Sonntag, Juni 29, 2008

Halten wir Mexiko im Auge

the brutal decline of the Cantarell field, and of overall Mexian production is likely to have brutal consequences, as the country loses its main source of exports and the Mexican government its main source of tax income. Social unrest, and massive migration toward the North could be one outcome...

Quelle: The Oil Drum | Countdown to $200 oil: $140 oil and speculation

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Freitag, Juni 27, 2008

Mit Kyoto wäre alles anders

Hätten die USA damals dem Kyoto-Protokoll zugestimmt - wäre das Land heute vielleicht weniger stark vom (mittlerweil verdammt teuren) Erdöl abhängig?

In 1998 the heads of state of the USA and Australia failed to ratify the Kyoto protocols. They were trying to protect their country's economies. Ironically, they engineered a situation where not only is the US economy under greater threat than it would have been had our leaders ratified the protocols, the entire world economy is now seriously threatened.

Quelle: World Recession 2009 as a Result of Peak Oil :: The Market Oracle :: Financial Markets Analysis & Forecasting Free Website

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Freitag, Juni 27, 2008

Peak Man

maybe we aren't just facing Peak Oil or Peak Food or Peak Water, but Peak Man. That is, is it really possible that there are more people on this planet than its resources can support?

Quelle: Dow Jones Has Worst June Since Great Depression, American Model in Decline

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Dienstag, Juni 17, 2008

Mississippi erliegt dem Infrastruktur-Kollaps

Das kommt davon, wenn man acht Jahre lang unter einer neokonservativen Herrschaft lebt: Man verpulvert Trillionen im Irak, und zu Hause geht die Infrastruktur vor die Füchse. Das Autobahnnetz, die Deiche - alles wurde Kriegsspielen und Steuersenkungen für die reichsten der Reichen geopfert.

Schade, dass Bush schadlos davon kommen wird, aber voraussichtlich ein Demokrat die Exzesse auszubaden hat, die sein Vorgänger angerichtet hat:

Nach Schätzung der Behörden könnten alleine in dem am schwersten betroffenen US-Bundesstaat Iowa 27 Deiche überspült werden, wenn die Wettervorhersage eintrifft. Derzeit arbeiten Einheiten der Nationalgarde fieberhaft daran, die Deiche mit Sandsäcken zu erhöhen. Entlang des Flusses wurden Hunderttausende von Sandsäcken befüllt. Gefährdet sind auch Dämme in den Staaten Illinois und Missouri.

Quelle: Deiche am Mississippi gefährdet - Ausland - Tages-Anzeiger

Erinnert sich noch jemand an Katrina? Drei Jahre sind vergangen, und es soll sich zeigen, ob die Behörden etwas aus dem Debakel gelernt haben.

Wenn das so weiter geht, kann man die USA bald einmal in die Riege der "failing states" einreihen ...

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Sonntag, Mai 25, 2008

Wie man sich auch auf Peak Oil vorbereiten kann

Da gibt es Leute auf diesem Planeten, die sind noch hysterischer als ich was Peak Oil und der ganze Gugus anbelangt:

Convinced the planet's oil supply is dwindling and the world's economies are heading for a crash, some people around the country are moving onto homesteads, learning to live off their land, conserving fuel and, in some cases, stocking up on guns they expect to use to defend themselves and their supplies from desperate crowds of people who didn't prepare.

Quelle: Energy fears looming, new survivalists prepare

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Sonntag, Mai 18, 2008

Tessins Böden ersaufen im Regen

In Teilen des Kantons Tessin sind in den letzten rund 30 Stunden über 100 Liter Regen pro Quadratmeter gefallen.

[...] In der Sonnenstube der Schweiz fielen damit stellenweise fast drei Viertel der für den Monat Mai durchschnittlichen Regenmenge. Diese beträgt ungefähr 200 Liter pro Quadratmeter.

Quelle: Starke Regenfälle im Tessin - Schweiz - Tages-Anzeiger

Das sind wohl also diese "Starkniederschläge", die den Klimawandel begleiten sollen ... Eindrücklich!

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Samstag, Mai 17, 2008

Die letzte Weltreise im Flugzeug

For us regular folks, this could be our last chance to see the world on the cheap, without devoting weeks or months to the traveling part.

Quelle: Peak Oil and the Rail Revolution

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Dienstag, Mai 13, 2008

Klimawandel gab es schon immer!

Diesen Spruch hört man immer wieder von Personen, die dem ganzen Geschrei um den Klimawandel skeptisch gegenüberstehen - und ja, es stimmt: Klimawandel gab es schon immer ...

Doch ...

People will doubtless survive on a non-350 planet, but those who do will be so preoccupied, coping with the endless unintended consequences of an overheated planet, that civilization may not.

Quelle: Civilization's last chance

... es macht halt einen Unterschied, ob der Planet 7 Milliarden Menschen ernähren muss oder nur einige versprengte Stämme von Höhlenmenschen. Die Höhlenmenschen hatten zwar keine "Wunder-Technologie", doch sie verfügten über einen Spielraum, über den die Mehrheit der Mitglieder unserer Gesellschaft heute kaum mehr verfügt: Wir reizen die Produktivität des Planeten bis zum Äussersten aus. Kleinste Unterbrechungen im Produktions- und Handelsfluss lassen uns unsichtbaren Limiten überschreiten. Sowohl die Finanzkrise in der westlichen Welt wie auch die Nahrungsmittelknappheit in Asien sind Ausdruck des grössenwahnsinnigen Wachstums. Solange alle (Umwelt-)Faktoren günstig sind, läuft die Maschine. Doch wehe, wenn ein Zahnrad an Materialermüdung zerbricht ...

Die Menschheit wird den sich anbahnenden Klimawandel höchstwahrscheinlich und hoffentlich überleben - die Frage ist nur, wie viele der 7 Milliarden es schaffen werden ...

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Mittwoch, Mai 07, 2008

Perfect Storm des 21. Jahrhunderts

In Rangun, der grössten Stadt des Landes, sind die Preise für Grundnahrungsmittel massiv gestiegen. Reis soll um die Hälfte teurer geworden sein. Der Preis von Trinkwasser ist um das Fünffache gestiegen.

Quelle: Burmas Reiskammer zerstört

Das Zusammentreffen von Naturkatastrophen mit Versorgungsengpässen, in diesem Fall der Zusammenbruch des Imports bedingt durch die Verteuerung der Energie sowie dem stetig steigenden Nahrungsmittelbedarf in den "emerging markets" (BRIC, wie man sie so schön nennt), werden die Perfekten Stürme des 21. Jahrhunderts werden ...

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Donnerstag, Mai 01, 2008

Symptome des Klimawandels

In Kanada sind es Käfer, in China die Flüsse - überall auf der Welt machen sich Symptome des Klimawandels bemerkbar:

Der längste Fluss Chinas, der Jangtse, verzeichnet laut Medienberichten vom Donnerstag den niedrigsten Wasserstand seit 140 Jahren. Seit Oktober seien bereits mehr als 40 Schiffe auf Grund gelaufen. Laut der Zeitung «China Daily» steht das Wasser in der Hafenstadt Hankou so tief wie seit 1866 nicht mehr. Die Trockenperiode setzte demnach dieses Jahr einen Monat früher als sonst ein, und die Wasserstände fielen früher als erwartet.

Quelle: Jangtse führt zu wenig Wasser

Gleichzeitig gibt es aber auf Arlesheim reloaded die Entwarnung: Bis 2015 soll es nicht mehr wärmer werden, haben Klimaforscher herausgefunden:

Global warming will stop until at least 2015 because of natural variations in the climate.

Quelle: Klimawandel macht Pause

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Donnerstag, Mai 01, 2008

Brasiliens Erdölfunde weiter relativiert

Ich habe ja bereits vor einigen Tagen erläutert, dass die vor Brasiliens Küste gefundene Erdölvorkommen gerade mal ausreichen, um den heutigen Erdöl-Bedarf der Welt um ein einziges zusätzliches Jährchen zu decken.

Daneben wies ich weiter darauf hin, dass es schwierig werden würde, an das Erdöllager vorzustossen. Denn dieses befindet sich mehrere tausend Meter unter Meer und dem Meeresboden.

Die Problematik wurde nun von Dr. Joanne Nova via The Daily Reckoning erläutert:

"Here's another perspective on the difficulty of drilling Brazil's new oil field a full 10km below the surface," Joanne writes. "Did you know the deepest hole ever dug reached down to 12km, but it took 19 years to get there? The Soviets started planning the Kola Superdeep Borehole in 1962 and began drilling in 1970 reaching the record depth in 1989.

