Archiv ‘Uncategorized’

Sonntag, 3. April 2022

OmniCharge-Batterie mit Goal Zero Boulder Solarpanels laden

Kürzlich habe ich ein gebrauchtes Solarpanel Goal Zero Boulder 50W erstanden.

Leider verfügt das Panel über einen exotischen Gleichstrom-Hohlstecker („DC Out“), welcher der Hersteller mit einer Dimension von 8mm angibt.

Vermutlich handelt es sich beim Stecker aber um das noch etwas geläufigere 7.9mm–5.5mm Mass.

Wie schliesse ich das Panel nun an eine der folgenden Batterien an, welche allesamt über einen 5.5mm–2.1mm Anschluss verfügen?

Ich benötige einen Adapter, und zwar ähnlich wie auf diesem Symbolbild (anstelle 2.5mm sollten es 2.1mm sein):

Quelle: Ubuy

So einen Adapter aufzutreiben war gar nicht so leicht, aber schlussendlich habe ich es geschafft. Gestern traf die Aliexpress-Lieferung aus China ein:

1x DC Power 7,9×5,5mm Buchse Auf 5,5×2,5mm Stecker Adapter Stecker Kabel für Lenovo IBM Laptop 12cm des UpperFu OfficialFlagship Store.

Temporärer Workaround

Das Panel hatte ich aber schon eine Weile an der Batterie angeschlossen, weil ich mir mittels Amazon eine Bastellösung besorgt hatte.

Während der Recherche realisierte ich, dass die alten, runden Lenovo-Netzteile einen Hohlstecker mit 7.9mm Durchmesser verwenden.

Dann die Lösung: Es gibt Lieferanten, die Adapter vom veralteten runden Lenovo-Stecker auf den neuen eckigen Stecker anbieten: NEUE DAWN Laptop Tipps Konverter-Adapter-Netzkabel von 7.9mm rund auf eckig für Lenovo ThinkPad X1 Carbon Ideapad Yoga11 13,2Pro Flex 14 15 Helix X240 IBM IdeaPad Flex14 Flex15 / 5 Stücke Kabel. Für mich war in diesem Fall einzig wichtig, dass der Stecker über eine weibliche 7.9mm-Seite verfügte.

Gleichzeitig kaufte ich mir auch noch einen Adapter, in welchen man Plus- und Minuspol-Drähte einführen kann: AKYGA AK-SC-16 DC Stecker 5.5 * 2.1 mm für CCTV Kamera Video

Nach der Lieferung musste einer der fünf Lenovo-Adapter daran glauben — ich schnitt ihm die eckige Seite weg, zog die Litzen aus der Plasticummantelung des Kabels, und führte sie in den Adapter ein. Bingo! Dabei stellte ich mit einem Stromprüfgerät sicher, dass ich das richtige Kabel mit dem richtigen Plus-/Minus-Eingang verknüpfte:

Sonstige Alternativen:

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Mittwoch, 30. März 2022

Ukraine: Der Anfang vom Ende, oder das Ende des Anfangs?

Irgendwann in dieser Woche passiert es: Die russische Armee wird kampfunfähig (siehe Der Countdown läuft). Die westlichen Medien berichten von ersten Anzeichen.

Die Reaktion der Märkte: Der Goldpreis bricht ein, der Erdölpreis sinkt, die Aktien steigen. Diese Bewegungen deuten auf ein baldiges Ende des Konflikts hin. Nachtrag: Die Märkte drehen doch schon wieder.

Der Anfang vom Ende … oder doch nur das Ende des Anfangs?

