Dienstag, 16. Juli 2019

Somfy RTS-Storen von einem PC aus steuern

Vor einiger Zeit hat mir ein Bekannter mit Elektriker-Ausbildung gezeigt, dass unsere Wandschalter zum Steuern der Fensterstoren (Lamellen) mit einem Schraubenzieher ganz einfach aus der Fassung zu hebeln sind. Im Grunde ist es nur eine Platine, gespiesen von einer Flachbatterie, mit drei Knöpfen, die über Funksignale die Motoren unserer Lamellen steuern.

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Dem Schalter ist zu entnehmen, dass es sich um ein Produkt des französischen Herstellers Somfy handelt.

Nachdem ich den Schalter von der Wand entfernt hatte, konnte ich auf dem Rücken der Platine die genaue Typenbezeichnung unserer Storen lesen: Somfy Centralis RTS (Handbuch).

Daraufhin machte ich mich auf die Suche nach Handbüchern und Steuerungen.

Rasch war nach der Lektüre des Handbuchs klar, dass sich die Motoren der Storen mit weiteren (offiziellen) Schaltern paaren lassen. Hierzu dient der Knopf „PROG“ auf der Rückseite bereits verbundener Schalter, die einen Motor in den „Paarungsmodus“ setzen.

Auf Ricardo ersteigerte ich mir deshalb kurzerhand zwei weitere solche Schalter mit der Idee, einen davon auf dem Nachttisch zu platzieren, und den anderen portabel zu belassen.

Doch das ist heutzutage, im Zeitalter der Heimautomation, nur die halbe Miete: Diese Dinger muss man von einem PC aus steuern können, denn dann kann man nämlich nette Automationen bauen. Beispielsweise die Storen bei Sonnenaufgang hochfahren, bei Sonnenuntergang herunterfahren, oder wenn es zu heiss wird (bedingt Temperatursensoren auf dem Fenstersims) herunterfahren, damit sich die Zimmer nicht unnötig aufheizen.

USB-Fernbedienung eines Drittherstellers

Nach etwa einer Stunde Google stiess ich auf das Gerät RFXtrx433XL USB HA controller des Herstellers RFXCOM, welche auf dem auch von Somfy verwendeten Frequenzband 433 MHz sendet und empfängt.

Ohne lange zu überlegen habe ich mir dann über den Schweizer Online-Shop Swiss Domotique ein Exemplar dieses Geräts geleistet; heute Dienstag ist es nun per Paketpost angekommen.

USB-Fernbedienung mit den Somfy Motoren verbinden

Hierzu ist leider ein Windows-PC nötig, auf welchem man die offizielle Software RFXmngr installiert (Download). Sobald das geschehen ist, verbindet man die USB-Fernbedienung mit dem Computer, startet das Programm und verbindet sich auf die Fernbedienung.

Im besten Fall füllt sich das Log im gelben Bereich des Tools bereits jetzt von alleine, wenn der Empfänger Signale in der Luft auffängt. Bei mir war dies der Fall; jemand in der Nachbarschaft scheint einen Oregon Scientific Temperatursensor zu betreiben:

16.07.2019 07:44:06:777
Packettype    = TEMP_HUM
subtype       = TH1 - THGN122/123/132,THGR122/228/238/268
                channel 1
Sequence nbr  = 0
ID            = D401 decimal:54273
Temperature   = 23.8 °C
Humidity      = 22
Status        = Dry
Signal level  = 5  -80dBm
Battery       = Low

Um die drei Motoren in unserer Mietwohnung zu paaren, bin ich der französischen, bebilderten Anleitung auf einem Blog gefolgt. Ich habe die Storen jeweils ganz hochgefahren, denn würde mit dem Paaren etwas komplett schief laufen und der bestehende Schalter auch die Verbindung zum Motor verlieren, würde jedenfalls immer noch Tageslicht in den Raum fallen. Anschliessend habe ich mit einem flachen Schraubenzieher den Schalter aus der Fassung rausgehebelt, damit ich Zugang zum jeweiligen PROG-Knopf besass. Als nächstes wechselte ich in der Software auf das Tab RFY, stellte dort eine frei gewählte fünfstellige ID sowie den einstelligen Unit Code ein (diese Zahlen unbedingt aufschreiben, mitsamt dem zugewiesenen Motor), setzte das Dropdown auf Program. Nun drückte ich den PROG-Knopf, bis sich die Storen kurz bewegten — das Signal, dass der Motor nun für die Paarung mit einer zusätzlichen Fernbedienung bereit ist. Anschliessend drückte ich in der Software auf Transmit, worauf sich die Storen noch einmal kurz bewegten. Die Paarung war somit abgeschlossen, und ab sofort konnte ich über das Dropdown in der Software Kommandos an die Store übermitteln.