"They initially aimed to reach 15km, but were forced to give up a few years after they set the record. Things were too hot, too strange, and too expensive. And this was not a hole designed to produce anything except interesting scientific papers. Twelve kilometers down, the rocks were under so much heat and pressure they behaved more like plastic than rock. The hole apparently kept flowing closed whenever they had to replace a drill bit. Makes production hard if the hole keeps disappearing."

Quelle: Riding the Bear & Deep Drilling in Australia

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Mittwoch, April 30, 2008

Meteorologisch spannender Mai

«Geschmolzener Schnee in Kombination mit starkem Regen – das ist für viele Flüsse und Seen zu viel», warnt Meteorologe Reto Vögeli von MeteoNews. [...]

Und so sieht das Horrorszenario einer solchen Katastrophe aus: «Wenn die Temperatur im Flachland auf 20 bis 25 Grad ansteigt und es dann noch zwischen 50 und 100 Millimeter regnet, ist die Überschwemmungsgefahr sehr gross», [...] Im Mai 1999 führte dies zu einer der schlimmsten Flutkatastrophen. Wie heute lagen auch damals nach dem berüchtigten Lawinenwinter meterhohe Schneemassen in den Bergen.

Quelle: Kommt wieder die Flut?

Der April war hier in Bern äusserst feucht - anstelle der ca. 75mm Niederschlag (Schnitt Liebefeld 1901-1961) wurde deren 137mm (Niederscherli) respektive deren 105mm (Muri b. Bern) gemessen.

Es bleibt also zu hoffen, dass die Niederschläge im Mai rasch abnehmen.

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Mittwoch, April 30, 2008

Klimawandel: Nicht nur wärmere Sommer

Oftmals werden die Auswirkungen des Klimawandels positiv dargestellt - weniger Heizkosten im Winter, mehr Marzili-Besuche im Sommer. Leider ist das nur die halbe Wahrheit, wie folgender Artikel aufzeigt:

Der Bergkiefernkäfer [...] der zu den Borkenkäfern gehört, richtet in den Kiefernwäldern Kanadas immer wieder große Schäden an. [...] Derzeit sind die gefräßigen Baumfeinde so aktiv wie nie zuvor, berichten Kurz und seine Kollegen. Ende 2006 hatten die Insekten bereits 130 000 Quadratkilometer befallen - eine Fläche so groß wie Griechenland; seither sind sie noch weiter vorgerückt.

Ursache für den beispiellosen Vormarsch ist offenbar der Klimawandel: Seit die Winter in Kanada milder und die Sommer wärmer und trockener werden, finden die Käfer mehr Lebensräume als früher.

Quelle: Käfer beschleunigen den Klimawandel

Unser Planet ist ein äusserst komplexes System - wenn man an einem Ort herumschraubt, treten unbeabsichtigte Auswirkungen oftmals an völlig unerwarteten Orten auf.

Paper: Forest carbon switch

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Mittwoch, April 30, 2008

Landwirtschaftsland bewahren

«Die Bevölkerung hat die Lebensqualität über die finanziellen Verlockungen gestellt», sagte Erhard Jampen gestern. «Es wäre falsch gewesen, die grösste Sägerei der Schweiz in den grössten Gemüsegarten der Schweiz zu stellen.»

Quelle: Klares Nein zu Grosssägerei

Auch ich bin der Meinung, dass man in der heutigen Zeit aus weiser Voraussicht kein höchst produktives Landwirtschaftsland mehr verbauen sollte. Meine Generation wird es zu danken wissen ...

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Dienstag, April 29, 2008

Am Rande des Untergangs?

Auch wenn die Märkte in den letzten Tagen aufwärts zeigten und die Fed morgen wohl für einmal die Gelddruckmaschinen stoppen wird - etwas ist in der Luft. Finanzen, Nahrung und Energie haben in den letzten Wochen und Monaten eine äusserst prominente Berichterstattung erfahren. Sind wir gespannt, ob für 2008 auch noch die Umwelt (Klima) ihr Plätzchen erhalten wird ...

We're on the edge of something. We're at the entrance of a dark passage where some of the ceremonies of daily life meet resistance. You go to the WalMart and five of your six credit cards are refused. Uh oh. It begins to dawn on you that you're spending a quarter of your take-home pay filling up the gas-tank every week. There's no dial tone when you pick up the telephone. How could all the supermarkets in town be out of rice? The local hospital just declared bankruptcy. The neighbors down the street auctioned off all their furniture in the driveway last week. Why does the cat pick up so many ticks these days?

Quelle: BELIEF SYSTEM

Trotz aller dieser Symptome geht das Leben noch in geordneten Bahnen weiter. Für wie lange noch?

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Montag, April 14, 2008

Peak Oil abgeblasen?

Vor Rio de Janeiro würden 33 Milliarden Barrel Öl vermutet, sagte Lima nach Angaben seines Sprechers Luiz Fernando Manso. Die Informationen stammten allerdings aus «nicht offiziellen, nicht betätigten Kreisen».

Quelle: Riesiges Ölfeld vor brasilianischer Küste?

Ha. Skeptiker wussten es schon immer: Dieses Peak Oil-Geschwafel hat weder Hände noch Füsse.

Nach kurzer Überlegung sprechen zwei Gründe gegen das Aufschnaufen:

  • Die Förderung von Tiefsee-Erdöl ist noch unerprobt (siehe Folie "Some Deepwater Challenges" ff.)
  • 33 Milliarden Barrel sind ein Mückenfurz

Gerade Letzteres sollte zu denken geben. Man rechne:

The global petroleum consumption amounted to 84.5 barrels per day in 2006, up 0.96% y-o-y, and it reached 86.1 million barrels per day in 2007, rising 1.9%. Influenced by the season, it is forecasted ......

Quelle: China Shipping Industry Report, 2007

33'000'000'000 Barrel durch 87'000'000 Barrel/Tag ergeben 379.31 Tage oder 1.03 Jahre. Wenn also jeder vor der Küste Brasiliens vorhandene Tropfen Erdöl gefördert und nutzbar gemacht werden könnte (Produktionsausfälle und die Energieaufwendung zwecks Transport und Raffinierung des Öls nicht einberechnet), würde die Galgenfrist um ein sattes Jahr verlängert.

Toll, die Party geht weiter ...

Nachtrag

Passend dazu auch folgende Meldung:

Russlands Erdölproduktion hat ihren Zenit erreicht. Das sagte Leonid Fedun, Vizechef von Russlands größtem unabhängigen Erdölkonzern Lukoil, im Interview der Financial Times.

Quelle: Lukoil warnt vor sinkender Ölproduktion

Umgangssprachlich kann man das auch "Russian Peak Oil" nennen. Wer ist als nächstes dran?

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Donnerstag, April 03, 2008

Kurz- oder längerfristige Ziele

Wir haben keine unendlich verfügbare Menge an Agrarfläche. Wenn wir für den [Ethanol-]Anbau zum Beispiel den Urwald in Brasilien roden, profitieren wir erst in 320 Jahren von den Einsparungen durch Biosprit. So lange dauert es, die CO2-Emissionen, die durch die Rodung entstanden sind, auszugleichen. Wir brauchen aber in den kommenden 10 bis 20 Jahren eine massive Senkung der Treibhausgase, und nicht erst in 320 Jahren.

Quelle: "Biosprit ist eine einzige Klimalüge"

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Dienstag, März 04, 2008

Ethanol-Rechenschwäche

Gibt es etwas dümmeres, als Nahrung in Automotoren zu verbrennen? Die Menschheit klammert sich an jeden Strohhalm, um das Ende des billigen Öls abzuwenden ... Leider ohne Erfolg.

[...] the United States, Canada and the European Union would require between 30 percent and 70 percent of their current crop area if they were to replace 10 percent of their transport fuel consumption with biofuels.

Quelle: Priced Out of the Market

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Dienstag, Februar 26, 2008

170 Liter Wasser zum Morgenessen

DRINKING 170 litres of water with breakfast would be ridiculous. [...] that's the amount that goes into manufacturing just one cup of orange juice, the United Nations Educational, Scientific and Cultural Organisation says.

Quelle: Which orange juice should I buy?

