Montag, Juni 29, 2009
Schweizer Mobilfunker profitieren von der EU
Apple verpflichtete sich gemeinsam mit weiteren Unternehmen zu einem "universellen Ladegerät" für datenfähige Mobiltelefone. Dies gab die EU-Kommission heute per Pressemeldung bekannt: «In einer Vereinbarung, die der Kommission heute vorgelegt wurde, verpflichtet sich die Industrie, für die Kompatibilität der Ladegeräte auf der Grundlage eines Micro-USB-Steckers zu sorgen.
Quelle: fscklog: Apple verpflichtet sich zu "universellem Ladegerät" für künftige EU-iPhones [Update]
Gerne lasse ich mir von radikalen Verfechtern der freien Marktwirtschaft erklären, wieso das lenkende Einwirken des Staates hier Nachteile für uns Kunden schafft ... Die EU hat halt eben doch gute Seiten!
A propos: Da der GSM-Standard ein digitaler ist, weisen alle Mobiltelefone die "Datenfähigkeit" auf, nicht?
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Sonntag, Juni 28, 2009
Verdammt alte Zöpfe
Die Welt wartet darauf, was der Papst zur Wirtschaftskrise zu sagen hat. Doch die Enzyklika verzögert sich. Die lateinische Übersetzung wird nicht fertig.
[...] Dass die Pflege der alten Sprachen auch ihre Tücken hat, erlebt Benedikt XVI. nun hautnah. Seine Mitarbeiter schaffen es nicht, die neue päpstliche Sozialenzyklika "Caritas in veritate" - also "Liebe in Wahrheit" - rechtzeitig in die offizielle Kirchensprache zu übersetzen. Eigentlich sollte die Stellungnahme des römisch-katholischen Oberhirten am Montag erscheinen. Doch nun verzögert sich der Start um eine Woche.
Quelle: FTD.de - Sprachprobleme im Vatikan: Veritas, veritatis, veritati - Europa
Die Aktionäre dieses Unternehmens haben wortwörtliches Gottvertrauen ... andere Buden (bspw. General Motors) hätten längst den Bankrott erklärt. Nur im Vatikan übersetzt man geflissentlich weiter.
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Montag, Juni 08, 2009
Wider die Profitabilität und die Effizienz
Vielen ist die Steigerung der Produktivität der wichtigste Lebensinhalt geworden, auf dass morgen noch mehr Güter gekauft werden können, die kein Mensch braucht. Fast scheint es so, als ob Muße aus unserem Wortschatz verschwunden wäre. Das schreit förmlich nach einer Revolution - in Bildung, Kunst und Kultur.
Quelle: FTD.de - Das Kapital: Zeit für eine richtige Krise - Marktberichte Aktien
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Dienstag, Juni 02, 2009
Wie kommen die USA nur aus diesem Schlamassel raus?!
You've got a debtor nation whose largest corporate institutions are failing (perhaps a preview of State failure). It's shipped its industrial infrastructure off-shore and replaced it with a financial industry that thrived on credit and derivatives. And now you wonder why investors are pushing interest rates on your debt up?
Quelle: Chinese Surge in Construction Explains Pickup in Base Metals Stocks
Aus einem andere Artikel auf The Daily Reckoning:
Unless the US becomes a net saver, "another global financial crisis triggered by a dollar crisis could be inevitable," forecast former Chinese central banker Yu Yongding over the weekend. (Oy... Beijing is 7,000 miles from Washington, and even they can see this coming.)
Quelle: American Family's Share of Government Debt Now Over Half a Million Dollars
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Dienstag, Juni 02, 2009
China baut sich aus der Krise heraus
"By the end of April, China had built 20,000 kilometres (12,430 miles) of rural roads, 214,000 low-rent homes, 445 kilometres of highway, and 100,000 square meters (1.08 million square feet) of airport buildings under the stimulus plan,"
Quelle: Chinese Surge in Construction Explains Pickup in Base Metals Stocks
Mit dem Geld und dem Tempo, mit welchem die Chinesen für 445 Kilometer Autobahnen bauen, sehen wir Eidgenossen äusserst blass aus.
Das Hilfsmittel Geld sitzt bei den Chinesen recht locker, da sie der grösste Kreditgeber der USA sind und diese vom Wertzerfall geprägten US-Dollars so rasch als möglich aus ihrem ungefähr hundert Etagen tiefen Keller auf den Markt werfen möchten. Lieber eine physische Gegenleistungen statt grünes Toilettenpapier.
Es handelt sich hierbei meine persönlich zusammengereimte Erklärung, falls ein VWLer eine andere Sichtweise hält, soll er dies mit der Kommentarfunktion kundtun.
Wie viel wohl diese 445 Kilometer gekostet haben? Die Westumfahrung Zürich (25km) wurde für läppische 4 Milliarden Franken hingeknallt. Natürlich muss man aber beachten, dass die Hälfte davon Tunnels waren. Die Chinesen werden es sich diesbezüglich einfach gemacht haben: Auf Grund der Landreserven und billigen Arbeitskräfte (es geht zudem ja auch um ein Stimulus-Programm!) baut man die Autobahn lieber um den Hügel herum als hindurch.
Bezüglich dem Tempo wiederum bin ich froh, dass hier noch nicht ganz chinesische Umstände herrschen. Umweltschutz? Fremdwort. Arbeiterschutz? Fremdwort. Amtliche Bewilligungsverfahren? Der Parteiapparat befiehlt. Auch muss man sich Fragen, ob die Chinesen die Autobahnen von westlichen Ingenieuren bauen lassen, oder ob die Schnellstrassen in wenigen Jahren totalsaniert werden müssen ...
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Freitag, Mai 29, 2009
Ein brenzliger Herbst 2009?
Aber eigentlich kann sich kaum jemand ein Worst-case-Szenario vorstellen. Aus dem einfachen Grund, weil den beiden derzeit aktiven Generationen jegliche Erfahrung für ein solches abgeht. Wir wissen schlicht und einfach nicht, wie man mit einer tiefgreifenden wirtschaftlichen- und damit auch gesellschaftlichen Krise umgehen muss.
Quelle: Arlesheim Reloaded. Mäuse schultern Elefanten. - Es kommt viel schlimmer als derzeit gefühlt
Zu einem ähnlichen Schluss komme ich in meiner Lizentiatsarbeit über die Missernte von 1916/17 im Ersten Weltkrieg: Niemand wusste mehr, wie sich eine Versorgungskrise anfühlte. 1918 wurde nicht wirklich kein friedliches Jahr ... abgesehen vom Waffenstillstand von Compiègne.
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Donnerstag, Mai 28, 2009
Frauen haben den Kapitalismus wohl nicht erfunden ...
Wenn Frauen herrschen, ist es Teil ihrer Arbeit. Ihnen gefällt es, wenn einfach alles läuft und es der Familie gut geht. Die Idee, Vermögen anzuhäufen oder viel Geld zu verdienen, kommt ihnen einfach nicht in den Sinn.
Der ist auch ganz gut:
Ja, den Kindern wird sogar damit gedroht, 'Wenn du nicht brav bist, dann verheiraten wir dich'. Die Kinder kennen Verheiratetsein als Horrorgeschichte.
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Montag, Mai 25, 2009
US-Alltagsphänomen Working Poors
working full time for a part-time income has become the fate of greater and greater numbers of Americans. In fact, the U.S. minimum wage, adjusted for inflation, has never regained its 1968 value. The average income of a full-time worker at Walmart, today the nation’s largest private employer, is only slightly more than $17,000 a year.
[...] The payday loan, too, is a liar loan of sorts, though the relevant lie is told not to the banker or mortgage broker but to yourself: that you’re still making it, you’ve hit a brief rough patch, everything will work itself out soon. You end up at the payday-lending office only if you have caught at least a glimpse of prosperity, and are desperately trying to keep this mirage in view.
Quelle: Usury country: Welcome to the birthplace of payday lending—By Daniel Brook (Harper's Magazine)
Als Sozialdemokrat bin ich wie der im lesenswerten Artikel genannten Martin Luther King der Meinung, dass wer arbeitet, auch genügend zum Leben verdienen sollte. Damit meine ich keine Staatsgarantie für jährlich zwei Wochen Ferien auf den Malediven, sondern ausreichend Nahrung, ein Dach über dem Kopf, kostenlose Schulbildung und eine Krankenversicherungen, die einem bei schweren Krankheiten nicht in den Privatkonkurs treibt.
Und doch fragt die liberale Hälfte in meinem Kopf: Was gibt uns Angehörigen einer westlichen Konsumgesellschaft das Recht, mehr einzufordern als was ein Durchschnittsinder oder ein -chinese erhält? Sind unsere Arbeitsbedingungen und Löhne der Normalfall, oder sind es vielleicht doch eher tragischerweise diejenigen in Entwicklungs- und Schwellenländern?
Egal. Solang der Staat anscheinend über Milliarden verfügt, um eine Grossbank zu retten, dürfen ruhig auch Normalsterbliche in den Genuss des Geldregens und eines anständigen Lebens kommen.
When that industry was consolidated nationally, Eaton began looking for another line of work. He settled on short-term loans—cash today to tide a worker over until payday, offered at triple-digit annual interest rates. Eaton took out a second mortgage on his house and opened up Check Cashing, Inc. on December 2, 1991.
Mutet es nur mir paradox an, dass Herr Eaton, zwecks Aufbau seines Kurzfrist-Konsumkreditgeschäfts eine zweite Hypothek aufnimmt?
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Donnerstag, Mai 14, 2009
Die Börse zeigt nach oben, die Fundamentals nach unten
While it may be the case that the pace of economic decline is no longer as negative as it was at the peak of the post-Lehman credit contraction, the reality is that employment, output, organic personal income and retail sales are still in a fundamental downtrend.
Quelle: USA Follows the Same Downward Slide As GM
Aber das schöne an der liberalen Marktwirtschaft ist, dass sich jeder auf eine der beiden Seiten schlagen kann ... und danach einfach nur noch hoffen und beten muss.
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Freitag, Mai 08, 2009
Kauft Apple wirklich Twitter? Ein möglicher Grund
Kollege Burgdorfer in einem kürzlich erschienen Artikel:
It just occurred to me, that there is actually a perfect reason for Apple to buy Twitter. In fact, it could turn Twitter into a massive money making machinery.
Quelle: The Perfect Reason why Apple should buy Twitter
Kurz zusammengefasst hat Apple gemäss Burgi einen Masterplan: Twitter soll das SMS-System ersetzen. Ich finde das eine bescheuerte Idee, und zwar aus folgenden Gründen:
I don't think so:
- 25 Million Twitter users compared to 4 billion mobile handsets being manufactured in 2010 (estd.)
