Donnerstag, August 28, 2008
Wenn der Windows-Desktop leer bleibt
... hat das meistens mit einem nicht laden wollenden explorer.exe zu tun. Normalerweise reicht es in einem solchen Fall, den Task Manager mittels Ctrl+Alt+Del aufzurufen, um dort dann mittels Datei > Ausführen explorer.exe nachzuladen.
Im heutigen Fall auf der Arbeit funktioniert das nicht - Ursache für den leeren Schirm könnte eine Infektion durch einen Virus/Trojaner gewesen sein (Stichwort braviax.exe, was auf etwas à la Trojan.Wsnpoem hindeutet).
Weder half es, einen neuen Benutzer anzulegen, noch Windows in den abgesicherten Modus zu laden. Es fehlten immer die Desktop-Icons und auch von der Task-Bar war weit und breit nichts zu sehen.
Nach einem gründlichen Virenscan mit AVG (im abgesicherten Modus!) und der Installation von Service Pack 3 war das Problem zwar weiterhin nicht behoben, aber immerhin der Virus isoliert und das System wieder etwas näher am vollgepatchten Zustand.
Die Fehlersuche ging weiter. Eine Analyse mit ProcessMonitor zeigte einige Aufrufe der Registry, doch ich vermochte nichts Auffälliges zu entdecken - ausser:
$ cat processmonitor-logfile.csv | grep "12:43" | grep -v "SUCCESS" | cut -d "," -f 6 ... "C:\Programme\Microsoft" "C:\Programme\Microsoft.exe" "C:\Programme\Microsoft" "C:\Programme\Microsoft Common\wuauclt.exe" "C:\Programme\Microsoft Common\wuauclt.exe.exe" "C:\Programme\Microsoft Common\wuauclt.exe" "C:\Programme\Microsoft Common\wuauclt.exe ""C:\windows\explorer.exe""" "C:\Programme\Microsoft Common\wuauclt.exe ""C:\windows\explorer.exe"".exe" "C:\Programme\Microsoft Common\wuauclt.exe ""C:\windows\explorer.exe""" "C:\Programme\Microsoft Common\wuauclt.exe ""C:\windows\explorer.exe""" "C:\Programme\Microsoft Common\wuauclt.exe ""C:\windows\explorer.exe"".exe" "C:\Programme\Microsoft Common\wuauclt.exe ""C:\windows\explorer.exe"""
ganz am Ende der Aufzeichnung (Anführungszeichen wegen dem CSV-Export aus ProcessMonitor). Ich dachte mir nichts weiter dabei.
Nach einigen weiteren Googlereien fand ich dann, versteckt in mitten unnützer Kommentare, den Hinweis, doch den Registry-Schlüssel
HKLM\SOFTWARE\Microsoft\Windows NT\CurrentVersion\Image File Execution Options\explorer.exe
zu löschen. Im Wert Debug stand wuauclt.exe - ein Lichtlein ging mir auf, wieso ProcessMonitor obige kurlige Aufrufe anzeigte.
Evil
Wer also seinen lieben, lieben Windows benutzenden Kollegen demnächst eins auswischen will, behelfe sich dieser genialen Microsoft-Erfindung namens Image File Execution Options. Wie genau beschreibt der Blog-Artikel Image File Execution Options: Good, Evil, Fun. sowie die Seite Image File Execution Options.
Labels: PC-Support, Viren, Windows
Donnerstag, August 28, 2008
Windows-Konsolen und Systemsteuerung per Kommandozeile
Konsolen
certmgr.msc - Certificate Manager ciadv.msc - Indexing Service compmgmt.msc - Computer management devmgmt.msc - Device Manager dfrg.msc - Defragment diskmgmt.msc - Disk Management fsmgmt.msc - Folder Sharing Management eventvwr.msc - Event Viewer gpedit.msc - Group Policy -XP Pro only iis.msc - Internet Information Services lusrmgr.msc - Local Users and Groups mscorcfg.msc - Net configurations ntmsmgr.msc - Removable Storage perfmon.msc - Performance Manager secpol.msc - Local Security Policy services.msc - System Services wmimgmt.msc - Windows Management
Systemsteuerung
access.cpl - Accessibility Options hdwwiz.cpl - Add New Hardware Wizard appwiz.cpl - dd/Remove Programs timedate.cpl - Date and Time Properties desk.cpl - Display Properties inetcpl.cpl - Internet Properties joy.cpl - Joystick Properties main.cpl keboard - Keyboard Properties main.cpl - Mouse Properties ncpa.cpl - Network Connections ncpl.cpl - Network Properties telephon.cpl - Phone and Modem options powercfg.cpl - Power Management intl.cpl - Regional settings mmsys.cpl sounds - Sound Properties mmsys.cpl - Sounds and Audio Device Properties sysdm.cpl - System Properties nusrmgr.cpl - User settings firewall.cpl - Firewall Settings (sp2) wscui.cpl - Security Center (sp2)
Via: Windows XP Run Commands and Shortcuts
Labels: Windows
Mittwoch, Juli 30, 2008
Symantec und der Uber-Virus
Sie müssen den Computer für mindestens 30 Sekunden ausschalten, um den Virus aus dem Arbeitsspeicher zu entfernen. Verwenden Sie nicht die Reset-Taste, um Ihren Computer im abgesicherten Modus zu starten.
Hä?
Labels: IT, PC-Support, Sicherheit, Viren, Windows
Mittwoch, Juli 30, 2008
Ich bin Fan von Anti-Hacks
Wunderbar, dass jemand endlich einmal auf solche Dinge aufmerksam macht:
Mit einem Lifehack kann man am Auto schrauben, um den Benzinverbrauch zu senken; der Anti-Hack dazu wäre es, sich eine Wohnung zu suchen, die nicht so weit vom Büro entfernt ist (oder einen Job, der näher am Wohnort liegt), so dass man gar kein Auto mehr braucht.
Quelle: Der Link am Morgen: Was sind Anti-Hacks? » imgriff.com
Erinnert mich an meine Ferienlektüre, die Computerzeitschrift CHIP, die wir auf unserem TUIfly-Flug gratis mitlaufen lassen konnten. Dort wurde doch tatsächlich wieder einmal vorgekaut, wie man Windows "noch schneller macht" und "entschlackt". Da hat sich auf diesem Gebiet seit meiner Abkehr von Windows Anno Domini 2004 also überhaupt rein gar nichts geändert - irgendwie ernüchternd. Wie die Journalisten auf dieser Redaktion ein befriedigendes Arbeitsleben fristen, ist mir rätselhaft.
Item: Der Anti-Hack zu Registry Cleanern, Boot-Optimierern und Uninstall-Utilities wäre wohl einfach, einen Mac zu kaufen ...
Freitag, Juni 20, 2008
Fertig lustig für den Microsoft Internet Explorer 6
IE 6 is definitely the most painful browser for us to support – it’s seven years old and doesn’t even fully support the CSS 1.0 standard created in 1996. Microsoft’s done an incredibly poor job of getting users to upgrade. It looks like it’s going to take pressure from big apps like MobileMe to seal the deal.
Quelle: Apple's MobileMe drops support for IE 6 - (37signals)
Labels: Apple, Internet, Microsoft, Software, Web, Web-Entwicklung, Windows
Freitag, Juni 20, 2008
Benutzer schafft es, Drucker unter Windows Vista zu installieren
When Mr. Walling bought his new Windows Vista machine, he initially used the installation disc that came with his Dell 942 All in One printer that he had been using with his previous PC. That disc was meant for Windows XP. The problem: Dell's printer driver for Windows XP did install on Windows Vista. But it didn't work. And it couldn't be easily removed.
Quelle: Man gets Windows Vista to work with printer
Hände weg von Tintenpissern, All-in-one-Druckern und GDI-Geschwüren. Wer über Betriebssystemgrenzen (und anscheinend -versionen) hinweg funktionierende Drucker will, wählt die etwas teureren Postscript-Geräte. Damit druckt sich auch mit generischen Druckertreibern, denn Postscript ist ein Standard, der auf allen drei grossen Plattformen (Windows, Mac OS X und Linux) zu Hause ist.
PS: Schon irgendwie tragisch, dass bei einem Betriebssystem, an dem 5 Jahre lang rumprogrammiert wurde, keine simple Versionsabfrage bei Treiberinstallationen möglich ist ...
Labels: Microsoft, PC-Support, Windows
Freitag, Juni 06, 2008
Atomkraftwerk schaltete sich nach Software-Update ab
Darf ich raten: Dort wird garantiert Microsoft Windows eingesetzt. Und ich kann aus eigener Erfahrung bezeugen: Jawoll, Windows fährt sich nach erfolgtem Software-Update herunter. Selbst wenn ich "Jetzt nicht" anklicke, erscheint das verfluchte Fenster nach spätestens fünf Minuten wieder und frägt mich erneut, ob ich die soeben gepatchte Kiste wirklich sicher nicht herunterfahren möchte ...
Dass es keine gute Idee ist, in Kraftwerken die Netze der Prozessleittechnik mit denen der Verwaltung zu verknüpfen, zeigt ein Vorfall im März dieses Jahres in den USA. Laut einem Bericht der Washington Post fuhr das Atomkraftwerk Hatch in Georgia automatisch herunter, nachdem ein Techniker ein Software-Update auf einem Rechner im Verwaltungsnetz einspielte und diesen neu startete. Dabei versuchte sich der PC mit einem Server des primären Kontrollsystems zu synchronisieren und setzte dabei dessen Datenspeicher zurück. In der Folge interpretierte das Sicherheitssystem das Fehlen von Daten als einen Abfall der Wassermenge im Kühlreservoir der Kühlung, woraufhin Block 2 des Kraftwerks herunterfuhr.
Quelle: heise online - US-Atomkraftwerk schaltete sich nach Software-Update ab
Dienstag, Juni 03, 2008
Windows Vistas GUI ist ein Gefrickel
Wen überrascht diese Aussage? Mich jedenfalls nicht ...
If all those individual teams at Microsoft can't be bothered to follow the design conventions of their own operating system -- how can they possibly be building applications that I would actually want to use?
Quelle: Coding Horror: Whatever Happened to UI Consistency?
Montag, Juni 02, 2008
Wieso Mac OS X Windows Classic überleben wird
Der grösste Unterschied zwischen den beiden Erzrivalen wird Windows schlussendlich den Kopf kosten: Rückwärtskompatibilität! Frickel-Software, die für Windows for Workgroups 3.11 geschrieben wurde und sich nicht an Standards hält, muss immer noch unter Windows Vista funktionieren. Deshalb muss man selbst in Windows Vista all jene Bugs einbauen, die schon in WfW 3.11 zugegen waren. Wäre ja fürchterlich, wenn die von Milliarden von Anwendern benutzte Applikation plötzlich nicht mehr funktionieren würde ...
Apple has never been a company that's slavishly devoted to backwards compatibility if that backwards compatibility jeopardizes its ability to move forward
[...] This willingness to leave old technology behind is a great strength of the Apple platform. Rather than enshrining past decisions in perpetuity, Apple has a willingness to say "enough's enough; this new way is better, so you should use it".