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Freitag, Februar 22, 2008

CO2-Konzentration auf Hawaii

Quelle: NOAA Mauna Loa Observatory

Angesichts dieser überhaupt nicht eindeutigen Entwicklung begrüsse ich es, dass der Bundesrat noch etwas zuwartet und klarere Prognosen abwartet, bevor er griffige Massnahmen gegen den CO2-Ausstoss unternimmt.

He, das Leben mit dem segensreichen Erdöl ist einfach zu schön, als die Party frühzeitig abzublasen ...

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Mittwoch, Januar 02, 2008

Radikal-Diät zum Jahresbeginn

[...] and Al Gore went up another suit size (as well as winning part of the Nobel Prize for his Powerpoint show).

Quelle: FORECAST FOR 2008

Zwei Bemerkungen:

  • Es ist also nicht nur mir aufgefallen, dass Al seit seiner Präsidentschafts-Kandidatur von 2000 mächtig Pfunde zugelegt hat
  • Da Al im Verwaltungsrat von Apple sitzt und die Präsentation auf einem MacBook Pro laufen liess, gehe ich davon aus, dass er Apples Keynote und nicht etwa das fürchterliche Powerpoint verwendet hat, um die Präsentation zu erstellen.

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Sonntag, Dezember 30, 2007

Regional Essen!

Regional essen bedeutet zunächst schlicht besser essen. Regionale Produkte sind einfach frischer und damit schmackhafter – vor allem im Sommer. Es ist doch Wahnsinn, tiefgefrorene, bestrahlte, begaste oder sonstwie haltbar gemachte Produkte aus einem Supermarkt zu holen, die über den halben Kontinent gekarrt wurden, wenn man auf dem lokalen Markt Gemüse kaufen kann, das gestern noch in der Erde steckte.

Quelle: DU BIST, WAS DU ISST

Zurück in die Realität

Dass wir nicht mehr wissen, wie man kocht und was die Spezialitäten unserer Region sind, haben wir den Supermärkten zu verdanken. [...]

Überall auf der Welt erkennen immer mehr Menschen, dass Nahrungsmittel aus dem Supermarkt schlicht und einfach Scheisse sind. [...] Die meisten industriell hergestellten Lebensmittel zerstören alles, was Essen interessant macht.

Mir persönlich leuchtet viel eher ein, ein Tier vom Schwanz bis zu den Ohren aufzuessen. Auf diese Weise Fleisch zu verzehren, ist einfach viel authentischer. [...] wer so kocht, erhält ein viel klareres Bild davon, dass ein Rind nun mal nicht ausschliesslich aus Filet besteht.

USA: Abgeschrieben

Die meisten Amerikaner haben nicht den geringsten Schimmer, wie man kocht und wie unsere Nahrungsmittel erzeugt werden.

Quadratur des Kreises

Eine Küche zu leiten bedeutet, konsistente Leistung unter inkonsistenten Bedingungen zu erbringen.

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Freitag, Dezember 21, 2007

Temperaturanstieg gestoppt?

Der Temperaturanstieg im 20 Jahrhundert (im 21. Jahrhundert gab es keinen weiteren Temperaturanstieg) von 0,7°C kann nicht als beispiellos in der Klimageschichte angesehen werden. Desgleichen ist die Behauptung, dass 1998 das wärmste Jahr der letzten 1.000 oder gar 2.000 Jahre war, nicht haltbar.

Quelle: Grönland war schon mal grüner — wie auch die Alpen

Auf welchem Planeten lebt dieser Blog-Autor eigentlich?!

Sommer 2003

Der Sommer 2003 war demnach vermutlich der heißeste in Europa seit 1500.

Quelle: Mega-Sommer 2003 war menschengemacht

Sommer 2006

Die erste Hälfte des Sommers ist in der ganzen Schweiz rund 3 Grad wärmer gewesen als im langjährigen Schnitt. Gleichzeitig war es vielerorts zu trocken.

Quelle: Erste Sommerhälfte viel zu warm

Frühling 2007

Mit einem Temperaturmittel von 12,5 °C (+3,1 °C) war der Frühling 2007 der wärmste seit Messbeginn (1755). Die Niederschlagsmenge lag nur 3 mm unter der Norm; die Sonne schien 50 % länger als üblich.

Quelle: Witterung im Frühling 2007

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Samstag, Dezember 15, 2007

Klimaskeptiker, -propagandisten und -hysteriker

Dabei ist der gebräuchliche Begriff „Klimaskeptiker“ eigentlich unzutreffend. Wer einmal versucht hat, sachlich mit „Klimaskeptikern“ zu diskutieren, der weiß, dass sie keineswegs einen gesunden Skeptizismus pflegen, sich also (wie die meisten Wissenschaftler) nur durch gute Belege von etwas überzeugen lassen. Im Gegenteil: ähnlich wie Kreationisten haben sie eine festgefahrene Meinung zum Thema, die sich durch kein Sachargument erschüttern lässt. Sie klammern sich an jeden argumentativen Strohalm, mit dem sich das Klimaproblem verleugnen und die Öffentlichkeit verwirren lässt.

Mangels Sachargumenten diffamieren die „Klimaskeptiker“ uns Klimaforscher zunehmend schriller als „Klimapropagandisten“ (Maxeiner) oder als „Klimahysteriker“ (Günter Ederer in „Report“).

Quelle: Alles nur Klimahysterie?

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Dienstag, Dezember 11, 2007

Abtreibung gegen den Klimawandel

So seriously, in fact, that Vernelli aborted a pregnancy and, by age 27, had herself sterilized. Baby-making, she says, is "selfish" and "all about maintaining your genetic line at the expense of the planet."

Because Toni and her husband, Ed, are childless and vegan, they say they can justify one long-haul airplane trip per year and still remain carbon neutral.

[...] If we're not saving the planet for our kids, for whom are we saving it? After we're all sterilized and aborted, who's going to appreciate the fact that global warming is, by golly, under control? Who's going to live to tell the tale?

[...] Suddenly, the unborn is of no greater importance than the contents of our recycling bin. Like Weight Watchers dieters substituting carbs for sugars, we trade off future members of the human race to neutralize insults to Earth's balance in the present.

Quelle: Survival of the Stupidest

Ganz gut war auch dieser Seitenhieb:

The Darwin Awards folks, who honor those who improve the species by accidentally removing themselves from it, [...]

... welcher mich an die Fusszeile eines Blog-Lesers von mir erinnert:

The problem with America is stupidity. I'm not saying there should be a capital punishment for stupidity, but why don't we just take the safety labels off of everything and let the problem solve itself?

Dank: Jan

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Dienstag, Dezember 11, 2007

Im Kopf eines Klimaskeptikers

Why can't conservatives like Jenkins accept the massive evidence and remarkable scientific consensus that human emissions are now for the foreseeable future the driving force behind our changing planet [...]?

The answer is found in those two key words "redistribute resources" from Jenkins' penultimate sentence. Conservatives can't abide the solution to global warming -- strong government actions to promote clean energy solutions of the kind the Senate is considering and that have been proposed by Al Gore and Senators Obama and Clinton.

Because they can't stand the solution, they are largely immune to scientific evidence about the problem.

Quelle: WSJ Launches Luddite Attack on Climate Scientists and Al Gore

Haben "Klimaskeptiker", wie ich die Gruppe von Personen lapidar nennen will, also alle eines gemeinsam: Die Abneigung gegen tiefgreifende staatliche Massnahmen, um den CO2-Ausstoss in den nächsten Jahren drastisch zu senken? Stellen diese den Klimawandel nur deshalb in Frage, weil er nicht der effizienten Wirtschaft, sondern den Regierungen und Parlamenten aller Herren Länder die Hauptrolle zuschreibt?

Wahrscheinlich wird es unter den Skeptikern aber auch noch diejenigen geben, die grundsätzlich jede Aussage ablehnen, die von mehr als einem Wissenschaftler geäussert werden. Ein Konsens - das kann und darf nicht sein, ist nicht möglich, riecht nach Verschwörung. Aus dieser Warte müssten Skeptiker also auch physikalischen Masseinheiten wie die Lichtgeschwindigkeit oder die mittlere Erdbeschleunigung zum Teufel jagen:

Less surprising is the readiness of many prominent journalists to embrace the role of enforcer of an orthodoxy simply because it is the orthodoxy. For them, a consensus apparently suffices as proof of itself.

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Samstag, Dezember 01, 2007

Die maximale Traglast ist erreicht

We cannot come to terms with the fact that as a species we have gone beyond the ability of the planet to accommodate us. We have bred ourselves beyond the limits. We have consumed, polluted, and expanded beyond our means, and after several thousand years of superficial technological solutions we are now running short of answers. Biologists explain such expansion in terms of "carrying capacity": lemmings and snowshoe hares — and a great many other species — have the same problem; overpopulation and over-consumption lead to die-off.