- Twitter is proprietary bullshit (from a technical point of view), SMS is standardized. SMS is used by billions out there and I don't see how you wanna convert billions of accustomed SMS users to become Twitter fans over night.
- Usual people don't get the concept of Twitter. Do you really want your sensitive love letter sms to end up on Twitter.com? Twitter is 1:n, while SMS stays 1:1 (of course you can send private messages through Twitter, but its the default setting that matters: Twitter = public, SMS = private)
- Twitter is discrete - if you miss a message from someone, it doesn't really matter ... but what about the SMS from your girlfriend telling she'll be 10 minutes late for your date? You don't wanna get this info by Twitter, do you?
- You need a permanent internet connection to receive Twits. SMS you get on every GSM network, even if it is dead slow (much less overhead than HTTP).
Always remember that Apple is following the KISS approach. Why a) put in a middleman (Twitter) and b) why replace a common standard? I hope they don't buy Twitter, but if they do, please Apple, don't pay a too high price for it. It's just a hype, after all!
Mittwoch, Mai 06, 2009
Alles wieder gut an den Aktienmärkten! Kauft!
People who had no idea there was anything wrong with the world financial system two years ago, now say the problem has been fixed. Who fixed it? The people who had no idea what was wrong with it, of course.
Quelle: China Makes Recession Recovery
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Dienstag, Mai 05, 2009
Der kurze Wahn vom Aktienglück
"Everyone ought to be rich!" hiess es schon in den 1920ern, als die grossen Finanzhäuser und Trusts dem kleinen Mann Aktien andrehten. Es brauchte nach der Grossen Depression einige Generationen, bis sich wieder eine Menge Dumme fanden, die ihr kleines Vermögen bereitwillig in Aktien investierten:
The proletariat began buying stocks in the '80s. The 'shareholder nation' was a dream of Maggie Thatcher and Ronald Reagan: Everyman a Capitalist.
Quelle: The New Capitalists Were Not Real Capitalists
Eine sehr gute Abhandlung über die Prämissen der letzten 30 Jahre, die Bill Bonner da präsentiert. Ganz treffend ist auch folgende Passage:
A real capitalist is eager to cut his labor costs. If hourly wages rose too high...he'd want to move to a lower-cost production center. And if the managers asked for too much - he'd fire them and get new ones.
But neither the working stiffs nor the suits shared the owners' interest in cutting labor costs and preparing for the future.
Nun sind wir also wieder einmal an einem Scheideweg. Wie 1930 glauben einige, dass nun bereits das Schlimmste überstanden ist und beginnen wieder damit, Aktien zuzukaufen. Mal schauen, ob nach 2009 ein weiteres 1932 folgt. Die Bärenrally hält jedenfalls ihren Knüppel bereit.
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Montag, Mai 04, 2009
Missmanagement, wohin das Auge reicht
here are the same economists who mismanaged the economy, offering advice to governments who mismanaged their regulatory roles, about how to keep mismanaged companies alive, so that bondholders who mismanaged their investments might not go broke.
Quelle: The Greatness of a Depression is Commensurate to the Government's Efforts to Prevent It
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Sonntag, Mai 03, 2009
Direktzahlungen der USA an Israel
Das Land scheint ja massiv von Subventionen aus Übersee angewiesen zu sein - schon blöd, wenn man den Gegnern Israels (den Arabern) dank dem stetig steigenden Bedarf nach Erdöl ebenfalls Unsummen in den Arsch schiebt:
Die Organisation engagiert sich nach eigenen Angaben jährlich für 100 Gesetzesvorhaben und konnte bisher Militär- und Finanzhilfen für Israel in Höhe von mindestens 110 Milliarden Dollar sowie zahlreiche Sanktionen der USA gegen Iran, Syrien und die palästinensische Hamas durchsetzen.
Quelle: Amerikas mächtigste Lobby lahmt (International, NZZ Online)
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Donnerstag, April 30, 2009
Führungscockpit für Gemeinden
«In den Exekutiven kleiner und mittlerer Gemeinden wird vieles aus dem hohlen Bauch entschieden», sagt Christoph Miesch vom kantonalen Amt für Gemeinden und Raumordnung.
Da hat er leider nicht so unrecht ...
«Dabei werden in einer Datenbank Informationen aus verschiedenen Quellen gesammelt und auf einer Website präsentiert»
Quelle: Computer- statt Politprogramm - News Region: Bern & Region - bernerzeitung.ch
... doch ob wir hier wirklich das Ei des Kolumbus gegen solche Entscheide gefunden haben? Erinnert mich stark an den Portal-Hype, der im Internet vor einigen Jahren für Furore gesorgt. Jedes Unternehmen investierte in ein Portal und ch.ch wurde auf ebendiesem Rohrkrepierer-Konzept aus dem Boden gestampft. Heute spricht niemand mehr von Portalen, weil sich die hochfliegenden Erwartungen nicht erfüllt haben.
Wenn dieses Cockpit dann doch eher nur ein Wiki sein soll - nun gut, damit könnte ich leben. Dann sollte man es aber auch als solches verkaufen. Auf alle Fälle sollten sich Kommunalpolitiker nicht zu sehr auf dieses Werkzeug freuen: Sollte es wirklich funktionieren, werden sie nämlich arbeitslos. Die Gemeinderäte werden durch eine Computersoftware ersetzt, die anhand von mathematischen Formeln über die Geschicke der Gemeinde entscheidet. Wollen wir Sesselkleber es wirklich so weit kommen lassen?
An der Suisse Public (9. - 12. Juni 2009) wird das Produkt einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt. Gerne lasse ich mich - trotz meiner hier geäusserten Skepsis - von der Nützlichkeit des Produktes überzeugen.
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Donnerstag, April 30, 2009
Unnütze Konjunkturforschung
Diese Kollegen wollen davon ablenken, dass sie auch nichts Genaues wissen und im Prinzip Kaffeesatzleserei betreiben.
Quelle: Konjunkturprognosen: "Im Prinzip Kaffeesatzleserei" - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
Sage ich doch schon lange: Mit Konjunkturprognosen ist es wie momentan mit der Schweinegrippe: Presse, Radio und TV plappern hysterisch nach, was irgendwer irgendwo sagt. Falls sich zwei Wochen überhaupt noch jemand an die angeblich bombensicheren Aussagen erinnert, mussten diese bereits längst korrigiert werden.
Aus meiner Sicht kann man Konjunkturforschungsstellen in die Wüste schicken, ohne irgendwelches "Wissen" einzubüssen - weil es eben ungesichertes Pseudowissen ist.
Labels: Wirtschaft, Wissenschaft
Dienstag, April 21, 2009
US-Banken faktisch insolvent
Von den 19 grössten Banken sollen 16 insolvent sein.
Manche mögen rufen: "Was, so viele?!" - ich wundere mich hingegen, dass es nicht eigentlich alle sind ... Sollte sich dieses Gerücht nur annähernd bewahrheiten, hat nicht etwa Osama und seine Muslim-Brüder die USA an den Rand der Vernichtung gebracht, sondern die Elite des Landes selbst. Klassisch.
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Montag, April 13, 2009
Kriegt es Japan dieses Mal auf die Reihe?
Japan says it's going to announce another $100 billion stimulus program this week. That should do the trick. After 17 years of bailouts and stimulus programs, the Japanese should be getting good at them. But it's a little like a guy who's getting good at suicide - if he's so good at it, you'd think he'd be dead by now.
Quelle: Jim Cramer Says The Depression is Over
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Montag, April 13, 2009
Bald ist die Wirtschaft wieder kerngesund!
"NOT!", wie es Borat sagen würde:
it begs the question: recovery to what? To Wall Street booking stupendous profits by laundering "risk" out of bad loans with new issues of tranche-o-matic securitized paper? This I doubt, since there isn't a pension fund left from San Jose to Bratislava that would touch this stuff with a stick, even if it could be turned out in collector's editions of boxed sets.
Quelle: Clusterfuck Nation by Jim Kunstler : The Coming Siege of Austerity
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Samstag, April 11, 2009
Definiere Ramen profitable
The term ramen profitable was coined by Paul Graham, a Silicon Valley start-up investor, essayist and muse to LILO entrepreneurs. It means that your start-up is self-sustaining and can eke out enough profit to keep you alive on instant noodles while your business gains traction.
Quelle: Get Rich Slow
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Mittwoch, April 08, 2009
Wie den Amis das duale Bildungssystem erklärt wird
In Germany, workers in a number of industries still study as apprentices for three-and-a-half years, during which time they work three days a week and earn a modest salary, and then go to school the other two days.
[...] The roots lie deep in German culture, experts say. "It has to do with the German lifestyle and career patterns," suggests Terwiesch. "In the U.S., it's all about change. People change jobs all the time: They do a startup, it doesn't work, they do another start up, or they go work for a company. They're constantly moving. Germany, on the other hand, is a society that favors stability."
Quelle: Innovation Thrives Among German Firms, Though Hurdles Persist - Knowledge@Wharton
Manchmal vergisst man als Schweizer leicht, dass nur sehr wenige (deutschsprachige) Länder ein duales Bildungssystem kennen. Laut Genosse Strahm einer der Trümpfe, wieso unser Land (immer noch) so reich ist ...
Ob das hier aber auch wirklich stimmt, wage ich zu bezweifeln:
Even at the very top of the company, he says, domain experts are still likely to be in charge. "You could take any board member from BMW and they could, by hand, take a car apart and put it together again," he says.
Sind doch alles BWL-Fachidioten, die lieber zehn MBAs machen als einmal einen Schraubenschlüssel in die Hände zu nehmen ...
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Samstag, April 04, 2009
Medizin reguliert, Finanzsystem dereguliert
Im Gesundheitswesen hat sich der Laisser-faire-Vordenker aber niemals durchsetzen können. Ärzte-Zulassungen sind überall auf der Welt streng reguliert, und kein Politiker würde diese Vorgabe antasten. Zu den Mysterien des Marktfundamentalismus gehört nicht zuletzt, dass er auch von seinen glühenden Verfechtern in der Praxis immer nur halbseitig angewendet wird. Warum haben wir das Weltfinanzsystem dereguliert und existenziell bedrohliche Systemrisiken in Kauf genommen, während es uns andererseits absurd erschiene, auch nur einen Schnupfen kurieren zu lassen von jemandem, der nicht streng überwachte Auflagen erfüllt?
Quelle: DANIEL BINSWANGER: FRIEDMANS FEHLER
Ja, wieso eigentlich?
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Freitag, April 03, 2009
Von Starken und Schwachen
Ein Bankenanalyst zur "grauen" Liste:
«Recht des Stärkeren setzt sich immer mehr durch»
Quelle: «Recht des Stärkeren setzt sich immer mehr durch» (Nachrichten, NZZ Online)
Ich kann mich nicht erinnern, wann sich in der Menschheitsgeschichte jemals der Schwächere durchgesetzt hat ... abgesehen davon waren die Banker doch bisher immer auf der Seite der "Stärkeren", nicht?
