Donnerstag, August 14, 2008
Debian-Pakete downgraden
Seit einem apt-get upgrade habe ich Probleme mit den unter cacti 0.8.7b erstellten Grafiken. Es scheint, als gäbe es ein Problem im Zusammenspiel mit rrdtool 1.2.28 - jedenfalls klagen im cacti-Forum andere Benutzer über dasselbe Problem.
Nun, dann "rollen" wir halt die schuldigen Pakete zurück. Wie? Nun, eigentlich ist es recht simpel:
- Auf packages.debian.org such man nach dem Paket-Namen und ruft dessen Seite auf (stable empfohlen). Hier: packages.debian.org/etch/librrd2
- Dann klickt man unter Download <paket> auf die Architektur des Servers (i386 für Normalsterbliche): packages.debian.org/etch/i386/librrd2/download
- Dort sucht man einen geographisch naheliegenden Mirror aus und klickt dann auf dem Link, um das Paket herunterzuladen. In meinem Fall war es SWITCH: ftp.ch.debian.org/debian/pool/main/r/rrdtool/
- Auf der Kommandozeile tippt man nun
# dpkg -i librrd2_1.2.15-0.3_i386.deb
und hofft, dass es keine Abhängigkeiten mit anderen Paketen gibt - Fertig
Mit librrd 1.2.15 produziert cacti wieder anständige Grafiken, wie Backup meiner MacBook-Festplatte auf den iMac beweist
Mittwoch, Juli 09, 2008
cURL versendet POST- als GET-Request
... und zwar genau dann, wenn man CURLOPT_NOBODY aktiviert.
Dieser Erkenntnis hatte ich nach ca. einer Stunde debuggen meines Twitter-Cron-Jobs. Eine Google-Suche führte dann auch schnurstracks zur Erläuterung des "Bugs", der eigentlich ein Feature ist/sein soll:
Setting CURLOPT_NOBODY to FALSE will now switch the HTTP request method to GET simply because previously when you set CURLOPT_NOBODY to TRUE first and then FALSE you'd end up in a broken state where a HTTP request would do a HEAD by still act a lot like for a GET and hang waiting for the content etc.
If you issue a POST request and then want to make a HEAD or GET using the same re-used handle, you must explicitly set the new request type using CURLOPT_NOBODY or CURLOPT_HTTPGET or similar.
Quelle: [ 2010735 ] setting a CURLOPT_NOBODY option forces GET request
Labels: IT, Linux, Programmierung, Web-Entwicklung
Mittwoch, Juli 09, 2008
HTTP-Traffic mit tcpdump mitschneiden
# tcpdump -i eth1 -w /tmp/dump.txt -s 1024 'tcp port 80'
- -i eth1 gibt das Interface an, auf dem gelauscht werden soll
- -w /tmp/dump.txt, damit der Müll nicht auf der Kommandozeile, sondern in einer Datei landet
- -s 1024 ist wichtig, damit genügend Nutzdaten mitgeschnitten werden (hier: 1024 Bytes)
- 'tcp port 80' beschränkt den Mitschnitt auf HTTP-Traffic (in beide Richtungen)
Die Datei analysiert man dann mittels
$ tcpdump -r /tmp/dump.txt
(weil ich es nicht geschafft habe, auch die Nutzdaten anzuzeigen, musste halt der gute, alte vim für diese Aufgabe herhalten)
Dienstag, Juli 08, 2008
Reiser hat sie tatsächlich umgebracht
Bizarre Story um den Entwickler des Dateisystem ReiserFS:
Der des Mordes an seiner Frau schuldig gesprochene Open-Source-Programmierer und Entwickler eines Dateisystems Hans Reiser hat die Polizei zu der mutmaßlichen Leiche seines Opfers geführt. Zudem hat Reiser gestanden, dass er mit seiner Frau gekämpft und sie dann stranguliert hat, berichten unter anderem die US-Tageszeitung San Francisco Chronicle und ABC News aus eingeweihten Kreisen.
Quelle: heise online - Hans Reiser führt Polizei zur Leiche seiner Frau
Labels: Gesetz, Kriminalität, Linux, Programmierung, USA
Dienstag, Juni 24, 2008
Xdebug-Meldungen verfeinern
Wie man Xdebug installiert, habe ich hier bereits beschrieben. Doch mit der Installation alleine ist es noch nicht getan; das Teufelswerkzeug muss nun auch noch derart konfiguriert werden, dass es dem Entwickler alle wichtigen Informationen liefert.
Die Jungs drüben bei IBM haben sich die Mühe gegeben, die (bezüglich INI-Einstellungen schwer durchschaubare) Dokumentation zu lesen und ihre Konfigurationsparameter im Netz zu publizieren:
xdebug.dump_once = On xdebug.dump_globals = On xdebug.dump_undefined = On xdebug.dump.SERVER = REQUEST_METHOD,REQUEST_URI,HTTP_USER_AGENT xdebug.dump.REQUEST=* xdebug.show_exception_trace = On xdebug.show_local_vars = 1 xdebug.var_display_max_depth = 6
Quelle: Squash bugs in PHP applications with Xdebug
Tönt gut und produziert äusserst detaillierte Fehlermeldungen.
Wer nichts vom korrekten Initialisieren von Variablen hält, sollte xdebug.dump_undefined vielleicht lieber auf Off schalten ...
Wer auf Exceptions setzt und diese sauber abfängt, sollte vielleicht auch xdebug.show_exception_trace auf Off schalten ...
Labels: Linux, PHP, Web, Web-Entwicklung
Freitag, Juni 20, 2008
Runlevel in Debian wechseln
Für viele eine überaus doofe Frage, doch in meinem bereits mehrere Jahre dauernden Linux-Leben war heute tatsächlich das erste Mal, dass ich so etwas durchführen muss.
Aktueller Runlevel
$ runlevel N 3
Quelle: An introduction to run-levels
Runlevel wechseln
# telinit 1
Mittlerweile läuft rsync munter vor sich hin und kopiert Daten von der alten auf die neue Partition ... Hopp Schwiz!
Sonntag, Juni 15, 2008
Wie zwei auskommentierte Zeilen Code SSL-Zertifikate unbrauchbar machten
/* MD_Update(&m,buf,j); */
Quelle: Diff for /openssl/trunk/rand/md_rand.c between version 140 and 141
Labels: Debian, Linux, OpenSSL, Sicherheit, SSL
Dienstag, Juni 10, 2008
Apache 1.3, MySQL 5 und PHP 5 unter Mac OS X auf UTF-8 trimmen
Mittlerweile habe auch ich den AMP-Stack auf meinem MacBook installiert und entwickle damit Web-Applikationen. Damit es bezüglich den Zeichensätzen koscher zu und her geht, musste ich folgende zwei Anpassungen an der Konfiguration vornehmen:
Apache 1.3
(Ich verwende aus Faulheit den mit Tiger mitgelieferten Apache - leider halt noch nicht 2.x)
In der /etc/httpd/httpd.conf wird mit folgendem Befehl eingestellt, dass im Header der HTTP-Antwort UTF-8 als Zeichensatz angegeben wird:
AddDefaultCharset UTF-8
MySQL
In der /etc/my.cnf
init-connect='SET NAMES utf8'
Bei jeder Verbindungsaufnahme (bspw. mysql_connect() via PHP) wird der Zeichensatz der ausgelieferten Daten damit auf UTF-8 geschaltet.
Selbstverständlich muss man aber immer noch aufpassen, in welchem Zeichensatz man Datenbank-Dumps exportiert und wieder einspielt ...
Labels: Apache, LAMP, Linux, Mac, MySQL, PHP, Web, Web-Entwicklung
Sonntag, Mai 18, 2008
PDF unter Mac OS X in ASCII-Text umwandeln
Wenn es auch HTML sein kann: PDF in HTML umwandeln? Gmail!
Mittwoch, Mai 14, 2008
lpd funktioniert nach apt-get upgrade nicht mehr
Kein Wunder, beiss ich mir schon den ganzen Abend die Zähne an diesem Problem aus:
Indeed lprng 3.8.A~rc2-1 comes build with --disable-remote which disables listening on port 515 by default. You have to enable it again with setting
lpd_listen_port=515in lpd.conf to get it back.
Freitag, April 11, 2008
Hilfreiche bash-Shortcuts
- Ctrl+a An den Anfang der Zeile springen
- Ctrl+e Ans Ende der Zeile springen
- Ctrl+w Wort löschen
- Ctrl+u Alles vor dem Cursor löschen
- Ctrl+k Alles nach dem Cursor löschen
- Ctrl+l Bildschirm löschen (wie clear auf der Kommandozeile)
- Ctrl+c Momentan laufenden Befehl abbrechen
- Ctrl+d Logout
Samstag, März 01, 2008
CUE-Sheet für MP3s fehlt?
Da hat man aus hier nicht genannten dubiosen Quellen ein Musik-Album im MP3-Format heruntergeladen - und nun dies: Anstelle der einzelnen Songs liegt ein einziges, grosses MP3 auf der Festplatte. Um das Album auf den iPod zu kopieren und jeden Song einzeln anwählen zu können, muss die grosse Datei ein die Einzelteile zerlegt werden. Aber wie?
Kein Problem! Man bediene sich ...
... um das entsprechende CUE-Sheet (eine einfach aufgebaute Text-Datei, die die exakten Startzeiten der in einem grossen MP3 enthaltenen Lieder aufführt) aufzutreiben.
Unter Linux genügt mp3splt, um die Datei anhand der Angaben in dieser Datei aufzuschlitzen:
mp3splt -c sheet.cue audio.mp3
(Nachtrag: Wie ich gerade bemerke, habe ich darüber ja schon einmal gebloggt; damals empfahl ich aber cuemaster)
Samstag, Februar 23, 2008
Unter Linux und Mac OS X identische Dateien finden
Man bemächtige sich der Sourcen von fdupes, kompiliere diese, lege das Binary im Ordner /usr/local/bin ab (oder in einem anderen, bevorzugten Ordner) und führe fdupes dann im gewünschten Verzeichnis mit den doppelten Dateien aus:
$ fdupes -r .
Wenn man noch die Option -d dran hängt, kann man überzählige Dateien gleich löschen lassen (keine Angst; jeder Löschvorgang benötigt die Bestätigung durch den Benutzer):
$ fdupes -r -d .
