Sonntag, August 17, 2008
Seit wann gibt es das schweizerische Postleitzahlensystem?
Die Postleitzahlen wurden gesamtschweizerisch am 1. Oktober 1964 eingeführt. Die Einführung dieses Numerierungssystems führte zu einer starken Vereinfachung der Handsortierung. Bislang waren nämlich vertiefte geographische Kenntnisse bei der Sortierung der Postsendungen unerlässlich.
Quelle: Gang dur Alt-Züri: Begriffserklärungen - Postleitzahl
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Montag, August 04, 2008
Wann muss ich die SBB Tageskarte Gemeinde spätestens reservieren?
In Googlescher Manier habe ich auf Datensets einer von mir betreuten Gemeinde-Web-Site zurückgegriffen und damit klassisches Data Mining betrieben.
Die oben stehende Frage kann deshalb wissenschaftlich äusserst korrekt folgendermassen beantwortet werden (Datengrundlage: 4. August 2008):
| Wochentag | Tage im voraus |
| Saturday | 30.7174 |
| Sunday | 25.0183 |
| Monday | 23.6516 |
| Friday | 20.9937 |
| Thursday | 17.9290 |
| Wednesday | 16.6571 |
| Tuesday | 16.2095 |
Wie nicht anders zu erwarten war, sind die beiden Wochenend-Tage am gefragtesten; sprich sie werden am frühesten reserviert/sind am raschesten ausgebucht. Wer hingegen unter der Woche verreisen will (ausgenommen Feiertage), kann auch noch 15 Tage vor dem Reisetermin eine solche Tageskarte ergattern.
Bezugsstellen von SBB Tageskarten Gemeinde
- Flexicard.ch (eine von mir lancierte Datenbank)
- Tageskarte Gemeinde (Anbieter einer Reservationssoftware für Gemeinden, der auch gleich eine Liste aller betreuten Bezugsstellen auflistet)
SQL-Query
Welch prächtiges Query es doch ist, die diese Zahlen generiert:
SELECT COUNT(*) AS num_recs, AVG(TO_DAYS(datum_reservation) - TO_DAYS(datum_eintrag)) AS value, DATE_FORMAT(datum_reservation,'%W') AS descr
FROM ga_reservationen
GROUP BY DATE_FORMAT(datum_reservation,'%W')
ORDER BY value DESC
Zuerst werden die Datensätze nach dem Wochentag des Benutzungstages gruppiert, anschliessend die Differenz zwischen Reservationsdatum und Benutzungstag kalkuliert und daraus schliesslich das arithmetische Mittel über die ganze Gruppe berechnet.
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Samstag, Juli 05, 2008
Guerilla-Kriege
Fact number one about guerrilla wars: They're not over until the guerrillas win. Mao set out the guerrilla's viewpoint 80 years ago: "The enemy wants to fight a short war, but we simply will not let him." The longer the guerrillas stay in the game, the sicker the occupying army gets. Sooner or later, they'll go home -- because they can. It's that simple, and it works.
Montag, Juni 30, 2008
Was meinen die Amis mit Cul-de-sac?
Da ich die meisten Bücher nur noch in ihrer Originalsprache lese und diese Sprache in den meisten Fällen (us-amerikanisches) Englisch ist, fällt einem mit der Zeit der inflationäre Gebrauch des Wortes cul-de-sac auf.
Bisher konnte ich mir keinen Reim darauf machen, was das Wort eigentlich bedeutet. Endlich habe ich mich nun aber zusammengerafft und den Begriff auf Wikipedia (wo denn sonst?) nachgeschlagen:
A cul-de-sac or close is a dead-end street with only one inlet/outlet.
Quelle: Cul-de-sac
Oder: Sackgasse, wie man im deutschsprachigen Raum sagt. Wieder etwas gelernt.
Samstag, April 12, 2008
Verstreute Genies
Ein gedankenverlorener Professor zerstreut seinen Blick [...] nicht über das ganze Spektrum, sondern konzentriert sich voll auf seine Arbeit. Nicht zerstreut ist er, sondern fokussiert.
Darum empfindet der angefressene Wissenschaftler jede alltägliche Verrichtung als störend. Besonders das Essen gilt ihm bloss als lästige Unterbrechung der Arbeit. Albert Einstein hatte über viele Jahre Magenschmerzen, bis seine Ärzte herausfanden, dass er immer wieder zu essen vergass. [...] [Er] war berüchtigt für seine Vergesslichkeit: Er konnte sich seine Telefonnummer kaum merken und rief manchmal bei seinem Institut in Princeton an, um nach seiner eigenen Adresse zu fragen. Auch Passanten fragte er gelegentlich nach dem Nachhauseweg. Nachdem er in seiner Strasse mehrmals sein Haus nicht wiedergefunden hatte, liess man die Haustür leuchtend rot streichen.
Quelle: BESSERWISSEN: ZERSTREUTHEIT
Hmmm, es gibt tatsächlich Tage, da stehe ich im Keller unseres Hauses und habe vergessen, was ich eigentlich holen wollte ... Ob ich deswegen womöglich ein Genie bin, bezweifle ich aber.
Mit etwas Abstand erkennt man in diesen Anekdoten übrigens IT-Arbeiter wieder - Geeks in der Vorstufe zum Autismus. Wahrscheinlich verläuft die Grenze fliessend.
Labels: Psychologie, Wissen
Freitag, April 11, 2008
Alles Gold der Welt passt in einen Kubus mit 19m Kantenlänge
Vor einer Woche, am 1. April um genau zu sein, erwähnte ich in einem Blog-Artikel das Gesamtvolumen des seit Beginn der Menschheit geförderten Goldes:
All the gold that's ever been mined in the entire world can fit into a room that's 19 meters by 19 meters
Quelle: Alles Gold der Welt
Geru sprach mich letzte Woche berechtigterweise auf diese zitierte Aussage an: Die Angabe einer Fläche liesse nun viel Interpretationsspielraum zu. Ich musste ihm selbst verständlich Recht geben - 19 x 19 Meter? Und die Höhe dieses Raums? Er könnte sich ja beispielsweise bis zum Mond hin erstrecken ...
Zugegeben, ich hatte mir beim Verfassen des Blog-Artikels dieselbe Frage gestellt, kam dann aber zum Schluss, dass der Autor der Behauptung wohl sicherlich einen Kubus von 19 Metern Kantenlänge gemeint haben musste: 19 x 19 x 19 Meter.
Doch wie liess sich diese Vermutung bestätigen? Mit dem World-Wide-Web natürlich - und der Suchmaschine Google. Nachfolgendes Beispiel könnte meiner Meinung nach übrigens durchaus als Prüfungsaufgabe für Sek-Schüler hinhalten:
Average Cumulative World Gold Production: 4.25 billion ounces
4.25 billion ounces = 120 485 473kg
A cubic meter of gold will weighs 19.3t
- 120 485t / 19.3t/m3 = 6242m3
- 3. Wurzel von 6242m3 = 18.41229487033 m
- qed.
Und jetzt zurück zum IMF, der das Tafelsilber Teile seines Goldschatzes verscherbeln muss und so den Markt mit Gold flutet - mal schauen, ob der Gold-Preis mit dieser Aktion unter Druck kommt:
Selling your capital assets to meet your living expenses seems like a bad strategy. You might as well eat your own seed corn for dinner over a fire stoked by the wood from your kitchen table. This strategy seems to suggest to us that the IMF is one of the post-World War Two institutions that may not survive the current financial shakeout (or will emerge in radically smaller form.)
Quelle: IMF Gold Up For Sale to Pay the Bills
Freitag, April 04, 2008
Und das im Land der Aufklärung ...
Handelt es sich beim Kandidaten vielleicht um einen vatikanischen Priester?
