Archiv ‘Essen’

Samstag, 15. August 2026

Antalya: Aufgepasst beim Bezahlen, und Dienstleistungsbezug generell

Auf unserem diesjährigen Antalya-Aufenthalt sind wir zwei Mal von Uber Taxis abgezockt worden (mit Happy Ende), in einigen Restaurants eingekehrt, und eine Pedicure habe ich mir auch noch geleistet. Und das tägliche Rudertraining im Fitnesscenter durfte nicht fehlen. Dabei sind mir einige Dinge aufgefallen.

Trinkgeld

Sıralı Kebap stand nach einem Spaziergang zu den Lower Düden Falls auf dem Programm. Wir sassen mit dem Baby in der Nähe des Eingangs, und wir bekamen so mit über, wie nach und nach Antalyas (jüngere, creditmaxxing?) Oberschicht zum Abendessen eintrudelte. Definitiv kein günstiges Pflaster. Das Essen war gut, die Portionen klein, aber teuer. Beim Bezahlen dann die Hiobsbotschaft: Trinkgeld kann nicht über die Kreditkarte abgebucht werden (ursprünglich verstand ich den Kellner so, dass Kreditkarten gar nicht akzeptiert würden — mein Gesicht machte entsprechend einen „what the …“ Eindruck, den der Kellner sofort bemerkte). Und Bargeld hatte ich an diesem Abend leider nicht dabei. Tat mir leid für die aufmerksamen Angestellten, aber 2026 sollte doch das Kassensystem fähig sein, Trinkgelder separat zu erfassen …

Kushimoto Restaurant stand zum (thailändischen) Muttertag auf dem Programm. Das Restaurant ist definitiv Fine Dining, sowohl von der Aufmachung wie dem Service, komisch nur, dass es sehr, sehr wenige Bewertungen auf Google Maps hat. Wurde es kürzlich eröffnet? Trinkgeld war auch hier nicht über Kreditkarte zu entrichten. Immerhin hatte ich vom vorherigen Restaurant gelernt, und dieses Mal war der Zip-Lock Sack mit Türkischen Lira im Gepäck. Ich hinterliess „nur“ 5 Prozent des Betrags im Etui, da mir langsam die Noten ausgehen, und ich den Betrag für den Service angemessen fand. Besser als nichts.

Gestern dann überkam mich mein Verlangen nach einem grossen, guten, medium-rare grillierten Stück Fleisch. In kurzer Distanz von unserem Hotel befindet sich das B12 Steak & Kasap Steakhouse. Auf Grund einer guten Flasche Wein (siehe nachfolgend) überprüfte ich mit einem kurzen Blick auf die Rechnung nur den Endbetrag, und rundete diesen voller Euphorie um mehr als 10 Prozent auf (1100 TRY, 18.68 CHF).

Rückblickendes Warnzeichen: Der Mitarbeiter verschwand sofort mit der Rechnung und stellte sicher, dass ich umgehend mit Kreditkarte bezahlen konnte. Die Rechnung selber sah ich nie wieder. Eigentlich nehme ich diese immer mit, aber ich verzichtete dieses Mal darauf, weil ich beim Drucken der Kreditkartenrechnung sah, dass die Posten irgendwie ihren Weg auf diesen Beleg gefunden hatten. Spätestens bei diesem Verhalten hätte es klingeln sollen. Tat es aber nicht.

Auf dem Nachhauseweg zog ich auf Drängen meiner Frau die Kreditkartenabrechnung hervor, und wir überprüften sie. Der ominöse Posten 1850 TRY (31.41 CHF) ganz am Schluss irritierte uns, waren die Hauptspeisen doch weiter oben notiert. Google Translate offenbarte dann, dass es sich dabei um eine automatisch auf die Rechnung gschlagene Service Charge handelte. Die Mitarbeiter kassierten somit doppelt Trinkgeld ab.

Der relevante Punkt ist die Linie HİZMET BEDELİ, übersetzt „Service charge“ in der Höhe von 1890 TRY.

