Donnerstag, 29. Oktober 2020

Faktencheck: „Irrt“ Joe Biden wirklich auf einer Wahlkampftribüne herum?

Seit ich auf YouTube einige Biden-Gaffe-Videos geschaut habe, erlaubt sich die Plattform, mir regelmässig Biden-kritische Clips zu empfehlen. Zum Beispiel der obige Ausschnitt, in welchem Joe Biden den Anschein macht, dass er orientierungslos auf der Wahlkampftribüne herumirrt, während seine Frau Jill eine Rede hält (aufgenommen an einer Wahlkampfveranstaltung in Bristol, Pennsylvania).

Einige Kommentare liessen mich schmunzeln, fies, aber es geht halt immer noch um das Amt des (noch) mächtigsten Mannes der Welt:

Plot twist: He’s trying to find his wife.

Joe is just trying to find the door. He wants to go home to his basement.

Jill: No, seriously will you stand with him; he’s gonna walk into traffic.

He’s just wandering around looking for you know, that thing.

Mich nahm daraufhin Wunder, ob es eine Aufzeichnung der ganzen Veranstaltung gibt, um die Situation besser einschätzen und einbetten zu können. Das tut es, ein 40-minütiges Video existiert:

Der obige Ausschnitt beginnt um 6 Minuten 35 Sekunden. Da die Rede mit einer anderen Kamera aus einem leicht anderen Winkel aufgezeichnet wurde, sieht man hier auch, dass Biden nicht einfach so auf der Bühne „herumwandert“ (irrt?), sondern zu einer Wahlkampfmitarbeitern geht und etwas mit ihr bespricht. Das Ganze schaut also schon massiv harmloser aus, als das erste Video es glauben machen wollte.

Eine Frage bleibt dennoch: Was für eine Besprechung ist derart wichtig, während der Rede seiner Frau für alle Kameras (und das Publikum) sichtbar hinter ihr hin- und herzulaufen?

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Donnerstag, 29. Oktober 2020

MagSafers sollten das neue Apple Ladegerät zukaufen

Matt Birchler captures the incongruity of Apple’s pitch that they don’t need to include chargers in the iPhone box anymore because everyone has so many chargers already, but their new MagSafe charging only works at full capability with the new 20W adapter that no one already has.

Quelle: ‘A GUY WALKS INTO AN APPLE STORE’

(oder schreibt man das im Plural als „MagSavers“?)

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Dienstag, 27. Oktober 2020

Corona: Übungsabbruch

Die aktuelle Lage in der Schweiz kommt mir irgendwie fürchterlich bekannt vor — alle Leute, die bereits etwas länger mit Computern hantieren, erinnern sich garantiert an folgende Geschichte, die sich so, oder sehr ähnlich, in praktisch jedem Haushalt zugetragen hat (Analogie? Metapher?):

Man besitzt eine 40GB Festplatte, die nur noch einige Gigabytes an freiem Festplattenplatz bietet. Ein, zwei Jahre zuvor, als man die Platte im Laden abholte, konnte man sich nicht ausdenken, sie je zu füllen.

Doch nun läuft sie fast über. Man lädt sich Tools aus dem Internet herunter, welche einem anzeigen, welche Ordner und Dateien am meisten Festplattenplatz beanspruchen. Ein, zwei Gigabytes an altem, unnützen Schrott hat man damit rasch gelöscht. Die Warnmeldungen verschwinden danach und man benutzt den Computer beruhigt wieder für die ursprünglichen Aufgaben.

Doch dann das: Einige Wochen später wieder dasselbe Problem. Man beginnt immer mehr, am Festplatteninhalt rumzuwursteln, steigert sich zunehmend in etwas hinein, verliert den Wald vor lauter Bäumen aus den Augen und verplämpert Stunden mit Aufräumaktionen — plötzlich sind einige wenige Megabytes an Platzgewinn das Tagesereignis schlechthin. Doch anteilsmässig kommen diese Platzreduktionen „too little, too late“, wie US-Amerikaner sagen.

Vielleicht beginnt man sogar, sich nach der „Esoterik“ im IT-Sektor umzuschauen: Doublespace (das spätere DriveSpace) (oder: wer kennt noch Stacker?). Wieso nicht einfach die Festplatte komprimieren? Die CPU-Zeit zum Dekomprimieren kann man sich leisten, rödelt die CPU doch die meiste Zeit ohne Auslastung herum. Leider funktionieren solche Techniken nur mit Textdateien und anderen effizient komprimierbaren Dateiformaten. Bei JPEG, MPEG und MP3 helfen auch solche Tools nichts mehr, und die werden zu dem Zeitpunkt bereits immer populärer.

