Archiv ‘Shopping’

Mittwoch, 3. Juni 2020

Die Tablare des Landi Medion Weinkühlschranks mit etwas Funktionierendem ersetzen

Vor einigen Monaten verkaufte die Landi einen Medion MD 16703 Weinkühlschrank (Angebot für Landi auf Medion beworben, nicht mehr funktionierende Artikel-Seite auf Landi.ch) mit Stauraum für acht Flaschen für sagenhafte 99 CHF.

Da musste ich selbstverständlich zuschlagen — wir wohnen im 2. Stock, und der Wein lagert im Keller. Es gibt kein Lift. Der Fussmarsch hinunter in die Gewölbe und wieder herauf wäre das eine gewesen, doch der Wein hatte natürlich auch nicht die richtige Trinktemperatur, wenn er direkt aus dem Keller kam.

Der Kühlschrank ist nicht schlecht — er kühlt den Wein wie erwartet und ist auch nicht laut (er steht bei uns im Wohnzimmer, und ich habe bisher keine störenden Geräusche vernommen). Doch das grösste Manko sind die Holzregale, die es unheimlich umständlich machen, Weinflaschen, die nicht exakt der Norm entsprechen, in den Kühlschrank zu legen. Immer wieder kommt es vor, dass ich ein Tablar oberhalb des freien Platzes entfernen, den Wein einlagern, und dann das Tablar wieder einlegen muss.

Am Wochenende machte ich mich deshalb auf die Suche nach Ersatz. Zuerst wollte ich den Kühlschrank komplett ersetzen (den Kimchi meiner Frau möchte ich seit längerem in einem Kühlschrank lagern, in dem sonst keine anderen Esswaren liegen — somit hätte der „alte“ Weinkühlschrank eine neue Berufung erhalten und nahtlos weiterbetrieben werden können). Doch das gewünschte, höhere Modell (PROFI COOK PC-GK 1164) war vergriffen. Und der vergleichbare Coldtec by Kibernetik THD21 war halt etwas zu teuer.

Beim Durchsuchen anderer Angebote fielen mir die alternativen Tablare von Fusts Novamatic VINOCAVE 6 (Aktion: 99 CHF) auf. Es handelt sich um Chromgitter, oder „Chrome racks“. Bei Ali Express wurde ich nicht fündig.

Dann eine weitere Idee: Vielleicht gibt es Ersatzteile bei Medion, und vielleicht verkaufen die nicht nur die Holzregale, sondern auch die Chromgitter. Leider nein — für den Weinkühlschrank werden zwar viele Treffer angezeigt, es scheinen aber nicht wirklich Ersatzteile angeboten zu werden.

Nach weiteren Recherchen dann die Erkenntnis, dass der Tristar WR-7508 dem Medion MD 16703 wie ein Zwilling gleicht. Es wird sich wohl um dasselbe Modell mit einem anderen Branding handeln. Doch dieser Weinkühlschrank verfügt nicht über die blöden Holzregale, sondern eben auch über Chromgitter.

Und siehe da: Im Ersatzteilshop von Tristar kann man diese Gitter unter der Artikelnummer XX-7508123 nachbestellen! Gesagt, getan. Drei Stück kamen gestern an und wurden umgehend eingebaut.

Ob besonders geformte Weinflaschen nun besser reingelegt und herausgeholt werden können, werde ich hier bei Gelegenheit notieren. Der erste Test war auf jeden Fall vielversprechend.

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Donnerstag, 9. April 2020

Reenbergs Magnetic Cloth Rail — eigentlich genial, aber schlecht fabriziert

Zu einem schweizerischen Schüttstein gehört ein Abwaschlumpen („Hudu“, wie wir Berner das nennen). Den hängt man nach der Verwendung im nassen Zustand über den Hals der Brause des Schüttsteins, damit er trocknen kann.

Oder aber man kauft sich den Reenbergs Magnetic Dishcloth Holder (oder „Cloth Rail“), zu deutsch „Reenbergs Spültuch Halter“. Dieses Accessoire ist genial: Es besteht aus einer Halterung, die man auf der Innenseite des Schüttsteins anbringt, sowie aus zwei Magneten, die man auf der Aussenseite der Schüttsteinwanne anbringt und den Halter … nun, in Position halten. Tönt unmöglich, funktioniert aber wie versprochen!

