Archiv ‘Reisen’

Montag, 13. April 2026

Swiss: Zwei separate Buchungsänderungen am Tag: Scheinbare Kumulierung der Beträge beim zweiten Kauf

Vor einigen Tagen buchte ich meinen Rückflug in die Schweiz um. Dank dem bewusst gewählten Economy Flex Tarif kein Problem; alles mit ein paar Klicks online über das Web-Interface möglich, bravo. So soll es sein.

Einige Stunden später, als ich für Frau und Kind — aus Gründen mit einer separaten, ebenfalls bereits bestehenden Flugbuchung — eine Sitzplatzreservation vorgenommen hatte, wollte ich meinen (nahegelegenen) Sitzplan ebenfalls buchen.

Obwohl das Interface für die Sitzplatzreservation in der Exit Row einen Betrag von 95.45 CHF anzeigte, wurden im Webinterface beim Abschluss des Kaufs plötzlich eine Gesamtsumme 574.45 CHF angezeigt, und nach der Genehmigung der Transaktion (3D Secure, oder wie die Mehrfaktor-Technologie heisst) wurden auf meiner Debitkarte tatsächlich 574.45 und nicht 95.45 CHF reserviert. Was zum Teufel …

Da ich den letzten Sitzplan in Greifdistanz der beiden nicht verlieren wollte, genehmigte ich den Kauf widerwillig, und malte mir schon aus, wie ich in einigen Tagen/Wochen über den Kundendienst in langwieriger Telefonschleife den deutlich zu viel bezahlten Betrag mit viel Argumentation zurückfordern müsste.

Spannend auch, dass mir Swiss aus irgendeinem Grund für den am 14. Januar erfolgten Flug MUC–BKK auch noch (rückwirkend?) irgendwelche Gebühren verrechnen wollte — besser kann es ja nicht werden:

Auf jeden Fall sah es in der PostFinance App temporär so aus:

Doch: Ein paar Stunden später hatte ich etwas mehr Zeit, um die Sache noch einmal genauer zu analysieren. Und siehe da: Die hohe Summe beim zweiten Kauf bestand einerseits aus dem Preis der vier Stunden vorher getätigten Umbuchung, plus des Preises für die danach separat durchgeführte Sitzplatzreservation. Der kumulierte Betrag passte auf den Rappen genau.

Offenbar kumuliert das Lufthansa Group Buchungssystem also bei (a) einem zweiten Kauf (b) für dieselbe PNR (c) am gleichen Tag (respektive bevor die erste Summe ordentlich abgebucht wurde?) einfach die beiden Summen und reserviert den Betrag auf der Debitkarte. Für den Kunden sieht es dann so aus, als würde mittels zwei separater Transaktionen viel zu viel Geld abgezogen.

Ab dem Zeitpunkt war ich mir fast sicher, dass die Situation am nächsten Tag vom Buchungs- respektive Inkassosystem automatisch bereinigt werden würde. Und tatsächlich: Am nächsten Tag sah ich die zwei korrigierten Debitkarten-Reservationen im PostFinance eBanking.

Von meinem Konto wurden schlussendlich mittels den erwarteten zwei Transaktionen die eigentlich zu erwartetenden Summen abgebucht: Transaktion 1 mit dem Betrag für die Umbuchung des Flugs, Transaktion 2 mit dem Betrag für die Sitzplatzreservation.

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Freitag, 10. April 2026

Swiss: Bassinet (Cot) für Baby bestellen

Eine Flugbuchung mit einem Neugeborenen führt bei Swiss nicht automatisch dazu, dass einem ein Bassinet (Cot) bereitgestellt wird, in welchem man das Baby während des Flugs (hoffentlich) etwas Schlafen lassen kann.

In der Boeing 777-300ER der Swiss kann man das Bassinet meines Wissens in der Economy-Klasse nur in der Sitzreihe 40, Sitze D, E, F, G, an die Wand montieren.

Nachdem ich den einzigen in der Reihe noch verfügbaren Sitz 40D reserviert hatte, erkundigte ich mich bei einem Kollegen mit viel Flugerfahrung, was nun zu tun sei.