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Ich entschied mich, für jeden Motor eine eigenständige ID sowie einen Unit Code auszuwählen — denn, so denke ich mir, mit einem Script kann ich ja problemlos alle Storen in Serie herunter- oder hochfahren. Mindestens einen der Original Somfy-Schalter, welche ich auf Ricardo ersteigert habe, werde ich hingegen mit allen drei Motoren gleichzeitig paaren und so mittels eines Knopfdrucks alle Storen in der Wohnung hoch- oder herunterfahren.

Programmierung

Um meine Storen zu steuern möchte ich aber a) keinen Windows-PC in meinem Netzwerk am Laufen haben und b) auch nicht ein Win32-Software-GUI von RFXCOM verwenden — denn ein GUI ist nicht scriptbar. Somit machte ich mich auf die Suche nach einer Möglichkeit, das USB-Gerät an einen Linux-PC anzuschliessen und dann mit einer Programmiersprache zu steuern.

Fündig wurde ich bei der offiziellen nodejs-Bibliothek des Herstellers selber, freundlicherweise auf Github gehostet: rfxcom/node-rfxcom.

Installiert wird dies — ein funktionierendes nodejs vorausgesetzt — mittels …

# npm install rfxcom

Folgende Minimalvariante eines nodejs-Scripts lässt die Motoren bewegen:

var rfxcom = require('rfxcom');
var rfxtrx = new rfxcom.RfxCom('/dev/ttyUSB1', {debug: true});
var rfy = new rfxcom.Rfy(rfxtrx, rfxcom.rfy.RFY);
rfxtrx.initialise(function () {
    rfy.doCommand('0x00000/0', 'up', function(err, res, sequenceNumber) {
        if (!err) {
            console.log('Action succeeded');
            process.exit(0);
        }
        else {
            console.log('ERROR[' + res + ']: ' + err + ' with sequenceNumber=' + sequenceNumber);
            process.exit(1);
        }
    });
});

Erläuterungen:

  • /dev/ttyUSB1: An welchem USB-Port hängt der RFXtrx433XL? Vgl. auch nachfolgende Erläuterungen mit dmesg
  • 0x00000/0: Die ID und Unit des Motors, getrennt mit einem Slash. Entspricht der ID und der Unit, welche man im Software-GUI bei der Initialisierung eingegeben hat. Bei mir war keine Umrechnung in Hex nötig; einfach so eingeben, wie die Nummer im GUI ausgewählt wurde.
  • up: Das zu sendende Kommando. Im Software-GUI sind alle Kommandos aufgeführt; ich persönlich brauche aber derzeit nur „up“ sowie „down“. In der nodejs-Bibliothek sind die verfügbaren Befehle auch erwähnt (siehe „RfyCommands“).

Um herauszufinden, auf welchem USB-Port das Gerät lauscht, reicht ein Blick in die Ausgabe des Befehls dmesg:

...
[74849.641113] usb 1-1.2: new full-speed USB device number 7 using ehci-pci
[74849.756549] usb 1-1.2: New USB device found, idVendor=0403, idProduct=6015, bcdDevice=10.00
[74849.756556] usb 1-1.2: New USB device strings: Mfr=1, Product=2, SerialNumber=3
[74849.756560] usb 1-1.2: Product: RFXtrx433XL
[74849.756564] usb 1-1.2: Manufacturer: RFXCOM
[74849.756567] usb 1-1.2: SerialNumber: 00000000
[74849.788659] usbcore: registered new interface driver ftdi_sio
[74849.788692] usbserial: USB Serial support registered for FTDI USB Serial Device
[74849.788949] ftdi_sio 1-1.2:1.0: FTDI USB Serial Device converter detected
[74849.789022] usb 1-1.2: Detected FT-X
[74849.790248] usb 1-1.2: FTDI USB Serial Device converter now attached to ttyUSB1

Für Nicht-root-Benutzer ausführbar machen

Damit das finale Script auch normale Linux-Benutzer ausführen können, muss man den gewünschten Benutzer noch der Benutzergruppe dialout zuweisen, damit er auf die USB-Schnittstelle zugreifen kann:

# adduser santa dialout

Nächste Schritte

  • Ein Web-Interface bauen, über welches man — bspw. im Bett liegend — die Storen betätigen kann
  • Das Script mit anderen Scripts koppeln, die bspw. bei erhöhter Temperatur am Fenstersims reagieren

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Sonntag, 30. Juni 2019

Irgendwas ist am UniFi Firmware 4.0.42.10433 nicht ganz koscher

Bis vor wenigen Wochen hatte ich nie irgendwelche Probleme mit Firmware-Upgrades für UniFi-Produkte. Das hat sich mit Version 4.0.42.10433 geändert: Ich verzeichne mindestens zwei Probleme mit diesem Upgrade.

DHCP funktioniert mit gewissen Geräten nicht mehr

Bei mir macht dieses Update auf einem UniFi AP-AC-Mesh wie auch auf einem UniFi AP-AC-LR im Zusammenspiel mit DHCP-Anfragen Probleme. Das Resultat: Die Geräte sind zwar im Controller sichtbar, können aber keine IP beziehen.

