Freitag, Februar 19, 2010

Internetseiten von Grossratskandidaten

Das Internet wird als Wahlkampfmedium immer wichtiger und beliebter. Viele Kandidierende für die bernischen Grossratswahlen sind denn auch aktiv auf eigenen Webseiten, Facebook oder Blogs. Nur: Der virtuelle Wahlkampf hat auch seine Tücken. Es gibt einige, wichtige Regeln zu beachten.

Quelle: Regionaljournal Bern Freiburg Wallis | Der Wahlkampf im Internet und seine Tücken | Schweizer Radio DRS

Von meinem Vater darauf hingewiesen, hörte ich mir vor einigen Tagen den Regionaljournal-Beitrag über Web-Sites von Grossratskandidaten aus dem Kanton Bern an. Obwohl der Beitrag über 4 Minuten lang ist, konnte ich bei bestem Willen kaum etwas nützliches daraus entnehmen.

Zusammengefasst wurden folgende Ratschläge erteilt:

  • Sich erst jetzt auf Facebook und Twitter zu registrieren ist sinnlos. Am Besten ist man seit Jahren im Netz aktiv und hat längst seine Spuren hinterlassen — und kann nun von der Publizität profitieren.
  • Hat man ein Benutzerkonto auf Facebook & Co., sollte man sich regelmässig um seine Kontakte kümmern und Informationen rausposaunen — wie halt im echten Leben mit echten Kollegen.
  • Was auch immer man von sich gibt, man sollte möglichst authentisch rüberkommen. Doch Achtung: Mit Obszönitäten um sich zu werfen und mit nicht-gutbürgerlichen Manieren zu prahlen wird nicht empfohlen — wie halt auch im echten Leben.
  • "Will man von einer Kandidatin wirklich das Sternzeichen wissen?" Spontan kam mir dabei die Web-Site meines geschätzten Gegners auf kommunaler Eben in den Sinn: Oliver Schmid (SVP) ...

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Sonntag, September 27, 2009

Verlierer und Sieger der Bundestagswahlen in Deutschland 2009

Es muss einem schon zu denken geben, wenn die SPD während einer Wirtschaftskrise so massiv an Stimmen verliert. Aber dennoch gilt es auch die vermeintlichen Gewinner auf den Boden der Tatsachen zu holen:

CDU und CSU erreichen mit gerade einmal knapp 34 Prozent nicht einmal das Niveau von vor vier Jahren. Damit fährt Merkel das schlechteste Ergebnis für die Union bei einer Bundestagswahl seit der Wahl 1949 ein.

Quelle: SPIEGEL ONLINE - Druckversion - Bundestagswahl: Kanzlerin von Guidos Gnaden - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik

In den USA wurde letztes Jahr der erste Schwarze zum Präsidenten gewählt - in Deutschland ist absehbar, dass mit Guido Westerwelle der erste Schwule zum Aussenminister wird. Als gesellschaftlich sehr liberaler Mensch freut mich dies sehr.

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Samstag, September 26, 2009

Steinmeier - 15 Jahre WG-Leben

Naja, den Vorwurf habe ich ja damals schon gehört. Gar nicht so sehr auf die WG bezogen, sondern auf meine Assistentenzeit an der Uni. "Der will nicht raus ins feindliche Leben", hieß es. Ich fand es wunderbar. Und von der ganzen Zeit, die ich damals zum Arbeiten und zum Lesen hatte, zehre ich noch heute.

Quelle: SPIEGEL ONLINE - Druckversion - Bei Steinmeier in der WG: "Auch du, Genosse, hältst die Küche sauber" - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - UniSPIEGEL

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Dienstag, September 22, 2009

Deutschland hat keine Wahl

Frontal21 zeichnet ein treffendes Psychogramm Deutschlands: die grösste Bundestagsfraktion sind die Nichtwähler, die Hälfte der Parteimitglieder sind über 50, sämtliche Parteiprogramme versprechen alles und nichts, Ordnungsämter treiben Jungunternehmen in die Insolvenz, zwischen Hartz IV und Topbanker gibts nix mehr. Gute Wahl, Deutschland!