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Freitag, April 03, 2009
Was die G20er mit Antikapitalisten gemein haben
These dumbbells are just as confused and hopeless as the G20 big shots they are trying to impress. Both believe the world would be a better place - if people would just listen to them!
Quelle: Economy Not As Bad As Expected
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Freitag, April 03, 2009
Alle Macht den Designern!
After its package redesign, sales of the Tropicana Pure Premium line plummeted 20% between Jan. 1 and Feb. 22, costing the brand tens of millions of dollars.
Quelle: Tropicana Line's Sales Plunge 20% Post-Rebranding - Advertising Age - News
Ursache: Der übermenschliche Designer wollte für einmal etwas ganz Neues erfinden und hat die früher gut sichtbare Orange von der Verpackung gekillt.
Nun, immerhin hat sich Peter Arnell in den Lehrbüchern als Beispiel verewigt, wie man es garantiert nicht machen sollte.
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Donnerstag, April 02, 2009
Das verfassungsmässige Recht auf Auto
But why shouldn't the feds be in the car business? It's right there in the U.S. Constitution, isn't it? The "Car Clause," as Byron King calls it: every American will have the "right to life, liberty and a four- door sedan." Heck, it's in the preamble too: "When in the course of human events, it becomes necessary to take over the automobile industry..."
Quelle: Cars Could be Designed by Congress
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Sonntag, März 29, 2009
Sozialhilfebezüger: Irgendwie nur noch Peanuts ...
Spätestens mit so laschen Urteilen gegen Sozialbetrüger, die garantiert auch noch schwarz nebenbei gearbeitet haben (wer Gartenarbeiten bei sich zu Hause macht, macht sie auch bei 'Freunden') und sich so neben den 800'000 ertrogenen Franken noch einige hunderttausend 'erarbeitet' haben dürften, fördert man Schwarzarbeit noch.
Quelle: Wie sich IV-Betrug lohnt | Snoop InfoSystems
Seit die Ospels & Co. die UBS an die Wand gefahren haben und mit 6'000'000'000 Schweizer Franken aus dem Schlamassel gerettet werden mussten, sind durch Sozialhilfebetrug ergatterte 800'000 Schweizer Franken irgendwie nur noch Peanuts. Mir erscheint es mittlerweile fast lächerlich, mit Sozialdetektiven Jagd auf Personen zu machen, die pro Monat einige hundert, vielleicht auch Tausend Franken unberechtigterweise beziehen. Je mehr Geld so in der Sozialhilfekasse bleibt, desto höher werden die Begehrlichkeiten der Politiker, damit eine Bankenrettung zu finanzieren ...
Notabene: Es wurde noch kein einziger Banklümmel zu Rechenschaft gezogen, weil er Volksvermögen vernichtet hat. Anscheinend ist es bedeutend schwieriger, Leuten Milliardenbetrug nachzuweisen als Millionenbetrug ... Verkehrte Welt! Vor kurzem habe ich treffenderweise gelesen, dass man MIGROS-Kassiers feuert, weil sie ein paar Fränkli aus der Kasse klauen. Den Bankmanager muss man aus vertraglichen Verpflichtungen sogar noch Bonis nachzahlen, damit man sie los wird.
Nachtrag: Na, wer sagt's denn?
Für ihn ist klar, dass dies gut investiertes Geld ist. Denn würden die Renten, welche nun nicht bezahlt werden müssen, bis ins AHV-Alter hochgerechnet, spare die die Invalidenversicherung (IV) über vier Millionen Franken.
Quelle: IV-Detektive lohnen sich
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Freitag, März 27, 2009
Das 8 Prozent-Rendite-Märchen
If you had stocks in 2000 and held them until now...guess how much you would have lost? 60% - in real terms.
If you went all the way back to 1966...how much would have made if you held stocks all the time until today? Zero!
Quelle: No One Knows How the European Central Government Functions
Soviel zu diesen Geschwafel von "langfristigem" Anlagehorizont ... langfristig my ass!
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Mittwoch, März 25, 2009
Geld verdienen ist wieder en vogue
Second, the massive misallocation of capital in society has also been revealed. Out goes financial engineering, in comes making money the old-fashioned way – earning it.
Quelle: Downsizing America
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Dienstag, März 24, 2009
AIG verliert Geld in der Höhe von Lybiens BSP
In the final three months of last year, the company lost more than $27 million every hour. That's $465,000 a minute, a yearly income for a median American household every six seconds, roughly $7,750 a second. And all this happened at the end of eight straight years that America devoted to frantically chasing the shadow of a terrorist threat to no avail, eight years spent stopping every citizen at every airport to search every purse, bag, crotch and briefcase for juice boxes and explosive tubes of toothpaste. Yet in the end, our government had no mechanism for searching the balance sheets of companies that held life-or-death power over our society and was unable to spot holes in the national economy the size of Libya (whose entire GDP last year was smaller than AIG's 2008 losses).
[...] we still think this is some kind of unfortunate accident, not something that was created by the group of psychopaths on Wall Street whom we allowed to gang-rape the American Dream.
Quelle: The Big Takeover : Rolling Stone
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Dienstag, März 24, 2009
Wenn die Finanz-Feuerwehr Brände legt
Stattdessen sind überall die Akteure am Werk, die die Krise verursacht haben. Das kann nicht gut gehen - denn keiner im Bankenbereich redet bislang über die Fehler. Stattdessen sind alle dabei, die Situation schön zu reden.
[...] Die kritischen Finanzprodukte sind von Wissenschaftlern, von Nobelpreisträgern mitentwickelt worden. Doch genau diese Leute tun jetzt so, als hätten sie die Folgen nicht vorausgesehen. Das glaube ich denen nicht, so ahnungslos waren die nicht. Die haben sich benommen wie im Casino.
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Dienstag, März 24, 2009
Die Post misst anscheinend nicht mit gleichen Ellen
Die nächste Verschlechterung für den Privatkunden steht für den 1. April an. Ab diesem Datum kann ein Privatkunde ein Couvert, das zwischen zwei und fünf Zentimeter dick ist, nicht mehr als Brief verschicken. Eine solche Sendung gilt für den Privatkunden künftig als Paket – das Porto kostet vier Franken mehr. Für Geschäftskunden dagegen gilt diese Neuerung nicht: Der Brief bleibt für sie weiterhin ein Brief und wird nicht plötzlich zum Paket.
Das wiederum kann ich jetzt wirklich nicht verstehen ... Entweder gilt es für alle oder gar nicht!
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Dienstag, März 24, 2009
Ewiggestrige gegen Verschlankung der Post
Und von den noch bestehenden 240 Kästen wird neuerdings die Hälfte ausschliesslich am Vormittag geleert. Im Klartext: A-Post, die nach zehn Uhr morgens in einem Berner Wohnquartier eingeworfen wird, erreicht den Adressaten erst am übernächsten Tag.
Herr Furrer, aufwachen! Wir leben mittlerweile im 21. Jahrhundert - es gibt das Telefon, der Fax, SMS und ... E-Mail! Ich kann mich wirklich nicht erinnern, wann in den letzten Jahren eine Briefsendung derart wichtig war, dass sie am nächsten Tag beim Empfänger sein musste (und ich dafür dann trotzdem nicht um 7 Uhr aufstehen wollte). Aber wahrscheinlich gehöre ich zu einer kleinen Minderheit der Postkunden ...
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Montag, März 23, 2009
Gehört mindestens ein Konkurs zum Lebenslauf?
I’ve never understood Silicon Valley’s obsession with failure. Many investors and entrepreneurs out there believe that you should fail a few times before you succeed. That the people worth funding are the people who’ve failed a few times. I’ve heard from a few VC who won’t fund an entrepreneur until they’ve failed at least once. I don’t get that.
[...] Failure is part of the path to success? This industry’s obsession with failure has got to stop. I don’t know when it became cool or useful, but the industry has been steeping in it for so long that it’s become normal to assume failure comes before success.
Quelle: Failure is overrated, a redux - (37signals)
Gute Argumentation gegen das hierzulande oft den USA angedichtete Credo "Nur wer einmal Konkurs gemacht hat wird ein richtiger Unternehmer" ...
Labels: Arbeitsleben, Wirtschaft
Montag, März 23, 2009
Für unsere Jeans bezahlen andere mit dem Leben
Deutlich erkennt man in dem Film, wie die Jeans in kammerähnlichen Hohlräumen in der Wand ausgelegt werden. In gleichmäßigen Bewegungen bestrahlen die jungen Männer die Hosen mit einem Hochdruckgerät. Solange, bis der blaue Jeans-Stoff heller wird und der gewünschte Vintage-Look entsteht. Dabei tragen sie weder ein Atemschutzgerät noch einen Sicherheitsanzug. Einige haben den Oberkörper frei. Der jüngste Arbeiter in dem Film ist 13. "Wenn du nicht aufpasst und du atmest das Zeug direkt ein, bist du tot", sagt Abdulhalim.
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Sonntag, März 22, 2009
Wie Unternehmen weiter als an den Tellerrand denken
If you had simply "listened" to Blockbuster's customers you'd think the best way to compete with them would be to have cheaper late fees or a bigger selection in your store. Netflix actually went a step further and understood the underlying customer problems (e.g. even going to a video store is a hassle which is why you end up with late fees in the first place) and created a product that was truly disruptive.
Labels: Unternehmen, Wirtschaft
Sonntag, März 22, 2009
Britisches Bonus-Baby über Konsumgüter und Schweizer
Es gibt diesen berühmten, etwas rüden Spruch: If it fucks, flies oder [sic] float - rent it! Mit andern Worten: Kauf nie ein Flugzeug oder ein Schiff, und heirate nie eine Frau. [...]
Ich spreche hier nur von den Schweizer Investoren in Zürich. Einige dieser Leute strahlten keinerlei "joie de vivre" aus. Es war, als ob sie tot wären. [...] die Investoren in Zürich liessen sich nicht davon beeinflussen, wenn man sie in ein Strip-Lokal einlud, sie kamen auch nicht auf einen Drink mit. Ich weiss nicht, was diese Leute auf dem Sterbebett denken. Es schien mir, als ob sie ausschliesslich für ihren Job leben und überhaupt nicht merken, wie kurz das Leben ist. [...] [sie] liessen sich nicht durch Drogfen oder Striptease beeinflussen. In dieser Hinsicht waren sie professioneller und seriöser als andere Leute.
[...] Ich bekam den Eindruck, dass die grossen Schweizer Banken extrem ineffizient sind. Riesige Institutionen. In einer Bank musste ich vier verschiedenen Leuten das Gleiche erzählen.