Denn dann stolpert man unachtsam in eine dieser vielen Twitter-Bubbles, und die Entwicklungen werden komplett anders gedeutet — erstaunlicherweise ist darunter auch die New York Times, Flaggschiff der Qualitätszeitungen:

  • New York Times: What if Putin Didn’t Miscalculate? (29. März 2022) Zusammenfassung: Die Ostukraine ist rohstoffreich, und in der aktuellen militärischen Lage kontrolliert Russland dieses Gebiet nun. Es ging weniger um die Einverleibung der russischsprachigen Regionen der Ukraine, sondern die Einverleibung und Absicherung der Bodenschätze.
  • The Tribune India: Dissecting Ukraine imbroglio Zusammenfassung: Die Kriegsziele der Russen sind die Ostukraine (alles östlich des Dnepr), sowie die gesamte Schwarzmeerküste. Besonderes Interesse gilt Mariupol, aus verschiedenen Gründen: Das Asov-Battalion, in der Ukraine tolerierte Neo-Nazis, hat seinen Stützupunkt dort, und sei (mittlerweile) eingekesselt, aber auch, weil die Stadt strategisch wichtig ist, um die ganze Küstenregion zu besetzen. Schlussendlich befindet sich dort auch wichtige Schwerindustrie und die dazugehörigen Köpfe (wobei: sind die nicht alle geflüchtet?), und als Hafenstadt ist Mariupol sehr wichtig für den Schiffsexport von Rohstoffen.
  • Anonymer Substack-Benutzer: What if Putin had outplayed us all? Has Russia executed the most devilish plan of the 21th century? (24. März 2022) Zusammenfassung: Russland sucht eine Abkehr vom Petrodollar. ACHTUNG: Der Substack-Account hat nur einen einzigen Artikel publiziert — diesen. Und der Autor steht nicht mit richtigem Namen hin. Sehr verdächtig.
  • Scott Ritter auf Twitter: Big Arrow War Thread (29. März 2022) Vorweg: Schreibt doch um Himmelswillen Blog-Artikel, anstelle Twitter-Salven abzusetzen! Zusammenfassung: Die gesamte Kriegstaktik bestand bisher darin, mit einem Drittel der Stärke der ukrainischen Armee die ukrainischen Kräfte an mehreren Fronten zu binden, um die eigentlichen Kriegsziele zu erreichen. Die Taktik soll Big Arrow War heissen. ACHTUNG: Ritter ist ein äussert zwielichtiger, vorbestrafter Geselle, und angabegemäss Russland-freundlich.
  • Former top Pentagon advisor Col. Doug Macgregor on Russia-Ukraine war (15. März 2022) Damals noch völlig davon überzeugt, dass die Ukraine keine Chance gegen den übermächtigen Gegner hat.

Ja was jetzt — ist Putin der GröStüaZ, grösste Stümper aller Zeiten, oder der erste Alexander der Grosse des 21. Jahrhunderts? Wir werden es bald wissen.

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Montag, 21. Februar 2022

„Chinaman“

Der Schweizer Professor Franz Werro (Universität Fribourg) hat sich während einer Online übertragenen Gastvorlesung an der Georgetown University höchst despektierlich gegenüber einem chinesischen Studenten geäussert:

Als ich dieses Video zum ersten Mal geschaut habe, blieb mir der Bissen im Hals stecken.

Über meine Frau und ihre Verwandtschaft weiss ich, dass es in den Vereinigten Staaten schlicht keinen Anwendungszweck für das Wort „Chinaman“ gibt. Nie. Never. Ausser der Sprechende will einen rassistischen Zwischenfall provozieren.

Inside Paradeplatz ordnet die Geschichte anders ein, was ich (in diesem Fall) so nicht unterstützen kann. Weil ich auf Grund meines Privatlebens biased bin, und mein Kompass diesbezüglich deutlich sensitiver eingestellt zu sein scheint.

Durchaus darf man einwenden, dass es sich beim Schweizer Professor weder um einen Muttersprachler, noch um einen langjährigen Bewohner der USA handelt, und ihm nicht böse Absicht attestieren.

Werro ist aber Professor, das heisst sollte mit entsprechender (emotionaler) Intelligenz ausgestattet sein, lehrt heuer nicht das erste Mal in den USA, und sollte sich der Minenfelder für „alte, weisse Männer“ auf den Campus‘ amerikanischer Universitäten bewusst sein und entsprechend pedantisch auf seine Wortwahl achten (den Wokismus kann man fragwürdig finden, dem muss man sich aber einfach bewusst sein, wenn man dort lehrt).