Quelle: From Win32 to Cocoa: a Windows user's conversion to Mac OS X—Part III: Page 3
(Übrigens auch ein sehr interessanter Artikel, der Software-Entwicklung unter Windows mit Software-Entwicklung unter Mac OS X vergleicht)
Samstag, Mai 17, 2008
Von Windows zu Mac
Zwar lese ich Hogenkamps Postillen eigentlich nicht, doch das Thema Umstieg von Windows auf Mac - Die 10 Mac-Mythen hat dann doch mein Interesse geweckt.
Weiterhin kämpfe ich dafür, dass Personen in meiner nächsten Umgebung beim anstehenden Computerwechsel einen PC mit angebissenem Apfel drauf kaufen. Bis dahin muss ich mich weiterhin mit unsäglichen Windows-Problemen herumschlagen ...
Wie es sich für einen neutralen Blog-Artikel auf Neuerdings geziemt, wird nicht aussschliesslich ein Loblied auf Apple-Computer und Mac OS X gesungen. Ich finde die leichte Kritik aber aus der Luft gegriffen, weshalb ich einige Textpassagen nachfolgend kurz durchgehen und kommentieren möchte:
Fazit
Ich arbeite einigermassen regelmässig auf Mac, Windows und Linux, und ich kann eindeutig sagen, dass ich auf dem Mac mit Abstand am produktivsten bin. Man kann damit alles machen, ohne von der nervigen Umständlichkeit von Windows oder der zuweilen fummeligen Komplexität von Linux gebremst zu werden.
Quelle: Umstieg von Windows auf Mac - Die 10 Mac-Mythen
Soviel zur äusserst positiven und begrüssenswerten Kernaussage des ganzen Artikels.
Sonstiges
Mühsam ist hingegen die Übernahme von alten E-Mails aus Outlook, weil Microsoft beim Plattformwechsel natürlich nicht sehr hilfreich ist.
Ich persönlich habe das Gefühl, dass heute nicht mehr viele Personen Microsoft Outlook benutzen. Und falls doch, eröffnet man ein Gmail-Konto und lädt die Mails mit dem IMAP-Protokoll auf Googles Server (ja, Outlook kann IMAP - jedenfalls so gut, dass man damit Mails auf einen IMAP-fähigen Server laden kann)
[...] beispielsweise die Synchronisierung mit Smartphones (ausser dem iPhone natürlich — das klappt reibungslos). Während man mit Nokia-Telefonen und entsprechender Drittsoftware wenig Probleme hat, müssen sich Palm-User auf einiges Basteln einrichten.
Wer auch heute noch Palm-Geräte benutzt, bleibt lieber bei Wintel. Solchen Benutzern ist nicht mehr zu helfen.
Das grösste Hindernis ist oft das Fenstermanagement, aber es gibt nützliche Tools wie Witch, die die vertraute (und tatsächlich effizientere) Windows-Logik auf den Mac bringen.
Ich halte es für einen Fehler, Windows-Metaphern zwingend auf Mac OS X zu übertragen. Der Mac ist anders und die Leute haben sich nun halt einmal daran zu gewöhnen, dass man Applikationen nicht schliesst, indem man das Fenster des gerade aktiven Dokuments schliesst. Mac-User, Apfel+Q ist dein ewiger Freund!
Wer seine Software am liebsten per Tastatur statt per Maus steuert, wird sich ebenfalls stark umgewöhnen müssen
Ich kenne ehrlich gesagt keine Normalanwender, der intensiv Tastatur-Shortcuts einsetzt. Selbst ich habe erst mit Mac OS X die Vorteile der vielfältigen Tastenkombinationen kennen und lieben gelernt.
Die meisten Umsteiger sagen übereinstimmend, dass man etwa mit einem Monat Umgewöhnungs- und Optimierungszeit rechnen sollte, bevor auf dem Mac alles so flott von der Hand geht wie früher auf dem PC. Ein bisschen Geduld muss man also schon mitbringen.
Korrekt. Dem schliesse ich mich an. Wichtig ist dabei aber, dass man den Windows-PC gleich nach dem Kauf des Macs unbrauchbar macht, da weniger resistente Natur plötzlich aus Faulheit wieder zurückswitchen. Und das will weder ich noch die restliche Mac-Fangemeinde.
Das Beste am Mac ist die weitgehende Abwesenheit von Nervigkeiten. Wer nach Monaten am Mac plötzlich wieder an einem Vista-PC arbeiten muss, wird vor lauter aufdringlichen Sicherheits-Dialogen und geschwätzigen Systemmeldungen halb verrückt.
"Sind Sie sich wirklich sicher?" - "Auf Ihrem Desktop befinden sich unbenutzte Icons ..." - "Starten Sie die Windows-Tour" - "Ihr Computer wurde aktualisiert. Es ist ein Neustart nötig"
Etwas weniger komfortabel sieht es aus, wenn man tief ins System eingreifen will.
Die jahrelange Herrschaft von Windows hat die Anwender zu Volldeppen mutieren lassen - nur wenn tief in die Innereien von Windows eingegriffen wird, ist das Produkt benutzbar. STOP! NEIN! Mac OS X läuft für Normalo-Benutzer perfekt, Anpassungen am Systemkern sind einfach nicht nötig - und führen zu einer getrübten "Experience".
Besonders beim Anschliessen exotischer Peripherie friert das System schon mal unerwartet ein
Übersetzung: Exotisch = Billig = Frickelware aus China. Macs laufen nun halt man besser mit Qualitäts-Hardware. Anstelle eines billigen GDI-Druckers wählt man lieber einen etwas teureren PostScript-fähigen Drucker und amortisiert das Ding die nächsten 5 Jahre über. Wer Billigschrott an seinen Mac anschliesst, darf sich nicht über ein "einfrierendes System" aufregen.
Auch bei der Softwareinstallation ist nicht wie bei Windows immer wieder ein Neustart nötig
*gähn* Wer's braucht ...
Mac-Laptops wachen aus dem Schlafmodus praktisch sofort auf und rödeln nicht erst 30 Sekunden herum wie eine Windows-Maschine.
"That's not a bug, that's a feature!", gell Steve?
Labels: Mac, PC-Support, Windows
Dienstag, Mai 06, 2008
Maxtor-Platten Low Level formatieren
Wer eine Maxtor-Festplatte Low Level formatieren möchte, um defekte Sektoren loszuwerden, muss in seinen PC kein Floppy-Laufwerk einbauen und mit einer Uralt-Floppy von Maxtor booten (es soll ja immer noch Wintel-Zeitgenossen-Deppen geben, die bei Computern zum Selber-Schrauben auch 2008 noch solche Laufwerke verbauen, um im Notfall mit ihren MS DOS 6.22-Disks booten zu können ... Oder so).
Auf der Ultimate Boot CD befinden sich hunderte nützliche Programme, darunter auch ...
MAXLLF
... unter dem Menupunkt "Hard Disk Tools". Hinter diesem kryptischen Namen (8.3, gelobet seist du!) versteckt sich "Maxtor Low Level Format".
Aber Achtung: Bei einer 40GB-Platte wartet man gut und gerne 2-3 Stunden, bis die Platte radikal leergefegt ist. Und in meinem traurigen Fall konnte das Problem defekter Sektoren auch nicht behoben werden - eine neue Platte musste her.
Labels: IT, PC-Support, Windows
Montag, Februar 25, 2008
Print Screen mit Apple Tastatur unter Windows
Unglaublich, wie viele Google-Resultate man durchforsten muss, bis man die doch so eindeutige Frage beantwortet kriegt:
(Rechtes) alt + F14
Hilfesuchende erwarten in Diskussionsforen und Mailinglisten Antworten wie "Installier dir doch einen Screen-Grabber!" oder "Apfel-Shift-4".
Sonntag, Februar 24, 2008
Erste Schritte einer neuen Mac-Anwenderin
Gerade assistiere ich einer brasilianischen Chat-Kollegin bei der Konfiguration ihres neuen MacBooks (der Wirtschafts-Boom ist auch an ihr nicht spurlos vorbeigegangen). Hier einige Auszüge aus unserem Chat-Log (aus dem englischen übersetzt; nicht wortgetreu, aber sinngemäss)
- "Das ist halt wie es unter Mac funktioniert. Wenn es dir nicht gefällt, musst du dir einen Windows-PC kaufen!" - "Nein, ich tausche des Gerät garantiert nicht um. Es sieht sooo schööön aus!" (Frauen ... und Technik *kopfschüttel*)
- "Wieso kann ich mein Lieblings-Radio nicht hören?" - "Du musst Flip4Mac installieren, damit du proprietäre Windows Media-Streams anhören kannst!"
- (Während der Installation)
- "Hilfe, ich habe mein Passwort vergessen!"
- "Wohin muss ich die Applikation speichern? Macintosh HD oder Bootcamp?"
- "Jetzt musst du Safari schliessen, um die neuen Einstellungen zu laden. ... Aber nicht mit Klick auf den roten Knopf, sondern über Safari > Quit. Oder noch einfacher mit Apfel + q.
- "Für was ist dieses iChat?!"
- "So, jetzt benötige ich noch eine Firewall ..." - "Nein" - "Wieso?" - "Weil ein Mac in der Grundkonfiguration keine gefährlichen Ports geöffnet hat."
- "Und einen Virenscanner?" - "Nein." - "Wieso?" - "Es gibt keine Viren für Mac OS X!"
Dienstag, Januar 29, 2008
Defekte Windows-Installationen mit Ubuntu und rsync übers Netzwerk sichern
Wie man einen Windows-Rechner mit Knoppix und einer externen USB-Festplatte backupt, habe ich bereits im Artikel Defekte Windows-Installationen mit Knoppix und rsync sichern aufgezeigt.
Nun gehen wir noch ein bisschen weiter: Die Linux-Live-CD der Wahl enthält dieses mal Ubuntu 7.10 und die Backup-Destination ist ein Linux-Server im Netzwerk.
Windows-Partition mounten
Zuerst heisst es, die Windows-Partition zu mounten. Da es sich um Ubuntu handelt, wird die Platte nicht automatisch in /etc/fstab aufgenommen (Knoppix tut das meines Wissens), weshalb man nicht einfach ein
# mount /dev/hda1
machen kann.
Zuerst erstellt man sich deshalb ein Verzeichnis unter /mnt und mountet dann die Partition
# mkdir /mnt/winme # mount -t msdos /dev/sda1 /mnt/winme
Wer sich - wie ich - nicht ganz sicher ist, ob es sich nun um hda1 oder sda1 handelt, muss ausfindig machen, wie die Platte angesprochen wird. Mangels Befehlskenntnis musste ich das graphische Partitionierungstool von Ubuntue heranziehen.
Nachtrag: Einfacher (und auf der Kommandozeile) wäre es vielleicht mit fdisk gegangen ...
FAT oder FAT32?
