Mittwoch, August 20, 2008
How-To: Mit einem BMW rasen, ohne von der Polizei gebüsst zu werden
Freitag, Juli 04, 2008
Paradoxe Drogengewinne
Dem Mann werden der Handel mit Kokain in grösserem Stil sowie der Verkauf einer unbestimmten Menge an Ecstasy und Marihuana zur Last gelegt. Er dürfte damit einen Gewinn von mehreren zehntausend Franken erzielt haben.
Quelle: polizeinews.ch - Drogenhandel im grösseren Stil aufgedeckt
Die Gewinne (auch als "Risikoprämie" zu deuten) sind ja gerade so hoch, weil der Handel mit harten Drogen verboten ist und die Polizei dagegen vorgeht ... dem Drogenhändler diesen Gewinn verübeln zu wollen empfinde ich als Paradox.
Mittwoch, Juli 02, 2008
Kommt bald die Klima-Polizei?
Amüsant:
In britischen Zeitungen war auch die Rede davon, dass Bürger dazu gezwungen werden könnten, Wärme-Isolierungen in ihre Häuser einzubauen. [...]
"Es gibt die Vorstellung, dass es bis 2050 drakonische Einschränkungen der Bürgerrechte geben wird", sagte Philip Sellwood, Chef der EST, die von der britischen Regierung zur Förderung von Umweltschutzmaßnahmen eingerichtet wurde.
Quelle: SPIEGEL ONLINE - Druckversion - Angst vor Strafen: Briten fürchten "Klima-Polizei" - Wissenschaft
Liebe Briten, ich kann euch beruhigen: Wenn das Barrel Erdöl dereinst mal 400USD Kosten wird, werdet ihr die Isolationen frewillig anpassen. Die Winter in England können verdammt kalt werden - ohne Heizung hält das kaum einer von uns verweichlichten Zeitgenossen aus (ausser Kollege Randal, der dank seiner schlecht isolierten Behausung längst abgehärtet ist).
Abgesehen davon glaube ich nicht wirklich, dass die britische Regierung 2050, Jahre nach Peak Oil, noch funktionsfähig sein wird - und das beinhaltet auch die Fähigkeit, "Recht" durchsetzen zu können.
Eine Hoffnung verbleibt uns noch: Wunder-"Technologie" wird uns vom fossilen Energie-Zeitalter in eine neue Epoche hieven. Und das Leben geht genau gleich weiter, wie wir es uns gewohnt sind.
Dank: Jan
Labels: Energie, Grossbritannien, Politik, Polizei
Freitag, Juni 27, 2008
Damals: Abschlussfeier meiner 9. Klasse
Grundsätzlich ist gegen ein Fest zum Schulschluss nichts einzuwenden. Im Gegenteil: Eltern sollen ihre Kinder bei der Organisation eines Festes unterstützen, Verantwortung und vor allem auch die Aufsicht übernehmen; sie sollen also während des Festes anwesend sein und die Kinder oder Jugendlichen nicht unbeaufsichtigt lassen. Weiter empfiehlt die Polizei ein Verbot von Alkohol, Rauchen und Drogen.
[...] „Anlässe an einem Gewässer, im Wald oder überhaupt draussen sind eher gefährlich, wenn sie bis spät andauern“, schreiben die Kommandanten der Stadtpolizeien Grenchen, Olten und Solothurn.
Quelle: polizeinews.ch - So bleiben Schulschlussfeste friedlich
Ich kann mich nicht erinnern, dass bei unserem Fest Mitte der Neunziger Jahre Eltern die Aufsicht hatten und Alkohol verboten war. Die Ortswahl (Schönebrunne) hätte der Polizei überhaupt nicht gepasst. Immerhin stiessen keine Fremden zur Party (wir hatten dank Pesca Frizz plötzlich genügend "Fremde" in den eigenen Reihen).
Labels: Neuenegg, Party, Polizei, Schule, Sicherheit
Mittwoch, Juni 18, 2008
Die Rennleitung erfindet neue Gebühren
Drivers caught speeding in this north Atlanta suburb soon will have to pay an extra $12 — to cover $4-a-gallon gas costs for the police officers who stop them.
