro Minute". Bravo und Danke! Liebe Jung-Regisseure: Manchmal kann man eine Einstellung auch 30 Sekunden beibehalten.
- Nichts für Amis. Denn die sind monolingual (oftmals nicht mal das) und verabscheuen Filme, die länger als zwei Sekunden dauernde Fremdsprachendialoge enthalten. Nun, Tarantino hat seinem us-amerikanischen Publikum mit diesem Film demnach die schlagende Behandlung durch "Bear-Jew" verpasst: Ich würde behaupten, dass mindestens die Hälfte des Films auf deutsch und französisch gesprochen wird - und die armen Amis folglich nonstopp mit dem Lesen von Untertiteln verbringen.
- Was uns gleich dazu weiterführt, dass Kollegen Randal, Lonny und Üelu selber schuld sind, wenn sie den Film in der deutschen Synchronfassung schauen gehen. Zumal man so auch gleich den fürchterlichen Redneck-Akzent Brad Britts verpasst.
- Doch a propos Brad Pitt: Obwohl er natürlich als Headliner den kommerziellen Interessen Hollywoods dient und Leute (Frauen?) ins Kino lockt - SS-Offizier Hans "Jew-Hunter" Landa, gespielt von Christoph Waltz, läuft ihm meilenweit den Rang ab. Diesen deutschen Schauspieler müssen wir uns merken. Seine Performance in diesem Film ist grandios! Ob ihm im nächsten Februar der Oscar winkt?
- Bleiben wir bei den Schauspielern: Wer deutsches Filmgut kennt (nein, nicht solches aus den 1920er wie Die weisse Hölle vom Piz-Palü oder später erschienener nationalsozialistischer Schund), wird unzählige deutsche Schauspieler wiedererkennen: Daniel Brühl, Diane Krüger, Til Schweiger, Gedeon Burkhard, August Diehls. Ja sogar Christian Berkel, den u.a. man aus "Das Experiment" kennt, hat eine kleine Nebenrolle (man achte sich, wie er in der Kellerszene im Hintergrund während Minuten ins Leere starrt).
- Wer den Vorspann, der für mich nicht nachvollziehbar aus drei typographischen Stilen bestand, genau gelesen hat, dem fiel der Name Mike Myers auf. Und tatsächlich - da haben wir ihn vor uns, "Austin Powers" in britischer Uniform, im selben Raum wie der zigarrenpaffende Churchill. Notiz am Rande: Mike Myers ist Kanadier ...
- Tauchen Europakarten auf (wie eben gerade in besagter Szene mit Mike Myers oder bei Hitler in Berlin), ist die schweizer Grenze realitätsgetreu eingezeichnet und vom Dritten Reich umgeben. Dies ist für dem Reduit-Mythos aufsitzenden Schweizer wie auch für Geschichtsstudenten sehr, sehr wichtig! Einige Filme, die in der Zeit des Dritten Reichs spielen, unterschlagen dieses Fakt einfach.
- Der feine britische Schnurrbart des Spions verschwindet, als er sich in Frankreich in die SS-Uniform wirft. Neben dem Feldgrau der deutschen und dem Gagelbraun der britischen Uniform sind es gerade solche Facetten, die die beiden Kulturen im Zweiten Weltkrieg unterscheiden. Da der rasierte Deutsche, dort der feine englische Offizier mit Schnurrbart.
- Wenn ich mir die DVD zum Film kaufen werde, werde ich als erstes minutiös den Füllstand in den verschiedenen Schnitten von August Diehls "Stiefel" (Szene in der Kellerbar) untersuchen.
- Mindestens zwei Mal hat man das Gefühl, als würde Tarantino sich der Werbefilmindustrie anbieten: Als sich Shosanna schminkt (ist das den Marketing-Fuzzis von L'Oréal aufgefallen?) und als Shosanna zusammen mit Hans Landa Apfelstrudel mit Rahm ist. Zerstört wird die Atmosphäre durch die brennende Zigarette, die Landa im Strudel ausdrückt.
- Hinzu kommt der Top Gun-Moment, wo Shosanna im roten Abendkleid verträumt zum Fenster rausschaut. Deshalb Top Gun, weil der gespielte Soundtrack ein poppiger Song aus den 1980er zu sein scheint.
- Und schlussendlich noch ein Zückerchen für Hebo: Ihm ist die Cinderella-Fusszene mit Frau von Hammersmark besonders in Auge gestochen und hat mich nach dem Kinobesuch darauf hingewiesen, dass Tarantino offensichtlich ein Fussfetischist sei (womit sich Hebo selber auch als ein solcher verraten hat, da Normalfetischisten sowas gar nicht auffallen würde). Meine Vermutung, dass man auf Youtube einen Zusammenschnitt von Tarantinos Fusszenen findet, hat sich bei der Rückkehr prompt bestätigt: Tarantino Fetish Mix
- Ah, eigentlich sind es zwei Zückerchen für Hebo: Mélanie Laurent heisst die Schauspielerin, die die jüdische Kinobetreiberin spielt - und eine klassische Hebo-Frau ist.
- Die brennende Leinwand, auf welches das Gesicht Shosannas projeziert wird, erinnert mich verdächtig an den Apple-Werbespot "1984".
- Das gleich darauffolgende Massaker im Kino ist erfrischend anders - statt Tribunalen und anschliessenden Hinrichtungen von Hitlers willigen Helfern hätte man das Regime ja eigentlich auch so unschädlich machen können. Tarantino fällt damit aber auch irgendwie wieder in das undifferenzierte Schwarz-Weiss-Bild (sozusagen in Kavallerie und Indianer) zurück.
- Das Ende ist enttäuschend: Ich war felsenfest davon überzeugt, dass sie Landa ebenfalls umbringen und skalpieren würden. Mieses Spiel!
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Freitag, Juli 31, 2009
Gruber über Microsofts langsamen Niedergang
Today that is simply no longer the case. Microsoft has lost all but a sliver of this entire market. People who love computers overwhelmingly prefer to use a Mac today. Microsoft’s core problem is that they have lost the hearts of computer enthusiasts. Regular people don’t think about their choice of computer platform in detail and with passion like nerds do because, duh, they are not nerds. But nerds are leading indicators.
Microsoft seems to have conceded that the enthusiasts who’ve switched to the Mac in recent years are gone for good. Their apparent goal for Windows 7 was merely to make something better than Windows Vista. If Microsoft were a healthy, functional, competitive company willing and able to honestly assess its own shortcomings — like the Microsoft of the ’90s that conquered the entire industry — their goal would have been to make something not just better than Vista, but better than anything else on the market, including Mac OS X.
Quelle: Daring Fireball: Microsoft's Long, Slow Decline
Mit Windows 7 hat Apple drei weitere Jahre "Schonfrist" gekriegt. In dieser Zeit kann Mac OS X . Doch wie sagt man so schön: Microsoft ist dann am innovativsten, wenn die Firma in die Ecke gedrängt wurde. Es bleibt zu hoffen, dass die Bude es dieses Mal komplett vergeigen wird. Dinosaurier und Mammuts haben keine zweite Chance verdient.
Donnerstag, Juli 30, 2009
Kreativ mit HP Tintenstrahldruckern
HP - invent from Tom and Matt on Vimeo.
Geniales Video. Aber garantiert nur bis zu dem Zeitpunkt, als die Jungs die Rechnung für die Tintenpatronen gekriegt haben ...
Nachtrag: ... und Scannern!
Mittwoch, Juli 22, 2009
Auf den Schultern von Chinesen
We all know that there's no fucking way in the world we should have microwave ovens and refrigerators and TV sets and everything else at the prices we're paying for them. There's no way we get all this stuff and everything is done fair and square and everyone gets treated right. No way. And don't be confused -- what we're talking about here is our way of life. Our standard of living. You want to "fix things in China," well, it's gonna cost you. Because everything you own, it's all done on the backs of millions of poor people whose lives are so awful you can't even begin to imagine them, people who will do anything to get a life that is a tiny bit better than the shitty one they were born into, people who get exploited and treated like shit and, in the worst of all cases, pay with their lives.
Labels: Arbeitsleben, China, Gesellschaft, Konsumgesellschaft, Kritik, Kunde
Mittwoch, Juli 22, 2009
Bye bye, close-up!
Endlich! Was habe ich mich jeden Monat über diesen Scheissprospekt genervt, der mir auf Grund meines Academica-Kontos bei der Crédit Suisse ungefragt zugestellt wurde:
Versand des Filmmagazins close-up! wird eingestellt
[...] Ciné-Card-Inhaber erhalten das close-up! bereits seit über 10 Jahren nach Hause zugesendet. Da sich die Sicherung von Sponsorenleistungen immer schwieriger gestaltet und der Postverstand des close-up! mit erheblichen Portokosten verbunden ist, müssen wir die Heimzustellung der Printausgabe ab der der nächsten Ausgabe (September 2009) leider einstellen.
Quelle: Brief vom 22. Juli 2009.
Ganz klar: Das Internet hat ein solches Magazin überflüssig gemacht. Nicht nur, weil ich mich heute im Netz sowohl viel ausführlich und ohne kommerziellen Bias über das Kinoprogramm informieren als auch gleich die Tickets für den Kinobesuch einkaufen und ausdrucken kann, sondern auch, weil es irgendwie doch immer lächerlich war, ein Heftli über Filme herauszubringen, welches aus offensichtlichen Gründen nicht mal die entsprechenden Trailer abspielen konnte ... Etwa so lächerlich, als würde jemand Podcasts niederschreiben.
Da erstaunt es doch sehr, dass man wieder mal nur halbe Sachen machen wollte:
Gleichzeitig können wir Ihnen mitteilen, dass wir das close-up! ab sofort - anstelle einer Printabomöglichkiet - als E-Paper unentgeltlich online anbieten. Die aktuelle elektronische Ausgabe kann jeden Monat auf www.kitag.com [...] abgerufen werden. Sofern Sie über einen Internetanschluss verfügen, müssen Sie zu Hause somit auch künftig nicht auf die Lektüre des close-up! verzichten.
Selbstverständlich liegt die aktuelle Ausgabe nach wie vor in allen kitag-Kinofoyers in den close-up!-Ständern für Sie bereit.
Nana, lieber Teleclub. In 1-2 Jahren wird das Projekt endgültig Geschichte sein.
Dienstag, Juli 21, 2009
Benutzerkonto auf Party-Communities löschen
Gestern habe ich mich von StudiVZ verabschiedet, heute sind Tilllate, Usgang, Lautundspitz und eine weitere Party-Community dran. Für Leute, die dasselbe vorhaben, hier deshalb die Kurzlinks, um das Vorhaben möglichst rasch umzusetzen:
- Tilllate Unter Help findet man nach einigem Scrollen den Link auf /member/edit/deactivate. Leider erhalte ich die Meldung:
Peinlich!Es hat einen Fehler gegeben. Bitte setze Dich mit tilllate.com in Verbindung.
Nachtrag: Es scheint sich um einen falschen Link in der englischen Hilfe zu handeln. In der deutschen Hilfe wird auf /Member/Edit/more verwiesen, wo der Löschvorgang tatsächlich zu klappen scheint.
- Usgang Unter Hilfe findet sich der Link auf userdelete.php (auch hier muss der Benutzer lange scrollen) - nach Eingabe des Passwortes und einer Begründung gelangt man auf eine "Sind Sie sich wirklich sicher"-Seite, auf welcher man eine Checkbox markieren muss. Ein weiterer Klick - und das Konto ist gelöscht.
- Lautundspitz Unter 01_support.php?page=account kann das Konto löschen - wenn man sich noch an den Freischaltcode erinnern kann. Hä? Einen neuen kann man über die Seite 01_support.php?page=check anfordern.
Bei Digg ist der Weg deutlich komplizierter - obwohl diese Bude Millionen von Dollar an Venture-Kapital eingeheimst hat und viele kluge Köpfe beschäftigt, muss man seinen Account doch tatsächlich manuell, mit einer Mitteilung ans Team, löschen lassen: Contact Us und im Drop-Down Delete Account auswählen. Ein Schelm, wer Absicht dahinter vermutet.
