Archiv ‘Reisen’

Donnerstag, 7. September 2017

Pre Paid SIM-Karte für Italienreisen

Am Freitag, dem 15. September 2017, beginnt unser einwöchiger Ausflug in die Toscana.

Höchste Zeit also, sich nach einer kostengünstigen Lösung umzusehen, um auch im Land der Pasta, Pizza und des Rotweins mit Mobilfunkdaten unterwegs zu sein.

Über Tutti habe ich mir dafür bereits einen Netgear AirCard 810 MiFi Hotspot geleistet. Auf unserer USA-Reise in der letzten Woche habe ich ihn zusammen mit einer Three UK SIM-Karte verwendet, von welcher ich mittlerweile – trotz der 12GB Roaming-Daten in Feel at home-Ländern — nicht mehr überzeugt bin (doch dazu in einem anderen Post mehr).

Zum Glück bietet die Swisscom mobile des Landes, die Telecom Italia Mobile, eine auf Touristen zugeschnittene Pre Paid SIM-Karte an: TIM for Visitors. 4 GB LTE-Daten, sowie 100 Sprachminuten in Italien und ins Ausland inklusive.

Da in Italien wie in der Schweiz die Registrierungspflicht von SIM-Karteninhabern herrscht, kann man sich online für 30 EUR (4 GB Daten würden bei Swisscom schlappe 100 CHF kosten — die Monopolrente lässt grüssen) leider nur einen Voucher kaufen, welcher dann in einem TIM-Shop in einer beliebigen italienischen Stadt gegen eine SIM-Karte eingelöst werden kann.

Am übernächsten Freitag werde ich in Genua erfahren, ob das Angebot etwas taugt oder nicht.

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Sonntag, 21. Mai 2017

Packlisten für Island

Unsere erste Reise nach Island steht vor der Tür, weshalb wir heute nicht das schöne Wetter in der Schweiz genossen haben, sondern primär unsere Koffern gepackt haben.

Geholfen haben uns einige Web-Seiten und YouTube-Videos, welche man eigentlich auf folgende Empfehlung komprimieren kann: Schichten, Schichten, Schichten. Und vielleicht auch noch: Baumwolle (bspw. Jeans) sind böse, da sie viel zu lange brauchen, um zu trocknen.

Zurück zum Schichtprinzip. Unser Vorteil: Als wanderaffiner Schweizer hat man die Funktionsbekleidung längst im Haus und man muss sie somit nur noch in den Koffer packen.

Das einzige, was mir wirklich fehlt: Regenhosen. Ich dachte ich hätte solche das letzte Mal getragen als ich mich das letzte Mal mit dem Velo von zu Hause in die Sek Neuenegg gemacht habe. Falsch gedacht.

Web-Seiten

Videos

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Sonntag, 21. Mai 2017

Beste iOS-App für Offline-Karten

Da ForeverMap 2 nicht mehr weiterentwickelt wird, bin ich für die bevorstehende Island-Reise auf Galileo Pro gewechselt.

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Samstag, 13. Mai 2017

Wein aus dem kalifornischen Napa Valley

Vor einigen Jahren erfuhr ich im Gespräch mit einem damaligen Arbeitskollegen vom Gerücht, das Weine aus dem Napa Valley nicht zwingend aus Trauben hergestellt würden, die vor Ort gewachsen sind. Diese Vermischung mit Trauben anderer Herkunft müsse so nicht deklariert werden, da die USA kein AOC kennen würden …

Bestätigen konnte ich diese Vermutung nie, aber auch nie widerlegen.

Über Ostern 2017 war ich wieder einmal in Kalifornien und besuchte dabei auch das Napa Valley und einige der dortigen Wineries — zum ersten Mal die Rutherford Hill Winery, gefolgt von einem köstlichen Mittagessen in der benachbarten Auberge du Soleil mit einer Flasche Pinot Noir Carneros von Merryvale (der für Schweizer bekannt klingende Familienname von René Schlatter, der auf der Etikette vermerkt ist, lässt richtig vermuten: Herr Schlatter ist tatsächlich Schweizerischer Abstammung). Anschliessend weiter zu Frog’s Leap (da war ich mit Stephanie bereits einmal). Die Krönung dann bei Robert Mondavi in Oakville, wo ich nun bereits vier mal an einer Besichtigung teilgenommen habe.

