Donnerstag, September 10, 2009

Das Schweinegrippen-Besuchsformular

Zum Beispiel erzählte mir heute beim Mittagessen [...] der CEO eines Unternehmens mit Produktionstätten und Niederlassungen in vielen Ländern, dass ihm seine Mitarbeiter kürzlich ein Formular vorgelegt haben, das für alle Werke des Unternehmens Gültigkeit erlangen sollte: Danach müssten ALLE Besucher schriftlich bescheinigen, dass sie in den letzten beiden Wochen nicht mit jemandem Kontakt hatten, der an Schweinegrippe erkrankt sei.

Quelle: Arlesheim Reloaded. Mäuse schultern Elefanten. - Schweinegrippe treibt Blüten

Letzte Woche durfte ich anlässlich eines Kommissionsausfluges die Cremo-Käserei in Kriechenwil besuchen - und auch dort musste einer der Besucher ein Formular unterschreiben, weil er sich nicht als "kerngesund" einstufte. Aber wahrscheinlich richten Keime bei Käsereien grösseren Schaden an als - sagen wir - in einer Maschinenfabrik.

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Dienstag, August 25, 2009

Wenn Unternehmen twittern

Alltag in vielen grösseren Unternehmen - um einen Tweet zu veröffentlichen sind ca. 30 Personen und 120 E-Mails involviert - Halleluja!

Wir werden bis heute Abend eine Excel-Liste im Intranet veröffentlichen, die alle tweets der kommenden 14 Tage beinhaltet. Ich denke, das beschleunigt den Freigabeprozess.

Quelle: Wenn Unternehmen twittern | TRENDOPFER

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Montag, Juli 27, 2009

Der richtige Firmenname

Die Flughafen Zürich AG sucht einen neuen Firmennamen. Der im Jahr 2000 mit viel Brimborium präsentierte Brand Unique ist seit langem umstritten. Nun wird in einer Arbeitsgruppe nach einem neuen Namen gesucht.

Quelle: Flughafen sucht einen neuen Firmennamen (Zürich , NZZ Online)

Endlich hat's jemand bemerkt ... Selbstverständlich werden sich Marketing-, PR- und Werbefuzzis nicht für die naheliegendste Lösung ("Flughafen Zürich AG") entscheiden, sondern für etwas völlig ... neues, "hippes", "cooles". Wichtig ist nur eines: Wer den Namen zum ersten Mal liest, darf auf keinen Fall erraten können, was sich hinter dem Namen für eine Firma verbirgt. Denn nur so rechtfertigt man als Marketing-Fuzzi seine Stelle. Als Starthilfe hier einige Tipps: Implenia, Axpo, Sunrise, Orange, ...

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Freitag, Juli 24, 2009

Access- und Excel-basiertes CRM

unsere Außendienstler greifen über IE auf unser Access- und Excel-basiertes CRM zu

Quelle: Das wird ein Upgrade bei uns verhindern | Microsoft baut Sandkasten für Office 201... | heise security news-Foren

Dem sagt man garantiert nicht CRM, sondern Gefrickel höchster Ordnung ... Motto: Gebt Leuten Excel und Access, und sie bauen dir in wenigen Tagen eine Weltuntergangsmaschine.

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Sonntag, Juni 28, 2009

Verdammt alte Zöpfe

Die Welt wartet darauf, was der Papst zur Wirtschaftskrise zu sagen hat. Doch die Enzyklika verzögert sich. Die lateinische Übersetzung wird nicht fertig.

[...] Dass die Pflege der alten Sprachen auch ihre Tücken hat, erlebt Benedikt XVI. nun hautnah. Seine Mitarbeiter schaffen es nicht, die neue päpstliche Sozialenzyklika "Caritas in veritate" - also "Liebe in Wahrheit" - rechtzeitig in die offizielle Kirchensprache zu übersetzen. Eigentlich sollte die Stellungnahme des römisch-katholischen Oberhirten am Montag erscheinen. Doch nun verzögert sich der Start um eine Woche.

