Donnerstag, Juli 30, 2009
Wenn Fussballfeste tödlich enden
bei den Vernehmungen stoßen die Ermittler auf ein hinderliches Phänomen: Viele Festteilnehmer hatten sich derart heillos betrunken, dass sie keine verlässlichen Angaben machen können. Manche erinnern sich nicht einmal mehr, wie und wann sie nach Hause gekommen sind.
Labels: Deutschland, Fussball, Mord, Party, Sport
Dienstag, Juli 21, 2009
Benutzerkonto auf Party-Communities löschen
Gestern habe ich mich von StudiVZ verabschiedet, heute sind Tilllate, Usgang, Lautundspitz und eine weitere Party-Community dran. Für Leute, die dasselbe vorhaben, hier deshalb die Kurzlinks, um das Vorhaben möglichst rasch umzusetzen:
- Tilllate Unter Help findet man nach einigem Scrollen den Link auf /member/edit/deactivate. Leider erhalte ich die Meldung:
Peinlich!Es hat einen Fehler gegeben. Bitte setze Dich mit tilllate.com in Verbindung.
Nachtrag: Es scheint sich um einen falschen Link in der englischen Hilfe zu handeln. In der deutschen Hilfe wird auf /Member/Edit/more verwiesen, wo der Löschvorgang tatsächlich zu klappen scheint.
- Usgang Unter Hilfe findet sich der Link auf userdelete.php (auch hier muss der Benutzer lange scrollen) - nach Eingabe des Passwortes und einer Begründung gelangt man auf eine "Sind Sie sich wirklich sicher"-Seite, auf welcher man eine Checkbox markieren muss. Ein weiterer Klick - und das Konto ist gelöscht.
- Lautundspitz Unter 01_support.php?page=account kann das Konto löschen - wenn man sich noch an den Freischaltcode erinnern kann. Hä? Einen neuen kann man über die Seite 01_support.php?page=check anfordern.
Bei Digg ist der Weg deutlich komplizierter - obwohl diese Bude Millionen von Dollar an Venture-Kapital eingeheimst hat und viele kluge Köpfe beschäftigt, muss man seinen Account doch tatsächlich manuell, mit einer Mitteilung ans Team, löschen lassen: Contact Us und im Drop-Down Delete Account auswählen. Ein Schelm, wer Absicht dahinter vermutet.
Donnerstag, Juli 16, 2009
Wir feiern hier nicht, wir eskalieren!
Eskalation ist Ollis Lieblingswort, er ruft es in die Busse, er ruft es nachmittags bei der Sangria-Party und abends bei der Tequila-Randale im Aztek, der Disco mit den Plastikreliefs an den Wänden, die an die Azteken erinnern sollen.
Ooops - wo war ich 2000, eine Woche nach der Maturfeier? Rischtiiich, in Lloret de Mar. Auch neun Jahre später hat die Betonsiedlung also nichts von ihrem Glanz verloren.
Bei unserer zusammengewürfelter Truppe gings glücklicherweise nicht nur ums (Eimer-)Saufen. Wir haben auch am Strand gelegen und Fast Food gegessen. Einmal fasste ich allen Mut zusammen und quatschte eine dunkelhaarige Frau an, die es sich am Strand gleich hinter uns bequem gemacht hatte. Wie sich herausstellte, war sie Tschechin und nicht auf Urlaub in Lloret. Sie arbeitete im örtlichen Burger King. Meines Wissens war das die einzige tiefgründige Unterhaltung mit einem weiblichen Wesen dort.
An ein weibliches Geschöpf kann ich mich noch ganz genau erinnern: Susi G* (Name der Redaktion bekannt). Leider weiss ich bis heute nicht, ob das ihr richtiger Name war oder nicht - aber spielt ja auch keine Rolle. Auf alle Fälle lernten wir sie und ihre Kolleginnen in einer Vorglüh-Bar kennen (vgl. den SPIEGEL-Artikel), als ich mit einer etwas allzu aprubten Kopfbewegung das Tablett des Servierers touchierte und die Getränke zu Boden und über ihre Hosen leerte ...
Übrigens: Da wir noch unbedingt die Maturfeier im Stufenbau in Ittigen (BE) miterleben wollten oder mussten, fuhr leider am nächsten Tag kein Car, weshalb wir - so grün wie wir schon damals waren - mit dem Zug nach Lloret fuhren. Damit kann sich wohl kaum jemand rühmen. Empfehlen würde ich es aber trotzdem niemanden.
