Freitag, Februar 19, 2010
Empfehlungen für Doktoranden
Finally, have your fun now. Five years is a long time when you are 23 years old. By the end of graduate school, you will be older, slower, and possibly married and/or a parent. So if you always wanted to walk across Nepal, do it now.
Quelle: Johnsen Lab - Advice for potential graduate students
Obwohl sich der Text an Biologie-Doktoranden richtet, gilt er wohl für jeden Studiengang auf Gottes grosser Erde. Wer den Text so gut findet, dass er ihn ausdrucken und ins Zimmer (Labor?) hängen möchte, lädt sich am Besten die PDF-Version herunter.
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Mittwoch, Oktober 14, 2009
Die Hirnis von der Wall Street
“The financial system nearly collapsed,” he said, “because smart guys had started working on Wall Street.”
Quelle: Op-Ed Contributor - Wall Street Smarts - NYTimes.com
Der Artikel um diese verdammt süffige These bestätigt wieder einmal den alten Spruch drüben bei The Daily Reckoning, der lautet: "Kapitalismus trennt die Dummen von ihrem Geld." Wobei damit für einmal nicht gewöhnliche Arbeitnehmer wie du und ich, sondern Studienabgänger (die mit dem 4.5er-Schnitt) gemeint sind, die von ihresgleichen (die mit dem 5.5-Schnitt) ausgenommen wurden: Wer Müll verkauft, braucht logischerweise jemanden, der Müll kauft ...
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Freitag, September 25, 2009
Lasst nur noch Männer Medizin studieren! Oder?
Es wäre demnach in unser aller Interesse, bei der Zulassung zum Medizinstudium Männer zu bevorzugen.
Quelle: Arlesheim Reloaded. Mäuse schultern Elefanten. - Bevorzugt beim Medizinstudium Männer
Hmmm. Aber kann man das denn nicht bei allen Studiengängen sagen? Schliesslich lässt sich das "Phänomen" Teilzeitarbeit nicht auf Medizinstudentinnen beschränken, sondern trifft auf einen Grossteil aller Frauen zu, die Ausbildungen absolviert haben (was ich hier überhaupt nicht als wertend festhalten möchte). Deshalb müsste man - Manfred Messner folgend - konsequenterweise Frauen zurück an den Herd verbannen, wie das die prinzipientreue Jasmin Hutter derzeit gerade demonstriert. Nur so kann man der Verschleuderung von "Staatsgeldern" entgegenhalten.
Nun, ich persönlich habe überhaupt nichts dagegen, wenn Frauen Teilzeit arbeiten. Und noch sympathischer erscheint mir (derzeit, weit weg von familiären Verpflichtungen), wenn auch Männer Teilzeit arbeiten und sich an ein, zwei Tagen in der Woche um den Nachwuchs kümmern. Wenn die junge Familie sich so über Wasser halten kann, wen soll das dann gross stören?
Ketzerisch gefragt: Für was liessen wir Ärztinnen Vollzeit arbeiten, wenn es nach dem Aussterben der Alten keine Kinder mehr zu pflegen gäbe? Respektive: Wir könnten dieser Logik folgend den Ärztinnen ja auch einfach verbieten, Kinder zu kriegen. Darauf sollen sich eine andere Bevölkerungsschicht spezialisieren. Tönt mir alles ein wenig ... zu sehr marktwirtschaftlich.
Wenn man das Problem bereits im Ursprung marktwirtschaftlich angehen würde, müssten die Studiengebühren derart auf ein exorbitantes Niveau gesteigert werden, dass ausgebildete Ärztinnen nicht darum herum kämen, 100 oder gar 120 Prozent zu arbeiten - und zwar bis ans Lebensende - um die angelaufenen Studienkosten abzuzahlen.
Und schlussendlich hat noch niemand gefragt, ob denn Ärzte, die 100 Prozent arbeiten (was nicht 42 Stunden, sondern 60 und mehr Stunden die Woche entspricht) denn 40 Prozent bessere Leistungen bringen als Ärztinnen, die 60 Prozent arbeiten. Ich bin ja wohl nicht der erste, der gehäufte Fehldiagnosen und Kunstfehler mit überarbeitete Belegschaftsärzten in Verbindung bringt. Rechnet sich das ganze dann immer noch?
Fazit: Ich glaube, wir fahren einfach mal so weiter wie gehabt. Wenn wir das Gesundheitssystem schliesslich derart zurechtrationalisiert haben, dass nur noch die pöhsen, pöhsen teilzeitarbeitenden Ärztinnen ein Problem darstellen - ja nun dann sind wir sowieso bereits im Paradies angelangt.
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Montag, Juli 13, 2009
Nutzlose Ökonomen
Für einmal muss ich kein einziges bashendes Wort verwenden - Bill macht gleich alles selber und trifft den Nagel auf den Kopf:
An economist, of the modern variety, is a statistician...an extrapolator...and a mountebank. If numbers go up two months in a row, he predicts they will go up another one. He rarely stops to ask whether his numbers really make any sense.
Instead, he merely adds them up and rolls them out. Thus - at the bubbly top in 2006 - he was he able to describe the likelihood of default on a certain derivative instrument as a "Six Sigma event" without laughing. A Six Sigma event happens once every 2,500,000 days. Then again, when the Bubble of 2002-2007 popped, they happened once a week. The blogs are full of chatter on the subject. What good is the economics profession, asks Paul Samuelson, if it cannot foresee the biggest single economic event in at least a quarter-century?
Quelle: Robert McNamara Described as the "Architect" of Vietnam War
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Sonntag, Juni 28, 2009
Nominal- oder Verbalstil?
[Hans-Rudolf] Merz' Sätze sind sehr schlicht aufgebaut. Oft reiht der Appenzeller einfach Sachverhalte aneinander. Selten verknüpft er die Sätze kausal. Es dominiert der sogenannte Nominalstil, der wegen seiner vielen Substantive schwerfällig wirkt. Typisch sind Wendungen wie "Die Gefahr ist gross" oder "Die Globalisierung erreicht..."
Gerne formuliert Merz so, dass der Urheber einer Handlung oder eines Sachverhalts nicht klar benannt wird. Beispiel: "Die Ausgaben des Bundes erhöhten sich." Rhetorisch und politisch sind solche Sätze eine Todsünde. "Wer so formuliert, legt sich nicht genau fest", sagt Sprachforerscherin Ebling.
