Archiv Juli 2006

Montag, 24. Juli 2006

Verlockendes Reiseziel


Cyprus from £22 per person!
Originally uploaded by emeidi.

Das muss wohl britischer Humor sein – gerade Zypern ist doch zur Zeit von einer regelrechten Besuchs-Flaute betroffen

(Hotel Pronto ist aber im Grunde gar nicht mal so schlecht – über dieses Hotel-Portal habe ich im Herbst 2004 das überaus zufriedenstellende Regencia Colon in Barcelona spottbillig gebucht)

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Montag, 24. Juli 2006

Partyguide & Co. werden für Justiz interessant

Die Zürcher Stadtpolizei hat zwei junge Männer überführt, die sich ihr Partyleben mit Raubüberfällen finanzierten. Die Räuber wurden von zwei Opfern auf einer Party-Webseite wieder erkannt. Die Polizei hat ihnen 15 Straftaten nachweisen können.

Die Räuber im Alter von 17 und 22 Jahren verbrachten ihre Freizeit vor allem an Parties. Und das Party-Leben wurde ihnen auch zum Verhängnis. Fotografien der beiden feiernden jungen Schweizer landeten auf einer Webseite für Partygänger.

Quelle: Opfer erkennen Täter auf Party-Webseite

Kollege Ritz, der in Luzern an einer Private Fiction-Party von einem pöbelnden Polen niedergeschlagen wurde, fand das Porträt des Täters später auch auf Tilllate. Er ging aber intelligenter vor: Gleich nach der Attacke rief er die Polizei, die den Prügler noch vor Ende der Party in Gewahrsam nahm. Der Blondie kam aus Ostermundigen.

Ob der Depot-Dieb vom Gurten, der sich im Vorbeigehen u.a. flink des Tellers meines Bruders bemächtigte, um es danach mit dutzenden anderen Teller beim Depot-Stand in Bargeld umzutauschen, auch auf Party-Sites zu finden ist, ist nicht bekannt. Vielleicht durchsuchen ich und mein Bruder ja mal die unzähligen Fotos vom Gurtenfestival nach diesem Halbaffen – übrigens ebenfalls wohnhaft in Ostermundigen? Und sowas von einem Crew-Mitglied …

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Sonntag, 23. Juli 2006

Nützlich: Abfangnummer

Gerade jetzt werde ich wieder von zig leeren SMS‘ überflutet (9 sind es zur Zeit), die mir ein Bekannter mit seinem Handy zusendet. Da hat wohl wieder einmal jemand vergessen, die Tastensperre zu aktivieren. Und da ‚Aeby‘ potentiell sehr weit oben im Telefonbuch eines Mobiltelefons steht, sind ich und meine Nachnamensvetter deutlich häufiger von dieser Schusseligkeit betroffen als beispielsweise Kollege Zgraggen …

Dabei wäre es doch so einfach, dieser Unachtsamkeit aus dem Weg zu gehen:

Man eröffne in seinem Telefonbuch einen Eintrag ‚Abfangnummer‘ und vergebe diesem Kontakt die Telefonnummer ‚0‘. Und sofort können die Aebys auch bei ausgeschalteter Tastensperre ruhig schlafen.

(Mittlerweile sind schon 13 Nachrichten eingetrudelt … )

Nachtrag: Schlussendlich haben mich etwa 40-50 SMS-Nachrichten erreicht, bevor der Sender mir für den SMS-Hinweis „Tastensperre einschalten“ gedankt hat. Da er sich gerade im Urlaub in Spanien befindet, möchte ich seine Telefonrechnung Ende dieses Monats lieber nicht zu Gesicht bekommen …

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Sonntag, 23. Juli 2006

Nutzlose Werbung

Sogleich geht’s weiter mit einem anderen Artikel, den ich beim Aufräumen fand:

„Viele Werber helfen den Kunden bloss dabei, Geld zum Fenster herauszuwerfen“, kritisiert Peter Metzinger. Der gelernte Physiker fordert mehr analytischen Sachverstand und besser Wirkungsmessung in der Werbe- und PR-Branche.

