Posts Tagged ‘Iran’

Samstag, 14. März 2026

Erneut aus aktuellem Anlass: H. J. Mackinder (1904): The Geographical Pivot of History

Am 24. Februar 2022 veröffentlichte ich hier folgenden Blog-Post:

Aus aktuellem Anlass: H. J. Mackinder (1904): The Geographical Pivot of History

Seit dem 28. Februar 2026 hat die Welt leider wieder eine neue Chance, in den nächsten Weltkrieg (und ersten Atomkrieg?) reinzuschlittern.

Nach allem, was in den letzten vier Jahren passiert ist (Nordstream, Strafzölle, um nur zwei zu nennen), ist für mich klar: Mackinder hat mehr Gültigkeit als je. Wollen wir als europäische Nationen und Kulturen langfristig eigenständig weiterbestehen, müssen wir uns jetzt ein für allemal von den USA emanzipieren, und uns gegen Eurasien neuorientieren. Und ja, das bedeutet dass wir einen Weg finden müssen, mit Russland (dem für die europäische Elite aktuelle Verkörperung des „absolut Bösen“), China, und allem, was dazwischen liegt (ja, auch dem Iran), irgendwie zu arrangieren. Wer diese grösste zusammenhängende Landmasse auf diesem Planeten kontrolliert, kontrolliert schlussendlich die Welt.

Tun wir das, tun wir gut daran, ganz zu Anfang den deutschen Moralaposteln einen Maulkorb zu verpassen.

Gelingt uns diese Neuorientierung nicht, werden wir als eunuchisierte Vasallen zusammen mit dem nordamerikanischen Imperium rascher untergehen, als uns lieb sein kann.

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Donnerstag, 5. März 2026

Lunatics

Marco Rubio, gestern:

„Let me explain to you guys in simple English: Iran is run by lunatics. Religious, fanatic lunatics. […]“

Meine unpopuläre Meinung (sorry Marco): Ausgehend von diesem Deutungsschema befürchte ich, dass die zwei anderen Kriegsparteien — und zwar die in diesem Fall angreifenden — ebenfalls von „lunatics“ gelenkt werden.

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Dienstag, 3. März 2026

Zeitenwende: Der Pax Americana ist tot.

Als westlicher Frosch im sich zunehmend erhitzenden Wasser kann man leicht den Blick auf das grosse Ganze verlieren.

Das us-amerikanische Imperium zerfällt gerade vor unseren Augen, und es kann von niemandem mehr negiert werden.

Es zeichnete sich schon lange ab, aber jetzt, seit dem Angriff der zwei Nuklearmächten Israel und USA auf den Iran am 28. Februar 2026, wird es der ganzen Welt bewusst.

So muss es sich angefühlt haben, als das römische Reich den V1 — the point of no return (in seinem schlussendlich selbstverschuldeten Untergang) — erreichte.

Was wir in den letzten Tagen gesehen haben:

  • Dutzende Verbündete der Amerikaner im Nahen Osten werden von iranischen Drohnen und Raketen angegriffen. Kein Ami weit und breit, der sie verteidigt. Ein paar Luftabwehrbatterien, die Geschosse im Wert von 4 bis 15 Millionen (pro Stück!) in den Himmel schiessen, um Drohnen abzufangen, die ein Bruchteil davon kosten. Sie sind bald leergeschossen. Die USA erwägen bereits, THAAD-Batterien aus Südkorea abzuziehen, was darauf hinweist, wie gut durchdacht und durchgeplant der Angriff von letzter Woche war. Die bisherige Abmachung: Dein Öl gegen unsere (immer wertlosere) Währung, und „gratis“ dazu unser militärischer Schutzschild — Makulatur.
  • U.S. Stützpunkte in der ganzen Region wurden evakuiert, sind verwaist. Ein paar arme Nasen wurden zurückgelassen, um nach dem Rechten zu sehen. Die Basen sind seit dem 28. Februar regelmässig unter Beschuss — und werden nach und nach zerstört. Ein Langstreckenradar, der mehr als eine Milliarde US Dollar gekostet hat — pulverisiert. Eine Schmach sondergleichen. Insbesondere die wichtigste Einrichtung, der Stützpunkt der fünften Flotte der U.S. Navy in Bahrain: Unbrauchbar gemacht. Jetzt muss die Flotte dreieinhalb Tage nach Diego Garcia (notabene Britisch) fahren, um Material und Waffen zu laden, und Reparaturen vorzunehmen.
  • U.S. Botschaften und Konsulate in der Region gehen in Flammen auf. Natürlich gab es solche Angriffe auch schon in der Vergangenheit, deshalb gleichen U.S. Botschaften heute James Bond-Festungen respektive Fort Knox. Aber in so wenigen Tagen so viele Angriffe über den ganzen Nahen Osten verteilt? Ein Novum.
  • Amerikanische Bürger in der Region: Vollkommen auf sich gestellt. Zwar haben sie freundlicherweise die Meldung erhalten, die Region zu verlassen — doch das „Imperium“ bietet keine Transporte für seine Bürger an. Keine Schiffe, keine Flüge, um das Fussvolk (welches notabene überall auf der Welt besteuert wird — meinem Verständnis nach als Tauschgeschäft, dass man im Kriegsfall kostenlos beschützt und nach Hause geflogen wird), nach Hause in die Sicherheit zu bringen. Each on its own. Jeder für sich.
  • Implosion der MAGA Wahlplattform: Keine teuren, „foreign wars“ ohne direkten Nutzen für Amerika? Scheissegal, der MIK und AIPAC fordern ihren Tribut, und Trump konnte oder wollte nicht länger dagegenhalten. Reine Dummheit des Narzissten? Eine nicht öffentlich gemachte Krankheit des Präsidenten mit Jahrgang 1946, die das Urteilsvermögen angreift? Brisantes Trump-Kompromat der Epstein-Klasse?
  • Panik macht sich breit. Die Franzosen und Briten sind bereits eingeknickt, und eilen ihrem Verbündeten zu Hilfe. Deutschland zaudert noch, und macht vorerst das, was sie am Besten können: Die angegriffene Nation tadeln, sich gefälligst nicht zu wehren. Spanien hat sich aus dem Diskurs verabschiedet, und der verärgerte König Donald I. droht der iberischen Halbinsel mit Gegenmassnahmen (Zölle, Handelsabbruch). Tipp: Wieso nicht mit Amerikas Stärke drohen, dem Regime Change?
  • (Nachtrag) Zwei Mal haben die Amerikaner vorgetäuscht, mit den Iranern zu verhandeln. Rückblickend ging es nur darum, die Iraner in der Sicherheit zu wiegen, abzulenken, und (insbesondere beim aktuellen Konflikt) Zeit zu gewinnen, um die Air Force und Navy aufmarschieren zu lassen. Die Nachricht an die ganze Welt: Verhandeln mit den Amis bringt nichts. Es ist nur Hinhaltetaktik, und am Schluss wird die Verhandlungsdelegation und/oder das Staatsoberhaupt ins Nirvana gebombt.

Was jetzt kommt? Im direkten Kriegsgeschehen: Ich befürchte: Atombomben. In den „Nebenkriegsschauplätzen“ Ukraine und Taiwan: Ein Opportunitätsfenster öffnet sich. Was wird Putin tun, und wird Xi Tatsachen schaffen, weil die „Flanke“ Taiwan ungeschützt daliegt?

Item. Die Frage bezüglich des Nahen Ostens ist nur noch, wer zuerst die Nerven verliert: Die Israelis, wenn ihre bevölkerungsreichen Zentren weiter mit iranischen Raketen eingedeckt werden, die Iron Dome Interceptors leergeschossen sind, und lebenswichtige Infrastruktur (Entsalzungsanlagen, Kraftwerke) zerstört werden?

Oder der gekränkte Narzisst Trump, der sich völlig verspekuliert hat, sich langsam seiner fürchterlichen Situation (und des Verrats) bewusst wird, und nach nun jedem Strohhalm greift, um den Schmach abzuwenden. Das vermutete Resultat: Ein letztes Aufbäumen der Supermacht, jetzt für jeden sichtbar: Clowns, im Weissen Haus (Geständnis: Ich war voller Hoffnung, aber habe mich geirrt — den Worten folgten gegenteilige Taten). Die letzte Supermacht, im Ertrinken wild um sich schlagend. Der Übergang vom Uni- zum Multilateralismus wird uns allen weh tun.

Wenn wir Pech haben, steht der Dritte Weltkrieg vor der Tür. Und Khameini — was auch immer man von dem Typen denken mag — ist der Franz Ferdinand von 2026.