Entdeckt habe ich dieses Produkt im Januar 2016 auf Monoqi (heute: Decovry). Den Schwamm-Halter („Magnetic Dishcloth Holder“) habe ich mir damals ebenfalls gekauft.

Im November 2017 dann das Unglück: Ein Magnet auf der Schüttstein-Seite ist völlig durchgerostet und fällt aus der Halterung heraus.

Eigentlich sollte ein Plastic, das über den Magnet und die Halterung gezogen ist, verhindern, dass Wasser eindringt:

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Irgendwie muss dieser Schutz defekt gegangen und Wasser eingedrungen sein.

Ersatz musste her, den ich dieses Mal direkt beim Hersteller in Dänemark bestellte.

Bis März 2020 war die zweite Halterung in Gebrauch. Dann erneut dasselbe „Unglück“: Einer der Magnete ist durchgerostet und aus der Fassung gefallen:

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Einmal kann das passieren, aber wenn es innerhalb von vier Jahren zwei Mal passiert gibt es vermutlich ein Problem beim Design des Produkts. Ich wagte es deshalb, mich an den Hersteller zu wenden. Ich bat ihn, uns doch bitte einfach einen Ersatzmagneten zu senden, welchen wir dann selber installieren würden. Oder uns aber zumindest eine Bezugsquelle zu melden.

Die Überraschung und Freude war gross, als uns Line aus Kulanz kurzerhand ein neues Produkt zusendete.

Nichtdestotrotz wollte ich die die defekte Halterung nicht einfach wegwerfen. Ich machte mich deshalb auf die Suche nach einem Magneten. Und wo macht man das in der Schweiz besser als bei supermagnete.ch? Die von mir gemessenen Masse des gewünschten Magneten waren 17mm Durchmesser und 5mm Höhe. Ich entschied mich für folgendes Produkt:

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5 St. S-15-03-R Scheibenmagnet gummiert Ø 16.8 mm, Höhe 4.4 mm: brutto CHF 5.90

Heute wurden die Magnete geliefert. Leider ist der Durchmesser zu klein und der Magnet passt nicht bündig in die Halterung. Nichtdestotrotz klebte ich einen davon mit Cementit in die Halterung. Wichtig: Die Polarität des Magneten beachten; das Gegenstück muss zum Magnet anschnappen, und ihn nicht abstossen.

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Sobald der Cementit sauber getrocknet ist, werde ich die Oberfläche abschleifen und dann mit einem Farbspray versiegeln.

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Sonntag, 15. Dezember 2019

Sorel Caribou WL

Blöd, wenn man das Video erst schaut, nachdem man die Dinger im Transa Bern in der wunderschön umgebauten Markthalle gekauft hat:

Das Beste (und gleichzeitig das Lustigste), das Lars von Survial Russia zu den Dingern zu sagen hatte:

[…] they do one thing really well, they hold onto the cold really well […]

Nach dem Ausflug nach Tromsø kann ich sagen, ob die Dinger für Städter/Hipster wie mich was taugen oder nicht.

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Dienstag, 12. November 2019

Geschenke für Flugnarren

Heute ist einem Kollegen auf der Arbeit aufgefallen, dass ich einen Stoffbeutel für Elektronikmaterial im Design eines personalisierten Flugzeugtickets mit mir herumtrage.

Nachfolgend eine Liste von Shops und Web-Sites, auf welchen sich Flugzeugliebhaber, Piloten und Flugvernarrte mit weniger und mehr ausgefallenem Material eindecken können.