Er meinte, dass ich selber aktiv werden und das Bassinet vor dem Flug über den Kundendienst „bestellen“ müsse.

Offizielle Angaben von Swiss dazu:

Baby cots

Cots are available in all flight classes on long-haul flights and in Business Class on European flights. They are suitable for babies up to 8 months old, weighing a maximum of 11 kilograms and measuring up to 67 cm. This gives your baby enough space to lie comfortably. The number of cots is limited, so please be sure to contact our ​Service Centre in good time. You can reserve a baby cot and accompanying seat free of charge.

Go to the Service Centre

Quelle: On board with children

Leider hilft der Link zum Service Centre nicht weiter. Es wäre ja gelacht, wenn man diese Option wie Sitzplätze, Zusatzgepäck, oder Spezialessen online ohne Interaktion mit einem Menschen hinzubuchen könnte. Auch der AI-unterstützte Chat konnte mir nicht weiterhelfen und sandte mich auf die Service Center-Seite mit den Kontaktadressen.

Auf Grund des längeren Asienaufenthaltes wollte ich nicht die befürchteten 30 bis 40 Minuten über Swisscom Roaming in der Swiss-Warteschleifen warten. Deshalb versuchte ich, das lokale Swiss Büro zu kontaktieren.

Eine Google-Suche lieferte sowohl eine Email-Adresse (!) einer lokalen Mitarbeiterin (napaporn.pinkaew@swiss.com), als auch eine Telefonnummer (02-204-7700):

Leider kam meine Email-Anfrage umgehend zurück — Recipient Unknown:

host mxb-005f4701.gslb.pphosted.com [143.55.150.105]
    SMTP error from remote mail server after RCPT TO::
    550 5.1.1 Recipient Unknown

Die Telefonnummer war auch nicht mehr gültig. Eine zweite Nummer auf einer nicht verwandten Web-Site funktionierte ebenfalls nicht.

Soviel zur Zuverlässigkeit und Vertrauenswürdigkeit von AI Overview. Trau schau wem!

Schlussendlich wurde ich auf der Web-Site von Bangkok Suvarnabhumi fündig. Dort werden alle Airlines mit einer Telefonnummer aufgelistet, und so auch die Swiss:

Suvarnabhumi Airline Info

Die Nummer lautet 02-056-6868 ‭respektive international +6620566868.

Und tatsächlich: Die Nummer funktionierte. Es handelt sich dabei nicht um Swiss selber, sondern um das Lufthansa Group Service Center. Das macht Sinn, denn fliegen ja Lufthansa, Austrian wie auch Swiss BKK an.

Bevor man mit einem Mitarbeiter sprechen kann, musste ich eingeben:

  • 2 für Reservation (1 wäre HON Circle, 3 Miles & More)
  • 2 für Swiss (1 wäre Lufthansa, 3 Austrian)

Innert weniger Sekunden begrüsste mich ein Mensch, der nicht nur Thailändisch, sondern auch Englisch sprach, und mit einem verständlichen Akzent. Ich brachte mein Anliegen vor, er notierte sich die PNR, klärte kurz ab, ob zum Sitz ein Bassinet gebucht werden kann, und ob noch ein Bassinet frei war, und bestätigte mir dann die Reservation. Alles in allem dauerte das nicht mehr als drei Minuten. Fliegen kann so schön sein, auch 2026!

Tipp: Vor dem Anruf notiere ich mir jeweils die PNR (Buchungsreferenz), und frage dann über Google: „NAPZ5Z in NATO Alphabet“. Google ist so gut, dass es dann die Buchstaben auflistet: November Alfa Papa Zulu Five Zulu. Im Flugverkehr bin ich noch keinem Angestellten mit Kundenkontakt begegnet, welcher nicht dieses Alphabets mächtig war. Dies erlaubt die fehlerfreie, zuverlässige und schnelle Kommunikation des PNR.

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Sonntag, 29. März 2026

Versuch der Mülltrennung im Wohnturm in Bangkok

Kürzlich wurden im Abfallraum unseres Stocks folgendes Schild aufgemacht, und zusätzliche Abfallcontainer installiert:

Zu Hause in der Schweiz trenne ich Abfälle (Papier, Karton, Büchsen/Dosen, PET-Flaschen, Batterien) und verwende lokale Entsorgungshöfe für eine effiziente Entsorgung.