Quelle: SonntagsZeitung, 22. März 2009, Sonntagsgespräch mit Geraint Anderson: "Es war nicht nur Gier, was war auch Skrupellosigkeit und Bösartigkeit" S. 23ff.
Labels: Banken, Boni, Finanzkrise, Schweiz, Wirtschaft
Sonntag, März 22, 2009
Washington Mutual höischt use
Die kollabierte US-Privatkundenbank Washington Mutual verklagt die staatliche Einlagensicherung FDIC. Sie fordert von ihr mehr als 13 Milliarden Dollar. Der Vorwurf: Die Aufsicht habe die Banksparte der einst größten Sparkasse in den USA zu einem Dumpingpreis verkauft.
Quelle: Washington Mutual: Die 13-Milliarden-Dollar-Klage - manager-magazin.de
Das hat man davon: Geld eingeschossen erhalten und dann noch motzen! Das nächste Mal lässt man solche Banken lieber bankrott gehen. Der Markt wird das Institut dann schon fachgerecht sezieren und sich die Filetstücke schnappen ...
Labels: Banken, Finanzkrise, Wirtschaft
Samstag, März 21, 2009
Käufer für Finanz-Ramsch gesucht
if we get investors to understand that toxic waste is really, truly worth much more than anyone is willing to pay for it, all our problems will be solved.
[...] financial operations with very little capital but lots of government-guaranteed liabilities.
Quelle: Despair over financial policy - Paul Krugman Blog - NYTimes.com
In der Schweiz wurde von der UBS ein so dämlicher Investor längst gefunden: Die Nationalbank!
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Samstag, März 21, 2009
Jagd auf die unfähigen Bonus-Babies
Für Samstag organisiert die Connecticut Working Families Party eine Bustour zu den Häusern von AIG-Managern, mit einem Zwischenhalt beim Konzernsitz in Wilton. [...] «Wir möchten den Leuten, die um ihre Jobs kämpfen und jeden Dollar umdrehen, Gelegenheit geben zu sehen, welchen Lebensstil Milliarden von Dollar in Credit Default Swaps ermöglichen.»
Quelle: AIG-Manager stellen Wachen vor ihre Villen - News Wirtschaft: Unternehmen - tagesanzeiger.ch
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Mittwoch, März 18, 2009
Die USA wissen offensichtlich, wie man die Rezession bekämpft
Die amerikanische Notenbank, die Federal Reserve, pumpt weitere 1150 Milliarden Dollar in die krisengeschüttelte Wirtschaft, um noch im laufenden Jahr aus der Rezession zu kommen.
Quelle: US-Notenbank: Noch eine runde Billion - News Wirtschaft: Konjunktur - tagesanzeiger.ch
Wäre das nicht genial, könnte man Rezessionen mit simplen Injektionen an Liquidität abwenden? Und natürlich verschwindet das überzählige Geld genau dann wieder aus dem Markt, wenn die Wirtschaft von Rezession auf Hochkonjunktur schaltet. Für wie blöd halten die mich eigentlich?
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Mittwoch, März 18, 2009
Island, Irland ... und bald die Schweiz?
What's the difference between Iceland and Ireland?
One letter and six months
Quelle: The Outrage Over AIG and Their Bailout Money
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Samstag, März 14, 2009
Mein Senf zum Bankgeheimnis
Beginnen wir mit Renés samstäglichen Erguss zum Thema:
Unsere Gegner auf dem internationalen Finanzmarkt haben jetzt Blut gerochen und werden Forderung nach Forderung stellen, bis auch die Schweiz 'freiwillig' sämtliche Finanzdaten von EU- und anderweitigen Bürgern an ihre Finanzämter übermittelt, zwecks Finanzierung von überbordenden Staatsausgaben und 'Konjunkturpaketen', und um für ihren Bankenplatz mehr Marktanteile zu sichern, und wenn's hochkommt, 'dürfen' wir der EU bald auch ganz 'freiwillig' direkt Geld spenden, im Kampf gegen 'Armut' usw, oder so wie die USA es von Deutschland verlangen, weitere Konjunkturprogramme finanzieren.
Quelle: BOHICA | Snoop InfoSystems
Als Linker ist meine Meinung klar (ja, diesbezüglich bin ich ein wahrhafter Linker): Das Bankgeheimnis (von einigen Klugscheissern immer noch schonfärberisch Bankkundengeheimnis genannt) nützte nur reichen Ausländern etwas, die ihr Vermögen vor den Augen allzu seriös arbeitenden Steuerämtern verstecken wollten. Deshalb schmerzt es mich überhaupt nicht, wenn dieser Steuerflucht nun (anscheinend!) ein Riegel geschoben wird. Ob begüterte Amis, Deutsche und Franzose nun wirklich massenhaft ihre Gelder aus der Schweiz abziehen, wird sich weisen.
Schwerer wiegt, dass Schweizer Banken damit auch Kundengelder verloren gehen. Doch als Linker ist man eben gerade kein Verfechter der rücksichtslosen Profitmaximierung. Unsere Banken sind das Risiko eingegangen, solche Gelder zu beheimaten - und grosses Risiko bezahlt man halt manchmal mit einem Totalverlust. Jeder von uns hat indirekt durch die Machenschaften der Grossbanken profitiert. Nun sollten wir auch bereit sein, die Konsequenzen zu tragen.
Nebenbei: Dass bei einem Schwund der Vermögen wohl auch Arbeitsplätze vernichtet werden, ist ein notwendiges Übel. Die fähigen, bis anhin gut bezahlten Bänkeler sollten aber kaum Schwierigkeiten haben, in anderen Betrieben einen neuen ansprechenden Arbeitsplatz zu finden.
Wo ich aber all den Kritikern aus dem rechten und ultrarechten Lager Recht geben muss: Der Bundesrat, allen voran die Herren Merz und Roth, sind beim ersten, kleinen Windstoss geknickt. In einer solchen Situation ist ein solches Verhalten einfach nicht tolerabel - hier hätte ich von gutbezahlten Führungspersönlichkeiten erwartet, dass sie sich die Hände wenigstens etwas schmutzig machen würden und in harten Verhandlungen das Maximum herausholen. Gerne hätten die Herren mir so beweisen dürfen, wie aussichtslos die Lage tatsächlich ist. Die Kollateralschäden an der Realwirtschaft (die Leute, die im Gegensatz zu den Bänkelern noch tatsächlich etwas Greifbares produzieren) hätte ich persönlich gern in Kauf genommen. Einerseits als Beweis, dass die USA, die EU und die OECD ihre (angeblich hinter den Kulissen geäusserten) Drohungen wahr gemächt hätten, andererseits, weil man so mit grosser Wonne wieder einmal so richtig auf die kriminellen Helfershelfer bei der UBS und Crédit Suisse hätte einschlagen können. Denn eines ist klar: Dem Bankgeheimnis würde man in den kommenden Jahren viel weniger nachtrauern, wenn die ganze Exportwirtschaft empfindlich getroffen worden wäre.
So wie die Chose nun aber gelaufen ist, bedeutet dies für viele Kreise ein fruchtbarer Grund, um nette, kleine "Dolchstosslegenden" spriessen zu lassen. Das Bankgeheimins - im Felde ungeschlagen, aber von schwachen, defätistischen Zivilisten an der Heimatfront ans Messer geliefert.
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Donnerstag, März 12, 2009
Setzt Madoff ans Steuer
We have previous suggested that Madoff be tapped for Secretary of the Treasury. The United States is running the biggest Ponzi scheme of all time, paying off old loans by taking out new ones. Why not let a real pro run the program?
And surely some under-secretary post could be found for Armstrong. In the news over the weekend came word that Geithner was working 'night and day'...and alone. He is supposed to have a full complement of hacks and functionaries to help him; but they haven't been appointed or approved yet. So Geithner sits at his desk and talks to himself. What a pity! Destroying a major economy is not a job for a single man. Even Alan Greenspan had a crew of apparatchiks to help.
Quelle: Dow Shows Signs of Life
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Mittwoch, März 11, 2009
Die falschen Unternehmen werden rausgeboxt
Which brings me to the vital part of the economy I mentioned before. It is the economic engine room of any economy that these stimulus measures are harming. Namely enterprising small businesses.
When government says it is stepping in to save the economy, what they really mean is they are stepping in to prop up big businesses. Because it is those companies that will make it to the TV news and the newspapers if/when people start losing their jobs.
The economy needs to contract. In this way, the small and nimble enterprises that survive can take advantage of a depressed economy. Companies that are young or don't even exist yet can pick up the pieces and bring innovation and real growth to the economy.
Quelle: The Economy Needs REAL Growth
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Mittwoch, März 11, 2009
Weltfinanz überbrückt sich selbst
the world's lenders are eager to make loans to the world's biggest debtor; they don't trust anyone else. The world's biggest debtor, meanwhile, lends to the people private lenders don't trust - the borrowers who can't pay the money back.
Quelle: Substantial Doubt
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Mittwoch, Februar 25, 2009
Obamas gigantische Ramschhypothek
For one thing, the stimulus package, so-called, looks more and more like national sub-prime mortgage itself,
Quelle: Clusterfuck Nation by Jim Kunstler : The Abyss Stares Back
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Mittwoch, Februar 25, 2009
Der tiefste Einbruch seit ... (bitte einfüllen)
Practically every day we get a new report stating this or that economic reading increased or declined by some insignificant amount. Then the total change from the past recession or last year is calculated and a “worst since” (i.e. - worst since 1997, the Great Depression, Carter Administration, etc.) headline is created.
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Sonntag, Februar 22, 2009
Zu spät
Indeed, there's increasing evidence that most of the real "crash" has already happened, and what we are seeing now is the expanding wave as it makes it's way through the economy.
Quelle: Bailouts, Burnouts and Non-Linear Innovation - O'Reilly Broadcast
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Freitag, Februar 20, 2009
Endziel: Permanente Depression?
And the poor Japanese have been waiting 19 years to get to the beginning of the end of their restructuring crisis. They probably would have gotten to it years ago, were it not for the diligent efforts of Japanese politicians. Instead of letting the banks fail, they bailed them out and propped them up. Result: an on-again, off-again depression that has lasted longer than most marriages.
Quelle: The United States: The Largest Ponzi Scheme in the World
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Freitag, Februar 20, 2009
Der Fluch von Suburbia
It was determined a half century ago that home ownership was a good thing. Since then, the government has bent the rules in favor of the homeowner - with artificially low mortgage rates...and substantial tax benefits. As an unforeseen consequence, the feds helped create the biggest mortgage-backed credit bubble in history. Not only that, they changed to geography of America - with vast suburbs stretching out in all directions, rather than cheaper and more efficient tightly packed apartment buildings.