Das einzige, was ich mir zu seinem Schutz vorstellen kann: Er wollte auf Deutsch „Hat der Herr aus China noch eine Frage?“ sagen, hat aber anstelle „Gentleman from China“ auf „Chinaman“ verkürzt. Will mir aber nicht wirklich einleuchten. Und wäre immer noch irgendwie grenzwertig.

Unmissverständlich rassistisch wäre übrigens die Wahl dieses Wortes, welches äquivalent zum N-Wort ist.

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Samstag, 11. September 2021

Notfallmässig eine Reverse Shell auf einem Linux-System aufbauen

Heute habe ich auf einem meiner Linux-Systems nach langer Zeit wieder einmal apt-get upgrade durchgeführt. Eines der wenigen System in meinem Fuhrpark, auf welchem noch Debian Stretch läuft.

Per SSH aus der Ferne eingeloggt, winkte ich die Meldungen durch — und musste offenbar übersehen haben, dass apt-get vor hatte, eine ganze Ladung kritischer Dienste zu entfernen. Unter anderem auch das Paket openssh-server. Nachdem das Update durch war, logge ich mich mittels Druck auf Ctrl-D aus. Und sah erst dann monits Warnmeldungen in meiner INBOX, dass auf TCP 22 kein SSH Daemon mehr lauschte. Doch dann war es bereits zu spät — ich hatte die letzte „Brücke“ zum Server soeben mit Ctrl-D in die Wüste geschickt.

Alle meine Systeme sysloggen via Site-to-Site-VPN auf einen zentralen ELK-Server. In Kibana dann die Hiobs-Botschaft:

sshd[10954]: error: rexec of /usr/sbin/sshd failed: No such file or directory

Sowie

sshd[10954]: fatal: chroot("/run/sshd"): No such file or directory [preauth]

Da der Server 13 Kilometer weit weg in der Wohnung eines Bekannten steht, hatte ich den Salat. Ich wollte eine Autofahrt vor Ort unbedingt vermeiden.

Glücklicherweise war der Bekannte gerade zu Hause und erklärte sich bereit, mir in diesem Notfall als manuelles, menschliches KVM zu helfen.

Als erstes leitete ich ihn via iMessage an, sich in den Laptop einzuloggen. Das klappte. Anschliessend wollte ich ihn zwei Befehle ausführen lassen:

$ sudo su -
# apt-get install openssh-server

Doch bereits der erste Befehl produzierte eine Fehlermeldung:

-bash: sudo: command not found

Himmelheiland, war sogar sudo deinstalliert worden?!

Immerhin su funktionierte, aber ich wollte dem Helfer nicht zumuten, das 32-stellige, zufällig generierte Passwort mühsam von iMessage auf die Laptop-Tastatur abzutippen.

Ich wollte schon aufgeben, da kam mir eine Blitzidee: Ich benötigte eine Reverse Shell unter dem nicht-privilegierten Benutzer, und dann könnte ich selber das Problem autonom lösen.

Das VPN war wegen eines Neustarts zusammengebrochen (genau dieser Server ist der entfernte Endpunkt), aber glücklicherweise hatte ich ein zweites System im entfernten Netzwerk, auf welchem ein SSH-Server mit einer öffentlichen IP lauscht. Ich war also zusätzlich parallel auf diesem zweiten Server eingeloggt. Zu diesem benachbarten Server sollte das Reverse Shell aufgebaut werden.

Eine Google-Suche lieferte folgende wichtigen Seiten zu Tage: Bind Shells and Reverse Shells with netcat, Hacking with Netcat part 2: Bind and reverse shells, Complete guide to Reverse Shells sowie Su: must be run from a terminal.

