Montag, August 11, 2008
Optimale Zeit für Reisen nach Südostasien?
Überschwemmungen und Erdrutsche in Vietnam und Indien haben am Wochenende mehr als 180 Menschen das Leben gekostet. Im Norden Vietnams kamen nach Überflutungen mindestens 93 Menschen ums Leben. [...]
In Vietnam galten am Sonntag noch 37 Menschen als vermisst. Viele Opfer wurden im Schlaf von den Wasser- und Geröllmassen überrascht. Angesichts weiterer Regenfälle werde die Opferzahl vermutlich noch steigen, hiess es.
Quelle: espace.ch - Der Monsun fordert seinen Tribut
Dann wünsch ich "em Aute" erholsame und vor allem trockene Ferien!
Donnerstag, Juni 12, 2008
Weizen und Soja verteuern sich stark
Ein Element, das uns in den nächsten Jahrzehnten beschäftigen wird: Der Klimawandel. Die anderen Dinge sind Energiemangel und die daraus resultierende Überbevölkerung.
Soy and wheat also surged more than 5 and 7 percent, respectively, as those crops were also threatened by excessive rainfall and overflowing rivers, with no relief in sight.
Quelle: Business Feed Article | Business |
Labels: Klima, Landwirtschaft, Nahrung, USA, Wetter, Witterung
Sonntag, Mai 18, 2008
Tessins Böden ersaufen im Regen
In Teilen des Kantons Tessin sind in den letzten rund 30 Stunden über 100 Liter Regen pro Quadratmeter gefallen.
[...] In der Sonnenstube der Schweiz fielen damit stellenweise fast drei Viertel der für den Monat Mai durchschnittlichen Regenmenge. Diese beträgt ungefähr 200 Liter pro Quadratmeter.
Quelle: Starke Regenfälle im Tessin - Schweiz - Tages-Anzeiger
Das sind wohl also diese "Starkniederschläge", die den Klimawandel begleiten sollen ... Eindrücklich!
Freitag, Mai 09, 2008
10 Meilen des Grauens
Für den Laufnachmittag werden Temperaturen um 23 Grad erwartet. Wir erwarten einen warmen, leicht schwülen Lauftag!
Quelle: Newsletter Grand-Prix von Bern, 9. Mai 2008.
Was für die ein Bierchen nippenden Zuschauer durchaus wünschenswert ist, könnte die Läufer zusätzlich belasten ...
Sonntag, Mai 04, 2008
Feuchter April 2008
Worauf ich schon am 30. April hingewiesen habe, untermauert nun auch die SMA:
[...] während im April 2008 vielerorts deutlich mehr als an der Hälfte aller Tage Niederschlag fiel. Punktuell wurden bis zu 20 Tage mit 0.3 mm oder mehr Niederschlag aufgezeichnet. Stellenweise wurde mehr als die doppelte Niederschlagsmenge gemessen als im langjährigen Durchschnitt, so zum Beispiel in Genf, im Raum Zürich-Aargau und im nördlichen Graubünden.
Quelle: Vergleich April 2007/08
Bleibt also zu hoffen, dass dafür im Mai kein tröpfchen Regen fällt ... Zu beachten bleibt: Was den Städter freut, muss dem Landwirt nicht unbedingt gelegen kommen.
Mittwoch, April 30, 2008
Meteorologisch spannender Mai
«Geschmolzener Schnee in Kombination mit starkem Regen – das ist für viele Flüsse und Seen zu viel», warnt Meteorologe Reto Vögeli von MeteoNews. [...]
Und so sieht das Horrorszenario einer solchen Katastrophe aus: «Wenn die Temperatur im Flachland auf 20 bis 25 Grad ansteigt und es dann noch zwischen 50 und 100 Millimeter regnet, ist die Überschwemmungsgefahr sehr gross», [...] Im Mai 1999 führte dies zu einer der schlimmsten Flutkatastrophen. Wie heute lagen auch damals nach dem berüchtigten Lawinenwinter meterhohe Schneemassen in den Bergen.
Quelle: Kommt wieder die Flut?