Hier bin ich aus folgenden Gründen skeptisch:

  • Bewohner aus allen Herren Ländern Die Wohntürme hier sind ein kleiner Mikrokosmos von unterschiedlichsten Nationalitäten: Thais, Chinesen, (vermutlich) Japaner, (vermutlich) Koreaner, Inder, Russen, Ukrainer, Europäer. Bei einigen Ethnien habe ich grosse Bedenken, dass die ihren Abfall wirklich sortieren (ein Blick in den Müllkübel bestätigt mir das immer wieder). Mülltrennung funktioniert meiner Meinung nach nur, wenn sich alle daran halten (sprich in High Trust Societies wie der Schweiz, Deutschland, oder beispielsweise Japan — und ich wage zu behaupten, dass die Mülltrennung auch in der Schweiz aus bekannten Gründen zunehmend leidet).
  • Nachgelagerte Konsolidierung? Was passiert mit den Container, wenn sie von der Putzfrau (ja, ich habe noch nie einen Putzmann gesehen) abgeholt werden? Geht dann alles in denselben grossen Container? Und selbst wenn die Trennung hier eingehalten wird — was passiert nach der Abholung? Ich befürchte, sobald der Müll aus den Augen ist, ist er auch aus dem Sinn.
  • Manuelle Sortierung im Entsorgungshof? Bei nächtlichen Fussmärschen vom Fitness nach Hause sehe ich manchmal Personen, welche die Müllsäcke an den Strassenrändern nach verwertbarem Material erlesen. Passiert das auf Grund des ersten Punkts dann auch zwingend in den Entsorgungshöfen? Müsste meiner Meinung nach, denn sonst sind die von den Wohnturmbewohnern „sortierten“ Abfälle garantiert unrein.

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Freitag, 20. März 2026

Europäisches Brot in On Nut, Bangkok

Nach Wochen in Thailand vermisst meinereiner europäische Kost.

Som Tam Isaan-style, Phat kaphrao, Larb mu, Larb gai, thailändischen Omeletten und was man sich hier sonst für ein Trinkgeld gönnt ist gut und recht.

Regelmässig sehne ich mich aber nach einem saftigen Cheeseburger, Pommes Frites (McDonald’s, nicht CP Brand Mikrowellen-Burger im 7-eleven) — oder einem schönen geschmacksvollem Rib Eye-Steak medium rare gegart.

Oder Brot, unser europäisches Grundnahrungsmittel.

Weilt man in On Nut, kann man seine europäische Brotsehnsucht folgendermassen mit (fast) authentischem Gebäck stillen:

  • Zimt. (Google Maps-Link) Die Zweigstelle in der Habito Mall hat Boarische Bretzen, und noch eine langgezogene Form von Laugengebäck. Nicht perfekt, aber schmeckt ausreichend gut, wenn man Heimweh hat. Das Pain au Chocolat ist meiner Meinung nach mittelmässig, aber immer noch besser als nichts.
  • Epicurian French Bakery. (Google Maps-Link) Die besten Croissants und Pains au Chocolat, die ich hier in Bangkok bisher gegessen habe. Das Baguette ist OK, wird an der feuchten Luft aber schnell pampig (normalerweise bin ich mir gewohnt, dass dieses Brot nach einem Tag hart wird). Bonus: Die Bäckerei ist auf Grab, unter Restaurant Food Delivery, und liefert direkt zum Fusse unseres Wohnturms.

Das ganze hat natürlich seinen Preis: Kauft man sich an einem Tag einige Gebäcke, bezahlt man locker ein Abendessen inklusive Getränke in einem nicht-touristischen thailändischen Restaurant — für zwei Personen.

Der nahegelegene Big C (Google Maps-Link) hat auch Pain au Chocolat, und ein spezialisierter thailändischer Gebäckladen auf demselben Stock bietet auch Gebäcke an — aber die kommen nicht an die europäische Erwartungen heran.

