Dienstag, Mai 27, 2008

Telefongebühren bei Ferien im Ausland sparen

Kürzlich hat Comparis die Auslandtarife unserer Mobilfunkanbieter verglichen und kam zum Schluss, dass die Tarife "unverschämt teuer" sind.

Nun, mein Trick zur Kostenersparnis in der Angelegenheit ist folgender:

  • Noch in der Schweiz bespreche ich meine Combox. Auf diese greift man mit längerem Druck auf die Taste 1 zu. Klappt dies nicht, gibt es immer noch die "Brute Force"-Methode, indem man der eigenen Handy-Nummer 086 voranzustellt (bei mir: 0860786905011) und darauf anruft. Der Text lautet in der Regel wie etwa folgt: "Grüessech [...] Ich bin momentan im Ausland und ab dem X. Y. wieder erreichbar."
  • Anschliessend stelle ich auf dem Mobiltelefon ein, dass alle eingehenden Anrufe automatisch auf die Combox umgeleitet werden. Bei Nokia-Handies findet sich diese Option irgendwo in den Telefon-Einstellungen. Beispiel Nokia 6300: Menu > Settings > Call > Call divert > All voice calls > Activate > To voice mailbox

Durch diese Einstellung ist sichergestellt, dass Anrufer direkt auf die Combox umgeleitet werden.

Einige Mobiltelefonbesitzer, die den Durchblick mit der Anrufgeschichte nicht verstanden haben, werden einwenden: "Aber wenn der Anruf auf die Combox umgeleitet wird, zahle ich doch die Kosten ab der Schweizer Grenze in meinen Ferienort und dann wieder zurück in die Schweiz auf die Combox?!"

Falsch! In diesem Fall hier verlässt das Signal die Schweiz nicht, alle Anrufe werden direkt auf die Combox umgeleitet.

Nachteile

  • Mitreisende, die mich beim Abfeiern auf einer Mittelmeerinsel aus den Augen verloren haben, haben keine Möglichkeit, mit mir zu telefonieren (auch sie werden automatisch auf die Combox weitergeleitet). Andererseits: Meist steckt man in einem Tanzschuppen mit ohrenbetäubendem Lärm, so dass SMS in dieser Situation eindeutig das bessere Kommunikationsmittel ist.
  • Mehr als einmal ist es vorgekommen, dass der in der Schweiz zurückgebliebene Kollege Randal über eine Minute lang (belanglose) VaginaMonologe auf meine Combox gesprochen hat. Als ich aus Neugier die Combox-Nachrichten abhörte (Annahme: Wer sich die Mühe nimmt und mir auf die Combox spricht, wird wohl etwas wichtiges zu sagen haben), hörte ich förmlich mein Kleingeld klimpernd in den Taschen von Orange verschwinden.

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Dienstag, Januar 08, 2008

Zurück aus Wien

Heute Montag-Abend bin ich aus Wien zurückgekehrt (LX1579 hatte eine 30-minütige Verspätung zu verzeichnen, wie auch schon der Hinflug - ist das bei Swiss Programm?) und habe mich sogleich daran gemacht, Teile der von Demel mitgebrachten Sacher-Torte zu einem Nespresso zu verspeisen.

Ich habe mit meiner Freundin fünf schöne Tage in der Hauptstadt von Kunst und Kultur verbracht - in Erinnerung wird uns aber hauptsächlich einmal die Saukälte bleiben.

Doch lasse ich nun die Bilder auf Flickr für sich alleine sprechen:

Wien 2008

Ich werde versuchen, das Januar-Loch bei Zeiten mit einigen ausgewählten Beiträgen zur Reise zu füllen.

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Mittwoch, Dezember 19, 2007

Flugangst

Natürlich konnte ich es nicht lassen, zwei Kollegen, die für die "nationale" Airline ihren Dienst verrichten, darauf anzusprechen. "Was würdest du in so einem Fall tun?", fragte ich beide. Eine der Antworten lautete folgendermassen:

*muahaha*...dasch leid..würd säge restraine, sack übere gring, kreuzbeige...buscopan, nitrolingual, zolben und zäpfli, travvell, heissi suppe überd chose..und finito! ;)

(Ich wusste gar nicht, dass anscheinend auf jedem Flug so weisse Plastic-Handschellen an Bord sind und "restrainment kit" genannt werden ...)

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Montag, Dezember 10, 2007

Christmas-Shopping - wohin?


Weihnachtsshopping
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Dank eines Angebotes von Kollege Ritz studiere ich momentan daran herum, ob ich in einer hirnverrückten Aktion für knapp zwei Tage nach New York düsen soll. Natürlich mit Rabatt - und dennoch müsste ich eine stolze Summe für den Kurzaufenthalt hinblättern. Und Heiligabend würde ich das erste Mal in meinem Leben an Bord einer A330 erleben. Wobei dieser Umstand gar nicht mal so erschreckend ist, denn interessanter als das übliche Pflichtprogramm wird es allemal. Einzig der Ausflug in die Dorfdisco Outside, wo sich alljährlich gegen Mitternacht all die jungen Weihnachtsflüchtlinge versammeln, würde mir so durch die Lappen gehen.

Als (naheliegendere) Alternative (Plan B, Ausweichroute) habe ich nun Tel Aviv ausgemacht, ohne vom Kollegen aber bisher etwas gehört zu haben. Umso besser, denn so bleibt mir Zeit, einen kürzlich im Magazin erschienen Artikel über die wohl europa-kompatibelste Stadt in Israel durchzulesen:

Dafür sieht man viele, viele Schwule. Tel Aviv ist ein Schwulenmekka. Seltsamer Satz.

Quelle: GELOBTE STADT

Oder das hier:

Der Tel Aviver Nachmittag abseits der Hauptverkehrsachsen ist entspannt wie ein Ferienlager und atmet das Lebensgefühl einer Demografie, in der 64 Prozent der Bevölkerung unter 44 Jahre alt sind.

Eh ja - vielleicht feiere ich Heiligabend wie die letzten 26 Jahre auch: Zu Hause. Me muess ja nid geng CO2 usstosse u ir Wäutgschicht desumeflüge!

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Samstag, Oktober 27, 2007

Schalteröffnungszeiten SBB Flamatt

Reisezentrum Flamatt
Bahnhofstrasse 6
CH-3175 Flamatt

Tel. +41 31 741 15 80

Mail: flamatt@bls.ch

Montag-Freitag: 06.30–18.45 Uhr
Samstag: geschlossen
Sonntag: geschlossen

Quelle: Reisezentrum Flamatt

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Montag, Oktober 15, 2007

Bankrott in London


Vue West End - Ratatouille
Originally uploaded by emeidi

Ich war zwar schon im Mai 2007 in London, doch dank der finanziellen Achtsamkeit meiner Reisebegleiter (allesamt Studenten) traf uns der Preisschock nicht so stark.

Dieses Wochenende war alles anders: Ich besuchte einen seit zwei Jahren in London sesshaften Kollegen. Da ich das "touristische" bereits im Mai abgehakt hatte, konnten wir uns auf das "normale" Leben eines Londoners konzentrieren: Unterhaltung in all seinen Formen.

Hier ein kurzer Querschnitt durch das örtliche Preisniveau:

Fazit (auf dem Heimweg in den frühen Morgenstunden von mir geäussert):

I ha London (finanziell) liecht ungerschätzt ...

Vor kurzem noch lustig gemacht ...

Erst vor wenigen Wochen habe ich mich über die Amis lustig gemacht, die sich am Oktoberfest in München über die horrenden Wechselkurse beschwert hatten - nun bin ich selbst "Opfer" davon.

(Der Vergleich hinkt insofern, als dass der Umrechnungskurs CHF zu GBP in den letzten 6 Monate keine drastische Änderung erfahren hat. Ausserdem kommt noch der Haupt- und Millionenstadt-Bonus dazu - bereits in den Suburbs ist das Leben bedeutend billiger).

Tipp: Oyster Card

Für einmal lügen die Plakatwände in der U-Bahn nicht: Die Oyster-Card ist wohl die flexibelste, aber gleichzeitig auch die preisgünstigste Art, sich in London mit den öffentlichen Verkehrsmitteln (Tube/Metro/U-Bahn, Bus) fortzubewegen.

Am Besten löst man die Karte gleich bei der Ankunft am Flughafen (Depot: 3 GBP) und lädt sie mit 10 oder 20 Pfund auf (je nach Dauer des Aufenthaltes). Ist das Prepaid-Guthaben aufgebraucht, lädt man die Karte an einer der tausenden Verkaufsstellen wieder auf.

