Posts Tagged ‘Klima’

Donnerstag, 12. August 2010

Das blockierte Wetter

Ausgangspunkt ist die Beobachtung von sogenannten „blockierenden Wetterlagen“, wie sie seit Wochen die Hitze über Osteuropa hochtreiben und den pausenlosen Monsunregen über einem großen Gebiet Pakistans und Nordindiens herunterprasseln lassen. Sie sind nichts Ungewöhnliches, ein immer mal wiederkehrendes Naturphänomen, besonders auf der Nordhalbkugel. Normalerweise müssen solche Zellen über kurz oder lang aber wieder weichen, und das Wetter ändert sich. Über Eurasien ist das offenbar nicht der Fall. Der Grund: Seit Wochen sind die als „Jet Streams“ bekannten Starkwindströme in der oberen Atmosphäre, in mehr als sieben Kilometern Höhe, über diesen Regionen quasi wie festgefroren. Normalerweise blasen die Winde dort mit Hunderten Stundenkilometern und reißen auch darunter liegende Luftströme mit sich. Nicht so, wenn es zu „blockierenden Wetterlagen“ kommt. Dann ist das Wetter darunter, so Cubasch, „wie festgefressen“.

Quelle: Jüngste Naturkatastrophen: Das Wetter hat sich festgefressen – Klima – Wissen – FAZ.NET

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Freitag, 11. Dezember 2009

Weltweite Verdoppelung der AKWs

For example right now across the globe, there are nearly 488 uranium-hungry nuclear plants that are either proposed, planned or already in construction. Let me put that in perspective…

The number of nuclear plants is set to increase by 112% if all these projects go ahead.

Quelle: Ratings Agencies Put Spain on Negative Debt Watch

Ohne genaue Sachkenntnis (ich könnte eigentlich einen Kollegen fragen, der vor einiger Zeit von atel angestellt wurde, um deren neues KKW zu bauen) behaupte ich einfach mal, dass die Probleme bei der geplanten Verdoppelung der AKW-Zahl nicht erst beim Brennstoff, sondern schon viel früher zu Tage kommen werden.

In Stichworten:

  • Finanzierung? Durch den Steuerzahler natürlich, da sonst niemand 5 Milliarden (+2 Milliarden „Unvorhergesehenes“) pro Bauwerk aufwerfen möchte.
  • Ingenieure? In den letzten zwei Jahrzehnten kamen noch gerade 13 AKWs ans Netz. (weniger als eines pro Jahr auf heute 436 Stück). Optimale Voraussetzungen dafür, dass uns Grünschnäbel ohne praktische Erfahrungen im Mr. Bricolage-Stil die strahlenden Dinger in die Landschaft bauen werden. Selbstverständlich sind diese vollkommen sicher.
  • Baumaschinen und Rohstoffe? Keine Ahnung, ob es a) Firmen gibt, die solche Milliardenprojekte stemmen können und falls ja, b) wie viele es auf dieser Welt gibt. Schliesslich wollen wir Mühleberg nicht erst in 50 Jahren, sondern in 10.

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Sonntag, 6. Dezember 2009

Filmkritik: 2012

Ich habe es gestern doch getan — ich war tatsächlich Emmerichs 2012 im Pathé Westside schauen. Dies aber nicht des Films wegen, sondern weil ich wieder mal mit den Jungs im Kino abhängen holte. Normalerweise meide ich solche seichten Blockbuster von vornherein.

Entgegen anderer Filmkritiken hier auf diesem Blog (u.a. Star Trek XI, Indiana Jones 4 , James Bond: Casino Royale) halte ich mich hier kurz:

Meine Blase wäre fast explodiert! Die sich über 3 Stunden hinziehenden oberflächlichen Liebes- und Familiengeschichten sowie Gutmenschen-Stories hätten fast dazu geführt, dass ich in den Kinosessel gepinkelt hätte. Dies machte die Tortur durch den mit Visual Effects und Gigantomanie überladenen Film doppelt so schlimm, da physisch äusserst schmerzhaft spürbar. Selber schuld, man geht halt auch nicht Emmerich-Streifen schauen.

