Donnerstag, September 17, 2009
Die Mär vom Nutzen der Boni
Geniales Video - selbst wer diese 20 Minuten nicht hat, sollte die Präsentation von Dan Pink trotzdem schauen. Ultrakurzzusammenfassung:
- Das Gerücht, dass Menschen in Wissensgesellschaften produktiver sind, wenn sie für ausserordentliche Arbeiten finanziell belohnt werden, ist falsch. Die Wissenschaft kann seit 40 Jahren nicht nachweisen, dass Boni und dergleichen zu besseren Leistungen führen. Wieso die Superhirnis in der UBS ihrem Ospel 18 Millionen Boni gezahlt haben, wird - neben dem mittlerweile offensichtlich gewordenen Missmanagement - hier noch doppelt fragwürdiger.
- Das wichtigste Gut für Wissensarbeiter ist Autonomie. Keine Sitzungen, keine engen Zeitpläne - dafür das Selbstbestimmungsrecht, wo, wann und wie man etwas tun will. Nur, indem man Arbeiter von äusseren Zwängen befreit, kann sich deren Hirn entfalten (kommen wir hier schon ins Anarchistische hinein?!)
- Aus meiner Sicht spricht dieses Video auch sehr stark für die Einführung eines Grundeinkommens. Gerade ein solches Grundeinkommen würde diese offensichtlich so nutzbringende Autonomie innerhalb der ganzen Gesellschaft etablieren lassen. Die grösste Gefahr wäre das Müssiggängertum - doch als Optimist, wie ich in solchen Dingen bin, sähe ich eine kreative Explosion.
Und ja, natürlich kenne ich Atlassian - wusste aber nichts von deren Fedex Day mit dem Motto "You have to deliver in one day!"
Labels: Arbeitsleben, Banken, Boni, Finanzen, Gesellschaft, IT, Soziologie, UBS, Wissenschaft
Donnerstag, August 20, 2009
Top, die UBS-Wette gilt
Was für den Bund beim Verkauf tatsächlich herausschaut, ist noch unklar. Derzeit würden die Offerten entgegengenommen, sagte Peter Siegenthaler, Direktor der Eidgenössischen Finanzverwaltung, am späten Mittwochabend auf Anfrage. Im Laufe des Donnerstag soll dieser Prozess abgeschlossen sein. Dann werde auch klar sein, welchen Preis der Bund für das Paket gelöst habe, sagte Siegenthaler.
Quelle: Der Bund steigt bei der UBS aus - News Wirtschaft: Unternehmen - bernerzeitung.ch
Am 20. Juni 2009 habe ich im Hübeli mit Pesche B. gewettet, dass das mitmischeln des Bundes bei der UBS in einem Verlust für die Eidgenossenschaft enden wird. Nun, wie es ausschaut, werde ich wohl einen Teil der Wette verlieren - denn die Pflichtwandelanleihe soll nun eingelöst werden. Kein schlechter Zeitpunkt, würde ich meinen. Denn nach 1929 kam ja bekanntlich 1932.
Aber vergessen wir die dutzenden Milliarden an "Toxic Papers" nicht, die die UBS zusammen mit der SNB noch in unbeschrifteten Mülleimern im Hinterhof hält ...
A propos UBS-Wetten: Wo bleiben jetzt eigentlich Benkös UBS-Spaghetti???
Labels: Banken, Blogosphäre, Politik, Schweiz, UBS
Dienstag, April 21, 2009
Sozialdetektive im Schatten der Bankenrettungen
In einem halben Jahr wurden in der Schweiz 80 Betrüger entlarvt und damit 24 Millionen Franken Renten gespart. Pro Jahr könnten so rund 50 Millionen gespart werden.
Quelle: So werden IV-Betrüger entlarvt - Schweiz: Standard - tagesanzeiger.ch
Wie bereits früher erwähnt: Diese Sozialdetektive sind gut und recht, aber was bringen uns jährlich 50 Millionen Franken, wenn wir plötzlich wieder eine unserer Grossbanken mit einem "Zustupf" von 6 Milliarden retten müssen? 120 Jahre Sozialdetektive, und wir haben das Loch durch die UBS-Hilfsaktion gestopft
(Ein platter Vergleich, ich weiss. Dennoch: Sowohl das in die UBS investierte Geld arbeitet, wie auch dasjenige, das unberechtigterweise an Sozialhilfebetrüger gelangt - denn diese sparen die Batzeli garantiert nicht, sondern geben diese aus.)
Labels: Finanzkrise, Schweiz, Sozialhilfe, UBS
Mittwoch, März 18, 2009
OECD-Liste beste Werbung für die Schweiz?
Es scheint jedenfalls alles so weiterzugehen wie gewohnt ... Ein Tagi-Journalist begibt sich Undercover auf die Suche nach einem Hort für 2.5 Millionen unversteuerte Euro seines "Vaters". Und berichtet anschliessend über die hilfsbereiten Bänkeler unseres Landes:
Ein Deutscher in der Bahnhofstrasse. Er sucht Sicherheit für drei Millionen Schwarzgeld. Wer nimmt es? Die UBS? Die CS? Oder gar die Deutsche Bank?
