Donnerstag, Juli 03, 2008

Die Täter mit den Excel-Sheets

Aber äbe: Über kurz oder lang sortiert der Markt solche Probleme aus. Wenn nur die Fed nicht immer einspringen würde, wenn es brenzlig wird ...

Der US-amerikanische Moody's Investors Service (kurz Moody's) hat laut Financial Times (FT) unter anderem im Jahr 2006 für elf sogenannte "Constant Proportion Debt Obligations" (CPDO) im Wert von rund einer Milliarde US-Dollar Bestnoten vergeben, obwohl diese sich später als praktisch wertlose Finanzanlagen erwiesen. Bei CPDOs handelt sich um komplex strukturierte Anleihe-Produkte auf Indizes für Kreditderivate, die häufig hohe Renditen versprechen.

Quelle: Fehlerhafte Computermodelle bringen führende Ratingagentur in Misskredit - heise online

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Donnerstag, Juli 03, 2008

Wie Ewiggestrige investieren - und Geld verlieren

Rather than being safe ways to play the market, index funds, diversified portfolios, momentum trading strategies, and technical chart analysis are now more likely to lose you money than increase it.

[...] I hold a very simple thesis: Without an ever-growing supply of cheap and plentiful energy, the old investing strategies simply don't work anymore, because the markets don't behave as they should.

Quelle: A New Paradigm

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Donnerstag, Juli 03, 2008

Spekulanten setzen täglich eins drauf

Im nachbörslichen Handel wurde die Rekordmarke von 144,15 $ je Barrel (159 Liter) erreicht.

Quelle: FTD.de - Marktberichte - US-Börsenschluss - Ölrekord belastet Wall Street

Gute Nacht für alle, die diesen Sommer mit dem Auto in die Ferien fahren. Keine Ahnung, ob die Charterfluggesellschaften bei den Kerosin-Preisen noch einen einzigen Rappen Gewinn machen?

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Donnerstag, Juli 03, 2008

Finanzsystem der USA wird durchleuchtet

Das ist das Ende der Wallstreet:

Die Notenbank, aber auch die Börsenaufsicht, die großen Investmentbanken, die Immobilienfinanzierer und die Hedgefonds müssen dazu vertrauliche Unterlagen an das IWF-Team herausreichen. In Interviews haben sie Rede und Antwort zu stehen. Ihre Datenbanken will man sogenannten Stress-Tests unterziehen: Es werden Worst-Case-Szenarien durchgespielt, um herauszufinden, wie weitere Milliardenpleiten oder ein fortschreitender Dollarverfall sich auswirken könnten.

Quelle: Wirtschaftskrise: Währungsfonds durchleuchtet US-Finanzsystem - Wirtschaft - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten

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Donnerstag, Juli 03, 2008

Die nächste grosse Rohstoffkrise?

Hatten wir in den beiden Weltkriegen doch schon einmal?

Die moderne Inflation wird getrieben von der globalen Knappheit der Ressourcen. Es gibt mehr Kaufkraft als Kaufgelegenheiten. Es gibt vor allem zu wenig Öl, zu wenig Rohstoffe und zu wenig Nahrungsmittel, und um dieses Zuwenig streiten viele Akteure und das mit Billionen von Dollar.

Quelle: Wirtschaftskrise: Währungsfonds durchleuchtet US-Finanzsystem - Wirtschaft - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten

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Donnerstag, Juli 03, 2008

Dunkle Töne eines Untergangspropheten

Schafft es die us-amerikanische Wirtschaft noch rechtzeitig vor George W.s Abgang zu kollabieren? Zu gönnen wäre es ihm durchaus:

The US Dollar is on the edge of the chasm again. The nonsense has been cast aside about a bank recovery, a housing stabilization, and an economy that can withstand a spillover. How incredible it is to see grown adults accept such marketing and promotional drivel. Wake up and smell the blood! The US financial and economic system has never been so vulnerable in almost a century. [...]

A couple big Wall Street investment banks are probably walking dead also, such as Lehman Brothers and Merrill Lynch. On the next round, they will tend to take each other down together. General Motors is being prepared by financial funeral directors as we speak. See the Merrill Lynch downgrade. The dead are downgrading the dead!

Quelle: US Dollar on Edge of BREAKDOWN, Gold on Verge of BREAKOUT :: The Market Oracle :: Financial Markets Analysis & Forecasting Free Website

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Donnerstag, Juli 03, 2008

Auch Löpfe hält nichts von Spekulanten als Sündenböcke

Mangelnde Preiselastizität und die Unverderblichkeit machen den Ölpreis nicht von der aktuellen Nachfrage abhängig, sondern von den Erwartungen an die Zukunft. Die Folgen dieser Konstellation schildert Martin Feldstein im «Wall Street Journal»: «Obwohl sich die aktuelle Nachfrage nach Öl kaum verändert hat, führt die Erwartung, dass der Ölpreis in Zukunft steigen wird, auch zu einem Anstieg in der Gegenwart. Eine ähnliche Wirkung haben Berichte über verminderte Ölförderung in Russland und Mexiko. Sie implizieren, dass der Ölpreis in der Zukunft steigen wird - und das hat zur Folge, dass sich auch der aktuelle Preis erhöht.»

Quelle: Wir können billigeres Öl haben - Löpfes Wirtschaftswelt - Wirtschaft - Tages-Anzeiger

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Mittwoch, Juli 02, 2008

Nichtssagende Ratings AAA!

Genau hier liegt der Hase im Pfeffer. Niemand würde dem Konsumentschutz vertrauen, wenn er von Nestlé und Unilever finanziert würde und niemandem käme es in den Sinn, eine von Philipp Morris gesponserte Unbedenklichkeitsstudie über jahrelanges Zigarettenrauchen ernst zu nehmen. Zu offensichtlich wären die Interessenskonflikte. Doch bei den Ratingagenturen waren fast alle blind.

Quelle: Der Systemfehler der Ratingagenturen - zeitenwende.ch

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Dienstag, Juli 01, 2008

Zeit für die Finanz-Basics

Die Eingaben beim Bankenombudsmann zeigten, dass viele Anleger eine einfache Regel noch immer ignorierten: je höher die Rendite, desto grösser das Risiko.

Quelle: Finanzkrise beschäftigt Bankenombudsman (Wirtschaft, Aktuell, NZZ Online)

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Dienstag, Juli 01, 2008

Nach den Häusern nun die Autos

Tolle Idee. Hat sich ja im Häusle-Markt in den USA als überaus erfolgreich erwiesen:

Um in einer solchen Situation Menschen überhaupt zum Kauf von Autos zu bewegen, muss man sich schon eine "Zauberformel" einfallen lassen. Diese lautet nach Angaben Dudenhöffers so: Autokredite mit null Zins und null Anzahlung. Während diese Darlehen in den vergangenen Jahren beispielsweise über 60 Monate liefen, kenne man heute bereits Laufzeiten von 72 oder gar 84 Monaten. Entsprechend geringer seien dann die Monatsraten

Quelle: FTD.de - Autoindustrie - Krise der "Großen Drei" - Die Todsünden der US-Autohersteller - Seite 1 von 6

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Montag, Juni 30, 2008

Ölpreis und die Spekulanten, Runde 99

If you believe Hamilton's view of fundamentals, and you believe my view that it's the job of speculators to anticipate fundamentals, then what you should blame speculators for is keeping prices too low in 2006 and 2007 (in fact, in all previous years).