[…] Der Kunde nennt ein Ziel und ein Budget, die Werbeagentur kreiert eine Inseratekampagne, an der sie selber grosse Freude hat, und alle hoffen, dass die Geschäfte danach gut laufen.

[Metzinger arbeitet 13 Jahre bei Greenpeace] Greenpeace will die Gesellschaft nicht in die Steinzeit zurückbrinegn, wir hatten schon immer die schnelleren Boote als unsere Konkurrenz […]

[…] Ich staune immer wieder, wie wenig Kunden sich die Mühe nehmen, die Wirkung ihrer Werbe- und PR-Anstrengungen zu messen.

Quelle: Der Bund, 11. Mai 2006, „Wir tun lieber zunächst gar nichts“, S. 17

Auch ich bezweifle sehr stark, dass Werbung nur ein Bruchteil des Werbe-Aufwandes wieder hereinspült. Wäre ich ein Unternehmen, würde ich a) ein gutes, verlässliches Produkt entwickeln und liesse b) dann die Blogosphäre und Opinion Leader das Wort verbreiten. So geschehen beim iPod. Die Leute kaufen das Teil nicht, weil soviel Werbung dafür gemacht wird (wird nämlich auch nicht), sondern weil sie das Gerät eines Kollegen/einer Kollegin in Händen hielten und es auf Anhieb sympathisch und als benutzerfreundlich empfanden.

Natürlich kann man auf diese Weise aber nicht für WC-Papier o.ä. werben … *grins*

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Sonntag, 23. Juli 2006

Pistenverlängerung Flughafen Bern-Belp

Beim Aufräumen entdeckt man eine Menge alter Zeitungsschnipsel, die man noch am selben Tag im Blog kommentieren wollte. Nichts wurde draus. Hiermit hole ich dies nach:

Der Vorstand der SVP-Sektion stellt sich hinter den geplanten Drei-Millionen-Kredit für die Verlängerung der Flughafenpiste. Die Gründe, die von linker Seite im Rahmen des Referendums vorgebracht würden, entsprächen „alter, unflexibler linker Ideologie“. Der Flughafen Bern biete über 400 Menschen einen Arbeitsplatz und das Projekt diene lediglich ander Anpassung an neue Sicherheitsvorschriften.

Quelle: Der Bund, 4. Mai 2006, „SVP kritisiert Referendum“, S. 28

Verstehe ich die bürgerlich Partei richtig, dass Kredite an Privatunternehmen dann gerechtfertigt sind, sobald dieses eine gewisse Anzahl Personen beschäftigt? Ich kann mich erinnern, dass gerade diese Partei sonst immer stark mit „weniger Staat“ weibelt. Schliesst diese Parole Subventionen aus? Die SVP-Fraktion im Nationalrat war jedenfalls gegen die 2 Milliarden für die Sanierung der Swissair (ich übrigens auch). Dabei beschäftigte gerade diese Bude doch eine Vielzahl der Angestellten des hiesigen Flughafens …

Die risikobehaftete Investition solle nicht durch die öffentliche Hand, sondern durch Private finanziert werden, sagte Kropf. Alpar-Direktor Charles Rysen widersprach dieser Darstellung: Der volkswirtschaftliche Mehrwert, den der Flughafen generiere, rechtfertige es, dass sich der Staat an den Ausbaukosten beteilige.

Quelle: Referendum zustande gekommen

Aha, generieren denn all die KMUs im Kanton Bern keinen „volkswirtschaftlichen Mehrwert“? Auch mit diesem Argument könnte wirklich jeder Betrieb in unserem Land auf Staatssubventionen pochen. Ob das der Sinn der Sache ist?

Ich gehe jedenfalls mit der Meinung meiner Partei einher, dass der Flughafen die Verlängerung der Piste selber berappen sollte.

Ausbau?

