Sonntag, 1. August 2021

Corona-Newspeak

Der Blick übt sich in einem Artikel vom 28. Juli 2021 im Newspeak:

Die Delta-Variante macht dem Bund einen Strich durch die Rechnung.

Schön, wie der Virus hier zum Akteur gemacht wird, und dem Bundesrat deshalb nur der „autonome“ Nachvollzug bleibt. Merke: Der Bundesrat muss gar nichts, er entscheidet immer noch aus freien Stücken. Die ganze Übung könnte morgen abgebrochen werden, wenn man denn wollte.

Eigentlich hätten nach den Plänen des Bundes bis Ende des laufenden Monats alle geimpft sein sollen, die das wollen. Doch wegen der Sommerferien hat die Impfgeschwindigkeit bekanntlich stark abgenommen, so dass dieses Ziel noch nicht erreicht wurde.

Quelle: Delta stoppt den Bund: Weitere Öffnungen müssen warten

Die Impfgeschwindigkeit hat höchstwahrscheinlich abgenommen, weil all diejenigen sich bereits haben impfen lassen, die das wollten. Es verbleiben diejenigen Einwohner des Landes, welche sich schlicht und ergreifend nicht impfen lassen wollen — aus welchen mannigfaltigen Gründen auch immer. Das hat nichts mit Sommerferien zu tun, im Gegenteil: Wer über den Sommer ins Ausland in die Ferien reisen wollte, hat sich höchstwahrscheinlich lange vor den Ferien impfen lassen.

Besorgniserregend, wie solche Artikel ohne Aufschrei veröffentlicht werden können.

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Sonntag, 1. August 2021

Im ewigen Corona-Hamsterrad

[Roger Letsch] … Und ich garantiere euch dass es folgendermassen laufen wird: Im Moment sind die Feinde die Ungeimpften. Aus welchen Gründen auch die immer ungeimpft sind. Der Zwang der sich daraus ergibt dass man vielleicht mit einer negativen Indikation und der Arzt sagt „Bei Ihnen besser nicht, mit Ihrem kaputten Immunsystem“. Oder man hat eine Krebstherapie hinter sich, oder ist vielleicht schwanger, auch da gibt es ja Negativindikationen. Das sind im Moment die Feinde, wenn die dann weit genug dann runtergedrückt sind, dann sind das die doppelt Geimpften, die sich dem dritten Shot verweigern. Und die Dritt-Shot-Geschichte, wenn dann der vierte Shot kommt für die nächste und übernächste Variante. Das wird so weitergehen.

Quelle: indubio Flg.149 – Politische Hintertüren als Haupteingänge bei 31min 50sec

Mich beschleicht die Befürchtung, dass Roger Letsch vollkommen recht hat. Bald wissen wir es.

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Dienstag, 20. Juli 2021

Schreckgespenst Long Covid

Bis zu 300’000 Long Covid-Betroffene

Quelle: Jeder Vierte ist von Long Covid betroffen (3. Februar 2021)

Die IV hat bis Mai 656 Neuanmeldungen wegen Long Covid registriert.

Quelle: Corona hinterlässt erste Spuren in der Invalidenversicherung (19. Juli 2021)

Wann kommen die restlichen 299’344 Anmeldungen?

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Dienstag, 6. Juli 2021

Studiert nicht zu viel an der Vergangenheit oder der Zukunft herum

Was ich aus diesem Video mitgenommen habe:

Das Gehirn ist ein wundervoller Apparat. Erinnerungen sind wichtig, solange man nicht anfängt, permanent an der Vergangenheit herumzustudieren („was wäre wenn“, „was hätte ich anders tun sollen“). Auch die Vorstellungskraft ist wichtig für das „in-die-Zukunft-blicken“, kann aber auch schädlich sein, wenn man sich konstant alle Möglichkeiten überlegt, wie ein Vorhaben schiefgehen könnten.

Das Wichtigste ist, voll in der Gegenwart zu leben und diese in sich aufzusaugen.