Quelle: EconLog, My Question for James Hamilton, Arnold Kling: Library of Economics and Liberty

Oder anders herum gefragt:

If anyone claims that the price of oil today should be no higher than it was last year, then I think it's reasonable to ask them also to provide us with the following detail underlying their assertion-- If oil were selling today for the same price as last year, what would be the quantity demanded?

[...] We [USA] were only able to buy 19.9 mb/d in the first quarter when we offered a price near $100. So why would it have been possible to secure the 21 mb/d that consumers would likely have wanted at a price of $72?

Quelle: Econbrowser: How big a contribution could oil speculation be making?

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Montag, Juni 30, 2008

Kapitale Fehlentscheidung

Recently I’ve been bumping into more and more people who’ve either left Google to come to Microsoft or got offers from both companies and picked Microsoft over Google.

Quelle: Dare Obasanjo aka Carnage4Life - The GOOG->MSFT Exodus: Working at Google vs. Working at Microsoft

Richtig. Es soll ja im April 1945 auch noch Idioten gegeben haben, die der sowjetischen Armee desertiert und sich der deutschen Wehrmacht angeschlossen haben ...

Microsoft ist ein aufgeblähtes, bürokratisches Unternehmen, das mittelmässig bis grottenschlechte Software für ein längst vergangenes Jahrhundert produziert - ich sehe nicht, wie sich das in den nächsten Tagen und Wochen ändern soll.

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Sonntag, Juni 29, 2008

Wenn Linke sich als Ökonomen versuchen

[Ludwig] Stiegler [SPD Fraktionsvorsitzender] sagte, würden die Effekte von Energie- und Lebensmittelpreisen herausgerechnet, gebe es gar kein Inflationsproblem. Die EZB solle die Inflation "einfach abrollen lassen". 2009 gehe die Preissteigerung wegen des globalen Abschwungs eh zurück, sagte Stiegler.

Quelle: SPIEGEL ONLINE - Druckversion - Stagflationsgefahren: Steinbrück warnt EZB vor Zinserhöhung - Wirtschaft

Manchmal tut es weh, ein Linker zu sein ...

Wenn sich Herr Stiegler seiner Sache so sicher ist, sollte er - sagen wir mal - 100'000 Euro seines Vermögens in so komische Finanz-Derivate-Hebel-Dingsbums-Produkte investieren, die ihm beim Rückgang der Inflation einen Heidengewinn realisieren.

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Sonntag, Juni 29, 2008

Halten wir Mexiko im Auge

the brutal decline of the Cantarell field, and of overall Mexian production is likely to have brutal consequences, as the country loses its main source of exports and the Mexican government its main source of tax income. Social unrest, and massive migration toward the North could be one outcome...

Quelle: The Oil Drum | Countdown to $200 oil: $140 oil and speculation

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Sonntag, Juni 29, 2008

Fährt der Chinese erst mal Auto ...

Chinese demand growth is very real, it's very large, it's highly likely to continue for a number of years (when people finally reach the car affordability stage, they're not going to be stopped by the cost of fuel - not for a while anyway. The difference between no car and a car is so massive that the price of gas is a minor consideration

Quelle: The Oil Drum | Countdown to $200 oil: $140 oil and speculation

Auch wir ticken genau gleich - deshalb wird es wohl längerfristig zu einem Show-Down zwischen uns (dem Westen) und China kommen. Ich befürchte, dass die Chinesen dank unserer "Konsum-Entwicklungshilfe" (Stichwort: Made in China) der letzten 10-20 Jahre den längeren Schnauf haben werden:

erbärmlich, dass du dich so freuen kannst über den barrelpreis. und doch zahle ich lieber 3.-/liter benzin, als morgens in einen überfüllten drecks-sbb-zug zu sitzen.

Quelle: 140

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Freitag, Juni 27, 2008

Spürt Sony Ericsson den iPhone-Effekt?

Oder die Stagflation?

Der Aktienkurs von Sony Ericsson hat nach einer Gewinnwarnung des Handyherstellers deutlich nachgegeben. Schwächelnde Nachfrage nach mittel- bis hochpreisigen Mobiltelefonen sowie Verspätungen bei Produkteinführungen hätten Umsatz und Gewinn im zweiten Quartal belastet, gab das schwedisch-japanische Joint Venture am heutigen Freitag bekannt.

Quelle: heise online - Sony Ericsson warnt vor Gewinnrückgang

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Freitag, Juni 27, 2008

140

Gestern wurde es endlich vollbracht: Ein Barrel Erdöl kostet 140USD!

Ölpreis knackt 140-Dollar-Marke

Übrigens: Ist der Liter Benzin bei uns schon bei 2 Franken angekommen? In letzter Zeit habe ich wo immer möglich auf eine Autofahrt verzichtet. GA sei dank (zum Glück ist dessen Preis (noch) nicht mit dem Benzinpreis korreliert).

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Freitag, Juni 27, 2008

Bankenkrise 2007ff, Folge 302

Mit ein Grund für die düstere Stimmung sind auch neue Sorgen über den Finanzsektor. Nach einer kurzfristigen Beruhigung mehren sich die Zeichen, dass die internationale Kreditkrise keineswegs ausgestanden ist.

Quelle: SPIEGEL ONLINE - Druckversion - Kursrutsch: Angst vor Stagflation erfasst Börsen weltweit - Wirtschaft

Völlig unerwartet, ne? Wenn ich in einigen Wochen mein ganzes Jahreseinkommen verjuble, würde auch niemand auf die Idee kommen, mich am 1. Januar des Folgejahres als finanziell gesund zu beurteilen ...

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Freitag, Juni 27, 2008

Peak Man

maybe we aren't just facing Peak Oil or Peak Food or Peak Water, but Peak Man. That is, is it really possible that there are more people on this planet than its resources can support?

Quelle: Dow Jones Has Worst June Since Great Depression, American Model in Decline

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Freitag, Juni 27, 2008

Der Untergang von GM

GM has made more money in recent years as a finance company than a car company. That's because it's hard to make money making cars when labour is so much cheaper over seas...and when you are selling massive cars at just the time petrol is getting more expensive.

Quelle: Dow Jones Has Worst June Since Great Depression, American Model in Decline

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Freitag, Juni 27, 2008

Wie Analysten Yahoo 2001 bewerteten

Our colleague's price forecast wasn't based on any metrics that we recognised at the time. He was using what everyone else was using, eyeballs, page hits, clicks and all the buzz words that Internet companies used to justify astronomical multiples to trifling earnings (when there were earnings at all).

