Posts Tagged ‘USA’

Freitag, 30. März 2018

Wenn US-Amerikanerinnen (insbesondere Kalifornierinnen) so komisch sprechen …

Meine Frau legt diese Sprechweise zum Glück nicht zu Tage, aber bei einigen ihrer Kolleginnen und bei flüchtigen Bekanntschaften auf unseren Kalifornien-Reisen ist es mir bereits unzählige Male aufgefallen: Dieses ganz-hinten-im-Rachen-sprechen, die Angehörige des weiblichen Geschlechts an den Tag legen. Und einem immer wieder auffällt, sobald man sich einmal darauf geachtet hat.

Bis vor einigen Tagen war ich der Meinung, dass dieses Phänomen bisher nur mir aufgefallen ist und es keinen Namen dafür gibt.

Falsch gedacht! Als Kollege Schaad und seine Catherine kürzlich bei uns auf ein Raclette vorbeikamen, fiel die Konversation irgendwann einmal auf die Kardashians. Und bei diesem Thema erwähnte Raphael den Begriff „Vocal Fry“, der diese froschartige Sprechweise bezeichnet.

Ein Zeitgenosse, der sich wohl wie ich derart ab den Kardashians aufregt, hat dazu auch gleich ein sehr illustratives Video auf YouTube aufgeschaltet, das man kaum in voller Länge schauen sollte, wenn man Wert auf seine geistige Gesundheit legt:

Nachtrag

Naomi Wolf redet ihren Geschlechtergenossinnen in einem Meinungsstück mit dem Titel Young women, give up the vocal fry and reclaim your strong female voice ins Gewissen.

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Sonntag, 25. Februar 2018

Wie die NRA in den USA bis heute ein effizientes, digitales Waffenregister verhindert

Erschütterndes Video: Die Verkaufsformulare von Waffenhändlern werden zwar digitalisiert, dürfen aber keine Texterkennung (OCR) durchlaufen — weshalb sie als JPEG abgelegt werden. Bei Anfragen von Strafverfolgungsbehörden (die teilweise ebenfalls unglaublich schludrig daherkommen können) müssen Mitarbeiter des National Tracing Centers dann am Bildschirm Formular für Formular durchgehen, bis sie das Richtige gefunden haben.

Guns Found Here from MEL Films on Vimeo.

In diesem Zusammenhang auch ein spannender Artikel einer US-Amerikanerin, die seit längerem in der Schweiz lebt:

„[…] the Swiss view gun possession as a patriotic duty and important component of national security. […] Two-thirds of American gun owners cite personal protection as their primary reason for obtaining a firearm even though they are actually less likely to perceive gun crime as a serious problem. Tellingly, most gun owners in the US cite gun ownership as intrinsic to their sense of personal freedom, whereas the Swiss perceive gun possession as intrinsic to their sense of national freedom. To put it another way, the Swiss have guns because they trust their government, and Americans have guns because they don’t.“

Quelle:

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Dienstag, 9. Januar 2018

Praxisbeispiel Fahrzeugkategorien US-amerikanischer Mietwagen auf billiger-mietwagen.de

Die Planungen für den diesjährigen Ausflug in die USA laufen gerade auf Hochtouren.

Die von Swiss in den letzten zwei Jahren jeweils im Januar durchgeführte Aktion von Nordamerika-Flügen kam dieses Jahr etwas früher. Das spielte keine Rolle, hatte ich doch den Newsletter abonniert, die automatische Verschiebung in den Unterordner „Unpersönliche Mails“ temporär deaktiviert und war dementsprechend sofort bereit zuzuschlagen, als die Meldung in meiner INBOX ankam.

Das erste Mal in meinem Leben werde ich heuer zum Start der Reise nach San Diego fliegen (4. Mai um 18:15 Uhr, mit Edelweiss — der eindeutig letzte Nordamerikaflug des Tages und gleich auch der späteste Kalifornienflug, der meines Wissens ZRH je verlassen hat), zurück geht es wie üblich mit LX39 von SFO. Ersparnis dank meiner Geduld, nicht über Weihnachten und nicht vor Neujahr zu buchen: Anstelle 2241 CHF für zwei Personen kam man Mitte letzter Woche kurzfristig für 1618 CHF an die Tickets (fast, jedenfalls; ich musste den Abflug von Samstag auf Freitag an Pfingsten schieben, sonst wäre der Gspass noch ca. 150 CHF teurer gewesen — aber ich werde es überleben). Kalifornienflüge (direkt, ohne Umsteigen) in einer europäischen Qualitätsairline für 809 CHF sind ein Schnäppchen.