In der Controller-App für iOS sieht man bei solchen Geräten die Warnung:

„DHCP Timeout. Please check that your DHCP server is accessible and properly configured“

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Die meisten Geräte wie Laptops, Smartphones und Tablets können mit DHCP IPs beziehen; Probleme haben derzeit nur zwei Geräte(typen) gemacht: Ein Canon Selphy sowie ein Industrieboard für einen Wechselrichter. Meine derzeitige Vermutung: Auf diesen Dingern läuft eine ältere Linux-Version und ein älterer DHCP-Client, der irgendwie nicht (mehr) mit Antworten des DHCP-Servers über UniFi-Komponenten klarkommt, oder UniFi blockiert Antworten auf DHCP-Requests dieser Clients aus irgendeinem Grund.

Das zeigt sich daran, dass in den DHCP-Server-Logs unzählige folgende Meldungen auftauchen:

...
Jun 30 18:16:31 DHCPSERVER dhcpd[19637]: DHCPOFFER on 10.1.2.225 to 00:00:00:00:00:00 (SELPHY_DHCP_INSTANCE_0) via eth0
Jun 30 18:17:36 DHCPSERVER dhcpd[19637]: DHCPDISCOVER from 00:00:00:00:00:00 (SELPHY_DHCP_INSTANCE_0) via eth0
Jun 30 18:17:37 DHCPSERVER dhcpd[19637]: DHCPOFFER on 10.1.2.225 to 00:00:00:00:00:00 (SELPHY_DHCP_INSTANCE_0) via eth0
Jun 30 18:18:42 DHCPSERVER dhcpd[19637]: DHCPDISCOVER from 00:00:00:00:00:00 (SELPHY_DHCP_INSTANCE_0) via eth0
Jun 30 18:18:43 DHCPSERVER dhcpd[19637]: DHCPOFFER on 10.1.2.225 to 00:00:00:00:00:00 (SELPHY_DHCP_INSTANCE_0) via eth0
Jun 30 18:19:48 DHCPSERVER dhcpd[19637]: DHCPDISCOVER from 00:00:00:00:00:00 (SELPHY_DHCP_INSTANCE_0) via eth0
Jun 30 18:19:49 DHCPSERVER dhcpd[19637]: DHCPOFFER on 10.1.2.225 to 00:00:00:00:00:00 (SELPHY_DHCP_INSTANCE_0) via eth0
Jun 30 18:20:54 DHCPSERVER dhcpd[19637]: DHCPDISCOVER from 00:00:00:00:00:00 (SELPHY_DHCP_INSTANCE_0) via eth0
Jun 30 18:20:55 DHCPSERVER dhcpd[19637]: DHCPOFFER on 10.1.2.225 to 00:00:00:00:00:00 (SELPHY_DHCP_INSTANCE_0) via eth0
Jun 30 18:22:00 DHCPSERVER dhcpd[19637]: DHCPDISCOVER from 00:00:00:00:00:00 (SELPHY_DHCP_INSTANCE_0) via eth0
Jun 30 18:22:01 DHCPSERVER dhcpd[19637]: DHCPOFFER on 10.1.2.225 to 00:00:00:00:00:00 (SELPHY_DHCP_INSTANCE_0) via eth0
Jun 30 18:23:06 DHCPSERVER dhcpd[19637]: DHCPDISCOVER from 00:00:00:00:00:00 (SELPHY_DHCP_INSTANCE_0) via eth0
Jun 30 18:23:07 DHCPSERVER dhcpd[19637]: DHCPOFFER on 10.1.2.225 to 00:00:00:00:00:00 (SELPHY_DHCP_INSTANCE_0) via eth0
Jun 30 18:24:12 DHCPSERVER dhcpd[19637]: DHCPDISCOVER from 00:00:00:00:00:00 (SELPHY_DHCP_INSTANCE_0) via eth0
Jun 30 18:24:13 DHCPSERVER dhcpd[19637]: DHCPOFFER on 10.1.2.225 to 00:00:00:00:00:00 (SELPHY_DHCP_INSTANCE_0) via eth0
Jun 30 18:25:18 DHCPSERVER dhcpd[19637]: DHCPDISCOVER from 00:00:00:00:00:00 (SELPHY_DHCP_INSTANCE_0) via eth0
Jun 30 18:25:19 DHCPSERVER dhcpd[19637]: DHCPOFFER on 10.1.2.225 to 00:00:00:00:00:00 (SELPHY_DHCP_INSTANCE_0) via eth0
Jun 30 18:26:24 DHCPSERVER dhcpd[19637]: DHCPDISCOVER from 00:00:00:00:00:00 (SELPHY_DHCP_INSTANCE_0) via eth0
...