Quelle: Der Schwarzgeld-Test: Welche Bank will es? - News Wirtschaft: Unternehmen - tagesanzeiger.ch
Genau solcher Scheiss ist es, der uns in die ganze Sache mit OECD-Oasen reingeritten hat. Die Signalwirkung an hunderttausende ehrliche und geflissentliche Chrampfer in unserem Land ist fatal: Ihr seid die Dummen - weil ihr euren Lohn brav versteuern müsst und mit den Steuergeldern dann auch noch diese willigen Helfer von der Bahnhofstrasse rausboxen müsst, wenn sie mal wieder den Mund nicht vollkriegen konnten ...
Jedenfalls mache ich mir bald auch Visitenkarten ohne Logo:
[...] grinste der UBS-Berater. Dann gab er mir zwei Visitenkarten, eine mit, eine ohne verdächtiges UBS-Logo. Und sagte: «Sie wissen ja, warum ich Ihnen zwei gebe?»
Dienstag, Januar 27, 2009
Eugen Haltiner, Gutmensch
(Für einmal verwende ich rechtsaussen Vokabular, das mir von Leuten wie Smythe näher gebracht wurde)
«Man muss sich bewusst sein, dass die Mitarbeitenden für eine Unternehmung, insbesondere für eine Bank, eigentlich das kostbarste Gut sind. Die Mitarbeitenden, die zum Teil ausgezeichnet gearbeitet haben, in Geschäftsbereichen, die hochprofitabel sind, erwarten eine gewisse Entschädigung für diese Leistung», begründete Haltiner die Boni-Politik der UBS.
Quelle: Eugen Haltiner: «Wir hatten harte Verhandlungen mit der UBS» - Schweiz: Standard - bernerzeitung.ch
Herr Haltiner, sagen sie das bitte doch auch all den in den letzten Monaten Entlassenen in der schweizerischen Industrie ...
Labels: Banken, Finanzkrise, Politik, UBS
Dienstag, Januar 27, 2009
UBS-Bänkeler sollen den Arbeitsmarkt ruhig spüren
jedem portugiesischen bauarbeiter wird gesagt, wie viele andere nur auf seine stelle warten, wenn er mal zu spät auf dem gerüst erscheint, aber die bänker können mit ihrem abgang drohen und der staatsaufsichtler bekräftigt sie auch noch darin. und er hat so recht. wo könnten sie nicht überall hingehen! zu lehmann brothers oder city group oder goldmann sachs oder hyporestate real.
im schlimmsten fall wandern alle enttäuschten banker mit einem male nach island aus.
Quelle: geschichten vom herrn ü.: richtig schön pervers
Ich empfinde die Auszahlung von 2 Milliarden Boni an die fähigsten Bänkeler unseres Landestm als eine verdammte Frechheit dem Steuerzahler gegenüber.
Dieser Eklat zeigt gleichzeitig aber auch, wie sich die Herren und Damen unserer Regierung und der Nationalbank von den Protektionisten in der UBS Chef-Etage haben gängeln lassen. 6 Milliarden in das Unternehmen pumpen, damit ein Drittel gleich wieder als "Belohnung" (für welche Leistung, himmelheiland?!) an die Pfeifen ausbezahlt wird? Jeder UBSler darf sich nun rühmen, Sozialhilfe-Empfänger zu sein. Arme Schlucker das!
Wie geht es an, dass eine Bank durch hirnlose Investments Milliarden in den Sand setzt, dafür aber anscheinend überhaupt niemand belangt werden kann? Unser Rechtssystem scheint mir arge Mängel aufzuweisen. Auch, weil es anscheinend nicht möglich ist, in einem solchen Fall die geltenden Arbeitsverträge anzupassen.
Ich bin immer noch der Meinung, dass man die Bude hätte Konkurs anmelden lassen. Die gesunden, profitablen Bereiche und deren Mitarbeiter wären im Nu bei anderen Banken untergekommen. Freie Marktwirtschaft: Wer versagt, geht unter. Und so hätten wir uns dieser leidigen Boni-Pflichtzahlung (da vertraglich zugesichert) auch gleich enthalten können - bei einem Konkurs wären solche Forderungen wertlos. Aber halt - wahrscheinlich tickt das Universum der Bänkeler auch in einem solchen Fall anders. Boni auf Lebzeiten garantiert? Bei Banken durchaus im Bereich des Möglichen ...
Nachtrag: Einer, der es wissen muss, über die Boni-Geschichte: Headhunter zu UBS-Boni: «Es grenzt an Unverschämtheit»
Labels: Arbeitsleben, Banken, Finanzkrise, Schweiz, UBS
Dienstag, Januar 13, 2009
UBS: Ein Schritt vor ...
... zwei zurück:
Ein Banker der UBS-Filiale in Grenchen soll Gelder in Millionenhöhe veruntreut haben.
Quelle: Betrugsverdacht – UBS-Mitarbeiter in Haft - News Wirtschaft: Unternehmen - bernerzeitung.ch
In anderen Nachrichten: Die Aktie fällt wieder mal auf 15 Franken. Immer noch fehlen 5 Stutz (in Richtung Schwerkraft), bis es das Spaghetti-Essen bei Benkö gibt.