Quelle: The United States: The Largest Ponzi Scheme in the World
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Donnerstag, Februar 19, 2009
Der Mann mit dem Durchblick
From what we can tell, Nakagawa is the only G7 finance minister who should stay on the job. The rest of them clearly don't know what's going on. Otherwise, they'd be drunk too.
Quelle: Obama's Bailout: Too Little, Too Late?
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Donnerstag, Februar 19, 2009
Wer reserviert denn noch per Telefon?
Die massiv erhöhten Reservationsgebühren der Kinobetreiberin Kitag sind für die Geschäftsleiterin des Konsumentenschutzes ein Fall für den Preisüberwacher.
Quelle: Kinogebühren: Konsumentenschutz kritisiert Kitag - News Zürich: Kanton - tagesanzeiger.ch
Wer seine Sitzplätze im Kino auch 2009 noch per Telefon reserviert, hat nichts anderers verdient, als kräftig zur Kasse gebeten zu werden.
Ich kann mich jedenfalls nicht erinnern, wann ich das letzte Mal per Telefon eine Reservierung getätigt habe - es muss ungefähr so 1998 gewesen sein. Meine Billets ordere ich mittlerweile per Internet, bezahle sie mit Kreditkarte und drucke sie dann auf meinem Drucker aus. Einfacher geht es ja wohl kaum!
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Donnerstag, Januar 29, 2009
Skandal: Auch unsere Polizei auf Fahnenjagd!
Der chinesische Premierminister Wen Jiabao soll sich auch in Davos keinesfalls an Tibet erinnern müssen: Die Kantonspolizei Graubünden hat in einem Geschäft für Geschenke an der Promenade eine tibetische Flagge beschlagnahmt.
Quelle: Polizei entfernt Tibet-Flagge aus Davoser Geschäft (Schweiz, NZZ Online)
Da arbeiten überall dieselben Tölpel, die bei der Schulung über Menschen- und Freiheitsrechte offensichtlich geschwänzt haben.
Es gibt bei weitem gröbere Probleme in unserem Land, die unsere Polizei lösen muss - und nur die Polizei lösen darf! Aber äbe: Lieber wehrlose Fahnen jagen als sich in Lebensgefahr begeben und wahre Kriminelle stellen.
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Dienstag, Januar 20, 2009
Muss London jetzt alle drei Monate Geld nachschieben?
The Government's bail-out of the banks in October with £37 billion of taxpayers' money was supposed to have "saved the world", according to the PM, but now it is clear that it has not even saved the banks. Our money kept the show on the road for only three months.
Quelle: Gordon Brown brings Britain to the edge of bankruptcy - Telegraph
In Vereinigten Königreich ist mit Premierminister Gordon Brown immerhin diejenige Person am Ruder, die in den 10 Jahren vor Stellenantritt das Finanzministerium unter sich hatte - und am ganzen Schlammassel dementsprechend mitgearbeitet hat (Stichwort "cheap money").
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Montag, Januar 19, 2009
England giesst Öl ins Feuer
Hätten die Kunden, also Firmen und Verbraucher, keine Schwierigkeiten, ihre Kredite zu bedienen, dann hätten die Banken nämlich auch keine Sorgen wegen ihrer Bilanzen.
Es ist verständlich, dass die Politiker es nicht wahrhaben oder zumindest nicht eingestehen wollen, dass ihr Wahlvolk pleite ist. [...]
Quelle: FTD.de - Das Kapital: Auf dem falschen Dampfer - Marktberichte Aktien
Langsam frage ich mich, ob es die Briten noch vor den Amis erwischt ... Dann doch lieber das Ferienhäusle in Kalifornien oder Miami als im nebligen London.
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Montag, Januar 19, 2009
Mit Steuergeschenken aus der Krise?
[...] Bundesrat Merz präsent im Monatsrhythmus neue Steuersenkungspakete, von denen in erster Linie die hohen Einkommen profitieren werden. [...] Der Konjunktur werden diese Steuergeschenke für hohe Einkommen nichts bringen. Ein grosser Teil dieser Steuergeschenke wird gespart und im Ausland angelegt, ein Teil wird für Importprodukte ausgegeben, so dass unter dem Strich kaum Nachfrage im Inland geschaffen wird.
Quelle: SGB JAHRESPRESSEKONFERENZ VOM 5.1.2009
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Mittwoch, Januar 14, 2009
Auch 1929 war das Scheitern unmöglich
Als Prüfungslektüre habe ich gerade Galbraiths The Great Crash abgeschlossen und befasse mich nun mit meinen Notizen. Unter anderem lese ich aber auch Rezensionen aus den 1950ern durch.
Folgende Textstelle einer Rezension ist mir ins Auge gestochen - es ist schon fast unheimlich, wie der Crash von 1929 Dinge hervor brachte, mit denen wir uns in der derzeit herrschenden Finanzkrise erneut herumschlagen müssen:
Optimism of the "Coolidge prosperity," faith in the omnipotence of bullish financial prophets and the belief that everyone could get rich combined to drive the market ever upward. As long as the market rose, the supply of buyers buying for an increase kept pace. In a sense, this is to say that the market went up because it went up! In retrospect there seems to have been little else to support belief in the ability of the market perpetually to generate riches.
Quelle: The Journal of Finance, Vol. 11, No. 1 (Mar., 1956), pp. 100-101
In einer anderen Rezension lesen wir:
Then, as in the twenties, the mere suggestion that stock prices might be going up too fast was treated as nonsense, or perhaps something even worse, both by the speculators themselves and by those leaders of business and government who confuse the prosperity of stockmarket speculators with the prosperity of the whole economy.
Quelle: The American Economic Review, Vol. 45, No. 4 (Sep., 1955), pp. 687-688
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Dienstag, Januar 13, 2009
UBS: Ein Schritt vor ...
... zwei zurück:
Ein Banker der UBS-Filiale in Grenchen soll Gelder in Millionenhöhe veruntreut haben.
Quelle: Betrugsverdacht – UBS-Mitarbeiter in Haft - News Wirtschaft: Unternehmen - bernerzeitung.ch
In anderen Nachrichten: Die Aktie fällt wieder mal auf 15 Franken. Immer noch fehlen 5 Stutz (in Richtung Schwerkraft), bis es das Spaghetti-Essen bei Benkö gibt.
Unter uns: In der Sommersonne 2009 machen Spaghetata sowieso deutlich mehr Spass ... Wer bringt eigentlich den Chianti?
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Mittwoch, Januar 07, 2009
Apple handelt antizyklisch
It’s also easy to upgrade your iTunes library to iTunes Plus. You don’t have to buy the song or album again. Just pay the 30¢ per song upgrade price.
Quelle: Apple - iTunes - What's New - Download DRM-free music
In den USA herrscht die grösste Wirtschaftskrise seit Jahrzehnten - und jetzt verlangt Apple von den Konsum-Lemmingen drüben über dem grossen Teich tatsächlich, auch noch die Musiksammlung "upzugraden"? Gute Idee, im iTunes Music Store bezahlt man am besten mit einer der fünf überzogenen Kreditkarten.
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Sonntag, Januar 04, 2009
Freude trotz Rezession
Nette Kolumne, die den Jahresanfang, die Rezession und wohl auch die kommende Depression etwas leichter machen soll:
Wir meinen das Branchendomino. Erst erwischte es Banken, dann Autobauer, Zulieferer, Chemie, Spediteure, Reeder. Es ist wie im Lied von den zehn kleinen Negerlein. Und die große Frage bei der täglichen Zeitungslektüre lautet: Wann ist die Branche dran, in der wir selbst arbeiten? Das ist ein echter Thrill.
Quelle: FTD.de - Kolumne: Andreas Theyssen: Rezession ist schön - Kolumnen
Und den hier hat sich die Financial Times extra für Kollege Burgi aufgehoben:
Krisengewinn. Kennen Sie London? Ist eine tolle Stadt. Bislang hatte sie nur einen Haken. Sie war dermaßen teuer, dass für deutsche Normalverdiener die Hotelzimmer für einen Wochenendtrip kaum erschwinglich waren. Diese Zeiten sind vorbei! Das britische Pfund ist dank der Wirtschaftskrise so tief eingebrochen, dass es heute 1:1 zum Euro steht. Da kann man sich auch als Euro-Päer glatt ein schaumfreies, schlecht temperiertes Ale in einem Pub in der Londoner City leisten. Also, nichts wie hin!
Eines ist klar: London wird noch vor Sommer 2009 bereist. Dann wird es endlich möglich sein, am Morgen nach dem Pub-Besuch trotz vollem Portemonnaie mit einem fürchterlichen Kater aufzuwachen ...
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Sonntag, Januar 04, 2009
2009: Mega-Krise in der Online-Werbung?
We've had a few hundred years to learn to monetize print, over 75 years to monetize TV, and, most importantly, millennia to build business models based on scarcity. In contrast, our collective effort to monetize post-scarcity digital media have only just begun.
Quelle: Contemplating the Consumerist sale and the adpocalypse
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Montag, Dezember 29, 2008
Die zukünftigen sieben Staaten von Nordamerika
Mr. Panarin posits, in brief, that mass immigration, economic decline, and moral degradation will trigger a civil war next fall and the collapse of the dollar. Around the end of June 2010, or early July, he says, the U.S. will break into six pieces -- with Alaska reverting to Russian control.
Quelle: As if Things Weren't Bad Enough, Russian Professor Predicts End of U.S. - WSJ.com
Wirklich nur ein Hirngespinst eines Russen, der sein Heimatland wieder als Grossmacht auf dem Parkett der Weltgeschchte sähe? Finde nur ich, dass die Wirtschaftskrise die USA stärker bedroht als Al-Qaida und Terroristen es je geschafft hätten?
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Sonntag, Dezember 21, 2008
Die USA in der Liquiditätsfalle
Die überraschend starke Zinssenkung in den USA wirkt mit Blick auf die Liquiditätsfalle deshalb eher wie eine Verzweiflungstat. Die Fed hat ihr letztes Pulver verschossen - aber es ist fraglich, ob sie damit dem Kampf gegen die Rezession eine entscheidende Wende gegeben hat. Denn das Problem der US-Wirtschaft ist nicht die mangelnde Liquidität. Das Gegenteil ist der Fall: Die heutigen Probleme der US-Wirtschaft sind die Folge einer überreichlichen Liquidität und eines mangelnden Vertrauens in die Kreditwürdigkeit und die Zukunftsfähigkeit.
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Samstag, Dezember 20, 2008
Jurist oder Betriebswirtschafter - aber garantiert kein Ingenieur
Individually, everyone needs to be compensated. But collectively, this directs the resources of the country. It distorts the talents of the country. The best and brightest minds go to lawyering, go to M.B.A.s. And that affects our country, too! Many of the brightest youngsters come to me and say, “Okay, I want to go to the U.S. and get into business school, or law school.” I say, “Why? Why not science and engineering?” They say, “Look at some of my primary-school classmates. Their IQ is half of mine, but they’re in finance and now they’re making all this money.” So you have all these clever people going into financial engineering, where they come up with all these complicated products to sell to people.
