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Freitag, 7. April 2017

Wie Kalifornien zukünftig den Unterhalt seiner Strassen finanziert

Der Unterhalt der Strassen und Autobahnen im US-Bundesstaat Kalifornien wird über die nächsten 10 Jahre mindestens 50 Milliarden US-Dollar kosten.

Um diesen Betrag stemmen zu können, werden neue Steuern eingeführt und bestehende Steuern erhöht, wie das Parlament gestern in Sacramento beschlossen hat.

Zum Beispiel wird die bestehende Treibstoffsteuer angehoben — eine Steuer, wie wir sie auch hierzulande kennen. Die Abgaben steigen um 12 (Benzin) respektive um 20 US-Cents (Diesel).

Aber Achtung: Das versteht sich nicht pro Liter, sondern pro Gallone (3.785 Liter).

Und über eine zusätzliche Autosteuer, die zur bestehenden jährlich eingeforderten „Vehicle Registration Fee“ erhoben wird: Basierend auf dem Wert des Fahrzeugs wird eine (progressiv ansteigende) Gebühr zwischen $25 und $175 eingezogen (der Sozialdemokrat in mir jubiliert).

Erst 2020 kommt dann eine „Tesla-Steuer“ von $100 pro Jahr. Da diese Autos ja keine fossilen Treibstoffe schlucken, sind die Fahrzeughalter von der Benzinabgabe nicht betroffen. Da sie die Strasseninfrastruktur dennoch benützen, sollen sich die Emissionslosen auf diesem Weg auch an den anfallenden Unterhaltskosten beteiligen.

Die Erhöhung der Benzinabgaben wird zu einem grossen Geschenk des Staats Kalifornien an Elon Musk und sein Unternehmen — Elektrofahrzeuge werden so noch interessanter für die Leute dort (wenn sie sich denn solche Autos leisten können). Gedämpft wird die Freude durch die Abgabe von $100 für reine Elektrofahrzeuge sowie die Steuer auf den Wert des Fahrzeugs — denn das Statussymbol Tesla kommt mit einem entsprechenden Preisschild.

Schlussendlich hat der Gesetzgeber sichergestellt, dass das eingesammelte Geld nicht zweckentfremdet werden darf — bspw. um die (ungedeckten) Pensionskassen der Beamten zu sanieren.

Fazit: Ein schöner Mix aus verbrauchsabhängigen Abgaben (wer mehr fährt und die Infrastruktur mehr beansprucht, bezahlt mehr) und sozialer Abfederung (wer teure Autos fährt kann auch mehr einzahlen).

Der im Bundesstaat leider viel zu stark vernachlässigte öffentliche Verkehr profitiert nur zu weniger als 20 Prozent vom Geldsegen. Dabei würde sich Kalifornien mit seinen Metropolen optimal für die Erschliessung mit einem Schnellzugsystem eignen.

The deal would raise the following revenues:

  • a 12-cent gasoline excise tax increase, effective November 2017
  • a 20-cent diesel excise tax increase, effective November 2017
  • a four percent diesel sales tax increase, effective November 2017
  • a „transportation improvement fee,“ similar to the vehicle registration fee that owners already pay the DMV each year, which will assessed at a progressive rate that ranges from $25 to $175 per year based on each vehicle’s value, effective January 2018
  • a $100/year zero emission vehicle fee, effective July 2020

And here’s a breakdown of where the revenues would go. All dollar totals listed below are annual averages across the first 10 years of the deal, although the available funds will be smallest in the first year (fiscal year 2018-19) and grow each year over time.

  • $1.5 billion for local road repairs
  • $1.5 billion in state highway repairs
  • $750 million for local public transit projects
  • $400 million in bridge and culvert repairs
  • $300 million to improve trade corridors
  • $250 million to reduce congestion on major commute corridors
  • $200 million in matching funds for „self-help“ communities that have raised their own revenues for local transportation projects, such as through a city or county sales tax increase
  • $100 million for infrastructure improvements that promote walking and bicycling

The deal also includes a constitutional amendment that the Legislature would place on the June 2018 ballot. It would prohibit spending the new revenues on anything but transportation.