Während dem Kopieren merkte ich dann, dass die Dateinamen abgeschnitten werden (8+3 halt, willkommen in der DOS-Welt!). Deshalb wäre es das nächste Mal wohl angebracht, beim mounten ein anderes Dateisystem anzugeben:
# mkdir /mnt/winme # mount -t vfat /dev/sda1 /mnt/winme
Da ich dies nicht probiert habe, kann ich nicht sagen, ob vfat als Option existiert und FAT32-Partitionen mit langen Dateinamen mountet ...
Files rüberspitzen
Sobald die Platte gemountet ist (in meinem Fall wütete während Minuten zuerst noch dosfsck und produzierte eine Menge wiederhergestellter Dateien), kann die Kopieraktion beginnen:
rsync -a -v -e ssh /source/dir user@host:/destination/dir
Und irgendwann einmal ist die Kopiererei fertig:
sent 4589083864 bytes received 958590 bytes 3190853.29 bytes/sec total size is 4585802793 speedup is 1.00
Labels: Linux, PC-Support, Windows
Dienstag, Januar 22, 2008
Windows XP-Seriennummer verloren
Enormes Problem: Windows XP ist abgestürzt, bootet nicht mehr richtig und der Hund hat leider vor Jahren den am Gehäuse angebrachten Lizenzkleber aufgefressen - wie installiert man sich nun Windows XP frisch von der Retail-CD?
Als erstes beschafft man sich die verschlüsselte Seriennummer, die in der Registry unter dem Schlüssel HKLM\Software\Microsoft\Windows NT\CurrentVersion\DigitalProductID abgelegt ist.
Aus diesem Schlüssel lässt sich nun die Seriennummer anscheinend problemlos zurückrechnen, wie mehrere Seiten berichten:
- Die Schwierigkeiten mit dem CD-Key in Windows
- cd-key.exe (Achtung: Könnte ohne weiteres ein Trojaner oder Virus enthalten - selber schuld, wer heute immer noch Windows einsetzt und seinen Produkteschlüssel verliert)
- Decode Xp Digitalproductid To Cd Key - Quellcodes für Delphi und VisualBasic
- Product Key - kommerzielles Produkt (7USD - für die Faulen, die Angst vor Vireninfektionen haben)
Viel Erfolg!
PS: Mit Mac OS X wäre das nicht passiert, da Apple so oder so Geld erhält. Entweder für den Kauf des Betriebssystems, oder aber für den Rechner, der zwingend von Apple kommen muss.
Sonntag, Januar 20, 2008
Windows 2000 mit Zeitserver synchronisieren
Um die Uhr des Computers unter Windows 2000 automatisch aus dem Internet zu aktualisieren (in meinem Fall habe ich ntp.metas.ch als Zeitserver genommen), muss man in der Kommandozeile folgende Befehle eingeben:
net stop w32time net time /setsntp:162.23.41.34 net start w32time w32tm.exe /once
Quelle: Zeitsynchronisation in Netzwerken
Bei meinem System lief der Zeitdienst nicht, was beim ersten Befehl zu einer Fehlermeldung führte.
Danach habe ich den Dienst unter Start > Einstellungen > Systemsteuerung > Verwaltung > Dienste > Windows-Zeitgeber (W32Time) noch auf den Startmodus Automatisch geschaltet.
Labels: Windows
Mittwoch, Dezember 05, 2007
Wenn Sista Özel Frühlingsputz am PC macht ...
... zu viele Dateien löscht und das Gerät beim nächsten Neustart nicht mehr hochkommt, muss der Bruder ran.
Die Vorgeschichte
So geschehen vorgestern Abend: Um genügend Speicherplatz für das Brennen einer CD freizuschaufeln, empfahl ich meiner Schwester WinDirStat, das die Plattenbelegung graphisch anzeigt. Kombiniert mit ihren Administratoren-Rechten (wann habe ich ihr eine solche Berechtigungsstufe vergeben?!) war es nur eine Frage von Minuten, um die ersten paar wichtigen Systemdateien zu löschen.
Meine Sünden
(Es muss hierbei aber doch noch angemerkt werden, dass es eindeutig mein Fehler war, für die Systempartition auf einer 80GB-Festplatte nur 8GB freizuhalten. Immer wieder muss ich in letzter Zeit solche "Jugendsünden" ausbügeln - Windows-Systeme, in diesem Falle Windows 2000, werden mit jedem Monat fetter. Deshalb würde ich heute die Systempartition 80GB gross machen. "Eine System- und eine Datenpartition ist etwas für Sissis!", höre ich die PC-Welt aus dem Walde rufen ...)
Das Problem
Item. Windows 2000 kam also nicht mehr hoch und zeigte nach dem BIOS-Screen folgende Meldung an:
NTLDR fehlt Neustart mit Strg+Alt+Entf
Schön. Nun hatte ich zwei Möglichkeiten: Entweder ich boote von der Windows 2000-Installations-CD. Oder aber ich bemächtige mich meiner Knoppix 5.1-CD.
Die Wahl war sofort klar: Knoppix Erstens, weil die Windows-CD unheimlich lange zum starten hat, zweitens weil die Recovery-Umgebung ... nun gelinde ausgedrückt ... für'n Arsch ist. Weder werden USB-Treiber geladen, noch die Netzwerkkarte erkannt. Auch die Bordmittel wie fixmbr sind zwar schön und recht - doch für was braucht man sowas, wenn man eine Linux Live-CD rumliegen hat?
Knoppix
So sehr ich für Knoppix schwärmen mag - ich kann mich nicht erinnern, dieses Live-System jemals im ersten Anlauf hochgebracht zu haben. Entweder wird das CD-Laufwerk, von dem Knoppix gerade bootet, nicht gefunden, irgendetwas stimmt mit ACPI nicht oder aber - wie heute - der Schirm bleibt nach dem erstaunlich flooten Linux-Boot schwarz (evtl. ein VGA/DVI-Problem).
Mit der Boot-Option failsafe drang ich dann schliesslich bis zum Knoppix-GUI vor. Nach dem Wechsel in die Konsole mittels Ctrl+Alt+F2 mountete ich die Windows-Systempartition:
$ sudo su # mount /mnt/hda1
(klappt übrigens längst auch mit NTFS!) Danach konnte ich eine Inspektion vornehmen:
cd /mnt/hda1 ls -l
Und tatsächlich, neben den einschlägig bekannten Ordner-Namen starrte mich blanke Leere an: Unter C:\ fand sich nur gerade eine Datei, die sich pagefile.sys nannte.
Da hatte meine Schwester also doch tatsächlich alles im Root gelöscht, was nicht niet- und nagelfest war (ich vermute, dass pagefile.sys bei der Löschaktion in Benutzung war, weshalb diese Datei nun wirklich nicht entfernt werden konnte).
On Windows, everything is a file
Nun gut, nicht ganz. Doch ein Versuch war es in diesem Falle wert: Ich ging in den oberen Stock, startete den Windows 2000-Computer meines Vaters und kopierte die Dateien
boot.ini ntdetect.com ntldr
auf einen USB-Stick.
USB-Stick nicht gefunden
In der failsafe-Umgebung von Knoppix wurde der USB-Stick leider nicht erkannt (als ich ihn einsteckte, leuchtete er nicht einmal, was auf deaktivierte USB-Ports hindeutet).
Irgendwie musste ich doch in die "normale" Oberfläche hineinkommen? Reboot.
Ich schaute mir am Knoppix-Boot-Screen mit Druck auf F2 und F3 die Vielzahl der möglichen Optionen an. Dann hatte ich die Lösung gefunden:
boot: knoppix 2
Mit dieser Boot-Option startet Knoppix "nur" in den Runlevel 2, also ohne graphische Ausgabe. Genau, was ich benötigte.
Runlevel 2
Nachdem vorbeiflimmern unzähliger Linien über den Linux-Bootvorgang landete ich bei tty2 und konnte mich meiner Kommandozeilen-Kenntnisse bedienen.
- Mounten der Windows-Systempartition:
$ sudo su # mount /mnt/hda1
- Mounten des USB-Sticks:
# mount /mnt/sda1
- Kopieren der Systemdateien vom USB-Stick auf die Systempartition:
# cp boot.ini ntdetect.com ntldr /mnt/hda1
Fertig! Zu Probezwecken konnte das System nun neu gestartet werden:
# reboot
Und siehe da - nachdem ich die CD aus dem Laufwerk entfernt hatte, starte Windows frisch und munter in den neuen Arbeitstag hinein ...
Labels: Linux, PC-Support, Windows
Mittwoch, November 21, 2007
Give Up on Vista
Tagesbefehl:
Erleichtert habe ich mir soeben dieses Video angeschaut - da ich die Ad-Server auf DNS-Ebene blockiere, kam ich bisher leider nicht in den Genuss der Werbung ...
Sonntag, Oktober 21, 2007
Defekte Windows-Installationen mit Knoppix und rsync sichern
Vor einiger Zeit wurde ich zu einem Bekannten gerufen, dessen Windows XP nicht mehr aufstarten wollte - selbst im abgesicherten Modus nicht. Nach einigem Herumpröbeln mit Wiederherstellungspunkten gab ich auf und empfahl dem Kunden eine Neuinstallation mit den Recovery-CDs.
Zuerst galt es aber, die bestehenden Daten zu sichern. Was lag näher, als dazu Knoppix heranzuziehen und das Backup mit Linux-Bordmitteln auf eine USB2-Platte zu bewerkstelligen?
- Knoppix-CD einlegen
- BIOS-Einstellungen anpassen, damit von CD gebootet wird
- Beim Boot-Screen ist die Abfrage mit Enter zu bestätigen
- Im vorliegenden Fall kam der PC (Fujitsu Siemens Scaleo P) mit den Standard-Einstellungen nicht hoch. Knoppix blieb bei
accessing knoppix cd at /dev/hdd ...
hängen - Die Boot-Option
knoppix noaudio nodma
(muss auf dem Boot-Screen angegeben und danach mit Enter bestätigt werden) liess das Gerät schlussendlich starten. Kurz nach der Suche nach der Knoppix-CD erschien die Meldungfound primary knoppix compressed image at /cdrom/KNOPPIX/KNOPPIX
- Im vorliegenden Fall kam der PC (Fujitsu Siemens Scaleo P) mit den Standard-Einstellungen nicht hoch. Knoppix blieb bei
- Öffnen eines Terminals/Shells (für Windows-Benutzer: "Kommandozeilen-Interface")
- Windows-Festplatte mounten:
sudo mount /mnt/sda1
- USB2-Festplatte an den Computer schliessen, mounten:
sudo mount /mnt/sdb1
- Daten von Windows-Festplatte mit rsync auf USB2-Disk spiegeln:
cd /mnt/sda1 sudo rsync --verbose -rlt . /mnt/sdb1
Quelle: rsync Tips & Tricks - Auf dem Bildschirm werden in Echtzeit die Dateien angegeben, die gerade kopiert werden. Die meisten Windows-Systeme sind heute mit NTFS formatiert, weshalb der ntfs-3g-Treiber zum Lesen der Windows-Platte benutzt wird.
