Posts Tagged ‘Corona’

Dienstag, 27. Oktober 2020

Corona: Übungsabbruch

Die aktuelle Lage in der Schweiz kommt mir irgendwie fürchterlich bekannt vor — alle Leute, die bereits etwas länger mit Computern hantieren, erinnern sich garantiert an folgende Geschichte, die sich so, oder sehr ähnlich, in praktisch jedem Haushalt zugetragen hat (Analogie? Metapher?):

Man besitzt eine 40MB Festplatte, die nur noch einige Megabytes an freiem Festplattenplatz bietet. Ein, zwei Jahre zuvor, als man die Platte im Laden abholte, konnte man sich nicht ausdenken, sie je zu füllen.

Doch nun läuft sie fast über. Man lädt sich Tools aus dem Internet herunter, welche einem anzeigen, welche Ordner und Dateien am meisten Festplattenplatz beanspruchen. Ein, zwei Megabytes an altem, unnützen Schrott hat man damit rasch gelöscht. Die Warnmeldungen verschwinden danach und man benutzt den Computer beruhigt wieder für die ursprünglichen Aufgaben.

Doch dann das: Einige Wochen später wieder dasselbe Problem. Man beginnt immer mehr, am Festplatteninhalt rumzuwursteln, steigert sich zunehmend in etwas hinein, verliert den Wald vor lauter Bäumen aus den Augen und verplämpert Stunden mit Aufräumaktionen — plötzlich sind einige wenige Kilobytes an Platzgewinn das Tagesereignis schlechthin. Doch anteilsmässig kommen diese Platzreduktionen „too little, too late“, wie US-Amerikaner sagen.

Vielleicht beginnt man sogar, sich nach der „Esoterik“ im IT-Sektor umzuschauen: Doublespace. Wieso nicht einfach die Festplatte komprimieren? Die CPU-Zeit zum Dekomprimieren kann man sich leisten, rödelt die CPU doch die meiste Zeit ohne Auslastung herum. Leider funktionieren solche Techniken nur mit Textdateien und anderen effizient komprimierbaren Dateiformaten. Bei JPEG, MPEG und MP3 helfen auch solche Tools nichts mehr, und die werden zu dem Zeitpunkt bereits immer populärer.

Diese Endlosschleife wiederholt sich nun in immer kürzer werdenden Intervallen. Bis es einem schlicht zu blöd wird. Man überprüft den Kontostand, sichert sich bei der Partnerin die Finanzierung, und dann geht man zu Prompt Computer an die Neuengasse in Bern. Und ersteht sich eine 80MB Festplatte. Ruckzuck ist diese installiert und die Daten von der alten auf die neue Platte geklont — und es strahlen einem 40MB freien Festplattenplatz entgegen. Die Platte, die hält, was sie verspricht. Vorerst. Bis sich das Rad ungefähr zwei Jahre später wieder genau gleich zu drehen beginnt.

Und nun der Übergang zur aktuelle Corona-Lage: Übungsabbruch. Ich kann sowohl das schon fast esoterisch anmutende Rumgewurstle und die Kakophonie nicht mehr ertragen. Behörden, Politik und (Mainstream-)Medien haben mein Vertrauen verspielt. Anstelle zuzugeben, dass sie weder eine Ahnung noch ein Rezept haben, der „Pandemie“ wirksam zu begegnen, werden in immer kürzeren Abständen immer hirnrissigere Massnahmen ausprobiert und dem Volk suggeriert, dass man die Situation bald im Griff habe.

Leute, die in die Taskforce eingebunden sind, führen ein Doppelleben auf Twitter — fast so wie ein Bundesrat, der in einer Sache den Beschluss des Gremiums zu vertreten hat, aber eigentlich dagegen gestimmt hat. Und dann seine Meinung überall und jedem erzählt, ob die Person es nun überhaupt hören will oder nicht.

