Freitag, Februar 19, 2010

Internetseiten von Grossratskandidaten

Das Internet wird als Wahlkampfmedium immer wichtiger und beliebter. Viele Kandidierende für die bernischen Grossratswahlen sind denn auch aktiv auf eigenen Webseiten, Facebook oder Blogs. Nur: Der virtuelle Wahlkampf hat auch seine Tücken. Es gibt einige, wichtige Regeln zu beachten.

Quelle: Regionaljournal Bern Freiburg Wallis | Der Wahlkampf im Internet und seine Tücken | Schweizer Radio DRS

Von meinem Vater darauf hingewiesen, hörte ich mir vor einigen Tagen den Regionaljournal-Beitrag über Web-Sites von Grossratskandidaten aus dem Kanton Bern an. Obwohl der Beitrag über 4 Minuten lang ist, konnte ich bei bestem Willen kaum etwas nützliches daraus entnehmen.

Zusammengefasst wurden folgende Ratschläge erteilt:

  • Sich erst jetzt auf Facebook und Twitter zu registrieren ist sinnlos. Am Besten ist man seit Jahren im Netz aktiv und hat längst seine Spuren hinterlassen — und kann nun von der Publizität profitieren.
  • Hat man ein Benutzerkonto auf Facebook & Co., sollte man sich regelmässig um seine Kontakte kümmern und Informationen rausposaunen — wie halt im echten Leben mit echten Kollegen.
  • Was auch immer man von sich gibt, man sollte möglichst authentisch rüberkommen. Doch Achtung: Mit Obszönitäten um sich zu werfen und mit nicht-gutbürgerlichen Manieren zu prahlen wird nicht empfohlen — wie halt auch im echten Leben.
  • "Will man von einer Kandidatin wirklich das Sternzeichen wissen?" Spontan kam mir dabei die Web-Site meines geschätzten Gegners auf kommunaler Eben in den Sinn: Oliver Schmid (SVP) ...

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Dienstag, Dezember 01, 2009

Pakistaner pochen auf "interreligiöse Harmonie"

Erst am späten Montagnachmittag versammelten sich die ersten wütenden Menschen in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad, um gegen das Schweizer Minarett-Verbot zu demonstrieren. [...]

Yahya Mudschahid, ein Sprecher der islamischen Hilfsorganisation Jamaat-ud-Dawa, der eine Nähe zur Terrorgruppe Lashkar-e-Toiba nachgesagt wird, nannte die Schweizer Entscheidung einen "Schlag gegen die interreligiöse Harmonie". "Diese Entscheidung verletzt die Prinzipien der gegenseitigen Verständigung und der religiösen Toleranz." Der Westen rühme sich immer, "Meister der religiösen Toleranz und der interreligiösen Harmonie" zu sein, aber das Ergebnis der Schweizer Volksabstimmung offenbare die Vorurteile gegen Muslime.

Quelle: Erste Proteste gegen Schweiz: Islamische Welt entsetzt über Minarett-Verbot - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik

Eine 5-sekündige Google-Suche bringt dann folgenden Text zu Tage:

Besonders seit den 1990ern wurden Christen wegen angeblicher Blasphemie verhaftet. Laut dem Daily Telegraph wurden in Faisalabad Kirchen zerstört. In Pakistan gab es 2005 Bombendrohungen.

Die Christen in Pakistan werden nach dem Tod von Benazir Bhutto wieder zunehmend verfolgt; es erfolgen immer wieder Massaker an der christlichen Bevölkerung.[2][3] Bei einem Brandanschlag von mehreren hundert Mitgliedern einer islamistischen Gruppe auf die Christengemeinde in der Provinz Punjab waren am Samstag mindestens acht Menschen getötet worden. Über 70 Häuser und zwei Kirchen wurden zerstört. Grund für die Übergriffe von Islamisten ist das geltende Blasphemie-Gesetz sowie die hudud-Verordnungen (Hadd-Strafe).[4][5]

Quelle: Christentum in Pakistan – Wikipedia

Natürlich sollte sich die Schweiz nicht an Pakistan messen — wir sind eine aufgeklärte Demokratie, die den Menschenrechten verpflichtet ist. Nur weil in Saudi Arabien keine christliche Kirchen gebaut werden dürfen, ist dies noch lange kein Grund, uns auf dieses Niveau herabzulassen und deren Messlatte auch für unsere Politik zu verwenden. Wir müssen uns mit anderen westlichen Nationen messen, nicht mit autoritären muslimischen Regimes!

Und doch sollte man zumindest Aussagen gerade solcher Pakistaner in einen entsprechenden Kontext setzen, wie ich es gerade getan habe.

Abgesehen von den paar Heissmachern am rechts-aussen-Flügel, die sich nun in ihrem Wahlerfolg sonnen, wird es die Schweizer Bevölkerung garantiert nicht soweit kommen lassen. Kein Zweifel, dass Polizei und Rechtstaat hierzulande gegen solche Übergriffe vehement einschreiten würden. Auch die Bevölkerung würden spätestens dann ein klares Statement abgeben, — nämlich, dass zwischen einem Bauverbot für Minarette und tätlichen Übergriffen auf Religionsgemeinschaften ein himmelweiter Unterschied existiert. Davon bin ich überzeugt. Sonst steht die Neuauflage des Dritten Reichs in den Startlöchern, und ich müsste nach Skandinavien auswandern.

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Dienstag, Dezember 01, 2009

Wiederholung der Minarett-Abstimmung auf Facebook

Auf Facebook ist der Fall klar:

Via: twitpic — thbenkoe

Wahrscheinlich hat Longchamps gfs bei ihrer Befragung der Wählermeinung dummerweise eine Mehrheit der 1'000 Leute erwischt, die sich mittlerweile in der erstgenannten Gruppe tummeln ...

Interessant wäre aber noch der Zusatz:

"Ich schäme mich für das Resultat der Minarett-Initiative ... UND HABE LETZTEN SONNTAG AUCH WIRKLICH MEINE STIMME GEGEN DIE INITIATIVE ABGEGEBEN"

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Sonntag, September 27, 2009

Verlierer und Sieger der Bundestagswahlen in Deutschland 2009

Es muss einem schon zu denken geben, wenn die SPD während einer Wirtschaftskrise so massiv an Stimmen verliert. Aber dennoch gilt es auch die vermeintlichen Gewinner auf den Boden der Tatsachen zu holen:

CDU und CSU erreichen mit gerade einmal knapp 34 Prozent nicht einmal das Niveau von vor vier Jahren. Damit fährt Merkel das schlechteste Ergebnis für die Union bei einer Bundestagswahl seit der Wahl 1949 ein.