Doch erst bei diesem Mal fiel mir bei den einführenden Erläuterungen im Besammlungsraum die Bemerkung unseres Tour Guides auf: Nur 4 Prozent der kalifornischen Weinproduktion erfolge im Napa Valley selber. Stünde auf einer Flasche Wein „Napa Valley“, müssen die Trauben auch im fünf mal dreissig Meilen langen Tal gewachsen sein. Steht sogar ein konkreter Ort auf der Flasche, müssen die Trauben aus dieser spezifischen Gemeinde des Tals stammen, bspw. Oakville (bei Mondavi).

Wahrscheinlich hatte mein Walliser-Kollege eine solche Erläuterung der Spur nach gehört und erzählte die Geschichte nach seinem Verständnis der Sitiattion.

In der Folge achtete ich mich viel aufmerksamer auf die Etiketten der Weine, bspw. bei Whole Foods, aber auch heute gerade in der Mondovino-Broschüre.

Während der Laie nur auf den Weinproduzenten schaut („Robert Mondavi“, „Behringer“) verpasst nur allzu schnell, dass auf den Weinetiketten plötzlich nur „California“ steht. Gemäss den Ausführungen des Tour Guides könnten die Trauben aus dem ganzen Staat Kalifornien stammen.

Tun sie wohl auch, denn auf der Fahrt der Küste entlang von Los Angeles nach San Francisco fielen uns Hektaren um Hektaren an Weinreben auf. Von hier kommen dann wohl die restlichen 96 Prozent der kalifornischen Weinproduktion und werden auch von den grossen Namen verwendet, um günstigere Weine herzustellen.

Ob das nun Kundenverarsche ist oder übliches Geschäftsgebahren muss jeder selber entscheiden. Wie üblich mit dem Portemonnaie.

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Sonntag, 7. Mai 2017

Das Wasen-Mysterium

Seit 2010 pilgere ich mit Kollegen jeweils im Oktober an den Cannstatter Wasen in Stuttgart — für Uneingeweihte dem Baden-Württembergischen „Oktoberfest“.

Es ist immer eine Riesen-Gaudi, das Essen ist super und an Flüssignahrung fehlt es selbstverständlich auch nicht. Und: Der Anlass ist nicht derart überlaufen, dass man im Frühjahr jeweils noch ein, zwei Tische/Boxen in einem Festzelt reserviert kriegt. An einem Samstag. Am Abend.

Doch da ich mich selber mittlerweile als angehender Veteran bezeichne, gibt es auch Dinge, die mir in den letzten Jahren immer stärker aufgefallen ist: Da wir eine immer grössere Gruppe werden (dieses Jahr sind 19 Personen angemeldet), wird die Bestellerei am Tisch im Festzelt immer unübersichtlicher.

Wie viele Leute wir auch immer sind — die Schlussabrechnung übersteigt jedes Jahr die Höhe der Verzehrgutscheine. Garantiert. Ohne Ausnahme. Lustig, ne?

Ich werde den Verdacht nicht los, dass die ServiererInnen jeweils die Quittungen nicht ganz wahrheitsgetreu ausfüllen und dabei das eine oder andere Menu und eine ganze Menge Masskrüge Bier hinzufügen. Als Quittung muss jeweils ein Fetzen Papier reichen, welcher am Tischende lagert und mit jeder Minute, in welcher Mitternacht nähr rückt, stärker in Bier und sonstiger Feuchtigkeit ersäuft.

Im letzten Jahr (2016) haben wir mit einer Gruppe von 16 Personen 1120 EUR an Verzehrgutscheinen vernichtet (70 EUR/Person). Trotz diesem stattlichen Betrag musste der Organisator am Feierabend bei der Schlussabrechnung noch weitere 288 EUR nachschiessen (weitere 20 EUR/Person).

Mittlerweile gehört es zum guten Ton, die Quittung jeweils am nächsten Tag im WhatsApp-Chat zu teilen und zu analysieren:

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Perplex macht einen vor allem immer die Zahl an Massbieren („Volksfestbier“), weil man damit ausrechnen kann, wieviele Liter Bier pro Person im Schnitt getrunken wurden: 43 Volksfestbiere und 19 Radler ergeben 62 Liter Bier, geteilt durch 16 Personen ergibt 3.875 Liter/Person. Spitzenwert, und die Lebern und Blasen hört man noch im Nachbardorf schreien.

Umso erstaunlicher ist dieser Wert, wenn man bedenkt, dass unserer Gruppe im letzten Jahr (2016) zur Hälfte aus Frauen bestand. Und zwar aus Frauen, die alles andere als Bierliebhaberinnen sind. Geht man davon aus, dass die Damen maximal je zwei Mass Bier bestellt haben, hätte das männliche Pendant jeweils 5.75 Liter Bier trinken müssen, um den Schnitt zu retten. Da kann einfach etwas nicht stimmen — aus Erfahrung bin ich nämlich nach drei Mass Bier reif für einen tiefen Schlaf im Hotelbett.