Quelle: FTD.de - Sprachprobleme im Vatikan: Veritas, veritatis, veritati - Europa

Die Aktionäre dieses Unternehmens haben wortwörtliches Gottvertrauen ... andere Buden (bspw. General Motors) hätten längst den Bankrott erklärt. Nur im Vatikan übersetzt man geflissentlich weiter.

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Sonntag, März 22, 2009

Wie Unternehmen weiter als an den Tellerrand denken

If you had simply "listened" to Blockbuster's customers you'd think the best way to compete with them would be to have cheaper late fees or a bigger selection in your store. Netflix actually went a step further and understood the underlying customer problems (e.g. even going to a video store is a hassle which is why you end up with late fees in the first place) and created a product that was truly disruptive.

Quelle: Dare Obasanjo aka Carnage4Life - Facebook "stream" redesign: Disruptive companies don't listen to their customers – Mark Zuckerburg

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Samstag, November 01, 2008

Consumer-Kunden und ihre Luxus-Wünsche

Ich meldete die Störung und es hiess, ein Techniker werde sich innert 48 Stunden darum kümmern. 48 Stunden? Ich habe ein Geschäft und sollte erreichbar sein!

Quelle: http://www.aeroplanemodels.com/cablecom/index.html

Werter Cablecom-Leidenskunde: Obwohl ich Sie und ihr Problem mit Cablecom durchaus nachvollziehen kann (jeder von uns ist schon mal in der Hotline-Hölle des besagten Unternehmens gelandet) muss ich doch auch Kritik an Sie, Herr Modellflugzeuverkäufer, richten: Wer aus geschäftlichen Gründen auf einen Internetzugang angewiesen ist (und beim Nicht-Funktionieren schwerwiegende finanzielle Einbussen erleidet), sollte dementsprechende Business-Angebote einkaufen, welche durch SLAs abgesichert sind ...

Dieser Fall erinnert mich an den Typen irgendwo da draussen im Netz, der sich in seinem Blog darüber beschwert hat, dass Sunrise sich doch tatsächlich die Frechheit erlaube, nach etwa 10 Jahren Bestand die @freesurf.ch-Adressen abzuschalten, wenn jemand nicht auch Kunde von Sunrise ist. Die E-Mail-Adresse von Kunden wurde dann zu Google migriert (weise Entscheidung - als Telekommunikationsanbieter sollte man nicht auch noch Know-How zum Betrieb eines Web-Mail Systems in das Unternehmen integrieren müssen, wenn es so was wie Google gibt). Diesem Zeitgenossen habe ich in einem Blog-Kommentar (welchen ich leider nicht mehr finde) angeraten, eine .ch-Domain und ein Hosting-Paket zu mieten, um dort einen IMAP-Mailserver zu betreiben. Nur so bleibt gewährleistet, dass man die annähernd totale Kontrolle über seine Mail-Adresse, seine Mails und den Mail-Server behält ...

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Dienstag, Oktober 14, 2008

Venture Capitalists erläutern ihren Startups die Finanzkrise


Whiner Jerkins All Hands 10/13/08 - Free Legal Forms

Schön, wie die MBAs und ihre Trophy Wives an den Pranger geführt werden ...

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Sonntag, Oktober 05, 2008

Facebook und StudiVZ v. Xing und Linkedin

As Mr Hoffman, LinkedIn's founder, puts it: "Most users of social networks have a lot of disposable time, but not much disposable income. With professionals it is the other way around."

Quelle: The Economist, 27. September 2008, "Facebook for suits", S. 72.

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Montag, Juni 30, 2008

Kapitale Fehlentscheidung

Recently I’ve been bumping into more and more people who’ve either left Google to come to Microsoft or got offers from both companies and picked Microsoft over Google.

Quelle: Dare Obasanjo aka Carnage4Life - The GOOG->MSFT Exodus: Working at Google vs. Working at Microsoft

Richtig. Es soll ja im April 1945 auch noch Idioten gegeben haben, die der sowjetischen Armee desertiert und sich der deutschen Wehrmacht angeschlossen haben ...