Syslog geflutet

Der UniFi AP-AC-Mesh an einem Standort brachte meinen ELK-Cluster für das Sammeln von Syslog-Meldungen aus allen Sites fast zum Glühen, nachdem die neue Firmware installiert war und der Access Point neu gebootet hatte.

Das Gerät sendete folgende Meldung 29 Mal pro Sekunde an den Syslog-Server:

<4> Jun 10 16:00:00 unifi.site.domain.local U7MSH,788a20263e00,v4.0.42.10433 kernel: [103146.842183] [wifi1] FWLOG: [105639111] VDEV_MGR_DEBID_DEFINITION_START ( 0x3, 0x40, 0x1, 0x6 )

Sobald ich wieder die alte Firmware (4.0.21.9965) installiert hatte, hörte die Log-Flut auf.

In Kibana ist die Flutwelle gut ersichtlich …

image-8418

… welche sich auch in der CPU-Auslastung wiederspiegelt:

image-8419

Auch Smokeping zeigt, dass das Gerät mit dem neuen Firmware eine deutlich höhere Latenz bei ICMP Ping Requests aufweist:

image-8420

Ein anderer Benutzer hatte dieses Phänomen bereits im März 2019 beobachtet und dies in einem Beitrag im offiziellen Support-Forum kundgetan: WAL_DBGID_SECURITY_ALLOW_DATA and VDEV_MGR_DEBID_DEFINITION_START — leider ohne Lösung.

Um das Problem ohne Downgrade des Firmwares zu beheben, habe ich meine rsyslog-Konfiguration, welche die Meldungen lokal in Empfang nimmt und an ELK weiterleitet, folgendermassen angepasst:

/etc/rsyslog.conf

...
# EMERGENCY 2019-06-10
if $msg contains 'VDEV_MGR_DEBID_DEFINITION_START' then {
    /dev/null
    stop
}

# Send all logs to ELK server
*.* @10.1.2.3:514
...

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Mittwoch, 26. Juni 2019

Das iPhone XS mit eSIM („Dual SIM“) ist für Weltenbummler ein Traum. Heute: USA-Reisen

Gestern Dienstag-Morgen bin ich von einem Kurztrip aus den USA zurückgekehrt.

Seit Jahren habe ich mir auf solchen Reisen gleich nach der Ankunft im nächsten T-Mobile-Laden jeweils eine T-Mobile Pay as you go Pre-Paid SIM-Karte gekauft und in meinem iPhone betrieben.

Mit einer solchen SIM-Karte kann ich innerhalb der USA telefonieren und (ortsabhängig schnelles und zuverlässiges) Internet geniessen, ohne dass ich bei meiner Rückkehr Sorgen um meine Telefonrechnung mit horrenden Roaming-Kosten machen muss.

Für 50 Dollar (plus die lokalen Steuern) erhält man für 30 Tage unlimitertes Internet mit LTE-Geschwindigkeit, unlimitierte SMS (braucht die noch jemand?) und unlimitierte Telefonate im us-amerikanischen Inland und einigen zugewandten Orten.

Da ich mir im Frühjahr 2019 beim Auszug des Media Markts aus der Markthalle in Bern verdammt Glück hatte und das letzte iPhone XS (Ausstellungsgerät) mit 30 Prozent Rabatt ergattern konnte, erfolgte bei diesem ersten Langstrecken-Trip in dem Jahr die Premiere: Ich wollte die Dual SIM-Funktion des iPhone XS verwenden und die virtuelle SIM-Karte bereits hier in der Schweiz zu Hause auf das Telefon draufladen. Das klappte (fast) problemlos:

Voraussetzungen

  • Ein eSIM-fähiges iPhone (sprich derzeit, d.h. im Juni 2019: ein iPhone XS, iPhone XS Plus oder ein iPhone XR)
  • Die iPhone-App T-Mobile eSIM
  • Eine Kreditkarte (VISA, Mastercard)

Schnellanleitung

Das iPhone benötigt eine Internet-Verbindung (d.h. WiFi, evtl. klappt es auch über 4G). Die App starten, laaange Warten, bis die Telefon-Hardware identifiziert wurde, einen Plan auswählen, die angezeigten Formulare ausfüllen (als US-Postleitzahl gebe ich die Postleitzahl des Heimatortes meiner Frau ein — diese PLZ wird meines Wissens nur verwendet, um die Vorwahl der T-Mobile Mobiltelefonnummer festzulegen), die (schweizerische) Rechnungsadresse eingeben, mit Kreditkarte bezahlen — et voilà, es erscheint eine Erfolgsmeldung mitsamt der neu zugewiesenen US-Mobiltelefonnummer.

Tipps

Planwahl Für den viertägigen Tripp habe ich den Simply Prepaid-Plan für $40 ausgewählt, welcher 30 Tage lang gültig ist und u.a. 10 GB Daten zur Verfügung stellt. Es gäbe auch noch einen expliziten Touristenplan für $30, der bringt aber nur 2 GB Daten mit, welche nach 21 Tagen verfallen. Für einen Heavy User wie mich unbrauchbar.