Gerade gestern diskutierte ich mit Kollegen Belina – im Muribad nahe des Flughafens Bern-Belp sitzend und den regen Flugverkehr und -lärm bestaunend – über die Pistenverlängerung, aber nicht mit Blick auf die verschärften Sicherheitsauflagen, die den Ausbau nötig machen, sondern mit Blick auf eine mögliche Vergrösserung des Flughafens.

Ich bin der Meinung, dass wir in der Schweiz mit Zürich, Genf und Basel genügend grosse Flughafen besitzen. Es kann nicht Sinn der Sache sein, den Flughafen Bern nun auch noch nach und nach auszubauen und damit immer mehr Flugverkehr anzulocken. Dank guten Eisenbahnverbindungen erreicht man die Grossflughäfen in Windeseile, weshalb ein Ausbau von Belp eher der Bequemlichkeit der Reisenden zuzuschreiben wäre. Nicht dass man mich falsch versteht: Auch ich habe nichts dagegen, in 30 Minuten beim nächsten Flughafen zu sein. Leider ist das nur eine Seite der Medaille: Die Lärmfrage würde dann aber nicht nur mehr in Zürich-Kloten diskutiert …

Da das Referendum mittlerweile zustande gekommen ist (u.a. auch mit meiner Unterschrift), bin ich gespannt, ob der Steuerzahler und Stimmberechtigte dem Flughafen unter die Arme greifen möchte. Viele Personen, die für den Kredit sind, werden primär aus Sicht des Ferienreisenden argumentieren („nahe gelegener Flughafen, kurze Anreisezeit“, „schnelle Abfertigung“) oder aber im Stile von „fördert den Wirtschaftsstandort Bern“ (was ich bezweifle – um Zürich Konkurrenz zu machen benötigen wir einiges Mehr als eine längere Piste). Ich denke aber, dass auch viele vom Lärm geplagten Anwohner ein ‚Nein‘ in die Urne legen werden, um ihrem Anliegen Nachdruck zu verleihen. Abgesehen davon wird – wie oben ausdiskutiert – noch ein zweiter Graben bestehen zwischen den Befürwortern von Staatssubventionen an Privatunternehmen und Personen, die gerade in solchen Dingen auf den freien Markt pochen.

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Sonntag, 23. Juli 2006

Saufende Frauen

Bei meiner Heimreise von Kollege Belina zum HB Bern fiel mir etwas auf, das einen eigenen Blog-Artikel verdient:

Bier

Ich stieg also in den 23:29 Uhr-Bus im Galgenfeld ein und sah mich als erstes mit einer etwa 10-15-köpfigen Horde Teenies konfrontiert. Pubertierende Frauen und Männer, deren Lärm einem Hühnerstall Konkurrenz gemacht hätte. Und in den Händen einiger Frauen sah ich ein grünes Bierfläschchen. Schön, dass das bittere Gesöff dem schwachen Geschlecht nun mittlerweile doch mundet und man den Alco-Pops langsam, aber sicher abschwören kann.

Ich setze mich also hin und sah vis-à-vis eine andere, nicht zur der Gruppe gehörende Frau, die eine 0.5l-Prix garanti-Bierdose in Händen hielt. Hoppla!

Roter Wodka

Ich stieg am Bundesplatz aus und schlenderte durch Bundesbern, um die Zeit bis zur Abfahrt des 00.16 Uhr-Zuges zu vertrödeln. Nachdem ich mir selber beim Restaurant neben dem Käfigturm eine 0.5l-Dose Feldschlössen gegönnt hatte (ja, ich bin kein Deut besser), „tschirggte“ ich an zwei etwa 20-jährigen Frauen auf einem Bänkli vorbei. Und was stand zwischen den beiden? Eine Flasche Mineralwasser – und eine volle Flasche roter Wodka. Sie schienen gerade mit den Vorbereitungen für das Besäufnis begonnen zu haben.

Liqueur

Auf meinem Weg durch die Aarbergergasse ging ich einige Meter hinter einem Päärchen und einem weiteren Jugendlichen hinterher, das eine unbekannte Flasche mit hellgrünem Inhalt auf sich trug. Von der Form der Flasche her schliesse ich auf etwas stark alkoholisches.