Microsoft ist ein aufgeblähtes, bürokratisches Unternehmen, das mittelmässig bis grottenschlechte Software für ein längst vergangenes Jahrhundert produziert - ich sehe nicht, wie sich das in den nächsten Tagen und Wochen ändern soll.

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Sonntag, Juni 01, 2008

Grau-schwarze Westen in deutschen Chefetagen

Erst VW, dann Siemens, nun Telekom: Es läuft etwas schief in deutschen Chefetagen.

[...] Dort hat sich ganz offensichtlich eine Denke entwickelt, die sich zunehmend entfernt von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit. Die jüngsten Unternehmensskandale lassen gar keinen anderen Schluss zu.

[...] Es zeigt in einem Teil der Wirtschaftselite eine große Verachtung für den Staat, dessen Spielregeln und dessen Repräsentanten.

Etliche Manager verstehen nicht oder wollen nicht verstehen, dass Politik anders funktioniert als ein Konzern. In einem Unternehmen kann man von oben nach unten durchregieren. In einem demokratischen Staat mit seinen Parteien, Interessengruppen und Verfassungsgerichten funktioniert das nicht.

Quelle: FTD.de - Kolumnen - Kolumne - Andreas Theyssen: Uns kann keiner - Seite 1 von 2

Fehlt eigentlich nur noch ein Steuerskandal mit Mittelsmännern in der Schweiz und in Liechtenstein ...

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Montag, Mai 05, 2008

Riecht ihr das Startup?

One guy, I think it was TechCrunch’s Ouriel Ohayon, said he likes to visit startups to “smell the startup.” [...]

Other journalists have told me they get nervous about a company if they claim to be a software house, yet there are too many “pretty people” running around. Engineers are rarely pretty. Or, if they are too scripted. Or if they have ostentatious offices. Startups should be in pretty cheap surroundings.

[...] back to the smell of the startup. The offices were in a low-cost place. They had what looked like used furniture. Clearly no expense had been overdone. And the people we met were geeky, passionate, and not very good on camera. Makes my job a little tougher, but tells me that we were in front of the real deal, not some dance and pony show. Funny, the same CEO even does his own videos on its Web site, along with the same cruddy furniture.

Quelle: The smell of a good startup

Wenn das Startup dann irgendwann mal den Schritt in die mittlere Reife gemacht hat und sich einen eigenen Büro-Komplex aus dem Boden stampft, hat man dann einen etwas grösseren Spielraum:

Then there’s our building. Steve Jobs basically designed this building. In the center, he created this big atrium area, which seems initially like a waste of space. The reason he did it was that everybody goes off and works in their individual areas. People who work on software code are here, people who animate are there, and people who do designs are over there. Steve put the mailboxes, the meetings rooms, the cafeteria, and, most insidiously and brilliantly, the bathrooms in the center — which initially drove us crazy — so that you run into everybody during the course of a day. [Jobs] realized that when people run into each other, when they make eye contact, things happen. So he made it impossible for you not to run into the rest of the company.

Quelle: Pixar’s Brad Bird on Fostering Innovation

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Samstag, April 12, 2008

Wieso PC-Supporter so verhasst sind

[...] what happens is that the more talented and effective IT engineers are the ones most likely to leave — to evaporate, if you will. They are the ones least likely to put up with the frequent stupidities and workplace problems that plague large organizations; they are also the ones most likely to have other opportunities that they can readily move to.

What tends to remain behind is the ‘residue’ — the least talented and effective IT engineers. They tend to be grateful they have a job and make fewer demands on management; even if they find the workplace unpleasant, they are the least likely to be able to find a job elsewhere. They tend to entrench themselves, becoming maintenance experts on critical systems, assuming responsibilities that no one else wants so that the organization can’t afford to let them go.

Quelle: The Wetware Crisis: the Dead Sea effect

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