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Mittwoch, 2. Oktober 2019

Alternative zu Kirin Milk Tea

Update vom 18. November 2019: Kirin Milk Tea findet man im Yumi Hana in Zürich.

Während meiner Odyssee während meines Aufenthalts in Japan während des Taifuns Faxai habe ich mir am Flughafen Haneda nach der Ankunft mit dem Limousine Bus am Internationalen Terminal an einem Getränkeautomaten eine Flasche Kirin Milk Tea gegönnt:

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Ein köstliches Gesöff! Sozusagen Bubble Tea („Boba“) ohne die Tapioka-Kügelchen. Auf Grund des Zuckergehalts sollte man das Getränk aber nur gelegentlich zu sich nehmen …

Nach dieser Degustation fragte ich mich, ob das Getränk auch hierzulande käuflich zu erwerben ist. Ich fand unter anderem rasch heraus, dass das Getränk auch in einer grösseren Flasche mit einem Volumen von 500ml erhältlich ist:

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Quelle: Takasaki

Nachfolgend das Resultat meiner Recherche.

In der Schweiz

In der Schweiz habe ich bisher noch keinen physischen Asienmarkt besucht, der das Getränk im Angebot führt.

Update vom 18. November 2019: Kirin Milk Tea findet man im Yumi Hana in Zürich.

Einzig Sushiman in Lausanne führt das Getränk auf seiner Web-Site auf. Auf Anfrage, von wem die Betreiber des Sushi-Ladens den Milk Tea beziehen, wurde ich auf Uchitomi verwiesen, welche Läden in Genf und Lausanne betreiben. Leider führt dieser Importeur das Getränk nicht auf seiner Web-Site auf und bietet abgesehen auch explizit keine Heimlieferung an. Für den gesuchten Milk Tea auf gut Glück bis nach Lausanne zu reisen ist für mich wiederum zu viel Aufwand.

In Nordkalifornien

Da ich die letzten Tage in Nordkalifornien geweilt habe, habe ich die dortigen Läden nach dem Getränk (respektive Alternativen) durchsucht.

Fündig wurde ich schlussendlich im Marina Food Market resp. umgangssprachlich Marina Foods in Cupertino, welche eine Version des Kirin Milk Teas im Angebot haben.

Im Marukai Market, ebenfalls in Cupertino, fand ich zudem noch zwei Alternativen: Ito En Black Milk Tea in der PET-Flasche sowie ucc Milk Tea in der Aludose (ucc könnte Leuten aus Bern ein Begriff sein; die japanische Firma besitzt in der Nähe des Bahnhofs Zollikofen eine Kaffeerösterei (Zeitungsartikel zur Übernahme von Merkur Kaffee durch Ueshima Coffee Company von 2014)).

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In Seattle

Neben dem Ito En Black Milk Tea fand ich im Daiso im Westlake Center in Seattle auch noch den Sangaria Royal Milk Tea, der mich aber nicht aus den Socken gehauen hat.

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Tests

Todd Brennan hat vor sechs Jahren einige Milk Teas getestet.

Nachtrag

Offenbar wurde der Import von Kirin Milk Tea in die USA zeitweilig verboten, weil in der aus China verwendeten Milch Melanin-Spuren entdeckt wurden (wer sich erinnern kann: dies führte unter anderem zu einem Run auf Schweizerisches Milchpulver)

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Montag, 16. September 2019

Mein Name im NATO-Alphabet

Nachdem letzte Woche der Taifun Faxai zwischen Tokyo und Narita auf das japanische Festland getroffen war und in den frühen Morgenstunden von Sonntag auf Montag wütete, bekam ich das etwas verzögert auch zu spüren:

Am Montag-Nachmittag war es unmöglich, mit öffentlichen Verkehrsmitteln (d.h. Zug und Bus) aus der Innenstadt zum Flughafen zu gelangen. Absolut nichts ging mehr am Hauptbahnhof in Tokyo (auf japanisch: Tōkyō-eki) — der Narita Express fuhr nicht, die Busse von JR Bus Kanto nach Narita standen nicht am Bus-Terminal, ein Aushang beim Tekko-Gebäude wies Kunden von Limousine Bus an, dass ab frühestens 21 Uhr wieder mit Busfahrten nach Narita zu rechnen war und bei der Bushaltestelle der mit 1000 Yen konkurrenzlos günstigen Keisei-Linie übersetzte ein freundlicher Sararīman die auf japanisch vorgetragene Stellungnahme eines Keisei-Mitarbeiters für die ratlosen Touristen auf Englisch (kurz: Der Busbetrieb ist bis auf Weiteres gestoppt).