Quelle: Facebook-Status von Dennis Nordmann

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Montag, September 07, 2009

Wieso Obama wirklich gegen McCain gesiegt hat

A large part of Mr. Obama's appeal as a candidate last year had to with presenting himself as an intelligent adult -- as opposed to a parent figure (or a crazy old uncle in the case of John McCain).

Quelle: The Labor Day Blues - Clusterfuck Nation

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Donnerstag, Juni 04, 2009

A Guy called Marco Fischer

Wer auch immer in der Stadt Luzern stimmberechtigt ist - gebt um Himmels Willen Marco Fischer eure Stimme:

Wahlkampfvideo Marco Fischer (FDP, Stadt Luzern) (FLV, 3.6MB)

Quelle: FDP Stadt Luzern - Kandidaten Videoportraits Wahlen 2009 (Video 9 von 31)

Via: Genosse Krattinger

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Samstag, November 08, 2008

Wahlweisheit

"[...] This election will be decided by the voters, not by the candidates."

Quelle: Franken's deficit: 238 votes

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Freitag, November 07, 2008

Holt Obama Schwarzenegger?

Der neu gewählte Präsident der USA wird vermutlich heute seine Kabinettsliste bekannt geben. Es spricht einiges dafür, dass Barack Obama den Republikaner Arnold Schwarzenegger an Bord holt.

Quelle: Terminator auf dem Weg in Obamas Kabinett - News Ausland: Amerika - tagesanzeiger.ch

... offenbar als persönlicher Fitness-Trainer:

Schwarzenegger (im Wahlkampf in Ohio): "He needs to do something about those skinny legs"

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Freitag, November 07, 2008

Mutter Biden und Schwiegermutter Obama?


20081105_Chicago_IL_ElectionNight1795
Originally uploaded by Barack Obama

Die hier an Obamas Seite stehende Frau habe ich noch nie gesehen. Hingegen kann ich mich an Bidens Mutter erinnern, weil er zusammen mit ihr wählen gegangen ist ...

Alle Fotos von den entscheidenden Minuten am Wahlabend unter Election Night 11-04-08 (Photograph: David Katz)

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Donnerstag, November 06, 2008

USA: Mittelalter gegen frühe Neuzeit

California has voted to ban gay marriages only months after the practice was legalised, in a move which left thousands of homosexual couples stranded in a legal limbo.

Quelle: California votes to ban gay marriage - Times Online

Der (halb)schwarze Obama wird Präsident der USA (2009-2013, wie Blick am Abend titelte - wollen wir es hoffen!!!), doch im sonnigen Kalifornien haben anscheinend Konservative das Wort. Wähler, die keine Leute mögen, die die Missionarsstellung nicht in- und auswendig kennen. Hoffentlich geht der Bundesstaat mitsamt seinem Gouvernator bald bankrott ... Wo bleiben die Stimmen der Abstimmungs-Deppen im Silicon Valley?!

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Dienstag, November 04, 2008

Stimmenanteil der letzten zehn US-Präsidenten

"Ploderi" Manfred Messmer schwingt in einem sonntäglichen Blog-Artikel mal wieder seine Keule:

Erstaunlich ist, dass es Herrn Obama trotz einem inzwischen einjährigen Wahlkampf und 600 Mio. USD(!) an Wahlkampfgeldern und trotz halbstündigem Infomercial (mit amerikanischem Sniff-Thrill) nicht gelingt, die 50%-Marke solide zu überspringen, dass er die offensichtlichen Schwächen in McCains Wahlkampf nicht in eine gefestigte Mehrheit umsetzen kann.

Quelle: Arlesheim Reloaded. Mäuse schultern Elefanten. - Kontrapunkt

Zuerst war ich ob dieser Aussage doch gar erstaunt - unter 50%, und doch Präsident der Vereinigten Staaten?