Quelle: Live Blog: Calif. Legislature Passes Transportation Funding Bill

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Samstag, 3. Januar 2015

Markus Somm und die kalifornische Initiative gegen japanische Einwanderer

Auf Flugreisen erhalte ich immer viel, viel Zeit, um auf Instapaper hinterlegte Artikel zu lesen. Während dem Rückflug aus den Weihnachtsferien hatte ich so Gelegenheit, mir das Geschreibsel des nationalkonservativen Markus Somm mit dem Titel Die Schweiz im Ausnahmezustand zu Gemüte zu führen.

Dabei fiel mir unter anderem folgende Aussage auf:

Als Kalifornien nach schweizerischem Vorbild vor dem Ersten Weltkrieg die direkte Demokratie ­einführte, richtete sich eine der frühen Volks­initiativen gegen chinesische und japanische Immigranten. Man nahm die Initiative an.

Spannend! Da ich seit einigen Jahren über Stephanie einen persönlichen Bezug zu Kalifornien, asiatischen Einwanderern und ABCs habe, nahm mich diese Episode besonders wunder.

Obwohl Somm äusserst unscharf schreibt und so nicht wirklich nachvollziehbar ist, auf welche Initiative er genau verweist, gehe ich nach einigen Recherchen davon aus, dass er sich auf das California Alien Land Law of 1913 bezieht:

The California Alien Land Law of 1913 (also known as the Webb-Haney Act) prohibited „aliens ineligible for citizenship“ from owning agricultural land or possessing long-term leases over it, but permitted leases lasting up to three years. It affected the Chinese, Indian, Japanese, and Korean immigrant farmers in California. Implicitly, the law was primarily directed at the Japanese. […] The law was meant to discourage immigration, primarily of Japanese immigrants, and to create an inhospitable climate for immigrants already living in California.

Quelle: California Alien Land Law of 1913

1920 wurde das Gesetz auf Grund des Resultats einer Volksinitative verschärft, weil es die japanische Einwanderung nicht stoppen konnte:

The 1920 Alien Land Law was passed in reaction to the intensification of anti-Japanese sentiment, and to the fact that the 1913 Alien Land Law was doing little to stem Japanese immigration to California.

Quelle: California Alien Land Law of 1913

Ich bin kein Verfassungsrechtler, aber ich glaube dass die Lex Koller das schweizerische Pendant zu diesem Gesetz ist — es aber nicht auf eine bestimmte Ausländergruppe abzielt. Der Gesetzgeber in Kalifornien hingegen formulierte den Gesetzestext aber so aus, dass europäische Einwanderer nicht von ihm betroffen waren:

The laws are widely held to have been discriminatory measures specifically targeting the Japanese, spurred by fears about the increasing number of Japanese immigrants settling in California. The choice to apply the laws only to those aliens ineligible for citizenship rather than to all aliens meant that European aliens would not be affected. Because of this, the bill was decidedly directed at Asians and specifically at the Japanese, who had become a strong presence in the agricultural labor market as well as in the control of farms. The Alien Land Laws were part of a larger trend of attempted discrimination against the Japanese through policy in California during the early 20th century.

Quelle: California Alien Land Law of 1913

Ein wichtiges Faktum, welches uns Somm — in typisch nationalkonservativem Thesenjournalismus — verschweigt:

The Alien Land Laws were invalidated in 1952 by the Supreme Court of California as a violation of the equal protection clause of the 14th Amendment to the United States Constitution […]

Quelle: California Alien Land Law of 1913

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Dienstag, 24. Mai 2011

Korreliert Reichtum und Glücklichsein?

„Money doesn’t make you happy. I now have $50 million. But I was just as happy when I had $48 million.“
— Arnold Schwarzenegger

Quelle: The Continuing Loss of Wealth

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Sonntag, 28. November 2010

Ausgehen für Berner in Las Vegas

Welch eine Konstellation hatten wir vor einigen Wochen für unseren Trip nach Las Vegas zusammengebracht: Alles, was Rang und Namen hatte und nicht aus beruflichen, beziehungstechnischen oder flugängstlichen Hindernissen einen Rückzieher gemacht hatte, war auf Platz.