Nach ein bis zwei Stunden liegen alle Dateien auf der portablen Festplatte, die Neuinstallation kann nun beginnen.
Tipp: Nu wichtige Dateien sichern
Mit der oben erwähnten Methode wird der gesamte Inhalt der Festplatte gesichert. Wer sich ganz sicher ist, dass er nur bestimmte Ordner benötigt, kann dies mit exclude/include-Anweisungen bewerkstelligen. Nähere Auskunft gibt rsync Tips & Tricks. Leider hatte ich immer wieder Probleme mit der korrekten Formulierung von include/exclude-Anweisungen, weshalb ich ein vollständiges Backup vorziehe.
Folgende Dateien könnten übersprungen werden:
- hyberfil.sys (~1GB; Speicherabbild im Schlafmodus)
- pagefile.sys (1.5GB; Auslagerungsdatei)
- System Volume Information/* (507MB; u.a. Wiederherstellungspunkte)
- Windows/$NtUninstall* (WindowsUpdates)
- Windows/$hf_mig$
Samstag, September 22, 2007
Windows-Kisten grosser Hersteller neu aufsetzen
Was einen Mac-Anwender an einem frisch gekauften Windows-Computer stört (in diesem Fall: Vaio-Laptop aus dem Hause Sony):
The VAIO came loaded with so much shovelware that it took in the ballpark of fifteen minutes just to boot the first time. After the desktop came up, the disk just kept grinding and grinding and grinding, as Norton (60 day trial!) popped up, followed by Trend Micro Anti-Spyware (60 day trial!), a dialog box warning me that my Bluetooth module was not set discoverable (uh, thanks?), a cascade of Sony windows (for which they designed their own window style), the Ask! Toolbar conveniently pre-installed itself into Internet Explorer, some bubbles asking me to set up such-and-such piece of hardware, and, I'm not kidding, an "All Programs" menu in the Start Menu that spanned three columns.
Quelle: Macs Really Do Run Windows Better
Was macht man dagegen? Richtig, Windows neu installieren - und zwar nicht von den Recovery-CDs, sondern von einer Retail-Version. Leider hat man auch hier mit Problemen zu kämpfen:
Finding Sony's driver site, and the correct page for my computer on that site was relatively painless. It would be the last painless moment of the process.
I suddenly found myself looking at a list of 40-50 individual installers. And of course, you can't just click to download them -- clicking on one of them takes you to the DOWNLOAD page, where you click AGAIN to download them. For every... single... one.
[...] A note about the installers themselves: They are most all the various hardware vendors' original driver installers, wrapped within ANOTHER installer by Sony for no apparent reason other than exclusively to piss me off. In addition, every single one of them is named in this format: SOAVUD-01451706-US.EXE
Yeah, so that number has nothing to do with anything. It's not a version number, it's not a date, it's literally just 8 apparently random numbers. You give Windows users a 255 character filename limit and this is what they do?
I'm clicking away through the installers, trying to remember whether I just installed 01256339 or 12847214, so I don't accidentally delete one I haven't installed yet. And then the problems kick in. A couple of the installers just quit at the end, without any indication of either success or failure.
Als PC-Supporter habe ich das selbst unzählige Male erlebt. Lenovo (ex-IBM), HP, Dell - das Vorgehen ist immer identisch. Und es nervt. Die Kistenschieber haben noch viel zu lernen ...
Labels: PC-Support, Windows
Dienstag, August 07, 2007
nbtstat und nmblookup
NetBIOS ist eines dieser Netzwerkdinger (Protokoll sollte man ja genau genommen nicht sagen, wenn ich Wikipedia richtig verstehe), die im Leben eines Windows-Supporters dann und wann auftauchen.
Heute beispielsweise. Ich sollte einen Lizenzserver ansprechen, um eine "Floating License" für eine Medizinalapplikation abzuholen. Und zwar erfordert die Applikation die Konfiguration des Lizenzservers mittels folgender Angabe:
<port>@<NetBIOS-Namen>
Konkret also
2007@PCSIMON5
Unter Windows schien es der Applikation keine Probleme zu bereiten, diesen Rechner anzusprechen (war doch der netzweite WINS-Server von mir ordnungsgemäss unter den TCP/IP-Einstellungen aufgeführt).
Unter Mac OS X kam es - wie von mir befürchtet zu Probleme. Obwohl der WINS-Server unter Applications > Utilities > Directory Access (diesen Konfigurations-Ort kennen nur wenige) ordnungsgemäss eingetragen war, schlug die Verbindungsaufnahme fehl.
Nun gut, wenn nicht mit dem NetBIOS-Namen, dann geht es vielleicht mit der IP-Adresse. Leider hatte der Serverbetreiber aber vergessen, mir diese mitzuteilen. Was nun? Ich konnte mich vage an zwei Kommandozeilen-Utilities erinnern: nbtstat unter Windows, sowie nmblookup unter Linux. Mit diesen zwei Tools, so war es mir, sollte man von einem gegebenen NetBIOS-Namen die dazugehörige IP-Adresse ausfindig machen.
nbtstat
Der Befehl hierzu hiess:
nbtstat -a PCSIMON5
Leider war neben der Auflistung des Rechner- und des Arbeitgruppennamens keine IP-Adresse ersichtlich, hingegen aber die MAC-Adresse. Immerhin!
Nachdem ich einige Minuten mit dem Gedanken spielte, eine Reverse ARP-Anfrage durchzuführen, gab ich schlussendlich auf, weil ich nicht herausfinden konnte, wie das unter Windows gemacht wird (arp ist mir bekannt, doch die Tabelle enthielt die gewünschte MAC-Adresse nicht).
nmblookup
Ich kehrte teils freiwillig, teils durch Druck des eigentlichen Besitzers des Windows-PCs an den Mac zurück. Denn ich wusste, dass auch Samba ein nbtstat-ähnliches Tool mitführt:
nmblookup -U 192.168.0.1 -R 'pcsimon5'
Wobei mit -U der abzufragende WINS-Server angegeben wird. Und hurra, damit klappte es tatsächlich!
Einziger Wehrmutstropfen: Der Server liess sich unter Mac OS X auch nicht mit
2700@192.168.0.99
ansprechen. Mal schauen, ob der Hersteller der Software eine Lösung bereit hält.
Mittwoch, Juni 13, 2007
Microsoft hat alles irgendwie im Griff
Gemäß MS07-035 prüfen irgendwelche Funktionen der Windows-Programmierschnittstelle Win32-API irgendwelche Parameter nicht ausreichend, so dass es irgendwie zu einer Remotecodeausführung kommen könnte.
Quelle: Microsoft schließt 15 Lücken am Juni-Patchday
(Und ja, ich weiss - in diesem Fall gilt Security through Obscurity!)
Dienstag, Juni 12, 2007
Schriftenglättung unter Mac OS X und Windows
Typically, Apple chose the stylish route, putting art above practicality, because Steve Jobs has taste, while Microsoft chose the comfortable route, the measurably pragmatic way of doing things that completely lacks in panache. To put it another way, if Apple was Target, Microsoft would be Wal-Mart.
Quelle: Font smoothing, anti-aliasing, and sub-pixel rendering
Für einmal möchte ich mich nicht explizit auf die Seite Apples schlagen - das von Joel angesprochene Thema wird äusserst kontrovers diskutiert und für beide Herangehensweisen gibt es gute Argumente.
Nebenbei: Kulturelle Hürden
Die Unterscheidung zwischen "Target" und "Wal-Mart" ist für einen Nicht-Amerikaner äusserst schwer zu deuten. Eine kurze Nachforschung hat ergeben, dass Target äusserst spendenfreudig ist. Wal-Mart wiederum - das weiss man als interessierter Europäer - macht auf Grund des Umgangs mit seinen Mitarbeitern regelmässig Schlagzeilen.
Vielleicht kann ja Wahl-Kalifornier Raffi oder die von der deutschen Leitkultur assimilierten Yankees drüben bei USA erklärt noch genauer auf den Unterschied eingehen.
Ob der Unterschied eher wie Coop und MIGROS oder doch eher wie Denner und Loeb zu veranschlagen ist? Hmmm ... Ich bin ratlos.
Montag, Juni 04, 2007
Wer braucht eigentlich Vista?
In terms of operating systems, Windows XP again led the pack with 93 percent. Only 5.27 percent of respondents had upgraded to Windows Vista, with the rest on Windows 2000 or Server 2003. The low uptake of Vista even among high-end gamers will undoubtedly make some developers rethink whether or not to invest heavily in DirectX 10, which is Vista-only. Many gamers reported that they tested Vista but went back to XP for various reasons [...]
Quelle: Valve hardware survey shows gamers yet to embrace Vista
Dass die Unternehmenskunden den Roll-Out von Vista vertagt haben, habe ich ja bereits an dieser Stelle behauptet (Gegenstimmen sind gern gesehen - mich interessiert vor allem die Situation in den grössten schweizerischen Unternehmen).
Da auf Grund der oben verlinkten Umfrage nun sogar anzunehmen ist, dass selbst die aufrüstungswütigen Gamer nicht upgraden, frage ich mich schon, was am Ende von den Millionen verkauften Vista-Packungen übrigbleit. Höchstwahrscheinlich sind es wirklich nur die OEM-Verkäufe bei Dell, HP und anderen Kistenschiebern, bei denen die Benutzer keine Wahl haben (oder die Wahlmöglichkeit aus Unkenntnis nicht nutzen).
Aus meiner Sicht ist Windows XP mittlerweile ein anständiges und brauchbares Betriebssystem, auch wenn ich Windows 2000 weiterhin als bestes je produziertes Microsoft-Betriebssystem erachte. Vista droht in der derzeitigen Situation ein zweites Windows ME zu werden. Aber ich mag mich täuschen ...
Montag, Juni 04, 2007
Microsoft Installer sucks!
Wie wahr diese Aussage doch ist: Die letzten Arbeitstage habe ich damit verbracht, von einer "Windows"-Hölle in die nächste zu tappen. Stunden gingen für den Support von unerklärlichen Fehlermeldungen drauf, wovon ein Problem immer noch nicht gelöst, eines mittels eines unbefriedigenden und teuren Workarounds (Upgrade auf eine neue Applikationsversion) und nur gerade eines tatsächlich gelöst werden konnte.
Active Sync 4.2
Wie viel Zeit habe ich wohl dank dieser astreinen Arbeitsbeschaffungsmassnahme aus Redmond bereits vergeudet? In regelmässigen Abständen versagt die Applikation, die für den Adress- und Termin-Abgleich von Smartphones und Outlook sorgt, den Dienst. Leser meines Blogs wissen von meiner Hassliebe spätestens seit der Veröffentlichung von Active Sync 4.0 sucks sowie etwas später Active Sync 4.x still sucks.