Als Referenz: Von Donnerstag-Abend (ca. 20:30 Uhr) bis Montag-Abend (ca. 18 Uhr) habe ich 3.1 GB Daten verbraten; und das ist eher wenig, weil ich die Hotel-WiFis immer verwendet habe und oft im Power Save-Modus unterwegs war, der Netzwerktransfers einschränkt.

Benennung der Linien und korrekte Konfiguration im Heimat- und Zielland:Ab sofort taucht die eSIM unter Settings > Mobile Data auf. Dort konfiguriert man die zwei verfügbaren Linien. Als erstes habe ich ihnen aussagekräftige Labels gegeben; d.h. „Switzerland“ und „USA“, indem ich die Einträge unter Data Plans angeklickt und das Feld Data Plan Label angepasst habe. Der Anfangsbuchstabe wird verwendet, um die Linien zu identizifizeren: Dies erfolgt visuell mit einem rechteckigen, grauen Böxchen, in welchem der Anfangsbuchstabe der Linie steht; bspw. in der Phone-App, damit man sieht, über welche Linie ein Anruf reingekommen oder rausgegangen ist. Bei mir also „S“ für Switzerland, und „U“ für USA.

Sobald man in den USA gelandet ist, stellt man in den iPhone-Einstellungen unter General > Mobile Data Folgendes ein:

  • Default Voice Line: USA
  • Mobile Data: USA

In der Schweiz sind die Einstellungen gerade umgekehrt (beide Male „Switzerland“); hier empfiehlt es sich zudem, den USA Data Plan auf „Off“ zu schalten, damit T-Mobile und die Amis nicht orten können, wo man sich in der Schweiz bewegt (vielleicht frisst das auch weniger Batterie?).

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Fallstricke

Es lief (fast) alles wie am Schnürchen. Wer es mir nachmachen will, sollte aber Folgendes beachten:

  1. Die Schweiz kann nicht als Herkunftsland der Kreditkarte ausgewählt werden. Ich habe stattdessen „Germany“ ausgewählt, die Schweizer PLZ eingegeben (vierstellig ist OK), und die Zahlung lief mit meiner Credit Suisse Bonviva VISA durch.
  2. Ich konnte den Betrag mit meiner für Auslandzahlungen bevorzugten Revolut-Kreditkarte nicht bezahlen. Dies könnte aber damit zusammenhängen, dass ich beim ersten Versuch zuerst mangels „Switzerland“ stattdessen „United Kingdom“ als Herkunftsland der Kreditkarte ausgewählt hatte (und nicht Deutschland, wie später mit der Credit Suisse Bonviva Kreditkarte). Sehr unwissenschaftlich: Beim zweiten Versuch zwei Faktoren anpassen und dann nicht sicher sein, welcher tatsächlich den Ausschlag gegeben hat. Die (zurückgewiesene) Zahlungsanfrage erschien jedenfalls gar nicht erst in der Revolut-App.
  3. Die App erschien mir sehr langsam und hakelig. Scheitert die Registration, muss man wieder komplett von Vorne beginnen und alle Formulare erneut ausfüllen — sehr mühsam. Zum Glück muss man sich mit der App im besten Fall nur für ca. fünf Minuten abmühen, und sie dann nie mehr öffnen.

Vorteile der eSIM

  • Die Schweizer Nummer bleibt aktiv; wenn mich jemand telefonisch kontaktieren will, klingelt das Telefon auch in den USA und es werden auch SMS aus der Schweiz angezeigt
  • Weder iMessage noch WhatsApp fordern einen auf, die Telefonnummer anzupassen — weder bei der Ankunft im Ferienland, noch bei der Rückkehr in der Schweiz

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Mittwoch, 26. Juni 2019

Trump bringt mit seinem Win-Lose-Ansatz die Win-Winler in die Bredouille

Heute kam ich bei einem Mittagessen mit einem Juristen auf das Thema Verhandlungstechnik zu sprechen.

Ich erzählte ihm, wie ich als Student als Vorbereitung auf mehrere internationale Model United Nations MUN-Anlässe an Seminaren von Prof. Felix Addor zur Verhandlungsführung teilgenommen habe. Dort wurde uns das vom Harvard Negotiation Project entwickelte Harvard-Konzept (engl. „Getting to Yes“) nahegelegt. Wenn ich mich korrekt erinnere, wird in der Verhandlungstechnik ein Win-Win-Resultat für beide Verhandlungspartner angestrebt. Sehr viele Juristen wie auch Diplomaten haben diese Verhandlungstechnik internalisiert.

Das Problem ist, dass man mit diesen Ansätzen gegen einen Herrn Trump nicht ankommt, da dieser auf Win-Lose spielt. Und spielt der Präsident der letzten verbliebenen Weltmacht mit dieser Taktik, haben die Win-Winler einen schweren Stand.

