Mittwoch, August 27, 2008
Bolliger Ortsplanungsrevision zerpflückt
Bolligen soll wachsen, 7,3 Hektaren neues Bauland wollte die Gemeinde einzonen. Doch die Stimmberechtigten waren nur zu einem kleinen Teil einverstanden. In 14 Gebieten sollte in den nächsten Jahren gebaut werden dürfen. 7 mal sagte die Gemeindeversammlung ja, 7 mal nein. Besonders schmerzhaft für die Planer: Die Stimmberechtigten lehnten auch die beiden grössten Areale ab, Rörswil und Gässliacher.
Quelle: Bolligen: Wie viel Bauland ist nötig? - News Region: Bern - Bernerzeitung.ch
Gratulation an die Stimmbürger von Bolligen - ich nehme nicht an, dass in der Regel gleich ein Viertel des Stimmvolkes aufmarschiert. Auch kann ich mit dem Gedanken anfreunden, dass die Einwohner entgegen den Planern der Gemeinde von "mehr Wachstum" abgeschwört haben ...
Ein Vorgeschmack auf das, was Neuenegg auch bevorsteht?
Labels: Bern, Bolligen, Gemeinden, Neuenegg, Politik, Raumplanung, Schweiz
Mittwoch, August 27, 2008
Rückblickend: Trinkgeld im Holocaust-Vergleich
In der Tat erstaunlich:
Zähneknirschend haben vor zehn Jahren die Schweizer Banken 1,25 Mia. USD in einen Ausgleichstopf bezahlt, um die unrühmliche Holocaust-Debatte endlich zu beenden.
Heute zahlt die USB scheinbar locker vom Hocker 20 Mia. Franken an US-Bankkunden für den Rückkauf von faulen Anleihen [...]
Quelle: Arlesheim Reloaded. Mäuse schultern Elefanten. - Alles ist relativ, auch Geld
Labels: Banken, Finanzen, Schweiz, Wirtschaft
Donnerstag, August 21, 2008
Wie unsere Armee nach richtigen Prioritäten investiert
Die Armee hat zwar kein Geld für den Bereich Logistik, will aber für über zwei Milliarden neue Kampfflugzeuge kaufen. «Das kommt mir vor wie eine Familie, die kein Geld für Putzmittel ausgeben, aber einen Ferrari kaufen will», sagt Armeekritiker Jo Lang von der Grünen Partei.
Quelle: Logistik-Chaos legt Schweizer Armee lahm - Schweiz - Espace
Mittwoch, August 20, 2008
Pöhse, pöhse Bottelónes!
Ein solcher Ernstfall liegt für Tschäppät offenbar vor: Es sei unbestritten, dass Massenbesäufnisse zu Krawall, Lärm und grossen Abfallbergen führten, sagte er.
Super Lexu! Was anderes als ein Massenbesäufnis war denn die Euro08? Ich glaube jedenfalls nicht, dass selbst mit einem Giga-Mega-Macro-Botellón jemals 1 Promille Alkohol in der Luft gemessen würden ...
Dienstag, August 19, 2008
Cablecom mit Qualitätsproblemen bei den Settop-Boxen
Statt nun lange mit den CC Hotline und Techniker zu plaudern, packt das Teil wieder in die Kiste und fährt damit zum Eschenmoser. Im 1. OG hat Cabelcom nähmlich einen Schalter eingerichtet, wo man defekte Set-Top-Boxen unkompliziert umtauschen kann (10 - 17 Uhr). Müsst einfach sagen, dass der CC Techniker (z.B. Herr Garcias) gerade bei euch war und gesagt hat, dass die Box ausgetauscht werden muss. Der Schalter wurde übrigens deshalb eingerichtet, weil zuviele Kunden ihre Box zurück schicken mussten. Fragt auch mal, den Eschenmoser Fernsehverkäufer wie viele Kunden täglich ihre Box zurück bringen, dann erübrigt sich die Frage, wieviele Kunden betroffen sind.
Quelle: Cablecom-Kunden verärgert über «Schrott-Box» - News Kultur: Fernsehen - Tagesanzeiger
Köstlich - vor allem wenn man bedenkt, dass Cablecom-CEO Fischer im Kassensturz betont hat, dass man keine anderen DVB-C-Empfangsgeräte zulässt, weil diese sonst einen "enormen Support-Aufwand" wegen Inkompatibilitäten und dergleichen verursachen würden.
Und jetzt? Dem Vernehmen nach spukt ausgerechnet diejenige "Monopol-Box", die Cablecom geprüft und für tauglich befunden hat. Ironie des Schicksals?
Das Bitterste an der ganzen Sache: DVB-C, digitales Fernsehen, wäre ein Standard, der von unzähligen auf dem Markt erhältlichen Settop-Boxen unterstützt würde. Aber leider verschlüsselt Cablecom das digitale Signal (eben leider auch der Free-TV-Sendern - gegen die Verschlüsselung von Pay-TV-Angeboten habe ich nichts auszusetzen) und zwingt die Kunden so zum Kauf der "Monopol-Box" und Entschlüsselungskarte.
Ohne Verschlüsselung könnte jeder Benutzer selber entscheiden, ob er sich die "Schrott-Box" antun will, oder aber zu einem kundenfreundlichen Konkurrenzprodukt greifen soll - jedenfalls solange er nicht Pay-TV in Anspruch nehmen möchte.
Labels: Cablecom, Infrastruktur, Medien, Schweiz
Montag, August 18, 2008
Botellon Schweiz - die Web-Site
Was tat think eMeidi am 4. März 2006, einige Monate nach einem Wochenend-Aufenthalt in Madrid?
On 04.03.2006 the domain name botellon.ch was registered on behalf of Mario Aeby
Was versuchte think eMeidi knapp ein Jahr später?
On 12.02.2007 deletion request 5995558 for the domain name botellon.ch was submitted on behalf of Mario Aeby. We were unable to delete the entry, because we did not receive the domain-name holder's agreement to the deletion on time.
Eigentlich hatte ich damals gedacht, dass dieser soziale Event, eine Mega-Version eines Flash-Mobs, viel rascher in der Schweiz ankommen würde. Ich habe mich getäuscht ...
Doch nun ist es soweit - aus gegebenem Anlass habe ich über das Wochenende die Domain online geschaltet:
(Selbstverständlich gibt es auch Kritik an solchen Events. Dazu vielleicht später einmal etwas ...)
Montag, August 18, 2008
Nestlé vertritt und spricht für die Schweiz
Ich war kürzlich an einem Lebensmittelkongress der Vereinten Nationen in Peking. Da ging es um die Zusatzstoffe. Auch eine Schweizer Delegation war anwesend. Sie umfasste zwei Leute aus dem Bundesamt für Gesundheit und fünf Vertreter der Industrie. Wenn die Schweiz aufgerufen wird, dann kann er Vertreter von Nestlé im Namen der Schweiz sprechen. Sie müssen wissen: Bei solchen Konferenzen werden die Standards festgelegt, die für die Zusatzstoffe gelten.
Quelle: SonntagsZeitung, 17. August 2008, Sonntagsgespräch, S. 23.
Gewaltenteilung war seit jeher ein neumodischer Käse, um den sich kaum jemand geschert hat ...
Labels: Politik, Schweiz, Wirtschaft
Sonntag, August 17, 2008
Seit wann gibt es das schweizerische Postleitzahlensystem?
Die Postleitzahlen wurden gesamtschweizerisch am 1. Oktober 1964 eingeführt. Die Einführung dieses Numerierungssystems führte zu einer starken Vereinfachung der Handsortierung. Bislang waren nämlich vertiefte geographische Kenntnisse bei der Sortierung der Postsendungen unerlässlich.
Quelle: Gang dur Alt-Züri: Begriffserklärungen - Postleitzahl
Labels: Geschichte, Post, Schweiz, Wissen
Sonntag, August 17, 2008
Über die Exekutive(n) unseres Landes
Einer der besten Artikel, den ich über eine - die höchste und erwartungsgemäss eigentlich professionellste - Exekutive in unserem Land gelesen habe - und ich wage Parallelen auf allen Ebenen des Föderalismus zu erkennen. Natürlich abgedruckt im Magazin:
«Wie dieser Bundesrat arbeitet, ist freundlich formuliert: barock. Und unfreundlich formuliert: total ineffizient. Diese Regierung funktioniert noch wie vor vierzig Jahren. Doch sie verschwendet keine Sekunde daran, ihr Funktionieren und ihr langfristiges Wirken unter die Lupe zu nehmen.»
