Archiv ‘IT’

Sonntag, 9. September 2018

Auf welcher Frequenz senden Netatmo-Module und was ist die Reichweite?

Gemäss der EU- und FCC-Konformitätserklärung (PDF) funken Innen- und Aussenmodule auf 869 MHz (präziser: zwischen 869.3 und 869.5 MHz mit einer Stärke von 16 Milliwatt).

Wieso ich das nachgeschaut habe? Nun, ich wollte ein Modul bei uns im Keller aufstellen, aber bereits vorher abschätzen, ob das Modul eine Chance haben wird, vier Betondecken (d.h. vom 2. UG ins 2. OG) zu durchdringen. Die Angabe zu den verwendeten Frequenz half mir schlussendlich nicht weiter, weil ich die Werte nicht beurteilen und auf „Durchdringungsstärken“ umsetzen kann. Der Praxis-Test zeigte aber, dass man absolut keine Chance hat, mit dem Signal durchzukommen.

Da hilft auch eine GSM-ähnliche Frequenz nicht, da das Modul mit seinen 16 mW deutlich weniger Leistung sendet als ein Smartphone (diese können die Leistung bis auf 2 Watt hochschrauben, wenn sie sich weit weg von einem Sendemast befinden — Faktor 125) — schliesslich möchte der Besitzer ja nicht täglich oder wöchentlich die Batterien des Moduls tauschen gehen.

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Sonntag, 9. September 2018

Zwischenstand abfragen bei „Elasticsearch is still initializing the kibana index“

In meinem Netzwerk läuft eine ElasticSearch-, Lucene- und Kibana- oder kurz ELK-Komponente, an welche alle Geräte im Netzwerk per syslog ihre Log-Events zusenden. Gelegentlich muss ich den ELK-Docker-Container herunter- und wieder hochfahren. Da ich ELK auf einem Laptop laufen lassen und die CPU-Frequenz des Geräts auf den tiefstmöglichen Wert für diese CPU festgelegt habe (1200 MHz; Überhitzung führte vorher zu unregelmässigen Abstürzen), kann es manchmal eine Weile dauern, bis ELK nach einem solchen Neustart wieder hochkommt. Doch bis es soweit ist, strahlt einem dieses Kibana Status-Fenster entgegen:

image-8034

Wenn man sich dafür interessiert, wie weit der Kibana-Index bereits wiederhergestellt ist, ruft folgende URL auf:

http://1.2.3.4:9200/_cluster/health?pretty=true

Im Browser sieht man dort dann nützliche Informationen über den Cluster, und für unseren Fall ganz wichtig, das Attribut active_shards_percent_as_number:

{
  "cluster_name" : "elasticsearch",
  "status" : "red",
  "timed_out" : false,
  "number_of_nodes" : 1,
  "number_of_data_nodes" : 1,
  "active_primary_shards" : 1753,
  "active_shards" : 1753,
  "relocating_shards" : 0,
  "initializing_shards" : 4,
  "unassigned_shards" : 4035,
  "delayed_unassigned_shards" : 0,
  "number_of_pending_tasks" : 10,
  "number_of_in_flight_fetch" : 0,
  "task_max_waiting_in_queue_millis" : 807617,
  "active_shards_percent_as_number" : 30.265883977900554
}

Im Browser kann man nun regelmässig diese Seite neu laden und sollte sehen, wie active_shards_percent_as_number kontinuierlich nach oben zählt. Sobald 100 Prozent erreicht sind, läuft der Cluster wieder wie erwartet.

Wer nur eine Kommandozeile zur Verfügung hat, hilft sich folgendermassen:

$ watch -n 1 curl -XGET 'http://1.2.3.4:9200/_cluster/health?pretty=true'

Quelle: Monitor ElasticSearch cluster health – Useful for keeping an eye on ES when rebalancing takes place

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Samstag, 8. September 2018

Xiaomi Mi Home: Übersetzungen der wichtigsten Automations-Begriffe

Seit etwas mehr als einem Monat ist unsere Wohnung mit Xiaomi Mi Home-Sensoren vollgestopft.