Natürlich braucht es in Kalifornien (resp. dieses Mal in Nevada, Utah und Arizona) wieder einen Mietwagen. Diese miete ich immer über billiger-mietwagen.de, mit jedem möglichen Versicherungsschnickschnack, d.h.:

  • ohne Selbstbeteiligung / Erstattung d. Selbstbeteiligung
  • Glas-/Reifenschutz
  • Unterbodenschutz
  • Haftpflicht min. 1 Mio. USD

In diesen Belangen bin ich im Land der unbegrenzten Möglichkeiten, der Massenklagen und horrenden Schadenersatzzahlungen richtig paranoid.

Als Erinnerung notiere ich mir hier Mal für alle Ewigkeit, was Meetingpoint (Alamo-Reseller) unter Luxusklasse-Auto „wie Hyundai Azera“ (oder Audi A6, BMW 5er und Mercedes-Benz E200) versteht:

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Die Kollegen aus dem deutschen Sprachraum, die auf deutsche Karrossen stehen, seien vorgewarnt: Aus Erfahrung sieht man von diesen Geschossen in Amerika leider nichts (nur einmal habe ich es in SJC mit viel Hartnäckigkeit geschafft, dass man mir einen Audi kostenlos ausgehändigt hat). Deshalb bitte nicht auf das Lockvogelangebot reinfallen.

Mit der Buchung gibt es noch ein anderes Problem: Von Luxusklasse kann nicht die Rede sein. Auf dem tatsächlichen Mietwagenvoucher liest man als Anweisung an Alamo mir P4 auszuhändigen, was soviel wie „Premium“ bedeutet (dasselbe auf Deutsch) und nicht Luxus. Oder als SIPP ausgedrückt: PDAR. Das sieht dann so aus:

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Luxusklasse ist das aber nicht, denn das wäre L4 Luxury resp. als SIPP ausgedrückt: LDAR:

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Eine Aufschlüsselung der SIPP-Codes auf effektive Fahrzeuge findet sich Übersicht Mietwagenklassen mit Fahrzeugen, wird nun aber veraltet sein, da bereits dreijährig.

Doch was wird uns im Mai 2018 nun effektiv erwarten? Höchstwahrscheinlich ein Chevrolet Impala 2017 (wenn wir Glück haben die 2018er Version), wie letztes Jahr über Ostern. Die Theorie Luxusklasse sieht in Realität folgendermassen aus:

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Wieso ich kein kleineres Fahrzeug will? Einerseits sind wir dieses Mal zu dritt unterwegs, andererseits passen in den Kofferraum zwei Samsonite Aeris Spinner (Höhe 75 Zentimeter) nebeneinander mit rein. Der günstigste Diebstahlschutz, den man sich ausdenken kann.

Nachtrag

Soeben bin ich aus dem ersten USA-Urlaub in diesem Jahr zurückgekehrt. Gefahren sind wir:

  • Las Vegas: Chrysler 300. (Wikipedia) Mietwagenklasse PXAR anstelle von PDAR. Das Fahrzeug hat mir sehr gut gefallen, insbesondere die Sicht, die Rückfahrkamera, die Position des Armaturenbretts, der Allrad-Antrieb (AWD), die Beschleunigung (zum Überholen entlang den einspurigen Hauptstrassen im Rundkreis Las Vegas, Zion National Park, Antelope Canyon, Monument Valley, Grand Canyon) sowie Apple CarPlay — einziger Kritikpunkt: In den Kofferraum passen im Gegensatz zum Chevrolet Impala keine zwei Samsonite Aeris Spinner rein, weshalb ein Koffer auf dem Rücksitz mitfahren musste. Unglücklich.
  • San Francisco: Chevrolet Impala. (Wie vermutet) Da ich in diesen Ferien den direkten Vergleich mit dem Chrysler 300 hatte, finde ich das Fahrzeug nicht mehr sooo toll wie bei der ersten Miete über Ostern 2017. Gestört haben: Die schwierige Sicht rund um das Auto herum, weshalb die fehlende Rückfahrkamera und fehlende Parksensoren schwerer ins Gewicht fallen (wie auch im Artikel Rental car review: Chevy Impala (a.k.a. GM just can’t help itself) bemängelt, den ich gefunden habe, als ich mit Google abklären wollte, ob in dem Fahrzeug wirklich keine Kamera verbaut ist) und das Armaturenbrett, welches weniger gut angeordnet ist als im Chrysler 300.