Quelle: “Be Nice to the Countries That Lend You Money”
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Donnerstag, Dezember 18, 2008
Pleite-Geeks in den USA
I could either sign on as a Microsoft employee or quit and go GitHub full time. At 29 years old, I was the oldest of the three GitHubbers, and had accumulated a proportionally larger amount of debt and monthly expenditure.
Quelle: How I Turned Down $300,000 from Microsoft to go Full-Time on GitHub
29-jährig und verschuldet- trotz 100%-Job in der IT-Branche? Das schafft man nur in Amerika ...
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Dienstag, Dezember 16, 2008
Die Finanzkrise bringt nach und nach den ganzen Schlamassel an den Tag
Das Vertrauen in unsere Bänkelere wird über Jahre erschüttert sein. Madoff war der letzte Nagel im Sarg der "Finanzprofis":
Ponzi took money from ordinary investors, widows and orphans. But Madoff went for bigger game - hedge funds, banks, and professionals. Today's news tells us that the world's largest bank - HSBC - was a victim. Banks in Geneva said they were out $4 billion. The Fairfield Greenwich Group said it had invested $7.5 billion with Madoff.
Of course, we don't like to see widows and orphans lose get scammed. But hedge funds? Banks? Who can honestly say that they don't enjoy seeing these mighty moneymen tripping over their own greedy delusions?
Quelle: Gold Coins for $870-$890 An Ounce
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Dienstag, Dezember 16, 2008
Ökonomen "verwirren" - und haben keinen blassen Schimmer
Angesichts der immer schlechter werdenden Vorhersagen für die Wirtschaftsentwicklung in Deutschland hat Klaus Zimmermann, Chef des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), beim Krisengipfel im Kanzleramt für einen vorübergehenden Prognose-Stopp plädiert. "Wir haben im Kanzleramt darüber gesprochen, dass Ökonomen alle verwirren, wenn sie ständig neue Zahlen in die Welt setzen", sagte Zimmermann der "Financial Times Deutschland". "Ich habe gesagt, man könnte sich vorstellen, eine Zeit lang keine Prognosen vorzulegen. Das ist eine Frage der intellektuellen Redlichkeit. In den meisten Modellen, die wir für unsere Vorhersagen nutzen, kommen keine Finanzkrisen vor. Und wenn sie vorkommen, dann ist diese Krise so spezifisch, dass wir sie nicht erfassen können. Wir können sagen, da passiert was Schlimmes, aber wie schlimm es wird, können wir nicht sagen."
Quelle: Krisenticker: Prognose-Stopp gefordert - manager-magazin.de
Schön. Wunderbar. Die studierten Jungs machen als Prognosen auf Basis vereinfachter Modelle, die bei der kleinsten Anomalie nur noch Müll produzieren. Angesichts solcher Aussagen frage ich mich, wieso denn die "Schönwetter"-Prognosen unserer "Konjunkturforscher" nur einen deut zuverlässiger sein sollten ...
Die Top 3-Berufe im Jahr 2008: Banker, Marketing-Fuzzi und Konjunkturforscher. Alle Eltern sollten ihre Sprösslinge dazu drängen, einen der drei so vielversprechenden Berufe zu erlernen. Ohne diese drei Gattungen steht unsere Wirtschaft still!
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Samstag, Dezember 13, 2008
Die Rezession ist endlich da!
Heute Abend um 18:38 Uhr die erste Bestätigung eines Bekannten: Ein Arbeitskollege von ihm wurde entlassen. Die beiden arbeiten bei einem Industrie-KMU mit weniger als einem Dutzend Beschäftigten.
Seit Wochen Frage ich mich, wo die von den Medien vermeintlich aufgebauschte Rezession stecken geblieben ist - nun erreichen die ersten Ausläufer meinen Bekanntenkreis.
Schade, dass uns die Schockwelle noch vor Weihnachten erreicht. Was man dagegen tun kann? Nichts. Was Sicherheit bringt: Ein Job bei einer Gemeinde, dem Kanton oder beim Bund.
Labels: Arbeitsleben, Finanzkrise, Wirtschaft
Mittwoch, Dezember 10, 2008
Die wirkliche Innovationskraft ist uns abhanden gekommen
Significantly, the demise of the investment banks and the demise of the automobile industry both come about due to the same factor - rather than concentrating on their core business (the safekeeping of money and the production of competitive vehicles respectively) these two industries had (like the insurance and real-estate industries) become far more focused on making money by moving money around.
It is easy (and definitely appropriate) to point at many CEOs with their outsized incomes that were paid far in excess to their actual contribution, but its worth understanding that this had become so attractive because innovation ... actual invention ... is hard. It's difficult and risky and usually costly, it requires the type of mindset that has become increasingly rare not just in the US but globally. It's usually safer just to take your paycheck and pocket the stock options, because you're sending your kids to college and you need to save for your retirement because that's the way that things are done.
Quelle: Bailouts, Burnouts and Non-Linear Innovation - O'Reilly Broadcast
Labels: Finanzkrise, Gesellschaft, Wirtschaft
Mittwoch, Dezember 10, 2008
1929: Doch nicht vergleichbar?
Nassim Taleb und Benoit Mandelbrots Theorien warnen davor, die heutige Krise mit den Mittel zu lösen, die die Krise von 1929ff. gerettet hätten:
Of course, its worth noting that eighty years ago, should something like this have happened, the system itself was simple enough that the car would have been fairly simple to fix ... painful at the time, of course, but doable. Now, we're reaching a point where you cannot solve what amounts to a fractal catastrophe with linear solutions.
Quelle: Bailouts, Burnouts and Non-Linear Innovation - O'Reilly Broadcast
Labels: Finanzkrise, Geschichte, Wirtschaft
Mittwoch, Dezember 10, 2008
Wo bleibt die Wissenschaft in Wirtschaftswissenschaften?
Kürzlich sprach ich mit einem Professor, der seine Auffassung von den Ereignissen der Finanzkrise bestätigt sah: In den letzten Jahren und Jahrzehnten seien derart viele Lehrstühle für Wirtschaftsgeschichte gestrichen worden, dass sich die Wiederholung der schlimmsten Fehler vergangener Krisen mangels Warner nur so aufdrängten.
Ein anderer Kommentator schlägt in dieselbe Kerbe:
Und wahrscheinlich erzwingt auch der dramatisch schnelle Niedergang in der Realwirtschaft, dass die Staaten als Nachfrager der letzten Instanz auftreten; dass sie Konsumenten und Produzenten mit Ankurbelungsprogrammen aus ihrer Schockstarre befreien. Eine andere Lösung, um dieses Megadesaster zu überwinden, haben wir derzeit nicht. Was, nebenbei, viel über den Forschungsfortschritt in der Wirtschaftswissenschaft während der vergangenen Jahrzehnte aussagt.
Quelle: Kommentar: Marktwirtschaft = Schuldenwirtschaft? - manager-magazin.de
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Mittwoch, Dezember 10, 2008
Wir graben uns immer tiefel in den Finanzschlammassel
Auch wenn die Börsen zu neuen Höhenflügen ansetzen - ich sehe überhaupt keinen Grund zur Beruhigung:
Die Marktwirtschaft wird derzeit endgültig zur Schuldenwirtschaft deformiert. Nach der privaten Schuldenorgie nun die staatliche. Das soll das Rezept sein, mit dem wir aus dem Crash einigermaßen heil rauskommen und in eine bessere, eine halbwegs sichere Zukunft marschieren. Man muss nicht unbedingt Wirtschaftswissenschaften studiert haben, um von Zweifeln an der Sinnhaftigkeit dieser Form des Wirtschaftens heimgesucht zu werden.
Quelle: Kommentar: Marktwirtschaft = Schuldenwirtschaft? - manager-magazin.de
[...] wenn wir aktuell eine systemische Krise erleben, um einen derzeit gern verwendeten Begriff zu strapazieren, dann nicht nur eine der Geldbranche. Sondern auch eine Krise der Gesellschaft: einer Gesellschaft, die blind dem Wachstumsglauben, dem Beschleunigungs- und Machbarkeitswahn verfallen ist.
Labels: Finanzkrise, Wirtschaft
Donnerstag, Dezember 04, 2008
Wie die Finanzkrise Pensionskassen trifft
Vorbildlich, wie die Bernische Pensionskasse informiert, und dies so, dass es hoffentlich die Mehrheit der Leser auch versteht:
Bis Ende September sanken die Aktienwerte in der Schweiz um rund 20 Prozent, jene im Ausland um rund 25 Prozent. Die Vermögenswerte der BPK verloren in dieser Zeit 7,2 Prozent. Dadurch reduzierte sich der Deckungsgrad auf 94,1 Prozent.
Im Oktober erfolgten weltweit weitere Kursverluste mit entsprechenden Auswirkungen auf den Deckungsgrad.
Weil jedoch die jährlichen Einnahmen aus den Arbeitnehmer- und Arbeitgeberbeiträgen höher sind als die laufenden Ausgaben für die Rentenleistungen, kann die BPK ihren Verpflichtungen nachkommen, ohne auf das Vermögen zurückgreifen zu müssen. Anders gesagt: Die BPK ist nicht gezwungen, Teile ihres Vermögens kurzfristig zu tiefen Werten zu verkaufen und damit tatsächlich Verluste zu realisieren. Die Verwaltungskommission wird deshalb an der aktuellen Anlagestrategie festhalten und damit die Chance wahren, von einer langfristig zu erwartenden Erholung der Börsen und von steigenden Vermögen zu profitieren.
Quelle: Brief der BPK vom November 2008
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Mittwoch, Dezember 03, 2008
Bailouts einfach erklärt
The U.S. government borrows money from taxpayers...gives it to Wall Street so they can lend it back to the taxpayers at a profit. Wall Street borrows 'our money' from the Fed at, say, 1%...then they lend it back to us at, say, 6% or 7%. That way, Wall Street makes money and we can still borrow what we need.
Nice system huh?
Quelle: Shopping: The Patriotic Duty of Every American
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Montag, Dezember 01, 2008
In 30 Stunden zum Neuwagen
In 1995, a GM car took 46 hours to make, Chrysler 43 and Toyota 29.4. By 2006, according to Harbour Consulting, GM had moved it to 32.4 hours per vehicle and Chrysler 32.9. Toyota stayed at 29.9.