Quelle: The First Days Of Petro Collapse

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Freitag, November 09, 2007

England: Land unter?

Die letzte "Grosse Welle" kam 1953:

Quelle: Tidal wave heading for England's east coast poses 'extreme danger to life'

Just wenn ich morgen um 7 Uhr aufstehe, wird sich zeigen, wie hoch die Nordsee kommen wird ...

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Montag, November 05, 2007

Die Entwicklungsländer schlagen zurück

If people in the industrializing countries (particularly China and India) continue to burn more coal and drive more cars, they will metaphorically cook the planet. These nations have the highest growth rates for fossil fuel emissions, and China is set to soon become the world's foremost carbon emitter if it has not already done so. These nations are in effect saying to North America, Europe, and Japan, "Agree to reduce your emissions faster than we do, or we won't reduce ours at all and the entire planet will burn."

This Grand Bargain could amount to an unprecedented shift of the world's economic center of gravity. During decades of "development" policy and aid, the disparity between rich and poor only grew; now, however, the poor world has a weapon - even if its use implies a suicide pact.

[...] And we must remember: the global South may have a leverage point here, but the North still has the guns. In history, nations have gone to war to enforce or avoid transfers of wealth much smaller than those implied in some climate equity proposals.

Quelle: Big melt meets big empty: Rethinking the implications of climate change and peak oil

Für den angehenden Historiker ganz interessant:

The terrible implication is that a relentlessly declining fuel supply will almost certainly have devastating economic, social, and political impacts. Trade, manufacturing, and farming will be hard hit. No nation is prepared to deal with the high prices and shortages for energy that will soon begin to work their way through the entire global economic system.

Als würde sich die Weltkriege 1:1 wiederholen ...

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Sonntag, November 04, 2007

Von Angebot und Nachfrage

As a matter of fact, the world production of oil has now held constant for about 30 months, but the world's demand for oil has been steadily going up.

Quelle: PEAK OIL -- (House of Representatives - November 01, 2007)

Da kommt mit doch just dieser alte Witz über Ökonomen in den Sinn:

Two economists find themselves locked in a basement. They're not sure what time it is, because it's dark and they can't read their watches. They think it's nearly dinner time, cause they're starting to feel hungry. But they're not worried; they are not starting to panic - because they know that their demand will create sandwiches for them!

Quelle: A Tale of Two Economists

Hmmm - wenn das so weitergeht, können wir alle unsere Ökonomie-Lehrbücher verbrennen!

Würde die freie Marktwirtschaft spielen, wären schon längst neue Erdöl-Reserven erschlossen worden, deren Erschliessung bis anhin zu teuer gewesen wäre. Müssen wir wirklich mehr als drei Jahre warten, bis die Öl-Multis reagieren?!

Komisch nur, dass die Technologie, die uns vor Peak Oil bewahren wird, leider in den letzten zwanzig Jahren nicht mehr fähig war, grosse, unerschlossene Erdöl-Lager zu entdecken:

And by the way, for the past 20 years or so we have had incredibly improved techniques for finding oil. So for those of who tell you not to worry, it's out there, where? We've been scouring the world for the last 20 years with computer modeling and 3-D seismic, and our discovery has been down, down, down.

Quelle: PEAK OIL -- (House of Representatives - November 01, 2007)

Aha, vielleicht blenden wir einfach einen massgeblichen Faktor aus:

Economics may teach that money is a store of value, but unfortunately this cannot be true when an economy is in a period of long-term contraction. Economists have developed their theories looking at an atypical period in the world's history--one where growth was the norm. They have never stopped to realize that our world is finite, so infinite growth is not possible. Their theories may hold for a specific time period, but aren't true in general.

Quelle: Economic Impact of Peak Oil Part 3: What's Ahead?

Ein einfacher Vergleich für den Mann auf der Strasse:

Putting a dozen straws in the soda will not result in more soda, will it? It's a limited amount. There is a limited amount.

Quelle: PEAK OIL -- (House of Representatives - November 01, 2007)

Nachtrag

Asians understand that what is important is not who consumes the apples, but who owns the orchard.

Quelle: Sinking Currency, Sinking Country

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Mittwoch, Oktober 24, 2007

Unsere Nahrung ist Erdöl

One can't easily correlate yield (bu/ac) with oil price. Nor can one see a correlation between farm profits and oil price. The best reason for this that I can think of is that both yield and profits are subject to so many other variables than oil price. Rainfall (and when it occurs), temperature, crop disease, all play a role in both yield and profitability.

With corn, one of the interesting realizations is that a 19th century farm grew about 30 bushels per acre, while today, with our machinery we can grow up to 160 bushels per acre. [...] So, having shown the problem of planting without machinery, we can see that any reduction of oil is likely to cause a serious drop in crop yield, leading to famine.

Quelle: The Connection Between Food Supply and Energy: What Is the Role of Oil Price?

Das wird der Zeitpunkt sein, an dem Leute merken, dass man weder Banknoten, noch Gold, noch Aktien essen kann. Wer der Meinung ist, dass man Bauern nicht benötige, weil die Milch ja in der MIGROS zu kaufen ist, sollte diesen Artikel unbedingt lesen. Erkenntnis: In jedem Arbeitsschritt der industriellen Landwirtschaft stecken erschreckende Mengen Erdöl. Kein Erdöl - kein Futter.

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Montag, Oktober 22, 2007

Das Gespenst der Rationierung könnte bald wieder umgehen

Matt Simmons, the leading investment banker to the oil industry, who has worked tirelessly to lift public awareness of Peak Oil, also raised the specter of shortages, telling the audience that market allocation problems in the near future would almost certainly induce “hoarding behavior” among the public that would cripple the economy, lead to enforced rationing, and shock the nation.

Quelle: PEAK UNIVERSE

Ich behaupte einfach mal, dass die liberal-soziale Marktwirtschaft in einer solchen Situation vor die grösste Zerreissprobe in ihrer Geschichte gestellt wird. Entweder wird der Markt das "kleine Problem" mit Bravour lösen - oder mit Getöse untergehen. Schauen wir mal.

Wer sich mit der ganzen Rationierungsgeschichte des Ersten und Zweiten Weltkriegs auskennt, weiss, dass keine schönen Zeiten folgen werden. Wichtig ist, dass die Rationierung so rasch als möglich eingeführt wird - und plötzlich wird "Mehr Staat, mehr Freiheit" wieder populär:

We have had rationing during the second world war, it was difficult but we made it work, it is something I think every nation that is oil consuming and oil importing nation will have to do. It is easy to say rationing but then it is very difficult to decide how you are going to ration the fuel that you get. There will be priorities like the military, there will be priorities like the farmers, there will be priorities like getting food from the farmers to the processors and to people, and the bottom of the chain will be folks like us that drive to work or drive for convenience purposes and will probably going to get a lot less of what is available.

Quelle: Robert Hirsch : « Avec le pic pétrolier, la croissance est condamnée » (VO)

Modelle der Ökonomen haben alles im Griff

So what you really saying is that peak oil means peak economy ?

Robert Hirsch : When oil goes into decline yes. World GDP will decline, I am perfectly convinced of that. In talking to economists, they believe very much in their models and their models are econometric so they don’t deal directly with shortage, they deal with oil price and their models can handle oil prices changing relatively slowly but to a person, economist that I have talked to and I have talked to a number of very significant economists, they admit that their models cannot handle significant changes, rapid changes, shock changes, and that is what peak oil is likely to be.

Nebenbei: The Guardian rezitiert heute eine Studie, die behauptet, dass Peak Oil bereits hinter uns liegt.

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Dienstag, Oktober 09, 2007

Schweiz: Technologieschmiede für erneuerbare Energien?

Gerade ist die Arena-Sendung von heute Abend zu Ende gegangen, wo sich alle relevanten Parteien zum Thema Energie & Umwelt geäussert und gestritten haben.

Die Bürgerlichen sträubten sich wie gewohnt gegen den staatlichen Eingriff in den ach so gut funktionierenden Energie-Markt, äusserten Bedenken über die "Wirtschaftlichkeit" von Massnahmen, zeigten für einmal wieder Erbarmen mit den ärmsten aller Autofahrer, die sich bald kein Benzin mehr leisten können ...