Labels: Alkohol, Bern, Ferien, Gymnasium, Matur, Party, Reisen, Schweiz, Spanien
Sonntag, Oktober 05, 2008
Tilllate enttäuscht mit Redesign
Nach Jahren im Uralt-Kleid aus der Zeit der Dotcom-Blase ging Tilllate.com am 1. Oktober 2008 mit einem kompletten Redesign online (Dank: Daniel).
Nachdem die meines Erachtens am professionellsten betriebene schweizerische Party-Community im Mai 2008 den Wechsel auf Zend Framework bekannt gab, wollte und musste man wohl die mit MVC neu hinzugewonnene Flexibilität zur Schau zeigen. Wohl kaum zufällig wurde nur wenige Monate nach dem erfolgreichen Relaunch der Codebasis ein Redesign präsentiert. Der umgekehrte Weg wäre aus Sicht eines Entwicklers unlogisch gewesen, jedenfalls dann, wenn man es mit Uralt-Code zu tun hat.
Mit Tech-Blog mit Entwickler-Community in Kontakt
Dank der vorbildlichen Öffentlichkeitsarbeit durch das Tilllate Techblog (auf Twitter halten sich die Entwickler um Silvan Mühlemann leider allzustark zurück) wissen Beobachter, welche und wie viele (mit Betonung auf viele) Personen für die Technik hinter der Web-Site verantwortlich sind, auf welche Probleme sie treffen und welche Tools diese einsetzen.
Der Wechsel von selbstprogrammierten Spaghetti-Code auf das PHP-Framework vom PHP-Entwickler Zend höchstpersönlich zeigt das Bestreben der Entwickler, dort auf Open-Source-Software zu setzen, wo dies angebracht ist und Ressourcen schont. Wieso das Rad hunderte Male neu erfinden oder wieso die Gefahr eingehen, mit selber geschriebenem und schlecht getestetem Code unnötige Sicherheitslücken in die Web-Applikation reinzuschmuggeln? Zend Framework bildet eine - zugegebenermassen voluminöse und teilweise einarbeitungsintensive - Basis, auf der man erfolgreich objektorientierte Web-Applikationen mit dem MVC-Konzept realisieren kann.
Andere Artikel auf dem Blog geben zudem Hinweise auf die Verwendung von SVN zur Versionierung von Applikations-Code sowie auf intensive automatisierte Tests. Tilllate kann selbstbewusst vorgeben, welche Mittel Mitbewerber zum Unterhalt der technischen Infrastruktur bereitstellen müssen, um konkurrenzfähig zu bleiben.
Löbliches ...
Eines muss man Tilllate lassen: Die Site bricht vollständig mit dem alten Design - angesichts deren Alters ein löbliche Entscheidung. Auch zeigt ein Blick auf den Quelltext der Homepage, dass kein einziger Tabellen-Tag gefunden wird. Ein Hinweis darauf, dass man mit den längst verpönten tabellenbasierten Layouts aus der Zeit der Jahrhundertwende in den wohlverdienten Ruhestand geschickt hat. Stattdessen setzt man intensiv auf CSS, was unter anderem auch die vielen Listen zeigen, die sich im Quellcode finden. Aus meiner Sicht die semantisch korrekte Anwendung von HTML-Elementen.
Endlich wurde auch einer meiner innigsten Wünsche erhört: Die Dimensionen der Bilder wurde gegen oben angepasst. Heute surft niemand mehr mit einer Auflösung von 800x600 Pixeln, die Internetleitungen sind äusserst schnell und Datenspeicher wie auch Traffic sollte auch für Tilllate nicht mehr aller Welt kosten, um Bilder mit brauchbaren Dimensionen und ansprechender Bildqualität abzulegen. Leider scheint es bei der Qualität immer noch Abstriche zu geben. Favorit ist und bleibt in dieser Hinsicht Usgang.ch.
Die Bedienung über die Tastatur war längst überfällig und ist tadellos gelöst. So macht das durchstöbern von Event-Gallerien Spass! (Falls es denn zuverlässig klappen würde - mit dem Blocken der Ad-Server wird anscheinend oftmals kein Foto angezeigt, sondern nur ein schwarzes Loch)
... negatives
Dennoch bin ich bezüglich des Gesamteindruckes enttäuscht: Vor drei, vier Jahren hätte ein solches Redesign die Benutzer vielleicht noch entzückt. Doch leider ist mittlerweile 2008 und es gibt längst einen grossen Platzhirsch, um den man auch hier in der Schweiz nicht mehr herumkommt: Facebook.
