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Montag, 20. März 2017

Aktive Office 365 OneDrive-Benutzer in der Schweiz schätzen

Vor ein paar Tagen wurde ich auf einen kleinen Wettbewerb von Digitec aufmerksam. Gefragt war die Zahl der Personen in der Schweiz, welche aktiv Microsoft Office 365 OneDrive verwenden.

Zusammen mit zwei anderen Wettbewerbsteilnehmern war meine Schätzung von 91’200 Benutzern am nächsten an der gesuchten Zahl von 92’600 Personen.

Ich hatte so oder so vor, meine Überlegungen hinter meiner Schätzung zu erläutern — es freut mich aber umso mehr, dass ich mit meiner Herangehensweise Recht hatte (Google, ich warte auf euren Anruf — erwarte ich doch solche Kniffelspiele bei euren Bewerbungsgesprächen). Aber ja, schlussendlich sind es 69 CHF, die ich gewonnen habe — ein Abo hätte ich selber nicht gekauft.

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Schritt 1: Wie viele aktive Office 365-Benutzer gibt es weltweit?

Als erstes muss man die Grundgesamtheit eruieren. Glücklicherweise gibt Microsoft die gesuchte Benutzerzahl in ihren quartalsweise veröffentlichten Financial Reports bekannt.

Wie viele andere US-Unternehmen orientiert sich Microsofts Geschäftsjahr nicht an den Kalenderjahren. Stattdessen endet es jeweils am 30. Juni. In diesem Jahr wäre dies Q4 2017; anschliessend beginnt — obwohl noch im 2017 bereits Q1 2018. Das soll einer verstehen …

Diese und weitere Infos findet man wie bei allen börsenkotierten Unternehmen auf der Investor-Seite des Software-Riesen. Unter anderem sind dort auch die Q2 2017 Earnings abrufbar, die am 26. Januar 2017 veröffentlicht wurden. Dort liest man:

Office consumer products and cloud services revenue increased 22% (up 21% in constant currency) and Office 365 consumer subscribers increased to 24.9 million

Aus irgendeinem nicht mehr nachvollziehbaren Grund verwendete ich damals nur 24 Millionen Abonnenten.

Schritt 2: Den Anteil der Schweizer an dieser Grundgesamtheit schätzen

Doch wie macht man das am Besten?

Als erstes berechnete ich den Anteil der Schweizer Bevölkerung (8.081 Millionen, gemäss Google-Suche nach „einwohner schweiz“; Quelle: Weltbank, 2013) an der Weltbevölkerung (7.492 Milliarden, Quelle: Worldometer).

Dies ergäbe einen Anteil von 0.1078617192 Prozent. 0.1078617192 Prozent von 24.9 Millionen sind 26’857 Personen.

Das kann nicht sein, dachte ich mir sofort, als ich diese Zahl sah.

Nach ein paar Sekunden überlegen hatte ich den zweiten, rückblickend besseren Ansatz: Anstelle rein auf die Bevölkerungszahl zu schauen gibt es Faktoren, welche viel wichtiger für die Zahl der Office-Abonnenten in einem Land sind: Computer, Internetanschlüsse, Kreditkarten sowie Vertrautheit und Aufgeschlossenheit gegenüber Office-Produkten aus der Cloud.

Doch anstelle diese Zahlen irgendwie zu eruieren und in Relation zur Weltbevölkerung zu stellen, wählte ich einen Proxy, der diese Zahlen in sich vereinen musste: Das Bruttosozialprodukt respektive Englisch das Gross Domestic Product (GDP), und zwar den Anteil der Schweiz am weltweiten GDP.

Diese Zahl war wiederum mittels Google höchst einfach zu finden: Switzerland: Share in global gross domestic product (GDP) adjusted for Purchasing Power Parity (PPP) from 2010 to 2020

In aller Flüchtigkeit achtete ich nicht genau auf das Diagramm und pickte die Zahl über dem Balken ganz rechts: 0.38 Prozent. Leider merkte ich erst nachdem ich meine Berechnung auf Digitec gepostet hatte, dass ich die für 2020 vorausgesagte Zahl erwischt hatte und nicht diejenige für 2017 (0.41 Prozent).

Die beiden Unschärfefehler 24 Millionen Abonnenten und ein GDP-Anteil von 0.38 Prozent führten zu der Schätzung, welche ich schlussendlich postete: 91’200.

