Archiv ‘Neuenegg’

Dienstag, 26. Oktober 2010

Zwei Zitate der letzten zwei Tage

Beim Apéro mit einer in Neuenegg stationierten Militärkompanie:

„Ich bin Gemeindepräsident von Neuenegg. Wie meine Ratskollegen habe ich auch Ressorts unter mir. Bei mir ist es das Ressort „Unangenehmes“ und das Ressort „Angenehmes“.

— René Wanner

An der Verleihung des Prix Eugen 2010:

„Ein Unternehmen führt man primär über die Kosten“

— Jean Pernet

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Freitag, 23. Juli 2010

Unser Bundesgericht weiss, was wir insgeheim wollen

Das Bundesgericht hatte argumentiert, dass die Mehrheit der Bevölkerung das Fehlen der Waren in der Nacht nicht als Mangel empfinde.

Quelle: 20 Minuten Online – «Das Gericht kennt die Realität nicht» – Schweiz

Wäre es nicht an der Zeit, die Ladenöffnungszeiten, Polizeistunden und all den anderen Gugus ein für allemal in der Versenkung verschwinden zu lassen? Da laufen wieder einmal die von mir so innig geliebten Juristen Amok …

Auf die Gefahr hin, dass ich wie ein Liberaler töne, zitiere ich Christian Wasserfallen, der mir aus dem Herz spricht:

«Die Geschäfte müssen doch selbst wissen, wie lange sie offen haben können, damit es noch rentiert.»

Etwas ähnliches habe ich vor einiger Zeit an einer Gemeinderatssitzung geäussert:

«Wenn jemand mit seinem eigenen Kapitaleinsatz — und somit auf eigenes Risiko — einen weiteren Detailwarenladen in unserem Dorf eröffnen will, wieso sollten wir Gemeindepolitiker da etwas dagegen haben?»

Argumente waren einerseits Konkurrenz für bestehende Läden sowie die Angst, dass sich vor dem Laden plötzlich Jugendliche zusammenrotten und Alkohol konsumieren würden — dabei ging vergessen, dass man in Neuenegg schon heute in jedem anderen mir bekannten Detailhandelsgeschäft Alkohl verkauft erhält …

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Donnerstag, 20. Mai 2010

Politiker von Morgen: Geübt, den Leuten Dinge wegzunehmen

Thomas L. Friedman muss ein sehr, sehr, sehr weiser Mann sein:

We’re entering an era where being in politics is gonna be, more than anything else, about taking things away from people.

Quelle: The art of taking things away – (37signals)

Ich werde das kommenden Mittwoch zum zweiten Mal versuchen — und dieses Mal hoffentlich nicht (wieder) scheitern.

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Dienstag, 23. März 2010

Private oder öffentliche Wasserversorgung?

In England, 100% of the people get their water from private sources, and they have just 10 water systems. Even in France, 90% of the people get their water from private companies. In the US, we let government officials run amok. It was not always so. In 1850, about 80% of the country got its water from private companies. By 1900, it was 50%. So we’ve taken decades to get where we are today. Where we are today is an expensive place to be.

Quelle: Water Supply of America is Becoming Unreliable

Interessanter Artikel — insbesondere im Lichte, dass in Neuenegg derzeit Bestrebungen im Gange sind, die vielen kleinen, genossenschaftlichen Wasserversorgungen der einzelnen Bezirke, zusammenzulegen.

Eine Wasserversorgungsgesellschaft für knapp 5000 Einwohner? Nun, in den USA sieht man diese kleine Grösse als äusserst kritisch:

First, there are way too many systems. We have 55,000 water systems in this country. Second, most are too small, serving fewer than 3,000 people. The whole thing is inefficient, like trying to sled uphill.

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Samstag, 1. August 2009

Unfreiwillige Erwähnung in der 1. August-Rede

Da besuche ich völlig ahnungslos die Bundesfeier hier in Neuenegg (Das Magazin findet pünktlich zum 1. August: „hier riecht es nach Fremde und nach Pisse“), um dem Apéro zu huldigen und eine Bratwurst zu verdrücken (kostenlos, notabene, damit die Ränge gefüllt werden) — aber natürlich auch, um den Worten des diesjährigen Festredners Regierungsrat Christoph Neuhaus (SVP) zu lauschen.