... und der SVP-Heini schoss in meinen Augen schlussendlich den Vogel ab, als er auf die Autarkie-Schiene aufsprang und betonte, dass man ja wohl kaum von Oligarchen und Potentaten abhängig sein wolle. Recht hat er - endlich verfolgt die SVP einmal eine konsequente isolationistische Politik!

Erdöl aus dem Mittelland

Nicht ganz klar wurde mir aber, wieso die SVP - in Diskrepanz zu ihrer Umwelt-Gallionsfigur This Jenny - gleichzeitig voll auf den Strassenverkehr setzt:

Für die SVP ist die Verlagerung des Schwerverkehrs auf die Schiene gescheitert. In einem Positionspapier zur Verkehrspolitik fordert die Partei mehr Investitionen für den Strassenverkehr. Die Strasse sei viel günstiger als die Bahn.

Quelle: SVP setzt voll auf die Strasse

Hmmm - seit wann sprudelt denn das Erdöl innerhalb unserer Grenzmauern? Sitzt der Christoph am Herrliberg etwa auf einer grenzenlos sprudelnden Erdölquelle? Ich jedenfalls weiss nichts davon.

Unsere Gesellschaft funktioniert nur dank Erdöl, und nur dank billigem Erdöl. Und das leider Gottes stammt nun einmal aus dem nahen und fernen Ausland. Es besteht zu bezweifeln, dass der Spottpreis die nächsten Jahre überdauern wird. Gerne lasse ich mir dann von SVP-Exponenten erklären, wie das mit dem Individualverkehr munter fröhlich weitergehen soll ...

Uran aus der Jungfrau

Ebenso erstaunt war ich, dass anscheinend auch Uran, der Brennstoff unserer bestehenden (und geplanten) Atomkraftwerke, plötzlich in unserem Land "wächst".

Doppelt profitieren mit Investitionen in Technologie

Genau so, wie Technologie uns vor den Auswirkungen des "vielleicht irgendwann einmal kaum spürbar" eintretenden Klimawandels schützen wird (O-Ton der Bürgerlichen in dieser Sache), sollte uns Technologie doch auch aus dem Energieschlamassel retten.

Die Schweiz verpasst es aber durch eine Verhinderungspolitik (der Bürgerlichen, nicht des VCS notabene!), Tatsachen zu schaffen, neue Wirtschaftszweige anzusiedeln und uns von der Not anderer prosperieren zu lassen (dabei hat das doch im Bankwesen während des Zweiten Weltkrieges vorzüglich funktioniert!).

Klar können wir im Ausland CO2-Zertifikate kaufen und uns hierzulande auf die faule Haut legen. Doch wie unlängst kritisiert wurde, verpassen wir so, unsere eigene Infrastruktur auf Vordermann zu bringen und Effizienzsteigerungen durchzusetzen. Wieso soll unser hart verdientes Geld ins Ausland fliessen, wenn es innerhalb des eigenen Landes deutlich besser angelegt und investiert werden könnte?

Hinzu kommt, dass wir nicht nur unseren Energieverbrauch für wenige Geld senken, sondern durch unsere Bestrebungen auch Weltmarktführer im Technologie-Bereich werden könnten. Indem wir in Forschung und Industrie investieren, könnten wir alsbald von den Früchten profitieren, wenn wir allen Herren Länder unsere Wundertechnik für bare Münze verkaufen würden. Die Anfangsinvestitionen würden so um ein Vielfaches übertroffen - Kapitalismus pur!

Dass dies kein linkes Hirngespinst ist, zeigt das Buch Knowledge and the Wealth of Nations von David Warsh:

“New growth” as the theory came to be called, shows how the new ideas that are integral to economic growth fit into the economic system. Placing ideas at the center of this system helps to explain the dominance of first-mover firms like Microsoft or Google, underscores the value of intellectual property, and provides essential advice to those concerned with the expansion of the economy.

Quelle: About the Book

Mr. Warsh does, though, quote the great British economist Alfred Marshall, who observed as early as 1890 that "knowledge is our most powerful engine of production; it enables us to subdue nature and force her to satisfy our wants." More than a century later, knowledge is still the true wealth of nations.

Quelle: More Comes From Knowing More

Now that invention, discovery, and the sharing and hoarding of knowledge are explicit in the models, economists' recommendations to policy makers more often point in the direction of investment in education and new technology.

Quelle: David Warsh: Knowledge and the Wealth of Nations

Tönt vielversprechend - packen wir es an!

(Der Skeptiker in mir sieht aber sowieso alles verloren - all die Massnahmen sind angesichts der Klima-Veränderung und Peak Oil ein Tropfen auf den heissen Stein)

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Dienstag, Oktober 02, 2007

Heute Abend arte schauen!

[...] Die Dokumentation geht der Frage nach, welche Alternativen zum Erdöl für den Autoantrieb in Frage kommen und ob diese sauberen Energiequellen für den weltweit erreichten Grad an Mobilität ausreichen.

Quelle: Kollaps der Mobilität?

Dank: Kure

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Sonntag, September 30, 2007

Munition für Klima-Skeptiker

Björn Lomborg hat ein Buch geschrieben, dass alle, die Geheimpläne der Natur und eine Verschwörung der Internationalen Grünen längst vermutet haben, wieder ruhig schlafen lässt:

Cool It: The Skeptical Environmentalist's Guide to Global Warming

Entwarnung! Kümmern wir uns wieder um die wirklichen Probleme der heutigen Welt - über den Stand des eigenen Aktienportfolios und über die Farbe des Leder-Interieurs des demnächst anzuschaffenden PKWs.

Über das Buch selber kann und will ich mich nicht äussern (denn ich habe es weder gelesen, noch habe ich das vor) - und zudem hat sich bereits jemand anderes die Mühe und Zeit genommen, einen Querschnitt über die Rezensionen zu liefern.

Der versierte Informatiker kann sich das Schmunzeln nicht verkneifen, wenn Lomborg in einem Interview propagiert:

[...] My point is that maybe we shouldn't have put up the first ones [Windmühlen in Dänemark]. We should have invested in research and development and waited to put up bigger, better windmills.

But wasn't that a necessary process? Creating the first windmills is what led to the development of better ones.

Quelle: Bjørn Lomborg feels a chill

Logo! Wenn das der heilige Ford gewüsst hätte, dann wäre nach dem Model T lange gar nichts gekommen, aber dann eines Tages dem staundenden Publikum am Autosalon völlig unerwartet der 3-Liter Lupo präsentiert worden.

Völlig abwegig, zum Schluss dieser Diskussion auch noch Steve Jobs als Antwort auf "Don Quichotte" Lomborg zu zitieren. Aber es macht eben durchaus Sinn:

I have received hundreds of emails from iPhone customers who are upset about Apple dropping the price of iPhone by $200 two months after it went on sale. [...]

Second, being in technology for 30+ years I can attest to the fact that the technology road is bumpy. There is always change and improvement, and there is always someone who bought a product before a particular cutoff date and misses the new price or the new operating system or the new whatever. This is life in the technology lane. If you always wait for the next price cut or to buy the new improved model, you'll never buy any technology product because there is always something better and less expensive on the horizon.

Quelle: To all iPhone customers:

Das geht aber eben nur, wenn es sogenannte Early Adopters (sprich: Idioten) gibt, die Hardware sofort bei ihrem Erscheinen kaufen - auch wenn das Stück Leiterplatten und Transistoren nach wenigen Monaten nur noch halb so viel kostet und halb soviel leistet wie der Nachfolger.

Dasselbe mit den Occasion-Autos: Wo kämen Occasion-Autos her, würden alle nur noch Occasion-Wagen kaufen? Na? Eben.

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Sonntag, September 30, 2007

Nach dem Klimwandel, Peak Oil ...

... nun auch noch Global Dimming:

Scientists looking at five decades of sunlight measurements have reached the disturbing conclusion that the amount of solar energy reaching the Earth's surface has been gradually falling. Paradoxically, the decline in sunlight may mean that global warming is a far greater threat to society than previously thought.

Quelle: BBC Horizon: Global Dimming

Die Kernaussage der Forscher (simplifiziert): Durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe ist unsere Atmosphäre voller Dreckspartikel. Diese führen zu stärkerer Wolkenbildung, was weniger Sonnenlicht auf die Erde fallen lässt. Dadurch wurden die Effekte der globalen Erwärmung in den letzten Jahrzehnten abgeschwächt. Ironie der Geschichte: Mit den Bestrebungen zur Luftreinhaltung nehmen solche "künstlich" erschaffenen Wolken ab und die Temperatur steigt. Gfürchig!