So richtig Spass macht die Sache aber natürlich erst, wenn man in der Xiaomi Mi Home-App entsprechende „Automations“ entwickelt. Leider sind die Begriffe dort noch nicht auf Englisch übersetzt, weshalb ich hier die wichtigsten Screens und die häufigsten Begriffe übersetze:

Tür-/Fenster-Sensor

image-8023

  • 打开 — geöffnet
  • 关闭 — geschlossen
  • 打开超过1分钟未关闭 — länger als 1 Minute geöffnet

Temperatur-Sensor

image-8024

  • 高于指定温度 — höher als Temperatur X
  • 低于指定温度 — tiefer als Temperatur Y
  • 高于指定湿度 — höher als Luftfeuchtigkeit
  • 低于指定湿度 — tiefer als Luftfeuchtigkeit

Bewegungssensor

image-8025

  • TODO — Bewegung erkannt
  • TODO — 2 Minuten ohne Bewegung
  • TODO — 5 Minuten ohne Bewegung
  • TODO — 10 Minuten ohne Bewegung
  • TODO — 20 Minuten ohne Bewegung
  • TODO — 30 Minuten ohne Bewegung
  • TODO — Bewegung im Dunkeln (?)

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Freitag, 7. September 2018

Z-Wave ist nicht ZigBee

Vor kurzem entdeckte ich bei einer Recherche nach Home Automation-Schnittstellen das Produkt Aeotec Z-Stick Gen5. Zuerst dachte ich, dass ich mit dem Ding meine Philips Hue-Lampen sowie meine Xiaomi Mi Home-Sensoren abhören könnte — bis ich dann mittels eines Forum-Beitrags realisieren musste, dass dieser Dongle das Z-Wave-Protokoll und nicht das ZigBee-Protokoll spricht (und es sich dabei um zwei verschiedene Protokolle handelt):

The Z-Stick is Z-Wave, the Xiaomi are Zigbee. They can’t talk to each other.

Quelle: Use Aeotec Z-Stick with Xiaomi Temperature & Motion Sensors?

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Freitag, 7. September 2018

Das Strom-LED eines HP ProBooks 6570b blinkt beim Starten 8 Mal

It sounds you’re facing a motherboard failure.

Quelle: Push power button and battery light flashes 8 times

Mumpiz! Der originale HP-Reiseadapter 744481-003 mit 19.5V Ausgangsspannung und maximal 2.31A Strom, den ich zusammen mit meinem Geschäftslaptop (EliteBook) erhalten habe, war trotz gleicher Steckergrösse nicht mit dem ProBook kompatibel. Mit dem Hama Universal Notebook-Netzteil (70W) und der Einstellung 19V kam dann aber zum Glück die Stromversorgung zu Stande.

Somit deute ich das Blinken stattdessen als viel beruhigenderes „Batterie leer und keine brauchbare Spannung am Stromanschluss“.

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Donnerstag, 6. September 2018

Welche Antennen passen zu einer Netgear AirCard AC810?

Im Juli vor einem Jahr habe ich mir eine gebrauchte Netgear AirCard AC810 gekauft.

Ich verwende den portablen MiFi-Hotspot seither mit über im eBay-Shop simdropshop erstandenen Three UK SIM-Karten mit 12GB Datenvolumen. Die Datenmenge steht bis maximal 12 Monate nach der ersten Benutzung zur Verfügung und gilt in mittlerweile über 70 sog. Go Roam-Ländern. Den Hotspot habe ich primär erfolgreich in Europa verwendet sowie in den USA. So können sich mein iPhone, mein iPad, mein MacBook sowie das iPhone meiner Frau eine Internetverbindung teilen und wir haben auch dann (mehr oder wenig gedrosselten) Empfang, wenn das Hotel WiFi abends überlastet ist.

Einige Wochen später habe ich mir dann auch noch die originale NetGear MIMO-Antenne (für den LTE-Empfang, nicht zum Ausstrahlen des WiFi-Signals) gekauft. Für Ferien ist diese Antenne aber normalerweise viel zu sperrig und zu unhandlich, weshalb ich sie noch nie wirklich produktiv eingesetzt habe, wenn überhaupt mitgenommen. Ein Bekannter von mir ist mit der Antenne und dem Hotspot aber bereits mehrere Male zu Berg auf eine Alphütte logieren gegangen und konnte mit der korrekten Ausrichtung der Antenne tatsächlich noch ein schwaches 3G Signal empfangen — für iMessage reichte es.