Quelle: Is Oil the New Yahoo: Oil's Run May Be Done

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Donnerstag, Juni 26, 2008

Tsunami nähert sich den Finanzmärkten

``Whether it is anecdotal or statistical evidence, I see inflation everywhere, and this is where the financial tsunami cometh,'' Sedacca wrote in a report published yesterday. ``A battered, over-indebted consumer, if forced to retrench, could create even more problems for the banking system as loan delinquencies would begin to rise even further. All sorts of delinquencies are rising. This is now a systemic issue.''

Quelle: Bloomberg.com: Worldwide

Wann kommt der richtige Herzinfarkt? Die letzten Monate waren nur Herzrhythmusstörungen ...

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Dienstag, Juni 24, 2008

Wieso zahlt uns der Staat nicht das Benzin?!

Nämlich, Herr Giezendanner!

Dass die hohen Energiekosten für Arbeitslosengeld-II-Empfänger oder mittellose Erwerbsunfähige ein Problem sind, ist auch den Experten klar. Aber sie schlagen andere Lösungen vor.

Es gehe nicht darum, wie man Energie bezuschussen könne, sagt Boss - "sondern wie man weniger verbraucht".

Quelle: SPIEGEL ONLINE - Druckversion - Konsum-Unlust: Wieso keiner den Verbrauchern wirklich helfen kann - Wirtschaft

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Dienstag, Juni 24, 2008

Angriffsziel Iran

Vergangene Woche war bekannt geworden, dass Israel im April einen Angriff auf den Iran mit mehr als 100 Kampfjets geübt hatte.

Quelle: FTD.de - Marktberichte - Dax & Stoxx am Vormittag - Verkaufspanik erfasst den Dax - Seite 1 von 2

Was ich immer noch nicht verstehe: Wieso erwägen Israel und deren Radauschwester USA einen derartigen Angriff? Eine solche hirnrissige Aktion würde den Barrelpreis doch glatt 200USD treiben und so die Kriegseuphorie in den USA rasant zum erliegen bringen ...

Oder geht es "nur" darum, Obama zu verhindern und den Vietnam-Veteran John McCain ins Amt zu hieven?

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Dienstag, Juni 24, 2008

Ohne Sprit und Flotte auch keine Piloten

Ob Camioneure oder Pilot oder Flight Attendant - Arbeitnehmer in Branchen, die derart an billiges Benzin gekoppelt sind/waren, haben es derzeit schwer:

Jetzt hat die weltweit zweitgrößte Fluggesellschaft United Airlines angekündigt, fast tausend Piloten zu entlassen.

Quelle: SPIEGEL ONLINE - Druckversion - Hoher Ölpreis: United Airlines entlässt fast tausend Piloten - Wirtschaft

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Montag, Juni 23, 2008

Arbeit billiger als Energie

Hell froze over! Wann hatten wir das das letzte Mal?

Since 2000, QANTAS’ fuel costs have increased from 10% to 24% of operating expenses, overtaking labour as the airlines greatest expense.

Quelle: The Oil Drum | The Future of Air Travel?

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Sonntag, Juni 22, 2008

Genug Öl für alle!

Jemand lügt hier ...

Erdölminister Nuaimi präzisierte, der Erdölverbrauch sei innert Jahresfrist um 0,8 bis 1,2 Mio. Fass pro Tag gestiegen, während das Angebot in der gleichen Zeitspanne um 1,4 bis 1,6 Mio. Fass zugenommen habe

Quelle: Konträre Meinungen zum hohen Erdölpreis (Wirtschaft, Aktuell, NZZ Online)

Mutet es nicht komisch an, wenn Spekulanten die Preise trotz einem ausreichenden Angebot derart in die Höhe treiben können? Oder ist das geförderte Erdöl einfach nicht dasjenige, das nachgefragt wird?

Der Erdölpreis hat sich innert Jahresfrist auf fast 140 $ pro Fass verdoppelt. So sprach der deutsche Wirtschaftsminister Glos von einer globalen Reichtums-Umverteilung zwischen Erdölverbrauchern und -erzeugern mit weitreichenden Auswirkungen für die Weltwirtschaft.

Das Resultat sehen wir in jeder grösseren Schweizer statt: Junkies, die Stoff benötigen, und Dealer, die den Stoff liefern. Für mich wäre ohne lange zu überlegen klar, wen ich in diesem Rollenspiel sein möchte ...

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Sonntag, Juni 22, 2008

Fünf vor Zwölf für die Amis

The days of cheap oil are over. And the days of living in big houses far from job centers, and driving big cars to get work, are probably numbered too. The best thing Americans could do is to adapt to the new situation, as quickly as possible.

Quelle: Learning to Live with Inflation

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Sonntag, Juni 22, 2008

Lastwägeler und ihre strukturellen Probleme

Martin Bäumle im Interview:

Die hohen Dieselpreise können kein wirkliches Problem für die Fuhrunternehmen sein. Die Dieselpreise betragen nur einen Bruchteil der Transportpreise und werden auf die Kunden überwälzt; die Branche als Ganzes ist nicht bedroht. Bei Unternehmen, die ohnehin strukturelle Probleme haben, können die rasch steigenden Energiepreise Probleme verursachen, doch da sin andere Probleme die Ursache. Als Liberale müssen wir diese Marktbereinigung akzeptieren.

Quelle: SonntagsZeitung, 22. Juni 2008, "Neues AKW in der Schweiz: 'Das ist reine Erpressung'", S. 5

Pseudo-Liberal?

Bleibt man der liberalen Linie treu, müsste Bäumle aber auch jegliche Subventionierung der SBB verteufeln (auch für mich ein wahrlich schrecklicher Gedanke) ... Wahrscheinlich müssen die langsamen, lärmenden und stinkenden Zig-Tönner einfach mit anderen Ellen gemessen, obwohl ich bei jedem Einkauf im Supermarkt eine grosse Menge an Produkten einkaufe, die genau mit diesen Gefährten in den Laden "chauffiert" wurden.

Eine überaus gesunde Branche?

Dass viele Transportunternehmen ein strukturelles Problem haben, sehe ich auch. Bis vor Kurzem machten diese ja ausschliesslich Schlagzeilen, wenn deren Chauffeure mit zu viel Ladung und zu lange durch die Gegend tuckerten und im schlimmsten Fall in einem Tunnel in Brand gerieten.

Fwd: Preiserhöhung

Anscheinend ist aber die Weiterverrechnung der Treibstoffzuschläge ein reelles Problem: Auch die Grossverteiler arbeiten anscheinend mit einem Puffer, um die rasant gestiegenen Rohstoff- und Nahrungsmittelpreise nicht 1:1 an die Endkunden weiterzugeben. Wieso ist mir als ein Möchtegern-Versteher der Marktwirtschaft nicht ganz klar.

Ich habe den Eindruck, dass die Fuhrunternehmen (tönt so nostalgisch nach "Fuhrwerk" - mit Gespann durchs Dörfli?) mit Grosskunden langfristige Verträge abgeschlossen haben und dabei das Risiko der Verteuerung des Treibstoffs einzig auf ihre Kappe nehmen müssen. Der Schuss ging dieses Mal nach hinten los.

