Archiv ‘Reisen’

Samstag, 15. August 2026

Antalya: Aufgepasst beim Bezahlen, und Dienstleistungsbezug generell

Auf unserem diesjährigen Antalya-Aufenthalt sind wir zwei Mal von Uber Taxis abgezockt worden (mit Happy Ende), in einigen Restaurants eingekehrt, und eine Pedicure habe ich mir auch noch geleistet. Und das tägliche Rudertraining im Fitnesscenter durfte nicht fehlen. Dabei sind mir einige Dinge aufgefallen.

Trinkgeld

Sıralı Kebap stand nach einem Spaziergang zu den Lower Düden Falls auf dem Programm. Wir sassen mit dem Baby in der Nähe des Eingangs, und wir bekamen so mit über, wie nach und nach Antalyas (jüngere, creditmaxxing?) Oberschicht zum Abendessen eintrudelte. Definitiv kein günstiges Pflaster. Das Essen war gut, die Portionen klein, aber teuer. Beim Bezahlen dann die Hiobsbotschaft: Trinkgeld kann nicht über die Kreditkarte abgebucht werden (ursprünglich verstand ich den Kellner so, dass Kreditkarten gar nicht akzeptiert würden — mein Gesicht machte entsprechend einen „what the …“ Eindruck, den der Kellner sofort bemerkte). Und Bargeld hatte ich an diesem Abend leider nicht dabei. Tat mir leid für die aufmerksamen Angestellten, aber 2026 sollte doch das Kassensystem fähig sein, Trinkgelder separat zu erfassen …

Kushimoto Restaurant stand zum (thailändischen) Muttertag auf dem Programm. Das Restaurant ist definitiv Fine Dining, sowohl von der Aufmachung wie dem Service, komisch nur, dass es sehr, sehr wenige Bewertungen auf Google Maps hat. Wurde es kürzlich eröffnet? Trinkgeld war auch hier nicht über Kreditkarte zu entrichten. Immerhin hatte ich vom vorherigen Restaurant gelernt, und dieses Mal war der Zip-Lock Sack mit Türkischen Lira im Gepäck. Ich hinterliess „nur“ 5 Prozent des Betrags im Etui, da mir langsam die Noten ausgehen, und ich den Betrag für den Service angemessen fand. Besser als nichts.

Gestern dann überkam mich mein Verlangen nach einem grossen, guten, medium-rare grillierten Stück Fleisch. In kurzer Distanz von unserem Hotel befindet sich das B12 Steak & Kasap Steakhouse. Auf Grund einer guten Flasche Wein (siehe nachfolgend) überprüfte ich mit einem kurzen Blick auf die Rechnung nur den Endbetrag, und rundete diesen voller Euphorie um mehr als 10 Prozent auf (1100 TRY, 18.68 CHF).

Rückblickendes Warnzeichen: Der Mitarbeiter verschwand sofort mit der Rechnung und stellte sicher, dass ich umgehend mit Kreditkarte bezahlen konnte. Die Rechnung selber sah ich nie wieder. Eigentlich nehme ich diese immer mit, aber ich verzichtete dieses Mal darauf, weil ich beim Drucken der Kreditkartenrechnung sah, dass die Posten irgendwie ihren Weg auf diesen Beleg gefunden hatten. Spätestens bei diesem Verhalten hätte es klingeln sollen. Tat es aber nicht.

Auf dem Nachhauseweg zog ich auf Drängen meiner Frau die Kreditkartenabrechnung hervor, und wir überprüften sie. Der ominöse Posten 1850 TRY (31.41 CHF) ganz am Schluss irritierte uns, waren die Hauptspeisen doch weiter oben notiert. Google Translate offenbarte dann, dass es sich dabei um eine automatisch auf die Rechnung gschlagene Service Charge handelte. Die Mitarbeiter kassierten somit doppelt Trinkgeld ab.

Der relevante Punkt ist die Linie HİZMET BEDELİ, übersetzt „Service charge“ in der Höhe von 1890 TRY.

Was ich mir dabei nicht erklären kann: Die Originalrechnung zeigte einen Totalbetrag von 8400 TRY. Davon nahm ich 10 Prozent, schlug sie auf den Betrag, und rundete noch nach oben auf, was dann die 9500 TRY ergab (ja, ich war wirklich in grosser Spendierlaune).

Wenn wir also davon ausgehen, dass die Kollegen „meine“ 1100 TRY auf die bereits bestehende Service Charge draufschlugen, betrug diese ursprünglich 790 TRY. Nebenbei: Wieso wird in der Türkei Mehrwertsteuer auf die Service Charge erhoben?!

Der Service war gut, einmal aber musste ich selber Wein nachschenken, was einer der Kellner bemerkte, zum Tisch sprintete, und das ganze dann übernehmen wollte. Item. Natürlich hielt es der Kassier nicht für nötig, mich auf die Service Charge hinzuweisen. Aber: Selber Schuld, der geht auf meine Kappe, und das wird jetzt vom diesjährigen „Bullshit-Konto“ abgebucht, und gleich wieder vergessen. Teures Lehrgeld im Wilden Westen, auch bekannt als „Türkei“.