Der Bekannte gab nun auf dem zerschossenen Linux folgenden Befehl ein:

$ nc -lvp 12345 -e /bin/bash

Auf dem Schwester-Server gab ich dann ein:

$ nc -nv 10.1.2.3 12345

Wobei 10.1.2.3 die IP des zerschossenen Systems war.

Die Verbindung war zustande gekommen, aber ich sah keine richtige Shell. Befehle konnte ich eingeben (bspw. ls -l), und das Resultat wurde auf meinem Bildschirm angezeigt.

Problem: Als ich su ausführen wollte, wurde das mit der Fehlermeldung su : must be run from a terminal verhindert.

Zuerst überlegte ich mir den Weg über Scripts: How to pass the password to su/sudo/ssh without overriding the TTY? und su pass password to script.

Doch nach Konsultation von Getting around „su : must be run from a terminal“ schaffte ich eine wirklich vollständig brauchbare Shell nach Eingabe des folgenden Befehls:

python -c 'import pty; pty.spawn("/bin/bash")'

Einschub: Unter Stretch funktioniert das, unter Bullseye sollte man nun folgenden Befehle verwenden:

python3 -c 'import pty; pty.spawn("/bin/bash")'

Hurra, ich hatte eine Shell! Aber Achtung: Ein fahrlässiges, aus Gewohnheit gedrücktes Ctrl-C killt die netcat-Verbindung, nicht das laufende Programm.

Andere Varianten unter Zuhilfenahme anderer potentieller Bordmittel wie Perl, PHP etc. sind in Spawning a TTY Shell dokumentiert.

Nun also wollte ich su anwenden, realisierte erst dann aber, dass das in meiner Passwort-Datenbank hinterlegte 32 Zeichen lange Passwort nicht korrekt war. Ich hatte bei der Installation vergessen, dass viel zu einfache dummy-Passwort anzupassen … Als ich dieses eingegeben hatte, landete ich in einer root-Shell.

Doch oha: openssh-server liess sich wegen Abhängigkeitsproblemen nicht installieren.

Was nun? Ich musste irgendwie einen persistenten Server als ersten Brückenkopf einrichten, der beim versehentlichen Betätigen von Ctrl-C auf meiner Seite weiter lief und erneute Verbindungsversuche zuliess.

Ich überlegte mir, ein PHP-Backdoor-Script zu installieren (php-reverse-shell, Quellcode), doch wie konnte ich dieses so einrichten, dass es permanent oder periodisch automatisch Verbindungsversuche unternehmen würde?

Nach etwas tüfteln dann die viel einfachere Lösung:

# apt-get install telnetd

Besser wäre eigentlich gewesen:

# apt-get install telnetd-ssl

Via: How do I turn on telnet service on for a Linux / FreeBSD system?

Und nun hatte ich wieder einen „sauberen“ Zugang zum Server.

Die nachfolgenden Stunden verbrachte ich damit, den Server von Stretch auf Buster und dann auf Bullseye zu lüpfen und eine Ladung Pakete zu installieren, welche apt heimtückisch entfernt hatte: OpenSSH, sudo, cron, OpenVPN, Samba, monit.

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Dienstag, 16. März 2021

Meinung: Die Schweiz im Kippzustand

Unverständnis, Unbehagen, Bedenken, manchmal Wut. Das alles entlädt sich über den Bundesrat und seiner evidenzlosen Politik der präventiven Panik. Jedenfalls hinter verschlossenen Türen. […]

Quelle: Bröckelnde Fassade: Die Schweiz im Kippzustand

Und:

Bereitwillig verkünden immer mehr Betriebe via dienstfertige Medien, dass sie die bedenkliche bis beängstigende Idee «Bedienung nur für Geimpfte» mittragen werden, falls es soweit kommen sollte. Einfach, um endlich wieder Gäste empfangen zu können. Dabei vergessen sie, wer ihnen in den letzten Monaten den Rücken gestärkt hat: Es waren die Leute auf der «anderen Seite», die Massnahmenkritiker der ersten Stunde. Und mit Sicherheit nicht die Vertreter des offiziellen Kurses.