Selbstverständlich muss man die Zahl noch etwas relativieren: Einerseits ist es wohl so, dass man zu fortgeschrittener Stunde eine Bestellung erhält und dann höchstens ein, zwei Schlücke aus einem Masskrug trinkt — und das Bier dann wegstellt. Die Flüssigkeit wird schlussendlich gar nicht konsumiert. Auch kann es sein, dass man in der Euphorie der Bierzeltstimmung auch mal eine „Runde“ bestellt, ohne dass eigentlich noch irgendjemand Durst hätte. Doch erklärt das wirklich die massiven Mengen?

Belegen kann ich mein ungutes Gefühl leider nicht (im Laufe des Abends nimmt das Schunkeln überhand und ich vergesse, die Aufzeichnung der Essens- und Getränkelieferungen zu überwachen) — doch seit einiger Zeit frage ich mich: Wie behalten eigentlich die Veteranen und Vollprofis die Übersicht über ihren Tisch und ihre Bestellungen? Das würde mich brennend interessieren.

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Mittwoch, 26. April 2017

Das vor Santa Barbara ankernde Kreuzfahrtschiff identifizieren

Dass man mit der iOS-Applikation von Flightradar24 überall mit Mobilfunkempfang direkt über einem kurvende Flieger ausmachen kann, sollte mittlerweile den meisten Leuten bekannt sein.

So vergewisserte ich mich zum Beispiel am 19. April 2017 — auf dem Gelände der Stanford University in Palo Alto stehend — dass es sich beim Flugzeug mit dem roten Heck im Landeanflug über dem Silicon Valley tatsächlich um LX38 handelte. Um ungefähr 17 Uhr zwar deutlich verspätet, aber ich ging damals davon aus, dass der Wintereinbruch in der Schweiz zu einer Startverzögerung geführt hatte (bestätigt durch ein Facebook-Post von Kollege Stürmer, welcher in einem anderen Flugzeug in ZRH sitzend eine Enteisung über sich ergehen lassen musste).

Gemäss FlightRadar24 erfolgte die Landung um 17:17 Uhr, gemäss Google um 17:22 Uhr (anstelle der eigentlich erwarteten Ankunftszeit von 16:25 Uhr):

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Wohl deutlich weniger bekannt ist, dass es eine ähnliche Anwendung auch für Kreuzfahrtschiffe gibt. Als wir nämlich am 16. April am Ende der Pier von Santa Barbara standen, ankerte da ein Kreuzfahrtschiff. Mit einer kurzen Google-Suche stiess ich auf die Web-Site CruiseMapper, welche mir Beschied, dass der langsam beschleunigende Kahn ein, zwei Meilen ausserhalb des Hafens die Star Princess der Princess Cruises war, welche am 11. April in Vancouver abgelegt hatte, nach LA gefahren war und sich nun auf dem Rückweg entlang der Kalifornischen Küste befand:

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Mittwoch, 1. März 2017

Sicherheitsvorkehrungen vor der Einreise in die USA

Hier zuerst einmal als Erinnerung für meinen nächsten Besuch Ende August 2017:

Ganz wichtig scheint folgendes Formular zu sein:

One thing Greenberg misses is the necessity of completing a US Customs and Immigration Service Form G-28 before you cross the border. This form authorizes an attorney to visit you if you are detained at the border, but it has to be completed and signed in advance of your crossing. It also should be printed on green paper. The current version of the form expires in 2018, so you can complete it now, file it with your attorney or friend, and leave it until next year.

… dann füll ich dieses Formular doch gleich mal aus und lagere es bei meiner Anwaltskanzlei meines Vertrauens: Huggler & Zgraggen in Bern.

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Donnerstag, 27. Oktober 2016

Vom us-amerikanischen Turbo-Kapitalismus noch nicht erreicht: Die Autobahn

Gefühlte 20 Mal bin ich seit meinem ersten Aufenthalt im Juni 2001 wohl schon in die USA geflogen.

Ich kenne die Sitten und Gebräuche in den zwei Ballungszentren an der Westküste (das Bernerische San Francisco und das Zürcherische LA) und habe mittlerweile verinnerlicht, dass man (auch) in den USA ein „schönes“ Leben führen kann. Schön, gemessen an anderen Massstäben und Werten als man es hierzulande kennt. Aber anders ist ja nicht schlechter.

