Archiv ‘Blogosphäre’

Samstag, 29. Juni 2013

Die neue Welt nach Google Reader

Es ist vollbracht: Ich habe soeben alle meine Feeds unter Google Reader gelöscht, nachdem ich sie als OPML-Datei exportiert hatte.

Meine Feeds habe ich zu Feedbin gezügelt und habe mich nicht gescheut, den Jungs dort im Jahr einige paar Dollars für die Dienstleistung zu überweisen.

Mein initiales Setup zum Konsum von RSS Feeds sieht am 29. Juni 2013 folgendermassen aus:

Besonders geschmerzt hat der Umstand, dass Silvio Rizzis Reeder auf dem iPad weiterhin nur die Synchronisation mit Google Reader unterstützt. Ich musste mich deshalb schweren Herzens von dieser App trennen. Mr. Reader funktioniert tadellos mit Feedbin, aber das UI stört mich. Zu viele Schatten und Rundungen, wo doch der Trend bezüglich iOS-Applikationen klar Richtung flachem, skeumorph-losen Designs geht.

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Samstag, 12. Dezember 2009

AT&T ist des iPhones unwürdig

Steve Jobs zu Randall Stephenson (irgendwie sind alle Randalls da draussen irgendwie so … rückwärtsgewandt kompliziert):

and the only reason you would ever need to talk to me would be to thank me for creating a phone that’s so amazing that it draws people to your shit network in the first place.

[…] And when I say that “we” have a hit on our hands, I’m really giving you way too much credit, because let’s be honest, the success of iPhone has nothing to do with you. In fact, iPhone is a smash hit in spite of your network, not because of it.

[…] Jesus! I can’t believe I’m explaining this to you. You’re in the business of selling bandwidth. That pipe is what you sell. Right now what the market is telling you is that you can sell even more!

Quelle: The Secret Diary of Steve Jobs : A not-so-brief chat with Randall Stephenson of AT&T

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Freitag, 4. Dezember 2009

Climategate — oder: Hier sind Rohdaten!

So sehr ich Messmers Ergüsse mag (er schreibt sozusagen die Weltwoche unter den wenigen Schweizer Blogs, die ich mir regelmässig zu Gemüte führe) … aber was zum Teufel schwafelt er da?

Und wie es sich gehört, für eine richtige Glaubensgemeinschaft, gibt es die Esoteriker, welche die Rohdaten zu den Glaubenssätzen besitzen (gut, die sind inzwischen vernichtet worden), die sie uns, dem profanen Volk in einfache Glaubenssätze und Regeln übersetzen.

Quelle: arlesheimreloaded-manfred-messmer – Der Hockey Stick-Kult

Herr Messmer, die Datengrundlagen für den Hockey-Stick sind sehr, sehr simpel! Wenn man den Klimawandel aufzeigen will, zieht man am Besten die guten, alten Temperaturmesswerte herbei. Den aus irgendeinem Grund sprach man früher immer von Klimaerwärmung — auch wenn der Begriff heute mit dem allgemeineren „Klimawandel“ ersetzt wird.

In der Schweiz wurden diese beispielsweise seit 1864 von der Schweizerischen Meteorologischen Centralanstalt mit unzähligen, über das ganze Land verteilten Messstationen erhoben und jährlich in den Annalen abgedruckt.

Abgedruckt, Herr Messmer! Sie können also — man verzeihe mir den Ausdruck — gopferdelli nochmal in die nächste wissenschaftliche Bibliothek (oder direkt zur SMA nach Zürich) gehen und dort die Annalen eines jeden Jahres seit 1864 auf Papier bestaunen.

Da Sie ja (korrekterweise) den baldigen Tod der klassischen Presse auf Grund des Internets predigen, möchte ich es nicht unterlassen, Sie auch noch darauf hinzuweisen, dass Meteoschweiz — man höre und staune! — die Monatsmittel der wichtigsten Messstationen kostenlos im Netz zum Download anbietet. Diese Dienstleistung nennt sich treffenderweise …

Langjährige homogene Temperatur- und Niederschlagsreihen der Schweiz

Sie können diese Daten also abgreifen, in Excel importieren und ihre eigenen Plausibilitätsberechnungen anstellen. Es ist nicht so kompliziert — wer in der Schule Arithmetik und Statistik gelernt hat, sollte über die nötigen Grundlagen verfügen, um mit den Rohdaten die nötigen Berechnungen anzustellen.