Letzten Donnerstag war es wieder so weit: Active Sync erkannte weder das angeschlossene Gerät, noch konne es dazu bewogen werden, eine Synchronisation vorzunehmen. Eine De- und Neuinstallation der Applikation, welche das Problem wohl gelöst hätte, war nicht möglich, weil der Installer ebenfalls streikte. Wahrlich kein neues Problem.
Nach der Zuhilfenahme von Sysinternals mächtigen Tools, allen voran FileMon, das in Echtzeit Zugriffe auf alle Dateien protokolliert; einem Hinweis des Besitzer des Gerätes, dass er vereinzelt "MAPI"-Errors zu Gesicht bekommen habe, und eine darauf ausgerichete Google-Suche brachten die Lösung dann auf's Tapet:
- Löschen der Datei C:\WINDOWS\SYSTEM32\MAPI23.DLL
- Ausführen des Befehls fixmapi.exe
Durch wundersame Hand lief die Deinstallation dann tatsächlich der durch, und auch die gleich anschliessende Neuinstallation der Software klappte für einmal ohne Kopfzerbrechen.
JRE 6
Heute musste ich einen mit Windows XP Professional bestückten Laptop mit dem neuesten "Java Runtime Environment (JRE)", Version 6, ausstatten.
Die Installation brach in der Mitte des Gefunzels mit folgender Fehlermeldung ab:
Error 1722. There is a problem with this Windows Installer package. A program run as part of the setup did not finish as expected. Contact your support personnel or package vendor.
Quelle: Error 1722. There is a problem with this Windows Installer package.
Obwohl das Problem bei den "Giele" von Sun bereits derart bekannt zu sein scheint, dass man dazu schon einen Knowledge-Base-Artikel verfasst hat, halfen die auf der Seite angepriesenen Abhilfen nicht. Auch im Internet herumgereichte Tipps, man solle das JRE ja nicht in Pfaden abspeichern, die kurlige Umlaute enthalten, machten angesichts der englischen Ordnerstruktur des Gastsystems keinen Sinn.
Die Deinstallation aller vorhergehend installierten Java-Updates (Version 5.x) hat ebenfalls keine Abhilfe gemacht, als ebenso nutzlos erweis sich das Leeren des Ordners ...\Lokale Anwendungsdaten\Temp.
Bis jetzt habe ich keine Lösung für dieses Problem gefunden; der Computer läuft nun wohl oder übel ohne Java-Unterstützung.
Office 2000
Dass eine Office-Installation in meiner Karriere als Supporter jemals derart gebockt hätte, kann ich mit gutem Gewissen verneinen. Doch letzten Donnerstag fand die Premiere in dieser Sache statt: Jeder Versuch, Office 2000 auf einen Rechner mit Windows 2000 zu installieren, schlug mit folgender Fehlermeldung fehl:
Windows files must be installed for your installation to proceed
Aha. Leider hatte ich die Installations-CD nicht zur Hand; ein Netzwerkpfad liess sich mit dem überlegt ausgestalteten Dialogfenster nicht auswählen.
Microsoft führt diesen Fehler in seiner Knowledge-Base, doch das umbiegen des SourcePath brachte in meinem Fall nichts, weil sich kein I386-Ordner auf der Festplatte fand. Auch als ich mir die Installationsdisk "Windows 2000 SP4 integrated" besorgt, den entsprechenden Ordner auf die Festplatte kopiert und die Registry gemäss Anleitung von Microsoft angepasst hatte, bockte die Installation.
Mittlerweile läuft Office 2003 auf dem zickigen Gerät.
Fazit
Man möge es mir verzeihen, wenn ich wieder einmal Mac OS X ins Spiel bringe: Die Installation einer Applikation auf dieser Plattform besteht einzig und allein aus dem Ziehen des Applikations-Icons in den Programme-Ordner. Fertig. Die Applikationen sind derart ausgelegt, dass fehlende Einstellungsdateien beim ersten Start angelegt werden - für jeden User im jeweiligen Library-Ordner. Soll ein Programm gelöscht werden, so zieht man das Applikations-Icon auf den Papierkorb. Zwar bleiben so unter Library noch Überbleibsel zurück - von einer DLL-Hell, wie man sie von Microsoft Windows kennt, dennoch keine Spur.
Es ist ein Armutszeugnis, dass uns Microsoft auch 2007 noch derart komplexe Installationsanwendungen zumutet. Hier liegt eine andere Philosophie als bei Mac OS X zu Grund: Das Installationsprogramm ist dafür zuständig, dass alles an den richtigen Ort kopiert wird (C:\WINDOWS\, ...\SYSTEM, ...\SYSTEM32, \Gemeinsame Dateien, \Programme) und die richtigen Registry-Schlüssel erstellt werden. Startet der Anwender das Programm zum ersten Mal, geht man davon aus, dass die vorangegangenen Schritte erfolgt sind.
Ich bete, dass Windows 7 diesbezüglich endlich einen Gesinnungswandel durchmachen wird, damit sich all die Päckli-Schnürer in den Grossunternehmen erfreulicheren Aufgaben zuwenden können.
Dienstag, Mai 22, 2007
Erste Schritte mit Windows Vista
Irgendeinmal musste es ja passieren ... Gestern war Jungfern-Tag auf der Arbeit: Eine Mitarbeiterin erhielt einen neuen Lenovo-Laptop zugesandt, auf dem Windows Vista Home Premium vorinstalliert war. Ich hatte vorgängig zwar vor dem Einsatz von Vista abgeraten, doch da ich vor fertige Tatsachen gestellt wurde, machte ich mich daran, das Gerät in unsere heterogene IT-Umgebung einzupflanzen.
Grafischer Schnickschnack
Als erstes deaktivierte ich die Glanz-und-Gloria-Oberfläche und wählte dafür "Windows Classic". Rechtsklick auf den Desktop - ein Menu öffnet sich - doch wo ist nun der Eintrag "Properties", der seit Menschengedenken in diesem Menu aufgeführt wurde? Egal, ich wählte die unterste Option und gelangte tatsächlich in die Bildschirmeinstellungen. Jedenfalls das, was davon übrig geblieben war. Auch hier hatte Microsoft etwa alles umgestellt, was man umstellen konnte. Schlussendlich schaffte ich es aber, über anders benannte Buttons das korrekte "Theme" zu aktivieren.
Virenscanner? Gefrickel vorprogammiert
Unsere Version von Symantec Antivirus Corporate Edition ist nicht mit Vista kompatibel, weshalb ich auf McAfee 8.5 ausweichen musste. Besonders erheiternd war folgende Begebenheit:
[...] da der EPO Agent nicht vollumfänglich Vista kompatibel ist, beim nächsten Popup mit "Meldung anzeigen" bestätigen
Quelle: Managed Installation unter Windows Vista
Langsam
Das Herunterfahren des Gerätes dauerte in der Regel mehrere Minuten. 2007 - und alles ist immer noch beim alten. Wer erinnert sich nicht an das "Einstellungen werden gespeichert ..." aus Windows 2000 sel.? Ich kann nicht sagen, wieviele Male ich den Bus verpasst habe, weil dieses Dialogfenster mehrere Minuten ohne Regung vor sich hinblubberte, anstelle die Maschine (wie bspw. Mac OS X) innert Sekunden auszuschalten.
Der Bootvorgang zeugte von derselben Problematik: Ich hätte während der Warterei nach den unzähligen Neustarts wohl das eine oder andere Rätsel fertig lösen können.
(Übrigens: Es handelt sich um einen brandneuen Laptop: Lenovo Thinkpad T60 mit Intel Core Duo T7200 2.0GHz, 1GB RAM, 120GB Festplatte)
Unresponsives GUI
Beim Durchblättern des Startmenus kam es vor, dass man bis zu einer Sekunde warten musste, bis sich ein Untermenu mit dem Ordnerinhalt öffnete. Ursache: Unbekannt. Wahrscheinlich eine diese bekannten sleep(500)-Funktionen, die Windows-Entwickler in ihr Produkt einbauen.
User Account Protection
Was ich alles für "Sind Sie wirklich sicher, die unsichere Anwendung xy ausführen zu wollen?" Dialogfenster weggeklickt habe? Nun, bei den DAUs, die als Zielgruppe von Windows Vista ins Auge gefasst worden sind, ist das wohl bitter nötig.
Die Jungs aus Redmond nahm ich aber spätestens dann nicht mehr ernst, als ich das Startmenu von unnötigem Ballast ("Craplets") befreien wollte. "De guet Nacht!" sage ich da nur: Was früher eine Sache von wenigen hunderstelssekunden war, dauert nun 5-10 Sekunden. Zuerst muss man einen "Wirklich, wirklich sicher"-Dialog wegklicken, dann erscheint eine Fortschrittsanzeige (!!!), die tatsächlich einige Sekunden stehen bleibt, bis ein (EIN!) einziges Menu-Element gelöscht wurde.
WindowsUpdates
Unbeschreibliche Freude herrscht! Um das System zu aktualisiern, muss man nicht mehr den Browser heranziehen, auf eine Seite surfen und sich dort mit komischen ActiveX-Komponenten zupflastern lassen. Endlich übernimmt diese eine native Windows-Applikation. Die Proxy-Einstellungen werden zwar immer noch nicht vom Internet Explorer übernommen - aber he, das haben sich die Microsofties ganz stark für Windows 7 vorgenommen. Wo käme man hin, wenn man alle Wünsche auf einmal befriedigen würde?
proxycfg fehlt
Das unter Windows 2000/XP vielbenutzte proxycfg schien wie vom Erdboden verschluckt. Wie sollte ich WindowsUpdate denn nun den korrekten Proxy-Server bekannt machen?
Nach etwas Googeln hatte ich dann den neuen Befehl - wieso einfach, wenn es auch kompliziert geht? Während vorher ein
proxycfg -p proxy.unibe.ch:80
genügte, musste nun ein Zungenbrecher ran:
netsh winhttp set proxy proxy.unibe.ch:80
Wenn ich diesen Befehl über Start > Run... > cmd ausführte, erhielt ich folgende Fehlermeldung:
Error writing proxy settings. (5) access is denied.
Erhöhte Sicherheitsbestimmungen, gelobet seid ihr! Die Abhilfe war dann Windows Vista-typisch recht simpel: Start > Programs > Accessoires > Command Prompt, wobei diese Applikation mit Rechtsklick "Run as administrator" gestartet werden musste. Dann frisst Windows Vista auch obigen Befehl.
Installationen von Netzwerkfreigaben aus
Office 2003 liess sich partout nicht von einer Netzwerkfreigabe installieren. Zwar konnte man den Inhalt der Freigabe durchsehen und Dateien hin- und herkopieren, doch sobald man eine Installation startete, wurde man aufgefordert, sich erneut zu authentifzieren. Die Zugangsdaten, die vor wenigen Sekunden noch gereicht hatten, das Share zu öffnen, funktionierten nun partout nicht mehr. Ich gab entnervt auf und holte die CD aus dem Software-Archiv.
Fazit
Wer sich Vista im Unternehmen (momentan) antut, scheint sich massiv zu langweilen.