Was spricht für Oyster, wenn es doch auch Tageskarten gibt? Nun, mit Oyster kriegt man versteckt auch gleich eine Tageskarte mit. Benutzt man an einem Tag unzählige Metro-Linien und Busse, werden einem nur die Fahrkosten bis zur Höhe einer Tageskarte verrechnet. Jede weitere Fahrt ist dann kostenlos.

Auch wenn man das Limit für die Tageskarte nicht erreicht, gibt es Rabatte auf Metro- und Busfahrten. Anstelle 4 resp. 2.50 GBP bezahlt man nur noch 2.50 GBP (ausstempeln nicht vergessen, sonst werden einem trotzdem 4 GBP abgezogen) resp. 0.90 GBP.

Die Karte nimmt man nach dem Aufenthalt in London zurück in die Schweiz, um sie beim nächsten Besuch gleich wieder zücken zu können.

Dank: Kollege Burgdorfer, der insistiert hat, dass ich mir eine solche Karte zulege. Rückblickend eine äusserst weise Wahl!

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Dienstag, September 25, 2007

Aechzende US-Touristen

In München hatte ich ein wenig Zeit, um mich mit "fellow Americans" auszutauschen. Für einen kurzen Schwatz sind Angelsachsen aus Übersee die unkompliziertesten Zeitgenossen, die man sich vorstellen kann - als Schweizer, der sich manchmal über die Reserviertheit seiner Landsleute , ein Segen.

Achtung Minenfeld

Nun, natürlich habe ich mittlerweile gelernt, dass man auch (oder gerade) mit Besuchern von Übersee besser das Thema Politik nicht anspricht. Lieber den Smalltalk noch etwas ausdehnen und Nettigkeiten austauschen - rückblickend werden es beide Gesprächspartner schätzen. Sowieso sind die wenigsten Amis angebissene Politfreaks.

Das brennendste Thema

Was mich dennoch erstaunte: Beide Päärchen, sowohl die Pensionierten als auch Gary, "who runs his own business in Dallas", kamen relativ rasch auf das Thema Währung zu sprechen: Der Wechselkurs US Dollar zu Euro "is killing us" und "sadly, we booked the flight in February". Tjach, damals sah alles noch rosiger aus ...

Weiterhin darauf bedacht, das "deficit spending" Regierung (und Volk!) zu erwähnen, antwortete ich versöhnlich: Nun, für uns hingegen ist es billiger denn je, nach Übersee zu fliegen und unseren Teil an den Irak-Krieg zu bezahlen. Ist doch schön, wenn auch wir einmal vom Land der unbegrenzten Möglichkeiten profitieren können.

Henusode, was will man - entweder rettet man (temporär?) die Finanzwirtschaft oder den US-Dollar. Beides geht nun leider kaum miteinander. Ein Schelm, wer den kleinen Mann wieder einmal als Verlierer sieht.

Sich wandelndes Zielpublikum?

Der Tourismus in Europa sollte sich deshalb vorsorglich eher auf die neureichen Chinesen konzentrieren - keine Ahnung, ob Joe Normalverbraucher in den nächsten Monaten neben der Hypothekenkrise, dem hohen Benzinpreis und seiner verschuldeten Kreditkartenrechnung noch die Lust haben wird, ins "good old Europe" zu fliegen und sich ein "Oktoberfest 2007"-Shirt zu kaufen.

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Montag, September 24, 2007

Oktoberfest München 2007

(Wird in den nächsten Tagen endgültig komplettiert)

Wortschatz

(Auszugsweise)

  • Schottenhammel (Zelt, wo am Samstag "ozapft" wird)
  • Spaten (Bier - "Lass dir raten, trinke Spaten")
  • Augustinerbräu (Bier)
  • Hacker-Pschorr (Bier)
  • Ledrhosen (Tracht des Mannes; aus Hirsch- oder Rehleder)
  • Dirndl (Tracht der Frau)

Polit-Prominenz

(in Autogrammreichweite angetroffen)

  • Oberbürgermeister Ude ohne Frau (?), aber mit Entourage (Rufe aus dem Publikum: "Der Ude!", gefolgt von Applaus)
  • Edmund Stoiber mit Frau und Entourage (Kommentar eines neben uns stehenden jugendlichen Bayers: "Der Edmund is mein Vorbild!")

Kulinarisches

  • zwei Brezel
  • ein halbes Hendl
  • Ochsenbraten mit Kartoffelsalat. Letzterer lecker, ersterer etwas zu trocken für meinen Geschmack.

Zu Gast bei Freunden

  • Furchterregende Security, teilweise etwas ratlos ("Keine Ahnung, wann wir hier die ersten Leute reinlassen können")
  • Jeder Bayer scheint Lederhosen und Dirndl im Schrank hängen zu haben. Niemand schämt sich, damit (auch nüchtern!) durch die halbe Stadt zu laufen (für Schweizer unvorstellbar). Die jüngeren Mädels scheinen zur Schere gegriffen zu haben und zeigen mehr Bein als ihre Mütter und Grossmütter. Wie der freizügige, teils bis zum Bersten gefüllte Ausschnitt der Damen bibelkonform sein soll, verstehen wohl nur die Bewohner des gottwohlgesinnten Freistaates. Männer tragen Lederhosen, kariertes Hemd sowie Halstuch. Ganz wichtig: Wollsocken!
  • Türkische Bedienung in traditionellem Kostüm. Die unflätigen Chinesen (s. unten) brechen einen Streit vom Zaun, vergessen aber, dass der Servierer über eine gute Connection zum Saalschutz zur Security verfügt. Plötzlich stehen etwa sechs grimmig dreinblickende Bären um den Tisch herum. Die Lage kann irgendwie deeskaliert werden. Im Nachgang zeigt der chinesische Reiseleiter auf den Türken und wirft ihm ein "Sie sind gar nicht nett!" an den Kopf. Als eine der Chinesinnen schwächelt (Kopf auf Tisch), tritt die Security wieder heran und bittet die Leute, nun doch endlich zu gehen.

Internationale Kontakte

  • pensioniertes Ami-Ehepaar auf Durchreise vom Elsass her kommend, das mit uns an Eingang S-4 des Schottenhammels angestanden ist (gibt ca. 10 Minuten vor uns auf)
  • pensioniertes Bayern-Ehepaar. Lieben die Schweiz, insbesondere das Graubünden. Empfinden unsere Serviceangestellte als zuvokommend (in welche Schweiz die sich wohl verirrt haben?), die Kontaktaufnahme mit den Bündnern gestaltet sich als schwierig, glückt aber nach zehn Jahren (wir sind halt Kokosnüsse). Kennen die Alpenwelt deutlich besser als ich.
  • zuerst drei, dann fünfköpfige Delegation aus Texas (Dallas). Werden uns vom bayrischen Ehepaar bekannt gemacht: "Das dort is der Gerrrrry, das die Kahrolinaaa und hier noch die Melissa." Später kommt noch der "Stephan" und sein Kollege dazu. Einer der Italo-Stelzböcke verschwindet für zehn Minuten mit dem "Gerrry" und überzeugt ihn, ein T-Shirt als Souvenir zu erstehen. Auch die "Kahrolina" kommt etwas später mit einem Wies'n-Shirt an - und greift wenig später zum Messer, um sich einen anständigen Ausschnitt zu verschaffen. Beim Zuprosten mit einem Italo-Stelzbock schwächelt dessen Mass und geht in die Brüche. Carolina wird an den Finger verletzt und blutet ein wenig, kann sich aber mit mitgebrachten Pflästerli selbst verarzten (Universal Healthcare, anyone?). Ziehen am Montag weiter gen Prag und danach Budapest.
  • Italo-Stelzböcke (ca. 35-jährig). Ehefrauen (beim "Giu mit dem meisten Schriiis" ist es bereits die dritte Ehe) zu Hause, brechen die Bier-Dämme und werden alle Frauen im Umkreis von vier Tischen schamlos angetanzt (was die Herren Machos aber wirklich gut können). Ihr Erfolg ist mässig. Dennoch: Giorgo, Roger und wie ihr alle noch heisst - es war lustig mit euch *hehe*
  • Schotte im Kilt (ca. 20-jährig) Hatte wirklichs nichts drunter an, was ein Foto auf der Texaner-Digicam beweist - sowie unsere erwiderten Blicke, als sich der Jüngling bei einem Handstand versucht.
  • Neureiche Chinesen Jüngerer Textilfabrikant mit zwei Kollegen und zwei Frauen unter der Führung eines seit sechs Jahren in München lebenden "Reiseführers". Der Textilfabrikant ist Kanne-dicht, schreit wie wild um sich, prostet sich durch den halben Block und zeigt dabei sein eindeutig nicht Hollywood-Standards entsprechenden Zahnwerk. Übrigens: Die Chinesen verfügen über neueste Digitalkameras - der Kapitalismus ist halt eben doch eine gute Sache!