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Dienstag, 24. Februar 2026

Soundtrack für die Reise zur Geburt meiner Tochter

Gareth Emery feat. 旺仔小乔: Fallen

Folgender Song lief auf meiner Reise zur Geburt meiner Tochter non-stopp, sozusagen in „Heavy Rotation“, auf dem Mileage- und Lufthansa Lounge-Run GVA–FRA–MUC–BKK:

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Dienstag, 10. Februar 2026

Grüne EU-Umweltrettungsfantasien erreichen Thailand

Dementsprechend: Sermsuks Crystal wird von mir ab sofort nicht mehr gekauft. Nestlé Pure Life ist der Gewinner des aus Europa rüberschwappenden grünen Wahnsinns — (derzeit noch) keine zwangsweise an der Flasche fixierte Deckel. Ich hoffe, das bleibt noch lange so.

A propos: Die Crystal-Flasche ist vorne und hinten mit einem unterschiedlichen Logo versehen. Einerseits das lateinische Logo („Crystal“ eben). Andererseits „คริสตัล“. Bei diesem Begriff handelt sich nicht um die Übersetzung von Kristall, sondern um Laut- oder Silbenschrift von „Crystal“. Sprich wird der Begriff von einer thailändisch sprechenden Person laut vorgelesen, tönt es wie „Crystal“. Erinnert an das japanische Katakana. Für lateinische Schrift gewohnte Besucher könnte das thailändische Logo fälschlicherweise als „Asada“ interpretiert werden.

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Montag, 29. Dezember 2025

Bangkok: Gourmet Market: You hunt we cook

Auf dem aktuellen Aufenthalt (dank eines Tweets mitsamt Video) entdeckt: In Thailand, genauer gesagt der Hauptstadt Bangkok, im Einkaufszentrum Emsphere, gibt es einen Gourmet Market, vergleichbar mit Globus Delicatessen, oder LOEB Lebensmittel in Bern. Soweit so normal.

Der Clou: Innerhalb dieses Gourmet Markets gibt es eine bediente Open Kitchen namens „You hunt we cook“ (Google Maps). Sprich man sammelt sich im Gourmet Market ein Steak, Beilagen wie Gemüse und Getränke zusammen, bringt es zur Küche, und erhält dort für einen kleinen Aufpreis die Zutaten frisch gekocht (in meinem Fall: köstlich medium rare gegrillt).

Am Weihnachtsabend gönnte ich mir 180 Gramm australisches Wagyu-Steak für 990 THB (ca. 25 CHF), ein Glas italienischen Merlot im Offenausschank, Babykarrotten sowie Pommes Frites mit Trüffelmayonnaise. Himmlisch! Ich gehe wieder.

Weniger schön: Meine Freundin studierte nach dem Bezahlen die Rechnung, und entdeckte, dass der Kassier uns Dinge verrechnete, welche wir gar nicht konsumiert hatten. Ihre Beschwerde fruchtete: Sie kam mit knapp 400 THB (ca. 10 CHF) zurück. A propos: Für diesen Betrag essen beispielsweise im Jarunee an der Phrom Phong BTS-Station zwei Personen authentisch thailändisch zu Abend, und sind dann satt.

Wie ich am Folgetrag realisiert habe, findet sich das „You hunt we cook“-Konzept noch in anderen Filialen um die BTS-Station herum: The Emporium und Emquartier haben auch solche Küchen. Etwas weiter weg, im Siam Paragon-Einkaufszentrum, gibt es auch eine Küche.

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Dienstag, 25. November 2025

Die Sabai Sabai-Falle

The Sabai Sabai Trap

The phrase „Sabai Sabai“ (สบาย สบาย) literally means comfortable, relaxed, or easy-going. Repeating the word twice intensifies the meaning to „very comfortable“ or „really relaxed.“

For foreigners, the sabai sabai lifestyle is the allure of a life with less pressure, more spontaneity, and a general feeling that everything will just work out. The negative side is when this approach clashes with Western expectations of efficiency, clear communication, or professional motivation.

Quelle: Twitter-Post von Bangkok Boy

Der Post hat auch ein Video eingebettet.

