Archiv Juli 2006

Samstag, 29. Juli 2006

Öffentlich … masturbieren?

Wenn Digg als Gradmesser für die Popularität eines Themas oder einer Person gelten kann, dann ist dieser TV-Guy Colbert wohl so etwas wie Stefan Raab zu Beginn von TV Total (Colberts Show: The Colbert Report on Comedy Central). Es vergeht kein Tag, an dem nicht ein YouTube-Video einer seiner „Reportagen“ auf die Titelseite von Digg gelangt.

Mangels leistungsstarker Hardware war mir diese Woche nicht vergönnt, die Clips auf meinem betagten iBook anzuzeigen. Das änderte sich heute morgen, da ich meinen Laptop von der Arbeit mit nach Hause genommen hatte. Gleich der zweite Ausschnitt aus seiner Show war der Brüller schlechthin:

Erkenntnisse

(1min30sec) Killerargument in Form einer Gegenfrage: „Why shouldn’t people be allowed to smoke where they want?!“ – „Why shouldn’t people be allowed to masturbate where they want?“. Guter Punkt, den muss ich mir merken. Obwohl auf den ersten Blick Apfel und Birnen verglichen werden – im Grunde ist der Unterschied nicht gross. Beides stört die Mitmenschen. Ganz lustig finde ich die Frage am Schluss, wieso man in Bussen nicht Masturbations-Abteile einbaut, analog wie dies Raucher für ihren „Genuss“ auch fordern *grins*

(2min35sec) „[Stimme aus dem Off: So where does the lung cancer hoax begin? … You won’t be some bit surprised] Well, it goes back to Nazi germany …

Noch ein Brüller …

(Ich frage mich gerade, ob die Clips zusammengeschnitten sind – Colbert also die Interviews führt und danach seine eigenen hammermässigen Pointen nachträglich einbaut? Falls nicht, ist er ein begnadeter Künstler, der in Echtzeit auf den Gesprächspartner eingehen kann und dazu noch filmreife Pointen produziert).

*bruhahahaaahaaa*

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Freitag, 28. Juli 2006

SMS – und der Dell geht in den Standby-Modus

Befindet sich ein Mobiltelefon in der Nähe eines bestimmten Computermodells von Dell (Optiplex GX520) und erhält dieses eine SMS-Nachricht, schaltet der Computer in den Standby-Modus:

Via: Magic Dell desktop switches off by text

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Freitag, 28. Juli 2006

Volkswirtschaft im Totalen Krieg

The economy of a country resembles a masterpiece of precision mechanics; once it falls into disorder, interference, frictions and breakages continue incessantly.

Admiral Holtzendorff, zitiert nach: Offer, Avner: The First World War. An Agrarian Interpretation, Oxford 1989, S. 361.

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Donnerstag, 27. Juli 2006

20 Minuten kennt das Pendlerblog

Man vermutete es seit dem Tag, an dem der erste Pendlerblog-Artikel online ging (Anm. d. Red: War das wirklich der erste Pendlerblog-Artikel?) – nun ist die Katze aus dem Sack: Die Qualitätszeitung 20 Minuten gibt – indirekt zwar – zu, das Pendlerblog zu kennen.

Wer nämlich einem Link auf dem Pendlerblog folgt, der auf die Web-Site von 20 Minuten zeigt, wird schnurstracks weitergeleitet auf …

Blogs auf Werbe-Tour: Die bestochenen Unbestechlichen

Notabene: Safari-Benutzer sind (wie immer) ein wenig bevorteilt: Öffnet man einen Link in einem neuen Tab, wird der Referer netterweise nicht mitgesendet, die Umleitung findet nicht statt.