Stammtisch-Gepflogenheiten

  • Ertönt das Prosit-Lied, gilt es mit allen Nachbarn anzustossen
  • Auch wenn das Prosit-Lied gerade mal nicht ertönt, ist es nicht verboten, mit den Nachbarn anzustossen
  • Je später die Stunde, je höher der Pegel, desto mehr Leute stehen auf die Bänke - und wollen partout nicht mehr runterkommen (ausser die Schwerkraft obsiegt ...)

Attraktionen

  • Achterbahn. Wurde von uns vor dem ersten Mass bestiegen - rückblickend auch besser so. Der Höllenritt war schlimmer als Silverstar (nächstes Jahr stecken wir den Randal dort drauf! *smile*)
  • Rutsche (und vorgängiges Föderband). Zu später Stunde soll man sich hier als Zuschauer einen ablachen können - nämlich dann, wenn wieder einmal ein Besoffener das Gleichgewicht auf dem Bank verliert)

Fehler

  • Bei strahlend blauem Himmel ohne Hut und Sonnenbrille unterwegs sein/anstehen
  • Sich nach dem ausgiebigen Frühstück (ein Auszog'ne und ein Schoggi-Drink) und zwei Stunden Anstehen in der prallen Sonne das erste Mass gönnen

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Montag, Juli 23, 2007

München 1972


DSCF2633.JPG
Originally uploaded by emeidi

Diese Gebäude-Komplexe, die ich zuerst aus dem nahe gelegenen Park und später vom Olympia-Turm aus sah, kamen mir auf den ersten Blick bekannt vor. Obwohl die Ereignisse just 35 Jahre zurücklagen, lange vor meiner Geburt, waren mir die Gebäude in TV-Dokumentationen aufgefallen. Und siehe da, ich hatte mich nicht getäuscht:

Der Clip zeigt in der ersten Sequenz den Gebäudekomplex unten links auf meinem Foto. Ein schauriger Zeitzeuge der Geiselnahme von München.

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Montag, Juli 23, 2007

Foto von think eMeidi auf Schmap

Schmap is a leading publisher of digital travel guides for 200 destinations throughout the United States, Europe, Canada, Australia and New Zealand. The innovative technology behind Schmap Guides is also used by clients, partners and bloggers to power schmapplets – a range of fully customizable map mashups and map widgets.

Yamashiro

Geld gibt es für den virtuellen Abdruck des Fotos zwar keines, aber dafür erlange ich ewigen Ruhm ... *zwinker*

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Dienstag, Juli 17, 2007

München 2007: Vermummte


DSCF2455.JPG
Originally uploaded by emeidi

Obiges Bild schoss ich am Karlsplatz (Stachus) in München - für Konservative, Christen und Rechtsnationale könnte der Untertitel wohl lauten: "Europa 2050 - Wehret den Anfängen!".

Auffälliges

Das erste, was mir in München auffiel, waren in der Tat die vielen, vielen verschleierten Frauen, die sich in der Umgebung der Münchner Altstadt aufhielten. Manche trugen in der Bruthitze völlig schwarze Gewänder, von Kopf bis Fuss - teils nur mit einem kleinen Sehschlitz versehen. Oftmals sah ich keine Männer in deren Nähe, dafür aber mindestens einmal (beim Isartor) eine Mutter mit ihren vier oder fünf Buben um sie herum.

Als politisch interessierter Schweizer sieht man die Fieberkurve unweigerlich steigen - was bei den Aktienmärkten Anleger zu Freudensprüngen anregt, sorgt bezüglich der Zahl in der Schweiz lebeneder Muslimen für pure Xenophobie und Existenzängsten.

Mir doch egal!

Nun, ich fühlte mich in meinen Freiheiten nicht wirklich eingeschränkt und durch die Anwesenheit "vermummter" Frauen, wie ich es während dem Aufenthalt mehrmals zu sagen pflegte, auch nicht belästigt. Selbstverständlich genoss ich es, Händchen haltend mit meiner (sommerlich gekleideten) Freundin auf Stadtbesichtigung zu gehen. Wäre das zur Schau stellen der weiblichen Formen und Haare wirklich so schändlich, müsste meine Freundin (und ich wohl gleich mit dazu) längst vom Blitz getroffen worden sein.

Ob uns die Musliminnen gesehen haben? Wurden wir beachtet? Was haben sie über uns gedacht? Wir wissen es nicht. Aber solange unsere Kulturen an solchen Orten friedlich aneinander vorbeileben, möchte ich keiner Frau vorschreiben, was sie zu tragen hat - auch wenn ich hier selbst auch eher die Unterdrückung der Frau als ein religiöses Zeichen zu erkennen vermag (wohlwissend, das eine solche Interpretation immer sehr stark vom kulturellen Hintergrund des Interpreten geprägt ist).

Eine Bavarin klärt auf

Wie ich mir am Freitag-Abend im Biergarten auf dem Viktualienmarkt von einer waschechten Münchnerin (Jahrgang 1931) und ihrem Partner (Jahrgang 1927 - Münchner Bier scheint jung zu halten!) erklären liess, sei dies überhaupt nichts Besonderes; die Münchner hätten sich längst an dieses Bild gewöhnt. Im Sommer sei München eine Top-Destination für reiche Muslime, wurde mir von dem rüstigen Rentner-Liebespaar beschieden. Den Gesichtern der beiden konnte ich keine Begeisterung für die weitgereisten Gäste ablesen.

Da ich mich mitten in stockkonservativen CSU-Landen befand, liess ich meine scharfen Worte für einmal ihre Wirkung in meinem Hirn entfalten - zu gern hätte ich ihr entgegnet, dass jeder Kilometer, den wir mit unseren Autos zurücklegen, die Luxusgüter finanzieren, die sich die ausgabefreudigen Touristen während ihres Aufenthaltes in der bayrischen Landeshauptstadt leisteten. Schlussendlich rang ich mich dazu durch, dem Ganzen doch etwas Positives abzugewinnen: Wir sollten doch froh sein, solange die auffälligen Gäste freiwillig zu uns kämen und wir nicht zu ihnen müssten. Die Dame schien mir zögernd zuzustimmen.

Rundumschlag

Mein Bier war noch halbvoll und ihre Apfelschorle wollte den Weg durch den Gaumen auch noch nicht finden, als das Thema auf den in der Türkei angeklagten deutschen Teenager fiel, der sich sexuell an einer jungen Britin vergangen haben soll. Meine Meinung konnte ich nicht pointiert abgeben, doch finde ich es legitim, dass ein Rechtsstaat, der die Türkei ja sein will (und muss, wenn er in die EU aufgenommen werden will), die nötigen Schritte unternimmt, um die Anschuldigungen zu überprüfen und allfällig illegales Handeln mit den dort geltenden Gesetzen bestraft.

Zweiklassengesellschaft

Nach diesem Gespräch achtete ich mich noch deutlicher auf die fremd wirkenden Gestalten und vermochte, zwei Klassen auszumachen. Einerseits waren hier die von Kopf bis Fuss vermummten Touristinnen aus islamischen Ländern, andererseits gab es auch zu Hauf kopftuchtragende Frauen gehobenen Alters - wohl Migrantinnen aus der Türkei, die seit Jahren in Deutschland leben.

Die Amis stehen an unserer Seite

In einer skurrilen Reportage über eine Kreuzfahrt organisiert von der National Review, dem neokonservativem Kampfblatt aus den Staaten, bringt ein Undercover-Journalist haarsträubende Aussagen ans Tageslicht:

The idea that Europe is being "taken over" by Muslims is the unifying theme of this cruise. Some people go on singles cruises. Some go on ballroom dancing cruises. This is the "The Muslims Are Coming" cruise - drinks included. Because everyone thinks it. Everyone knows it. Everyone dreams it. And the man responsible is sitting only a few tables down: Mark Steyn. [...]

Steyn's thesis in his new book, America Alone, is simple: The "European races" i.e., white people - "are too self-absorbed to breed," but the Muslims are multiplying quickly. The inevitable result will be " large-scale evacuation operations circa 2015" as Europe is ceded to al Qaeda and "Greater France remorselessly evolve[s] into Greater Bosnia."