[...] Das Wort wird strikt nach Amtsalter erteilt; Chefbeamte, die in der Sache oft kompetenter sind als der Chef, werden nie eingeladen.
[...] Das ist eine Garde von Sesselklebern, die ihre zentrale Aufgabe nicht wahrnimmt, nämlich die Schweiz in die Zukunft zu führen.
[...] Die besten Chancen haben die eigenen Anträge dann, wenn der Departementschef nach dem Prinzip «Gibst du mir die Wurst, dann lösch ich dir den Durst» taktiert. Sinngemäss: Lässt du meinen Antrag durch, dann sag ich Ja zu deinem. Oder: Kritisierst du mich nicht, kritisier ich dich nicht. [...] Blocher war auch der Einzige, dem das Wurst-Durst-Prinzip mehr oder weniger wurscht war. Sein eigenes Prinzip im Kollegium war der Hang zum senkrechten Untergang, lieber sechs zu eins verlieren, als aus taktischen Gründen schweigen.
Quelle: Das Magazin » Die Wurst-Durst-Regierung
Wenn ich solche Dinge lese, wird mir der Herr Altbundesrat Blocher wieder deutlich sympathischer - für einige Minuten.
Doch was bräuchte das Land in der jetzigen Situation? Neue Leute - aber nicht nur neue, sondern auch fähige:
«Im Interesse des Landes müssen wir hoffen, dass das Parlament möglichst bald viele neue Bundesräte wählt, die bereit sind, als Konkordanzregierung über den Parteienhorizont hinauszuschauen und eine gemeinsame Vision von der Zukunft des Landes zu erarbeiten, [...]
Sonstige Schnippsel
Keiner der sechs ist an einem Sturz von Schmid interessiert, weil keiner von ihnen die Rückkehr des Leibhaftigen aus Herrliberg riskieren will.
Die Affäre Schmid/Nef ist für ihn nur das jüngste Beispiel für die Führungslosigkeit dieses Bundesrates, wenn auch ein hartes, weil sich für den Infanterie-Obersten mit zweitausend Diensttagen «einmal mehr zeigt, dass unsere Armee nicht von den Linken demontiert wird, sondern von der VBS-Spitze selber».
Samuel Schmid: Bereits im eigenen Laden nennen sie ihn mitunter den «Selbstverteidigungsminister».
Moritz Leuenberger: [...] Derweil hält sein «genialer Generalsekretär» Hans Werder (Fässler) den Laden zusammen.
Mittwoch, August 13, 2008
Spuhlers Rieter-Investition
Besitzt nicht Peter Spuhler ein Aktienpaket dieser Bude?
Der Industriekonzern Rieter hat im ersten Halbjahr einen Gewinneinbruch erlitten. Über 2000 Jobs gehen verloren.
Quelle: Rieter: Konjunkturkrise kostet Tausende Jobs - News Wirtschaft: Unternehmen & Konjunktur - Espace
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Dienstag, August 12, 2008
Wer kann verlässt die UBS
Zudem will die UBS im Personalbereich sparen. Das Unternehmen kündigte an, rund 5500 Stellen zu streichen - davon 1500 in der Schweiz. Im vergangenen Quartal sind demnach bereits rund 2400 Arbeitsplätze weggefallen. Besonders betroffen ist dem Vernehmen nach das Investmentbanking.
Wie mir ein Bekannter kürzlich erzählte, sind Bänkeler mit "Fronterfahrung" (also sogenannte Kundenberater) auf dem schweizerischen Arbeitsmarkt derzeit äusserst gefragt. Für die Back-Office-Mitarbeiter, die mit ihren Excel-Sheets all die schönen (aber unbrauchbaren) Risikoabwägungen berechnet hätten, interessiere sich momentan hingegen kein Schwein.
Marktwirtschaftlich ist klar, wie diese Entwicklung enden wird: Diejenigen, die auf dem Arbeitsmarkt gefragt sind, werden abspringen und den Wechsel nutzen, um den beruflichen Aufstieg voranzutreiben und selbstverständlich auch eine Lohnerhöhung durchzusetzen. Diejenigen, die im Back-Office sitzen, werden sich bei ihrem Apotheker Anti-Depressiva im Monats-Abo holen gehen, um die Bekanntgabe der nächsten Quartalsergebnisse ohne Angstzustände überleben zu können.
Da auch mein Bekannter zu den Erstgenannten gehört, hat er es sich nicht zweimal überlegt und ist vor kurzem von der UBS zu einer anderen schweizerischen Grossbank übergelaufen.
Mit den Kundenberatern auch die Kunden
Die schlechten Ergebnissen der vergangenen Monate haben das Vertrauen der Kunden in die UBS erschüttert. Die Vermögensverwaltung der Schweizer Bank musste im zweiten Quartal einen Netto-Geldabfluss von 17,3 Mrd. Franken (10,7 Mrd. Euro) hinnehmen.
Quelle: FTD.de - Neue Verluste bei der UBS: Reiche Privatkunden ziehen Milliarden ab - Finanzdienstleister
Er erwähnte zudem, dass Kunden ihr Geld eigentlich nicht einer Grossbank, sondern ihrem Kundenberater anvertrauen. Der Berater ist der ausschlaggebende Faktor. Verlassen diese die UBS, so wechseln die (von dessen Qualitäten überzeugten Kunden) über Kurz oder Lang zur neuen Bank. Neben den am Ende eines jeden Quartals bekannt gemachten Horrormeldungen von der UBS wird dies sicherlich mit ein Grund für den respektablen Geldabfluss sein.
Ob das so wirklich stimmt, kann ich nicht sagen (mit meinem läppischen "Vermögen", das diesen Namen gar nicht verdient, habe ich es jedenfalls nicht zu einem persönlichen Kundenberater geschafft).
Mal schauen, wie das mit der UBS weitergeht. Ich habe ein schlechtes Gefühl in der Magengegend ...
Labels: Arbeitsleben, Banken, Finanzen, Job, Schweiz, Wirtschaft
Dienstag, August 12, 2008
Wenn nur noch der Lohn zählt
Für den alerten Professor ist es keine: "Ich hatte einen guten Lohn an der ETH. Und es gibt ja nicht nur das Ziel, finanziell erfolgreich zu sein, sondern auch Wissen zu vermehren und weiterzugeben."
Quelle: Inside-IT: Erfolgsgeschichte verpasster Chancen
Ich wage zu behaupten, dass diese Wissensvermehrung und -vermittlung vielerorts (bspw. bei Banken) abhanden gekommen ist. Dort zählt nur noch der gute Lohn (respektive Bonus) ...
Labels: Arbeitsleben, IT, Job, Schweiz, Studium, Universität
Freitag, August 08, 2008
Winkelrieds Fundamental-Kritik an Newsnetz.ch
Man fühlt sich an die Memoiren von Stalin erinnert - als diese kleiner ausgefallen sind als die von Lenin, hat man einfach die Buchstabengrösse vergrössert.
Quelle: Tagi mit neuer Webseite | WINKELRIED.INFO
Einspruch, Linkenjäger! Newsnetz verbreitet ... News. Das sind gemeinhin Texte (ab und zu auch Bilder und Videos). Texte müssen gelesen werden. Je grösser die Bildschirmschrift, desto einfacher sind Texte lesbar. Ich selbst (27-jährig, meistens mit Brille im Web unterwegs) lese Artikel in einer sehr, sehr grossen Schriftart (dank Safaris Apfel-+ fällt es äusserst leicht, die Schrift zu vergrössern. Mit Betätigung der Leertaste springt man einen ganzen Bildschirm nach unten).
Der Entscheid des Tagi (und der anderen Newsnetz-Seiten) ist somit gerechtfertigt. Im Internet surfen längst nicht mehr nur 18-jährige Jungspunde mit bester Sehkraft, die sich widerstandslos Texte in Schriftgrösse 12px antun ...
Die Wahl der Schrift ist zudem vollkommen falsch. Die haben das Ding an einem Mac entwickelt und erst dann geschaut, wie es auf Windows und anderen Betriebssystemen funktioniert.
So entwickle ich auch Web-Sites - mit Safari und Firefox unter Mac OS X (ich hoffe, dass dies heute sehr, sehr viele Web-Entwickler tun). An dem ist nichts auszusetzen.
In der Tat läuft unter Windows aber etwas mit dem Antialiasing (ClearType ahoi) der gewählten Schrift falsch (bei mir unter Parallels 3.0 und Windows XP getestet). Die Schrift wirkt gerade bei Strichen (f, l etc.) zu fein, das Bild "flackert" irgendwie.