Via: Hüptme
Donnerstag, März 27, 2008
Kontaktlinsenmittel nachfüllen
Ich wusste nicht, dass diese Plastikbehälter so einfach zu öffnen sind ... Somit verfüge ich nun wieder über zwei volle Kontaktlinsenmittel-Behälter in passender Reisegrösse.
Dank: Melanie
Labels: Wissen
Montag, Januar 21, 2008
Angst regiert die Welt
Pünktlich zur Panik an den Aktienmärkten (der SMI fiel heute sagenhafte 5.26%) habe ich mir heute die letzte Episode von Adam Curtis' "The Power of Nightmares. The Rise of the Politics of Fear" angeschaut. In dieser Doku bekommt "Angst" eine grosse Rolle zugeschrieben - aber nicht an den Börsenmärkten, sondern im politischen Welttheater.
Am Ende der Episode bringt es der Direktor eines Forschungszentrum am Kings College, London auf den Punkt:
"In a society that believes in nothing, fear becomes the only agenda. Once the 20iest century was dominated between a conflict between a free market right and a socialist left. Even though both of those outlooks had their limitations and their problems, at least they believed in something. Where as what we are seeing now is a society that believes in nothing. And a society that believes in nothing is particularly frightened by people who believe in anything. And therefore we label those people as fundamentalists, or fanatics." –– Bill Durodie
Quelle: The Power of Nightmares, Episode 3, "The Shadows In The Cave", ca. bei 53min.
SVP (und Kritiker werden auch die "Öko-Fundis" dazu zählen) sind hierzulande die Parallelen zu den amerikanischen Neokonservativen, die ihre erfundenen Ängste solange wiederholen, bis sie selber daran glauben.
Mittwoch, Januar 16, 2008
VALS-Typologie
[...] This typology is divided into four major categories, with a total of nine lifestyles. These are:
- Need-Driven
- -Survivor lifestyle
- -Sustainer lifestyle
- Outer-Directed
- -Belonger lifestyle
- -Emulator lifestyle
- -Achiever lifestyle
- Inner-Directed
- -I-Am-Me lifestyle
- -Experiential lifestyle
- -Societally Conscious lifestyle
- Combined Outer- and Inner-Directed
- -Integrated lifestyle
Quelle: SRI's Values and Lifestyle Program
Erwähnt in Folge 3 (Three: There is a Policeman Inside All Our Heads: He Must Be Destroyed) der Dokumentation THE CENTURY OF THE SELF
Labels: Soziologie, Wissen, Wissenschaft
Dienstag, Januar 15, 2008
Was verdient eigentlich ein MIGROS-Verkäufer?
Gelernte Verkäuferinnen und Verkäufer erhalten aber ab dem 20. Lebensjahr bei der Migros in Zürich mindestens 4000 Franken brutto [...]
Quelle: Das sind die Löhne von Aldi Schweiz
Der Mindestlohn, der das Unternehmen auszahlt, beträgt 3300 Franken (Quelle).
Labels: Wissen
Freitag, November 30, 2007
Der Schlüssel zu einem erfolgreichen Leben?
Subsequent studies revealed that the most persistent students do not ruminate about their own failure much at all but instead think of mistakes as problems to be solved.
Several years later I developed a broader theory of what separates the two general classes of learners—helpless versus mastery-oriented. I realized that these different types of students not only explain their failures differently, but they also hold different “theories” of intelligence. The helpless ones believe that intelligence is a fixed trait: you have only a certain amount, and that’s that. [...]
The mastery-oriented children, on the other hand, think intelligence is malleable and can be developed through education and hard work. They want to learn above all else. After all, if you believe that you can expand your intellectual skills, you want to do just that. Because slipups stem from a lack of effort, not ability, they can be remedied by more effort. Challenges are energizing rather than intimidating; they offer opportunities to learn.
Quelle: The Secret to Raising Smart Kids
Montag, September 17, 2007
Jared Diamond - Collapse
Nach dem ermutigenden Kommentar zum Artikel Ueber den Zustand der Umwelt habe ich mich vor einige Wochen dazu durchgerungen, mit der Lektüre von Jared Diamonds "Collapse" zu beginnen. Wenn manchmal gar etwas langfädig und exakt, finde ich den Stoff bisher äusserst lehrreich. Nachfolgend zwei Textpassagen, die ich für bloggenswert hielt:
I have often asked myself, "What did the Easter Islander who cut down the last palm tree say while he was doing it?" Like modern loggers, did he shout "Jobs, not trees!"? Or: "Technology will solve our problems, n ever fear, we'll find a substitute for wood"? Or. "We don't have proof that there aren't palms somewhere else on Easter, we need more research, your proposed ban on logging is premature and driven by fear-mongering"?
Quelle: Jarod Diamond: "Collapse. How Societies Choose to Fail or Succeed", S. 114, unten.
Köstlich! Gerade diejenigen Personen, die ansonsten derart auf Eigenverantwortung und Individualismus setzen, möchten die Probleme von Morgen durch geballte und zentral gelenkte Technologie lösen.
Now, kids expect fast food and HBO; if their parents don't provide that, they feel deprived compared to their peers. In my day a young adult expected to be poor for the next 20 years, and only thereafter, if your were lucky, might you hopte to end up more comfortably. Now, young adults expect to be comfotable early; a kid's first questions about a job are "What are the pay, the hours, and the vacations?"
Quelle: ibd., S. 114, unten.
Sonntag, September 16, 2007
Captchas zum Wohle der Menschheit
Letzte Woche in der SonntagsZeitung:
About 60 million CAPTCHAs are solved by humans around the world every day. In each case, roughly ten seconds of human time are being spent. Individually, that's not a lot of time, but in aggregate these little puzzles consume more than 150,000 hours of work each day. What if we could make positive use of this human effort? reCAPTCHA does exactly that by channeling the effort spent solving CAPTCHAs online into "reading" books.
[...] reCAPTCHA improves the process of digitizing books by sending words that cannot be read by computers to the Web in the form of CAPTCHAs for humans to decipher. More specifically, each word that cannot be read correctly by OCR is placed on an image and used as a CAPTCHA.
Quelle: What is reCAPTCHA?
Labels: OCR, Technologie, Web, Wissen
Samstag, September 15, 2007
Pinks "Dear Mr. President" erklärt
Pinks Chart-Kracher, wenn man eine Ballade so nennen kann, enthält einige Textpassagen, die für Nicht-Amerikaner schwer verständlich sind:
How can you say
No child is left behind?
George W. Bush hat 2001 ein Gesetz verabschiedet, um die Schulbildung der amerikanischen Kinder zu verbessern. Das Gesetz ist unter dem Namen No Child Left Behind bekannt. Es gibt kritische Stimmen, die seit der Einführung des Gesetzes gar von einer Verschlechterung der Ausbildungssituation sprechen.
And what kind of father might hate his own daughter if she were gay?
Hier spielt Pink meiner Meinung nach auf die Tochter von Vizepräsident Dick Cheney an, die sich öffentlich als lesbisch geoutet hat (und mittlerweile mit ihrere Partnerin ein Kind erwartet).
You've come a long way from whiskey and cocaine.
Bevor George W. Bush seine nationale Polit-Karriere startete und seine destruktiven Kräfte auf den Nahen Osten richtete, war er drauf und dran, sich mit Alkohol (und vermutlich auch mit Kokain) selber zu zerstören.
Minimum wage with a baby on the way
Mit Minimallohn sind die sogenannten McJobs verbunden. Wer einen McJob besitzt, muss nicht zwingend bei McDonalds arbeiten - wichtig ist nur, dass der Job kaum Anforderungen an die Angestellten stellt, da diese meistens keine Schulbildung mit sich bringen. Als Beispiel sind die "Willkommens-Lächler" und Plastictüten-Packer bei Wal-Mart anzuführen.