He offers a light smearing of dubious demographic figures - he needs to turn 20 million European Muslims into more than 150 million in nine years, which is a lot of humping.

Quelle: Neocons on a Cruise: What Conservatives Say When They Think We Aren't Listening

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Freitag, Juli 06, 2007

Die Schweiz im Spiegel

[...] because many of them have the idea that it can be done for $15 a day. Well, maybe it’s possible in some of the other European countries, but in Switzerland they’re not going to make it too far past breakfast.

There are a lot of surprising things to discover here in Switzerland, for a person who grew up in the States. For example, where are all the fat people? Where did all these smokers come from? And why do they tell you that you’re about to be shown a commercial on TV before they show it to you? Can’t Swiss people tell the difference between commercials and regular television programs on there own?

Oh, and if you ever find yourself eating at a Swiss McDonald’s and you want some ketchup to dip those greasy fries in - keep your wallet out, because that costs extra!

Quelle: Ouch. My wallet hurts.
Via: Blogger mit Beziehung zur Schweiz gesucht

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Donnerstag, Juli 05, 2007

Chinesische (Feinschmecker-)Küche

[...] Cats are very common, so only by advertising the meat as being from a wild animal would it be attractive to diners. After removing the heads and claws and soaking the cat bodies in the herbs, even the smartest diner can't discern that what they are eating is cat meat. Cat meat cost us 20 yuan (approximately US$2.50) for each carcass, but leopard meat cost 138 yuan (approximately US$17.25) per kilogram.

[...] Instead of using white rice vinegar to bleach the claws, the chicken claws were whitened by soaking them in Hydrogen Peroxide. [...]

Once I asked Rong, "Do all restaurants take inferiors as superiors and mix the spurious with the genuine?" She sighed and said, "People are the same all over the world. They all pursue profit.

Quelle: Former Chinese Restaurant Employee Tells All

En Guete!

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Donnerstag, Juli 05, 2007

Kiis FM LA ausserhalb der USA hören

Aktualisiert: 28. November 2007

Welcome to the The Stream Center, a list of American Radio stations broadcasting on the internet. Here you will find the backdoor links to stream the stations direct on your player, avoiding the pop-up players used by many of the stations. You can search for a station by name or callsign. The stations can also be sorted by Location, State and Format by clicking on the heading of the column.

Quelle: The Stream Center

Kiis FM auf The Stream Center

Ich habe nun ein PHP-Script geschrieben, das mir alle 15 Minuten über einen US-amerikanischen Proxy-Server die aktuelle .asx-Datei holt: kiis-fm.asx. Problem: Ich habe (noch) nicht herausgefunden, wie das ps-uid-Cookie generiert wird. Ich benutze deshalb eines, das mein Browser erhalten hat. Es steht zu befürchten, dass es vom Server bald nicht mehr akzeptiert wird. Ausserdem darf der Proxy-Server nicht vom Netz gehen. Deshalb: Es handelt sich um eine Alpha-Version - ich übernehme keine Verantwortung für das korrekte Funktionieren des Scripts. Mittlerweile habe ich herausgefunden, wo und wie das Cookie gesetzt wird. Mein PHP-Script spult nun vier URLs ab und eröffnet alle 15 Minuten eine neue Session. Solange der Proxy-Server Anfragen abnimmt, sollte auch das Script funktionieren.

We are sorry but due to licensing restrictions we are not able to allow access to the content you are requesting outside of the United States.

If you are US Military serving overseas please Click Here

Quelle: genasx.php

Mist! Dieser Sender liegt mir irgendwie am Herzen. Vor allem die Seelenklempner-Sendungen zu Arbeitsbeginn (Mutter ruft den Sender an: "Hilfe, meine 18-jährige Tochter hat einen 30-jährigen Freund!"), aber natürlich auch die Wohltätigkeitssendung "We pay your bill". Okey, zugegeben, die Musik interessiert mich auch ein wenig ...

Nach etwas Pröbeln habe ich es - dank dem temporären Einsatz eines öffentlich zugänglichen Proxy-Servers, der in den USA steht - geschafft, das ASX-File mit den Stream-Infos zu ergattern. Glücklicherweise wird auf dieser Ebene nicht mehr überprüft, ob der Hörer resp. seine IP in den USA sitzt oder nicht - lächerlicher Schutz auf Browserebene? Ich bin den Web-Entwickler hinter der Site wirklich dankbar.

Wer mal reinhören will, saugt sich die Datei von meinem Server:

kiis-fm.asx
NEU: kiis-fm.asx
NEU: kiis-fm.asx
kiis-fm.asx

Viel Spass mit sonniger Unterhaltung und Westküsten-Slang *smile*

Jingle, bald bist du mein!

Da Kiis FM jetzt aus meinen Boxen und dem Subwoofer dröhnt, kann ich endlich den geilen Jingle aufnehmen. Wenn er denn einmal gespielt wird (eine unrepräsentative Beobachtung in den Staaten hat gezeigt, dass er oft zu Beginn einer neuen Stunde abgespielt wird). Mehr dazu in Bälde ...

Nachtrag: Now I've got it:

Kiis FM Jingle

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Donnerstag, Februar 08, 2007

Kalifornien 2007: Zu Besuch bei Google in Mountain View

Wenige Wochen nach meinem Besuch in Mountain View finde ich einen Blog-Artikel, der Erinnerungen an mein "drive-by-the-Googleplex' weckt:

25 things to see at the Googleplex before you die

Hätte ich doch nur diese Karte bei mir gehabt:

Quelle: Valleywag

Am Besten betrachtet man den Lageplan in einem, meine Googleplex-Fotos auf Flickr in einem anderen Browser-Fenster. Findet ihr heraus, wo diese geschossen wurden?

Viele Dinge, die im Artikel auf ValleyWag erwähnt sind, habe ich auch angetroffen:

  • Security At Parking Lot Entrance - Wären die nicht gewesen, hätte ich meinen Mietwagen stinkfrech ins Allerheiligste hineinmanövriert.
  • Commuter Bus Office - Fast wäre ich bei meiner Abfahrt Richtung San Francisco in diesen auffälligen schwarzen Bus reingebrettert (er fuhr auf der Charleston Road Richtung Norden, ich wollte von der Huff Avenue in dieselbe Strasse einbiegen).
  • Volleyball Courts - Anscheinend gibt es unter den Google-Mitarbeitern nicht nur Fussballer, wie ich sie auf dem Rasen zwischen Amphitheatre und Charleston trainierend angetroffen habe ...
  • Bei meiner Irrfahrt durch Mountain View kam ich von Norden (Garcia) her, erblickte das erste Google-Schild (wohl 1501), bog dann aber rechts auf Rengstorff ab, überquerte den Highway und bog gleich wieder rechts ab, um dann im nahegelegenen McDonalds einen Caesar Salad zu verdrücken (mein Abendessen in der untergehenden Sonne). Danach für ich den Weg wieder zurück überquerte den Kreisel bei Rengstorff/Amphitheatre und fuhr dann Amphitheatre herunter, bis sich die Google-Schilder und die parkierten Fahrzeuge deutlich häuften. Jetzt schien klar: Du bist ganz in der Nähe! Und in der Tat, so war es.

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Dienstag, Februar 06, 2007

Kalifornien 2007: 1000 Meilen ...

(Diesen Artikel habe ich noch während meinem Kalifornien-Aufenthalt verfasst, stelle ihn aber erst jetzt, eine Woche nach meiner Rückkehr, fertig)

... and still counting!

Interstate 5 North (Los Angeles - San Francisco)

Am Montag-Morgen geht's los - Interstate 5 (I-5N) Richtung San Francisco.

Bilder

Silicon Valley

Wenn ich schon gen San Francisco fahre, darf das praktisch auf dem Weg liegende Silicon Valley bestehend aus Palo Alto, Mountain View, Sunnyvale und Cupertino (kein Anspruch auf Vollständigkeit) nicht fehlen. Schliesslich bin ich ja ein "PC-Guy" und darf diese einmalige Gelegenheit nicht verpassen, den Olymp der IT-Industrie zu besuchen.