Dank dem im Netz gesammelten Wissen war es relativ leicht, einen Blick in die Vergangenheit zu werfen und zu schauen, mit welchem Stimmenanteil frühere Kandidaten Präsident der Vereinigten Bankrotten Staaten von Amerika geworden ist:

2004 George W. Bush 50.7% John Kerry 48.3%
2000 George W. Bush 47.9% Al Gore 48.4%
1996 Bob Dole 40.7% Bill Clinton 49.2%
1992 George H. W. Bush 37.7% Bill Clinton 43.0%
1988 George H. W. Bush 53.4% Michael Dukakis 45.6%
1984 Ronald Reagan 58.8% Walter Mondale 40.6%
1980 Ronald Reagan 50.7% Jimmy Carter 41.0%
1976 Gerald Ford 48.0% Jimmy Carter 50.1%
1972 Richard Nixon 60.7% George McGovern 37.5%
1968 Richard Nixon 43.4% Hubert Humphrey 42.7%

Fazit: Seit 1992 erreichte jeder Präsident einen Stimmenanteil von maximal 50.7%. Auffällige Ausnahmen sind (allesamt Republikaner) Ronald Reagan 1988 (58.8%) und Richard Nixon 1972 (60.7%)

Ebenso wichtig sind die Anzahl Wahlmänner, die heute die Kandidaten erreichen werden. Gelingt es Obama, über 300 der 270 Wahlmänner hinter sich zu scharen, so wäre dies gemäss meinem Korrespondenten in Venice, CA, bereits ein Achtungserfolg.

Nicht auszudenken, wenn Obama gar deren 311, 353, 364 oder 338 Wahlmänner machen würde, die von FiveThirtyEight.com in Tausenden von Simulationen als wahrscheinlichstes Resultat berechnet worden sind (leider muss ich erwähnen, dass an fünfter Stelle noch 291 Wahlmänner kommen - aber das blenden wir jetzt mal schön aus!).

Ich wünsche mir, dass Obama (mindestens) 310 Wahlmänner holt und George H. W. Bushs 53.4% Stimmenanteil von 1988 egalisiert.

Mario "Claude Longchamp" Aeby Amen.

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Samstag, November 01, 2008

Obama gewinnt (immer noch) haushoch!

... denn an den Fundamentals hat sich immer noch nichts geändert. Doch:

Auf Grund meiner Voreingenommenheit zum demokratischen Präsidentschaftskandidaten sehe ich wohl mit der rosafarbenen Brille auf den Wahlkampf. Aber bis Mittwoch (MEZ) kann ich immer noch an das matchentscheidende Element glauben, welches heuer zum ersten Mal in voller Geltung zum Tragen kommt: Das Internet und das soziale Web.

Gestandene Umfrageleiter und Journalisten können die Auswirkungen des (mittlerweile eigentlich nicht mehr so) neuen Mediums nicht nachvollziehen, weil sie noch immer in den alten Schemata denken. Doch sollte man Verlagen und ihrer Entourage in solchen Belangen heute wirklich noch trauen?

Nachtrag: Wer einem unwissenschaftlichen Polemik-Blogger aus dem bernischen Neuenegg nicht glauben mag, soll sich zu FiveThirtyEight begeben. Obamas "Win Percentage" steht dort auf mickrigen 97.2% ...

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Mittwoch, Oktober 29, 2008

Obama ist ein Sozialist! Sozialisten wählt man nicht ... oder?

Wenn einem die Argumente in einer politischen Diskussion ausgehen: Es gibt ja immer noch den Nothalt, indem man den Gegner einen Sozialisten schimpft:

Back when the polls were nip and tuck and the leaves had not yet begun to turn, Barack Obama had already been accused of betraying the troops, wanting to teach kindergartners all about sex, favoring infanticide, and being a friend of terrorists and terrorism. What was left? The anticlimactic answer came as the long Presidential march of 2008 staggered toward its final week: Senator Obama is a socialist.

Quelle: Like, Socialism: Comment: The New Yorker

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Mittwoch, Oktober 29, 2008

Reagan würde Obama wählen

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Sonntag, Oktober 26, 2008

Wird es wirklich Obama sein?

when the world seems to be falling apart, you don’t turn to a guy you’d like to have a beer with, you turn to someone who might actually know how to fix the situation.