Wortwahl, Satzaufbau und die formelhaften Wendungen erinnern "stark an Behördensprache", bilanzieren die Forscher.
Quelle: SonntagsZeitung, 28. Juni 2009, "Sehr nüchtern und ohne Emotionen", S. 15.
Und was stand in den Anmerkungen zu meiner Lizentiatsarbeit? Genau:
besser Verbalstil als Nominalstil
*hmpf*
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Mittwoch, Juni 24, 2009
Wird Bern deutsche Provinzuniversität?
Letzten Montag trudelte auf meinem Studentenkonto folgendes Mail ein:
Am kommenden Montag, 29. Juni 2009, finden die Vorträge von sechs Bewerberinnen und Bewerbern für die Professur in Kommunikations- und Medienwissenschaft (Nachfolge von Prof. Roger Blum) statt. [...] Vortragen werden Prof. Andrea Römmele (Bruchsal), Dr. Jürgen Maier (Koblenz-Landau), Dr. Silke Adam (Berlin), Prof. Jens Tenscher (Mannheim), Prof. Christiane Eilders (Augsburg), Prof. Frank Marcinkowski (Münster).
Quelle: ikmb-Newsletter vom 22. Juni 2009. (Programm der Vorträge vom 29. Juni 2009)
Man muss sich schon fragen, inwiefern grundverfasste Deutsche uns Studenten etwas von politischer Kommunikation in der Eidgenossenschaft beibringen können. Ganz so identisch wie im "grossen Kanton" läuft es hierzulande ja nicht ab: Bei uns gibt es nämlich auch Zeitungen, die französisch und italienisch abgefasst sind. Und die Sache mit den Kantonen und dem Föderalismus beinhaltet garantiert auch eine gewisse Krux. Abgesehen davon ist unser Politsystem nicht auf eine Person wie beispielsweise die Frau Merkel ausgerichtet, sondern auf sieben Primadonnen unter ihresgleichen.
Heute wurde ich an der Uni (an welcher Fakultät sollte sich aus dem Zusammenhang rasch erschliessen) per Zufall auf einen am Aushang angebrachten Zeitungsausschnitt aufmerksam, auf welchem folgende Passage hervorgehoben war:
[...] Die Philosophisch-Historische Fakultät entwickelt sich in atemberaubendem Tempo zu einer deutschen Provinzuniversität. Im Herbst fanden die Berufungsverfahren für rund 12 Professuren statt. Zu Probevorträgen wurden 53 Bewerberinnen und Bewerber eingeladen, davon stammten 8 aus der Schweiz, 38 aus Deutschland und 7 aus dem übrigen Ausland. Mit der provinziellen Ausrichtung nach Deutschland mag es zusammenhängen, dass die Uni Bern schweizweit den kleinsten Anteil ausländischer Studierender aufweist.
Quelle: Briefe an die NZZ: Die Trumpfkarte Uni Bern sticht nicht. Von Christoph Zürcher (Bern), 11. Juni 2009.
Die These, die vom Leserbriefschreiber im letzten Satz geäussert wird, erachte ich nicht wirklich als plausibel. Selbst wenn die Uni Bern für ausländische Studenten nicht anziehend ist - für Professoren anscheinend um so mehr ... und nicht nur an der Phil. Hist.-Fakultät, sondern offenbar auch an der WISO-Fakultät.
Aus meiner Sicht hängt der tiefe Anteil ausländischer Studenten nicht zuletzt auch mit der Geographie zusammen - Basel, Zürich und St. Gallen liegen nun halt wohl einfach näher am Ausland als Bern im Espace Mittelland. Und ein Renommee wie die HSG, die ETH und die EPFL wird Bern zu meiner Lebzeit wohl auch nicht mehr verwirklichen können ...
Labels: Bern, Kritik, Studium, Universität
Sonntag, April 12, 2009
Das KV unter den Studiengängen
1079 Studierende der Universität Zürich wollen Anfang Juni die Prüfung in Betriebswirtschaftslehre, Teil 2, absolvieren. Dafür gibt es intern keinen geeigneten Raum, so dass die Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät erstmals in eine Messehalle in Zürich-Oerlikon ausweicht.
Quelle: Uni-Prüfung als Massenanlass in Messehalle
Man muss sich schon fragen, inwiefern wir tatsächlich soviele "Betriebswirte" benötigen. Auch hier vermute ich eine bösartige Bubble ... Wären viele von denen nicht besser "Landwirte" oder "Gastwirte" geworden? Aus meiner Sicht sollte in diesem Studiengang umgehend "gesiebt" werden.
Denn wenn mehr Juristen im Sinn der Sache zu mehr Gesetzen und folglich auch juristischen Streitigkeiten führen, führen dann mehr Betriebswirte zu mehr Betrieben?
Übrigens: Zu meiner eigenen Zunft kann ich nur vermuten, dass mehr Geschichtswissenschaftler wohl zu mehr ... Geschichten führen.
Labels: Ausbildung, BWL, Studium, Zürich
Montag, April 06, 2009
Wieso amerikanische Autofirmen einer Rettung nicht würdig sind
Ha! Da hat sich Bill Bonner also mittlerweile auch die Vorlesung des Marxisten Richard Wolff in Amhurst (FLV, 220MB) angeschaut:
What makes Germany and Japan so competitive today is the fact that their industries were destroyed in WWII. They were forced to rebuild...amid tough competition. The United States, on the other hand, never had the benefit of aerial bombardment. And its auto industry has had such huge advantages - it was practically doomed from the beginning. Detroit has ready supplies of steel...rubber...plastic...labor - everything you need to make a modern automobile. Japan and Germany had to import almost everything.
Quelle: Gordon Brown Pronounces New World Order
In der Tat war dies eine der bemerkenswertesten Passagen im Video ...
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Sonntag, April 05, 2009
Sag mir wo die Ökonomen sind ...
... wo sind sie geblieben?
Beim Durchblättern der Sonntagszeitungen stellt sich einmal mehr die Frage ein, wo sind denn eigentlich all die Ökonomen der Hochschule St. Gallen, der Uni Basel, Zürich, Genf etc., die Elitedenker des INSEAD ("Welcome to the Business School for the World") geblieben, jetzt, wo es doch mal so richtig was zu erklären und zu analysieren gäbe, wo sie mal so richtig zur Sache gehen könnten?
