Dienstag, August 12, 2008

Heutige UBS-Medienmitteilung ordentlich seziert

Das Kapital von der Financial Times stellt die richtigen Fragen:

Zudem werden die leistungsabhängigen Boni in Zukunft von der Leistung abhängen - jener Division, in der man arbeitet. Überwacht werden soll das Ganze dann noch von einem Aufsichtsrat, dessen Mitglieder sich mit dem Sujet des Geldes und der Finanzmärkte auch auskennen.

Ja, wie lief es denn vorher?

Quelle: FTD.de - Das Kapital: UBS entdeckt das Selbstverständliche - Marktberichte Aktien

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Samstag, Juli 05, 2008

Von der UBS entlassen

Gestern traf ich zufälligerweise einen flüchtigen Bekannten, den ich noch schwach von einer Home-Party im Frühjahr 2008 her kannte.

Damals quittierte er meine spitzen Bemerkungen über die UBS eher mit einem beschämten Blick und einem unsicheren Lächeln. Im Vergleich zur Reaktion von gestern Abend sollte sich das noch als äusserst positiver Gesichtsausdruck herausstellen.

Sein befristeter Vertrag jedenfalls war in der Zwischenzeit nicht verlängert worden. Mittlerweile ist der BWLer in einem Industriebetrieb beschäftigt - aus meiner Sicht eine weise Wahl, denn dort wird nicht mit viel (?) Hirnleistung und Excel aus "Scheisse Gold" gemacht, sondern Produkte, die man anfassen kann.

Er hatte also die Finanzkrise mit einigen Schrammen überlebt - nicht so aber zwei ehemalige Arbeitskollegen bei der UBS. Der eine um die 40 Jahre jung, der andere 58 - beide kürzlich entlassen. Nicht gerade die feine Art. Doch so ist es nun halt mal in der Finanzwelt: Die "Top-Shots", die Mist produziert haben, muss man auch in schlechten Zeiten mit hohen Boni bei Stange halten. Dem Fussvolk wiederum fehlt diese Aura des Unentbehrlich-sein und steht nun halt wohl oder übel auf der Strasse.

Andererseits: Diese Leute haben jahrelang für die UBS gearbeitet und die im schweizerischen Schnitt sehr hohen Löhne der Branche genossen ... (Schmerzensgeld für das Erscheinen in den Lederschüeli, dem Anzug und der Kravatte?)

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Freitag, Juli 04, 2008

Für was werden Analysten eigentlich bezahlt?

Andererseits: Wer heute die Berichterstattung über das UBS-Quartalsergebnis mitverfolgt hatte, musste sich die Augen reiben: Steuergutschrift?! Wo zum Teufel haben die Meister der kreativen Buchführung diesen Joker wohl wieder ausgegraben?

Es scheint, als hätten die Analytiker durchs Band die Steuergutschrift, die die UBS mit den weltweiten Steuerbehörden ausgehandelt hat, im Vorfeld nicht auf dem Radar gehabt und dementsprechend nicht in ihre Berechnungen miteinbezogen. Steuergutschriften sind allerdings nur einmalige Angelegenheiten. Wenn die UBS den Turnaround schaffen will, muss sie die Verluste der Investment Bank nachhaltig eindämmen

Quelle: Kaum Pulver im Feuerwerk der UBS-Aktie (Nachrichten, NZZ Online)

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Freitag, Juni 06, 2008

Wie die Grossen und Mächtigen mit der kleinen Schweiz umgehen

Aber he, wenn wir die Personenfreizügigkeit nicht auf Rumänen und Bulgaren ausdehnen, wird kaum so etwas passieren: Die EU weiss einfach noch nicht, dass sie uns mehr braucht als wir sie! (Unseren Grössenwahn könnte man auch so betiteln: "Mit Trompeten und Fanfaren schnurstracks in den Untergang!")

Den Amis ist es auf jeden Fall scheissegal, dass wir etwas namens Bankgeheimnis ... äh, sorry ... das Bankkundengeheimnis kennen. Die Yankees wollen einfach, dass auch die Reichen im Lande brav Geld an die IRS überweisen:

Doch, so ein UBS-Kadermann, der namentlich nicht genannt werden will, herrsche von Seiten der USA eine andere Auffassung des Rechtsverständnisses vor. Die Sicht des Schweizer Rechts sei weder bekannt noch von Interesse.