Was ich mir dabei nicht erklären kann: Die Originalrechnung zeigte einen Totalbetrag von 8400 TRY. Davon nahm ich 10 Prozent, schlug sie auf den Betrag, und rundete noch nach oben auf, was dann die 9500 TRY ergab (ja, ich war wirklich in grosser Spendierlaune).

Wenn wir also davon ausgehen, dass die Kollegen „meine“ 1100 TRY auf die bereits bestehende Service Charge draufschlugen, betrug diese ursprünglich 790 TRY. Nebenbei: Wieso wird in der Türkei Mehrwertsteuer auf die Service Charge erhoben?!

Der Service war gut, einmal aber musste ich selber Wein nachschenken, was einer der Kellner bemerkte, zum Tisch sprintete, und das ganze dann übernehmen wollte. Item. Natürlich hielt es der Kassier nicht für nötig, mich auf die Service Charge hinzuweisen. Aber: Selber Schuld, der geht auf meine Kappe, und das wird jetzt vom diesjährigen „Bullshit-Konto“ abgebucht, und gleich wieder vergessen. Teures Lehrgeld im Wilden Westen, auch bekannt als „Türkei“.

Zum Essen: Die Vorspreise (vermutlich Rinderbrühe), der Salat, die Oliven und das Brot waren top. Der Wein auch (siehe unten). Das Fleisch (Rib Eye): Eher klein, und definitiv nicht Medium Rare wie bestellt (wenn ich die Rechnung richtig verstehe hat der Servierer „medium-well done“ erfasst, und nicht „medium-rare“ — ich kann mich auch erinnern, dass er ein paar Minuten nach der Bestellung noch einmal an den Tisch kam und meine Garstufe wissen wollte …), sondern Medium. Somit definitiv nicht ein Restaurant im Olymp der von mir bereits besuchten Steak Restaurants.

Unschön: Im Restaurant wird geraucht.

Das zweitletzte Abendessen haben wir heute Abend im Kalamar Balik eingenommen. Mit all meinem taktischen Wissen der letzten zwei Wochen ausgerüstet war ich bereit für den Nahkampf. Anstelle nur kurz auf die Rechnung zu schauen (der Servierer stand drängelnd neben mir), nahm ich mir wirklich Zeit, die Rechnung Linie für Linie durchzugehen. Schlussendlich fragte ich den Servier: „Is there a service charge?“ — „No service“. Ich schaute noch einmal auf die Rechnung, und glaubte ihm. Ich schlug 10 Prozent auf die angegebene Summe drauf, sagte ihm den neuen Schlussbetrag. Und er zog davon, weil dies an der Kasse erfasst respektive abgeändert werden muss. Vorbildlich!

„Ausgegangener“ Wein

Das B12 Steak & Kasap ist der Endgegner aller Touristen, die in solchen Ländern ihr Portemonnaie gut zu schützen versuchen.

Ich bestellte auf Grund des guten Stück Fleischs eine ganze Flasche Wein. Man kann sich streiten, ob das nötig gewesen wäre, aber zu einem grossen Stück Steak gehört einfach ein edler Tropfen.

Das Problem: Die von ChatGPT auf Grund des Menus empfohlene Flasche (Suvla Sur) war dem Restaurant ausgegangen. Ich hätte es eigentlich schon ahnen können, als der Mitarbeiter versuchte, mich während der Bestellung auf „ebenso guten“ Gläserwein umzuleiten. Ich insistierte, dass ich genau diesen Wein in einer Flasche wollte — hätten wir ihn nicht ganz gekillt, hätten wir die halbleere Flasche einfach mit ins Hotel genommen (was gemäss Kellner möglich ist). Im Menu war der Wein für 2200 TRY (37.36 CHF) angepriesen.