Quelle: Arlesheim Reloaded. Mäuse schultern Elefanten. - Sonntagsfrage
Gute Frage - doch ich weiss nicht, ob wir die Ökonomen wirklich in diesen Postillen suchen gehen sollte, die man widersprüchlicherweise immer noch "Zeitungen" nennt.
Meine Vermutung: Die schreiben jetzt alle ihre Artikel, die dann in 1-2 Jahren veröffentlicht werden, wenn die Krise wieder vorbei ist (oder aber wir alle in den Trümmern des Kapitalismus nach etwas Essbarem suchen). Genau wissend, dass es gut und gerne 70 Jahre dauern wird, bis eine andere Generation, die die heutige Krise auch dann immer noch untersucht, jemanden stellen wird, der den Geldmarkt mit billigem Geld fluten wird. Oder so ähnlich.
Nachtrag
Bill von The Daily Reckoning stösst ins selbe Horn:
Besides, results from fiscal, monetary and regulatory policies don't happen overnight. The feedback loop takes years. It took the Bolsheviks seven decades before they realized they'd been had. Friedman's critique of America's Great Depression policies didn't appear until 30 years after the event. In Japan, they still don't know what they did wrong. And by the time the feds catch on this time, they will have turned an ordinary depression into a great one.
Quelle: Depression: A Natural and Recurring Feature of Capitalism
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Montag, März 30, 2009
Immer diese BWL-Studis ...
Wirtschaftsstudenten schummeln in Prüfungen öfter als Studenten anderer Fachrichtungen. Angeblich wollen sie nur effizient lernen. Warum bei ihnen in Sachen Ethik akuter Handlungsbedarf besteht.
Quelle: FTD.de - Früh übt sich: Moral der Studenten im Sinkflug - Karriere
Ich sehe zwei Gründe hinter dieser Entwicklung: Erstens haben die BWL-Professoren die Prüfungen dahingehend rationalisiert, dass oftmals Multiple Choice-Fragebögen verteilt werden. Logisch, dass es in solchen Prüfungen einfacher ist, abzuschreiben und zu schummeln als beispielsweise beim Verfassen eines Aufsätzchens. Zweitens tummeln sich heutzutage in den BWL-Studiengängen Krethi & Plethi, was mich seit längerem dazu verleitet, dieses Fach als das "KV unter den Studiengängen" zu betiteln ...
Nebenbei: Ich wage es hier gar nicht auszusprechen, aber vor kurzem hat mir ein angehender Wirtschaftsinformatiker (hoffentlich mehr zum Spass als im Ernst) 3'000 Franken angeboten, wenn ich ihm seine Bachelor-Arbeit schreibe ...
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Donnerstag, März 26, 2009
Einige neue LaTeX-Kniffe
Linksbündige Listen
Wer sich in itemize-Umgebungen über den Blocksatz aufregt, schaltet äusserst einfach auf linksbündige Formatierung um:
\makeatletter
\g@addto@macro\itemize{\raggedright}
\makeatother
Quelle: Elemente der itemize-Umgebung linksbündig setzen
Listen ohne Ränder
Um weiterhin die Wahl zwischen linksbündig und Blocksatz zu haben, habe ich dafür kurzerhand eine neue Umgebung namens Itemize kreiert (man beachte die Grossschreibung), wo ich auch gleich noch einige Anpassungen an den Abständen vornehme. Leider ist es nämlich mit \begin{itemize} nicht möglich, Anpassungen an den linken und rechten Rändern vorzunehmen (Liste der veränderbaren Masse):
% Listen innerhalb Multicolumn
\newenvironment{Itemize}%
{\begin{list}{\textendash}{\leftmargin=1em
\rightmargin=0pt%
\partopsep=0pt%
\topsep=0pt%
\itemsep=0pt%
}%
{\singlespacing%
}}%
{\end{list}}%
Quelle: LaTeX: indentation itemize
Abschnitt mit drei Spalten
Wer innerhalb eines einspaltigen Dokuments für kurze Zeit auf mehrere Spalten umschalten möchte, benutzt das multicols-Package:
\setlength\columnsep{30pt}
\begin{multicols}{3}
\setlength\columnseprule{0.4pt}
\singlespacing
\raggedcolumns
... Text erste Spalte ...
\vfill \columnbreak
... Text zweite Spalte ...
\vfill \columnbreak
... Text dritte Spalte ...
\end{multicols}
Damit der Abstand zwischen den Spalten wirksam wird, ist darauf zu achten, dass die gewünschte Länge (hier: 30pt) vor dem generieren der Umgebung definiert wird. Mittels \columnbreak wechselt man in die nächste Spalte.
Quelle: Re: \columnsep with multicol
Silbentrennung verfeinert
Kurz vor Ende einer schriftlichen Arbeit beginnt man sich auch um die Ästhetik zu sorgen. Insbesondere Bindestriche sind für LaTeX nicht ganz trivial. Zur Rekapitulation:
- \- Ein Wort darf nur genau hier getrennt werden, sonst nirgends
- "- Zusätzliche Trennstelle
- "= Erstellt einen Bindestrich, nach dem nach Bedarf umbrochen wird
- -"" Dasselbe; der Bindestrich wird aber explizit geschrieben ("" ist der eigentliche Umbruch-Befehl)
- "~ Dieser Bindestrich darf nicht getrennt werden
Quelle: LaTeX-Wörterbuch: Silbentrennung
Sauber eingerückte Description-Listen
Mit Microsoft Word absolut kein Problem, mit LaTeX beisst man sich die Zähne aus. Dank The LaTeX Companion keine Hexerei mehr. Zuerst die Definition:
% Description-Listen
\newenvironment{Description}[1]
{\begin{list}{}%
{\renewcommand\makelabel[1]{\textsf{\textbf{##1}}\hfill}%
\singlespacing
\settowidth\labelwidth{\makelabel{#1}}%
\setlength\leftmargin{\labelwidth+\labelsep}}}%
{\end{list}}%
Bei der Anwendung im Dokument übergibt man der neu erstellten Listen-Umgebung dasjenige Description-Label mit den meisten Buchstaben. Anhand von diesem wird der Maximalabstand des Labels vom Beschreibungstext festgelegt:
\begin{Description}{Hier steht das längste Label}
\item[Kleineres Label] bla bla bla
\item[Mittelgrosses Label] bla bla bla
\item[Hier steht das längste Label] bla bla bla
\end{Description}Labels: Latex, Studium, Wissenschaft
Sonntag, März 15, 2009
Batch convert color images for OCR
Vor langer, langer Zeit war ich in der Schweizerischen Nationalbibliothek und habe dort mit meiner Digitalkamera Seiten aus alten Büchern photographiert. Obwohl ich dies ohne Blitz tat, herrschte im Lesesaal alsbald helle Aufregung - denn ich hatte soeben gegen die Benutzungsordnung verstossen. Glücklicherweise musste ich die Bilddaten aber nicht von der Speicherkarte löschen, wurde aber freundlich und bestimmt gemahnt, das nie wieder zu tun ...