Quelle: SPIEGEL ONLINE - Druckversion - Bundestagswahl: Kanzlerin von Guidos Gnaden - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik

In den USA wurde letztes Jahr der erste Schwarze zum Präsidenten gewählt - in Deutschland ist absehbar, dass mit Guido Westerwelle der erste Schwule zum Aussenminister wird. Als gesellschaftlich sehr liberaler Mensch freut mich dies sehr.

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Samstag, September 26, 2009

Steinmeier - 15 Jahre WG-Leben

Naja, den Vorwurf habe ich ja damals schon gehört. Gar nicht so sehr auf die WG bezogen, sondern auf meine Assistentenzeit an der Uni. "Der will nicht raus ins feindliche Leben", hieß es. Ich fand es wunderbar. Und von der ganzen Zeit, die ich damals zum Arbeiten und zum Lesen hatte, zehre ich noch heute.

Quelle: SPIEGEL ONLINE - Druckversion - Bei Steinmeier in der WG: "Auch du, Genosse, hältst die Küche sauber" - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - UniSPIEGEL

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Dienstag, September 22, 2009

Deutschland hat keine Wahl

Frontal21 zeichnet ein treffendes Psychogramm Deutschlands: die grösste Bundestagsfraktion sind die Nichtwähler, die Hälfte der Parteimitglieder sind über 50, sämtliche Parteiprogramme versprechen alles und nichts, Ordnungsämter treiben Jungunternehmen in die Insolvenz, zwischen Hartz IV und Topbanker gibts nix mehr. Gute Wahl, Deutschland!

Quelle: Facebook-Status von Dennis Nordmann

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Dienstag, September 15, 2009

Bundesratswahl vom 16. September 2009: Die (Un)Prognose

Morgen ist gleich ein doppelt (un)bedeutender Tag: Einerseits wählt die Bundesversammlungen ein neues Mitglied in die Exekutive des Landes, andererseits mühe ich mich für 45 Minuten durch die mündliche Lizentiatsprüfung. Themen: Landesstreik 1918 und Französische Revolution. Die Bundesratswahl wird wohl ohne vor- und nachgängigen Streik auskommen und eine Revolution, nun, die ist dieses Jahr irgendwie auch nicht zu erwarten.

Da die Medien bezüglich der Bundesratswahl derzeit förmlich ausflippen - wohl nicht zuletzt auf Grund der Wirtschaftskrise, die die Journalisten unter Druck setzt, ihre Titel mit boulevardesken Mitteln en masse zu verkaufen - halte ich mich für einmal äusserst kurz. Die Sache muss nüchtern betrachtet werden und rechtfertigt den bisher kolpotierten Wahlkrimi garantiert nicht.

Meine Prognose:

Didier Burkhalter wird zum 112. Bundesrat der Schweiz gewählt

Wieso? Nun, er wäre aus meiner Sicht ein perfektes Exekutivmitglied der Schweiz. Erst seit der Ankündigung des Rücktritts von Pascal Couchepin kennt man ihn, als das Kandidatenkarussell so richtig in Schwung gekommen ist. Für mich ist er ein unbeschriebenes Blatt, ein Leisetreter und wird im Bundesrat sicherlich fleissig und pflichtbewusst an die Arbeit gehen - genau wie wir Schweizer uns insgeheim eben einen Bundesrat vorstellen. Wir mögen Leute vom Kaliber Obamas und Kennedys irgendwie nicht wirklich - und das ist meiner Meinung nach auch gut so.

Natürlich darf man die Wahlarithmetik nicht aus den Augen lassen. Wie ich Kollege Zgräsch bereits am Samstag in der Enge des Fonds von Hebos 206er erläutert habe, glaube ich nämlich nicht, dass die SP geschlossen für Schwaller stimmen wird. Nicht wenige der welschen Sozialdemokraten werden sich meiner Meinung nach für Burkhalter entscheiden, weil der Schwaller aus ihrer Sicht ein Deutschschweizer ist (was ich ebenfalls so sehe).

Damit wir uns recht verstehen: Burkhalter ist meine Prognose, nicht mein Wunschkandidat. Denn logischerweise hege ich grosse Sympathien für Schwaller, da er nur wenige Kilometer von meinem Heimatort lebt und - viel wichtiger - Seislerdeutsch spricht. Der deutschsprachige Sensebezirk des Kanton Fribourg - früher das Armenhaus des Kantons - hätte nun wirklich einmal einen Bundesrat verdient! Schade, dass Schwaller in der Arena angekündigt hat, nur dieses eine Mal zur Wahl anzutreten. Wenn ich aber mit den Ohren eines Politikers seine Aussage richtig verstanden habe, bleibt ein Hoffnungsschimmer: Wählt die Bundesversammlung ihn nach 2009, ohne dass er kandidiert hat, würde er die Wahl annehmen ...

Ausserdem darf man nicht vergessen, dass die SP wohl über kurz oder lang ihren Leuenberger ersetzen muss. Deshalb könnte dies ein weiterer Punkt für Burkhalter und gegen Schwaller sein - denn so hätte man (hoffentlich, den so sicher ist bei Bundesratswahlen leider seit einigen Jahren nichts mehr) bei der Besetzung des SP-Sitzes die FDP im Boot.

Aber äbe - meistens kommt es anders, zweitens als man denkt.

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Montag, September 07, 2009

Wieso Obama wirklich gegen McCain gesiegt hat

A large part of Mr. Obama's appeal as a candidate last year had to with presenting himself as an intelligent adult -- as opposed to a parent figure (or a crazy old uncle in the case of John McCain).

Quelle: The Labor Day Blues - Clusterfuck Nation

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Montag, September 07, 2009

Was tut der Westen eigentlich in Afghanistan?

In Afghanistan sollen zur Präsidentschaftswahl mehr als 800 Wahllokale zum Schein eingerichtet worden sein. Einem Bericht zufolge existierten sie nur auf dem Papier - meldeten allerdings mehrere tausend Stimmen für Staatschef Karzai.

Quelle: Afghanistan: Zeitung berichtet über Hunderte Schein-Wahllokale - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik

Aus meiner Sicht muss man dieses Volk sich selbst überlassen - die Armeen sind innert Wochen abzuziehen, die Hilfe an die Bevölkerung ist einzustellen. Ich denke nicht, dass dieser Wahlfälscher nur einen Tag ohne Schutz seiner westlichen "Freunde" in seinem Amt überlebt.

Aber halt, weil eine selten blöde westliche Nation es klug findet, ja genügend Waffen zu exportieren (und ich dachte schon, die hätten dort nur noch Investment-Banker, Casino-Bardamen und Burger-Flipper), können wir sicher sein, dass mit solchen Waffen bald wieder eine grosse Party veranstaltet wird.