Vor ein paar Wochen nun die zündende Idee: Gibt es allenfalls kleinere Antennen, die immerhin ein paar Dezibel besseren Empfang liefern und problemlos zum Hotspot gelegt werden können? Um das über AliExpress herauszufinden, musste ich zuerst mal in Erfahrung bringen, um was für einen Antennen-Anschlusstyp es sich eigentlich handelt:

AirCard mobile hotspots such as AC79xS, AC78xS,AC77xS,76xS and AC75xS use dual (two) SMK-TS9 connectors for a MIMO antenna.

Quelle: External Antennas for AirCard products

Ich musste also nach TS9 LTE-Antennen suchen. Und tatsächlich wurde ich fündig: Zwei dünne, nicht länger als zwei Bleistifte Antennen, die man direkt mit den zwei TS9-Anschlüssen des MiFi-Hotspot verbindet: 4g router externe antenne TS9 stecker 2 teile/para Wifi antenne für Huawei E5573 E8372 E3372 für PCI Karte USB wireless Router. In der zweiten Hälfte dieses Monats werde ich austesten, ob ich damit die LTE-Empfängsqualität steigern kann.

ACHTUNG: Meinem Bekannten habe ich auch einen Satz bestellt. Ob er die Antennen aber einsetzen wird, ist noch nicht klar — er fürchtet sich über die Hebelwirkung und hat Angst, die Antenne mit unvorsichtigen Bewegungen abzubrechen. oder — noch schlimmer — den TS9-Anschluss zu beschädigen.

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Sonntag, 8. Juli 2018

Endlich ist es da: Die M2M- resp. OOB-SIM für Normalsterbliche

Seit Jahr und Tag bin ich auf der Suche nach einer Daten-SIM-Karte, welche ich als Out-of-Band-Lösung in meinen drei Netzwerk-Standorten installieren kann.

Die SIM möchte ich in ein UMTS-Modem einbauen, welches ich entweder extern per USB oder intern per Einbau an den ThinkPad-„Server“ der jeweiligen Location anhänge.

Fällt das Internet aus, oder verliere ich aus irgendeinem Grund den Remote-Zugriff ins LAN, aktiviert sich die SIM-Karte von alleine, meldet seine IP bei einem Dienst wie DynDNS, öffnet einen VPN-Tunnel und bietet mir so die Möglichkeit, Probleme aus der Ferne zu diagnostizieren.

Mit SimplyMobile von Swisscom scheint das nun Realität zu werden:

  • Prepaid-SIM, d.h. keine monatlich wiederkehrenden Kosten
  • Datenpaket von 750 MB für 9.90 CHF
  • Datenguthaben verfällt nicht

Quelle: SIMPLYMOBILE PREPAID

Fazit: Das Basteln kann beginnen!

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Sonntag, 8. Juli 2018

UniFi Produktenamen in syslog-Nachrichten

Auf meiner ELK-Installation finden sich unter anderem auch die Logs meiner UniFi-Controller und der damit kontrollierten Access Points. In den syslog-Nachrichten werden die Typen von UniFi-Netzwerkgeräten mit folgenden Kürzeln identifiziert:

  • U7PG2 — UniFi AP-AC-Pro Gen2
  • U7MSH — UniFi AP-AC-Mesh
  • U7LR — UniFi AP-AC-LR
  • U7P — UniFi AP-Pro

Die offizielle Liste von UniFi findet sich im JSON-Format hier: bundles.json.txt

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Sonntag, 24. Juni 2018

IKEA TRÅDFRI Fernbedienung und Dimmer mit einer Philips Hue Glühbirne koppeln

Gestern war ich seit langem wieder einmal im nächstgelegenen IKEA und habe mir – unter anderem – die IKEA TRÅDFRI Fernbedienung (15 CHF) und den IKEA TRÅDFRI Dimmer (10 CHF) gekauft.