Quelle: Op-Ed Columnist - Desperately Seeking Seriousness - NYTimes.com

Bereits im August habe ich in einem Blog-Artikel klar gesagt, dass die "Fundamentals" für Obama sprechen. Daran hat sich nichts geändert, nur spuren die meisten nun auf meine Prophezeiung ein.

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Samstag, Oktober 25, 2008

McCains Kampagne am Ende?

One well-connected Republican in the private sector was shocked to get calls and resumes in the past few days from what he said were senior McCain aides — a breach of custom for even the worst-off campaigns.

Quelle: Blame game: GOP forms circular firing squad - Politico.com Print View

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Samstag, Oktober 25, 2008

Palins Make-Up kostet

Und die nennen Barack Obama einen "Elitist"?! Verkehrte Welt ...

In September, Ms. Strozzi, who was first identified by the Washington Post this week as Ms. Palin’s makeup artist, was also paid $13,200 for “communications consulting.”

Quelle: Top Salary in McCain Camp? Palin’s Makeup Stylist - The Caucus Blog - NYTimes.com

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Samstag, Oktober 25, 2008

Wer erinnert sich an die beste Budweiser-Werbung ever?

Anscheinend stammt diese Werbung wirklich aus dem Jahr 2000 ...

... und seither sind also 8 Jahre ins Land gegangen, ohne dass sich am Status Quo gross etwas geändert hat. Könnte man meinen. Die Kampagne von Barack Obama hat nun kurzerhand ein Sequel zur lustigsten je erschienen Bud-Werbung veröffentlicht und darin die wichtigsten Themen der letzten Monate (respektive Jahre, wenn man den Hurrikan Katharina bedenkt) eingearbeitet:

Genial - und bestürzend zu gleich. Mit diesem Spot würde ich die us-amerikanische TV-Landschaft nun zuspachteln. Mit Obamas übervoller Kriegskasse sollte das absolut kein Problem sein.

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Donnerstag, Oktober 23, 2008

Gemeindewahlen Neuenegg 2008: Mein Resultat

Da sich der Schmid-Clan noch am Wahlsonntag zum Ausgang der Wahlen geäussert hat und heute (völlig unerwartet) ein Blog-Artikel von Zgräsch das Licht der virtuellen Realität erblickte, erachtete ich die Zeit gekommen, kurz über mein Abschneiden in den Gemeinderatswahlen 2008 in Neuenegg zu philosophieren.

Zwar ... wenn ich recht überlege, betätige ich mich der Einfachheit halber doch lieber nur der kleinen Zahlendeuterei.

Dank der tollen Auswertungssoftware unserer Gemeinde erhält nämlich jede Partei am Wahlsonntag einen dicken Stapel an Blättern, aus den man alles (naja, fast alles!) herauslesen kann, was das Herz des Empirikers begehrt.

Grundlagen

(Gilt nur für die Wahl des Gemeinderats)

Stimmbevölkerung 3'488 Personen
Stimmbeteiligung (relativ) 32.37%
Stimmbeteiligung (absolut) 1'129 Personen
Maximales zu erzielendes Resultat 2'258 (2 x 1'129)
Mein Resultat 700
Mein Wähleranteil
(effektiv)
31%
(700 / 2 = 350 Personen)
Mein Wähleranteil
(gesamte Bevölkerung)
10%
(700 / 2 = 350 Personen)
Stimmen unveränderte Wahlzettel 414
Stimmen veränderte Wahlzettel 286

Formular 3b

Besonders interessant ist an solchen ZahlWahltagen das ominöse Formular 3b, auf welchem der Zusammenzug aller veränderten Listen aufgeführt ist. Bei mir sieht die Auflistung folgendermassen aus:

SVP 16
FDP 25
SP 212
CHJ 3
OHNE 25
Total 286

Will heissen: Von Leuten, die die SVP-Liste in die Urne gelegt haben, erhielt ich 16 Stimmen. Von FDPlern deren 25. Und ... haltet euch Fest ... von Sympathisanten der CH-Jugend erhielt ich sagenhafte 3 Stimmen. Obwohl ich mich im Vorfeld nicht gerade schmeichelhaft über die Partei geäussert habe.