Natürlich sind solche Anstellungen äusserst schlecht bezahlt und bieten kaum Zukunftschancen. Kein Wunder, dass die Fluktuationen sehr hoch sind. Wer einem McJob nachgeht und Schwanger wird, sollte sich auf ein Leben in Armut gefasst machen ("Working poor").
Übrigens: Es gibt auch die McMansions (verständlicher: McHouses). Diese Fertigbauhäuschen in den Vorstädten, die meist aus dünnen, schlecht isolierten Holzwänden bestehen und bei jedem Tornado in Luft aufgelöst werden (wenn sie nicht gerade bei einer Hypotheken-Krise verlassen werden müssen).
Building a bed out of a cardboard box
Als ich bei Abenddämmerung mein Auto in Venice (Los Angeles) parkierte, fielen mir unweit von meinem Parkplatz unzählige Obdachlose auf, die sich auf einer Grasfläche gemütlich gemacht hatten. Während meines Aufenthaltes sollte ich immer wieder an diesen armen Gestalten vorbeikommen. Obdachlosigkeit ist in den USA ein deutlich grösseres Problem als in der Schweiz, weil der Wohlfahrtsstaat äusserst schwach entwickelt ist. Dies mag wohl auch mit dem immer wieder propagierten Individualismus ("Nach mir die Sintflut!") und dem ausgesprochenen harten Wettbewerbsdruck unter den Individuen zusammenhängen.
Item. Auf jeden Fall bauen sich die Leute aus Karton-Schachteln ("cardboard boxes") ein Dach über dem Kopf, um darin zu nächtigen. Auch in Japan gibt es vereinzelt solche Konstruktionen.
Mittwoch, September 12, 2007
Definiere Konsum
"Der Mensch kauft Dinge, die er nicht braucht, mit Geld, das er nicht hat, um Menschen zu imponieren, die er nicht kennt."
Thema einer Veranstaltung der Arbeitsgruppe Gesundheitsförderung in Grosshöchstetten
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Sonntag, September 09, 2007
Schwarzes SVP-Schaf schafft es nach Grossbritannien
Die Zeitung The Independent on Sunday hat vor wenigen Tagen einen längeren Artikel über das wohl einzige wahrnehmbare Wahlplakat gebracht. Obwohl die Schweizerischen Medien als Reaktion darauf umgehend darauf hingewiesen haben, dass die lieben Briten doch lieber zuerst den Rassismus in ihrem eigenen Land unter Kontrolle bringen - ist es nicht spannend, einmal aus den Augen eines ausländischen Korrespondenten auf unser Land und das Wahlkampfgebahren zu schauen? Einige Ausschnitte aus dem Text von Paul Vallely:
It will be the first such law in Europe since the Nazi practice of Sippenhaft – kin liability – whereby relatives of criminals were held responsible for their crimes and punished equally.
As I made my way through the concourse, I wondered what Dr Schlüer made of this station of hyper-efficiency and cleanliness that has a smiling Somali girl selling pickled herring sandwiches, a north African man sweeping the floor, and a black nanny speaking in broken English to her young Swiss charge.
Switzerland has the toughest naturalisation rules in Europe. To apply, you must live in the country legally for at least 12 years, pay taxes, and have no criminal record.
[...] It can also ask, as one commune did of 23-year-old Fatma Karademir – who was born in Switzerland but who under Swiss law is Turkish like her parents – if she knew the words of the Swiss national anthem, if she could imagine marrying a Swiss boy and who she would support if the Swiss football team played Turkey.
[...] The big unspoken fact here [Einbürgerungsbestimmungen] is how a citizen is to be defined. "When a Swiss woman who has emigrated to Canada has a baby, that child automatically gets citizenship," Dr Schlüer says. But in what sense is a boy born in Canada, who may be brought up with an entirely different world view and set of values, more Swiss than someone like Fatma Karademir who has never lived anywhere but Switzerland?
Quelle: Switzerland: Europe's heart of darkness?
Nicht gewusst
At the end of 2006, 5,888 people were interned in Swiss prisons. 31 per cent were Swiss citizens – 69 per cent were foreigners or asylum-seekers.
Äusserst spannend - 6'000 von 7'500'000 Menschen sitzen im Knast (0.08%) ...
Zum Vergleich: In den USA sind es 2'135'901 oder 0.72% der Gesamtbevölkerung (Quelle: Americans behind bars)
Weiterführendes
Eine in der Schweiz lebende Amerikanerin zeigt auf, wie sie die Plakate erlebt:
Wenn das so weitergeht, ist unser Ruf endgültig ramponiert. Danke, SVP!
Samstag, September 08, 2007
Validität einer Untersuchung
Männer mit intensiver und länger andauernder Handy-Nutzung besitzen deutlich weniger gut bewegliche Spermien und einen tieferen Anteil an Spermien mit normaler Form. Männer, die ihr Handy nur sporadisch nutzen oder gar keines besitzen, weisen klar bessere Werte auf.
Quelle: saldo, 29. August 2007, "Unfruchtbar wegen Handy?", S. 5.
Ich bezweifle die Validität dieser Untersuchung. Wieso? Ich verorte Vielnutzer von Handies unter denjenigen Personen, die es geschäftlich einsetzen (von den armen Seelen einmal abgesehen, die privat ebenso viele Stunden wie ein Manager an der Strippe hängen). Ich denke mir, dass ein vielbeschäftigter Manager mit 70-Stunden-Woche eine Vielzahl anderer negativer Einflussfaktoren auf seine Spermien einwirken lässt: Stress, wenig Schlaf, kaum Sex, schlechte Ernährung, Drogen- und Medikamentenmissbrauch. Mit dem Handy zu telefonieren ist da nur noch ein Tropfen auf den feuerheissen Stein - oder werden Spermien seit neuestem im Mittelohr produziert?
Labels: Kunde, Medizin, Technologie, Wissen, Wissenschaft
Montag, August 27, 2007
Wieso Fotokopierer auf 71% verkleinern
If you’ve ever wondered why photocopiers offer a 71% reduction option wonder no more: 0.71 is approximately equal to (√2)/2 or √0.5. This makes it perfect for reducing an A3-layout onto an A4 sheet, or an A4 layout onto an A5 sheet or, more commonly, reducing two A4-sheets side-by-side — say in a journal — neatly and without fuss onto one A4-sheet. The equally common 141% option is, of course, perfect for enlarging from one A-series sheet up to the next (eg A4 to A3).
Quelle: A4 vs US Letter
Im Artikel geht der Schreiberling auf die Hintergründe unseres Papierformates A-irgendwas ein. Wer sich noch nicht damit befasst hat, soll sich einfach dieses Bild hier im photographischen Gedächtnis abzulegen ...

... und sich noch zu merken, dass A0 (fast) einer Fläche von 1m2 entspricht.
Freitag, August 03, 2007
Krieg und Frieden
Es war John Lewis Gaddis, der Doyen der amerikanischen Diplomatiehistoriker, der den Begriff des «langen Friedens» in den späten 80er-Jahren geprägt hatte. Tatsächlich wurde nach 1945 in Europa kein Krieg mehr geführt. In Asien und Afrika jedoch forderte der Konflikt zwischen den Supermächten in über 100 Stellvertreterkriegen Millionen von Todesopfern. Die These vom «langen Frieden» entspringe «blankem Zynismus», urteilt deshalb der deutsche Historiker Bernd Stöver.
Quelle: Warum im Kalten Krieg der Kapitalismus siegte
Der (westliche) Mensch lernt eben doch (ein wenig) aus seinen Fehlern. Irgendwann um 1945 herum haben wir nämlich eingesehen, dass es viel lukrativer und friedlicher zu und her geht, wenn wir Kriege nicht auf eigenem Boden, sondern in entfernten Ländern ausfechten. Anstelle zerbombte Städte alle paar Jahrzehnte wieder aufbauen zu müssen, konzentrierten wir uns darauf, den restlichen kriegerischen Völkern gegen viel Bares (und/oder Rohstoffen) diejenigen Waffen zu verkaufen, die sie zur gegenseitigen Vernichtung benötigten. "Ds Füfli u ds Weggli" - in der Tat!