(Profis werden sich mit xargs etwas basteln, um den Löschvorgang zu automatisieren)
Labels: Linux
Donnerstag, Januar 31, 2008
Wer kommentiert auf Winkelried.info?
Winkelried ist derzeit die rechte Bastion in der linkslastigen schweizerischen Blogosphäre. Lieblingsthemen:
- Muslime/Islam
- Kriminelle Ausländer
- Linke Journalisten und Medien
- WEF-Demonstranten (Winkelried hostet sozusagen das Facebook der WEF-Demonstranten)
- Sozialhilfe-Missbrauch
- Nachtrag: Die grenzenlose Beschränktheit linker Menschen (s. auch Kommentar)
Leider ist die Qualität der Beiträge oftmals nicht überzeugend, desöfteren sind Texte wirr und wenig schlüssig.
Schmunzeln musste ich heute, als ein "Richard Flühmann" einen Abgesang auf den Informatikstandort Schweiz publizierte. Die Linken seien - wie übrigens an etwa allem, was in der Schweiz derzeit krumm läuft - schuld, dass wir hier nicht zur Weltspitze gehörten.
Im Grund geht es im Artikel darum, dass Winkelried seinen Server im Ausland (konkret: Den USA) betreiben muss, um vor Klagen (von Linken) wegen Verstössen gegen Gesetze (die selbstverständlich von Linken erlassen wurden) gefeit zu sein. Skandal!
Schon einmal etwas von Referendum und Initiative gehört?
Die Untersuchung
Wer sich gelegentlich die Kommentare durchliest, wird hier kaum etwas neues entdecken: Die Kommentare auf Winkelried leben von einigen wenigen, sehr Winkelried-affinen Personen. Manchmal kommt es einem vor, als wäre einfach der polternde Stammtisch aus einem ruralen Dörfchen in das Internet übertragen worden - man ist unter sich, jeder Kommentator plappert dem anderen nach und gibt diesem Recht. Und selbstverständlich wird immer sowas von auf den Tisch gehauen.
Total Kommentare: 673
| 1. | schlechtmensch | 157 | 23.33% |
| 2. | Kulturbereicherer | 83 | 12.33% |
| 3. | framei | 58 | 8.62% |
| 4. | derdernichtlesenkann | 39 | 5.79% |
Die Hälfte der Kommentare (50%) stammen von diesen vier Personen.
Hintergrund
Zur Analyse der Kommentare habe ich die auf der Web-Site aufgelisteten "Top 100"-Beiträge (= Beiträge mit den meisten Ansichten) heruntergeladen.
Hierzu kopierte ich die Liste aus dem HTML-Quelltext der Homepage, fügte diese in TextMate ein und startete die Bereinigung, um die "nackten" URLs zu erhalten:
- Suchen: <li><a href="
Ersetzen: - (leer) - Suchen: /(".*</li>)
Ersetzen: - (leer)
Übrigens, lieber "Webdesigner": Standardkonformes HTML umschliesst eine Schlange von <li>s mit einem <ul>-Tag.
Anschliessend liess ich wget die in der Liste aufgeführten URLs herunterladen:
$ wget -i winkelried-urls.txt
Den Rest der Analyse übernahm ein PHP-Script, das die 100 HTML-Dateien mit PCRE nach dem Pattern /<h4>(.*?)<\/h4>\s<br>\s+schrieb/ durchsuchte, von Links trennte und nach Häufigkeit ordnete.
Nachtrag: Die komplette Liste
| 1 | schlechtmensch | 157 | 23.33% |
| 2 | Kulturbereicherer | 83 | 12.33% |
| 3 | framei | 58 | 8.62% |
| 4 | derdernichtlesenkann | 39 | 5.79% |
| 5 | viktor | 30 | 4.46% |
| 6 | Achilles | 27 | 4.01% |
| 7 | tin | 18 | 2.67% |
| 8 | Loco | 18 | 2.67% |
| 9 | Rose_Auslaender | 17 | 2.53% |
| 10 | gebsn | 15 | 2.23% |
| 11 | musli_weg | 13 | 1.93% |
| 12 | Trojaner | 12 | 1.78% |
| 13 | David | 11 | 1.63% |
| 14 | und_so | 10 | 1.49% |
| 15 | Menahem | 8 | 1.19% |
| 16 | Tyrann | 8 | 1.19% |
| 17 | Landammann | 7 | 1.04% |
| 18 | hinschauende | 6 | 0.89% |
| 19 | protectisrael | 6 | 0.89% |
| 20 | Rudenz | 6 | 0.89% |
| 21 | asylstrasse | 6 | 0.89% |
| 22 | schwizli | 5 | 0.74% |
| 23 | Rütliborat | 5 | 0.74% |
| 24 | benzmann | 4 | 0.59% |
| 25 | hoppelhase | 4 | 0.59% |
| 26 | Schafspelz | 4 | 0.59% |
| 27 | set_it_straight | 4 | 0.59% |
| 28 | mauluege | 3 | 0.45% |
| 29 | hofmae | 3 | 0.45% |
| 30 | emeidi | 3 | 0.45% |
| 31 | Oli Garch | 3 | 0.45% |
| 32 | white.elefant | 3 | 0.45% |
| 33 | Toranaga | 3 | 0.45% |
| 34 | elminster | 3 | 0.45% |
| 35 | Winkelried | 3 | 0.45% |
| 36 | Judith | 3 | 0.45% |
| 37 | lionne56 | 3 | 0.45% |
| 38 | Martin Prochazka | 2 | 0.3% |
| 39 | eidgenoss | 2 | 0.3% |
| 40 | msarbach | 2 | 0.3% |
| 41 | Exackt | 2 | 0.3% |
| 42 | Wahlen - Blocher zwischen Staatsstreich und Putsch | DER MISANTHROP | 2 | 0.3% |
| 43 | stammtischpolteri | 2 | 0.3% |
| 44 | Dumdidum | 2 | 0.3% |
| 45 | weissnicht | 2 | 0.3% |
| 46 | www.amade.ch | 2 | 0.3% |
| 47 | Peter | 2 | 0.3% |
| 48 | Tquila_sunrise | 2 | 0.3% |
| 49 | Fracas | 2 | 0.3% |
| 50 | admin | 2 | 0.3% |
| 51 | Markus Giger | 2 | 0.3% |
| 52 | KonradBerlin | 2 | 0.3% |
| 53 | Iceman | 1 | 0.15% |
| 54 | hyde11 | 1 | 0.15% |
| 55 | Wisi | 1 | 0.15% |
| 56 | Winkelruedi | 1 | 0.15% |
| 57 | AmonAmarth | 1 | 0.15% |
| 58 | links.mitte.rechts | 1 | 0.15% |
| 59 | Blocher weg - Unterstützt die SVP! « Leben - Gedanken - Blog | 1 | 0.15% |
| 60 | WINKELRIED.INFO » Herman bedauert Äusserungen über Nazi-Zeit | 1 | 0.15% |
| 61 | wilderer | 1 | 0.15% |
| 62 | donaldson | 1 | 0.15% |
| 63 | HellerBarde | 1 | 0.15% |
| 64 | Dominik Hennig | 1 | 0.15% |
| 65 | omc | 1 | 0.15% |
| 66 | David Frankfurter | 1 | 0.15% |
| 67 | mousseman | 1 | 0.15% |
| 68 | Antisemitismus im Wahlkampf : PROTECT-ISRAEL.CH | 1 | 0.15% |
| 69 | WINKELRIED.INFO » SRG-Haldimann: durch Fehler zur Selbsterkenntnis? | 1 | 0.15% |
| 70 | M.Giger | 1 | 0.15% |
| 71 | Anno_Domini | 1 | 0.15% |
| 72 | a.k. | 1 | 0.15% |
| 73 | rob debank | 1 | 0.15% |
| 74 | grass | 1 | 0.15% |
| 75 | Ueli Maurer | 1 | 0.15% |
| 76 | Asterix con turbante: la islamización de Germania « NUEVA EUROPA | 1 | 0.15% |
| 77 | Mathematiker | 1 | 0.15% |
| 78 | jdoute | 1 | 0.15% |
| 79 | Eidgenosse | 1 | 0.15% |
| 80 | Brielmaier’s Weblog » Schleudertrauma | 1 | 0.15% |
| 81 | iceman80 | 1 | 0.15% |
| 82 | anaximander123 | 1 | 0.15% |
| 83 | BurimAlbania | 1 | 0.15% |
| 84 | GeistesWelt :: Zottel rettet die Schweiz :: September :: 2007 | 1 | 0.15% |
Labels: Blogosphäre, IT, Linux, Schweiz
Dienstag, Januar 29, 2008
Defekte Windows-Installationen mit Ubuntu und rsync übers Netzwerk sichern
Wie man einen Windows-Rechner mit Knoppix und einer externen USB-Festplatte backupt, habe ich bereits im Artikel Defekte Windows-Installationen mit Knoppix und rsync sichern aufgezeigt.
Nun gehen wir noch ein bisschen weiter: Die Linux-Live-CD der Wahl enthält dieses mal Ubuntu 7.10 und die Backup-Destination ist ein Linux-Server im Netzwerk.
Windows-Partition mounten
Zuerst heisst es, die Windows-Partition zu mounten. Da es sich um Ubuntu handelt, wird die Platte nicht automatisch in /etc/fstab aufgenommen (Knoppix tut das meines Wissens), weshalb man nicht einfach ein
# mount /dev/hda1
machen kann.
Zuerst erstellt man sich deshalb ein Verzeichnis unter /mnt und mountet dann die Partition
# mkdir /mnt/winme # mount -t msdos /dev/sda1 /mnt/winme
Wer sich - wie ich - nicht ganz sicher ist, ob es sich nun um hda1 oder sda1 handelt, muss ausfindig machen, wie die Platte angesprochen wird. Mangels Befehlskenntnis musste ich das graphische Partitionierungstool von Ubuntue heranziehen.
Nachtrag: Einfacher (und auf der Kommandozeile) wäre es vielleicht mit fdisk gegangen ...
FAT oder FAT32?