Labels: Windows
Donnerstag, Mai 10, 2007
Vista: "Installation Ended prematurely because of an error"
Der Bruder meiner Freundin wollte heute ein neues Spiel austesten; vorgängig wurde die Installation von "Physics" (oder so ähnlich verlangt). Unter Windows Vista liess sich diese Software partout nicht installieren - bei jedem Versuch wurde dem Benutzer beschieden:
Installation Ended prematurely because of an error
Er bat mich um Hilfe. Obwohl ich den Release Candidate von Vista als Hauptverursacher des Problems betrachtete, versuchte ich es mit einem Trick, den ich während meiner jahrelangen Tätigkeit als "IT-Mädchen für alles" erlernt hatte:
msiexec /log "C:\temp\install.log" /i package.msi
Vista und seine supernervigen Sicherheitseinschränkungen machten mir zuerst einen Strich durch die Rechnung - die Log-Datei konnte ich nicht ins Root (bei Windowsianern "C:\" genannt) abspeichern. Manchmal ist UAC & Co. wohl doch zuviel des guten, vor allem wenn der (vermeintliche) Administrator am Keyboard sitzt. Aber eben, bei Windows ist man ja schnell "Administrator", ohne eine Ahnung zu haben, was da unter der Haube eigentlich abläuft ... Trojaner und Bot-Netze lassen grüssen.
Item. Die Analyse der Log-Datei ergab folgende wenigsagende Zeilen:
Action start 9:44:47: WiseNextDlg. Action ended 9:44:47: WiseNextDlg. Return value 3.
Während ich mich hier ausklinkte, forschte der Schwager weiter und wurde dann schliesslich fündig:
msiexec /qn+ /i package.msi
Installiert man das MSI-Package mit diesen Parametern, klappt die Installation erstaunlicherweise.
Gehört habe ich nichts mehr vom Ratsuchenden - er zockt jetzt wohl die Nacht durch. Ich hingegen sage: Guet Nacht!
Mittwoch, März 07, 2007
"Möchten Sie Vista kaufen?"
"Nei, sorry, bi no grad chli am Luege ..." Und dieses "luege" wird wohl noch einige Monate, wenn nicht gar Jahre dauern. Rückendeckung dieser Entscheidung erhalte ich von einem Microsoftie:
I have a hard time telling my friends that Vista is a better OS than XP SP2. I think Vista will eventually be a better OS, but I don’t think it’s there today. Given a choice, I would run XP SP2 with Microsoft Desktop Search and Office 2007. I would be happier and more productive.
Quelle: Stop Him Before He Speaks Again!
(Torkel könnte eigentlich mal einen Erfahrungsbericht liefern - von Windows Vista ebenso wie vom - richtig! - H-K-P ... )
Sorry! Der musste einfach sein. Und jetzt ist er am Donnerstag sicherlich wieder sauer auf mich *snüff*
Freitag, März 02, 2007
Citrix ICA Client mit Verschlüsselung unter Mac OS X
Meine Freundin muss an ihrer Fachhochschule auf einen Citrix-Server zugreifen, um eine darauf laufende Windows-Buchhaltungsapplikation zu erlernen. Da sie Mac OS X benutzt (und der dortige Sysadmin auf stark verschlüsselte Verbindungen steht), ist die Angelegenheit etwas komplizierter, aber nicht unlösbar.
Kurzanleitung
- Citrix ICA Client herunterladen und installieren. Wichtig: Auch wenn man auf der Höhe der Zeit ist und bereits einen Mac mit Intel-CPU besitzt, muss die PowerPC-Version 7.00.411 gewählt werden. Bislang bringt nur diese Version die Funktionen zur Verbindungsaufnahme mit starker Verschlüsselung mit.
- Das GlobalSign Root CA (root.crt) herunterladen und im Ordner /Applications/Citrix ICA Client/keystore/cacerts ablegen.
- Alternativ: Wenn hingegen das "Thawte SGC CA"-Zertifikat verlangt wird, findet man dieses (nach erfolgreicher Registration) unter SSL Digital Certificate Technical Support. (Dank an Benjamin Spies)
- Alternativ: Wenn hingegen das "Equifax Secure Global eBusiness CA-1"-Zertifikat verlangt wird, findet man dieses unter Repository: GeoTrust CRLs
Fehlermeldungen
Hält man sich nicht an diese Kurzanleitung, sieht man mit folgenden zwei Fehlermeldungen konfrontiert:
- Error: Cannot find encryption module (EncRC5). Session will be unencrypted. Ursache: Man hat die Intel- statt die PowerPC-Version des ICA Clients installiert.
- SSL Error 0: You have chosen not to trust "GlobalSign Root CA", the issuer of the server's security certificate. Error Number: 183 Ursache: Das Root-Zertifikat von GlobalSign ist nicht im oben genannten Ordner abgelegt.
Labels: Mac, PC-Support, Windows
Dienstag, Februar 27, 2007
Die wirklich wichtigen Dinge im Leben
13 You'll be amazed at how little there is to modify
I was the ultimate tweaker in Windows - registry entries, options, toolbar buttons - and was taken aback at how few things there are to tweak on the Mac. At first it seemed to be restrictive, but I've realized it has actually freed me to do things other than tweaking, like work on this website.
Quelle: The truth about switching
Mac. Der Toyota unter den Computern.
Labels: Windows
Montag, Februar 26, 2007
Apple- vs. Windows-Welt
Ultimately, the iPhone is stark proof of the fundamental difference between the Mac and Windows worlds. In the Mac world, you get one man's vision, beautifully designed, expensive, and maybe, just maybe in sync with your needs. In the Windows world, you get an enormous ecosystem where you can choose from dozens of different devices using the form factors and feature sets you prefer, at a variety of price points.
Quelle: What’s so smart about the iPhone?
Wer noch nicht genug hat, lese sich zusätzlich durch die Diskussion auf I Started Something:
… and it [iPhone] will still outsell the blackberry, blackjack and treo combined. what none of you nerds understand (and i say that with respect and admiration, because i too am a nerd) is that 95% of people don’t know, need or care about push imap or 80% of the other features of smart phones — i want push imap so i’m installing it on my mail server — the average person couldn’t care less. and it’s not because these people are “brain dead, morons who buy in to flashy advertising” — the simple fact is, consumer electronics are way too confusing for the average person.
apple understands this and adheres to one of 80/20 rule with almost ruthless efficiency. they recognize that 80 percent of the population uses about 20% of the features hence the relatively feature lacking ipod has a 90 million user installed base while the feature laden creative zen has an installed base of considerably less. [...]
Quelle: Hi I’m an iPhone. And I’m a Smartphone.
Freitag, Februar 23, 2007
Schlechte Idee: Umfangreiche Daten aus Disk-Image wiederherstellen
Eine der schlechtesten Ideen der letzten Monate: Beim Austausch einer Festplatte eines Desktop-PCs auf der Arbeit fertigte ich mit Powerquests DriveImage ein Disk-Image der alten Platte an und speicherte das Image-File auf der neuen Platte.
Anstelle danach die Daten von der temporär ins System gehängten alten Platte auf die neue zu kopieren, entschied ich mich, mit dem Image Explorer die Daten aus dem Disk-Image herauszukopieren.
Error - der eine Prozess hatte nach ein paar Stunden zwar 300 Mia. Read Bytes auf dem Konto, das ca. 5GB fassende Verzeichnis, das wiederhergestellt werden sollte, war aber immer noch nicht zurückgeschrieben.
Ich entschied mich deshalb für einen vorzeitigen Abbruch und kopierte die Daten nach alter Manier - im Windows Explorer per Drag & Drop. Dauer: Knapp 10 Minuten.
Dienstag, Februar 20, 2007
Neue Festplatte? Aber erst nach dem Frühjahrsputz!
Wohl auf Grund des weiterhin ungewöhnlichen, aber aus meiner Sicht sehr vorzüglichen Wetters, ging es letzte Woche an auf der Arbeit an einen digitalen "Frühjahrsputz". Die Systempartition (10GB) einer Mitarbeiterin war randvoll. Ich wurde gerufen, um abzuklären, ob man gleich eine neue Platte kaufen oder zuerst einmal die Partition mit PartitionMagic vergrössern sollte.
Glücklicherweise geschah nichts von beidem. Windows 2000-Installationen (wie auch alle anderen mir bekannten Versionen des weltmarktführenden Betriebssystems aus Redmond) "verfetten" während den Jahren - das war überhaupt nichts neues. Hier ein Programm installiert, da etwas heruntergeladen, dort ein Backup-Satz vergessen, und rasch nähert sich die Partition dem Limit, auch wenn das gar nicht nötig wäre. Für was hat man schliesslich noch eine Datenpartition (D:\ *schauder*)?
Ich entschied mich also für eine tiefgründigere Analyse der Platzverhältnisse - wie so oft ist es auch hier von Vorteil, über soviel Informationen zu verfügen wie nur möglich, diese aber anständig aufbereitet zu erhalten. Windows bringt keine anständigen Bordmittel mit, um den Platzverbrauch zu messen - von dem Kommandezeilen-Utility diruse.exe (Unixer werden darin den hässlichen Bruder von du erkennen) einmal abgesehen.
Abhilfe schafft das quelloffenes Produkt WinDirStat.
Dieses Programm zeigt die grössten "Umweltsünder" übersichtlich in einer Liste an, zudem gibt es auch noch eine graphische Anzeige, die unterschiedliche Dateien in korrekt proportionierten Blöcken darstellt. Auf diese kann man auch klicken und findet so schnell heraus, wer den grössten Müll verursacht. Ganz gelungen: Mit Rechtsklick auf ein Objekt in der Liste der Ordner kann man auch gleich ein Explorer-Fenster von besagtem Ordner öffnen lassen - oder die Datei direkt in den Papierkorb befördern. Ganz Wagemutige werden selbst diesen Umweg nicht nehmen wollen und die Datei unwiederruflich löschen.
Abgebrochene Druckaufträge
Und siehe da, nach wenigen Minuten der Festplattenanalyse hatte ich bereits die ersten Übeltäter dingfest gemacht: Unzählige, manchmal über 50MB grosse temporäre Dateien von Druckjobs aus dem Jahre 2004 im Unterverzeichnis C:\WINNT\SYSTEM32\SPOOL\PRINTERS.
Internet Explorer Cache
Der Cache des Internet Explorers ist eine weitere wichtige Stelle, wo man mit Optimierungen beginnen kann: C:\Dokumente und Einstellungen\<USER>\Lokale Einstellungen\Temporary Internet Files\Content.IE5\. Dieser wird nämlich automatisch vom Browser festgelegt und ist proportional zum verfügbaren Festplattenplatz. Kein Wunder, dass bei heutigen Festplatten manchmal gleich ein mehrere Gigabyte grosser Cache-Ordner erstellt wird, der unzählige kleine Dateien enthält. Bei meinem Patienten war die Grösse des Cache mit 300MB relativ klein bemessen, doch ich entschied mich, diesen auf 10MB herunterzufahren und prophylaktisch gleich einmal alle Dateien zu löschen.