Bacardi

Auf dem Bahnhofvorplatz angekommen, führte mein Weg vorbei an einem etwa 16- bis 17-jährigen Mädchen, das an der Säule angelehnt auf jemanden zu warten schien. Neben ihr: Eine halbvolle Flasche Bacardi.

Fazit

Aus dieser Empirie heraus lässt sich genau das feststellen, wovor die Forschung schon lange warnt:

  • Frauen greifen immer mehr zu Alkohl – sie trinken Bier genauso wie harten Alkohol. Sie schliessen damit zu den Männern auf.
  • Man besäuft sich vermehrt mit grosse Flaschen mitgenommen und lässt die „mundgerechteren“ Packungen à 0.25l-Flaschen links stehen.
  • Bereits bevor man ein Party-Lokal betritt, haben die meisten Jugendlichen mächtig einen geladen. Ob dies an den gesalzenen Getränkepreisen liegt oder ob man schlicht keine Zeit mehr vergeuden will, um erst im Club auf Touren zu kommen, ist mir nicht ganz klar.
  • Wir Jugendliche haben mehrheitlich ein Alkoholproblem (wie gross es wirklich ist, sollen Experten eruieren), das in zehn bis zwanzig Jahren starke Auswirkungen auf unsere Körper, die Gesundheitskosten sowie die anderen Sozialversicherungen haben könnte. Tipp: PflegerIn werden und Entzugskliniken eröffnen.
  • Je mehr das Ganze ausartet, desto mehr könnte sich die Politik längerfristig gezwungen sehen, ähnlich restriktiv in den Konsum einzugreifen wie in den nordischen Ländern. Bisher haben aber die Parlamentarier, die wohl mehrheitlich auch selbst des alkoholischen Traubensafts huldigen, noch einige Skrupel, derart in die Gesellschaft einzugreifen. Schliesslich stehen bald wieder Wahlen an.

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Sonntag, 23. Juli 2006

Nachmittag an der Aare im Muribad

Gestern Mittag wurde ich von Kollege Belina aufgeboten, mit ihm das Muri-Bad in … der Leser errät es … in Muri zu besuchen. Die Aufforderung kam mir gerade Recht und ich begab mich zuerst mit dem Fahrrad nach Flamatt, um danach mit der S1 Richtung Ostermundigen chauffiert zu werden, wo ich – nach einem kurzen Besuch beim Bancomat der Valiant und des örtlichen Coops zwecks Verpflegung – auf den 10er Bus umstieg, der mich zum Galgenfeld führte. ÖV pur – die Überschreitung der gestrigen Grenzwerte wird definitiv nicht auf mich zurückzuführen sein.

Nach einer kleinen Vernissage (Kollege Belina ist ein verhinderter Künstler) in dem vom Abbruch bedrohten Idyllhaus ging es dann mit den Fahrrädern am Paul Klee Museum vorbei über Wittigkofen und Gümligen nach Muri an die Aare hinunter.

Auf dem von PKWs überfüllten Parkplatz stellten wir die Fahrräder ab, sicherten sie mit Schlössern (dazu später mehr) und begaben uns dem Aare-Ufer entlang Richtung Badi. Nach einem Obulus von sagenhaften vier Franken wurde uns Einlass gewährt.

Erstes Aare-Bad 2003

Wir machten uns am betonierten Ufer gemütlich und begaben uns alsbald in die Aare – mein erstes Aare-Bad dieses Jahr, notabene! Von der Holzbrücke aus (er sprang, ich watete ins kühle Nass hinein) gings etwa zehn Minuten den reissenden Fluss hinunter.

Nachdem wir beim Ausstieg noch Kollege Börnar getroffen hatte, der im Gummiboot beim Bad einen Zwischenhalt einlegte, um den leergesoffenen Biervorrat zu erneuern (Thun bis Muri scheint eine süffige Strecke zu sein …) trockneten wir uns auf unseren Tüchern.