Schön, auf demselben, wenn vereinzelt vielleicht sogar höheren Standard als in der Schweiz. Sofern man als Familie einen Zapfen von sagen wir mindestens $250,000 jährlich heimbringt.

Dann steht einem alles offen: Ruhige, besinnliche Nachbarschaft, mit einem Zaun umgeben und einem Wachmann am Eingangstor, zwei stattliche Karrossen auf der Einfahrt zur Doppelgarage, ein schlecht isoliertes Holzhäuschen (Bretterbude), die für einen Schweizer unerklärbarerweise rasch einmal einen Wert im einstelligen Millionenbereich aufweisen, Privatschule für die Kinder, inklusive direktem Weg in Richtung einer namhaften Universität. Und natürlich einer Heerschaar an oftmals lateinamerikanisch-stämmigen Hilfskräften, die den Pool säubern, den Rasen mähen, den Haushalt schmeissen, die Kinder hüten und vielleicht sogar kochen.

Geld regiert die Welt, und hat man dieses in den USA, ist das Leben durchaus angenehm zu ertragen.

Was mir aber bei meinen mehrwöchigen Aufenthalten im 2011 aufgefallen ist und bis heute fasziniert, ist der eklatante Sozialismus, welcher im sonst so kapitalistisch orientierten Land in einem bestimmten Bereich vorherrscht: Nämlich auf der Autobahn!

Bewegt man sich im Grossraum LA oder in der Bay Area, stauen sich morgendlich und abendlich die Karrossen der Einwohner auf den Hauptverkehrsachsen, dem Highway 101, der I-280 und der I-405. „Bumper to bumper“, wie der Lokalansässige sagen würde. Was hat das mit Sozialismus zu tun? In Amerika, wo ich mir sonst mit ein paar grünen Scheinen Sonderbehandlungen erkaufen kann, funktioniert diese Methode ausgerechnet auf den Lebensadern des Landes nicht. Dort tummelt sich dann in Stauzeiten vom 30-jährigen, unversicherten mit Lackschäden verunstalteten Pick-Up des illegalen Einwanderers aus dem Süden über den Tesla S (die $100,000-Karrosse) bis hin zum Lamborghini und McLaren einfach alles. Teilweise nur ein Meter mit ein wenig Blech voneinander getrennt prallen hier Welten aufeinander. Die Käfige stellen aber wie die Gated Communities sicher, dass sich die verschiedenen Schichten nicht wirklich mischen. Gemeinsam am selben Ort, aber von Austausch keine Spur.

Würde man den in den USA durchaus als erstrebenswert propagierten Kapitalismus auch auf die Autobahn übertragen, hätte man doch seit jeher eine Spur mit freier Fahrt für die Reichen. Mit einem jährlichen, saftigen Obolus an den Staat (oder nicht besser doch an ein privates Unternehmen?) würde man sich das Recht erkaufen, auf dieser Spur fahren zu dürfen.

Nun, mögen einige einwenden, Kalifornien hat indirekt etwas ähnliches längst umgesetzt: Wer seinerzeit den Toyota Prius, den wohl ersten massenhaft in Serie hergestellten, kommerziell erfolgreichen Hybrid gekauft hat, erhielt die Energieplakette und durfte damit die Carpool Lane benutzen (die Spur, welchen Autos mit mindestens 2 Insassen offensteht), auch wenn das Auto nur einen Insassen aufwies.

Doch der Fakt bleibt: Die Highways in den USA sind eines der sozialsten Umgebungen, die das Lsnd hervorgebracht hat. Egal ob jemand für den Mindestlohn von vielleicht $8 arbeitet oder mit jeder Minute Fahrt einen Tausender verdient: Alle teilen sich alle Spuren der Autobahn, fahren über dieselben Schlaglöcher. Einzig vielleicht die Behandlung durch die CHP (California Highway Police) ist je nach Gegenüber etwas freundlicher und toleranter. Oder eben nicht.

John Gruber hat mich kürzlich darauf hingewiesen, dass es auch im Nahrungsmittelbereich ein ähnliches Phänomen gibt (festgestellt bereits von Andy Warhol):

What’s great about this country is that America started the tradition where the richest consumers buy essentially the same things as the poorest. You can be watching TV and see Coca-Cola, and you know that the President drinks Coke, Liz Taylor drinks Coke, and just think, you can drink Coke, too. A Coke is a Coke and no amount of money can get you a better Coke than the one the bum on the corner is drinking. All the Cokes are the same and all the Cokes are good. Liz Taylor knows it, the President knows it, the bum knows it, and you know it.