Ein paar Minuten später kam der Kellner wieder an den Tisch, in der Hand drei Weinflaschen. Meine Wahl sei nicht mehr verfügbar, aber er könne mir folgende Weine anbieten:

Mir sprang der Pythagoras ins Auge, ich schaute ihn auf Vivino an, sehr gute Bewertungen (über 4 Sterne), und gemäss meines Weinkellers ein über 90 prozentiger Match für mich. Ich sagte ihm: „Ok, ich nehm den Pythagoras“. Doch bevor er abzottelte, fragte ich, langsam auf das Land und Leute sensibilisiert: „Ah, aber der Wein ist schon in derselben Preisregion wie derjenige, den ich ursprünglich wollte?!“ Der Kellner meinte nicht wortwörtlich „Ja, klar … moment, lassen Sie mich nachschauen!“ Auf seinem Smartphone rief er das Menu auf, und schien den Wein gefunden zu haben: 2600 TRY (44.15 CHF), sagte er mir, ohne dass ich auf das Smartphone schaute. „Ok, no problem, let’s go for this one!“ sagte ich ihm.

Vorausblickende Leser werden es schon wissen: Auf der Abrechnung war der Wein für 3400 TRY (57.73 CHF) aufgeführt. Auch das bemerkte ich erst, als ich auf dem Nachhauseweg war.

Der Wein war gut, sehr gut sogar, und verglichen mit der Schweiz war der Besuch im Steakhouse ein Schnäppchen.

Trotzdem bleibt ein fahler Nachgeschmack.

Nachtrag: Ich habe das Menu online gefunden. Erkenntnis: Hätte ich den Wein ganz links gewählt (Chamlıja Nevi Şahsına Münasır), hätte mich das noch mehr, nämlich 3900 TRY gekostet. Den Porta Caeli Ament Blend 2020 fand ich auf dem Menu gar nicht. Direkt aus der Schatzkammer des Restaurantbesitzers?

Skonto

An einem Abend kehrten wir in ein hier nicht näher zu nennendes Fischrestaurant in der Nachbarschaft ein. Es stellte sich im Laufe des Abendessens heraus, dass der Besitzer lange im deutschsprachigen Raum gelebt und studiert hat. Wir unterhielten uns entsprechend auf Deutsch. Als es um das Bezahlen ging, und ich die Revolut-Kreditkarte zückte, meinte er: „20 Prozent Barzahlungsrabatt!“. Ich hatte nicht ausreichend Geld mit dabei, somit gab es für mich kein Skonto-Rabatt.

Mit freundlichen Grüssen an die Steuerverwaltung.

Euro

Zu Beginn der Ferien war bei mir Pedicure angezeigt. Auf Grund der Tendenz der Nägel meiner grossen Zehen regelmässig einzuwachsen, verzichte ich mittlerweile darauf, selbst aufwändig (und: immer wieder blutig) rumzudoktern, und das einem Profi zu überlassen.

ChatGPT empfahl mir Modern Hair Beauty Salon Man&Woman •Hair • Nails • Massage • Permanet Make up • Botox (Google Maps). Ein Termin war via WhatsApp rasch organisiert. Touristen-Anfängerfehler: Den Preis habe ich im Chat weder angefragt, noch verhandelt noch bestätigt. Da endet man als kontinentaleuropäischer Tourist aus der Schweiz leider als Freiwild.

Als ich eintrudelte, erfuhr ich, dass die Dienstleistung an eine Bekannte des Besitzers outgesourct sei, die lange Zeit in einem Luxusressort in der Gegend gearbeitet hatte.

Gegen Ende der Behandlung wurde ich plötzlich innerlich nervös: So frugal der Laden aussah, war Kreditkartenzahlung überhaupt möglich? Sie ist es, aber angabegemäss nur für das Haare schneiden beim Besitzer (Vorwand: „unterschiedliche Buchhaltungen“). Das Gerät existiert, und lag im nächsten Zimmer im Coiffeursalon auf. Ich hatte die (bauchgefühlsmässig) völlig überteuerten 1500 TRY (25.47 CHF) (ChatGPT meinte, der Preis werde nur bei medizinischen Behandlungen verlangt) natürlich nicht in Bargeld auf mir. Zum Vergleich: Bei The Nail Bar in Bern bezahle ich 49 CHF für den Spass.