Zum Essen: Die Vorspreise (vermutlich Rinderbrühe), der Salat, die Oliven und das Brot waren top. Der Wein auch (siehe unten). Das Fleisch (Rib Eye): Eher klein, und definitiv nicht Medium Rare wie bestellt (wenn ich die Rechnung richtig verstehe hat der Servierer „medium-well done“ erfasst, und nicht „medium-rare“ — ich kann mich auch erinnern, dass er ein paar Minuten nach der Bestellung noch einmal an den Tisch kam und meine Garstufe wissen wollte …), sondern Medium. Somit definitiv nicht ein Restaurant im Olymp der von mir bereits besuchten Steak Restaurants.

Unschön: Im Restaurant wird geraucht.

Das zweitletzte Abendessen haben wir heute Abend im Kalamar Balik eingenommen. Mit all meinem taktischen Wissen der letzten zwei Wochen ausgerüstet war ich bereit für den Nahkampf. Anstelle nur kurz auf die Rechnung zu schauen (der Servierer stand drängelnd neben mir), nahm ich mir wirklich Zeit, die Rechnung Linie für Linie durchzugehen. Schlussendlich fragte ich den Servier: „Is there a service charge?“ — „No service“. Ich schaute noch einmal auf die Rechnung, und glaubte ihm. Ich schlug 10 Prozent auf die angegebene Summe drauf, sagte ihm den neuen Schlussbetrag. Und er zog davon, weil dies an der Kasse erfasst respektive abgeändert werden muss. Vorbildlich!

„Ausgegangener“ Wein

Das B12 Steak & Kasap ist der Endgegner aller Touristen, die in solchen Ländern ihr Portemonnaie gut zu schützen versuchen.

Ich bestellte auf Grund des guten Stück Fleischs eine ganze Flasche Wein. Man kann sich streiten, ob das nötig gewesen wäre, aber zu einem grossen Stück Steak gehört einfach ein edler Tropfen.

Das Problem: Die von ChatGPT auf Grund des Menus empfohlene Flasche (Suvla Sur) war dem Restaurant ausgegangen. Ich hätte es eigentlich schon ahnen können, als der Mitarbeiter versuchte, mich während der Bestellung auf „ebenso guten“ Gläserwein umzuleiten. Ich insistierte, dass ich genau diesen Wein in einer Flasche wollte — hätten wir ihn nicht ganz gekillt, hätten wir die halbleere Flasche einfach mit ins Hotel genommen (was gemäss Kellner möglich ist). Im Menu war der Wein für 2200 TRY (37.36 CHF) angepriesen.

Ein paar Minuten später kam der Kellner wieder an den Tisch, in der Hand drei Weinflaschen. Meine Wahl sei nicht mehr verfügbar, aber er könne mir folgende Weine anbieten:

Mir sprang der Pythagoras ins Auge, ich schaute ihn auf Vivino an, sehr gute Bewertungen (über 4 Sterne), und gemäss meines Weinkellers ein über 90 prozentiger Match für mich. Ich sagte ihm: „Ok, ich nehm den Pythagoras“. Doch bevor er abzottelte, fragte ich, langsam auf das Land und Leute sensibilisiert: „Ah, aber der Wein ist schon in derselben Preisregion wie derjenige, den ich ursprünglich wollte?!“ Der Kellner meinte nicht wortwörtlich „Ja, klar … moment, lassen Sie mich nachschauen!“ Auf seinem Smartphone rief er das Menu auf, und schien den Wein gefunden zu haben: 2600 TRY (44.15 CHF), sagte er mir, ohne dass ich auf das Smartphone schaute. „Ok, no problem, let’s go for this one!“ sagte ich ihm.

Vorausblickende Leser werden es schon wissen: Auf der Abrechnung war der Wein für 3400 TRY (57.73 CHF) aufgeführt. Auch das bemerkte ich erst, als ich auf dem Nachhauseweg war.

Der Wein war gut, sehr gut sogar, und verglichen mit der Schweiz war der Besuch im Steakhouse ein Schnäppchen.

Trotzdem bleibt ein fahler Nachgeschmack.

Nachtrag: Ich habe das Menu online gefunden. Erkenntnis: Hätte ich den Wein ganz links gewählt (Chamlıja Nevi Şahsına Münasır), hätte mich das noch mehr, nämlich 3900 TRY gekostet. Den Porta Caeli Ament Blend 2020 fand ich auf dem Menu gar nicht. Direkt aus der Schatzkammer des Restaurantbesitzers?

Skonto

An einem Abend kehrten wir in ein hier nicht näher zu nennendes Fischrestaurant in der Nachbarschaft ein. Es stellte sich im Laufe des Abendessens heraus, dass der Besitzer lange im deutschsprachigen Raum gelebt und studiert hat. Wir unterhielten uns entsprechend auf Deutsch. Als es um das Bezahlen ging, und ich die Revolut-Kreditkarte zückte, meinte er: „20 Prozent Barzahlungsrabatt!“. Ich hatte nicht ausreichend Geld mit dabei, somit gab es für mich kein Skonto-Rabatt.

Mit freundlichen Grüssen an die Steuerverwaltung.

Euro

Zu Beginn der Ferien war bei mir Pedicure angezeigt. Auf Grund der Tendenz der Nägel meiner grossen Zehen regelmässig einzuwachsen, verzichte ich mittlerweile darauf, selbst aufwändig (und: immer wieder blutig) rumzudoktern, und das einem Profi zu überlassen.

ChatGPT empfahl mir Modern Hair Beauty Salon Man&Woman •Hair • Nails • Massage • Permanet Make up • Botox (Google Maps). Ein Termin war via WhatsApp rasch organisiert. Touristen-Anfängerfehler: Den Preis habe ich im Chat weder angefragt, noch verhandelt noch bestätigt. Da endet man als kontinentaleuropäischer Tourist aus der Schweiz leider als Freiwild.