Der April war hier in Bern äusserst feucht - anstelle der ca. 75mm Niederschlag (Schnitt Liebefeld 1901-1961) wurde deren 137mm (Niederscherli) respektive deren 105mm (Muri b. Bern) gemessen.
Es bleibt also zu hoffen, dass die Niederschläge im Mai rasch abnehmen.
Freitag, November 23, 2007
Das Wetter vor hundert Jahren
Das Wetter vor hundert Jahren
K.R. Der "Schweizerfreund" vom 11. Juni 1816 berichtet: "Letzten Freitag ist in unsern Berner Bergen wieder Schnee gefallen und man hat sich in einem von der Hauptstadt nicht mehr als drei Stunden weit entfernten Dorfe an einer Hauptstrasse gelegen mit Schneeballen beworfen - am 7. Brachmonat!" Am 18. Juni berichtet das gleiche Blatt aus Basel: "Vor einigen Tagen wurden auch die Anhöhen um unsere Stadt mit Schnee bedeckt. Die Weinreben, welche eine erfreuliche Hoffnung gezeigt hatten, sind nun im traurigsten Zustande und der Ertrag ist ganz dahin, wie es leider auch voriges Jahr schon war, wo an vielen Orten nicht einmal Weinlese gehalten wurde."
Quelle: Der Bund, 9. Juni 1916, Abendblatt.
Labels: Geschichte, Klima, Medien, Wetter
Donnerstag, August 09, 2007
Futter für den Wahlkampf
Letzten Freitag hat sich Kollege Smythe noch sichtlich erfreut darüber gezeigt, dass wir dieses Jahr keinen "Jahrhundertsommer" à la 2003 erleben mussten - und so die Grünen mit Blick auf die Parlamentswahlen im Herbst nicht noch den dritten oder vierten Nachbrenner zünden konnten.
Die Ereignisse der letzten Tage, insbesondere der gestrigen Nacht und des heutigen Tages, haben der ganzen Schweiz (wieder einmal) vor Augen geführt, dass die Natur uns auch heute, im 21. Jahrhundert, auf Trab halten kann. Die letzte "echte" (und unberechenbare) Supermacht auf diesem Planeten, sozusagen.
Herr Blocher mag noch lange beschwichtigen, dass ihm der Klimawandel nicht zu schaffen mache - im Gegenteil, ein Temperaturanstieg von einigen Grad Celsius wäre doch optimal. Der Haken am Ganzen: Dass die Temperaturen steigen, ist leider nur eine Entwicklung von vielen. Die Veränderungen in den Niederschlagsmustern müssen genau so in Betracht gezogen werden. Ich wage zu behaupten, dass die Niederschläge der massgebende Faktor für das "Wasserschloss" Schweiz sind ...
Inwiefern die Grünen diese Ereignisse in bare Wählerstimmen umwandeln können, muss sich zeigen.
Merke: Sommer können heiss-trocken (wie bspw. 2003) oder aber eben kalt-nass (wie dieses Jahr) ausfallen. Dazwischen gibt es unzählige Variationen.
Ein Experten-Bericht über die zu erwartenden Veränderungen für die Schweiz postuliert:
Temperaturerhöhung im 21. Jahrhundert
Von 1990 bis 2100 steigt die globale mittlere Temperatur um 1.4 bis 5.8°C (Abbildung 6b). Dieser Bereich ergibt sich aus den SRES-Szenarien und verschiedenen Klimamodellen. Die Erwärmung ist 2- bis 10-mal grösser als diejenige im 20. Jahrhundert und ist sehr wahrscheinlich einzigartig seit dem Ende der letzten Eiszeit vor ungefähr 10’000 Jahren.
Klimaänderungen sind regional sehr unterschiedlich. Es ist sehr wahrscheinlich, dass sich die Temperatur über Land und im Alpenraum stärker erhöht als im globalen Mittel. Es ist ebenfalls sehr wahrscheinlich, dass Häufigkeit und Intensität von sommerlichen Hitzewellen in ganz Europa zunehmen und dass die Anzahl Frosttage abnimmt.
