Archiv ‘Uncategorized’

Montag, 5. Dezember 2022

Betriebsunfall in den Tagesthemen: Holger Ohmstedt über den nackten Kaiser Deutschland

Keine Ahnung, wie Holger Ohmstedts Meinung über den linksgrünen deutschen Äther flimmern konnte (bei 5min36):

Da rollen wohl bald ein paar Köpfe.

Meine Reaktion: Ich halte mir den Mund zu. So wie die Katarer, zum Abschied Der NationalMannschaft

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Donnerstag, 1. Dezember 2022

Na also: Verkehrsbehinderung ist mehrfache Nötigung!

Dabei führte er den Menschenzug auf die Strasse und brachte den Verkehr zum Erliegen, womit er sich der mehrfachen Nötigung schuldig machte.

Quelle: Kritiker der Corona-Massnahmen: Demo-Anführer Rimoldi wegen Nötigung verurteilt

Dementsprechend erwarte ich, dass die Klimakleber, bemitleidenswerte Opfer der neuesten Endzeitsekte, auch unter diesem Straftatbestand verurteilt werden.

Oh, hat man eigentlich schon jemals irgendwelche Linksextreme des Antifantastischen … Antifaschistischen Abendspazierganges in Bern der mehrfachen Nötigung verurteilt?

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Sonntag, 27. November 2022

UniFi kommt auf einem Debian 11 Bullseye nicht hoch

Da am Freitag die SSD in einem meiner Lenovo-Laptops das Zeitliche gesegnet hat, musste ich das System komplett frisch aufsetzen.

Ich verwende diesen Laptop als Site-to-Site OpenVPN-Endpunkt. Mit der Zeit habe ich dort auch andere Software draufgeknallt, zum Beispiel den UniFi Controller zum Management der Netzwerk-Komponenten in der Aussenstation.

Bei der Installation des UniFi Controllers das erste Problem: Debian 11 Bullseye bietet kein MongoDB-Paket (mehr) an:

# apt-get install unifi
Reading package lists... Done
Building dependency tree... Done
Reading state information... Done
Some packages could not be installed. This may mean that you have
requested an impossible situation or if you are using the unstable
distribution that some required packages have not yet been created
or been moved out of Incoming.
The following information may help to resolve the situation:

The following packages have unmet dependencies:
 unifi : Depends: mongodb-server (>= 2.4.10) but it is not installable or
                  mongodb-10gen (>= 2.4.14) but it is not installable or
                  mongodb-org-server (>= 2.6.0) but it is not installable
         Depends: mongodb-server (< 1:4.0.0) but it is not installable or
                  mongodb-10gen (< 4.0.0) but it is not installable or
                  mongodb-org-server (< 4.0.0) but it is not installable
E: Unable to correct problems, you have held broken packages.

Auf einem Referenzsystem war folgende MongoDB installiert:

# dpkg --list | grep -i mongo
ii  mongo-tools                          3.4.14-4                       amd64        collection of tools for administering MongoDB servers
ii  mongodb-clients                      1:3.2.11-2+deb9u2              amd64        object/document-oriented database (client apps)
ii  mongodb-server                       1:3.2.11-2+deb9u2              amd64        object/document-oriented database (server package)

Mittels packages.debian.org fand ich dann rasch heraus, dass diese Pakete in Debian 9 Stretch enthalten waren. Damit ich diese installieren konnte, musste ich /etc/apt/sources.list anpassen:

...
deb         https://debian.ethz.ch/debian/ stretch main non-free
deb-src     https://debian.ethz.ch/debian/ stretch main non-free
...

Damit klappte die Installation von MongoDB und des UniFi Controllers.

Leider kam UniFi nach der Installation aber nicht hoch. Wenn ich die auf dem funktionierenden System gespeicherte URL ansurfte, erschien eine HTTP Status 404 – Not Found Fehlermeldung im Java-Layout:

image-11836

Nach etwas Recherche und dem Vergleich mit einem baugleichen System an einer anderen Aussenstelle dann die Erkenntnis: Der UniFi Controller läuft ausschliesslich mit Java 8 (Running Unifi Controller on Java 9, 10 and 11). Auf dem neuen Debian hatte ich aber Java 17 (?) installiert gehabt.