Diese Endlosschleife wiederholt sich nun in immer kürzer werdenden Intervallen. Bis es einem schlicht zu blöd wird. Man überprüft den Kontostand, sichert sich bei der Partnerin die Finanzierung, und dann geht man zu Prompt Computer Surdyka & Co. an die Neuengasse in Bern. Und ersteht sich eine 80GB Festplatte. Ruckzuck ist diese installiert und die Daten von der alten auf die neue Platte geklont — und es strahlen einem 40GB freien Festplattenplatz entgegen. Die Platte, die hält, was sie verspricht. Vorerst. Bis sich das Rad ungefähr zwei Jahre später wieder genau gleich zu drehen beginnt.

Und nun der Übergang zur aktuelle Corona-Lage: Übungsabbruch. Ich kann sowohl das schon fast esoterisch anmutende Rumgewurstle und die Kakophonie nicht mehr ertragen. Behörden, Politik und (Mainstream-)Medien haben mein Vertrauen verspielt. Anstelle zuzugeben, dass sie weder eine Ahnung noch ein Rezept haben, der „Pandemie“ wirksam zu begegnen, werden in immer kürzeren Abständen immer hirnrissigere Massnahmen ausprobiert und dem Volk suggeriert, dass man die Situation bald im Griff habe.

Leute, die in die Taskforce eingebunden sind, führen ein Doppelleben auf Twitter — fast so wie ein Bundesrat, der in einer Sache den Beschluss des Gremiums zu vertreten hat, aber eigentlich dagegen gestimmt hat. Und dann seine Meinung überall und jedem erzählt, ob die Person es nun überhaupt hören will oder nicht.

Aus meiner Sicht sieht die Flucht nach vorne folgendermassen aus: Der Bundesrat beruft eine Pressekonferenz ein. Simonetta Sommaruga steht aufrecht und ehrlich vor die Medien und gesteht, dass man diesen Virus nicht in den Griff bekommt. Sie und Alain Berset blicken ernst in die Kamera und bereiten das Schweizer Volch auf das vor, was kommen wird: Viele weitere hundert, vermutlich sogar tausende Tote unter den ältesten, vulnerablen Bewohnern der Schweiz (plus ein paar Unglückliche mit jüngeren Jahrgängen, die zum falschen Zeitpunkt am falschen Ort waren — oder von Vorerkrankungen geschwächt sind). Vielleicht übertreiben die beiden hier sogar ein wenig mit den apokalyptischen Prophezeiungen — doch lieber so, als umgekehrt: Stellt sich der Virus im Nachhinein als doch nicht so wild heraus, kann man wenigstens dann mit erfreulichen Nachrichten vor die Bevölkerung stehen und sich feiern lassen, dass nicht so viele gestorben sind, wie befürchtet.

Berset übernimmt die Verantwortung über das Debakel im BAG im spezifischen — einem Amt unter seiner Aufsicht, welches 2020 ein Budget von 168 Millionen verschlingt — und das offenbar äusserst marode Gesundheitssystem der Schweiz im Generellen (wofür ebenfalls des Departements des Innern zuständig ist). Eines der teuersten der Welt, aber offenbar nur (noch?) fähig, kleine, nicht lebensbedrohende Boboli zu behandeln. Dessen Personal- und Infrastruktur offenbar nur derart knapp dimensioniert ist, dass im Kanton Schwyz 10-20 spitalfällige Corona-Infizierte reichen, um die Spitalchefin einen Hilferuf in den Medien zu lancieren. Zu einer anderen Zeit, mit anderem Personal hätte man vielleicht statt YouTube-Videos zu filmen lieber Wege gefunden, um dem Ansturm begegnen zu können (bspw. dem Chef eines befreundeten Spitals anrufen, und freundlich um Verlegungskapazitäten anfragen).

Berset gibt seinen sofortigen Rücktritt bekannt, denn er, der das als Vorsteher des EDI alles toleriert hat, kann schlicht nicht die Lösung des Problems sein. Er ist stattdessen Teil des Problems.