Als ich eintrudelte, erfuhr ich, dass die Dienstleistung an eine Bekannte des Besitzers outgesourct sei, die lange Zeit in einem Luxusressort in der Gegend gearbeitet hatte.

Gegen Ende der Behandlung wurde ich plötzlich innerlich nervös: So frugal der Laden aussah, war Kreditkartenzahlung überhaupt möglich? Sie ist es, aber angabegemäss nur für das Haare schneiden beim Besitzer (Vorwand: „unterschiedliche Buchhaltungen“). Das Gerät existiert, und lag im nächsten Zimmer im Coiffeursalon auf. Ich hatte die (bauchgefühlsmässig) völlig überteuerten 1500 TRY (25.47 CHF) (ChatGPT meinte, der Preis werde nur bei medizinischen Behandlungen verlangt) natürlich nicht in Bargeld auf mir. Zum Vergleich: Bei The Nail Bar in Bern bezahle ich 49 CHF für den Spass.

Immerhin: Ich hatte eine 50 EUR-Note im Gepäck. Der Besitzer sah sie sich widerwillig an, zückte sein Smartphone, und rief einen Kollegen an. Es folgte ein kurzes intensives Wortgefecht. Am Schluss schien er den aktuell gültigen Wechselkurs in Erfahrung gebracht und die Wechselmöglichkeit bestätigt zu haben. Ich tauschte meine Note gegen eine 20 EUR Note, welche mittlerweile im Besitz der Putzfrauen unseres ersten Hotels ist.

Nebenbei: Der Besitzer sprach viel, aber es waren spannende Gespräche: Über seine Erdbeben fürchtende zweite Frau, Ukrainerin. Über seinen Sohn mit seiner ersten Frau, der viel zu früh aus dem Leben gerissen wurde. Über seine „Gigi von Arosa“-Zeit in Bodrum. Über seinen Motorradunfall und sein 14-tägiges Koma. Und wie er sein neues Lokal nun aktiv — mit Beratung von ChatGPT — über Social Media bewirbt.

Thai-Massage mit einer Indonesieren

Am ersten Tag nach der Ankunft schlenderten meine thailändische Frau, Ella Giulia und ich durch das Quartier. Dabei fiel uns ein Thai Massage-Lokal auf. Kurzerhand gingen wir in das Lokal, um in Erfahrung zu bringen, welche Massagen angeboten werden, und zu welchem Preis.

Während uns die zwei älteren weissen (russischen? türkischen?) Herren umschwirrten, meinte einer der beiden, nachdem ich ihm gesagt hatte, dass meine Frau Thailänderin sei: „Wissen Sie, wir nennen es Thai-Massage, aber unsere Mitarbeiterin ist aus Indonesien und spricht kein Thai …“

Fitness

Auch dieses Jahr leistete ich mir ein zweiwöchiges Abonnement beim Central Park GYM, da diese Concept2-Rudermaschinen im Fuhrpark haben.

Als Tourist kriegt man keinen QR-Code, um die Schranken zu öffnen. Beim Eintreffen wie auch Verlassen des Fitness muss die Reception die Schranken manuell öffnen.

Man unterzeichnet keinen Vertrag, hinterlässt auch keinen Lichtbildausweis. Einzig erhält man bei der Bezahlung mit Kreditkarte den Beleg des Geräts ausgedruckt und in die Hand gedrückt. Auf einen Fötzel musste ich noch meinen Namen notieren, und dann war die Sache geritzt.

In den letzten Tagen trafen mich immer misstrauischere Blicke von der Reception. Da ich selbstsicher auftrat, hielt man mich nie auf. Doch heute passierte es: Ich vergass mein Concept2 Kissen, und musste fünf Minuten nach Verlassen des Lokals noch einmal Eintritt verlangen. Da nahmen mich die drei Jungs an der Reception raus: „Do you plan to continue coming here?“ fragt mich einer der drei, den ich noch nie gesehen hatte. Er schien der Chef des Ganzen zu sein. Er wollte meinen Namen wissen, welche ich bereitwillig nannte. Er schaute im System nach. Offenbar fand er mich. Ich sagte ihm auf Englisch, dass ich ein zweiwöchiges Abonnement gelöst habe, es noch bis morgen Sonntag gültig sei, und ich am Montag zurückfliegen werde. Offenbar war das alles noch nicht schlüssig. Vom letzten Jahr vorgewarnt hatte ich den Kreditkartenbeleg immer auf mir, und so zückte ich ihn. Er schaute ihn für ein paar Sekunden an, und das schien ihm zu genügen: „Everything OK!“ Und ich verschwand. Auf die hiesige Abzocke sensibilisiert frage ich mich, was passiert wäre, hätte ich ohne irgendeinen Beleg bar bezahlt, oder den Kreditkartenbeleg nicht auf mir getragen.

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Sonntag, 9. August 2026

Antalya: Taxi-Fahrer zocken auch über Uber ab

Gestern ging es von unserem Aparthotel in Muratpasa in die Altstadt von Antalya.

Ich entschied mich auf Grund des Babies und des Kinderwagens für ein Taxi, obwohl wir in fünf Minuten Fussweg vom Hotel eine Bushaltestelle zur Verfügung hätten. Doch der Fussweg schreckte ab, sowie die fragliche Pünktlichkeit der Busse, und schlussendlich auch der Kauf der Tickets (ich kann mich erinnern, dass es letztes Jahr nicht ganz einfach war, Tickets zu kaufen).