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Montag, 8. Januar 2018

Die drei iPhone X-Modelle

Da ich mir in einem leichtsinnigen Moment kurzzeitig überlegt habe, auf meiner USA-Reise im Mai 2018 ein iPhone X zu kaufen, habe ich mich schlau gemacht, ob das in den USA verkaufte Modell grundsätzlich mit europäischen Funknetzen kompatibel ist.

Antwort: Ja, ist es.

Vom iPhone X gibt es Sicht der verbauten Mobilfunkhardware (Modem-Chip, sowie evtl. auch Antennendesign) insgesamt drei Modelle (diese wiederum gibt es dann mit unterschiedlichen Part Numbers, welche a) Farbe und b) Speicherplatz differenzieren):

Modell Regionen Mobilfunktechnologie Sonstiges
A1865 Global GSM & CDMA
A1901 USA, Europa, Asien GSM
A1902 Japan GSM (plus die japan-spezifischen LTE-Bänder 11, 21 und 44) Kamerageräusch kann nicht deaktiviert werden

Quelle: Differences Between iPhone X Models (A1865, A1901, A1902)

Beim iPhone X hat es Apple geschafft, die Zahl der Modelle auf drei Stück einzudampfen, was die Produktion vereinfacht. Vielleicht wird es Apple dereinst sogar hinkriegen, nur noch zwei Modelle herstellen zu müssen: Ein GSM- und ein CDMA-Telefon.

Zwei der drei verfügbaren Modelle können sowohl in den USA als auch in Europa verwendet werden. Wer mit dem Gedanken spielt, sein iPhone jemals in einem Land mit CDMA-Netzwerken einzusetzen (bspw. mit Verizon in den USA), kauft sich in den USA das A1865 (ohne SIM-Lock). Alle anderen sollten mit der reinen GSM-Version glücklich werden (A1901).

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Freitag, 7. April 2017

Wie Kalifornien zukünftig den Unterhalt seiner Strassen finanziert

Der Unterhalt der Strassen und Autobahnen im US-Bundesstaat Kalifornien wird über die nächsten 10 Jahre mindestens 50 Milliarden US-Dollar kosten.

Um diesen Betrag stemmen zu können, werden neue Steuern eingeführt und bestehende Steuern erhöht, wie das Parlament gestern in Sacramento beschlossen hat.

Zum Beispiel wird die bestehende Treibstoffsteuer angehoben — eine Steuer, wie wir sie auch hierzulande kennen. Die Abgaben steigen um 12 (Benzin) respektive um 20 US-Cents (Diesel).

Aber Achtung: Das versteht sich nicht pro Liter, sondern pro Gallone (3.785 Liter).

Und über eine zusätzliche Autosteuer, die zur bestehenden jährlich eingeforderten „Vehicle Registration Fee“ erhoben wird: Basierend auf dem Wert des Fahrzeugs wird eine (progressiv ansteigende) Gebühr zwischen $25 und $175 eingezogen (der Sozialdemokrat in mir jubiliert).

Erst 2020 kommt dann eine „Tesla-Steuer“ von $100 pro Jahr. Da diese Autos ja keine fossilen Treibstoffe schlucken, sind die Fahrzeughalter von der Benzinabgabe nicht betroffen. Da sie die Strasseninfrastruktur dennoch benützen, sollen sich die Emissionslosen auf diesem Weg auch an den anfallenden Unterhaltskosten beteiligen.

Die Erhöhung der Benzinabgaben wird zu einem grossen Geschenk des Staats Kalifornien an Elon Musk und sein Unternehmen — Elektrofahrzeuge werden so noch interessanter für die Leute dort (wenn sie sich denn solche Autos leisten können). Gedämpft wird die Freude durch die Abgabe von $100 für reine Elektrofahrzeuge sowie die Steuer auf den Wert des Fahrzeugs — denn das Statussymbol Tesla kommt mit einem entsprechenden Preisschild.