Immerhin: Ich hatte eine 50 EUR-Note im Gepäck. Der Besitzer sah sie sich widerwillig an, zückte sein Smartphone, und rief einen Kollegen an. Es folgte ein kurzes intensives Wortgefecht. Am Schluss schien er den aktuell gültigen Wechselkurs in Erfahrung gebracht und die Wechselmöglichkeit bestätigt zu haben. Ich tauschte meine Note gegen eine 20 EUR Note, welche mittlerweile im Besitz der Putzfrauen unseres ersten Hotels ist.

Nebenbei: Der Besitzer sprach viel, aber es waren spannende Gespräche: Über seine Erdbeben fürchtende zweite Frau, Ukrainerin. Über seinen Sohn mit seiner ersten Frau, der viel zu früh aus dem Leben gerissen wurde. Über seine „Gigi von Arosa“-Zeit in Bodrum. Über seinen Motorradunfall und sein 14-tägiges Koma. Und wie er sein neues Lokal nun aktiv — mit Beratung von ChatGPT — über Social Media bewirbt.

Thai-Massage mit einer Indonesieren

Am ersten Tag nach der Ankunft schlenderten meine thailändische Frau, Ella Giulia und ich durch das Quartier. Dabei fiel uns ein Thai Massage-Lokal auf. Kurzerhand gingen wir in das Lokal, um in Erfahrung zu bringen, welche Massagen angeboten werden, und zu welchem Preis.

Während uns die zwei älteren weissen (russischen? türkischen?) Herren umschwirrten, meinte einer der beiden, nachdem ich ihm gesagt hatte, dass meine Frau Thailänderin sei: „Wissen Sie, wir nennen es Thai-Massage, aber unsere Mitarbeiterin ist aus Indonesien und spricht kein Thai …“

Fitness

Auch dieses Jahr leistete ich mir ein zweiwöchiges Abonnement beim Central Park GYM, da diese Concept2-Rudermaschinen im Fuhrpark haben.

Als Tourist kriegt man keinen QR-Code, um die Schranken zu öffnen. Beim Eintreffen wie auch Verlassen des Fitness muss die Reception die Schranken manuell öffnen.

Man unterzeichnet keinen Vertrag, hinterlässt auch keinen Lichtbildausweis. Einzig erhält man bei der Bezahlung mit Kreditkarte den Beleg des Geräts ausgedruckt und in die Hand gedrückt. Auf einen Fötzel musste ich noch meinen Namen notieren, und dann war die Sache geritzt.

In den letzten Tagen trafen mich immer misstrauischere Blicke von der Reception. Da ich selbstsicher auftrat, hielt man mich nie auf. Doch heute passierte es: Ich vergass mein Concept2 Kissen, und musste fünf Minuten nach Verlassen des Lokals noch einmal Eintritt verlangen. Da nahmen mich die drei Jungs an der Reception raus: „Do you plan to continue coming here?“ fragt mich einer der drei, den ich noch nie gesehen hatte. Er schien der Chef des Ganzen zu sein. Er wollte meinen Namen wissen, welche ich bereitwillig nannte. Er schaute im System nach. Offenbar fand er mich. Ich sagte ihm auf Englisch, dass ich ein zweiwöchiges Abonnement gelöst habe, es noch bis morgen Sonntag gültig sei, und ich am Montag zurückfliegen werde. Offenbar war das alles noch nicht schlüssig. Vom letzten Jahr vorgewarnt hatte ich den Kreditkartenbeleg immer auf mir, und so zückte ich ihn. Er schaute ihn für ein paar Sekunden an, und das schien ihm zu genügen: „Everything OK!“ Und ich verschwand. Auf die hiesige Abzocke sensibilisiert frage ich mich, was passiert wäre, hätte ich ohne irgendeinen Beleg bar bezahlt, oder den Kreditkartenbeleg nicht auf mir getragen.

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Freitag, 20. März 2026

Europäisches Brot in On Nut, Bangkok

Nach Wochen in Thailand vermisst meinereiner europäische Kost.

Som Tam Isaan-style, Phat kaphrao, Larb mu, Larb gai, thailändischen Omeletten und was man sich hier sonst für ein Trinkgeld gönnt ist gut und recht.