  • Aviationtag Schlüsselanhänger, die aus den Hüllen von ausgemusterten Flugzeugen gestanzt werden. Ich habe mir einen geleistet, welcher aus einer ehemaligen Swiss-Maschine HB-JMK vom Typ A340 hergestellt wurde. Die Einzelstücke werden in Deutschland handgefertigt, d.h. sind Made in Germany.
  • Airportag Dieser Shop bietet von bedruckten Kissenbezügen über Handy-Hüllen zu T-Shirts und Rucksäcken alles erdenkliche Material an, um Flugnarren zum Entzücken zu bringen. Gekauft habe ich mir in diesem Shop den Stoffbeutel für Elektronik sowie einen Kissenbezug, welche beide an je einen für mich schicksalbehafteten Flug erinnern.
  • NOMO Design Runway Series Als es vor sieben Jahren galt, unsere leere Wohnzimmerwand zu schmücken, habe ich mir zwei grosse, dunkle Poster der Flughäfen SFO und ZRH geleistet. Diese Poster hingen bis zum Frühjahr 2019 an der Wand, wurden nun aber durch ein Photo einer afrikanischen Löwin in Schwarz-Weiss von Adam Rabinowitz ersetzt.

Bei der Recherche zu diesem Artikel bin ich zudem auf folgende interessante Designer/Shops gestossen, welche ich bisher noch nicht getestet habe:

  • 08left Die Poster der Flughäfen erinnern mich an die Kunstsücke von NOMO Design. Hier kann man aber auch Illustrationen von markanten Flughafen-Towern bestellen — leider nicht mit der grossen Auswahl wie bei NOMO Design.
  • PlaneTags Das Pendant zu Aviationtag (s. oben). Das Design der Anhänger erscheint mir weniger hübsch als die deutsche Variante.

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Dienstag, 29. Oktober 2019

Probefahrt im Silicon Valley

Im September weilte ich wieder einmal aus privaten Gründen in der Bay Area.

Obwohl ich seit meiner ersten Kalifornien-Reise 2007 zusammengerechnet vermutlich locker über ein halbes Jahr hier verbracht habe, konnte ich bei diesem Besuch das erste Mal eine Bekannte begleiten, welche sich in den nächsten Monaten ein neues Auto kaufen möchte. Zeit für eine Probefahrt, oder wie es die Amerikaner sagen: Zeit für einen Test Drive!

Die Bekannte möchte ihren in die Jahre gekommenen Honda Accord mit dem neuesten Modell ersetzen. Das war im September 2019 das 2019er Modell, jetzt im Oktober sollte das 2020er Modell bei den Händlern im ganzen Land angekommen sein.

Wir fuhren also zum Platzhirschen, dem Autohändler Honda Stevens Creek. An einem Sonntag. In der Schweiz undenkbar herrschte im Geschäft reges Treiben, was bei genauer Überlegung nicht weiter verwundert, denn am Sonntag arbeiten ja viele Leute nicht und haben Zeit für einen Besuch im Autohaus!

Da die Bekannte und wir — ihre privaten „Verkaufsberater“ — völlig unvorbereitet und spontan zum Autohaus fuhren, nutzte ich die Zeit während der verschiedenen Verkaufsgespräche, um mich über den Neuwagenkauf in Amerika weiterzubilden. Für mich völliges Neuland, weil ich mir in meinem Leben noch nie einen Neuwagen leisten konnte noch wollte.

Bei meiner Recherche lernte ich zum Beispiel, dass die verschiedenen Varianten eines Automodells auf Englisch „Trims“ heissen. Die Trims bauen aufeinander auf, das heisst vom extrem günstigen Basismodell bis hin zur Premiumvariante, die alle Ausstattungsschikanen (und stärkere Motoren) bietet, und dementsprechend natürlich auch viel teurer ist.

Der Verkäufer, erst seit wenigen Monaten beim Autohändler angestellt, machte aus meiner Sicht einen sehr schlechten Beratungsjob. Hätte ich die Interessentin empfangen, hätte ich ihr als allererstes eine Vergleichsmatrix gezeigt, welche alle Trims aufführt und visuell aufzeigt, was die Unterschiede zwischen den Trims ist. Leider wurden die Informationen über die Ausstattung der Trims nur mündlich kommuniziert, was sich keiner der Anwesenden merken konnte. Zugegebenermassen nicht nur das Verschulden des Verkäufers, sondern vermutlich auch bewusste Verkaufstaktik des Herstellers selbst. Meine Hypothese: Je komplexer und unübersichtlicher die Varianten eines Modells, desto eher neigen die Käufer dazu, aus Angst die teurere Varianten zu kaufen.