Doch hier bin ich wieder auf Bäumles Linie: Der Staat kann und darf Privatunternehmen nicht davon abhalten, für sie ungünstige Verträge zu unterzeichnen, die sie im schlimmsten Fall in den Ruin treiben könnten. Es soll jedem Lädeli erlaubt sein, Waren unter dem Einstandspreis zu verkaufen, wenn man an Gewinn-Voodoo glaubt.

Grounding

Übrigens: Die Fuhrunternehmer, Giezendanner voran, könnten ja einen Teil ihrer Flotte "am Boden" lassen (analog zu den US-Fluggesellschaften, die hunderte von Flugzeugen stilllegen - es kommt billiger, diese am Boden zu lassen, als durch die Lüfte zu fliegen).

Eine so einsetzende Verknappung des Angebots könnte sicherlich auch in der LKW-Transportbranche rasch Abhilfe schaffen. Aber anscheinend gibt es Konkurrenten, die trotz der hohen Dieselpreise noch Gewinn machen und bei dieser schon fast kartellmässigen Absprache nicht dabei wären. Tjach - Marktwirtschaft eben. Der Markt wird's schon richten, Herr Giezendanner.

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Donnerstag, Juni 19, 2008

Wo Spekulation belohnt wird

"Wie wird man in der Luftfahrtbranche Millionär? Indem man als Milliardär anfängt."

Quelle: SPIEGEL ONLINE - Druckversion - Ryanair-Chef auf Büßertour: "Man wird einfach gierig" - Wirtschaft

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Mittwoch, Juni 18, 2008

Ende September wirds ernst

Mal schauen, wie sehr auf Bank-Analüsten Verlass sein kann:

The Royal Bank of Scotland has advised clients to brace for a full-fledged crash in global stock and credit markets over the next three months as inflation paralyses the major central banks.

Quelle: RBS issues global stock and credit crash alert - Telegraph

Sollte ich vielleicht einige Unzen Gold anschaffen?

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Mittwoch, Juni 18, 2008

Jetzt wird's auch für europäische Airlines ernst

Mein Gebete gelten allen, die in dieser Branche ihr Brot verdienen. Und selbstverständlich auch ein wenig denen, die Tickets für Flüge in den nächsten Monaten bereits bezahlt haben*. "Fasten your seatbelts, it's gonna be a bumpy ride!"

Die deutschen Airlines stecken in massiven Schwierigkeiten: Air Berlin streicht zum Winterflugplan sein Streckennetz zusammen. Und TUIflys frühe Veröffentlichung des Sommerflugplans 2009 zeigt, dass die Fusion mit Germanwings noch dauern kann.

Quelle: FTD.de - Industrie - Teures Kerosin - Air Berlin dünnt Streckennetz aus - Seite 1 von 2

*) Ich habe übrigens auch ein Flugticket in meinem Schrank liegen, das ich am 12. Juli einlösen werde. Ganz sicher. Denn Air France ist - genau so wie Grossbanken - "too big to fail"

Übrigens: Steigen die Benzinkosten auf 2.00 Franken pro Liter, fliege ich billiger an die Côte d'Azur als meine zwei Kollegen, die das Auto nehmen (1200km hin und zurück und ein Verbrauch von 8.6l/100km ergeben Benzinkosten von 206.40 Franken - ohne Péage, Opportunitätskosten, Staus, Parkplatzkosten vor Ort, Einbruchsdiebstahl und Unfällen).

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Donnerstag, Juni 12, 2008

Lkw-Blockaden kosten rasch sehr viel

In Spanien waren am Donnerstag bestimmte Lebensmittel immer noch knapp. Wegen des Lkw-Streiks fehlten vielerorts Fisch, Obst und Gemüse. Mehrere Supermärkte nutzten nach Angaben der Zeitung "El Mundo" die Knappheit dazu, die Preise kräftig anzuheben. Die Obst- und Gemüseproduzenten beklagten Verluste von 100 Millionen Euro. In der Viehwirtschaft wurden die Einbußen auf 45 Millionen Euro beziffert. Viele Bauern mussten ihre Milch wegschütten, weil sie nicht abtransportiert werden konnte.

Quelle: Lieferengpässe: Spanische Polizei räumt Lkw-Blockaden - Wirtschaft - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten

100 Millionen Euro Verlust wegen eines Streiks, der kaum eine Woche andauert ... Diese imposante Zahl sollte jedem Zeitgenossen aufzeigen, auf welchen dünnen Pfeilern unsere Gesellschaft ruht (das wäre dann billige Energie, genauer: (nicht mehr so) billiges Erdöl).

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Dienstag, Juni 10, 2008

Die Energienutzung wird immer effizienter - wirklich?

There are two flaws in this line of reasoning, the first being that this is data only for the US. Much of what is now consumed in the US is now manufactured in Asia. Thus, the energy consumption associated with that manufacturing doesn't show up on the US balance sheet.

Quelle: Robert F. Kennedy on Defining GDP and Some Other Thoughts

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Samstag, Juni 07, 2008

Banken können das Risiko am besten einschätzen

Iu!

Greenspan repeatedly testified to skeptical Congressmen that banks are better risk regulators than government bureaucrats.

Quelle: Next Phase of the Credit Crisis to Hit Credit Default Swaps $62 Trillion Market :: The Market Oracle :: Financial Markets Analysis & Forecasting Free Website

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Freitag, Juni 06, 2008

Wie die Grossen und Mächtigen mit der kleinen Schweiz umgehen

Aber he, wenn wir die Personenfreizügigkeit nicht auf Rumänen und Bulgaren ausdehnen, wird kaum so etwas passieren: Die EU weiss einfach noch nicht, dass sie uns mehr braucht als wir sie! (Unseren Grössenwahn könnte man auch so betiteln: "Mit Trompeten und Fanfaren schnurstracks in den Untergang!")

Den Amis ist es auf jeden Fall scheissegal, dass wir etwas namens Bankgeheimnis ... äh, sorry ... das Bankkundengeheimnis kennen. Die Yankees wollen einfach, dass auch die Reichen im Lande brav Geld an die IRS überweisen:

Doch, so ein UBS-Kadermann, der namentlich nicht genannt werden will, herrsche von Seiten der USA eine andere Auffassung des Rechtsverständnisses vor. Die Sicht des Schweizer Rechts sei weder bekannt noch von Interesse.

Quelle: «Wir haben Mist gebaut» (Nachrichten, NZZ Online)

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Freitag, Juni 06, 2008

Definiere Suburbistan

Suburbistan. A place where the parts (copper wire, plumbing, wood frames) are worth more than the whole…empty tracts of houses built for people who couldn’t afford them with real money and which, in any case, are the ticky-tacky icons of a giant mis-allocation of the nation’s capital.

Quelle: How the Economy Looks in Colorado | The Daily Reckoning Australia

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Donnerstag, Juni 05, 2008

Hände weg von Airline-Aktien!

