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Sonntag, 19. März 2017

OpenVPN mit iPhone, iPad und MacBook Air — aber nicht mit Travel Router TP-LINK TL-MR3020

Auf Grund der bald bevorstehenden Reise in die USA habe ich mir heute Zeit genommen, einen VPN-Server einzurichten, mit welchem ich mich unterwegs in den USA mit iPhone, iPad und MacBook Air verbinden kann.

Obwohl heutzutage die meisten Web-Sites mit HTTPS kommunizieren, stelle ich damit sicher, dass allfällige unverschlüsselte Kommunikation im Hotel-WiFi nicht abgehört werden kann. Als netten Nebeneffekt gaukle ich meinen Geräten weiter vor, dass sie sich in der Schweiz befinden und umgehe so allfällige Geoblocks. Da wir seit einem Jahr eine Glasfaster-Internet-Anbindung mit 1 GBit/s symmetrischem Datenverkehr verfügen, sollte die Performance höchstens noch von der hohen Latenz getrübt werden.

Ich hatte bisher bereits eine Lösung im Einsatz (im Grunde zwei, PPTP sowie OpenVPN mit einem Shared Key), doch nun war es an der Zeit, das Gefrickel aufzuräumen und eine zukunftstaugliche, performante und sichere Lösung zu bauen, welche (fast) nativ mit macOS und iOS funktioniert — konkret mit Tunnelblick unter macOS sowie mit OpenVPN.app unter iOS.

Die beiden Applikationen kann man mittels .ovpn-Textdateien als VPN-Clients konfigurieren.

Ich bin im Grossen und Ganzen der Anleitung „How To Set Up an OpenVPN Server on Ubuntu 16.04“ von DigitalOcean gefolgt, habe die Konfiguration dabei aber meiner Heimnetzwerk-Architektur angepasst und mittels Bash-Scripts automatisiert. Denn irgendeinmal muss ich den OpenVPN-Server aktualisieren und bin mit dem DevOps-Ansatz sicher, mittels Knopfdruck wieder eine funktionierende Lösung bereit zu haben.

Die Anleitung zeigt einen netten Weg auf, wie man sich die .ovpn-Dateien vollautomatisierte mittels eines bash-Scripts erstellt.

Ich verwende nun für alle meine Geräte ein eigenständiges Zertifikat, damit ich diese im Notfall einzeln revozieren kann.

Die Konfiguration funktioniert tadellos — einzig bei Tunnelblick (d.h. unter macOS) musste ich die Passagen

...
user nobody
group nogroup
...

wieder auskommentieren, da es sonst zu komischen Fehlermeldungen im OpenVPN-Log des Clients kam. Ausserdem muss man im GUI anklicken, dass der gesamte IPv4-Verkehr durch das VPN geroutet wird:

image-7219

Wehrmutstropfen: Eigentlich war der Aufbau eines VPN-Tunnels pro Device nur als Plan B gedacht. Denn bei Reisen verwende ich einen TP-LINK TL-MR3020 „Reiserouter“ (klitzekleiner Wireless Access Point, der sich mit USB-Stromversorgung betreiben lässt), um diesen mit Hotel-WiFis zu verbinden und die SSID mit den Zugangsdaten meines Heimnetzwerkes anzubieten. So spare ich es mir, dass das Hotel-WiFi auf all meinen Geräten konfiguriert werden muss.

Auf dem Router habe ich mir das quelloffene OpenWrt (Version Attitude Adjustment) installiert und mittlerweile so konfiguriert, damit es mit allen möglichen WLAN-Netzwerken von Unterkünften funktioniert (einige Hersteller von Gästeportalen frickeln massiv mit dem Netzwerk herum, um Clients auf die Landing Pages zu bringen).

Plan A war es nun eigentlich, OpenVPN auf dem Router selbst zu installieren und jedes Mal automatisch eine Verbindung mit meinem OpenVPN-Server in der Schweiz herzustellen, sobald der Router eine Internet-Verbindung herstellen kann. So hätte ich nicht pro Endgerät einzeln eine VPN-Verbindung aufbauen müssen und die Verschlüsselung wäre ohne weitere Interaktion standardmässig aktiviert gewesen.