Der Befreiungsschlag hilft. Die verbleibenden Bundesräte künden nach Beratung mit den staatstragenden Parteien und Interessenverbänden einen Marschall-Plan für das Schweizer Gesundheitswesen an: Die nächste Pandemie kommt bestimmt, und das nächste Mal wird sie keinem etwas stärkeren Grippejahr ähneln, sondern eher der Pest im Mittelalter. Darauf bereitet man sich nun vor: Man benötigt rasch aktivierbare Intensivplätze, aber gleichzeitig auch ausreichend Personal, um die Kranken zu pflegen. Beginnt man mit der Ausbildung jetzt, könnte man es knapp bis zur nächsten Pandemie hinkriegen. Statt die Swiss mit einer zweiten Kreditlinie zu retten und teure Kampfflugzeuge anzuschaffen, erhöht man die Löhne der Krankenpfleger durchs Band.

Was er auch immer tut: Der Bundesrat tritt immer mit der klaren Ansage auf, dass es auch bei der nächsten Pandemie viele Tote geben wird. Denn der moderne Bundesstaat hat es auch nach 172 Jahren nicht geschafft, jedem von uns das ewige Leben zu garantieren.

Schlussendlich gibt es natürlich auch noch eine PUK, die sowohl im BAG keinen Stein auf dem auf dem anderen lässt (Empfehlung: vollständige Auflösung des Bundesamtes, kompletter Neustart mit frischem Blut — aber Achtung vor der Pharmaindustrie und deren Lobbyisten, die stehen dannzumal längst in den Startlöchern) als auch das fragwürdige Verhalten einzelner Mitglieder der Taskforce sowie ehemaliger BAG-Mitarbeiter transparent macht.

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Sonntag, 25. Oktober 2020

Ich liebe meine Uniqlo AIRism Community Face Mask!

Nützt höchstwahrscheinlich nichts (was wir lange vermutet haben wird vom Kassensturz-Test nachgewiesen), aber schaut in der Farbe schwarz immerhin super scharf aus!

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Sonntag, 25. Oktober 2020

Helm, eh, … Maske auf!

(Das Photo wurde im September 2020 von meiner Frau in Nürnberg geschossen, als ich mir nach dem Abendessen im Bratwursthäusle bei Tafelzier noch ein Dessert gönnen wollte)

… aber wenn ich mit Maske UND dem Velohelm auf dem Kopf in den Globus Lebensmittel in Bern gehe, schauen mich alle komisch an! Dabei kann sowohl eine Corona-Infektion als auch auf-den-Kopf-fallen zum Tode führen. Die Wahrscheinlichkeit ist vermutlich in beiden Fällen verschwindend klein. Aber auch ich freunde mich langsam mit dem Null-Risiko-Ansatz an.

Spass beiseite: Ich weiss, ich weiss: Ich trage die Maske, um die vulnerablen Mitmenschen vor potentiellen Corona-Aussonderungen zu schützen.

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Samstag, 24. Oktober 2020

Von der richtigen und guten Wissenschaft

Ihre Meinung: „Wissenschaftler sind ja nicht automatisch Stimmen der Vernunft.“

Meine Meinung: Bingo! Das haben die letzten acht Monate beispielhaft gezeigt. Skeptisch sollte man insbesondere gegenüber denjenigen Exponenten sein, die mit YouTube-Clicks ihr Einkommen bestreiten. Oder denjenigen, die endlich ihren Lebensinhalt mit rumtwittern gefunden haben.

Und jetzt DER HAMMER (zwingend zuerst maiLab schauen):

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Dienstag, 20. Oktober 2020

Credit Suisse: Kartensperre in der App gratis, am Telefon 55 Franken

Schreckensstunden vor zwei Wochen: Am Donnerstag-Abend bemerkte ich nach dem Tanken, dass mir mein Portemonnaie fehlte.

Wenige Minuten vorher hatten wir eine IKEA-Filiale verlassen. Den Einkauf dort hatte ich mit einer Debit-Karte aus dem Portemonnaie bezahlt — zu dem Zeitpunkt hatte ich es also noch. Ich erinnerte mich auch, dass ich das Portemonnaie beim Einladen der Ware in das Auto garantiert noch auf mir trug.

Aber im mit Gepäck und Waren vollgestopften Auto fand sich nichts. Hatte ich den Geldbeutel vielleicht aus lauter Dummheit auf das Autodach gelegt, und war dann mit dem blinden Passagier weggefahren?