Mittlerweile habe ich endlich Zeit gefunden, die Bilddaten zu sortieren und zu beschriften. Dummerweise war der Foto-Termin bereits derart lange her, dass ich schlicht vergessen hatte, aus welchem Buch ich digitale Kopien gemacht hatte. Mittlerweile ist es mir wieder in den Sinn gekommen:
Doch gut, was bringen mir die Photographien, wenn ich diese nicht in einem schicken PDF-Dokument zusammenfasse und die Texterkennung darüber laufen lasse? Genau: Nichts.
Deshalb hiess es, die je ca. 3MB wiegenden farbenfrohen JPEGs in monochrome Bitmaps umzuwandeln. Nach einigem Googlen war ich mit Hilfe des ausführlichen Artikels ImageMagick v6 Examples -- Color Quantization and Dithering im Stande, folgendes Shell-Script zu schreiben, welches mit ImageMagick die gewünschte Batch-Conversion durchführt:
#!/bin/sh
for i in *.jpg;
do
echo "Converting $i"
convert "$i" +dither -colors 2 -colorspace gray -normalize "$i-mono.gif"
echo "Conversion finished"
done
exit 0
Anschliessend öffnete ich den Adobe Acrobat 7, wählte File > Create PDF... > From Multiple Files..., wählte die GIF-Dateien aus und liess mir ein PDF daraus erstellen.
Samstag, März 07, 2009
Damit LaTeX Paragraphen nicht vertikal auf die Seite verteilt
If latex can't fill a page (perhaps because the next object is a figure or table that doesn't fit, or because the next object is a heading that latex doesn't want to put at the foot of a page) then by default it will spread the vertical white space on the page so that the "height" of the page is the default height. If you want all the extra white space to appear at the bottom of such pages, add \raggedbottom before your \begin{document} line.
Quelle: Cambridge University Engineering Department - Squeezing Space in LaTeX
Wie lange habe ich mich darüber aufgeregt? Endlich ist die Lösung da ...
Montag, Dezember 22, 2008
Finanz-Juristen sprechen Klartext
"Diese Entscheidung wurde aus Sicht des Verwaltungsrates der Verwaltungsgesellschaft (LRI, Anmerkung der Redaktion) notwendig, da die vorgenannten Teilfonds per 17. Dezember 2008 in den OGAW nach luxemburgischen Recht Herald US Absolute Return Fund Euro beziehungsweise in den Herald US Absolute Return Fund Dollar investiert waren. Ein mutmaßlicher Betrugsfall, welchem der vorgenannte Zielfonds offenbar zum Opfer gefallen ist, hat dazu geführt, dass zum einen aktuell keine Preisbewertung des Zielfonds mehr stattfindet und zum anderen es auch zu befürchten steht, dass mit einem Totalausfall des Zielfonds gerechnet werden muss. Aus Sicht des Verwaltungsrates der LRI Invest ist eine ordnungsgemäße Berechnung der Anteilwerte der Teilfonds derzeit unmöglich."
Quelle: Madoff-Affäre: Erste Fonds geschlossen - manager-magazin.de
Alles klar? Logisch! Wer sich für diesen Berufszweig interessiert (Motto: viele Anschläge, kaum substanzielle Inhalte und schon gar nichts, das ein Kunde vor Gericht gegen den Arbeitgeber des Juristen verwenden könnte), beachte zwingend auf Blogging Remys Artikel Einige Tipps zur Studienwahl
Labels: Arbeitsleben, Finanzkrise, Jura, Recht, Studium
Samstag, Dezember 20, 2008
Jurist oder Betriebswirtschafter - aber garantiert kein Ingenieur
Individually, everyone needs to be compensated. But collectively, this directs the resources of the country. It distorts the talents of the country. The best and brightest minds go to lawyering, go to M.B.A.s. And that affects our country, too! Many of the brightest youngsters come to me and say, “Okay, I want to go to the U.S. and get into business school, or law school.” I say, “Why? Why not science and engineering?” They say, “Look at some of my primary-school classmates. Their IQ is half of mine, but they’re in finance and now they’re making all this money.” So you have all these clever people going into financial engineering, where they come up with all these complicated products to sell to people.
Quelle: “Be Nice to the Countries That Lend You Money”
Labels: Arbeitsleben, BWL, China, Finanzen, Studium, USA, Wirtschaft
Mittwoch, Dezember 10, 2008
Wo bleibt die Wissenschaft in Wirtschaftswissenschaften?
Kürzlich sprach ich mit einem Professor, der seine Auffassung von den Ereignissen der Finanzkrise bestätigt sah: In den letzten Jahren und Jahrzehnten seien derart viele Lehrstühle für Wirtschaftsgeschichte gestrichen worden, dass sich die Wiederholung der schlimmsten Fehler vergangener Krisen mangels Warner nur so aufdrängten.
Ein anderer Kommentator schlägt in dieselbe Kerbe:
Und wahrscheinlich erzwingt auch der dramatisch schnelle Niedergang in der Realwirtschaft, dass die Staaten als Nachfrager der letzten Instanz auftreten; dass sie Konsumenten und Produzenten mit Ankurbelungsprogrammen aus ihrer Schockstarre befreien. Eine andere Lösung, um dieses Megadesaster zu überwinden, haben wir derzeit nicht. Was, nebenbei, viel über den Forschungsfortschritt in der Wirtschaftswissenschaft während der vergangenen Jahrzehnte aussagt.
