Archiv September 2022

Dienstag, 27. September 2022

Wenn Olaf und Ignazio das Gleiche tun …

Lächeln und Hand schütteln? Völlig in Ordnung, würde auch Jamal Kashoggi finden:

Quelle: Auftakt der Golf-Reise: Scholz will engere Energie-Partnerschaft mit Saudi-Arabien

Lächeln und Hand schütteln? Absolut unentschuldbar, und verwerflich:

Quelle: Cassis’ Händedruck mit Lawrow: Alt Bundesrat Couchepin: «Die Kritik an Cassis ist lächerlich»

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Sonntag, 25. September 2022

Shelly 2.5 zur Steuerung von Rollladen

Die Frau weilt drei Wochen geschäftlich im Ausland — genau der richtige Zeitpunkt, die eigene Wohnung noch intelligenter zu machen!

Zwei Rollladen-Schalter/Taster unserer Wohnung waren bereits mit Shelly 2.5 ausgerüstet, damit man diese via Internet und Siri Sprachkommandos (via Homebridge und den zwei Shelly-Plugins homebridge-shelly und homebridge-shelly-ng) steuern konnte. Nun war es an der Zeit, sechs weitere Rollladen um- respektive aufzurüsten.

Mit einem gelernten Elektriker im Kollegenkreis mit den nötigen Werkzeugen, Kabeln und Wagos ein erstaunlich rasch realisierbares Unterfangen.

Trotzdem lauern bei der Installation einige Fallstricke. Hier wie man sie umgehen oder beheben kann:

  • Einbindung ins WiFi-Netzwerk: Ich habe aufgehört, hierzu die Shelly.app unter iOS zu verwenden. Stattdessen suche ich mit dem iPhone in der Liste der gefunden WiFi Access Points den Shelly Access-Point (shelly25-%MAC%), verbinde mich darauf, und wähle dann in Safari auf dem iPhone http://192.168.33.1/ an. In der Web-Oberfläche gebe ich unter Internet & Security dann die Zugangsdaten meines Netzwerks ein, speichere, wähle mich mit dem iPhone wieder in mein eigentliches WiFi-Netzwerk ein und adoptiere das Gerät dann mit der Shelly.app.
  • Steuerungskabel falsch herum angeschlossen: Nachdem mein erster Bekannter zwei Shelly 2.5 angeschlossen hatte, funktionierten die physischen Taster wie vor dem Einbau. Nach oben gedrückt, Rollladen fuhr nach oben. Nach unten gedrückt, Rollladen fuhr nach unten. Kein Problem. Bei der Installation des Elektrikers waren aber alle Anschlüsse vertauscht, wenn ich die Storen über das Web-Interface herunter- oder nach oben fahren liess. Kein Problem, die Shelly-Entwickler haben das vorausgesehen und bieten unter Settings die Option Reverse Directions an. Aktiviert, und alles war gut. Ein wenig später dann doch ein Problem: Der Druck auf die physische Nach oben-Taste liess die Storen herunterfahren, und der Druck auf die Nach unten-Taste nach oben. Damit auch hier alles wie erwartet funktioniert, musste ich auch noch Swap Inputs aktivieren. Rückblickend logisch, beides umzuschalten.
  • Stopptaster funktioniert nicht mehr wie vorher: Die Wohnung war umgebaut, und die Frau kehrte nach Hause zurück. Am ersten Arbeitstag nach der Rückkehr dann die laute Beschwerde: Bei Druck auf den physischen Taster fuhr die Store entweder hoch, oder runter. Wenn man den Kontakt des Knopfes entfernte, stoppte die Rolllade nicht, und auch die Storen liessen sich in ruhendem Zustand mit kurzem Tastendruck nicht mehr in vordefinierten Winkeln schrägt stellen. Zum Glück wiesen die zwei als erste installierten Shelly 2.5 dieses Verhalten nicht auf, weshalb ich wusste, dass das Problem entweder softwaretechnisch- oder (weniger gut) durch Ausbau und Neu-Verkabelung zu lösen war. Zum Glück tat es wieder eine Einstellung unter Settings: Button Type von Toggle auf Momentary schalten. Und schon funktionierten die Rollladen wirklich wie gewohnt.