Ein Meilenstein. Ich kann mich gut daran erinnern, bei den Gemeinderatswahlen 2004 von Seiten der SVP genau 0 (NULL) Stimmen erhalten zu haben. Die Frage ist in der jetzigen Situation halt, ob ich mich über diese Stimmen freuen soll (anscheinend geniesse ich mittlerweile auch bei einigen SVPlern Vertrauen) oder nicht (habe ich etwa zu stark auf gut Freund gemacht?!). 2012 werden wir sehen, wohin der Weg mich geführt hat.

Und dann gibt es ja noch Leute, die ihren Stimmzettel ohne Angabe einer Listennummer einlegen. Gar nicht gut, jedenfalls dann, wenn noch einige Zeilen frei stehen. Wäre eine Listennummer angegeben, würde die Partei mit der entsprechenden Listennummer die leeren Zeilen auch als Stimmen erhalten ...

Auf jeden Fall geht die Auswertung der Wahl der Finanz- und Steuerkommission an Zgräsch weiter, damit er nicht mehr im Dunkeln stochern muss, von wo er Stimmen erhielt und von wo nicht.

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Donnerstag, Oktober 23, 2008

Rat an alle Aussenseiter in der Politik

Wenn sie das Zentrum der Macht besetzen, dürfen sie eines nicht vergessen: nett, umgänglich, bodenständig zu bleiben. Als Außenseiter nach Washington eingezogen zu sein, ist eine Sache. Aber ohne die Insider zu überzeugen, kann man eben doch nicht regieren. Auch nach einem noch so brillanten und erfolgreichen Wahlkampf kann man die folgende Präsidentschaft grandios vermurksen. So ist es Lyndon B. Johnson ergangen (Vietnam-Krieg), Richard Nixon (Watergate) und auch Jimmy Carter (Iran-Geiseln, Afghanistan-Invasion, zweistellige Inflation).

Quelle: Präsidentschaft und Kongressmehrheit: Demokraten träumen von historischem Linksruck - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik

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Dienstag, Oktober 21, 2008

Endlich: TV-Reportage aus Wasilla, AK

Der beste Moment ist die Frage des Reporters an die Gemeindepräsidentin (City Mayor), was denn eigentlich so ihre Aufgaben sind. Nach konkreten Fragen über die Feuerwehr und das Schulwesen hört der erstaunte TV-Konsument:

"We don't do social services in Wasilla."

Hä?! Wofür gibt es dort dann einen Bürgermeister? Aber diese Aussage ist nur der Anfang ... Mit Teamsitzungen am Montag und dem Unterzeichnen der Gehaltschecks am Dienstag eignet man sich anscheinend eindeutig für das Amt des Vizepräsidenten der Vereinigten Staaten.

Die Situation ist noch schlimmer, als ich im Blog-Artikel Palin ist eine typische Republikanerin befürchtet habe: Wir in Neuenegg zählen knapp 5'000 Einwohner (okey, noch sind es erst 4'800), doch wenigstens hat der Gemeinderat die Aufsicht über die örtliche Feuerwehr - und selbstverständlich auch über die Schulen. Irgendwie hätten wir neun Gemeinderäte Frau Palin einiges voraus ...

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Montag, Oktober 20, 2008

Powell für Obama - das emotionale Video

Abgesehen von der professionellen Machart dieses Clips ist es doch auch äusserst erstaunlich, dass so etwas noch vor wenigen Jahren (ohne YouTube und Breitbandinternet) niemals den Computer des Kreativen verlassen hätte ...

Besonders gefällt mir folgende Aussage Powells:

"Mr. Obama at the same time has given us some more inclusive, broader reach into the needs and aspirations of our people. He's crossing lines, ethnic lines, racial lines, generational lines. He's thinking about all villages have values, all towns have values - not just small towns have values. For which is the president we need ... now."