Aus meiner Sicht sieht die Flucht nach vorne folgendermassen aus: Der Bundesrat beruft eine Pressekonferenz ein. Simonetta Sommaruga steht aufrecht und ehrlich vor die Medien und gesteht, dass man diesen Virus nicht in den Griff bekommt. Sie und Alain Berset blicken ernst in die Kamera und bereiten das Schweizer Volch auf das vor, was kommen wird: Viele weitere hundert, vermutlich sogar tausende Tote unter den ältesten, vulnerablen Bewohnern der Schweiz (plus ein paar Unglückliche mit jüngeren Jahrgängen, die zum falschen Zeitpunkt am falschen Ort waren — oder von Vorerkrankungen geschwächt sind). Vielleicht übertreiben die beiden hier sogar ein wenig mit den apokalyptischen Prophezeiungen — doch lieber so, als umgekehrt: Stellt sich der Virus im Nachhinein als doch nicht so wild heraus, kann man wenigstens dann mit erfreulichen Nachrichten vor die Bevölkerung stehen und sich feiern lassen, dass nicht so viele gestorben sind, wie befürchtet.

Berset übernimmt die Verantwortung über das Debakel im BAG im spezifischen — einem Amt unter seiner Aufsicht, welches 2020 ein Budget von 168 Millionen verschlingt — und das offenbar äusserst marode Gesundheitssystem der Schweiz im Generellen (wofür ebenfalls des Departements des Innern zuständig ist). Eines der teuersten der Welt, aber offenbar nur (noch?) fähig, kleine, nicht lebensbedrohende Boboli zu behandeln. Dessen Personal- und Infrastruktur offenbar nur derart knapp dimensioniert ist, dass im Kanton Schwyz 10-20 spitalfällige Corona-Infizierte reichen, um die Spitalchefin einen Hilferuf in den Medien zu lancieren. Zu einer anderen Zeit, mit anderem Personal hätte man vielleicht statt YouTube-Videos zu filmen lieber Wege gefunden, um dem Ansturm begegnen zu können (bspw. dem Chef eines befreundeten Spitals anrufen, und freundlich um Verlegungskapazitäten anfragen).

Berset gibt seinen sofortigen Rücktritt bekannt, denn er, der das als Vorsteher des EDI alles toleriert hat, kann schlicht nicht die Lösung des Problems sein. Er ist stattdessen Teil des Problems.

Der Befreiungsschlag hilft. Die verbleibenden Bundesräte künden nach Beratung mit den staatstragenden Parteien und Interessenverbänden einen Marschall-Plan für das Schweizer Gesundheitswesen an: Die nächste Pandemie kommt bestimmt, und das nächste Mal wird sie keinem etwas stärkeren Grippejahr ähneln, sondern eher der Pest im Mittelalter. Darauf bereitet man sich nun vor: Man benötigt rasch aktivierbare Intensivplätze, aber gleichzeitig auch ausreichend Personal, um die Kranken zu pflegen. Beginnt man mit der Ausbildung jetzt, könnte man es knapp bis zur nächsten Pandemie hinkriegen. Statt die Swiss mit einer zweiten Kreditlinie zu retten und teure Kampfflugzeuge anzuschaffen, erhöht man die Löhne der Krankenpfleger durchs Band.

Was er auch immer tut: Der Bundesrat tritt immer mit der klaren Ansage auf, dass es auch bei der nächsten Pandemie viele Tote geben wird. Denn der moderne Bundesstaat hat es auch nach 172 Jahren nicht geschafft, jedem von uns das ewige Leben zu garantieren.

Schlussendlich gibt es natürlich auch noch eine PUK, die sowohl im BAG keinen Stein auf dem auf dem anderen lässt (Empfehlung: vollständige Auflösung des Bundesamtes, kompletter Neustart mit frischem Blut — aber Achtung vor der Pharmaindustrie und deren Lobbyisten, die stehen dannzumal längst in den Startlöchern) als auch die Verfehlungen der Schweizer Medien wie auch der Taskforce transparent macht.

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Sonntag, 25. Oktober 2020

Ich liebe meine Uniqlo AIRism Community Face Mask!

Nützt höchstwahrscheinlich nichts (was wir lange vermutet haben wird vom Kassensturz-Test nachgewiesen), aber schaut in der Farbe schwarz immerhin super scharf aus!