Als erstes steht ein Besuch bei Apple an, wo ich mir im Company Store das für Mac-Aficionados obligatorische "I visited the Mothership"-Shirt erstehe. Abgesehen von dieser Lokalität kann/darf man leider keine Räumlichkeiten betreten. Die zwei Witzbolde an der Kasse lästern über "Ol' Stevo" ab und sind enttäuscht, dass ich ihnen keine Schweizer Schoki mitgebracht habe. Ob es denn Rabatt gegeben hätte, frage ich. Das wollen sie dann wiederum nicht so genau beantworten. Auf jeden Fall verspreche ich den Guys, beim nächsten Besuch ein Präsent mitzubringen (Kalifornisches Versprechen: Hat keine Gültigkeit, die Jungs hier plaudern noch viel, wenn der Tag lang ist)

Weiter geht's zum ca. 10 Minuten (Ami-Distanz-Angabe: In Autominuten gerechnet!) entfernten Hauptquartier von Yahoo. Nach einem kurzen Halt im Parkverbot habe ich die erhofften Bilder geschossen und fahre weiter zum 1600 Amphitheatre Parkway.

Dort befindet sich der Googleplex (hierbei auch gleich ein Gruss an Ändu, der momentan exakt dort die Vorzüge dieses Arbeitgebers geniesst! Übrigens: "Es wär mau es Blog nache ..." *zwinker*). Ich nehme eine Ausfahrt zu früh (weiss das aber in dem Augenblick noch nicht), fahre durch das Quartier und gelange über die Einfahrt wieder auf den Highway - über die ich ihn eigentlich verlassen sollte, um zum Googleplex zu gelangen. Nach 15 Minuten Fahrt merke ich, dass etwas nicht stimmen kann und kehre um. Etwa 20 bis 30 Minuten später entdecke ich das erste Google-Schild und lande wenig später vor dem Hauptquartier des Suchmaschinenbetreibers. Während ich das riesige Areal umrunde (dort gibt es noch mächtig viel Platz für weitere Gebäude), entdecke ich auf dem Rasen des Unternehmens eine kleine Gruppe Fussballer (wohl die hier gestrandeten fussballvernarrten Europäer). Da der Sonnenuntergang nicht mehr fern ist, herrscht auf den Strassen ein reges Treiben. Viele Leute sind in meinem Alter - Asiaten, Weisse, Dunkelhäutige, Männlein, Weiblein. Die Gegend ist mir auf Anhieb sympatisch. Nachdem ich auch hier ein paar Bilder geschossen habe, mache ich mich auf den Weg nach San Francisco, das ich aber erst in Dunkelheit erreiche (Navigationsfehler inklusive).

Bilder

Ocean Beach, San Francisco

Am Abend erreiche ich das Ocen View Motel (Danke für den Tipp, Stev-Oh), checke ein, schaue die brandneueste Folge von Prison Break (live - Melä ist immer noch neidisch auf mich) und lege mich dann schon um 21 Uhr schlafen.

Napa Valley / Robert Mondavi Winery

Am nächsten Tag geht's ab ins Napa Valley zu Robert Mondavi (mitten durch San Francisco über die Bay Bridge nach Berkeley/Oakland und dann weiter hinaus in die Pampa), wo ich vieles über Wein erfahre, das ich (als Europäer/Schweizer) schon kenne, und einiges, das auch mir neu ist.

Bilder

Mittag esse ich im teuren, aber exklusiven Mustards und finde insbesondere die gesüssten Walnüsse im Salat fantastisch.

Golden Gate Bridge

Bei der Rückkehr entscheide ich mich - ohne anständiges Kartenmaterial notabene - für einen kleinen Umweg: Anstelle denselben Weg einzuschlagen wie bei der Hinfahrt, geht es diesmal über San Rafael nach San Francisco. Bonus: Die Golden Gate Bridge liegt auf dem Weg. Trotz fast erschöpfter Batterie der Digicam gelingen mir noch einige "nice shots" - ohne Wolken. Es soll ja Leute geben, die bei ihren Besuchen die Brücke immer nur in Wolken gehüllt sehen ...

Bilder

Stromausfall

Schon während den Schnappschüssen an der Golden Gate Bridge wird klar: Der Akku meiner Cam ist alle. Und irgendwie finde ich das Netzgerät nicht. Habe ich es wirklich zu Hause in der Schweiz vergessen? In einer Rettungsaktion begebe ich mich nach Downtown San Francisco und suche den dortigen Best Buy auf. Fujifilm wird dort nicht gehandelt, aber der Verkäufer drückt mir für 50USD ein Ladegerät in die Hand, das mit Adaptern für gängige Kameramodelle daherkommt. Ich habe unbeschreibliches Glück: Auch Fujifilm wird unterstützt. Die Kamera steht für den ausgiebigen Stadtbesuch am Mittwoch zum Einsatz.

Children Of Men

Da ich mich sowieso schon in der Nähe des Stadtzentrums befinde, zieht es mich hin zu den gut beleuchteten Skyscrapern. Vorbei am Moscone Center, wo die alljährliche Macworld stattfindet, geht es zu Metreon, wo ich mir ein Ticket für die Abendvorstellung von Children Of Men kaufen will. Leider läuft der Film dort nicht. Da kann nur der Apple Store weiterhelfen! Ecke Market/Stockton ist schnell gefunden - und welch ein Glück: Dank IMDB habe ich rasch ein Kino in der Nähe gefunden, das den Film zeigt: Century San Francisco Centre 9.

Die Vorstellung beginnt erst um 21:40 Uhr. Der Film ist schlecht besucht, ca. zwanzig "Nasen" sitzen im riesigen Saal. Der Film selber wurde medial hochgelobt - ich finde ihn unterhaltsam. Das unerwartete Ende führt im Publikum zu unterschiedlichen Reaktionen. "Ist den Produzenten etwa das Geld ausgegangen?", frage ich mich überrascht. Man weiss es nicht. Handwerklich gesehen ist vor allem der Städtekampf (erinnert an Stalingrad) atemberaubend gefilmt, während man in der ersten Hälfte teilweise fast einschläft. Die Hintergrundgeschichte finde ich hingegen äusserst faszinierend.

Sightseeing in San Francisco

Am Mittwoch steht der ganze Tag im Zeichen der nordkalifornischen Metropole. Das Fotoshooting fängt bereits unmittelbar vor dem Motel an:

Bilder

Nach einer Irrfahrt mit einem Bus durch das nordöstliche San Francisco lande ich im Golden Gate Park. Schade, dass nicht alle Bushaltestellen signalisiert sind - irrt man durch die Strassen, verpasst man im blödsten Falle den Einstieg in den Bus. Dass eine Haltestelle von mehreren Buslinien bedient wird, macht die Navigation noch komplizierter.

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Highway One

Am Donnerstag geht es dann in der früh wieder Richtung Süden los. Dieses Mal aber nicht auf der I-5S, sondern auf dem Highway 1 entlang der Pazifik-Küste. Da fühlt sich der Schweizer wieder zu Hause (wie in den Alpen geht es in eindeutig zu vielen Schlaufen der Küste entlang). Unzählige "Vista Points" laden zu Schnappschüssen ein. Je später (und dunkler) es wird, desto weniger interessieren mich die Ausblicke, desto mehr möchte ich endlich schlafen gehen. Das letzte Stück auf dem Highway 101 nach Santa Barbara ist nicht mehr angenehm: 100 Meilen - hoffentlich nur keine Panne oder Unfall, denn es ist stockdunkel und es gibt kaum mehr Orte, die an dem Highway liegen.

Bilder

Monterey

Unterwegs auf dem Highway One mache ich in Monterey halt und besuche das bekannte Aquarium. Für mich als Trekkie a.D. hat dieser Ort eine zusätzliche Bedeutung.

Bilder

Santa Barbara

Kurz nach 19 Uhr habe ich es geschafft und checke im Motel 6 Santa Barbara ein. Danach zeigt mir Kollege Wahli das örtliche Nachtleben, den örtlichen "Trachtenverein" (= EF-Schüler: Alle sprechen Schwiizerdütsch, ausser Herr Kotzerker (der heisst wirklich so!) aus Deutschland) und die kulinarischen Vorzüge des Ortes (Fatburger). Wahlis Kollegin "Melanie Winiger" (Züri-Schnurre Modell Gatling - aber genau so anziehend wie das Original) hebt die Frauenquote in der Gruppe.