Schlussendlich hat der Gesetzgeber sichergestellt, dass das eingesammelte Geld nicht zweckentfremdet werden darf — bspw. um die (ungedeckten) Pensionskassen der Beamten zu sanieren.

Fazit: Ein schöner Mix aus verbrauchsabhängigen Abgaben (wer mehr fährt und die Infrastruktur mehr beansprucht, bezahlt mehr) und sozialer Abfederung (wer teure Autos fährt kann auch mehr einzahlen).

Der im Bundesstaat leider viel zu stark vernachlässigte öffentliche Verkehr profitiert nur zu weniger als 20 Prozent vom Geldsegen. Dabei würde sich Kalifornien mit seinen Metropolen optimal für die Erschliessung mit einem Schnellzugsystem eignen.

The deal would raise the following revenues:

  • a 12-cent gasoline excise tax increase, effective November 2017
  • a 20-cent diesel excise tax increase, effective November 2017
  • a four percent diesel sales tax increase, effective November 2017
  • a „transportation improvement fee,“ similar to the vehicle registration fee that owners already pay the DMV each year, which will assessed at a progressive rate that ranges from $25 to $175 per year based on each vehicle’s value, effective January 2018
  • a $100/year zero emission vehicle fee, effective July 2020

And here’s a breakdown of where the revenues would go. All dollar totals listed below are annual averages across the first 10 years of the deal, although the available funds will be smallest in the first year (fiscal year 2018-19) and grow each year over time.

  • $1.5 billion for local road repairs
  • $1.5 billion in state highway repairs
  • $750 million for local public transit projects
  • $400 million in bridge and culvert repairs
  • $300 million to improve trade corridors
  • $250 million to reduce congestion on major commute corridors
  • $200 million in matching funds for „self-help“ communities that have raised their own revenues for local transportation projects, such as through a city or county sales tax increase
  • $100 million for infrastructure improvements that promote walking and bicycling

The deal also includes a constitutional amendment that the Legislature would place on the June 2018 ballot. It would prohibit spending the new revenues on anything but transportation.

Quelle: Live Blog: Calif. Legislature Passes Transportation Funding Bill

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Mittwoch, 1. März 2017

Sicherheitsvorkehrungen vor der Einreise in die USA

Hier zuerst einmal als Erinnerung für meinen nächsten Besuch Ende August 2017:

Ganz wichtig scheint folgendes Formular zu sein:

One thing Greenberg misses is the necessity of completing a US Customs and Immigration Service Form G-28 before you cross the border. This form authorizes an attorney to visit you if you are detained at the border, but it has to be completed and signed in advance of your crossing. It also should be printed on green paper. The current version of the form expires in 2018, so you can complete it now, file it with your attorney or friend, and leave it until next year.

… dann füll ich dieses Formular doch gleich mal aus und lagere es bei meiner Anwaltskanzlei meines Vertrauens: Huggler & Zgraggen in Bern.

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Mittwoch, 11. Januar 2017

Die Antwort eines US-Veteranen auf die „Bubble“-Theorie

Heute morgen machte auf Facebook ein Artikel zu einer Tweet-Serie eines US-Veteranen die Runde. Ich las die ersten paar Tweets, fand es dann aber zu dämlich, den in Kleinstteile aufgespaltenen Erguss zu Ende zu lesen.

Leute, wenn ihr viel zu sagen habt, verfasst einen Blog-Artikel, himmelheiland!

Der geistigen Gesundheit meiner Mitmenschen wegen habe ich den ganzen Text zu einem grossen Ganzen zusammenkopiert:

I need to rant because I’m fucking tired of this „bubble“ thing. I doubt many folks are gonna read this because it’s 3 am, but The first thing you should know about me is that I grew up in white poverty in Central Texas. My father is a lifelong car mechanic my mother has worked minimum wage jobs all her life, and my stepfather was junior enlisted in the Army. None of them have a college degree. None of them really stressed the importance of education to me, either. We were dirt poor. We lived in trailer parks all over Central Texas and were on welfare. I have been around „blue collar“ folks my whole life. Hell, „blue collar“ is a step up from my childhood experience. My family is poor and white and uneducated. Prime Trump audience. And I’m here to tell you that these folks–my people–don’t need your condescending conservative asses speaking for our „values“ because the truth is that 1) you don’t give a fuck about us and 2) we are not worthy of romanticizing. I am sick and fucking tired of impoverished white Americans being used as a political cudgel by rich Republicans against blacks against women, against Muslims, against Jews and LGBTQ folks and everyone else Republican politicians point to and say „See that? They’re to blame for your struggle. You’re hurting because of them.“ And the rhetorical device most often used for this is „the bubble“ and every buzzword that goes with it: Hollywood, elitist, liberal, communist, professor, etc. etc. fucking etc. Republicans have gotten a shit ton of mileage from impoverished and „blue collar“ white folks by claiming the people in power live in some „bubble“ in Washington and are „out of touch“ with real Americans. Tonight, @MeghanMcCain, the daughter of a U.S. senator someone who has enjoyed extraordinary privilege in her life took it upon herself to claim that, somehow, Meryl Streep’s speech is propagating some bullshit Hollywood-East Coast liberal „bubble“ and that „real Americans“ (she implied) this would vote for Trump as a backlash against elitism. Never-fucking-mind that Trump has gold-plated fixtures in every mansion he owns or that he got his start from his daddy’s seed money or that he wouldn’t piss on a poor white person if they were burning alive. Never mind all that because we’re supposed to believe that Donald fucking Trump is „one of the regular folks“. That he understands them. And you know what? They’re right. Trump understands these people because he knows they’re fucking morons. Yes, morons. These hicks and rednecks and „oh gawd, I’m just a good ole boy“ dumb-fucking morons who couldn’t differentiate between their ass and a hole in the ground who are so willfully fucking stupid that it’s a ceaseless wonder they manage to remind themselves to breathe. Trump knows these people. He knows that he can say and do and promise whatever the fuck he wants as long as he validates their insecurities and gives them a leader of „strength“ to follow, which means posturing like some silver-back gorilla at every perceived slight. He is the canvass upon which they project all their insecurities. These fucking morons who are afraid of blacks and empowered women and Latinos and receive welfare and Medicaid even while they rant against „government handouts“. And you, @MeghanMcCain, and all your conservative friends want us to believe that the „bubble“ is liberals on both coasts, not these white Americans who insulate themselves into an enormous social echo chamber, repeating the same stupid „facts“ and fears and conspiracy theories to each other and are buying into Trump only because he validates their racism, sexism, homophobia, xenophobia, and all the rest of it. You want us you, @MeghanMcCain, privileged white daughter of a U.S. senator who used her daddy’s connections to get this far ahead, want us to „step outside the bubble“ and enable this vicious hatred against our black friends, our Muslim and Jewish friends, our LGBTQ friends ..and all the women in our lives who, at this very moment, are scrambling to get IUDs because they may lose their right to privacy you want us to not act so „elitist“ and validate this bullshit? Well, I’ll you this much: there is no romance or gravitas to these people. You know what you call a bigoted moronic white person in a blue collar job? You call them a fucking bigoted moron. Because they are. And speaking as someone who is from this background–among the impoverished whites of Central Texas–you sure as hell don’t placate their violent hatred and give them any more encouragement to be hateful and violent. I seriously need to ask you this Do you have no honor, @MeghanMcCain? No integrity? Have you lost your fucking mind? Because from where I’m standing, you’re either pandering to these hateful white assholes to gain political clout–and god forbid Twitter RTs–or you really do believe all this shit. If it’s the former, you’re a fucking disgusting person for exploiting this hatred for your own gain. If it’s the latter, you’re a fucking disgusting person for perpetuating this bullshit fallacy: using hatred–vicious, deadly hatred–under the claim that liberals–not education, not the 1%, not the criminal behavior of the Republican Party–but LIBERALS are to blame for poor white misery. There are white Americans who have never known a life other than living paycheck-to-paycheck. They don’t have any friends of color. They believe women belong in the home. They think Islam is evil. They think Jews killed Jesus and will burn in hell. And you, @MeghanMcCain claim that I–a liberal on the East Coast who grew up a poor white kid in Central Texas–live in a bubble now and didn’t back then?Shame on you, @MeghanMcCain, and every Republican and journalist and pundit who makes the absurd fucking claim that the problem isn’t the guy in the White House enabling white supremacism, who pledged to have a Muslim registry, who encourages violence but that liberals aren’t being nice enough to vicious racists who would just as soon see me die for having sex with a black woman or for praying to Allah or escorting a friend to an abortion clinic. I say again, @MeghanMcCain, have you lost your fucking mind? I do not live in a bubble. Meryl Streep does not live in a bubble. And the folks of the East Coast–in which every race, religion gender identity, sexuality, ethnicity, etc. swirl around each other on a daily basis, live amongst each other, fight and love and work and play with other and challenge each other to the point where when someone’s an asshole, it isn’t because of their identity it’s because that individual is an asshole none of us live in a bubble. So, if you are, indeed, just exploiting white rage to pad your Twitter account and sell books and slots on networks, I say with all sincerity: fuck you. Or if you really do believe this may I suggest you, @MeghanMcCain, go live in these poor white areas and then tell me those aren’t „bubbles“. Until then, please keep your bullshit hot takes–borne out of your privileged, elitist, well-connected white existence–to yourself.