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Sonntag, 25. Oktober 2020

Helm, eh, … Maske auf!

(Das Photo wurde im September 2020 von meiner Frau in Nürnberg geschossen, als ich mir nach dem Abendessen im Bratwursthäusle bei Tafelzier noch ein Dessert gönnen wollte)

… aber wenn ich mit Maske UND dem Velohelm auf dem Kopf in den Globus Lebensmittel in Bern gehe, schauen mich alle komisch an! Dabei kann sowohl eine Corona-Infektion als auch auf-den-Kopf-fallen zum Tode führen. Die Wahrscheinlichkeit ist vermutlich in beiden Fällen verschwindend klein. Aber auch ich freunde mich langsam mit dem Null-Risiko-Ansatz an.

Spass beiseite: Ich weiss, ich weiss: Ich trage die Maske, um die vulnerablen Mitmenschen vor potentiellen Corona-Aussonderungen zu schützen.

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Montag, 19. Oktober 2020

BREAKING: Web-Site zeigt Auslastung der Schweizer Intensivstationen

Endlich! Während die seit acht Monaten auf Corona-Schreckensmeldungen konditionierte Öffentlichkeit täglich nach der Zahl der positiv Getesteten lechzt, wünschen sich Leute mit etwas mehr Verstand eine Übersicht der Auslastungszahlen der Intensivstationen des Landes.

Und die gibt es seit langem, nur wusste ich das nicht. Dank geht an einen Bekannten, der mir den Link freundlicherweise zugesendet hat:

icumonitoring.ch

(Nachfolgend Screenshots mit Stand 23. Oktober 2020, d.h. Prognose?)

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Deutsches Äquivalent: DIVI-Intensivregister

Nachtrag

Eine Kollegin hat mich darauf hingewiesen, dass die Bettenkapazitäten (noch?) nicht das Hauptproblem sind. Das grössere Problem sei, dass qualifiziertes IPS-Pflegepersonal fehlt. Denn Patienten müssen ja nicht nur in einem Bett liegen, sondern auch von jemandem betreut werden.

Da scheint sich nun zu rächen, dass in der Schweiz offenbar seit Jahren zu wenig Personal ausgebildet wird, und das existierende Personal vermutlich deshalb auch regelmässig verheizt wird. Und sich diese Knappheit vermutlich auch nicht im Salär widerspiegelt.

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Montag, 19. Oktober 2020

Die Schweiz auf dem Weg nach Coronistan

Sehr, sehr viele Schweizer haben ihr Ticket schon gebucht, sich bereits eingecheckt und sitzen auf ihrem Sitzplatz. Für sie geht es nun mit Maske und unter der Führung der Schutzheiligen Saint Berset und Santa Sommaruga in die Utopie einer Null-Risiko-Gesellschaft.

Ich weigere mich, mit auf diese Reise zu gehen, und höre und lese lieber, was die letzten Mohikaner uns sagen möchten (Quintessenz: „Sapere aude“):

Daniele Ganser, SIPER

Ferner:

Patrick Feuz, Der Bund

Zweiter Lockdown ist keine Option Der Kampf gegen das Virus bleibt mühsam. Doch es bringt nichts, bei jedem Anstieg der Infektionsrate den Kopf zu verlieren.

Georg Häsler Sansano, NZZ

Jetzt nur nicht die Nerven verlieren! Früher als erwartet hat die zweite Corona-Welle auch die Schweiz erfasst. Behörden und Bevölkerung müssen jetzt dem inneren freiheitlichen Kompass vertrauen. Die ausserordentliche Lage braucht es nicht mehr.

Rafael Lutz, Infosperber

Ein genbasierter Impfstoff soll’s richten Der Bund vertraut im Kampf gegen das Coronavirus auf einen mRNA-Impfstoff der Firma Moderna – er geht ein ziemliches Risiko ein.

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Samstag, 17. Oktober 2020

Binswanger fordert uns zu uneingeschränktem Wissenschaftsgehorsam auf

“Wir verfügen über hervorragende Wissenschafts­einrichtungen und über Forscherinnen, die zwar ganz bestimmt nicht allwissend sind, die aber ihre Erkenntnisse immer umsichtig und verant­wortungsvoll in die Debatte getragen haben. Warum werden sie nicht gehört?”