Samstag, Mai 16, 2009
Star Trek, zum Zweiten
Gestern war ich mit Kollege Stuffi in einem bernischen Lichtspielhaus und habe mir den neuen Star Trek-Film zum zweiten Mal angeschaut - dieses mal nicht im IMAX-, sondern im klassischen 2.39:1-Format und mit einer Soundkulisse, die nicht für Schwerhörige gedacht war und auch nicht beabsichtigt, solche zu produzieren.
Da mittlerweile Kollege Dickreuters Wertung des Streifens vorlag - er, mittlerweile eine Kapazität im CGI/Previz-Bereich in Los Angeles - konnte ich mich auf die von ihm bemängelten "Lens Flares" achten. Tatsächlich war er nicht der einzige, dem diese umstrittenen Licht-Effekte auffielen:
Dan Mindel and his gaffer, Chris Prampin detail how they achieved the effect by building lights into the set and aiming handheld flashlights down the barrel of the lens. Mindel also notes, "We’ll either get slaughtered by our peers or be really admired for it!"
Quelle: ST09 Tidbits: Ayel Pic + 1 week box office + R2D2 In Trek? + Lucas Review + Enterprise Size + more
Doch was fällt einem bei der wiederholten Betrachtung des Streifens sonst noch so auf?
- Diesen verfluchten, gekonnt versteckten Tribble habe ich immer noch nicht entdecken können! (Anscheinend ist sogar ein R2D2 im Streifen zu sehen)
- Kirk hängt dreimal mit beiden Händen einen Abgrund hinunter - zum ersten Mal im zarten Alter am Ende der Verfolgungsjagd durch einen Polizisten ("Citizen ..."), ein zweites Mal auf der Bohrplattform und ein drittes Mal in Neros Mining-Ship.
- A propos: Wieso zum Teufel ist ein Mining-Ship mit derart vielen Photonentorpedos ausgerüstet? Wären unsere Frachter auf den Weltmeeren so bewaffnet, lägen die Nussschalen von somalischen Piraten längst allesamt auf dem Meeresgrund.
- Nokia scheint die einzige Marke zu sein, die es zu einem gut bemerkbaren Product Placement im Film geschafft hat. Gibt es den Star Trek-Klingelton schon in einem Online-Shop?
- Das UI-Design der Enterprise-Software ist zum Kotzen. Windows Vista ist eine triste Oberfläche dagegen. Durchsichtig, hell leuchtend, überall blinkend - keine Ahnung, wie ich mit einer solch konstanten Ablenkung eine Aufgabe auf der Brücke übernehmen könnte.
- Von wo zum Teufel hat der alte Spock das Brennholz auf Delta Vega her?
- Der Film nähert das Star Trek-Universum leider stark dem Star Wars-Universum an. Die Szene in der Bar, die vielen Alien-Gesichter, die zwei Monster auf Delta Vega, der kleine Wicht (Begleiter von Scotty auf dem abgelegenen Aussenposten) ...
- Leistet Uhura vor riesigen Biergärtanks Dienst? Oder was steckt in diesen riesigen, polierten, metallig-glänzenden Behälter?
- Winona Ryder ist (immer noch) verdammt scharf!
- Der Abspann ist verdammt kitschig, insbesondere mit diesen Planeten, den Lens-Flares (sic!) und den Wordart-Effekten der Schriften.
- Beim zweiten Mal wirkt der Eindruck noch viel markanter, dass J.J. Abrams alles in die Wege geleitet hat, um aus dem Stoff eine Spin-Off TV-Serie zu produzieren. Es passt alles zusammen - inklusive gelegentlicher Gastauftritte vom alten Spock (sodenn Nimoy "long and prosper" leben wird)
- Die linke Gondel der Enterprise wird über Vulkan von einem Trümmerstück aufgerissen. Abgesehen vom netten CGI-Effekt scheint diese Beinahekollision keine Auswirkungen gehabt zu haben.
- Habe ich mich zu wenig geachtet, oder können die Turbo-Lifte Gedanken der transportierenden Personen lesen?
- Wieso kann Chekov die Transportersteuerung nicht einfach auf seine Konsole übertragen, um die auf Vulkan herabstürzenden Kirk und Sulu auf die Enterprise zu beamen? A propos: In diesem Streifen fällt tatsächlich der Satz "Beam me up" - aber gerichtet an Chekov, nicht an Scotty.
- Wenn es darum geht, Sicherheitscodes des Verteidigungsschildes des Sonnensystems und der Erde herauszufinden, versucht man sich der guten, alten Folter. Immerhin eine Konstante, die sich durch die ganze Erdengeschichte zieht.
- Die Föderations-Phaser haben diesen coolen Switch-Effekt, wenn sie geladen sind und abgefeuert werden.
- Nero hat wohl den Raumschiff-Erkennungskurs mit Bravour bestanden: Anstelle die verspätet um Vulkan eintreffende Enterprise zu vernichten, fällt ihm gerade noch rechtzeitig auf, dass es sich dabei um das gesuchte Schiff handelt ... Nicht vorzustellen, hätte er einfach mit allen Waffen auf das Schiff gefeuert!
- Wie in allen Sci-Fi-Filmen üblich, bringt man sich auch hier viel, viel, viel lieber in einem klassisch-heroischen Faustkampf um, als viel zu einfach den Auslöser des Phasers zu betätigen ...
Dienstag, April 28, 2009
Warenbewirtschaftungschaos bei Ex Libris?
Am 22. April 2009 habe ich bei Ex Libris den Dumont-Reiseführer Amsterdam bestellt. Heute ist die längst erwartete Lieferung eingetroffen. Im Karton war aber nicht etwa der erhoffte Reiseführer über das Kifferparadies und die orangen Paradiesvögel, sondern ein wirklich äusserst interessant klingendes Buch mit dem Titel Das andere Ende der Leine: Was unseren Umgang mit Hunden bestimmt ... Klärend wirkt für die Sache, dass auf dem Buch über die Hunde ein Etikett angebracht ist, welches fälschlicherweise die ISBN-13 des Reiseführers trägt.
Das ist das erste Mal, dass mir Ex Libris ein falsches Buch schickt. Mal schauen, ob ich das Buch in einer Filiale umtauschen kann ...
Freitag, April 03, 2009
Alle Macht den Designern!
After its package redesign, sales of the Tropicana Pure Premium line plummeted 20% between Jan. 1 and Feb. 22, costing the brand tens of millions of dollars.
Quelle: Tropicana Line's Sales Plunge 20% Post-Rebranding - Advertising Age - News
Ursache: Der übermenschliche Designer wollte für einmal etwas ganz Neues erfinden und hat die früher gut sichtbare Orange von der Verpackung gekillt.
Nun, immerhin hat sich Peter Arnell in den Lehrbüchern als Beispiel verewigt, wie man es garantiert nicht machen sollte.
Labels: Design, Kunde, Wirtschaft
Dienstag, März 24, 2009
Die Post misst anscheinend nicht mit gleichen Ellen
Die nächste Verschlechterung für den Privatkunden steht für den 1. April an. Ab diesem Datum kann ein Privatkunde ein Couvert, das zwischen zwei und fünf Zentimeter dick ist, nicht mehr als Brief verschicken. Eine solche Sendung gilt für den Privatkunden künftig als Paket – das Porto kostet vier Franken mehr. Für Geschäftskunden dagegen gilt diese Neuerung nicht: Der Brief bleibt für sie weiterhin ein Brief und wird nicht plötzlich zum Paket.
Das wiederum kann ich jetzt wirklich nicht verstehen ... Entweder gilt es für alle oder gar nicht!
Labels: Kunde, Post, Schweiz, Wirtschaft
Montag, März 23, 2009
Für unsere Jeans bezahlen andere mit dem Leben
Deutlich erkennt man in dem Film, wie die Jeans in kammerähnlichen Hohlräumen in der Wand ausgelegt werden. In gleichmäßigen Bewegungen bestrahlen die jungen Männer die Hosen mit einem Hochdruckgerät. Solange, bis der blaue Jeans-Stoff heller wird und der gewünschte Vintage-Look entsteht. Dabei tragen sie weder ein Atemschutzgerät noch einen Sicherheitsanzug. Einige haben den Oberkörper frei. Der jüngste Arbeiter in dem Film ist 13. "Wenn du nicht aufpasst und du atmest das Zeug direkt ein, bist du tot", sagt Abdulhalim.
Labels: Globalisierung, Kunde, Mode, Türkei, Wirtschaft
Samstag, Februar 28, 2009
HP Laserjet 1300 im Alltagsgebrauch (2)
Aus aktuellem Anlass (Toner leer) habe ich mir die Mühe genommen, die Kenndaten über meinen getreuen Schwarzweiss-Laserdrucker HP Laserjet 1300 zu aktualisieren. Die ersten Findings wurden im Dezember 2006 veröffentlicht.
Chronologisches
- Kaufdatum: 19. April 2004
- In meinem Besitz: 58 Monate
Druckvolumen
- Total 13'861 Seiten gedruckt
- 238 Seiten/Monat
- 8 Seiten/Tag
Kosten
- Gerät: 412.00 SFr.
- Toner 1: 118.00 SFr. (31. März 2005)
- Toner 2: 119.00 SFr. (27. Dezember 2006 - Druckvolumen: 3072 Seiten in 235 Jobs)
- Toner 3: 113.90 SFr. (29. Dezember 2008)
- Total: 763.00 SFr.
- Seitenpreis: 5.50 Rappen (ohne Blattkosten)
Wichtige Artikelnummern
- Q2613A - Toner für 2'500 Seiten
- Q2613X - Toner für 4'000 Seiten
- Q1887A - 64MB SDRAM DIMM
- Q2485A - Papierschacht für 250 Blatt
Donnerstag, Februar 19, 2009
Wer reserviert denn noch per Telefon?
Die massiv erhöhten Reservationsgebühren der Kinobetreiberin Kitag sind für die Geschäftsleiterin des Konsumentenschutzes ein Fall für den Preisüberwacher.
Quelle: Kinogebühren: Konsumentenschutz kritisiert Kitag - News Zürich: Kanton - tagesanzeiger.ch
Wer seine Sitzplätze im Kino auch 2009 noch per Telefon reserviert, hat nichts anderers verdient, als kräftig zur Kasse gebeten zu werden.
Ich kann mich jedenfalls nicht erinnern, wann ich das letzte Mal per Telefon eine Reservierung getätigt habe - es muss ungefähr so 1998 gewesen sein. Meine Billets ordere ich mittlerweile per Internet, bezahle sie mit Kreditkarte und drucke sie dann auf meinem Drucker aus. Einfacher geht es ja wohl kaum!
Labels: Kino, Kunde, Schweiz, Wirtschaft
Sonntag, Dezember 21, 2008
Die besten Kebaps in und um Bern
Die Kebap-Läden in und um Bern sind in den letzten Jahren nur so aus dem Boden geschossen. Doch nicht alle bieten denselben Genuss. Hier folgt ein Versuch, die besten Kebap-Restaurants und Take-Aways aufzulisten (die Liste wird kontinuierlich ergänzt):
Restaurant Venezia
Burgunderstrasse 23, 3018 Bern • Sonntag und Montag geschlossen
Im äusserst einfachen, eingeschossigen Restaurant Bümpliz, nahe der Bahngeleise gelegen, kehrt man ein, wenn man so richtig Kohldampf hat und statt dem Kebap im Fladenbrot nach einem überladenen Kebap-Teller dürstet. Neben dem Kebap-Fleisch an Sosse gibt es wohl die am besten gewürzten Pommes Frites in der Stadt (davon könnten sich McDonalds und BurgerKing eine Scheibe von abschneiden). Zur Beruhigung des Gewissens kommt auch noch ein Salätchen hinzu, begleitet von in handliche Grössen geschnittenem Taschenbrot in einem Brotkörbchen. Als Getränk bestelle ich mir normalerweise ein Bierchen vom Zapfhahn. Danach ist man garantiert satt! Oftmals ist mein Teller - im Gegensatz zu demjenigen von Randal und dem Auten - jedenfalls nicht leer.
Das Lokal ist immer gut besucht - einerseits von Jugendlichen der Umgebung, andererseits von einem recht durchmischten älteren Publikum (auch ganze Familien wurden dort schon beim Einnehmen des z'Nacht gesehen).