Labels: Blogosphäre, Medien, Schweiz, Web, Web-Entwicklung
Dienstag, August 05, 2008
Ein einig Volk von Schuldnern - bald auch bei uns?
Die Amis sind uns in jeder Hinsicht voraus - sei es mit den SUVs, den Schusswaffen, dem schwarzen Präsidentschaftskandidaten, den Papphäuschen, den Klimaanlagen oder ... der Schulditis:
Die durchschnittlichen Kreditkartenschulden pro Haushalt belaufen sich auf 8565 Dollar, 15 Prozent mehr als 2000. Die Gesamtschulden pro Haushalt liegen im Schnitt bei knapp 118'000 Dollar. Gleichzeitig stagnieren die Löhne, so dass die Amerikaner heute im Schnitt 14,5 Prozent ihres Einkommens dafür aufwenden, Schuldzinsen und -raten zu zahlen. Gespart wird praktisch nichts mehr - im ersten Quartal dieses Jahres sind laut dem Büro für Wirtschaftsanalysen 0,4 Prozent des Einkommens zur Seite gelegt worden (1968 waren es noch mehr als 8 Prozent).
Quelle: Schuldenmachen leicht gemacht - Made in USA - Wirtschaft - Tages-Anzeiger
Wenn ich die Warenprospekte von Interdiscount & Co. sowie die bald monatlich eintreffenden "Verschuld dich doch, kein Problem!"-Bettelbriefe der Crédit Suisse so anschaue, geht es nicht mehr lange, und auch wir arbeiten nur noch, um unsere Schulden abzuzahlen.
Labels: Finanzen, Gesellschaft, Konsum, Konsumgesellschaft, Schweiz, USA
Dienstag, August 05, 2008
Das Ufo vom Samstag, 2. August 2008
Ein unbekanntes Flugobjekt soll am Samstagabend die Gemeinde Claro bei Bellinzona überflogen haben.
Quelle: Tessiner SVP-Präsident sichtet Ufo - Schweiz - Tages-Anzeiger
Das "Ding" habe ich zusammen mit Kollegen (Geburtstagsparty von Hebo) beim Pfadiheim Bärechlaue in Neuenegg auch gesehen. Die Anwesenden hatten zwar Alkohol intus, aber für unser Alter deutlich zu wenig, um einer Gruppenhalluzination zu erliegen.
Dank dem Foto (s. oben) kann der Zeitpunkt auch recht exakt bestimmt werden: ca. um 21:44 flog das Ding über uns vorbei (die Uhr meiner Digitalkamera hatte ich am Freitag mit einer SBB-Uhr im Bahnhof Bern abgestimmt, sollte also ziemlich exakt sein). Und ja, wegen der langen Belichtungszeit ist die Spur des Ufos äusserst verschwommen und skurril. Tatsächlich flog das Ding auf einer schnurgeraden Bahn an uns vorbei.
Was war es?
Ein Flugzeug war es definitiv nicht, denn dieses hätte geblinkt (so die Flug-Profis in unseren Reihen).
Hebo vermutete noch vor Ort, dass es sich beim hell leuchtenden, schnellen Objekt um die Raumstation ISS gehandelt habe.
Diese Spur habe ich weiterverfolgt und habe auf der Web-Site der ESA eine Applikation gefunden, mit der sich die Route der Raumstation am Firmament berechnen lässt:
Pass details: Whole Sky Chart (Standort: Bern)
Leider gibt es keine Möglichkeit, in die Vergangenheit zu "schauen", weshalb ich die GET-Variable Date von Hand anpassen musste (ich gehe davon aus, dass es sich dabei um Tage (?) handelt).
Könnte tatsächlich hinkommen: Die Maximum Altitude wurde an diesem Tag zufälligerweise um 21:43:35 Uhr erreicht (Sicherheitskopie der Resultateseite auf Flickr).
Dennoch: Meiner Meinung nach war das Objekt zu Nahe an uns und zu klar ersichtlich, als dass es sich um eine im Erdorbit kreisende Raumstation handeln könnte.
Vielleicht lösen Astronomen von der ESA das Rätsel? Unseren Standort und den Zeitpunkt der Beobachtung ist ja auf die Minute genau definierbar ...
Weiterführende Links
- NZZ: Von Ufos und Ifos
- Ist es ein Vogel? Ist es ein Flugzeug? Nein, es ist die ISS!
- Beobachtung und Fotografie von Satelliten und Raumstationen: MIR - ISS - Iridium-Satelliten
Freitag, Juli 11, 2008
Sozialhilfebetrug: Irgendwie logisch
Den Vorwurf der Widerhandlungen gegen das Sozialhilfegesetz liess das Gericht jedoch fallen. Der Mann habe sich nicht von der Sozialhilfe abmelden können mit der Begründung, seine Drogengeschäfte reichten für den Lebensunterhalt aus. Sonst hätte er sich selber damit belastet. Der Iraner soll 95\'000 Franken erschlichen haben.
Quelle: Berner Sozialhilfebezüger verurteilt – nicht wegen BMW (Schweiz, NZZ Online)
In dieser Hinsicht auch lesenswert: Paradoxe Drogengewinne
Labels: Bern, Jura, Recht, Schweiz, Sozialhilfe, Sozialversicherungen
Freitag, Juli 11, 2008
Der gute Ruf eilt der HSG voraus
Der Strategie liegt ein Gutachten des Volkswirtschaftsprofessors Gebhard Kirchgässner zu Grunde. Obwohl er in St. Gallen lehrt, ist Kirchgässner kein neoliberaler Steuersenkungsturbo.
Quelle: Die Steuerstrategie ist ihre Feuerprobe - Zürich - Tages-Anzeiger
Labels: Funny, Medien, Politik, Schweiz, Studium, Universität, Wirtschaft
Donnerstag, Juli 10, 2008
Erste iPhone-Testberichte tauchen im deutschsprachigen Netz auf
Nach Onkel Walt und zwei anderen us-amerikanischen Medien-Koryphäen dürfen nun auch deutschsprachige Journalisten über ihr Erfahrungen mit dem iPhone 3G berichten:
- Tagesanzeiger
- Heise Newsticker
- SPIEGEL online
- Blick (sowie privat: Bö testet “iPhone 3G”)
Labels: Apple, Deutschland, iPhone, Mac, Schweiz
Mittwoch, Juli 09, 2008
350'000 GAs
Das ist neuer Rekord: 350 000 Menschen haben ein Generalabonnement und sind damit rundum mit öffentlichen Verkehrsmitteln mobil. Sie steigen in Züge, Postautos, Schiffe, Busse und Trams ein und fahren kreuz und quer durch die Schweiz.
Quelle: SBB: 350000. GA
Labels: Eisenbahn, Oeffentlicher Verkehr, SBB, Schweiz, Verkehr, Zug
Mittwoch, Juli 09, 2008
SVP mit schweren strukturellen Schäden
Überall in der Schweiz, so scheint es, fliegen die Nieten und Stahlträger umher. Das Gebilde SVP, das bis zum 12. Dezember 2007 wie ein von nichts und niemandem aufzuhaltender Panzer daherkam, fällt in seine Einzelteile auseinander:
Angelika Zanolari kehrte der SVP-Fraktion im Basler Grossen Rat den Rücken. Die frühere Parteipräsidentin, deren ruppige Auftritte Schlagzeilen und Stimmen machten, wirft der aktuellen Führungsriege «Scheinheiligkeit, Intrigen und Mobbing» vor.
Quelle: Zugpferd der Basler SVP im Streit mit der Partei (Schweiz, NZZ Online)
Wenn das so weiter geht, sollte man Blocher bald einmal so richtig weinen sehen - sein Lebenswerk löst sich gerade in Luft auf. Die destruktive Kraft, die jahrelang in der Schweizerischen Volkspartei gebündelt und von seinen Agitatoren verstärkt wurde, richtet sich plötzlich gegen innen. Kann das Blutbad noch grösser werden? Ja doch.
Montag, Juli 07, 2008
Für Starkniederschläge ab ins Tessin
MeteoSchweiz hatte für das Tessin und die Südbündner Täler eine Unwetterwarnung erlassen. Seit Sonntag wurden Regenmengen registriert, die laut Meteorologe Peter Albisser zum Teil fast die durchschnittliche Juli-Niederschlagsmenge ausmacht. Das sind für Lugano 133 Liter pro Quadratmeter und 165 Liter pro Quadratmeter für Locarno.
Quelle: Gewitter halten Feuerwehren im Tessin auf Trab (Panorama, NZZ Online)
Im Schnitt der Jahre 1901-1961 fielen im Juli in Lugano 168mm Niederschlag, was 168 Litern pro Quadratmeter entspricht - pro Monat, nicht pro Tag!