These: Erdöl und "outgesourcter" Krieg - das sind die Pfeiler unseres heutigen Wohlstandes.
Übrigens
Einige böse Stimmen behaupten ja, dass man mit dem Kapitalismus nur etwas mehr Geduld haben müsse: Auch dessen Tage seien längst gezählt ... nur habe das noch kaum jemand bemerkt.
Labels: Geschichte, Weltgeschehen, Wissen
Dienstag, Juli 31, 2007
Das "Netter Junge"-Paradox
Zum ersten Mal übersetze ich auf meinem Blog hier einen ganzen Artikel aus dem Englischen - Leser seien vorgewarnt: Ich halte mich nicht wortgetreu ans Original
Die meisten Männer haben schon vom "Netter Junge"-Pardox gehört. Frauen und die Gesellschaft trichtern uns seit der Geburt ein, dass Frauen nette Jungs bevorzugen. Weil uns das immer und immer wieder gesagt wird, verhalten sich dementsprechend viele nach diesem Grundsatz - nur um allzuoft mit der bitteren Realität konfrontiert zu werden.
Das nervt uns Männer. Mächtig sogar. Wieso sollten Frauen vorgeben, jemanden zu suchen, der sie korrekt behandelt - um dann solche Männer bei jeder sich bietenden Gelegenheit abzuweisen und schlecht zu behandeln? Nun, ich habe die Antwort darauf - und sie ist (wie jede Binsenwahrheit) äusserst simpel:
Frauen mögen es, wenn Männer nett zu ihnen sind - aber nur, wenn diese Männer sich ihnen gegenüber auch wie Arschlöcher benehmen könnten.
Denkt mal darüber nach. Die meisten Typen, die sich korrekt verhalten, sind nichts mehr als Bettvorleger - sie verhalten sich so, weil jedes andere, unkorrekte Verhalten einem Affront gleich käme. Diesen Personen fehlt die Attraktivität, um Frauen magisch anzuziehen (mittels ihrem Körperbau, ihrer Stärke, ihrem Können, ihren Ambitionen, ihrer sexuellen Ausstrahlung, Intelligenz, ihrem Vermögen, etc.). Im Endeffekt müssen diese Leute zwingend den Bückling machen, um eine Partnerin anzuziehen, was aber sogleich ausgesprochen unattraktiv wirkt.
Einfach gesagt: Frauen begehren es, wenn mächtige Männer nett mit ihnen sind - nicht dagegen, wenn es sich um feminine Waschlappen handelt. Verhält sich ein schwacher Mann korrekt zu einer Frau, ist das ein Akt der Unterwerfung; vergleichbar mit einem Bettler, der sich vor dir verbeugt und dich "Mein Herr" nennt. Selbstverständlich behandeln dich die Bettler mit vollem Respekt, aber sie wollen schlussendlich nur dein Geld, weshalb es niemals so viel bedeutet als käme die Geste von einer gleich- oder höhergestellten Person.
Um die wahren Früchte seiner Korrektheit zu erlangen (so wie Frauen Korrektheit tatsächlich mögen), muss jemand fähig sein, Frauen anzuziehen, ohne sich nett und korrekt zu verhalten, beispielsweise rein mit der Stärke seines maskulinen Charakters. Erst wenn die Grundlage für solchen Respekt gelegt ist, kann man mit Nettigkeiten und Korrektheit punkten. Diese Erkenntnis entspricht wahrlich überhaupt nicht der eigentlichen Absicht und ist unbefriedigend - aber wir haben es hier mit Mutter Natur zu tun. Seid gewarnt! Versucht nicht, die Regeln verändern zu wollen - es käme dem Kampf gegen die Naturgesetze gleich. Niemand würde allen Ernstes die Gravität überwinden und die Trägheit der Masse übergehen wollen.
Kontroverse Diskussion
Hat der Schreiberling recht? Erzählt er vollkommenen Mumpiz? Auch die Digger sind sich nicht einig, was die Kommentare beweisen:
Digg: The Real Reason Women Don't Like "Nice" Guys
Andere "Theorien"
Freitag, Juli 27, 2007
Unsere TV-Pfahlbauer und der Hunger
Momentan bringt Schweiz Aktuell täglich die zwei Familien, die sich als Pfahlbauer versuchen. Ich schaue die Sendung zwar nicht, doch möchte kurz meinen Senf zur Ernährung der Leute geben. Dies, weil ich vorletztes ein Seminar besucht habe zu Kriegsernährung. Man kann die Ernährung mit derjenigen der Pfahlbauer vergleichen (falls ich völlig falsch liegen sollte: sofort kommentieren!).
Folgende Feststellungen kann ich mit Wissen der Ernährungssituation im Zweiten Weltkrieg machen:
- Nachhaltiger. Pfahlbauer haben sich kaum von Tieren ernährt, sondern vor allem von Pflanzen. Dies ist durchaus sinnvoll, denn tierische Kalorien sind grundsätzlich eine Verschwendung von pflanzlichen Kalorien (das Verhältnis beträgt 1:4 oder mehr). Weder Dünger noch Pestizide kommen zum Einsatz, die "Felder" werden nicht industriell bearbeitet. Die liefern so zwar tiefere Erträge, aber für die Böden ist dies sicherlich verträglicher.
- Verdauungsprobleme. Wegen des Umstieg von einer tierischen auf eine pflanzliche Ernährung gibt es Probleme bei der Verdauung (Durchfall? Blähungen?). Sicherlich noch verstärkt beim Umstieg auf wilde Pflanzen
- Hunger. Mangels Fleisch und Fett fühlt man sich hungrig; besonders dann, wenn man harte körperliche Arbeit verrichten muss (kein MIGROS um die Ecke). Hunger bedeutet aber während der Umstellung auf eine pflanzliche Ernährung nicht viel; es ist nur ein Zeichen des Körpers, dass er die vorherige Ernährung (Zucker, Fett) zurückwünscht. Man bleibt leistungsfähig, solange man genügend Kalorien aufnimmt.
- Gesünder. Erstaunlicherweise traten im Krieg viel weniger Zahnkrankheiten auf (mangels Zucker), die Leute fühlten sich auch sonst "fitter" (jedenfalls solange, bis das absolute Minimum von ca. 2000 Kalorien am Tag nicht unterschritten wurde; dies war erst ab etwa 1944 der Fall). Bei den Pfahlbauern kommt noch die Bewegung dazu sowie das "Heizen" des Körpers (mangels isolierter Häuser).
- Gewichtsverlust. Ich bin gespannt, wie viele Kilogramm die Personen innerhalb der wenigen Wochen abnehmen werden (ausser das Fernsehen muss von aussen eingreifen und schickt Rosinenbomber). Es wird die Fettschicht (Reserve) aufgebraucht. Ich erwartige kantigere Konturen.
- Ausgewogenheit Pflicht. Wichtig wird sein, sich ausgewogen zu ernähren. Das bedeutet ein guter Mix aus Kolehydraten, Proteinen (primär pflanzlich, wobei das Fernsehen wohl dann und wann einen Sonntagsbraten spendieren wird) und Vitaminen. Getreide ist diesbezüglich kein gutes Grundnahrungsmittel; Kartoffeln kannte man damals nicht. Es wird deshalb wichtig sein, (wildes) Gemüse und (wilde) Früchte zu Essen, um nicht einen Vitaminmangel zu erleiden.