Gemäss meinen Informationen wird das Geschäft von zwei Brüdern geführt. Der eher wortkarge Umut (manchmal hält auch sein Name als Bezeichnung des Restaurants her, wie mir Kollege Rottisson das letzte Mal erklärt hat) ist im Backoffice tätig (er steht vor dem Kebap-Spiess und ist für die Frites verantwortlich), sein jüngerer (?) Bruder - Ulas, wie ich mittlerweile herausgefunden habe - kümmert sich um die Bestellaufnahme, die Getränke und die die Kasse. Letzterer ist nicht so wortkarg wie sein Bruder und hat immer ein saloppes Witzchen auf der Zunge. Der Optimist in Person!
Das Lokal ist auf Grund seiner Lage und Kundschaft nichts für xenophobe Zeitgenossen mit SVP-Parteibüchlein. Sowohl die Betreiber als auch die Mehrheit der Gäste sind nicht das, was rechtsbürgerliche Kreise als alteingesessene Eidgenossen bezeichnen würden. Leute, die solche Umstände nicht stören (mich, bspw.), können sich auf wahre Gaumenfreuden gefasst machen. Dass der jüngere Bruder auch manchmal das Wort "Schätzlis" ins Mund nimmt, wenn er mit seiner (männlichen!) Kundschaft spricht, könnte für zartbeseitete Fundi-Heteros ebenfalls ein No-Go sein.
König Kebap
Schwarzenburgstrasse 257, 3098 Köniz
>Gastro-Kritik folgt<
To Do
Unbekannt
vis-à-vis Restaurant Spitz, Moserstrasse 14b, 3014 Bern
Mittwoch, Dezember 03, 2008
Jetzt wächst zusammen ...
... was zusammen gehört! Die Yahoo! Toolbar! und Java - niemand würde widersprechen, dass eine naturgegebene Abhängigkeit der beiden Produkte besteht.
The Yahoo! Toolbar is integrated with Java Runtime Environment (JRE) download. During the installation of JRE, users are also presented with an option of downloading the Yahoo! Toolbar.
Mittwoch, Dezember 03, 2008
Quantum of Solace ultrakompakt
Je weiter mein Besuch von Quantum of Solace zurück liegt, desto offensichtlicher wird für mich, wie Scheisse der Film wirklich war. Ein Glück, dass nun auch noch das Abridged Script (kann der schon im Kino ultrakurze Film überhaupt noch stärker komprimiert zusammengefasst werden? Ich glaube nicht!) erschienen ist und die doofsten Ideen der Drehbuchschreiber noch einmal vorführt. Zu Beginn kommt aber unser Regisseur-Export an die Reihe (wie bereits in meiner persönlichen Filmkritik hier auf diesem Blog) - zu Recht:
DANIEL CRAIG speeds along the road with JESPER CHRISTENSEN in the trunk while being chased by SOMEONE OR ANOTHER. The cameraman has an EPILEPTIC SEIZURE, but is told to continue filming.
Quelle: Quantum of Solace: The Abridged Script | The Editing Room
Wenn diese in Hunderstelsekunden geschnittene Szene Marc Fosters Qualitäten beweisen soll, dann verzichte ich künftig freiwillig auf Filme aus seiner "begabten" Hand ...
Donnerstag, November 20, 2008
Orange sucks!
Der Mobilfunkanbieter Orange hat am 1. November ein neues Abrechnungssystem eingeführt. Mobilfunk-Gespräche werden neu nicht mehr sekundenweise, sondern in Intervallen von 10-Sekunden abgerechnet. Laut dem Internet-Vergleichsdienst Comparis generiert Orange damit Mehreinnahmen von 15 bis 30 Millionen Schweizer Franken pro Jahr, zulasten seiner rund 1 Million Privatkunden.
Quelle: ICT News - Comparis: Orange mit unfairer Preispolitik
Scheiss-Bude! Und ich bin auch noch Kunde von denen ... Ein Wechsel zum Monopolisten? Vom Regen in die Traufe.
Labels: Kunde, Mobiltelefone, Orange, Schweiz, Wirtschaft
Donnerstag, November 13, 2008
c't Umfragen zu Service und Support bei Notebooks
Auch wer nicht Abonnent der Zeitschrift ist, kommt dank Notebook-Herstellern zu den erhellenden Artikeln:
- c't 2008/08: Vertrauensfrage (2008)
- c't 2007/06: Ratlose Kunden (2007)
Samstag, November 01, 2008
Consumer-Kunden und ihre Luxus-Wünsche
Ich meldete die Störung und es hiess, ein Techniker werde sich innert 48 Stunden darum kümmern. 48 Stunden? Ich habe ein Geschäft und sollte erreichbar sein!
Quelle: http://www.aeroplanemodels.com/cablecom/index.html
Werter Cablecom-Leidenskunde: Obwohl ich Sie und ihr Problem mit Cablecom durchaus nachvollziehen kann (jeder von uns ist schon mal in der Hotline-Hölle des besagten Unternehmens gelandet) muss ich doch auch Kritik an Sie, Herr Modellflugzeuverkäufer, richten: Wer aus geschäftlichen Gründen auf einen Internetzugang angewiesen ist (und beim Nicht-Funktionieren schwerwiegende finanzielle Einbussen erleidet), sollte dementsprechende Business-Angebote einkaufen, welche durch SLAs abgesichert sind ...
Dieser Fall erinnert mich an den Typen irgendwo da draussen im Netz, der sich in seinem Blog darüber beschwert hat, dass Sunrise sich doch tatsächlich die Frechheit erlaube, nach etwa 10 Jahren Bestand die @freesurf.ch-Adressen abzuschalten, wenn jemand nicht auch Kunde von Sunrise ist. Die E-Mail-Adresse von Kunden wurde dann zu Google migriert (weise Entscheidung - als Telekommunikationsanbieter sollte man nicht auch noch Know-How zum Betrieb eines Web-Mail Systems in das Unternehmen integrieren müssen, wenn es so was wie Google gibt). Diesem Zeitgenossen habe ich in einem Blog-Kommentar (welchen ich leider nicht mehr finde) angeraten, eine .ch-Domain und ein Hosting-Paket zu mieten, um dort einen IMAP-Mailserver zu betreiben. Nur so bleibt gewährleistet, dass man die annähernd totale Kontrolle über seine Mail-Adresse, seine Mails und den Mail-Server behält ...
Labels: Cablecom, Internet, Kunde, Schweiz, Unternehmen
Montag, Oktober 06, 2008
Credit Suisse erhöht frech meine Maestro-Ausgabenlimite
Hätte ich den Altpapier-Stapel nicht noch einmal ganz genau durchgeschaut, so wäre mir durch die Lappen gegangen, dass die Crédit Suisse ihrem Ziel, die Leute zum ungerechtfertigten Konsum zu drängen, wieder ein Schritt näher gekommen wäre.
Die Marketing-Fuzzis der Bude sind dabei äusserst geschickt vorgegangen, als sie mir in einem Brief die vielen, vielen tollen Neuerungen bezüglich der Maestro-Karten näherbringen und mir nebenbei hinterrücks die Ausgabenlimiten gegen oben anpassen wollten:
CS legt meine Ausgabenlimite fest Als die Banken noch etwas risikobewusster waren, setzte man das Ausgabenlimit eines Kunden lieber zu tief an. Heute ist man - wie beim Vorbild USA - froh, wenn die Leute dank dem Plastikgeld über ihren Verhältnissen leben und sich verschulden. Zufälligerweise sind die Schuldzinsen exorbitant ... und zufälligerweise verdient sich die CS an überschuldeten Kunden dumm und dämlich.
Falls wir Ihren Talon nicht zurückerhalten, werden die Standardeinstellungen für Inhaber- und Partnerkarte gesetzt
Ach, wie fürsorglich doch die Crédit Suisse wieder einmal hantiert. Immer im Wohle des Kunden. Weil die Grossbank "wichtige Neuerungen" bezüglich der Maestro-Card einführt, müssen dem Kunden neue Ausgabenlimiten aufgedrängt werden (5'000CHF pro Tag, 10'000CHF pro Monat). Diese Zahlen muss ein weltfremder Banker mit Millionenbonus ausgetüftelt haben - welcher Schweizer Normalbürger kann schon solche Summen im Monat ausgeben?! Ich warte gespannt auf eine stichhaltige Begründung, wieso diese Korrektur nötig wurde - und man dazu das überall verpönte Opt-Out-Prinzip verwendete. Wenn der Kunde König ist, sollte es an ihm liegen, seine Limite nach oben zu setzen. Nämlich dann, wenn er tatsächlichen Bedarf sieht, und nicht dann, wenn die CS es für richtig hält.
- Bisherige Limite unbekannt Wie hoch meine derzeitige Limite ist, erfahre ich übrigens nirgends. Auch über diesem geschickten Schachzug haben die Marketing-Affen der CS sicherlich tagelang gebrütet. Wer nicht an die alten Limiten erinnert wird, hat auch weniger Gründe, diese gegen unten zu korrigieren.
- Pseudo-Couvert. Man muss die Ränder an vier Seiten lecken und den Fusel dann falten und so zusammenkleben. Wieso war es nicht möglich, ein ganz normales, vorfrankiertes B4-Couvert beizulegen, das mit einem selbstklebenden Verschluss versehen ist?
- Formular-Bürokratie Neben meiner Postanschrift muss ich auf dem Formular auch die IBAN-Nummer sowie die Kartennummer angeben. Ein Schelm, der dadurch eine weitere Abschreckung sieht, das Formular auszufüllen und an die Crédit Suisse zurück zu senden. Tipp: Die gesuchten Angaben finden sich auf der jetzigen Maestro-Karte.
- Stichtag Nur wer rechtzeitig reagiert, kann das Unheil abwehren; wenn ein Kunde seine Limiten selber festlegen will, muss er sich sputen. Obwohl die Neuerungen erst am 17. November 2008 in Kraft treten (was für ein bescheuertes Datum?!), muss der entsprechende Talon mit dem Änderungsantrag bis Ende Oktober bei der Bank eintreffen. Wahrscheinlich arbeiten die Profis der Grossbank noch mit Lochkarten und brauchen deshalb ein wenig mehr Zeit zur Verarbeitung ... Bei der guten, alten Raiffeisen ist die Anpassung der Ausgabenlimiten eine Sache von fünf Minuten, die bequem an jedem Bankschalter durchgeführt werden kann. Zu welchen Leistungen die heutige Informationstechnologie im Stande ist! Logisch, dass da eine Grossbank mit einer Genossenschaftskasse nicht mithalten kann.
Marcel Schuler, Leiter Banking Products & Support, Sie sind mir ein äusserst sympathischer Zeitgenosse!
Donnerstag, September 18, 2008
Was Normalanwender im Web immer noch nicht begriffen haben
Aus aktuellem Anlass:
- "Wenn ich den Link im Mail anklicke, erhalte ich eine Fehlermeldung HTTP 404 - Seite nicht gefunden"
- Ursache: Der Empfänger benutzt höchstwahrscheinlich Microsofts Outlook Express 6.0 und hat auch 15 Jahre nach Erfindung des Webs nicht begriffen, dass sein Mail-Programm Links umbricht.
- Empfehlung: Auf ein aktuellen Mail-Client upgraden, der so intelligent ist, umbrochene Links zu erkennen und diese korrekt zu verlinken. Beispielsweise Mozilla Thunderbird 2.x.
- "Auf der Web-Site werden noch immer die alten Fotos unserer Mitarbeiter angezeigt"
- Ursache: Veraltete Daten im Cache ("Zwischenspeicher") des Web-Browsers
- Empfehlung: Seite neu laden (Internet Explorer: F5, Firefox: Ctrl+R, Safari: Apfel+R)
Labels: Kunde, PC-Support, Web
Montag, September 01, 2008
Wecker-Hersteller pleite
Bei der Suche nach brauchbaren Wecker (angeregt durch meinen Blog-Artikel Luxus-Wecker, der das Geld nicht wert ist von letzter Woche) stiess ich unter anderem auf Produkte von Junghans. Damit ist nun Schluss:
Die Junghans Uhren GmbH gehört zu 100 Prozent dem Luxusgüterkonzern EganaGoldpfeil. Gründe für die Insolvenz sollen einerseits finanzielle Schwierigkeiten der Muttergesellschaft sein. Junghans selbst soll aber bereits seit Jahren in den roten Zahlen stecken. EganaGoldpfeil habe die Verluste der Tochter zuletzt nicht mehr ausgleichen können, hieß es.