Quelle: 11:56 PM – 8 Jan 2017

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Mittwoch, 16. November 2016

Wenn sogar James Kunstler daneben liegt …

Knapp daneben ist auch vorbei … Ich mag den Contrarian und Prepper Kunstler sehr, doch das will nicht heissen, dass auch der Mann regelmässig warme Luft aussondert. Hier wagte er im September 2015 einen Blick in die Glaskugel:

I would not even bet against the possibility of the 2016 selection being canceled in some manner.

Quelle: The Parties Crawl Off to Die

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Sonntag, 13. November 2016

Präsidentschaftswahlen USA 2016: Bissige audiovisuelle Kommentare

Mark Blyth

Der Politwissenschaftler Mark Blythe hat am Tag nach den Präsidentschaftswahlen anlässlich eines Seminars am Watson Institute for International and Public Affairs an der Brown University in Providence, Rhode Island, USA, seinen Kommentar zur angeblichen Unvorhersehbarkeit Trumps Wahl und eine Prognose auf die kommenden Monate und Jahre gegeben. Prognosethemen sind unter anderem das Verfassungsreferendum in Italien, die Front National in Frankreich, die AfD in Deutschland sowie die angespannte Lage im Baltikum. Mark erläutert auch aus wirtschaftspolitischer Geschichte, wie wir an diesem Punkt in der Geschichte angekommen sind: Eine Kritik an den Auswirkungen des ungebremsten Neoliberalismus seit 1985. Kurz:

So … They’re [losers of globalisation] a bit fed up with. So they’ve decided if they get any possible opportunity, whether this is Brexit, or the Italian constitutional referendum or anything […] to basically give the elites notice: „We’ve had enough of this!“ And that’s what this is.

Ich habe mir erlaubt, zwei von Marks Monologen zurechtzuschneiden und auf YouTube hochzuladen — ich empfinde beide Ausschnitte als äusserst sehenswert:

Quelle: Mark Blyth and Wendy Schiller – Election 2016: What Happened and Why?

Jonathan Pie

Jonathan Pie liest — analog zu Mark Blyth — der nur noch auf dem Papier „demokratischen“ Partei gehörig die Leviten:

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Donnerstag, 27. Oktober 2016

Vom us-amerikanischen Turbo-Kapitalismus noch nicht erreicht: Die Autobahn

Gefühlte 20 Mal bin ich seit meinem ersten Aufenthalt im Juni 2001 wohl schon in die USA geflogen.

Ich kenne die Sitten und Gebräuche in den zwei Ballungszentren an der Westküste (das Bernerische San Francisco und das Zürcherische LA) und habe mittlerweile verinnerlicht, dass man (auch) in den USA ein „schönes“ Leben führen kann. Schön, gemessen an anderen Massstäben und Werten als man es hierzulande kennt. Aber anders ist ja nicht schlechter.

Schön, auf demselben, wenn vereinzelt vielleicht sogar höheren Standard als in der Schweiz. Sofern man als Familie einen Zapfen von sagen wir mindestens $250,000 jährlich heimbringt.