Leider überraschte uns ein plötzlich einsetzender Regenfall, während dem wir uns genötigt sahen, im nahen Restaurant Schutz zu suchen. Nach etwa 10-20 Minuten war der Spuk vorbei – und das Bad leer. Noch weitere 20 Minuten später schien uns die Sonne wieder ins Gesicht, was unseren Aufenthalt bis etwa 19.00 Uhr verlängerte.

Verhinderter Turmspringer

Kollege Belina sah sich gegen Ende unsers Aufenthalts zum Sprungturm hingezogen, wo sehr wahrscheinlich türkischstämmige Jugendliche allerlei Wasserbomben und Saltos produzierten.

In der Folge durfte ich einigen gewagte Absprünge meines Kollegen beiwohnen, womit er die anderen Springer deutlich in den Schatten sttellte. Hätte ich in der Jury gesessen, hätte es 9er oder 10er geschneit. Seine Jugend als Kunstturner machte sich deutlich bemerkbar: Vorwärts- und Rückwärtssaltos und Eintauchen fast ohne Geräusch und Wasserspritzer – so machen’s die Profis! Und schlussendlich machten sich auch noch die genetischen Überreste unserer affigen Vorfahren bemerkbar, als er einem Äffchen gleich vom Ein-Meter-Brett Richtung Drei-Meter-Brett hechtete und sich daran mit Händen festhielt …

Belina ist eben nicht nur ein verhinderter Künstler, sondern auch ein verhinderter Turmspringer und Kunstturner.

Von Schlüsseln und Schlössern

Als die Sonne hinter Wolken dem Untergang entgegen verschwunden war und sich in uns ein grösseres Hungergefühl breit machte, entschieden wir uns für die Heimkehr.

Der Schreck sass tief, als ich bei „meinem“ Velo (von Kollege Belina mitsamt Schloss aus dem eigenen Velokeller bereitgestellt) feststellen musste, dass der Schlüssel nicht ins Schloss passte. Himmelarsch! Konnte das wahr sein?!

Wir begaben uns beide auf den Fussweg Richtung Bitzius-Schulhaus, um den richtigen Schlüssel holen zu gehen. In der ersten Kurve realisierte ich aber glücklicherweise, dass ich mein Schloss nicht an den Metallpfosten, sondern nur den Rahmen des anderen Fahrrads geschlungen hatte. Wir kehrten also zurück, Belina entfernte das seinige Schloss vom Metallpfosten – und los ging unsere Reise.

Wer also diesen Samstag nach 19 Uhr zwei Deppen ihre zusammengeketteten Fahrrädern durch Muri und Wittigkofen stossen sah – das wären dann wohl wir gewesen …

Abendessen

Nach einer etwas längeren Stosserei zurück in der Laubegg hatten wir uns ein stärkendes Mahl reichlich verdient. Auf dem Menu-Plan standen Spaghetti mit einer Arrabiata-Sosse, die von Hobby-Koch Belina noch verfeinert wurde in dem er zuerst Zwiebelstücke in Olivenöl anbrut und danach noch Thon und Basilikum in der „blodernden“ Sosse versenkte. Natürlich durfte auch die Gaumenfreude nicht vernachlässigt werden, weshalb wir aus den Tiefen des Belinschen Weinkellers einen edlen Cabernet Sauvignon aus Australien hervorzauberten (den wir im Verhältnis 1:2 bis etwa in die Hälfte leerten).

Abschied

Um etwa halb Zwölf ging es dann wieder mit dem ÖV Richtung Neuenegg – inmitten der ausgehfreudigen Berner fiel ich mit meinen Badschlarpen und Badeshorts doch etwas auf.

Solche ausgedehnten Ausflüge sollte man öfters machen – auf Grund unseres zunehmenden Alters scheint es aber nur eine Frage der Zeit zu sein, bis sich solche Events stark häufen werden.