Quelle: Schluss mit dem Corona-Nonsens!

Aha. Meines Wissens sind „die“ Wissenschaftler seit Anfang 2020 auf Dauersendung, und tragen ihre Erkenntnisse „immer umsichtig und verantwortungsvoll“ in die Welt hinaus. Einige Beispiele?

Quelle: Forscher ist vorsichtig optimistisch

Lockdown eine Woche später hätte über 6000 Opfer mehr gefordert

Laut einer Modellrechnung der Uni Bern wären rund 1600 Leben gerettet worden, hätte der Bundesrat die Schweiz sieben Tage früher stillgelegt. Eine Woche später und die Spitäler wären überlastet gewesen. […] Christian Althaus, Epidemiologe der Universität Bern, ist dieser Frage nachgegangen.

Quelle: Berner Studie zu Corona-Massnahmen

Etwas anders sieht es ein emeritierter Professor, bei welchem ich seinerzeit (in grauer Vorzeit) die Einführungsvorlesung Politikwissenschaften besucht habe:

“Und so kamen Wissenschaftler mit anderen Fachbeurteilungen – vor allem auch kritische Volkswirtschafterinnen oder Juristen – gegenüber den meinungsführenden Virologen und Epidemiologen nicht zum Zug: Diese dominierten die Problemdefinition der Pandemie nicht nur zu Beginn des Prozesses, sondern auch während des gesamten Krisenmanagements. Das gab einer ebenso alten wie falschen Idee neuen Auftrieb: Dass «die» Wissenschaft die eine, richtige, gar einzig richtige Antwort auf neue Fragen finde.”

Und an die Adresse der Binswangers in den Redaktionsstuben:

“Die einseitige Medien-Berichterstattung samt den Versuchen, Kritiker insgesamt als «Verschwörungstheoretiker» zu denunzieren, ist unverzeihlich. Sie verletzt die Medien-Grundsätze der Unabhängigkeit wie des «audiatur et altera pars».”

Quelle: Wissenschaftler sollen zu den Grenzen ihres Wissens stehen

Den Kommentaren nach zu urteilen wünschen sich die meisten Republik-Leser das von Binswanger herbeifabulierte Coronistan herbei.

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Mittwoch, 14. Oktober 2020

Hilferuf des Spitals Schwyz — nur leider ohne harte Zahlen

Nachtrag 2: icumonitoring.ch sagt mir, dass im ganzen Kanton Schwyz (mit 4 Spitälern) insgesamt 11 Intensivbetten und 4 Beatmungsgeräte stehen. Watson: „Das Spital [Schwyz] verfügt über drei Plätze mit Beatmungsmöglichkeit, davon ist einer mit einem Covid-Patienten belegt.“ (das sind somit die Intensivbetten). Worauf das Spital Schwyz in der Videobotschaft aber vermutlich aufmerksam machen wollte: „Das Spital Schwyz hat seine Isolationsstation auf maximal 25 Personen ausgelegt. […] Am Mittwoch [14. Oktober 2020] seien 18 Plätze besetzt gewesen.“ (Quelle). Isolationsstation ist meiner Lesart nach also nicht Intensivstation, sondern Normalbetten in einem abgeschlossenen Bereich, um die COVID-19-Kranken separat von den restlichen Patienten zu behandeln. So stecken diese (hoffentlich) keine anderen Patienten an.


Heute erreicht uns ein Video-Hilferuf des Spitals Schwyz:

Die Nachricht ist unter anderem beim Blick, 20min und SRF angekommen und wird brühwarm weitergeleitet.

Ich weiss nicht, was genau in Schwyz abgeht.