Montag, Juli 07, 2008
Gesamtschweizerische Hypothekenschuld
Wieso spricht man hierzulande (noch) nicht über diese Zahlen? Ich finde das irgendwie beunruhigend ...
Residential mortgage debt as a percentage of the economy is at a record 51% in the U.K. In Denmark and even in famously 'conservative' Switzerland, it is near or just above 100%.
Quelle: Denmark, Spain, the U.K. and Ireland Have Begun to Register Falling Housing Prices
Labels: Hypothek, Schweiz, Wirtschaft
Montag, Juli 07, 2008
Die bedrückende Erkenntnis reift auch bei der NZZ
Die Ära der billigen Energie dürfte somit vorüber sein. Selbst wenn man davon ausgeht, dass sich in den letzten Monaten durch Spekulation eine Blase gebildet hat, ist höchstens kurzfristig auf fallende Preise zu hoffen, wenn die Blase tatsächlich platzt. Solange es keinen adäquaten Ersatz für Erdöl gibt, wird das schwarze Gold im Prinzip stets teurer werden.
Quelle: Mitten im dritten Erdöl-Schock (Wirtschaft, Aktuell, NZZ Online)
Sonntag, Juli 06, 2008
Unterschreibt ja nicht die SD-Referendumsbögen!
Winkelried.info bleibt ein Klassiker - täglich ein Brüller wert:
Vor allem Bernhard Hess (SD) freute sich immer, wenn die SVP ein Referendum ergriff. Während er im Marzili sonnte, liess er die Basis Unterschriften sammeln. Diese Unterschriften verkaufte er dann an die SVP. Das Geld kam aber nie in der Parteikasse an, sondern wanderte schnurstracks ins nächste Bordell, wo er seiner Leidenschaft für Ostfrauen frönte. Wenn Sie diesen Unterschriftenbogen ausfüllen, unterstützen Sie die Ostzuwanderung erst recht.
Quelle: Ja zum Referendum! | WINKELRIED.INFO
Samstag, Juli 05, 2008
Von der UBS entlassen
Gestern traf ich zufälligerweise einen flüchtigen Bekannten, den ich noch schwach von einer Home-Party im Frühjahr 2008 her kannte.
Damals quittierte er meine spitzen Bemerkungen über die UBS eher mit einem beschämten Blick und einem unsicheren Lächeln. Im Vergleich zur Reaktion von gestern Abend sollte sich das noch als äusserst positiver Gesichtsausdruck herausstellen.
Sein befristeter Vertrag jedenfalls war in der Zwischenzeit nicht verlängert worden. Mittlerweile ist der BWLer in einem Industriebetrieb beschäftigt - aus meiner Sicht eine weise Wahl, denn dort wird nicht mit viel (?) Hirnleistung und Excel aus "Scheisse Gold" gemacht, sondern Produkte, die man anfassen kann.
Er hatte also die Finanzkrise mit einigen Schrammen überlebt - nicht so aber zwei ehemalige Arbeitskollegen bei der UBS. Der eine um die 40 Jahre jung, der andere 58 - beide kürzlich entlassen. Nicht gerade die feine Art. Doch so ist es nun halt mal in der Finanzwelt: Die "Top-Shots", die Mist produziert haben, muss man auch in schlechten Zeiten mit hohen Boni bei Stange halten. Dem Fussvolk wiederum fehlt diese Aura des Unentbehrlich-sein und steht nun halt wohl oder übel auf der Strasse.
Andererseits: Diese Leute haben jahrelang für die UBS gearbeitet und die im schweizerischen Schnitt sehr hohen Löhne der Branche genossen ... (Schmerzensgeld für das Erscheinen in den Lederschüeli, dem Anzug und der Kravatte?)
Samstag, Juli 05, 2008
Keine Vertragsverlängerung, kein subventioniertes iPhone
Mist! Mein Vertrag läuft erst im September 2008 9. Oktober 2008 aus ...
Wir möchten uns für Ihre Kundentreue und Ihr Interesse am iPhone 3G bedanken.
Momentan steht Ihnen leider kein Angebot für ein neues Mobiltelefon im Rahmen einer Vertragsverlängerung zur Verfügung. Wenn Sie jedoch von einem solchen Angebot profitieren und das iPhone zu einem Vorzugspreis mit unserem exklusiven iPhone Preisplan erhalten möchten, empfehlen wir Ihnen das Ende Ihrer Vertragsdauer abzuwarten.
Möchten Sie sofort ein iPhone beziehen, können Sie dies bereits ab 9. Juli, 2 Tage vor der offiziellen Markteinführung unter der Nummer 0800 780 500 bestellen. Wir gewähren Ihnen einen Rabatt von 10% auf den iPhone Preis ohne Preisplan.
Quelle: Mail von Orange vom 5. Juli 2008
Freitag, Juli 04, 2008
Paradoxe Drogengewinne
Dem Mann werden der Handel mit Kokain in grösserem Stil sowie der Verkauf einer unbestimmten Menge an Ecstasy und Marihuana zur Last gelegt. Er dürfte damit einen Gewinn von mehreren zehntausend Franken erzielt haben.
Quelle: polizeinews.ch - Drogenhandel im grösseren Stil aufgedeckt
Die Gewinne (auch als "Risikoprämie" zu deuten) sind ja gerade so hoch, weil der Handel mit harten Drogen verboten ist und die Polizei dagegen vorgeht ... dem Drogenhändler diesen Gewinn verübeln zu wollen empfinde ich als Paradox.
Freitag, Juli 04, 2008
Für was werden Analysten eigentlich bezahlt?
Andererseits: Wer heute die Berichterstattung über das UBS-Quartalsergebnis mitverfolgt hatte, musste sich die Augen reiben: Steuergutschrift?! Wo zum Teufel haben die Meister der kreativen Buchführung diesen Joker wohl wieder ausgegraben?
Es scheint, als hätten die Analytiker durchs Band die Steuergutschrift, die die UBS mit den weltweiten Steuerbehörden ausgehandelt hat, im Vorfeld nicht auf dem Radar gehabt und dementsprechend nicht in ihre Berechnungen miteinbezogen. Steuergutschriften sind allerdings nur einmalige Angelegenheiten. Wenn die UBS den Turnaround schaffen will, muss sie die Verluste der Investment Bank nachhaltig eindämmen
Quelle: Kaum Pulver im Feuerwerk der UBS-Aktie (Nachrichten, NZZ Online)
Labels: Banken, Finanzen, Schweiz, UBS, Wirtschaft
Freitag, Juli 04, 2008
Ich bleibe Orange-Kunde
Bravo Orange!
Orange lanciert das neue Apple iPhone 3GInsbesondere die 1GB Datenvolumen inkl. finde ich im Vergleich zum Monopolisten Swisscom sehr generös. Auch wenn ich keine YouTube-Videos auf meinem iPhone schauen werde - es ist beruhigend zu wissen, jeden Monat noch einige 100MB spatzig zu haben.
Donnerstag, Juli 03, 2008
Die Armee hat endlich ein neues Feindbild
48 Armeeangehörige sind während einer Biwakierübung im Kanton Zürich von Zecken angefallen worden.
[...] «Wir wussten, dass diese Gegend als Zeckenhochrisiko-Gebiet gilt. Darum haben wird uns geweigert da im Unterholz zu übernachten.» Die WK-Soldaten waren nämlich nach dem Kander-Drama vorsichtig und hatten die Worte von Armeechef Roland Nef noch im Ohr, gefährliche Befehle zu verweigern.
Vergebens: Das Kompaniekommando befahl ihnen trotz Zeckengefahr im Unterholz zu campen.
Quelle: 20minuten.ch: 48 Soldaten von Zecken gebissen - Schweiz
Endlich. Seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion suchten unsere Militärs verzweifelt nach neuen blutrünstigen Gegnern, wurden aber kaum fündig. Natürlich hatten Terroristen nach 9/11 einen gewissen Höhenflug (dieses Wortspiel, köstlich), doch leider genügten ein paar bärtige, nach Jungfrauen im Paradies lechzende Fanatiker nicht aus, um die Volksseele mehr als ein paar Tage zu verängstigen.
Das sehnsuchtsvolle Warten hat ein Ende: Ab sofort heisst der Feind "Zecke". Sie ist klein, wendig, von uns kaum wahrzunehmen - bis es zu spät ist und sie uns wortwörtlich am Sack hängt. Wenn das nicht optimale Voraussetzungen sind, um der Armee endlich wieder einen Sinn zu geben?