Als ich realisierte, dass kein Durchkommen nach Narita möglich war, nahm ich mit Etihad Kontakt auf und versuchte, meinen Flug umzubuchen (Etihad betreibt eine lokale Rufnummer in Japan: +81 3 3298 4719). Dabei stellte sich wieder einmal das Problem, auf Englisch über eine qualitativ schlechte Sprachverbindung sowohl die Referenznummer meines Fluges wie auch meinen Namen zu übermitteln.

Ich verwendete dazu meine „persönliche“ Interpretation des sog. NATO-Alphabets. Die Gegenseite verstand es.

Damit ich meinen Namen in Zukunft ordnungsgemäss buchstabieren kann, hier der Spickzettel:

  • M — Mike
  • A — Alfa
  • R — Romeo
  • I — India
  • O — Oscar

… sowie …

  • A — Alfa
  • E — Echo
  • B — Bravo
  • Y — Yankee

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Montag, 8. Januar 2018

Die drei iPhone X-Modelle

Da ich mir in einem leichtsinnigen Moment kurzzeitig überlegt habe, auf meiner USA-Reise im Mai 2018 ein iPhone X zu kaufen, habe ich mich schlau gemacht, ob das in den USA verkaufte Modell grundsätzlich mit europäischen Funknetzen kompatibel ist.

Antwort: Ja, ist es.

Vom iPhone X gibt es Sicht der verbauten Mobilfunkhardware (Modem-Chip, sowie evtl. auch Antennendesign) insgesamt drei Modelle (diese wiederum gibt es dann mit unterschiedlichen Part Numbers, welche a) Farbe und b) Speicherplatz differenzieren):

Modell Regionen Mobilfunktechnologie Sonstiges
A1865 Global GSM & CDMA
A1901 USA, Europa, Asien GSM
A1902 Japan GSM (plus die japan-spezifischen LTE-Bänder 11, 21 und 44) Kamerageräusch kann nicht deaktiviert werden

Quelle: Differences Between iPhone X Models (A1865, A1901, A1902)

Beim iPhone X hat es Apple geschafft, die Zahl der Modelle auf drei Stück einzudampfen, was die Produktion vereinfacht. Vielleicht wird es Apple dereinst sogar hinkriegen, nur noch zwei Modelle herstellen zu müssen: Ein GSM- und ein CDMA-Telefon.

Zwei der drei verfügbaren Modelle können sowohl in den USA als auch in Europa verwendet werden. Wer mit dem Gedanken spielt, sein iPhone jemals in einem Land mit CDMA-Netzwerken einzusetzen (bspw. mit Verizon in den USA), kauft sich in den USA das A1865 (ohne SIM-Lock). Alle anderen sollten mit der reinen GSM-Version glücklich werden (A1901).

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Samstag, 3. Januar 2015

Markus Somm und die kalifornische Initiative gegen japanische Einwanderer

Auf Flugreisen erhalte ich immer viel, viel Zeit, um auf Instapaper hinterlegte Artikel zu lesen. Während dem Rückflug aus den Weihnachtsferien hatte ich so Gelegenheit, mir das Geschreibsel des nationalkonservativen Markus Somm mit dem Titel Die Schweiz im Ausnahmezustand zu Gemüte zu führen.

Dabei fiel mir unter anderem folgende Aussage auf:

Als Kalifornien nach schweizerischem Vorbild vor dem Ersten Weltkrieg die direkte Demokratie ­einführte, richtete sich eine der frühen Volks­initiativen gegen chinesische und japanische Immigranten. Man nahm die Initiative an.