Quelle: «Wir haben Mist gebaut» (Nachrichten, NZZ Online)

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Sonntag, Juni 01, 2008

UBS "verkauft" ihre Subprime-Beteiligungen

Schlussendlich nichts anderes als ein Taschenspielertrick. Mir würden die 11.25 Milliarden grosse Sorgen machen ...

UBS may be providing $11.25bn of the $15bn BlackRock is paying for the sub-prime assets, but it does mean the Swiss bank is insured against the first $3.75bn of deterioration in the portfolio.

Quelle: Banks' credit crisis solutions have echoes of 1929 Depression - Telegraph

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Samstag, Mai 17, 2008

Investment-Banker am Werk


Investment-Banker am Werk
Originally uploaded by emeidi

Bei der UBS müssen mal wieder Zahlen geschönigt werden ...

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Donnerstag, Mai 08, 2008

Nach dem Subprime-Debakel nun auch noch dieser Tinu Liechti

A top banker at UBS has been "briefly detained" by the US authorities investigating whether the Swiss bank helped its American customers evade tax. [...] It refused to name the banker but the Financial Times identified him as Martin Liechti, head of UBS's wealth management operations in North and South America.

Quelle: Top UBS banker detained in US

Für ein paar Rappen Bonus würden diese UBS-Banker wohl auch noch ihre Schwiegermütter Panini-Bildchen Goldfischchen im Aquarium verkaufen ...

Wie sagt man so schön: "Ist der Ruf erst ruiniert, lebt sich's völlig ungeniert."

Nachtrag

Wie immer ganz interessant die Kommentare dazu auf reddit:

A Swiss bank helped Americans evade taxes... isn't this what Swiss banks are FOR?

Quelle: A top banker at UBS has been "briefly detained" by the US authorities investigating whether the Swiss bank helped its American customers evade tax.

Selbstverständlich fällt die Diskussion rasch auf das Heimatland des Steuerflüchtlings zurück - erst die dortige Situation zwingt den quasi in Notwehr handelnden Steuerhinterzieher dazu, sein geliebtes Geld aus dem Land zu schaffen:

I am interested to see redditor's opinions on tax evasion. On one hand the evasion of the wealthy to pay taxes puts the burden on those who can't afford swiss banks, yet on the other hand it could be almost patriotic at this point to be denying the government your taxes.

Wobei ich mich dieser Meinung - bezüglich der USA - für einmal anschliessen kann (schliesslich sind wir ja in der USA-Bash-Week) ...

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Dienstag, April 15, 2008

kann vom büro nicht auf partyguide


kann vom büro nicht auf partyguide
Originally uploaded by emeidi

Liebe lernende UBS-Kauffrau, lieber lernender UBS-Kaufmann: Es gibt halt einfach Web-Sites, die du auf der Arbeit nicht ansurfen sollst! Vor allem, wenn deine Bank derart in den Miesen steckt ...

Vergesst nicht: Hätte es zu Marcel Ospels Stifti-Zeiten das Internet und Party-Portale gegeben, hätte er es garantiert nur zum Back-Office-Mitarbeiter dritten Ranges geschafft. Euer aller Idol wäre nicht dort, wo es heute ist - steinreich, arbeitslos, wohnhaft in einer angemessenen Villa in einem typisch schweizerischen Steuerparadies.

Erläuterung

Ich habe mir einen Spass daraus gemacht, Zugriffe von Proxy-Servern schweizerischer Unternehmen auf mein Blog speziell hervorzuheben (natürlich nur zum internen Gebrauch).

Unter anderem fand ich heute obigen Eintrag in meinem proprietären Analyse-Tool vor. Der Besucher hinter dem UBS-Proxy wurde mit einer Google-Suche "kann vom büro nicht auf partyguide" (gekennzeichnet mit "[G]" im Referer) auf mein Blog aufmerksam ...

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