Die Doku steht über Google Video sowie Bittorrent zum Download bereit:

Wahrlich bleibt ein weiteres Mal festzuhalten, dass das 21. Jahrhundert ein äusserst interessantes Jahrhundert zu werden scheint ...

... entweder, weil die Wissenschaft mehr oder weniger einstimmig unzählige schreckenserregenden Prognosen verlautete, die nie eintraten – oder aber, weil die Wissenschaftler tatsächlich Recht haben und die Natur uns Menschen auf den Boden der Tatsachen zurückholen wird. Trotz unserem Wissen und Technologie haben wir die Umwelt noch längst nicht unterworfen und gefügig gemacht.

Die Kritiker des Klima-"Schwindels" sehen das in etwa so:

On the other side are those who don't think that the Earth is warming; and even if it is, they don't think that man is causing it; and even if man is to blame, it isn't clear that global warming is bad; and even if it is, efforts to fix it will cost too much and may, in the end, do more harm than good.

Quelle: A Calm Voice in a Heated Debate

Weitere Links

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Mittwoch, September 19, 2007

Oelpreis steigt weiter

Heute stieg der Erdölpreis auf den höchsten je registrierten Wert von 81 US-Dollar. Im Gegensatz zu anderen Jahren führt kein Land einen frischen Kriegszug durch, noch hat sich ein Terror-Anschlag ereignet - und auch die Hurrikan-Saison hat bisher zu keinen ernst zunehmenden Schäden an den Förderplattformen im Golf von Mexiko und den Raffinerien darum herum geführt. Wieso also steigt Preis in einen Bereich, wo es uns allen weh tut?

Ich mache zwei Gründe dafür aus:

Dollar-Inflation

Indem Ben und die Fed Millionen von US-Dollars in den Markt pumpen (sei es durch Zins-Senkungen oder Instant-Kredite an Banken), brauchen die Produzenten einfach mehr Dollars pro Barrel, um keine Miesen zu machen. Deshalb sollte der Erdölpreis immer inflationsbereinigt angeschaut zu werden, bevor man Superlative verwendet.

Vielleicht sollten sich die Förderländer auch überlegen, mit Iran gleichzuziehen und das kostbare Gut nicht mehr gegen sog. "Petrodollars", sondern Euro zu verkaufen - Wie ich gerade lese, ist gestern nun auch Hugo Chavez von der zukünftigen Junk-Währung - Motto: "Greenback zukünftig nur noch als Toilettenpapier zu gebrauchen" - auf andere, stabilere Währungen zur Bezahlung des schwarzen Goldes umgestiegen.

Wenn zu viele alle nur das Eine wollen

Es gibt ernstzunehmende Anzeichen dafür, dass die Weltnachfrage grösser ist als die mögliche Produktion. Irgendwann wird dies zu einem ernsten Problem werden. Und das kann durchaus schon bald passieren.

Quelle: Der Ölpreis: Fluch und Segen

Die Inder und Chinesen machen sich langsam aber sicher bemerkbar. Mittlerweile sind wohl alle Rohstoffe - von Metall bis zu Milchpulver - teils orbitant teurer geworden. Wenn dieselbe (oder gar eine abnehmende Menge) an Rohstoffen auf mehr Nasen verteilt werden muss, gibt es ein Gerangel - und der Lieferant kann Preise erhöhen ("Angebot und Nachfrage").

Schön, dass sich bei Finanz-Experten langsam die Erkenntnis durchsetzt, dass Erdölvorkommen "beschränkt" sind.

Interessant ist zudem, dass Mark Flannery aufzeigt, dass es derzeit keinen ernst zu nehmenden Ersatz für Erdöl gibt, sofern es für den Individualverkehr eingesetzt wird. Weder haben wir Autos mit Atomreaktoren als Motoren, noch einen Flux-Kompensator - es gibt schlicht und einfach nichts, was den derart einfach zu transportierenden und in Kraft umzuwandelnden Energieträger Erdöl kurzfristig ersetzen könnte.

Dass er Biotreibstoffe - momentan unheimlich gehypt - erwähnt, ist kaum verwunderlich. Man muss sich aber immer vor Augen führen, dass die Felder gedüngt werden müssen (Dünger wird heute grösstenteils aus/mit Erdöl gefertigt). Und die Ernte macht auch nur Spass, wenn man in einem grossen Fahrzeug sitzt, dessen Motor ... der intelligente Leser errät es ... mit Erdöl läuft. Es wäre illusorisch, Biotreibstoffe als Lösung all unserer Erdölprobleme zu sehen - zumal in Zukunft es sich niemand wird leisten können, wertvolle Nahrungsmittel zwecks einer Sonntagsausfahrt auf den Gurnigel zu verbrennen.

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Montag, September 17, 2007

Jared Diamond - Collapse

Nach dem ermutigenden Kommentar zum Artikel Ueber den Zustand der Umwelt habe ich mich vor einige Wochen dazu durchgerungen, mit der Lektüre von Jared Diamonds "Collapse" zu beginnen. Wenn manchmal gar etwas langfädig und exakt, finde ich den Stoff bisher äusserst lehrreich. Nachfolgend zwei Textpassagen, die ich für bloggenswert hielt:

I have often asked myself, "What did the Easter Islander who cut down the last palm tree say while he was doing it?" Like modern loggers, did he shout "Jobs, not trees!"? Or: "Technology will solve our problems, n ever fear, we'll find a substitute for wood"? Or. "We don't have proof that there aren't palms somewhere else on Easter, we need more research, your proposed ban on logging is premature and driven by fear-mongering"?

Quelle: Jarod Diamond: "Collapse. How Societies Choose to Fail or Succeed", S. 114, unten.

Köstlich! Gerade diejenigen Personen, die ansonsten derart auf Eigenverantwortung und Individualismus setzen, möchten die Probleme von Morgen durch geballte und zentral gelenkte Technologie lösen.

Now, kids expect fast food and HBO; if their parents don't provide that, they feel deprived compared to their peers. In my day a young adult expected to be poor for the next 20 years, and only thereafter, if your were lucky, might you hopte to end up more comfortably. Now, young adults expect to be comfotable early; a kid's first questions about a job are "What are the pay, the hours, and the vacations?"

Quelle: ibd., S. 114, unten.

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Mittwoch, August 29, 2007

Mario der Knecht

[...] Britain’s transition to a knowledge- and service-based economy depends on cheaply importing food that it long ago lost the capacity to grow. The Malthusian nightmare – of world population outstripping food supply and reversing the ‘development’ process – has been dispelled many times by rises in farm productivity. But with that rising population now looking to fill its tanks with biofuel from the same land that yields its biological fuel, the post-industrial world may soon turn back into an agricultural society, with unfamiliar exposure to the turn of the seasons and the vagaries of sun and rain.

Quelle: The last straw? Alongside debt, rising food prices threaten industrial growth

Und dann haben wir nämlich den Seich: Weil wir mit dem Erdöl-Exzess auch noch gleich unser Klima über Jahrzehnte hinweg verändert haben, wird das Bauern in Zukunft äusserst spannend, um nicht zu sagen: immer am Rand des Abgrundes.

"I asked them when the season ends and was told that such questions are becoming more difficult to answer. Farmers know that predictable patterns in weather are becoming a thing of the past. How does the global food supply system deal with such changing risk?"

Quelle: The looming food crisis

Ein solch regnerischer Sommer wie in diesem Jahr würde einen Grossteil der Überbevölkerung auf die grösste fremderwirkte Diätkur setzen, die wir in unserem modernen Staat je gesehen haben.

Doch zuerst der 1. Akt

Zuerst lassen wir aber die vom Schicksal gezeichneten Amerikanischen Bauern wieder einmal so richtig Gewinn machen:

A year or two ago, almost all the land where maize is now being grown to make ethanol in the US was being farmed for human or animal food. And because America exports most of the world's maize, its price has doubled in 10 months, and wheat has risen about 50%.

Quelle: The looming food crisis

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Montag, August 27, 2007

Hangrutsch

Die Bäume und Strommäste kommen runter wie Spielzeuge - faszinierend und gleichzeitig erschreckend.

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Dienstag, August 14, 2007

Klimaschwindel: Kein CO2, sondern Sommerzeit!