Wir durchsuchten das Auto, fuhren in den IKEA zurück, schauten uns bei unserem Parkplatz um, fragten die Rangeure der Einkaufswagen und fuhren das Parkhaus auf unserer Route ab. Schlussendlich hinterliess ich beim Kundendienst eine Verlustmeldung. Da es bereits am Eindunkeln war und wir bei Bekannten zum Besuch erwartet wurden, gab ich die Suche auf.

Bei den Bekannten nutzte ich eine ruhige Minute, um die Sperrhotline anzurufen und die Karten sperren zu lassen. Der Mitarbeiter war nett und verständnisvoll. Er empfahl, die zwei im Portemonnaie befindlichen Debit-Karten zuerst einmal zu sperren und vorerst noch keinen Ersatz zu bestellen. Er wies mich aber darauf hin, dass die Kartensperrung bereits jetzt 55 Franken kosten würde — auch wenn die Karten am nächsten Tag wieder auftauchen würden. Wohl oder übel willigte ich ein.

Das Portemonnaie fand sich am nächsten Morgen dann tatsächlich wieder — es lag bei den Fussablagen der Rücksitze kaum sichtbar unter einem Wägeli. Wie es darunter gelangt ist bleibt mir bis heute ein Rätsel.

Ich rief die Kartensperr-Hotline erneut an (da es Freitag und zu Bürozeiten war gehe ich davon aus, dass eine andere Abteilung den Anruf entgegennahm). Die Mitarbeiterin am Telefon fragte mich, ob ich die Credit Suisse Banking App verwenden würde, was ich bejahte. Sie wies mich an, die Banking App auf meinem iPhone zu öffnen und dort unter Karten die Sperrung der zwei Karten je mit einem Wisch aufzuheben.

Fantastisch! Endlich schliesst die behäbige Bank zu Fintechs wie Revolut auf, welche genau das seit jeher in ihrer App anbieten.

Die Überraschung kam nun diese Woche: Mir wurde für die Sperrung von zwei Karten je 55 CHF verrechnet. Ich war mir fast sicher, dass mir das der Hotline-Mitarbeiter so nicht explizit gesagt hatte (ich ging davon aus, dass es sich um einen Vorfall mit mehreren Karten handelt, und die Gebühr deshalb nur einmal verrechnet wird).

Heute nach meiner Intervention dann die freudige Nachricht: Credit Suisse erlässt mir aus Kulanz eine der zwei Sperrgebühren.

Am Telefon mit Credit Suisse frage ich vor Abschluss des Gesprächs aus Neugier, ob die Sperrung der Karte über die App eigentlich auch 55 Franken kostet. Und jetzt kommt der eigentliche Hammer: Nein!

Wieso hat mich der Hotline-Mitarbeiter an dem Abend nicht sofort nach Annahme des Anrufs darauf hingewiesen, dass ich die Karten über die App ohne Kostenfolgen selber sperren und entsperren kann? Ein Schelm, wer Böses denkt …

Ich bat die Mitarbeiterin, doch das Hotline-Personal besser zu schulen und die Kunden explizit auf diese Möglichkeit hinzuweisen. Grosse Hoffnung auf Änderungen hege ich nicht.

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Montag, 19. Oktober 2020

BREAKING: Web-Site zeigt Auslastung der Schweizer Intensivstationen

Endlich! Während die seit acht Monaten auf Corona-Schreckensmeldungen konditionierte Öffentlichkeit täglich nach der Zahl der positiv Getesteten lechzt, wünschen sich Leute mit etwas mehr Verstand eine Übersicht der Auslastungszahlen der Intensivstationen des Landes.

Und die gibt es seit langem, nur wusste ich das nicht. Dank geht an einen Bekannten, der mir den Link freundlicherweise zugesendet hat:

icumonitoring.ch

(Nachfolgend Screenshots mit Stand 23. Oktober 2020, d.h. Prognose?)

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Deutsches Äquivalent: DIVI-Intensivregister

Nachtrag

Eine Kollegin hat mich darauf hingewiesen, dass die Bettenkapazitäten (noch?) nicht das Hauptproblem sind. Das grössere Problem sei, dass qualifiziertes IPS-Pflegepersonal fehlt. Denn Patienten müssen ja nicht nur in einem Bett liegen, sondern auch von jemandem betreut werden.