Mein Gesprächspartner verwies auf Matthias Schranner, Gründer des Schranner Negotiation Institutes, der sozusagen als Gegenpol die Win-Lose-Verhandlungstechnik lehrt. Und er schafft es eloquent, uns Konsensliebenden die Verhandlungstaktik des Herrn Trump zu erläutern — und ihm eine Logik und Intelligenz zuzuschreiben, welche ihm viele Leitmedien absprechen:

Wer sich dafür interessiert: Die zwei Verhandlungstechniken werden auch in Artikeln des Tagesanzeigers näher vorgestellt („Die Kunst der friedlichen Einigung“, 30. September 2013).

Doch gemäss Matthias Schranner hat Trump vor etwas mehr als einem Jahr seinen ersten grossen Fehler begangen, als er den Iranern vom Verhandlungstisch davon lief. Trotz Abschuss einer US-Drohne hat Trump entschieden, derzeit nicht gegen den Iran in den Krieg zu ziehen. Ob dies eine späte Nachwehe seines Entscheids vom Mai 2018 ist?

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Sonntag, 9. Juni 2019

Meine Sauna-Ausrüstung

Letzten Sommer entdeckten Stephanie und ich die Bernaqua-Aktion „Sommerpass“, die einem über die schwach besuchten Sommermonate für 199 CHF während zwei Monaten all-inclusive-Zugang zum Bernaqua (Erlebnisbad, Fitness, Sauna) erlaubt.

Heuer gibt es die Aktion übrigens auch wieder (verfügbar noch bis zum Starttermin 23. Juni 2019). Der Pass erlaubt dieses Mal sogar den Eintritt in andere Fitness-Center des Unternehmens. Wer also das nötige Kleingeld besitzt, während den Sommermonaten nicht oder nur wenig in die Ferien verreist oder aus anderen Gründen an den Standort Bern gebunden ist: Zuschlagen!

Im November des letzten Jahres entscheid ich mich nach den positiven Erfahrungen aus der Sommeraktion, ein Ganzjahres-Abonnement für den Fitnesspark zu lösen. Dank dem Beitrag meiner Krankenkasse kostet mich ein solches Abonnement „nur“ 900 CHF/Jahr — und da ich mich gleichzeitig für die MIGROS Fitnesscard entschieden habe, kann ich alle Wellness- und Fitnesscenter des Unternehmens in der Schweiz kostenlos besuchen. Ein No-Brainer!

Ich bin ein grosser Fan der gemischten Saunalandschaft im Bernaqua geworden. Was mir aufgefallen ist: Im Winter war ich kein einziges Mal krank und musste der Arbeit fehlbleiben. Ich schreibe dies primär den regelmässigen Saunagängen im Bernaqua zu.

Man sollte aber gewarnt sein: So wenig Volk wie im Juli und August trifft man das restliche Jahr hinüber in der Sauna nie mehr an; in den Wintermonaten wird es regelmässig sehr, sehr eng bei den stündlich stattfindenden Aufgüssen.

Doch was bringe ich jeweils mit in die Saunalandschaft? Hier meine persönliche Liste:

Tasche

Inspiriert durch die Zimmerausstattung im Wellnesshotel Rovanada in Vals habe ich mir letztes Jahr bei Brack mehrere Koziol Taschen XL gekauft. Aus wirklich starrem Plastic erscheinen sie mir perfekt, um den restlichen, nachfolgend aufgeführten Plunder in der Wohnung zu lagern und dann mit einem Handgriff ins Fitnesscenter mitzubringen.

Schuhwerk

Einerseits bringe ich seitjeher Havaianas Flip Flops mit ins Fitnesscenter. Mich hat aber zunehmends gestört, dass man „beim Einstieg“ in die Flip Flops immer so genau zielen muss, damit der Haltebändel zwischen dem grossen und dem nachfolgenden Zeh landet.

Ich habe mir deshalb bei Dosenbach Crocs-Imitate gekauft: HERREN CLOG. Sieht zugegebenermassen scheisse aus, sind aber viel einfacher anzuziehen und angenehm zu tragen.

Bademantel

Fast hätte ich seinerzeit bei Globus im Westside einen überteuerten Markenbademantel gekauft, der mir weder gut gesessen noch vom Stoff her gefallen hat (viel zu schwer, dick).

Glücklicherweise stellte ich den Kauf zurück, wanderte in die benachbarte H&M-Filiale und fand ihn, den perfekten, leichten, sehr stylischen Bademantel: Bademantel in Waffeloptik, Helles Taupe (ZUSAMMENSETZUNG Polyester 50%, Baumwolle 50% ART.- NR.0346942015). Er erinnert mich an einen japanischen Kimono.

Da mein Modell kurze Ärmel aufweist (ich bin mir nicht sicher, ob das oben verlinkte Modell wirklich meinem Bademantel entspricht — ich glaube das oben ist die Langarmversion), habe ich den Bademantel eine Nummer grösser gekauft: L/XL. Schaut meiner Meinung nach perfekt aus; die Ärmel kommen mir fast bis zu den Ellbogen.