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Donnerstag, Juni 04, 2009

A Guy called Marco Fischer

Wer auch immer in der Stadt Luzern stimmberechtigt ist - gebt um Himmels Willen Marco Fischer eure Stimme:

Wahlkampfvideo Marco Fischer (FDP, Stadt Luzern) (FLV, 3.6MB)

Quelle: FDP Stadt Luzern - Kandidaten Videoportraits Wahlen 2009 (Video 9 von 31)

Via: Genosse Krattinger

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Dienstag, Januar 20, 2009

Triumph des Willens 2009?

Wie Obama in Leni Riefenstahls Trickkiste greift

Quelle: Wie Obama in Leni Riefenstahls Trickkiste greift - Kultur: Diverses - bernerzeitung.ch

Genau das habe ich auch gedacht, als ich das Festlich geschmückte Kapitol gesehen habe. Zwar wurde Obama demokratisch gewählt, doch vieles lässt ungute Erinnerung an längst vergangene Zeiten aufleben.

Mein Tipp an Obama: Nach den Feierlichkeiten geht's schnurstracks zum Tagesgeschäft!

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Mittwoch, Dezember 10, 2008

Bundesratswahl vom 10. Dezember 2008: Die (Un)Prognose

Hier kurz vor dem Schlafen gehen noch ein Bündel von Szenarien für die morgige Bundesratswahl 2008:

  • Blocher. Ihm rechne ich absolut keine Wahlchancen zu. Seit seiner Abwahl vor einem Jahr ist der Lack ab, der als unbesiegbare Politiker besiegt. Ausserdem frage ich mich immer wieder, wie gesund (und leistungsfähig!) ein Bundesrat Blocher wäre. Auch viele SVPler wären sicherlich froh, wenn er langsam aber sicher den dritten Akt seiner Politikerkarriere in Angriff nehmen würde und über die nächsten ein, zwei Jahre einen (leider nun nicht mehr so) glorreichen Abgang inszeniert.
  • Maurer. Für mich immer noch das wahrscheinlichste Szenario. Die SVP und ihre Verbündeten werden kaum noch einmal ein Opfer einer "Verschwörung" angeführt durch SP und CVP werden wollen - weshalb sie alle Räte, die in der Stimmabgabe unsicher sein könnten, in den letzten Tagen gehörig beackert haben. Einen solch kapitalen Fehler wie den vom 12. Dezember 2008 macht auch die arroganteste Partei nur einmal. Maurer hat Ecken und Kanten und ist nicht über alle (populistischen) Zweifel erhaben. Ein zweiter Blocher würde er meines Erachtens kaum werden. Aus welchem Grund auch immer hege ich die leise Hoffnung, dass Maurer auch diese Herausforderung meistert und mehr wird als ein zum Bundesrat mutierter ehemaliger SVP-Parteipräsident. Er hat an der Spitze der SVP gezeigt, dass er in seinem Amt wachsen kann und sich vom omnipotenten Ziehvater emanzipiert hat.
  • Walter. Heute Abend von SVP-Mitgliedern als kritischstes Szenario verteufelt: Wenn sich eine Ratsmehrheit findet, die Walter aufs Ticket schreibt, könnte das eine noch grössere Zerreisprobe für die SVP werden als die Abwahl Blochers, die Annahme der Wahl durch Evelyne Widmer-Schlumpf und die Abspaltung der BDP. Die bäuerlichen Stammwähler in der SVP würden nicht verstehen, wenn man "ihren" Bauernpräsidenten die Bundesratswürde entzöge. Aus Sicht der gegnerischen Parteien ein taktisches Meisterstück, das den politischen Erzfeind auf Jahre hinweg schwächen würde. Die Frage ist nur, ob Walter auch für das gesamte Land die beste Wahl wäre.
  • Sonstiger SVPler. Spuhler fällt weg, da er nicht nur auf Druck der Partei das Amt nicht annehmen würde, sondern auch als Unternehmer das Wohl seines Betriebes in den Vordergrund stellen würde (Spuhler als Unternehmer/Patron im Gegensatz zu den vielen Boni-geilen Bank-Managern mit einer untergeordneten Bindung zum Unternehmen). Aber wer weiss, was die Drahtzieher und die vermeintlichen Drahtzieher (Stichwort "13" - eine reine Erfindung der Medien?) alles ausgeheckt haben.
  • Schwaller. Als Schweizer mit Heimatort Giffers (FR) würde ich mich natürlich ungemein über einen Bundesrat aus dem Sensebezirk freuen. Die Frage ist nur, ob die CVP ihren Spitzenkandidaten für das Bundesratsamt notfalls bei einer "unheiligen" Wahl opfern möchte. Schwaller selbst - wie auch viele Parlamentarier - sähen es wohl deutlich vorteilhafter, wenn der "Seisler" als Ersatz für einen CVPler nachrutschen könnte und eine glanzvolles Wahlresultat quer durch das Parlament erzielt.

Die Bundesstadt vor der Wahl

Der Zufall wollte es, dass ich heute Abend an einem Weihnachtsessen im Kornhaus weilte. Von Politikern keine Spur - hier sollte vor knapp einem Jahr die Verschwörung vollendet worden sein? Einzig im Bahnhof laufe ich um ca. 23.40 Uhr fast in Ruedi Rechsteiner hinein, der meiner Meinung nach gerade mit dem Zug aus Basel angetroffen ist.

Nachtrag: Die Politiker haben sich heute anscheinend an anderen Orten herumgetrieben ...

Nach-Nachtrag:

20.05 Uhr: Wir brechen auf. Die SP hat sich im «Kornhauskeller» versammelt.

Hä? Wen meint der jetzt? Die SP Neuenegg war ab 19.15 Uhr mit drei Nasen auf Platz, ansonsten habe absolut niemanden "unserer" Parlamentarier gesehen ...

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Samstag, November 08, 2008

Wahlweisheit

"[...] This election will be decided by the voters, not by the candidates."

Quelle: Franken's deficit: 238 votes

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Freitag, November 07, 2008

Holt Obama Schwarzenegger?

Der neu gewählte Präsident der USA wird vermutlich heute seine Kabinettsliste bekannt geben. Es spricht einiges dafür, dass Barack Obama den Republikaner Arnold Schwarzenegger an Bord holt.

Quelle: Terminator auf dem Weg in Obamas Kabinett - News Ausland: Amerika - tagesanzeiger.ch

... offenbar als persönlicher Fitness-Trainer:

Schwarzenegger (im Wahlkampf in Ohio): "He needs to do something about those skinny legs"

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Freitag, November 07, 2008

Mutter Biden und Schwiegermutter Obama?