Nur der Benutzer lombak war mit 91’800 Benutzern noch näher dran, während der Benutzer manuel.schuepbach wohl nur geraten und mit 88’888 eine reine Schnapszahl hingeschrieben hat.

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Dienstag, 1. November 2016

upc cablecom Performance an der Melchtalstrasse im Breitenrain

Eine Bekannte von mir hat sich vor einigen Wochen darüber beschwert, dass die Performance ihrer Internetverbindung von upc cablecom (Quadruple Play Kabel-Anbieter hier in der Schweiz) in ihrer Wohnung an der Melchtalstrasse im bernischen Breitenrain gelegentlich zu wünschen übrig lässt.

Sie war sich sicher, dass die in ihrem aktuellen Internet-Abo als Best Effort versprochene 200 MBit/s Downloadgeschwindigkeit und 20 MBit/s Uploadgeschwindigkeit während den angesprochenen Phasen nie und nimmer erreicht werden.

Ich habe ihr deshalb Anfangs Oktober 2016 einen Linux-Laptop (Lenovo X200s mit Gigabit-Ethernet, welcher mit Cat 5e-Kabel direkt am Router TP-LINK WNDR3600 hängt) ins Netzwerk gehängt, welcher jede Stunde einen Ookla Speedtest mit dem Fiber7-Server durchführt und mir die Werte zurückmeldet.

Nach drei Wochen Monitoring verfestigt sich das Bild, dass mit der Internet-Anbindung tatsächlich etwas faul ist. An praktisch jedem Tag zeigt sich im RRDtool-Graph dasselbe Bild: Ab ca. 18 Uhr bricht die Downloadgeschwindigkeit von annähernd 200 MBit/s zunehmend ein, erreicht mit ca. 40 MBit/s den Tiefpunkt und erholt sich ab 22 Uhr langsam wieder:

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Meine Vermutung: Im Breitenrain könnte die Studentendichte sowie die Dichte der Yuppies sehr hoch sein. Diese schauen nach Feierabend nicht TV, sondern werfen sich Netflix & Konsorten (vielleicht sogar Bittorrent?) an und streamen sich die TV-Sendungen und Filme ihrer Wahl. Was dafür spricht: Am letzten Wochenende war der Einbruch noch dramatischer als unter der Woche. Der Graph zeigt, dass ausserhalb der Stosszeiten die versprochenen Bandbreiten erreicht werden.

Und nein, meine Bekannte sabotiert sich nicht selber: Sie hat unregelmässige Arbeitszeiten (Früh- und Spätschicht, manchmal auch an Wochenenden), weshalb sie in vielen Fällen von den Geschwindigkeitseinbrüchen gar nichts mitbekommt.

Und was tut der ISP, der hoffentlich über ein viel, viel ausgeklügelteres Monitoring verfügt als ich? Nichts. Wie für unsere Halunken-ISPs hier in der Schweiz so üblich versteckt man sich hinter der Vertragsklausel Best Effort, überbucht das Netz gnadenlos und lenkt den Umsatz nicht in den Ausbau des Netzes, sondern lässt diesen in die Taschen der grosskapitalistischen Shareholder in Übersee fliessen. Und natürlich hofft man darauf, dass der dumme Benutzer nicht auf die Idee kommt, regelmässig Geschwindigkeitsmessungen durchzuführen.

upc cablecom, bitte aufwachen! Im Breitsch braucht es eine grössere Leitung, aber bitte zack zack!

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Freitag, 2. September 2016

Wer macht in der Schweiz Politik?

„Denn Politik wird hierzulande anders gemacht als von nicht-gewählten Funktionären in Hinterzimmern.“ — Dominik Feusi

Quelle: Beziehungen Schweiz-EU: Fertig mit Achselzucken

Richtig: Von Lobbyisten in der Wandelhalle.

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Freitag, 13. November 2015

Saucisson Vaudois

Folgendes Rezept hat bei uns gut funktioniert:

Swissmilk: Papet Vaudois

Einzige Abweichung: Die Kartoffeln habe ich vor der Beigabe in die Lauchpfanne im Dampfkochtopf gegart, damit sie garantiert durch sind. Auch habe ich die Würste angestochen (Achtung vor Fettejakulation ins Gesicht!) und den Saft in die Lauchpfanne laufen lassen.