Spannend! Da ich seit einigen Jahren über Stephanie einen persönlichen Bezug zu Kalifornien, asiatischen Einwanderern und ABCs habe, nahm mich diese Episode besonders wunder.

Obwohl Somm äusserst unscharf schreibt und so nicht wirklich nachvollziehbar ist, auf welche Initiative er genau verweist, gehe ich nach einigen Recherchen davon aus, dass er sich auf das California Alien Land Law of 1913 bezieht:

The California Alien Land Law of 1913 (also known as the Webb-Haney Act) prohibited „aliens ineligible for citizenship“ from owning agricultural land or possessing long-term leases over it, but permitted leases lasting up to three years. It affected the Chinese, Indian, Japanese, and Korean immigrant farmers in California. Implicitly, the law was primarily directed at the Japanese. […] The law was meant to discourage immigration, primarily of Japanese immigrants, and to create an inhospitable climate for immigrants already living in California.

Quelle: California Alien Land Law of 1913

1920 wurde das Gesetz auf Grund des Resultats einer Volksinitative verschärft, weil es die japanische Einwanderung nicht stoppen konnte:

The 1920 Alien Land Law was passed in reaction to the intensification of anti-Japanese sentiment, and to the fact that the 1913 Alien Land Law was doing little to stem Japanese immigration to California.

Quelle: California Alien Land Law of 1913

Ich bin kein Verfassungsrechtler, aber ich glaube dass die Lex Koller das schweizerische Pendant zu diesem Gesetz ist — es aber nicht auf eine bestimmte Ausländergruppe abzielt. Der Gesetzgeber in Kalifornien hingegen formulierte den Gesetzestext aber so aus, dass europäische Einwanderer nicht von ihm betroffen waren:

The laws are widely held to have been discriminatory measures specifically targeting the Japanese, spurred by fears about the increasing number of Japanese immigrants settling in California. The choice to apply the laws only to those aliens ineligible for citizenship rather than to all aliens meant that European aliens would not be affected. Because of this, the bill was decidedly directed at Asians and specifically at the Japanese, who had become a strong presence in the agricultural labor market as well as in the control of farms. The Alien Land Laws were part of a larger trend of attempted discrimination against the Japanese through policy in California during the early 20th century.

Quelle: California Alien Land Law of 1913

Ein wichtiges Faktum, welches uns Somm — in typisch nationalkonservativem Thesenjournalismus — verschweigt:

The Alien Land Laws were invalidated in 1952 by the Supreme Court of California as a violation of the equal protection clause of the 14th Amendment to the United States Constitution […]

Quelle: California Alien Land Law of 1913

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Freitag, 6. Januar 2012

Die Amis können mit unserer Sauna-Kultur nichts anfangen

Als wir uns gestern mit Kollegen meiner Freundin bei Vip Oriental in Santa Clara CA zu ein paar Gläschen Joghurt-Soju trafen, lenkte meine Freundin das Gespräch auf die Sauna-Kultur in Europa. Für alle Anwesenden — notabene asiatischer Abstammung — war es eine unerträgliche Vorstellung, sich komplett nackt in eine gemischte Sauna zu setzen. Ich stand auf verlorenem Posten, die Anwesenden davon zu überzeugen, dass Splitternacktheit vor Fremden nicht den Weltuntergang bedeuten muss …

Dieses Phänomen scheint weitherum bekannt zu sein:

Walk into a London sauna and you’re likely to encounter a mixture of sauna cultures: stark-naked Scandinavians, towel-clad Brits and Americans snugly packed in their Speedos.

Quelle: How Saunas Work

Zumindest die Japaner praktizieren Nacktbaden seit Jahrhunderten — erst die Ankunft der prüden Europäer (!) bewog die Bewohner des Landes der aufgehenden Sonne, ihre öffentlichen Bäder nach Geschlechtern zu trennen.

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Samstag, 12. März 2011

Was das Problem in Fukushima ist

I’m guessing the US Navy delivered a load of sodium polyborate from some nuclear aircraft carrier reactor supply room in the Pacific Fleet. Its use indicates that the nuclear threat is even worse than presently being portrayed in the news.  Tokyo Electric Power Company has probably given-up any hope of keeping those cooling pumps on after the batteries fail.