Ihr Einwand, dass die heutigen Forscher die Rohdaten absichtlich unter Verschluss halten oder gar löschen, um ihre Manipulationen zu verschleiern, ist damit nichtig. Denn wie soll ein Wetterbeobachter um 1920 von der viele Jahrzehnte später etablierten globalen Verschwörung um den Klimawandel gewusst und die Daten dementsprechend getürkt haben? Wenn Sie also an eine Verschwörung glauben, holen sie sich lieber die Annalen auf Papier. Denn so ist ausgeschlossen, dass ein neumodischer Klimawissenschaftler dreingepfuscht hat.

Anmerkung 1: Für die Kenner der Materie: Ja, ich weiss, dass die elektronischen Daten von SMA „homogenisiert“ werden. Messmer würde gerade hier die Scharlatanerie der Meteorologen vermuten — in Tat und Wahrheit geht es aber nur darum, dass die Messreihen angepasst werden müssen, wenn die Messstation verschoben wird. So lag die Messstation Bern um 1916 beispielsweise noch am westlichen Ende der Schanzeneckstrasse.

Anmerkung 2: Ich gehe mit meiner studentischen Naivität natürlich davon aus, dass sich die Temperaturkurve des Hockeysticks bereits mit solchen Messdaten klar aufzeigen lässt. Ich habe diese Kurve aber noch nie selbst berechnet! Sollte dies nicht der Fall sein, würde ich gewisse Zweifel der Climategatler selbstverständlich verstehen.

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Sonntag, 22. November 2009

Fäkalsprache zur Wetterbeschreibung

„Kacke, es pisst.“ – „Echt? So ein Scheiss.“

Quelle: Twitter / David Worni: RT @Frau_Elise: „Kacke, es …

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Mittwoch, 18. November 2009

Roger, der ideale Werbeträger

Roger Federer wird nie ein Buch wie Herr Agassi schreiben können, wird nie Alimente an eine russische Besenkammerfrau zahlen müssen, wird finanziell nicht scheitern, wie Herr Borg.

Quelle: arlesheimreloaded-manfred-messmer – Herr Federer geht mir auf den Keks

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Donnerstag, 29. Oktober 2009

Gesucht: Schweizer Wehrwillen

Den Schweizern ist irgendwann mal in den letzten Jahren der Wille abhandengekommen, sich gegen andere zur Wehr zu setzen.

Quelle: arlesheimreloaded-manfred-messmer – Vom Schweizer Unwillen, sich zu wehren

Wäre Mani Historiker, wüsste er, dass bereits Gen. Wille sel. den Wehrwillen unseres Volkes verloren gegangen sah. Das war um 1900. Seither ist er nie mehr aufgetaucht, dieser Wille, das Land bis auf den letzten Blutstropfen zu verteidigen. Doch irgendwie war es auch nicht wirklich nötig, denn kann sich jemand erinnern, wann die Schweizer Armee das letzte Mal an eine Front gezogen ist?

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Dienstag, 22. September 2009

Wann geht’s wieder mal in den Europapark?

Blue Fire ist ein neuer »Mega-Coaster« mit initialer Beschleunigung von 0 auf 100 in 2,5 Sekunden, einem Looping und drei Korkenziehern.

Quelle: praegnanz.de: Blue Fire im Europapark

Wenn das nicht diejenige Achterbahn sein wird, auf welcher wir Randal gleich nach dem Eintritt festzurren und danach dreimal ohne Halt durchjagen?

Note to self: Unbedingt noch heute Abend ein Doodle an die Kollegen rauslassen.

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Donnerstag, 17. September 2009

Bundesratswahltransparenz

und nochmals Lüscher draufgeschrieben

Quelle: Lukas Reimann (lukasreimann) on Twitter

Mist, wieso habe – im Gegensatz zu Kobi – verpasst, dass Reimann aus der Bundesversammlung twittert?!

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Sonntag, 13. September 2009

Moussis Lieblingsgefängnis in Oslo

Mit anderen Worten – das System der ‚offenen‘ Anstalten ist durch ein System der ‚Strafanstalten‘ zu ersetzen, die per Definition geschlossen und ohne jedwelchen Luxus wie Playstations etc ausgestattet sind. Und wer einmal türmt, kriegt 5 Jahre Einzelhaft zusätzlich aufgebrummt, dieses Mal ohne Freigang.

