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Sonntag, 10. Oktober 2021

Init7 Copper7 mit g.fast SFP

Unser Umzug von der Stadt Bern in die Agglo (oder ist das hier schon „Land“?) hat sich gelohnt.

Der einzige Wermutstropfen aus IT-Sicht war, Fiber7 (1 Gbit/s symmetrisch; wenige Tage vor dem Umzug wurde der POP zudem fit gemacht für sagenhafte 25 GBit/s symmetrisch) hinter sich zu lassen und sich neu mit Copper7 g.fast (500 Mbit/s down, 100 Mbit/s up) begnügen zu müssen.

Bei der Umzugsmeldung an Init7 habe ich mir eine Fritz!Box 7582 mitbestellt, welche xDSL und g.fast kann.

Mein Plan war aber von vornherein, meinen Turris Omnia Router wenn irgendwie möglich auch hier weiterzubetreiben. Die Fritz!Box sollte nur für den Parallelbetrieb verwendet werden, und notfalls als Testgerät, falls ich mit dem Copper7-Support zu tun hätte und ich hätte sicherstellen müssen, dass ich mit einem offiziell unterstützen Gerät eine Verbindung aufbauen könnte.

Den Turris Omnia wollte ich aus folgenden Gründen weiterbetreiben: Nicht nur, weil der Router einfach besser geeignet für Nerds ist, sondern weil ich zu faul war, die voll funktionsfähige, jahrelang erprobte Konfiguration auf die Fritz!Box zu portieren.

Die einfachste Art, dies zu bewerkstelligen, den Fiber7-SFP (FlexOptix, ich habe darüber gebloggt) im Turris Omnia mit einem g.fast SFP zu ersetzen. Und dies gibt es auf dem Markt tatsächlich, es handelt sich aber um ein Nischenprodukt.

Hoffnung gab der Blog-Artikel Migrated to G.fast 500 Mbit DSL with Turris Omnia and SFP von Daniel Pocock, welcher genau das beschrieb, was ich vor hatte. Daniel gab mir freundlicherweise per Email noch Auskunft auf meine spezifischen Fragen. Top, und Danke!

Leider reagierte der von Daniel empfohlene Hersteller MVMTel auf mehrere meiner Anfragen (sowohl über das Web-Formular, als auch direkt per Email) nicht.

In der Schweiz machte ich zum Glück dann folgende zwei Anbieter von g.fast SFPs aus:

Ich bestellte die Ware bei Engitech, und am 1. Oktober 2021 war es so weit: Ich nahm den Fiber7-SFP aus dem Router raus, steckte den g.fast SFP rein, schloss das ADSL-Kabel an. Anschliessend musste ich das Protokoll des WAN-Interfaces (eth1, da SFP) noch von DHCP auf PPPoE umschalten und die von Copper7 per Email gesendeten Zugangsdaten eingeben (PAP/CHAP Username: INIT7.%benutzername%@downstream.ch, PAP/CHAP Password: siehe Datenblatt). Fertig. Nach wenigen Sekunden war der Router online.

Vorher:

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Nachher:

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Zwecks Troubleshooting noch dies: Der SFP verfügt über zwei LEDs, je auf einer Seite des SFPs. Wenn die Klemme des ADSL-Kabels nach unten zeigt, muss die rechte LED grün blinken („SGMII activity LED“), während die linke LED stetig orange (gelb?) leuchtet („MT5321 G.fast SFP link status“). Quelle

Sollte ich dereinst noch Zugriff auf ein Netzqualitäts- und Debug-Interface des Proscend SFPs finden, werde ich es hier posten. Hier ist die Fritz!Box meilenweit voraus:

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Labels: IT

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