Quelle: I, Cringely » Blog Archive » Flea powder may be saving lives in Japan – Cringely on technology

Spannender Hintergrundbericht über die möglichen technischen Probleme in Fukushima: Anscheinend haben die Dieselgeneratoren versagt (Wasserschaden?), weshalb das Kühlsystem nur noch mit Batterien am Leben gehalten werden kann. Und deren Leistung reichte für ungefähr acht Stunden …

Doch für Japans Bevölkerung kommt es noch schlimmer:

An earthquake with such loss of life is bad enough, but Japan has also just lost 20 percent of its electric generating capacity. And I’ll go out on a limb here and predict that none of those 11 reactors will re-enter service again, they’ve been so compromised.

Nebenbei: Wie werden nun die neuen Shinkansen-Züge angetrieben?

Nachtrag

Cringelys Vermutungen finden sich auch in wissenschaftlicher(er) Form in einem Artikel auf der Web-Site der besorgten Wissenschaftler („concerned scientists“) wieder.

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Donnerstag, 13. Mai 2010

Bringen Chinas Dollarreserven doch nichts?

China based economist Michael Pettis says that only twice before in history have nations built up foreign exchange reserves similar in size (as a proportion of global GDP) to China’s current hoard. Those two lucky countries were the US in the late 1920s (despite Britain’s attempts to stop the US accumulating gold) and Japan in the late 1980s.

Quelle: China: Looking for past parallels and bringing forward resource demand

Man muss nicht Wirtschaftsgeschichte studiert haben, um die wirtschaftliche Entwicklung der Länder während den genannten Jahrzehnten zu deuten …

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Freitag, 7. Mai 2010

Eine kurze Geschichte der Handelsüberschüsse

Wie immer vielleicht etwas simplifizierend, aber im Kern korrekt:

Let’s begin by going back to the 1920s. Back then, the USA was the industrial powerhouse of the world and its number one exporter. In those boom years, America had the largest trade SURPLUS on the planet. At the time, trade balances were settled in gold. So, the US built up the world’s largest reserves – in gold. It still has them. […]

In the 1980s, Japan had the biggest trade surplus in the world. You remember Japan, Inc? It was such an export success story that people worried that the Japanese would take over the world. But in 1989, Japan, Inc. peaked out. Its stocks have been going down ever since – 20 years already.

Now, it’s China’s turn. China has the world’s largest trade surplus and its largest pile of reserves. (Unfortunately for China, after 1971, treasuries switched to using paper dollars for reserves. So China has one enormous pile of paper…not gold.)

Quelle: Volatility in the Police State

Die Frage ist nun doch: Wer kommt nach China? Kann überhaupt noch jemand nachfolgen, oder bricht das ganze Kartenhaus zusammen, wenn uns das Öl auszugehen droht?

Dank des Handelsüberschusses wäre immerhin der WC-Papier-Nachschub Chinas über Jahrzehnte gedeckt. Ob die USA mit ihren Gold-Reserven wirklech glücklich (und zu ihrer alten Stärke zurückfinden) würden, ist hingegen eine völlige andere, unbeantwortbare Frage. Wir werden sehen.

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Donnerstag, 29. Oktober 2009

Mehr japanische Tugenden für schweizerische Putzjobs

In Japan, even ordinary jobs such as cleaning and cooking are filled with this craftman’s spirit. It is is common sense in Japan.

Quelle: iA » Kenya Hara On Japanese Aesthetics

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Sonntag, 16. August 2009

Barbarische Westler

»Vom Westen lernen« bedeutete naturgemäß den forcierten Ausbau der Bildungsinstitutionen. Anfänge waren schon in der Tokugawa-Periode gemacht worden: Ein »Büro für die Übersetzung von Büchern der barbarischen Nationen« war etabliert, erste, auch private Universitäten waren gegründet worden. Diese Anstrengungen wurden nach der Restauration vermehrt fortgesetzt.

Quelle: Buchheim: „Industrielle Revolutionen“, München 1994, S. 123.

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