Während dem Kopieren merkte ich dann, dass die Dateinamen abgeschnitten werden (8+3 halt, willkommen in der DOS-Welt!). Deshalb wäre es das nächste Mal wohl angebracht, beim mounten ein anderes Dateisystem anzugeben:
# mkdir /mnt/winme # mount -t vfat /dev/sda1 /mnt/winme
Da ich dies nicht probiert habe, kann ich nicht sagen, ob vfat als Option existiert und FAT32-Partitionen mit langen Dateinamen mountet ...
Files rüberspitzen
Sobald die Platte gemountet ist (in meinem Fall wütete während Minuten zuerst noch dosfsck und produzierte eine Menge wiederhergestellter Dateien), kann die Kopieraktion beginnen:
rsync -a -v -e ssh /source/dir user@host:/destination/dir
Und irgendwann einmal ist die Kopiererei fertig:
sent 4589083864 bytes received 958590 bytes 3190853.29 bytes/sec total size is 4585802793 speedup is 1.00
Labels: Linux, PC-Support, Windows
Sonntag, Januar 27, 2008
YouTube-Video mit mplayer in MP3 konvertieren
$ mplayer -vc null -vo null -ao pcm:file=song.wav song.flv
Quelle: Tonspur von Youtube Videos in MP3/OGG Datei wandeln
Wer keine Ahnung hat, wie man die URL eines YouTube-Videos ausfindig macht, wie man die flv-Datei mit wget herunterlädt, noch nie von mplayer gehört hat und nicht weiss ist, was eine Shell ist, dem wird empfohlen, den Song im iTunes Music Store zu kaufen. Oder er ackert die Anleitung durch ...
PS: Ich habe mir folgenden Song runtergeladen:
Mittwoch, Januar 09, 2008
Treppenbildung beim Einfügen von Code in vim
Da auch ich zu den faulen Zeitgenossen gehöre, die dann und wann bestehende Teile von Konfigurations-Dateien durch die Gegend kopieren und auf anderen Systemen in Dateien einfügen möchte, habe ich mich immer wieder über die Auto Indentation von vim aufgeregt.
Sobald nämlich Code eingefügt wird, der bereits eingerückt ist, rückt vim den Code eigenhändig erneut ein, was die Einrücktiefe für jede Zeile erhöht.
Die Lösung des Problems ist ganz simpel - ich frage mich gerade, wieso ich nicht längst danach gegoogelt habe:
:set paste
Damit schaltet man vim in den Einfüge-Modus ein, die Einrückung von bereits eingerücktem Text wird damit unterbunden.
Jetzt also nur noch ...
Ctrl+I Apple+V
... und schon steht der Text wie gewünscht in der Datei.
Quelle: Tip #330: how to stop auto indenting
Labels: Linux
Samstag, Dezember 15, 2007
Netzwerkdrucker mit Avahi anpreisen
Wer Mac OS X in einem Netzwerk einsetzt, in dem sich ein etwas teurerer Netzwerkdrucker befindet, wird es längst wissen: Die Dinger preisen sich im Druckdialog unter "Bonjour Printers" automatisch an. Die von Apple (mit?)entwickelte Technologie ist unter vielen Namen bekannt: Rendezvous, Bonjour, mDNS, Zeroconf.
Hier zu Hause betreibe ich einen HP Laserjet 1300 (der kann Postscript, was in heterogenen Umgebungen mit Linux und Mac OS X von Vorteil ist), der am LPT-Port eines Debian GNU/Linux Servers hängt. Druckaufträge aus dem Netzwerk nimmt lprng mit dem LPD/LPR-Protokoll entgegen (CUPS wäre in diesem Fall Overkill).
Als meine Freundin vor Kurzem bei mir zu Besuch war und von ihrem Laptop etwas ausdrucken wollte, erinnerte ich mich an die Einfachheit der Drucker-Installation mit Bonjour. Irgendwie sollte es doch möglich sein, die Funktionalität mit Linux nachzubauen?
Tatsächlich habe ich es nach einigem Pröbeln hingekriegt. Als erstes installiert man den avahi-daemon, der im Hintergrund die ganze mDNS-Geschichte abhandelt:
# apt-get install avahi-daemon
Anschliessend erstellen wir eine XML-Datei unter /etc/avahi/services mit folgendem Inhalt:
$ cat /etc/avahi/services/printer.service <service-group> <name replace-wildcards="yes">HP Laserjet 1300 on ALPHA</name> <service> <type>_printer._tcp</type> <host-name>mad4you.homeip.net</host-name> <port>515</port> <txt-record>txtvers=1</txt-record> <txt-record>rp=Laserdrucker</txt-record> <txt-record>ty=HP Laserjet 1300</txt-record> <txt-record>product=(HP Laserjet 1300)</txt-record> </service> </service-group>
Erläuterung der Anweisungen
- type: _printer._tcp Es wird das LPD/LPR-Protokoll verwendet
- hostname: IP-Adresse oder Domain-Name des Druckservers
- port: 515 Die Portnummer, auf der LPD lauscht
- txt-record: rp=Laserdrucker Sehr wichtig: Der Queue-Name des Druckers auf dem LPD-Server. Stimmt dieser nicht, wird der Druckauftrag nicht angenommen. Wie die definierten LPD-Queues heissen, erfährt man aus /etc/printcap
- ty, product Die Angaben hier sind nicht zwingend nötig - Mac OS X erkennt den Drucker dank diesen Angaben vollautomatisch und richtet die entsprechenden Drucker-Treiber ein (sofern bereits installiert).
Einen gründlichen Einblick liefert die offizielle Dokumentation von Apple: Bonjour Printing Specification
Vielfältige Anwendungsarten
Dieses Protokoll beschränkt sich überhaupt nicht nur auf die Bekanntmachung von Druckern im Netzwerk. Genauso kann man SSH-Server oder Web-Site URLs in den Äther hinaus funken.
Samstag, Dezember 15, 2007
Load average: 87.35
Im Abstand von einigen Wochen ereignet sich auf meinem kleinen Heimserver hier zu Hause ein immer wieder gern gesehenes Schauspiel:
Tasks: 829 total, 54 running Mem[|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||822/1012MB] Load average: 66.20 76.20 87.35 Swp[|| 46/1961MB] Uptime: 118 days(!), 02:10:10
Als ich vor einigen Wochen zum betreffenden Zeitpunkt endlich einmal zu Hause weilte (sonst bin ich in der Nacht von Samstag auf Sonntag irgendwo am rumfeiern), fand ich endlich heraus, wieso es diesen Spike gibt:
$ cat /proc/mdstat
Personalities : [raid0] [raid1]
md0 : active raid0 md10[0] md11[1]
488390656 blocks 1024k chunks
md11 : active raid1 hdg1[0] hdk1[1]
244195904 blocks [2/2] [UU]
[===========>.........] check = 58.2% (142331328/244195904) finish=60.5min speed=28042K/sec
md10 : active raid1 hde1[0] hdi1[1]
244195904 blocks [2/2] [UU]
[==========>..........] check = 54.4% (132947904/244195904) finish=70.5min speed=26291K/sec
unused devices:
Ganz imposant, dass sich der Check der Arrays auch in der Last-Anzeige der USV widerspiegelt.
Labels: Linux
Mittwoch, Dezember 05, 2007
monit endlich brauchbar
Monit now sends three icmp echo requests in one cycle by default. It is possible to customize the echo requests count using the count parameter of icmp test [...]
Quelle: Re: Any Ping Sensitivity Adjust
Wie oft habe ich meine INBOX zugespammt erhalten, weil von mir betreute "Server" mit Billig-Netzwerkkarten schlicht und einfach ein ICMP Echo "vergessen" haben? Nun hoffe ich, dass mit
check host myserver with address 192.168.1.1
if failed icmp type echo count 5 with timeout 3 seconds
then alert
Ruhe einkehrt ...
Mittwoch, Dezember 05, 2007
Wenn Sista Özel Frühlingsputz am PC macht ...
... zu viele Dateien löscht und das Gerät beim nächsten Neustart nicht mehr hochkommt, muss der Bruder ran.
Die Vorgeschichte
So geschehen vorgestern Abend: Um genügend Speicherplatz für das Brennen einer CD freizuschaufeln, empfahl ich meiner Schwester WinDirStat, das die Plattenbelegung graphisch anzeigt. Kombiniert mit ihren Administratoren-Rechten (wann habe ich ihr eine solche Berechtigungsstufe vergeben?!) war es nur eine Frage von Minuten, um die ersten paar wichtigen Systemdateien zu löschen.
Meine Sünden
(Es muss hierbei aber doch noch angemerkt werden, dass es eindeutig mein Fehler war, für die Systempartition auf einer 80GB-Festplatte nur 8GB freizuhalten. Immer wieder muss ich in letzter Zeit solche "Jugendsünden" ausbügeln - Windows-Systeme, in diesem Falle Windows 2000, werden mit jedem Monat fetter. Deshalb würde ich heute die Systempartition 80GB gross machen. "Eine System- und eine Datenpartition ist etwas für Sissis!", höre ich die PC-Welt aus dem Walde rufen ...)
Das Problem
Item. Windows 2000 kam also nicht mehr hoch und zeigte nach dem BIOS-Screen folgende Meldung an:
NTLDR fehlt Neustart mit Strg+Alt+Entf
Schön. Nun hatte ich zwei Möglichkeiten: Entweder ich boote von der Windows 2000-Installations-CD. Oder aber ich bemächtige mich meiner Knoppix 5.1-CD.
Die Wahl war sofort klar: Knoppix Erstens, weil die Windows-CD unheimlich lange zum starten hat, zweitens weil die Recovery-Umgebung ... nun gelinde ausgedrückt ... für'n Arsch ist. Weder werden USB-Treiber geladen, noch die Netzwerkkarte erkannt. Auch die Bordmittel wie fixmbr sind zwar schön und recht - doch für was braucht man sowas, wenn man eine Linux Live-CD rumliegen hat?
Knoppix
So sehr ich für Knoppix schwärmen mag - ich kann mich nicht erinnern, dieses Live-System jemals im ersten Anlauf hochgebracht zu haben. Entweder wird das CD-Laufwerk, von dem Knoppix gerade bootet, nicht gefunden, irgendetwas stimmt mit ACPI nicht oder aber - wie heute - der Schirm bleibt nach dem erstaunlich flooten Linux-Boot schwarz (evtl. ein VGA/DVI-Problem).