Screenshots

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Fazit

Wie alle Smart Home-Lösungen haben auch Shellys ihre Eigenheiten, aber ich bin mir nicht sicher, ob sich oben genannte Probleme mit anderer Hard- und Software so einfach lösen lassen. Als Eigenheimbesitzer, der sein zu Hause auf ein Smart Home umbauen möchte, sind Shellys in Kombination mit Homebridge etwas vom Besten, was mir untergekommen ist. Ich bin innert 12 Monaten ein grosser Shelly-Fan geworden!

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Donnerstag, 22. September 2022

ddclient: WARNING: found neither ipv4 nor ipv6 address

Seit dem 19. September meldet ein von mir verwalteter Router sporadisch folgendes Problem bei der Aktualisierung der IP einer Dynamischen DNS-Adresse (mein DynDNS Anbieter: no-ip.com; sunrise upc ist der ISP, an welchem der Router hängt):

Sep 19 14:00:13 ROUTER ddclient[2733]: WARNING:  found neither ipv4 nor ipv6 address

Bis jetzt konnte ich das Problem nicht lösen. Mittlerweile habe ich den DynDNS-Service auf dem EdgeRouter ER-4 deaktiviert, und führe stattdessen auf einem Debian GNU/Linux-System im dahinterliegenden LAN ddclient aus.

Leider hat das auch nicht komplett geholfen, obwohl die Fehlermeldungen weniger wurden:

Sep 22 12:31:56 SERVER ddclient[3248354]: WARNING:  found neither ipv4 nor ipv6 address

Als ich gestern das Problem analysiert habe, fiel mir Folgendes auf:

$ host checkip.dyndns.org
checkip.dyndns.org is an alias for checkip.dyndns.com.
checkip.dyndns.com has address 132.226.247.73
checkip.dyndns.com has address 193.122.130.0
checkip.dyndns.com has address 158.101.44.242
checkip.dyndns.com has address 132.226.8.169
checkip.dyndns.com has address 193.122.6.168

$ wget "http://checkip.dyndns.org/"
--2022-09-22 01:42:06--  http://checkip.dyndns.org/
Resolving checkip.dyndns.org (checkip.dyndns.org)... 132.226.247.73, 132.226.8.169, 193.122.130.0, ...
Connecting to checkip.dyndns.org (checkip.dyndns.org)|132.226.247.73|:80... connected.
HTTP request sent, awaiting response... 502 Bad Gateway
2022-09-22 01:42:09 ERROR 502: Bad Gateway.

$ wget "http://checkip.dyndns.org/"
--2022-09-22 01:42:48--  http://checkip.dyndns.org/
Resolving checkip.dyndns.org (checkip.dyndns.org)... 132.226.8.169, 193.122.130.0, 158.101.44.242, ...
Connecting to checkip.dyndns.org (checkip.dyndns.org)|132.226.8.169|:80... connected.
HTTP request sent, awaiting response... 200 OK
Length: 105 [text/html]
Saving to: ‘index.html’

index.html              100%[===============================>]     105  --.-KB/s    in 0s      

2022-09-22 01:42:50 (8.82 MB/s) - ‘index.html’ saved [105/105]

Es scheint, als würde entweder eine der 5 IPs hinter checkip.dyndns.org streiken, oder aber der ERROR 502-Fehler tritt unregelmässig bei allen IPs auf.

Ob das aber wirklich das Problem hinter den Fehlermeldungen ist, kann ich derzeit nicht sagen.

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Dienstag, 6. September 2022

@liztruss ist nicht DIE Liz Truss

Der Hammer:

[Swedes] Get the meatballs ready

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Sonntag, 4. September 2022

Die Deutschen haben nicht alles falsch gemacht …

… sagt Jérôme à Paris:

How messed up was Germany’s energy policy? It’s not as bad as a lot of people are saying

Was mir von der Lektüre geblieben ist: Dank dem massiven Ausbau von Solar haben die Deutschen der ganzen Welt geholfen, die Preise für Solarpanels spürbar zu senken.

The ca. 25 GW of solar installed in 2009-12, generating roughly 25 TWh per year, cost something in the order of EUR 10 bn per annum (for 20 years), amounting to more than half of the current renewable surcharge on an ongoing basis. That cost, along with slightly smaller costs borne by Italians and French ratepayers for parallel installation booms, is what made the rapid drop in the cost of solar panels in that period possible – something that benefits the whole planet. German (and Italian and French) ratepayers are subsidizing cheap solar around the world.