Quelle: Uhren: Junghans ist zahlungsunfähig - Wirtschaft - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten
Somit kommen mir spontan nur noch folgende zwei Hersteller in den Sinn:
Mittwoch, August 27, 2008
Der Kunde hat niemals Recht
Sure, any one customer might be stupid. But if multiple customers are repeatedly making the same mistake, maybe it’s not a mistake on their part. Maybe it’s a mistake on your part.
Quelle: The danger of laughing at your customers - (37signals)
Labels: Kunde
Dienstag, August 26, 2008
Luxus-Wecker, der das Geld nicht wert ist
Seit Jahren werde ich von zwei in Serie geschaltenen Weckern geweckt: Da wäre einmal der kleine, silbrige, batteriebetriebene Funkwecker von Oregon Scientific. Und andererseits mein Nokia-Handy, das für gewöhnlich mit ein paar Minuten Versatz losheult (Bemerkung am Rande für die, die's immer noch nicht glauben: Der Wecker von Nokia-Mobiltelefonen funktioniert tatsächlich auch, wenn man das Handy ausgeschaltet hat - ich lass mir doch in der Nacht nicht die Birne vollstrahlen!).
Nachttischlämpchenwecker-Zwitter
Wie es der Zufall so wollte, erlag mein Nachttischlämpchen im Retro-70er-Style vor wenigen Wochen einem Wackelkontakt. Das Ding funktioniert weiterhin, aber den Schalter muss man zwischen zwei Büchern einklemmen, weil sonst das Licht auslöscht -oder noch schlimmer für die seltenen abendlichen Lektüresessions - zu flackern beginnt.
Treffenderweise flatterte mir etwa im selben Moment ein Prospekt eines Elektronikhändlers ins Haus, in dem ein
angepriesen wird. "Das wäre doch ein guter Ersatz für die Nachttischlampe!" dachte ich mir vor der gründlichen Abklräung.
Dabei handelt es sich eindeutig nicht um ein Billig-Modell. Für diese Unterart der "schrecklichste Erfindung" seit der Lohnarbeit muss man nämlich selbst beim normalerweise äusserst preisgünstigen Microspot-Online-Shop satte 139.90 Franken hinblättern.
Funktionsweise
Das besondere an diesem Wecker ist, dass man nicht (nur) mit einem nervigen Ton oder Simon Mosers Morgen-Show (oder?) geweckt wird, sondern auch mit ... Licht. Und zwar beginnt die Lampe Minuten vor der eigentlichen Aufwach-Zeit zu leuchten, wobei die Lichtintensität immer stärker wird (bis 400 Lux, wem diese Masseinheit etwas sagt - mir nicht wirklich). Als würde man wie früher zu Pfadi-Zeiten draussen übernachten und dabei von der Sonne geweckt werden.
Toll! Umwerfend! Bahnbrechend!
Alter Wein in neuen Schläuchen
Man sieht, an wen sich dieser Wecker richtet: An Yuppies, die in den Städten in Betonschluchten leben, in die kein Sonnenlicht vordringen kann. Ich praktiziere diese Form von natürlichem Weckdienst seit Jahren - aber kostenlos. Im Sommer ist mein Zimmerfenster nicht mit Fensterläden verschlossen und lässt so die Sonnenstrahlen nach dem Aufgang unseres Gestirns ungehindert passieren. Leider klappt das im Winter nicht wirklich, weil ich dann aufstehe(n muss), wenn es noch stockdunkel ist.
Für einige Augenblicke überlegte ich mir tatsächlich, einen solchen Wecker anzuschaffen. Damit hätte ich drei Fliegen mit einer Klappe schlagen können:
- Weckruf mit Radio. Leider gibt es Tage, wo ich selbst die zwei derzeitigen Wecksysteme überhöre. Mit gesprochenem Wort, so erhoffe ich mir, wird meine Hirntätigkeit angeregt und ich schlafe nicht einfach wieder ein - im worst case, nachdem ich beide Wecker abgeschaltet habe.
- Stylischer Ersatz für das Nachttischlämpchen. Denn das "Sonnenlicht" wird ja wohl auch erlauben, etwas im Bett zu lesen
- Auch im Winter hellwach. Während draussen noch Kälte und Dunkelheit herrschen, werde ich selbst im hohen Winter durch Sonnenlicht-Attrappen geweckt.
Kritik
Doch leider, meine Herren Ingenieure von Philips, haben Sie irgendwie nicht weit genug überlegt:
- Von Funk keine Spur. Jetzt mal ehrlich: Seit Jahrzehnten gibt es Funkuhren, seit vielen, vielen Jahren verbaut man die Technik auch in sogenannten Funkweckern. Ich glaube, dass die dafür nötigen Chips für wenige Franken die Hand wechseln. Aber wieso um Gottes willen ist Philips nicht fähig, so etwas in einen 140-fränkigen Wecker einzubauen? Und wenn dies zu umständlich wäre: Da ja ein Radio verbaut ist, könnte man schlimmstenfalls auch das RDS-Signal abgreifen (ich denke aber, dass die Kosten für solche Chips deutlich teurer sind). Philips!!! Es ist 2008 - ich bin einfach nicht mehr gewillt, die aktuelle Uhrzeit von Hand einzuprogrammieren!
- Batteriebetrieb? Obwohl die Schweiz über ein vorbildliches Stromnetz verfügt, welches äusserst selten streikt kann es doch hie und da vorkommen (Stichworte: Netzzusammenbruch bei der SBB, Kamikaze-Einhörnchen im Leutschenbach). Gemäss Murphys Gesetz meistens genau dann, wenn man zu einem Bewerbungsgespräch oder der Abschlussprüfung der Lehre/des Gymnasiums/des Studiums erwartet wird. Deshalb gehört es zur Pflicht eines jeden Weckers, zusätzlich mit Batterien betrieben werden zu können. Ich verstehe sehr wohl, dass diese 400 Lux-starke Licht nicht mit Mignon-Batterien betrieben werden kann. Das will ich auch nicht! Aber sollte ein Stromausfall eintreten, wäre ich doch froh, wenn zumindest die Uhr des Weckers weitertickt und das Teil zur Weckzeit irgendwie einen Heidenlärm verursacht - die im Prospekt angegebenen 5 Minuten Batterielaufzeit sind lächerlich und äusserst gefährlich zugleich.
- Multiple Weckzeiten. In den Köpfen der Wecker-Ingenieure herrscht wohl noch das althergebrachte Berufsbild vor: Der Kunde arbeitet fünf Tage die Woche und steht immer um 6.30 Uhr morgens auf. Falsch! Wie froh wäre ich, wenn ich mindestens zwei Weckzeiten programmieren könnte? (Lustiger- oder bschämenderweise konnte dies ein Melectronics-Wecker, den ich vor Jahren zu Weihnachten erhielt).
Deshalb, Philips: Netter Versuch, aber für mich fehlen bei dieser Wecker-Serie essentielle Dinge.
Andere Luxus-Wecker
- Axbo "Der erste Schlafphasenwecker der Welt"
Labels: Elektronik, Gadget, Kritik, Kunde, Philips
Montag, August 25, 2008
Was wir Adobe schon immer an den Kopf werfen wollten
Nette Web-Site, dieses Dear Adobe:
Why does the Acrobat Reader take two minutes to launch, and require updates twice a month, just to display PDF pages?
Quelle: Dear Adobe
Viele der Top 25-Klagen kann ich unterstützen. Adobe, tut endlich was!
Aus aktuellem Anlass übrigens folgende Geschichte: Heute auf einem Computer mit Windows XP Adobe Reader 9 über den Adobe Reader 7 installiert. Als ich darauf im Microsoft Internet Explorer 7 auf einen PDF-Link klickte, schoss die CPU Usage auf 100% hoch und blieb dort während mehrerer Minuten. Erst als ich den MSIE7 abschoss (war gar nicht so einfach, da das System äusserst träge reagierte), poppte urplötzlich die EULA des Adobe Readers auf. Nach einem Klick auf "Akzeptieren" verschwand das Fenster und die Prozessorauslastung sank auf erträgliche Zahlen.
Montag, August 18, 2008
SBB und die Behandlung ihrer GA-Stammkundschaft
Bei den SBB verlangt man jedoch von jedem Kunden, der ein Familien-GA verlängern will, jedes Jahr neu den amtlich beglaubigten Nachweis des Verhältnisses Eltern-Kind. Oder übersehen die SBB, dass jeder GA-Besitzer ein Stammkunde ist und nicht ein potentizeller Betrüger?
Quelle: SonntagsZeitung, 17. August 2008, "Bürohr".
Auch chm hat kürzlich eine interessante und überaus berechtigte Frage an die SBB aufgeworfen:
Immerhin habe ich seit 16 Jahren ein GA, mein halbes Leben sozusagen. Da fände ich es eigentlich nicht übertrieben, mal einen entsprechenden Bonus zu erhalten. [...] Nach 5 Jahren “GA-Mitgliedschaft” gibt es 5 Prozent Reduktion auf den Kaufpreis. Und nach 10 Jahren dann 10 Prozent.
Quelle: Ihr GA ist da.
Nun, das ist wohl wegen der Autolobby so. Sonst würde plötzlich jeder Autofahrer Rabatt für die alljährlich zu erwerbende Autobahn-Vignette verlangen ...
Dienstag, Mai 27, 2008
Telefongebühren bei Ferien im Ausland sparen
Kürzlich hat Comparis die Auslandtarife unserer Mobilfunkanbieter verglichen und kam zum Schluss, dass die Tarife "unverschämt teuer" sind.
Nun, mein Trick zur Kostenersparnis in der Angelegenheit ist folgender:
- Noch in der Schweiz bespreche ich meine Combox. Auf diese greift man mit längerem Druck auf die Taste 1 zu. Klappt dies nicht, gibt es immer noch die "Brute Force"-Methode, indem man der eigenen Handy-Nummer 086 voranzustellt (bei mir: 0860786905011) und darauf anruft. Der Text lautet in der Regel wie etwa folgt: "Grüessech [...] Ich bin momentan im Ausland und ab dem X. Y. wieder erreichbar."
- Anschliessend stelle ich auf dem Mobiltelefon ein, dass alle eingehenden Anrufe automatisch auf die Combox umgeleitet werden. Bei Nokia-Handies findet sich diese Option irgendwo in den Telefon-Einstellungen. Beispiel Nokia 6300: Menu > Settings > Call > Call divert > All voice calls > Activate > To voice mailbox
Durch diese Einstellung ist sichergestellt, dass Anrufer direkt auf die Combox umgeleitet werden.
Einige Mobiltelefonbesitzer, die den Durchblick mit der Anrufgeschichte nicht verstanden haben, werden einwenden: "Aber wenn der Anruf auf die Combox umgeleitet wird, zahle ich doch die Kosten ab der Schweizer Grenze in meinen Ferienort und dann wieder zurück in die Schweiz auf die Combox?!"
Falsch! In diesem Fall hier verlässt das Signal die Schweiz nicht, alle Anrufe werden direkt auf die Combox umgeleitet.
Nachteile
- Mitreisende, die mich beim Abfeiern auf einer Mittelmeerinsel aus den Augen verloren haben, haben keine Möglichkeit, mit mir zu telefonieren (auch sie werden automatisch auf die Combox weitergeleitet). Andererseits: Meist steckt man in einem Tanzschuppen mit ohrenbetäubendem Lärm, so dass SMS in dieser Situation eindeutig das bessere Kommunikationsmittel ist.
- Mehr als einmal ist es vorgekommen, dass der in der Schweiz zurückgebliebene Kollege Randal über eine Minute lang (belanglose)
VaginaMonologe auf meine Combox gesprochen hat. Als ich aus Neugier die Combox-Nachrichten abhörte (Annahme: Wer sich die Mühe nimmt und mir auf die Combox spricht, wird wohl etwas wichtiges zu sagen haben), hörte ich förmlich mein Kleingeld klimpernd in den Taschen von Orange verschwinden.