Unter uns: In der Sommersonne 2009 machen Spaghetata sowieso deutlich mehr Spass ... Wer bringt eigentlich den Chianti?
Labels: Banken, Betrug, Finanzen, UBS, Wirtschaft
Montag, Dezember 08, 2008
6 Milliarden mit drei läppischen Gesetzes-Artikelchen
Aktualisierung: Zählt man die Artikel der entsprechenden (Not)Verordnung hinzu, so ergibt das bereits unglaubliche 8 Artikelchen.
Wie sich Schweizer Privatunternehmen mit einer guten Vernetzung in die politische Elite mit einem Gesetz von nur gerade 3 Artikelchen einen "Notkredit" von 6 Milliarden zusprechen lassen können:
Bundesbeschluss über einen Kredit für die Rekapitalisierung der UBS AG
Irgendwas ist faul in unserem Staat.
Labels: Finanzkrise, Politik, Schweiz, UBS
Sonntag, November 09, 2008
AHV-Wertschriften an UBS ausgeliehen
Bin ich der einzige, dem diese Finanzkonstruktion Sorge macht?
Beim Lesen der Berichte des AHV-Fonds fährt einem ein zweiter Schreck in die Glieder, der aber gemildert wird. Wertschriften für 10 Mrd. Fr. des Fonds wurden der UBS ausgeliehen, dies noch bis Ende August 2008. Ende September waren es noch 6 Mrd. Fr. Offenbar wurden diese Wertschriften zwar von der UBS auch weitergeliehen, jedoch haftet die Grossbank dafür und hat zu diesem Zweck ein Depot von Obligationen zugunsten des AHV-Fonds hinterlegt.
Quelle: In zwölf Monaten fünf Milliarden weg (Wirtschaft, Aktuell, NZZ Online)
Labels: AHV, Finanzkrise, Sozialversicherungen, UBS
Sonntag, November 02, 2008
Streicheleinheiten für die UBS
Der Kantonalbankenverband und die schweizerische Bankiervereinigung haben nun vereinbart, im Interesse des Finanzplatzes die Lage der UBS nicht mehr aktiv auszunutzen. Der Sprecher der Bankiervereinigung, Thomas Sutter, sagt: «Wir sind im Verwaltungsrat zum Schluss gekommen, dass in der gegenwärtigen Situation solche Erfolgsmeldungen nicht mehr zu kommunizieren sind.» Insbesondere sollen aggressive Werbekampagnen nicht mehr geschaltet werden.
Sind die jetzt vollends übergeschnappt?! Die SP hat die letzten Parlaments-Wahlen verloren, doch anscheinend braucht es im 2008 gar keine Linken mehr, um die Marktwirtschaft endgültig zu begraben. Meine Güte, wie "human" doch diese Banken gegenüber einander sind. Mir kommen die Glückstränen ... und ich krieg ein so richtig wohlig warmes Gefühl ums Herz.
Labels: Banken, Finanzkrise, Schweiz, UBS
Samstag, November 01, 2008
SNB-Direktor Roth geht von einer fragwürdigen Annahme aus
Oder ist es nicht sinnvoller, eine Konsolidierung der Lage anzustreben, die zwar viele Mittel bindet, aber immer noch kostengünstiger ist als eine Rettungsaktion?
Quelle: «Aber die Realität der Märkte ist anders» (Wirtschaft, Aktuell, NZZ Online)
Lieber Schämpu Roth - was wäre wenn man einfach mal gar nichts getan hätte? Wieso muss die UBS zwingend "konsolidiert" oder "gerettet" werden? Lieber ein Ende mit Schrecken als Schrecken ohne Ende! Unserem Land wäre es kurzfristig schlecht gegangen - auf lange Frist wären wir garantiert gestärkt aus der Krise herausgekommen.
Labels: Finanzen, Finanzkrise, Schweiz, UBS
Montag, Oktober 27, 2008
23 Uhr Zürich-Bern: Besoffene Banker
Ganz was anderes... ich habe noch nie soviele besoffene Bänker auf dem 23 Uhr Zug nach Bern erlebt wie in diesen Wochen...
Quelle: think eMeidi: Was die Amis schon alles verbockt haben
Geht dem mal jemand nach? Wäre doch die Story für einen ambitionierten investigativen Schweizer Journalisten da draussen ...
(Abgesehen davon: Wieso arbeiten die selbst im grössten Schlamassel noch bis so spät in die Nacht hinein? Als Quasi-Beamte sollten doch zumindest bei der UBS um 16.54 Uhr alle Telefone tot sein ...)
Labels: Arbeitsleben, Banken, Schweiz, UBS
Sonntag, Oktober 26, 2008
Wuffli-FDP oder Schneider-Amman-FDP?