Diese Bude zeigt mit ihrem Produkt, wie Social Apps fürs Web 2.0 (Buzzword-Alarm!) heutzutage daherkommen müssen, damit diese eine breite Masse ansprechen und sogar von Mammi und Pappi benutzt werden können.
Vergleicht man das "neue" Facebook (auch kürzlich online gegangen) mit dem Vorschlag von Tilllate, gewinnt Facebook klar nach Punkten. Selbstverständlich muss man beifügen, dass Facebook über ein vielfach grösseres Budget verfügen konnte als Tilllate und deshalb dementsprechend eine Heerschar an Entwicklern anheuern konnte.
Man darf aber nicht vergessen, dass gerade das Frontend ebenfalls von (genügend) Profis (Usability-Gurus, Interaktions-Spezialisten, Psychologen und was es fürs GUI-Design alles für Experten gibt) bewirtschaftet werden sollte. Falls Tilllate hier wirklich prominente Unterstützung hatte (wer? wie viele?), müsste ich den UI-Designern bei Tilllate ein äusserst schlechtes Zeugnis ausstellen.
Spezifische Kritikpunkte
Was genau stört mich am Redesign?
- Schwarzer Hintergrund. Ich kenne keine besucherstarke Web-Site, die über einen schwarzen Hintergrund verfügt (spontan: eBay, Amazon, aber auch das ebenfalls kürzlich redesignte Newsnetz mit BernerZeitung und Tagi). Die altbekannte Leier vom Kontrast - ich möchte keine fünf Minuten lang auf eine Web-Site mit solchen Farben schauen.
- Serifen-Schrift Was bei Newsnetz durchaus Sinn macht - man liest dort im Normalfall Medienartikel - ist für eine Party-Community irrelevant. Hier zählt die einfache Bedienung - für Buttons und andere Bedienelemente ist Sans Serif - allen voran die für die Bildschirmanzeige optimierten Microsoft-Fonts - die bessere Wahl. Ganz hässlich: Tilllate mixt Serif- und Serifenlose Schriften ohne ein für mich klar erkennbares Konzept. Wenn wir gerade beim Schriften-Bashing sind: Wieso findet sich die in der Print-Werbung verwendete Schrift nirgends auf der Web-Site wieder? Und wieso nur ist das Logo weiterhin mit der Impact gesetzt?
- Schrift-Grösse Auch wenn Jugendliche in der Regel über gutes Augenlicht verfügen - die Standardschriftgrösse ist einfach viel, viel zu klein!
- Whitespace Die ganze Site macht den Eindruck, als sei sie förmlich mit der Müllpresse komprimiert worden. Motto: Möglichst viel auf einen Screen - und zwar (auch) möglichst viel Werbung. Web-Design im 2008 muss aber atmen können, und Whitespace ist der Schlüssel dazu (Ich gebe mich als Fan von Oli und seinen Information Architects zu erkennen, die für tamedia Newsnetz gestaltet haben - übrigens per Zufall auch die Mutterbude von Tilllate)
- Asset-itis Beim Betrachten einer Photo-Gallery werden um die zwanzig Javascript-Dateien nachgeladen. Muss das sein? Was für den Entwickler angenehm ist, um die einzelnen Libraries abzukapseln, ist für den Browser mühsam. Auch verstehe ich nicht, wieso die Javascript-Dateien alle mit einem GET-Parameter geladen werden? Somit können diese (meines Wissens) vom Browser nicht gecachet werden.
It's the business model, stupid!
Zugegeben - einen frappanten Unterschied gibt es zu Facebook: Tilllate verfügt über einen deutlich besseren Business-Plan, was die nachhaltige Profitabilität anbelangt. Die Überflutung der Titelseite mit Werbung (ich blocke zu Hause Ad-Server auf DNS-Ebene, weshalb die Titelseite recht ruhig erscheint) zeigt deutlich, wie Tilllate die Löhne seiner Mitarbeiter bezahlt.
Zukunftsaussichten
Dennoch bin ich gespannt, ob Party-Communities auch die nächsten Jahre ihre Daseinsberechtigung beibehalten können. Schlussendlich wären Party-Föttelis nur ein Facebook-Feature unter vielen.