Ich träume von einer Filmbranche, die uns zukünftig vor solchen Emmerich-Blockbustern erschont. Keine Ahnung, wieso die Hollywood-Studios diesem Typen unablässig Abermillionen in den Hintern stossen, damit er sich einem Wiederholungstäter gleich immer wieder an CGI-Orgien mit äusserst flacher Story versuchen darf. Einfach fürchterlich!

Sonstiges:

  • Deutsche Synchronfassungen sind schlicht und ergreifend Scheisse!
  • Columbia Pictures — und der Film ist übersät mit Sony Vaio-Laptops …
  • Die Erdkrustenverschiebung rettet die Storyline, in dem die Antonov urplötzlich im Himalaya-Gebirge auftaucht, statt im südchinesischen Meer.
  • Der Russe (Yuri) war das Highlight des Films
  • Die Staatschef stimmen ungefähr mit der Realität überein — aber würde Berlusconi wirklich mutig mit seinen Landsleuten dem Untergang entgegen sehen? Der Höseler wäre doch der erste, der die Arche besteigen würde …

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Freitag, 4. Dezember 2009

Climategate — oder: Hier sind Rohdaten!

So sehr ich Messmers Ergüsse mag (er schreibt sozusagen die Weltwoche unter den wenigen Schweizer Blogs, die ich mir regelmässig zu Gemüte führe) … aber was zum Teufel schwafelt er da?

Und wie es sich gehört, für eine richtige Glaubensgemeinschaft, gibt es die Esoteriker, welche die Rohdaten zu den Glaubenssätzen besitzen (gut, die sind inzwischen vernichtet worden), die sie uns, dem profanen Volk in einfache Glaubenssätze und Regeln übersetzen.

Quelle: arlesheimreloaded-manfred-messmer – Der Hockey Stick-Kult

Herr Messmer, die Datengrundlagen für den Hockey-Stick sind sehr, sehr simpel! Wenn man den Klimawandel aufzeigen will, zieht man am Besten die guten, alten Temperaturmesswerte herbei. Den aus irgendeinem Grund sprach man früher immer von Klimaerwärmung — auch wenn der Begriff heute mit dem allgemeineren „Klimawandel“ ersetzt wird.

In der Schweiz wurden diese beispielsweise seit 1864 von der Schweizerischen Meteorologischen Centralanstalt mit unzähligen, über das ganze Land verteilten Messstationen erhoben und jährlich in den Annalen abgedruckt.

Abgedruckt, Herr Messmer! Sie können also — man verzeihe mir den Ausdruck — gopferdelli nochmal in die nächste wissenschaftliche Bibliothek (oder direkt zur SMA nach Zürich) gehen und dort die Annalen eines jeden Jahres seit 1864 auf Papier bestaunen.

Da Sie ja (korrekterweise) den baldigen Tod der klassischen Presse auf Grund des Internets predigen, möchte ich es nicht unterlassen, Sie auch noch darauf hinzuweisen, dass Meteoschweiz — man höre und staune! — die Monatsmittel der wichtigsten Messstationen kostenlos im Netz zum Download anbietet. Diese Dienstleistung nennt sich treffenderweise …

Langjährige homogene Temperatur- und Niederschlagsreihen der Schweiz

Sie können diese Daten also abgreifen, in Excel importieren und ihre eigenen Plausibilitätsberechnungen anstellen. Es ist nicht so kompliziert — wer in der Schule Arithmetik und Statistik gelernt hat, sollte über die nötigen Grundlagen verfügen, um mit den Rohdaten die nötigen Berechnungen anzustellen.

Ihr Einwand, dass die heutigen Forscher die Rohdaten absichtlich unter Verschluss halten oder gar löschen, um ihre Manipulationen zu verschleiern, ist damit nichtig. Denn wie soll ein Wetterbeobachter um 1920 von der viele Jahrzehnte später etablierten globalen Verschwörung um den Klimawandel gewusst und die Daten dementsprechend getürkt haben? Wenn Sie also an eine Verschwörung glauben, holen sie sich lieber die Annalen auf Papier. Denn so ist ausgeschlossen, dass ein neumodischer Klimawissenschaftler dreingepfuscht hat.