Nur ein Sektor ist für Einhorn tabu: Die Luftfahrtindustrie. In seiner Diplomarbeit hat er sich mit dem zyklischen Auf und Ab der Fluggesellschaften beschäftigt. Er kommt zum selben Fazit wie Investmentlegende Warren Buffett: "Investoren hätten die Gebrüder Wright bei Kitty Hawk erschießen sollen." Die Konsequenz: Greenlight Capital hat noch nie eine einzige Airline-Aktie besessen.

Quelle: FTD.de - Finanzdienstleister - Nachrichten - Ein Einhorn gegen Lehman Brothers

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Donnerstag, Juni 05, 2008

Financial Times macht sich über die USA, Bernanke und den Dollar lustig

Mehr muss der interessierte Anleger nicht wissen, als das, was er in dieser Kolumne lesen kann:

Ganz generell dürfte die Finanzkrise recht bald überwunden sein und Amerika damit wieder seine fundamentale Stärke ausspielen können, da die Schulden aller US-Sektoren seit Anfang 2002 ja gerade um gut 18.000 Mrd. $ gestiegen sind - oder von 316 auf 379 Prozent des Nationaleinkommens.

Quelle: FTD.de - Marktberichte - Das Kapital - Bernanke meint es nur gut

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Mittwoch, Juni 04, 2008

SWX weiteres Opfer der Finanzkrise

Nicht nur Airlines, us-amerikanische SUV-Bauer und Yacht-Verkäufer in Manhatten kriegen das Platzen der Hypotheken-Blase zu spüren. Nachdem auch die Kreditindustrie fast zum Stillstand gekommen ist und die horrende Inflation (s. unten) Gelder aus dem Freizeitkonsum abzweigt, trifft es nun auch die Börsen. Beispielsweise unser Juwel in Zürich:

Die Finanzkrise hinterlässt auch an der Schweizer Börse SWX immer deutlichere Spuren. Im Mai gingen die Umsätze im Vergleich zum Vormonat um 19,3 Prozent auf 135,5 Mrd. Fr. zurück. Dies ist der vierte Monat in Folge mit schwächeren Umsätzen.

Quelle: espace.ch - Schweizer Börse leidet unter Finanzkrise

Gestern konnte ich kurz mit einem Kollegen in Los Angeles chatten. Für einmal stellte ich ihm konkrete Fragen, wie er denn die "Rezession" zu spüren bekomme. Seine Antwort war einfach, aber eindrücklich: Das Auffüllen des Tanks seines Fords (kein SUV, notabene!) kostete vor einem Jahr 20 US-Dollar. Heuer hat sich der Preis auf 40 Dollar verdoppelt. Autsch! Kein Wunder, dass andere, nicht lebenswichtige Bereiche der Konsumwelt die Konsequenzen dieser Umschichtung zu spüren erhalten ...

Immerhin hat auch er einen Check direkt aus Washington erhalten und kann nun mehrere hundert Dollar verpulfern. Wahrscheinlich geht die Summe direkt als "wirtschaftliche Sozialhilfe" an Öl-Unternehmen und die Produzentenländer. Notabene nicht Saudi Arabien, wie man landläufig meinen könnte, sondern ... Kanada:

But, even if Saudi Arabia is one of the few countries left in the world that can actually increase their production capacity over the next few years, the Saudis still aren't our largest source for oil.

Quelle: Canda's Secret Oil Boom in Saskatchewan

Was lernen wir daraus? Das Land in Übersee, respektive dessen Büetzer, müssen für die Exzesse und Irrsinnigkeiten der us-amerikanischen Banken und ihrer "Elite" zahlen. Indirekt, über die Inflation und den Wertverlust des Greenbacks.

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Mittwoch, Juni 04, 2008

Wer an der Börse Geld verliert

There are two kinds of people that lose money: those that know nothing and those that know everything.

Quelle: Trading Doctor- The Danger of Overconfidence :: The Market Oracle :: Financial Markets Analysis & Forecasting Free Website

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Dienstag, Juni 03, 2008

Wie man garantiert falsch auf die hohen Benzinpreise reagiert

How do people deal with higher gas prices? Of course, they economize. In the Philadelphia area, for example, Triple A reports that they buy less gasoline...and then run out. AAA is getting twice as many calls from stranded motorists with empty tanks.

Quelle: High oil Prices are Now Oozing into the Entire Economy | The Daily Reckoning Australia

(AAA ist die us-amerikanische TCS Pannenhilfe)

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Dienstag, Juni 03, 2008

Herzlich willkommen, Inflation!

Kein Wunder, dass niemand mehr durch die Weltgeschichte fliegen will, ohne dabei Einschnitte beim Essen, Autofahren und Heizölverbrauch machen zu müssen.

Die hohen Erdölpreise heizen die Teuerung in der Schweiz kräftig an. Im Mai erreichte die Inflationsrate überraschend hohe 2,9 Prozent.

Quelle: Höchste Inflationsrate seit 15 Jahren - Wirtschaft - Tages-Anzeiger

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Dienstag, Juni 03, 2008

Fertig mit der Billig-Fliegerei? Grounding von Air Berlin?

Dagegen schrumpfte die Auslastung der portugiesischen Airline TAP um 12,2 Punkte auf 63,3 Prozent. Die krisengeschüttelte Alitalia besetzte nur noch 66,3 Prozent ihrer Plätze, was einem Rückgang im Jahresvergleich von 9,7 Punkten entspricht.

Überdurchschnittlich schrumpfte die Auslastung auch bei Rumäniens Airline Tarom (um 8,3 Prozentpunkte), der belgischen Brussels Airlines (um 6,7 Punkte), Finnair (um 6,1 Punkte), der griechischen Olympic Airlines (um 6,1 Punkte), der ungarischen Malev (um 5,9 Punkte), British Airways (um 5,1 Punkte) sowie der polnischen LOT (um 3,6 Punkte).

Quelle: Europäische Airlines schlagen Alarm - Wirtschaft - Tages-Anzeiger

Nebenbei gefragt: Wo bleiben die Zahlen von Air Berlin?

Mit Argusaugen beobachten nicht nur die Börsianer die Entwicklung bei Air Berlin: die Airline ist hoch verschuldet, man plant Verbindungen zu kappen, man erhöht die Preise, und es gibt gar Überlegungen die gesamte LTU-Schiene einzustellen.

Vernichtend auch das Urteil eines Analysten von ABN Amro: „Air Berlin kann keine Gewinne schreiben, die Airline hängt am Tropf der Banken.“ Und er prognostizierte für Air Berlin für das Jahr 2008 Verluste von bis zu 20 Millionen Euro für das operative Geschäft.

Kein Geheimnis ist auch, dass Air Berlin kaum noch eigene Finanzreserven hat und eine länger anhaltende Flaute kaum überleben kann.

Quelle: Kämpft Air Berlin ums Überleben? Eine Bestandsaufnahme

Nachtrag

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Montag, Juni 02, 2008

US-Behörden als Zahlenjongleure

Under Nixon’s Federal Reserve chairman, Arthur Burns, however, the concept of “core inflation” was devised. This became the means of excluding certain areas like food and energy, on grounds of the “volatility” of these sectors. [...]

Under Reagan, Phillips also points out, the armed forces began to be included in the labor force [...]