Fazit: „Ds Füfi u ds Weggli“ gibt es auch in Thailand nicht. Alles hat seinen Preis. Ob es deswegen aber gleich eine Falle ist? Solange man sich dessen bewusst ist, sollte der Schock nicht so tief sitzen.

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Freitag, 26. September 2025

Doha: Fitness mit Concept2-Rudermaschinen

Verwandte Artikel: Bangkok: Fitness mit Concept2-Rudermaschinen, Russland-Reise: Moskau: Fitness mit Concept2-Rudermaschinen, Antalya: Fitness mit Concept2-Rudermaschinen

Wenn immer möglich rudere ich täglich meine 10’000 Meter, bevorzugterweise auf einem Concept2 RowErg mit PM5 Computer, welchen ich mit Bluetooth mit der ErgData-App auf meinem iPhone verbinden kann.

Technogym habe ich auch schon verwendet (am häufigsten im April 2024 auf der Azamara Pursuit), aber mit dem Interface wie auch den Griffen bin ich nie warm geworden. Kettler ist fürchterlich.

Auf Reisen ist es immer eine Herausforderung, ein Hotel zu finden, welches im Fitnessraum überhaupt, und wenn dann auch gut gewartete Rudermaschinen anbietet.

Mitte September war ich für sechs Tage in Doha. Da ich aus Gründen in einem der staatlich autorisierten Visa-on-Arrival (VOA) Hotels absteigen musste (Homepage), wählte ich das Fraser Suites Doha.

Nicht nur verfügt das Hotel über ein grosses, mittelmässig ausgestattetes Gym in der Dachetage, wo sich auch der Rooftop-Pool befindet — das Gym bietet einen wunderschönen Ausblick auf die Bucht von Doha, das Museum of Islamic Art sowie die Türme der West Bay.

Und, wunderbar: Im Gym finden sich zwei Concept2 Model E Rudermaschinen. Leider mit deutlichen Gebrauchsspuren, und leider nur mit einem PM3 Computer ausgestattet, welcher keine Bluetooth-Verbindung zur ErgData App auf dem iPhone zulässt. Aber für einige Tage Ruderübungen in einem fremden Land reicht das allemal.

Übrigens: Falls ich die VOA-Einschränkung nicht gehabt hätte, wäre ich im Al Najada Doha Hotel Apartments by Oaks direkt am Souq Waqif abgestiegen.

Das Hotel verfügt ebenfalls über ein hoteleigenes Gym (höchstwahrscheinlich geteilt mit dem Al Najada Doha Hotel by Tivoli; beide Brands scheinen Minor Hotels zu gehören), und wenn man die Photos genau studiert, fällt einem eine Concept2 Rudermaschine auf.

Folgendes YouTube-Video (zwei Jahre alt) bestätigt das (damalige) Vorhandensein einer Rudermaschine ab 10 Minuten und 56 Sekunden:

Hier noch ein Bildschirmphoto:

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Sonntag, 21. September 2025

Kundenunfreundliche Luftfahrt: Anekdoten aus 2025

Meine Flugtätigkeit hat dieses Jahr definitiv wieder Vor-Pandemie-Niveau erreicht. Aus persönlichen Gründen haben sich die Destinationen aber deutlich verschoben. Ich habe dieses Jahr einige Länder zum ersten Mal, andere seit Langem wieder bereist.

Dabei sind mir folgende Vorfälle sauer aufgestossen:

Abu Dhabi: Flug gecancelled, Essensgutschein in der Höhe von nicht mal $1/Stunde

Wenige Stunden vor Abflug in Zürich, und kurz bevor ich die Wohnung verlasse, teilt mir Etihad mit, dass der Morgenflug von Abu Dhabi nach Doha gestrichen wurde. Freudig teilt man mir mit, dass ich auf den Nachmittagflug umgebucht wurde. Konkret: Anstelle zwei Stunden in Abu Dhabi muss ich nun neun Stunden dort totschlagen.

Aus Erfahrung (Schaden) klug recherchiere ich, welche Airlines nach Ankunft als nächstes nach Doha fliegt: Qatar. Andere Airline, aber in Europa hätte ich (theoretisch) das Recht und könnte insistieren, dass ich auf diesen Flug gebucht werde (wie es in der Praxis aussieht kann ich nicht sagen — in einem hier beschriebenen Fall hat es aber geklappt).