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Freitag, Oktober 17, 2008

Obama stichelt an einer Gala gegen McCain

Eigentlich sollte ich ja schon längst wieder an meiner Seminararbeit schreiben, doch den hier darf ich nicht sich selbst überlassen:

Obamas Rede ist gespickt mit (wirklich lustigen!) Seitenhieben auf McCain (in Klammern die Hinweise, nach was man googeln sollte, wenn man keinen Blassen vom Gesagten hat):

  • "Joe, the Senator" (Joe The Plumber)
  • "I actually can see the russion tea room from here" (Palin sieht Russland von Alaska aus)
  • "Your grandfather and John McCain we're good friends back then in the time of Prohibition" (John McCain wäre eher ein Fall fürs Altersheim als das Weisse Haus)

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Donnerstag, Oktober 16, 2008

Der dunkelste Ecken Amerikas

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Montag, Oktober 13, 2008

Meine Legislaturziele 2009-2012

Da ich gemäss Smythe "GfS Neuenegg" so gut wie gewählt bin, ist es nun an der Zeit, meine Legislaturziele darzulegen. Meine rechte Hand moussi hat sich die Mühe genommen und ein kurzes Video mit meinen drei Zielen zusammengestellt:

Via: Die Linke(n)überraschung

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Mittwoch, Oktober 08, 2008

Obama gewinnt - aber verliert

Der erste schwarze Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika - aber um sein Amt wird er angesichts der Wirtschaftskrise im Land nicht zu beneiden sein. Wahrlich hätte man ihm sonnigere Zeiten beim Einzug ins Weisse Haus in Washington gewünscht:

Dieses Dozieren sei Obamas Schwäche, wurde immer wieder gesagt. Doch die Lage im Land ist inzwischen so ernst, dass aus dieser Schwäche eine Stärke wurde. Die amerikanischen Wähler, so scheint es, suchen in dieser Lage keinen, mit dem sie ein Bier trinken könnten. Sie suchen einen, der ihnen die Welt erklärt.

Quelle: FTD.de - Zweites TV-Duell: Die verpasste Chance des John McCain - International

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Mittwoch, Oktober 08, 2008

gEMEIDIrat

Es dauerte etwas lange, aber jetzt haben Burgi und Raffi den Plot doch noch aufgedeckt: Der Verschreiber auf dem Wahlplakat war gar keiner, sondern schlicht und einfach einen Hommage an ... mich!

gEMEIDIrat

Nebenbei: Wir sind nicht die einzigen unfehlbaren Orthographiekünstler ...

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Montag, September 15, 2008

Widersprüchliche Unterstützung für Obama

Präsidentschaftskandidat Barack Obama hat im August mehr Geld gesammelt als jemals zuvor, obwohl er in Umfragen zurück fällt.

Quelle: Obama mit neuem Spendenrekord - News Ausland: Amerika - Tagesanzeiger

Da fragt sich doch, was das zuverlässigere Mass für Barack Obamas Beliebtheit bei den Bürgern ist. Für mich ist der Fall klar: Der effektive Geldfluss gewinnt über die empirischen Sozialforscher. Zumal die Wirtschaftslage in den USA nicht gerade rosig aussieht - erstaunlich, wie viele Leute einen Teil der Kosten ihrer Tankfüllung an Obama zu überweisen scheinen (Jedenfalls gehe ich davon aus, dass die Geldmittel hauptsächlich von Normalverdienern zur Verfügung gestellt werden. Oder haben nun tatsächlich die grossen us-amerikanischen Unternehmen ihre Geldschleusen geöffnet?)

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Sonntag, September 14, 2008

Wasilla - ein weiteres Seldwyla

The mayor quickly fired the town’s museum director, John Cooper. Later, she sent an aide to the museum to talk to the three remaining employees. “He told us they only wanted two,” recalled Esther West, one of the three, “and we had to pick who was going to be laid off.” The three quit as one.

Ms. Palin cited budget difficulties for the museum cuts. Mr. Cooper thought differently, saying the museum had become a microcosm of class and cultural conflicts in town. “It represented that the town was becoming more progressive, and they didn’t want that,” he said.

Quelle: Once Elected, Palin Hired Friends and Lashed Foes - NYTimes.com

Solche Kapriolen kommen mir irgendwie bekannt vor ... Gibt's auch in der Schweiz.