Da scheint sich nun zu rächen, dass in der Schweiz offenbar seit Jahren zu wenig Personal ausgebildet wird, und das existierende Personal vermutlich deshalb auch regelmässig verheizt wird. Und sich diese Knappheit vermutlich auch nicht im Salär widerspiegelt.

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Montag, 19. Oktober 2020

Die Schweiz auf dem Weg nach Coronistan

Sehr, sehr viele Schweizer haben ihr Ticket schon gebucht, sich bereits eingecheckt und sitzen auf ihrem Sitzplatz. Für sie geht es nun mit Maske und unter der Führung der Schutzheiligen Saint Berset und Santa Sommaruga in die Utopie einer Null-Risiko-Gesellschaft.

Ich weigere mich, mit auf diese Reise zu gehen, und höre und lese lieber, was die letzten Mohikaner uns sagen möchten (Quintessenz: „Sapere aude“):

Daniele Ganser, SIPER

Ferner:

Patrick Feuz, Der Bund

Zweiter Lockdown ist keine Option Der Kampf gegen das Virus bleibt mühsam. Doch es bringt nichts, bei jedem Anstieg der Infektionsrate den Kopf zu verlieren.

Georg Häsler Sansano, NZZ

Jetzt nur nicht die Nerven verlieren! Früher als erwartet hat die zweite Corona-Welle auch die Schweiz erfasst. Behörden und Bevölkerung müssen jetzt dem inneren freiheitlichen Kompass vertrauen. Die ausserordentliche Lage braucht es nicht mehr.

Rafael Lutz, Infosperber

Ein genbasierter Impfstoff soll’s richten Der Bund vertraut im Kampf gegen das Coronavirus auf einen mRNA-Impfstoff der Firma Moderna – er geht ein ziemliches Risiko ein.

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Samstag, 17. Oktober 2020

Binswanger fordert uns zu uneingeschränktem Wissenschaftsgehorsam auf

“Wir verfügen über hervorragende Wissenschafts­einrichtungen und über Forscherinnen, die zwar ganz bestimmt nicht allwissend sind, die aber ihre Erkenntnisse immer umsichtig und verant­wortungsvoll in die Debatte getragen haben. Warum werden sie nicht gehört?”

Quelle: Schluss mit dem Corona-Nonsens!

Aha. Meines Wissens sind „die“ Wissenschaftler seit Anfang 2020 auf Dauersendung, und tragen ihre Erkenntnisse „immer umsichtig und verantwortungsvoll“ in die Welt hinaus. Einige Beispiele?

Quelle: Forscher ist vorsichtig optimistisch

Lockdown eine Woche später hätte über 6000 Opfer mehr gefordert

Laut einer Modellrechnung der Uni Bern wären rund 1600 Leben gerettet worden, hätte der Bundesrat die Schweiz sieben Tage früher stillgelegt. Eine Woche später und die Spitäler wären überlastet gewesen. […] Christian Althaus, Epidemiologe der Universität Bern, ist dieser Frage nachgegangen.

Quelle: Berner Studie zu Corona-Massnahmen

Etwas anders sieht es ein emeritierter Professor, bei welchem ich seinerzeit (in grauer Vorzeit) die Einführungsvorlesung Politikwissenschaften besucht habe:

“Und so kamen Wissenschaftler mit anderen Fachbeurteilungen – vor allem auch kritische Volkswirtschafterinnen oder Juristen – gegenüber den meinungsführenden Virologen und Epidemiologen nicht zum Zug: Diese dominierten die Problemdefinition der Pandemie nicht nur zu Beginn des Prozesses, sondern auch während des gesamten Krisenmanagements. Das gab einer ebenso alten wie falschen Idee neuen Auftrieb: Dass «die» Wissenschaft die eine, richtige, gar einzig richtige Antwort auf neue Fragen finde.”

Und an die Adresse der Binswangers in den Redaktionsstuben:

“Die einseitige Medien-Berichterstattung samt den Versuchen, Kritiker insgesamt als «Verschwörungstheoretiker» zu denunzieren, ist unverzeihlich. Sie verletzt die Medien-Grundsätze der Unabhängigkeit wie des «audiatur et altera pars».”

Quelle: Wissenschaftler sollen zu den Grenzen ihres Wissens stehen

Den Kommentaren nach zu urteilen wünschen sich die meisten Republik-Leser das von Binswanger herbeifabulierte Coronistan herbei.

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