20081105_Chicago_IL_ElectionNight1795
Originally uploaded by Barack Obama

Die hier an Obamas Seite stehende Frau habe ich noch nie gesehen. Hingegen kann ich mich an Bidens Mutter erinnern, weil er zusammen mit ihr wählen gegangen ist ...

Alle Fotos von den entscheidenden Minuten am Wahlabend unter Election Night 11-04-08 (Photograph: David Katz)

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Donnerstag, November 06, 2008

USA: Mittelalter gegen frühe Neuzeit

California has voted to ban gay marriages only months after the practice was legalised, in a move which left thousands of homosexual couples stranded in a legal limbo.

Quelle: California votes to ban gay marriage - Times Online

Der (halb)schwarze Obama wird Präsident der USA (2009-2013, wie Blick am Abend titelte - wollen wir es hoffen!!!), doch im sonnigen Kalifornien haben anscheinend Konservative das Wort. Wähler, die keine Leute mögen, die die Missionarsstellung nicht in- und auswendig kennen. Hoffentlich geht der Bundesstaat mitsamt seinem Gouvernator bald bankrott ... Wo bleiben die Stimmen der Abstimmungs-Deppen im Silicon Valley?!

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Mittwoch, Oktober 29, 2008

Lasst gefälligst die Obdachlosen in den USA wählen!

Judge rules Ohio homeless voters may list park benches as addresses

Quelle: Judge rules Ohio homeless voters may list park benches as addresses : WTF

USA - das Land der unbegrenzten Wohnmöglichkeiten. Bin ja mal gespannt, ob die Obdachlosen jetzt von beiden Parteien lastwagenweise zu den Urnen gekarrt werden ...

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Donnerstag, Oktober 23, 2008

Gemeindewahlen Neuenegg 2008: Mein Resultat

Da sich der Schmid-Clan noch am Wahlsonntag zum Ausgang der Wahlen geäussert hat und heute (völlig unerwartet) ein Blog-Artikel von Zgräsch das Licht der virtuellen Realität erblickte, erachtete ich die Zeit gekommen, kurz über mein Abschneiden in den Gemeinderatswahlen 2008 in Neuenegg zu philosophieren.

Zwar ... wenn ich recht überlege, betätige ich mich der Einfachheit halber doch lieber nur der kleinen Zahlendeuterei.

Dank der tollen Auswertungssoftware unserer Gemeinde erhält nämlich jede Partei am Wahlsonntag einen dicken Stapel an Blättern, aus den man alles (naja, fast alles!) herauslesen kann, was das Herz des Empirikers begehrt.

Grundlagen

(Gilt nur für die Wahl des Gemeinderats)

Stimmbevölkerung 3'488 Personen
Stimmbeteiligung (relativ) 32.37%
Stimmbeteiligung (absolut) 1'129 Personen
Maximales zu erzielendes Resultat 2'258 (2 x 1'129)
Mein Resultat 700
Mein Wähleranteil
(effektiv)
31%
(700 / 2 = 350 Personen)
Mein Wähleranteil
(gesamte Bevölkerung)
10%
(700 / 2 = 350 Personen)
Stimmen unveränderte Wahlzettel 414
Stimmen veränderte Wahlzettel 286

Formular 3b

Besonders interessant ist an solchen ZahlWahltagen das ominöse Formular 3b, auf welchem der Zusammenzug aller veränderten Listen aufgeführt ist. Bei mir sieht die Auflistung folgendermassen aus:

SVP 16
FDP 25
SP 212
CHJ 3
OHNE 25
Total 286

Will heissen: Von Leuten, die die SVP-Liste in die Urne gelegt haben, erhielt ich 16 Stimmen. Von FDPlern deren 25. Und ... haltet euch Fest ... von Sympathisanten der CH-Jugend erhielt ich sagenhafte 3 Stimmen. Obwohl ich mich im Vorfeld nicht gerade schmeichelhaft über die Partei geäussert habe.

Ein Meilenstein. Ich kann mich gut daran erinnern, bei den Gemeinderatswahlen 2004 von Seiten der SVP genau 0 (NULL) Stimmen erhalten zu haben. Die Frage ist in der jetzigen Situation halt, ob ich mich über diese Stimmen freuen soll (anscheinend geniesse ich mittlerweile auch bei einigen SVPlern Vertrauen) oder nicht (habe ich etwa zu stark auf gut Freund gemacht?!). 2012 werden wir sehen, wohin der Weg mich geführt hat.

Und dann gibt es ja noch Leute, die ihren Stimmzettel ohne Angabe einer Listennummer einlegen. Gar nicht gut, jedenfalls dann, wenn noch einige Zeilen frei stehen. Wäre eine Listennummer angegeben, würde die Partei mit der entsprechenden Listennummer die leeren Zeilen auch als Stimmen erhalten ...

Auf jeden Fall geht die Auswertung der Wahl der Finanz- und Steuerkommission an Zgräsch weiter, damit er nicht mehr im Dunkeln stochern muss, von wo er Stimmen erhielt und von wo nicht.

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Montag, Oktober 20, 2008

Gemeinderat Neuenegg: Herren-Club

Mittlerweile sind die Wahlresultate auf der Web-Site der Gemeinde Neuenegg angekommen, die meisten Parteiexponenten im Bett (abgesehen von einem nachtaktiven Blogger) und die Weingläser im Gschirrspüler.

Wenn man sich vom Schicksal der drei massgebenden Parteien und einzelner KandidatInnen abwendet und das ganz, ganz grosse Bild anschaut, stellt man rasch fest:

Es fehlen von 2009-2012 die Frauen im Neuenegger Gemeinderat!

In der jetzt laufenden Legislatur waren zu Spitzenzeiten gleich drei Frauen (2 SP, 1 SVP) im Rat vertreten und brachten ihre weiblichen Vorstellungen (und nicht zuletzt auch ihre weniger an Hahnenkämpfe erinnernde Art) mit in die Gemeindepolitik ein.

Während die FDP in diesem Wahlgang weder für Kommissionen noch Gemeinderat eine geeignete Kandidatin finden konnte, haben die weiblichen Politiker der SP (Laura Witschi) und der SVP (Daniela Kürschner) die Hürde nicht geschafft. Ich vermute (und hoffe), dass das Geschlecht bei diesem Entscheid keine Rolle gespielt hat.

Sehr wahrscheinlich ist hingegen, dass das Alter der beiden Kandidatinnen umso eine grössere Rolle gespielt hat: Die erstgenannte ist 19-jährig, die zweitgenannte 24-jährig. Und beide sind sie (lokal)politisch noch unbeschriebene Blätter, was sicherlich auch das seine zur Nichtwahl beigetragen hat.

Immerhin unsere SPlerin wird sich in den kommenden vier Jahren ihre Sporen in der Umweltkommission abverdienen können - und - wer weiss - in vier Jahren erneut antreten und dannzumal den Einzug in den Rat schaffen.