Labels: Neuenegg

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Freitag, 21. Juli 2006

Dell enttäuscht

Kistenschieber Dell gibt eine Gewinnwarnung heraus, die Aktien sinken um 15% und endlich, endlich, kann sich Erzfeind (?) Apple wirklich und endgültig damit brüsten, deutlich mehr wert zu sein als Dell (bis 1997 zurückreichende Vorgeschichte dazu):

AAPL 51.21 Milliarden USD
DELL 44.02 Milliarden USD

Quelle: How to burn your money the most efficient way …

Köstlich war aber diese Bemerkung:

0,21 bis 0,23 Gewinn pro Aktie + 75.- Euro Versandkostenpauschale

Quelle: 0,21 bis 0,23 Gewinn pro Aktie + 75.- Euro Versandkostenpauschale

Dell mag mehr oder weniger anständige Computer bauen, doch der Endkunde bezahlt den „Billigpreis“ mit horrenden Versandkosten: Mit 75EUR Porto könnte ich in der Schweiz etwa einen 40-Tönner versenden. Oder so.

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Donnerstag, 20. Juli 2006

Partyguide: Die Abstimmung

Zurecht werden sich meine Leser seit Montag gefragt haben, wo denn eigentlich nun die versprochenen Resultate der Umfrage unter meinen Leser bleibt?

Klar, werden meine Kritiker sagen: Die Resultate sind niederschmetternd, deshalb veröffentlicht er sie nicht. Falsch. Oder: think eMeidi benötigt noch ein wenig Zeit, um die Resultate zu fälschen. Seine abgrundtiefe Bösheit hat er ja bei drei Partyguide-Hacks unter Beweis gestellt – wieso sollte er hier anders handeln?

Nun, um es kurz zu machen – nichts von alledem ist wahr. Hier sind die Resultate:

  • Ja, such dir endlich ein richtiges Hobby! – 22
  • Nein, ohne Partyguide-Hacks ist das Leben todlangweilig! – 41

Quelle: Resultate der Umfrage

Das Resultat ist nicht berauschend, aber ich hätte nicht gedacht, dass mein Tun bei der Mehrheit der Abstimmenden nicht auf unverständliches Kopfschütteln stösst, wie das Partyguide-Fanboys immer darstellen möchten.

Scripts richtig absichern

Natürlich wäre es lächerlich, derart über die Unfähigkeit der Partyguide-Programmierer herzuziehen, und dann dieselben Böcke zu schiessen wie Oberprogrammierer Jason und seine Argonauten. Ich habe deshalb die bei mir üblichen Sicherheitsstandards auch bei diesem Mini-Script angewendet. Ich schlage vor, dass Jason und seine Scripting-Slaves nun ihre Ohren spitzen und genau mitlesen. Hier steht ganz, ganz, ganz viel wichtiges, wie man sichere Web-Scripts entwickelt (gilt nicht nur für PHP – die grundlegenden Regeln gelten für alle Scriptingsprachen):