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Montag, 2. März 2026

Iran-Krieg: Kostenrechnung

Der Israelische Iron Dome und die Patriot-Batterien auf US-Stützpunkten in der Region arbeiten Überzeit.

Bei jedem Video, welches man auf Twitter sieht, sollte man im Hinterkopf die Kostenrechnung machen: Iran schickt Drohnen und Raketen en masse Richtung Gegner.

Jede Patriot-Rakete, die in den Himmel geschossen wird, kostet den Besitzer circa 4 Millionen US-Dollar. Kommen THAADs zum Einsatz, reden wir schon von 12 Millionen US-Dollar. Wenn ich die Videos korrekt deute, werden jeweils zwei bis drei Raketen auf ein abzufangendes Ziel abgefeuert.

Nie im Leben kosten die Iranischen Angriffswaffen auch nur annähernd so viel.

Übrigens:

Lockheed Martin currently produces over 500-600 Patriot (PAC-3 MSE) missiles annually […]

Die verbraten in den nächsten Tagen locker den ganzen Jahres-Ausstoss solcher Raketen.

Nachtrag

Ein Twitter-Benutzer hat Produktionszahlen veröffentlicht:

SM-6: 125/year
PAC-3 MSE: 620/y
Talon (THAAD): 96/y
SM-3 IB: 36-48/y (capacity for 60/y)
SM-3 IIA: 24/y

Quelle: @colbybadhwar

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Montag, 2. März 2026

Trump hat zu hoch gepokert. Trump hat fertig.

Nach diesem Wochenende sehe ich nicht, wie er seine Präsidentschaft noch retten kann.

Die Midterms im November werden ein absolutes Desaster und er verliert die Mehrheit im Kongress. Verschwörungstheoretischer Einschub: Es wird Midterms geben, oder? (Platzhalter: Princess Amidala Meme)

Noch ein Einschub: Ich glaube Trump geht es gesundheitlich nicht mehr gut. Verglichen mit den Wahlkampfvideos, wo er beispielsweise die acht Trillionen US-Dollar anprangerte, die die Administrationen vor ihm im Nahen Osten verbraten haben, lallt er mir zu viel, schaut erschöpft aus. Irgendwas stimmt nicht mit ihm.

Dritter Einschub: Sich derart im Iran zu verrennen lässt mich wieder Rätseln, was für krasses Material die Israelis über Donald in ihrem Giftschrank haben. Die um die Welt fliegenden, in seinem Namen verhandelnden Immobilienhändler mit der bestimmten Religion können unmöglich alleine ausschliesslich mit „soft-power“ einen derartigen Einfluss auf ihn ausüben.

Doch alles der Reihe nach: Heute stürzen die Aktienmärkte ab, das Benzin steigt in den USA über die Schmerzgrenze, bald beginnt der Zustrom an Leichensäcken aus dem Nahen Osten, Tucker Carlson, Nick Fuentes und wie sie alle heissen schalten in die höchsten Gänge, die MAGA-Plattform zerfällt (oder: zerbricht), die Zionisten unter AIPAC und das Epstein-Regime kommen doch noch in Bedrängnis. Da hat irgendjemand aus diesen Kreisen irgendwas ganz Schlimmes über ihn in der Hand.

Wenn ich die Bilder aus Tel Aviv, Jerusalem und von all den über den Nahen Osten verstreuten Militärbasen ansehe, beschleicht mich die Befürchtung, dass die us-amerikanische Waffenindustrie dieses Wochenende zwar als „Kick Off“ der „2026 Sales Campaign“ sahen, die „Waffendemos“ derzeit aber nicht das halten, was sie versprachen.

Und: Wie bereits in der Ukraine schauen die Russen und Chinesen ganz, ganz, ganz genau hin (wetten die haben dutzende oder hunderte Leute in der iranischen Armee „embedded“?) — und lernen und verfeinern Angriffstaktiken und Technologien, mit welchen man die us-amerikanische Navy und Air Force und ihre Waffen wenn nicht in die Knie zwingt dann immerhin gehörig beschädigt.

Und, schlussendlich: Seit Jahrzehnten war die Gefahr vermutlich nie mehr so gross wie heute, dass einer der beiden „guten“ Akteure in die Ecke gedrängt eine Atombombe zündet.