Da wir — sechs Jungs ohne weibliche Begleitung — Vegas an einem Wochenende unsicher machten, war von Beginn weg klar: Anstehen geht gar nicht, und das Risiko, auf Grund unseres Geschlechts diskriminiert oder als grosse Gruppe gar nicht eingelassen zu werden, wollten wir komplett ausschliessen.

Nach einigen Recherchen stellte sich heraus, dass derzeit (November 2010) in Vegas folgende zwei Clubs am angesagtesten sind:

  • XS at the Encore
  • Tao at the Venetian

Nach einem Anfragemarathon per E-Mail hatten wir es eine Woche vor Abreise geschafft: Am Freitag sollte es ins XS gehen, am Samstag ins Tryst. Beide Clubs gehören zum Hotelkomplex von Herrn Steve Wynn. Das XS ist im Encore untergebracht, das Tryst im Wynn (sehr wichtig, wenn man sich mit dem Taxi hinchauffieren lässt — wer das falsche Hotel angibt, läuft gut und gerne 15 Minuten durch die Casinos und Lobbys).

Per E-Mail hatte ich einen Tisch für 6 Personen reserviert, welcher eine Zwangskonsumation von mindestens zwei Flaschen Alkohol beinhaltete. Als Mindestpreis wurde mir 1000 USD angegeben, welche keine Taxes und keine Pflicht-Gratuity für die Servierdüse beinhaltete. Schlussendlich gaben wir sowohl am Freitag als auch am Samstag je 1320 USD aus, oder 220 USD pro Nase.

Natürlich kann man in Vegas viel günstiger feiern, doch für uns überwogen die Vorteile klar:

  • 30. Geburtstagsreise von drei Teilnehmern
  • in naher Zukunft kaum schon wieder in Vegas
  • 6er-Gruppe Männer
  • kein Anstehen
  • abfeiern in den angesagtesten Clubs
  • Alkoholkonsum mit den Flaschen bei weitem abgedeckt (sozusagen All-Inclusive-Preis)

Tryst at the Wynn

Insbesondere beim Besuch des Tryst war uns sofort nach Eintreffen klar, dass wir die richtige Wahl getroffen hatten: Die Schlange zog sich bereits um 22.30 Uhr durch die halbe Lobby. Gekonnt, aber eigentlich illegal, drängten wir nach vorne, weil wir unseren Tisch bis 23 Uhr besetzen mussten, ansonsten wäre die (notabene kostenlose, ohne Angabe einer Kreditkartennummer getätigte!) Reservation wieder freigegeben worden.

Vom Ambiente her hat mir das Tryst besser gefallen — obwohl auch dieser Club wie das XS einen Outdoor-Bereich hat, steht man hier nicht um einen grossen Pool herum, sondern um einen künstlichen Wasserfall mitsamt Felsen, der ca. 5–10 Meter hoch ist. Von der Tanzfläche aus hat man sehr gute Sicht auf dieses Naturschauspiel.

Leider kann die Musik hier nicht wirklich mithalten, bei unserem Besuch spielte man nämlich den ganzen Abend nur Hip-Hop. Gründe dafür: Der Club hatte Besuch von zwei Rappern und dem Boxer Floyd Mayweather Junior, den ich bis dato nicht gekannt hatte. Leider legte deren Anwesenheit das ganze Club-geschehen lahm, d.h. auf der Tanzfläche bewegte sich niemand mehr und alle Damen hielten ihre Digitalkameras gezückt in die Höhe.

Unser Tisch war im Tryst direkt am Ende der Treppe beim Eingang postiert, was rückblickend gleich zwei Vorteile hatte: Einerseits sahen wir auf Grund unserer frühen Platzierung vor Ort alle einlaufenden Partygäste, andererseits waren wir schön vom Lärm der Tanzfläche abgeschirmt, da man diese erst über einen schallschluckenden, langen Durchgang erreichte.