Für mich wäre ganz klar Letztere die bessere politische Partnerin:
Schneider-Ammann fordert im «SonntagsBlick», der Bund müsse zur Bonus-Rückforderung Notrecht anwenden, wie er es bei den Stützungsgeldern von 66 Milliarden Franken für die UBS getan habe: «Wenn man die Riesensumme für das Rettungspaket in kurzer Zeit beschliessen konnte, dann kann man auch mit der gleichen Kraft die Boni-Geschichte auf einen neuen, besseren Weg bringen.»
Quelle: «UBS-Boni mit Notrecht zurückholen» - News Wirtschaft: Unternehmen & Konjunktur - bernerzeitung.ch
Bravo, Herr Schneider-Ammann! Wäre ich nicht der SP verpflichtet, hätten Sie garantiert meine Stimme.
Aber selbstverständlich ist unser Bundesrat und die Nationalbank viel zu sehr mit den Interessen der Finanzwirtschaft verbandelt. Würden wir auch bei dieser Boni-Geschichte mit Notrecht handeln, wäre Schaden für den Bankensektor klar. Doch die Schweiz müsste in einer solchen Krisensituation alles unternehmen, um in Zukunft nicht mehr auf einen gesunden Bankensektor angewiesen zu sein. Wenn wir mit dem bisherigen Modus operandi weiterfahren, haben wir a) nichts aus der Krise gelernt und b) erhalten ein nicht lebensfähiges System im künstlichen Koma.
Freitag, Oktober 24, 2008
Traumjob UBS-Pilot
Jeder Schweizer hat die Swissair geliebt. Jungen wollten sein wie die Flugkapitäne der Swissair. Sie wollten nie sein wie die Banker der UBS.
Labels: Airlines, Banken, Flug, Flughafen, Funny, Schweiz, Swissair, UBS, Wirtschaft
Donnerstag, Oktober 23, 2008
Unterschriften gegen die UBS
Die SP und die Jungsozialisten haben eine Online-Petition zum Rettungspaket des Bundes lanciert. Die UBS soll eine höhere Gegenleistung erbringen.
Quelle: Web-Petition zu UBS-Staatskrücke - Schweiz - bernerzeitung.ch
Jaja, so sind wir Schweizer halt: Anstelle UBS-Filialen zu stürmen und Ospels Haus niederzubrennen (oder zu - Achtung, Wortspielerei - berappen), sammeln wir Unterschriften. Schon die friedfertigen Eidgenossen haben so ihrem Frust freien Lauf gelassen:
UBS: Kein Geld ohne Gegenleistung
Dienstag, Oktober 21, 2008
Für eine vernünftige Lohnpolitik
Ich postuliere seit Jahren, dass die tiefsten und die höchsten Löhne nicht allzu weit auseinanderklaffen dürfen. Das Bandbreitenmodell einer maximalen Lohnspanne ist gar nicht so schlecht. Es hätte den Vorteil, dass man die unteren Einkommen anheben müsste, um die oberen steigen zu lassen.
Montag, Oktober 20, 2008
Jetzt schaltet sich auch noch dieser Vasella ein ...
Der hat in der Diskussion gerade noch gefehlt:
Der bestverdienende Schweizer Manager der letzten Jahre, Novartis-Chef Daniel Vasella, findet die Diskussion um Managerentlöhnung sei purer Populismus, unverständlich und erschreckend.
Quelle: 20minuten.ch - «Bonus-Diskussion ist purer Populismus» - News
Wie ein Kommentator auf 20min so treffend sagt:
"Wäre ich Daniel Vasella, würde ich das auch denken!"
Mein lieber Herr Vasella, die Französische Revolution war auch "purer Populismus, unverständlich und erschreckend". Jedenfalls war Louis XVI. und seine Adelsgarde genau derselben Meinung wie sie.
Zurück zur UBS: Wahrscheinlich hat man den Bänkelern dort einfach zu wenig Bonus gezahlt:
"Wenn die UBS die Besten will, müsse sie solche Boni und Saläre bezahlen - sagt der CEO. Wieso geht es der Bank nun so schlecht, wenn sie angeblich die Besten hatte?"
Ist ja logisch - mit der B- oder C-Garde an Managern verlocht man halt 60 Milliarden Franken. Mit Boni in der Höhe von 50 Millionen pro Person wäre das nicht passiert!
Montag, Oktober 20, 2008
Scheitern gehört auch zur freien Marktwirtschaft!
Hast dir mal überlegt wie viele Personen die UBS in der Schweiz beschäftigt?
Quelle: Kommentar zu Danke SP!
Ja und? Wenn tatsächlich ein Markt für eine zweite Grossbank existiert, werden viele dieser Leute wieder einen Arbeitgeber finden.
Ich möchte aber gleichzeitig anmerken, dass nicht nur die Quantität, sondern auch die Qualität der UBS-Banker zu denken geben sollte. Ich weiss nicht, ob andere Banken an "fähigen" Personen interessiert sind, die in so kurzer Zeit eine derartige Wertvernichtung hingekriegt haben ...
Deshalb lieber ein staatliches Beschäftigungsprogramm einberufen? Ohne mich!
Desweiteren wird ein Untergang der UBS nicht nur den Finanzplatz Schweiz nachhaltig schwächen, wenn nicht komplett auflösen. Vom volkswirtschaftlichen Schaden ganz zu schweigen!