So komisch es vor einigen Jahren klang: Doch heute scheint sich der Web-Benutzer daran gewöhnt zu haben, mit dem realen Namen im Web aufzutreten. Aus dieser Warte erscheint die Identifikation der Benutzer mit Nicknames und die Unmöglichkeit, Personen mit ihrem richtigen Namen zu suchen, als zunehmend grosses Manko von Tilllate & Co.
Labels: Medien, Party, Schweiz, Web, Web-Entwicklung
Montag, August 18, 2008
Botellon Schweiz - die Web-Site
Was tat think eMeidi am 4. März 2006, einige Monate nach einem Wochenend-Aufenthalt in Madrid?
On 04.03.2006 the domain name botellon.ch was registered on behalf of Mario Aeby
Was versuchte think eMeidi knapp ein Jahr später?
On 12.02.2007 deletion request 5995558 for the domain name botellon.ch was submitted on behalf of Mario Aeby. We were unable to delete the entry, because we did not receive the domain-name holder's agreement to the deletion on time.
Eigentlich hatte ich damals gedacht, dass dieser soziale Event, eine Mega-Version eines Flash-Mobs, viel rascher in der Schweiz ankommen würde. Ich habe mich getäuscht ...
Doch nun ist es soweit - aus gegebenem Anlass habe ich über das Wochenende die Domain online geschaltet:
(Selbstverständlich gibt es auch Kritik an solchen Events. Dazu vielleicht später einmal etwas ...)
Freitag, Juni 27, 2008
Damals: Abschlussfeier meiner 9. Klasse
Grundsätzlich ist gegen ein Fest zum Schulschluss nichts einzuwenden. Im Gegenteil: Eltern sollen ihre Kinder bei der Organisation eines Festes unterstützen, Verantwortung und vor allem auch die Aufsicht übernehmen; sie sollen also während des Festes anwesend sein und die Kinder oder Jugendlichen nicht unbeaufsichtigt lassen. Weiter empfiehlt die Polizei ein Verbot von Alkohol, Rauchen und Drogen.
[...] „Anlässe an einem Gewässer, im Wald oder überhaupt draussen sind eher gefährlich, wenn sie bis spät andauern“, schreiben die Kommandanten der Stadtpolizeien Grenchen, Olten und Solothurn.
Quelle: polizeinews.ch - So bleiben Schulschlussfeste friedlich
Ich kann mich nicht erinnern, dass bei unserem Fest Mitte der Neunziger Jahre Eltern die Aufsicht hatten und Alkohol verboten war. Die Ortswahl (Schönebrunne) hätte der Polizei überhaupt nicht gepasst. Immerhin stiessen keine Fremden zur Party (wir hatten dank Pesca Frizz plötzlich genügend "Fremde" in den eigenen Reihen).
Labels: Neuenegg, Party, Polizei, Schule, Sicherheit
Freitag, Mai 30, 2008
Sanfte Haus-Renovation mit Facebook
A Brit-owned £4.4m Spanish villa has been laid waste by 400 rampaging teenagers after the owners' 16-year-old daughter posted invites to the mother of all wrecking parties on Bebo and Facebook, the Times reports.
Quelle: Facebook mob trashes £4.4m Spanish villa | The Register
Dienstag, März 18, 2008
Zürcher Partyvögel
smoovegroup steht für die Vermittlung eines Lebensgefühls, das mittels qualitativen und hochstehenden Events zum Ausdruck gebracht wird. So gehören die Labels OUT OF ORDINARY, east2zurich, FANTASTIK und weitere zur smoovegroup. Zudem supporten wir die angesagtesten Events im Raum Zürich und der gesamten Deutschweiz. [...]
Smoovegrup -der jugendliche Arm des SMUV?
Dienstag, März 04, 2008
Aperto im Bahnhof Bern, Samstag 22 Uhr
Wer das Spektakel selbst einmal erleben will, begebe sich kommenden Samstag in die RailCity SBB im Hauptbahnhof Bern, stelle sich vor den Aperto (gleich neben dem Swisscom-Shop) - und sehe und staune.