Diesen Feind werden wir so schnell nicht ausrotten können, was nicht zuletzt den militärisch-industriellen Komplex freuen wird. Kampfflugzeuge, Panzer, Sturmgewehre, Stahlhelme, Riverrafting-Boote - all das wird in den Kampf gegen die hinterhältige Zecke geworfen.
Bleibt zu hoffen, dass schlussendlich das Gute über das Böse siegen wird.
Donnerstag, Juli 03, 2008
Auch Löpfe hält nichts von Spekulanten als Sündenböcke
Mangelnde Preiselastizität und die Unverderblichkeit machen den Ölpreis nicht von der aktuellen Nachfrage abhängig, sondern von den Erwartungen an die Zukunft. Die Folgen dieser Konstellation schildert Martin Feldstein im «Wall Street Journal»: «Obwohl sich die aktuelle Nachfrage nach Öl kaum verändert hat, führt die Erwartung, dass der Ölpreis in Zukunft steigen wird, auch zu einem Anstieg in der Gegenwart. Eine ähnliche Wirkung haben Berichte über verminderte Ölförderung in Russland und Mexiko. Sie implizieren, dass der Ölpreis in der Zukunft steigen wird - und das hat zur Folge, dass sich auch der aktuelle Preis erhöht.»
Quelle: Wir können billigeres Öl haben - Löpfes Wirtschaftswelt - Wirtschaft - Tages-Anzeiger
Labels: Energie, Erdöl, Medien, Schweiz, Wirtschaft
Mittwoch, Juli 02, 2008
Hostpoint-Problem des Monats: Zeichensalat
Kein Monat vergeht, in dem Hostpoint nicht eine Überraschung parat hat. Während ich im Juni das erste Mal seit langem etwas Positives berichten durfte, war klar, dass im Juli garantiert wieder etwas kaputt gehen musste.
Und tatsächlich: Heute erhalte ich ein Mail eines Kunden, der über komische dargestellte Sonderzeichen flucht. Nach dem ich die Homepage angesurft habe, kann ich das Problem bestätigen: Irgendwie scheinen da UTF-8 und ISO-8859-1 durcheinander gekommen zu sein. Seit sechs Jahren hat die Web-Site keine Probleme mit Zeichensätzen aufgewiesen, doch nun ist über Nacht wohl etwas "kaputt" gegangen.
Soweit ich erkennen konnte, liegt das Problem darin begründet, dass mysql_query() neu nicht mehr ISO-8859-1-kodierte Zeichensätze zurückliefert, sondern UTF-8. Das HTML-Dokument sagt von sich aber, dass es in ISO-8859-1 kodiert ist - und htmlentities() erwartet auch ISO-8859-1. Ah, und die Tabellen-Spalten weisen ebenfalls latin1_german1_ci als Kodierung auf (jedenfalls sagt mir das phpMyAdmin so).
Temporärer Workaround
mysql_query("SET NAMES latin1");
... zuoberst in der index.php (natürlich nach dem Initialisieren der Datenbankverbindung!)
Jetzt klappt es wieder mit den Zeichensätzen.
Mal schauen, was sich Hostpoint für den kommenden Monat einfallen lässt.
Labels: Hosting, MySQL, PHP, Schweiz, Web-Entwicklung
Mittwoch, Juli 02, 2008
Euro08 - Ausser Kosten ... ?
«Unterschiedliche Branchen können von diesem Ereignis profitieren», sagt Christian Moesch vom Institut für Freizeit und Tourismus. «Das Optimum wurde allerdings bei der Euro 2008 nicht erreicht, trotzdem sind die Verantwortlichen mehrheitlich zufrieden», fasst Moesch das Echo zusammen. Vor allem der Lebensmittelsektor und die Gastronomie in den Innenstädten erwirtschafteten zusätzliche Umsätze. [...] «Obwohl die hohen Erwartungen an die Besucherzahlen nicht ganz erfüllt wurden, fällt die Bilanz bezüglich der Ökonomie insgesamt positiv aus», fügt Moesch hinzu.
Die Euro 2008 hat als Veranstaltung öffentliche Güter produziert: Erlebnisse, kollektive Begeisterung, Image. Diese Form von öffentlichem Konsum kann auch für die Volkswirtschaft relevant sein und zum individuellen Wohlstand beitragen, so eine Annahme der Berner Studie. Eine ähnliche Studie zur Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland hat gezeigt, dass sich das Image der Deutschen zwar während einem Jahr verbessert hat, aber danach die alten Vorurteile wiedergekehrt sind.
Quelle: Universität Bern - Uniaktuell - Holland verleiht Bern Flügel
Labels: Euro08, Schweiz, Studie, Universität, Wissenschaft
Mittwoch, Juli 02, 2008
Der wärmste Grand Prix von Bern der Geschichte
Ich nehme das Wort Klimawandel aber gar nicht erst in den Mund ... Hoppla!
Rekordtemperaturen herrschten am diesjährigen Grand-Prix von Bern! Das Thermometer kletterte auf über 27 Grad in den Altstadtgassen. [...] Dass im Jahr 2008 der wärmste Grand-Prix der Geschichte statt gefunden hat zeigt auch ein Vergleich der Finisher mit einer Laufzeit unter einer Stunde. Noch nie sind so wenige TeilnehmerInnen den GP unter 60 Miunten gelaufen!
Quelle: Mail von Grand-Prix von Bern vom 14. Mai 2008.
Mittwoch, Juli 02, 2008
War das Bankgeheimnis seit jeher eine Farce?
Die US-Steuerbehörden dürfen von der Schweizer Grossbank UBS die Herausgabe von Daten von mutmasslichen Steuersündern verlangen.
Quelle: UBS muss Kundendaten offen legen - Wirtschaft - Tages-Anzeiger
Hmmm ... sollte das Bankgeheimnis - eh, sorry - Bankkundengeheimnis gerade solche Attacken nicht verhindern? Hilfe, unser Land und seine Banken stehen auf der Kippe!
Andererseits: Wenn wir noch etwas Geduld haben, hat sich die UBS bis in wenigen Monaten endgültig und ein für alle mal demontiert.
Montag, Juni 30, 2008
Designer-Babbel erklärt baz.online
Idee und Ziel des Redesigns war, die Lücke zwischen Print und Online zu schliessen und die jeweilige Marke als eine einheitliche Sphäre der Newserfahrung zu etablieren. Das Design kombiniert die praktische Newsroomerfahrung von Peter Wälty mit dem Branding- und Design-Knowhow von iA zu einem einfachen, nutzerfreundlichen Newsprodukt.
Quelle: Information Architects Zürich » iA designt das Newsnetz
So sehr ich iA mag (schon nur weil sie in Tokyo eine Zweigstelle betreiben), so sehr ich mir täglich die Inhalte des Tagis zu Herzen führe, so sehr ich mich freue, dass MaMe einen "coolen" (und hoffentlich lukrativen) Job als "Web-Guru" bei einer Medien-Bude angetreten hat (Hauptsache der Stelleninhaber bloggt): Jungs, dieser Marketing-Bullshit in Textform wäre nun wirklich nicht nötig gewesen.
Mein Tipp: Marketing-Fuzzi (sicherlich mit 6er Abschlüssen einer Schweizer Uni) feuern und dafür einen weiteren anständigen Designer/Layouter/Usability-Profi rekrutieren. Das Produkt zählt, nicht das unverständliche Marketing-Geblubbere über das Re-Design von baz.online (und Tagi und BZ).
Himmelheiland, schon nur wenn ich "praktische Newsroomerfahrung von Peter Wälty" lese, kriege ich eine Erektion, die länger hält als mit Viagra.
Labels: Blogosphäre, Funny, Medien, Schweiz, Web
Sonntag, Juni 29, 2008
1 Promille Alkohol - in der Luft!
Über dem Bundesplatz soll während eines Holland-Spiels in der Luft ein Alkoholgehalt von über 1 Promille gemessen worden sein, ein Wert, mit dem man längst nicht mehr Auto fahren dürfte. Steht das nicht im Widerspruch zu einem Sportanlass?
Quelle: «Gastfreundschaft fand Anerkennung» (Sport, Aktuell, NZZ Online)
Freitag, Juni 27, 2008
140
Gestern wurde es endlich vollbracht: Ein Barrel Erdöl kostet 140USD!
Ölpreis knackt 140-Dollar-Marke
Übrigens: Ist der Liter Benzin bei uns schon bei 2 Franken angekommen? In letzter Zeit habe ich wo immer möglich auf eine Autofahrt verzichtet. GA sei dank (zum Glück ist dessen Preis (noch) nicht mit dem Benzinpreis korreliert).