Quelle: Kommentar: Marktwirtschaft = Schuldenwirtschaft? - manager-magazin.de
Labels: Studium, Wirtschaft, Wissenschaft
Samstag, Oktober 25, 2008
Was sich an den Unis des 21. Jahrhunderts ändern muss
We can acknowledge that most of our students have powerful devices on them that give them instant and constant access to this cloud (including almost any answer to almost any multiple choice question you can imagine). We can welcome laptops, cell phones, and iPods into our classrooms, not as distractions, but as powerful learning technologies. We can use them in ways that empower and engage students in real world problems and activities, leveraging the enormous potentials of the digital media environment that now surrounds us. In the process, we allow students to develop much-needed skills in navigating and harnessing this new media environment, including the wisdom to know when to turn it off. When students are engaged in projects that are meaningful and important to them, and that make them feel meaningful and important, they will enthusiastically turn off their cellphones and laptops to grapple with the most difficult texts and take on the most rigorous tasks.
Quelle: A Vision of Students Today (& What Teachers Must Do) | Britannica Blog
Labels: Ausbildung, Studium, Universität
Mittwoch, Oktober 22, 2008
Franz Jäger hat die Schuldigen an der Finanzkrise ausgemacht
Wäre ja komisch gewesen, wenn die HSG für einmal ihre gutausgebildeten, neoliberalen Studienabgänger für den Schlamassel verantwortlich gemacht hätten. Direkt aus einer seiner Vorlesungen hören wir:
Franz Jäger told us that the financial crisis is the fault of the state and the socialists.
Quelle: Facebook | P. W.
Mich regen solche Kommentare langsam auf. Sie stellen die Banker als hirnlose Zombies dar, die sich wie hungrige Hunde auf den Fleischgeruch von "Staatsgeschenken" stürzen. Selbst wenn der us-amerikanische Staat Geld viel zu billig verscherbelt hat, selbst wenn er den Wohnungsbau über Mass gefördert hat - es wurde doch keiner dieser Banker gezwungen, in diesem Spiel mitzumachen?!
Zumal gerade diejenigen Bänkeler, die so intelligent und leistungsfähig sind, dass sie zweistellige Millionenboni erhalten ... diese Superhirne hätten die vom pöhsen, pöhsen Staat gestellte Falle aus 100 Kilometern erblicken müssen! Aber anscheinend verfügt der Homo oeconomicus bankensis kein Denkvermögen, das über mehr als ein, zwei Quartale hinausgeht. Profit now, think later (oder gar nicht, denn im Notfall erscheint der Staat und behebt den Schaden). Das macht mir nicht gerade Mut, mein Geld bei solchen Joggeln anzulegen.
Was meint denn Franzrl zu den jetzigen Staatsinterventionen? Begrüssen kann er diese ja nicht wirklich, denn gemäss seiner Auffassung (und meiner Befürchtung) wird das Problem vergrössert und verlängert.
Labels: Banken, Finanzkrise, HSG, Sozialismus, St. Gallen, Staat, Studium, Universität
Dienstag, Oktober 14, 2008
Wie Hathi Trust PDF-Dateien ausgibt
Hathi Trust, die Alternative zu Google Books, getragen von US-amerikanischen Universitäten:
It provides a no-worry, pain-free solution to archiving vast amounts of digital content. You can rely on the expertise of other librarians and information technologists who understand your needs and who will address the issues of servers, storage, migration, and long-term preservation.
Leider gibt es noch keine anständige Suchfunktion, um das gesamte Archiv (es soll bereits über 70 Terrabyte an Daten umfassen) zu durchsuchen. Bereits voll funktionsfähig ist die Suchmaske von University of Michigan. Bei einem Testlauf - die gesuchte Zeichenkette lautete harvest 1917 fand ich tatsächlich eine interessante Publikation aus der Feder Herbert Hoovers (Hoover wurde wenige Jahre später Präsident der Vereinigten Staaten):
Gespannt habe ich mir davon die PDF-Version heruntergeladen (leider erlaubt die PDF-Export-Funktion nur 10 Seiten am Stück). Wenn das PDF in Apples Preview geladen wird, genügt ein Druck auf Apfel+I, um Meta-Informationen über die PDF-Datei auszugeben. So erfuhr ich ...
File name 00000010.tif.10pg.100.0.pdf Document Type PDF Document File size 797026 bytes Page size 24.0 x 37.1 cm PDF version 1.3 Page count 10 Encryption None Title /sdr1/web/cache/mdp/pairtree_root/39/01/50/32/45/08/53/39015032450853/00000010.tif.10pg.100.0.pdf Modification Date 10/13/08 PDF Producer ImageMagick 6.4.0 05/02/08 Q16 http://www.imagemagick.org Creation Date 10/13/08
ImageMagick! Gratulation, mit dem Einsatz von Open-Source-Software haben die Archivare garantiert die richtige Technologie gewählt.
Auch ganz interessant ist die Angabe des Title, aus dem der Pfad der PDF-Datei ersichtlich ist. Schön, dass die Ausgabe gecached wird. Interessant auch, wie die Ordnerstruktur aus der ID des digitalisierten Dokuments aufgebaut ist, um kein Verzeichnis fahrlässig mit abertausenden von Dateien füllen zu müssen.
Via: Universities launch elephantine 78 terabyte digital library
Labels: Archivierung, Bildung, Geschichte, Studium, USA
Mittwoch, August 20, 2008
Das Philosophie- und Religion-Studium rentiert eben doch!
(Jedenfalls solange, wie der Ami frisch fröhlich auf Pump leben konnte)
[...] seit seiner Gründung im texanischen Austin hat sich der Ökokaufladen [Whole Foods Market] zum zehntgrößten Lebensmittelhändler der USA gemausert. Allein in den vergangenen drei Jahren verdoppelte sich die Zahl der Mitarbeiter von 28.000 auf 54.000, die Anzahl der Filialen schnellte von 160 auf mehr als 270 nach oben.
Und das, obwohl der Chef und Firmengründer John Mackey alles andere als ein typischer Unternehmer ist: Der hagere 55-Jährige kommt am liebsten in kurzen Hosen und Wanderstiefeln ins Büro, ist bekennender Veganer und hat Philosophie und Religion statt BWL studiert - lang und ohne Abschluss.
Quelle: SPIEGEL ONLINE - Druckversion - Biosupermarkt: US-Wirtschaftskrise killt Ökogelüste - Wirtschaft
Labels: Studium, USA, Wirtschaft
Dienstag, August 12, 2008
Wenn nur noch der Lohn zählt
Für den alerten Professor ist es keine: "Ich hatte einen guten Lohn an der ETH. Und es gibt ja nicht nur das Ziel, finanziell erfolgreich zu sein, sondern auch Wissen zu vermehren und weiterzugeben."