Obwohl How can I install Java 8 on Debian 11 (Bullseye)? Hinweise gibt, wie man Java 8 zum Laufen kriegt, wählte ich den einfachsten Weg — über ein offizielles Debian-Paket: Ich hatte nämlich Glück: Den Zugang zu einem offiziellen Java 8-Paket hatte ich mir über die obigen Anpassungen von apt.sources bereits etabliert. Das Paket installierte ich folgendermassen:

# apt-get update
# apt-get install openjdk-8-jre-headless

Da ich noch eine Java 17-Installation auf dem System existieren hatte, war diese als Standardversion eingestellt:

# java --version
openjdk 17.0.4 2022-07-19
OpenJDK Runtime Environment (build 17.0.4+8-Debian-1deb11u1)
OpenJDK 64-Bit Server VM (build 17.0.4+8-Debian-1deb11u1, mixed mode, sharing)

Da ich Java 17 nicht brauchte, entfernte ich das Paket kurzerhand:

# apt-get remove openjdk-17-jre-headless

Wer aber auch auf dieses Paket angewiesen ist, kann folgendermassen Java 8 als Standard auswählen:

# update-java-alternatives --list
java-1.17.0-openjdk-amd64      1711       /usr/lib/jvm/java-1.17.0-openjdk-amd64
java-1.8.0-openjdk-amd64       1081       /usr/lib/jvm/java-1.8.0-openjdk-amd64
# update-alternatives --config java

Anschliessend kam der UniFi Controller hoch. Nun nur noch ein Backup einspielen, und der Controller funktionierte wieder wie vor dem Festplattendefekt.

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Dienstag, 27. September 2022

Wenn Olaf und Ignazio das Gleiche tun …

Lächeln und Hand schütteln? Völlig in Ordnung, würde auch Jamal Kashoggi finden:

Quelle: Auftakt der Golf-Reise: Scholz will engere Energie-Partnerschaft mit Saudi-Arabien

Lächeln und Hand schütteln? Absolut unentschuldbar, und verwerflich:

Quelle: Cassis’ Händedruck mit Lawrow: Alt Bundesrat Couchepin: «Die Kritik an Cassis ist lächerlich»

Nachtrag

Ich weiss wieso — ist ja offensichtlich: Wenn man auf dem Photo links vom umstrittenen Gast steht, ist es OK. Stellt man sich hingegen rechts von ihm auf, ist einem ein Platz in der Hölle garantiert.

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Sonntag, 26. Juni 2022

US-amerikanisches Imperium: Nicht wie alle anderen Imperien

Vuk Vukovic in einem ellenlangen Twitter-Thread (44 Tweets — publizier das doch einfach in einem Blog-Artikel, himmelarsch!) über Ray Dalios Buch The Changing World Order:

Thread by @wolf_vukovic

[…] he claims the US “empire” is in its final stages of decline. Interesting, but with all due respect, he’s wrong.

Kurz zusammengefasst: Das US-amerikanische Imperium teilt nicht dasselbe Schicksal wie alle bisherigen Imperien auf diesem Planeten (bspw. Babylonien, Persien, das Römische Imperium, Spanien, Portugal, the British Empire).

Meine Meinung: Alles und jedes ist ein Sonderfall, bis es keiner mehr ist. Da helfen auch positiv konnotierte Adjektive nicht weiter:

[…] the US is a politically inclusive open-access society, with strong entrepreneurial dynamism and trial-and-error democracy.

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Dienstag, 17. Mai 2022

Asowstal Neusprech in unseren Medien

Westliche „Qualitäts“medien kann man nicht mehr ernst nehmen.

