Posts Tagged ‘Zürich’

Donnerstag, 10. September 2009

Die wohl kurzlebigste Zeitung der Schweiz

Die „Bürgerliche Presse Zürichs“ erschien nur gerade 5 Mal – während des Landesstreiks im November 1918.

Durch den Streik war die Druckerei der NZZ lahmgelegt, das Bürgertum konnte sich nur noch über das sozialistische „Volksrecht“ informieren, weshalb vom Militär und besorgten Bürgern kurzerhand eine Ersatzzeitung aus dem Boden gestampft wurde.

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Montag, 27. Juli 2009

Der richtige Firmenname

Die Flughafen Zürich AG sucht einen neuen Firmennamen. Der im Jahr 2000 mit viel Brimborium präsentierte Brand Unique ist seit langem umstritten. Nun wird in einer Arbeitsgruppe nach einem neuen Namen gesucht.

Quelle: Flughafen sucht einen neuen Firmennamen (Zürich , NZZ Online)

Endlich hat’s jemand bemerkt … Selbstverständlich werden sich Marketing-, PR- und Werbefuzzis nicht für die naheliegendste Lösung („Flughafen Zürich AG“) entscheiden, sondern für etwas völlig … neues, „hippes“, „cooles“. Wichtig ist nur eines: Wer den Namen zum ersten Mal liest, darf auf keinen Fall erraten können, was sich hinter dem Namen für eine Firma verbirgt. Denn nur so rechtfertigt man als Marketing-Fuzzi seine Stelle. Als Starthilfe hier einige Tipps: Implenia, Axpo, Sunrise, Orange, …

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Dienstag, 14. Juli 2009

Polit-Einmaleins für die sozialistischen Arbeiter von 1918

Emil Sonderegger, Kommandant der Truppen in Zürich während des Landesstreiks im November 1918:

Ich habe nie etwas mit der Politik zu tun gehabt und besitze nur die einfachen, aber nicht von den Details der Praxis getrübten politischen Grundbegriffe des einfachen Bürgers. Diese sagen mir, dass es Pflicht einer Regierung ist, Verfassung und Gesetz durchzuführen. Verfassung und Gesetz aber erforden die volle Handlungsfreiheit des Bürgers. Wohl kann man ja der Ansicht sein, der Schutz der wirtschaftlich schwächeren Klasse erfordere für sie ein besonders Koalitionsrecht unter Opferung eines Teiles der persönlichen Freiheit des einzelnen. Wenn man dieser Ansicht ist, muss man suchen, ihr gesetzliche Form zu geben. Ist sie dann der Wille der Mehrheit des Schweizervolkes, so wird sie Gesetz. Die Regierung wird dann dieses Gesetz durchführen, und die Truppe wird sie unterstützen. Bis jetzt aber ist nichts davon vorhanden, es besteht nicht einmal ein Vorschlag dafür.

Quelle: Frey, Daniel: „Vor der Revolution? Der Ordnungsdienst-Einsatz der Armee während des Landesstreiks in Zürich“, Zürich, 1998, S. 204.

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Montag, 13. Juli 2009

In fünfeinhalb Stunden von Bern nach Zürich

Die Konferenz [des Bundesrates, der Armeeleitung und des Zürcher Regierungsrates vom 5. November 1918] war um 23 Uhr 30 zu Ende. Die Zürcher verliessen die Hauptstadt im Auto und waren morgens um 5 Uhr zu Hause.

Quelle: Frey, Daniel: „Vor der Revolution? Der Ordnungsdienst-Einsatz der Armee während des Landesstreiks in Zürich“, Zürich, 1998, S. 116.

Abgesehen davon, dass die A1 erst Jahrzehnte später gebaut werden sollte, brachten Automobile von 1918 wohl kaum 100 Stundenkilometer auf den Tacho – was bei den damaligen Strassen wohl sowieso ein tödliches Unterfangen gewesen wäre. Wie lang wohl die Eisenbahn für den Weg von Bern nach Zürich benötigte?

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Dienstag, 21. April 2009

Zürcher Bürokratiewahnsinn

«Wir mussten die WCs um zwei Zentimeter erhöhen, das Toilettenpapier musste an einem bestimmten Ort hängen, die Funktionsweise des Seifenspenders ist reglementiert, es gibt eine Vorgabe für den Durchmesser des Spiegels.»

Quelle: Kampf gegen Gastrofilz und Behördenwut – News Zürich: Stadt Zürich – tagesanzeiger.ch

Bern scheint der Sihlstadt mit den unbeheizten Wintergärten unbedingt Konkurrenz machen zu wollen …

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Sonntag, 12. April 2009

Das KV unter den Studiengängen

1079 Studierende der Universität Zürich wollen Anfang Juni die Prüfung in Betriebswirtschaftslehre, Teil 2, absolvieren. Dafür gibt es intern keinen geeigneten Raum, so dass die Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät erstmals in eine Messehalle in Zürich-Oerlikon ausweicht.