Die Gästeschar war bunt durchmischt, doch die asiatische Fraktion überwog die anderen Bevölkerungsgruppen. Das Partyvolk war vollkommen friedlich und nett. Unser Tisch wurde von einem Security-Mann (Afanto) bewacht, weshalb auch die ganze Gruppe ohne Bedenken auf die Tanzfläche verschieben und die Vodka-Flaschen am Tisch zurücklassen konnte.

XS at the Encore

Auch dieser Club hat uns überzeugt. Unser Tisch lag im Freien in unmittelbarer Nähe zum Pool (in welchem — meines Wissens — im Verlaufe des Abends niemand einen Schwumm nahm). Die Tanzfläche war gegen den Pool hin geöffnet und es hatte angenehm viel Volk unterwegs.

Sonstige Clubs

Da wir auch noch Sonntag- und Montag-Abend in Vegas verbrachten (aus meiner Sicht reichen drei Partynächte in Vegas rückblickend vollumfänglich aus), kann ich hier noch weitere Tipps geben:

Drais

Am Sonntag sollte man nicht zu früh aufstehen, sich danach in einem der unzähligen Buffets am Strip verköstigen, sich eventuell gar noch einmal 1-2 Stunden hinlegen und dann lange nach Mitternacht ins Drais verschieben. Am Sonntag ist dort „Industry Night“, d.h. Einwohner von Vegas kommen dann ermässigt oder gar gratis in die Disco rein. Wer aber erwartet, dass vor 2 bis 3 Uhr die Hölle los sein wird, ist falsch: Bei uns war die Tanzfläche erst nach 3 Uhr pumpevoll. Als wir um etwa halb ein Uhr in den Club reingingen, waren wir fast die einzigen Besucher dort.

Jet at the Mirage

Am Montag machten wir uns mit Ermässigungsgutscheinen, die wir am Strip einem Typen gegen ein Trinkgeld abgekauft hatten, ins Jet im Mirage. Hier liess man uns über eine Stunde anstehen, und zwar bis nach Mitternacht, zu einer Zeit also, in welcher die Gutscheine ihren Wert verloren hatten. Die Disco gefiel mir überhaupt nicht — die Türsteher sind rabiat, aggressiv und nervtötend. Der Club ist wie eine Sardinenbüchse gefüllt, man kann also kaum tanzen. Selbst wenn man es auf die Tanzfläche schafft, hält man es dort nicht lange aus, da die Laustärke ohrenbetäubend laut ist. Der Tinitus lässt am nächsten Morgen freundlich grüssen.

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Samstag, 20. November 2010

iPhone auf USA-Reisen kostengünstig nutzen

Seit knapp einer Woche bin ich nun wieder zurück in den hiesigen Landen, gewöhne mich rasch wieder an die Kultur und Mentalitäten meines Mutterlandes — und die Kälte mitsamt wenig Sonnenschein. Das gemässigte südkalifornische Klima ist im Winterhalbjahr halt einfach wirklich viel angenehmer …

Ziel: Internet wie gewohnt aus der Hosentasche

Wer heutzutage durch die USA tingelt und ein Smartphone besitzt, möchte auch in Übersee nicht auf die mittlerweile gewohnten Nettigkeiten verzichten, die ein permanenter Internetzugang in der Hosentasche bietet. Doch was ist die beste Möglichkeit, um eine iPhone 3GS oder 4 in den USA zu verwenden? Ich habe es dank der Unterstützung meines Kollegen Bruno rasch herausgefunden. Bruno verbrachte just bis zum Tag meiner Ankunft sechs Wochen in den USA und hatte wertvolle Vorarbeit geleistet, damit ich innert 24 Stunden nach Ankunft in der Neuen Welt Internet auf meinem iPhone zur Verfügung hatte.