  • register_globals = off. Jeder ernstzunehmende PHP-Programmierer, der persönliche Daten von Benutzern in seiner DB liegen hat, muss den entsprechenden Abschnitt im PHP-Manual gelesen haben. Wenn nicht: An die Wand mit ihm.
  • POST und nichts anderes. Die Formulardaten müssen in den $_POST-Variablen daherkommen. Ist das $_POST-Array leer, bricht das Script mit die(); ab. $_REQUEST und $_GET werden nicht beachtet (auf Partyguide übrigens schon …) Dies verhindert, dass Spassvögel wie Kollege fixnetdata (s. unten), die mit wget und GET-Variablen Amok laufen (Script-Kiddie halt), Schaden anrichten können.
  • <input type=“hidden“> Die Variable process des Submit-Buttons muss auch im $_POST-Array vorkommen, sonst ist etwas faul. Es wäre dann zu vermuten, dass die Abfrage nicht von einem Browser aus gesendet wurde.
  • Don’t trust GPC: Alles was von Clients kommt, betrachtet man per se als nicht vertrauenswürdig. Plausiblitätstest sind nötig (besonders beim dritten Partyguide-Hack mangelte es eben gerade an diesem Plausiblitätstest. Motto: „Der Client will das Feld passwort durchsuchen – dann durchsuchen wir es halt und geben es zurück. Er wird schon wissen, wieso er das will“.). Ich speichere also nicht einfach $_POST['value'] direkt in die Datenbank, sondern a) wandle es mit intval(); in einen Integer-Wert um und prüfe dann, ob der Wert 0 oder 1 entspricht. Falls nicht, stirbt das Script mit die();
  • Loggen, loggen, loggen: Man nimmt bei einer solchen Umfrage eben halt auch nicht einfach nur das Abstimmungsresultat entgegen. Ich loggte – sofern alle vorangegangen Tests bestanden wurden – folgende Informationen:
    • Datum & Uhrzeit: Sehr wichtig, vgl. Abschnitt Falschwähler in den Resultaten
    • IP-Adresse: Wer sendet die Anfrage? (beachte hierbei auch $_SERVER['X-FORWARDED-FOR'], das von einigen Proxy-Server mitgesendet wird und die tatsächliche IP-Adresse des Clients enthält. Sowohl bei proxy.unibe.ch wie auch proxy.hispeed.ch wird dieser Wert mitgesendet – von anonymen surfen als keine Spur, wenn auch kaum jemand dieses Feld mitloggt).
    • User Agent: Mit welchem Browser wird abgestimmt?

Der Witzbold von fixnetdata

Keine Ahnung, wer du bist, aber du hast noch viel zu lernen:

  • Zuerst stimmst du manuell 28 Mal ab.
  • Danach zeigst du dein wahres Können, indem du wget bemühst und doch tatsächlich meinst, dass ich GET-Variablen akzeptiere werde.

Gerade zweitere Abstimmungsfälschung fand ich sehr amüsant und machte mich mit der Vorgehensweise anhand der access.log kundig:

ibook:~/Desktop mario$ cat access_log.2006-07-12 | grep fixnet | grep HEAD | wc -l
    9562

9562 Aufrufe gab es also insgesamt von Herr … nennen wir ihn … fixnetdata (oder war es eine sie? dann sollten wir uns einmal kennen lernen … *grins*).

Hier ein Beispiel:

117-183.63-81.stat.fixnetdata.ch - - [12/Jul/2006:16:10:31 +0200] "HEAD /scripts/vote.php?value=0 HTTP/1.1" 200 - "-" "curl/7.13.1 (powerpc-apple-darwin8.0) libcurl/7.13.1 OpenSSL/0.9.7i zlib/1.2.3"
117-183.63-81.stat.fixnetdata.ch - - [12/Jul/2006:16:10:31 +0200] "HEAD / HTTP/1.1" 200 - "-" "curl/7.13.1 (powerpc-apple-darwin8.0) libcurl/7.13.1 OpenSSL/0.9.7i zlib/1.2.3"

Erkenntnis am Rande: Ist es nicht überaus Schade, dass solche Personen auch Mac-User sind?

Und wann startete und endete die Attacke eigentlich?

cat access_log.2006-07-12 | grep fixnet | grep HEAD | cut -d " " -f 4
[12/Jul/2006:15:51:55
...
[12/Jul/2006:16:10:37

Wenn das sein Arbeitgeber wüsste …

So, und jetzt nähme mich Wunder, was du dir dabei gedacht hast. Natürlich darfst du anonym antworten, das passt zu deinem Charakter.

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Donnerstag, 20. Juli 2006

Downgrading of Da Özel, ne?


Downgrading of Da Özel, ne?
Originally uploaded by emeidi.