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Donnerstag, 30. Juli 2015

Interkontinentale Direktflüge ab Zürich und Genf

Vor einigen Tagen beschäftigte ich mich mit Flugpreisen nach Kalifornien und zog in Erwägung, einen Flug mit einem Zwischenhalt irgendwo zwischen New York und San Francisco zu buchen, um einerseits einen günstigeren Flugpreis zu ergattern und andererseits meinen noch verfügbaren Ferientagen Rechnung zu tragen (ich entschied mich schlussendlich dann aber doch für meine „Stammlinie“ LX38/LX39).

Auf der Web-Site des Flughafens Zürich fand ich bei diesen Abklärungen leider keine einfach verständliche Übersicht, welche Destinationen alles von ZRH angeflogen werden (in SQL-Jargon: SELECT DISTINCT(airport) FROM destinations). Und ich war mir zu doof, seitenweise Abfluglisten nach US-Destinationen zu durchkämmen. Deshalb liess ich die Sache vorerst ruhen.

Wenige Tage später dann stiess ich im RSS-Feed von Newly Swissed auf den Artikel Switzerland’s Infrastructure Sets the Country Worlds Apart. In der Originalversion brachte der Artikel eine schicke Grafik mit, welche alle interkontinentalen Destinationen aufzeigte, die von den Flughäfen Genf-Cointrin und Zürich-Kloten direkt angeflogen werden. Leider ist diese Grafik in der Web-Version des Blog-Artikels verschwunden. Genau danach suchte ich!

Direct Intercontinental Flight Connections from ZRH and GVA 2014
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Quelle: Switzerland Global Enterprise: Handbook for Investors 2014

Heute endlich hatte ich Zeit, um das Internet nach der gesuchten Grafik zu durchsuchen. Und tatsächlich, mit Google Queries wie site:s-ge.com ext:pdf fand ich zuerst die 2012er-Version der Grafik in der Broschüre „Investorenhandbuch“ (Seite 107). Nun gut, dachte ich mir, Newly Swissed hat sicherlich die aktuellste Version der Broschüre herangezogen und die Grafik von dort herauskopiert.

Doch wie kam ich nun an die aktuellste Version der Broschüre? Nach einer kurzen Google-Suche dann die Erleichterung: Auf der Seite Handbook for Investors 2014 kann man das Kapitel 11 „Infrastructure“ kostenlos herunterladen. Auf Seite 126 findet sich besagte Grafik, welche die Grafik von 2012 ästhetisch um Welten voraus ist.

Wenn ich mich in Zukunft interessiere, wohin auf der ganzen Welt ich mit einem Direktflug von ZRH oder GVA komme, konsultiere ich die hier aufgeschaltete Grafik. Wunderschön, und äusserst informativ.

Nachtrag

Und — fast hätte ich es vergessen — folgende nordamerikanische Destinationen erreicht man ab ZRH und GVA mit einem Direktflug:

  1. Montreal
  2. Toronto
  3. Chicago
  4. Philadelphia
  5. New York Newark
  6. New York JFK
  7. Boston
  8. Washington
  9. Atlanta
  10. Miami
  11. San Francisco
  12. Los Angeles

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Samstag, 6. Juni 2015

Ctrl-l bei Cyon SSH-Zugängen wieder zum Laufen bringen (sowie: Kritik an Cyon)

Vor Jahren war der Shared Hosting-Anbieter Cyon ein Lichtlein am Horizont — klasse Design, einfach zu bedienende Admin-Oberfläche ohne irgendwelchen Schnick-Schnack.

In den letzten Monaten hat der Anbieter bei mir leider viel Goodwill eingebüsst; es scheint, als passe Cyon bald im Monatsrhythmus seine Infrastruktur an, und der Leidtragende ist der Kunde:

  • Web Application Firewall. Unter dem Motto „Wir machen Web-Hosting noch sicherer!“ wurde primär einfach mal mein auf PHP und MySQL basierendes Site Management Tool zerschossen, welches seit bald 15 Jahren bei unzähligen Hostern produktiv läuft (und von mir auch regelmässig angepasst wird). PHP-Code darf nun nicht mehr per HTTP POST übermittelt werden, denn das sei grundsätzlich einmal ein Sicherheitsrisiko. Und überhaupt. Was zur Folge hat, dass meine Daten sowie diejenigen meiner betroffenen Kunden auf einen anderen Web-Server gezügelt werden mussten, welcher von einer nicht so paranoiden WAF abgeschirmt wird.
  • Lüpfen ohne Vorwarnung oder Testsystem. Ungefähr jedes halbes Jahr lüpft der Anbieter über Nacht die PHP-Standardversion. Finde ich im Grunde Klasse und äusserst fürsorglich. Wenn dann die Sysadmins dort wenigstens ein wenig Hirn walten lassen würden und meine für Cyon adaptierte php.ini ebenfalls von Version zu Version portieren würden. Aber nein, bei jedem PHP-Upgrade kriegt man eine liebevoll von Cyon vorbereite php.ini vorgesetzt, welche natürlich alle selber vorgenommenen Spezialeinstellungen nicht enthält. Ohne irgendwelche Vorwarnung, teilweise um 10 Uhr morgens. Dann heisst es auf der Arbeit, alles liegen und stehen lassen, irgendwie per SSH Verbindung zum Web-Server aufnehmen und die zerschossene php.ini mit einer Sicherheitskopie überschreiben. Dasselbe passierte übrigens mit oben genannter Problematik: Von einem Tag auf den anderen waren alle meine Web-Sites plötzlich wieder hinter einer amoklaufenden WAF aufgeschaltet und funktionierten wieder einmal nicht mehr. Nach Interventionen und langer Wartezeit bequemte sich ein System Engineer dort, den althergebrachten Zustand wieder herzustellen.
  • Kommunikation? Vergesst es. In der heutigen Zeit wäre es mittels E-Mail, Blog und RSS-Feeds ja echt keine Sache, die professionellen und semi-professionellen Kunden über geplante Änderungen zu informieren. Mit genügend Vorlaufzeit, damit das Datum im Kalender markiert werden kann und allenfalls bereits Anpassungen am Code vorgenommen werden können. Aber bei Cyon lebt man nach dem Grundsatz „Was der Kunde nicht weiss, macht ihn nicht heiss.“ Was halt leider dazu führt, dass der Kunde immer wieder aus heiterem Himmel eine grundlegende Anpassung vorgesetzt erhält.

Was mich zu meinem eigentlichen Problem führt: Es scheint, als hätte Cyon kürzlich den Web-Server von LiteSpeed auf Apache gewechselt (ich kämpfe derzeit mit Zeichensatzproblemen, weil AddDefaultCharset utf-8 in .htaccess nicht mehr beachtet werden). Nun gut und recht. Zusammen mit diesem Wechsel kommt auch die SSH-Shell komisch daher.

Insbesondere nervte mich tödlich, dass ich neuerdings das aktuelle Terminal-Fenster nicht mehr mittels Ctrl-l löschen konnte (analog zum Befehl clear, halt simpler und schneller). Wenn ich die Tastenkombination betätigte, erschien einfach eine neue Zeile mit der Befehlseingabe.

Nach einigen längeren Nachforschungen und Pröbeleien (wohl so eine Eigenheit von bash mit .bash_profile und .bashrc) löste folgender Eintrag in .bashrc mein Problem.

...
# User specific aliases and functions
bind -x $'"\C-l":clear;'

Quelle: To bind clear to ^l in Bash

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Donnerstag, 20. November 2014

Transakt nach Smartphone-Wechsel neu aktivieren

Update April 2016

Mit dem Kauf eines brandneuen iPhone SE musste ich auf dem Neugerät auch die Transakt-Applikation neu aufsetzen und konfigurieren.

Nachfolgend die (derzeit gültigen) Links auf Web-Seiten, mit welchen man die Applikation neu initialisieren kann. Es ist unerlässlich, den richtigen Kreditkartenherausgeber auszuwählen:

Originalartikel

Vor kurzem habe ich mir ein gebrauchtes iPhone 5S geleistet und das betagte iPhone 4 in den Ruhestand geschickt. Beim Wechsel des Smartphones musste ich unter anderem die PhotoTAN-Applikation von Raiffeisen als auch die Transakt-Applikation von Swisscard AECS AG auf das neue Smartphone bringen.