Bolt funktioniert hier nicht, aber Uber ist verfügbar. Mit einem kleinen „Haken“: Man kann sich zwar Taxis bestellen, diese fahren dann aber mit dem Zähler und rechnen unabhängig von Uber ab. Aber die Transaktion erfolgt über Uber, sofern man Kreditkartenzahlung wählt. Sprich — wenn ich es richtig verstehe — muss der Taxifahrer am Ende der Fahrt die Zahl vom Zähler manuell in die Uber-App übertragen (ich habe das in beiden Fällen nicht miterlebt — offenbar passierte das, als wir bereits ausgestiegen waren und alle unsere Sachen gepackt hatten).

Immerhin: Uber gibt einem beim Bestellen eines Taxis an, in welcher erwarteten Preisspanne die Fahrtkosten landen werden. Bei der Hinfahrt bemerkte ich diese Mitteilung, dachte mir aber nichts weiter dabei. Bis als wir am Hadrianstor ausgestiegen waren, Uber den geschuldeten Betrag von meiner Revolut-Karte abbuchte, und die Meldung auf meiner Apple Watch Ultra erschien: 500 TRY stand dort. Nicht nur ein äusserst runder Betrag, sondern gemäss meiner Erinnerung auch um ein paar TRY über der oberen Limite, welche mir Uber bei der Buchung angezeigt hatte. Spannend-fragwürdig, doch was soll’s, die Altstadt hatte nun Priorität.

Es folgten heisse Stunden in der sengenden Hitze in der verwinkelten Altstadt, in Cafés und einem Restaurant. Irgendwann einmal hatten wir alles getrunken und gegessen, und das Baby war körperlich und mental mehr als reif für die abendliche Lavabo-Dusche im Hotel.

Wir verliessen die Altstadt, postierten uns in der Nähe des antalyischen Zytglogge — und ich bestellte über Uber wieder ein Taxi. Vor uns standen zwar drei oder vier Taxis in einer Reihe, doch leider habe ich in dem Land trotz weniger Reisen bereits so viele Abzocken erlebt, dass ich auf keinen Fall ein direktes Vertragsverhältnis mit einem Taxifahrer eingehen wollte. Allfällige Diskussionen vor meiner Frau und dem Baby waren mir zuwider, wie auch allfällige Übungen während der Fahrt.

Ich bestellte also das Taxi, und dieses Mal machte ich einen Screenshot der „Fare Range“, welche Uber mir angab:

Ein Taxi akzeptierte die Anfrage sofort, und ich erhielt via Uber Messages eine Nachricht, dass er, Emre, beim „Clock Tower“ auf mich warten würde. Tatsächlich war es das vorderste Taxi in der Schlange, und als ich noch das Nummernschild verglich, rief mir Emre bereits zu „Mario! Is this you?“.

Emre war freundlich und hilfsbereit. Dank seines Dacia Lodgy mit riesigem Kofferraum war es ihm möglich, den Kinderwagen ungefaltet in den Kofferraum zu stellen. Wir nahmen auf dem Rücksitz platz, und er fuhr uns (zeitweise in Höllentempo) zurück nach Muratpasa ins Hotel.

Er half uns beim Ausladen, ich bedankte mich freudig, und bereite mich mental bereits darauf vor, ihm einen nettes Trinkgeld zu senden.

Doch im Hotelzimmer blinkte die Revolut-Notification auf: 700 TRY, 200 TRY über der von Uber angegebenen Obergrenze. What the …

Da schwante es mir: Die dreisten Taxifahrer in Antalya versuchen sogar, einen über Uber abzuzocken. Und zwar offenbar permanent; oder wer hat auf seiner Antalya-Reise auf zwei von zwei Taxifahrten das Glück, eine solche Behandlung zu erfahren?

Andererseits fand ich es sogar etwas mutig: Erstens scheinen die Kollegen runde Beträge zu wählen. Ein paar TRY hier und da würde die Sache doch viel zufälliger und authentischer aussehen lassen. Zweitens scheint es den Taxifahrern schei**egal zu sein, dass die Uber-App die Fahrten aufzeichnet und der Mittelsmann somit nachvollziehen kann, welche Route gefahren wurde, und wie lange das gedauert hat. Weiter kann man zwar schon Fantasiezahlen eingeben, aber im Falle einer Beschwerde des Kundens muss man mit dem Meter (Fahrtenschreiber) dann doch belegen können, dass man eine Strecke in einer bestimmten Dauer gefahren ist, und basierend auf diesen Parametern errechnet sich ja dann der verrechnete Betrag. Und schlussendlich glaube ich kaum, dass Uber sowas auf die Dauer einfach so toleriert. Sowas kann sich doch ein Taxifahrer gegenüber Kunden doch nur ein paar Mal erlauben, bis das im System auffällt und er von der Plattform verbannt wird. In etwa wie: Drei Punkte in Flensburg, Führerscheinentzug!

Mein Fehler, notabene: Beim Aussteigen hätte ich fragen sollen, wie viel der Meter anzeigt (auf der ersten Fahrt achtete ich mich nicht, auf der zweiten Fahrt konnte ich den Zähler hinter dem Beifahrersitz sitzend nicht entdecken).