Klar ist: Bereits jetzt kann man auf der To-Do-Liste für die Gemeindewahlen 2012 notieren "Weibliche Kandidatinnen aufbauen". Damit 50% unserer Wohnbevölkerung nicht zu 0% im Rat vertreten sind ...

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Montag, Oktober 13, 2008

Meine Legislaturziele 2009-2012

Da ich gemäss Smythe "GfS Neuenegg" so gut wie gewählt bin, ist es nun an der Zeit, meine Legislaturziele darzulegen. Meine rechte Hand moussi hat sich die Mühe genommen und ein kurzes Video mit meinen drei Zielen zusammengestellt:

Via: Die Linke(n)überraschung

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Mittwoch, Oktober 08, 2008

gEMEIDIrat

Es dauerte etwas lange, aber jetzt haben Burgi und Raffi den Plot doch noch aufgedeckt: Der Verschreiber auf dem Wahlplakat war gar keiner, sondern schlicht und einfach einen Hommage an ... mich!

gEMEIDIrat

Nebenbei: Wir sind nicht die einzigen unfehlbaren Orthographiekünstler ...

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Montag, September 15, 2008

Widersprüchliche Unterstützung für Obama

Präsidentschaftskandidat Barack Obama hat im August mehr Geld gesammelt als jemals zuvor, obwohl er in Umfragen zurück fällt.

Quelle: Obama mit neuem Spendenrekord - News Ausland: Amerika - Tagesanzeiger

Da fragt sich doch, was das zuverlässigere Mass für Barack Obamas Beliebtheit bei den Bürgern ist. Für mich ist der Fall klar: Der effektive Geldfluss gewinnt über die empirischen Sozialforscher. Zumal die Wirtschaftslage in den USA nicht gerade rosig aussieht - erstaunlich, wie viele Leute einen Teil der Kosten ihrer Tankfüllung an Obama zu überweisen scheinen (Jedenfalls gehe ich davon aus, dass die Geldmittel hauptsächlich von Normalverdienern zur Verfügung gestellt werden. Oder haben nun tatsächlich die grossen us-amerikanischen Unternehmen ihre Geldschleusen geöffnet?)

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Samstag, September 06, 2008

8 Jahre - und jetzt republikanisches Schweigen

"What do you talk about when you cannot explain the last eight years of failure? ... What do you talk about? The other guy!"

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Donnerstag, September 04, 2008

Palin ist eine typische Republikanerin

She inherited a city with zero debt but left it with indebtedness of more than $22 million.

Quelle: Crosscut: About Sarah Palin: an e-mail from Wasilla

Fiskalpolitisch konservativ, nennt man das dann wohl ... Man gibt Geld aus, das man nicht hat, für Dinge, die man nicht braucht.

Übrigens: Wasilla kann mit seinen 5000 Einwohnern mit meiner Wohngemeinde Neuenegg verglichen werden. Man stelle sich vor, die (fiktive) Gemeindepräsidentin unseres Dorfes wird Gouverneur des Kantons Bern (wie übersetzt man diese politische Funktion in unser Politsystem? Regierungsrat?) und soll nach nur zwei Jahren in das zweithöchste Amt auf dieser Welt gehievt werden ... Respekt. Machbar ist es durchaus, die Anforderungen werden aber definitiv hoch sein.

Doch jetzt kommt's ganz dick:

Sarah complained about the "old boy's club" when she first ran for mayor, so what did she bring Wasilla? A new set of "old boys." Palin fired most of the experienced staff she inherited. At the city and as governor, she hired or elevated new, inexperienced, obscure people, creating a staff totally dependent on her for their jobs and eternally grateful and fiercely loyal — loyal to the point of abusing their power to further her personal agenda

Na dann gute Nacht, beloved US of A! Aber im Grunde hat das Land eine solche Regierung - die sozusagen unterbruchsfreie Fortsetzung der Bush-Administration - verdient. Die Wähler haben es im November 2008 in der Hand. Amerika sollte sich mit diesem Gespann rasch und endgültig in den Boden reiten.

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Dienstag, August 26, 2008

Ist Obamas Präsidentschaft wirklich derart gefährdet?

Vielleicht, ja wahrscheinlich begreife ich das us-amerikanische Volk - trotz oder gerade wegen dem hier oft anzutreffenden USA-Bashing - einfach nicht.

In Umfragen läge Obama mit John McCain etwa gleich auf, lesen wir mittlerweile allwöchentlich. Obwohl ich grundsätzlich am Erhebungsverfahren solcher Umfrage zweifle (müsste man nicht Umfragen via Mobiltelefone und Facebook machen, um Obama-Wähler anzutreffen?), sind solche Zahlen - meiner Meinung nach - sowieso unerheblich.

Rein mit den Augen eines Werbers oder eines Image-Profis betrachtet ist der Fall doch längst klar: Ich sehe einfach nicht, wie ein tattriger Greis wie McCain (ohne seine Leistung der letzten Jahrzehnte unter den Scheffel zu stellen) diesem dunkelhäutigen Idol und begnadeten Redner gefährlich werden kann. No way! McCain könnte auf der Bühne noch so sehr Purzelbäume schlagen - ausser einem kleinen Schmunzeln bleibt für den Vietnam-Veteranen nichts übrig.

Und da wären dann noch all die Clinton-Fanatics: Würden diese wirklich Obama die Stimme verwehren und dafür McCain wählen? Für mich wäre das, als ob ich anstelle einer Micheline Calmy-Rey plötzlich Christoph Blocher die Stimme geben würde. Aber eben: Vielleicht tickt in den USA alles etwas anders, etwas ... irrer.

Jedenfalls hat Obama mit Biden auch ein Zugpferd an Bord, das (hoffentlich) die Stimmen der irischstämmigen Katholiken hinter sich vereint. Und jetzt können ihn auch all die wählen, die Angst vor dem schwarzen Mann im Weissen Haus haben. Joe Biden wird im Notfall schon nach dem Rechten sehen ...

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Dienstag, Juli 08, 2008

Obama in Berlin

Wäre ich am 24. Juli 2008 nicht in den Ferien, würde ich glatt einen Flug nach Berlin buchen (aber sicher nicht mit Air Berlin):

Wann kommt er, wen trifft er, und vor allem: Was sagt er? Seit Tagen sorgten Barack Obamas Berlin-Reisepläne für Spekulationen. Nachdem der Termin 24. Juli feststeht, wird nun immer deutlicher: Der demokratische US-Präsidentschaftsbewerber plant für seinen Besuch in der deutschen Hauptstadt eine Grundsatzrede zum transatlantischen Verhältnis.