Niederschläge im 21. Jahrhundert
Niederschläge werden wahrscheinlich in mittleren bis hohen nördlichen Breiten zunehmen. In den meisten Gebieten mit zunehmenden Niederschlägen werden Schwankungen im jährlichen Niederschlag sehr wahrscheinlich grösser. Für den Alpenraum zeigen die Modelle tendenziell eine Abnahme der Niederschläge im Sommer und eine Zunahme der Niederschläge im Winter. Es ist wahrscheinlich, dass die Häufigkeit von Starkniederschlägen, vor allem im Winter, in Europa zunimmt. Für einige weitere extreme Wetterphänomene gibt es zurzeit nur ungenügende Information, um Trends abschätzen zu können, weil die globalen Klimamodelle für verlässliche Vorhersagen noch nicht genügend räumlich aufgelöst sind. Zum Beispiel werden kleinräumige Wetterphänomene wie Gewitter, Tornados und Hagel in Klimamodellen nicht simuliert.
Quelle: Das Klima ändert - auch in der Schweiz
(Hinweis: Ich will damit keinesfalls behaupten, dass dieses Naturspektakel als Anzeichen des vielbeschworenen Klimawandels gedeutet werden soll - um damit zu argumentieren, muss man die Tendenz der langjährigen Mittelwerte heranziehen)
Donnerstag, August 09, 2007
Sense bringt Hochwasser
Gestern Abend nach 10vor10 liessen es sich mein Vater, meine Schwester und ich es uns nicht nehmen, das das gefürchige Naturspektakel praktisch vor unserer Haustür (zum Glück ca. 50 Höhenmeter Unterschied zu unserem Vorteil) zu begutachten. In strömendem Regen wanderten wir hinab zur Autobahnzubringer-Brücke über die Sense. Ich kann mich nicht erinnern, den Fluss jemals derart hoch und derart schnell strömend gesehen zu haben.
Auf Grund der Lichtverhältnisse musste ich eine lange Belichtungszeit wählen (2 Sekunden, wenn ich die Anzeige richtig gelesen habe), weshalb man den turbulenten Abfluss nur schwer nachvollziehen kann:
Sense bei Neuenegg, 8. August 2007
Parkplatz für Wasserfeste
Das nachfolgende Video zeigt den Parkplatz auf der bernischen Seite. Normalerweise stehen dort, wo jetzt das Wasser über das Ufer trat, den Tag hindurch Fahrzeuge. Ein Fussgängerweg führt unter der Brücke hindurch gegen Thörishaus:
Wildwasserbahn
Auf der Mitte der Brücke stehend und in Flussrichtung schauend bot sich ein wildes Schauspiel. Wir versuchten uns gar nicht erst auszumalen, wie die Situation bei Laupen beim Zusammenfluss von Saane und Sense ausgesehen haben mag ...
Weitere Berichterstattung
hochwasser - sense und schwarzwasser
Montag, Juli 23, 2007
Nichts als Regen - nasser Juli
Dank dem Zugriff auf in Echtzeit aktualisierte Wetterdaten kann ich vermelden: In diesem Monat Juli (2007) sind im Raum Bern (Station 1, Station 2) bereits 170mm Niederschlag gemessen worden. Der Monatsschnitt der Jahre 1901-1960 betrug hingegen für die Station Bern-Liebefeld nur 116.15 Millimeter. Und noch ist der Monat nicht zu Ende!
Wie sieht der Vergleich zu anderen Jahren seit Beginn der instrumentellen Messung von Wetterparametern aus? In insgesamt 20 Jahren wurden Niederschlagsmengen von 170mm oder mehr gemessen. Wenn es so weitergeht, schlägt das Wetter den "Rekord" von 2000 - notabene das einzige Jahr seit meiner Geburt 1980, das derart hohe Niederschlagsmengen gesehen hat.
Quelle: Die verlinkte PDF-Datei wurde aus meiner privaten MySQL-Datentabelle generiert, die ich aus den csv-Dateien von Meteoschweiz kompiliert habe: Langjährige homogene Temperatur- und Niederschlagsreihen der Schweiz Aus Rücksicht auf die Nutzungsbedingungen von Meteoschweiz stelle ich den Datenbank-Dump nicht öffentlich ins Netz (private Anfragen sind aber durchaus willkommen).