Man kann es drehen wie man will – „ist die [Umleitung] nicht süss?“ entfährt es dem Leser des Artikels, der die Machenschaften von 20 Minuten gegen das ganz, ganz, ganz pöse Pendlerblog aufdeckt. Aber 20 Minuten sei gedankt: Die hinterhältige Umleitung entspricht im Grunde ja wirklich 1:1 dem Image des Blattes. Viel Gebastel, und am Ende kommt nichts gescheites raus. Man schmückt sich sozusagen mit fremden Federn, indem man auf die Süddeutsche weiterleitet – was wohl der Herausgeber dieses wirklichen Qualitätsblattes von der Umleitung denkt?

Sowieso: Ist es nicht pure Ironie, dass gerade dasjenige Blatt, das wohl jahraus, jahrein die meisten Artikel bringt, hinter denen man Sponsoren vermutet, Bloggern vorwirft, dass sie käuflich seien? Uns also – je nach Standpunkt – in dieselbe Liga hievt oder degradiert?

Schauen wir mal, ob die Zensoren nun die halbe Schweizer Blogosphäre auf den Index nehmen … mich eingeschlossen. Bei Partyguide habe ich es dorthin jedenfalls schon geschafft.

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Donnerstag, 27. Juli 2006

Wenn Witze die Realität treffen …

Gerade per Mail hereingekommen:

Im letzten Monat hat die UNO eine weltweite Umfrage durchgeführt. Die Frage war:

„Teilen Sie uns bitte Ihre ehrliche Meinung zur Lösung der Nahrungs-Knappheit im Rest der Welt mit.“

Die Umfrage stellte sich, nicht unerwartet, als Riesenflop heraus:

  • In Afrika wussten die Teilnehmer nicht was „Nahrung“ ist.
  • Osteuropa wusste nicht, was „ehrlich“ heisst.
  • Westeuropa kannte das Wort „Knappheit“ nicht.
  • Die Chinesen wussten nicht, was „Meinung“ ist.
  • Der Nahe Osten fragte nach, was denn „Lösung“ bedeute.
  • Südamerika kannte die Bedeutung von „bitte“ nicht.
  • Und in den USA wusste niemand, was „der Rest der Welt“ ist.

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Mittwoch, 26. Juli 2006

Die Herrenrasse und ihre Prostituierten

Auch der Blick bringt zuweilen spannende Artikel (wie heute: „KZ Mauthausen – Neue Dimension des Grauens“), die mich als angehenden Historiker auf mir bisher unbekannte Tatsachen hinweisen.

Dort wird nämlich über eine Ausstellung berichtet, die das bisher kaum öffentlich diskutierte Thema „Prostitution in Konzentrationslagern“ den Bürgern näherbringt. Nachfolgend eine – nicht sehr aktuell scheinende – Web-Site, die sich unter anderem mit dieser Thematik befasst:

Im Sommer 1942 wurde sowohl im KZ GUSEN als auch in MAUTHAUSEN ein Häftlingsbordell eingerichtet. MAUTHAUSEN und GUSEN waren die ersten Konzentrationslager, in denen nach einem Besuch des Reichsführers SS HEINRICH HIMMLER Bordelle angeboten wurden. Er ordnete Bordellbesuch als höchste Leistungsprämie nach Zigaretten und 10 bis 40 Pfennig täglichen Akkordlohns an. Ein Geheimbefehl lautete jedoch, daß bei Lagerbesichtigungen Bordelle nicht zu zeigen sind. (15) Das Schicksal der betroffenen Frauen ist kaum dokumentiert, denn nur wenige haben die Lager überlebt. Sie wurden vergast, starben an Geschlechtskrankheiten oder begingen Selbstmord. Es wird geschätzt, daß allein in den Jahren 1940 bis 1942 35.000 Frauen im DEUTSCHEN REICH zur Prostitution gezwungen wurden.