Während es über die Web-Oberfläche von Raiffeisen Online-Banking äusserst simpel ist, ein neues oder zusätzliches Smartphones für die PhotoTAN-Applikation freizuschalten (vorausgesetzt, man hat den Aktivierungsbrief noch rumliegen), ist es mit Transakt etwas schwieriger.

Erster Anlaufpunkt ist die entsprechende Web-Site von Swisscard AECS AG, dem Kartenunternehmen meiner Hausbank. Eine Google-Suche bringt mich auf folgende Web-Site:

3-D Secure

Beim Klick auf den Button im Abschnitt „Change your profile“, welcher auf die Web-Seite www.swisscard.ch/credit-suisse/en/customer-service/a-to-z/3-d-secure-change-profile/ zeigt, führt ins Leere, d.h. im Fachjargon es wird ein HTTP 404 generiert.

Nun gut … dann verwenden wir stattdessen halt die Web-Site-Suche des Kreditkartenherausgebers und versuchen die nicht (mehr?) korrekt verlinkte Web-Seite an Hand ihres Seitentitels ausfindig zu machen:

Suche nach „change profile“ auf Swisscard.ch

Und tatsächlich: Über folgende Seite kann man sich einloggen und per SMS einen neuen Aktivierungscode für die Transakt 3D-Secure-Anwendung zusenden lassen:

3-D Secure Change Profile

Ursache des Problems (ein Dankeschön-Schöggeli vom Webmaster nehme ich gerne unter meiner Postanschrift entgegen): In der ungültigen URL heisst es swisscard.ch/credit-suisse/en/..., während es in der gültigen URL swisscard.ch/en/credit-suisse/... heisst.

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Sonntag, 31. August 2014

Über die Herkunft von Hugo Reitzel Maiskolben

Nach der zweitägigen Wanderung von Innertkirchen zur Gaulihütte und zurück zum Parkplatz Mürvorsess im Urbachtal galt es heute Sonntag bei der Ankunft in Bern meinen Heisshunger zu bändigen. Was gibt es da besseres, als an einem wolkenbehangenen, kühlen Sonntag-Nachmittag die Raclette-Saison einzuläuten?

Nachdem ich viel zu viele Scheiben heissen Käse mitsamt Beilagen verschlungen hatte, fiel mir in einer ruhigen Minute plötzlich auf, dass sich die Etiketten der Hugo Reitzel Silberzwiebeln und Hugo Reitzel Maiskölbchen auf subtile Weise unterscheiden:

Hugo Reitzel Essigwaren
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Den Maiskölbchen fehlt das Schweizer Kreuz! Wieso denn das, fragte ich mich — und wurde auf der Rückseite rasch fündig: Die Maiskölbchen sind „Fabriqué en Inde“. Ja Himmelheiland! Da tischt man sich nach einer Wanderung in urschweizerischen Gegenden (heute fand in Meiringen notabene auch noch das 12. Eidg. Scheller- und Trychlertreffen statt) ein urschweizerisches Mahl auf, und isst dann zusammen mit in einem in China hergestellten Raclette-Öfeli geschmolzenen Schweizer Käse und Schweizer Patatlis nicht etwa lokal hergestellte Maiskölbchen, sondern solche, welche aus Indien um die halbe Welt geschifft werden?

Nun gut, dachte ich mir — die Produkte hatte ich während einer Aktion als 3er-Combo-Pack im nahegelegenen Denner erstanden. Per Zufall hatte ich angesichts der in diesem enttäuschenden Sommer viel zu früh nahenden Raclette-Saison weitere Maiskolben angeschafft. Doch dieses Mal in der MIGROS. Und die Verwalter von Duttis Erbe würde ja sicherlich keinen solchen ökologischen Irrsinn befürworten. Denkste:

Hugo Reitzel Essigwaren Rückseite
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Auch die MIGROS Classic-Maiskölbchen stammen aus Indien: „Elaboré en Inde“. Und analog zur Verpackung von Hugo Reitzel ist auch auf der MIGROS-Verpackung jeder Text in dreifacher Übersetzung (D/F/I) angebracht, ausser die Herkunftsbezeichnungen, welche erstaunlicherweise ausschliesslich in Französisch wiedergegeben sind. Zufall? Absicht?

Und aus aktuellem Anlass: Wie wissen in diesem Falle die armen Thurgauer- und Nidwaldner-Kinder eigentlich, wo ihre Speisebestandteile herkommen?

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