Tücher

Erst wenn man die Sauna öfters besucht, merkt man, wie wichtig geeignete Tücher sind.

Ich erwähne diese explizit im Plural, weil ich mittlerweile nur mehr mit zwei Tüchern in die Sauna gehe: Blau (= kalte „Anwendung“; sauber), um mich nach den Duschen/Bädern zu trocknen; Rot/Orange (= heisse „Anwendung“; dreckig), um mich in einer Sauna darauf hinzulegen und meinen Schweiss aufzufangen.

Man könnte sich dafür die seit Jahren im Trend liegenden Hamamtücher leisten (ich habe auch vor langer, langer Zeit über Lieferanten berichtet).

Stattdessen habe ich dem Vernehmen nach saugkräftigere Leinentücher gesucht — und gefunden.

Das Hipster-Produkt von Outlier NYC war mir dafür aber deutlich zu teuer.

Dank Reddit wurde ich auf einen Lieferanten aus Europa aufmerksam: Ich habe mir bei Linenfiesta aus Litauen über Etsy zwei reine Leinentücher im Waffeldesign in den Dimensionen 160 × 100 Zentimeter geleistet (ACHTUNG: Es fallen Zollgebühren an, wenn der Warenwert inklusive Portokosten 5 CHF Mehrwertsteuer übersteigt).

Das blaue Tuch ist mir für das Abtrocknen nach der Dusche doch etwas zu gross (und berührte gelegentlich den Boden), weshalb derzeit gerade ein Tuch in der Dimension 70 × 130 Zentimeter auf dem Weg in die Schweiz ist.

Die Tücher rolle ich nach der Benutzung jeweils zusammen. Von Outlier NYC inspiriert habe ich mir hierzu auf Aliexpress entsprechende „Luggage Straps“ mit Buckle bestellt, die die zusammengerollten Tücher umschliessen und zusammengerollt lassen: THINKTHENDO Adjustable Suitcase Bag Travel Luggage Straps Buckle Baggage Tie Down Belt Lock 4 Color.

Necessaire

Als Necessaire verwende ich ein Werbegeschenk von Victorinox (ein sog. „Amenity Kit“), welches Stephanie vor einiger Zeit auf einem SWISS Business-Langstreckenflug erhalten hat.

Darin kann ich mein iPhone, meine Airpods sowie (in einem Ziploc-Sack) mein kleines Douche verstauen und mit in den Saunabereich nehmen.

Mir gefällt insbesondere das elastische Band mit Druckknopf, mit welchem sich das Etui schliessen lässt und so unterschiedliche Füllmengen zulässt.

Apple Watch

Seit ich die Apple Watch Series 4 besitze, welche wasserfest ist, bringe ich diese auf meine Saunagänge mit.

Ich bin nun mal eine Person, die zwar auf das Körpergefühl hört, aber trotzdem eine immer ähnlich lange Zeit in einer Sauna verbringen möchte. Deshalb kommt die Uhr immer mit und ich verwende sie, um meine — je nach Tagesform — 8 bis 12 Minuten abzusitzen. Weiterer Vorteil: Zusammen mit den über Bluetooth gekoppelten Apple Airpods kann man in der Ruhezone zu selbst ausgewählter beruhigender Musik entspannen (und gelegentlich einschlafen). Falls man einschläft, hilft der Timer der Uhr auch, dass man rechtzeitig vor dem Aufguss aufwacht …

Von den Diskussionen drüben bei vowe geleitet habe ich mir für Wassersport und Sauna das 44 mm Sport Loop, Muschel geleistet. Dieses soll im Vergleich zu den Silikonbändern rascher trocknen (irgendwie steht in den Kommentaren bei vowe zwar das Gegenteil — war wohl spät am Abend, als ich den Blog konsultiert habe?). A propos: Interessante Fragestellung. Ich trage mein Band wie auf dem zweiten Bild; d.h. Schlaufe unten.

Von Metallarmbändern rate ich ab, ausser man steht auf den Geruch von verbranntem Fleisch und potentiellen Brandings … *zwinker*

Und ja, meine Stainless Steel Apple Watch 4 hat bisher noch jeden Saunagang überlebt, ohne je einmal den Hitzealarm anzuzeigen und herunterzufahren.

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Sonntag, 9. Juni 2019

Thoughts on Apple’s Find my (English)

(A friend of mine living in the US asked me about my thoughts on Apple’s upcoming Find my app announced at WWDC 2019 this week — that’s why this article is posted in English)

Links (preliminary reads)

My thoughts

In short: Very, very, very useful.