Das sind alles nur Vermutungen. Wer an die freie Marktwirtschaft glaubt, muss auch Scheitern zulassen.
Wie bereits oben erwähnt: Wenn die UBS einen profitablen Markt bewirtschaftet hat, wird sich rasch ein neues Finanzinstitut finden, das die Aufgaben der UBS liebend gern übernehmen wird. Nach einem Bankrott würde die UBS filetiert und die guten Teile und Assets des Unternehmens in äusserst rascher Zeit unter der Konkurrenz aufgeteilt.
PS: Die Diskussionen ähneln verblüffend denjenigen nach dem Swissair-Grounding. Lasst doch endlich einmal Unternehmen kaputt gehen und anschliessend den Markt spielen! Auch das Vakuum, das Swissair hinterlassen hätte, wäre äusserst rasch von der Konkurrenz gefüllt worden.
Einziger Wermutstropfen: Wir hätten "unsere" Airline verloren. Damit hätte ich durchaus leben können.
Labels: Banken, Finanzkrise, Schweiz, UBS
Sonntag, Oktober 19, 2008
Adieu, Direkte Demokratie
Schlussendlich war ein Beitritt zur EU gar nicht nötig, um unsere geliebte Direkte Demokratie zu begraben:
Der Bund hilft der UBS mit 68 Milliarden und stützt sich auf Verfassungsartikel, die eigentlich für den Kriegsfall gedacht sind. Indem er eine Verordung erliess, verhinderte der Budnesrat, dass das Parlament oder gar das Volk über das Rettungspaket mitbestimmen können. Der St. Galler Staatsrechtler Rainer J. Schweizer findet: "Der richtige Weg wäre ein dringliches Bundesgesetz gewesen wie bei früheren Wirtschaftskrisen." Anders als bei der "Verordnung über die Rekapitalisierung der UBS AG" könnte gegen ein dringliches Bundesgesetz nach einem Jahr das Referendum ergriffen werden.
Quelle: SonntagsZeitung, "Rechtsprofessor kritisiert Weg über Notrecht", 19. Oktober 2008, S. 3.
Freitag, Oktober 17, 2008
Die neuen Sozialhilfebezüger
"Ein UBS-Banker ist wie ein Sozialhilfebezüger: beide fahren teure BMWs auf Kosten der Steuerzahler."
Quelle: «Dieses Paket ist der reine Wahnsinn» (Wirtschaft, Aktuell, NZZ Online)
Labels: Banken, Finanzen, Finanzkrise, Politik, Schweiz, Staat, UBS
Freitag, Oktober 17, 2008
Das Volk ist nun stolzer Besitzer ...
... von folgenden "Produkten" (neudeutsch: Ramsch), die uns die UBS in einem Anfall von Freundlichkeit vermacht hat:
- 5.2 Mia. USD Hypotheken 3. Klasse
- 2.3 Mia. USD Hypotheken 2. Klasse
- 2.3 Mia. USD Hypotheken 1. Klasse
- 7.2 Mia. USD auf Hypotheken beruhende Zinspapiere
- 8.4 Mia. USD Studentendarlehen
Quelle: Der Bund, "Bund und Nationalbank stützen die UBS", 17. Oktober 2008, S. 2.
Angesichts dieser Summen muss man sich doch fragen, wie ein Land wie die USA, das kurz vor dem Bankrott steht, jemals wieder erstarken kann, damit wir von (jetzt leider) "unserem" Geld jemals etwas wieder zu sehen bekommen?
Was für elende Optimisten mit rosaroter Brille haben wir in den obersten Gremien unseres Landes? Es scheint niemanden in den Sinn zu kommen, dass es nach dieser Krise vielleicht plötzlich nicht mehr im gewohnten Tempo wieder aufwärts geht! Die grauen Herren haben sich - unter dem Druck des Auslands - überhastet in den Kauf gestürzt. Gezählt haben ausschliesslichdie Erfahrungen und das Vorgehen des 20. Jahrhunderts, ohne nur einmal darüber nachzudenken, dass in diesem Jahrhundert einige Lehrbücher neu geschrieben werden müssen. Das wird sich bald als grosser Fehler herausstellen - bezahlen wird es meine Generation. Wann produziert Herr Ospel endlich Nachwuchs, damit sein Spross dereinst auch tatkräftig mithelfen darf, den Karren aus dem Dreck zu ziehen?
Häuser
Die Schweiz besitzt nun anscheinend hunderttausende, teils von illegalen Immigranten gebaute Papphäuser in Suburbia. Die Dinger werden niemals mehr einen Wert haben, weil sich der Durchschnittsami diese trotz drei Jobs nicht mehr abzahlen kann. Geht man weiter davon aus, dass der Erdölpreis nach einer kurzen Erholung wieder zu steigen beginnt, ist die Expansion nach Suburbia definitiv abgeblasen: Zwei Stunden Autofahrt von zu Hause an den Job werden in Zukunft als ein teures Missgeschick des 20. Jahrhunderts gelten, das sich bei den künftigen Ölpreisen niemand mehr leisten kann.