Meine Idee war es, die kabellosen Schalter mit meiner Nachttischlampe, einer Philips LivingColors Bloom Friends of Hue zu koppeln. Die Lampe steuere ich zwar bereits mit einem Philips Hue Dimmer Switch (28.90 CHF), doch ich wollte meiner Frau die Möglichkeit geben, die Nachttischlampe auch von ihrer Bettseite her auszuschalten. Und das möglichst zur Hälfte des Preises des offiziellen Schalters.

Ich folgte dabei folgender Anleitung, welche ich vorher im Netz aufgestöbert hatte:

  1. Reset the remote or dimmer by pressing the pair button 4 times quickly.
  2. Wait 10 seconds.
  3. Hold the remote directly next to the Hue hub (as close as possible).
  4. Hold the pair button.
  5. Immediately initiate a TouchLink search.

Quelle: Using IKEA Tradfri remote or dimmer with Hue

Um auf der Philips Hue-Basisstation den TouchLink-Scan zu starten, verwendete ich auf meinem iPad die kostenlose iOS-App Hue Lights (die App bietet In-App-Käufe an; diese waren aber nicht nötig). Dabei ist zu beachten, dass man die App einzig dafür braucht, den Scan-Vorgang zu starten. Die App selber gibt keinen Hinweis darauf, ob das koppeln der Fernbedienungen mit dem ZigBee-Netzwerk geklappt hat oder nicht — hierzu sind einzig die LEDs auf den Fernbedienungen zu beachten. Hue Lights zählt beim Scan 90 Sekunden runter — auch das kann man ruhig ignorieren; sobald die LEDs der TRÅDFRI wie im Video gezeigt leuchten respektive aufgehört haben zu leuchten, ist man für die Koppelung mit der eigentlichen Glühbirne bereit.

Übrigens: Auch in der offiziellen Hue App tauchen die Fernbedienungen nicht auf.

Der Koppelungsprozess ist nicht völlig trivial, aber auch nicht übermässig kompliziert. Der Prozess lässt sich ohne Aufwand solange wiederholen, bis es geklappt hat. Wie sonst nicht üblich musste ich meine Aktionen und die Reaktionen der IKEA-Schalter mit folgendem Video verifizieren:

Dabei habe ich insbesondere auf die Reaktionen der roten LEDs geachtet.

Schlechte Nachricht: Leider habe ich es nicht geschafft, die Fernbedienung mit der Philips Bloom zu koppeln. Gute Nachricht: Über unserem Küchentisch leuchtet eine Philips Hue E27 LED White & Color. Mit dieser konnte ich die beiden Fernbedienungen koppeln — wichtig hier: Genug lange warten, bis die Lampe wirklich „ausgeblinkt“ hat (es reicht nicht, wenn diese erst zwei- oder dreimal geblinkt hat).

Den Dimmer finde ich etwas hakelig; diesen muss man zwingend richtig auf einer Oberfläche befestigen. Die Fernbedienung wiederum kann man problemlos einfach auf den Küchentisch legen.

PS: Man muss kein Schwedisch-sprechender sein, um zu verstehen, was „TRÅDFRI“ bedeutet: Drahtfrei, also kabellos.

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Sonntag, 10. Juni 2018

Init7 TV7: Turris Omnia, UniFi Switch, Multicast und IGMP Snooping

Seit der Ankündigung von Init7 verwende ich gelegentlich deren TV7-Angebot, welches ein ganz „normales“ Multicast IPTV ist.

Bei der Konfiguration des Services bei einer Bekannten, welche ich mit einem Ubiquiti EdgeRouter ER-X ausgestattet habe, musste ich feststellen, dass das Netzwerk wie vom ISP angedroht mit Multicast geflutet wird, wenn man einen TV-Sender schaut.

Das spürt man sehr gut, wenn man über den am ER-X angeschlossenen Ubiquiti UniFi AP-AC-LR surfen will oder bspw. eine SSH-Verbindung aufgebaut hat. Zwischen dem Druck einer Taste und dem erscheinen des Buchstabens in der Shell gibt es eine spürbare Verzögerung.