Mit der Boot-Option failsafe drang ich dann schliesslich bis zum Knoppix-GUI vor. Nach dem Wechsel in die Konsole mittels Ctrl+Alt+F2 mountete ich die Windows-Systempartition:
$ sudo su # mount /mnt/hda1
(klappt übrigens längst auch mit NTFS!) Danach konnte ich eine Inspektion vornehmen:
cd /mnt/hda1 ls -l
Und tatsächlich, neben den einschlägig bekannten Ordner-Namen starrte mich blanke Leere an: Unter C:\ fand sich nur gerade eine Datei, die sich pagefile.sys nannte.
Da hatte meine Schwester also doch tatsächlich alles im Root gelöscht, was nicht niet- und nagelfest war (ich vermute, dass pagefile.sys bei der Löschaktion in Benutzung war, weshalb diese Datei nun wirklich nicht entfernt werden konnte).
On Windows, everything is a file
Nun gut, nicht ganz. Doch ein Versuch war es in diesem Falle wert: Ich ging in den oberen Stock, startete den Windows 2000-Computer meines Vaters und kopierte die Dateien
boot.ini ntdetect.com ntldr
auf einen USB-Stick.
USB-Stick nicht gefunden
In der failsafe-Umgebung von Knoppix wurde der USB-Stick leider nicht erkannt (als ich ihn einsteckte, leuchtete er nicht einmal, was auf deaktivierte USB-Ports hindeutet).
Irgendwie musste ich doch in die "normale" Oberfläche hineinkommen? Reboot.
Ich schaute mir am Knoppix-Boot-Screen mit Druck auf F2 und F3 die Vielzahl der möglichen Optionen an. Dann hatte ich die Lösung gefunden:
boot: knoppix 2
Mit dieser Boot-Option startet Knoppix "nur" in den Runlevel 2, also ohne graphische Ausgabe. Genau, was ich benötigte.
Runlevel 2
Nachdem vorbeiflimmern unzähliger Linien über den Linux-Bootvorgang landete ich bei tty2 und konnte mich meiner Kommandozeilen-Kenntnisse bedienen.
- Mounten der Windows-Systempartition:
$ sudo su # mount /mnt/hda1
- Mounten des USB-Sticks:
# mount /mnt/sda1
- Kopieren der Systemdateien vom USB-Stick auf die Systempartition:
# cp boot.ini ntdetect.com ntldr /mnt/hda1
Fertig! Zu Probezwecken konnte das System nun neu gestartet werden:
# reboot
Und siehe da - nachdem ich die CD aus dem Laufwerk entfernt hatte, starte Windows frisch und munter in den neuen Arbeitstag hinein ...
Labels: Linux, PC-Support, Windows
Dienstag, November 27, 2007
Kleine wget-Tricks
Via ein Video über einen Autisten, der herzergreifend die us-amerikanische Nationalhymne singt ...
... bin ich zum Liedtext vorgedrungen:
Das MP3
Auf derselben Seite werden auch drei Tonspuren der Nationalhymne angeboten; darunter eine von LeAnn Rimes.
Da diese Interpretation saugut tönt, wollte ich mir eine "Sicherheitskopie" anfertigen.
Dies hat sich als komplizierter erwiesen als gedacht (ja, ich bevorzuge den Download per wget - insbesondere, wenn es sich um mehrere Megabyte grosse Inhalte handelt):
beta:~/Desktop mario$ wget http://www.englisch-hilfen.de/mp3/leann_rime.mp3--01:11:32-- http://www.englisch-hilfen.de/mp3/leann_rime.mp3
=> `leann_rime.mp3.1'
Resolving www.englisch-hilfen.de... done.
Connecting to www.englisch-hilfen.de[87.106.2.52]:80... connected.
HTTP request sent, awaiting response... 403 Forbidden
01:11:32 ERROR 403: Forbidden.
Soso ... Aber vorhin konnte ich das Stück im Browser doch ohne Probleme anhören? Zwei Möglichkeiten für die unerwartete Weigerung des Web-Servers kommen mir auf Anhieb in den Sinn:
- Referer-Blocking: Nur wer von der selben Domain auf das MP3 zugreift, darf es herunterladen
- User Agent-Blocking: User Agents wie "wget 1.9.2" etc. wird der Zugriff auf die Datei nicht erlaubt
Als erstes Versuche ich letzteres und gebe der Anfrage einen anderen User Agent-string mit:
beta:~/Desktop mario$ wget --user-agent Mozilla/4.0 http://www.englisch-hilfen.de/mp3/leann_rime.mp3
--01:11:22-- http://www.englisch-hilfen.de/mp3/leann_rime.mp3
=> `leann_rime.mp3'
Resolving www.englisch-hilfen.de... done.
Connecting to www.englisch-hilfen.de[87.106.2.52]:80... connected.
HTTP request sent, awaiting response... 200 OK
Length: 1,910,784 [audio/x-mpeg]
100%[====================================>] 1,910,784 607.03K/s ETA 00:00
01:11:26 (607.03 KB/s) - `leann_rime.mp3' saved [1910784/1910784]
Na also! Das simple "Mozilla/4.0" reicht bereits, um Zugriff auf die Datei zu erhalten.
Internet-Geschichte
Ursprünglich wurde Mozilla nur als firmeninterne Bezeichnung für den Webbrowser Netscape Navigator benutzt. Zum genauen Ursprung des Namens, der sich auf den ersten populären Webbrowser Mosaic bezieht, gibt es mehrere Erklärungen. Eine besagt, dass er sich aus Mosaic Killa zusammensetzt, laut der anderen aus Mosaic meets Godzilla. Möglicherweise treffen sogar beide Erklärungen zu.
Quelle: Mozilla
Montag, November 26, 2007
Das c't vom 26. November 2007
Ein kleiner Streifzug durch die aktuelle Ausgabe der Computerzeitschrift c't:
Offenbar funktioniert Kundenbindung heutzutage nach dem Diodenprinzip und die Kündigung ist dabei die Sperrrichtung. Reinzukommen ist ganz leicht, in der anderen Richtung trifft man auf erheblichen Widerstand.
Quelle: c't, 26. November 2007, "Das Diodenprinzip", S. 1.
Die Expo ist auch als Treffpunkt zwischen Kapitalgebern und Unternehmensgründern konzipiert. In eigenen Workshops gaben Gründer und Investoren Tipps zur Entwicklung von Geschäftskonzepten. Dabei wünschen sich die Kapitalgeber aber "mehr Hacker und weniger MBAs", wie Reshma Sohoni vom Gründer-Netzwerk Seedcamp erklärte.
Quelle: c't, 26. November 2007, "Katerstimmung in Berlin", S. 42.
Swiss fliegt auf Zuverlässigkeit von Windows Server - Linux ohne Starterlaubnis
Ein weiterer Vorteil ist, dass das neue System wesentlich mehr Kapazitäten hat als das alte, das auf 250 Nutzer beschränkt war. [...] "Eine Verbesserung der Uptime auf 99.95% bei gleichzeitiger Kapazitätssteigerung, um mehr Anfragen gleichzeitig zu bearbeiten, ermöglicht es unserem Team, den Anstieg von 30%, den wir bei unserem Online-Vertrieb erleben, spielend abzuwickeln."
Immer schön, wenn sich im Kampf zwischen Gut und Böse auch noch die CIOs ins Rampenlicht stellen:
"[...] Mit Linux hatten wir nicht die nötige Zuverlässigkeit oder Flexibilität." –– Frank Meyer, CIO, SWISS
Mit dieser Aussage stellt sich der CIO gegen den Linux-Erfinder höchstpersönlich:
Torvalds: I think the real strength of Linux is not in any particular area, but in the flexibility. For example, you mention virtualization, and in some ways that's a really excellent example, because it's not only an example of something where Linux is a fairly strong player, but more tellingly, it's an example where there are actually many different approaches, and there is no one-size-fits-all "One True Virtualization" model.
Quelle: Torvalds On Where Linux Is Headed In 2008
Freitag, November 23, 2007
Apache 2.2 gegen LDAP authentifizieren
Die meisten werden es kennen: Wo man sich auch immer in der IT-Landschaft bewegt benötigt man Zugangsdaten. Vielerorts sind diese noch nicht vereinheitlicht (Stichwort Single-Sign-On, Kerberos etc.) - Administratoren wie Endbenutzer müssen sich eine Vielzahl von Benutzernamen und Passwörtern merken, um der täglichen Arbeit nachzugehen.
Wenn wie bei mir auf der Arbeit hingegen bereits ein von einer anderen Einheit betriebenes LDAP-Verzeichnis besteht, kann man dieses bei der Bewirtschaftung von Web-Applikationen zur Benutzer-Authentifizierung und -Authorisierung hinzuziehen.
In der hier vorliegenden Anleitung erläutere ich, wie Web-Verzeichnis gegen unbefugten Zugriff geschützt werden. Zum Einsatz kommen Debian und Apache 2.2 - ich gehe davon aus, dass beides bereits ordnungsgemäss installiert und konfiguriert wurde.
OpenLDAP & Hilfsprogramme installieren
Als erstes installiert man OpenLDAP sowie die ldap-utils mit einigen nützlichen Hilfsprogrammen:
apt-get install slapd apt-get install ldap-utils
OpenLDAP lässt man aber unkonfiguriert, denn ein aktiver LDAP-Server befindet sich ja bereits im Netzwerk und versieht seinen Dienst.
Anschliessend passt man die Konfiguration von OpenLDAP an:
$ cat /etc/ldap/ldap.conf BASE o=org,c=ch URI ldaps://ldap.domain.tld TLS_CACERTDIR /etc/ldap/cacerts TLS_REQCERT never
SSL-Zertifikate
In unserem Falle reichte es, in /etc/ldap einen Symlink auf /etc/ssl/certs einzurichten. Der LDAP-Server verwendet ein Standard-Zertifikat von CyberTrust, welches bei Debian schon von Beginn weg dabei ist (?).