Freitag, Juli 27, 2007
Vom Selbstverständnis der Swissair-Piloten
Was ihr Selbstverständnis prägte, ist laut Hänzi die Sozialisation: Ihre Herkunft aus einem bestimmten Sozialen Milieu. [...] So sah sich der Aufsteiger aus der Arbeiterklasse, wiewohl Kommandant an Bord, nie als Chef, sondern als Kollege - und die Swissair als Gemeinschaft, wo jeder am selben Strick zog. Für den Kaufmannssohn dagegen ist der Pilot ein Art Unternehmer, der sein Flugzeug als Kapital möglichst sicher und gewinnbringend einsetzt: "Man hatte ein Gerät, das 125 Milllionen kostet, und das wurde einem anvertraut." Nicht umsonst spricht er von der Crew als "Firma in der Firma".
Quelle: Der kleine Bund, 9. Juni 2007, "Helden auf der Couch", S. 6.
Buchtipp: Hänzi, Denis: Wir waren die Swissair. Piloten schauen zurück.
Labels: Medien, Schweiz, Wirtschaft, Wissen
Montag, Juli 23, 2007
München 1972
Diese Gebäude-Komplexe, die ich zuerst aus dem nahe gelegenen Park und später vom Olympia-Turm aus sah, kamen mir auf den ersten Blick bekannt vor. Obwohl die Ereignisse just 35 Jahre zurücklagen, lange vor meiner Geburt, waren mir die Gebäude in TV-Dokumentationen aufgefallen. Und siehe da, ich hatte mich nicht getäuscht:
Der Clip zeigt in der ersten Sequenz den Gebäudekomplex unten links auf meinem Foto. Ein schauriger Zeitzeuge der Geiselnahme von München.
Labels: Geschichte, Reisen, Wissen
Montag, Juli 23, 2007
Nichts als Regen - nasser Juli
Dank dem Zugriff auf in Echtzeit aktualisierte Wetterdaten kann ich vermelden: In diesem Monat Juli (2007) sind im Raum Bern (Station 1, Station 2) bereits 170mm Niederschlag gemessen worden. Der Monatsschnitt der Jahre 1901-1960 betrug hingegen für die Station Bern-Liebefeld nur 116.15 Millimeter. Und noch ist der Monat nicht zu Ende!
Wie sieht der Vergleich zu anderen Jahren seit Beginn der instrumentellen Messung von Wetterparametern aus? In insgesamt 20 Jahren wurden Niederschlagsmengen von 170mm oder mehr gemessen. Wenn es so weitergeht, schlägt das Wetter den "Rekord" von 2000 - notabene das einzige Jahr seit meiner Geburt 1980, das derart hohe Niederschlagsmengen gesehen hat.
Quelle: Die verlinkte PDF-Datei wurde aus meiner privaten MySQL-Datentabelle generiert, die ich aus den csv-Dateien von Meteoschweiz kompiliert habe: Langjährige homogene Temperatur- und Niederschlagsreihen der Schweiz Aus Rücksicht auf die Nutzungsbedingungen von Meteoschweiz stelle ich den Datenbank-Dump nicht öffentlich ins Netz (private Anfragen sind aber durchaus willkommen).
Labels: Klima, Wetter, Wissen, Wissenschaft
Montag, Juli 23, 2007
Begriff des Monats: "Hie jäsets!"
Anlässlich dem Zusammentreffen von Kollege Torkel mit dem Gurtenfestival und der diesjährigen Schlammschlacht auf Berns Hausberg lernten wir Unterland-Berner einen neuen Begriff kennen, um die widrige Geruchsentwicklung zu bezeichnen:
Hie jäsets!
Torkel vermutete als Quelle der Geruchsentwicklung zuerst meine Wenigkeit: Aus mir unerfindlichen Gründen wird auch heute noch kolportiert, dass ich für gewöhnlich an allen vier Tagen des Festivals dieselbe Kleidung trage, was eindeutig falsch ist: Ausser den Kampfstiefeln, den eingetragenen Socken (Blatern!) und den Hosen aus Restbeständen der US-Army werden bei mir - wie es sich für einen sauberen Burschen gehört - alle potentiellen Stinkquellen bei der Rückkehr in die Waschküche verfrachtet.
Natürlich war nicht ich der Urheber, sondern das sich unter den Bodenplatten ansammelnde Wasser, die naheliegenden Toiletten und besonders ab Samstag der auf Grasflächen lagernde zentimeterhohe Schlamm.
Import aus dem ärmsten Bezirk des Kantons Bern
Zurück zum Wort: Auf Grund der Herkunft der Mutter des Torkels vermuten wir, dass es sich dabei um einen Schwarzenburgischen Insider-Begriff handelt. Kollege Randal, der während Jahren in dieser Region der Tagelöhnerei nachging, konnte dies ebenfalls bestätigen. Zur dreifachen Absicherung werde ich mein aus Wahlern stammendes Grosi beim nächsten Zusammentreffen fragen, ob ihr der Begriff auch geläufig ist.
Stimmt gar nicht - dieser Begriff scheint auch von Stadtbernern benutzt zu werden, wie meine Mutter gerade per SMS meldet. Hintergrundinfos liefert Hene:
jäse = gären
Quelle: Wörterbuch Berndeutsch
Es ist wahrscheinlich, dass jäsen das Gären des Käseleibs bezeichnet - und gären verursacht vermutlich einen unausstehlichen Gestank.
Exzessiver Gebrauch und Auswüchse
In der Folge wurde dieser Begriff wohl mindestens stündlich einmal von einem Gruppenmitglied in den Mund genommen - ob treffend oder weniger, spielte gar keine Rolle. So soll sich Kollege Hebeau dem Vernehmen nach bei der Heimfahrt am Samstag auf dem Rücksitz des Kleinen Weissen eigenhändig "eingejäst" zu haben -
Labels: Bern, Blogosphäre, Sprache, Wissen
Montag, Juli 23, 2007
Moderne Landwirtschaft
Definiere moderne Landwirtschaft:
The modern agriculture is the use of land to convert petroleum into food.
Quelle: Dr. Albert Bartlett: Arithmetic, Population and Energy
Dienstag, Juli 17, 2007
Wann meterln und literln die Amerikaner endlich?
Mark Grubb, the first to arrive, ordered a 16.9-ounce Carlsberg beer.
Quelle: State orders flak jackets in Baghdad's Green Zone
Ich glaube innigst daran, das die Vereinigten Staaten den Weltfrieden schon nur deshalb retten könnten, indem sie auf das metrische System umsteigen würden. Dann könnte man nämlich schreiben:
Mark Grubb, the first to arrive, ordered a 0.5 litre Carlsberg beer.
Himmel, sogar die Briten haben es in der Zwischenzeit geschafft:
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What do the US, Liberia and Burma have in common? They are the only non-metric countries in the world!
Aber eben - die Amis glauben wohl auch in dieser Angelegenheit, dass sie dem Rest der Welt kilometermeilenweit voraus sind. Jungs, wacht endlich auf - es ist nicht mehr 1776! (Aber vielleicht bald wieder 1933? Brennt bald der Reichstag das Kapitol?)
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Mittwoch, Juli 04, 2007
Amtl. bestätigt: Berner sind langsam
Aus diesem Berg von Daten sind vergleichbare Faktoren entstanden – welche nun die Gemütlichkeit der Bernerinnen und Berner quantitativ belegen. Sie sprechen weniger Silben pro Sekunde und setzen dadurch auch weniger Wortakzente: Die Walliser reden die Bernerinnen mit 112 Akzenten in der Minute unter den Tisch; die Hauptstädterinnen kommen lediglich auf 94 Akzente.
Die Walliser schwatzen die Berner unter den Tisch
Dienstag, Juli 03, 2007
Wirtschafts-Propheten
[...] Listen ... I realize that we've been talking about this for two years, but I tell you right now ... it's an old saying: "Economists get the direction right, but the timing wrong." And in many ways this is because we're being asked to forecast what's essentially an irrational market. It's like asking a psychologist "Say, hey, what's that crazy guy gonna say next?" If I knew that, he wouldn't be crazy! [Laughter]
Quelle: Economics Roundtable: The California Economy -- Housing Boom or Bubble? [42:30]
Nebenbei ein tolles Video, das wirtschaftsfernen Zeitgenossen (wie mir) das Problem hinter dem Häusermarkt (Stichwort: "Housing Bubble") in den USA erklärt. Das Video wurde im April 2006 aufgezeichnet; mittlerweile hat sich ja auf diesem Gebiet einiges getan.