Eine Anleitung zur Installation von OpenVPN als VPN-Client auf einem TP-LINK TL-MR3020 findet sich dazu im Netz (plus eine generische Anleitung für OpenWRT), doch leider habe ich erst während der Installation bemerkt, dass der Router nicht genügend Speicherplatz mit sich bringt, um die Pakete openvpn, openssl und andere Libraries zu installieren:

image-7220

Da opkg nicht komplett durchgelaufen ist, musste ich die über das Router-Filesystem verstreute Überreste der Pakete eigenhändig entfernen (indem ich die .ipks vom offiziellen Repository händisch herunterlud, mit gzip entpackte und die resultierenden Dateien dann erneut mit tar und gzip entpackte):

.
./kmod-tun_3.3.8-1_ar71xx
./kmod-tun_3.3.8-1_ar71xx/etc
./kmod-tun_3.3.8-1_ar71xx/etc/modules.d
./kmod-tun_3.3.8-1_ar71xx/etc/modules.d/30-tun
./kmod-tun_3.3.8-1_ar71xx/lib
./kmod-tun_3.3.8-1_ar71xx/lib/modules
./kmod-tun_3.3.8-1_ar71xx/lib/modules/3.3.8
./kmod-tun_3.3.8-1_ar71xx/lib/modules/3.3.8/tun.ko
./kmod-tun_3.3.8-1_ar71xx/postinst
./liblzo_2.06-1_ar71xx
./liblzo_2.06-1_ar71xx/usr
./liblzo_2.06-1_ar71xx/usr/lib
./liblzo_2.06-1_ar71xx/usr/lib/liblzo2.so
./liblzo_2.06-1_ar71xx/usr/lib/liblzo2.so.2
./liblzo_2.06-1_ar71xx/usr/lib/liblzo2.so.2.0.0
./libopenssl_1.0.1h-1_ar71xx
./libopenssl_1.0.1h-1_ar71xx/usr
./libopenssl_1.0.1h-1_ar71xx/usr/lib
./libopenssl_1.0.1h-1_ar71xx/usr/lib/libcrypto.so.1.0.0
./libopenssl_1.0.1h-1_ar71xx/usr/lib/libssl.so.1.0.0
./openvpn_2.2.2-2_ar71xx
./openvpn_2.2.2-2_ar71xx/conffiles
./openvpn_2.2.2-2_ar71xx/etc
./openvpn_2.2.2-2_ar71xx/etc/config
./openvpn_2.2.2-2_ar71xx/etc/config/openvpn
./openvpn_2.2.2-2_ar71xx/etc/init.d
./openvpn_2.2.2-2_ar71xx/etc/init.d/openvpn
./openvpn_2.2.2-2_ar71xx/etc/openvpn
./openvpn_2.2.2-2_ar71xx/lib
./openvpn_2.2.2-2_ar71xx/lib/upgrade
./openvpn_2.2.2-2_ar71xx/lib/upgrade/keep.d
./openvpn_2.2.2-2_ar71xx/lib/upgrade/keep.d/openvpn
./openvpn_2.2.2-2_ar71xx/usr
./openvpn_2.2.2-2_ar71xx/usr/sbin
./openvpn_2.2.2-2_ar71xx/usr/sbin/openvpn
./zlib_1.2.7-1_ar71xx
./zlib_1.2.7-1_ar71xx/usr
./zlib_1.2.7-1_ar71xx/usr/lib
./zlib_1.2.7-1_ar71xx/usr/lib/libz.so
./zlib_1.2.7-1_ar71xx/usr/lib/libz.so.1
./zlib_1.2.7-1_ar71xx/usr/lib/libz.so.1.2.7

So konnte ich die Überreste schlussendlich entfernen (der Router bootete nach der Bereinigungsaktion tatsächlich noch) und der Router hat nun wieder 800 KB Speicher frei … wie zu DOS-Zeiten!

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Samstag, 8. Oktober 2016

iOS 10 Keyboard stürzt periodisch ab

Seit ich iOS 10.0.0 respektive 10.0.1 auf meinem iPhone SE installiert habe, „stürzt“ die Tastatur des iPhones sporadisch ab.