Aber: Vielleicht haben die USA und Israel doch alles im Griff, es läuft alles genau nach Plan, und die Anfangserfolge des Irans sind nur eine Finte, und der Hammer fällt den Mullahs jede Minute auf den Kopf.

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Sonntag, 15. Juni 2025

Israel gegen Iran: Wer gewinnt?

Israel und Iran decken sich seit zwei Tagen mit Bombardements ein. Wie das ausgehen wird, kann ich nicht sagen.

Einer der Podcasts, welchen ich konsumiere, vertritt die Meinung, dass Israel (respektive der um sein Amt bangende Premierminister) die USA mit dieser Eskalation zum Eintritt in einen grösseren Krieg in Nahost bewegen möchten. Der erste Schritt dazu wäre getan. Sind wir gespannt, wie Trump reagieren wird. Hört er auf die Neocons und War Hawks des Deep States, oder geht er seinen eigenen Weg?

Doch in diesem kleinen Beitrag eines Laien geht es nicht um die Analyse der Motive beider Seiten, sondern um die ökonomischen Realitäten der Kriegsführung.

Mich erinnert das Ganze an die Anfänge des Ukraine-Kriegs. Eindrücklich war für mich damals, wie Raytheons Javelin (Kostenpunkt: $250,000 $500,000 bestehend aus der „Command Launch Unit (CLU)“ und der „Missile“) Panzer (Kostenpunkt: $500,000–$2m) zerstören (mein Post von damals). Eine Javelin herzustellen ist viel einfacher, und das Ding kann wiederverwendet werden (eine Ersatzrakete kostet $100,000). Ausserdem ist die Waffe extrem einfach zu bedienen. Somit ein klarer Vorteil für die Besitzer der Javelin.

Eine wichtige Frage bei den aktuellen Bombardements muss deshalb sein: Wie viel kostet den Angreifer eine Rakete, und wie viel kostet es dem Verteidiger, eine solche Rakete in der Luft abzufangen und zu detonieren, bevor sie ihr Ziel erreichen kann?

Die Jerusalem Post hat sich dem Thema bereits im Oktober 2024 angenommen: Eine iranische Rakete kostet mindestens $1,000,000. Eine israelische Abwehrrakete (Arrow-2 oder Arrow-3) kosten $3,000,000 respektive $2,000,000. Unklar ist, wie viele Arrows auf ein Ziel abgefeuert werden: Eine, oder mehrere? Gemäss dem Artikel wird eine iranische Rakete von Iron Dome nicht abgefangen, wenn der Computer berechnet, dass sie unbewohntes Gebiet ansteuert.

Was ich auf Grund von auf Twitter kursierender Videos erkennen kann: Iron Dome scheint nicht so gut zu funktionieren wie gewünscht. Einige Raketen kommen durch, und für mich als kompletten Waffensystem-Laien sieht es aus, dass es sich dabei um Überschallraketen handelt.

Und hier schliesst sich der Kreis vermutlich wieder: Anstelle mit enormen Kosten und einer nicht hundertprozentigen Erfolgschance angreifende Raketen abzufangen, macht es für Israel vermutlich mehr Sinn, den Gegner daran zu hindern, überhaupt solche Raketen zu produzieren.

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Mittwoch, 26. Juni 2019

Trump bringt mit seinem Win-Lose-Ansatz die Win-Winler in die Bredouille

Heute kam ich bei einem Mittagessen mit einem Juristen auf das Thema Verhandlungstechnik zu sprechen.

Ich erzählte ihm, wie ich als Student als Vorbereitung auf mehrere internationale Model United Nations MUN-Anlässe an Seminaren von Prof. Felix Addor zur Verhandlungsführung teilgenommen habe. Dort wurde uns das vom Harvard Negotiation Project entwickelte Harvard-Konzept (engl. „Getting to Yes“) nahegelegt. Wenn ich mich korrekt erinnere, wird in der Verhandlungstechnik ein Win-Win-Resultat für beide Verhandlungspartner angestrebt. Sehr viele Juristen wie auch Diplomaten haben diese Verhandlungstechnik internalisiert.

Das Problem ist, dass man mit diesen Ansätzen gegen einen Herrn Trump nicht ankommt, da dieser auf Win-Lose spielt. Und spielt der Präsident der letzten verbliebenen Weltmacht mit dieser Taktik, haben die Win-Winler einen schweren Stand.