Quelle: Uni-Prüfung als Massenanlass in Messehalle

Man muss sich schon fragen, inwiefern wir tatsächlich soviele „Betriebswirte“ benötigen. Auch hier vermute ich eine bösartige Bubble … Wären viele von denen nicht besser „Landwirte“ oder „Gastwirte“ geworden? Aus meiner Sicht sollte in diesem Studiengang umgehend „gesiebt“ werden.

Denn wenn mehr Juristen im Sinn der Sache zu mehr Gesetzen und folglich auch juristischen Streitigkeiten führen, führen dann mehr Betriebswirte zu mehr Betrieben?

Übrigens: Zu meiner eigenen Zunft kann ich nur vermuten, dass mehr Geschichtswissenschaftler wohl zu mehr … Geschichten führen.

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Sonntag, 5. April 2009

Hard- und Software für Männer erklärt

Was heisst Software (SW) und Hardware (HW)?

Nehmen wir ein anschauliches Beispiel, die Bundeshaustelefonistin Pia beim Betreten des Marzili. Alles was wir von ihr sehen und anfassen können, aber auch ihr Magen, Herz usw. ist HW. Die Steuerung der Muskeln, die Pia beim Gehen benötigt, das Erkennen ihrer Umgebung und das Kommando zum Zuwinken ist SW. Es wird durch programmierte Abläufe von Pias Hirn aus gesteuert.

Deshalb sind auch viele weibliche Reaktionen (durch unerforschte SW Abläufe ausgelöst) für den oft nur die HW von Pia Erkennenden unerklärlich.

Quelle: Schweizerischer Weg zur digitalen Kommunikation

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Sonntag, 29. März 2009

Aus der geschützten Werkstatt zum Stami?

… mit Elmar Ledergerber verlässt der letzte Politiker den Zürcher Stadtrat, der als ehemaliger Inhaber eines Beratungsbüros unternehmerische Verantwortung mitbrachte. Unter den übrigen Statdtratsmitglieder finden sich lauter ehemalige Angestellte, Lehrer und Beamte.

Auch Corine Mauch hat ihre ganze Laufbahn im behüteten Umfeld von Universitäten, Verwaltungen und Parlamentsdiensten hinter sich gebracht. Man soll nicht aus der Vergangenheit direkt auf die Zukunft schliessen, aber der Verdacht liegt nahe, dass der Zürcher Stadtrat unter Mauch noch staatsgläubiger wird, Probleme eher mit neuen Vorschriften und Ämtern zu lösen versucht.

Quelle: «Jetzt regieren nur noch Beamte und Angestellte die Stadt Zürich» – News Zürich: Stadt Zürich – tagesanzeiger.ch

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Dienstag, 24. März 2009

Die VBZ wissen eindeutig zuviel

Die VBZ wissen ständig, auf welcher Linie gerade wie viele Schwarzfahrer unterwegs sind.

Quelle: Warum die VBZ wissen, wo die Schwarzfahrer sind – News Zürich: Stadt Zürich – tagesanzeiger.ch

„Wissen“ tun die das garantiert nicht – höchstens die statistische Wahrscheinlichkeit ist hoch, auch die tatsächlich vermutete Zahl an Schwarzfahrern auf Grund von Berechnungen zu erwischen. Wir dürfen aber nicht vergessen, dass auch die lieben Banker-Freunde (Physiker, Mathematiker, teilweise sogar Nobel-Preisträger) vor noch nicht allzulanger Zeit das Gefühl hatten, sie wüssten alles, was man nur irgendwie berechnen könnte. Insbesondere was Finanzrisiken betrifft …

Nichtdestotrotz: Als GA-Besitzer (meines wurde gerade erneuert, u.a. auch dank der Liip-Grati fürs 2008 – Merci Jungs & Mädels!) habe ich nichts zu befürchten. Und ich finde es selbstverständlich sinnvoll, dass die VBZ die Nadel nicht im Heuhaufen suchen, sondern die Computer Voraussagen treffen lassen.

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Samstag, 30. August 2008

Weltfremde Tagi-Journalisten entdecken, was Jugendlich am Wochenende so treiben

Mitten auf der Blatterwiese stand unter einem Sonnenschirm eine Lautsprecherbox, und laute Musik dröhnte daraus. Um die Anlage herum wurde getanzt, gekifft und gesoffen. Überall auf der Wiese waren Wolldecken ausgebreitet. Dort sassen die Jugendlichen zusammen, prosteten sich zu und waren in ausgelassener Stimmung. Eigentliche Aktivitäten gab es am Anlass nicht. Die jungen Leute standen lediglich in der Dunkelheit herum, lachten, grölten und tranken. Die Stimmung war im Allgemeinen fröhlich und friedlich.

Quelle: Botellón: Der Alkohol floss in Strömen – Zürich – Tagesanzeiger

Vielleicht sollte die Redaktion demnächst einmal mit jungem, frischen Blut versehen werden. Himmel – nur rumstehen, lachen und trinken? Die 68er, zu denen die Tagi-Journis wohl mehrheitlich gehören, brannten damals noch halbe Städte nieder.

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