In 1000 Meilen durch California

Heute Morgen verlasse ich Santa Barbara und durchbreche nach wenigen Minuten Fahrt auf dem Highway 101 die 1000-Meilen Grenze. Wow! Alamo wird mich lieben *grins*

Bei den Warner-Brüdern

Am Mittag steht Hollywood auf dem Programm - ich habe über das Internet ein Ticket für die Warner Bros. VIP Studio Tour ergattert und fahre deshalb nicht nach Venice, sondern nach Burbank, wo sich die grossen Studios befinden. Nach einigen Runden im Quartier finde ich das Gate 6, wo sich die Besucher-Parkplätze befinden. In einer kurzweiligen Tour werde ich mit drei Brasilianerinnen (Mutter & zwei Töchter) sowie einem ansässigen Regisseur ("Bob"), dessen Mutter und deren Freund von Abbey durch das Areal gefahren. Hollywood verliert einerseits etwas an Glanz (das sind ja gar keine richtigen Häuser, sondern nur Kulissen), andererseits wird klar, dass neben den "Kurzauftritten" von teuer bezahlten Stars tausende Personen im Hintergrund an der Produktion eines Filmes mitwirken und viel Planung dahintersteckt.

Unter anderem finden wir uns plötzlich im "Central Perks" wieder, dem Stammlokal der Friends. Im Requisiten-Lager für Möbelstücke tragen einige gemalte Bilder von US-Präsidenten einen gelben Zettel: "On Hold - 24". Mal schauen, ob mir die Bilder in einer der nächsten Episoden von Kiefer Sutherlands 24 ins Auge springen ...

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Griffith Park & Observatory

Erst bei der Abfahrt merke ich, dass es drei Kurse nach unten gibt - "Greek Theater", "Hollywood" sowie "Zoo". Glücklicherweise habe ich dann doch den richtigen Bus erwischt, wenn ich auch während der Abfahrt einige Schweissausbrüche durchlebt habe, weil mir die Route so unbekannt vorkam.

Bilder

Endlich daheim!

Mittlerweile sitze ich wieder bei Raffi zu Hause, alles Bestens hier. Ich fühle mich nur unbeschreiblich Müde ;-)

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Freitag, Februar 02, 2007

Kalifornien 2007: Playlist

Dass ich während meiner Autofahrten in Los Angeles meistens bei Kiis FM reingehört habe, habe ich hier bereits anderweitig erwähnt.

Nun folgt noch die Top Five-Playlist, nach meinem Gusto geordnet (mehrheitlich Hip-Hop/R&B-Songs - höre ich ja sonst nicht):

  1. Rihanna & Sean Paul - Break It Off*
  2. Jim Jones - We Fly High*
  3. Fergie - Fergalicious*
  4. Akon feat. Eminem - Smack That*
  5. Beyonce - Irreplaceable

*) Hammer-Track für's "cruisen" durch die Grossstadt ... *smile*

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Mittwoch, Januar 31, 2007

Kalifornien 2007: 1287 Miles


Alamo
Originally uploaded by emeidi.

Mein gestern zu Ende gegangener Besuch in Kalifornien hat mir in vielen Bereichen die Augen geöffnet - dank dem Erlebten versteht man die Grossstadt-Amis nun ein bisschen besser:

Aufgeschmissen

Insbesondere die Liebe zum Auto ist für mich komplett nachvollziehbar. Während man in San Francisco mit dem ÖV (Muni) noch relativ gut über die Runden kommt (natürlich nicht so pünktlich und sauber wie in Bern), sieht es in Los Angeles schitter aus: Zwar verkehren auch in der Stadt Busse, doch die Kurse machen das Reisen sehr unflexibel. Die Metro wiederum erschliesst Downtown - startet man seine Erkundungstouren in Venice, hat man nichts davon. Deshalb bin ich Raffi überaus dankbar, dass er darauf insistiert hat, dass ich mir gleich am Flughafen einen Mietwagen schnappe und diesen kurz vor der Abreise wieder zurückbringe.

Freizeitbeschäftigung: Stau

Dank Google Maps konnte ich sofort nach meiner Ankunft in Los Angeles hautnah erleben, was eine Grossstadt mit mehreren Millionen Einwohnern und einem nicht-existenten öffentlichen Verkehr ausmacht: Staus. Und zwar habe ich direkt vom Flughafen die Interstat 405 (I-405N) genommen - und kaum hatte ich mich eingespurt, schon staute sich der Verkehr. "Bumper to bumper", "Stossstange an Stossstange", wie der LA-Bewohner so schönt sagt. Im Schneckentempo ging es vorwärts, die Dunkelheit um mich herum hell erleuchtet von Autolichtern - 4 Spuren in meiner Richtung, 4 Spuren in der anderen.

Glücklicherweise ist die Situation nur in Stosszeiten derart prekär, durch den Tag hindurch ist man auf dem Highway relativ flott unterwegs. Dennoch liest und hört man immer wieder, wie viele Stunden ein Einwohner Los Angeles bereits im Stau verbracht hat. Aus ökonomischer Sicht kann das ja nun wirklich nicht das Gelbe vom Ei sein (von der ökologischen Sicht gar nicht erst zu reden) ...

Stop-And-Go

Auf der "Grünen Welle" reitet man auch in LA dann und wann, doch je näher die Rush Hours rücken, desto schleppender geht es auf den Hauptstrassen vorwärts. Das Grid-System (rechteckige Parzellen, die von Strassen umgeben sind) mag zur Orientierung hilfreich sein, doch während dem Feierabendverkehr trifft oftmals Verkehr senkrecht aufeinander. Befindet sich in der Nähe dann noch eine Autobahnauffahrt (z.B. die I-405N/S beim Santa Monica Blvd), ist das Chaos auch hier perfekt. Wehe dem, der wie ich von der ganz linken Spur auf die äusserste rechte Wechseln muss ... Die Spurwechsel müssen hart erkämpft werden (Motto: Zuerst wird eingespurt, dann geblinkt)

Go, Prius, Go!

Kein Wunder, dass sich die Anschaffung eines Hybrid-Autos (sehr häufig angetroffen: Toyota Prius) durchaus lohnt: Beim Anfahren kommt der Elektromotor zum Zug, der während längerer Fahrten durch den Benzinmotor aufgeladen wird. Man schlägt so zwei Fliegen mit einer Klappe: Einerseits senkt man die Schadstoffaustosse (die Anwohner der Hauptstrassen werden es danken), andererseits spart man Benzin (wer einen Verbrauchsmeter hat, soll diesen im hiesigen Stadtverkehr einmal anschalten - die 5 Liter/100km, die man auf der Autobahn vielleicht hinkriegt, gehören auf städtischem Gebiet ins Land der Träume).

Als Bonus darf man als "Clean Air Vehicle" die speziellen Spuren auf den Autobahnen benutzen, die "Car Pools" vorbehalten sind - 2 oder gar 3 Personen müssen sonst in einem Fahrzeug sitzen, damit man sich dieser Spur bedienen kann. Fahrgemeinschaften sind in Kalifornien aber rar, wenn ich mich auf meine eigenen Beobachtungen verlassen kann.

Annehmlichkeiten

Während einer Fahrt auf der schnurgeraden Interstate 5 (I5-N) wird einem schnell klar, dass ...

  • Cupholder
  • Automat
  • Tempomat
  • Klima-Anlage
  • Ellbogen-Ablage hinter der Handbremse

... wohl fast zwangsläufig in diesem Land erfunden und rasend schnell Verbreitung gefunden haben müssen. Wenn man schon mehrere Stunden im Auto verbringt, sollte man es sich auch so richtig gemütlich machen können!

Fazit

Wir dürfen den Amis weiterhin dankbar sein für diesen milden Winter, doch eine Pauschalverurteilung greift einfach zu kurz - vor allem, wenn Kritiker noch nie mit dem Auto in den US of A unterwegs waren. Zumindest verstehet man die Motive nun etwas besser als vorher. Ob es nicht auch anders - ökologischer - gienge? Nun, vielleicht steigt der Druck zur Minderung des CO2-Ausstosses ja doch noch irgendeinmal ...

Während meines Aufenthaltes sah ich jedenfalls auf der Titelseite einer Zeitung die Befürchtung, dass mit der Klimaerwärmung die Wasserversorgung in Kalifornien kritisch verschlechtern würde. Ob das Problem aber gelöst werden kann, indem man die Hersteller der Fahrzeuge - und nicht etwa die tatsächlichen Verursacher, Kaliforniens Einwohner selbst - verklagt, ist äussert fraglich.

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Montag, Januar 29, 2007

Kalifornien 2007: Esskultur

Per Zufall stosse ich gerade während meinem USA-Aufenthalt auf einen ausführlichen Essay über die Ernährungsprobleme in diesem Land:

[...] This is what we usually have in mind when we speak of the “French paradox” — the fact that a population that eats all sorts of unhealthful nutrients is in many ways healthier than we Americans are. [...]