Gestern Nacht begann es mit Reuters:

Five buses of evacuated Azovstal servicemen arrive in Ukraine’s Novoazovsk

Quelle: Five buses of evacuated Azovstal servicemen arrive in Ukraine’s Novoazovsk (mittlerweile umbenannt zu Ukraine ends mission to defend Azovstal steel plant)

Ich sah die Meldung ungläubig an — Evakuation? Wie jetzt? Hatten es die Ukrainer mit Unterstützung westlicher Militärspezialisten tatsächlich à la Black Hawk Down geschafft, in einer Nacht- und Nebelaktion ihre Kumpels aus den Gewölben des Stahlwerks rauszuholen und unter dem Radar in die Westukraine zu fliegen? Oder noch wilder: Hatten die Russen nicht nur in einen Waffenstillstand eingewilligt, sondern den von den Russen als „Neonazis“ bezeichneten Angehörigen des Asow-Battalions freies Geleit in die Freiheit ermöglicht? Wieso würden die das tun?

Schaut man sich aber die Photos genauer an (Soldaten mit weissen Armbinden und ein weisses Z auf einem Laster), und liest man den Text, realisiert man irgendwann einmal, dass die Soldaten kapituliert haben, von den Russen gefangen genommen und danach in eine ostukrainische Stadt unter russischer Kontrolle abgeführt wurden.

Heute morgen ging es dann munter weiter:

Nach diesem Neusprech hätten die Sowjets ja im Februar 1943 die Wehrmachtsangehörigen der 6. Armee in die Gulags nach Sibirien „evakuiert“ …

Wieso nennt man die Sache nicht einfach beim Namen?

Hunderte Soldaten des seit Wochen im Asowstal-Werk eingekesselten Asow-Batallions haben kapituliert und geraten in russische KriegsSpezialoperationsgefangenschaft.

Ist in etwa so peinlich wie die Aussage der Russen, dass die Москва „havariert“ und danach in einem „Sturm“ untergegangen sei …

Nachtrag

Es scheint noch Unstimmigkeiten zu geben darüber, ob Mitglieder des Asow-Battalions kapituliert haben, oder ob es bisher nur „normale“ ukrainische Soldaten waren.

Abgesehen davon:

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Sonntag, 3. April 2022

OmniCharge-Batterie mit Goal Zero Boulder Solarpanels laden

Kürzlich habe ich ein gebrauchtes Solarpanel Goal Zero Boulder 50W erstanden.

Leider verfügt das Panel über einen exotischen Gleichstrom-Hohlstecker („DC Out“), welcher der Hersteller mit einer Dimension von 8mm angibt.

Vermutlich handelt es sich beim Stecker aber um das noch etwas geläufigere 7.9mm–5.5mm Mass.

Wie schliesse ich das Panel nun an eine der folgenden Batterien an, welche allesamt über einen 5.5mm–2.1mm Anschluss verfügen?

Ich benötige einen Adapter, und zwar ähnlich wie auf diesem Symbolbild (anstelle 2.5mm sollten es 2.1mm sein):

image-11260

Quelle: Ubuy

So einen Adapter aufzutreiben war gar nicht so leicht, aber schlussendlich habe ich es geschafft. Gestern traf die Aliexpress-Lieferung aus China ein:

1x DC Power 7,9×5,5mm Buchse Auf 5,5×2,5mm Stecker Adapter Stecker Kabel für Lenovo IBM Laptop 12cm des UpperFu OfficialFlagship Store.

Temporärer Workaround

Das Panel hatte ich aber schon eine Weile an der Batterie angeschlossen, weil ich mir mittels Amazon eine Bastellösung besorgt hatte.

Während der Recherche realisierte ich, dass die alten, runden Lenovo-Netzteile einen Hohlstecker mit 7.9mm Durchmesser verwenden.

Dann die Lösung: Es gibt Lieferanten, die Adapter vom veralteten runden Lenovo-Stecker auf den neuen eckigen Stecker anbieten: NEUE DAWN Laptop Tipps Konverter-Adapter-Netzkabel von 7.9mm rund auf eckig für Lenovo ThinkPad X1 Carbon Ideapad Yoga11 13,2Pro Flex 14 15 Helix X240 IBM IdeaPad Flex14 Flex15 / 5 Stücke Kabel. Für mich war in diesem Fall einzig wichtig, dass der Stecker über eine weibliche 7.9mm-Seite verfügte.