Quelle: SPIEGEL ONLINE - Druckversion - Deutschland-Besuch: Obama will in Berliner Rede deutsch-amerikanische Freundschaft wiederbeleben - Politik

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Mittwoch, Juni 25, 2008

Barack küsst auch dein Baby!

Send Barack your baby

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Freitag, Juni 06, 2008

Clinton und Obama halten Geheimtreffen ab

Das muss ja verdammt "geheim" sein, wenn es nun sogar schon auf think eMeidi steht ...

Überraschung in Washington: Die einstigen Rivalen Barack Obama und Hillary Clinton haben ein konspiratives Treffen abgehalten.

Quelle: Mission Weißes Haus: Clinton und Obama halten Geheimtreffen ab - Politik - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten

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Mittwoch, Juni 04, 2008

Obama08!

Die Wege des Herrn sind unergründlich. Halleluja!

Vor vier Jahren kannte kaum jemand in den USA Barack Obama. Vor zwei Jahren war Hillary Clinton die haushohe Favoritin der Demokraten. Noch vor einem Jahr musste sich Obama selbst von Afroamerikanern die Frage gefallen lassen, ob Amerika jemals bereit sein wird für einen schwarzen Kandidaten. Und noch vor einem Monat steckte er in einem hässlichen Schlagabtausch mit Parteifreundin Clinton.

Quelle: Sieg über Clinton bei US-Vorwahlen: Obama jubelt leise - Politik - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten

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Sonntag, Juni 01, 2008

Schweizerische Verlierer-Partei

Es hätte ein triumphaler Tag werden sollen für die rechtskonservative SVP und ihre neue Rolle als Oppositionspartei. Mit Abstimmungssiegen wollte sie demonstrieren, dass sie die Stimmbürger gegen alle anderen politischen Kräfte auf ihre Seite ziehen kann. Dass ohne sie kein Staat zu machen ist - und dass es ein großer Fehler der anderen Parteien war, ihre Galionsfigur Christoph Blocher im vergangenen Dezember als Justizminister abzuwählen. Stattdessen wurde es für die wählerstärkste Partei des Landes ein schwarzer Tag, der den Sinn ihres einsamen Oppositionskurses in Frage stellt.

[..] Deshalb gibt es wohl noch einen zweiten Grund für das deutliche Resultat: Eine Mehrheit der Schweizer lehnt den Oppositionskurs und den Stil der SVP insgesamt ab.

[...] Dagegen wirkt der brutale Umgang der SVP mit ihrer Bundesrätin auf viele Bürger irgendwie unschweizerisch. Irgendwie unangemessen. Irgendwie zu laut, zu harsch, zu gemein.

Quelle: Volksabstimmung in der Schweiz: Debakel für den Rechts-Populisten Blocher - Politik - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten

Meine zwei kostenlosen Tipps:

  • Blocher ins Polit-Altersheim
  • Sofortige Einstellung aller Agressionen gegen die Bündner SVP

Köppel und seine rechten Schreiberlinge von der Weltwoche werden wohl die meisten für Donnerstag geplanten Artikel einstampfen und eine Pflaster-Nummer (evtl. sogar mit etwas Homöopathie) herausgeben.

Egal - ab nächstem Samstag ist Euro08 und Politik tritt für knapp einen Monat in den Hintergrund.

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Samstag, Mai 24, 2008

Demokratie 2.0: Doppeltes Stimmgewicht

Das Papier trägt den Titel "Drei Thesen zur Stärkung der Leistungsträger". Ludewig fordert darin: "Diejenigen, die den deutschen Wohlfahrtsstaat finanzieren und stützen, müssen in diesem Land wieder mehr Einfluss bekommen. Die Lösung könnte ein doppeltes Wahl- und Stimmrecht sein." Allein mit "Hartz IV-Beziehern und Rentnern" könne der soziale Ausgleich in Deutschland nicht funktionieren.

Quelle: Absurder Vorstoß: CDU-Verbands-Chef will Rentner zu Wählern zweiter Klasse degradieren - Politik - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten

Tolle Idee. Dieses "one man, one vote"-Geschwafel war auch mir seit jeher im Dorn im Auge. Zurück zum geschassten Dreiklassenwahlrecht des guten, alten Preussens:

Der Begriff Dreiklassenwahlrecht wird allgemein für das Wahlrecht verwendet, das 1849 von Friedrich Wilhelm IV. zur Wahl der zweiten Kammer des Preußischen Landtags, dem Abgeordnetenhaus, eingeführt wurde und bis 1918 in Kraft blieb. Der Name rührt daher, dass die Wähler ein nach Steuerleistung in drei Abteilungen („Klassen“) abgestuftes Stimmengewicht besaßen.

Quelle: Dreiklassenwahlrecht

Natürlich nahm mich Wunder, was dieser Spassvogel denn so studiert. Für einmal war es nicht BWL - knapp daneben ist auch vorbei:

2003 – 2005 Grundstudium der Volkswirtschaftslehre an der TU Berlin

Quelle: Gottfried Ludewig

Das Nebenfach Geschichte würde vielen Studentennaturen gut tun ...

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Donnerstag, Dezember 20, 2007

Ron Paul kontert exzellent

Republican presidential hopeful Ron Paul has received a $500 campaign donation from a white supremacist, and the Texas congressman doesn't plan to return it, an aide said Wednesday.

Quelle: Paul keeps white supremacist donation

Die aufgebauschte "Affäre" noch als Video-Clip:

Ich weiss nicht, wo dieser Politiker sein Medientraining absolviert hat (oder ob überhaupt), doch er macht dem Moderator die Hölle heiss. Ganz klassisch fand ich folgende Aussage (sinngemäss):

Moderator: Sie werden also das Spendengeld des White Supremacist nicht an ihn zurücksenden?

Ron Paul: Nein, das habe ich überhaupt nicht im Sinn! Wenn ich es ihm zurücksende, setzt er es für seine Sache ein. Behalte ich es, kann ich es für meine Kampagne gebrauchen. Das ist doch ein bedeutend besserer Verwendungszweck, finden Sie nicht?

[...] Und denken Sie mal an all die Spenden des militärisch-industriellen Komplexes an meine Mitbewerber - diese führen doch dazu, dass dem Amerikanischen Bürger weiterhin das Geld aus der Tasche gezogen wird für ungewollte und unnötige Kriege. Sollten Hillary & Co. solche Spenden gemäss ihrer Logik nicht auch zurückgeben?

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Montag, November 26, 2007

Kleine Genugtuung am Ende der Wahlen 2007

Bye, bye Ständeratskandidat Ueli Maurer und Ständeratskandidat Toni Brunner. Für einen SPler wie mich ist das heutige Wahlresultat Balsam für die Seele - schliesslich wurde unsere Partei bisher (verdienterweise) nicht verwöhnt.