Hinter den zwei Kassen bilden sich Schlangen bis ans andere Ende des Ladens. Die Käufer und Käuferinnen sind aber nicht nach Fressalien aus oder haben in ihrer WG dringend benötigte Ingredienzen für das Samstag-Abend Dinner nicht mehr vorrätig - nein, es dreht sich alles (bald nach Ladenschluss auch sprichwörtlich) nur um alkoholische Getränke. Da wird Sprit gekauft, mit dem man eine halbe Armee betäuben könnte (nun, vielleicht nicht gerade eine auf Vodka geeichte Rote Armee).
Die Völlerei geht mittlerweile gar soweit, dass man vor dem Laden knapp 18-jährige Mädchen antrifft, die je eine Flasche Weisswein (!) in Händen halten und sich so richtig die Kante geben.
Um 1 Uhr morgens vor dem MAD Wallstreet, ein paar Etagen über dem Aperto, sehen wir dann das Ergebnis des allsamstäglichen Besäufnisses: Zwei Kollegen kümmern sich um ein vornübergebeugtes Mädchen, das beim Coiffeur-Salon an die Ecke kotzt.
Ziel erreicht, Wochenende gerettet.
Labels: Bern, Gesellschaft, Jugend, Party
Freitag, Februar 22, 2008
tilllate Kreditkarte
Wenn wir gerade beim kreditfinanzierten Partyleben sind, darf diese tilllate-Umfrage nicht fehlen.
Freitag, Februar 22, 2008
Wankdorf Club Lounge Events: Saufen auf Pump
Gestern war ich selbstverständlich mit von der Partie, als das neueste Partylokal am Berner Szene-Himmel seine Tore öffnete.
VIPs par excellence
Durch einen glücklichen Zufall erwischten ich und Chlodwig im äusserst schlecht beschilderten Treppenhaus die falsche Türe, standen an der falschen Schlange an und wurden so zu falschen VIPs. Erste Erkenntnis: 20 Stutz (!) Eintritt gespart.
Neues Abrechnungskonzept
Die Betreiber gehen bezüglich der Abwicklung des Konsums neue Wege: Am Eingang erhält man als Vertrauensbeweis ein Kärtli des Anbieters OPC (dies nur als Hinweis am Rande, falls jemand das System überlisten möchte), eine Art Badge, mit der jeglicher Geldtransfer abgewickelt wird: Neben dem Eintrittspreis wird beim Betreten des Clubs auch die allfällige Inanspruchnahme der Garderobe auf das Kärtli gebucht - mangels Jacke konnte ich nicht testen, ob die Rückgabe nur mit dem Kärtli möglich ist (das wäre toll, denn diese blöden Papier-Nümmerli habe ich schon einige Male verloren).
Bei den Toiletten hängt zudem ein Kartenleser, der pedantisch Auskunft über den bisherigen Konsum gibt. Das Servicepersonal kann ebenfalls Auskunft über den Negativsaldo geben.
Der Kunde ist Kredit-König
Im klassischen Sinne stuft der Club jeden Partygänger als höchst kreditwürdig ein und lässt ihn auf Pump saufen. Schöne neue Welt! Mit Recht darf man sagen, dass der/die Wankdorf Club Lounge Event (bescheuerter Name, nicht?) der erste unter den Berner Clubs ist, der konsequent dem amerikanischen Traum - "Leben auf Pump", "buy now, pay later" - nachlebt.
Betriebswirtschaftliches
Selbstverständlich hätte (mit Betonung auf "hätte") ein solches System gewisse Vorteil - primär einmal für den Club-Betreiber:
- Kein Bargeld in den Kassen der Bars
- (theoretisch!) Schnellere Bedienung der Kunden: Kein Wechselgeld nötig, der erneute Weg zurück zum Konsumenten erübrigt sich. An diesem Abend zeigte das System aber noch deutliche Mängel: Das Service-Personal hatte seine liebe Mühe mit dem elektronischen Gerätchen zur Abbuchung der Beträge. Zuwiderhandlung der KISS-Prinzipien werden halt bestraft ...
- Die Konsumenten werden dazu verleitet, mehr zu konsumieren, als sie es mit Bargeld tun würden.
- Eine ganz extreme Form des Überwachungsstaates, die ich gestern nicht erblicken konnte, wäre die Kopplung des Ausschanks mit einem Kärtchen: Auch das Servierpersonal müsste immer zuerst ein Kärtchen registrieren lassen, bevor ein Bier aus dem Kühlschrank genommen oder Vodka aus der Flasche ausgeschenkt werden könnte. So würde dieses "meine Freundin arbeitet an der Bar"-Freeloaderism im Keime erstickt.