Mein Vorschlag: Sofortiger Abriss der Häuser und Export allen brauchbaren Materials in die Schweiz. So haben wir wenigstens etwas Brennholz für die kalten europäischen Winter ...
Studenten dieser Welt ...
Ganz besonders schmerzen mich die sagenhaften 8.4 Milliarden USD Studentendarlehen. Hierzulande sah sich in den letzten Jahren anscheinend kein Kanton in der Verfassung, anständig Stipendien zu verteilen. Anstelle die hiesige Studentenschaft (und damit schliesse ich explizit alle Personen ein, die irgendeine Art öffentlich anerkannter Ausbildung absolvieren!) unterstützen wir nun die Nachfolgegeneration der Dumpfbacken drüben in den USA, die sich an überteuerten Unis der Ivy-League eingeschrieben haben. Im Grunde handelt es sich bei den 8.4 Milliarden um indirekte Darlehen an Harvard & Co., die wir da in den Büchern haben. Man stelle sich vor, was die Schweizerischen Bildungseinrichtungen mit einem solchen Segen hätten anstellen können.
Immerhin
Immerhin, so ist man als Amerika-Kritiker gequält lächelnd versucht zu haben, haben die Amis mit dem vielen, vielen Geld, das man ihnen in den letzten Jahren aus dem Ausland nachgeworfen hat, nichts mit echter, langanhaltender, nachhaltiger Wertschöpfung gebaut. Genau das macht unsere vermeintliche "Investition" zu einem Darlehen, das nie zurückbezahlt werden wird.
Freitag, Oktober 17, 2008
Guten Steuerzahlern darf geholfen werden
Dass jetzt plötzlich mit Steuergeldern Fehler der Banken ausgebügelt würden, das sei schon gewöhnungsbedürftig. Aber immerhin zahlten die Banken und ihr Personal ja auch Steuern, und das nicht zu knapp.
Quelle: «Was unterscheidet uns von einem Eierhändler?» (Zürich , NZZ Online)
Heute habe ich den ganzen Tag nur solche Scheiss-Argumente gehört ... Wenn dass das neue Kriterium für Bail-Outs ist, kann die Schweiz in Zukunft täglich Unternehmen und Private retten ...
Labels: Banken, Finanzkrise, Schweiz, Steuern, UBS
Donnerstag, Oktober 16, 2008
Der Sündenfall UBS
Rudolf Strahm:
Mich stört, dass die Nationalbank der UBS unter die Arme greift, indem sie deren Ramschpapiere aufkauft. Ein Teil dieser Papiere sind fast nichts mehr wert. Selbst wenn diese noch aufgewertet würden, ist die Verlustgefahr zu Lasten der Nationalbank gross. Schliesslich sprechen wir hier vom Volksvermögen, welches das Risiko trägt.
Quelle: «Wichtig ist, dass die Brandstifter belangt werden» - Schweiz - bernerzeitung.ch
Ganz meiner Meinung! Aus meiner Sicht hätte man die UBS sogar untergehen lassen sollen (so wie es die UBSler damals bei der Swissair gemacht haben). Dass nun der Staat nicht nur 6 Milliarden in das Unternehmen reinpumpt, sondern auch noch "UBS-Gold" kauft, das sich in Scheisse (zurück)verwandelt hat (Ramschhypotheken), ist ein Sündenfall sondergleichen. Meine und die nachfolgende Generation werden dafür bitter zahlen müssen.
Filz, wohin das Auge reicht
Strahm geht weiter auf den Banken-Filz ein, den wir auch in der Schweiz haben: Fünf der sieben Mitglieder der Bankenkommission sitzen in Verwaltungsräten von Banken, der Präsident der Kommission war früher UBS-Banker. Das erinnert stark an die USA, wo der Finanzminister Hank Paulson bis vor einigen Jahren CEO von Goldman Sachs war und dort Kraft seines Amtes lautstark nach Deregulierung gerufen hat.
Solche Privatwirtschaftler, die nun für die öffentliche Hand walten und schalten lassen bei mir enorme Kepsis entstehen. Aber eben: Die Schweiz hat anscheinend solche Banken und solche Steuermänner mehr als verdient.
Labels: Banken, Finanzen, Finanzkrise, Politik, Schweiz, UBS
Donnerstag, Oktober 16, 2008
Neeeeeeeeein!
Der Bundesrat beteiligt sich mit 6 Milliarden Franken an der UBS.
Quelle: Bund beteiligt sich an UBS - News Wirtschaft: Unternehmen & Konjunktur - bernerzeitung.ch
Langsam aber sicher sollte man dem Ospel die Hosen ausziehen gehen! Teeren und Federn sollte man den und aus seinem Steuerparadies jagen. Arschloch.
Samstag, Oktober 11, 2008
Wer die Zeche zahlt
Juchu, der Staat bürgt für unsere Einlagen bei den Banken. Aber bürgen damit nicht die Bürger für sich selbst?
Quelle: FTD.de - Das Kapital: Wenn jeder für jeden garantiert - Marktberichte Aktien
Noch Fragen?