Quelle: Behind the falsification of US economic data

Einer der Kollateralschäden nach dem Platzen der Subprime-Blase war der Vertrauensverlust in die von amtlicher Seite publizierten Zahlen über die Entwicklung der US-Wirtschaft. Selbstverständlich waren diese schon seit Jahrzehnten nicht mehr über alle Zweifel erhaben - doch erst seit dem Eintreten der für alle Yankees spürbaren Inflation an der Tanksäule und im Supermarkt (verursacht nicht zuletzt durch die wie wild Geld "druckende" Fed) merkt wohl auch der Hinterletzte Hillbillie, das mit den amtlichen Zahlen etwas nicht simmen kann.

Oben genannter Text beleuchtet die Einflussnahme der Politik auf die Statistik-Beamten - und wie immer, wenn Politiker - ist man versucht zu sagen - Dinge schön färben wollen, kommt am Ende Bockmist raus. Und, ironischerweise, holt einem die Geschichte ein:

During the decades of the Cold War, the spokesmen for big business always pointed to the mockery of economic data produced by the Stalinist regimes as one more proof of the superiority of the profit system. Today, however, the growing crisis is producing a historic reversal. Where American capitalism once required accurate data, today it requires lies.

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Montag, Juni 02, 2008

Gute Blasen, böse Blasen

The bubble in residential property made people feel good. They thought they were wealthy and thought they could ‘take out’ a little of that wealth and spend it. A bubble in oil is an entirely different matter. It makes people feel poorer every time they fill up their gas tank. And it forces them to cut back on spending rather than increase it.

Quelle: Fed’s Inflation Would Go into New Bubbles – In Commodities, Oil, and Gold | The Daily Reckoning Australia

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Sonntag, Juni 01, 2008

Grau-schwarze Westen in deutschen Chefetagen

Erst VW, dann Siemens, nun Telekom: Es läuft etwas schief in deutschen Chefetagen.

[...] Dort hat sich ganz offensichtlich eine Denke entwickelt, die sich zunehmend entfernt von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit. Die jüngsten Unternehmensskandale lassen gar keinen anderen Schluss zu.

[...] Es zeigt in einem Teil der Wirtschaftselite eine große Verachtung für den Staat, dessen Spielregeln und dessen Repräsentanten.

Etliche Manager verstehen nicht oder wollen nicht verstehen, dass Politik anders funktioniert als ein Konzern. In einem Unternehmen kann man von oben nach unten durchregieren. In einem demokratischen Staat mit seinen Parteien, Interessengruppen und Verfassungsgerichten funktioniert das nicht.

Quelle: FTD.de - Kolumnen - Kolumne - Andreas Theyssen: Uns kann keiner - Seite 1 von 2

Fehlt eigentlich nur noch ein Steuerskandal mit Mittelsmännern in der Schweiz und in Liechtenstein ...

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Sonntag, Juni 01, 2008

UBS "verkauft" ihre Subprime-Beteiligungen

Schlussendlich nichts anderes als ein Taschenspielertrick. Mir würden die 11.25 Milliarden grosse Sorgen machen ...

UBS may be providing $11.25bn of the $15bn BlackRock is paying for the sub-prime assets, but it does mean the Swiss bank is insured against the first $3.75bn of deterioration in the portfolio.

Quelle: Banks' credit crisis solutions have echoes of 1929 Depression - Telegraph

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Samstag, Mai 31, 2008

Swisslife scheitert mit Hedge-Fund

Sollen Versicherer oder Banken sich als Hedge-Fund-Manager betätigen? Ein Profi bringt es auf den Punkt. Die Erfahrung zeige, dass Finanzkonzerne keinen Erfolg damit hätten.

Warum? Der Grund sei simpel, sagt er: Wenn sie als Fondsmanager glaubten, spezielle Fähigkeiten zu haben und damit ein Vermögen verdienen zu können, warum sollten sie dies in einem institutionellen Umfeld tun, wo ihre Gewinnmöglichkeit limitiert ist, während sie ihr ganzes Herzblut investieren? «Die erfolgreichen Geldmanager werden immer wegziehen und mittelmässige bleiben – mit den bekannten Resultaten», sagt der erwähnte Profi. Hedge Funds seien ein Unternehmer- kein Verwalter-Business.

Quelle: SonntagsZeitung, 25. Mai 2008, "Den Wert glatt halbiert", S. 71.

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Freitag, Mai 30, 2008

Wer Öl in US-Dollar rechnet, rechnet irreführend

When plotted in a sound currency, one which the government does not have the ability to print at will (Gold), oil prices are basically flat since the 1940s.

Quelle: MyProps.org - Oil prices are flat since the 1940s, when plotted in a sound currency (Chart) - Housing Bubble and Bear Links

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Donnerstag, Mai 29, 2008

IEA auf dem Boden der Tatsachen

Die Marktwirtschaft richtet eben doch nicht alles - aber das wissen wir in unserem Innern längst:

For those who understand this data, this was a major, major announcement. It means that the IEA—the official energy data agency of the OECD—has given up on its long track record of ridiculously optimistic projections that supply would always meet the expected demand. They are no longer assuming that any supply gap would be filled by big OPEC producers such as Saudi Arabia, Iran or Kuwait.

Quelle: Memorial Day, 2008: The Tipping Point in the Peak Oil Debate

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Mittwoch, Mai 28, 2008

Schweizerischer Peak Oil-Kompromiss

The way it works is that one side claims that Peak Oil is taking place right now, whereas the other side claims that it won't occur for another 50 years, and rather than trying to establish the facts, the committee aims to come up with a paper that everyone is willing to sign; and so, official Switzerland issues the "verdict" that Peak Oil will take place 25 years from now.

Quelle: The Oil Drum | Report on First General Assembly of ASPO Switzerland, May 24th 2008, University of Basel

Super, und ich verpass die Peak-Oil-Konferenz innerhalb der Eidgenossenschaft doch glatt:

Peak Oil

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Dienstag, Mai 27, 2008

Amerikas Eisenbahn

Our passenger rail system is worse than anything a Soviet ministry might produce

Quelle: Clusterfuck Nation by Jim Kunstler : Anxious Hiatus

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Dienstag, Mai 27, 2008

Die Deutschen haben ausgemelkt

Als hätten wir nicht schon genug (echte und unechte) Engpässe:

Die zentrale Forderung des BDM ist ein Basispreis von 43 Cent pro Liter. Der Vorsitzende des Bundesverbands der Deutschen Milchviehhalter, Romuald Schaber, sagte, er rechne mit einer bundesweiten Beteiligung von rund 80 Prozent. Bald würden vor allem frische Produkte wie Milch und Joghurt knapp in den Supermarktregalen.

Quelle: Boykott: Tausende Landwirte schütten Milch weg - Wirtschaft - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten

Lesenswert: Warum die Milch so billig ist

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Dienstag, Mai 27, 2008

Buffets Weisheiten

"Man sollte nur in Firmen investieren, die auch ein absoluter Vollidiot leiten kann, denn eines Tages wird genau das passieren!" –– Warren Buffet

Via: Best of Warren Buffet - Zitate

Zugegeben - dieses Zitat hat was!