[...] In that version, which inspired the most recent Atkins craze, we were told that America got fat when, responding to bad scientific advice, it shifted its diet from fats to carbs, suggesting that a re-evaluation of the two nutrients is in order: fat doesn’t make you fat; carbs do. (Why this should have come as news is a mystery: as long as people have been raising animals for food, they have fattened them on carbs.)

Quelle: Unhappy Meals

Beruhigend - ich habe mir heute zusammen mit Raffi einen frugalen Frühstücks-Lunch gegönnt: Bacon (die Dinger sind doppelt so dick wie in der Schweiz), der die Pfanne am Schluss mit einem ca. 5mm hohen Fettmeer ausfüllte sowie noch Eier aus dem Beutel ("Better'n Eggs - Cholesterol Free - Fat Free - Healthier Real Egg Product"). Zusätzlich gab es für mich noch Soya-Milch mit Vanille-Geschmack, die ich mit Kellogs auf Reis-Basis verspiesen habe ...

Naja - ein Stück Brot mit Anke und Konfi hätte es wohl auch getan, aber wie sagt man so schön: "When in America, do as Americans do!" *hehe*

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Sonntag, Januar 28, 2007

Kalifornien 2007: The Killers - Somebody Told Me

Anscheinend war dieses Lied bereits im April 2005 in unseren Charts, doch hier in Kalifornien läuft es derzeit immer wieder über den Äther:

The Killers - Somebody Told Me

Sehr einprägsam ist dabei der süffige Refrain:

Well somebody told me
You had a boyfriend
Who looked like a girlfriend
That I had in February of last year
It's not confidential
I've got potential

Quelle: KILLERS LYRICS - Somebody Told Me

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Sonntag, Januar 28, 2007

Kalifornien 2007: Regen!

Soeben hat es begonnen, in Strömen zu regnen - laut Raffi ein aussergewöhnlich rares Ereignis hier in Venice.

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Sonntag, Januar 28, 2007

Kalifornien 2007: Drink des Tages

Dank Raffis weitverzweigtem Netzwerk von Bekannten hier in LA konnte ich gestern an einer "Private Party" von Japanerinnen teilnehmen. Es gab viel zu essen und zu trinken, wobei ich wieder eine Menge neuer Dinge probiert habe: Einen Kartoffelkuchen, einen köstlichen Eiersalat mit japanischer Mayonnaise-Sauce ... und last but not least ein alkoholhaltiges koreanisches Getränk. Der spezifische Name ist mir entfallen, der Inhalt aber nicht:

  • Soju (koreanischer Reiswein)
  • Yogu (ein leichter Yoghurt-Drink)

Genial! Das Zeugs war so süffig, dass ich zusammen mit meiner Müdigkeit eine richtig sturme Birne gekriegt habe ... *grins*

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Donnerstag, Januar 25, 2007

Kalifornien 2007: Ende eines Stadtbesuches

Ein Glas Rotwein (Cabernet Sauvignon, aber bitte mit schönstem englischen Akzent - sprich rollendem 'r' - ausgesprochen) an einem Tisch im Restaurant auf dem 52. Stockwerk eines Skyscrapers - und danach die Sonne untergehen und das Lichtermeer erwachen sehen. Was gibt es schöneres? Einzig die Begleitung hat dieses Mal gefehlt ...

Dank: Steve (für den Tipp!)

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Donnerstag, Januar 25, 2007

Kalifornien 2007: Obdachlose und die Sicherheit

Im Flugzeug wurde mir so richtig Angst vor den hiesigen Verhältnissen gemacht. Immer auf der Hut sollte ich sein, am Besten auch noch die Augen am Hinterkopf öffnen, bestimmte Quartiere meiden (welche, konnte man mir nicht sagen), während der Autofahrt immer alle Türen abschliessen. Hinzu kamen bereits früher gehörte Horror-Stories und Tipps von Touri zu Touri - wie bspw. in bestimmten Quartieren mitten in der Nacht bei Rotlicht nicht zu halten und einfach weiterzubrennen.

Ich gebe Kollege Raffi recht, der mich gleich nach meiner Ankunft beruhigt hat: Nach einem Jahr Aufenthalt in LA erscheint ihm das grösste Problem, dass die Leute sich gegenseitig Angst machen. Leute aus seiner Firma können immer noch kaum glauben, dass er es wagt, am Abend in Venice joggen zu gehen (diejenigen, die am lautesten Schreien, wohnen nicht in der Gegend). Am meisten Angst hat Raffi vor der Polizei, die - wie es scheint - ein Auge auf ihn geworfen hat. Regelmässig gibt es Bussen: Sei es, weil er sein Auto falsch parkiert oder die Strasse bei Rot überquert hat.

Fazit: Warnungen - alles Müll. Nun bin ich fast sieben Tage hier in Kalifornien und fühle mich sicher. Klar, schweizerische Verhältnisse habe ich definitiv nicht erwartet und auch nicht vorgefunden. Wer sich mit normalem Menschenverstand durch die Gegend bewegt und leichtsinniges Verhalten unterlässt, hat meiner Meinung nach auch hiert nicht viel zu befürchten. Weder habe ich denn seither eine Waffe im Umkreis von 25 Meter gesehen, noch eine Knarre am Kopf gehabt. Ich habe keinen Raub und keine Schiesserei erlebt, und auch die Polizeisirenen hielten sich in Grenzen. Alles ist friedlicher, als man sich das durch TV-Sendungen und Horror-Stories vorstellt.

Obdachlose, die mit (meinem) Geld und (meinen) Wertsachen ihren Lebensunterhalt verdingen könnten, fragen höflich nach Almosen, wollen einem Muni-Billette oder Poesie-Zeitungen verkaufen. Gibt man Ihnen nichts, wünschen Sie "God bless you", gibt man ihnen einen Batzen, soll Gott einen ebenfalls segnen. Noch nie wurde ich bisher aggressiv angemacht.

Das obige Bild habe ich heute in Downtown San Francisco gemacht - ein perfektes Sujet meiner Meinung nach: Armut und Wohlstand auf einem Schnappschuss vereint (das hätte garantiert den Photo-Preis des Jahres gegeben, hätte ich eine digitale Spiegelreflex-Kamera mit Superzoom-Objekti dabeigehabt ...). Sinnbildlicher geht es kaum, oder?

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Donnerstag, Januar 25, 2007

Kalifornien 2007: Mittelalterliche Location Based Services

Bei meinem Besuch in Japan wurde eines klar: Bezüglich "Location based Services", insbesondere "Points of Interest", ist uns die High-Tech-Nation um Jahre voraus. Solche Karten-Dienste für das Mobiltelefon ("Wo von meinem aktuellen Standort aus gesehen der nächste Starbucks?") gehören dort zum Alltag. In Europa und den USA leider überhaupt noch nicht.

Gerade für einen Touri wie mich ist dies sehr hinderlich - liebend gerne würde ich mein iPhone hervornehmen und Adress-Anfragen stellen. Da dies leider (noch) nicht geht, habe ich mich mir seit meiner Ankunft hier in Kalifornien eine ganz bestimmte Strategie zurechtgelegt: Besuch des örtlichen Apple Stores (in der Regel an den bestbesuchten Strassen im Stadtzentrum gelegen), Kapern eines Vorführ-Modells, anwerfen von Safari und danach schnurstracks zu Google Maps. Ziel lokalisieren, den Weg dahin studieren und nötigenfalls die Adresse per SMS an das Mobiltelefon schicken (geht meines Wissens nur mit einer Ami-Nummer - die habe ich ja glücklicherweise).

Unterwegs hilft dann der Reiseführer mit seinem ausführlichen Strassenplan. Schöne, neue Welt!