Dies als Ergänzung zum Video von Eckhart Tolle, welches ich hier bereits gepostet habe.

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Sonntag, 4. Juli 2021

Das Knie-Foul von Marcus Danielson (SWE) an Artem Besyedin (UKR) an der Euro 2020

Auf Grund meines Ski-Unfalls standen mir im Match Schweden gegen Ukraine alle Körperhaare zu Berge, als ich das Foul von Marcus Danielson an Artem Besyedin sah:

Ganz wüste Sache. Mutmassungen über die möglichen Verletzung(en):

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Sonntag, 4. Juli 2021

Apple CarPlay funktioniert in einem VW Sharan nicht mehr

Diese Woche waren wir mit der Familie meiner Frau in einem Mietwagen — einem Volkswagen Sharan mit allen Schikanen — in der Schweiz unterwegs.

Am Donnerstag-Morgen kurz nach der Abfahrt dann folgendes Problem:

image-10290

Egal mit welchem USB-zu-Lightning-Kabel und welchem iPhone (das 11 Pro meiner Frau, sowie mein XS): Wir konnten kein Apple CarPlay auf den Bildschirm zaubern.

Connection failed.

Please make sure your mobile device is unlocked.

Nach etwas Recherche im Internet dann die Lösung:

What I do is hold down the power button on the radio console for 10-15 seconds, this is comparable to a hard reset of the system.

Works every time.

Quelle: CarPlay stopped working today

Nach etwa 5 Sekunden Druck auf den Power-Knopf (⏻) erfolge der Neustart des Entertainment-Systems, und wenig später konnte Apple CarPlay wieder geladen werden.

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Sonntag, 27. Juni 2021

OpenVPN warnt MULTI: packet dropped due to output saturation (multi_process_incoming_tun)

Fri Jun 25 21:10:49 2021 us=113808 user1/1.2.3.4:7609 MULTI: packet dropped due to output saturation (multi_process_incoming_tun)

Es gibt offenbar zwei Lösungen für das Problem:

  • UDP: Das VPN anstelle über TCP mittels UDP aufbauen (aufwändig; erfordert den Rollout einer neuen Konfigurationsdatei auf alle Clients).
  • TCP Queue Limit erhöhen: Serverseitig fügt man in die Serverkonfiguration die Zeile tcp-queue-limit 256 ein und startet den Server neu (Quelle)

Letzteres scheint bis jetzt gut zu klappen.

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Sonntag, 27. Juni 2021

Mit der upc App über Mobilfunk-Roaming aus dem Ausland fernsehen

Ein Kollege hat mich kürzlich gefragt, wieso er trotz des von mir geliehenen VPN-Zugangs im Ausland mit der upc App keine aufgezeichnete Sendung schauen kann.

Er war im 4G-Netz des Landes eingebucht und hatte VPN aktiviert. Doch die upc App sagte ihm:

Nicht verfügbar

Dieses Video ist ausserhalb deiner Region nicht verfügbar

image-10282

Komisch. Wie zum Teufel wusste die App, dass der Kollege im Ausland war — auf IP-Ebene kommunizierte der Kollege nämlich mit einer 100-prozentig Schweizerischen IP? Daran konnte es nicht liegen.

Mir schwante Böses, und bat ihm, unter Settings > Privacy > Location Services der upc App die Rechte zu entfernen, den Standort zu eruieren. Gesagt, getan, worauf die App folgendes anzeigte:

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Ich war schon mit meinem Latein am Ende, als ich den Text noch einmal genau las: „Um ein Video über die mobile Netzwerkverbindung abzuspielen, …“.

Ich bat den Kollegen, auf einem zweiten Telefon den Hotspot zu aktivieren, sein Telefon damit zu verbinden, und dann VPN zu starten.

Dann klappte es und er konnte die aufgezeichnete Sendung streamen. Aus Sicht seines Telefones war er nämlich nun mit einem WLAN verbunden. Und upc scheint bei dieser Verbindungsart den Standort des Telefons nicht abzufragen.