Da die Zeitungen morgen voll sein werden über die Nichtwahl der beiden SVP-Ikonen, beschränke ich mich auf die Nennung einiger Spitzfindigkeiten:

  • Ich hatte recht! Der Tagi gab Diener zwar nie eine Chance (der Liebling der Tagi-Journalisten war und bleibt SPlerin Gallade), und auch Kollege Zgräsch und Kure sahen letzten Samstag in Zug Ständerat Maurer schon mit triumphierendem Lächeln ins Stöckli einziehen. Dabei ist es doch arithmetisch ganz simpel: Links von der SVP gibt es nun halt einfach mehr Stimmen zu holen.
  • Doris Fiala, Zürcher FDP-Präsidentin, will zurücktreten. Wieso? Die FDP würde lieber ihre Parteibasis auswechseln.
  • Maurer wählen und als Gratisbeigabe den Schlüer doch noch in den Nationalrat katapultieren? Da kriegten selbst FDPler den Bammel. Liebe Freisinnige: Bei einer solchen Drohkulisse darf man ruhig "über den Zaun grasen".
  • Freisinnige denken ... freisinnig. Wäre ja gelacht, wenn die Liberalen stramm nach Parteirichtlinie marschieren würden.
  • Linke bleiben nicht frustriert zu Hause, wenn kein Kandidat der ihrigen mehr zu wählen ist. Sie wägen ab und wählen des kleinere Übel.
  • Die SVP darf wieder in die übliche Opferrolle schlüpfen: "Wir gegen den Rest der Welt!" - "Mit Fahnen und Trompeten in den Untergang!"
  • Wenn Toni Brunner in vier Jahren gegen nicht-bisherige antreten muss, wird er die Wahl ins Stöckli problemlos schaffen.
  • These: Wahlen nach den Wahlen sind ein gewisses Korrektiv - hat eine grosse Partei zu gut abgeschnitten, werden in den Nachwahlen die Verlierer gestärkt. Typisch Schweizerisch eben: Hauptsache, es gibt keine klaren Gewinner.

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Sonntag, Oktober 21, 2007

SMS-Geplänkel am Wahltag

Ich: hotel bern ... eh ... mc this afternoon?

Er: Ohne mich heute, bin anderweitig am Fressen

Ich: gibs zue, du siech bisch im äusseren stand mitem triponez am cüpli suffe! :-P

Er: Ok, ig bi mitem Beni Hess am abchüblä ;-)

Ich: you got blogged! :-)

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Sonntag, Oktober 21, 2007

Meine Quelle für Hochrechnungen

Wenn es um Wahlen und Abstimmungen abgeht, schätze ich den Service der Gemeindeverwaltung Kiesen sehr: Sobald das Resultat bekannt ist, wird es nicht nur an die Obrigkeit in Bern gesandt, sondern auch auf der Web-Site publiziert.

Momentan sind bereits die Stimmen für die Ständeratswahl ausgezählt:

Stimmen haben erhalten:

Andres Dora = 107
Donzé Walter = 13
Luginbühl Werner = 125
Sommaruga Simonetta = 144
Teuscher Franziska = 86
Waber Christian = 16
Wyss Adrian = 5

Stimmbeteiligung Kiesen = 48,8%

Quelle: Ständeratswahlen

Ich bin gespannt, ob Teuscher in anderen Gemeinden mehr als Dora Andres macht - oder gar Luginbühl schlägt?

Nachtrag: Ergebnis Ständeratswahlen (derzeit noch Zwischenresultat mit 4 von 26 Amtsbezirken: Luginbühl vor Sommaruga vor Andres vor Teuscher)

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Samstag, Oktober 20, 2007

Votez mit starkem Tobak

Votez.ch richtet sich an eher jüngere, technisch versierte Leute, die vor Wahlen und Abstimmungen eine Entscheidungshilfe per Mail präsentiert erhalten möchte. Auf Grund des Zielpublikums und der Macher hinter Votez ist die Stossrichtung der Wahlempfehlung wohl noch nie ins rechtsbürgerliche Spektrum abgedriftet - gut so!

Am 5. Oktober trudelte das Empfehluns-Mail für die Nationalrats- und Ständeratswahlen ein. Nachfolgend die Begründungen, weshalb gewisse Parteien im Kanton Bern lieber nicht gewählt werden sollten:

  • Listen 1 bis 3 (SVP und junge SVP) sind unwählbar. Immer stärker orientiert sich die einst staatstragende, liberal-konservative Berner SVP an Stil und Ton und Politik ihrer extremen Zürcher Kameraden.

  • Listen 4 und 5 Sozialdemokratische Partei. Von diesen beiden Listen empfiehlt votez.ch die beiden bisherigen Nationalrätinnen Ursula Wyss und Evi Allemann [im Newsletter war wegen eines Fehlers im HTML-Code nur Evi Allemann ersichtlich]: Die Listen als ganzes kann votez.ch nur beschränkt empfehlen. In den letzten Jahren zeichnete sich die SP schweizweit durch politische Immobilität aus. Verknöcherte Gewerkschaftsbürokraten, wie sie auch auf der Berner Liste zu finden sind, gehören nicht ins Bundeshaus.

  • Listen 7 und 8 jungfreisinnige/Liste Radicale Romande (FDP Berner Jura) vertreten politisch in etwa dasselbe wie ihre Mutterpartei (Liste 6), angereichert mit Partikularinteressen der jungen und französischsprachigen Minderheit im Kanton Bern. Auf den beiden Listen hat kaum jemand eine Chance gewählt zu werden.

  • Listen 10 und 11: junge Grüne/Grün-Alternative Liste. Die Kandidierenden auf diesen beiden Listen vertreten grüne Politik kompromissloser als ihre Kolleginnen und Kollegen auf Liste 9. Sind nicht wählbar, weil sie vergleichsweise wenig politische Erfahrung mitbringen und ihre Positionen aus einer ideologischen Positionen heraus vertreten.

  • Listen 12 bis 16: Evangelische Volkspartei/Eidgenössisch Demokratische Union: Nicht wählbar, weil die Bibel in der Politik nichts verloren hat.

  • Listen 17 bis 24: nicht wählbar, weil sie extreme Positionen am rechten Rand des politischen Spektrums vertreten oder nur zum Jux zu den Wahlen angetreten sind.

Votez empfahl schlussendlich die Liste 6 der FDP sowie Liste 9 der Grünen. Da beide Kräfte im Kanton Underdogs darstellen, könnte es durchaus sein, dass diese progressivere Ideen vertreten und auch bereit sind, Status Quo zu rütteln.