Samstag, Mai 24, 2008
Ungesunde Nahrungsmittel beschönigend kennzeichnen
Bereits im September 2007 habe ich mich gewundert, wie Coca Cola seine Kunden für dumm verkauft. Auch der Spiegel hat sich nun mit dem Problem der Nährwertangaben auf Nahrungsmitteln auseinandergesetzt. Ein äusserst lesenswerter Artikel (auch du, Randal?):
um die Nährwertangaben möglichst gering zu halten, wird dem Verbraucher empfohlen, bei Erdnüssen und Chips nur eine winzige Handvoll von 25 Gramm zu essen, von der Tiefkühlpizza soll die Hälfte liegen gelassen und auch von der Halbliterflasche Cola darf nur die Hälfte getrunken werden.
Labels: Deutschland, Essen, Kunde, Medien, Nahrung
Samstag, Mai 17, 2008
Cablecom - Deutsch, Deutsch - Cablecom: Lektion 1
Wenn Cablecom 25'000kbit/s sagt, meint die Bude eigentlich 10'000 ...
Mal schauen, ob es Cablecom auch noch so lustig findet, wenn ich bei der nächsten Rechnung nur die Hälfte des geschuldeten Betrags bezahle.
Und es soll mir niemand mit dem Totschlägerargument "Best Effort" kommen: Wer 25'000kbit/s verspricht, sollte die Geschwindigkeit gefälligst innerhalb einer tolerierbaren Bandbreite hinkriegen.
Donnerstag, Oktober 18, 2007
Danke SBB!
Wann ist es optimaler, die Rolltreppen der Welle von Bern zu putzen als zur morgendlichen Rush-Hour?
Montag, Oktober 15, 2007
Bankrott in London
Ich war zwar schon im Mai 2007 in London, doch dank der finanziellen Achtsamkeit meiner Reisebegleiter (allesamt Studenten) traf uns der Preisschock nicht so stark.
Dieses Wochenende war alles anders: Ich besuchte einen seit zwei Jahren in London sesshaften Kollegen. Da ich das "touristische" bereits im Mai abgehakt hatte, konnten wir uns auf das "normale" Leben eines Londoners konzentrieren: Unterhaltung in all seinen Formen.
Hier ein kurzer Querschnitt durch das örtliche Preisniveau:
- Sushi 6 Teller vom Förderband bei Yo! Sushi – ca. 25 GBP oder ca. 60 CHF
- Kinoeintritt "Ratatouille" im Kino Vue Leicester Square – 13.45 GBP oder 32.28 CHF
- Party Samstag-Abend im The End ("BROWNSWOOD IS ONE") – 16 GBP oder 38 CHF
- Bier Egal ob Pub oder Bar oder Club – ab 3 GBP oder 7.20 CHF ist man dabei. Im Pub gibt es für's Geld 1 Pint (0.568l), in den Clubs dann nur noch 0.25l oder 0.33l-Fläschchen.
- Taxi WC1A 1 nach N1 5LQ (4.8km oder ca. 12min Fahrzeit) – 14 GBP oder 33.76 CHF
- Zigaretten Für den Schweizer sehen die Preise für ein Päckchen Zigaretten auf meinem Schnappschuss vernünftig aus, bis man merkt, dass es sich hier ja um GBP handelt: 5.80 GBP entsprechen 14 CHF.
Fazit (auf dem Heimweg in den frühen Morgenstunden von mir geäussert):
I ha London (finanziell) liecht ungerschätzt ...
Vor kurzem noch lustig gemacht ...
Erst vor wenigen Wochen habe ich mich über die Amis lustig gemacht, die sich am Oktoberfest in München über die horrenden Wechselkurse beschwert hatten - nun bin ich selbst "Opfer" davon.
(Der Vergleich hinkt insofern, als dass der Umrechnungskurs CHF zu GBP in den letzten 6 Monate keine drastische Änderung erfahren hat. Ausserdem kommt noch der Haupt- und Millionenstadt-Bonus dazu - bereits in den Suburbs ist das Leben bedeutend billiger).
Tipp: Oyster Card
Für einmal lügen die Plakatwände in der U-Bahn nicht: Die Oyster-Card ist wohl die flexibelste, aber gleichzeitig auch die preisgünstigste Art, sich in London mit den öffentlichen Verkehrsmitteln (Tube/Metro/U-Bahn, Bus) fortzubewegen.
Am Besten löst man die Karte gleich bei der Ankunft am Flughafen (Depot: 3 GBP) und lädt sie mit 10 oder 20 Pfund auf (je nach Dauer des Aufenthaltes). Ist das Prepaid-Guthaben aufgebraucht, lädt man die Karte an einer der tausenden Verkaufsstellen wieder auf.
Was spricht für Oyster, wenn es doch auch Tageskarten gibt? Nun, mit Oyster kriegt man versteckt auch gleich eine Tageskarte mit. Benutzt man an einem Tag unzählige Metro-Linien und Busse, werden einem nur die Fahrkosten bis zur Höhe einer Tageskarte verrechnet. Jede weitere Fahrt ist dann kostenlos.
Auch wenn man das Limit für die Tageskarte nicht erreicht, gibt es Rabatte auf Metro- und Busfahrten. Anstelle 4 resp. 2.50 GBP bezahlt man nur noch 2.50 GBP (ausstempeln nicht vergessen, sonst werden einem trotzdem 4 GBP abgezogen) resp. 0.90 GBP.
Die Karte nimmt man nach dem Aufenthalt in London zurück in die Schweiz, um sie beim nächsten Besuch gleich wieder zücken zu können.
Dank: Kollege Burgdorfer, der insistiert hat, dass ich mir eine solche Karte zulege. Rückblickend eine äusserst weise Wahl!
Sonntag, Oktober 14, 2007
Der Kunde hat immer recht
"If I had asked my customers what they wanted, they would have said a faster horse." –– Henry Ford
Quelle: Arrogance and Humility
Montag, Oktober 08, 2007
think eMeidis Moblog
Der Sturz von heute Mittag war für mein geliebtes Nokia 6021 zuviel: Seit dem Faux-Pas hört mich die Gegenstelle bei einem Anruf nicht mehr. Ich befürchte, dass das Mikrofon irreparablen Schaden genommen hat. Dabei schlug es doch bereits aus dem dritten Stock von Kollege Zgräsch Heimetli auf's harte Betonpflaster und zeigte nur minime Schäden an der "A-Säule".
Nokia 6021 zu 6300
Da sich mein Bruder erst vor wenigen Tagen ein Nokia 6300 geleistet und damit mein Interesse geweckt hat, entschied ich mich heute zum Kauf desselben Gerätes. Nicht nur reizte mich das Design, sondern ... die Leser halten sich fest ... auch die Kamera.
Der Blogger will Schnappschüsse!
Obwohl ich Mobiltelefone weiterhin als äusserst schlechte Bastarde von Digitalkameras und Telefonen betrachte (kleine, qualitativ schlechte Linse, nur Digital-Zoom, ungenügender Blitz) - ist man mehrjähriger Blogger, weiss man um die Nützlichkeit eines Kamerahandies.
Das 6300 wird niemals meiner verdienten Fujifilm Finepix F31d den Rang ablaufen und mich als einziges Photogerät auf Reisen begleiten. Im Alltag hingegen, wo man die Digitalkamera nicht dabei hat, wird mir das Handy nun als Schnappschuss- und Blog-Story-Lieferant dienen.
Ich kann es nicht verneinen: In letzter Zeit haben sich die Situationen gehäuft, wo ich am Liebsten mein Telefon gezückt und auf den Auslöser gedrückt hätte ...
Nein, ich war letzten Samstag nicht mit schwarzer Maske in der Berner Innenstadt zugegen - und nein, ich muss meinen Kollegen nach dem Wochenende auch nicht zeigen, welchen Frauen ich begegnet bin! Item.
Auswirkungen auf den Geldbeutel?
Inwiefern ich auch meine "Instant-Moblog"-Aktivitäten ausbauen werden, wird sich nach Erhalt der nächsten Orange-Rechnung zeigen. Erst kurzlich hat die Moblogosphäre einen schmerzlichen Verlust hinnehmen müssen, als Kollege Randal seine photographischen Untaten aus finanziellen Gründen ("s'isch eifach z'tür!") einstellte ... (Wieso man dann auch gleich immer den bestehenden Inhalt löschen muss, will mir nicht in den Kopf).
Flickr als Moblog
Mit obenstehendem Bild ist bewiesen, dass man Photos tatsächlich an Flickr mailen und dort umgehend publizieren kann.
(Übrigens: Wettkollege Burgdorfer hat nächstes Wochenende in London ein Pint zu gute - wieder einmal eine "Auch Aeby schafft irgendwann einmal den Fortschritt"-Wette, die er gewonnen hat).
Labels: Blogosphäre, Kunde, Mobiltelefone
Mittwoch, Oktober 03, 2007
Ronald Reagan gefällt mir ...
Recht so! Jetzt verstehe ich Reagan-Fans in meinem Umfeld (eigentlich ist es nur einer, der mir bekannt ist - aber egal).
Was lernen wir daraus? Ob Rechts oder Links: Solange Politiker volle Töpfchen finden, werden diese zweckentfremdet und geleert.
Quelle
Still aus dem Dokumentarfilm Maxed Out. Spannend - ich wusste nicht, dass Kreditgeber (ha, da sind die Banken wieder - diesmal im Wolfspelz!) paradoxerweise den meisten Profit mit denjenigen Schuldnern machen, die sich Kredite am wenigsten "leisten" können. Lustig. Eine Aussage ist mir geblieben: "Unsere besten Kunden sind diejenigen, die mit einem Bankrott vorbelastet sind. ... Wieso? Wer schon einmal Privatkonkurs angemeldet hat, kann dies kein zweites Mal tun ..." (Amerikanischer Sonderfall?) "... ausserdem haben diese Kunden das Geld-Ausgeben und das Über-ihre-Verhältnisse-Leben internalisiert."
Umso köstlicher ist dieser Film, der 2006 in die Kinos kam, angesichts des mittlerweile - im Sommer 2007 - "plötzlich" aufgetauchten Hypothekenschlammassels. (Subprime Mortgages sind nichts anderes als Ramschkredite).
Die aufgedunsene Wasserleiche ist vom Seegrund wieder an die Oberfläche aufgestiegen. Ich bin gespannt, ob die Kreditgeber angesichts der Probleme umdenken. Wahrscheinlich nicht. Die Wasserleiche wird einfach zu dunkler Stunde verstohlen zu all den anderen Leichen in den Tresorraum gekarrt ...
Mittwoch, September 26, 2007
Coca Cola und der Zuckergehalt
Als ich mir in München im Subway an der Arnulfstrasse die Zeit mit Lesen von Getränkeetiketten vertrieb, fiel mir Melanie die etwas aussergewöhnliche Rechnung der Coca Cola Company auf.
Auf den ersten Blick sah die Berechnung der empfohlenen Tagesdosis an Zucker noch knapp tolerierbar aus - mit dem Genuss von 0.5 Liter Cola führte ich meinem Körper 30% des Tagesbedarfs an Zucker zu.
Bei genauerer Beobachtung fällt aber auf, das Coca Cola Purzelbäume schlägt: Anstelle den Zuckergehalt des ganzen Fläschchens anzugeben, splittet man das Getränk in "zwei Portionen" à 250ml auf. Eine Portion enthält 30% des Tagesbedarfs an Zucker, zwei Portionen (oder 0.5 Liter oder kurz und deutlich die ganze Getränkeflasche) liefert hingegen fast zwei Drittel der empfohlenen Dosis.
Die Frage stellt sich folglich, welcher Mensch auf dieser Welt eine 0.5l-Cola in zwei Portionen trinkt? Und zwar verteilt auf zwei Tage? Lieber Getränkebrüher, das macht wohl nur euer Management. Ich kenne schlichtweg niemanden, der eine mehr als 24h geöffnete Cola mit Wonne herunterschluckt - ist die Kohlensäure einmal entwichen und das Getränk auf Zimmertemperatur erwärmt, ist es geschmacklich ... nun ... sagen wir: gewöhnugsbedürftig.
Spin Doctors
Ein Schelm wer denkt, dass Coca Cola die Angaben willentlich zurechtgebogen hat. Natürlich hat die Marketing- und die Gesundheitsabteilung des Unternehmens kein Wörtchen bei der Gestaltung der Etikette mitgeredet. Davon bin ich überzeugt.