Quelle: America's Other Auto Industry - WSJ.com
Labels: Auto, USA, Verkehr, Wirtschaft
Montag, Dezember 01, 2008
Ausländische Automarken: Made in the USA
These are the 12 "foreign," or so-called transplant, producers making cars across America's South and Midwest. Toyota, BMW, Kia and others now make 54% of the cars Americans buy. The internationals also employ some 113,000 Americans, compared with 239,000 at U.S.-owned carmakers, and several times that number indirectly.
Quelle: America's Other Auto Industry - WSJ.com
Das Wallstreet Journal greift auf, was ich bereits letzten Donnerstag hier unter Beschränktheit der US-Amerikaner verlautet habe: Neben den "Big [Ultra-Fat] Three" gibt es verdammt nochmal Autohersteller, die die Krise zwar auch spüren, aber keinen Penny vom Staat verlangen.
Käme der Bailout von Ford, Chrysler und General Motors, würde die freie Marktwirtschaft mit Stahlkappen getreten: Die ausländischen Konkurrenten stehen bereit, die Marktanteile der drei Grossen zu übernehmen. Bush (oder Obama?) werden sich wohl aber eine Wettbewerbsverzerrung sondergleichen erlauben. Belohne die unfähigen Unternehmen, lasse die Fähigen dafür bezahlen ...
To put it concisely, the transplants operate under conditions imposed by the free market. Detroit lives on Fantasy Island.
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Montag, Dezember 01, 2008
Vorboten der (realen) Krise
"Wir mussten bislang 8000 unserer Wagen abstellen, das sind ca. acht Prozent unserer Kapazität, und dafür rund 170 Kilometer Gleise anmieten", heißt es in dem Schreiben von Bahn- Logistik-Vorstand Norbert Bensel und Railion-Vorstandschef Klaus Kremper vom vergangenen Freitag.
Quelle: Krise im Güterverkehr: Bahn legt 8000 Waggons still - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
Zusammen mit dem stark eingebrochenen Baltic Dry Index sind das zwei Indikatoren, die ein nahendes wirtschaftliches Unwetter ankünden (wie immer merke ich privat wie auch im Arbeitsalltag aber immer noch nichts von dieser verfluchten Krise - seit September steigen jedenfalls die Firmenkonkurse):
Der Baltic Dry Index (BDI) setzt dabei die Maßstäbe. Dieser Index ist in den zurückliegenden fünf Monaten in der Spitze von rund 11.700 Punkten auf etwa 850 Punkte eingebrochen. Das bedeutet, dass auch der Seetransport von Weizen in dieser Zeit drastisch billiger geworden ist.
Quelle: Niedrigere Transportkosten halten Weizenpreis unten
Labels: Finanzkrise, Transport, Wirtschaft
Donnerstag, November 27, 2008
Beschränktheit der US-Amerikaner
Any bailout has its downsides. But if America loses its auto industry, it will lose the suppliers as well and will cease to have a manufacturing sector.
Quelle: Recession Has Only Begun
Wieso zum Teufel soll Amerika seine "auto industry" verlieren, wenn GM, Chrysler und Ford untergehen sollten? Es gibt ja immer noch unzählige andere Autohersteller wie beispielsweise BMW oder Toyota. Viele Joe Sixpacks und Rednecks haben anscheinend noch nicht begriffen, dass auch ausländische Automarken Fahrzeuge innerhalb der USA produzieren ...
Trotz dem Bankrott der Swissair und dem Verkauf der Swiss an die Lufthansa fliegen weiterhin Flugzeuge unser Land an ...
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Mittwoch, November 26, 2008
Definiere Comeback Kids
Grossbritannien steht vor grossen wirtschaftlichen Problemen - ein Gradmesser dafür sind die Comeback Kids:
Diese jungen Leute aber haben sich jetzt, in den jüngsten Monaten, bereits Übernamen wie «Boomerang Generation» und «Comeback Kids» angehängt. Was bedeutet: Sie, die vielleicht vor vier, fünf oder auch mehr Jahren aus dem Elternhaus ausgezogen sind, kehren wieder dorthin zurück – oft mit Freund oder Freundin, ja Ehepartnern und gar Kindern.
Quelle: Am Ende des Booms steht die «Boomerang Generation» (Kultur, Aktuell, NZZ Online)
Dann bin ich wohl ein Never been away-Kid ...
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Dienstag, November 25, 2008
In Los Angeles gibt es auch Startups?
Los Angles founders are hustlers and deal makers. They are more focused on the bottom line and care more about their P&L than their products, which tend to be messy.
Folks in Los Angeles are shrewder business people, have better interpersonal skills, but are more full of shit and two faced, [...]
Quelle: Jason Nazar’s Blog » Blog Archive » A Tale of Two Tech Cities – Silicon Valley vs. Los Angeles
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Donnerstag, November 20, 2008
Orange sucks!
Der Mobilfunkanbieter Orange hat am 1. November ein neues Abrechnungssystem eingeführt. Mobilfunk-Gespräche werden neu nicht mehr sekundenweise, sondern in Intervallen von 10-Sekunden abgerechnet. Laut dem Internet-Vergleichsdienst Comparis generiert Orange damit Mehreinnahmen von 15 bis 30 Millionen Schweizer Franken pro Jahr, zulasten seiner rund 1 Million Privatkunden.
Quelle: ICT News - Comparis: Orange mit unfairer Preispolitik
Scheiss-Bude! Und ich bin auch noch Kunde von denen ... Ein Wechsel zum Monopolisten? Vom Regen in die Traufe.
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Donnerstag, November 20, 2008
Schweizer Bünzlis erobern Hollywood
... dabei ist doch gerade Kollege Dickreuter von den exakten, risikoscheuen Bünzlis nach Venice CA geflohen ...
Es gibt Regisseure, die jene Magie nur aus dem reinen Chaos erschaffen können. Ich hingegen bin hier eher schweizerisch: Bei mir ist alles geplant, bis ins Detail. Jeder weiss schon im Voraus, was ich will. Ich schaue sehr aufs Budget, und ich bin sehr pünktlich. «Quantum» ist der allererste Bond-Film in der Geschichte, der am geplanten Drehtag fertig geworden ist. Wir hatten 103 Tage Zeit, und am 103. war der Film abgedreht.
Quelle: Das Magazin » «Ich will sein Geheimnis»
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Dienstag, November 18, 2008
Brotlose Historiker? Das war gestern!
"It would probably have to be the consulting and advising work I have done for investment banks and hedge funds," came the reply. "In the glory days of 2006, demand for a historical financial perspective was very high and there was a point when it was not impossible for me to get $100,000 for a one-hour speech at some extravagant hedge-fund manager conference in an exotic location."
Sagt niemand anderes als Pop-Historiker Niall Ferguson, der im zitierten Artikel arg auseinandergenommen wird (auch an einem Seminar hier in Bern wurde an seinem Bestseller Pity of War kein gutes Haar gelassen). Ich reihe mich deshalb - wider besseren Wissens - in die Riege der Ferguson-Kritiker ein und schliesse mit den Zitaten meines Vorredners:
Niall Ferguson, Harvard egghead and knit-browed global media star,
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Montag, November 17, 2008
Wollen Arbeiter das wirklich?
Nachtrag: Der Artikel stammt aus dem Jahr 2005. Wie viele Arbeiter wohl heute Däumchen drehen? Und ob diese "Beschäftigungsprogramme" von 2005 etwas zur miserablen Ertragslage von GM & Co. beigetragen haben?
"We just go in and play crossword puzzles, watch videos that someone brings in or read the newspaper," he says. "Otherwise, I've just sat."
Pool is one of more than 12,000 American autoworkers who, instead of installing windshields or bending sheet metal, spend their days counting the hours in a jobs bank set up by Detroit automakers and Delphi Corp. as part of an extraordinary job security agreement with the United Auto Workers union.
Quelle: Jobs bank programs -- 12,000 paid not to work - 10/17/05
Auch wenn ich als Sozialdemokrat durchaus Affinitäten zu Gewerkschaften habe - aus meiner Sicht ist es fragwürdig, Jobs auf Biegen und Brechen am Leben zu erhalten, für welche es offensichtlich keine Zukunft mehr gibt. Erfüllt es einen Arbeiter, den ganzen Tag lang rumzusitzen, die Zeitung zu lesen und Kreuzworträtsel auszufüllen?
Die "Big Three" der US-Autoindustrie muss man dem freien Markt überlassen. Sollten GM, Ford und Chrysler vor die Hunde gehen, gibt es auf der restlichen Welt durchaus noch innovative Autobuden, die Fahrzeuge produzieren, die dann auch irgend jemand auf dem US-Automarkt kaufen will.
Ich bin davon überzeugt, dass die alternativen Anbieter das Vakuum rasch füllen würden. Aus meiner Sicht muss man nicht Angst haben, dass auch noch die letzten Jobs in der US-Autoindustrie flöten gehen - vor Ort zu produzieren wird auch in Zukunft noch bestand haben. Vielleicht nicht mit verhältnismässig hohen Löhnen und Sozialleistungen - doch so lange es den Arbeitern auch mit den neuen, tieferen Löhnen möglich ist, ihre Familien anständig zu ernähren und ein würdiges Leben zu führen, habe ich kein Problem damit.
Nachtrag
Toyota entlässt aus Prinzip keine Mitarbeiter, wenn die Förderbänder still stehen. Denn:
“At the end of all this, our hope is that we’ll end up with a more skilled North American workforce.” It means that while these employees were not manufacturing automobiles, they were in training. They were doing safety drills, participating in productivity improvement exercises, attending presentations on material handling and workplace hazards, taking diversity and ethics classes, attending maintenance education and taking a stream of online tests to measure and record their skill improvements. Toyota is shifted the Texas and Indiana workers temporarily to Toyota plants whose assembly lines were moving at full speed, such as the Camry assembly plant in Georgetown, Ky. In addition to all of this, the workers also spent some time painting the plants and even helped build Habitat for Humanity homes. And they were getting paid.
Quelle: What Toyota knows that GM doesn't
Bei dieser Firma befürworte ich dieses Vorgehen - nicht etwa wegen meiner grossen Sympathien für japanische Unternehmen, sondern weil die Bude bewiesen hat, innovativ zu sein und Qualitäts-Fahrzeuge auf den Markt zu werfen. Wenn die Rezession durch ist, wird Toyota wieder Tausende von Fahrzeugen verkaufen. Bei GM bin ich mir da nicht so sicher ...
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Sonntag, November 16, 2008
Kein US-Unternehmen darf mehr kaputt gehen!
Neben Lehman Brothers und ein paar kleineren Bänklis scheint kein Unternehmen in den USA zu existieren, das seinen Untergang selbst verschuldet hat:>
If the government wants to spend $25 billion to protect auto workers, it would do better to transfer the money to them directly (perhaps by cutting each worker a check for $10,000) rather than by keeping their unproductive employer in business.