Manchmal sollte man all das Palaver bei Seite lassen und den Fakten in die Augen schauen - so geschehen in der Financial Times mit genau diesem Artikel: Wenn die Bankgarantien erhöht werden, garantiere schlussendlich ich als Steuerzahler dafür (der Staat funktioniert nur, weil seine Einwohner - natürlicher und juristischer Natur - Steuern zahlen). Geht die UBS bankrott, erstatte ich das Vermögen der UBS-Kunden während der nächsten 20 (?) Jahre (unter anderem) mit meinen Steuergeldern zurück ...
Ich fände es besser, wenn immerhin vorher die Manager der Bank mit ihrem Privatvermögen belangt werden ...
Bilanzsumme Fed
Noch Fragen? Das kann nie im Leben gut gehen ...

Sonntag, Oktober 05, 2008
Wir Rosinenpicker und die EU: Teil 33
Die Schweiz hat in Frankfurt vorgefühlt, ob die Europäische Zentralbank (EZB) helfen würde, wenn es für eine Rettungsaktion aus eigener Kraft nicht reicht; die Rede ist von einem Geheimabkommen.
Quelle: Das Magazin » Die Schweiz nach dem Crash
Seit ich am Challenge Europe 2008 in Brüssel unter anderem auch die Meinung eines europäischen Unterhändlers gehört habe, befürchte ich, dass uns als Nicht-Mitglied eine solche Rettungsaktion sehr, sehr teuer zu stehen käme (und damit meine ich nicht nur finanzielle, sondern auch symbolische Aspekte).
Obwohl zu hoffen bleibt, dass die UBS von dem hier hypothetisch angesprochenen Schicksal verschont bleibt: Zu Gern würde ich SVP, AUNS und FDP der EZB applaudieren sehen, wenn sie uns zu Hilfe eilt ... (und die Spin-Doctors der Parteien uns diese Unterstützung als Sieg der Schweiz über die EU verkaufen sehen).
Dienstag, August 12, 2008
Heutige UBS-Medienmitteilung ordentlich seziert
Das Kapital von der Financial Times stellt die richtigen Fragen:
Zudem werden die leistungsabhängigen Boni in Zukunft von der Leistung abhängen - jener Division, in der man arbeitet. Überwacht werden soll das Ganze dann noch von einem Aufsichtsrat, dessen Mitglieder sich mit dem Sujet des Geldes und der Finanzmärkte auch auskennen.
Ja, wie lief es denn vorher?
Quelle: FTD.de - Das Kapital: UBS entdeckt das Selbstverständliche - Marktberichte Aktien
Samstag, Juli 05, 2008
Von der UBS entlassen
Gestern traf ich zufälligerweise einen flüchtigen Bekannten, den ich noch schwach von einer Home-Party im Frühjahr 2008 her kannte.
Damals quittierte er meine spitzen Bemerkungen über die UBS eher mit einem beschämten Blick und einem unsicheren Lächeln. Im Vergleich zur Reaktion von gestern Abend sollte sich das noch als äusserst positiver Gesichtsausdruck herausstellen.
Sein befristeter Vertrag jedenfalls war in der Zwischenzeit nicht verlängert worden. Mittlerweile ist der BWLer in einem Industriebetrieb beschäftigt - aus meiner Sicht eine weise Wahl, denn dort wird nicht mit viel (?) Hirnleistung und Excel aus "Scheisse Gold" gemacht, sondern Produkte, die man anfassen kann.
Er hatte also die Finanzkrise mit einigen Schrammen überlebt - nicht so aber zwei ehemalige Arbeitskollegen bei der UBS. Der eine um die 40 Jahre jung, der andere 58 - beide kürzlich entlassen. Nicht gerade die feine Art. Doch so ist es nun halt mal in der Finanzwelt: Die "Top-Shots", die Mist produziert haben, muss man auch in schlechten Zeiten mit hohen Boni bei Stange halten. Dem Fussvolk wiederum fehlt diese Aura des Unentbehrlich-sein und steht nun halt wohl oder übel auf der Strasse.
Andererseits: Diese Leute haben jahrelang für die UBS gearbeitet und die im schweizerischen Schnitt sehr hohen Löhne der Branche genossen ... (Schmerzensgeld für das Erscheinen in den Lederschüeli, dem Anzug und der Kravatte?)
Freitag, Juli 04, 2008
Für was werden Analysten eigentlich bezahlt?
Andererseits: Wer heute die Berichterstattung über das UBS-Quartalsergebnis mitverfolgt hatte, musste sich die Augen reiben: Steuergutschrift?! Wo zum Teufel haben die Meister der kreativen Buchführung diesen Joker wohl wieder ausgegraben?