Once rolled out, this feature will help a lot of devices to be returned to their rightful owner, and probably will also lead to some arrests over times, as well as some very weird discussions with friends and family («Brother-in-law, I know my iPhone is in your house! What the f*** were you thinking?») …

Oh, and think about missing persons, unconscious or incapable of calling for help. You MIGHT find them as long as they’re not totally off the beaten track, even if they don’t have mobile reception. Interesting to see whether good hackers will try to improve their antenna designs to catch Bluetooth signals from miles away (if this is even physically and technically possible?).

Of course, this feature only works as long as your phone is charged, switched on and not damaged (as in hard- and/or software issues). A while ago, a friend lost his phone when „not fully sober“ in front of his condo’s building on a night it was snowing heavily. He found it two days later when the snow melted (after an oven session the thing switched on again and still works, yay!) … this technology would have helped him find it (probably) the morning after, when the phone still had a charge — given that he had access to a second device able to receive the Bluetooth beacon (or another person living in the neighbourhood passing by with his Apple device).

Some questions currently remain open:

  1. How safe is it? In theory it sounds bullet proof. My biggest fear is that hackers nevertheless might find vulnerabilities in the implementation once it is in the wild — looking at you, 36C3 and Def Con. I hope Apple will be able to fix such vulnerabilities with a quick software update …
  2. Does the Bluetooth beacon signal continue to work when Airplane mode is activated? I don’t see airlines tolerate Apple devices sending Bluetooth beacons on an airplane during start and landing. So the Apple devices will have to respect an activated Airplane Mode. If implemented this way, as an unwanted side effect, it will lead malicious persons to switch the device to Airplane Mode (works for iPhones and iPads, but not MacBooks AFAIK) immediately after finding/stealing it, to prevent the device to broadcasting it’s location. On a sidenote: If a device is NOT switched to Airplane mode and such beacons are caught by other devices during a flight, this would give some weird location readings :-)
  3. Will Apple extend this feature to a yet-to-be-introduced tag-like device, as in Bluetooth tiles? Then your tracking might not be limited to a phone anymore, but to anything that can be attached to something (e.g. Bluetooth tile to your keychain, sports bag, backpack etc.). This will totally crush the market for such tiles, because you won’t have to install a tile-specific app on your phone, let it run in the background on your device and hope that other people passing by the lost item also run the very same app to catch your tile’s distress signal …

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Sonntag, 14. April 2019

SWISS und die täuschenden Cookie-Einstellungen

Soeben gerade reingefallen:

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Klickt man auf den roten, markant hervorgehobenen Knopf, aktiviert man alle Checkboxes oberhalb und lässt somit alle Cookies zu, auch wenn man diese gar nicht ausgewählt hat. Was man als sensitiver Benutzer aber will, ist der nicht als Button formatierte, unscheinbare Link „Confirm Selection“. Dann werden nur die wirklich „nötigen“ Cookies zugelassen.

Einige werden sagen, dass der User Interface-Designer ein Idiot ist, die meisten werden aber verstehen, dass dies völlig kühl kalkulierende Absicht der Fluggesellschaft ist.

Der Data Protection Officer DPO bei SWISS sollte sich über die Täuschung potentieller und tatsächlicher Kunden schämen. Kontaktieren kann man diese nicht näher genannte Person unter der E-Mail-Adresse dataprotection@swiss.com (gemäss SWISS Privacy Statement).

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Sonntag, 14. April 2019

Gesichtserkennung am Flughafen Zürich und bei SWISS

Im Januar 2018 durfte ich an einer Online-Umfrage teilnehmen, in welcher SWISS (und vermutlich der Flughafen Zürich) Kunden befragten, ob und wie sie Gesichtserkennung für den Check-In befürworten würden:

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Seither habe ich in der Sache nichts mehr gehört. Kommt da noch was? D.h. so etwas wie Face ID am Check-In 3 und Check-In 1?

Aus eigener Erfahrung weiss ich zumindest, dass die Einreise (d.h. die Passkontrolle an der Grenze zur Schweiz, im Gegensatz zur Interaktion mit der Airline) nun ohne menschlichen Kontakt mit der Zürcher Polizei möglich ist — Pass scannen, in die Kamera lächeln, und schwupp, die Schleusen öffnen sich (in den meisten Fällen jedenfalls).

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Labels: Reisen, Schweiz

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Sonntag, 14. April 2019

Coops geschwatziger Apache Sling

Entweder haben die Security-Kollegen bei Coop keine Härtungsrichtlinie für Apache erstellt, oder forcieren diese nicht für alle Server. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es für ein irgendein derart exponiertes Unternehmen sinnvoll ist, derart viele Information über den verwendeten Web-Server und dessen Module preiszugeben:

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Ob How to Hide Apache Version Number and Other Sensitive Info auch auf Apache Sling anwendbar ist, weiss ich nicht — aber dieses Reporting sollte sich auch bei dem Server mit einer Konfigurationszeile abschalten lassen.

(Screenshot erstellt im Juni 2018; Antwort auf die Übermittlung eines Teilnahmeformulars für einen Mondovino-Wettbewerb)

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Labels: Linux, Web

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