Das von Kollege Darud befürchtete „Downgrade“ seines Kollegen Da Özel, ne? (meine Wenigkeit) zu einem Beziehungsmenschen rechtzeitig zur Rückkehr meiner in den weiten Afrikas ausharrenden Liebe ist früher eingetreten als gemeinhin erwartet. Anstelle aber persönlich downzugraden, kam mir meine IT-Hardware zuvor, weshalb ich mich bedenklich dem Niveau meines Fahrzeugs annähere. Aber hoffentlich nicht für lange …

Todesanzeige

Gestern Abend, gegen 19:00 Uhr MESZ, schied er von uns – mein geliebter, in den Ferien mit der Freundin oft vermisster PowerMac G5 Dual 1.8GHz mit 2GB RAM und zwei 160GB SATA-Platten. In seiner kurzen Lebenszeit vollbrachte er wahre Meisterleistungen, trug massgeblich zum prosperierenden Geschäft seines Besitzers bei und lief teilweise mehr als den halben Tag.

Todesursache

Zum Verhängnis wurde ihm entweder ein ausufernder Chat mit Kollege Torquenstein (weniger wahrscheinlich) oder aber der (bisher) heisseste Tag des Jahres. Nach einem Hänger (jaja, immer diese zweideutigen Wörter) kam er nicht mehr hoch, nicht einmal das geliebte Start-Chime ertönte mehr aus den Lautsprechern. Dafür blinkte die weisse Power-LED dreimal, um für einige Sekunden zu verharren, um danach erneut dreimal zu blinken. Gemäss Service Manual ein Zeichen für defekte RAM-Module.

Trotz Ausbau aller acht Module und wahlweisem Einsetzen derselben konnte die Maschine nicht mehr aus dem Koma erweckt werden.

Zur Zeit ist die stylish gelöcherte Alu-Kiste (sogar Torquie ist neidisch auf das Gehäuse – oder?) unterwegs nach Dietikon, um dort von einem Experten von Data Quest auseinandergenommen zu werden. Kosten dieses Spass: Da zweieinhalb Jährig, bezahle ich auf alle Fälle den Kostenvoranschlag von 176.–, um danach zu entscheiden, ob eine Notoperation gewagt werden sollte.

Erster Ersatz

Da dies bis zu drei Wochen dauern kann, habe ich in weiser Voraussicht die SATA-Festplatten des G5 ausgebaut und sie in einem blau-weissen PowerMac G3 300MHz (ich sehe schon die weinenden Augen meiner Leser – ja, ich meine es Ernst: 300MHz!!!), der sich über hier unerwähnt gelassene Wege aus Staatsbesitz in mein Eigentum übergeführt hat. Vor einigen Monaten habe ich – ohne die künftige Bedeutung des Kaufs zu erblicken – einen SATA-Adapter gekauft.

Nun bootet die Lotterkiste – ohne Änderungen an der Konfiguration – mit den G5-Platten, das gewohnte OS, nur bedeutend langsamer. Da will ich echt ein Windows-Futzi sehen, der seine Festplatte von einem Pentium IV in einen Pentium II zügelt und Windows da noch bootet … Mit Macs klappt das.

Sogar meine Dual-Monitor-Konfiguration (2x 19″) funktioniert (der rechte Monitor nur über analog, aber das merkt man kaum), der linke Eizo ist über DVI angeschlossen.

Das Wunder von Neuenegg, könntet man sagen. Meine Daten sind noch da, aber alles läuft wie eine Dia-Show ab. Keine Ahnung, ob ich diese Latenz drei Wochen lang ertragen werden kann?

Mögliche Lückenbüsser

Hätte Steve doch nur bereits die Mac Pros vorgestellt … Dann hätte ich mir evtl. eine solche Kiste gekauft. Vielleicht werde ich auch einfach den für Oktober (Studentenaktion Neptun) geplanten Kauf eines MacBooks (weiss, billigstes Modell) vorziehen.

Schicksalsschläge zu Hauf …

In dieser traurigen Stunde darf ich ganz besonders auf das Mitgefühl von Kollege Randy zählen, der erst gerade vor wenigen Wochen sein geliebtes Gefährt Lisi II dem Altmetall-Shredder übergeben musste – mit einem Dienstalter, von dem selbst gestandene Computer nur träumen können.

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