Auch für die Kunden lässt sich zumindest einen Vorteil erblicken: Bezahlt wird am Schluss - problemlos auch mit Kredit- (sic!) oder EC-Kärtli. Das gefällt mir, denn die Ausgabenkontrolle bezüglich Freizeitunterhaltung ist bei mir buchhalterisch äusserst schlecht erfasst.
Selbstverständlich ist dies aber auch gleich wieder der grösste Haken: Manch einer wird nach einer durchzechten Nacht an der Kasse am Ausgang in sekundenschnelle ausnüchtern - wenn er hohe dreistellige Beträge zu Gesicht bekommt und bezahlen muss.
Wo Vertrauen ist, sind Betrüger nicht weit
Die Vermutung liegt übrigens nahe, dass der Verlust des Kärtchens mit einer enorm hohen Summe bestraft wird. Sonst könnte sich ja jeder auf Kosten des Clubs Vollaufen lassen und das Kärtchen "dummerweise" kurz vor Ende der Party verlieren. Leider wurden wir beim Eintritt nicht über die Konsequenzen eines Verlustes informiert. Die Strafe wird wohl drakonisch sein (im Notfall legen wohl die Sicherheitsleuge noch "Hand an" - a propos: Swissdate-Mario war auch vor Ort und hat nach dem Rechten geschaut).
Coming soon ...
Eine Kritik des Partygeschehens von gestern Donnerstag Abend fehlt noch. Bereits vorneweg: So ganz hat mich der Laden noch nicht überzeugt, aber das Potential wäre durchaus vorhanden.
Montag, September 24, 2007
Oktoberfest München 2007
(Wird in den nächsten Tagen endgültig komplettiert)
Wortschatz
(Auszugsweise)
- Schottenhammel (Zelt, wo am Samstag "ozapft" wird)
- Spaten (Bier - "Lass dir raten, trinke Spaten")
- Augustinerbräu (Bier)
- Hacker-Pschorr (Bier)
- Ledrhosen (Tracht des Mannes; aus Hirsch- oder Rehleder)
- Dirndl (Tracht der Frau)
Polit-Prominenz
(in Autogrammreichweite angetroffen)
- Oberbürgermeister Ude ohne Frau (?), aber mit Entourage (Rufe aus dem Publikum: "Der Ude!", gefolgt von Applaus)
- Edmund Stoiber mit Frau und Entourage (Kommentar eines neben uns stehenden jugendlichen Bayers: "Der Edmund is mein Vorbild!")
Kulinarisches
- zwei Brezel
- ein halbes Hendl
- Ochsenbraten mit Kartoffelsalat. Letzterer lecker, ersterer etwas zu trocken für meinen Geschmack.
Zu Gast bei Freunden
- Furchterregende Security, teilweise etwas ratlos ("Keine Ahnung, wann wir hier die ersten Leute reinlassen können")
- Jeder Bayer scheint Lederhosen und Dirndl im Schrank hängen zu haben. Niemand schämt sich, damit (auch nüchtern!) durch die halbe Stadt zu laufen (für Schweizer unvorstellbar). Die jüngeren Mädels scheinen zur Schere gegriffen zu haben und zeigen mehr Bein als ihre Mütter und Grossmütter. Wie der freizügige, teils bis zum Bersten gefüllte Ausschnitt der Damen bibelkonform sein soll, verstehen wohl nur die Bewohner des gottwohlgesinnten Freistaates. Männer tragen Lederhosen, kariertes Hemd sowie Halstuch. Ganz wichtig: Wollsocken!
- Türkische Bedienung in traditionellem Kostüm. Die unflätigen Chinesen (s. unten) brechen einen Streit vom Zaun, vergessen aber, dass der Servierer über eine gute Connection
zum Saalschutzzur Security verfügt. Plötzlich stehen etwa sechs grimmig dreinblickende Bären um den Tisch herum. Die Lage kann irgendwie deeskaliert werden. Im Nachgang zeigt der chinesische Reiseleiter auf den Türken und wirft ihm ein "Sie sind gar nicht nett!" an den Kopf. Als eine der Chinesinnen schwächelt (Kopf auf Tisch), tritt die Security wieder heran und bittet die Leute, nun doch endlich zu gehen.