Nachfolgend ein Leserbrief, der in einer us-amerikanischen Gazette erschien:

Daylight exacerbates warning

You may have noticed that March of this year was particularly hot. As a matter of fact, I understand that it was the hottest March since the beginning of the last century. All of the trees were fully leafed out and legions of bugs and snakes were crawling around during a time in Arkansas when, on a normal year, we might see a snowflake or two. This should come as no surprise to any reasonable person. As you know, Daylight Saving Time started almost a month early this year. You would think that members of Congress would have considered the warming effect that an extra hour of daylight would have on our climate. Or did they ? Perhaps this is another plot by a liberal Congress to make us believe that global warming is a real threat. Perhaps next time there should be serious studies performed before Congress passes laws with such far-reaching effects. CONNIE M. MESKIMEN / Hot Springs

Quelle: NWAnews.com :: Northwest Arkansas' News Source:

Dank: Belina

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Sonntag, August 12, 2007

Peak Oil-Schockwelle: Innert drei Tagen

Expect food shortages in our just-in-time system within three days. What then? Obviously we cannot plant seeds and wait for mature plants. If we redirect fuel to critical needs, then all other needs suffer. Put a finger in the dyke and another leak springs up.

Quelle:

Kürzlich habe ich mit einem ehemaligen Schulkollegen gesprochen, der für die Verteilzentrale von Coop in Bern-Brünnen als Techniker arbeitet. Jede Nacht werden dort hunderte von tausenden Brote gebacken, die in den frühen Morgenstunden von LKWs in alle Filialen der Region gebracht werden.

Autobahnanschluss

Die unmittelbare Nähe zum Autobahnanschluss ist kein Zufall - die Verteilzentrale wurde bewusst an dieser Stelle errichtet, damit der Warenverkehr über Schnellstrassen abgewickelt werden kann. Darunter fällt nicht nur die Auslieferung von Backwaren, sondern auch die Anlieferung der Rohstoffe wie Mehl und Zucker.

Schiene

Wer genau hinschaut und in das Satellitenbild hineinzoomt, wird zudem Eisenbahnschienen entdecken. Diese scheinen in das Gebäude hineinzulaufen. Ich wundere mich, wie hoch der Anteil der Lieferung per Schiene ist. Reine Vermutung: Die Anlieferung der Rohstoffe könnte mehrheitlich per Güterwagons erfolgen, die Auslieferung der Brot-Laibe hingegen per LKW. Ich glaube nämlich nicht, dass die Brote per Eisenbahn rechtzeitig frisch duftend in den Filialen eintreffen würden.

Diese Zentralisierung der Produktion hat in Zeiten von billigem Erdöl durchaus Sinn gemacht, könnte sich aber bei einer starken Preissteigerung rasch als "Bottleneck" herausstellen. Wenn das Brot bei einer grossen Ölknappheit überhaupt noch in den Läden ankommt, wird es erheblich teuer sein als heute.

Ob die Schockwelle hierzulande innert drei Tagen spürbar wird, kann ich nicht sagen. Der Kommentator scheint einen us-amerikanischen Hintergrund zu haben - und ich weiss nicht, ob dort Verteilzentren neben Trucks auch per Schiene an den Rohstoffverkehr angebunden sind.

Nun, vielleicht sollten wir wieder lernen, zu Hause Brote zu backen, die 14 Tage lang haltbar sind ...

Frappante Transportkosten

Der Transport einer Konservendose von China nach Hamburg kostet heute etwa 15 Rappen. Der Seetransport ist so billig, dass der Weg von Honkgong bis Hamburg günstiger ist als der anschliessende Transport auf dem Landweg von Hamburg in die Schweiz.

Quelle: Der Bund, "Der Boom auf den Weltmeeren", 21. August 2007, S. 2.

Nachtrag

Seit zwei Tagen streiken in Italien die Lastwagenfahrer. Bereits werden an den Tankstellen der Treibstoff und in den Läden Früchte und Gemüse knapp.

Nach nur zwei Tagen Streik herrschte in Rom und in anderen italienischen Städten bereits der Ausnahmezustand: An den Tankstellen bildeten sich lange Schlangen, weil Hunderttausende von Autofahrern noch schnell volltanken wollten. Viele standen vergeblich an: Eine Zapfsäule um die andere schloss, weil die Reserven aufgebraucht waren. In Rom war es bereits am frühen Nachmittag kaum noch möglich, Benzin zu erhalten.

In den Läden und Supermärkten leerten sich die Regale, weil die Warenanlieferung ausblieb. Gemüse und Früchte gab es gestern kaum noch, Milch- und Fleischprodukte dürften heute ausgehen. In vielen Supermärkten kam es zu Hamsterkäufen. Der sizilianische Bauernverband hat bereits den Einsatz der Armee gefordert, weil auch die Häfen von den Lastwagen blockiert werden und tonnenweise Mandarinen und Orangen nicht aufs Festland geliefert werden können und zu verfaulen drohen. Erste Fabriken standen still, weil die Materialzulieferung ausfiel. [...]

In Italien erfolgen rund 85 Prozent der Gütertransporte auf der Strasse, das Land ist deshalb bei Arbeitsniederlegungen der Lastwagenbranche besonders verletzlich.

Quelle: Der Bund, "In Italien droht das totale Chaos", 12. Dezember 2007, S. 5.

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Freitag, August 10, 2007

Importierte Nahrungsmittel unbedenklich?

Most notably, they found that lamb raised on New Zealand’s clover-choked pastures and shipped 11,000 miles by boat to Britain produced 1,520 pounds of carbon dioxide emissions per ton while British lamb produced 6,280 pounds of carbon dioxide per ton, in part because poorer British pastures force farmers to use feed. In other words, it is four times more energy-efficient for Londoners to buy lamb imported from the other side of the world than to buy it from a producer in their backyard.

Quelle: Food That Travels Well

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Donnerstag, August 09, 2007

Futter für den Wahlkampf

Letzten Freitag hat sich Kollege Smythe noch sichtlich erfreut darüber gezeigt, dass wir dieses Jahr keinen "Jahrhundertsommer" à la 2003 erleben mussten - und so die Grünen mit Blick auf die Parlamentswahlen im Herbst nicht noch den dritten oder vierten Nachbrenner zünden konnten.

Die Ereignisse der letzten Tage, insbesondere der gestrigen Nacht und des heutigen Tages, haben der ganzen Schweiz (wieder einmal) vor Augen geführt, dass die Natur uns auch heute, im 21. Jahrhundert, auf Trab halten kann. Die letzte "echte" (und unberechenbare) Supermacht auf diesem Planeten, sozusagen.

Herr Blocher mag noch lange beschwichtigen, dass ihm der Klimawandel nicht zu schaffen mache - im Gegenteil, ein Temperaturanstieg von einigen Grad Celsius wäre doch optimal. Der Haken am Ganzen: Dass die Temperaturen steigen, ist leider nur eine Entwicklung von vielen. Die Veränderungen in den Niederschlagsmustern müssen genau so in Betracht gezogen werden. Ich wage zu behaupten, dass die Niederschläge der massgebende Faktor für das "Wasserschloss" Schweiz sind ...

Inwiefern die Grünen diese Ereignisse in bare Wählerstimmen umwandeln können, muss sich zeigen.

Merke: Sommer können heiss-trocken (wie bspw. 2003) oder aber eben kalt-nass (wie dieses Jahr) ausfallen. Dazwischen gibt es unzählige Variationen.

Ein Experten-Bericht über die zu erwartenden Veränderungen für die Schweiz postuliert:

Temperaturerhöhung im 21. Jahrhundert

Von 1990 bis 2100 steigt die globale mittlere Temperatur um 1.4 bis 5.8°C (Abbildung 6b). Dieser Bereich ergibt sich aus den SRES-Szenarien und verschiedenen Klimamodellen. Die Erwärmung ist 2- bis 10-mal grösser als diejenige im 20. Jahrhundert und ist sehr wahrscheinlich einzigartig seit dem Ende der letzten Eiszeit vor ungefähr 10’000 Jahren.

Klimaänderungen sind regional sehr unterschiedlich. Es ist sehr wahrscheinlich, dass sich die Temperatur über Land und im Alpenraum stärker erhöht als im globalen Mittel. Es ist ebenfalls sehr wahrscheinlich, dass Häufigkeit und Intensität von sommerlichen Hitzewellen in ganz Europa zunehmen und dass die Anzahl Frosttage abnimmt.