Am Schalter in Zürich frage ich die Dame, ob sie mich auf den Qatar-Flug buchen kann. Sie sagt mir, ich solle das doch am Transfer-Desk in Abu Dhabi versuchen (rückblickend eine Finte). Ich frage zudem, ob ich alternativ ein Zimmer im Transithotel offeriert erhalte. Die Dame sagt wieder, dass ich das am Transfer-Desk klären solle.

Nun gut, vielleicht handelt die Airline nach dem Motto „don’t cross the bridge before you arrive“, ich checke das Gepäck ein, und fliege nach Abu Dhabi.

Am Transfer-Desk dann die Ernüchterung pur. Am Schluss des Gesprächs mit dem freundlichen, aber absolut nicht hilfreichen Herr fasse ich zusammen:

„So, do I understand correctly, you cancel my flight twelve hours before it departs. You then book me on the afternoon flight, which means I have to hang around at Abu Dhabi airport for nine hours. You can’t book me on the next flight to Doha with Qatar Airways, you can’t offer me a complimentary room in the transit hotel of the airport, there won’t be any cash compensation, and all I get is a meal voucher loaded onto my ticket?“ — „Yes, sir. Well, if you want I can print you an apology letter.“

Meine Antwort kann man sich denken.

Schlussendlich stellt sich heraus, dass der „Meal voucher“ nur in bestimmten Restaurants im Flughafen akzeptiert wird, nur für ganz bestimmte Güter gilt, und umgerechnet 30 AED (6.50 CHF) entspricht.

Da mein Flug in Europe gestartet ist, versuche ich nun mittels flightright.de an eine Entschädigung zu kommen.

Nachtrag: Heute, am 14. November 2025, habe ich von Flightright.de die freudige Nachricht erhalten, dass Etihad nach dem Einleiten rechtlicher Schritte eingelenkt hat, und mich via Flightright.de entschädigt hat. Nachdem Flightright.de seinen „Cut“ abgezwackt hat, werden mir noch 864 EUR überwiesen. Nicht schlecht, habe ich die zwei Tickets für je 304.70 CHF gekauft, insgesamt also 609.40 CHF bezahlt, erhalte nun 795 CHF rückerstattet, und mache so ungefähr 185 CHF „vorwärts“.

Doha: PNR zum Check-In?!

Heute Morgen am Flughafen Doha: Wie seit Jahrzehnten geübt reiche ich der Dame am Check-In meinen Pass. Bei jeder anderen Airline reicht dies, damit das Personal meine Flugbuchung im System findet, die Gepäcketikette ausdruckt, anbringt, das Papierticket ausdruckt und mir zusammen mit dem Pass zurückgibt.

Nicht so bei Etihad: Die Dame hält meinen Pass in ihren Händen, und sagt dann: „Can I have your printed booking?“ Ich schaue sie ungläubig an. „Or your booking reference?“ Ich schaue sie weiter ungläubig an. Als mir klar wird, dass sie es ernst meint, nehme ich sichtlich widerwillig mein iPhone hervor, öffne Flighty.app (ein MUSS für Vielflieger, wenn auch mit 50 Franken Jahresgebühr sauteuer), und rattere ihr den Passenger Name Record runter. Als Nicht-Aviatiker und Zivilschützer bin ich spontan des NATO-Alphabets nicht mächtig, was mich mit etwas Genugtuung erfüllt hätte (beim Einsteigen kann ich dem Flight Attendant immerhin „Eight Bravo“ als meinen Sitzplatz nennen).

Moskau: Barcodes vom Koffer abknübbeln?!

Ist man erst mal in Russland, läuft alles rund. Die Behandlung an den Schaltern und der Einreise ist … gewöhnungsbedürftig.

Beim Check-In in SVO wies mich die Dame am Schalter schroff an, gefälligst alle Barcodes vorheriger von meinem Koffer zu entfernen.

Offenbar sind die russischen Gepäcksortiermaschinen die einzigen auf der Welt, die sich an abgelaufenen Barcodes stören.

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