Das wollte ich nicht auf mir Sitzen lassen. Ich wählte in der Uber App unter Activity die Taxifahrt an, dann ganz unten Customer Support, dann Help with something else, und dann I was charged incorrectly on a Uber Taxi trip (oder sinngemäss). Da ich in beiden Fällen nicht wusste, was der Meter tatsächlich angezeigt hatte, füllte ich dort einfach die erwartete Maximalsumme ein, die mir Uber unterbreitet hatte. Ich sendete die Beschwerde ab, ohne grosse Hoffnung, dass meine Anfrage zu meinen Gunsten entschieden würde.

Heute Sonntag-Nachmittag dann die freudige Überraschung: Beiden Anträgen wurde stattgegeben, und insgesamt 349 TRY rückerstattet (5.91 CHF):

Weiter hat mir der Uber-Kundendienst noch folgendes in einem separaten Email gemeldet (die zwei Emails lauteten exakt identisch):

Hi, Mario.

We are sorry to hear this trip’s fare didn’t meet your expectations. We understand that your time is valuable and that you depend on Uber for a reliable and efficient ride.

I have reviewed your trip and have adjusted the fare. It now reflects accurately the time and the distance traveled at that time of the day, plus the additional surcharges.

You should be able to see the amount back to your account within 3-5 business days.

In addition, we can assure you that the appropriate steps will be taken and we will follow up with your driver about this issue.

Please note that all Taxi fares are set by the state. Taxis have certain surcharges (Airport, Harbor or luggage surcharges) and tiered pricing depending on the time of day.

We appreciate you taking the time to write in.

Zugegeben:

  • Bekannte von mir führen für solche Situation ein virtuelles „Bullshit-Konto“. Dieses füllen sie anfangs Jahr mental mit einer gewissen Summe, und buchen dann solche „Missgeschicke“ virtuell-mental vom Konto ab. Damit ist der Fall für sie erledigt — solcha Lappalien sind die Zeit und Aufregung nicht wert. Sie machen kein Aufhebens darum, und lassen eine Fünf gerade sein.

  • Ich kann das leider nicht, mir geht das Verhalten, welches solche Taxifahrer an den Tag legen, gegen den Strich. Mir geht es um’s Prinzip. Selbst wenn es nur gerade um das Äquivalent eines Kaffees bei Starbucks geht …
  • Ich weiss nicht, ob der Kinderwagen zu einer höheren Gebühr geführt hat?
  • Oder ob ein Gefahrenzuschlag für den Transport eines Babies erhoben wurde?
  • Vielleicht haben die Taxifahrer mit Touristen schlechte Erfahrungen (bspw. kein Trinkgeld) gemacht, weshalb sie sich jetzt das Recht herausholen, selbst für finanzielle Gerechtigkeit zu sorgen?
  • Wird damit die Versteuerungspflicht auf Grund digitaler Spuren „automatisch“ kompensiert?
  • Habe ich einen Fehler gemacht, und hätte ich Bargeldbezahlung auswählen sollen? Hätte man mir hier den effektiven Preis verrechnet? Oder wäre ich jetzt mangels Belegen noch schlechter dran?

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Samstag, 8. August 2026

Französische Lehnwörter im Türkischen

Wie bereits im letzten Sommer sind wir aktuell wieder (hoffentlich zum letzten Mal) auf einem „Schengen Visum-Verlängerungslauf“ in Antalya, Türkei.

Dieses Mal habe ich mir vorgenommen, über die bereits im letzten Jahr entdeckten französischen Lehnwörter zu bloggen:

  • Büfe (wortwörtlich: Buffet, aber in Realität ein kleines Fast Food-Restaurant im Quartier)
  • Kruvasan (Croissant)
  • Kuaför (Coiffeur)

Zeugen von Zeiten, als Frankreich hier im Ottomanischen Reich (oder war es schon die moderne Türkei?) hoch im Kurs war.

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Mittwoch, 22. April 2026

Thailand: Kleider-Waschmaschinen ohne Heizelement

Die meisten Waschmaschinen, die in Thailand stehen, sind einerseits Toploader (was man aus amerikanischen Filmen kennt — man lädt die Wäsche über ein Loch im Deckel der Maschine), andererseits verfügen sie über kein Heizelement. Das heisst, das Kleiderwäsche nur mit der aktuellen Wassertemperatur gewaschen werden können. 40 Grad? 60 Grad? 90 Grad? Nicht möglich.

Ein Quora-Artikel gibt mehr Auskunft darüber, wieso das so ist:

Can we manually pour hot/warm water directly into the tub in a LG top loading washing machine which has only cold water inlet?

Ich denke, dass mit reichen Expats und der sonstigen Entwicklung der oberen Mittelklasse vermehrt Frontloading-Maschinen mit einem Heizelement den Weg in den Markt und Mietwohnungen finden.

Wie erkennt man im Laden, bspw. HomePro oder BigC, rasch, ob eine Waschmaschine ein Heizelement besitzt? Ich denke dies ist der Fall, wenn auf der Armatur Temperaturzahlen aufgedruckt sind.