Regelmässig sehne ich mich aber nach einem saftigen Cheeseburger, Pommes Frites (McDonald’s, nicht CP Brand Mikrowellen-Burger im 7-eleven) — oder einem schönen geschmacksvollem Rib Eye-Steak medium rare gegart.

Oder Brot, unser europäisches Grundnahrungsmittel.

Weilt man in On Nut, kann man seine europäische Brotsehnsucht folgendermassen mit (fast) authentischem Gebäck stillen:

  • Zimt. (Google Maps-Link) Die Zweigstelle in der Habito Mall hat Boarische Bretzen, und noch eine langgezogene Form von Laugengebäck. Nicht perfekt, aber schmeckt ausreichend gut, wenn man Heimweh hat. Das Pain au Chocolat ist meiner Meinung nach mittelmässig, aber immer noch besser als nichts. Bonus: Es handelt sich um eine Bäckereikette, und alle (?) Filialen sind auf Grab, unter Restaurant Food Delivery, und liefern direkt zum Fusse unseres Wohnturms.
  • Epicurian French Bakery. (Google Maps-Link) Die besten Croissants und Pains au Chocolat, die ich hier in Bangkok bisher gegessen habe. Das Baguette ist OK, wird an der feuchten Luft aber schnell pampig (normalerweise bin ich mir gewohnt, dass dieses Brot nach einem Tag hart wird). Bonus: Die Bäckerei ist auf Grab, unter Restaurant Food Delivery, und liefert direkt zum Fusse unseres Wohnturms.
  • Holey Mothership Bakery and Cafe. (Google Maps-Link) Nachdem ich die zwei vorher genannten Bäckereien getestet hatte, blieb ich beim Sauerteig-Baguette von Holey „hängen“ und bestelle nur noch dort. Ich finde deren Baguette das Beste, welche ich bisher in Bangkok gekauft habe. Persönlich der Hammer: Deren Kartoffelsalat. Nicht ganz genau wie zu Hause, aber kommt sehr, sehr Nahe (wobei ich eher die ölig-essigen Kartoffelsalate mag, wie sie meine Mutter jeweils herstellte — der hier hat einen leichten hauch von Mayo, aber ersäuft darin nicht wie bspw. der Coop-Kartoffelsalat). Ich habe auch mal ein Sandwich bestellt. Schmeckte in Ordnung, aber das gelieferte Sandwich sah absolut nicht so (schön) aus wie das auf Grab angepriesene. Bonus: Die Bäckerei ist auf Grab, unter Restaurant Food Delivery, und liefert direkt zum Fusse unseres Wohnturms.

Nachtrag: Diese Woche (in der Woche vom 20. April 2026) war ich am Dienstag-Morgen in EmSphere und bin bei Bijoux de Beurre Échiré (Google Maps-Link) zum Morgenkaffee und Pain au Chocolat eingekehrt, und habe dabei deren Baguette für 120 THB gekauft. Fazit: Zu trocken. Allenfalls hatte ich ein Brot vom Vortag erwischt — obwohl ich kurz nach Ladenöffnung um 10 Uhr dort auftauchte?

Das ganze hat natürlich seinen Preis: Kauft man sich an einem Tag einige Gebäcke, bezahlt man locker ein Abendessen inklusive Getränke in einem nicht-touristischen thailändischen Restaurant — für zwei Personen.

Der nahegelegene Big C (Google Maps-Link) hat auch Pain au Chocolat, und ein spezialisierter thailändischer Gebäckladen auf demselben Stock bietet auch Gebäcke an — aber die kommen nicht an die europäische Erwartungen heran.

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Montag, 29. Dezember 2025

Bangkok: Gourmet Market: You hunt we cook

Auf dem aktuellen Aufenthalt (dank eines Tweets mitsamt Video) entdeckt: In Thailand, genauer gesagt der Hauptstadt Bangkok, im Einkaufszentrum Emsphere, gibt es einen Gourmet Market, vergleichbar mit Globus Delicatessen, oder LOEB Lebensmittel in Bern. Soweit so normal.