Quelle: Inside-IT: Erfolgsgeschichte verpasster Chancen
Ich wage zu behaupten, dass diese Wissensvermehrung und -vermittlung vielerorts (bspw. bei Banken) abhanden gekommen ist. Dort zählt nur noch der gute Lohn (respektive Bonus) ...
Labels: Arbeitsleben, IT, Job, Schweiz, Studium, Universität
Freitag, Juli 11, 2008
Der gute Ruf eilt der HSG voraus
Der Strategie liegt ein Gutachten des Volkswirtschaftsprofessors Gebhard Kirchgässner zu Grunde. Obwohl er in St. Gallen lehrt, ist Kirchgässner kein neoliberaler Steuersenkungsturbo.
Quelle: Die Steuerstrategie ist ihre Feuerprobe - Zürich - Tages-Anzeiger
Labels: Funny, Medien, Politik, Schweiz, Studium, Universität, Wirtschaft
Mittwoch, Juli 02, 2008
World Weather Records 1856-1920
[...] the Smithsonian Institution of the United States sponsored the first series of WWR, edited by H. Helm Clayton, covering the period 1800-1920, and published in a single volume of 1196 pages in 1927. The publication included, as IMCC recommended, a full period of record through 1920 of monthly means of temperature, pressure (station and sea level) and precipitation for selected global stations. This was reprinted by the Smithsonian ("Smithsonian Miscellaneous Collections, Volume 79") in 1944.
Quelle: World Weather Records (DSI-9644)
In Basel beispielsweise in der Universitätsbibliothek unter NatG 1469:79.
Labels: Studium
Montag, Juni 30, 2008
Anpassung der Silbentrennung von LaTeX
In den meisten Fällen trennt LaTeX Wörter anstandslos. Es kann aber Spezialfälle geben, wo man selber noch ein wenig Hand anlegen muss. Dafür bieten sich zwei Vorgehensweisen an:
- Bei Spezialkonstruktionen wie
[Hagel-]Schäden
beugt man hässlichen Umbrüchen vor, indem man[Hagel"~]""Schäden
schreibt. Das Wort wird so künftig nicht mehr getrennt. - Mit dem Befehl \hyphenation{...} kann man eigene Trenn-Regeln für alle Wörter definieren, die komisch getrennt werden. In meiner Liz-Arbeit sieht das dann so aus:
\hyphenation{Teil-as-pekt Blocka-de Frie-dens-ein-fuhr Ele-men-tar-scha-dens-sum-men}Von Vorteil ist, wer einen Duden (Bd. 1) zur Hand hat - die schwarzen und roten senkrechten Striche zwischen den Wortbausteinen geben die Trennungsorte an. Ersetzt man die senkrechten Striche im hyphenation-Befehl mit BIndestrichen, trennt man ab sofort Duden-konform.
Freitag, Juni 06, 2008
Nach gfs-Umfrage: Maulkorb zum Zweiten?
Heute Vormittag durfte ich einer freundlichen, aber etwas nuschelnden Telefonbefragerin während ca. 20 Minuten über mein Abstimmungsverhalten und meine politische Ausrichtung Auskunft geben.
Bevor wir uns nach der Fragerei freundlich verabschiedeten, wollte ich aber noch wissen, für wen sie denn die Umfrage durchführte. "SwissVOX" fragte ich, doch diesen Begriff hatte die Dame noch nie gehört (nicht jede Telefonistin hat anscheinend Politologie studiert). Die Umfrage werde von gfs durchgeführt, antwortete sie mir. "Aaah, ihr Boss ist in diesem Fall Herr Longchamp?" begegnete ich ihr. Leider wusste sie auch mit diesem Namen nichts anzufangen, weshalb ich etwas ausholte und ihr zu erklären versuchte, dass Claude Longchamp derjenige sei, der an den Wahlsonntagen im Fernsehstudio seine Analysen zum Besten gebe. Leider machte es bei der Person am anderen Ende des Drahtes immer noch nicht klick, weshalb ich dann spontan darauf verzichtete, auch noch die ominöse "Fliege" mit ins Spiel zu bringen ...
Jetzt, einige Stunden nach der Umfrage (ich habe mir wirklich Mühe gegeben, in allen Fragen als richtig Linker durchzuscheinen - und damit alle Klisches und Warnungen aus der Vorlesungen Empirische Sozialforschung zu erfüllen) kommt die Meldung rein, dass die "Maulkorb-Initiative" erneut vors Volk soll. Der Grund: Die Medien hätten es gewagt, und die Initiative nicht mit ihrem tatsächlichen Titel, sondern dem deutlich ausdrucksstärkeren Begriff "Maulkorb" in Verbindung zu bringen. Pöhse, pöhse, pöhse linke Medien!
SD wollen erneut über «Maulkorb-Initiative» abstimmen
Die Schweizer Demokraten des Kantons Thurgau haben Beschwerde gegen die Abstimmung über die Initiative «Volkssouveränität statt Behördenpropaganda» erhoben.
Quelle: SD wollen erneut über «Maulkorb-Initiative» abstimmen - Schweiz - Tages-Anzeiger
Dienstag, Juni 03, 2008
LaTeX: chngcntr unter Mac OS X installieren
Um zu verhindern, dass die Zähler von Tabellen, Abbildungen und Fussnoten bei Beginn eines neuen Kapitels zurückgesetzt werden, hilft das Paket chngcntr
- Terminal.app starten
$ cd /usr/local/teTeX/share/texmf.tetex/tex/latex/
$ sudo mkdir chngcntr
$ cd chngcntr
$ sudo wget "http://www.dante.de/CTAN/macros/latex/contrib/misc/chngcntr.sty"
$ sudo /usr/local/teTeX/bin/powerpc-apple-darwin-current/texhash
Im Dokument fügt man anschliessend folgende Befehle ein:
\usepackage{chngcntr}
...
\counterwithout{footnote}{chapter}
\counterwithout{table}{chapter}
\counterwithout{figure}{chapter}
Dienstag, Juni 03, 2008
LaTeX: Überschriften in scrbook ohne Punkt nach der Nummerierung
Heute hat mein Liz-Fertig-Schreib-Marathon begonnen. Wie immer ist es äusserst optimal, im Endspurt noch kurz die ganze Dokumentstruktur auf den Kopf zu stellen. Will heissen: Aus KOMA-Script Article wird nun ein KOMA-Script Book. Bei knapp 200 Seiten eindeutig die bessere Wahl, weil einem so auch nicht die \subsubsections auszugehen drohen. Grösster Pluspunkt ist selbstverständlich die Unterteilung des Textes in Kapitel.