Abgesehen davon ist der Artikel der renommierten New York Times äusserst lesenswert. Wenn selbst diese Zeitung die Palins Hemdsärmligkeit auf die Titelseite pappt, muss was dran sein an der Kritik.

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Samstag, September 06, 2008

8 Jahre - und jetzt republikanisches Schweigen

"What do you talk about when you cannot explain the last eight years of failure? ... What do you talk about? The other guy!"

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Donnerstag, September 04, 2008

Palin ist eine typische Republikanerin

She inherited a city with zero debt but left it with indebtedness of more than $22 million.

Quelle: Crosscut: About Sarah Palin: an e-mail from Wasilla

Fiskalpolitisch konservativ, nennt man das dann wohl ... Man gibt Geld aus, das man nicht hat, für Dinge, die man nicht braucht.

Übrigens: Wasilla kann mit seinen 5000 Einwohnern mit meiner Wohngemeinde Neuenegg verglichen werden. Man stelle sich vor, die (fiktive) Gemeindepräsidentin unseres Dorfes wird Gouverneur des Kantons Bern (wie übersetzt man diese politische Funktion in unser Politsystem? Regierungsrat?) und soll nach nur zwei Jahren in das zweithöchste Amt auf dieser Welt gehievt werden ... Respekt. Machbar ist es durchaus, die Anforderungen werden aber definitiv hoch sein.

Doch jetzt kommt's ganz dick:

Sarah complained about the "old boy's club" when she first ran for mayor, so what did she bring Wasilla? A new set of "old boys." Palin fired most of the experienced staff she inherited. At the city and as governor, she hired or elevated new, inexperienced, obscure people, creating a staff totally dependent on her for their jobs and eternally grateful and fiercely loyal — loyal to the point of abusing their power to further her personal agenda

Na dann gute Nacht, beloved US of A! Aber im Grunde hat das Land eine solche Regierung - die sozusagen unterbruchsfreie Fortsetzung der Bush-Administration - verdient. Die Wähler haben es im November 2008 in der Hand. Amerika sollte sich mit diesem Gespann rasch und endgültig in den Boden reiten.

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Sonntag, Juni 01, 2008

Schweizerische Verlierer-Partei

Es hätte ein triumphaler Tag werden sollen für die rechtskonservative SVP und ihre neue Rolle als Oppositionspartei. Mit Abstimmungssiegen wollte sie demonstrieren, dass sie die Stimmbürger gegen alle anderen politischen Kräfte auf ihre Seite ziehen kann. Dass ohne sie kein Staat zu machen ist - und dass es ein großer Fehler der anderen Parteien war, ihre Galionsfigur Christoph Blocher im vergangenen Dezember als Justizminister abzuwählen. Stattdessen wurde es für die wählerstärkste Partei des Landes ein schwarzer Tag, der den Sinn ihres einsamen Oppositionskurses in Frage stellt.

[..] Deshalb gibt es wohl noch einen zweiten Grund für das deutliche Resultat: Eine Mehrheit der Schweizer lehnt den Oppositionskurs und den Stil der SVP insgesamt ab.

[...] Dagegen wirkt der brutale Umgang der SVP mit ihrer Bundesrätin auf viele Bürger irgendwie unschweizerisch. Irgendwie unangemessen. Irgendwie zu laut, zu harsch, zu gemein.

Quelle: Volksabstimmung in der Schweiz: Debakel für den Rechts-Populisten Blocher - Politik - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten

Meine zwei kostenlosen Tipps:

  • Blocher ins Polit-Altersheim
  • Sofortige Einstellung aller Agressionen gegen die Bündner SVP

Köppel und seine rechten Schreiberlinge von der Weltwoche werden wohl die meisten für Donnerstag geplanten Artikel einstampfen und eine Pflaster-Nummer (evtl. sogar mit etwas Homöopathie) herausgeben.

Egal - ab nächstem Samstag ist Euro08 und Politik tritt für knapp einen Monat in den Hintergrund.