Und noch das hier:

Energy is a commodity with very limited demand elasticity in the short term, and thus it takes very large price hikes to re-balance markets, especially when you have a negative supply shock. This should be obvious from the multiple crises we have gone through over the past 50 years, but politicians still push the gospel of “the markets” for energy while being unable to tolerate the price hikes they necessarily (occasionally) entail, and then imposing market distorting measures (price caps, etc) and looking for scapegoats rather than explain their ideological decisions…

Wenn ich diesen Paragraphen richtig verstehe führen uns die exorbitanten Gas- und Strompreise direkt ins Paradies. Hoffentlich aber ist noch was von Europa übrig, wenn wir dort ankommen.

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Sonntag, 4. September 2022

Gaspreise gehen durch die Decke

Kürzlich von einem Bekannten gehört: Die Stromkosten für das laufende Jahr wurden in seiner Firma auf 2.5 Millionen CHF budgetiert. Budget 2023: 8 Millionen CHF. Man braucht kein Genie zu sein, dass dies entweder zur direkten Weitergabe der Kosten an den Konsumenten führt (Inflation!), und falls das nicht möglich ist: Einstellung des Betriebs, und Konkurs.

Die grünen Träumer werden eine dritte Option ins Spiel bringen: „Dann müssen die jetzt halt mal so richtig Strom sparen, dann geht das schon!“

Die hohen Gaskosten kommen mittlerweile auch schon bei den Endkunden an. Prominentes Beispiel:

Natürlich musste ich das erst Faktenchecken. Die Autorin des Tweets, eine Geraldine Dolan, scheint den Tweet aus Galway, Irland abgesetzt zu haben. Dort finde ich aber kein Popppyfields Cafe.

Wenn ich nach Geraldine Dolan suche, finde ich folgenden Artikel:

‚You can’t operate like that‘ – Café gets electric bill for over €9,800

Aus dem Artikel entnehme ich die tatsächliche Adresse des Cafés: Poppy Fields Cafe in Athlone, Westmeath (1 Autostunde östlich von Galway)

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Sonntag, 4. September 2022

Baerbocks Rede am Forum 2000 in Prag

Mittlerweile hat wohl jeder, der sich für das aktuelle Zeitgeschehen interessiert, Annalena Baerbocks Aussagen über die fortwährende Unterstützung der Ukraine im Kampf gegen Russland gehört.

Hier die ungekürzte Fassung, da „Faktenchecker“ einen auf Twitter und Telegram herumgeisternden Zusammenschnitt als „ein von einer Pro-Putin-Gruppe manipulativ geschnittenes Video von Außenministerin Baerbock“ klassifiziert haben, welches „massiv von extremen Rechten geteilt“ werde.

Nebenbemerkung: Habe zu meinem Kollegen, welcher mir das Video gesendet hat, natürlich sofort den Kontakt abgebrochen, weil jetzt dank Volksverpetzer klar belegt ist, dass er ein Rechtsextremer ist …

Die Aussage wurde am 31. August 2022 zwischen 15:45 und 16:30 Uhr an einem Panel an der 26. Konferenz des Forum 2000 gemacht (Homepage).

Um was geht es? Ich versuche hier das Englische zu übersetzen und zu kondensieren:

Ein Panel-Teilnehmer fragt Baerbock, was Deutschlands Vision und ihre persönliche Definition einer erfolgreiche Ukraine sei. Sie antwortet, dass „wir“ [Deutschland? Die EU? Der Westen?] dafür kämpfen, dass die Ukraine ihre Zukunft selber bestimmen dürfe. Aus ihrer Sicht sei die Vision, eine freie und friedliche Ukraine zu haben, wie „jedes“ andere Land auf der Welt [naja]. Deshalb stünden Deutschland zusammen mit Frankreich so lange an der Seite der Ukraine, wie die Ukraine Deutschland und Frankreich benötigen würde. Das sei doch völlig normal wenn man an Rechtsstaatlichkeit und die Freiheit auf Erden glaube.