Gleichzeitig kaufte ich mir auch noch einen Adapter, in welchen man Plus- und Minuspol-Drähte einführen kann: AKYGA AK-SC-16 DC Stecker 5.5 * 2.1 mm für CCTV Kamera Video

Nach der Lieferung musste einer der fünf Lenovo-Adapter daran glauben — ich schnitt ihm die eckige Seite weg, zog die Litzen aus der Plasticummantelung des Kabels, und führte sie in den Adapter ein. Bingo! Dabei stellte ich mit einem Stromprüfgerät sicher, dass ich das richtige Kabel mit dem richtigen Plus-/Minus-Eingang verknüpfte:

Sonstige Alternativen:

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Mittwoch, 30. März 2022

Ukraine: Der Anfang vom Ende, oder das Ende des Anfangs?

Irgendwann in dieser Woche passiert es: Die russische Armee wird kampfunfähig (siehe Der Countdown läuft). Die westlichen Medien berichten von ersten Anzeichen.

Die Reaktion der Märkte: Der Goldpreis bricht ein, der Erdölpreis sinkt, die Aktien steigen. Diese Bewegungen deuten auf ein baldiges Ende des Konflikts hin. Nachtrag: Die Märkte drehen doch schon wieder.

Der Anfang vom Ende … oder doch nur das Ende des Anfangs?

Denn dann stolpert man unachtsam in eine dieser vielen Twitter-Bubbles, und die Entwicklungen werden komplett anders gedeutet — erstaunlicherweise ist darunter auch die New York Times, Flaggschiff der Qualitätszeitungen:

  • New York Times: What if Putin Didn’t Miscalculate? (29. März 2022) Zusammenfassung: Die Ostukraine ist rohstoffreich, und in der aktuellen militärischen Lage kontrolliert Russland dieses Gebiet nun. Es ging weniger um die Einverleibung der russischsprachigen Regionen der Ukraine, sondern die Einverleibung und Absicherung der Bodenschätze.
  • The Tribune India: Dissecting Ukraine imbroglio Zusammenfassung: Die Kriegsziele der Russen sind die Ostukraine (alles östlich des Dnepr), sowie die gesamte Schwarzmeerküste. Besonderes Interesse gilt Mariupol, aus verschiedenen Gründen: Das Asov-Battalion, in der Ukraine tolerierte Neo-Nazis, hat seinen Stützupunkt dort, und sei (mittlerweile) eingekesselt, aber auch, weil die Stadt strategisch wichtig ist, um die ganze Küstenregion zu besetzen. Schlussendlich befindet sich dort auch wichtige Schwerindustrie und die dazugehörigen Köpfe (wobei: sind die nicht alle geflüchtet?), und als Hafenstadt ist Mariupol sehr wichtig für den Schiffsexport von Rohstoffen.
  • Anonymer Substack-Benutzer: What if Putin had outplayed us all? Has Russia executed the most devilish plan of the 21th century? (24. März 2022) Zusammenfassung: Russland sucht eine Abkehr vom Petrodollar. ACHTUNG: Der Substack-Account hat nur einen einzigen Artikel publiziert — diesen. Und der Autor steht nicht mit richtigem Namen hin. Sehr verdächtig.
  • Scott Ritter auf Twitter: Big Arrow War Thread (29. März 2022) Vorweg: Schreibt doch um Himmelswillen Blog-Artikel, anstelle Twitter-Salven abzusetzen! Zusammenfassung: Die gesamte Kriegstaktik bestand bisher darin, mit einem Drittel der Stärke der ukrainischen Armee die ukrainischen Kräfte an mehreren Fronten zu binden, um die eigentlichen Kriegsziele zu erreichen. Die Taktik soll Big Arrow War heissen. ACHTUNG: Ritter ist ein äussert zwielichtiger, vorbestrafter Geselle, und angabegemäss Russland-freundlich.
  • Former top Pentagon advisor Col. Doug Macgregor on Russia-Ukraine war (15. März 2022) Damals noch völlig davon überzeugt, dass die Ukraine keine Chance gegen den übermächtigen Gegner hat.

Ja was jetzt — ist Putin der GröStüaZ, grösste Stümper aller Zeiten, oder der erste Alexander der Grosse des 21. Jahrhunderts? Wir werden es bald wissen.