Aber was mir als zahlenbasierter Zeitgenosse extrem wichtig erscheint, wird weder im Video noch in irgendeinem der von mir konsultierten News-Artikeln erwähnt:

  • Wie viele Normal- und Intensivbetten hat das Spital?
  • Wie viele der Normal- und Intensivbetten sind belegt, wie viele sind noch frei? (absolut, und prozentual)
  • Wie hat sich die Auslastung der Normal- und Intensivbettenbelegung seit dem ersten Corona-Fall im Kanton im März 2020 entwickelt? Das könnte man sehr schön visualisieren.
  • Wie viele der Normal- und Intensivbetten sind mit SARS-CoV-19 erkrankten Personen belegt?
  • Wie alt sind die Corona-Patienten in den Normal- und Intensivbetten durchschnittlich/im Median? Die Altersverteilung könnte man auch sehr schön visualisieren.
  • Wie viele Patienten leiden an Vorerkrankungen, wie viele Patienten waren vor der Einlieferung kerngesund?

Für (fast) jeden anderen Kanton könnte man auf dem Corona-Dashboard des Bundes (Zeitung) nachschauen, um zumindest die Rahmenbedingungen in Erfahrung zu bringen. Im Abschnitt „Covid-19-Patienten aktuell in Spitalpflege“ wird tagesaktuell die Zahl der (a) hospitalisierten an Corona Erkrankten angegeben, und (b) die Zahl derjenigen davon, welche auf der Intensivstation betreut werden müssen. Leider haben es die Datenjournalisten immer noch nicht hingekriegt, die Gesamtzahl der Spital- und Intensivbetten pro Kanton auch anzugeben und so die belegten Betten in eine greifbare Relation zu setzen.

Wie es der Zufall (?) will, gehört ausgerechnet Schwyz zu den zwei Kantonen, welche keine Zahlen melden … somit stehe ich etwas fraglos vor diesem Hilferuf: Sprechen wir von fünf Intensivpatienten, 30, 50, 100, 500?

Nachtrag

Pimärquelle

Über wie viele Betten spezifisch das Spital Schwyz verfügt, schweigt sich die Homepage (ZAHLEN AUF EINEN BLICK) völlig aus. Immerhin weiss ich jetzt aber, dass die (unbekannte Zahl an) Betten 2019 zu 85.1 Prozent ausgelastet waren.

Ich als Laie hätte ich echt gedacht, dass die Zahl der Betten eine der wichtigsten Kenngrösse eines Spitals ist, die prominent ausgewiesen wird (analog zur Zimmerzahl bei einem Hotel). Offenbar lag ich falsch.

Sekundärquellen

Gemäss dieser von Rob Salzer unterhaltenen Web-Site mit aktuellsten Corona-Statistiken waren am Freitag, 16. Oktober 2020, im ganzen Kanton Schwyz insgesamt 22 Corona-Patienten hospitalisiert.

Gemäss dieser Quelle aus dem Jahr 2012 verfügt der Kanton Schwyz über vier Spitäler (Einsiedeln, Lachen, Schwyz, Aeskulalp Klinik) und wies 2008 einen „Bedarf“ von 223 Betten aus. Ich gehe davon aus, dass dies der tatsächlich verfügbaren Bettenzahl entspricht. Für 2020 prognostizierte man damals einen Bedarf zwischen 223 (Minimum) bis 255 (Maximum) (Tabelle 29 auf Seite 72).

Zur Verifizierung dieser Zahl: 1998 zählte der Kanton gemäss BfS-Statistik noch 343 Betten. Die obigen Zahlen bewegen sich in derselben Grössenordnung, könnten also hinkommen.

Vorbildlich: Deutschland

Für Deutschland gibt es dafür das DIVI Intesivregister (Dank an Thomas Oettli, siehe Kommentar unten).

Man stelle sich vor, Kantone, Bund und Medien könnten eine solche Transparenz herstellen …

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Sonntag, 4. Oktober 2020

Untersterblichkeit im Kanton Bern

Neue Zahlen zeigen: Der Kanton Bern ist von der Pandemie bislang unterdurchschnittlich betroffen. Insgesamt sind gar weniger Menschen gestorben als in den Vorjahresperioden.

Quelle: Trotz Corona weniger Todesfälle

Logisch, dass vereinzelte Wissenschaftler — und das auch noch von meiner Alma Mater — fordern: Verschärft die Gesundheitsmassnahmen, denn die sind ja offenbar ungemein wirksam! Und jeder, der es wagt, die Hand fragend zu heben (Correlation does not imply causation) erfährt dann: Präventionsparadox, du Covidiot!