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Montag, Januar 22, 2007

Kalifornien 2007: Auf den Strassen von LA

Gegen Ende des vierten Tages hier einige Erkenntnisse über den Privatverkehr in Los Angeles:

  • Google Maps für die vorgängige Planung eines Trips, der Thomas Guide als Nachschlagewerk für unterwegs sind zwei unverzichtbare Dinge. Die "Stadt" ist einfach zu gross, als dass man jeden Strassennamen kennen könnte und intuitiv die richtigen Verbindungen zu einem Ziel fände.
  • Neben der ein- bis dreistelligen Strassennummer merkt man sich zudem auch deren Himmelsrichtung. Beispiel: 405N (= North). Wer Los Angeles besucht, muss auf dieser Strecke mindestens einmal im Stau gestanden haben - rein nur der Erfahrung wegen.
  • "Ped Xing" steht manchmal in grossen, weissen Lettern auf dem Teerbelag. Nach einigem Überlegen war klar, was damit gemeint ist: "Pedestrians Crossing". Autofahrer, öffnet eure Augen!
  • Auf den Freeways hält sich der Eingeborene grundsätzlich nicht an die Geschwindigkeitsbegrenzungen.
  • Es gibt kein Rechtsüberholverbot. Eine besondere Gattung des hiesigen Homo Automobiliensis hat es sich zur Spezialität gemacht, mit hoher Geschwindigkeit zwischen Lücken in allen Spuren hindurchzuschlüpfen. Sieht nicht nur gefährlich aus, ist es auch.
  • Die nur mit viel Bremskraft zu meisternde Autobahnausfahrt in Kiesen (Motto: "Von Hundert auf Null") ist im Vergleich zu hier angetroffenen Varianten geradezu heilig.
  • Bisher habe ich am Strassenrand nur Überreste aus Auffahrunfällen gesehen - eingedrückte Motorhauben zeugen davon, dass man es mit dem Abstand zwischen den Fahrzeugen nicht so genau hält. Übrigens: Der Seitenblick vor Spurwechseln schont Nerven, Selbstbehalte und rettet Menschenleben. Und zwar täglich.
  • Auch am Strassenrand liegen bleiben alte Karozzen. Lustigerweise erinnere ich mich jetzt gerade nur an einen weissen "Beemer" älterer Bauart, der mit geöffneter Motorhaube und einem besorgt dreinblickenden Afroamerikaner (im Polo-Shirt) auf die Pannenhilfe wartete.
  • Parkieren ist in LA relativ simpel. Wer nicht gerade in Downtown unterwegs ist, findet in den Aussenquartieren genügend freie Parkplätze. Wichtig: Roter Randstein signalisiert ein Parkverbot (normalerweise in der Nähe von den Kreuzungen und von Hydranten). Schilder weisen zudem darauf hin, dass das Parkieren an gewissen Wochentagen und -stunden nicht erlaubt ist - dann wird nämlich die Strasse gesäubert und nachlässige Parkierer gebüsst.
  • Bei Rotlicht darf man rechts abbiegen - sofern kein Auto herannaht.
  • Kiis FM - zur musikalischen Unterhaltung während öden Fahrten.
  • ÖV ist praktisch inexistent. Dennoch habe ich es geschafft, von Santa Monica nach Venice zu fahren - im Bus. Dort sitzen normalerweise alte Leute (Pensionäre?) und andere Gestalten (tun einem nichts zuleibe). Übrigens: Wer schwarz fährt und erwischt wird, zahlt 250USD Strafe und muss vierzig Tage gemeinnützigen Dienst verrichten.

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Samstag, Januar 20, 2007

Kalifornien 2007: California Beemers

Da ich diese Wandbeschriftung zu spät erblickte, kam ich um eine zusätzliche Runde um den Block nicht herum (Merke: Los Angeles ist grid-mässig aufgebaut - alles rechteckige Parzellen, die von Strassen umrundet sind). Dank einer roten Ampel hatte ich glücklicherweise genügend Zeit, auf den Auslöser zu drücken.

Titel: "Ode an Randall" (Vorgeschichte)

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Freitag, Januar 19, 2007

Kalifornien 2007: Meine Mobile-Nummer

Gleich am Flughafen habe ich mir eine Prepaid-SIM von T-Mobile (ja, die gibt's hier erstaunlicherweise auch) gekauft. 90USD hat der Spass gekostet, 290 Minuten inklusive (der Haken dabei: Eingehende Anrufe werden davon auch abgezählt). Wie die SMS abgerechnet werden, ist mir nicht klar.

Wer mir dringend etwas mitteilen will, schreibe deshalb ein SMS auf 001 310 220 1321. E-Mail geht selbstverständlich auch, da ich hier bei Raffi am WLAN "schnorre". Zeitdifferenz: -9h. Hier ist es 7 Uhr 51 morgens.

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Freitag, Januar 19, 2007

Kalifornien 2007: Die Ankunft in LA

Es ist vollbracht:

  • Auf dem Perron in Bern treffe ich zuerst einen pensionierten Dozenten von der Arbeit, mitsamt Frau - sie reisen heute/gestern nach Thailand ab. Ein paar Meter weiter stehte ds "Fäbi", das sich für ein Bewerbungsgespräch in die nächstgelegen Grossstadt (dass ich über diese Bezeichnung hier mitten in Venice, Los Angeles nicht lache!) begibt. Ich und ein paar charmante Rekruten halten sie gekonnt vom auswendig-lernen des Profils der Kanzlei ab.
  • Der Standby-Sitz wird ohne Probleme in eine gültige Buchung umgewandelt.
  • Am Gate treffe ich - auch wieder vollkommener Zufall - auf einen Arbeitskollegen mit gleichem Namen. Er fliegt mit seiner Frau und dem gemeinsamen Bébé auch nach LA.
  • Der Zufall will es, dass wir dann auch noch in derselben Reihe sitzen!
  • Ohne dass ich es gewünscht habe, werde ich in Reihe 23 (vgl. SeatGuru) gesetzt und habe genügend Beinfreiheit sowie einen aufklappbaren TFT-Schirm.
  • Bei der Einreise werde ich mit Fragen gelöchert. Mann, 26 Jahre alt, alleine reisend ist wohl das Standard-Profil eines heutigen Terroristen ... Geschaft habe ich es dann doch noch: Mein Gesicht und meine Fingerabdrücke beider Zeigfinger liegen jetzt in einer US-amerikanischen Datenbank herum.
  • 1kg Raclette-Käse und 1kg Cailler Rayon-Schoggi habe ich unbemerkt ins Land gebracht.
  • Trotz viel Gefluche in Newsgroups und Bewertungssites gibt es bei Alamo weder riesenlange Schlangen an den Schaltern, noch werde ich penetrant zu einem Upgrade meines Autos und dem Abschluss unzähliger Zusatzversicherungen bekehrt. Nach fünf Minuten erhalte ich den Voucher - und suche mir das Auto selbst aus. Da es "Economy" nicht gibt, nehme ich einen "Compact" - bezahle aber den selben Preis. Das Auto ist übrigens ein Saturn Ion.
  • Die von Google Maps auf 20 Minuten veranschlagte Fahrt vom Flughafen nach Venice zu Raffi dauert ca. 1.30h - einerseits auf Grund unzähliger Fahrfehler meinerseits (Liebe Angelos, wie wäre es mal mit anständiger Beschilderung?!), andererseits wegen Staus auf der 405N (ob dieser alltägliche Wahnsinn meinen Auto-Freak-Kollegen auch so doll gefallen würde, ist fraglich). Schlussendlich ist Raffi vor mir zu Hause.
  • Das erste Sushi ist von mir termingerecht am ersten Abend im Firehouse verdrückt worden. Beim Essen lerne ich Raffis Kollegen und WG-Mitbewohner kennen, der u.a. am Microsoft Internet Explorer 3.0 mitprogrammiert hat.

Jetzt gehe ich mal das Kissen horchen und hoffe, dass ich das Jetlag korrekt auskuriert habe *grins* Bis später!

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Mittwoch, Januar 17, 2007

Grossstadtkreuzung

Irgendwie befürchte ich, dass es ein Fehler meiner Eltern war, mich in einem Provinznest wie Bern aufwachsen und autofahren lernen zu lassen. Himmel, wie werde ich diese Abzweigung nur überleben? 6 Spuren, die mir von links entgegen kommen *bibber*

(Für interessierte, die den Weg selbst mit Google Earth "abfliegen" wollen: Route vom Flughafen zu meinem Host-"Daddy")

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Mittwoch, Januar 17, 2007

Wo ich morgen meinen Mietwagen abholen werde ...

Alamo, 9020 Aviation Blvd Inglewood, CA 90301

"Ich hätte gerne den Roten da drüben, in der zweithintersten Reihe, ca. Nummer 133 von oben".

Immerhin das Modell ist bereits bekannt: Geo Metro - Kategorie F, die kleinste verfügbare Version eines Mietautos.

Ob die Vermieter Freude hätten, wenn ich explizit ein (zuverlässigeres) japanisches Fahrzeug wünschen würde? Ich probiere es lieber nicht aus.

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Sonntag, Januar 14, 2007

Mein nächstes Reiseziel

Ermutigend, nicht wahr?

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