Microsoft Office Cliparts?!
Beim Durchstöbern des Cache-Ordners fiel mir noch ein weiterer Ordner auf, der riiiesige Dateien enthielt: Content.MSO. Anscheinend hatte hier jemand vor langer Zeit die Online-Cliparts von Microsoft angeschaut und einige davon heruntergeladen. Ich verstehe immer noch nicht ganz, wer Cliparts in der Grösse des zweistelligen Megabyte-Bereichs kreiert und wer diese dann wirklich auch benutzt.
Ferner ...
... fanden sich auch noch unzählige Temp-Dateien von abgestürzten Word-Dokumenten. Da Word wohl abgestürzt war, weil riesige Mikroskop-Bilder in die Dokumente eingefügt worden waren, waren auch die Überbleibsel ("Dokumenten-Wiederherstellung") sehr gross.
Und sonst? Die üblichen Verdächtigen ...
Wo ich auch ohne solche Visualisierungs-Programme öfters Mal Dateien löschen gehe:
- C:\Dokumente und Einstellungen\<User>\Lokale Einstellungen\Temp
- C:\WINDOWS\Temp
- C:\WINDOWS\ - alle blau hinterlegten Installationsordner von Hotfixes (Namen à la $NTUninstallQ000000$)
Dienstag, Februar 13, 2007
Der Angriff der Spam-Bots
Innerhalb kurzer Zeit haben sich zwei Link-Spam-Angriffe auf von mir betreute Web-Sites ereignet. Eine kurze Analyse des Vorgehens der Spammer:
flamatt-sense.ch
Hier war das Gästebuch Ziel der Attacke. Der Inhalt der automatisch übermittelten Einträge bestand aus URLs, die wohl direkt Besucher anziehen und das gewünschte Resultat bei einer Google-Suche in die Höhe hätten treiben sollen.
Lösung
Hier musste eine neue Lösung gefunden werden. Ich orientierte mich hierbei an Jürg Stukers Methode zur Spam-Abweher, baute diese aber noch etwas aus: Anstelle den Verfasser eines Kommentars 1+1 zusammenzählen zu lassen, generiere ich randommässig zwei Zahlen zwischen 0 und 10 und lasse diese vom Gästebuchkommentator zusammenzählen, um ihn als Menschen zu verifzieren.
Urheber
- 193.111.244.21 - ibm.telenet.lv
kiesen.ch
Einwohner der Gemeinde Kiesen können über ein Web-Formular Links zur Aufnahme in die Link-Liste der Web-Site vorschlagen.
Lösung
Die Lösung war bereits vor dem Spam-Angriff in Position: Der Betreuer der Web-Site erhält einen Hinweis per Mail, dass ein neuer Link vorgeschlagen wurde. In der Datenbank muss dieser Link aber zuerst noch von Hand aktiviert werden, bevor er tatsächlich auf der Web-Site erscheint.
Urheber
Anhand der vielen benutzten IPs befürchte ich gekaperte Windows-Rechner (wie könnte es anders sein):
- 89.186.9.34 - adampol9.034.vip-net.pl
- 74.132.132.77 - 74-132-132-77.dhcp.insightbb.com
- 68.173.149.209 - cpe-68-173-149-209.nyc.res.rr.com
- 75.4.117.26 - adsl-75-4-117-26.dsl.emhril.sbcglobal.net
- 70.101.61.44 - 70-101-61-44.dsl2-plymouth.roc.ny.frontiernet.net
- 69.33.49.227 - ip-69-33-49-227.dfw.megapath.net
- 68.59.182.19 - c-68-59-182-19.hsd1.tn.comcast.net
- 210.245.160.188 - 210.245.160.188.hk82.com
- 76.21.144.49 - c-76-21-144-49.hsd1.md.comcast.net
- 69.77.148.168 - 69-77-148-168.skybest.com
- 72.174.134.188 - host-72-174-134-188.cac-co.client.bresnan.net
Labels: Windows
Samstag, Februar 10, 2007
Erste Schritte mit Openfiler
Auf der Arbeit sind wir netzwerktechnisch ein Entwicklungsland: File-Server? Nada. Domäne mit Active Directory? Neumodisches Zeugs. Erst in letzter Zeit erreichen die Datenmengen aber ein kritisches Mass und der Zugriff auf selbe Daten über das Netzwerk wird immer mehr nachgefragt.
Bisher waren die wenigsten willig, einen Server anzuschaffen, weshalb man sich darauf beschränkte, Dateien zwischen Clients auszutauschen - mit allen Fallstricken und Unzulänglichkeiten (heterogene Umgebung: Mac OS X, Windows 2000, Windows XP Home, das nur die störende "einfachen Dateifreigabe" mitbringt, Windows XP Professional). Nach einer gewissen Zeit mit dieser suboptimalen Lösung sind Entscheidungsträger bald bereit, etwas "brauchbareres" auf die Beine zu stellen: Den eigenen File-Server.
Für mich ist klar, dass so etwas (jedenfalls auf die Software bezogen) möglichst wenig kosten sollte. Und so kommt man hier um Linux nicht herum, wenn man sich nicht mit Microsoftschen CALs oder einem Hardware-Zwangskauf bei Apple herumschlagen möchte.
Obwohl ich Debian bevorzuge, würde diese Distribution - wie viele andere auch - einiges an Handarbeit von mir verlangen. Ausserdem wäre ein GUI in diesem Falle von Vorteil, damit ich gewisse administrative Aufgaben (das Erfassen von Benutzern, das Ändern von Passwörtern) an die Gruppenverantwortlichen abgeben könnte. Ich hoffe nur, das sich mich so nicht in den Schlamassel reite ...
Jedenfalls informierte ich mich überblicksartig über die momentane Marktsituation an Open-Source NAS-Software und wurde doppelt fündig:
- FreeNAS - basierend auf FreeBSD
- Openfiler - basierend auf CentOS/rPath Linux
- Nachtrag: NASLite - rudimentär; die benötigten Features (User-Management, Quota etc.) fehlen in der kostenlosen Version
Entschieden habe ich mich der Lektüre einiger Blog-Beiträge für Openfiler, da es dort als "reifer" als FreeNAS charakterisiert wurde. Ausserdem wäre es von Vorteil, wenn der TSM-Client installiert werden könnte. Von diesem habe ich nur Linux-RPMs.
Tücken bei der Installation
Zuerst einmal erstaunte mich, dass das Booten ab der Installationsdisk keinerlei Probleme bereitete (Kernel 2.6.x erkannte den Intel SATA-Controller ohne Mühe).
Leider schweigt sich der Installer aber bei der Partitionierung über das richtige vorgehen aus. Wer - wie ich bei diesem Kleinprojekt - nur eine fette Festplatte im Rechner sitzen hat, kommt um eine manuelle Partitionierung nicht herum. Führt man die automatische Einteilung der Festplattenbereiche aus, gibt es später keinen Platz zum Erstellen der Volumengruppe(n) (/ belegt dann neben der /boot und SWAP-Partition einfach den übrigbleibenden Platz). Deshalb hier mein Rat:
- /boot - 100MB
- / (Root) - 4096MB
- SWAP - 1024MB
conary updateall
Wer denkt, dass die Installations-Disk bereits alle nötigen Programme und Einstellungen enthält, täuscht sich. Will man mit Openfiler so richtig loslegen, muss das System nun zuerst noch über das Internet "aktualisiert" werden. Hierzu ruft man den Befehl
conary updateall
auf.
Proxy?
Wer wie ich hinter einem Proxy sitzt, beisst sich die Zähne aus, wenn er das Einmaleins der Proxy-Konfiguration unter Linux nicht oder nur ungenügend kennt. Wichtig ist vor dem Ausführen obigen Befehls, eine Umgebungsvariable zu setzen:
export http_proxy="http://proxy.domain.tld:80/"
Wobei ich zuerst vergass, den export auszuführen. Das setzen der Variable alleine bringt noch nichts, sie muss auch noch exportiert werden (was auch immer das bedeutet/bewerkstelligt).
Lokaler LDAP
conary updateall bewirkt, dass unter Services nun plötzlich noch einige neue Einträge dazukommen, unter anderem auch LDAP. Dies benötigt man, um eine selbständige (= lokale) Benutzerverwaltung aufzusetzen.
Folgende Einstellungen müssen unter Services > LDAP Settings gemacht sein, bevor man den Service unter Services mit Enable aktivieren kann:
Base DN: dc=openfiler,dc=nas Root bind DN: cn=Manager,dc=openfiler,dc=nas Root Password: ***
Wer will, dass die Benutzer über dieselbe, aber etwas abgespeckte Web-Oberfläche ihr Passwort ändern können, aktiviert zudem Allow users to set password.
Danach wechselt man auf Account > Authentication und gibt folgende Angaben ein:
[X] Use LDAP
[ ] Use TLS
Server: 127.0.01
Base DN: dc=openfiler,dc=nas
Root bind DN: cn=Manager,dc=openfiler,dc=nas
Root bind password: ***
[X] Login SMB server to root DN
[ ] Use Windows Domain controller and authentication
...
Domain / Workgroup: WORKGROUP
...
(Das Häkchen bei Login SMB server to root DN ist nach einem Reload nicht mehr gesetzt, LDAP scheint aber trotzdem zu funktionieren).
Wie hiess mein Share noch gleich?
Beim Erstellen von Shares sollte man darauf achten, bei Override SMB share name den gewünschten Namen einzutragen (bei mir steht in diesem Formular drei Mal dasselbe). Ansonsten werden die Namen der Shares aus dem Volumennamen zusammengesetzt (bspw. \\192.168.0.1\main.staff.Test).
GUI und Usability
Die Oberfläche kommt auf den ersten Blick aufgeräumt daher. Die Einteilung der Rubriken erscheint (grösstenteils) logisch, die Bedienung ist simpel. Manchmal ist die Aufteilung dennoch verwirrend:
Die Einstellung für die Samba-WORKGROUP suche ich vergebens unter Services > SMB Settings. Dort kann man vieles einstellen, das aber nicht. Ich versuche dann, per SSH auf File-Ebene die Vorlagen-Datei zu suchen und die Workgroup dort manuell einzutragen. Das schlägt leider fehl, anscheinend wird die gefundene Datei nicht zur Generierung der smb.conf herangezogen.
Erst am zweiten Tag entdecke ich in einem Forumsbeitrag den wesentlichen Tipp: Diese Einstellung ist unter Authentication zu machen, so unlogisch es klingt. Zwar habe ich dort LDAP aktiviert, die Einstellungen unter Active Directory werden aber dennoch berücksichtigt; jedenfalls, wenn man dort eine Workgroup setzt.
Auch ist die starke vertikale Aufteilung störend. Eine horizontale Leiste mit Buttons würde die Bedienung (teilweise!) optimieren. Komisch finde ich zuweilen, dass mal Buttons, mal normale HTML-Links als Befehle daherkommen. Eine gewisse Konsistenz wäre hier von Vorteil.