Eine kurze Google-Suche half mir dann aber, eine solche Matrix aufzurufen:

2019 Accord Sedan Specifications by Trim

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Im Verlauf des Besuchs machte die Bekannte zwei Probefahrten: Einmal mit dem Basismodell, dem Trim „LX“, und einmal mit dem Trim „Touring“. Die Fahrt führte vom Autohändler über den Stevens Creek Boulevard auf die I-280 von der Ausfahrt 7 zur Ausfahrt 9 (Ausfahrt 8 existiert notabene gar nicht). Am Touring fiel mir die Lederausstattung auf, das HUD sowie dem Sensor der den Fahrer vor Fussgänger warnt, die beim Rückwärtsfahren hinter dem Auto vorbeilaufen.

Randnotiz: Im Unterschied zur Schweiz nimmt der Verkäufer an der Probefahrt teil und nimmt auf dem Beifahrersitz Platz.

Schlussendlich verzichtete die Bekannte auf den Kauf eines Fahrzeugs, weil der Verkäufer einerseits den von der Bekannten vorgeschlagene Sofort- und Barzahlungsrabatt nicht offerieren konnte und die gewünschte Variante in der gewünschten Farbe nicht vorrätig war.

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Sonntag, 22. September 2019

Zusätzliche Kreditkartenbuchungen bei Courtyard by Marriott-Aufenthalten

Ein Vorteil von Revolut ist es, dass man als Kunde bei Zahlvorgängen dank den Instant-Meldungen zu Transaktionen in Form von iOS-Notifications meistens noch vor dem Mitarbeiter an der Kasse weiss, dass eine Zahlung akzeptiert wurde und durchgegangen ist.

Eine andere Eigenschaft der Zahlungsmethode kann je nach Situation von Vorteil, aber auch nachteilig sein:

So erfährt man beispielsweise, wenn Online-Shops bei der Erfassung einer Kreditkarte eine Abbuchung von 1 Rappen oder einem anderen symbolischen Betrag durchführen, um sicherzustellen, dass eine Kreditkarte existiert, die vom Kunden gemachten Angaben stimmen und er somit grundsätzlich kreditwürdig ist. Falls die Abbuchung erfolgreich ist, wird die Buchung gleich anschliessend wieder storniert.

Eine verwandte Art solcher Transaktionen ist die vorsorgliche „Reservation“ eines Betrags. Der Anbieter entscheidet bei solchen Transaktionen zu einem späteren Zeitpunkt, ob er sie stornieren oder aber geltend machen möchte.

Gerade zwei solcher Transaktionen in der Höhe von 10 respektive 20 US Dollar entdeckte ich heute Samstag-Morgen zufälligerweise in der Revolut-Kontoübersicht. Sie wurden von meinem Hotel hier in Seattle ausgelöst, und dies um 4:24 Uhr morgens, d.h. ungefähr 12 Stunden nach meinem Check-In:

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Nach einigen Minuten überlegen und einer kurzen Google-Suche fand ich folgenden Forumsbeitrag auf Tripadvisor: I was charged an addition $20?

Der Herr an der Reception bestätigte mir diesen Sachverhalt auf meine Rückfrage und gab als Zweck der Abbuchungen „Incidental“ an. Das heisst, dass wenn ich die Minibar leertrinken, aber den Konsum beim Check-Out nicht anmelden würde, dieser Betrag dem Hotel als hinterlegte Sicherheit dient (ähnlich wie das Mietzinsdepot). Oder aber falls ich das Hotelzimmer in Rockstarallüren komplett vernichten würde.

Sofern nichts dergleichen auftauchen sollte, würde der reservierte Betrag nach dem Aufenthalt vom Hotel wieder freigegeben.

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Dienstag, 20. August 2019

Revolut-Transaktionen als PDF oder Excel exportieren

Ferienzeit heisst bei mir seit Januar 2019 massiver Einsatz von Revolut. Ich hoffe, dass die Abzocker Swisscard & Co. in diesem Sommer zum ersten Mal richtig zu spüren bekommen, dass die Leute nicht mehr gewillt sind, 2.5% Auslandstransaktionskosten zu bezahlen. Winke winke mit dem Zaunpfahl!