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Sonntag, 20. Juni 2021

Alle zwei Jahre dasselbe mit unserer Nati …

2006

Wie immer wird unser Team auch dieses Jahr verbissen kämpfen müssen. Wenn wir weiterkommen, dann nicht auf Grund der (nicht existenten) Stärke als Fussballernation, sondern weil ungefähr 300 Faktoren eingewirkt haben, die nichts mit unserer Mannschaft zu tun haben. Also im Stile von „Wenn der Zweite in dem Spiel vier Goals macht, der Viertplatzierte aber mindestens ein Unentschieden herausholt und – ganz wichtig – Beni Turnheer im dritten Spiel in der vierzehnten Minute kurz das Bewusstsein verliert, ja dann kommen wir weiter“.

Für die von mir bisher erlebte Fussballgeschichte der Schweiz war es prägend, dass es nie einfach so „flutschte“, dass unsere Nati nie derart souverän und überlegen auf dem Feld stand, dass der Endsieg in keiner Minute angezweifelt werden konnte.

Quelle: Prognose Frankreich – Schweiz

2021

Die Schweiz gewinnt gegen die Türken und Wales verliert gleichzeitig gegen Italien. Dann stünden beide Teams bei 4 Punkten und das Torverhältnis würde darüber entscheiden, wer als Gruppenzweiter weiterkommt. Derzeit hat Wales (3:1) gegenüber der Schweiz (1:4) deutlich die Nase vorn. Das bedeutet, die Schweiz müsste genügend hoch gewinnen bzw. Wales genügend hoch verlieren.

Die Schweiz gewinnt gegen die Türkei und Wales punktet gegen Italien. In diesem Fall kann die Schweiz nur noch als Gruppendritter die Qualifikation schaffen. Ab da wird es kompliziert. Von den restlichen 5 Gruppen müsste die Schweiz 2 Drittplatzierte hinter sich lassen, um sich als einer der 4 besten Gruppendritten zu qualifizieren.

Quelle: Szenarien vor Türkei-Spiel: So schafft es die Schweizer Nati noch in die Achtelfinals

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Mittwoch, 16. Juni 2021

CO2-Ausstoss der Schweiz im Vergleich zur Welt

2017 hat die Schweiz 47.96 Millionen Tonnen CO2 ausgestossen (Quelle). 2016 machte das 4.1 Tonnen pro Kopf aus (Quelle).

Gewisse Leute fokussieren ausschliesslich auf den Pro-Kopf-Ausstoss, was ich in der gesamten Diskussion aber als zu einäugig empfinde. Deren Argument lautet dann weniger „Senken wir den weltweiten CO2 nachhaltig, und vor allem spürbar“, sondern viel eher „Was gibt uns Schweizern das Recht, so viel mehr CO2 auszustossen als ein Einwohner in Land X?“.

Zum Vergleich: Spitzenreiter China stiess 2017 10’400 Millionen Tonnen CO2 aus (29.7 Prozent des weltweiten Gesamtausstosses, und das 216-fache der Schweiz), gefolgt von den USA (5’320 Mio. T.; 13.9%; 110-fache) und Indien (2’300 Mio. T.; 6.9%; 48-fache) (Quelle).

Die am letzten Sonntag zur Abstimmung stehende Gesetzesvorlage hätte eine Reduktion des CO2-Ausstosses auf 27 Millionen Tonnen CO2 bis 2030 verlangt (Quelle). Dies käme fast einer Halbierung unseres Ausstosses gleich. Die Reduktion von knapp 20 Millionen Tonnen CO2 im Jahr entspräche dem CO2 Ausstoss von China — an weniger als einem einzigen Tag. (Um genau zu sein: China stösst pro Tag 28 Millionen Tonnen CO2 aus …) Dies wäre also sprichwörtlich nur ein Tropfen auf den heissen Stein gewesen.

PS: Und wenn Hans-Werner Sinn mit seinem „grünen Paradoxon“ Recht hat, hätten einfach ein oder mehrere andere Länder dieser Welt die von uns „eingesparten“ 20 Millionen CO2 in die Luft geblasen …

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