Das Problem zeigt sich meistens in iMessage: Ich bin in einem Chat mit meiner Frau, Familienmitglieder oder einem Kollegen, wenn die Tastatur plötzlich einfriert und keine Touch-Events mehr registriert. iMessage läuft weiterhin, denn ich kann mittels Wisch-Bewegungen weiterhin durch die Nachrichten-Historie durchscrollen. Das bedeutet, dass nur der Tastaturbereich vom Absturz betroffen ist (vermutlich, weil die Tastatur ein eigenständiges Programm ist, welches in einer Art Sandbox ausgeführt wird, korrekt?)

Wenn ich nun iMessage mit einem Klick auf den Home-Button verlasse, funktioniert das iPhone für einige Sekunden oder Minuten ordnungsgemäss. Doch wenn ich nun beispielsweise zu Spotlight wechsle und in das Suchfeld etwas eingeben will, friert das ganze iPhone-Interface ein.

In einem solchen Fall bleibt mir nichts anderes mehr übrig, als das iPhone mittels eines Soft-Resets neu zu starten: Den Home-Button und den Power-Button ca. 5 Sekunden lang gedrückt halten. iOS lädt dann neu, wobei es kein vollständiger Reboot ist, weil ich den PIN meiner SIM-Karte nicht erneut eingeben muss.

Der Bug nervt, und ich bin ernüchtert, denn offenbar scheint das Problem nicht viele Leute zu betreffen, sonst hätte man mehr darüber gehört.

Meldungen anderer Betroffener

Folgende Hinweise zum Bug habe ich mittels einer Google-Suche im Internet gefunden:

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Samstag, 27. August 2016

Das iPhone bei SMS und Anrufen „blitzen“ lassen (optischer statt haptischer Alarm)

Ein neuer Arbeitskollege verwendet statt eines Vibrationsalarms (ich habe diesen im geräuschlosen Modus komplett ausgeschaltet, da er in Sitzungen nur nervt) einen optischen Alarm: Kriegt er ein SMS oder einen Anruf, blinkt der LED-Blitz seines iPhones äusserst gut sichtbar, auch durch Kleidungsstücke hindurch.

Fasziniert musste ich natürlich sofort wissen, wie man diese Funktionalität einschaltet:

  • Settings
  • General
  • Accessibility
  • [x] LED Flash for Alerts

Quelle: How to turn on the LED notification light on your iPhone

Ich denke, dass diese Funktion eigentlich für taube Mitmenschen entwickelt wurde — im Büroalltag aber durchaus auch brauchbar.

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Samstag, 27. August 2016

Auf dem Laptop einen Web-Server aktivieren, um Dateien auf ein iPad und iPhone herunterzuladen

In den Ferien stand ich vor dem Problem, eine ca. 50 MB grosse Datei (Teneriffa-Reiseführer von Lonely Planet) von meinem Laptop auf mein iPad und mein iPhone zu kopieren.

Ein Versand per E-Mail war aus zwei Gründen ausgeschlossen: Mein Mail-Server akzeptiert solch grosse Dateien gar nicht erst, und ausserdem verfügte unser AirBnB nur über ein popeliges ADSL-Modem mit Geschwindigkeiten um die Jahrhundertwende. Das Modem hätte mich dementsprechend zuerst mit einem extrem langen Upload zum Mail-Server und anschliessend mit einem extrem langen Download vom Mail-Server genervt. Zu guter Letzt unterstützt mein MacBook auch kein AirDrop, um Dateien per Bluetooth oder WLAN zwischen iOS und OS X-Geräten auszutauschen.

Was nun? Das standardmässige unter OS X installierte Python eilt einem zur Hilfe: Man öffnet das Terminal, navigiert zum Verzeichnis, in welcher sich die gewünschte Datei befindet, und gibt dann folgenden Befehl ein:

$ python -m SimpleHTTPServer
Serving HTTP on 0.0.0.0 port 8000 ...

Nachdem man mittels ifconfig oder dem Network-Modul unter System Preferences die IP-Adresse des Laptops ausfindig gemacht hat, surft man auf den iOS-Geräten die folgende URL mit Safari an:

http://10.1.2.3:8000/

Ein Klick auf den Dokumentenlink, und innert weniger Sekunden wird das grosse PDF angezeigt und kann in iBooks gespeichert werden.