Auch ganz gut:

"Erst wenn Ebbe kommt, sieht man wer ohne Badehose ins Wasser ging."

Via: Zitate von Warren Buffett

"Wer sich nach den Tipps von Brokern richtet, kann auch einen Friseur fragen, ob er einen neuen Haarschnitt empfiehlt."

Ein Kollege von mir sagte kürzlich, dass - hätte er sich an die Tipps eines "Anlageprofis" im Bekanntenkreis gehalten - längst bankrott wäre.

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Dienstag, Mai 27, 2008

Ökonomen haben sich selbst reingelegt

NICE is an acronym for “non-inflationary consistent expansion,” according to Mr. King. It is his way of describing what other economists called the “great moderation,” a period so agreeable that they gave themselves credit for it. Macro economists believed they had finally mastered the art of central banking – so perfectly manipulating the credit cycle as to produce growth without causing the consumer price inflation that typically accompanies it.

Quelle: The Average Investor Makes Far More By Accident than by Fund Manager

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Dienstag, Mai 27, 2008

Unterschätze die chinesischen Kommunisten nicht

There are still communists and ex-communists running things in China and a few other benighted places. But even there, they aren’t quite as evil and stupid as they used to be. In fact, in some ways they are less evil and less stupid than people running things in the U.S. of A.

Quelle: India Has 36 Billionaires

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Sonntag, Mai 25, 2008

Fertig lustig mit Billigflügen

In der Industrie ist man sich einig, dass die Kosten für den Treibstoff einer Vielzahl von Airlines das Genick brechen werden. Für die Konsumenten sind die goldenen Zeiten vorbei, da der Flug billiger kam als die Fahrt mit dem Taxi zum Flughafen.

[...] Den Sommer hoffen die meisten noch zu überstehen, denn dann spülen die Vorauszahlungen der Feriengäste Geld in die Kassen. Doch im Oktober versiegen diese Geldströme, und so prognostiziert ein hochrangiger Airline-Manager: «Im Oktober sterben einige Gesellschaften.»

[Swiss] «2004 gaben wir 500 Mio. Fr. für Treibstoff aus, dieses Jahr rechnen wir mit 1,2 Mrd.»

Quelle: Die Zeit der Billigflüge ist vorbei (Wirtschaft, Aktuell, NZZ Online)

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Sonntag, Mai 25, 2008

Wie man sich auch auf Peak Oil vorbereiten kann

Da gibt es Leute auf diesem Planeten, die sind noch hysterischer als ich was Peak Oil und der ganze Gugus anbelangt:

Convinced the planet's oil supply is dwindling and the world's economies are heading for a crash, some people around the country are moving onto homesteads, learning to live off their land, conserving fuel and, in some cases, stocking up on guns they expect to use to defend themselves and their supplies from desperate crowds of people who didn't prepare.

Quelle: Energy fears looming, new survivalists prepare

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Samstag, Mai 24, 2008

Ölpreis: Definitiv Spekulanten!

"There are no tankers waiting in the Middle East, there are no cars waiting at gasoline stations because they are out of stock. This has to do with psychology in the markets and you cannot forecast psychology".

Quelle: Shell CEO says record oil not due to shortage | Markets | Reuters

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Samstag, Mai 24, 2008

Zahlen zum serbelnden Fluggeschäft

Doch just im zeitkritischen Flugsektor scheint 2008 einiges aus dem Takt zu laufen. Auf Expansionspläne und steigende Flugzeugauslieferungen treffen ein seit Jahresanfang um 88 Prozent gestiegener Kerosinpreis und die Gefahr abnehmender Passagierzahlen. [...] Credit Suisse schätzt, dass bereits bei einem Ölpreis von 120$ keine Gesellschaft mehr profitabel fliegen kann,

Quelle: FTD.de - Marktberichte - Das Kapital - Für die Flieger brechen harte Zeiten an

Na dann Feierabend! Grounding 2.0, bis Jahresende in ihrem örtlichen Kino?

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Freitag, Mai 23, 2008

Der Dollar hat Blasenschwäche

The dollar bubble is going to burst, and that is inevitable.

Quelle: A Dollar Crash Will Have Disastrous Implications for Global Financial Markets

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Freitag, Mai 23, 2008

Das Leben wird teurer

a 4-pint bottle of milk has gone up 16.5% in the United Kingdom. The price of milk from the farm has soared nearly three times as much – 45.8%. Or take bread. Wheat is up 56.9% over the last year. But a loaf of bread has only gone up only 8.5%. Crude oil is 62% more expensive today than it was a year ago. But a can of oil...or petroleum products generally, at the retail level...are up only 25.4%.

Quelle: Consumer Prices for the Essentials are Skyrocketing

Haben die Detaillisten die Preise nur deshalb nicht der tatsächlichen Preisentwicklung angepasst, weil sie bereits ein Ende der Verteuerung der Rohstoffe sehen?

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Freitag, Mai 23, 2008

Die Ölpreis-Rally geht ununterbrochen weiter

China and India are only beginning to consume oil at any meaningful level. Right now, they are consuming oil at a rate the U.S. did in the early years of the 20th century.

Quelle: Has Oil Hit Its Peak Price?

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Freitag, Mai 23, 2008

Von den Kommunisten Kapitalismus lernen

So weit sind wir also schon gekommen ...

America wanted to secure its access to cheap oil, [...] The price of oil was only $25 a barrel when the war began in September of 2003. Yesterday, it hit $130 a barrel. And the war itself is expected to cost the nation $1 trillion or more. For all its efforts, the United States secured the most expensive energy in world history.

China, meanwhile, decided to take the capitalist road. Instead, of using military force to get oil, it simply bought it on the open market. [...]

Quelle: Why Those Who Praise Capitalism Have So Little faith in It

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Donnerstag, Mai 22, 2008

Überlegungen zur Standortwahl der Firma Wander

Vor einigen Wochen eröffnete die Wander AG hier in Neuenegg ihre neuen Produktionsanlagen (die Medien berichteten). Damit ist sichergestellt, dass auch in den nächsten Jahren Ovomaltine, Caotina und Isostar aus meiner Wohngemeinde nach ganz Europa versandt werden.

Wie der Chef der Wander AG und der Produktionsleiter des Werks Neuenegg in ihrer Podiumsansprache darlegten, stand der Standort auf der Kippe. In Asien hätte man mit deutlich geringeren Kosten Ovo produzieren können. Doch schlussendlich fiel die Wahl dann doch zu Gunsten Neueneggs aus.

Begründet wurde dieser Entscheid in beiden Referaten eher schwammig; man verwies auf die "Swissness" des Produktes, welche tief in den Konsumenten verankert sei: Von Schweizern für Schweizer gemacht. Dafür war sowohl Wander als auch die Mutterfirma, Associated British Food, mit ihrem äusserst jugendlich wirkenden und astreines British English sprechenden CEO, bereit, eine zweistellige Millionensumme in die Modernisierung des Werkes zu stecken.