Bei einer frischen Debian-Installation (4.0r3) existiert dieses Verzeichnis nicht; Zertifikate sind auf dem System standardmässig keine vorhanden. Zuerst gilt es nun also, das Zertifikat des Servers herauszufinden:
openssl s_client -connect ldap.domain.tld:636 -showcerts
Anhand dieser Angaben sucht man über Google nach dem "<anbieter> global root" des Anbieters (bspw. Cybertrust) und gelangt so normalerweise sofort zu den gesuchten Information. In meinem Fall war es:
Dieses Zertifikat laden wir uns herunter und legen es im Verzeichnis /etc/ldap/cacerts ab.
Anstelle in der ldap.conf explizit ein Zertifikat anzugeben, überlassen wir es OpenLDAP, das richtige Ding zu eruiren. Das klappt natürlich nur, wenn der Sysadmin des LDAP-Servers nicht selbst ein Zertifikat gebastelt hat.
Testlauf
Um zu überprüfen, ob OpenLDAP korrekt konfiguriert wurde, lässt man eine erste Abfrage laufen:
$ ldapsearch -x "uid=maeby" # extended LDIF # # LDAPv3 # base <> with scope subtree # filter: uid=maeby # requesting: ALL # # maeby, suborg, org, ch dn: ... objectClass: top objectClass: person objectClass: posixAccount objectClass: shadowAccount objectClass: ... objectClass: ... objectClass: ... uid: maeby shadowFlag: 1 description: temporary staff account, imported from domain homeDirectory: /home/maeby uidNumber: 0001 gidNumber: 0010 cn: Mario Aeby loginShell: /bin/bash # search result search: 2 result: 0 Success # numResponses: 2 # numEntries: 1
Wenn dies klappt, geht es zum nächsten Schritt:
Apache 2.2 konfigurieren
Als erstes aktiviert man die zwei LDAP-Module:
$ cd /etc/apache2/mods-enabled ln -s ../mods-available/ldap.load ln -s ../mods-available/authnz_ldap.load
Es empfiehlt sich, einen LDAP-Cache einzurichten. Im selben Verzeichnis (/etc/apache2/mods-enabled) erstellt man deshalb eine Datei ldap.conf mit folgendem Inhalt:
$ cat /etc/apache2/mods-enabled/ldap.conf # Enable the LDAP connection pool and shared # memory cache. Enable the LDAP cache status # handler. Requires mod_ldap and mod_auth_ldap LDAPSharedCacheSize 2000000 LDAPCacheEntries 1024 LDAPCacheTTL 28800 LDAPOpCacheEntries 1024 LDAPOpCacheTTL 28800 # specify shared memory file, to activate cache LDAPSharedCacheFile /var/cache/apache2/ldap.cache
Web-Verzeichnisse schützen
Das Vorgehen ist ähnlich zu einer Authentifikation über eine htpasswd-Datei, abgesehen davon dass man einige andere Befehle einsetzt:
$ cat .htaccess AuthType Basic AuthName Test AuthLDAPURL "ldaps://ldap.domain.tld/o=org,c=ch?uid" AuthzLDAPAuthoritative on AuthBasicProvider ldap Require ldap-user maeby bgates sjobs
Anstelle Benutzer kann man auch Gruppen spezifizieren - oder gar spezielle Filter mitgeben, die erfüllt sein müssen.
Dienstag, November 06, 2007
PHP wirft mime_magic-Fehler
Wenn beim Aufruf von php-cli folgende Fehlermeldungen ausgespuckt werden ...
PHP Warning: mime_magic: type search/400 \\input text/x-tex invalid in Unknown on line 0 PHP Warning: mime_magic: type search/400 \\section text/x-tex invalid in Unknown on line 0 PHP Warning: mime_magic: type search/400 \\setlength text/x-tex invalid in Unknown on line 0 PHP Warning: mime_magic: type search/400 \\documentstyle text/x-tex invalid in Unknown on line 0 PHP Warning: mime_magic: type search/400 \\chapter text/x-tex invalid in Unknown on line 0 PHP Warning: mime_magic: type search/400 \\documentclass text/x-tex invalid in Unknown on line 0
... hilft nur noch das Hash-Zeichen in /usr/share/file/magic.mime. Sucht man nach type search, gelangt man innert Bruchteilen zum fraglichen Block. Beim Kommentieren sollte aber auch
#0 regex [Cc]onstant[[:space:]]+[Ss]tory text/x-inform
nicht vergessen gehen.
Dienstag, November 06, 2007
Mediawiki mit kurzen und schönen URLs
Mediawiki kann über äusserst hässliche URLs wie http://wiki.domain.tld/index.php?title=Startseite oder aber über kurze und schöne URLs in der Form http://wiki.domain.tld/Startseite angesprochen werden.
Wie? Folgende Kurzanleitung soll mir (und allen anderen Leuten da draussenTM) für zukünftige Installationen als Gedankenstütze dienen:
.htaccess
RewriteEngine On
RewriteCond %{REQUEST_FILENAME} !-f
RewriteCond %{REQUEST_FILENAME} !-d
RewriteRule ^(.+) /index.php?title=$1 [L]
LocalSettings.php
$wgArticlePath = "/$1"; $wgUsePathInfo = false;
Übrigens: Wenn ich in solchen Momenten den Code dieses Wiki-Systems näher betrachte, frage mich immer wieder, wie Wikipedia mit einem solchen Murks gross werden konnte.
Welches Wiki überzeugt?
Auf der Arbeit an der Uni verwende ich TWiki (Kurzkritik: Perl *wäh*, simple Dateistruktur, GUI unübersichtlich); auf der Arbeit in der Privatwirtschaft Atlassian Confluence. Dieses gefällt mir von all den Wikis da draussen bisher am meisten. Leider kostet es auch einen saftigen Batzen :-/
Sonntag, Oktober 21, 2007
Defekte Windows-Installationen mit Knoppix und rsync sichern
Vor einiger Zeit wurde ich zu einem Bekannten gerufen, dessen Windows XP nicht mehr aufstarten wollte - selbst im abgesicherten Modus nicht. Nach einigem Herumpröbeln mit Wiederherstellungspunkten gab ich auf und empfahl dem Kunden eine Neuinstallation mit den Recovery-CDs.
Zuerst galt es aber, die bestehenden Daten zu sichern. Was lag näher, als dazu Knoppix heranzuziehen und das Backup mit Linux-Bordmitteln auf eine USB2-Platte zu bewerkstelligen?
- Knoppix-CD einlegen
- BIOS-Einstellungen anpassen, damit von CD gebootet wird
- Beim Boot-Screen ist die Abfrage mit Enter zu bestätigen
- Im vorliegenden Fall kam der PC (Fujitsu Siemens Scaleo P) mit den Standard-Einstellungen nicht hoch. Knoppix blieb bei
accessing knoppix cd at /dev/hdd ...
hängen - Die Boot-Option
knoppix noaudio nodma
(muss auf dem Boot-Screen angegeben und danach mit Enter bestätigt werden) liess das Gerät schlussendlich starten. Kurz nach der Suche nach der Knoppix-CD erschien die Meldungfound primary knoppix compressed image at /cdrom/KNOPPIX/KNOPPIX
- Im vorliegenden Fall kam der PC (Fujitsu Siemens Scaleo P) mit den Standard-Einstellungen nicht hoch. Knoppix blieb bei
- Öffnen eines Terminals/Shells (für Windows-Benutzer: "Kommandozeilen-Interface")
- Windows-Festplatte mounten:
sudo mount /mnt/sda1
- USB2-Festplatte an den Computer schliessen, mounten:
sudo mount /mnt/sdb1
- Daten von Windows-Festplatte mit rsync auf USB2-Disk spiegeln:
cd /mnt/sda1 sudo rsync --verbose -rlt . /mnt/sdb1
Quelle: rsync Tips & Tricks - Auf dem Bildschirm werden in Echtzeit die Dateien angegeben, die gerade kopiert werden. Die meisten Windows-Systeme sind heute mit NTFS formatiert, weshalb der ntfs-3g-Treiber zum Lesen der Windows-Platte benutzt wird.
Nach ein bis zwei Stunden liegen alle Dateien auf der portablen Festplatte, die Neuinstallation kann nun beginnen.
Tipp: Nu wichtige Dateien sichern
Mit der oben erwähnten Methode wird der gesamte Inhalt der Festplatte gesichert. Wer sich ganz sicher ist, dass er nur bestimmte Ordner benötigt, kann dies mit exclude/include-Anweisungen bewerkstelligen. Nähere Auskunft gibt rsync Tips & Tricks. Leider hatte ich immer wieder Probleme mit der korrekten Formulierung von include/exclude-Anweisungen, weshalb ich ein vollständiges Backup vorziehe.
Folgende Dateien könnten übersprungen werden:
- hyberfil.sys (~1GB; Speicherabbild im Schlafmodus)
- pagefile.sys (1.5GB; Auslagerungsdatei)
- System Volume Information/* (507MB; u.a. Wiederherstellungspunkte)
- Windows/$NtUninstall* (WindowsUpdates)
- Windows/$hf_mig$
Mittwoch, Oktober 17, 2007
Mails mit exim4 pipen
Kürzlich hatte ich auf der Arbeit das Problem, dass ein neu eingeführtes Ticketing-System sich automatisch aller auf die Support-Adresse eingehenden Mails annehmen hätte sollen - es aber nicht tat.
Auf dem Server läuft Debian, als MTA ist exim4 installiert.
In /etc/aliases stand nach der erfolgreichen Installation von Request Tracker (RT) bereits alles zum Besten ...
rt3: "|/home/rt3/bin/rt-mailgate --queue incoming --action correspond --url http://rt3.domain.tld"
... sogar die Weiterleitung war aktiv ...
pc-support: rt3
... doch irgendwie wollte die Zustellung der Mails nach RT einfach nicht klappen! In /var/log/exim4/mainlog war nach erfolglosen Mail-Versuchen (vorerst vom localhost aus, später auch aus dem LAN) zu lesen:
2007-10-09 05:23:42 1Ieqtj-0000u4-40 == |/home/rt3/bin/rt-mailgate --queue incoming --action correspond --url http://rt3.domain.tldR=system_aliases defer (-30): pipe_transport unset in system_aliases router
Nach einer etwas längeren Google-Suche war das Problem eingegrenzt: exim4 pipet Mails in der Standardkonfiguration nicht. Die Entwickler raten in der Doku zwar vom Pipen nach herkömmlicher Art ab - aber wenn niemand ein anständiges Beispiel beilegt und die Dokumentation im Kreis herumführt (In Z steht: "Schaue in XY nach" und in XY steht "Schaue in Z nach"), biegt man die Konfiguration halt so um, dass zumindest die "mittelalterliche" und gewohnte Vorgehensweise klappt.
