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Donnerstag, 7. Mai 2020

monit Prozesscheck ohne PID-Datei

Wieder einmal ein Beitrag zu einem meiner Linux-Lieblingstools: monit.

Wenn man einen Prozess überwachen will, der keine PID-Datei schreibt (welche die Process ID enthält), hilft monit auch hier weiter:

check process homebridge matching "homebridge"
    start program = "/usr/local/bin/homebridge/start.sh"
    stop program = "/usr/bin/pkill -f homebridge"

Läuft auf dem System ein Prozess, der „homebridge“ enthält, ist monit zufrieden. Ansonsten wird das Start-Script ausgeführt.

Das Beste: Im zu suchenden String kann man auch reguläre Ausdrücke unterbringen. Leider funktionierte aber folgende Zeichenfolge nicht:

"^homebridge$"

Auch die leicht vereinfachte Version führte zu andauernden Neustarts des Prozess, obwohl er bereits lief (d.h. monit konnte keinen laufenden Prozess finden, der auf den folgenden Ausdruck passte):

"homebridge$"

Schlussendlich half mir eine Antwort auf superuser auf den richtigen Pfad. Um interaktiv zu überprüfen, ob und wie viele Prozesse erkannt werden, loggt man sich auf das Linux-System ein und verwendet dann folgenden Befehl, um den regulären Ausdruck zu testen:

$ monit procmatch "homebridge$"

0 Prozesse. Herrje! Dabei müsste das doch anschlagen:

$ ps ax | grep -i homebridge
12345 pts/1    S+     0:00 grep --colour=auto -i homebridge
98765 ?        Sl     1:25 homebridge
43210 ?        Sl     0:13 homebridge-config-ui-x

Schlussendlich brachte ich den Check folgendermassen zum Laufen:

check process homebridge matching "homebridge\s*$"

Aus irgendeinem Grund scheint der Prozessname von einem Leerzeichen, Tabulator oder dergleichen gefolgt zu werden.

Nebenbemerkung: Wieso ich überhaupt einen regulären Ausdruck verwende? Weil ich manchmal zu Debuggingzwecken auf den Linux-Server einlogge und folgendes Kommando ausführe:

$ tail -f /var/log/homebridge.log

Wenn man monit nun die Prozesse nach „homebridge“ durchsuchen lässt, wird tail von monit als homebridge-Prozess erkannt, und das abgestürzte Homebridge eben nicht neu gestartet, solange der Befehl läuft.

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Samstag, 27. August 2016

SNMPd schreibt standardmässig kein PID-Datei mehr

Ein kürzlich erfolgtes Update des SNMPd-Pakets auf meinem Debian-Server hatte zur Folge, dass meine monit-Installation den Service fälschlicherweise als offline meldete.

Dies, weil monit nach der PID-Datei des SNMP-Daemons Ausschau hält, um dessen Prozess-ID auszulesen und auf Existenz zu prüfen. Bei Debian liegt diese Datei unter /var/run/snmpd.pid.

Folgendermassen re-aktivierte ich die PID-Datei:

/etc/systemd/system/multi-user.target.wants/snmpd.service

Vor der Anpassung …

...
ExecStart=/usr/sbin/snmpd -Lsd -Lf /dev/null -u Debian-snmp -g Debian-snmp -I -smux,mteTrigger,mteTriggerConf -f
...

… und nach der Anpassung:

...
ExecStart=/usr/sbin/snmpd -Lsd -Lf /dev/null -u Debian-snmp -g Debian-snmp -I -smux,mteTrigger,mteTriggerConf -f -p /var/run/snmpd.pid
...

Anschliessend folgte noch ein Neustart des Daemons:

# systemctl stop snmpd
Warning: snmpd.service changed on disk. Run 'systemctl daemon-reload' to reload units.
# systemctl daemon-reload
# systemctl stop snmpd
# systemctl start snmpd

Und prompt meldete mir monit, dass der Service wieder online sei.

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