Labels: Energie, Erdöl, Finanzen, Schweiz, Wirtschaft
Dienstag, Juni 24, 2008
Der Radau-Partei laufen die Gutmenschen davon
Irgendwie komisch, dass die Parteimitglieder das erst jetzt merken (und zu spüren bekommen) ...
Der Weg der SVP führe leider Schritt für Schritt weg von der auf Augenmass, Ausgleich und Anstand bedachten bürgerlich-demokratischen Partei, in die er vor rund 30 Jahren eingetreten sei, so Marti.
Quelle: espace.ch - Glarner Regierungsrat Marti verlässt die SVP
Sonntag, Juni 22, 2008
Rambo Yves M.
Die riverraftenden Armeesoldaten waren letze Woche ein gefundenes Fressen für die Boulevard-Zeitung Blick. Während ich bisher der Meinung war, dass hier wieder mal einer nur zur Auflagensteigerung fertig gemacht werde, hat sich dieser Eindruck nun geändert.
Wer sich nämlich unter AdAs umhört, die unter oder mit ihm gedient haben, realisiert, dass es sich bei Yves "Maginid" um eine tickende Rambo-Zeitbombe gehandelt haben muss. Während die Armee-Etage von all den Symptomen nichts wissen und hören wollte (bewusst oder auf Grund der in unserer ach so tollen Armee grassierenden Fahrlässigkeit sei dahingestellt), war den "normalen" Leuten, dem Kanonenfutter, der Charakter von Y. M. sehr wohl bekannt.
Zwei Beispiele:
- Als er mit einer Deutschen liiert war, überquerte er regelmässig die Grenze im Kämpfer. Ein-Mann-Feindesverband im Grossen Kanton? Zum Glück haben das die Schwoben nicht bemerkt, sonst lebten wir jetzt unter einer Besatzungsmacht.
- Pfefferspray und besondere Messer - kein Problem. Seinen Soldaten beschaffte er alles, was ihre von ihm, dem Rambo, angestachelte Herz begehrten.
Sonntag, Juni 22, 2008
Lastwägeler und ihre strukturellen Probleme
Martin Bäumle im Interview:
Die hohen Dieselpreise können kein wirkliches Problem für die Fuhrunternehmen sein. Die Dieselpreise betragen nur einen Bruchteil der Transportpreise und werden auf die Kunden überwälzt; die Branche als Ganzes ist nicht bedroht. Bei Unternehmen, die ohnehin strukturelle Probleme haben, können die rasch steigenden Energiepreise Probleme verursachen, doch da sin andere Probleme die Ursache. Als Liberale müssen wir diese Marktbereinigung akzeptieren.
Quelle: SonntagsZeitung, 22. Juni 2008, "Neues AKW in der Schweiz: 'Das ist reine Erpressung'", S. 5
Pseudo-Liberal?
Bleibt man der liberalen Linie treu, müsste Bäumle aber auch jegliche Subventionierung der SBB verteufeln (auch für mich ein wahrlich schrecklicher Gedanke) ... Wahrscheinlich müssen die langsamen, lärmenden und stinkenden Zig-Tönner einfach mit anderen Ellen gemessen, obwohl ich bei jedem Einkauf im Supermarkt eine grosse Menge an Produkten einkaufe, die genau mit diesen Gefährten in den Laden "chauffiert" wurden.
Eine überaus gesunde Branche?
Dass viele Transportunternehmen ein strukturelles Problem haben, sehe ich auch. Bis vor Kurzem machten diese ja ausschliesslich Schlagzeilen, wenn deren Chauffeure mit zu viel Ladung und zu lange durch die Gegend tuckerten und im schlimmsten Fall in einem Tunnel in Brand gerieten.
Fwd: Preiserhöhung
Anscheinend ist aber die Weiterverrechnung der Treibstoffzuschläge ein reelles Problem: Auch die Grossverteiler arbeiten anscheinend mit einem Puffer, um die rasant gestiegenen Rohstoff- und Nahrungsmittelpreise nicht 1:1 an die Endkunden weiterzugeben. Wieso ist mir als ein Möchtegern-Versteher der Marktwirtschaft nicht ganz klar.
Ich habe den Eindruck, dass die Fuhrunternehmen (tönt so nostalgisch nach "Fuhrwerk" - mit Gespann durchs Dörfli?) mit Grosskunden langfristige Verträge abgeschlossen haben und dabei das Risiko der Verteuerung des Treibstoffs einzig auf ihre Kappe nehmen müssen. Der Schuss ging dieses Mal nach hinten los.
Doch hier bin ich wieder auf Bäumles Linie: Der Staat kann und darf Privatunternehmen nicht davon abhalten, für sie ungünstige Verträge zu unterzeichnen, die sie im schlimmsten Fall in den Ruin treiben könnten. Es soll jedem Lädeli erlaubt sein, Waren unter dem Einstandspreis zu verkaufen, wenn man an Gewinn-Voodoo glaubt.
Grounding
Übrigens: Die Fuhrunternehmer, Giezendanner voran, könnten ja einen Teil ihrer Flotte "am Boden" lassen (analog zu den US-Fluggesellschaften, die hunderte von Flugzeugen stilllegen - es kommt billiger, diese am Boden zu lassen, als durch die Lüfte zu fliegen).
Eine so einsetzende Verknappung des Angebots könnte sicherlich auch in der LKW-Transportbranche rasch Abhilfe schaffen. Aber anscheinend gibt es Konkurrenten, die trotz der hohen Dieselpreise noch Gewinn machen und bei dieser schon fast kartellmässigen Absprache nicht dabei wären. Tjach - Marktwirtschaft eben. Der Markt wird's schon richten, Herr Giezendanner.
Labels: Energie, Schweiz, Wirtschaft
Dienstag, Juni 17, 2008
Wie Hostpoint PHP beschleunigt
... kann ich auch nicht so genau sagen. Nachfolgend sollen erste Hinweise auf die Technologie gegeben werden, die ich über einige dort gehostete Web-Präsenzen in Erfahrungen bringen konnte:
- FastCGI: incomplete headers (0 bytes) received from server "/var/run/hcgi/4444" So lautete die Fehlermeldung, die sich bei einer meiner Präsenzen im Apache error.log wiederfand. hcgi scheint der Name des im Einsatz stehenden PHP-Beschleunigers zu sein. Ob es sich bei 4444 um die PID oder die Kundennummer handelt, weiss ich nicht.
- Es scheint sich um eine Eigenentwicklung zu handeln:
Hostpoint mit PHP-Website-BeschleunigerDas Hostpoint-Engineering-Team hat einen PHP-Website-Beschleuniger entwickelt. Websites, welche auf PHP-Script aufgebaut sind, laufen nun massiv schneller.
- php.ini-Dateien im Web-Root werden nun nicht mehr interpretiert. Hierzu muss man im Hostpoint Control Panel auf Explorer/Web-Einstellungen wechseln, wo man einerseits sog. PHP-Profile (im Grunde nichts anderes als ein GUI für php.ini-Einstellungen) erstellen/anpassen, sowie diese Profile bestimmten Web-Verzeichnissen zuweisen kann. Leider führte eine von mir "from Scratch" erstellte Konfiguration zu einem HTTP 500er, weshalb ich schlussendlich eine Kopie des Profils typo3 anlegte und dort allow_url_fopen aktivierte. Für professionelle Web-Entwickler ist diese Oberfläche deutlich komplizierter zu bedienen, als eine gewöhnliche php.ini im Text-Editor anzupassen und dann via FTP auf den Server zu laden.
- Das PHP-Profil wird über .htaccess-Dateien aufgerufen, die folgenden Inhalt erhalten:
HcgiPhpProfileName php5 typo3 #@__HCP_END__@# # Anything after the comment above is left alone ...
Für einmal darf ich Hostpoint gratulieren: Seit der Beschleuniger im Einsatz ist, sind auf PHP basierende Web-Applikationen (in meinem Fall: MediaWiki, so sehr man sich über die Code-Qualität und Performance-Eigenschaften des Produktes streiten kann) spürbar schneller geworden.
Labels: Hosting, Schweiz, Web, Web-Entwicklung
Dienstag, Juni 17, 2008
Als der Fixlohn Usus wurde
Minger ist heute Abend Trumpf:
Niemand wird bestreiten können, daß wir [BGB nach 1918] auch den Verhältnissen der Arbeiterschaft und der Fixbesoldeten großes Verständnis entgegenbrachten [...]