Quelle: Daring Fireball. Linked List

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Montag, 1. August 2016

Unbekannte Kreditkartenbelastung

Nach unserer Rückkehr von unserer Weihnachtsreise nach Israel ging ich Ende Januar 2016 wie jeden Monat die Kreditkartenabrechnung durch.

Bei einer der aufgeführten Transaktion stockte ich, da ich mir nicht erklären konnte, wo ich was mit der Kreditkarte eingekauft hatte:

Gama Management and Clear Tel Aviv
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Tel Aviv? An dem Tag weilten wir am Morgen zwar noch in Tel Aviv, waren aber zum Zeitpunkt der Buchung längst in Jerusalem angekommen. Ausserdem sagte mir „Gama Management and Clear[ing]“ rein überhaupt nichts. Eine säuberlich aufbewahrte Quittung fand sich in meinen Unterlagen auch nicht, was den Fall weiter verdächtig machte. Immerhin ergab sich aus dem Bloomberg-Porträt des Unternehmens die Erkenntnis, dass es sich wohl um einen israelischen Kreditkarten-Acquirer handeln muss.

Ein Anruf bei der Hotline des Kreditkartenherausgebers half mir nicht weiter, da die Hotline-Mitarbeiter in ihren Applikationen offenbar auch nur diejenigen Angaben zu einer Buchung sehen, welche ich bereits in der Smartphone-App hervorgeholt hatte. Eine Nachforschung nach einem Kaufbeleg sei nicht möglich; stattdessen bot man mir an, die Transaktion zu stornieren, meine bisherige Kreditkarte als ungültig zu erklären und mir kostenlos eine neue Kreditkarte auszustellen.

Da ich die Kreditkarte vielen Shops im Internet hinterlegt habe, fand ich das keine so tolle Idee, verstand aber die Motivation dahinter auf Anhieb: Für das Kreditkartenunternehmen kommt diese Massnahme deutlich günstiger, als mühsame Nachforschungen für Kunden durchzuführen. Ich lehnte das Angebot höflich ab, teilte der Mitarbeiterin mit, dass ich selber versuchen würde, Nachforschungen zu tätigen, und legte den Anruf auf.

Mittels Foursquare-Checkins (Zeitzonenumrechnung nicht vergessen!) hatte ich bereits vor dem Anruf eingrenzen können, dass die Transaktion in der Alrov Mamilla Avenue, einer Shopping-Mall amerikanischer Prägung, stattgefunden haben musste. Die Mall war 10 Fussminuten von unserem damaligen Hotel, dem Dan Panorama, entfernt.

Kaum hatte ich aufgelegt, kam meine Frau nach Hause. Ich erzählte ihr von der unbekannten Buchung und fragte sie, ob sie sich an eine Kreditkartenzahlung in dieser Mall erinnern konnte. Wie aus der Kanone kam aus ihr herausgeschossen: „Ja, da ich mein Portemonnaie im Hotel vergessen hatte, hast du mir doch im Zara einen Schal bezahlt … Weisst du nicht mehr?“.

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Sonntag, 17. April 2016

Was tun mit us-amerikanischen Münzen?

Wir kennen es alle — nach einem mehr oder weniger langen Aufenthalt in den USA sammeln sich die Quarters (25 Cents), Dimes (10 Cents), Nickels (5 Cents) und Pennies (1 Cent) in den Hosentaschen an und machen sie schwer. Diese (fast) wertlosen Münzen nach Hause mitzunehmen wäre zu viel des Guten — was also sollte man damit tun?

Seit unserem letzten Aufenthalt in den USA weiss ich es: Man fährt zum nächstgelegenen Safeway (es gibt beispielsweise einen gleich um die Ecke am Flughafen SFO — ein optimaler Zwischenhalt, bevor man den Mietwagen zurückbringt) und sucht dort in der Nähe des Kiosks nach einem Münzzählautomaten der Firma Coinstar.

Man wirft den Automaten an, bedient den LCD-Screen und wirft anschliessend alle Münzen ein, die man finden kann und lässt sich dann einen Beleg ausdrucken. Mit diesem geht man zur nächstgelegenen Kasse und erhält Dollarnoten in die Hand gedrückt (und wieder etwas Münz, wenn man Pech gehabt hat):

Safeway Coinstar
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Selbstverständlich lässt sich das Unternehmen diesen Service gehörig kosten — wenn ich mich richtig erinnere, zwackt Coinstar eine Kommission von 13 Prozent ab. Doch wer nicht auf Altmetall steht, nimmt diese Abzocke zähneknirschend in Kauf.

Übrigens: Die Firma unterhält auf ihrer Web-Site auch eine Standortsuche.

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