Es werden, wenn es so weit kommt, in Zukunft sehr viele Leute ihren Kaffee oder ihr Menü bestellen dürfen, denen vernichtete Existenzen in der Gastronomie monatelang völlig egal waren. Die sich sogar für einen harten Kurs ausgesprochen haben. Während Leute, die mit Transparenten für die Gastrobetriebe demonstriert und vielleicht auch mal eine Busse kassiert haben, draussen bleiben müssen. Eine seltsame Vorstellung.

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Samstag, 13. März 2021

Tichys Bilanz von Merkels Amtszeit

Merkel hat die CDU innerlich zerstört. Diese Partei hat die verheerende Energiewende zu verantworten, die irre Einwanderungspolitik, die unbegrenzt bis zum heutigen Tag anhält, die Euro-Politik, die die Stabilität der Währung und den Wohlstand gefährdet, die Höchststeuerbelastung und den Verfall der wissenschaftlichen wie industriellen Kompetenz dieses Landes.

Quelle: Serie „Nach Merkel“: Die CDU sitzt in der Falle

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Sonntag, 10. Januar 2021

Eine Skiliftfahrt im zweiten Corona-Winter

Heute auf der Lenk, Talstation Bühlberg: Stephanie und ich besteigen den 6er Skisessellift Richtung Hahnenmoos. Wie üblich wählen wir zwei Sitze am Rand. Auf den gegenüberliegenden zwei äusseren Sitzen steigt ein anderes Skifahrerpaar zu. „Wunderbar!“, denken wir uns: „Der Pandemie-Sicherheitsabstand ist so eingehalten.“

Zu früh gefreut: In letzter Sekunde prescht aus der Schlange ein zusätzlicher Skifahrer hervor und setzt sich auf den freien Sitz neben mir.

Nun, sein gutes Recht, schliesslich sind die Kapazitäten hier (im Gegensatz zu den Gondeln) nicht beschränkt. Andere hätten Panik gekriegt, mich stört es nicht.

Da es heute so kalt war (und vor allem: windig!) wie noch an keinem unserer Skitage in dieser Saison, schliessen Stephanie und ich kurz nach Verlassen der Talstation die Windhaube.

Der Person neben mir wird es sofort spürbar unwohl. Nervös greift er zur Halterung der Haube: „Äh, Corona. Können wir die nicht oben lassen, wegen Corona?“ Unsere Antwort wartet er nicht ab, und schwupps ist die Haube wieder oben. Ich muss schmunzeln und meine zu ihm: „Also wenn Sie derart Angst vor Corona haben, wären Sie vielleicht besser zu Hause geblieben …“. Er entgegnet mir: „Bleiben Sie doch zu Hause!“. Ich entscheide mich für Deeskalation, und schweige.

Die nächsten fünf Minuten konzentriere ich mich nun darauf, den heftigen, vom Berg herkommenden Wind zu überleben. Heute Abend kann ich Entwarnung geben: Ich bin noch im Besitz aller Finger und Zehen.

Bei der Bergstation Hahnenmoos angekommen legen wir vor der Abfahrt auf den Pisten 32 und 35 eine Pause ein — Stephanie muss zu Handschuhen wechseln, welchen der Wind weniger ausmacht. Dabei schauen wir uns gegenseitig an und verdrehen unsere Augen: Wir hoffen, dass der Zeitgenosse künftig primär mal die 1.5 Meter Sicherheitsabstand einhält und sich nicht mehr in letzter Sekunde auf gute gefüllte Sessellifte quetscht.

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Samstag, 24. Oktober 2020

Von der richtigen und guten Wissenschaft

Ihre Meinung: „Wissenschaftler sind ja nicht automatisch Stimmen der Vernunft.“

Meine Meinung: Bingo! Das haben die letzten acht Monate beispielhaft gezeigt. Skeptisch sollte man insbesondere gegenüber denjenigen Exponenten sein, die mit YouTube-Clicks ihr Einkommen bestreiten. Oder denjenigen, die endlich ihren Lebensinhalt mit rumtwittern gefunden haben.