Damals war ich der Meinung, dass mein Turris Omnia hier zu Hause mit IPTV Multicast zu schlage kommt, weil ich solche Probleme initial nicht wahrnahm. Doch auch mein Netzwerk wird in Mitleidenschaft gezogen, und auch hier spüre ich es primär mittels Verbindungsproblemen mit dem UniFi Access Point. Da ich direkt nach dem Turris Omnia einen UniFi Switch US-8-60W angeschlossen habe und die Interface-Statistiken mit Cacti aufzeichne, kann ich das Problem einfach visualisieren — an Hand des Matches der Schweizer Nationalmannschaft gegen Japan am Freitag, 8. Juni 2018 ab 19 Uhr (wir schalteten uns ein paar Minuten später zu):

image-7929

Man sieht auf den Graphen sehr gut, dass Multicast auf allen Interfaces des Switches einschlägt, egal, ob das Netzwerkgerät dahinter den Stream schaut oder nicht.

Was ich jetzt zudem auch noch realisiere: Meine Sonos PLAYBASAE, der SUB und die beiden Sonos PLAY:1 hatten Probleme mit der Audio-Wiedergabe von IPTV-Streams. Ich dachte, dass dies entweder an den Streams selber oder aber den Apps liegt, welche ich verwendet habe. Mir schwant nun aber, dass die PLAYBASE das Audio auf Grund des Multicast-Floodings eifach nicht schnell genug über den UniFi Access Point (d.h. per WLAN) zum SUB und den zwei PLAY:1 senden konnte.

Der Match lief bei uns über die App iPlayTV auf dem Apple TV 4 (mit Ethernet am UniFi-Switch angeschlossen) via HDMI auf unserem Panasonic Plasma in der Stube. Hierzu verwende ich udpxy, welches auf einem Linux-Server Intel NUC läuft, welcher ebenfalls am UniFi-Switch angeschlossen (dies nicht aus Spass; iPlayTV kommt mit der M3U8 respektive dem Multicast-Stream direkt von TV7 irgendwie nicht klar). D.h. udpxy empfängt Multicast, wandelt es in einen Unicast-Stream um und sendet diesen an den Apple TV.

Mitten im Spiel entschied ich mich, den Apple TV direkt an einen der vier freien Switch-Ports des Turris Omnia zu hängen (jetzt, als ich diese Zeilen schreibe, realisiere ich gerade, dass ich eigentlich den NUC dort hätte anhängen sollen, da er ja der Multicast-Empfänger war — und nicht den Apple TV). Das änderte an der Multicast-Flut nichts (wie auch, der Multicast-Empfänger war immer noch am Switch angehängt — ich Depp!).

Der Turris Omnia aber hat gemäss Kommandozeile IGMP-Snooping aktiviert:

$ cat /sys/devices/virtual/net/br-lan/bridge/multicast_snooping
1

Quellen: How can I enable IGMP Snooping in OpenWRT? sowie IPTV / UDP multicast

Schlussendlich nach viel Googlen dann die Erkenntnis: Ich musste IGMP Snooping noch auf meiner Ubiquiti-Netzwerkinfrastruktur aktivieren! Das macht man über den UniFi-Controller:

  1. Login auf die Web-Oberfläche des UniFi-Controllers
  2. Settings
  3. Networks
  4. Edit
  5. [x] Enable IGMP Snooping

image-7930

Et voilà! Auf den Cacti-Graphen sind man in der Detail-Ansicht sehr schön, dass ich um spätestens 20:45 Uhr IGMP Snooping auf dem Switch aktiviert hatte:

image-7931

Der Multicast-Stream mit locker 15 Mbit/s kommt immer noch über den Router auf dem Switch rein (Port 1, mit „TURRIS OMNIA“ bezeichnet), doch er wird nur noch an Switch-Port 3 weitergereicht, an welchem der NUC hängt, auf welchem udpxy läuft und den Multicast-Stream in Unicast umwandelt. Die anderen Ports werden mit Multicast sinnvollerweise nicht mehr bedient, und deshalb bricht die blaue Linie (Outbound-Traffic, d.h. in Richtung des angeschlossenen Netzwerkgerätes) fast gegen Null ein.

Was ich jetzt noch mache: Ich hänge den NUC auch noch direkt an einen freien Ethernet-Port des Turris Omnia. Dann gibt es eigentlich keinen Grund mehr, wieso Multicast-Traffic überhaupt bis zum UniFi-Switch gelangen sollte (ausser ich streame diesen bspw. auf meinem per Ethernet angebundenen iMac im Büro).

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