Manchmal liest man Texte aus längst vergangenen Tagen und realisiert plötzlich, dass unser als normal aufgefasstes Arbeitsleben anno dazumal die Ausnahme darstellte. Einen Fixlohn? Egal ob Winter, Sommer, Frühling, Herbst? Unabhängig vom Geschäftsverlauf? Geregelte Arbeitszeiten? Um 1918 musste das - wenn man Minger glauben will - immer noch als recht neumodisches Konzept gewirkt haben ...
Labels: Arbeitsleben, Geschichte, Schweiz, SVP
Montag, Juni 16, 2008
Als die SVP noch zur Konkordanz stand
Wir verfolgen höhere Ziele. Unsere Politik muß getragen sein von Großzügigkeit und Weitsichtigkeit. Wir wollen nicht vergessen, dass nicht wir allein den Staat ausmachen, sondern daß unser Staatswesen sich aus den verschiedensten Gruppen zusammensetzt. Alle diese Gruppen haben ihre Existenzberechtigung. Es ist eine soziale Forderung, dass einjeder Beruf denjenigen, welcher ihn betreibt, samt seiner Familie erhält, vorausgesetzt, daß dieser Berufrichtig betrieben wird. Dieses Recht wollen wir jederzeit für alle Stände anerkennen, [...]
Quelle: Rudolf Minger an der Gründungsversammlung der Bernischen Bauern- und Bürgerpartei vom 28. September 1918.
Labels: Bern, Geschichte, Politik, Schweiz, SVP
Montag, Juni 16, 2008
Die Geschichte der Schweizerischen Volkspartei wiederholt sich
Irgendwie ist man die Strömungen in der BGB, später SVP nie richtig losgeworden:
Vorerst muß Klarheit darüber herrschen, was es heißen will, politisch eine selbständige Partei zu sein. Das bedeutet die vollständige Loslösung sowohl von der freisinnigen als auch von der konservativen Partei. Bis heute hatten wir in unsern eigenen Reihen bekanntlich zwei politische Strömungen. Die neue Partei muß in erster Linie dazu berufen sein, diese Gegensätze auszugleichen, und es sollte dies meines Erachtens nicht schwer fallen, indem uns Bauern auf der ganzen Linie das gleiche Interesse vereinigt.
Quelle: Rudolf Minger an der Gründungsversammlung der Bernischen Bauern- und Bürgerpartei vom 28. September 1918.
[...] Wir müssen darauf gefaßt sein, daß dieser Feldzug noch nicht beendigt sein wird und daß man ganz besonders versuchen wird, unsern politischen Kurs zu beeinflussen. Sorgen wir deshalb vor, daß wir dieser Gefahr gewachsen sind. Eine ähnliche Gefahr droht uns aber auch aus dem konservativen Lager. Die bisherige konservative Partei hat bis jetzt hauptsächlich Oppositionspolitik getrieben, indem es ihr, als Minderheitspartei, nicht möglich war, ihren politischen Auffassungen zum Durchbruch zu verhelfen. Nun ist auch hier die Wahrscheinlichkeit groß, und verschiedene Anzeichen deuten darauf hin, daß man längst gehegte Wünsche und Pläne vermittelst unserer jungen Partei verwirklichen möchte.
Labels: Bern, Geschichte, Politik, Schweiz, SVP
Montag, Juni 16, 2008
Der Teufel steckt in der urbanen Gesellschaft
Dabei hat er [Bauernsekretär Ernst Laur] unter anderem hingewiesen auf die großen Gefahren, die dem Großstadtleben innewohnen: Auf den Luxus, die Genusssucht, die Üppigkeit und die Überkultur, besonders in Kreisen der Besitzenden und auf die dadurch entstehende Verweichlichung; ferner auf die durch solches Wohlleben angeregte Begehrlichkeit der untern Schichten; wie alles Sinnen und Trachten auf eine bequeme Lebenshaltung hin tendiere; wie dadurch die Arbeit als bittere Last empfunden wird, wie die ideellen Regungen im Menschen erstickt und die niedern Triebe gefördert werden und zu was für Lebensauffassungen und Anschauungen das führen muss.
Quelle: Rudolf Minger an der Gründungsversammlung der Bernischen Bauern- und Bürgerpartei vom 28. September 1918.
Kaum verwunderlich, wer - Mingers Ansicht nach - die Städter vor ihrem sicheren Untergang retten sollte:
Dem gegenüber hat er die Vorteile geschildert, die das Landleben, besonders in unseren Bauernfamilien, mit sich bringt. Wie das heimelige Zusammenleben und Zusammenarbeiten von Eltern und Kindern in der freien Gottesnatur die Kindererziehung erleichtere und günstig beeinflusse; wie die Freude an der Arbeit frühzeitig geweckt, so dass sie als Lust, als segensreiche Einrichtung empfunden werde. Die Anerkennung einer göttlichen Weltordnung sodann befruchte wohltuend Charakter- und Gemütsbildung und lenke den Blick aufhöhere, unvergängliche Ziele, die dem Leben die Weihe und den Inhalt verleihen. Durch das glückliche Zusammenwirken dieser Faktoren wird unser Bauernstand zum nie versiegenden Jungbrunnen, zum Reservoir, das dazu berufen ist, den Städtern die nötige Blutauffrischung zuzuführen, um dieselben vor dem sichern Niedergang zu bewahren.
Was ist aus diesen geflügelten Worten nur geworden? Die Urbanen Zeitgenossen haben die Landwirte endgültig und ein für allemal verdorben ...
Ich kann mich übrigens nicht verwehren und erkenne im Begriff Blutauffrischung erste Tendenzen, die Deutschland in den 1930ern in den Untergang geritten haben.
Labels: Geschichte, Gesellschaft, Landwirtschaft, Schweiz
Samstag, Juni 14, 2008
Die Weltwoche lernt einem das Verführen
Was machen Männer, die erfolglos bei Frauen sind, falsch? «Viele sind zu nett und im falschen Zeitpunkt zu ehrlich. Zu viel Ehrlichkeit ist Bullshit! Man kann später noch ehrlich sein und sie verwöhnen, wenn man sie hat.» Um eine Frau zu verführen, dürfe man nicht zu perfekt sein und ja nicht den Gentleman spielen. «Mein Tipp: Man sollte ihr nicht zu viel Aufmerksamkeit schenken, nach dem ersten Date nicht gleich sagen, dass man sie toll findet.» Eher solle man belanglos darauf hinweisen, dass man sich ja wieder einmal auf einen Drink treffen könnte.
Quelle: Frauenhelden - Angriff, Rückzug, Dolchstoss
Gell, Randal ...
Dank: Smythe
Labels: Beziehung, Frauen, Geschlechter, Liebe, Schweiz, Sex
Freitag, Juni 13, 2008
Zeitvertrieb
Viele Fans verbringen die Zeit bis zum Spiel mit Biertrinken.
Quelle: Bern rechnet mit mehr als 100'000 Fans - Euro 08 - Tages-Anzeiger
Mittwoch, Juni 11, 2008
Sinnlose Kampfflugzeuge
Die Zahl der Flugzeuge ergibt sich aus den Bedrohungsszenarien, mit denen die Planer spielen. Und hier bewegt sich das VBS in kühnen Dimensionen: Da ist die Schweiz plötzlich dermassen bedroht, dass sie während mehrerer Monate rund um die Uhr den Luftraum schützen muss. Da sausen Militärpiloten durch die Luft, um Schweizer Bodentruppen zu Hilfe zu eilen. In solchen Gedankenspielen geht vergessen, dass die Schweiz von lauter Nato-Staaten umgeben ist, die als natürlicher Schutzring wirken. Und dass Kampfjets gegen Terroristen grundsätzlich wenig taugen, wird auch ungenügend gewürdigt.
Quelle: Der Bund, 11. Juni 2008, "Kampf um die politische Lufthoheit", S. 7.
Dienstag, Juni 10, 2008
Alles, was man über das neue AKW wissen muss
Ein Projekt wie ein AKW sei «gesellschaftlich exponiert, technisch anspruchsvoll und finanziell risikoreich.» [...] Für das neue Kernkraftwerk rechnet Atel mit Investitionen von 6 bis 7 Milliarden Franken.
Quelle: Kontroverse um neues KKW in Gösgen
Fertigstellung 2024? Na dann Feierabend. Im besten Fall sieht man vorher ein, dass dieses Grossprojekt im Zeitalter der Energiekrisen kaum mehr realisiert werden kann; im schlimmsten Fall enden wir mit einer sauteuren Bauruine in Gösgen.