Der Clou: Innerhalb dieses Gourmet Markets gibt es eine bediente Open Kitchen namens „You hunt we cook“ (Google Maps). Sprich man sammelt sich im Gourmet Market ein Steak, Beilagen wie Gemüse und Getränke zusammen, bringt es zur Küche, und erhält dort für einen kleinen Aufpreis die Zutaten frisch gekocht (in meinem Fall: köstlich medium rare gegrillt).

Am Weihnachtsabend gönnte ich mir 180 Gramm australisches Wagyu-Steak für 990 THB (ca. 25 CHF), ein Glas italienischen Merlot im Offenausschank, Babykarrotten sowie Pommes Frites mit Trüffelmayonnaise. Himmlisch! Ich gehe wieder.

Weniger schön: Meine Freundin studierte nach dem Bezahlen die Rechnung, und entdeckte, dass der Kassier uns Dinge verrechnete, welche wir gar nicht konsumiert hatten. Ihre Beschwerde fruchtete: Sie kam mit knapp 400 THB (ca. 10 CHF) zurück. A propos: Für diesen Betrag essen beispielsweise im Jarunee an der Phrom Phong BTS-Station zwei Personen authentisch thailändisch zu Abend, und sind dann satt.

Wie ich am Folgetrag realisiert habe, findet sich das „You hunt we cook“-Konzept noch in anderen Filialen um die BTS-Station herum: The Emporium und Emquartier haben auch solche Küchen. Etwas weiter weg, im Siam Paragon-Einkaufszentrum, gibt es auch eine Küche.

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Montag, 1. September 2025

Türkei: Mikrowellenreis

Steht kein Reiskocher, aber eine Mikrowelle zur Verfügung, gibt es in der Schweiz Mikrowellenreis wie beispielsweise folgendes Produkt:

Ben’s Original Basmatireis

In der Türkei sucht man solche Produkte vergeblich. Doch im hiesigen MIGROS gibt es einen brauchbaren Ersatz:

Yayla Şehriyeli Pirinç Pilavı

Gemäss Google Translate bedeutet dies „Reispilaw mit Fadennudeln“, wobei ich im Gericht bei aller Toleranz keine Nudeln feststellen konnte.

Was ist Pilaw? Keine Reissorte, sondern …

Pilaf (oder Pilaw) ist ein orientalisches Reisgericht, bei dem Reis mit anderen Zutaten wie Fleisch, Gemüse und Gewürzen in einem Topf gekocht und gedämpft wird, wodurch eine lockere, körnige und aromatische Struktur entsteht. Es ist keine Reissorte, sondern eine spezielle Kochmethode, die den Reis die Aromen aufnehmen lässt und in vielen Küchen, von der Türkei bis nach Indien, in verschiedenen Varianten verbreitet ist.

Quelle: Google KI Antwort auf die Suchanfrage „was ist pilaf“ (meines Wissens nicht verlinkbar)

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Donnerstag, 1. Mai 2025

YouTube: How Long Till I Get Food Poisoning in India? (not long)

Köstlich erfrischend …

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Donnerstag, 1. Mai 2025

Rika aus Japan isst sich durch Deutschland …

… und veröffentlicht ihre Abenteuer auf TikTok: @rikaaaa__aaa.

Entdeckt via diesen Tweet: It’s german sushi von roter_0ktober.

Oder war es zuerst dieser Tweet? Rika, Fleischkäse mit Brötchen

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Dienstag, 11. Februar 2025

Texas Roadhouse: Die Qual der Wahl

Mir gefällt Texas Roadhouse. Doch bei jedem Besuch habe ich die Qual der Wahl: Welches Stück Fleisch bestelle ich, und in welcher Grösse?

Wenn man I Tried Every Steak at Texas Roadhouse & One Blew Me Away glauben kann, sollte man in folgender Reihenfolge zugreifen (das erste Stück ist das Beste):

  1. Bone-In Ribeye
  2. Ft. Worth Ribeye
  3. Dallas Filet
  4. Steak Kabob
  5. Filet Medallions
  6. Prime Rib
  7. New York Strip
  8. Porterhouse T-Bone
  9. Sirloin
  10. Road Kill

Und für die Europäer, welche sich weigern, Imperial Units zu verstehen noch zu verwenden (recht so!):

6 ounces 170 Gramm
8 ounces 226 Gramm
10 ounces 284 Gramm
12 ounces 340 Gramm
16 ounces 453 Gramm

Für mich wird es also jeweils das Bone-In Ribeye mit 8 ounces (226 Gramm).