Einziger Haken: Seit dem Wechsel auf scrbook macht mir LaTeX einen Punkt hinter die Nummerierung der Titel. Aus ...
1.1 Fragestellung
... wurde ohne dass ich es so explizit gefordet hatte ...
1.1. Fragestellung
Unschön, und gemäss Duden auch ganz klar falsch.
Die Lösung des Problems (nach ca. 30 Minuten tüfteln und pröbeln im Netz entdeckt): pointlessnumbers! Somit sind meine Dokumentenklasse nun folgendermassen aus:
\documentclass[a4paper,12pt,oneside,pointlessnumbers]{scrbook}
Via: Re: KOMA-Script: pointlessnumbers
Soll mal einer drauf kommen ...
Tabellen- und Abbildungen nummerieren
Wie ich nun auch bemerkt habe, werden die Abbildungen und Tabellen neu nummeriert. Anstelle dem gewohnten ...
Tabelle 1
... steht nun ...
Tabelle <KAPITEL>.1
Um dieses Verhalten zu verhindern, behelfe man sich des folgenden Befehls:
\renewcommand*{\thefigure}{\arabic{figure}}
\renewcommand*{\thetable}{\arabic{table}}
Fussnote
Die Nummerierung der Fussnoten (Nachtrag: Und auch der Tabellen und Abbildungen) wird mit Beginn eines neuen Kapitels zurückgesetzt. Deshalb gibt es im Text mehrere Fussnoten mit der Nummer 1 (sofern mehrere Kapitel inkl. Fussnoten vorhanden sind).
Wie man dieses Verhalten deaktiviert, habe ich noch nicht herausgefunden. Es muss aber mit dem Hochsetzen des Chapter-Counters in Verbindung stehen.
Nachtrag: Die Lösung liegt nun im Folge-Artikel LaTeX: chngcntr unter Mac OS X installieren parat
Donnerstag, Januar 17, 2008
Adobe mit Bodenhaftung
[...] You can use Adobe Education software (any title!) to produce commercial/professional paid-for work when you leave school, or even while you are in school. In this regard, Adobe does not limit how student software is used. So students can use it to learn and to make money!
Quelle: Education purchasing FAQ
Wieder ein Vorzug mehr, den das Studentenleben bietet ...
Freitag, November 09, 2007
Wer sind die besten Ökonomen?
[...] But reported in the International Herald Tribune was the curious finding that people who had studied economics for 6 months scored no better on tests of basic economic principles than people who had never opened an economics book. The researchers were too timid, in our opinion. A follow-up study will show that those who go on to study economics at an advanced level will actually score lower than those who never studied it at all. It is a value-subtracting discipline. The longer you study it, the less you know.
Quelle: The Dollar Bull is a Lie
Labels: Studium, Wirtschaft, Wissenschaft
Montag, Oktober 22, 2007
Oekologische Telefonie
Meine Leser sind gebeten, eine Umfrage eines Studenten der Geneva School of Business Administration über "Ökologische Telefonie" auszufüllen:
Ansprechpartner ist Robert Aurélien.
Labels: Studium
Mittwoch, September 12, 2007
Scroggin funktioniert!
Als Student kommt man in den Genuss so einiger Vergünstigungen (bspw. Orange Students oder Neptun-Laptops). Anscheinend erachtet unsere Wirtschaft Studenten vermehrt als relevante und zu umschwärmende Zielgruppe. Mir soll's recht sein!
Durch meine Freundin wurde ich auf Scroggin aufmerksam und habe mich am 24. Juni 2007 umgehend dort angemeldet. Heute, am 12. September 2007, erhalte ich nun per Post den Dank dafür: Ein Päckli voller Werbeartikel! Da schlägt das Herz des Konsumenten höher.
Darin enthalten:
- Lindt Excellence Chili • Wäh, wieso nicht einfach eine 75pc-Cacao-Schoggi von Lindt?
- Fisherman's Friend Extra Frisch Citrus
- Sudden Rush Guarana • Legales Speed?
- Thalia Online Gutschein 5.-- • Könnte noch nützlich werden - aber ex libris liefert ja portofrei
- Familia Champion PowerPacks • Mein heutiges Mittagessen
- Skai Spearmint
- 20 SFr. Rabatt auf die Swisscom Unlimited PC-Card • think eMeidi - Completly Swisscom independent since 2007tm. Und das bleibt auch so (ausser das iPhone ... aber daran wollen wir gar nicht erst denken!)
- Roche Trinkflasche • Hergestellt dank überrissenen Medikamenten-Preisen?
Ferner:
- Scroggin Career • "Das Karriere-Magazin das ankommt"
- Bestellschein für ein Abonnement der Volkswirtschaft
- Flyer über den Roche Talent Pool
(Ist das hier jetzt ein "bezahlter" Blog-Artikel?)
Labels: Studium
Donnerstag, Juli 19, 2007
Watchblog der Uni Fribourg
Aufmerksam gemacht durch einen Artikel in der SonntagsZeitung vom ... nun ja, letzten Sonntag halt, möchte ich die Blogosphäre (und darunter insbesondere die Studenten darunter) auf das FriBlog aufmerksam machen. Dort wird die Uni mit all Ihren Macken und Exponenten gnaden- und hemmungslos "angeprangert". Der Server steht in den USA, die Macher sind anonym - beste Voraussetzungen, dass man im Elfenbeinturm zu Fribourg sichtlich nervös werden könnte. Spätestens jetzt, da die halbe Schweiz beim Sonntags-Brunch auf die Anekdoten-Sammlung hingewiesen wurde.
Labels: Blogosphäre, Funny, Studium
Montag, Juni 04, 2007
Werksstudenten sind gefragt
Adriana Ospel-Bodmer: [...] Dabei stellte sich heraus, dass sich eine 20- bis 30-prozentige Erwerbstätigkeit während des Studiums optimal auszahlt.
SonntagsZeitung: Stellen Sie nur solche Leute an?
Adriana Ospel-Bodmer: Ja. Denn die, die während des Studiums arbeiten, denken sehr viel praxisorientierter. Die anderen meinen zu wissen, wie man eine Strategie erarbeitet und umsetzt. Sie sehen sich schon als die grosse neue Führungsgeneration.