Niederschläge im 21. Jahrhundert

Niederschläge werden wahrscheinlich in mittleren bis hohen nördlichen Breiten zunehmen. In den meisten Gebieten mit zunehmenden Niederschlägen werden Schwankungen im jährlichen Niederschlag sehr wahrscheinlich grösser. Für den Alpenraum zeigen die Modelle tendenziell eine Abnahme der Niederschläge im Sommer und eine Zunahme der Niederschläge im Winter. Es ist wahrscheinlich, dass die Häufigkeit von Starkniederschlägen, vor allem im Winter, in Europa zunimmt. Für einige weitere extreme Wetterphänomene gibt es zurzeit nur ungenügende Information, um Trends abschätzen zu können, weil die globalen Klimamodelle für verlässliche Vorhersagen noch nicht genügend räumlich aufgelöst sind. Zum Beispiel werden kleinräumige Wetterphänomene wie Gewitter, Tornados und Hagel in Klimamodellen nicht simuliert.

Quelle: Das Klima ändert - auch in der Schweiz

(Hinweis: Ich will damit keinesfalls behaupten, dass dieses Naturspektakel als Anzeichen des vielbeschworenen Klimawandels gedeutet werden soll - um damit zu argumentieren, muss man die Tendenz der langjährigen Mittelwerte heranziehen)

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Donnerstag, August 09, 2007

Sense bringt Hochwasser


DSCF2772.JPG
Originally uploaded by emeidi

Gestern Abend nach 10vor10 liessen es sich mein Vater, meine Schwester und ich es uns nicht nehmen, das das gefürchige Naturspektakel praktisch vor unserer Haustür (zum Glück ca. 50 Höhenmeter Unterschied zu unserem Vorteil) zu begutachten. In strömendem Regen wanderten wir hinab zur Autobahnzubringer-Brücke über die Sense. Ich kann mich nicht erinnern, den Fluss jemals derart hoch und derart schnell strömend gesehen zu haben.

Auf Grund der Lichtverhältnisse musste ich eine lange Belichtungszeit wählen (2 Sekunden, wenn ich die Anzeige richtig gelesen habe), weshalb man den turbulenten Abfluss nur schwer nachvollziehen kann:

Sense bei Neuenegg, 8. August 2007

Parkplatz für Wasserfeste

Das nachfolgende Video zeigt den Parkplatz auf der bernischen Seite. Normalerweise stehen dort, wo jetzt das Wasser über das Ufer trat, den Tag hindurch Fahrzeuge. Ein Fussgängerweg führt unter der Brücke hindurch gegen Thörishaus:

Wildwasserbahn

Auf der Mitte der Brücke stehend und in Flussrichtung schauend bot sich ein wildes Schauspiel. Wir versuchten uns gar nicht erst auszumalen, wie die Situation bei Laupen beim Zusammenfluss von Saane und Sense ausgesehen haben mag ...

Weitere Berichterstattung

hochwasser - sense und schwarzwasser

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Mittwoch, August 01, 2007

The Great Depression neu gedeutet

One argument is that the 1930s depression was really about the structural hickup as the economy shifted from being based on the power from agriculture and from a secondary extent from the power of coal to one actually driven by the power of oil.

Quelle: David Holmgren: PERMACULTURE & PEAK OIL: Beyond 'Sustainability' (ca. bei -21:00)

Nachtrag: Ist es purer Zufall, dass 1928 ein Öl-Kartell gebildet wurde?

McQuaig described how three of the giants, Shell, BP and Exxon, met at Achnacarry Castle, Scotland in late summer, 1928 to end price competition and stabilize world markets. Their leaders "hammer(ed) out an agreement in writing that set the course for the international oil order for decades to come," lasting through the early 1970s. It was not to compete, but rather to set quotas, maintain existing market shares, cooperate in sharing facilities, and avoid surplus production to keep prices stable.

Quelle: Reviewing Linda McQuaig's "It's the Crude, Dude"

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Montag, Juli 30, 2007

Radikales Umdenken

Of course the very last thing we should be doing -- which everyone from the Nascar morons to the Ivy League "greenies" is doing -- is focus all effort on how to keep the American automobile fleet running by some magic means other than gasoline. I say, just as a mental jump-start, let's put at least some of that effort into getting the choo-choo trains running again -- but this is too silly for the boys at MIT or even the Pentagon.

Quelle: Peak Tech

Der hier geht an alle, die glauben, mit noch mehr Technologie seien all unsere Probleme zu lösen ...

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Montag, Juli 30, 2007

Auch Stockholm macht jetzt Road-Pricing

Im großangelegten Feldversuch stellte sich heraus, dass der überlastete Verkehr in der Schären-Stadt mit der Maut um 20 Prozent zurückgeht, während die Nutzung des Nahverkehrs um 8 Prozent ansteigt: Auf die Maut reagierten die auswärtigen Pendler mit der Bildung von Fahrgemeinschaften.

"Umweltautos" (mit Bioethanol-, Biogas- oder Stromantrieb), die in Schweden beim Kauf mit 1000 Euro Staatsprämie bezuschusst werden, sind auf 5 Jahre von der Maut befreit. Sie machen inzwischen 15 Prozent aller schwedischen Neuwagen aus.

Quelle: City-Maut in Stockholm, Ablehnung in Deutschland

Solche Worte müssten auch die Herzen von Ökonomen (und Ordnungspolitikern?) höher schlagen lassen: Einerseits verringert man durch weniger Fahrzeuge die Zeit im Stau (mehr Freizeit, mehr Konsum), andererseits wird der Rohstoff Erdöl effizienter eingesetzt. Von der Schonung der Atemluft wollen wir gar nicht erst reden ...

Nicht in der Schweiz

Einerseits, weil dazu die gesetzlichen Grundlagen fehlen, andererseits, weil sich bürgerliche Politikern in dieser Angelegenheit für die armen, armen Wenigverdienenden einsetzen werden, die plötzlich nicht mehr mit dem Auto in die Stadt fahren dürfen ...

David Begg, a former chairman of the Commission for Integrated Transport, a government advisory body, says people in the poorest 25 per cent of the population are four times as likely as the average person to rely on public transport, and hence benefit from road-user charging. The rural poor, meanwhile, suffer from the present system's high fuel duty levels.

"The people who are probably discriminated against most by the current system of motoring taxation are the rural poor," Professor Begg says. "They very often have no alternative but to drive cars and they often drive them greater distances."

Quelle: Experts challenge widespread public hostility to road charging

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Mittwoch, Juli 25, 2007

Nun deckt auch die Rundschau den Klima-Schwindel auf

Das Schweizer Fernsehen ist langsam. Das Schweizer Fernsehen nimmt The Great Global Warming Swindle ernst, obwohl im Netz seit langem genügend Artikel gibt, die kritische Fakten über die Thesen-Doku auftischen. Die Journalisten des Schweizer Fernsehens haben nicht gründlich recherchiert, denn von dieser Kritik taucht kein Spürchen in der Rundschau auf.

Zum Glück hat Thomas Stocker (Wissenschaftler der Uni Bern, heute auf dem "heissen Stuhl" der Rundschau) den Film gesehen sowie auch die Kritiken gelesen und kann Reto Brennwald entgegen halten:

Stuhl: Thomas Stocker

Mein Senf

Aus meiner Sicht ist zu der Doku bereits alles gesagt:

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Montag, Juli 23, 2007

Moderne Landwirtschaft

Definiere moderne Landwirtschaft:

The modern agriculture is the use of land to convert petroleum into food.

Quelle: Dr. Albert Bartlett: Arithmetic, Population and Energy

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Dienstag, Juli 10, 2007

Verrückte Jahreszeiten

Während es hier in der Schweiz seit Wochen regnet, schneit es in Buenos Aires. Jawohl - Schnee. Argentinien liegt auf der südlichen Halbkugel, weshalb dort momentan der Winter herrscht. Dass es dabei aber gleich schneit, ist seit 1918 nicht mehr vorgekommen:

Thousands of Argentines cheered and threw snowballs in the streets of Buenos Aires on Monday as the capital's first major snowfall since 1918 spread a thin white mantle across the region.

"Despite all my years, this is the first time I've ever seen in snow in Buenos Aires," said Juana Benitez, an 82-year-old who joined children celebrating in the streets.

The snow followed a bitter cold snap in late May that saw subfreezing temperatures, the coldest in 40 years in Buenos Aires.

Quelle:

Wenig erfreuliches aus der Schweiz

  • Kaum Mückenstiche Letzten Dienstag habe ich am Morgen zum ersten (und bisher letzten) Mal in diesem Jahr Mückenstiche gezählt. Meines Wissens bin ich um d