Mein Gesprächspartner verwies auf Matthias Schranner, Gründer des Schranner Negotiation Institutes, der sozusagen als Gegenpol die Win-Lose-Verhandlungstechnik lehrt. Und er schafft es eloquent, uns Konsensliebenden die Verhandlungstaktik des Herrn Trump zu erläutern — und ihm eine Logik und Intelligenz zuzuschreiben, welche ihm viele Leitmedien absprechen:

Wer sich dafür interessiert: Die zwei Verhandlungstechniken werden auch in Artikeln des Tagesanzeigers näher vorgestellt („Die Kunst der friedlichen Einigung“, 30. September 2013).

Doch gemäss Matthias Schranner hat Trump vor etwas mehr als einem Jahr seinen ersten grossen Fehler begangen, als er den Iranern vom Verhandlungstisch davon lief. Trotz Abschuss einer US-Drohne hat Trump entschieden, derzeit nicht gegen den Iran in den Krieg zu ziehen. Ob dies eine späte Nachwehe seines Entscheids vom Mai 2018 ist?

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Sonntag, 4. Oktober 2009

Mit Twitter den Iran revolutionieren?

Vom Trojanischen Pferd zu Twitter, von der heiligen Maschine Baudelaires zum Handyfoto: Die Geschichte des Protests wäre nichts ohne zeitgemäße Technik und Kommunikationsmittel – entscheidend aber, das zeigen die aktuellen Demonstrationen in Iran, ist der Wille zum Handeln.

Quelle: Weltgeschichte des Protests: Twitter und der Eros der Freiheit – SPIEGEL ONLINE – Nachrichten – Kultur

Vage erinnert man sich an die längst vergangenen „heissen“ Tage in Teheran. Fortschrittliche Zeitgenossen, in ihren klimatisierten Büros auf teuren Sesseln sitzend, färbten ihre Profilbilder auf Twitter grün ein und hatten wohl tatsächlich das Gefühl, sich so nicht nur mit den unterdrückten Persern zu solidarisieren, sondern auch die Protester tatkräftig zu unterstützen.

Es wäre wohl die erste „Revolution“ gewesen, die man von der Hängematte aus mit ein paar Mausklicks gewonnen hätte. Die Realität sah dann leider etwas anders aus – und Ahmadinejad waltet und schaltet weiterhin unbehelligt.

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Freitag, 8. August 2008

US-Flotte soll angeblich wieder mal Iran angreifen

The build up of naval forces in the Gulf will be one of the largest multi-national naval armadas since the First and Second Gulf Wars. The intent is to create a US/EU naval blockade (which is an Act of War under international law) around Iran (with supporting air and land elements) to prevent the shipment of benzene and certain other refined oil products headed to Iranian ports. Iran has limited domestic oil refining capacity and imports 40% of its benzene. Cutting off benzene and other key products would cripple the Iranian economy. The neo-cons are counting on such a blockade launching a war with Iran.

Quelle: Europe: Massive US Naval Armada Heads For Iran

Na dann hoffen wir doch, dass denen unterwegs nicht das Benzin ausgeht. Oder noch schlimmer: Dass die USA vorher bankrott gehen und das Benzin nicht mehr bezahlen können …

Seit ich bereits vor einigen Monaten auf eine solche „Der-Angriff-Auf-Den-Iran-Steht-Kurz-Bevor“-Meldung reingefallen bin, warte ich jetzt einfach mal ab. Wenn nicht in Iran, dann bricht heute halt als Kompensation an einem anderen Ort ein Krieg aus …

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Dienstag, 24. Juni 2008

Angriffsziel Iran

Vergangene Woche war bekannt geworden, dass Israel im April einen Angriff auf den Iran mit mehr als 100 Kampfjets geübt hatte.

Quelle: FTD.de – Marktberichte – Dax & Stoxx am Vormittag – Verkaufspanik erfasst den Dax – Seite 1 von 2

Was ich immer noch nicht verstehe: Wieso erwägen Israel und deren Radauschwester USA einen derartigen Angriff? Eine solche hirnrissige Aktion würde den Barrelpreis doch glatt 200USD treiben und so die Kriegseuphorie in den USA rasant zum erliegen bringen …

Oder geht es „nur“ darum, Obama zu verhindern und den Vietnam-Veteran John McCain ins Amt zu hieven?

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