Montag, Juni 09, 2008
Klompen-Bomber mähen die Azzuri nieder
Wer hätte das gedacht - da komme ich nach 21 Uhr bei uns im Dorf im Public Viewing an, um zugleich von einem ohrenbetäubenden Gejohle eingedeckt zu werden: Zwei zu Null! Aber nicht etwa für die Azzuri (ich habe zwar ohne eine Ahnung von Fussball zu haben den Italienern eine deutliche Siegeschance zugerechnet), sondern die oranje Klompen-Bomber, die heute dem von mir anlässlich der Terrorgefahr vergebenen Namen wortwörtlich alle Ehre machen: Der italienische Torhüter wird "zugebombt" und muss schlussendlich mit drei Kuckuckseiern im Nest vom Spielfeld trotten.
Wenn man bedenkt, dass heute auch die Rumänen den Franzosen ein Pünktchen abgetrotzt haben (oder gar zwei, je nach Sichtweise), kann man froher Hoffnung sein, dass es heuer eine Euro der Überraschungen geben könnte. Lustige Konsequenz: Heute ist wohl fast jeder selbsternannte Tippkönig und Fussballversteher zum Bettler geworden.
Andererseits: Die Schweizer und Österreicher sind die traurigen Ausnahmen, die die Regel bestätigen ... bei den Gastgebern läuft alles in gewohnten Bahnen. Wieso immer wir? Rot-weiss ist nichts für die EM 2008.
Egal, ab sofort bemühe ich mich um eine Patenschaft für eine oranje Blondine, damit ich garantiert auch nach dem 15. Juni weiterfeiern kann. Da Bern mittlerweile fest in der Hand von Heineken und der Klompen ist, bleibt uns nichts anderes übrig, als uns schleunigst mit der Besatzungsmacht verbrüdern und die daraus entstehenden Vorteile zu geniessen: Offenheit, ausgefallene Stimmung, Klompen, lustige Sprache - Heineken. Mal ehrlich: In unserem Innersten sind wir auch ein wenig Holländer! Elender Opportunist, der ich da bin ...
Und zum Schluss noch dies: Man munkelt, dass das niederländische Parlament morgen Marco van Basten zum Nationalhelden erklärt.
Sonntag, Juni 08, 2008
EC-Karten-Missbrauch selber berappen
Raffinierte Programme entdecken heutzutage automatisch ungewohnte Bezugsmuster, melden sie einem Kundenberater, der den Kunden orientiert. Bei Kreditkarten und Maestro-Bezügen im Ausland sind sie gang und gäbe. «Es fällt auf, dass der Täter während sechs Tagen die die Kreditlimite ausschöpfte. Meine Klientin durfte erwarten, dass solch hohe Bezügen, welche zuvor nie vorgekommen sind, von System erkannt werden und entsprechend gehandelt wird», schreibt Perraults Anwalt.
Quelle: Kartenbetrug: UBS lehnt jede Haftung ab - Wirtschaft - Tages-Anzeiger
Dass der UBS auch andere, deutlich grössere Beträge durch die Lappen gehen können, wissen wir ja seit der Hypothekenkrise zu genüge ...
Sonntag, Juni 08, 2008
Fotos vom Training unserer Nati
Heute war ich zusammen mit Melanie und Zgräsch in Freienbach (SZ) und habe dem Training der Schweizer Nationalmannschaft beigewohnt (Melanie hat die Tickets organisiert, die wir dank unseren GAs spontan einlösen konnten). Selbstverständlich habe ich die Chance genutzt, meine Nikon D40 im Sport- und im Paparazzi-Modus für wildes Menschengetümmel zu testen:
Training Schweizer Nationalmannschaft
Erkenntnis: Das Rohr (18-55mm) ist viel zu klein. Da muss rasch was Grösseres her!
Samstag, Juni 07, 2008
Noch 5 Stunden ...
... bis wir unseren ersten Match verlieren!
(Um meine prophetischen Fähigkeiten noch zu steigern, sollte ich vielleicht besser sagen: ... bis wir unseren ersten Match garantiert nicht gewinnen! Damit würde ein Unentschieden auch noch durchgehen.)
Freitag, Juni 06, 2008
Nach gfs-Umfrage: Maulkorb zum Zweiten?
Heute Vormittag durfte ich einer freundlichen, aber etwas nuschelnden Telefonbefragerin während ca. 20 Minuten über mein Abstimmungsverhalten und meine politische Ausrichtung Auskunft geben.
Bevor wir uns nach der Fragerei freundlich verabschiedeten, wollte ich aber noch wissen, für wen sie denn die Umfrage durchführte. "SwissVOX" fragte ich, doch diesen Begriff hatte die Dame noch nie gehört (nicht jede Telefonistin hat anscheinend Politologie studiert). Die Umfrage werde von gfs durchgeführt, antwortete sie mir. "Aaah, ihr Boss ist in diesem Fall Herr Longchamp?" begegnete ich ihr. Leider wusste sie auch mit diesem Namen nichts anzufangen, weshalb ich etwas ausholte und ihr zu erklären versuchte, dass Claude Longchamp derjenige sei, der an den Wahlsonntagen im Fernsehstudio seine Analysen zum Besten gebe. Leider machte es bei der Person am anderen Ende des Drahtes immer noch nicht klick, weshalb ich dann spontan darauf verzichtete, auch noch die ominöse "Fliege" mit ins Spiel zu bringen ...
Jetzt, einige Stunden nach der Umfrage (ich habe mir wirklich Mühe gegeben, in allen Fragen als richtig Linker durchzuscheinen - und damit alle Klisches und Warnungen aus der Vorlesungen Empirische Sozialforschung zu erfüllen) kommt die Meldung rein, dass die "Maulkorb-Initiative" erneut vors Volk soll. Der Grund: Die Medien hätten es gewagt, und die Initiative nicht mit ihrem tatsächlichen Titel, sondern dem deutlich ausdrucksstärkeren Begriff "Maulkorb" in Verbindung zu bringen. Pöhse, pöhse, pöhse linke Medien!
SD wollen erneut über «Maulkorb-Initiative» abstimmen
Die Schweizer Demokraten des Kantons Thurgau haben Beschwerde gegen die Abstimmung über die Initiative «Volkssouveränität statt Behördenpropaganda» erhoben.
Quelle: SD wollen erneut über «Maulkorb-Initiative» abstimmen - Schweiz - Tages-Anzeiger
Freitag, Juni 06, 2008
Euro08 endet am 15. Juni
Deshalb sucht man sich besser jetzt schon eine Manschaft aus, die reelle Chancen auf den Titel hat (sozusagen als Plan B, falls Köbis Burschen unerwarteterweise nicht bis in den Final vorstossen)
Für das Schweizer Fussball-Nationalteam endet die Euro wohl am 15. Juni
Quelle: Jetzt gilt's ernst (Euro 08, NZZ Online)
Freitag, Juni 06, 2008
Wie die Grossen und Mächtigen mit der kleinen Schweiz umgehen
Aber he, wenn wir die Personenfreizügigkeit nicht auf Rumänen und Bulgaren ausdehnen, wird kaum so etwas passieren: Die EU weiss einfach noch nicht, dass sie uns mehr braucht als wir sie! (Unseren Grössenwahn könnte man auch so betiteln: "Mit Trompeten und Fanfaren schnurstracks in den Untergang!")
Den Amis ist es auf jeden Fall scheissegal, dass wir etwas namens Bankgeheimnis ... äh, sorry ... das Bankkundengeheimnis kennen. Die Yankees wollen einfach, dass auch die Reichen im Lande brav Geld an die IRS überweisen:
Doch, so ein UBS-Kadermann, der namentlich nicht genannt werden will, herrsche von Seiten der USA eine andere Auffassung des Rechtsverständnisses vor. Die Sicht des Schweizer Rechts sei weder bekannt noch von Interesse.
Quelle: «Wir haben Mist gebaut» (Nachrichten, NZZ Online)
Labels: Banken, Jura, Politik, Recht, Schweiz, UBS, USA, Wirtschaft
Freitag, Juni 06, 2008
Bye bye, Zauberformel!
Irgendwie hätte ich mir gedacht, dass die Abkehr von der Zauberformel ein grösseres Geschrei produzieren würde ... Aber man kann sich täuschen:
Das gab es noch nie: Eine Partei, die noch gar nicht gegründet ist, hat zwei Bundesräte - Eveline Widmer-Schlumpf und Samuel Schmid. Und die wählerstärkste Partei der Schweiz ist derzeit nicht in der Landesregierung vertreten.
Quelle: Was der SVP-Streit für die Bundesräte bedeutet - Schweiz - Tages-Anzeiger