Doch wer im Ausland nur noch mit Revolut bezahlt und gleichzeitig eine Buchhaltung pflegt, der weiss, dass man nun noch einen weiteren Zahlungskanal berücksichtigen und erfassen muss.

Bis vor Kurzem war ich der Meinung, dass es keine gescheite Möglichkeit gibt, Revolut-Transaktionen in ein standardisiertes Datenformat zu exportieren. Ein Arbeitskollege überzeugte mich dann erfreulicherweise vom Gegenteil.

Der Export der Transaktionen ist ganz simpel, erfolgt in der App und der Dateitransfer erfolgt per E-Mail oder einer anderen Applikation, die im iOS Sharing-Dialog erscheint.

Nicht nur ist der Export im PDF-Format möglich, sondern auch als Excel — d.h. einer manuellen oder automatisierten Weiterverarbeitung steht nichts im Weg. Und es kommt noch besser: Man kann Start- und Endedatum der Transaktionen monatsweise selektieren.

So gelangt man zum Screen:

  • Revolut starten
  • Home Screen
  • Gewünschtes Konto auswählen
  • Details
  • Statement
  • Dateityp wählen: [PDF | Excel]
  • Start- und Endemonat wählen
  • Get statement anwählen
  • Sharing Button betätigen
  • E-Mail auswählen
  • Empfänger eingeben
  • Senden

Hier die Bildschirmfotos dazu:

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Sonntag, 9. Juni 2019

Meine Sauna-Ausrüstung

Ein Tag nachdem ich diesen Blog-Artikel publiziert hatte, besuchte ich wieder einmal die Sauna. Als ich nach dem letzten Saunagang zu meinem Bademantel zurückkehrte, fehlte das grosse, blaue Leinentuch. Zuerst dachte ich, dass jemand sein Badetuch mit meinem verwechselt und meines fälschlicherweise mitgenommen hatte. Komisch war nur, dass in der ganzen Sauna nirgendwo mehr ein überzähliges blaues Tuch hing. Ich verliess das Bernaqua und hinterliess dann online eine Verlustmeldung. Leider ist das Leinentuch nie mehr aufgetaucht, weshalb ich davon ausgehen muss, dass es jemand gestohlen hat. Die Beweggründe sind mir nicht klar — wer stiehlt ein gebrauchtes, feuchtes Badetuch? Wer hat ein Auge dafür, dass gerade dieses Tuch etwas teurer ist? Ich weiss es nicht. Und: Wenn man es stiehlt, kann man es ja nie mehr in diese Sauna mitnehmen, da die Gefahr besteht, dass der ursprüngliche Besitzer es bei einem Saunagang wiederentdeckt. Jedenfalls achte ich seither darauf, vor Saunagängen meinen Bademantel demonstrativ über mein blaues Tuch und das Necessaire zu hängen. Und wenn ich mich in den Ruheraum verziehe, kommen alle meine Tücher nun immer mit.

Einige Monate später musste ich dann erleben, dass einem älteren Benutzer die Schuhe aus dem Umkleideraum für Abonnenten gestohlen wurden. Mit Flip Flops bekleidet bot sich im kältesten Winter ein andere Gast an, ihn nach Hause zu fahren. Seither schliesse ich wertvolle Schuhe ebenfalls im Spind ein.

Letzten Sommer entdeckten Stephanie und ich die Bernaqua-Aktion „Sommerpass“, die einem über die schwach besuchten Sommermonate für 199 CHF während zwei Monaten all-inclusive-Zugang zum Bernaqua (Erlebnisbad, Fitness, Sauna) erlaubt.

Heuer gibt es die Aktion übrigens auch wieder (verfügbar noch bis zum Starttermin 23. Juni 2019). Der Pass erlaubt dieses Mal sogar den Eintritt in andere Fitness-Center des Unternehmens. Wer also das nötige Kleingeld besitzt, während den Sommermonaten nicht oder nur wenig in die Ferien verreist oder aus anderen Gründen an den Standort Bern gebunden ist: Zuschlagen!