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Dienstag, 21. April 2026

DTV1 90 Day Reporting in Bangkok

Ich habe dieses „Adventure“ an einem Tag durchgespielt, und damit ihr nicht alle Fehler machen müsst, die ich gemacht habe hier die Kurzzusammenfassung:

  1. Der Vermieter oder das Hotel muss vor dem Besuch bei der Immigration Divison das Formular TM30 online ausfüllen. Leben Vermieter oder Hotel nicht gerade hinter dem Mond, wissen sie genau, was wo zu tun ist. Am Besten verlangt man die Bestätigung digital als PDF, und organisiert noch eine Telefonnummer, mit welchem die Unterkunft erreichbar ist, wenn der Immigrationsbeamte eine Frage hat. Die Bestätigung druckt man am Besten aus, sicher ist sicher.
  2. Das Formular TM47 lädt man sich bspw. von hier (Chiang Mai) herunter und füllt es zu Hause aus
    • Für DTV1 wählt man die Tourist Checkbox aus (ich hatte fälschlicherweise „Non-Imm“ ausgewählt, was falsch ist — halb so wild, wird vor Ort korrigiert)
    • Die ID für das TDAC (Thai Digital Arrival Card) entnimmt man dem PDF, welches man vor dem Abflug generiert hat
    • Die Dame wollte meine Mobilfunknummer anstelle der Nummer des Juristic Office meines Wohnturms. Halb so wild, kann vor Ort ergänzt werden
  3. In Bangkok wohnhafte Personen sprechen persönlich bei der Immigration Division 1 (Immigration Bureau) Google Maps vor. 3. Stock, den Postern folgend, und in der Schlange anstehen.

Wer Morgenmensch ist, empfiehlt es sich, früh aufzustehen und zu Beginn der Öffnungszeiten vor Ort zu sein. Zuerst spricht man am Schalter vor, wo eine freundliche Dame sicherstellt, dass man am richtigen Ort ist und alle nötigen Dokumente vorliegen. Ist dies der Fall, erhält man eine Nummer, und dann … beginnt das Warten. Da man die Aktivität der Schlange dank des QR-Codes online verfolgen. Ich empfehle, in dem Moment in ein Café oder Restaurant oder eine Shopping Mall in der Nähe zu gehen. Gemäss meinen Berechnungen variert die Bearbeitungsgeschwindigkeit zwischen 1 und 2 Nummern pro Minute. Bei mir waren 400 Nummern vor mir, und ich habe mich vor Ort hingesetzt und zu Tode gelangweilt (AirPods vergessen).

Wo man NICHT fündig wird

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Montag, 13. April 2026

Swiss: Zwei separate Buchungsänderungen am Tag: Scheinbare Kumulierung der Beträge beim zweiten Kauf

Vor einigen Tagen buchte ich meinen Rückflug in die Schweiz um. Dank dem bewusst gewählten Economy Flex Tarif kein Problem; alles mit ein paar Klicks online über das Web-Interface möglich, bravo. So soll es sein.

Einige Stunden später, als ich für Frau und Kind — aus Gründen mit einer separaten, ebenfalls bereits bestehenden Flugbuchung — eine Sitzplatzreservation vorgenommen hatte, wollte ich meinen (nahegelegenen) Sitzplan ebenfalls buchen.

Obwohl das Interface für die Sitzplatzreservation in der Exit Row einen Betrag von 95.45 CHF anzeigte, wurden im Webinterface beim Abschluss des Kaufs plötzlich eine Gesamtsumme 574.45 CHF angezeigt, und nach der Genehmigung der Transaktion (3D Secure, oder wie die Mehrfaktor-Technologie heisst) wurden auf meiner Debitkarte tatsächlich 574.45 und nicht 95.45 CHF reserviert. Was zum Teufel …

Da ich den letzten Sitzplan in Greifdistanz der beiden nicht verlieren wollte, genehmigte ich den Kauf widerwillig, und malte mir schon aus, wie ich in einigen Tagen/Wochen über den Kundendienst in langwieriger Telefonschleife den deutlich zu viel bezahlten Betrag mit viel Argumentation zurückfordern müsste.

Spannend auch, dass mir Swiss aus irgendeinem Grund für den am 14. Januar erfolgten Flug MUC–BKK auch noch (rückwirkend?) irgendwelche Gebühren verrechnen wollte — besser kann es ja nicht werden:

Auf jeden Fall sah es in der PostFinance App temporär so aus:

Doch: Ein paar Stunden später hatte ich etwas mehr Zeit, um die Sache noch einmal genauer zu analysieren. Und siehe da: Die hohe Summe beim zweiten Kauf bestand einerseits aus dem Preis der vier Stunden vorher getätigten Umbuchung, plus des Preises für die danach separat durchgeführte Sitzplatzreservation. Der kumulierte Betrag passte auf den Rappen genau.

Offenbar kumuliert das Lufthansa Group Buchungssystem also bei (a) einem zweiten Kauf (b) für dieselbe PNR (c) am gleichen Tag (respektive bevor die erste Summe ordentlich abgebucht wurde?) einfach die beiden Summen und reserviert den Betrag auf der Debitkarte. Für den Kunden sieht es dann so aus, als würde mittels zwei separater Transaktionen viel zu viel Geld abgezogen.

Ab dem Zeitpunkt war ich mir fast sicher, dass die Situation am nächsten Tag vom Buchungs- respektive Inkassosystem automatisch bereinigt werden würde. Und tatsächlich: Am nächsten Tag sah ich die zwei korrigierten Debitkarten-Reservationen im PostFinance eBanking.

Von meinem Konto wurden schlussendlich mittels den erwarteten zwei Transaktionen die eigentlich zu erwartetenden Summen abgebucht: Transaktion 1 mit dem Betrag für die Umbuchung des Flugs, Transaktion 2 mit dem Betrag für die Sitzplatzreservation.

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Freitag, 10. April 2026

Swiss: Bassinet (Cot) für Baby bestellen

Eine Flugbuchung mit einem Neugeborenen führt bei Swiss nicht automatisch dazu, dass einem ein Bassinet (Cot) bereitgestellt wird, in welchem man das Baby während des Flugs (hoffentlich) etwas Schlafen lassen kann.