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Montag, 21. Februar 2022

„Chinaman“

Der Schweizer Professor Franz Werro (Universität Fribourg) hat sich während einer Online übertragenen Gastvorlesung an der Georgetown University höchst despektierlich gegenüber einem chinesischen Studenten geäussert:

Als ich dieses Video zum ersten Mal geschaut habe, blieb mir der Bissen im Hals stecken.

Über meine Frau und ihre Verwandtschaft weiss ich, dass es in den Vereinigten Staaten schlicht keinen Anwendungszweck für das Wort „Chinaman“ gibt. Nie. Never. Ausser der Sprechende will einen rassistischen Zwischenfall provozieren.

Inside Paradeplatz ordnet die Geschichte anders ein, was ich (in diesem Fall) so nicht unterstützen kann. Weil ich auf Grund meines Privatlebens biased bin, und mein Kompass diesbezüglich deutlich sensitiver eingestellt zu sein scheint.

Durchaus darf man einwenden, dass es sich beim Schweizer Professor weder um einen Muttersprachler, noch um einen langjährigen Bewohner der USA handelt, und ihm nicht böse Absicht attestieren.

Werro ist aber Professor, das heisst sollte mit entsprechender (emotionaler) Intelligenz ausgestattet sein, lehrt heuer nicht das erste Mal in den USA, und sollte sich der Minenfelder für „alte, weisse Männer“ auf den Campus‘ amerikanischer Universitäten bewusst sein und entsprechend pedantisch auf seine Wortwahl achten (den Wokismus kann man fragwürdig finden, dem muss man sich aber einfach bewusst sein, wenn man dort lehrt).

Das einzige, was ich mir zu seinem Schutz vorstellen kann: Er wollte auf Deutsch „Hat der Herr aus China noch eine Frage?“ sagen, hat aber anstelle „Gentleman from China“ auf „Chinaman“ verkürzt. Will mir aber nicht wirklich einleuchten. Und wäre immer noch irgendwie grenzwertig.

Unmissverständlich rassistisch wäre übrigens die Wahl dieses Wortes, welches äquivalent zum N-Wort ist.

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Samstag, 11. September 2021

Notfallmässig eine Reverse Shell auf einem Linux-System aufbauen

Heute habe ich auf einem meiner Linux-Systems nach langer Zeit wieder einmal apt-get upgrade durchgeführt. Eines der wenigen System in meinem Fuhrpark, auf welchem noch Debian Stretch läuft.

Per SSH aus der Ferne eingeloggt, winkte ich die Meldungen durch — und musste offenbar übersehen haben, dass apt-get vor hatte, eine ganze Ladung kritischer Dienste zu entfernen. Unter anderem auch das Paket openssh-server. Nachdem das Update durch war, logge ich mich mittels Druck auf Ctrl-D aus. Und sah erst dann monits Warnmeldungen in meiner INBOX, dass auf TCP 22 kein SSH Daemon mehr lauschte. Doch dann war es bereits zu spät — ich hatte die letzte „Brücke“ zum Server soeben mit Ctrl-D in die Wüste geschickt.

Alle meine Systeme sysloggen via Site-to-Site-VPN auf einen zentralen ELK-Server. In Kibana dann die Hiobs-Botschaft:

sshd[10954]: error: rexec of /usr/sbin/sshd failed: No such file or directory

Sowie

sshd[10954]: fatal: chroot("/run/sshd"): No such file or directory [preauth]

Da der Server 13 Kilometer weit weg in der Wohnung eines Bekannten steht, hatte ich den Salat. Ich wollte eine Autofahrt vor Ort unbedingt vermeiden.

Glücklicherweise war der Bekannte gerade zu Hause und erklärte sich bereit, mir in diesem Notfall als manuelles, menschliches KVM zu helfen.

Als erstes leitete ich ihn via iMessage an, sich in den Laptop einzuloggen. Das klappte. Anschliessend wollte ich ihn zwei Befehle ausführen lassen:

$ sudo su -
# apt-get install openssh-server

Doch bereits der erste Befehl produzierte eine Fehlermeldung:

-bash: sudo: command not found

Himmelheiland, war sogar sudo deinstalliert worden?!