Wieder einmal bestätigt sich meine bereits hier Kund getane Aufforderung, alle doch einfach mal Wasser saufen zu lassen. Wer im Tag einen Liter Cola trinkt, nimmt 54 Gramm Zucker zu sich! Soll mal einer versuchen, diese Menge an Zuckerwürfeln innert weniger Minuten herunterzuschlucken ... Jugend-Diabetes, Fettleibigkeit und Zahnschäden lassen grüssen. Wollte uns das in jungen Jahren nicht auch die Zahnfee alljährlich weismachen?
Wie macht es Ronald?
Beim nächsten Besuch einer McDonalds-Filiale werde ich mich achten, ob auf den neuen Burger-Verpackungen ähnliche Schlaumeiereien betreiben werden. Ob "the golden arches" die Kalorienwerter nach Brot- und Fleischscheiben aufschlüsselt?
Wenn Coca Cola Autos verkaufen würde ...
Wird die Autoindustrie schon bald nachziehen? Dann haben wir innert Kürze das 4-Liter-Auto geschafft - dass es vier Liter auf 50km verbraucht, merkt der gutgläubige Kunde natürlich erst an der Zapfsäule. Oder noch perfider: Auch die Autoindustrie erfindet "Getränkeportionen" in Form von "Tankportionen". Es heisst dann nicht mehr "mit einer Tankfüllung kommen Sie 500km weit" sondern "mit einer halben Tankfüllung schaffen Sie 250km".
Samstag, September 15, 2007
MacBook sucks!
Dank eines PowerMac G5 und der Bevorzugung meines heimischen Arbeitsplatz ("daheim ist's doch einfach am schönsten") benutze ich mein mittlerweile einjähriges MacBook wohl nicht derart ausgiebig, wie das andere Leute tun, die das Gerät als Desktop-Ersatz gekauft haben.
Akku-Tausch 9. Mai 2007
Leider war mein Gerät respektive dessen Akku just aus der qualitativ schlechten Serie. Nur wenige Tage, nachdem ich auf Heise diese Meldung gelesen hatte, stieg mein Akku tatsächlich aus. Ein kurzer Ausflug zu DataQuest nach Bern - und ich zottelte wieder ab, ohne einen Ersatz-Akku erhalten zu haben. Grund: Mir fehlte der Kaufbeleg mit Seriennummer. Erst im Zug kam mir in den Sinn, dass der Techniker einfach den neuen Akku hätte einbauen können und die Seriennummer über das Apfel-Menu hätte auslesen können. Ich wurde den Verdacht nicht ganz los, dass man mich schnell abservieren wollte.
Am nächsten Tag hatte ich hingegen Glück - die Rechnung blieb im Rucksack, der andere Techniker scherte sich nicht um Seriennummern und tauschte den Akku innert weniger Minuten um.
Mit dem guten Gefühl, kurz vor Ende der einjährigen Garantiezeit einen frischen 200 SFr.-Akku "geschenkt" bekommen zu haben, liess mich beruhigt nach Hause gehen.
Leider hielt die Freude über das Geschenk aus dem Hause Jobs Apples nicht lange.
Akku-Tausch 28. August 2007
Am 28. August stand ich wieder in der Filiale, weil mein Akku nicht mehr erkannt wurde und Mac OS X beim Betrieb an der Stromdose in der Menuleiste nur noch eine Batterie mit schwarzem X anzeigte.
Das Austauschverfahren war wohl wegen einigen schwarzen Schafen stark verkompliziert und bürokratisiert worden: Zwar war die Seriennummer nebensächlich, doch ich musste das Gerät über Nacht im Geschäft lassen und auch noch mein Administratorpasswort hinterlegen. Ich legte dazu im Geschäft einen Account 'Administrator' an, da ich es als äusserst fahrlässig erachtete, einen Techniker in meinem persönlichen Account herumwühlen zu lassen. Da mein Account aber nicht mit FileVault gesichert ist, hätte man dennoch ohne weiteres auf meine persönlichen Dokumente zugreifen können ... suboptimal!
Am nächsten Tag konnte ich das Gerät wieder abholen - nach den Tests schien mein Akku "berechtigt", kostenlos ausgetauscht zu werden.
Splitter
Letzte Woche nun der nächste Schicksalsschlag: An der Vorderkante rechts neben dem Touchpad hat sich ein ca. 4mm breiter und 2cm langer Streifen des Plastics gelöst. Mittlerweile habe ich den störenden Defekt behoben.
WLAN-Empfang
Übrigens: Auch das Gerät meiner Freundin, einige Wochen jünger als das meinige, musste schon in Reparatur: Der WiFi-Empfang war fürchterlich. Nachdem der Techniker die Airport-Karte ausgetauscht hatte, hat ihr Gerät nun dieselbe gute Rezeption wie mein Laptop. Vor dem Umbau konnten unsere Geräte nebeneinander stehen und das ihrige ein oder gar zwei Balken weniger Signalstärke anzeigen.
Fazit
MacBooks - ein optimales Gerät für den Heimeinsatz mit qualitativen Mängeln. Dennoch würde ich sofort wieder so ein Gerät kaufen.
Samstag, September 08, 2007
Validität einer Untersuchung
Männer mit intensiver und länger andauernder Handy-Nutzung besitzen deutlich weniger gut bewegliche Spermien und einen tieferen Anteil an Spermien mit normaler Form. Männer, die ihr Handy nur sporadisch nutzen oder gar keines besitzen, weisen klar bessere Werte auf.
Quelle: saldo, 29. August 2007, "Unfruchtbar wegen Handy?", S. 5.
Ich bezweifle die Validität dieser Untersuchung. Wieso? Ich verorte Vielnutzer von Handies unter denjenigen Personen, die es geschäftlich einsetzen (von den armen Seelen einmal abgesehen, die privat ebenso viele Stunden wie ein Manager an der Strippe hängen). Ich denke mir, dass ein vielbeschäftigter Manager mit 70-Stunden-Woche eine Vielzahl anderer negativer Einflussfaktoren auf seine Spermien einwirken lässt: Stress, wenig Schlaf, kaum Sex, schlechte Ernährung, Drogen- und Medikamentenmissbrauch. Mit dem Handy zu telefonieren ist da nur noch ein Tropfen auf den feuerheissen Stein - oder werden Spermien seit neuestem im Mittelohr produziert?
Labels: Kunde, Medizin, Technologie, Wissen, Wissenschaft
Mittwoch, September 05, 2007
Promo-Team infiltriert Tilllate, Partyguide etc.
Ein Bekannter hat mir folgendes Mail zugespielt:
!..PROMOTER GESUCHT..! Hast du Lust auf einen kleinen Nebenjob? Wir von La Campania sind ein neues Promo-Team am zusammenstellen, weil wir jetzt Schweizweit in vielen verschiedenen Clubs der Schweiz arbeiten. Deine Aufgaben währen: Werbung in denn verschiednen Internetportalen wie Tilllate, Partyguide usw.. Deine Eigene Friendsliste zu erstellen Deine Vorteile: Für jeden Namen der von Deiner Friendsliste an die Party kommt, bekommst du 1.50 Fr. Und du hasst an jeder Party die von La Campania veranstaltet wird 2 Gratis Eintritte. Falls dich das interessiert melde Dich bei: m.********@gmx.ch
Ich glaube kaum, dass die Bürokratie zur Überprüfung der Namen auf der Friendsliste dem Anbieter einen Profit ermöglicht. Abgesehen davon: Mein ganz persönlicher Buch-Tipp.
Labels: Freizeit, Kunde, Party, Partyguide, Wirtschaft
Montag, September 03, 2007
Coop Fine Food Sushi sucks!
Am heutigen Montag-Nachmittag zog es mich mit meiner Freundin in das Coop Megastore im Einkaufszentrum Wankdorf Bern. Während sie sich um halb Fünf im Coop Restaurant Kaffee mit einem Stück Torte gönnte, lockte mich wieder einmal in die Fisch-Abteilung des vis-a-vis gelegenen Einkaufszentrums.
Die Sushi fanden sich wie gewohnt in der der Fischauslage gegenüberliegenden Vitrine. Die Verpackung hatte sich aber offensichtlich geändert: Neu umhüllte ein Fine Food-Karton die japanische Spezialität. Glücklicherweise hatte sich trotz dem "Luxus-Branding" keine Preissteigerung ergeben. Ich wähle eine Packung Sushi Osaka für 12.90 SFr.
Was erwartete mich?
- Schludrig verpackt Ein Teil des Lachs des Shake Nigiri (den Namen, wie ihn die Kartonpackung enthüllt) war wohl beim Verpacken vom Plastic-Deckel eingeklemmt worden. Da der Fisch der Luft ausgesetzt war, war dieser Teil ausgetrocknet und ungeniessbar.
- Fehlende Stäbchen Als ich bereits am Restaurant-Tisch bei meiner Freundin Platz genommen hatte, bemerkte ich erst, dass in der Packung Stäbchen fehlten. Zurück am Tresen erklärte man mir, dass es seit dem Wechsel des Lieferanten keine Stäbchen mehr inklusive gebe. Ich wurde in die Haushaltswaren-Abteilung verwiesen (was ich nicht tat). Was soll das?! Wie soll ich bitteschön Take-Away-Sushi essen, wenn Stäbchen fehlen? Anscheinend ist der neue Lieferant doch etwas teuer, weshalb die BWLer die Kostenfaktoren optimiert, sprich die Stäbchen wegrationalisiert haben.
Es kommt noch schlimmer
Die fehlenden Stäbchen wären noch knapp vertretbar gewesen, doch die Qualität der Ware setzte dem negativen Eindruck noch eins drauf: Ich habe noch nie derart hässlichen Sushi-Reis gegessen wie heute Montag! Dies enttäuscht umso mehr, da ich die letzten zwei Male (zuletzt vor einigen Monaten) vorzügliche Take-Away-Sushis vorgefunden hatte.
Auch das Uramaki, das ich heute zum ersten Mal gekostet habe, missfiel mir: Der Fisch war äussert knorpelig, weshalb ich ihn zerbissen wieder ausspucken musste. Die zweite Rolle liess ich unberührt im Abfall verschwindien.
Fazit
Für mich ist Coop Fine Food Sushi gestorben. Da gehe ich lieber zur Konkurrenz und kaufe bei MIGROS Gourmessa im Hauptbahnhof oder in der Marktgasse Take-Away Sushi (von Sushi Mania resp. Japigo).
Offene Fragen
- Einzelfall?
- Unterschiedliche Lieferanten je nach Region?
Mittwoch, August 29, 2007
Billigflieger und die Gepäckstücke
Ryanair-Sprecher Peter Sherrard weist die Kritik zurück: "Dem Passagier entstehen nur dann Kosten, wenn er Gepäck aufgibt." Auf Deutsch: Selber schuld, wer auf eine Reise Gepäck mitnimmt.
Quelle: Saldo, 13/2007, "Billigflieger: Jeder Koffer kostet extra", S. 3.
Nun, im Grunde finde ich es gut, dass Easyjet und Ryanair die obligatorischen Abgaben auf jedes Gepäcksstück einführt. Es vereinbart sich wunderbar mit dem No-Frills-Ansatz: Jeder Wunsch kostet nun halt mal. (Zum Glück sind Flieger mit Stehplätzen noch nicht erlaubt ...). Wer mit Easyjet & Co. fliegt ist ein Pfennigfuchser - wer will es denn der Airline verübeln, wenn sie selber auch zum Pfennigfuchser wird? Da haben sich zwei gefunden ... Jö!
Freie Marktwirtschaft
Wem dieses Geschäftsgebahren nicht passt, darf gerne auf einen Linienflug einer altehrwürdigen Airline ausweisen und hat so seine 20 Kilo-Freigepäck auf sicher. Inklusive einem schöggeli unter einer adrett eingekleideten Flight Attendant.
Kollegenschwein
In diesem Zusammenhang möchte ich an eine kleine Anekdote erinnern, die ich auf meiner ersten Reise nach London diesen Mai erlebte: Da wir über das Wochenende in der Studentenbude eines Kollegen einquartiert waren, konnte ich seinen vor der Abreise geäusserten Wunsch kaum abschlagen, doch noch ein "kleines Gepäckstück" mit auf den Flug zu nehmen ...