Wie auch immer - im Ernstfall vertraue ich lieber auf Smartvote als auf Votez. Denn schliesslich ist Christa Markwalder im Besitz desselben Parteibüchleins wie bspw. Pierre Triponez ...

Dank gebührt Smythes Einschätzung - mit den Charakteristika einzelner FDPler kenne ich mich leider nicht aus. Ob aber die "Law & Order"-Politik Triponez' eine echte liberal-bürgerliche Tugend ist, sei dahingestellt ...

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Montag, Oktober 15, 2007

Nach der Party geht man wählen

Während schweizerische Party-Communities normalerweise eher für seichte Unterhaltung sorgen, hat Lautundspitz im Hinblick auf die kommenden National- und Ständeratswahlen vom nächsten Wochenende eine Aktion gestartet, um Jungwähler an die Urne zu locken:

Wir hoffen mit der Aktion beizutragen, dass mehr junge Bürger ihre Verantwortung wahrnehmen und wählen gehen, wo bei es uns nicht darum geht wen oder welche Partei sie wählen, sondern dass die Jugend überhaupt ihre Stimme abgibt!

Quelle: Jugend an die Urne!

Eine nette Idee! Schauen wir mal, ob die Party-Communities mehr "Schris" haben als alle gutgemeinten Ratschläge von Eltern, Geschwistern, Lehrern oder propagandistischen Wahlplakaten.

Motto: Nach der durchzechten Nacht geht's weiter zur After-Hour im Stimmlokal ...

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Samstag, Oktober 06, 2007

Kurz vor den Wahlen: Parteien von Journis infiltriert

Auch diesen Samstag versorgt einem die "bessere Weltwoche" - Das Magazin -mit Blick auf die kommenden Parlamentswahlen mit Reportagen über die grössten schweizerischen Parteien. Geniale Idee!

Natürlich habe ich den Bericht über "meine" Partei als erstes gelesen - und erkenne durchaus Parallelen zu meinen eigenen Erfahrungen.

Gut fand ich auch einen Vorschlag Rotens für bessere und griffigere Werbung:

Oder: Diese Velosattel-Badekappen-Schutzdinger, damit man keinen nassen Po kriegt, wenns geregnet hat, mit dem Gesicht von Blocher drauf und dem Satz: SVP – My Ass! und dem SP-Logo.

Quelle: SP

Als nächstes war die SVP dran, und auch dort las ich von hinlänglich Bekanntem:

Und eine Erklärung hatte ich sehr nötig, nachdem ich mich ausführlich mit den Luzerner Platzhirschen unterhalten hatte, fast schon archetypische Vertreter des SVP-Personals mit ihrer vaterländischen Direktheit, ihrem Hang zu Verschwörungstheorien und ihrer von undurchschaubaren Kränkungen genährten Eiferei gegen Andersdenkende.

Während Walter Häcki also eher der joviale Typ ist mit dieser Neigung, die Probleme in den eigenen Reihen bösen gegnerischen Mächten in die Schuhe zu schieben, [...]

Quelle: SVP

Bei Gesprächen mit einem Kollegen und seineszeichen Bauernsohn treffe ich immer wieder auf genau diese paranoide Mentalität ...

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Dienstag, September 11, 2007

Akute Polit-Frustration

Dies sind die dritten Nationalratswahlen, die ich als Stimmbürger miterleben darf - und wisst ihr was? Mich k*tzt die ganze Sache mächtig an wie nie zuvor. Mehr als einen Monat muss ich mich in der Stadt durch einen Plakatdschungel schwarzer Schafe, explodierender Atomkraftwerke, Ziegen und Legastheniker-Phrasen ("Hop Sviz") durchkämpfen - um hinter jedem Hausecken dazu noch einen wildgewordenen GPKler, Komplotteur oder Blocher-Abwähler zu wähnen.

Kurz: Ich kann es kaum erwarten, wenn für die nächsten vier Jahre wieder Ruhe einkehrt!

Es kommt noch schlimmer ...

Und nun hat mich mein Bruder auch noch auf das umwerfende Zottel-Game der Volkspartei aufmerksam gemacht:

Zottel-Game.ch

Die SVP-Jungs sind komplett übergeschnappt.

In meiner derzeitigen Lethargie ruft dies nur noch ein müdes Lächeln hervor. Die Reizschwelle wurde in den letzten Tagen und Wochen kontinuierlich erhöht, dass mich wohl nicht einmal mehr eine Terror-Attacke aus der Ruhe bringen würde.

Vertrauensverlust in die Politik

Wer auch immer von den vier Clown-Parteien in diesem Affentheater das Rennen machen wird - keine hat den "Sieg" verdient, keine wird das Land weiterbringen. Wo bleibt die fünfte Kraft? Diese Partei muss wohl erst noch gegründet werden ...

Beste Wahlkampfwerbung von ...

Für den diesjährigen Wahlkampf ist es anscheinend symptomatisch, dass die beste Wahlwerbung von niemand geringerem als einem Gastronomie-Betrieb stammt:

Via: Vegi Resti Hiltl grillt Zottel

Generation Klingelton zappt weiter

Kein Wunder, dass Jugendliche jegliches Interesse an diesem Theater verloren haben - auf MTV & Co. gibt es Unterhaltung pur. Wer will sich schon Unterhaltung mit einem Mikrogramm Politik (= diesjähriger Wahlkampf) antun, wenn es völlig unbeschwert geht?

«Ähm, kei Ahnig!», Teil II

Dank: Raffi

Nicht alleine in weiter Flur

Es freut mich, dass auch andere, lebenserfahrenere Personen ähnlich denken wie ich:

Und in der Tat: Es ist den Parteien bis jetzt gelungen, den Wahlkampf`07 ohne auch nur ein einziges politisches Thema zu bestreiten. Eine wirklich starke Leistung, das muss man anerkennen.

Quelle: Gigantisches Wahlkomplott

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Mittwoch, Mai 09, 2007

SVP-Statistiker treiben wieder ihr Unwesen

"Mehr Statistikunterricht in der Schule, weniger Volksverdummung vor den Wahlen!" ist man versucht zu sagen, wenn man die neuesten Kapriolen der Mutter aller Parteien (und Statistiker) zur Kenntnis nehmen muss:

SVP Statistik

Das ganze Video gibt's auf der SVP-Wahlplattform (Das Motto scheint zu lauten: "Heute schon als Fan registriert?") zu sehen:

svp-wahlen.ch • Film wählen • "Schweizer Werte"

Dass Statistiken aus dem Hause SVP nicht zu trauen ist, habe ich in meinem Blog bereits einige Male erläutert:

Eines ist klar: Die Partei erachtet Sekundarschüler, Leute mit Mittelschulbildung und universitärem Werdegang offenbar nicht als potentielle Wähler. Mir soll's recht sein.

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