[50:00] Housing markets are not the same as stock markets. You don't daytrade your home. Just that simple. You don't do it. It seems like a simple thing to say, but the fix costs of buying or selling homes are enormous. The taxes and the personal cost involved are such that people don't do that likely. They don't daytrade on their computer their home. What ends up happening instead: You get an exact opposite type of a market pop. It's not a pop on the price side, it's e pop on the liquidity side. What you get is a circumstance in which people basically don't buy and don't sell their home. They turn of the TV, they cancel the newspaper and they forbid their children to talking to neighbours who may be moving.
[53:20] What are the big three drivers of the California economy? 1) Building new homes, 2) Buying and financing new homes, 3) Furnishing our new homes [...] [they] are going to be removed.
Nachtrag
Eine verrückte Grafik, die diese Woche in der New York Times publiziert wurde:
Quelle: A History of Home Values
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Sonntag, Juli 01, 2007
Wenn der Teppich zum Vorhang passt ...
Gestern durfte ich (vor der wortwörtlichen Irrfahrt durch Bern) an einer schweizerisch-schwedisch-nordamerikanischen Gesprächsrunde teilnehmen. Als das Gespräch auf ein nicht mehr ganz jugendfreies Thema fiel (auf Grund der vorgerückten Stunde und des Konsums von Gerstensaftes), wurde uns männlichen Anwesenden folgende Frage gestellt:
Does the carpet match the curtains?
Natürlich begriff zunächst keiner der beiden im deutschen Sprachraum aufgewachsenen Lümmel, um was es da eigentlich ging. Nach einigem Rätselraten war dann klar: Es ging um die Kopf- und Schambehaarung ...
Weiterführendes
Sonntag, Juli 01, 2007
Araber im Krieg
In contrast to the usual manner of European warfare which he terms "face to face," Keegan depicts the early Arab armies in the Islamic era as masters of evasion, delay, and indirection. Examining Arab warfare in this century leads to the conclusion that Arabs remain more successful in insurgent, or political warfare—what T. E. Lawrence termed "winning wars without battles." [...]
[...] The Vietnamese communists did not fight the war the United States had trained for, nor did the Chechens and Afghans fight the war the Russians prepared for.
Quelle: Why Arabs Lose Wars
Was mit Kritik an der us-amerikanischen Armee beginnt, entpuppt sich als äusserst spannender Artikel, der weniger über das Kriegshandwerk als viel mehr über die kulturellen Probleme arabischer Armeen berichtet.
Wenn ein teilnehmender Offizier bei einer Vorlesung nur dann etwas gefragt werden darf, wenn er es auch weiss, erinnert mich das stark an japanisches Verhalten. Ziel ist es dabei, jemanden mit einem hohen Rang nicht vor der Gruppe blosszustellen (und blosstellen tut man sich in einem solchen Bildungssystem, wenn man anscheinend die Antwort auf eine Frage nicht weiss).
Leider, so zeigt De Atkine auf, führt dieses Verhalten zu einer äusserst unprofessionellen Armee, die im Ernstfall rasch ihren Zusammenhalt und somit ihre Schlagkraft verliert.
Freitag, Juni 29, 2007
Herstellungskosten eines 30GB iPods
The retail value of the 30-gigabyte video iPod that the authors examined was $299. The most expensive component in it was the hard drive, which was manufactured by Toshiba and costs about $73. The next most costly components were the display module (about $20), the video/multimedia processor chip ($8) and the controller chip ($5). They estimated that the final assembly, done in China, cost only about $4 a unit.
Quelle: An iPod Has Global Value. Ask the (Many) Countries That Make It.
China - die "Werkbank" westlicher Unternehmen. Wenn man dann noch in Betracht zieht, wieviel ein einzelner chinesischer Arbeiter erhält, dreht sich einem Gewerkschafter der Magen um. Fakt ist aber: Anscheinend lebt man als Chinese besser/verdient mehr, als wenn man irgendwo in der Pampa der Volksrepublik seinen Acker bebauen würde ...
Was in der Untersuchung hingegen nur schwer zu beziffern sind, sind die Ausgaben für R&D. Diese werden wohl selbst für Apple schwer zu schätzen sein. Selbst wenn andere Unternehmen (Sony, anyone?) dieselben Grundmaterialen auf ihrem Erfindertischchen rumliegen hätten - etwas wie ein iPod würde garantiert nie herauskommen. Apple ist derzeit wohl das führende Unternehmen, das formvollendetes Design wie auch Benutzerfreundlichkeit in ein wirtschaftlich äusserst rentables Produkt einen Goldesel verwandeln kann.
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Sonntag, Juni 24, 2007
Bedienungsanleitung für Klarsichtfolien
Seit Jahren habe ich mich über die Klarsichtfolien-Kartons geärgert - immer wieder fiel die Rolle aus dem Behälter, wenn ich daran zu fest riss. Mit den M-Budget und Prix Garanti-Produkten schien sich das Problem noch weiter verschlimmert zu haben. Ich war darauf und daran, dem Kassensturz einen Beitrag über dieses unhandliche Zeugs schmackhaft zu machen ...
... als ich letzte Woche beim Einkauf die Packung genauer studierte: Fast tubelisicher stand auf beiden Seiten der Packungen geschrieben, dass man den ausgestanzten Teil der Seitenwand in die Schachtel hineindrücken solle - und siehe da, seit ich dies bei allen Rollen gemacht habe, hört man mich nie mehr fluchen, wenn ich Esswaren mit Zellophan einpacke.
Wie sagen wir PC-Supporter unseren Kunden immer: RTFM - Read The F*cking Manual!
Freitag, Juni 22, 2007
Wie einer sin libliche muter verbrent
schriben uss Bern den 15. Decemb. diss 1579 jar, am hausen Wägman, zu Zürich.
Wüss lieber fründ, das sagen einer nitt wyt vonn Bern, für lybliche und alte mutter verbrannt hatt. Er ist ... vil zum gangen und ... [Die Auflösung ist leider zu schlecht, um den Text anständig entziffern zu können]
Quelle: Zentralbibliothek Zürich
Man ist versucht zu sagen: "Die Wickiana - die stärkste Tageszeitung des 16. Jahrhunderts". Das Buch ist voll von Katastrophen, Mord und Totschlag und übernatürlichen Erscheinungen.
Über 6000 Bilder warten auf die Entdeckung durch die Netzgemeinde. Man suche im NEBIS-Katalog nach 'Stichwörter aus dem Titel' mit dem Begriff 'Bildmaterial'. Auch ganz lustig: 'Bildmaterial Brand Bern'
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Mittwoch, Juni 20, 2007
Die Oekonomen entdecken die Realität
Die Wirtschaftswissenschaften stiessen mit ihrem Bild des Homo oeconomicus, der, immer aus Eigennutz, rationale Entscheidungen zur Profitmaximierung trifft, an eine Grenze. Man merkte, da stimmt was nicht, der Mensch ist anders, auch irrational, unvernünftig, emotional, manchmal gegen seine ureigensten Interessen verstossend. Oder, wie der Wirtschaftsnobelpreisträger Joseph Stiglitz mir vor ein paar Jahren sagte: «Die Nobelpreisträger Daniel Kahneman und Vernon L. Smith haben zum Glück herausgefunden, dass viele ökonomische Theorien realitätsfremd sind.» -Warum? «Weil die Menschen offenbar systematisch unsystematisch handeln. Die beiden haben bewiesen, dass die meisten Menschen weit weniger egoistisch sind, als die Ökonomen annahmen.» Dann sind alle Wirtschaftsmodelle falsch? «Man muss leider annehmen, dass sie die Wahrheit verfehlen.»