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Samstag, Mai 24, 2008

Demokratie 2.0: Doppeltes Stimmgewicht

Das Papier trägt den Titel "Drei Thesen zur Stärkung der Leistungsträger". Ludewig fordert darin: "Diejenigen, die den deutschen Wohlfahrtsstaat finanzieren und stützen, müssen in diesem Land wieder mehr Einfluss bekommen. Die Lösung könnte ein doppeltes Wahl- und Stimmrecht sein." Allein mit "Hartz IV-Beziehern und Rentnern" könne der soziale Ausgleich in Deutschland nicht funktionieren.

Quelle: Absurder Vorstoß: CDU-Verbands-Chef will Rentner zu Wählern zweiter Klasse degradieren - Politik - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten

Tolle Idee. Dieses "one man, one vote"-Geschwafel war auch mir seit jeher im Dorn im Auge. Zurück zum geschassten Dreiklassenwahlrecht des guten, alten Preussens:

Der Begriff Dreiklassenwahlrecht wird allgemein für das Wahlrecht verwendet, das 1849 von Friedrich Wilhelm IV. zur Wahl der zweiten Kammer des Preußischen Landtags, dem Abgeordnetenhaus, eingeführt wurde und bis 1918 in Kraft blieb. Der Name rührt daher, dass die Wähler ein nach Steuerleistung in drei Abteilungen („Klassen“) abgestuftes Stimmengewicht besaßen.

Quelle: Dreiklassenwahlrecht

Natürlich nahm mich Wunder, was dieser Spassvogel denn so studiert. Für einmal war es nicht BWL - knapp daneben ist auch vorbei:

2003 – 2005 Grundstudium der Volkswirtschaftslehre an der TU Berlin

Quelle: Gottfried Ludewig

Das Nebenfach Geschichte würde vielen Studentennaturen gut tun ...

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Dienstag, Januar 08, 2008

Der Tagi entdeckt Ron Paul

Die letzten Monate brodelte es auf den us-amerikanischen Social News Web-Sites. Wer sich nur über diese Plattformen informiert hätte, wäre felsenfest der Überzeugung gewesen, dass es im Präsidentschaftswahlkampf nur einen ernstzunehmenden Kandidaten zu geben scheint: der 72-jährige Ron Paul, Gynäkologe aus dem Staate Texas. Wenn am Wahltag nur Geeks ihre Stimme abgeben dürften, würde Paul einen Erdrutschsieg einfahren.

Lange Zeit las man in den Schweizer Medien rein gar nichts über diesen Kandidaten, der wie kaum einer die Kraft des Internets zu nutzen wusste (wobei angemerkt werden muss, dass es eher sein Fan-Club als er selbst ist, der spontane Kundgebungen organisiert, an einem Tag Spenden in Millionenhöhe sammelt und jenste Internet-Abstimmungen "manipuliert".)

Doch nun, am 6. Januar, scheint auch unsere Depeschenagentur auf diesen unkonventionellen Kandidaten gestossen zu sein. "grü" vom Tagi übernahm die Agenturmeldung und lieferte einen entsprechenden Artikel ab:

Präsidentschaftskandidat Ron Paul überrascht mit stark gewachsenen Wahlkampfeinnahmen. Der Republikaner hat wenig Chancen in seiner Partei, er könnte aber als Unabhängiger antreten.

Quelle: Aussenseiter mit viel Geld

Höre ich Pauls Aussagen, und davon habe ich in den letzten Monaten äusserst viele gehört, so tut das weniger der Sozialdemokrat, sondern eher der Geek in mir. Seine Forderungen sind denn auch wirklich kaum, für was ein SPler nur in flüchtigen Gedanken einstehen könnte. Und doch haben sie selbst für mich etwas Faszinierendes an sich - was nicht zuletzt an Pauls eingängiger Art liegen mag. Wahrscheinlich ist erst dadurch sein Erfolg bei jungen Computerleuten mit guter Schulbildung zu erklären. Doch auch das Hochhalten der Verfassung des Landes mag einen gewissen Reiz auf uns ausüben: Wir Geeks lieben halt klare, einfache Regeln - und die Befolgung derer.

Gestern war er bei Jay Leno zu Gast und hat sich wie immer von seiner besonnenen und sympathischen Seite gezeigt (andere Kandidaten könnten sich eine grosse Scheibe von ihm abschneiden):

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