Quelle: Speeders to pay extra for police fuel - USATODAY.com
Dienstag, März 18, 2008
Hebos gesucht
Quelle: Personalwerbung Fernsehclip
US Army
Der heutige Arbeitsmarkt für Sicherungskräfte ist hart umkämpft. Denn nicht nur die Kapo Zürich sucht fähiges Personal, sondern auch ein "Global Player" mit Filialen rund um den Globus:
Dank: Raffi
PS: Ich finde übrigens, dass die Polizei durchaus gute Leute verdient hat. Bei dem Lohn und den unterdotierten Stellen finde ich es mehr als verständlich, dass man niemanden mehr findet. Nun, vielleicht sind ja bald einige Angestellte aus dem Bankensektor auf Job-Suche. Diese Arbeitnehmer sollten im Grunde ja viel Erfahrung im gesetzlichen Grenzebereich auszuweisen haben ...
Royal Marines
Auch die Briten suchen nur die Besten der Besten:
Dank: Kollege Burgdorfer
Mittwoch, Dezember 05, 2007
Nur Profis sollten Waffen tragen
... nun gut, vielleicht ist bereits das schon zuviel verlangt:
A Drug Enforcement Administration agent who stars in a popular online video that shows him shooting himself in the foot during a weapons demonstration for Florida children is suing over the tape's release, [...] The shooting occurred moments after Paige told the children that he was the only person in the room professional enough to carry the weapon.
Quelle: DEA Agent Who Shot Self In Foot Sues U.S.
Dank: Kure
Samstag, August 11, 2007
Feiern bis der Syndic kommt
Gestern startete ich das Wochenende zusammen mit Chlodwig in dem von mir heissgeliebten Restaurationsbetrieb hier in Neuenegg: Dem Sternen. Vor Ort stiess ich einerseits auf Angehörige des weiblichen Geschlechts, die mit Mineralwasser ihren Frauenabend zelebrierten und die Lokalität leider viel zu früh verliessen; als auch auf meinen Bruder und einen seiner Kollegen, die uns bezüglich der konsumierten Alkoholmenge bereits einiges im Voraus waren.
Das restliche Publikum war gemischt - einerseits diejenige Fraktion an älteren Leuten nichtgenannten Geschlechts, die sich vor den in den eigenen vier Wänden wütenden Naturgewalten zu einem Bier und ihren Leidensgenossen gesellten, einige Ü30-Päärlis (die Damen mit rot getönten Haaren und keltischen Accessoires) und (im gestrigen Fall) eine Horder Jugendlicher, denen man die Minderjährigkeit förmlich ansah.
Dealer
Da das Lenz & Stähelin-Fäbi bereits das weite gesucht hat, müssen wir Laien der Juristerei auf Anfrage einer Bedienung untereinander ausdiskutieren, ob man einem 16-jährigen zwei Bier verkaufen darf, obwohl man sich fast sicher ist, dass dieser das zweite Bier an seinen minderjährigen Kollegen weiterverhökert.
Während die anderen von einem Verbot oder einer Grauzone sprachen, legte ich das Gesetz strikt aus und sah einzig diejenige Person in der Pflicht, die dem minderjährigen den Alkohol direkt weitergibt. Im Laufe des Abends kamen mir dann aber doch Zweifel an meiner Auslegung: Könnte nicht eine Art "Mitgehilfenschaft" des Bar-Betreibers vorliegen? Ich bin mir sicher, dass mein Stab an Juristen diese Frage in Bälde klären kann.
Musikantenstadl
Der DJ rekrutierte sich aus der letztgenannten Gruppe. Der Mann an den Plattentellern berieselte uns den ganzen Abend lang erstens in einer ohrenbetäubenden Lautstärke (O-Ton Mario: "Giele, das hie isch es Restaurant, da möchtme mitenang rede - weme wott tanze geit me is Outside!"), zweitens mit Musik, die in Abu Ghraib wohl zum Foltern der Gefangenen benutzt wird. Da der Disc Jockey seinem Namen überhaupt keine Ehre machte und auf eine gigantische MP3-Sammlung zurückgriff, konnte mein Stossgebet von dem Lenker im All nicht erhört werden: "Zum Glück isch die CD gli ferti" - denkste!
Der DJ reagierte auf unsere Bitten, den Musikstil doch auf ein ertragbares Niveau zu heben, mit den Worten: "D'Neuenegger Dorfjugend wott das so!". Henusode ...
Wie mein Bruder treffend sagte: Würden diese pubertierenden Kinder gegen ihren Willen in ein Lokal gesperrt und mit dieser Musik zugedröhnt, würden sie innert Minuten reisaus nehmen. Wenn Sie die Musik aber selber wählen dürfen, spielen sie lustigerweise genau den Sound, den sie eigentlich verabscheuen.