Quelle: Eine Frage des Selbstvertrauens
Schön, dass auch diese Akademiker-Gruppe langsam aber sicher ihre eigenen Theorien entlarvt. Störend ist höchstens, dass mittlerweile ein Grossteil der westlichen Bevölkerung auf die alleinseligmachende Marktwirtschaft eingeschworen wurde. Ich beachte die Verinnerlichung dieses Denkens nicht zuletzt auch bei mir: Die Theorien lassen sich auf fast alle Lebensbereiche übertragen und erklären dort vom Werben um die Partnerin bis zur Wahl des Verkehrsmittels so ziemlich jede Handlung einer Person. Ob dies aber der Wahrheit entspricht und unsere, von der liberalen Gehirnwäsche verschont gebliebenen Vorfahren mit solchen Erklärungsversuchen auch einverstanden wären?
Wie die Lehrer so die Schüler?
Ferner wird durch solche "Enthüllungen" meine Abneigung gegenüber Studenten gewisser Fachrichtungen nicht gerade gelindert. Es besteht zu befürchten, dass diese realitätsfern studieren. Was soll's, so weit ich mich erinnern mag, sind es einige der billigsten Studiengänge an den hiesigen Unis (Ha! Und schon wieder ertappe ich mich in der Argumentationsspirale ebendieser unechten Theoretiker - "money is everything!").
Die Doku zum Thema
The Trap: What Happened to Our Dream of Freedom
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Sonntag, Juni 17, 2007
Vor nicht allzulanger Zeit ...
Before the war, apart from certain statutory regulations limiting the prices to be charged by public utility companies, State control of prices was unknown, and, for the most part, unthinkable. Maximum prices, 'fair' prices and penalties for profiteering and forestalling were classed among the economic heresies of the dark ages before Adam Smith proclaimed the gospel of modern commerce. ... The idea that in the twentieth century laws could be passed and enforced, prohibiting private traders from buying or selling articles of food and clothing at more than prescribed prices would have been regarded as too paradoxical [...]
That circumstances combined in 1916-17 to produce conditions similar to those that surrounded earlier riots is beyond doubt. For the first time since the mid-nineteenth century an English community was faced with an acute shortage of a basic food for which there was no substitute; and the little supply available could only be had at what was regarded as profiteering prices. There was also the outrage caused by the knowledge that locally produced food was being "exported" to high-wage areas of the country in order to obtain even higher prices
Quelle: Anthony James Coles: "The Moral Economy of the Crowd: Some Twentieth-Century Food Riots", S. 158.
Merke: In einem Totalen Krieg ist es unklug, die freie Marktwirtschaft aufrecht zu erhalten.
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Samstag, Juni 16, 2007
Gesundes Misstrauen medizinischen Studien gegenüber
Thus, everyone who is diagnosed early automatically survives longer, independent of any other variable. Conversely, if you are diagnosed late, you are not going to "survive" for long, although you might already have lived for quite a long time with your cancer.
Quelle: Winning the (propaganda) war on cancer
Ein erhellender Artikel über die Krebs-Industrie und die Aussagekraft medizinischer Studien ...
The cancer treatment industry desperately wants us to think it's beyond fabulous: cancer drugs, and related diagnostic and treatment devices, are among the most expensive, and most profitable, known to medicine. There are those who profit from our assumption that early diagnosis and treatment extend patients' lives. And profit they do: think of the hospitals, drug makers, device makers, diagnostic technicians, radiotherapists, surgeons, and oncologists. Cancer treatment is a vast, complex industry, and like any industry it flourishes best in a field of semi-educated consumers.
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Donnerstag, Juni 14, 2007
GeBUNDene Ausgaben
Rund 70 Prozent aller Ausgaben im Bundeshaushalt sind durch gültige Gesetze gebundene Ausgaben. Sollen sie verändert werden, sind Gesetztesänderungen nötig, wie das aktuelle Beispiel der Debatte um die IV-Renten zeigt. Spielraum für Sparmassnahmen bleiben demnach nur bei den restlichen, ungebundenen 30 Prozent der Ausgaben, die sich die vier Bereiche Landwirtschaft, Militär, Verkehr und Bildung und Forschung teilen.
Quelle: Gegen Hüst- und Hott-Politik im Bildungsbereich
Freitag, Mai 04, 2007
Bald Rettung für Langschläfer?
Tagwache 6 Uhr, Arbeitsbeginn 7.30 Uhr: Der nackte Horror für Morgenmufflel, d ie immerhin 25 Prozent der Bevölkerung ausmachen. Jetzt gehen sie auf die Barrikaden: In Dänemark kämpft eine Vereinigung von mittlerweile 5000 Mitgliedern für flexible Arbeitszeiten und einen späteren Schulbeginn. "Der Arbeitsmarkt hat sich in Richtung Hightechjobs entwickelt, aber unsere Zeitstrukturen richten sich nach der Agrargesellschaft", kritisiert die dänische Ingenieurin und Initiantin Camilla Kring. [...]
Quelle: CASHdaily, Nr. 38, 2. Mai 2007, "Hoffnung für Morgenmuffel", S. 4.
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Montag, April 30, 2007
Schulden machen
America's first Treasury Secretary, Alexander Hamilton, insisted that "the creation of debt should always be accompanied with the means of its extinguishment." [...]
Quelle: The Price of Liberty: Paying for America's Wars
Heute ist man von diesem Ziel leicht abgekommen ...
Sonntag, April 29, 2007
Buchtipp: "Schweizer für Dummies"
Während einer Atriiichete in der Wohnung einer befreundeten Kanadierin fiel mir folgendes Buch auf dem Nachttischchen auf:
Beyond Chocolate: Understanding Swiss Culture
Nach einigen wenigen Seiten Lektüre war der Entscheid gefallen: Genau ein solches Buch gehört auch in meine kleine, aber feine Bibliothek an Sachbüchern.
Ich hoffe, dass mir das Buch Einblicke darüber gibt, was denn "schweizerisch sein" eigentlich bedeutet (durch die Augen und Feder einer Ausländerin). Ein erster Vorgeschmack:
[...] Speziell für Menschen, die gedenken, in der Schweiz Fuss zu fassen, eröffnet dieses humorvoll verfasste Werk Zugang zu den manchmal doch eher verschlossenen Schweizern, die eher nach dem Coconut-Prinzip als nach dem amerikanischen Peach-Prinzip leben.
Mittwoch, April 11, 2007
Staatspersonalverbände in der Schweiz
Für eine Untersuchung von Mitgliederzeitschriften sammle ich derzeit die Links zu Web-Sites von Staatspersonal-Verbänden:
- BE: Bernischer Staatspersonalverband BSPV
- FR: Föderation der Personalverbände der Staatsangestellten des Kantons Freiburg
- GR: Verein des Bündner Staatspersonals
- SO: Solothurnischer Staatspersonal Verband
- BS: Beamten- und Angestelltenverband Basel-Stadt
- ZH: Verband des Personals öffentlicher Dienste (vpod)
- ZG: Staatspersonalverband des Kantons Zug
- CH: Personalverband des Bundes
Hilfreich: Adressliste Mitgliederverbände ZV
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Samstag, April 07, 2007
Das Ende der kleinen, feinen CD-Läden
But instead, those labels delivered the death blow to the record store as we know it by getting in bed with soulless chain stores like Best Buy and Wal-Mart. These “big boxes” were given exclusive tracks to put on new CDs and, to add insult to injury, they could sell them for less than our wholesale cost. They didn’t care if they didn’t make any money on CD sales. Because, ideally, the person who came in to get the new Eagles release with exclusive bonus material would also decide to pick up a high-speed blender that frappéed.