Mit Blick auf das obige "Beweisfoto" (Bild Nummer eins, geschossen zwecks Blog-Artikel) darf ich dem geneigten Leser verraten, dass mein Koffer eine braune Farbe trägt ...
Rückblickend lässt sich über diese Aktion sagen:
- Umständlich. Ich reise normalerweise mit meinem braunen Samsonite-Rollkoffer und einer Tasche (Laptop) desselben Herstellers. Wegen des zusätzlichen Gepäckstücks musste ich die handliche Tasche zu Hause lassen - dabei wäre diese Tasche äusserst nützlich, um darin Tickets, Mobiltelefone und das Portemonnaie zu versorgen. Zudem war es mit diesem sperrigen Koffer verdammt schwer, sich in den Doppelstöcker-Intercities umherzubewegen.
- Übergepäck. Der Koffer war nicht nur gross, sondern auch schwer. "Kein Problem", wurde mir am Telefon beschieden, "wenn ich Übergepäck zahlen muss, tischt ihr einfach ein paar Dinge in eure eigenen Koffer um!" Ja, klar, du mich auch! Erstens stehe ich echt nicht darauf, mein Gepäck vor dem Check-In vor Zuschauern auszubreiten - und zweitens möchte ich den Check-In so rasch als möglich hinter mich bringen. Wir hatten Glück im Unglück: Der Koffer war über 20kg schwer, doch die freundliche Dame vom Check-In erliess uns die "Strafgebühr" (ohne irgendwelche Intervention unsererseits).
- Schmuggler. Obwohl der Besitzer des Gepäckstücks ein guter Kollege von mir war - Angst fliegt dennoch ein wenig mit. Selbstverständlich würde er nie im Leben Drogen in seinem Gepäck verstecken (besagte Person hat in ihrem Leben bisher ca. 5 Bier getrunken) ... Doch wer weiss das wirklich so genau? Auch hätten die britischen Zollbeamten sicherlich ausgesprochen Freude, wenn ich ihnen während einer stichprobenartigen Kontrolle gestehen müsste, dass ich keine Ahnung habe, was in dem Koffer so alles um die Welt flöge - da ich den Behälter für einen Kollegen in das Land importiere. Vielleicht fände man einen Koran? Und schon tausche ich bei den hyperventilierenden Briten das kuschlige Hotelbett mit einem Lattenrost in einer Gefängniszelle ... Köstlich denn auch die auf solche Fälle abzielenden Fragen der automatische Check-In-Lösung in Genf-Cointrin (GVA) (siehe Bild Nummer zwei). Natürlich haben wir ... wahrheitsgemäss ... geantwortet.
Labels: Funny, Kunde, Wirtschaft
Mittwoch, August 29, 2007
Verband Schweizer Presse kennt keine robots.txt
Der Verband Schweizer Presse (VSP) befürchtet, dass die Textanrisse auf Google News vielen Lesern genügen und sie deshalb gar nicht erst die Newsportale der Verlagshäuser besuchen. „Wir sind der Meinung, dass Google mit seinem Newsdienst das Urheberrecht verletzt und unlauteren Wettbewerb betreibt“, erklärt VSP-Präsidiumsmitglied Norbert Neininger gegenüber Persönlich.com. [...] am wahrscheinlichsten ist, dass die Schweizer Verleger von Google eine finanzielle Entschädigung für die Verwendung ihrer Texte verlangen.
Quelle: Schweizer Verleger überlegen Klage gegen Google
Liebe Verleger, ich habe euch folgendes zu sagen:
- Eure Webmaster sollten fähig sein, eine robots.txt ins Web-Root zu stellen, wo alle Spider auf Disallow: / angehalten werden.
- Ich lese die Nachrichten von Tagi und NZZ - nicht etwa via Google News, sondern dank (mittlerweile) akzeptierten RSS-Feeds der Online-Redaktion
- Google News benutze ich, wenn ich Informationen zu einem bestimmten Thema suche und dabei a) an der unterschiedlichen Berichterstattung in den verschiedenen Medien interessiert bin sowie b) eine Metasuchmaschine benutzen möchte. Leider hat es die Nachrichtenindustrie bisher verpasst, sich zusammenzuraufen und eine eigene Suchmaschine für Inhalte zu realisieren ... Auch überzeugen mich die Suchfunktionen auf den Online-Ausgaben der Presse überhaupt nicht.
... werfe den ersten Stein!
A propos: Leider muss man bei 3a) immer wieder feststellen, dass auch ihr Zeitungsfritzen kaum besser seid als Google, indem ihr einfach Agenturmeldungen wiedergebt. Resultat: Ich finde 700 gleichlautende Artikel zu einem Thema. Bravo! Zum Schutz dieser Klon-Texte würde ich auch vor Gericht ziehen ...
Meinungsumschwung in Übersee
Medienmogul Murdoch scheint die Zeichen der Zeit erkannt zu haben:
[...] A free WSJ.com, likely with access to a larger, re-energized ad sales force, would likely see an increase in visitors and subsequently ad revenue, potentially siphoning ad dollars from the incumbent premium financial sites. Beyond any explicit marketing of WSJ.com, we believe the site's audience growth would result from an increase in organic cross-linking from other sites around the Internet as bloggers and other sites would increasingly link to WSJ.com articles (freed from subscription barriers), ultimately driving greater relevancy in algorithmic search rankings for the site's articles.
Quelle: «NYT» und «WSJ»: More for free?
Mittwoch, August 15, 2007
iTunes 7.3.2 sucks!
Seit ich iTunes 7.3.2 installiert habe, geht bei mir rein gar nichts mehr bezüglich digitaler Musik. Starte ich iTunes, hängt das Mistprogramm - es wird nur der Menubalken angezeigt, das eigentliche Fenster fehlt. Gleichzeitig erscheint der "Spinning Beachball" (oder die Sat.1-Kugel, wie sie hierzulande auch genannt wird).
Selbst ein
sudo kill -9 1234
auf der Kommandozeile führt zu keinem Erfolg. Der Logout und das Herunterfahren dauert mehrere Minuten, während den ich obige Fehlermeldung wegklicken muss.
Das Problem wird in den Diskussionsforen von Apple diskutiert, eine Lösung ist aber nicht in Sicht - vor allem, wenn ich Empfehlungen wie diese lese:
Download & install iTunes ..... do NOT touch the keyboard or mouse during the entire process .... be patient!
In welchem Jahrhundert stecken wir eigentlich, wenn man Keyboard und Maus während einer Installation nicht mehr bewegen dürfen? Das ist wohl auch so einer dieser "Repair Permissions"-Fraktion - keine Ahnung von Unix, aber diese Reparatur hat es in sich ...
Meine Konfiguration:
PowerMac G5, 1.8GHz-Dual, 1.5GB RAM
Mac OS X 10.3.9
Ob das wohl ein sanfter Fingerzeig Apples ist, um endlich auf Tiger zu wechseln? Mal schauen, was das nächste iTunes-Update bringt.
Nachtrag
Ich versuche nun ein Downgrade auf iTunes 7.2. Hoffen wir, dass sich das Problem so löst.
Freitag, August 10, 2007
Abzocker-Switch verschenkt Geld
Tippen Sie, in welchem Planquadrat der Halter des 1-millionsten .ch Domain-Namens zu Hause ist.
Wenn Sie richtig tippen, nehmen Sie an der Verlosung von einer Million Rappen (Gesamtsumme CHF 10'000.–) teil – aufgeteilt in einen ersten Preis von CHF 5000.– und zehn zweite Preise von je CHF 500.–.
Quelle: Switch 1-Million
Jahrelang zahlten sich Domainnamen-Besitzer fast zu Tode - bis der Preisüberwacher einschritt. Seither fallen die Preise für .ch-Domains regelmässig. Der Preis fiel von 35.-- SFr. auf 27.-- (November 2006) und liegt ab September 2007 noch bei 22.-- SFr.. Auch die "einmalige Registrierungsgebühr" fiel vor einiger Zeit weg. Die Erstregistration einer Domain kostete bis dahin viel Bares zusätzlich.
Mehr zu der Philosophie hinter den SWITCH-Preisen (BWL-Deutsch "Pricing") findet sich im SWITCHjournal vom Juni 2007.
SWITCH ist ein Monopolunternehmen und hat es deshalb nicht nötig, Werbung zu machen. Es gibt schlicht keine Konkurrenz auszuschalten. Was ist also Sinn und Zweck hinter dieser Marketingaktion? Da muss wohl wieder einmal ein Marketing-Fuzzi seinen Job rechtfertigen.
(Nachtrag: Wie ich erfahren habe, gibt es in dieser von Bund und den Universitäten getragenen Stiftung eine ganze Marketing-Abteilung - Himmelarsch!)
Wenn man mit einem Wettbewerb 10'000 SFr. (das sauer verdiente Geld von uns Domaininhaber, die jahrelang grundlos geschröpft wurden) verschenken kann, verdient die Registrierungsstelle schlicht und einfach zu viel. Ich bin für kostendeckende Preise - nicht mehr, nicht weniger. Solche sinnlosen Wettbewerbe sind keine Kernaufgabe einer Registrierungsstelle und gehören deshalb abgeschafft.
(Ich möchte beifügen, dass ich mit den Leistungen des Unternehmens durchaus zufrieden bin - bis jetzt hatte ich keine Vorfälle zu vermelden.)
Donnerstag, August 02, 2007
Bye bye, Betty TV!
Die Vögel zwitscherten tiefgreifende Änderungen in den letzten Tagen von den Dächern, nun scheint das Ende nicht mehr fern:
Swisscom will Betty TV einstellen
Swisscom überlegt sich, die interaktive Fernbedienung Betty TV wieder vom Markt zu nehmen. Ein Entscheid sei noch nicht gefallen, erklärt Swisscom-Sprecher Carsten Roetz gegenüber Cash Daily. Seit Anfang Jahr seien nicht viele neue Kunden dazu gekommen und neue Marketing-Aktionen seien keine geplant, schreibt die Wirtschaftsgratiszeitung.
Quelle: Swisscom will Betty TV einstellen
Wie immer: Jemand hatte eine glänzende Idee, fand einen Geldgeber - und nach Unsummen von Ausgaben merkt man, dass man lieber auf das Bauchgefühl und den Common Sense gehört hätte: Fernsehen ist etwas äusserst passives (abgesehen von diesen ollen Telefon-Quizshows), die Zuschauer lassen sich kaum über Nacht zu "aktiven" Nutzern erziehen. Hinzu kam die umständliche Installation der Gerätschaften - der Todesstoss war vorprogrammiert.
Schenkt mir jemand seine Betty-Fernbedienung, wenn der Laden endgültig dicht macht? Das wäre ein ausgesprochen schönes Sammlerstück für den Setzkasten ...
Labels: Kunde, Schweiz, Swisscom, Wirtschaft
Donnerstag, August 02, 2007
Der Staat und seine Banken (Heute: IKB)
Die IKB hatte sich mit schlecht abgesicherten US-Immobilienkrediten ("Subprime") verspekuliert. Nach FTD-Informationen beteiligen sich Deutsche Bank, Commerzbank und weitere private Institute mit 15 Prozent an einer 3,5 Mrd. Euro hohen Risikoabschirmung für drohende Verluste der IKB-Fonds Rhineland Funding und Rhine Bridge. Weitere 15 Prozent sollen Sparkassen und Landesbanken, Genossenschafts- sowie Förderbanken stemmen. Den Rest trage die KfW, die zudem mit 8,1 Mrd. Euro für die IKB bürgt.
Dass sich alle drei Säulen des Bankensystems - private, öffentlich-rechtliche und genossenschaftliche Institute - an der Rettung der IKB beteiligen, verdeutlicht die Brisanz der Krise.
Quelle: Banken bewahren Märkte vor Crash
Da wollen die Finanzinstitute liberal und frei von staatlichen Eingriffen sein - doch sobald der Ernstfall eintritt und der Markt Versager bestrafen (respektive: liquidieren) würde, kommen neben Privaten anscheinend auch wir Steuerzahler zu Hilfe. Für solche Rettungsaktionen ist der Staat dann anscheinend wieder gut genug.