Feuchtfröhliches Ambiente
Fast Forward: Vier Bier später ist die Szenerie immer noch ähnlich, der Alkohol sorgt aber bei allen Beteiligten zu gewissen Verhaltensänderungen. Da zieht eine Polonaise an uns vorbei, von der die Alterssumme der Beteiligten knapp 16 Jahre erreicht. Da flirten die älteren Semester mit den jüngeren (ob erfolgreich, sei dahingestellt), da tanzt, so scheint es, die Bedienung schon selbst fast auf den Tresen. Und wir mittendrin.
Ordnungspolitik
Und da öffnet sich die Türe des Lokals ... aus der Dunkelheit der Nacht (nur ein effekthascherischer Schneesturm fehlt) betritt eine Gestalt den Ort des Geschehens. Die Anwesenden drehen sich zur Türe um und einige unter uns erstarren: Der Syndic!
Nun geht es Schlag auf Schlag: Zuerst muss der DJ (gelobet sei der Herr!) die Musik leiser drehen, dann die Fenster geschlossen werden. Die beiden für den Betrieb verantwortlichen Damen werden vor das Lokal zitiert und gemassregelt. Als sie zurückkehren sind sie leicht deprimiert, was für uns positive ökonomische Konsequenzen haben wird.
Hintergründe
Wie uns eine der Angestellten im Nachgang erzählt, stecke sie in einem Dilemma: Die Chefs des Lokals würden wütend, wenn die Musik zu leise sei - die Anwohner werden wütend, wenn das Gedudel zu laut sei.
Wird die Polizei wegen der Ruhestörung alarmiert, kommt in unserer Gemeinde aber nicht etwa die Polizei - sondern der Syndic. Meines Wissens müsste die Gemeinde jährlich einen Beitrag in sechsstelliger Höhe an die Kantonspolizei Bern abdrücken, damit diese höchstpersönlich aufkreuzt. Deshalb sollte man sich in Neuenegg nicht etwa vor Streifenwagen der Rennleitung, sondern von Angehörigen des Gemeinderats in Acht nehmen, die zu nächtlicher Stunde für Ruhe und Ordnung sorgen (müssen). Das Einsatzgebiet ist das ganze Gemeindegebiet, die Fälle reichen von Räsenmähen am Mittag bis zu häuslicher Gewalt.
Ich persönlich würde das "Polizei-Abo" lösen, wenn auch widerwillig, um eine ruhige Nacht zu haben.
Freitag, Mai 25, 2007
Juristen-Slang
Ein Stadtzürcher Richter zeigt exemplarisch auf, wieso nicht jeder zur Ausübung seines Jobs berufen ist:
"Zu diesem Zweck ist höchstpersönlich oder durch eine ordentlich bevollmächtigte Rechtsvertretung schriftlich eine unmissverständliche Willenserklärung einzureichen, woraus hervorgeht, dass die Behandlung der ebenso missverständlich bezeichneten Übertretungsstrafsache durch das Einzelrichteramt für Strafsachen des Bezirksgerichtes Zürich gewünscht wird."
Quelle: Der Beobachter, 11/2007, 25. Mai 2007, "Aus fünf Rappen werden 158 Franken", S. 14.
Ich möchte anregen, dass die Universitäten inskünftig einen Kurs "Schreiben, damit mich auch Normalsterbliche verstehen" ins Jura-Studium aufnehmen. Ist es nicht ein Armutszeugnis, dass unser Hochschulsystem (immer noch) Leute produziert, die sich nicht verständlich ausdrücken können? Wenn Akademiker dies unter sich tun - nun gut. Sobald Akademiker aber von Berufeswegen mit Herr und Frau Meier in Kontakt kommen, sollte eine gewisse Ausdrucksfähigkeit vorausgesetzt werden können.
Das "Bussenspieli"
Ich habe zwar auch schon versucht, die Stadtpolizei Bern, insbesondere deren Bussenzentrale, ein wenig zu ärgern, indem ich ein, zwei oder drei Rappen zuviel einbezahlt habe. Dies, weil Kollege Hebeau vor langer Zeit einmal behauptet hat, dass solche Rappen-Beträge die Buchhaltung arg durcheinander bringen. Rückblickend frage ich mich zwar gerade, wie ernst ich diese Aussage hätte nehmen sollen ... Item! Nicht weiter schlimm - seit längerem halten sich die jährlichen Ausgaben für Parkbussen im tiefen zweistelligen Bereich.
Die zu einer schlussendlich 278 Franken hohen Busse verbrummte Zürcherin handelte ausgesprochen naiv, als sie der Polizei vorgängig weniger Geld überwies, als eigentlich geschuldet war. Ganz klar, dass man da auf verlorenem Posten steht.
Labels: Jura, Polizei, Sprache, Universität
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