In der Boeing 777-300ER der Swiss kann man das Bassinet meines Wissens in der Economy-Klasse nur in der Sitzreihe 40, Sitze D, E, F, G, an die Wand montieren.

Nachdem ich den einzigen in der Reihe noch verfügbaren Sitz 40D reserviert hatte, erkundigte ich mich bei einem Kollegen mit viel Flugerfahrung, was nun zu tun sei.

Er meinte, dass ich selber aktiv werden und das Bassinet vor dem Flug über den Kundendienst „bestellen“ müsse.

Offizielle Angaben von Swiss dazu:

Baby cots

Cots are available in all flight classes on long-haul flights and in Business Class on European flights. They are suitable for babies up to 8 months old, weighing a maximum of 11 kilograms and measuring up to 67 cm. This gives your baby enough space to lie comfortably. The number of cots is limited, so please be sure to contact our ​Service Centre in good time. You can reserve a baby cot and accompanying seat free of charge.

Go to the Service Centre

Quelle: On board with children

Leider hilft der Link zum Service Centre nicht weiter. Es wäre ja gelacht, wenn man diese Option wie Sitzplätze, Zusatzgepäck, oder Spezialessen online ohne Interaktion mit einem Menschen hinzubuchen könnte. Auch der AI-unterstützte Chat konnte mir nicht weiterhelfen und sandte mich auf die Service Center-Seite mit den Kontaktadressen.

Auf Grund des längeren Asienaufenthaltes wollte ich nicht die befürchteten 30 bis 40 Minuten über Swisscom Roaming in der Swiss-Warteschleifen warten. Deshalb versuchte ich, das lokale Swiss Büro zu kontaktieren.

Eine Google-Suche lieferte sowohl eine Email-Adresse (!) einer lokalen Mitarbeiterin (napaporn.pinkaew@swiss.com), als auch eine Telefonnummer (02-204-7700):

Leider kam meine Email-Anfrage umgehend zurück — Recipient Unknown:

host mxb-005f4701.gslb.pphosted.com [143.55.150.105]
    SMTP error from remote mail server after RCPT TO::
    550 5.1.1 Recipient Unknown

Die Telefonnummer war auch nicht mehr gültig. Eine zweite Nummer auf einer nicht verwandten Web-Site funktionierte ebenfalls nicht.

Soviel zur Zuverlässigkeit und Vertrauenswürdigkeit von AI Overview. Trau schau wem!

Schlussendlich wurde ich auf der Web-Site von Bangkok Suvarnabhumi fündig. Dort werden alle Airlines mit einer Telefonnummer aufgelistet, und so auch die Swiss:

Suvarnabhumi Airline Info

Die Nummer lautet 02-056-6868 ‭respektive international +6620566868.

Und tatsächlich: Die Nummer funktionierte. Es handelt sich dabei nicht um Swiss selber, sondern um das Lufthansa Group Service Center. Das macht Sinn, denn fliegen ja Lufthansa, Austrian wie auch Swiss BKK an.

Bevor man mit einem Mitarbeiter sprechen kann, musste ich eingeben:

  • 2 für Reservation (1 wäre HON Circle, 3 Miles & More)
  • 2 für Swiss (1 wäre Lufthansa, 3 Austrian)

Innert weniger Sekunden begrüsste mich ein Mensch, der nicht nur Thailändisch, sondern auch Englisch sprach, und mit einem verständlichen Akzent. Ich brachte mein Anliegen vor, er notierte sich die PNR, klärte kurz ab, ob zum Sitz ein Bassinet gebucht werden kann, und ob noch ein Bassinet frei war, und bestätigte mir dann die Reservation. Alles in allem dauerte das nicht mehr als drei Minuten. Fliegen kann so schön sein, auch 2026!

Tipp: Vor dem Anruf notiere ich mir jeweils die PNR (Buchungsreferenz), und frage dann über Google: „NAPZ5Z in NATO Alphabet“. Google ist so gut, dass es dann die Buchstaben auflistet: November Alfa Papa Zulu Five Zulu. Im Flugverkehr bin ich noch keinem Angestellten mit Kundenkontakt begegnet, welcher nicht dieses Alphabets mächtig war. Dies erlaubt die fehlerfreie, zuverlässige und schnelle Kommunikation des PNR.

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Sonntag, 29. März 2026

Versuch der Mülltrennung im Wohnturm in Bangkok

Kürzlich wurden im Abfallraum unseres Stocks folgendes Schild aufgemacht, und zusätzliche Abfallcontainer installiert:

Zu Hause in der Schweiz trenne ich Abfälle (Papier, Karton, Büchsen/Dosen, PET-Flaschen, Batterien) und verwende lokale Entsorgungshöfe für eine effiziente Entsorgung.