Quelle: Kuscheljustiz, reloaded | Snoop InfoSystems

Es lohnt sich bei dieser Frage einen Ausschnitt aus Michael Moores Sicko zu zeigen, welcher den Endschnitt für die Kino- und DVD-Fassung leider nicht überlebte:

Wirklich spannend, dieses Konzept der Norweger – und es steht total im Widerspruch zu Mousseman’s Skizze eines Rechts-und Ordnungsstaates.

Wer mehr über das Bastoy Gefängnis lesen will, sei der Artikel im Guardian ans Herz gelegt:

Bastoy Prison – a minimum security facility located on Bastoy Island, south of Oslo – would probably feature on the front page of our tabloid press every day given that the 115 prisoners held there are encouraged to engage in „horseback riding, fishing, tennis and cross-country skiing“ during their leisure time. One of her staff overhearing this observation laughs and points out that Michael Moore, the American film director, had wanted to feature the prison in one of his documentaries, but thought that absolutely no one would believe that he was really filming in a jail.

Quelle: David Wilson: Why is it that Scandinavian countries have smaller prison populations? | Comment is free | guardian.co.uk

Der Artikel ist schon fast zu Ende, doch ich habe mich nicht dazu geäussert, wie ich zur Sache stehe. Nun – ich weiss es ehrlich gesagt nicht. Das Beispiel dieses „Freilauf“-Gefängnisses für schwere Straftäter müsste auf jeden Fall mit in Betrachtungen einfliessen. Schon erstaunlich, falls es sich wirklich als praktikabel erweisen würde.

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Sonntag, 6. September 2009

Inglourious Basterds: Kurzkritik

Gestern war es also soweit: Endlich kam auch ich dazu, Tarantinos neuesten Wurf Inglourious Basterds (kein Schreibfehler, wie im Laufe des Films noch einmal deutlich hervorgehoben wird). Es handelt sich dabei wohl um den ersten Film von Tarantino, den ich a) im Kino und b) von Anfang bis Ende durchgeschaut habe. Bis heute ist mir ein Rätsel, wieso Pulp Fiction ein derartiger Hype geworden ist …

Hier wie in meinen Kritiken so üblich eine kleine Auflistung von Dingen, die mir aufgefallen sind:

  • Generation MTV bleibt draussen. Natürlich ist Basterds nicht gerade There Will Be Blood (note to self: Ich muss mir unbedingt mal wieder dessen Intro anschauen – keine einziges Wort während ca. 10 Minuten), doch hebt sich der Film ab von all dem Müll, der in den letzten Jahren aus Hollywood gekommen ist. Ich beziehe das weniger auf die Inhalte als die kameratechnische Umsetzung. Tarantino strebt keinen Weltmeistertitel auf den Gebieten „Hauptsache immer verwackelte Kamera“ und „Hauptsache 20 Schnitte pro Minute“. Bravo und Danke! Liebe Jung-Regisseure: Manchmal kann man eine Einstellung auch 30 Sekunden beibehalten.
  • Nichts für Amis. Denn die sind monolingual (oftmals nicht mal das) und verabscheuen Filme, die länger als zwei Sekunden dauernde Fremdsprachendialoge enthalten. Nun, Tarantino hat seinem us-amerikanischen Publikum mit diesem Film demnach die schlagende Behandlung durch „Bear-Jew“ verpasst: Ich würde behaupten, dass mindestens die Hälfte des Films auf deutsch und französisch gesprochen wird – und die armen Amis folglich nonstopp mit dem Lesen von Untertiteln verbringen.
  • Was uns gleich dazu weiterführt, dass Kollegen Randal, Lonny und Üelu selber schuld sind, wenn sie den Film in der deutschen Synchronfassung schauen gehen. Zumal man so auch gleich den fürchterlichen Redneck-Akzent Brad Britts verpasst.
  • Doch a propos Brad Pitt: Obwohl er natürlich als Headliner den kommerziellen Interessen Hollywoods dient und Leute (Frauen?) ins Kino lockt – SS-Offizier Hans „Jew-Hunter“ Landa, gespielt von Christoph Waltz, läuft ihm meilenweit den Rang ab. Diesen deutschen Schauspieler müssen wir uns merken. Seine Performance in diesem Film ist grandios! Ob ihm im nächsten Februar der Oscar winkt?
  • Bleiben wir bei den Schauspielern: Wer deutsches Filmgut kennt (nein, nicht solches aus den 1920er wie Die weisse Hölle vom Piz-Palü oder später erschienener nationalsozialistischer Schund), wird unzählige deutsche Schauspieler wiedererkennen: Daniel Brühl, Diane Krüger, Til Schweiger, Gedeon Burkhard, August Diehls. Ja sogar Christian Berkel, den u.a. man aus „Das Experiment“ kennt, hat eine kleine Nebenrolle (man achte sich, wie er in der Kellerszene im Hintergrund während Minuten ins Leere starrt).
  • Wer den Vorspann, der für mich nicht nachvollziehbar aus drei typographischen Stilen bestand, genau gelesen hat, dem fiel der Name Mike Myers auf. Und tatsächlich – da haben wir ihn vor uns, „Austin Powers“ in britischer Uniform, im selben Raum wie der zigarrenpaffende Churchill. Notiz am Rande: Mike Myers ist Kanadier …
  • Tauchen Europakarten auf (wie eben gerade in besagter Szene mit Mike Myers oder bei Hitler in Berlin), ist die schweizer Grenze realitätsgetreu eingezeichnet und vom Dritten Reich umgeben. Dies ist für dem Reduit-Mythos aufsitzenden Schweizer wie auch für Geschichtsstudenten sehr, sehr wichtig! Einige Filme, die in der Zeit des Dritten Reichs spielen, unterschlagen dieses Fakt einfach.
  • Der feine britische Schnurrbart des Spions verschwindet, als er sich in Frankreich in die SS-Uniform wirft. Neben dem Feldgrau der deutschen und dem Gagelbraun der britischen Uniform sind es gerade solche Facetten, die die beiden Kulturen im Zweiten Weltkrieg unterscheiden. Da der rasierte Deutsche, dort der feine englische Offizier mit Schnurrbart.
  • Wenn ich mir die DVD zum Film kaufen werde, werde ich als erstes minutiös den Füllstand in den verschiedenen Schnitten von August Diehls „Stiefel“ (Szene in der Kellerbar) untersuchen.
  • Mindestens zwei Mal hat man das Gefühl, als würde Tarantino sich der Werbefilmindustrie anbieten: Als sich Shosanna schminkt (ist das den Marketing-Fuzzis von L’Oréal aufgefallen?) und als Shosanna zusammen mit Hans Landa Apfelstrudel mit Rahm ist. Zerstört wird die Atmosphäre durch die brennende Zigarette, die Landa im Strudel ausdrückt.
  • Hinzu kommt der Top Gun-Moment, wo Shosanna im roten Abendkleid verträumt zum Fenster rausschaut. Deshalb Top Gun, weil der gespielte Soundtrack ein poppiger Song aus den 1980er zu sein scheint.
  • Und schlussendlich noch ein Zückerchen für Hebo: Ihm ist die Cinderella-Fusszene mit Frau von Hammersmark besonders in Auge gestochen und hat mich nach dem Kinobesuch darauf hingewiesen, dass Tarantino offensichtlich ein Fussfetischist sei (womit sich Hebo selber auch als ein solcher verraten hat, da Normalfetischisten sowas gar nicht auffallen würde). Meine Vermutung, dass man auf Youtube einen Zusammenschnitt von Tarantinos Fusszenen findet, hat sich bei der Rückkehr prompt bestätigt: Tarantino Fetish Mix
  • Ah, eigentlich sind es zwei Zückerchen für Hebo: Mélanie Laurent heisst die Schauspielerin, die die jüdische Kinobetreiberin spielt – und eine klassische Hebo-Frau ist.
  • Die brennende Leinwand, auf welches das Gesicht Shosannas projeziert wird, erinnert mich verdächtig an den Apple-Werbespot „1984“.
  • Das gleich darauffolgende Massaker im Kino ist erfrischend anders – statt Tribunalen und anschliessenden Hinrichtungen von Hitlers willigen Helfern hätte man das Regime ja eigentlich auch so unschädlich machen können. Tarantino fällt damit aber auch irgendwie wieder in das undifferenzierte Schwarz-Weiss-Bild (sozusagen in Kavallerie und Indianer) zurück.
  • Das Ende ist enttäuschend: Ich war felsenfest davon überzeugt, dass sie Landa ebenfalls umbringen und skalpieren würden. Mieses Spiel!

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