Ein kurzer Blick auf den (PHP-)Code
Naja ... Umwerfend finde ich ihn nicht gerade, den PHP-Code (ich habe mir zwei Files angeschaut). Ob das durchgehend so ist, entzieht sich aber meiner Kenntnisse. Aber es scheint jedenfalls zu funktionieren.
Kleine Community
Verglichen mit Debian oder PHP verfügt Openfiler über keine grosse, aktive Nutzergemeinde, die sich gegenseitig unterstützt. Es gibt ein (schlecht besuchtes) Forum sowie eine Mailingliste, auf der sich das Geschehen moderat in Grenzen hält.
Bugs
- Home-Directories für die Benutzer werden nicht erstellt, obwohl diese Option unter Services > SMB Settings aktiviert wurde. Leider konnte mir bei diesem Problem noch niemand helfen. Nachtrag: Der Fehler wurde mittlerweile gefunden. Wer es wagt, legt Hand an das entsprechende PHP-Script an und hardcodet die Variable in die entsprechende Zeile.
- Zugriffsprobleme mit Windows 2000 (vgl. Screenshot). Mit Windows XP und Mac OS X klappte alles vorzüglich. Was war das Problem? Windows 2000 scheint mit einem fehlenden Workgroup-Namen mächtig ins Straucheln zu geraten. Sobald die Workgroup eingetragen war, liessen sich die Shares (\\192.168.0.1\Share) resp. der Überblick über die Shares (\\192.168.0.1) ohne Komplikationen anzeigen. Mysteriös!
Freitag, Februar 09, 2007
Error 25090
Heute habe ich auf der Arbeit wieder ein Glanzstück Microsoftscher Programmierkunst durchlebt:
Microsoft Excel wird zum ersten Mal in einem gerade neu erstellten Windows XP-Account geöffnet. Zuerst erscheint der Installer, der noch irgendwas installieren will, bricht aber Mitten in den Ausführungen ab und motzt:
Error 25090. Office Setup encountered a problem with the Office Source Engine, system error: -2147023836. Please open SETUP.CHM and look for "Office Source Engine" for information on how to resolve this problem.
Einfach köstlich, nicht?
Das Tragische: Die Anleitung von Microsoft zur Fehlerbehebung bringt leider keine Abhilfe. Aber das ist ja nichts neues. Kurioser wird es, wenn man sich einige Google-Resultate zur Fehlermeldung anschaut:
läuft "Office Source Engine" als service, wenn du als gast unterwegs bist? (services.msc) ggf. liegt da der hase im pfeffer, wenn beim guest-account dieser service nicht mitläuft.
Quelle: Fehler 25090, Anleitung dazu hat nicht funktioniert
Anscheinend bin ich auf der richtigen Spur:
That said, you helped me. I'm not sure why all of a sudden many of my installs have to have the Source Engine on and running because it doesn't default to on on many of my boxes, so you have to check to make sure it's on for some but not all Office hotfix installs to be successul.
Quelle: Adobe Reader tries to repeat install MOS 2003 and crashes
Doch jetzt ist Wochenende, ausprobiert wird der Tipp erst zu Beginn der nächsten Woche. Danke Microsoft, dass du mir auch diese Woche wieder mein Einkommen garantiert hast *froi*
Labels: Windows
Freitag, Februar 09, 2007
It just works!
Microsoft's marketing materials for a past version of Windows used the phrase, "It just works." But the only computer that tagline honestly describes is the Macintosh. Don't translate that in your mind as, "Yeah, so what, the Mac is easy to use." Any new computing environment takes some getting used to. The easy-to-use aspect is nice, but not all that significant. When Mac users say, "It just works," what they mean is that you spend more time on your work, and a lot less time working on your computer.
Quelle: Windows expert to Redmond: Buh-bye
Recht hat er - besser hätte ich es nicht formulieren können! Da ich bereits seit April 2004 auf Mac geswitcht bin, fällt mir dieser Aspekt der "Konvertierung" kaum mehr auf. Doch wenn ich bedenke, wie viel Zeit ich vor besagtem Schicksalsmonat mit dem Installieren von Treibern, Updaten von Windows, komischen Fehlern, Aktualisieren von Virendefinitionen, nachspüren unerklärlicher Fehler vergeudet habe, schaudert mir.
Bestes Beispiel: Seit April 2004 läuft ich die Panther-Installation auf meinem PowerMac. Für Windows Power-User unvorstellbar, das Betriebssystem drei Jahre lang ohne es jemals neu aufzusetzen zu verwenden. Und wenn es doch jemand geschafft hat, wartet dieser nun wohl 10 Minuten, bis es gebootet ist und hat täglich mit urkomischem Verhalten zu kämpfen.
Wie beispielsweise Error 25090, der mich heute ca. eineinhalb Arbeitsstunden gekostet hat (und den ich immer noch nicht beheben konnte).
Labels: Windows
Mittwoch, Februar 07, 2007
Vista: Cancel or Allow?
[User Account Protection] "You are coming to a sad realization. Cancel or allow?"
Quelle: Apple • Get A Mac: Security (Quicktime-Video)
Meine innigsten Grüsse an alle Early-Adopters da draussen, allen voran Kollege Torquie. Ich hoffe, dass ihr euch alle brav folgenden Pin anstecken könnt:

Quelle: Windows Vista RTM, Closure of Blog, Free SWAG!
Labels: Windows
Sonntag, Februar 04, 2007
"Denn das ist alles nur geklaut"
Dieses Lied der Prinzen hört man in Redmond wohl rauf und runter - und stellt euch vor, man schämt sich nicht einmal dafür:
NYT's David Pogue on Windows VistaAber halt! Als man Bill Gates darauf anspricht, belehrt er uns eines Besseren (gekonnt ausgewichen, Bill!):
In another portion of the interview, he [Bill Gates] added, "Nowadays, security guys break the Mac every single day. Every single day, they come out with a total exploit, your machine can be taken over totally. I dare anybody to do that once a month on the Windows machine."
Quelle: Bill Gates Attacks Mac Security, Get a Mac, & Apple Innovation
PS: Who cares? Wichtig ist doch, dass Leute dasjenige Betriebssystem benutzen, das ihren Ansprüchen gerecht wird
Labels: Windows
Mittwoch, Januar 31, 2007
Kriegen Partyguide Premium-Member ...
... dann auch Premium-Sicherheitslöcher? ;-)
Partyguide bietet ab sofort auch kostenpflichtige Mitgliedschaften an - die Namensgebung scheint an Windows Vista angelehnt zu sein (haben die beiden Unternehmen etwa denselben Marketing-Fuzzi engagiert?):
- Free - 0 SFr. / Jahr
- Basic - 60 SFr. / Jahr
- Premium - 75 SFr. / Jahr
Quelle: Member-Abos
Prognose
think eMeidi findet: Die Angebote sind deutlich überteuert. Für meinen Flickr-Account bezahle ich 25USD im Jahr und erhalte dafür 2GB Upload pro Monat, Zugang zu einer riesigen Community und - last but not least - eine performante, sichere Infrastruktur (letzteres kann Partyguide definitiv nicht vorweisen).
Ob die mehrheitlich jugendliche Kundschaft von Partyguide bereit sein wird, 60 oder gar 75 SFr. pro Jahr auszugeben, ist aus meiner Sicht höchst zweifelhaft. Aber ein Versuch ist es wert.
Statistik
Sollte ich in den nächsten Wochen Zeit haben, werde ich mir einen kleinen Crawler basteln, der alle Profile nach dem Premium-Logo abgrast. So lässt sich relativ einfach feststellen, ob und wie viele Leute bereit sind, für Partyguide Geld auszugeben.
Einziges Killerfeature
Anzeige der letzten 50 User, welche Dein Profil angeschaut haben.
Und vielleicht noch ...
Original Party Pictures können heruntergeladen werden.
... wobei es eine gute Idee war, die Downloads pro Monat auf 10 resp. 30 Bilder zu limitieren.
Zugriff auf die Bilder gibt es übrigens bereits heute - aber nur gegen Usernamen und Passwort:
www.partyguide.ch/partypictures_originale/
Beispielsweise:
/2006/22807/00029683_00000166.jpg
Natürlich kenne ich die Zugangsdaten nicht.
Verwendungszweck
Solange sich Jason mit dem Erlös kein neues Cabrio, sondern einen fähigen PHP-Developer (in Personalunion mit einem Sicherheitsexperten) leistet, habe ich nichts gegen die kommerzielle Ausschlachtung der "Fanbase".
Ach, und ein Redesign wäre schon längst fällig: Wer sich im Jahre 2007 immer noch auf Pop-Ups und Frames verlässt, um essentielle Bestandteile einer Web-Site anzuzeigen, dem ist kaum mehr zu helfen ...
Dank: "Ace Ventura"
Labels: Partyguide, Windows
Mittwoch, Januar 31, 2007
Multiseat mit Windows
Kaum zurück aus Kalifornien, schon holt mich der Arbeitsalltag ein. Immerhin gibt es ab und zu Anfragen, die ich noch nie beantworten musste. Es ist in solchen Fällen immer wieder spannend, mittels Google nach Lösungen zu suchen. Heute auf dem Programm: Ein (Windows-)Computer soll von zwei Personen gleichzeitig verwendet werden können.
Als erstes sucht man nach dem generischen Begriff für das Vorhaben:
A multiseat, multi-station or multiterminal configuration is a single computer which supports multiple users at the same time. The configuration typically consist of one monitor, keyboard and mouse for each user [...]
Quelle: Wikipedia - Multiseat
Linux
Schwach kann ich mich zudem erinnern, dass in der c't kürzlich so etwas vorgestellt wurde - aber für Linux, nicht für Windows:
Einer für viele
Ein Linux-PC bedient mehrere Arbeitsplätze
Ein moderner PC ist rechenstark genug, um mehrere Anwender gleichzeitig zu bedienen; und Linux als Multi-User-System ist von Hause aus darauf vorbereitet, mehrere gleichzeitig angemeldete Benutzer mit einem eigenen grafischen Desktop zu versorgen. Mit einem Kernelpatch und ein wenig Bastelei lassen sich an einen Linux-PC sogar mehrere unabhängige Monitore, Tastaturen und Mäuse anschließen.
Quelle: Einer für viele
Windows
Nun gut - könnte es etwas identisches auch für Windows geben? Wieder hilft Google:
Thin Soft - http://www.thinsoftinc.com/ sollte die Lösung sein. Eine Testsoftware lag bereit, welche ich direkt ausprobiert habe und ich kann nur sagen ich war begeistert. Da steckten doch tatsächlich in einem meiner PCs nun 2 Keyboards, 2 Mäuse und 2 Monitore sowie 2 Paare Boxen. Aber nicht das wir nun zu zweit an einer Oberfläche gleichzeitig hätten arbeiten können, nein, jeder hatte seine eigene Session, ein User meldete sich an dem