Immerhin su funktionierte, aber ich wollte dem Helfer nicht zumuten, das 32-stellige, zufällig generierte Passwort mühsam von iMessage auf die Laptop-Tastatur abzutippen.

Ich wollte schon aufgeben, da kam mir eine Blitzidee: Ich benötigte eine Reverse Shell unter dem nicht-privilegierten Benutzer, und dann könnte ich selber das Problem autonom lösen.

Das VPN war wegen eines Neustarts zusammengebrochen (genau dieser Server ist der entfernte Endpunkt), aber glücklicherweise hatte ich ein zweites System im entfernten Netzwerk, auf welchem ein SSH-Server mit einer öffentlichen IP lauscht. Ich war also zusätzlich parallel auf diesem zweiten Server eingeloggt. Zu diesem benachbarten Server sollte das Reverse Shell aufgebaut werden.

Eine Google-Suche lieferte folgende wichtigen Seiten zu Tage: Bind Shells and Reverse Shells with netcat, Hacking with Netcat part 2: Bind and reverse shells, Complete guide to Reverse Shells sowie Su: must be run from a terminal.

Der Bekannte gab nun auf dem zerschossenen Linux folgenden Befehl ein:

$ nc -lvp 12345 -e /bin/bash

Auf dem Schwester-Server gab ich dann ein:

$ nc -nv 10.1.2.3 12345

Wobei 10.1.2.3 die IP des zerschossenen Systems war.

Die Verbindung war zustande gekommen, aber ich sah keine richtige Shell. Befehle konnte ich eingeben (bspw. ls -l), und das Resultat wurde auf meinem Bildschirm angezeigt.

Problem: Als ich su ausführen wollte, wurde das mit der Fehlermeldung su : must be run from a terminal verhindert.

Zuerst überlegte ich mir den Weg über Scripts: How to pass the password to su/sudo/ssh without overriding the TTY? und su pass password to script.

Doch nach Konsultation von Getting around „su : must be run from a terminal“ schaffte ich eine wirklich vollständig brauchbare Shell nach Eingabe des folgenden Befehls:

python -c 'import pty; pty.spawn("/bin/bash")'

Einschub: Unter Stretch funktioniert das, unter Bullseye sollte man nun folgenden Befehle verwenden:

python3 -c 'import pty; pty.spawn("/bin/bash")'

Hurra, ich hatte eine Shell! Aber Achtung: Ein fahrlässiges, aus Gewohnheit gedrücktes Ctrl-C killt die netcat-Verbindung, nicht das laufende Programm.

Andere Varianten unter Zuhilfenahme anderer potentieller Bordmittel wie Perl, PHP etc. sind in Spawning a TTY Shell dokumentiert.

Nun also wollte ich su anwenden, realisierte erst dann aber, dass das in meiner Passwort-Datenbank hinterlegte 32 Zeichen lange Passwort nicht korrekt war. Ich hatte bei der Installation vergessen, dass viel zu einfache dummy-Passwort anzupassen … Als ich dieses eingegeben hatte, landete ich in einer root-Shell.

Doch oha: openssh-server liess sich wegen Abhängigkeitsproblemen nicht installieren.

Was nun? Ich musste irgendwie einen persistenten Server als ersten Brückenkopf einrichten, der beim versehentlichen Betätigen von Ctrl-C auf meiner Seite weiter lief und erneute Verbindungsversuche zuliess.

Ich überlegte mir, ein PHP-Backdoor-Script zu installieren (php-reverse-shell, Quellcode), doch wie konnte ich dieses so einrichten, dass es permanent oder periodisch automatisch Verbindungsversuche unternehmen würde?

Nach etwas tüfteln dann die viel einfachere Lösung:

# apt-get install telnetd

Besser wäre eigentlich gewesen:

# apt-get install telnetd-ssl

Via: How do I turn on telnet service on for a Linux / FreeBSD system?

Und nun hatte ich wieder einen „sauberen“ Zugang zum Server.

Die nachfolgenden Stunden verbrachte ich damit, den Server von Stretch auf Buster und dann auf Bullseye zu lüpfen und eine Ladung Pakete zu installieren, welche apt heimtückisch entfernt hatte: OpenSSH, sudo, cron, OpenVPN, Samba, monit.

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