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Montag, 22. Juli 2024

In Frankreich schlicht nicht auffindbar: Pic Nic-Eier und Hüttenkäse

Seit ich zu Beginn des Jahres meine Diät angepasst habe (Stichwort: „Low carb, high protein“), esse ich fast täglich ein gekochtes Ei (Coop-Artikel) und Hüttenkäse (mein Favorit: Hirz 115 Gramm, aus dem Coop).

In diesem Jahr war ich bereits zwei Mal in Frankreich: Einmal um Ostern herum in Dijon, sowie bis letzten Donnerstag in Nizza.

Das Problem: In den dortigen Supermärkten findet man einfach keine Pic Nic-Eier (mich nervt es, die Eier selber kochen zu müssen), und in dem gefühlten Laufkilometer Käsekühltheke findet sich kein Hüttenkäse.

Stichprobenraum: Carrefour Dijon La Toison d’Or, Carrefour Nice Gambetta, U Express Nice Rue de France.

Offenbar stellt Danone Hüttenkäse her, und das Produkt wird auch auf Carrefour.fr als auch für Hyper U aufgeführt, doch in den Läden fand ich die Ware nicht.

Ich bin nicht der einzige, der diese Produkte sucht: Forum-Artikel: Cottage cheese?

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Sonntag, 11. Februar 2024

Zwei Restaurant-Empfehlungen in Bangkok

Mitte Dezember weilte ich für ein paar Nächte in Bangkok, bevor es nach Taiwan weiterging.

Folgende zwei Restaurants in Gehweite des Mövenpick BDMS Wellness Resort Bangkok haben mir am Besten gefallen:

  • Juksunchae. Fantastisches Gourmet-Menu, aus der Open Kitchen serviert. Entwickelt und präsentiert von Chef Henry, in Kanada aufgewachsen, und nun in Bangkok tätig. Das Spezielle: Jedes Gericht ist mit einer sehr persönlichen Geschichte verknüpft — was „Soul Food“ eine völlig neue Bedeutung gibt. Natürlich sassen am Tresen noch zwei andere Schweizer … ACHTUNG: Das Restaurant ist gut versteckt im obersten Stock eines Gebäude. Ich dachte bereits, Google Maps habe mich in die Irre geführt — denn am Gebäude findet sich kein leuchtendes Schild, das auf das Restaurant hindeutet. Aber man ist richtig, wenn man das „Wood Berry“ Schild sieht und vor dem Kin Lenn steht. Einfach auf der Seite von Kin Lenn in den Lift, und dann hoch in die luftige Höhe.
  • Embassy Room. Ich war verspätet, weil ich mich durch das Park Hyatt durchhangeln musste. Am Empfang stand der Chef, welcher mich begrüsste. Ich entschuldigte mich, dass ich ein paar Minuten zu spät sei — er meinte „Sie sind absolut pünktlich für spanische Verhältnisse“, doch ich entgegnete, ich sei ja Schweizer. Wunderbare katalanische Küche, perfekt für ein Mittagessen in Bangkok.

Und ja, ich weiss — auf diesem ersten Layover in Bangkok bin ich nicht in das „echte“ Thailand abgetaucht. Auf Grund der restlichen Ferienplanung, dem Mangel an Ferientagen sowie auch aus Angst vor Magen-Darm-Beschwerden verzichtete ich darauf, wie die Leute vor Ort zu essen.

Wer gediegen in das Nachtleben abtauchen will, dem empfehle ich das Oskar Bistro. Hochstehende Cocktails (ich hatte einen Negroni, schmeckte wie in Europa), aber das ganze ist nicht ganz günstig.