Quelle: KZ Mauthausen-GUSEN ARGE-Geschichte I

Mehr findet sich beispielsweise im Artikel Sex-Zwangsarbeiterinnen in Mauthausen, wobei die Objektivität und der Kontext des Urhebers noch genauer untersucht werden müsste („Anarchisches Sommercamp“ – anyone?). Der Text deckt sich aber frappant mit den Passagen im Blick – also hat Blick entweder von hier zitiert oder beiden Artikeln liegt dieselbe Meldung zu grunde.

Dort lesen wir unter anderem:

Die Frauen wurden auf Geschlechtskrankheiten untersucht, von der SS begutachtet und teilweise auch „ausprobiert“.

Quelle: Sex-Zwangsarbeiterinnen in Mauthausen

Typisch Mann: Für 15 Minuten liess man den Quatsch von wegen Herrenrasse hinter sich, um sich vom aufreibenden Alltag auf eigentümliche Art zu „entspannen“ … (Aus dem Text geht zwar nicht hervor, dass auch inhaftierte Jüdinnen Liebesdienste erweisen mussten, doch ich kann mir nicht vorstellen, dass für diese Aufgabe ausschliesslich deutsche Frauen rekrutiert wurden).

Um der Absurdität noch die Krone aufzusetzen, kam auch hier die deutsche Gründlichkeit zum Tragen. Auch beim Gang ins „Puff“ war der Amtsschimmel nicht weit:

Die Männer mussten den Bordellbesuch mit einem vorgedruckten Formular („Sprungkarte“) beantragen und bei Bewilligung (anfangs wurde er ausschließlich Deutschen bewilligt, später auch Männern anderer Nationalität, niemals aber Sowjets oder Juden) 2,- Reichsmark in Form von Prämienscheinen dafür bezahlen, wovon 0,45 RM für die jeweilige Häftlingsfrau vorgesehen waren. Es ist aber kein Fall bekannt, in dem das Geld tatsächlich ausbezahlt wurde.

[…] Der Geschlechtsverkehr durfte nur liegend ausgeführt werden und maximal eine Viertelstunde dauern.

Quelle: Sex-Zwangsarbeiterinnen in Mauthausen

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Dienstag, 25. Juli 2006

Linux: "Evolution, not intelligent design"

Eines ist sonnenklar: Microsoft wird nach der Veröffentlichung von Windows Vista grosse Veränderungen (organisatorischer wie technischer Natur) über sich ergehen lassen müssen, um die nächsten zehn Jahre – wenn überhaupt – mit der jetzigen Machtstellung zu überleben:

Now Windows has also rewritten their USB stack at least 3 times, with Vista, it might be 4 times, I haven’t taken a look at it yet. But each time they did a rework, and added new functions and fixed up older ones, they had to keep the old api functions around, as they have taken the stance that they can not break backward compatibility due to their stable API viewpoint. They also don’t have access to the code in all of the different drivers, so they can’t fix them up. So now the Windows core has all 3 sets of API functions in it, as they can’t delete things. That means they maintain the old functions, and have to keep them in memory all the time, and it takes up engineering time to handle all of this extra complexity. That’s their business decision to do this, and that’s fine, but with Linux, we didn’t make that decision, and it helps us remain a lot smaller, more stable, and more secure.

Quelle: linux kernel monkey log

Entwickler von Linux – und etwas schwächer auch diejenigen von Apples Mac OS X – „break things“, wo es nötig ist. Dies bedeutet für alle Beteiligten (Peripherie-Hersteller und Endanwender) zwar einen zusätzlichen kurzfristigen Aufwand, längerfristig profitieren aber alle von Neuerungen. „Change is good“!

Dank: Kollege Liechti

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Montag, 24. Juli 2006

Für Jason

Tool überprüft PHP-Anwendungen auf Fehler

(Insider für alle Personen, die think eMeidi v. Partyguide bereits seit einer Weile mitverfolgen)

Wobei dieser Kommentator eben im Grunde auch Recht hat:

konsistente Programmierkonventionen (oder besser: gute,
wiederverwendbare Architekturen) + Testfälle/Fixtures (die
„verbotene“ und „worst cases“ abdecken/dokumentieren) und einen
kühlen, wachen Kopf bei der Arbeit … soll‘ auch helfen — und all
das „fast für umsonst“.