Internationale Kontakte
- pensioniertes Ami-Ehepaar auf Durchreise vom Elsass her kommend, das mit uns an Eingang S-4 des Schottenhammels angestanden ist (gibt ca. 10 Minuten vor uns auf)
- pensioniertes Bayern-Ehepaar. Lieben die Schweiz, insbesondere das Graubünden. Empfinden unsere Serviceangestellte als zuvokommend (in welche Schweiz die sich wohl verirrt haben?), die Kontaktaufnahme mit den Bündnern gestaltet sich als schwierig, glückt aber nach zehn Jahren (wir sind halt Kokosnüsse). Kennen die Alpenwelt deutlich besser als ich.
- zuerst drei, dann fünfköpfige Delegation aus Texas (Dallas). Werden uns vom bayrischen Ehepaar bekannt gemacht: "Das dort is der Gerrrrry, das die Kahrolinaaa und hier noch die Melissa." Später kommt noch der "Stephan" und sein Kollege dazu. Einer der Italo-Stelzböcke verschwindet für zehn Minuten mit dem "Gerrry" und überzeugt ihn, ein T-Shirt als Souvenir zu erstehen. Auch die "Kahrolina" kommt etwas später mit einem Wies'n-Shirt an - und greift wenig später zum Messer, um sich einen anständigen Ausschnitt zu verschaffen. Beim Zuprosten mit einem Italo-Stelzbock schwächelt dessen Mass und geht in die Brüche. Carolina wird an den Finger verletzt und blutet ein wenig, kann sich aber mit mitgebrachten Pflästerli selbst verarzten (Universal Healthcare, anyone?). Ziehen am Montag weiter gen Prag und danach Budapest.
- Italo-Stelzböcke (ca. 35-jährig). Ehefrauen (beim "Giu mit dem meisten Schriiis" ist es bereits die dritte Ehe) zu Hause, brechen die Bier-Dämme und werden alle Frauen im Umkreis von vier Tischen schamlos angetanzt (was die Herren Machos aber wirklich gut können). Ihr Erfolg ist mässig. Dennoch: Giorgo, Roger und wie ihr alle noch heisst - es war lustig mit euch *hehe*
- Schotte im Kilt (ca. 20-jährig) Hatte wirklichs nichts drunter an, was ein Foto auf der Texaner-Digicam beweist - sowie unsere erwiderten Blicke, als sich der Jüngling bei einem Handstand versucht.
- Neureiche Chinesen Jüngerer Textilfabrikant mit zwei Kollegen und zwei Frauen unter der Führung eines seit sechs Jahren in München lebenden "Reiseführers". Der Textilfabrikant ist Kanne-dicht, schreit wie wild um sich, prostet sich durch den halben Block und zeigt dabei sein eindeutig nicht Hollywood-Standards entsprechenden Zahnwerk. Übrigens: Die Chinesen verfügen über neueste Digitalkameras - der Kapitalismus ist halt eben doch eine gute Sache!
Stammtisch-Gepflogenheiten
- Ertönt das Prosit-Lied, gilt es mit allen Nachbarn anzustossen
- Auch wenn das Prosit-Lied gerade mal nicht ertönt, ist es nicht verboten, mit den Nachbarn anzustossen
- Je später die Stunde, je höher der Pegel, desto mehr Leute stehen auf die Bänke - und wollen partout nicht mehr runterkommen (ausser die Schwerkraft obsiegt ...)
Attraktionen
- Achterbahn. Wurde von uns vor dem ersten Mass bestiegen - rückblickend auch besser so. Der Höllenritt war schlimmer als Silverstar (nächstes Jahr stecken wir den Randal dort drauf! *smile*)
- Rutsche (und vorgängiges Föderband). Zu später Stunde soll man sich hier als Zuschauer einen ablachen können - nämlich dann, wenn wieder einmal ein Besoffener das Gleichgewicht auf dem Bank verliert)
Fehler
- Bei strahlend blauem Himmel ohne Hut und Sonnenbrille unterwegs sein/anstehen
- Sich nach dem ausgiebigen Frühstück (ein Auszog'ne und ein Schoggi-Drink) und zwei Stunden Anstehen in der prallen Sonne das erste Mass gönnen
Sonntag, September 16, 2007
Macrobotellon im Hauptbahnhof Bern!
Gestern, als ich mich um zehn Uhr abends am Treffpunkt im Hauptbahnhof Bern einfand, kam mir die Idee des Jahrhunderts: Wir machen es den Spaniern gleich und veranstalten einen Macrobotellon im Hauptbahnhof!