In der Schweiz

In der Schweiz ist zuerst einmal gewisse Vorarbeit nötig, um den SIM-Lock des iPhone zu entfernen. Personen, die ihr Apple-Handy mit einem Jailbreak von seinen Fesseln gesprengt haben, können getrost in die USA fliegen. Allen anderen sei empfohlen, den SIM-Lock auf offiziellem Weg entfernen zu lassen und dies — ganz wichtig! — auch noch zu überprüfen, indem man rasch eine fremde SIM-Karte eines anderen Operators in das Telefon schiebt.

In den USA

SIM-Karte

Nach der Ankunft im Land der Unbegrenzten Möglichkeiten sucht man sich den nächstgelegenen T-Mobile-Shop auf. Dort frägt man nach dem Angebot an Pre-Paid SIM-Karten und erwähnt am Besten, dass man diese in einem iPhone betreiben möchte.

Wenn ich mich recht erinnere, gibt es insgesamt drei Pre-Paid-Angebote. Bei der Auswahl sollte man eigentlich nur auf die inbegriffene Datenmenge achten, was einem schnurstracks zum teuersten Pre-Paid-Angebot lotst. Dieses beinhaltete für 30 Tage Nutzung:

  • unlimitierte Voice Calls innerhalb der USA
  • unlimitierte SMS innerhalb der USA
  • 2 GB Datentransfer

Diese Karte schlägt mit 70 USD (ohne lokale Steuern) zu Buche. In San Francisco bezahlte ich schlussendlich 80 USD oder umgerechnet knapp 80 Schweizer Franken für das Vergnügen. Das Ding war jeden Rappen wert.

Im Gegensatz zur Schweiz muss man sich hier nicht mit einem amtlichen Ausweis identifizieren — vielleicht einfach auch nur, weil ich mit meiner Schweizer Kreditkarte bezahlt habe? Jedenfalls hatte ich die SIM-Karte innert 10 Minuten in der Tasche und spazierte aus dem Lokal hinaus.

Refill

Ich musste mein Guthaben zwei Mal aufladen, weil ich vor Ort mit meinen Reisebegleitern gelegentlich per SMS Informationen austauschten. Da ich dabei auf deren Schweizer Nummern „simste“, wurden mir diese Nachrichten verrechnet — im Gegensatz zu den „Texts“ auf US-Nummern (sonst wäre ich heute bankrott).

Hierzu sucht man den nächstgelegenen Walgreens auf und sucht sich die Refill-Kartons (nach dem T-Mobile-Magenta Ausschau halten) in der Nähe der Kassen. Ich habe mir beide Male einen 10 Dollar-Refill gegönnt. An der Kasse erhält man auf dem Kassabon ausgedruckt einen PIN (nicht wegwerfen!), welcher über einen äusserst mühsamen Telefonanruf mit Sprachbefehlen („I want to refill“ — „Yes“ — „YES“ — „YES!!!“) über die Handy-Tastatur eingegeben werden muss.

Beipackzettel

  • Werkzeug Es empfiehlt sich, in der Schweiz eine Büroklammer einzupacken. Die T-Mobile SIM-Karte kommt im normalen Format daher. Wer ein iPhone 4 sein Eigen nennt, sollte also auch ein Japanmesser und eine Micro-SIM-Vorlage einpacken, um im Hotel zu basteln. Wer eine zugeschnittene SIM von einem Kollegen erhält, sollte für sein iPhone 3GS bereits zu Hause einen Micro-SIM-Adapter auftreiben (iPhone 4-Besitzer sollten über einen solchen Adapter verfügen).
  • Geduld Liegt die SIM-Karte zum ersten Mal im iPhone, sollte man sich grosser Geduld üben. Es kann gut und gerne 10 Minuten dauern, bis sich das Handy in das Mobilfunknetz eingebucht hat. Ist man unsicher, sollte man einen Standort suchen, der garantiert kein Funkloch ist.
  • UMTS Gibt es bei T-Mobile nicht, man muss sich mit dem deutlich langsameren EDGE zufriedengeben.
  • MMS Im Photo-Menu war die Option „Als MMS versenden“ nicht vorhanden. Ich vermute deshalb, dass T-Mobile dieses Nachrichtenformat nicht unterstützt.
  • Skype Out Funktioniert mit EDGE in den Grossstädten nicht zufriedenstellend — und in der Pampa wahrscheinlich noch weniger.
  • Abdeckung Kommt man aus den USA zurück, hat man das Gefühl, die Schweiz sei zu 99.9% mit Mobilfunktantennen abgedeckt. In Kalifornien muss man sich darauf gefasst machen, dass das iPhone an den unerwartesten Orten das Signal verliert. Manchmal mitten in einer Grossstadt. Dass es in der Pampa (bspw. Highway 1) nicht funktioniert, ist wiederum problemlos nachvollziehbar.
  • Datenmenge Die SIM-Karte war während ca. 15 Tagen nonstopp in meinem iPhone. Ich benutzte sie unzählige Male im Tag, um online zu gehen (Google Maps inkl. Traffic, Gowalla, Facebook, Safari). Ich habe das Datenvolumen definitiv nicht ausgereizt.