Quelle: PHPUnit +

Doch davon ist man bei PG noch weit entfernt …

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Montag, 24. Juli 2006

Lautundspitz auf den Spuren von YouTube.com

Videos sind im (wieder einmal) boomenden Internet-Geschäft zur Zeit heftig in. Kein Wunder, dass nach den erfolgversprechenden Zahlen von YouTube.com nun auch eine schweizerische Party-Site mit auf den Zug aufspringt:

Als erstes Party- und Peopleportal der Schweiz bietet Lautundspitz.ch seinen Membern ab sofort die Möglichkeit, eigene Filme Online zu stellen. Bis zu 50 MByte können die registrierten Lautundspitz-Member nun hochladen, wobei praktisch alle gängigen Video-Formate unterstützt werden.

Quelle: Lautundspitz.ch neu mit Memberfilmen

Bezüglich YouTube sei nur eine unbedeutende Frage erlaubt: Wie gedenken die Betreiber, mit der Plattform jemals Geld zu verdienen? Wenn heute im Netz noch etwas kostet, dann der Traffic. Und Videos generieren nunmal eine ganze Menge Traffic. Und je mehr Nutzer die Site kennen, desto exponentieller steigen die Besucher-, aber eben auch die Traffic-Zahlen an.

Bezüglich Lautundspitz: Ob das der richtige Weg ist, um sich von anderen Party-Sites abzuheben? Okey, lieber mit Videos als mit peinlichen Sicherheitslücken, da gebe ich euch recht.

Dennoch: Ich bin mir nicht sicher, ob die hinterwäldlerische Schweiz nun auch schon bereit ist für Videos aus Schlafzimmern von pubertierenden Gören und Möchtegern-Gangstas? Andererseits: Sind Videos von (doch nicht so) erwachsenen (und angetrunkenen) Männern (geht auch nüchtern ohne Probleme) viel besser?)

Es könnte durchaus auch vorkommen, dass LUS bereits bald Anrufe von Verwertungsorganisationen erhält, weil die Benutzer urheberrechtlich geschütztes Material auf den Server geladen haben.

Und was passiert eigentlich, wenn ein Spassvogel seine Porno-Sammlung digitalisiert und die besten Szenen hochlädt?

Fragen über Fragen – aber ich bin gespannt, ob die anderen Anbieter nachziehen.

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Montag, 24. Juli 2006

Screenshot eines bestimmten Fensters (Windows / Mac OS X)

Windows

Einen Screenshot des gerade aktiven Fensters erstellt man, indem man Alt+Print Screen drückt. Auf schweizerdeutschen Tastaturen ist zwingend Alt Gr, also die rechte Alt-Taste, zu betätigen. Das Bild ist dann über die Zwischenablage verfügbar.

Um daraus mit ein wenig Mühe (nicht vergessen: wir arbeiten hier in einer Microsoft-Umgebung) ein .PNG-Bild zu produzieren, nehme man meinen etwas älteren Tipp zum Bilderexport aus Word heraus zu Hilfe (sprich: Neues Word-Dokument erstellen, Screenshot einfügen, Datei > Als Website speichern, in dem daraufhin erstellten Ordner nach der betreffenden PNG-Dateien suchen).

Mac OS X

Durch Druck auf Apfel+Shift+4 verändert sich der Cursor in ein Crosshair. Anstelle das Fenster „auszuschneiden“, drücke man mit dem Zeiger über dem gewünschten, aktiven Fenster schwebend auf die Leertaste und betätige dann die linke Maustaste, um das gerade aktive Fenster als PNG auf dem Desktop zu speichern (ab Mac OS X 10.4; bei Mac OS X 10.3 wird noch ein unhandlicheres PDF erstellt).

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