Dienstag, 29. Dezember 2020

Der Kult des R-Werts

[…] ein Kult [wird] durch drei Aspekte bestimmt: ein Kultobjekt [R-Wert, Anzahl positiver SARS-CoV-2 Tests], eine den Kult ausführende Personengruppe [Epidemiologen, Virologen, Taskforce-Mitglieder, Bundesräte, Zeugen Coronas etc.] sowie eine Anzahl mehr oder weniger ritualisierter Kulthandlungen [Pressekonferenzen, Lockdowns].

Quelle: Kult (Wikipedia)

Manfred Messmer, am 10. Dezember 2020:

Klar, die Epidemiologen haben den Durchblick. In ihrem doch ziemlich beschränkten Auschnitt des Ganzen.

Doch ein chaotisches System mit seinen unendlich vielen Variablen auch nur an[n]ähernd zum Wohle aller zu steuern, kann nicht allein auf zwei, drei Kennzahlen basieren.

Quelle: Die Baselbieter Regierung – Lauber, Weber – liegt richtig

Sich irrigerweise auf einige wenige Kennzahlen zu konzentrieren, ist das eine. Noch schlimmer wird es, wenn sich diese (rückwirkend) als nicht korrekt herausstellen:

  • Tagesanzeiger: Plötzlich sackt der R-Wert ab Unmittelbar bevor der Bundesrat die Corona-Massnahmen verschärfte, warnte die Taskforce vor steigenden Fallzahlen. Der Grund war ein hoher R-Wert. Inzwischen wurde der Wert von damals deutlich nach unten korrigiert.
  • Blick: Was taugt der R-Wert wirklich? Sie gilt als wichtiger Richtwert in der Corona-Politik: die Reproduktionszahl R. Doch nachträgliche Korrekturen stellen den Nutzen des Indikators infrage. Dazu werden Experten des Bundes Auskunft geben müssen.

Wir alle sind im Nebel Herumirrende, auch wenn Bundesrat, das BAG, die Taskforce und die Marktschreier Salathés, Althaus‘, Eckerles, Drostens und Lauterbachs uns weiss machen wollen, dass wir ihrer von „der“ Wissenschaft erleuchteten Laterne folgen sollen.

Ich halte es mittlerweile mit Steff la Cheffe:

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Labels: Gesundheit, Schweiz

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