Hierzu mussten in der Datei /etc/exim4/exim4.conf.template (falls eine monolithische Konfigurationsdatei verwendet wird) folgende Zeilen eingetragen werden:
... # for explanation and some workarounds. SYSTEM_ALIASES_USER = rt3 SYSTEM_ALIASES_GROUP = rt3 SYSTEM_ALIASES_PIPE_TRANSPORT = address_pipe system_aliases: ...
Seither gelangen neu eintreffende Mails direkt in das Ticketing-System und warten nun darauf, freiwillig von einem der Supporter übernommen zu werden. Dies scheint ein deutlich grösseres Problem zu sein *zwinker*
Labels: Linux, PC-Support
Samstag, September 15, 2007
Bye bye, SCO!
SCO Group today filed for bankruptcy protection.
Quelle: SCO files for US bankruptcy protection
Endlich ist die Bude hops gegangen. In den letzten Jahren produzierte das Unternehmen nichts substanzielles mehr, als es mit Hilfe einer Horde Rechtsverdreher gegen den Giganten IBM vor Gericht zog. Grund der Klage: IBM habe Unix-Quellcode geklaut und in Linux eingebaut.
Ausser Spesen nichts gewesen: In einem Monat sollen 9 Millionen US-Dollar an die Anwälte überwiesen worden sein. Wenn zwei sich streiten freuen sich am Ende nur die Anwälte.
Labels: Linux, USA, Wirtschaft
Donnerstag, September 13, 2007
MySQL: Table is marked as crashed and should be repaired
Als ich gestern phpMyAdmin auf einem von mir betreuten Web-Server aufrief, erhielt ich folgende Fehlermeldung präsentiert:
#145 - Table './wsu/smt_stats' is marked as crashed and should be repaired
Hossa! In meiner ganzen Karriere habe ich so etwas noch nie erlebt. Nun, was tun? phpMyAdmin verfügt in seiner Oberfläche unter tabelle > Operations > Table Maintenance diverse Möglichkeiten zur Fehlerbehebung:
- Check table
- Analyze table
- Repair table
- Optimize table
Leider waren diese Befehle im aktuellen Fall nicht zugänglich - anstelle der Liste erschien oben genannte Fehlermeldung.
Glücklicherweise kann man in der Tabellenübersicht einer Datenbank Tabellen mit der Checkbox markieren und aus dem Befehle-Drop-Down dann 'Repair' auswählen. Leider brachte dies nichts, die Fehlermeldung erschien weiterhin. Das Problem schien schwerwiegender zu sein, als zuerst angenommen.
Deshalb ging es einerseits rüber zu Google, ums ich über die Möglichkeiten der Tabellenreparatur schlau zu machen, andererseits per SSH auf den Server selbst.
Auf Ways to repair MYSQL Databases fand ich Empfehlungen für solche Fälle, welche ich der Reihe nach ausprobierte.
mysqlcheck
hist-web:~# mysqlcheck -uroot -p wsu smt_stats Enter password: wsu.smt_stats error : Table './wsu/smt_stats' is marked as crashed and should be repaired
Oookey ... der Nächste bitte!
myisamchk
Zuerst fährt man MySQL ordnungsgemäss herunter:
/etc/init.d/mysql stop
Dann kann man sich mit dem Brachial-Tool ans Werk machen:
hist-web:/var/lib/mysql/wsu# myisamchk smt_stats.MYI Checking MyISAM file: smt_stats.MYI Data records: 139144 Deleted blocks: 0 myisamchk: warning: Table is marked as crashed - check file-size myisamchk: error: Size of datafile is: 10473472 Should be: 10473480 - check record delete-chain - check key delete-chain - check index reference - check data record references index: 1 myisamchk: error: Found 139145 keys of 139144 - check record links myisamchk: error: Recordlink that points outside datafile at 10473420 MyISAM-table 'smt_stats.MYI' is corrupted Fix it using switch "-r" or "-o"
Ich tat, wie mir befohlen wurde:
hist-web:/var/lib/mysql/wsu# myisamchk -r smt_stats.MYI - recovering (with sort) MyISAM-table 'smt_stats.MYI' Data records: 139144 - Fixing index 1 Found block that points outside data file at 10473420
Zur Sicherheit überprüfte ich die Tabelle erneut:
hist-web:/var/lib/mysql/wsu# myisamchk smt_stats.MYI Checking MyISAM file: smt_stats.MYI Data records: 139144 Deleted blocks: 0 - check file-size - check record delete-chain - check key delete-chain - check index reference - check data record references index: 1 - check record links
Da alles wieder rosig aussah, konnte man MySQL wieder hochfahren:
/etc/init.d/mysql start
Labels: Linux
Mittwoch, September 12, 2007
VLC gibt Audio von Netzlaufwerk zerhackt wieder
Auf meinem File-Server (Debian GNU/Linux) hier zu Hause liegen unzählige Gigabytes an Musik und Filmen herum. Um sie auf meiner Workstation (Mac OS X) anzuschauen, mounte ich die Verzeichnisse mit dem SMB-Protokoll über das vor einiger Zeit zugekaufte Gigabit-Netzwerk. Zur Wiedergabe benutze ich den Videolan-Client 0.8.6 (heute als VLC bekannt) in der PowerPC-Version.
Leider kommt es immer wieder vor, dass Audio-Signale zerhäckselt ausgegeben werden. Unter Window > Message steht in solchen Fällen folgendes:
main debug: audio output is starving (210051), playing silence
Nachdem ich mich jahrelang um dieses Problem foutiert hatte, platzte mir gestern bei Episode 3 der zweiten Staffel von The IT Crowd der Kragen. Einige Google-Suchen später präsentierte man mir die Lösung:
- Preferences
- Input / Codes
- Access Modules
- File
- Caching value in ms = 5000
Quelle: VLC and wireless networks
So kam ich in den Genuss einer amüsanten Folge, in der einerseits die RIAA hochgenommen wurde (die Anti-Piraterie-Werbung hat sich seit der Austrahlung auf Channel 4 rasant im Netz verbreitet) ...
... andererseits die deutschen Kannibalen persifliert wurden. Anscheinend hat dieser Menschenesser bei den Briten für Furore gesorgt wie niemand mehr seit Adolf:
Mittwoch, September 12, 2007
Mit wget ganze Sites abräumen
wget -r -nd -np -erobots=off "http://server.tld/"
- -r recursive (= folge und Downloade alle verlinkten Dokumente wie HTML-Dateien und Bilder)
- -nd nodirectories (= lege Downloads nicht in Unterordner ab)
- -np noproblem ... eh ... noparent (= folge keinen Links, die eine Ordner-Ebene höher liegen)
- -erobots=off evaluate robots.txt (= beachte robots.txt)
Im Netz habe ich auch noch diese Version gefunden:
wget -m -k -K -E "http://server.tld/"
Hat ebenso gut geklappt.
Montag, September 10, 2007
Wo dpkg seine Installationsscripts ablegt
Vor kurzem hatte ich mit einem .deb-Paket zu kämpfen, dass bei der Installation Probleme verursachte. Nachdem ich mich im Internet kundig gemacht hatte, konnte ich unter
/var/lib/dpkg/info/<paket>.preinst /var/lib/dpkg/info/<paket>.postinst
Einsicht in die Installationsroutine (Shell-Scripts) nehmen und denn Fehler isolieren.
Labels: Linux
Sonntag, September 09, 2007
Kernel Hackers

Quelle: Kernel Summit 2007 group photo, annotated
Dazu das Gespräch mit meiner Freundin per MSN:
Mario: lwn.net/Articles/248891/
Melanie: was si das fürtigi
Mario: programmier vom linux kernel
Melanie: die gseh au chli behinderet us
Mario: ja, wesi würe usgseh wie supermodels würi si äuä ke kernel programmiere ...
Übersetzung für deutsche Mitleser:
Mario: lwn.net/Articles/248891/
Melanie: Was sind das für Leute?
Mario: Programmier des Linux-Kernels
Melanie: Die sehen alle ein wenig behindert aus
Mario: Ja, wenn sie wie Supermodels aussehen würden, würden sie wohl kaum Kernel programmieren ...
Ich halte Millionen Mal mehr auf diesen Jungs als auf alle Heidis, Naomis und Giseles da draussen.
Ferner: The IT Crowd is back!
Die ersten Folgen der zweiten Season der Kult-Serie für Geeks und solche, die es werden möchten, finden sich bereits auf einschlägigen Web-Sites:
Siehe auch: Artikel vom Februar 2006 über die erste Staffel
Freitag, September 07, 2007
ktrace und kdump (strace unter Mac OS X)
Das unter GNU/Linux so nützliche Tool strace findet sich leider nicht unter Mac OS X. Glücklicherweise haben die Macher Darwin aber ktrace mitgegeben, welches die identische Aufgabe erfüllt.
Informationen dazu erhielt ich über eine Dokumentationsseite von Kaspersky sowie über eine vorzügliche Präsentation von den "Kollegen" in Zürich.
Heute habe ich dieses Tool auf der Arbeit benutzt, um auf einem widerspenstigen PowerMac G5 1.6GHz die Applikation Software Update zu debuggen. Jedes Mal, wenn man diese Applikation über das Apfel-Menu aufrief, verbreiterte sich das freie Plätzchen im Dock für einige Hundertstelsekunden, ohne dass aber das Icon erschien. Das Programm konnte aus irgendeinem Grund nicht geladen werden.