Quelle: Just Say No to Detroit - WSJ.com
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Samstag, November 15, 2008
Die besten Autobauer der Welt
Der stellvertretende CDU-Vorsitzende und NRW-Ministerpräsident, Jürgen Rüttgers, stellt den deutschen Herstellern über den Fall Opel hinaus Hilfen in Aussicht. "Wir müssen der deutschen Autoindustrie helfen. Sie baut die besten Autos der Welt",
Mögen die Deutschen die "besten" Autos bauen (meine Meinung aus Sicht eines neutralen Beobachters: Toyota), doch anscheinend ging bei all den Lobgesängen und Schulterklopfen unter, dass man vielleicht auch darauf achten sollte, dass mit dem "besten Autos" dann auch Gewinne erzielt werden (wäre das nicht eine logische Konsequenz, wenn man das "beste" Auto auf dem Markt besitzt? Irgendwie gelten in Rüsselsheim wohl andere Marktkräfte ...)
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Donnerstag, November 13, 2008
R.I.P Planet Finance
the emergence of an abstract, even absurd world—call it Planet Finance—where mathematical models ignored both history and human nature, and value had no meaning.
Quelle: Wall Street Lays Another Egg: Politics & Power: vanityfair.com
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Freitag, November 07, 2008
Ein jeder ein Investment-Club-Gründer ...
Kurz vor der Weltwirtschaftskrise der 1930er:
And with investment-trust gains as easy as the credit which fed them, "there was no bank clerk, no stock exchange employee, no student of finance who did not honestly believe," Smitley goes on, "that he was capable of forming and managing an investment trust.
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Montag, November 03, 2008
Wo bleiben die Porsche-Käufer?
Die Autokonzerne haben im Oktober die Zurückhaltung der US-Verbraucher mit voller Wucht zu spüren bekommen. Porsche verkaufte 52 Prozent weniger Autos. Der Absatz der Marke Mercedes-Benz brach um 34 Prozent ein. Einen zweistelligen Absatzeinbruch verzeichneten auch Ford, GM und Toyota.
Quelle: US-Autoabsatz Oktober: Porsche und Mercedes stürzen ab - manager-magazin.de
Wird Zeit, dass gewisse Leute ihren Worten taten folgen lassen und sich endlich den 1er BMW unter den Porsches zulegen! Wenn das kein Buy-Signal ist ...
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Montag, November 03, 2008
USA: Deren Lehrgeld bezahlen wohl wir
The new pilot program, which the banks hope will become permanent, could involve as many as 50,000 people struggling with credit card debt. On an individual basis, the amount of debt to be forgiven would rise according to the severity of the borrower's financial situation, up to a maximum of 40 percent.
Zuerst haben wir den Amis den Bau ihrer Papphäuschen finanziert, jetzt bezahlen wir anscheinend auch noch deren Flatscreen-Fernseher und wohl auch bald noch die SUVs ...
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Montag, November 03, 2008
Frachter mieten war nie billiger
The daily rental rates for Capesize big ships have dropped $234,000 to $7,340 in weeks, leaving operators stuck with heavy losses on long leases. Empty ships are now crowding Singapore and other global ports.
Quelle: Investors shun Greek debt as shipping crisis deepens - Telegraph
Verdammt nochmal! Wieso spürt Otto Normalverdiener in der Schweiz überhaupt noch nichts davon?!
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Montag, November 03, 2008
Gilt Moore's Law auch für CEOs?
Was das Moore's Law für die Semikonduktor-Industrie ist, ist wohl etwas ähnliches auch für die CEOs gültig:
“I am old enough to have known both the CEO's of 20 years ago and those today. I can assure you that we CEO's of today are NOT 10 times better than those 20 years ago.” ––– William McDonough, Former New York Federal Reserve Governor.
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Montag, November 03, 2008
Rezession: V, U oder L?
Most observers have now resigned themselves to the realisation that we are most unlikely to have a “V” shaped recovery (i.e. a short, sharp recession lasting only six months or so). Many believe the extent of damage that has been inflicted on world markets ensures that we will have to endure at least a “U shaped recovery” that will not see an end to hard times for at least two years (i.e. a recovery sometime in 2010). Some arch-bears (like NYU Professor Nouriel Roubini) are warning that what may be coming our way is an “L shaped recovery” meaning we will flat-line along the bottom in a recession/depression for many years to come before we emerge out the other end.
Ich spreche mich ganz klar für L aus. Ich bin es mir leid, von "Depressionen" (wirtschaftlicher, nicht psychologischer Art) immer nur in Geschichtsbüchern zu lesen ...
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Montag, November 03, 2008
En Vogue: Realwirtschaft und echte Wertschöpfung
Roland Decorvet, Chef von Nestlé Schweiz:
Ich bin ein Teil der Realwirtschaft, die echte Wertschöpfung leistet, so wie der Bauer oder Sie als Journalist. Deshalb bin ich froh, das Geschäftlimacher im Nadelstreifenanzug als Vorbild für die Jugend und als Helden der Wirtschaft ausgedient haben.
Quelle: SonntagsZeitung, "Ich bin Teil der Wirtschaft, die echte Wertschöpfung leistet, wie der Bauer", 2. November 2008, S. 65.
Recht hat er. Als Realwirtschaftler kriegt er maximal 160'000CHF Bonus, wenn er alle seine Ziele erreicht.
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Freitag, Oktober 31, 2008
Die Schockwelle erreicht die Schweiz
Untrügliche Anzeichen, dass man sich auf einen kalten Winter gefasst machen sollte:
499 Firmkonkurse weist die Statistik auf, die monatlich von der Wirtschaftsauskunftei Creditreform herausgegeben wird. Das sind 36,3 Prozent mehr als vor einem Jahr. Auch die Privatkonkurse erreichen neue Höhen: Für 622 Privatpersonen wurde ein Konkursverfahren eröffnet, 11,5 Prozent mehr als im Vorjahr.
Quelle: Der Pleitegeier fliegt wieder (Schweiz, NZZ Online)
Wahrscheinlich bin ich mittlerweile derart weit ab vom Schiff, dass ich persönlich sonst noch nichts von der Finanzkrise zu spüren gekriegt habe ... Aber vielleicht kommt das eben alles erst noch. Geduld, Mario, Geduld ...
Labels: Schweiz, Wirtschaft
Donnerstag, Oktober 30, 2008
Einmann-Raiffeisen
"Stellen Sie sich vor, ich hätte Kundengelder aufs Spiel gesetzt, ich könnte mich im Dorf nicht mehr sehen lassen"
Mensch, so geht das doch einfach nicht! Da müssen zweistellige Profite her. Sofort. Jetzt. Koste es was es wolle! Der Kapitalismus funktioniert nur mit Gier und Konkurrenzkampf.
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Dienstag, Oktober 28, 2008
Weitere Parallelen zur Weltwirtschaftskrise ab 1929?
Es wäre jedoch falsch, anzunehmen, dass erst mit den Nationalsozialisten jene Entwicklung begonnen hätte, die schliesslich bei der Verschmelzung der wichtigsten Zweige der Grossindustrie mit dem Apparat der staatlichen Wirtschaftspolitik endete. Dieser Prozess ist vielmehr in dem grösseren Zusammenhang des Wandels vom liberalen Konkurrenzkapitalismus des 19. Jahrhunderts zu monopolisierten und kartellierten Wirtschaftssystem der Zwischenkriegsjahre zu sehen, das immer stärkere Eingriffe des Staates bedurfte, um nicht an den ihm immanenten Konjunkturkrisen zugrunde zu gehen.
Quelle: Dieter Petzina, "Autarkiepolitik im Dritten Reich. Der nationalsozialistische Vierjahresplan", Stuttgart 1968, S. 17.
Wenn ich das so lese, schwant mir Böses. Wenn sich Geschichte ähnlich wiederholt, haben wir erst nur den klitzekleinen Anfang von Staatsinterventionismus gesehen - erwartet uns die nächsten 5-10 Jahre noch viel, viel mehr in dieser Hinsicht? Und steht am Schluss vielleicht gar so ein richtig grosser, seit langem nicht mehr dagewesener Weltkrieg?
Noch können es die "Masters of the Universe", die superintelligenten Ökonomen sowie die Politiker anders richten als vor 80 Jahren ...
Eine Entwicklung lässt sich aber wohl nicht mehr stoppen:
Um so schockartiger wandten sich grosse Teile der Bevölkerung mit der Weltwirtschaftskrise vom Wirtschaftsliberalismus ab, in dem sie die Ursache der Krise erblickten.
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Dienstag, Oktober 28, 2008
Der Effekt von Leerverkäufen am lebenden Beispiel
Der Großeinkauf von VW-Aktien durch Porsche hat die Spekulanten kalt erwischt: Die Hedgefonds, die auf fallende Kurse gesetzt hatten, verloren an einem Tag bis zu 15 Milliarden Euro, berichtet die "Financial Times". Erstmals kosteten die Titel jetzt mehr als 1000 Euro.
Hedge-Funds "wetteten" auf sinkende Aktienpreise der Firma VW (fast wie im Casino beim Roulette, aber natürlich viel wissenschaftlicher). Leider stieg der Kurs aber, weil Porsche den Laden aufkaufen will. Da die "Finanzgenies" die Wetten mit sog. Leerverkäufen durchführten (man besitzt die Aktien noch gar nicht, weil man diese erst kaufen will, wenn die Preise stark gefallen sind), mussten sie in einer Feuerwehrübung die auf dem Markt noch verfügbaren Aktien nachkaufen, um den Schaden zu minimieren.
Doch nun setzte umgehend die geniale Marktwirtschaft ein: Wenn das Angebot klein, die Nachfrage aber gross ist, steigen die Preise des nachgefragten Produktes ... Arme Hedge-Funds. Sind deren Manager bald ein Fall für die Sozialhilfe? Vielleicht finden sie ja als Croupier einen Job.
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Montag, Oktober 27, 2008
Was die Amis schon alles verbockt haben
[...] the government doesn't create anything; it just redistributes. Whenever the government bails someone out of trouble, they always put someone into trouble, plus of course a toll for the troll. Every $100 billion in bailout requires at least $130 billion in taxes, where the $30 billion extra is the cost of getting government involved.
[...] If you thought they did a bad job running the post office, Amtrak, Fannie Mae, Freddie Mac and the military, just wait till you see what they'll do with Wall Street.
Quelle: The Age of Prosperity Is Over - WSJ.com
In der Tat - wenn es auf diesem Planeten ein Staat gibt, dem man jeglichen Eingriff in die Wirtschaft verbieten sollte, dann den USA. Die Frage bleibt aber unbeantwortet, wieso ausgerechnet dieses Land derart Mühe mit der effizienten Führung von Staatsbetrieben hat ...
Labels: Staat, USA, Wirtschaft
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