Im November des letzten Jahres entscheid ich mich nach den positiven Erfahrungen aus der Sommeraktion, ein Ganzjahres-Abonnement für den Fitnesspark zu lösen. Dank dem Beitrag meiner Krankenkasse kostet mich ein solches Abonnement „nur“ 900 CHF/Jahr — und da ich mich gleichzeitig für die MIGROS Fitnesscard entschieden habe, kann ich alle Wellness- und Fitnesscenter des Unternehmens in der Schweiz kostenlos besuchen. Ein No-Brainer!

Ich bin ein grosser Fan der gemischten Saunalandschaft im Bernaqua geworden. Was mir aufgefallen ist: Im Winter war ich kein einziges Mal krank und musste der Arbeit fehlbleiben. Ich schreibe dies primär den regelmässigen Saunagängen im Bernaqua zu.

Man sollte aber gewarnt sein: So wenig Volk wie im Juli und August trifft man das restliche Jahr hinüber in der Sauna nie mehr an; in den Wintermonaten wird es regelmässig sehr, sehr eng bei den stündlich stattfindenden Aufgüssen.

Doch was bringe ich jeweils mit in die Saunalandschaft? Hier meine persönliche Liste:

Tasche

Inspiriert durch die Zimmerausstattung im Wellnesshotel Rovanada in Vals habe ich mir letztes Jahr bei Brack mehrere Koziol Taschen XL gekauft. Aus wirklich starrem Plastic erscheinen sie mir perfekt, um den restlichen, nachfolgend aufgeführten Plunder in der Wohnung zu lagern und dann mit einem Handgriff ins Fitnesscenter mitzubringen.

Schuhwerk

Einerseits bringe ich seitjeher Havaianas Flip Flops mit ins Fitnesscenter. Mich hat aber zunehmends gestört, dass man „beim Einstieg“ in die Flip Flops immer so genau zielen muss, damit der Haltebändel zwischen dem grossen und dem nachfolgenden Zeh landet.

Ich habe mir deshalb bei Dosenbach Crocs-Imitate gekauft: HERREN CLOG. Sieht zugegebenermassen scheisse aus, sind aber viel einfacher anzuziehen und angenehm zu tragen.

Bademantel

Fast hätte ich seinerzeit bei Globus im Westside einen überteuerten Markenbademantel gekauft, der mir weder gut gesessen noch vom Stoff her gefallen hat (viel zu schwer, dick).

Glücklicherweise stellte ich den Kauf zurück, wanderte in die benachbarte H&M-Filiale und fand ihn, den perfekten, leichten, sehr stylischen Bademantel: Bademantel in Waffeloptik, Helles Taupe (ZUSAMMENSETZUNG Polyester 50%, Baumwolle 50% ART.- NR.0346942015). Er erinnert mich an einen japanischen Kimono.

Da mein Modell kurze Ärmel aufweist (ich bin mir nicht sicher, ob das oben verlinkte Modell wirklich meinem Bademantel entspricht — ich glaube das oben ist die Langarmversion), habe ich den Bademantel eine Nummer grösser gekauft: L/XL. Schaut meiner Meinung nach perfekt aus; die Ärmel kommen mir fast bis zu den Ellbogen.

Tücher

Erst wenn man die Sauna öfters besucht, merkt man, wie wichtig geeignete Tücher sind.

Ich erwähne diese explizit im Plural, weil ich mittlerweile nur mehr mit zwei Tüchern in die Sauna gehe: Blau (= kalte „Anwendung“; sauber), um mich nach den Duschen/Bädern zu trocknen; Rot/Orange (= heisse „Anwendung“; dreckig), um mich in einer Sauna darauf hinzulegen und meinen Schweiss aufzufangen.

Man könnte sich dafür die seit Jahren im Trend liegenden Hamamtücher leisten (ich habe auch vor langer, langer Zeit über Lieferanten berichtet).

Stattdessen habe ich dem Vernehmen nach saugkräftigere Leinentücher gesucht — und gefunden.

Das Hipster-Produkt von Outlier NYC war mir dafür aber deutlich zu teuer.

Dank Reddit wurde ich auf einen Lieferanten aus Europa aufmerksam: Ich habe mir bei Linenfiesta aus Litauen über Etsy zwei reine Leinentücher im Waffeldesign in den Dimensionen 160 × 100 Zentimeter geleistet (ACHTUNG: Es fallen Zollgebühren an, wenn der Warenwert inklusive Portokosten 5 CHF Mehrwertsteuer übersteigt).