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Sonntag, 3. Dezember 2023

Eine kalte Ovo wie früher zubereiten

Als ein in Neuenegg aufgewachsenes Kind war die Firma Wander, und ihr Flaggschiff-Produkt, die Ovomaltine, immer präsent.

Für die Skilager unserer Klasse spendete das Unternehmen meines Wissens jeweils eine unglaublich grosse Dose Ovomaltine.

Die Ovo, welche mir jeweils am Besten schmeckte, war diejenige, welche kalt zubereitet wurde, und so richtig schaumige Milch aufwies.

Noch heute steht in einigen Restaurants der dafür verwendete Ovomaltine-Schäumer, und auf Ricardo lassen sich solche Prachtstücke gelegentlich ersteigern (hier ein Ovomaltine Ovo Mixer Milchshaker für stolze 250 Franken).

Seit einer Rekonvaleszenz nach einem Ski-Unfall kam ich dank des Spitalaufenthaltes wieder auf den Geschmack von allmorgendlicher Ovomaltine. Seither bereite ich das Getränk wieder regelmässiger zu.

Benötigte Utensilien

Bodum Pavina Outdoor Galaxus, 25 CHF (für zwei Gläser) Die Plasticgläser (deshalb der Zusatz „Outdoor“ — können auf den Boden fallen, ohne dass sie wie die Original Pavina Doppelwandgläser in tausend Glassplitter zersplittern) fassen 600ml. Wichtig ist, dass man die Milch nicht bis ganz an den Rand füllt, damit es beim Aufschäumen nicht überläuft. Ich fülle die Milch jeweils bis zu der gut sichtbaren Naht am oberen Teil des Trinkbehälters. Achtung: Mit der Zeit bilden sich an der Innenwand Spuren des Schäumers, falls dieser Gelegentlich die Innenwände touchiert.

MOSUO Elektrischer Milchaufschäumer Amazon, vergriffen Im März 2022 habe ich eine Ladung Milchschäumer bestellt. Dieser gefiel mir von den drei Modellen am Besten, und ist bis heute in Gebrauch. Riesengrosser Vorteil gegenüber dem Milchschäumer, welchen wir davor besassen: Er verfügt über einen Micro USB-Anschluss und lässt sich so aufladen. Nie mehr Batterien wechseln, nie mehr Wackel. Das Gerät hat zwei Schwingstufen, wobei ich jeweils die stärkere der beiden für ca. 60 Sekunden verwende. Dann ist die Milch schön aufgeschäumt.

Verschiedene Länder, verschiedene Rezepturen

Übrigens: Vor einiger Zeit machte ich den Fehler, im Ottos Warenposten, oder Radikal, eine Dose von in Italien produzierter Ovomaltine zu kaufen. Nicht gut. Wander scheint in vielen Ländern eine angepasste Rezeptur zu verwenden. Die italienische Ovomaltine wies einen viel stärkeren Schokoladengeschmack auf, und das war überhaupt nicht mein Fall.

Da der Wander-Fabrikladen drei Fussminuten von unserer Wohnung entfernt liegt, kaufte ich dann schlussendlich eine originale, in Neuenegg und für den Schweizer Markt konzipierte Ovomaltine. Wunderbar!

Als ich im Fabrikladen an der Kasse anstand, überhörte ich auch ein Gespräch mit den Kunden vor mir: Sie wunderten sich, wieso in Deutschland die Ovomaltine anders schmeckte als in der Schweiz. Die Dame an der Kasse erwähnte, dass eine andere Rezeptur verwendet wird, und unter anderem wies sie auch darauf hin, dass in Deutschland Kristallzucker verwendet wird, in der Schweiz nicht (oder in der Schweiz, dafür in Deutschland nicht?).

Ovomaltine in aller Welt

Auf einer Reise im April nach Taiwan fiel mir in den Family Mart und 7-Eleven Convenience Stores auf, dass die Läden auch Ovomaltine verkaufen — dort aber unter dem namen „Ovaltine“, meines Wissens geprägt von den Engländern. Natürlich musste ich die Ware abphotographieren, und habe mir auch ab und zu einen solchen Drink gegönnt:

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