Die Besitzverhältnisse sind etwas verworren:
Die IKB ist eine privatwirtschaftlich geführte Bank, an der die KfW mit 38 Prozent größter Anteilseigner ist. Die KfW wiederum gehört zu 80 Prozent dem Bund, zu 20 Prozent den Ländern.
Quelle: CDU kritisiert Privatgeschäft der KfW
Nun hat also auch Deutschland "ihre" ZKB-Geschichte - hier wie dort scheinen sich quasi-staatliche Finanzinstitute in Märkten getummelt zu haben, in denen sie nichts zu suchen haben. Und hier wie dort scheint es eklatante Mängel bei der Aufsicht gegeben zu haben:
Inzwischen wird Kritik am Vorgehen der KfW laut, etwa von der FDP: "Es stellt sich die Frage, wenn nun eine KfW-Bürgschaft in Höhe von 8 Mrd. Euro erforderlich ist, warum die Vertreter in den Aufsichtsgremien nicht früher auf das Problem aufmerksam wurden", sagte der Obmann der FDP im Bundestagsfinanzausschuss, Volker Wissing.
Quelle: KfW stellt IKB 8,1 Milliarden Euro zur Verfügung
Dies als weiteres Indiz für meine Vermutung, dass Politiker (insbesondere solche, die sich als "wirtschaftsnah" ausgeben) abgewählt gehören, da sie anscheinend nich fähig sind, ihr diesbezügliches "Wissen und Können" konkret umzusetzen.
Die Financial Times hebt in einem Leitartikel den Mahnfinger gegen einen falschen Eindruck, den die Stützaktion auf den Markt haben könnte:
Aus der Tatsache, dass dieses Geld Staatsvermögen ist, sollte man nicht schlussfolgern, hier sei eine systemgefährdende Bankenkrise mit staatlichen Mitteln abgewendet worden. Vielmehr hat die KfW gehandelt, wie es auch ein privater Eigentümer einer in Gefahr befindlichen Bank tun müsste. Die einzige Lehre, die man aus der IKB-Rettungsaktion ziehen kann, ist die Erinnerung, dass die Eigentümer einer Bank für ihre Fehler haften. Das Finanzministerium sollte indes den Eindruck vermeiden, es sei bereit, mit Staatsgeld auch andere, nicht in Mehrheitsbesitz befindliche Banken im Notfall stützen zu wollen.
[...] Noch schlimmer wäre es aber, wenn staatliche Institutionen jetzt die Hoffnung wecken würden, sie stünden mit Garantien bereit, sobald einer der spekulierenden Finanzakteure wackelt.
Quelle: Bankenkrise - Der Eigentümer haftet
Labels: Deutschland, Finanzen, Kunde, Politik, Schweiz, Wirtschaft
Montag, Juli 30, 2007
Es rumort bei Betty TV
Mir wurde soeben gerade eine elektronische Nachricht weitergeleitet, die ich hier nicht unerwähnt lassen möchte:
Aufgrund unterschiedlicher Auffassungen über die weitere geschäftliche Ausrichtung von Betty TV hat Swisscom entschieden, Wolfram Schmidt mit sofortiger Wirkung freizustellen und ihn von allen Funktionen innerhalb der Betty TV Gruppe zu entbinden.
Dank: Anonym
Es scheint, als wäre meine Frage Wie steht es eigentlich um ... Betty TV? Mitte Juni doch nicht so abwegig gewesen.
Dabei gab es doch vor fünf Tagen freudige Nachrichten zu verbreiten:
Über einen «erfolgreichen Start» hat die deutsche Swisscom-Tochter Betty TV in München am Mittwoch berichtet. Die in der Schweiz wenig erfolgreiche interaktive Fernbedienung sei sechs Monate nach dem Start in Deutschland in über 100 000 Haushalten vertreten, und die Angebote würden «häufig genutzt», heisst es in der Mitteilung vom Mittwoch.
Quelle: Betty TV von Swisscom angeblich in Deutschland gut gestartet
Meine Vermutung: Der Chef kam mit dem unglaublichen Erfolg des Gerätes nicht zurecht ... (Wer Ironie findet, ...). Ein weiteres Glanzprojekt von unserem Monopolisten Swisscom!
Weiterführender Link
“Betty TV”: Bring mir ein Sandwich
Labels: Kunde, Wirtschaft
Montag, Juli 30, 2007
Nach der chinesischen Zahnpasta nun das indische Mehl
Die Thurgauer Unipektin hat unwissentlich einen mit Dioxin verunreinigten Lebensmittelzusatzstoff verkauft. EU-Kommission und Gesundheitsbehörden schlagen Alarm.
Als Verursacher der Kontamination konnte die India Glycols Limited identifiziert werden. Das Unternehmen liefert seit zwei Jahren Guarkernmehl an Unipektin, bisher ohne Probleme, sagt der Chef von Unipektin, Bruno Jud.
Quelle: Zu viel Dioxin in Lebensmittelzusatz
Achse des Bösen
Dieser Fall weckt böse Erinnerungen an die (gefälschte) Colgate-Zahnpasta, die aus China in alle Welt importiert wurde und mit giftigen Chemikalien "gepanscht" war - da bekommt der Begriff "schaumen beim Zähneputzen" eine völlig neue Bedeutung:
Auch in den USA ist Zahnpasta aus China mit Diethylenglykol-Zusatz aufgetaucht, einem giftigen Bestandteil von Frostschutzmitteln oder Bremsflüssigkeit.
Quelle: Giftige Tuben aufgetaucht
Die Geister, die ich rief ...
Dies wäre dann wohl der fahle Nachgeschmack der Globalisierung ... In einem Financial Times-Artikel las ich, dass in den beiden Boom-Ländern Sitten herrschten wie bei uns vor 150 Jahren. Das einzige, was zählt, ist der Profit.
Erst nach und nach wurden hierzulande Gesetze erlassen, Kontrollgremien (die heute derart verteufelten Behörden) geschaffen und Missetäter nach allen Regeln der Kunst bestraft. Es scheint, als ob sich die Geschichte in Asien exemplarisch wiederholen würde. Darf man es den pöhsen, pöhsen aufstrebenden Kapitalisten übelnehmen? Im Grunde machen sie dohc nur, was wir als Religion in alle Welt hinausgetragen haben - wir ernten, was wir gesät haben.
Labels: Kunde, Wirtschaft
Sonntag, Juli 29, 2007
Euro Business Guide: Die Halsabschneider sind wieder da
Heute von info@eubusinessguide.net (Spambots, fresst die Mail-Adresse und spamt den Besitzer zu!) erhalten:
Wer das Kleingedruckte auch liest:
ORDER THE SIGNING OF THIS DOCUMENT REPRESENTS THE ACCEPTANCE OF THE FOLLOWING CONDITIONS AND THE CONDITIONS STATED IN “THE TERMS AND CONDITIONS FOR INSERTION” ON WEBPAGE: WWW.EUROBUSINESSGUIDE.NET THE SIGNING IS LEGALLY BINDING AND GIVES YOU THE RIGHT OF AN INSERTION ON THE ONLINE DATA BASE OF THE EURO BUSINESS GUIDE, WHICH CAN BE ACCESSED VIA THE INTERNET. AND A CD ROM WITH EUROPEAN BUSINESSES IS GRANTED, ALL IN ACCORDANCE WITH THE CONTRACT CONDITIONS STATED IN “THE TERMS AND CONDITIONS FOR INSERTION” ON WEBPAGE: WWW.EUROBUSINESSGUIDE.NET. THE VALIDATION TIME OF THE CONTRACT IS THREE YEARS AND STARTS ON THE EIGHTH DAY AFTER SIGNING THE CONTRACT. THE INSERTION IS GRANTED AFTER SIGNING AND RECEIVING THIS DOCUMENT BY THE SERVICE PROVIDER. I HEREBY ORDER A SUBSCRIPTION WITH SERVICE PROVIDER EU BUSINESS SERVICES LTD “EURO BUSINESS GUIDE”. I WILL HAVE AN INSERTION TO ITS DATA BASE FOR THREE YEARS. THE PRICE PER YEAR IS EURO 990. THE SUBSCRIPTION WILL BE AUTOMATICALLY EXTENDED EVERY YEAR FOR ANOTHER YEAR, UNLESS SPECIFIC WRITTEN NOTICE IS RECEIVED BY THE SERVICE PROVIDER OR THE SUBSCRIBER TWO MONTHS BEFORE THE EXPIRATION OF THE SUBSCRIPTION. YOUR DATA WILL BE RECORDED. THE PLACE OF JURISDICTION IN ANY DISPUTE ARISING IS THE SERVICE PROVIDER’S ADDRESS. THE AGREEMENT BETWEEN THE SERVICE PROVIDER AND THE SUBSCRIBER IS GOVERNED BY THE CONDITIONS STATED IN “THE TERMS AND CONDITIONS FOR INSERTION” ON WEBPAGE: WWW.EUROBUSINESSGUIDE.NET O . B ox 2021, U tr ec ht , T h
Deshalb: Hände weg! Das ganze ist natürlich auch ein versteckter IQ-Test: Wer 990EUR abdrückt, darf sich in die Liga der Deppen einordnen.
Labels: Kunde
Sonntag, Juli 29, 2007
Benzinsparend fahren
"[...] Wir haben moderne, sparsame Motoren, fahren aber wie vor 30 Jahren. Und das ist eben nicht sparsam." Besonders ärgert sich Koch über alte Vorurteile. "Der Motor verrusst nicht im hohen Gang, das Motor-an-aus-Spiel vor Ampeln kostet nicht mehr Sprit, und Kraft bedeutet nicht hohe Drehzahlen."
Schnell hochschalten, so oft wie möglich ohne Gas rollen und an Ampeln oder im Stau Motor aus, das sind zentrale Punkte seines Fahrstils.
Quelle: SonntagsZeitung, 29. Juli 2007, "Ungebremst sparen", S. 81.
Sonntag, Juli 29, 2007
brand eins kaufen!
Der aktuellen Ausgabe von brand eins (Thema: FELHER) liegt die DVD Weltmarktführer - Die Geschichte des Tan Siekmans bei.
Die Scheibe (in der Detailhandels-Version) befindet sich selbstverständlich seit längerem in meiner Mediothek.
Tipp: Jeder, der 2000/01 im Internet-Bereich tätig war und die Dot-Com-Bubble so nicht nur vom Hörensagen kenn, sollte sich das Magazin kaufen und den Film anschauen. Da werden Erinnerungen wach ...
Mittlerweile haben wir ja die nächste Bubble - anderes Gebiet, doch dahinter steckt dasselbe: Gier, gepaart mit Idiotie. Ich sage mir bei Verlockungen immer: Wenn es wirklich so einfach wäre, Geld zu verdienen, wären wir alle stinkreich.
Labels: Kunde, Web, Wirtschaft
Freitag, Juli 27, 2007
Data-Mining StudiVZ
Bevor der StudiVZ-Virus in der Schweiz um sich griff (irgendwann einmal im Frühjahr 2007 begann die virale Infektion der Schweiz von Fribourg her nach Bern ausbreitend), nutzte ein findiger deutscher Programmierer seine Web-Kenntnisse, um mehr als eine Million StudiVZ-Profile abzugrasen. Die Auswertung ("Data-Mining") der so gewonnenen Daten finden sich hier:
StudiVZ - Inoffizielle Statistikpräsentation
Seither hat StudiVZ einiges (Geld & Grips) in Lösungen investiert, um das "crawlen" von Profilen zu verhindern. Als gelegentlicher Benutzer der Plattform sind mir primär zwei Vorsichtsmassnahmen aufgefallen:
- Captchas. Nachdem jemand eine bestimmte Anzahl von Seiten aufgerufen hat, muss er eine in einer Grafik angezeigte Zeichenfolge abschreiben. So verhindert man, dass die Anfragen von einer "Maschine" ausgeführt werden.
- Hashes als User-ID. Anstelle einer aufsteigenden Nummer verwendet man eine Zeichenkette aus Zahlen und Buchstaben, um einen Benutzer eindeutig zu identifizieren. Verwendet man wie bspw. Partyguide Benutzernummern, kann ein selbst geschriebenes Programm die Profile abgrasen, indem ein Zähler in einer Schleife konstant um hochgezählt wird (für Programmierer: i++).
Labels: Kunde, Sicherheit, Web










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