Das blaue Tuch ist mir für das Abtrocknen nach der Dusche doch etwas zu gross (und berührte gelegentlich den Boden), weshalb derzeit gerade ein Tuch in der Dimension 70 × 130 Zentimeter auf dem Weg in die Schweiz ist.

Die Tücher rolle ich nach der Benutzung jeweils zusammen. Von Outlier NYC inspiriert habe ich mir hierzu auf Aliexpress entsprechende „Luggage Straps“ mit Buckle bestellt, die die zusammengerollten Tücher umschliessen und zusammengerollt lassen: THINKTHENDO Adjustable Suitcase Bag Travel Luggage Straps Buckle Baggage Tie Down Belt Lock 4 Color.

Necessaire

Als Necessaire verwende ich ein Werbegeschenk von Victorinox (ein sog. „Amenity Kit“), welches Stephanie vor einiger Zeit auf einem SWISS Business-Langstreckenflug erhalten hat.

Darin kann ich mein iPhone, meine Airpods sowie (in einem Ziploc-Sack) mein kleines Douche verstauen und mit in den Saunabereich nehmen.

Mir gefällt insbesondere das elastische Band mit Druckknopf, mit welchem sich das Etui schliessen lässt und so unterschiedliche Füllmengen zulässt.

Apple Watch

Seit ich die Apple Watch Series 4 besitze, welche wasserfest ist, bringe ich diese auf meine Saunagänge mit.

Ich bin nun mal eine Person, die zwar auf das Körpergefühl hört, aber trotzdem eine immer ähnlich lange Zeit in einer Sauna verbringen möchte. Deshalb kommt die Uhr immer mit und ich verwende sie, um meine — je nach Tagesform — 8 bis 12 Minuten abzusitzen. Weiterer Vorteil: Zusammen mit den über Bluetooth gekoppelten Apple Airpods kann man in der Ruhezone zu selbst ausgewählter beruhigender Musik entspannen (und gelegentlich einschlafen). Falls man einschläft, hilft der Timer der Uhr auch, dass man rechtzeitig vor dem Aufguss aufwacht …

Von den Diskussionen drüben bei vowe geleitet habe ich mir für Wassersport und Sauna das 44 mm Sport Loop, Muschel geleistet. Dieses soll im Vergleich zu den Silikonbändern rascher trocknen (irgendwie steht in den Kommentaren bei vowe zwar das Gegenteil — war wohl spät am Abend, als ich den Blog konsultiert habe?). A propos: Interessante Fragestellung. Ich trage mein Band wie auf dem zweiten Bild; d.h. Schlaufe unten.

Von Metallarmbändern rate ich ab, ausser man steht auf den Geruch von verbranntem Fleisch und potentiellen Brandings … *zwinker*

Und ja, meine Stainless Steel Apple Watch 4 hat bisher noch jeden Saunagang überlebt, ohne je einmal den Hitzealarm anzuzeigen und herunterzufahren.

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Sonntag, 10. März 2019

Beim Lonely Planet Online-Shop sind Revolut-Kreditkarten nicht erwünscht

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Wie bescheuert ist das denn?

We accept payment via PayPal and by the following credit cards: Visa, MasterCard, American Express, Visa Debit and Visa Electron (UK). Sorry, we do not accept Revolut cards, personal checks, cashier’s cheques, money orders or direct deposits.

Quelle: Ordering & Payment

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Sonntag, 13. Januar 2019

Heimische „Ladestation“ für unsere Elektronik

Über die Jahre hat sich bei uns so einiges an portabler Elektronik angesammelt, welche Strom frisst und dementsprechend regelmässig geladen werden muss. Aus diesem Bedürfnis hat sich folgende Ladestation am Eingang zu unserer Wohnküche entwickelt:

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Was erkennt man auf diesem Photo?