Und jetzt DER HAMMER (zwingend zuerst maiLab schauen):

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Sonntag, 27. September 2020

Nicht-leere Amazon AWS Glacier Vaults löschen

Ich habe vor einigen Monaten meine Storage-as-a-Service-Optionen konsolidiert: Tarsnap habe ich wegen den horrenden Kosten gekündet und setze nun auf Duplicity mit Backblaze B2. Und da ich gerade dabei war, lasse ich Arq, welches meine Apple Photos (früher: iPhoto Library) sichert, neu auch auf Backblaze sichern (vorher: AWS Glacier).

Um wiederkehrende Kosten zu sparen, wollte ich nun meine AWS Glacier Vaults löschen. Das geht aber nicht über das Amazon GUI, respektive nicht so einfach wie man sich das vorstellt:

Die Lösung ist ein Script, das im Internet herumgeistert. Ich fand es über Deleting Non-empty AWS Glacier Vaults in folgendem Github-Repository: leeroybrun/glacier-vault-remove.

Das schwierigste war, die mit dem Vault verknüpften AWS-Credentials ausfindig zu machen (ich habe offenbar mehrere). Diese musste man in credentials.json speichern …

{
	"AWSAccessKeyId": "...",
	"AWSSecretKey":   "..."
}

… und dann das Script ausführen:

$ python3 removeVault.py eu-west-1 ABCDE_iPhoto_Library

Das ganze liess ich in einer screen-Session auf einem meiner Debian GNU/Linux-Server laufen, denn das Löschen dauerte viele, viele Stunden.

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Sonntag, 27. September 2020

Bye bye, Arlo

Heute Abend geht ein Arlo- und ein Arlo Pro-Paket an den Meistbietenden.

Der Auslöser: In der Nacht vom Samstag, 30. auf den Sonntag, 31. Mai 2020, wurde mein Fahrrad in den frühen Morgenstunden vom Veloabstellplatz vor unserem Haus entwendet. Obwohl ich den Abstellplatz mit einer Arlo Pro-Kamera gefilmt habe, die auf Bewegungen hätte reagieren sollen, lag für den entscheidenden Moment (irgendwann zwischen 4:10 und 5:12 Uhr morgens) kein Video vor.

Zu meiner Schande muss ich auch gestehen, dass ich den Diebstahl zufällig erst fünf Tage später entdeckte, weil ich das Velo in der Zwischenzeit nie gebraucht hatte. Aber das bringt mein Velo auch nicht mehr zurück.

Die Arlo Pro habe ich auf Grund dieses Vorfalls in der Zwischenzeit mit einer Wyze-Überwachungskamera ersetzt (iSmartAlarm Spot+ wäre eine baugleiche, wenn auch etwas teurere, Kamera, die hierzulande verkauft wird — die Software (Firmware & App) unterscheidet sich aber von Wyze).

Vorteile der Wyze:

  • Nur ca. 10-15 Prozent der Investitionskosten verglichen mit dem Arlo Pro-Set (Kamera, Basisstation, zweiter Batterie, Batterieladegerät, einem Stativ und Hüllen).
  • Da die Kamera mit einem USB-Netzteil und USB-Kabel permanent mit Strom versorgt wird, muss man einerseits nie Batterien wechseln.
  • Andererseits erlaubt diese permanente Stromzufuhr meiner Meinung nach eine deutlich bessere Bewegungserkennung und bessere Auflösung.

Nachteile:

  • Die Kamera ist permanent mit einem Ladekabel verbunden, was die Positionierung markant einschränkt (Stromanschluss in einem Radius von ca. 2 Metern, Kabelführung durch das Fenster)
  • Die Ereigniserkennung zeichnet in der kostenlosen Version nur einen Clip mit 12 Sekunden Länge auf; 90 Sekunden fände ich geeigneter

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