Python meldet auf der Kommandozeile dabei Folgendes:

10.25.9.220 - - [04/Jul/2016 10:14:18] "GET / HTTP/1.1" 200 -
10.25.9.220 - - [04/Jul/2016 10:14:20] "GET /canary-islands-6-whole-book.pdf HTTP/1.1" 200 -
10.25.9.208 - - [04/Jul/2016 10:15:12] "GET / HTTP/1.1" 200 -
10.25.9.208 - - [04/Jul/2016 10:15:18] "GET /canary-islands-6-whole-book.pdf HTTP/1.1" 200 -
10.25.9.235 - - [04/Jul/2016 10:15:57] "GET / HTTP/1.1" 200 -
10.25.9.235 - - [04/Jul/2016 10:16:03] "GET /canary-islands-6-whole-book.pdf HTTP/1.1" 200 -

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Freitag, 12. August 2016

Nicht alle Google-Kalender werden in Calendar.app auf iOS angezeigt

In solchen Fällen lohnt es sich, mit dem Browser als erstes folgende URL aufzurufen:

calendar.google.com/calendar/iphoneselect

Dort überprüft man, ob man den gewünschten Kalender tatsächlich zur Synchronisation mit iOS-Geräten (iPhone oder iPad) ausgewählt hat.

Quelle: HOW TO SYNC MULTIPLE GOOGLE CALENDARS TO YOUR IPHONE OR IPAD

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Donnerstag, 23. Juni 2016

Ein kostenloses Comodo S/MIME E-Mail-Zertifikat lösen und auf iOS installieren

Comodo bietet kostenlose S/MIME-Zertifikate an, die die Authentizität einer E-Mail-Adresse belegen.

Heute habe ich bemerkt, dass mein letztes Jahr im Mai erstelltes Zertifikat abgelaufen ist, weshalb ich mich daran gemacht habe, ein neues Zertifikat zu lösen.

Leider gab es auf der Homepage des Produkts ein Stolperstein: Klicke ich (heute am 23. Juni 2016) auf den Button Sign Up, erhalte ich einen HTTP 400er zu Gesicht:

Comodo HTTP 400 Bad Request
image-6756

Diesen Fehler umgeht man, indem man die anzuspringende URL etwas kürzt und auf einer Seite landet, die dem Design nach noch aus dem letzten Jahrhundert zu stammen scheint:

Application for Secure Email Certificate

Nachdem man die Angaben wahrheitsgetreu ausgefüllt hat (das Revocation-Passwort sicher ablegen; es könnte ein ungerades Mal nützlich erscheinen), erhält man nach wenigen Minuten ein E-Mail, welches einen Link enthält, mit welchem man die Datei CollectCCC.p7s herunterladen kann.

Nach einem Doppelklick wird die Datei in die OS X Keychain eingelesen. Ich wähle dazu die Login-Keychain. Soweit so gut.

iOS

Um das Zertifikat in Mail.app unter iOS zu installieren und zu verwenden, muss man es im Format .p12 aus der Keychain exportieren. Hierzu öffnet man unter OS X die Keychain.app und selektiert unter Category „Certificates“:

Apple Keychain Certificates
image-6757

Nun müssen folgende drei Elemente ausgewählt werden, damit das Zertifikat sauber mit allen Elementen aus der Keychain exportiert und in die iOS Profiles importiert werden kann:

Comodo SMIME Tree Export P12
image-6758

Damit der Export des Private Keys klappt, wird man ganz am Schluss noch nach dem OS X Login-Passwort gefragt:

Apple Keychain login Password
image-6759

Anschliessend mailt man sich die soeben erstellte Datei auf die eigene E-Mail-Adresse, öffnet das E-Mail in Mail.app und klickt auf die .p12-Datei. Jetzt wählt man Install, gibt den iPhone-PIN ein und danach das Passwort, mit welchem man den Zertifikatbaum geschützt hat. Schlussendlich taucht das Zertifikat unter Profiles auf. Wenn man das Zertifikat nachträglich noch einmal anschauen möchte, findet man es unter Settings > General > Profiles.