  • IKEA KALLAX Regal 202.758.14 (um 90 Grad gedreht). Unterlegt mit Fensterklammer, groß 3er Set, damit das Regal (fast) dieselbe Höhe erreicht wie das leider nicht mehr hergestellte IKEA EXPEDIT (Medienmitteilung vom April 2014), welches links vom KALLAX steht.
  • Nokia Fatboy DT-901 Ladekissen (Amazon) Seinerzeit in einem Blog-Artikel von vowe empfohlen und dann über Ricardo (Verkauf eines riesigen Restbestandes, weiss) respektive Tutti (rotes Kissen) erstanden. Im Kissen selbst liegt ein Nokia DT-900 (Amazon). Damit laden wir unsere zwei iPhone X ohne irgendwelche Kabel mit der Qi-Technologie auf.
  • Nokia DC-50 Ladeplatten (Amazon UK; bei Amazon Deutschland nicht mehr erhältlich) Seinerzeit in einem Blog-Artikel von vowe empfohlen. Insgesamt besitzen wir vier Stück; die zwei gelben für mich, die zwei pinkigen für Stephanie. Genial finde ich, dass sich damit ein iPhone unterwegs kabellos laden kann. Man kann sogar ein Sandwich machen, bei welchem man die Batterie auf ein DT-901 Ladekissen legt, und auf die Batterie das iPhone legt und sich die Geräte „in Serie“ laden lassen. Was mir aber überhaupt nicht gefällt: Die Batterien entladen sich bei mir im Rucksack aus irgendeinem Grund regelmässig selbständig, und ich kann mir nicht erkären, wieso. Damit es bei der Lagerung keine Interferenz gibt, bewahre ich die Batterien mit genügend Abstand in einem IKEA RINNIG Tellerhalter auf.
  • Logitech Base (Amazon) zum Laden eines iPad Pro 9.7inch (2016; Modell A1674) mit Smart Connector. Sehr ästhetische Lösung, leider hat das Dock aber das Problem, dass das iPad hin und wieder nicht lädt. Dann muss ich jeweils das Lightning auf USB-A-Kabel aus- und wieder an das Dock anstecken.
  • EU-2-pol-Verlängerungsstecker mit 4 USB-Anschlüssen (Ali Express) Auf dem Photo am giftgrünen Kabel zu erkennen, welches in das KALLAX-Fach oben rechts führt, wo der Stecker mit 3M-Kleber kopfüber angebracht ist. An den USB-Anschlüssen hängen je zwei Apple Lightning- sowie zwei Micro USB-Kabel. Mit den Lightning-Kabel lädt man Apple Geräte (iPhone, iPad, Apple TV Remote), mit den Micro USB-Anschlüssen Android-Geräte sowie Stephanies Bose Sportkopfhörer sowie ihre Bose QuietComfort QC20 mit Noise Cancelling. Die Kabel führe ich der Wand entlang hoch und arretiere sie mit Plastic-Halterungen vergleichbar zu BlueLounges CableDrop — aber anstelle von 15 CHF für 6 Stück habe ich bei Caldecott auf Ali Express 1.40 CHF für 6 Stück bezahlt.
  • Baseus Qi Charging Case for AirPods (Ali Express) Verschandelt meiner Meinung nach das optimal bemessene, weisse AirPods-Case; d.h. macht es klobig und unhandlich — doch damit lassen sich meine AirPods auch kabellos aufladen, sobald ich das Case auf einen der zwei DT-901 Ladekissen lege. Nichts mehr jeden Abend das Lightning-Kabel reinfummeln.
  • SAMDI Wooden Laptop Stand (auf Ali Express nicht mehr unter dem Link verfügbar, unter welchem ich die zwei Halterungen gekauft habe; Amazon USA hat etwas ähnliches) Das MacBook meiner Frau und mein MacBook stellen wir bei Nichtbenutzung in diese genialen hölzernen Halterungen ab. Der Einschub ist mit einem Gummi geschützt, damit das Holz nicht splittert und die Metalloberfläche des MacBooks nicht zerkratzt wird. Ein MacBook USB-C-Netzteil haben wir fix am Stromanschluss angebracht und können das Kabel dann an das vertikal aufgestellte MacBook anschliessen.
  • JBL OnBeat Micro (Amazon USA) Verwende ich mittlerweile weder, um mein iPhone X noch um meine AirPods zu laden. War aber seinerzeit das Ladegerät, welches es auf meinen Nachttisch geschafft hat.

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