Dann steht einem alles offen: Ruhige, besinnliche Nachbarschaft, mit einem Zaun umgeben und einem Wachmann am Eingangstor, zwei stattliche Karrossen auf der Einfahrt zur Doppelgarage, ein schlecht isoliertes Holzhäuschen (Bretterbude), die für einen Schweizer unerklärbarerweise rasch einmal einen Wert im einstelligen Millionenbereich aufweisen, Privatschule für die Kinder, inklusive direktem Weg in Richtung einer namhaften Universität. Und natürlich einer Heerschaar an oftmals lateinamerikanisch-stämmigen Hilfskräften, die den Pool säubern, den Rasen mähen, den Haushalt schmeissen, die Kinder hüten und vielleicht sogar kochen.

Geld regiert die Welt, und hat man dieses in den USA, ist das Leben durchaus angenehm zu ertragen.

Was mir aber bei meinen mehrwöchigen Aufenthalten im 2011 aufgefallen ist und bis heute fasziniert, ist der eklatante Sozialismus, welcher im sonst so kapitalistisch orientierten Land in einem bestimmten Bereich vorherrscht: Nämlich auf der Autobahn!

Bewegt man sich im Grossraum LA oder in der Bay Area, stauen sich morgendlich und abendlich die Karrossen der Einwohner auf den Hauptverkehrsachsen, dem Highway 101, der I-280 und der I-405. „Bumper to bumper“, wie der Lokalansässige sagen würde. Was hat das mit Sozialismus zu tun? In Amerika, wo ich mir sonst mit ein paar grünen Scheinen Sonderbehandlungen erkaufen kann, funktioniert diese Methode ausgerechnet auf den Lebensadern des Landes nicht. Dort tummelt sich dann in Stauzeiten vom 30-jährigen, unversicherten mit Lackschäden verunstalteten Pick-Up des illegalen Einwanderers aus dem Süden über den Tesla S (die $100,000-Karrosse) bis hin zum Lamborghini und McLaren einfach alles. Teilweise nur ein Meter mit ein wenig Blech voneinander getrennt prallen hier Welten aufeinander. Die Käfige stellen aber wie die Gated Communities sicher, dass sich die verschiedenen Schichten nicht wirklich mischen. Gemeinsam am selben Ort, aber von Austausch keine Spur.

Würde man den in den USA durchaus als erstrebenswert propagierten Kapitalismus auch auf die Autobahn übertragen, hätte man doch seit jeher eine Spur mit freier Fahrt für die Reichen. Mit einem jährlichen, saftigen Obolus an den Staat (oder nicht besser doch an ein privates Unternehmen?) würde man sich das Recht erkaufen, auf dieser Spur fahren zu dürfen.

Nun, mögen einige einwenden, Kalifornien hat indirekt etwas ähnliches längst umgesetzt: Wer seinerzeit den Toyota Prius, den wohl ersten massenhaft in Serie hergestellten, kommerziell erfolgreichen Hybrid gekauft hat, erhielt die Energieplakette und durfte damit die Carpool Lane benutzen (die Spur, welchen Autos mit mindestens 2 Insassen offensteht), auch wenn das Auto nur einen Insassen aufwies.

Doch der Fakt bleibt: Die Highways in den USA sind eines der sozialsten Umgebungen, die das Lsnd hervorgebracht hat. Egal ob jemand für den Mindestlohn von vielleicht $8 arbeitet oder mit jeder Minute Fahrt einen Tausender verdient: Alle teilen sich alle Spuren der Autobahn, fahren über dieselben Schlaglöcher. Einzig vielleicht die Behandlung durch die CHP (California Highway Police) ist je nach Gegenüber etwas freundlicher und toleranter. Oder eben nicht.

John Gruber hat mich kürzlich darauf hingewiesen, dass es auch im Nahrungsmittelbereich ein ähnliches Phänomen gibt (festgestellt bereits von Andy Warhol):

What’s great about this country is that America started the tradition where the richest consumers buy essentially the same things as the poorest. You can be watching TV and see Coca-Cola, and you know that the President drinks Coke, Liz Taylor drinks Coke, and just think, you can drink Coke, too. A Coke is a Coke and no amount of money can get you a better Coke than the one the bum on the corner is drinking. All the Cokes are the same and all the Cokes are good. Liz Taylor knows it, the President knows it, the bum knows it, and you know it.

Quelle: Daring Fireball. Linked List

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