Namentliche Erwähnung

Seine süffisante, abwechslungsreiche Rede neigt sich schon langsam dem Ende zu, als ich plötzlich hellwach werde:

… Nutzen wir also dieses Fest, um miteinander in Kontakt zu treten! Ich beispielsweise würde mich freuen, wenn ich mit einem Blogger aus Ihrer Gemeinde – Mario Aeby heisst er – einige Worte wechseln könnte. Er hat mich nämlich in einem Artikel verewigt. Bei meiner Ankunft hat man mir zuerst gesagt, er sei nicht da, in den Ferien – doch kurz vor meiner Rede wurde mir dann mitgeteilt, dass er doch hier sei …

(sinngemäss)

Ooops. Danke jedenfalls für die „Würdigung“, die mir selbstverständlich die Röte ins Gesicht trieb und die Kollegen um mich herum in schallendes Gelächter ausbrechen liess. Peinlicher war eigentlich nur, dass ich mich um Gottes Willen nicht mehr erinnern konnte, dass ich a) überhaupt einmal über Herrn Neuhaus gebloggt habe, und b) was der Inhalt des Artikels war.

Doch der Blogger von heute ist optimal vernetzt – und so googelte ich mit meinem iPhone 3G S nach „christoph neuhaus emeidi“ und fand prompt den angesprochenen Artikel. Er stammt aus meiner Blogger-Steinzeit und ist – glücklicherweise – für einen Artikel über die SVP äusserst zahm ausgefallen. Einzig Kollege Zgräsch musste laut herauslachen, als er die wohl angriffigste Passage des Artikels las:

[…] Wer austeilt, sollte auch Einstecken können, liebe SVP! Immer diese weinerlichen Typen …

Quelle: Medienspiegel (Selten dämlicher Titel für einen Blog-Artikel, aber henusode – Jugendsünden)

Konfrontation

Selbstverständlich liess ich mir es nicht nehmen, die Aufforderung des Gastes anzunehmen und ihm nach der Rede persönlich zu gratulieren. Er entpuppte sich als äusserst freundlicher, intelligenter Kerl mit guter Sachkenntnis. Anscheinend hatte er nicht nur meine scharfzüngige Polemik, sondern auch noch andere Artikel gelesen; unter anderem Wahlanalysen – und liess mich wissen, dass er diese als mehrheitlich valide einstufte. Von einem Nebenfach-Politologe hört man das natürlich gern! Noch mehr überrascht war ich, als er sogar wusste, wer mein Vater war und wie er hiess. Chapeau, Herr Neuhaus! Es freut mich zu wissen, dass mindestens einer unserer Regierungsräte mit Google umzugehen weiss.

Zu meiner Ehrrettung muss ich erwähnen, dass ich selbstverständlich auch nicht untätig geblieben war und mich vor der „Konfrontation“ nicht nur über meinen „Senf“, sondern auch über den Werdegang des Regierungsrates informiert hatte. Auf seiner Homepage liest man, dass er

lic.rer.pol. (Betriebs-, Volkswirtschaft und Politologie)

sei. Ich habe mir mittlerweile zum Sport gemacht, in solchen Fällen die Titel der jeweiligen Lizentiatsarbeiten im Bibliothekskatalog nachzuschlagen. So wusste ich, dass er seinen Abschluss 1997 mit einer Arbeit über

Wertschöpfungsstudie am Beispiel des Rado Swiss Open Gstaad

Neuhaus, Christoph. Lizentiatsarb. Betriebswirtschaftslehre Bern, 1997.

Quelle: IDS Basel Bern 001483261

erlangt hatte. Da sich die Gelegenheit nicht bot, spielte ich diesen Trumpf nicht aus.

Baldiger Wahlkampf

Mit Blick auf den bald beginnenden Wahlkampf liess er mich übrigens wissen, dass er sich überlegt habe, mit Bloggen zu beginnen und und gar einen Twitter-Benutzerkonto zu eröffnen – Regierungsräte, die Web 2.0-Schlagworte nicht nur vom Hörensagen kennen, sondern auch wissen, was sich konkret dahinter verbirgt, hat man gerne!

Auch wenn wir das politische Heu nicht auf derselben Bühne haben, wünsche ich ihm auf alle Fälle einen begegnungsreichen und vor allem erfolgreichen Wahlkampf – und hoffe, bald seinen brandneuen Twitter-Feed abonnieren zu dürfen.

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Freitag, 31. Juli 2009

Bahnhof Neuenegg

Unser heiliger Bahnhof kommt im heutigen Magazin voll und ganz auf seine Kosten:

Hier in Neuenegg (BE) ist die Schweiz noch nicht totgeputzt, hier riecht es nach Fremde und nach Pisse.

Quelle: Das Magazin » Warten auf Vase

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Donnerstag, 23. Juli 2009

Berlusconi ist einer von uns!!!

Er ist der Ministerpräsident der großen Worte – und der schönen Frauen: Seit Wochen dominiert Silvio Berlusconi die italienischen Schlagzeilen mit seinen amourösen Eskapaden. Nun hat sich der Italiener erstmals zum Thema geäußert – und gibt den Stelzbock.