Damit nun ausgehende E-Mails signiert (oder gar verschlüsselt) werden können, muss das Zertifikat noch mit dem betreffenden Mail-Account verknüpft werden: Settings > Mail, Contacts, Calendars > %Name des Mail-Accounts% > Account > Advanced:

S/MIME aktiviert man, Sign aktiviert man auch, wobei unterhalb des Schalters unter „CERTIFICATES“ das soeben aufgeführte Zertifikat aufgeführt sein und links mit einem Gutzeichen versehen sein sollte.

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Montag, 12. Mai 2014

„Delete VPN“-Button fehlt unter iOS 7

Da ich heute erfahren habe, dass ich mit iOS eine PPTP-VPN-Verbindung zu meinen DD-WRT-Router herstellen und mich und meine Daten so in öffentliche Funknetzwerken schützen kann, habe ich mich hinter die Konfiguration meiner drei iOS-Geräte gemacht.

Auf dem kürzlich bei einer Mitarbeiteraktion erstandenen iPad 4 64GB WiFi + 3G war unter Settings > General > VPN bereits ein VPN-Profil meiner Alma Mater erfasst (Ursache: Ich habe das Backup meines iPad 1 auf das neue iPad geladen, welches ich während meiner Studienzeit verwendet habe). Dummerweise fehlte dem Cisco IPSec-Profil der Delete VPN-Knopf zuunterst in den Konfigurationseinstellungen (via Tastendruck auf das runde i-Symbol). Was zum Teufel … Wie kriege ich dieses längst nicht mehr genutzte VPN-Profil von meinem iPad weg?

Einige Minuten Internetrecherchen später hatte ich die Lösung meines Problems gefunden: „Can’t Delete VPN Profile“ Fix

Kurz zusammengefasst geht es darum, Benutzernamen, Serveradresse, Secret, Passwort, sonstige Formularfelder sowie den VPN-Typ mit Phantasiewerten anzupassen und das Profil zu speichern. Beim nächsten Aufruf der Konfigurationseinstellungen strahlte mir der Delete VPN-Knopf dann wie gewünscht entgegen — und das Profil lag innert Sekundenbruchteilen im digitalen Nirvana.

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Mittwoch, 11. September 2013

Wieso Touch ID für iOS-Geräte wirklich revolutionär wird

Innerhalb weniger Monate durfte ich in diesem Jahr sowohl meinem Vater als auch meiner Mutter bei der Inbetriebnahme ihrer iPads (iPad 4 resp. iPad mini) helfen. Als ich die beiden dabei beobachtete, wie sie die ersten zaghaften Schritte auf den Geräten vollführten, fiel mir insbesondere folgende Punkte auf:

Himmelheiland, das Passwort des iTunes Accounts muss ja bei der Verwendung des iPads andauernd eingegeben werden!

Uns Vertretern der jungen Generation ist es anerzogen, sich für die Anmeldung an Dutzende Internet-Services mit Unmengen an Passwörtern herumzuschlagen. Wobei ich zugeben muss, dass ich erst seit einem Jahr KeePass zur Verwaltung meiner Passwörter einsetze und so endlich über das ganze Internet hinweg komplexe – und vor allem: unterschiedliche! – Passwörter einsetze. Die ältere Generation hat hingegen immer noch massive Probleme mit dem Umgang mit Passwörtern.

Sollten meine Eltern dereinst Touch ID-fähige Apple-Geräte anschaffen, werden solche Kapriolen ein Problem der Vergangenheit sein: Ab sofort werden sie sich mit ihren Fingerabdrücken am Gerät anmelden und Käufe im iTunes Store autorisieren können. Vorbei die Fragen à la „Muss ich jetzt mein E-Mail-Passwort oder mein iTunes-Passwort eingeben?“ Auch der PIN zum Entsperren des Gerätes wird entfallen. Vertipper gehören der Vergangenheit an – der Finger wird entweder erkannt oder nicht. Neu wird der Bildschirm den Benutzern sagen, welches „Passwort“ sie „eingeben“ müssen: „Bitte den Fingerabdruck einlesen“. Vorbei auch die Befürchtungen zur Passwortkomplexität.

Ich hoffe zudem, dass durch diese Massnahme auch das Phishing von Passwörtern des iTunes-Accounts erschwert wird, indem die Leute dieses Passwort mit der Zeit vergessen – oder der Kauf von Titeln bald eine Zwei-Faktor-Authentifizierung erfordert.