Quelle: Spinning Into Oblivion
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Mittwoch, April 04, 2007
Der Markt richtet es eben doch nicht von alleine!
Geniale Doku, die mir Kollege Burgdorfer heute empfohlen hat:
Ich möchte fast behaupten, eine der besten Sendungen, die bei mir in den letzten Jahren über den Schirm geflimmert ist.
Angeschnittene Themenbereiche: "Der dritte Weg" unter Clinton/Blair, das missbrauchte Vertrauen in den Markt, wie die Pharma-Industrie Millionen von Menschen zu Kranken stempelte (nun gut, im Grunde sind sie selber schuld), die Krux mit Leistungszielen im öffentlichen Sektor, das Problematische an der wissenschaftlichen Herunterbrechung von komplexen Systemen auf eine Zahl - und zuletzt etwas, dass ich mit Schrödingers Katze in Verbindung bringe, ohne sicher zu sein, dass das gewünschte damit ausgedrückt wird: Nämlich die Gefahr bei der Untersuchung eines Gegenstandes das Untersuchungsergebnis durch eben diese Untersuchung zu beeinflussen.
Zitate des Tages:
[...] Markets do not create stability or order. What Adam Smith called the invisible hand is invisible, because it isn't actually there.
[...] Their studies show that only two groups in society actually behave in a rational, self interested way in all experimental situations: One is economists themselves ... the other is psychopaths.
Quelle: o.g. Doku, 58min13sec
Übrigens, damit keine Missverständnisse entstehen: Der Wohlfahrtsstaat, dem ich als Linker verfallen sein sollte, wurde bereits in Folge 1 der Dokumentation demontiert ...
Mittwoch, April 04, 2007
Orange Personal 100
Wer erinnert sich noch an diesen Preisplan? Wenn mich meine Erinnerung nicht täuscht, war Personal 100 der Preisplan meiner Wahl, als ich im April 2000 in die Mobilfunkerei einstieg. Mittlerweile habe ich Optima 30, zusammen mit orange students.
Erst kürzlich habe ich während dem Zivilschutzdienst jemanden getroffen, der weiterhin mit Personal 100 telefoniert, obwohl der Preisplan seit langem nicht mehr angeboten wird. Wieso das überhaupt so ist, erfahre ich heute auf The Reg:
The complexity of modern billing tables is no accident: in the early days UK cellular systems competed heavily on price, and comparing prices was simple. But price wars benefit no one (except perhaps the customer) so complexity was introduced to make price comparison effectively impossible and allow more complex billing models to be used.
Quelle: Mobile survey uncovers staff ignorance
So viel zu einer funktionierenden Marktwirtschaft westlicher Prägung ... Es lebe der Wettbewerb!
Sonntag, März 11, 2007
Beziehung? So nicht!
[...] It helps you to understand boundaries within relationships and how caretaking too much can be detrimental to everyone involved.
Women are turned off by the nice guy. While most healthy women don’t want someone who is going to be mean to them, there’s a difference between being kind and being a disgusting wussy.
In my first relationship, I was a disgusting wussy. You know that guy, the one who says “Is everything okay with you? Are you sure? Are you really really sure?”
He avoids conflict at all costs. He wants everything to be smooth. Not only does this person lack honesty in the relationship, but he lacks all backbone and any thoughts and feelings of his own. He’s a wet blanket, not a person.
Quelle: Why the Nice Guy Fears Approaching Women
Kurz: A Good Read!
In meinem Kollegenkreis habe ein solches Verhalten bereits desöfteren beobachtet: Randall ist so ein Exemplar von Mann, der seine "Korrektheit" (gleichzusetzen mit "Netter Bursche") sogar in seinem Blog breit auslegt:
[...] Der grauen Energie wegen wollte der Randal(last correct gentleman alive) in einem Auto gen Berna ziehen. [...]
Quelle: Ein urbaner Abend mit: DJ Howie D aka DJ Marques G aka Da Gäxnase-Gehring
Doch leider impliziert allzu korrektes Verhalten folgendes:
It’s good to be nice to women. But hoping that meekness [Sanftmut] will attract women is a fallacy. Niceness on this magnitude is read by women as overcompensation for not having balls. It is overcompensation for not being willing to take true risks.
(Soll nicht heissen, dass Da Griff 2 von gestern Samstag-Abend nun eine bravouröse Aktion gewesen sei - hält man die uncorrectness zu lange unter dem Deckel, explodiert die Pfanne irgendeinmal).
Meine Meinung
Ich finde: Eine gewisse Reibung schadet nie, solange sie sich in Grenzen hält und sich keiner der beiden Partner permanent unglücklich fühlt.
Sonntag, März 11, 2007
Wir Historiker
"Kleiner Bund": Frau Messmer, warum sind Sie Historikerin geworden?
Beatrix Mesmer: Weil es ein sehr vielseitiger Beruf ist. Man kann Lehrer werden, Journalist, Archivar. [...]
Als Geschichtsstudent wird man mindestens einmal wöchtentlich gefragt, was man nach Abschluss des Studiums eigentlich arbeiten möchte. Hiermit sei die Frage ansatzweise beantwortet.
Natürlich gibt es noch viele andere Berufe, die mit Historikern besetzt werden. Ich mag mich an eine Informations-Veranstaltung erinnern, die genau dieses Thema behandelte. Als Gäste waren neben einem Journalisten auch ein Gemeindeschreiber, eine Beraterin (!) und eine Leiterin für Stadtführungen.
[...] Eine echte Feministin sieht überall in der Geschichte Diskriminierung. Ich dagegen sehe Strategien, und ich sehe Frauen, die mit dieser Diskriminierung umzugehen wussten. [...]
Das Antirassismusgesetz bestraft die Leugnung von Völkermorden - auch die Leugnung durch Historiker.
Auch da ist mir unbehaglich. Und das sage ich, obwohl Leute aus meiner Familie in den Konzentrationslagern gestorben sind. Man muss wirklich aufpassen mit der offiziellen Festschreibung von historischem Wissen.
Quelle: Der Kleine Bund, Nr. 58, 10. März 2007, "Da ist mir unbehaglich", S. 2f.
Sonntag, März 11, 2007
Hooters in der Schweiz
Während meinem Kalifornien-Aufenthalt zu Beginn des Jahres kam ich ab und zu an der (unter Männern) recht bekannten Restaurant-Kette Hooters vorbei - betreten habe ich das Lokal dann aber doch nie. So less time, so many things to do ...
Nun erreicht mich via Raffi die Neuigkeit, dass Hooters auch in der Schweiz mächtig expandiert:
Zürcherinnen scharf auf die Hupen-Jobs
Hatte ich ein solches Lokal nicht bereits vor Kurzem bereits einmal gesehen? Aber wo nur?! Tatsächlich - neben dem bald zu eröffnendem Lokal in Zürich gibt es noch eines in Sursee, an dem ich unmöglich vorbeigekommen sein konnte - und eines in Interlaken. Abgesehen davon, wieso man gerade an diesem gottverlassenen Ort eine Hooters-Filiale eröffnen sollte, war mir sofort klar, wieso mir das Lokal aufgefallen war: Vor zwei Wochen besuchte ich zusammen mit Kollege Zgraggen die in Wengen stationierte Crew. Da muss mir dieses Lokal aus dem Zug oder um den Bahnhof herum aufgefallen sein.
Juhu, der Kanton Bern hat Zürich bezüglich der Hooters-Präsenz eindeutig geschlagen *froi*
Dienstag, Dezember 26, 2006
Geschenke einpacken
Zwar etwas verspätet - aber das nächste Weihnachtsfest kommt bestimmt:
Ein Geschenk einpacken (ChristmasMagazine)
Ich habe mir die Seite auch gleich lokal als PDF gesichert.
Dieser Verpackungsvorschlag auf derselben Web-Site sieht zudem fantastisch aus ...
Labels: Wissen




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