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Montag, 21. September 2020

Was ist eigentlich mit den Tönnies Corona-Infizierten geschehen?

Reden wir nicht lange um den heissen Brei herum:

Es gab 2117 Infizierte – niemand ist tot

Quelle: Traurige Bilanz 90 Prozent der Tönnies-Mitarbeiter steckten sich im Werk an (Artikel datiert auf den 1. September 2019)

Siehe dazu mein Artikel vom 28. Juni 2020: Corona in Schlachtbetrieben (und wie die Medien weiter Panik schüren).

Aktuell sind in Bern übrigens 10 positiv Getestete in Spitalpflege, davon 3 auf der Intensivstation (Quelle).

Und die einzige Corona-Statistik, welche ich mir seit Monaten ansehe (der Rest interessiert mich nicht mehr), zeigt seit Monaten 6 Tote unter 40 Jahren, sprich hat sich über all die Zeit keinen Millimeter nach oben bewegt:

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Wie ich gerade realisiere haben wir mittlerweile die Grenze von 2000 Corona-Toten überschritten. Seit dem ersten positiven Test sind 209 Tage vergangen, was 9 Tote pro Tag ergibt. Zur Relation: In der Schweiz starben 2017 im Schnitt 183 Menschen. Pro Tag. (Quelle)

Andere Erkenntnis: Es fehlen somit nur noch 95’065 Tote, um Nehers pessimistischtes Szenario zu bewahrheiten.

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Mittwoch, 16. September 2020

Die Maskenpolizei geht auch hierzulande um

Die Blockwarte in den Zügen der SBB haben auf Twitter allerhand zu tun, um renitente Mitbürger anzuprangern. Ein Beispiel, welches gestern in meiner Twitter-Timeline aufgetaucht ist:

Kann man machen. Ich möchte einfach noch folgendes zu Bedenken geben:

Was ist bei der Verwendung einer klassischen Atemschutzmaske (FFP) zu beachten?

Eine Atemschutzmaske ist nur dann wirksam, wenn sie korrekt angelegt wird. Vor dem Aufsetzen der Maske sollten die Hände gründlich mit Wasser und Seife oder einem geeigneten Desinfektionsmittel gereinigt werden. Die Maske muss gemäß der ihr beiliegenden Anleitung aufgesetzt werden. Sie muss Mund und Nase vollständig abdecken. Es muss sichergestellt sein, dass keine Lücken zwischen Gesicht und Maske vorhanden sind. Bartträger können keinen Dichtsitz erreichen.

Um die Atemschutzmaske abzunehmen muss sich der Träger der Maske zunächst in einen gefahrfreien Bereich begeben. Wichtig ist, die Maske schräg nach unten, leicht nach vorne gebeugt vom Gesicht abzunehmen. Sie sollte dann sofort in einen geschlossenen Behälter gegeben werden. Anschließend ist eine Reinigung der Hände mit Desinfektionsmittel oder mit Wasser und Seife nötig.

Quelle: COVID-19: Welche Atemschutzmaske ist die richtige?

Wäre schade, wenn sich die Maskenpolizisten selber nicht an diese Empfehlungen halten würden … denn ohne die pedantisch korrekte Anwendung ist und bleibt Maskentragen eine reine Alibi-Übung.

Nachtrag

Gerade in den Haushalt geflattert: Der K-Tipp über die Brutstätte „Gesichtsmaske“: Gesichtsmasken sind voll von Bakterien und Pilzen

Und noch etwas Statistik:

Von 1000 Personen, die das Pech haben, zwei Stunden lang unmittelbar neben einem Ansteckenden zu sitzen, stecken sich 35 an. Bei kürzeren Reisezeiten sinkt die Wahrscheinlichkeit, bei längeren steigt sie.

Quelle: So gross oder klein ist das Corona-Ansteckungsrisiko im Zug

Nachtrag 2

Auch ganz dumm gelaufen: Bund ruft zwei Typen von Atemschutzmasken zurück

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