Es war wieder einmal der Zeitpunkt gekommen, an dem ich mein geballtes Mac/Unix-Fachwissen anwenden konnte *höhö*
fs_usage
Zuerst einmal durfte sich fs_usage profilieren, indem es mir aufzeigen sollte, was die Applikation beim Start so alles an Dateien aufrief (fs_usage = "Zugriffe auf des Dateisystems"):
[dkf38-222:~] mario% sudo fs_usage | grep pdat 16:19:35 getattrlist /System/Library/CoreServices/Software Update.app 0.000048 Dock 16:19:35 lstat /System/Library/CoreServices/Software Update.app 0.000031 Dock 16:19:35 stat /System/Library/CoreServices/Software Update.app/Contents 0.000016 Dock 16:19:35 open /System/Library/CoreServices/Software Update.app/Contents/Info-macos.plist 0.000039 Dock 16:19:35 open /System/Library/CoreServices/Software Update.app/Contents/Info.plist 0.000018 Dock 16:19:35 open /System/Library/CoreServices/Software Update.app/Contents/Resources 0.000020 Dock 16:19:35 open Services/Software Update.app/Contents/Resources/English.lproj/InfoPlist.strings 0.000033 Dock 16:19:35 lstat /System/Library/CoreServices/Software Update.app 0.000012 Dock 16:19:35 getattrlist /.vol/234881034/22761/Contents/Resources/Software Update.icns 0.000019 Dock
Hmmm - irgendwie nicht das Gelbe vom Ei.
ktrace und kdump
Bevor ich ktrace anwenden konnte, musste ich zuerst das Executable innerhalb des .app-Ordners ausfindig machen (.app-Bundles - dafür sollten die seligen NeXT-Entwickler den think eMeidi Liftetime Achievement-Award erhalten):
/System/Library/CoreServices/Software\ Update.app/Contents/MacOS/Software\ Update
Mit dieser Erkenntnis ausgerüstet, konnte ich mit der Brechstange ktrace hinter den Prozess:
[dkf38-222:~] mario% sudo ktrace /System/Library/CoreServices/Software\ Update.app/Contents/MacOS/Software\ Update
Nichts geschah. Häh? Erst nach reichlichen Überlegungen und Konsultationen von Web-Sites bemerkte ich die nun in ~ liegende ktrace.out, deren man nun mit kdump die Geheimnisse entlocken musste:
[dkf38-222:~] mario% sudo kdump
668 ktrace RET ktrace 0
668 ktrace CALL execve(0xbffffdff,0xbffffd7c,0xbffffd84)
668 ktrace NAMI "./Software Update"
668 ktrace RET execve -1 errno 8 Exec format error
668 ktrace CALL execve(0x9012bf18,0xbffff730,0xbffffd84)
668 ktrace NAMI "/bin/sh"
668 ktrace NAMI "/usr/lib/dyld"
668 sh RET execve 0
668 sh CALL open(0x152c,0,0)
668 sh NAMI "/usr/lib/libncurses.5.dylib"
668 sh RET open 4
668 sh CALL fstat(0x4,0xbffffaf0)
668 sh RET fstat 0
668 sh CALL load_shared_file(0x152c,0x98000,0x441d8,0xbffff900,0x4,0xbffff890,0xbffff904)
668 sh NAMI "/usr/lib/libncurses.5.dylib"
668 sh RET load_shared_file 0
668 sh CALL close(0x4)
668 sh RET close 0
668 sh CALL open(0x1560,0,0)
668 sh NAMI "/usr/lib/libSystem.B.dylib"
668 sh RET open 4
668 sh CALL fstat(0x4,0xbffffaf0)
668 sh RET fstat 0
668 sh CALL load_shared_file(0x1560,0x98000,0x1ac500,0xbffff900,0x4,0xbffff890,0xbffff904)
668 sh NAMI "/usr/lib/libSystem.B.dylib"
668 sh RET load_shared_file 0
668 sh CALL close(0x4)
668 sh RET close 0
668 sh CALL open(0x900006e8,0,0)
668 sh NAMI "/usr/lib/system/libmathCommon.A.dylib"
668 sh RET open 4
668 sh CALL fstat(0x4,0xbffffa80)
668 sh RET fstat 0
668 sh CALL load_shared_file(0x900006e8,0x98000,0x6ac4,0xbffff890,0x3,0xbffff820,0xbffff894)
668 sh NAMI "/usr/lib/system/libmathCommon.A.dylib"
668 sh RET load_shared_file 0
668 sh CALL close(0x4)
668 sh RET close 0
668 sh CALL __sysctl(0xbffffc98,0x2,0xbffffca0,0xbffffca4,0,0)
668 sh RET __sysctl 0
668 sh CALL sigprocmask(0x1,0,0x93a34)
668 sh RET sigprocmask 0
668 sh CALL open(0x797b4,0x6,0x20000000)
668 sh NAMI "/dev/tty"
668 sh RET open 4
668 sh CALL close(0x4)
668 sh RET close 0
668 sh CALL getuid
668 sh RET getuid 0
668 sh CALL getgid
668 sh RET getgid 0
668 sh CALL getuid
668 sh RET getuid 0
668 sh CALL getgid
668 sh RET getgid 0
668 sh CALL sigprocmask(0x1,0,0x93724)
668 sh RET sigprocmask 0
668 sh CALL fstat(0x2,0xbffff960)
668 sh RET fstat 0
668 sh CALL fstat(0x1,0xbffff960)
668 sh RET fstat 0
668 sh CALL sigaction(0x14,0xbffff960,0xbffff9d0)
668 sh RET sigaction 0
668 sh CALL sigaction(0x14,0xbffff960,0xbffff9d0)
668 sh RET sigaction 0
668 sh CALL sigaction(0x2,0xbffff960,0xbffff9d0)
668 sh RET sigaction 0
668 sh CALL sigaction(0x2,0xbffff960,0xbffff9d0)
668 sh RET sigaction 0
668 sh CALL sigaction(0x3,0xbffff960,0xbffff9d0)
668 sh RET sigaction 0
668 sh CALL sigaction(0x3,0xbffff960,0xbffff9d0)
668 sh RET sigaction 0
668 sh CALL sigprocmask(0x1,0,0x94128)
668 sh RET sigprocmask 0
668 sh CALL sigaction(0x3,0xbffff910,0xbffff980)
668 sh RET sigaction 0
668 sh CALL __sysctl(0xbffffa20,0x2,0xbffffa80,0xbffffa28,0,0)
668 sh RET __sysctl 0
668 sh CALL stat(0x100ef0,0xbffff8b0)
668 sh NAMI "/System/Library/CoreServices/Software Update.app/Contents/MacOS"
668 sh RET stat 0
668 sh CALL stat(0x79f24,0xbffff910)
668 sh NAMI "."
668 sh RET stat 0
668 sh CALL getpid
668 sh RET getpid 668/0x29c
668 sh CALL getpid
668 sh RET getpid 668/0x29c
668 sh CALL stat(0x79f24,0xbffff8d0)
668 sh NAMI "."
668 sh RET stat 0
668 sh CALL stat(0x1016a0,0xbffff7c0)
668 sh NAMI "/bin/sh"
668 sh RET stat 0
668 sh CALL stat(0x1016a0,0xbffff7d0)
668 sh NAMI "/bin/sh"
668 sh RET stat 0
668 sh CALL getpgrp
668 sh RET getpgrp 668/0x29c
668 sh CALL sigaction(0x14,0xbffff950,0xbffff9c0)
668 sh RET sigaction 0
668 sh CALL sigprocmask(0x1,0,0x93a34)
668 sh RET sigprocmask 0
668 sh CALL open(0x101de0,0,0x1)
668 sh NAMI "./Software Update"
668 sh RET open 4
668 sh CALL ioctl(0x4,FIODTYPE,0xbffffa60)
668 sh RET ioctl -1 errno 25 Inappropriate ioctl for device
668 sh CALL ioctl(0x4,TIOCGETA,0xbffffa30)
668 sh RET ioctl -1 errno 25 Inappropriate ioctl for device
668 sh CALL lseek(0x4,0,0,0x1)
668 sh RET lseek 0
668 sh CALL read(0x4,0xbffffac0,0x50)
668 sh GIO fd 4 read 0 bytes
""
668 sh RET read 0
668 sh CALL lseek(0x4,0,0,0)
668 sh RET lseek 0
668 sh CALL getrlimit(0x8,0xbffff9f0)
668 sh RET getrlimit 0
668 sh CALL dup2(0x4,0xff)
668 sh RET dup2 255/0xff
668 sh CALL close(0x4)
668 sh RET close 0
668 sh CALL fcntl(0xff,0x2,0x1)
668 sh RET fcntl 0
668 sh CALL fcntl(0xff,0x3,0)
668 sh RET fcntl 0
668 sh CALL fstat(0xff,0xbffffad0)
668 sh RET fstat 0
668 sh CALL lseek(0xff,0,0,0x1)
668 sh RET lseek 0
668 sh CALL sigprocmask(0x1,0,0x93a34)
668 sh RET sigprocmask 0
668 sh CALL read(0xff,0x100180,0x1)
668 sh GIO fd 255 read 0 bytes
""
668 sh RET read 0
668 sh CALL exit(0)
Hmmm. Nachdem ich mich in die Prozeduren eingelesen hatte, fielen mir folgende Zeilen auf:
668 sh CALL ioctl(0x4,FIODTYPE,0xbffffa60) 668 sh RET ioctl -1 errno 25 Inappropriate ioctl for device 668 sh CALL ioctl(0x4,TIOCGETA,0xbffffa30) 668 sh RET ioctl -1 errno 25 Inappropriate ioctl for device
Eine Google-Suche nach "ioctl -1 errno 25 Inappropriate ioctl for device" ergab zwar einige Treffer, doch ich konnte mir keinen Reim daraus machen.
Netzwerk-Einstellungen?
Durch einige gefundene Seiten sensibilisiert erachtete ich nun Netzwerk-Troubles als Ursache. Was liegt da näher, als die Netzwerkeinstellungen zurückzusetzen?
Würde die Maschine unter Windows arbeiten, wären hierzu viele komische Klicks und wohl ein Abstecher in den Registry-Dschungel nötig. Unter Mac OS X hingegen beschränkte sich der Aufwand auf ein simples:
sudo rm /Library/Preferences/SystemConfiguration/preferences.plist
Beim nächsten Zugriff auf die Netzwerkeinstellunge via Apfel-Menu > Location fand ich eine jungfräuliche Netzwerkkonfiguration vor. Leider hat auch dies nichts gebracht.
tcpdump
Nun, der Feierabend rückte unaufweigerlich näher, doch ein cooles Tool wollte ich noch ausprobieren: tcpdump. Fantastisch, was nach dem Aufruf dieses Tools alles über die Shell flimmert - in einem Unternehmens-LAN hört die TCP-Party wohl nie auf *smile*
Leider gab auch dies keine Aufschlüsse über das Problem. Immerhin weiss ich jetzt, dass IP-Adressen, die mit 224.0. beginnen, ganz besondere (Multicast-)Adressen sind ...