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Dienstag, 27. Juli 2010

Sonderwirtschaftszone Kalifornien?

It’s the greenest and most diverse state, the most globalized in general and most Asia-oriented in particular at a time when the world is heading in all those directions. It’s also an unparalleled engine of innovation, the mecca of high tech, biotech and now clean tech.

Quelle: Despite Its Woes, California\’s Dream Still Lives – TIME

Das wäre doch was: Die Chinesen annektieren Kalifornien und wandeln es in eine Sonderwirtschaftszone um. Noch besser: Statt mit Militärgewalt kauft man den Staat einfach mit den „Barreserven“ an US-Dollars, die in der chinesischen Nationalbank lagern. Die Chinesen besässen so in der Heimat die Produktionskapazität und in Übersee die „Brain Power“, um die Produktionsleistung in die richtige Richtung zu lenken. Nicht zu vergessen sind die Rohstoffreserven, die sich China derzeit in aller Welt zusammenkauft und sichert. Ein weiterer wichtiger Punkt, um die erdölhungrigen Kalifornier einzulullen. Und doch denke ich: Win–Win für beide beteiligte Parteien. Wieso sollte sich Kalifornien weiter mit dem Verlierer (den USA) abgeben, wenn es mit dem Gewinner (China) ins Bett gehen könnte?

Die USA würden einen solchen utopischen Schritt wohl kaum akzeptieren und in den Krieg ziehen. Was aber die Kalifornier zu dem Zeitpunkt von dem Angebot denken würden?

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Montag, 26. Juli 2010

Wider den Totgesang auf Kalifornien

Ignore the California whinery. It’s still a dream state. In fact, the pioneering megastate that gave us microchips, freeways, blue jeans, tax revolts, extreme sports, energy efficiency, health clubs, Google searches, Craigslist, iPhones and the Hollywood vision of success is still the cutting edge of the American future — economically, environmentally, demographically, culturally and maybe politically.

Quelle: Despite Its Woes, California\’s Dream Still Lives — Printout — TIME

Dennoch bin ich der festen Überzeugung, dass der Staat Kalifornien angezählt ist. Die dort ansässigen Unternehmen sind äusserst mobil und flüchten notfalls an einen anderen Ort. Vielleicht irgendwo in Asien?

Via: Raffi

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Mittwoch, 12. Mai 2010

Wenn unsere Regierungsräte Fernsehspots gegen Steuererhöhungen schalten würden …

Hoffentlich sehen wir in der Schweiz unsere Exekutivpolitiker auch in ferner Zukunft nicht in solchen doofen Einspielungen:

Eines muss man dem ehemaligen Hollywood-Star lassen: Dramatisch perfekt inszeniert. Bedrohliche Hintergrundmusik, schöne Bluescreen-Aufnahmen (s)eines Büros — inklusive der Flaggen der USA und von Kalifornien im Hintergrund. Sogar Arnis Kravattenknoten ist perfekt — sprich faltenlos — gebunden.