Quelle: Berlusconi und die Frauen: „Ich bin kein Heiliger“ – SPIEGEL ONLINE – Nachrichten – Panorama

Ha! Von dem können wir Neuenegger Stelzböcke noch einiges dazulernen …

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Samstag, 13. Juni 2009

Eltern und die Schule

Egal ob in Deutschland, in der Schweiz oder (aus aktuellem Anlass) in Neuenegg – Eltern machen Stunk:

Eltern sind die nervöseste Spezies, die mit Schule zu tun hat. Und die ungeduldigste Spezies. Sie wollen alles für ihr Kind – aber sie wissen oft kaum, wie Schule heute funktioniert. Ihre Devise lautet: Mein Kind first. Ihre Reformbereitschaft ist so ausgeprägt wie die Konrad Adenauers: „Keine Experimente.“ Eine brisante Melange für die Pisa-geschockte Gesellschaft. Denn die Schule braucht Reformen, sie braucht sie wie die Wüste das Wasser.

Aber auf Neues reagieren Eltern allergisch. Und militant.

Quelle: SPIEGEL ONLINE – Druckversion – „Mein Kind first“: Wie Eltern gute Schulen verhindern – SPIEGEL ONLINE – Nachrichten – SchulSPIEGEL

Ob ich auch mal so werde? Wollen tu ich es nicht, aber wahrscheinlich wird man automatisch so …

So sind sie, die Eltern. Sie wollen Schulreformen jetzt und sofort – aber bitte nur die, die ihrem Kind nützen. Sie kämpfen für Noten, aber wehe, wenn es der eigene Filius ist, der schlecht abschneidet. Sie sind für eine gerechte Gesellschaft. Aber nur, wenn nicht zu viele Migrantenkinder in die Klasse des eigenen Kindes drängen. Sie beschimpfen Lehrer als faule Säcke, aber sie werfen selten einen Blick in die Hefte ihrer Kinder.

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Mittwoch, 26. November 2008

Gemeindeversammlung vom 26. November 2008

Heute war Gemeindeversammlung und keine der einschlägig bekannten Nasen (Smythe, dr Aut, Randal, Torkel) war auf Platz. Dabei gab es heute doch den traditionellen Apéro mit Weisswein, Rotwein und hausgemachter Züpfe (so vorzüglich, dass ich gleich deren vier Stück verdrückt habe), serviert vom Trachtenverein Neuenegg …

Immerhin – der Gemeinderat stand nicht vor leeren Reihen. Der Einladung waren 86 Personen gefolgt, davon 81 Stimmberechtigte.

Ich hatte heuer gleich zwei Traktanden (ganze Botschaft) zu bestreiten: Einerseits galt es, den Vertrag mit den Rechnungsprüfern um weitere vier Jahre zu verlängern, andererseits folgte darauf das „Haupttraktandum“ des Abends, das Budget für das kommende Jahr. Selbstverständlich war ich vor meinem ersten längeren „Auftritt“ äusserst nervös und machte mich auf unzählige Fragen gefasst, auf die ich keine Antwort gewusst hätte. Glücklicherweise kam es anders – aus dem Stimmvolk gelangte nur gerade eine Frage an das Gremium, welche ich erfolgreich beantworten konnte.

Nachfolgend die Folien zu Traktandum Nummer 4:

Voranschlag 2009

Übrigens: Made on a Mac. Mit Apples Keynote. Mir fehlten aber der Turtleneck, die Levis 501 und die New Balance 992er.

Indem ich die Folien als PDF-Datei anlieferte (ein Export nach Powerpoint wagte ich nicht und erschien mir auch nicht sinnvoll), musste der Gemeindeschreiber bei dieser Versammlung von Powerpoint nach Adobe Reader wechseln. Hat aber wunderbar geklappt. Die Erkenntnis ist weiter gereift: Präsentationen sollte man generell als PDF abspielen, weil man so automatisch auf die (oftmals) doofen Animations-Effekte verzichtet. Zudem sind PDF-Dateien derart Low-Level, dass man diese auf jedem halbwegs aktuellen Gerät abspielen kann (wen’s interessiert: der heute verwendete Laptop hat sage und schreibe 10 Jahre auf dem Buckel!).

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Freitag, 14. November 2008

Ambulanz im Laupenamt: Alles bleibt wie es war!

Die Gemeinden Laupen, Neuenegg und Kriechenwil gehören weiterhin zum Einsatzgebiet der Sanitätspolizei Bern. Regierungsrat Philippe Perrenoud und Gemeinderat Stephan Hügli haben sich aber im Sinne der bestmöglichen Versorgung der Bevölkerung darauf geeinigt, dass die medizinische Erstversorgung weiterhin durch die Ambulanz- & Rettungsdienst Sense AG wahrgenommen wird.

Quelle: Medienmitteilung des Kantons Bern

Auso, geit ja! Immer diese Politiker …

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