Labels: Debug, Linux, Mac, PC-Support
Dienstag, September 04, 2007
exim4: Message is frozen
Heute habe ich in meiner /var/log/exim4/mainlog komischen Zeilen vorgefunden:
2007-09-04 17:15:30 Start queue run: pid=3437 2007-09-04 17:15:30 1ISVRa-0003X6-Ag Message is frozen 2007-09-04 17:15:30 1ISVPl-0003UC-HI Message is frozen 2007-09-04 17:15:30 1ISVSO-0003YE-FE Message is frozen 2007-09-04 17:15:30 End queue run: pid=3437
Folgender Befehl löste (zumindest auf meinem Rechner) die temporäre "Verstopfung" tadellos:
exim4 -qff
Labels: Linux
Mittwoch, August 15, 2007
LaTeX mit maximaler Seitenausnutzung und minimalen Seitenrändern
Heute habe ich eine meiner Web-Applikationen auf der Arbeit um die nützliche Funktion erweitert, PDF-Dateien auszugeben. Der Inhalt ist eine Tabelle (longtable, wer LaTeX-kundig ist), die im Querformat ausgegeben werden soll. Mit den Standardeinstellungen der Dokumentenklasse report konnte sich die Tabelle überhaupt nicht entfalten, weshalb ich mich auf der Suche nach Einstellungen machte, die den auf einer Seite zur Verfügung stehenden Platz maximieren:
\documentclass[10pt,a4paper,landscape]{report}
\setlength\topmargin{0cm}
\setlength\headheight{0cm}
\setlength\headsep{0cm}
\setlength\textheight{160mm}
\setlength\textwidth{245mm}
\setlength\oddsidemargin{0cm}
\setlength\evensidemargin{0cm}
\begin{document}
\end{document}
\textheight{} und \textwidth{} waren dabei die massgeblichen Befehle, auch wenn die anderen \setlengths ihren Teil zum Endprodukt beitragen.
Fazit: Anstelle von 16 habe ich das PDF auf 11 Seiten heruntergerechnet.
Montag, Juli 30, 2007
IIS vs. Apache
Windows Server/IIS
Linux/Apache
In his post, Stiennon explains that both images (shown here) represent a map of system calls that occur when a web server serves a single HTML page with a picture. The same page and picture have been used on both servers for the purpose of testing.
Quelle: Windows vs Linux Server
Wir haben es immer vermutet, jetzt ist es klar: Wer kein Gefrickel will, wählt Open-Source!
In its long evolution, Windows has grown so complicated that it is harder to secure. Well these images make the point very well.
Quelle: Why Windows is less secure than Linux
Freitag, Juli 27, 2007
Datei aus tar-Archiv wiederherstellen
Von Zeit zu Zeit erstelle ich von meinem Linux-Server hier zu Hause ein Backup mit mkcdrec. Das daraus resultierende iso-Image wird dann auf CD gebrannt und in mein Bankschliessfach nach Bern transferiert. Damit ich bei einem Notfall nicht bei meiner Bank vorsprechen muss, belasse ich das iso auf dem Server.
Leider muss ich hie und da auf die Backups zurückgreifen - wie heute. Mit einer blöden Aktion habe ich mir meine named.conf überschrieben. Was nun?
Als erstes habe ich das Image auf meine Workstation (Mac OS X) kopiert und danach gemountet (das Mounten ginge selbstverständlich auch ohne Transfer über das Netzlaufwerk). Danach habe ich die entsprechende Partition gesucht und das Datei-basierte, komprimierte Backup auf den Desktop verschoben.
Als nächstes musste die gz-Datei entpackt werden:
$ gunzip sda7._.tar.gz
Nun haben wir eine tar-Datei rumliegen. Im Normalfall möchte man einige wenige Dateien wiederherstellen, weshalb es sich nicht lohnt, gleich den ganzen Inhalt des "Tape Archives" zurückzuschreiben. Deshalb sucht man den exakten Pfadnamen der Datei, in meinem Fall named.conf:
$ tar --list --file=sda7._.tar | grep named.conf ./etc/bind/named.conf
Mit der obigen Angabe können wir nun die Datei aus dem Archiv herausholen:
$ tar --extract --file=sda7._.tar ./etc/bind/named.conf
Fertig.
Labels: Linux
Samstag, Juli 07, 2007
fink bringt GNU-Software auf den Mac
Der Ordnung halber sei fink erwähnt - wer GNU-Software auf seinem Mac braucht (und demzufolge ein Power-User von Terminal & Co. ist), hat das Ding längst installiert:
How to install Linux applications in OS X - a complete walkthrough
Nebenbei: Leider war ich bisher zu Faul, die Pfad-Variable mit /sw/bin zu ergänzen, weshalb ich jedesmal, wenn ich das gute, alte wget verwenden will, den absoluten Pfad zum Tool angeben muss:
beta:~ mario$ /sw/bin/wget -V GNU Wget 1.8.2 Copyright (C) 1995, 1996, 1997, 1998, 2000, 2001 Free Software Foundation, Inc. This program is distributed in the hope that it will be useful, but WITHOUT ANY WARRANTY; without even the implied warranty of MERCHANTABILITY or FITNESS FOR A PARTICULAR PURPOSE. See the GNU General Public License for more details. Originally written by Hrvoje Niksic.
Alternative
Die Alternative ist Darwin Ports - doch mit diesem Paket-Manager und Repository habe ich (leider) keine Erfahrung.
Samstag, Juli 07, 2007
Mac OS X Terminal einfärben
Nun bin ich also gerade daran, (gemäss Anweisungen der GTD-Gurus) meinen Desktop von altem Ballast zu "decluttern" und arbeite mich durch hunderte von .webloc-Dateien. Eine davon zeigt auf den Artikel Color Your OS X Command Prompt.
Um unter Mac OS X 10.3.9 in den Genuss farbiger Listings zu kommen, muss die Datei ~./bashrc (~./bash_profile geht auch) mit folgendem Inhalt erstellt werden:
export CLICOLOR=1 export LSCOLORS=ExFxCxDxBxegedabagacad
Bei einem schwarzen Hintergrund sind folgende Farben lesbarer:
export LSCOLORS=dxfxcxdxbxegedabagacad
Ausserdem sollte das Terminal unter Preferences auf xterm-color geschaltet werden. Nun noch ein Neustart der Applikation, und fertig ist das Farbenwunder!
Donnerstag, Juni 21, 2007
Wie viele RSS-Abonnenten habe ich? (oder: Shell-Tricks)
Angespornt durch den Artikel 10 Techniques I Used To Go From 0 To 12,000 RSS Subscribers In Seven Months - With No Ads Or Leverage nahm mich Wunder, wieviele RSS-Abonnenten ich denn ungefähr habe.
Dank meinem Hosting-Provider Genotec habe ich Zugriff auf die RAW Log-Files von Apache. Als Stichprobenraum wählte ich den ganzen Monat Mai.
Zur Analyse lud ich die 31 2007-05-*.gz per FTP auf den lokalen PC herunter. Damit war die Arbeit mit dem Mac-GUI erledigt und ich wendete mich einer Mac OS X Terminal-Session zu.
- Entpacken und zusammenfügen der täglichen Log-Dateien zu einem grossen File
gunzip *.gz cat access_log* > access.log
- Herausfiltern der Zugriffe auf atom.xml sowie rss.xml (die beiden Dateien enthalten die Feeds im XML-Format)
cat access.log | grep atom.xml > access-atom.log cat access.log | grep rss.xml > access-rss.log
- Isolieren der Hosts (d bedeutet "Delimiter" oder Trennzeichen; in meinem Fall ist es das Leerzeichen; f bedeutet "Field"). Mit der Kenntnis des Formats des Apache-access.logs sollte es klar sein, dass ich damit die Spalte mit der IP- oder DNS-Adresses des zugreifenden Clients vom restlichen Datenmüll trenne
cat access-atom.log | cut -d " " -f 1
- Nun bringen wir etwas Ordnung in die Sache, fasse Anfragen von identischen Hosts zusammen und geben aus reinem Gwunder auch gleich noch aus, wieviele Anfragen der jeweilige Host verursacht hat:
sort | uniq -c
- Um die Anzahl Abonnenten zu eruieren, benutzen wir das Tool wc (wordcount) mit dem Switch l, der das Tool anweist, Linien (und nicht etwa Wörter) zu zählen
wc -l
Alle Befehle nacheinander gepipet ergeben folgenden Einzeiler (für Zugriffe auf das altmodische atom.xml):
cat access.log | grep atom.xml | cut -d " " -f 1 | sort | uniq | wc -l
Wer
Die Antwort
Im Monat Mai war mein Blog also von 1634* Lesern abonniert.
*) Bemerkungen
- Hinter einem Host können sich auch mehrere Leser verbergen (bspw. Google Reader)
- In dieser Statistik werden auch Hosts gezählt, die im ganzen Monat nur gerade eine Anfrage auf den Feed gemacht haben. Einerseits können dies Leute mit dynamischen IP-Adressen sein, andererseits auch Leute, die ich mit meinem Geschreibsel nicht zu fesseln vermochte.
Qualitative Aussagen
Zu meinen Abonnenten gehören Computer, die (neben anderen) in folgenden Unternehmensnetzwerken stehen:
- Universität Bern
- Universität Zürich
- ZHW
- ISZ
- GIBB
- Universität Leipzig
- Planetlab MIT/Princeton
- UCLA Computer Science
- Ravensbourne College of Design and Communication
- Espace Media
- Swisscom
- Axpo
- Bundesverwaltung
- Netstyle
- Init7
- Merck
Es scheint sogar einen (?) Leser zu geben, der meine Blogs auf seinem Mobiltelefon liest. Suchthaufen! *zwinker*
Google-Kandidaten aufgepasst!
Eine solche Frage kann einem übrigens während einem Telefoninterview mit Google gestellt werden. Merkt euch als die glorreichen cat, grep, cut, sort, uniq, und ihr seid eurem Traumjob näher.