Anmerkung 1: Für die Kenner der Materie: Ja, ich weiss, dass die elektronischen Daten von SMA „homogenisiert“ werden. Messmer würde gerade hier die Scharlatanerie der Meteorologen vermuten — in Tat und Wahrheit geht es aber nur darum, dass die Messreihen angepasst werden müssen, wenn die Messstation verschoben wird. So lag die Messstation Bern um 1916 beispielsweise noch am westlichen Ende der Schanzeneckstrasse.

Anmerkung 2: Ich gehe mit meiner studentischen Naivität natürlich davon aus, dass sich die Temperaturkurve des Hockeysticks bereits mit solchen Messdaten klar aufzeigen lässt. Ich habe diese Kurve aber noch nie selbst berechnet! Sollte dies nicht der Fall sein, würde ich gewisse Zweifel der Climategatler selbstverständlich verstehen.

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Sonntag, 22. November 2009

Fäkalsprache zur Wetterbeschreibung

„Kacke, es pisst.“ – „Echt? So ein Scheiss.“

Quelle: Twitter / David Worni: RT @Frau_Elise: „Kacke, es …

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Mittwoch, 28. Oktober 2009

Erdöl — noch Fragen?

Thus, crude oil is a key ingredient in two of the most critical processes which make modern life possible – transportation and agriculture.

Quelle: Supply of Conventional Crude Oil is Very Close to its Peak

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Montag, 24. August 2009

Knochen für Moussi

Ich bin da ja mal gespannt, was Mousseman aus dieser Meldung macht:

Afrikanische Staaten wollen von Industrieländern jährlich 67 Milliarden Dollar Entschädigung für die katastrophalen Folgen des Klimawandels einfordern. Die Kompensationszahlungen sollten ab 2020 fließen.

Quelle: Klimawandel: Afrika fordert Milliarden-Entschädigung – manager-magazin.de

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Donnerstag, 20. August 2009

Natürliche Klimaanlage

We have no air conditioning. But we have shutters. We close the shutters, partially, in the morning to block out the sun. Then, in the evening, when it cools off, we open them up and enjoy the cool air. In the winter, you close shutters at night to conserve heat. In the summer, you use them to regulate heat and light. And always, they protect windows, curtains and fabrics.

Quelle: Shutters, A Great Invention

Viele Leute wissen auch hierzulande nicht mehr, dass man in solchen Hitzetage in der Nacht möglichst jedes Fenster der Wohnung öffnen sollte, damit die kühle Luft ins Haus strömt. Bei Sonnenaufgang, spätestens aber am Vormittag, sollten dann die Schotten Fenster dicht gemacht werden, um die kühle Luft im Haus zu behalten. Ausserdem fahren wir auf dem Balkon auch noch die Storen voll aus.

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Samstag, 6. Juni 2009

CO2-Reduktion zu Ende gedacht

[…] the stated objective of cutting carbon emissions by 83% by 2050 will go down in history as outrageous

[…] the average Utahan today has a carbon footprint of about 25 tons per year. […] When was the last time Utah’s carbon footprint was as low as 2.2 tons per person? Answer: Not since Brigham Young and the Mormon pioneers first entered the Wasatch Valley […]

Quelle: Waxman-Markey Bill: Most Expensive Thing to Hit Economy Since Financial Crisis Began

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Mittwoch, 17. Dezember 2008

Seit meiner Geburt hat es kaum soviel geschneit

Es schneit nicht nur viel, der Schnee bliebt dank der Kälte auch liegen: Eine klassische feucht-kalte Anomalie.

Wir erleben zurzeit den schneereichsten Winter seit den 1980er Jahren. In den letzten 25 Jahren lag im Mittelland nur noch selten für längere Zeit eine durchgehende Schneedecke.

Quelle: «Nun könnte es zu verheerenden Überschwemmungen kommen» – News Panorama: Vermischtes – bernerzeitung.ch

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