Labels: Klima, Wetter, Wissen, Wissenschaft
Dienstag, Juli 10, 2007
Verrückte Jahreszeiten
Während es hier in der Schweiz seit Wochen regnet, schneit es in Buenos Aires. Jawohl - Schnee. Argentinien liegt auf der südlichen Halbkugel, weshalb dort momentan der Winter herrscht. Dass es dabei aber gleich schneit, ist seit 1918 nicht mehr vorgekommen:
Thousands of Argentines cheered and threw snowballs in the streets of Buenos Aires on Monday as the capital's first major snowfall since 1918 spread a thin white mantle across the region.
"Despite all my years, this is the first time I've ever seen in snow in Buenos Aires," said Juana Benitez, an 82-year-old who joined children celebrating in the streets.
The snow followed a bitter cold snap in late May that saw subfreezing temperatures, the coldest in 40 years in Buenos Aires.
Wenig erfreuliches aus der Schweiz
- Kaum Mückenstiche Letzten Dienstag habe ich am Morgen zum ersten (und bisher letzten) Mal in diesem Jahr Mückenstiche gezählt. Meines Wissens bin ich um diese Zeit längst verstochen. Ursache für den Mückenmangel?
- Wegen der Kälte öffne ich das Fenster in der Nacht nicht
- Die Kälte bekommt den Viechern nicht gut
- In den letzten Wochen habe ich nicht bei meiner Freundin übernachtet, die in der Nähe des Aareufers lebt (die Mücken dort sind deutlich aggressiver und verursachen grössere Entzündungen)
- Regen Jetzt könnte es dann wirklich mal aufhören ... Ich kann mich nicht erinnern, dass unser Gärtnermeister den Garten in den letzten Wochen jemals künstlich bewässert hätte.
- Kälte Die Shorts habe ich dieses Jahr kaum einmal angezogen. Mittlerweile liegen sie wieder im Schrank.
- Kein Marzili Momentan wäre die Wiese voll mit Studenten und sonstigen Ferientechnikern - aber nicht in diesem Jahr
- Kein Aarebad In diesem Jahr habe ich noch keinen "Aareschwumm" genossen
- Erdrutsche Beim Bahnhof Thörishaus Dorf ging gestern zum zweiten Mal innert kürzester Zeit eine Erdlawine auf das Perron nieder
- Braune Sense Der Fluss lädt momentan nicht zu einem Bad ein
Labels: Argentinien, Klima, Schweiz, Umwelt, Wetter
Montag, Juni 11, 2007
Wetterstationen in der Schweiz
Karte: Klickbare Grafik auf Kaiko.ch
Ganz in der Nähe meines Wohnortes, in Niederscherli, befindet sich eine Wetterstation, die tagesaktuelle Daten liefert.
Bisher hatte ich das Gefühl, dass der Juni viel zu nass sei. Die Messung dieser Wetterstation zeigen aber, dass der Monat hier in Bern mit (bisher) 41mm Niederschlag (stupide bis Ende Monat hochgerechnet also ca. 120mm) im langjährigen Mittel liegt. Ein kurzer Kreuzvergleich mit Muri zeigt, dass dort bisher 36.6l/m2 gemessen wurden (1mm entspricht 1l/m2)
Wie es auch immer herauskommen wird: Hauptsache, es "schiffet" den Juni durch, damit der Juli dann mit Sonnenschein glänzt. Schliesslich bin ich stolzer Besitzer eines 4-Tagespasses für das Gurtenfestival.
Ob die Landwirtschaft hingegen an den derzeitigen Regenfällen Freude hat, ist eine andere Frage.
Nachtrag
Die NZZ bringt heute einen Artikel der sda über die Niederschläge. Einige Ausschnitte:
Die weitere Auswertung der Messdaten ergab, dass in Wynau im Kanton Bern am vergangenen Donnerstag innerhalb von zehn Minuten 18,5 Liter Regen pro Quadratmeter fielen.
Im Napfgebiet schätzte MeteoSchweiz auf Grund des Radars die Niederschlagsmenge am vergangenen Freitag lokal auf mehr als 100 Liter innerhalb von wenigen Stunden - so viel wie sonst im ganzen Monat Juni.


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