Schnüffelnder Lebenspartner

Ausserdem wird Touch ID für alle Generationen ein wirksames Mittel sein, um den Partner vom herumschnüffeln im Gerät abzuhalten (ausser man erfasst deren Fingerabdruck als einen der fünf im Gerät hinterlegbaren Fingerabdrücke). Ich werde wohl Stephanies Fingerabdruck ebenfalls erfassen, denn es kommt immer wieder vor, dass wir bspw. während einer Autofahrt gegenseitig auf unsere Geräte zugreifen, um Anrufe zu tätigen oder etwas nachzuschlagen.

Sicherheit biometrischer Daten

Im Promotionsvideo betont ein Apple-Mitarbeiter zudem, dass der Fingerabdruck ausschliesslich in einem hochsicheren Bereich des Telefons abgelegt wird – weder Applikationen haben darauf Zugriff, noch werden Fingerabdrücke. Diese Beteuerungen wird man als -bemühungen im Zuge der NSA-Affäre zu deuten haben.

Finger verloren – was nun?

Ich gehe davon aus, dass die Möglichkeit besteht, den Zugriff auf das Telefon entweder mittels einer Rücksetz-Aktion über den iTunes-Account freizugeben, oder aber es besteht die Möglichkeit, zusätzlich einen vierstelligen PIN-Code – oder noch besser: ein langes alphanumerisches Passwort – (für Notfälle) zu hinterlegen.

Letzte Frage: Macs?

Wann kriegen die Apple Macintosh-Computer dieses Lesegerät? Falls der Fingerabdruckscanner wirklich hält, was es verspricht, haben wir in Bälde erstmals eine brauchbare Zwei-Faktor-Authentifizierung in Consumer-Geräten. Corporate IT wird sich freuen.

Nachtrag

Gruber hat heute (d.h. am 18. September 2013, 5 Tage nach dem Erscheinen dieses Blog-Posts) das iPhone 5S gründlich getestet. Sein Fazit zum Touch ID-Sensor:

In practice, Touch ID has proved incredibly convenient. I always knew that entering my lock screen passcode and App Store password dozens of times a day, every day, was a hassle, but I had no idea how much of a hassle it was until I didn’t have to do it any longer.

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Samstag, 29. Juni 2013

Die neue Welt nach Google Reader

Es ist vollbracht: Ich habe soeben alle meine Feeds unter Google Reader gelöscht, nachdem ich sie als OPML-Datei exportiert hatte.

Meine Feeds habe ich zu Feedbin gezügelt und habe mich nicht gescheut, den Jungs dort im Jahr einige paar Dollars für die Dienstleistung zu überweisen.

Mein initiales Setup zum Konsum von RSS Feeds sieht am 29. Juni 2013 folgendermassen aus:

Besonders geschmerzt hat der Umstand, dass Silvio Rizzis Reeder auf dem iPad weiterhin nur die Synchronisation mit Google Reader unterstützt. Ich musste mich deshalb schweren Herzens von dieser App trennen. Mr. Reader funktioniert tadellos mit Feedbin, aber das UI stört mich. Zu viele Schatten und Rundungen, wo doch der Trend bezüglich iOS-Applikationen klar Richtung flachem, skeumorph-losen Designs geht.

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Montag, 16. Juli 2012

Das Kerning der Prozentzahl auf dem iPhone 4S stimmt nicht

Bin ich der einzige Mensch auf der Welt, welchen das Kerning der Prozentanzeige auf dem iPhone 4S (iOS 5.1) stört? Der horizontale Abstand zwischen den zwei Ziffern ist viel zu gross, wenn bspw. 50% oder 84% steht:

image-5151

Nachtrag: Nein, das Thema scheint bekannt zu sein:

A while ago I noticed, that on iPhone 4 sometimes the battery percentage figures looked odd. They are unevenly spaced and seem to jump off the baseline of the font. I tried to narrow it down and found out that this only occurrs on the 4, not a 3GS running the same iOS. The main font-related difference between the two devices – as far as I know – is, that the 4 uses Helvetica Neue, rather than simple Helvetica. Other than that, the increased resolution of the 4 versus the 3GS could also make a difference.

Quelle: Battery Percentage Numbers look odd on iPhone 4 and 4S

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