Doch, was ist die Quintessenz seiner Aussage? Ich jedenfalls werde nicht schlau aus seiner Argumentation:

  • Die Leute haben Angst um ihre Jobs und Häuser — und sorgen sich um die Zukunft ihrer Kinder.
  • Mit ihm wird es keine Steuererhöhungen geben, denn dies vertreibt Unternehmen und Arbeitsplätze aus dem Staat.
  • Das Parlament will die Steuern erhöhen und Geld ausgeben, das wir nicht haben.
  • Er wird kein Budget unterzeichnen, dass „waste, fraud and abuse“ der Regierung nicht bekämpft.

Die Frage ist nun einfach, was die Leute mehr fürchten: Ihren Job zu verlieren oder auf Dienstleistungen des Staates zu verzichten? Kurzfristig sicher ersteres, aber längerfristig wird es Kalifornien und seiner Bevölkerung enorm Schaden, wenn das Schul- und Gesundheitssystem demontiert wird. Ob die Bevölkerung gerade für diese Dienstleistungen nicht bereit wäre, höhere Steuern zu bezahlen, wage ich zu bezweifeln.

Zwar machen das Bildungssystem und das Gesundheitssystem 84 Milliarden US-Dollar des Staatshaushaltes von Kalifornien aus, wie ich in einem früheren Blog-Artikel gezeigt habe — doch gleich darauf folgt das extrem teure Gefängnissystem mit Kosten von 10 Milliarden. Jährlich. Würde man den Konsum weicher Drogen legalisieren, könnte man in diesem Bereich äusserst schnell Milliarden sparen, ohne die Sicherheit auf den Strassen spürbar zu verschlechtern. Davon bin ich überzeugt.

Aber nun gut, dann schiesst sich Arni halt auf die Regierung ein (die er als Gouverneur ja selber präsidiert, weshalb ich die Kritik nicht ganz verstehe). Anstelle rumzuweinen, sollte er jetzt endlich mal beginnen, in dem Sauladen aufzuräumen! Schliesslich ist er bald am Ende seiner Amtszeit angelangt.

Zum Schluss noch ein lustiges Missverständnis auf Grund von Arnis österreichischem Akzent:

„… bushes down the road …“

Perversling!

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Freitag, 16. April 2010

Guerilla Public Service auf dem 110er in LA

An artist named Richard Ankrom had the same experience, and so he did what any fed-up Los Angeles driver would do: He created a simple directional tool to help drivers prepare for the 5’s poorly marked hairpin exit. He designed and sewed a Caltrans uniform, cut the shield-like „5“ shape as well as a „NORTH“ from sheet metal, and affixed reflectors to match the existing system. He even gave the signage a nice dusting of L.A. smog sheen so it wouldn’t look glaringly new. On August 5, 2001, in broad daylight, he hoisted a ladder onto Gantry 21300, walked onto a catwalk above one of the city’s busiest arteries, and installed his own freeway sign. …

Ankrom called his piece „guerrilla public service,“ and that it was: His action quickly and seamlessly alleviated millions of headaches for those who were able to make their transition to the 5 somewhat less hairy. (Can you imagine how long it would have taken to petition Caltrans the old-fashioned way?)

Quelle: The Secret of L.A.\’s 10-Year-Old Fake Freeway Sign – Traffic – Jalopnik

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Freitag, 12. Februar 2010

Wie man mit PR-Fuzzis und Juristen umgeht

Anhand von Google:

Larry Page hat der 130-köpfigen PR-Abteilung seiner Firma im Jahr 2008 ganze acht Stunden zugestanden für Pressekonferenzen, Interviews und Reden.

[…] Die erste Rechtsanwältin, die von den Firmengründern widerwillig angestellt wurde, erhielt von Brin die Testaufgabe, für ihn einen Vertrag mit dem Teufel zum Verkauf seiner Seele aufzusetzen. Er wusste, dass sie so etwas noch nie gemacht hatte.

Quelle: Das Magazin » Larry und Sergey …

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