Es scheint, als hätten die Analytiker durchs Band die Steuergutschrift, die die UBS mit den weltweiten Steuerbehörden ausgehandelt hat, im Vorfeld nicht auf dem Radar gehabt und dementsprechend nicht in ihre Berechnungen miteinbezogen. Steuergutschriften sind allerdings nur einmalige Angelegenheiten. Wenn die UBS den Turnaround schaffen will, muss sie die Verluste der Investment Bank nachhaltig eindämmen
Quelle: Kaum Pulver im Feuerwerk der UBS-Aktie (Nachrichten, NZZ Online)
Labels: Banken, Finanzen, Schweiz, UBS, Wirtschaft
Freitag, Juni 06, 2008
Wie die Grossen und Mächtigen mit der kleinen Schweiz umgehen
Aber he, wenn wir die Personenfreizügigkeit nicht auf Rumänen und Bulgaren ausdehnen, wird kaum so etwas passieren: Die EU weiss einfach noch nicht, dass sie uns mehr braucht als wir sie! (Unseren Grössenwahn könnte man auch so betiteln: "Mit Trompeten und Fanfaren schnurstracks in den Untergang!")
Den Amis ist es auf jeden Fall scheissegal, dass wir etwas namens Bankgeheimnis ... äh, sorry ... das Bankkundengeheimnis kennen. Die Yankees wollen einfach, dass auch die Reichen im Lande brav Geld an die IRS überweisen:
Doch, so ein UBS-Kadermann, der namentlich nicht genannt werden will, herrsche von Seiten der USA eine andere Auffassung des Rechtsverständnisses vor. Die Sicht des Schweizer Rechts sei weder bekannt noch von Interesse.
Quelle: «Wir haben Mist gebaut» (Nachrichten, NZZ Online)
Labels: Banken, Jura, Politik, Recht, Schweiz, UBS, USA, Wirtschaft
Sonntag, Juni 01, 2008
UBS "verkauft" ihre Subprime-Beteiligungen
Schlussendlich nichts anderes als ein Taschenspielertrick. Mir würden die 11.25 Milliarden grosse Sorgen machen ...
UBS may be providing $11.25bn of the $15bn BlackRock is paying for the sub-prime assets, but it does mean the Swiss bank is insured against the first $3.75bn of deterioration in the portfolio.
Quelle: Banks' credit crisis solutions have echoes of 1929 Depression - Telegraph
Labels: Banken, Finanzen, UBS, Wirtschaft
Samstag, Mai 17, 2008
Investment-Banker am Werk
Bei der UBS müssen mal wieder Zahlen geschönigt werden ...
Labels: Finanzen, Funny, UBS, Wirtschaft
Donnerstag, Mai 08, 2008
Nach dem Subprime-Debakel nun auch noch dieser Tinu Liechti
A top banker at UBS has been "briefly detained" by the US authorities investigating whether the Swiss bank helped its American customers evade tax. [...] It refused to name the banker but the Financial Times identified him as Martin Liechti, head of UBS's wealth management operations in North and South America.
Quelle: Top UBS banker detained in US
Für ein paar Rappen Bonus würden diese UBS-Banker wohl auch noch ihre Schwiegermütter Panini-Bildchen Goldfischchen im Aquarium verkaufen ...
Wie sagt man so schön: "Ist der Ruf erst ruiniert, lebt sich's völlig ungeniert."
Nachtrag
Wie immer ganz interessant die Kommentare dazu auf reddit:
A Swiss bank helped Americans evade taxes... isn't this what Swiss banks are FOR?
Selbstverständlich fällt die Diskussion rasch auf das Heimatland des Steuerflüchtlings zurück - erst die dortige Situation zwingt den quasi in Notwehr handelnden Steuerhinterzieher dazu, sein geliebtes Geld aus dem Land zu schaffen:
I am interested to see redditor's opinions on tax evasion. On one hand the evasion of the wealthy to pay taxes puts the burden on those who can't afford swiss banks, yet on the other hand it could be almost patriotic at this point to be denying the government your taxes.
Wobei ich mich dieser Meinung - bezüglich der USA - für einmal anschliessen kann (schliesslich sind wir ja in der USA-Bash-Week) ...
Dienstag, April 15, 2008
kann vom büro nicht auf partyguide
Liebe lernende UBS-Kauffrau, lieber lernender UBS-Kaufmann: Es gibt halt einfach Web-Sites, die du auf der Arbeit nicht ansurfen sollst! Vor allem, wenn deine Bank derart in den Miesen steckt ...
Vergesst nicht: Hätte es zu Marcel Ospels Stifti-Zeiten das Internet und Party-Portale gegeben, hätte er es garantiert nur zum Back-Office-Mitarbeiter dritten Ranges geschafft. Euer aller Idol wäre nicht dort, wo es heute ist - steinreich, arbeitslos, wohnhaft in einer angemessenen Villa in einem typisch schweizerischen Steuerparadies.
Erläuterung
Ich habe mir einen Spass daraus gemacht, Zugriffe von Proxy-Servern schweizerischer Unternehmen auf mein Blog speziell hervorzuheben (natürlich nur zum internen Gebrauch).
Unter anderem fand ich heute obigen Eintrag in meinem proprietären Analyse-Tool vor. Der Besucher hinter dem UBS-Proxy wurde mit einer Google-Suche "kann vom büro nicht auf partyguide" (gekennzeichnet mit "[G]" im Referer) auf mein Blog aufmerksam ...
Labels: Finanzen, Funny, Partyguide, Schweiz, UBS, Wirtschaft


Abonnieren