Um dem Preisdruck aus Asien standhalten zu können, mussten die ganzen Arbeitsschritte deutlich automatisiert werden, was einen Stellenabbau zur Folge hatte (glücklicherweise abgefedert durch natürliche Abgänge).

Nun gut, ich lasse den Erklärungsversuch für die Standortwahl mit Swissness gelten. Doch in Überlegungen, die ich in den folgenden Tagen anstellte, kamen zwei andere wichtige Punkte zum Vorschein. Es bleibt fraglich, ob sie den damaligen Entscheidern tatsächlich bekannt waren oder nicht:

  • Kürzere Transportwege Klar kann man die Ovo-Dosen aus einem Werk in Südchina mit Frachtern in die Bestimmungshäfen um die halbe Welt herumschicken. Das ist aber zeitaufwändig und wird auf Grund steigender Erdölpreise auch immer ein teureres Unterfangen.
  • Energieversorgung Wer den Automatisierungsgrad des Werkes demonstriert erhalten hat, muss einsehen, dass der Ersatz von menschlicher Arbeitskraft durch Roboter einen erhöhten Energiebedarf zur Folge hat. Auch ist die Herstellung der Ovomaltine (Erhitzung, Trocknung, Verpackung) seit jeher energieintensiv (mit Strom Wärme zu produzieren - man schaue nur den Stromverbrauch von Waschmaschinen und Co. an). Könnte die Beibehaltung des Standorts Neuenegg nicht auch Ausdruck dafür sein, dass das Unternehmen eine seit Jahrzehnten zuverlässige und vergleichsweise billige Stromversorgung den Kohlekraftwerken asiatischer Länder vorzieht? Immerhin kann die Schweiz mit ihren Stauseen Strom erzeugen, ohne auf ausländische Importe angewiesen zu sein.

Nun, wir werden sehen ... Auf jeden Fall kann ich also weiterin meine morgendliche "swiss made" Ovi geniessen. Danke, Firma Wander!

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Mittwoch, Mai 21, 2008

Es wird immer Öl geben

Das posaunte Kollege Hebo vorletztes Wochenende in Mäschus Wohnzimmer herum, als ich wieder einmal den Warnfinger hob (Stiller Rufer in der Wüste oder doch eher Doomsayer?).

Aber im Grunde hat er ja Recht: Öl wird es immer geben. Die Frage ist nur, ob man es in genügender Menge aus dem Boden herausbekommt und ob er - Hebo - davon noch irgendeinen Tropfen zu sehen kriegt, den er in seinen Peugeot 206RC einfüllen kann:

"We don't have any idea where those reserves are going to come from or how we are going to get them out of the ground. The odds of this ever happening are zero." –– Matthew Simmons

Quelle: Peak Oil Consequences of Bush's Failed Energy Policies

Doch das wird ehrlicherweise die geringste Sorge von Hebo und uns Erdölsüchtigen sein. Beim Eintreten der endgültigen Knappheit (nach dem Überschreiten von "Peak Oil") wird der Erdölpreis gewaltig steigen - ähnlich wie wir es in den letzten Tagen erlebt haben, nur viel rascher und viel höher.

Je länger die Knappheit dauern wird, desto unwichtiger wird der Kauf von horrend teurem Benzin werden. Dies aus zwei einfachen Gründen:

  • Lebensmittelkosten. Lebensmittel sind im Grunde nichts anderes als Energie für den Motor Mensch. Heute benutzen wir eine unvorstellbare Menge Energie (Erdöl), die wir in verschiedenen Prozessen in für Menschen konsumierbare Energie (Nahrungsmittel) umwandeln. Wenn wir den Preis der in Lebensmittel hinein gesteckter Energie steigern, werden die Lebensmittel zwangsläufig teurer. Je teurer die Lebensmittel werden, desto weniger bleibt dem Westler, dem seit Jahrzehnten trainierten Konsumenten, für anderweitige Ausgaben (Reisen, Kino, Unterhaltung, Geräte etc.)
  • Arbeitslosigkeit. Bei weiter steigenden Erdölpreisen ist eine Vielzahl von Arbeitsplätzen in Gefahr. Zuerst wird es diejenigen erwischen, die unmittelbar am "Tropf" von billigem Erdöl hängen. Ich denke da beispielsweise an Mitarbeiter von Airlines oder Pizza-Lieferanten. Je mehr der Preis von Erdöl steigt, desto stärker tritt der obige Punkt in Kraft, und desto weniger werden gewisse Dienstleistungen nachgefragt. Mit der starken Abnahme von Nachfragern können die "economies of scale" nicht mehr ausgenutzt werden und ganze Geschäftszweige werden unrentabel. Nach und nach pflanzt sich das Problem durch die ganze Wirtschaft fort, einem selbstverstärkenden Teufelskreis gleich.

Welche Personengruppen kriegen die Schockwelle als letzte zu spüren? Diejenigen, die mit ihrer Arbeit direkt Nahrung produzieren - auf ihnen lastet derzeit, einer umgekehrten Cheops-Pyramide gleich, das ganze Wirtschaftssystem: Am Ende eines jeden Arbeitstages muss jeder, auch Herr Ospel, etwas Warmes im Magen haben. Spätestens hier sind wir alle Menschen wieder gleicher als gleich. Ich kann mir deshalb gut vorstellen, dass Bauern und die Landwirtschaft in den nächsten Jahren und Jahrzehnten ein fulminantes Comeback erleben werden.

Nachtrag

Die FTD gibt für die jetzige Situation aber Entwarnung: Ölpreis steigt über 130 Dollar Es hat (noch) genügend Öl für alle, Schuld sind mangelnde Raffineriekapazitäten.

Völlig gegenteilig die Meinung des Spiegels (gefällt mir als Pessimisten natürlich deutlich besser): Experten warnen vor dramatischem Öl-Engpass.

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Dienstag, Mai 20, 2008

Indikatoren der schwächelnden US-Wirtschaft

This past week I went to my local lube and car wash. The manager and I were talking while I was waiting on my vehicle to be washed. He told me that a year ago they would do anywhere between 80 and 100 oil changes in a typical day. But, with the rising fuel prices business has dropped to an average of somewhere between 50 and 60. As for car washes, he said that they were doing upwards of 400 a day. At present, business has dropped to between 60 and 100 per day.

Quelle: US Toxic Economy and the Questionable Stock Market Advance :: The Market Oracle :: Financial Markets Analysis & Forecasting Free Website

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Montag, Mai 19, 2008

Es ist an der Zeit, schlechte Risiken loszuwerden

Amerika ist das größte Sicherheitsrisiko für die globalen Finanzmärkte.

[...] Von 2002 bis 2007 stieg das Verhältnis von Ausleihungen zu haftendem Kapital bei den großen Fünf von 30:1 auf 41:1. Soll heißen: 41 Dollar Schulden waren mit einem Dollar eigenem Geld gesichert.

Quelle: SPIEGEL ONLINE - Druckversion - Globale Finanzkrise: Warum die Wall Street ein schlechtes Vorbild ist - Wirtschaft