Die spanische Jugend macht seit Jahren den "Botellón", d.h. sie trifft sich, ausgerüstet mit Plastikflaschen, die mit Alkoholmischgetränken gefüllt sind, auf öffentlichen Plätzen zum Trinkgelage.
Quelle: "Wir werden mehr sein"
Die Zahl der Anwesenden hätte schon fast hingereicht, doch natürlich passen in den Hauptbahnhof noch viel mehr Leute rein. Im Bahnhof den Wochenend-Suff zu starten ist seit langem nicht etwa die Ausnahme, sondern die Regel. Auch gibt es genügend Läden, die den wertvollen Rohstoff in rauhen Mengen gelagert haben.
Anstelle also nach dem Treffen mit den Party-Gspänli aus der bernischen "Mainstation" zu verschwinden, bleibt man einfach dort und feiert in der Menschenmenge.
Geniale Idee, nicht?
(Die SBB scheinen zumindest in Zürich ja schon recht gefallen an "Parties im Hauptbahnhof"tm gefunden zu haben ...)
Donnerstag, September 13, 2007
Bewegung in der Party-Portal-Szene
Zuerst erfahre ich, dass Partyguide seit kurzem bloggt, und nun das:
Das Medienunternehmen Tamedia baut seine Online-Aktivitäten weiter aus und beteiligt sich an der Schweizer Nightlife-Plattform tilllate.com.
Quelle: Tamedia beteiligt sich an tilllate AG
Gratulation an Silvan & Co. zu der Anerkennung ihrer Leistung. Da bleibt eigentlich nur die Frage, wieso Tamedia nicht in das "meistbesuchte" Party-Portal investiert hat? Weiss ein Insider mehr?
Nummer 4
Wenn ein anderer, anonym bleibender Informant recht hat, tut sich in der Branche in letzter Zeit viel:
Anderes Gerücht [...] scheint die Usgang.ch GmbH an den Axel Springer Verlag verkauft worden zu sein. Natürlich nicht direkt, sondern über den Umweg Axel Springer -> Verlagsgruppe Handelszeitung -> Amiado AG -> Guestlist.ch GmbH -> Usgang.ch GmbH.
Da ich dieses Gerücht nur aus einer Quelle zugetragen bekommen habe, ist es mir unmöglich, die Behauptung zu bestätigen.
Labels: Party, Partyguide
Donnerstag, September 06, 2007
Wenn Parties keinen Anklang finden
Das Summerfestival in Kiesen hat leider nicht den erwünschten Anklang beim Partyfolk gefunden.
Aus diesem Grund haben wir uns entschlossen, die zwei letzten Partytage am Standort Kiesen (7. und 8. September 2007) abzusagen.
Unser Bestreben, Veranstaltungen auf einem hohem Qualitätsniveau zu organisieren, ist ungebrochen. Wir werden uns aus diesem Grund auf die Organisation der Events in Luzern und Bern konzentrieren.
Bis bald, euer Barstreet-Team
Quelle: Summerfestival in Kiesen - drittes Wochenende abgesagt
Auch das Party-Pflaster im Kanton Bern scheint härter zu werden ...
Mittwoch, September 05, 2007
Promo-Team infiltriert Tilllate, Partyguide etc.
Ein Bekannter hat mir folgendes Mail zugespielt:
!..PROMOTER GESUCHT..! Hast du Lust auf einen kleinen Nebenjob? Wir von La Campania sind ein neues Promo-Team am zusammenstellen, weil wir jetzt Schweizweit in vielen verschiedenen Clubs der Schweiz arbeiten. Deine Aufgaben währen: Werbung in denn verschiednen Internetportalen wie Tilllate, Partyguide usw.. Deine Eigene Friendsliste zu erstellen Deine Vorteile: Für jeden Namen der von Deiner Friendsliste an die Party kommt, bekommst du 1.50 Fr. Und du hasst an jeder Party die von La Campania veranstaltet wird 2 Gratis Eintritte. Falls dich das interessiert melde Dich bei: m.********@gmx.ch
Ich glaube kaum, dass die Bürokratie zur Überprüfung der Namen auf der Friendsliste dem Anbieter einen Profit ermöglicht. Abgesehen davon: Mein ganz persönlicher Buch-Tipp.
Labels: Freizeit, Kunde, Party, Partyguide, Wirtschaft

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