Dienstag, April 21, 2009
Zürcher Bürokratiewahnsinn
«Wir mussten die WCs um zwei Zentimeter erhöhen, das Toilettenpapier musste an einem bestimmten Ort hängen, die Funktionsweise des Seifenspenders ist reglementiert, es gibt eine Vorgabe für den Durchmesser des Spiegels.»
Quelle: Kampf gegen Gastrofilz und Behördenwut - News Zürich: Stadt Zürich - tagesanzeiger.ch
Bern scheint der Sihlstadt mit den unbeheizten Wintergärten unbedingt Konkurrenz machen zu wollen ...
Labels: Behörden, Bern, Gastronomie, Politik, Restaurant, Verwaltung, Zürich
Samstag, Dezember 06, 2008
Bürokratie erledigt sich selber?
The late Eugene McCarthy, a longtime senator from Minnesota and several times a presidential candidate, once said that the only thing that saves us from bureaucracy is its inefficiency.
Quelle: RideLust Daily Fail: DC Officials Tow $70k Audi With No Rims
Montag, November 17, 2008
Steuerverwaltung Bern VoIPt!
Wundern Sie sich nicht, wenn Sie künftig eine/n Mitarbeitende/n der Steuerverwaltung direkt anrufen und auch für Biel, Burgdorf und Thun 031 6xx xx xx wählen müssen. Wir haben die Kreisverwaltungen in keiner Art und Weise zentralisiert, sondern diese lediglich an die zentrale Telefonieanlage in Bern angeschlossen. Neu telefoniert nämlich die gesamte Steuerverwaltung – zur Zeit noch ohne die Kreisverwaltung in Moutier – über vorhandene Datenleitungen mit Voice over IP (VoIP).
Dadurch ist es möglich, dass wir alle rund 300'000 Anrufe, die jährlich über die zentrale Nummer 0848 844 411 bei uns eintreffen, kostenlos – weil intern – an die Kreisverwaltungen weiterleiten können. Ein weiteres Plus: Alle Mitarbeitenden innerhalb der Steuerverwaltung telefonieren nun gebührenfrei.
Quelle: Mail von 10minuten@fin.be.ch vom 14. November 2008.
Und dann sagt man immer, wir Berner seien langsam. Bezüglich Informationstechnologie scheint die kantonalbernische Steuerverwaltung nicht auf die Nase gefallen zu sein - bereits mit der TaxMe CD als auch mit TaxMe online verfügen wir Berner über einfach zu bedienende Software, um unsere Steuern zeitsparend zu erfassen (wobei ich immer noch Bekannt haben, die lieber dem Papier vertrauen. Es könnte ja sein, dass die Software falsch rechnet und man 50 Rappen zu viel steuern zahlt - Skandal!)
PS: Nur die Bern-Jurassier fahren anscheinend noch ein Sonderzüglein ... Wen wunderts?
Labels: Bern, IT, Steuern, Verwaltung, VoIP
Dienstag, Oktober 21, 2008
Fahrschüler: Durchfall-Gerücht
Dieses "Gerücht" gab es schon 1999, als ich meine Autoprüfung mit Ach und Krach erfolgreich absolvierte:
Man hört es immer wieder: Ende Monat sei es aus statistischen Gründen zuweilen aussichtslos, die Autofahrprüfung zu bestehen. Müssen Experten tatsächlich einen bestimmten Prozentsatz ihrer Prüflinge durchfallen lassen?
Quelle: Bern: Lassen Experten Fahrschüler absichtlich durchfallen? - Region - bernerzeitung.ch
Freitag, September 28, 2007
Wenn es unbedingt SAP sein muss ...
Stein des Anstosses war, dass der Kanton den Projektauftrag an den SAP-Anbieter Novo Business Consultants vergab, obwohl dieser im Bewerbungsverfahren offenbar nicht am besten abschnitt. [...] Wie der Tages-Anzeiger weiter schreibt, wollte das Evaluationsteam eine SAP-Lösung und entschied sich darum für Novo Business Consultants.
Anstatt die ursprünglichen Bewerbungen zu berücksichtigen, wie das Gericht verlangte, hat die Verwaltung laut Tages-Anzeiger das Projekt neu ausgeschrieben, und zwar so, dass nur noch ein SAP-Anbieter in Frage kommt.
Quelle: ERP-Projekt im Kanton Baselland sorgt erneut für rote Köpfe
... Reverse Engineering einer Ausschreibung: Ausgehend von einem Werbeprospekt eines Anbieters werden die Kriterien für die gewünschte Software festgelegt. Wie ein Wunder passt die Offerte genau dieses Anbieters wie die Faust auf's Auge. Auch eine Möglichkeit, und eine kreative dazu ...
Wenn die Bebbis unbedingt SAP wollen, sollen sie's doch kriegen!
Labels: IT, Verwaltung
Mittwoch, Juli 25, 2007
Bundesverwaltungsgericht gegen Open Source
Der Entscheid des BVGer, sich von der Informatik des Bundesgerichtes zu trennen, hatte für einigen Wirbel gesorgt, da eine Informatik aus einem Guss gefordert worden war. Das BVGer war vor allem mit den Eigenentwicklungen des Bundesgerichtes wie dem Dossierverwaltungsprogramm DossPlus sowie der Archiv-Software Archiweb, aber auch mit StarOffice, Evolution sowie dem Nautilus-Dateimanager unzufrieden und wollte statt diesen Programmen lieber Microsoft-Produkte einsetzen.
Quelle: Bundesverwaltungsgericht darf eigene IT-Umgebung evaluieren
Für mich gibt es drei plausible Gründe, was der Grund für die "Trennung" der IT resp. der geplante Umstieg auf Microsoft-Produkte sein könnte:
- (gekaufte?) Microsoft-Lobbyisten innerhalb den Reihen des BVGer
- Unkenntnis der Entscheider. Bauchentscheid des Chefs, der kein Informatik-Hintergrund mit sich bringt und nicht auf seinen CIO hört (oder noch schlimmer: Der CIO selbst empfiehlt Microsoft *schauder*).
- Benutzerunfreundlichkeit der bisherigen Lösungen. Das ist leider sehr schnell möglich, wenn OSS-Geeks etwas zusammenbauen.
Für mich ist ganz klar, dass das Bundesgericht mit ihren bisherigen Lösungen (Archiweb tönt nach Web-Applikation - die Zukunft schlechthin) sicherlich deutlich fortschrittlicher und plattformunabhängiger hantiert, als Microsoft-Sklaven in der Bundesverwaltung.
Labels: OSS, Schweiz, Verwaltung
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