Dann geht Baerbock auf die Aussage ihres Vorredners ein, der gesagt habe, dass man nicht behaupten solle, dass der Krieg für längere Zeit weitergehen könnte. [ich verstehe das so, dass es aus Sicht Baerbocks durchaus ein langer Krieg werden könnte, und der Vorredner es für gefährlich hielt, dass man die Planung danach auszurichten begänne]. Ihr Versprechen an die Ukraine sei, dass man an der Seite der Ukraine stünde so lange die Ukraine das nötig habe. [Jetzt kommt der für mich trotz mehrmaligem hören völlig unverständliche Teil] Sie könne dieses Versprechen geben, und in einer Demokratie bedeute das glücklicherweise, dass die „Leute“ mit ihr nicht einverstanden sein müssen und die Leute ihr in vier Jahren [bei den nächsten Wahlen?] vorhalten könnten, dass sie gelogen habe [sprich … sie resp. ihre Partei abwählen?]. Aber da sie nun für vier Jahre gewählt sei, könne sie der Ukraine dieses Versprechen geben, und das Versprochene auch liefern — egal was ihre Wähler [derzeit?] denken [das ist meine eigene Interpretation des Gesagten, sprich mein Versuch, zwischen den Zeilen Sinn zu machen]. Und wenn der Krieg weitere zwei Jahre dauere halte ihr Versprechen so lange. Dementsprechend müssen Massnahmen aber auch danach beurteilt werden, dass sie mehrere Jahre aufrecht erhalten werden können. Man müsse aber ehrlich zueinander sein und einen längeren Krieg als wahrscheinlich erachten.

if i give the promise to people in ukraine we stand with you as long as you need us then i want to deliver no matter what my german voters think but i want to deliver to the people of ukraine and this is why for me it’s important to be always very frank and clear and this means every measure i’m taking i have to be clear that this holds on as long as ukraine needs me and this is why i think it’s so important that we have to be frank yes everybody wishes from us that tomorrow the war stops but in case tomorrow it wouldn’t stop i will be also there in two years time

Quelle: YouTube maschinell übersetztes Audio

Schlussendlich sagt Baerbock, dass sie sich bewusst sei, dass der Winter bald komme und die Leute [das deutsche Volk] auf den Strassen gegen die hohen Energiepreise protestieren könnten. Dies sei eine Herausforderung für demokratisch [gewählte] Politiker. Sie werde den Leuten mit „sozialen Massnahmen“ helfen. Das dürfe aber auf keinen Fall bedeuten, dass man die Sanktionen fallen lasse — auch wenn es dann für die Politiker ganz brenzlig werde. Man müsse in ganz Europa Lösungen finden, um die „sozialen“ [nicht auch: wirtschaftlichen?] Effekte abzufedern. Die Alternative sei die Spaltung der Demokratie und die armen Leute „zurückzulassen“. Das sei falsch, „wir“ stehen in Solidarität mit allen Bewohnern unseres Landes, so wie wir solidarisch sind mit allen Leuten in der Ukraine.

Fazit: Solche Steilvorlagen entstehen primär, wenn man das falsche, sprich (fremd)sprachlich wie auch intellektuell ungeeignetes Personal zum Aussenminister macht. Kein Wunder kann jeder, der diese schwer verständliche Rede hört, irgendwas hineindeuten.

Meine Meinung: Wie mir ein Kollege gestern erzählt hat, ist das oberste Ziel einer Rettungsaktion immer, die Sicherheit der Retter zu gewährleisten. Die Rettung des Opfers hat zweite Priorität, so unmenschlich das klingen mag. Ist es nachhaltig, wenn die Retter sich selber in grösste, nicht mehr verantworbare Gefahr bringen, oder bei der Rettung sogar sterben? Wenn ich Baerbock richtig verstehe, gilt aus ihrer Sicht die Umkehr des Fundamentalprinzips: Die Ukraine müsse um jeden Preis gerettet werden, das Wohlergehen der Retter, sprich der Europäischen Staaten (der Bewohner, der Wirtschaft, der Politik), sei sekundär.

A propos: Lustigerweise geschah in Prag ein paar Tage später dies: Proteste in Prag: 70.000 Tschechen demonstrieren gegen Ukraine-Politik der Regierung.

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Labels: Krieg

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