Quelle: SonntagsZeitung, 3. Juni 2007, "Sonntagsgespräch", S. 29ff.
Labels: Studium
Mittwoch, Mai 30, 2007
So werde ich zum Hochleistungs-Manager
Die Antwort auf den verheissungsvollen Titel findet sich in folgendem Blog-Artikel, aus dem ich ein "Don't" zitieren möchte:
Es scheint eine spezielle Begabung von manchen Menschen zu sein, die sich für viele wie eine wilde Utopie anhört. Sie quälen sich jeden Morgen nach dem 20. Schlag auf die Schlummertaste aus dem Bett und brauchen circa eine Stunde bis sie klar denken können, während diese sonderbare Sorte Menschen zu dem Zeitpunkt schon zwei bis drei Stunden Arbeit, Frühstück, Workout und Lesen hinter sich haben.
Quelle: Wie man Frühaufsteher wird
Hat Imgriff wirklich recht, sehe ich die als Frühaufsteher verschrienen Smythe als auch <derjenige Blogger, dessen Namen ich in diesem Blog nie mehr erwähnen werde> als künftige Top-Führungskräfte. Der Tscheche und ich hingegen können froh sein, wenn wir es bis zum Master (ich: das altbewährte Liz) schaffen. A propos:
Ich selbst habe das Frühaufstehen während der Schreibphase meiner Diplomarbeit für mich entdeckt. Als ich anfing zu schreiben, bin ich entspannt gegen acht Uhr aufgestanden, habe den Vormittag mit Lesen im Web verbracht und das Schreiben auf den Nachmittag verschoben. Vom Nachmittag habe ich dann in der Regel das Schreiben auf den Abend verschoben und wenn ich mich Abends dann aus dem Druck, heute noch was produzieren zu müssen, ans Schreiben gemacht habe, kam dabei praktisch nichts heraus, weil ich mich nicht mehr konzentrieren konnte.
Als hätte Herr Imgriff kürzlich in mein Arbeitszimmer geblickt. 1:1, was sich bei mir nicht wenige Male abgespielt hat.
Die Lösung des Problems:
Also stellte ich mir den Alarm auf sechs Uhr. Wenn der Wecker ging, setzte ich mich sofort an den Schreibtisch und begann zu schreiben. Um acht Uhr machte ich eine Pause für Frühstück und eine Dusche. Dann schrieb ich weiter bis zehn Uhr und nach einer kurzen Pause noch einmal weiter bis ca 12:30 Uhr. Nachmittags plante ich die Inhalte, die ich am nächsten Tag schreiben wollte, so dass ich morgens direkt loslegen konnte. Abends tat ich etwas komplett anderes, um den Kopf frei zu bekommen und mich zu entspannen.
Zu meiner teilweisen Rehabilitation muss ich aber beifügen, dass bei mir die Prototypen von Web-Applikationen erst nach 22 Uhr zu leben erweckt werden ... Ob diese Regeln ebenso für Coder gelten?
Labels: Arbeitsleben, Studium
Freitag, Mai 04, 2007
Woran die Uni krankt
Im hiesigen System herrscht demgegenüber [England und USA] ein ineffizientes Mass an Unsicherheit auf dem Weg zur Vollprofessur. Ich nenne nur zwei Folgen, um dies zu veranschaulichen: Erstens gehen viele exzellente und zur Wissenschaft begabte Köpfe das Risiko erst gar nicht ein, weil es einfach lebensnäher ist, mit Mitte zwanzig oder Anfang dreissig einen gutbezahlten Job ausserhalb der Universität anzunehmen als einen schlechtbezahlten mit vager Aussicht auf eine Professur irgendwann zwischen fünfunddreissig und Ende vierzig. [...]
Nun sind die meisten Mittelbau-Angestellten der Universität Zürich - und auch anderswo - zu fünfzig Prozent angestellt. Natürlich sind sie wissenschaftlich nur dann konkurrenzfähig, wenn sie dennoch hundert Prozent oder mehr arbeiten. Nur dann können sie ihre Dissertationen oder Habilitationen in angemessener Zeit abschliessen. Schon das ist ein Missstand, sogar im Vergleich mit ähnlichen Systemen in Europa, denen gegenüber der schweizerische akademische Nachwuchs im Nachteil ist. [...]
[...] Innovationen in der Wissenschaft sind nicht ohne Kreativität zu haben. Kreativität aber allein als Ergebnis von Wettbewerbsdruck zu betrachten und sie gleichsam mechanisch nur aus dessen Verschärfung erzeugen zu wollen, ist ein Irrweg.
Quelle: NZZ, Nr. 99, 30.04.2007, "Hat die Universität als Ort guter Forschung und Lehre eine Zukunft?", S. 25
Nachtrag: Der ganze Artikel als PDF
Sonntag, März 11, 2007
Wir Historiker
"Kleiner Bund": Frau Messmer, warum sind Sie Historikerin geworden?
Beatrix Mesmer: Weil es ein sehr vielseitiger Beruf ist. Man kann Lehrer werden, Journalist, Archivar. [...]
Als Geschichtsstudent wird man mindestens einmal wöchtentlich gefragt, was man nach Abschluss des Studiums eigentlich arbeiten möchte. Hiermit sei die Frage ansatzweise beantwortet.
Natürlich gibt es noch viele andere Berufe, die mit Historikern besetzt werden. Ich mag mich an eine Informations-Veranstaltung erinnern, die genau dieses Thema behandelte. Als Gäste waren neben einem Journalisten auch ein Gemeindeschreiber, eine Beraterin (!) und eine Leiterin für Stadtführungen.
[...] Eine echte Feministin sieht überall in der Geschichte Diskriminierung. Ich dagegen sehe Strategien, und ich sehe Frauen, die mit dieser Diskriminierung umzugehen wussten. [...]
Das Antirassismusgesetz bestraft die Leugnung von Völkermorden - auch die Leugnung durch Historiker.
Auch da ist mir unbehaglich. Und das sage ich, obwohl Leute aus meiner Familie in den Konzentrationslagern gestorben sind. Man muss wirklich aufpassen mit der offiziellen Festschreibung von historischem Wissen.
Quelle: Der Kleine Bund, Nr. 58, 10. März 2007, "Da ist mir unbehaglich", S. 2f.

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