Hier bin ich aus folgenden Gründen skeptisch:

  • Bewohner aus allen Herren Ländern Die Wohntürme hier sind ein kleiner Mikrokosmos von unterschiedlichsten Nationalitäten: Thais, Chinesen, (vermutlich) Japaner, (vermutlich) Koreaner, Inder, Russen, Ukrainer, Europäer. Bei einigen Ethnien habe ich grosse Bedenken, dass die ihren Abfall wirklich sortieren (ein Blick in den Müllkübel bestätigt mir das immer wieder). Mülltrennung funktioniert meiner Meinung nach nur, wenn sich alle daran halten (sprich in High Trust Societies wie der Schweiz, Deutschland, oder beispielsweise Japan — und ich wage zu behaupten, dass die Mülltrennung auch in der Schweiz aus bekannten Gründen zunehmend leidet).
  • Nachgelagerte Konsolidierung? Was passiert mit den Container, wenn sie von der Putzfrau (ja, ich habe noch nie einen Putzmann gesehen) abgeholt werden? Geht dann alles in denselben grossen Container? Und selbst wenn die Trennung hier eingehalten wird — was passiert nach der Abholung? Ich befürchte, sobald der Müll aus den Augen ist, ist er auch aus dem Sinn.
  • Manuelle Sortierung im Entsorgungshof? Bei nächtlichen Fussmärschen vom Fitness nach Hause sehe ich manchmal Personen, welche die Müllsäcke an den Strassenrändern nach verwertbarem Material erlesen. Passiert das auf Grund des ersten Punkts dann auch zwingend in den Entsorgungshöfen? Müsste meiner Meinung nach, denn sonst sind die von den Wohnturmbewohnern „sortierten“ Abfälle garantiert unrein.

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Freitag, 20. März 2026

Europäisches Brot in On Nut, Bangkok

Nach Wochen in Thailand vermisst meinereiner europäische Kost.

Som Tam Isaan-style, Phat kaphrao, Larb mu, Larb gai, thailändischen Omeletten und was man sich hier sonst für ein Trinkgeld gönnt ist gut und recht.

Regelmässig sehne ich mich aber nach einem saftigen Cheeseburger, Pommes Frites (McDonald’s, nicht CP Brand Mikrowellen-Burger im 7-eleven) — oder einem schönen geschmacksvollem Rib Eye-Steak medium rare gegart.

Oder Brot, unser europäisches Grundnahrungsmittel.

Weilt man in On Nut, kann man seine europäische Brotsehnsucht folgendermassen mit (fast) authentischem Gebäck stillen:

  • Zimt. (Google Maps-Link) Die Zweigstelle in der Habito Mall hat Boarische Bretzen, und noch eine langgezogene Form von Laugengebäck. Nicht perfekt, aber schmeckt ausreichend gut, wenn man Heimweh hat. Das Pain au Chocolat ist meiner Meinung nach mittelmässig, aber immer noch besser als nichts. Bonus: Es handelt sich um eine Bäckereikette, und alle (?) Filialen sind auf Grab, unter Restaurant Food Delivery, und liefern direkt zum Fusse unseres Wohnturms.
  • Epicurian French Bakery. (Google Maps-Link) Die besten Croissants und Pains au Chocolat, die ich hier in Bangkok bisher gegessen habe. Das Baguette ist OK, wird an der feuchten Luft aber schnell pampig (normalerweise bin ich mir gewohnt, dass dieses Brot nach einem Tag hart wird). Bonus: Die Bäckerei ist auf Grab, unter Restaurant Food Delivery, und liefert direkt zum Fusse unseres Wohnturms.
  • Holey Mothership Bakery and Cafe. (Google Maps-Link) Nachdem ich die zwei vorher genannten Bäckereien getestet hatte, blieb ich beim Sauerteig-Baguette von Holey „hängen“ und bestelle nur noch dort. Ich finde deren Baguette das Beste, welche ich bisher in Bangkok gekauft habe. Persönlich der Hammer: Deren Kartoffelsalat. Nicht ganz genau wie zu Hause, aber kommt sehr, sehr Nahe (wobei ich eher die ölig-essigen Kartoffelsalate mag, wie sie meine Mutter jeweils herstellte — der hier hat einen leichten hauch von Mayo, aber ersäuft darin nicht wie bspw. der Coop-Kartoffelsalat). Ich habe auch mal ein Sandwich bestellt. Schmeckte in Ordnung, aber das gelieferte Sandwich sah absolut nicht so (schön) aus wie das auf Grab angepriesene. Bonus: Die Bäckerei ist auf Grab, unter Restaurant Food Delivery, und liefert direkt zum Fusse unseres Wohnturms.

Nachtrag: Diese Woche (in der Woche vom 20. April 2026) war ich am Dienstag-Morgen in EmSphere und bin bei Bijoux de Beurre Échiré (Google Maps-Link) zum Morgenkaffee und Pain au Chocolat eingekehrt, und habe dabei deren Baguette für 120 THB gekauft. Fazit: Zu trocken. Allenfalls hatte ich ein Brot vom Vortag erwischt — obwohl ich kurz nach Ladenöffnung um 10 Uhr dort auftauchte?

Das ganze hat natürlich seinen Preis: Kauft man sich an einem Tag einige Gebäcke, bezahlt man locker ein Abendessen inklusive Getränke in einem nicht-touristischen thailändischen Restaurant — für zwei Personen.

Der nahegelegene Big C (Google Maps-Link) hat auch Pain au Chocolat, und ein spezialisierter thailändischer Gebäckladen auf demselben Stock bietet auch Gebäcke an — aber die kommen nicht an die europäische Erwartungen heran.

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Dienstag, 24. Februar 2026

Soundtrack für die Reise zur Geburt meiner Tochter

Gareth Emery feat. 旺仔小乔: Fallen

Folgender Song lief auf meiner Reise zur Geburt meiner Tochter non-stopp, sozusagen in „Heavy Rotation“, auf dem Mileage- und Lufthansa Lounge-Run GVA–FRA–MUC–BKK:

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