Posts Tagged ‘Reisen’

Montag, 16. März 2015

Restaurants im Flughafen New York John F. Kennedy JFK in Terminal 4 vor dem Security Check

Am Ostermontag werde ich aus den USA zurückfliegend in Zürich landen. Die Rückreise beginnt im Flughafen JFK am International-Terminal 4 mit Swiss. Welche Verpflegungsmöglichkeiten habe ich an diesem Flughafen und in diesem Terminal, und zwar geordnet nach Pre-Security und Post-Security?

Folgende Web-Seite listet alle Fressbuden und deren Standort auf: Where to Eat at John F. Kennedy Airport (JFK). Mich interessieren derzeit nur die Restaurants vor dem Security-Check, welche gemäss dieser Web-Site wären:

Zwischenverpflegung

  • Au Bon Pain
    • pre-security
    • Arrivals Lobby
    • Yelp
  • KFC Express
    • pre-security
    • Mezzanine West
  • LaBrea Bakery
    • pre-security
    • Mezzanine East
    • Yelp
  • McDonald’s
    • pre-security
    • Mezzanine East
  • Peets Coffee & Tea
    • pre-security
    • Mezzanine West
  • Sbarro
    • pre-security
    • Mezzanine East
    • Mezzanine West
    • Yelp
  • Stadium Club
    • pre-security
    • Mezzanine East
    • Yelp
  • Upper Crust
    • pre-security
    • Mezzanine West
  • Wok & Roll
    • pre-security
    • Mezzanine West
    • Yelp
  • Bars

    • Sam Adam’s Bar
      • pre-security
      • Mezzanine East
    • Seafood Bar
      • pre-security
      • Mezzanine West

    Restaurants

    • The Palm Bar and Grill
      • pre-security
      • Mezzanine West
      • Yelp

    Leider sind die Yelp-Reviews aller Etablissements grottenschlecht, weshalb ich mich auf das schlimmste gefasst machte.

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    Sonntag, 18. November 2012

    Indien

    Vor mehr als drei Jahren trieb ich mich auch für zwei Wochen in Indien herum (von Mumbai nach Ahmedabad). Dank der Artikelserie im Blog von Manfred Messmer, welcher Indien in diesem Herbst (2012) für mehr als einen Monat bereiste, konnte ich aus der Ferne wieder in die faszinierende Kultur dieses Landes eintauchen. Und erinnerte mich an all die schönen Dinge wie die Menschenmassen, Farben und Gerüche in Mumbais Strassen, das fantastische Essen (bis zur unweigerlich auftretenden Diarrhöe), die gegenüber Weissen gastfreundliche, immer von neuem faszinierte Lokalbevölkerung. Aber auch an die lästigen („Haggling“) und teilweise gänzlich negativen Dinge.

    Auch wenn Messmer seine Reise folgendermassen auf den Punkt bringt:

    Kurz zusammengefasst: Tagtäglich versucht jemand in Indien, einen übers Ohr zu hauen. Man bezahlt Lehrgeld, weil es immer wieder neue Varianten gibt, auf die man reinfallen kann.

    Quelle: Charlie: “No problem – sometimes good, sometimes bad”

    Wichtig ist einfach, dass man sich auf den für uns mit Preisetiketten verwöhnten Schweizer wieder auf die archaischen Wurzeln unserer Zivilisation einstimmt — und um wenige Rappenbeträge verhandelt, als gäbe es kein Morgen mehr. Mich verschlägt es garantiert wieder nach Indien.

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    Sonntag, 28. November 2010

    Ausgehen für Berner in Las Vegas

    Welch eine Konstellation hatten wir vor einigen Wochen für unseren Trip nach Las Vegas zusammengebracht: Alles, was Rang und Namen hatte und nicht aus beruflichen, beziehungstechnischen oder flugängstlichen Hindernissen einen Rückzieher gemacht hatte, war auf Platz.

    Da wir — sechs Jungs ohne weibliche Begleitung — Vegas an einem Wochenende unsicher machten, war von Beginn weg klar: Anstehen geht gar nicht, und das Risiko, auf Grund unseres Geschlechts diskriminiert oder als grosse Gruppe gar nicht eingelassen zu werden, wollten wir komplett ausschliessen.

    Nach einigen Recherchen stellte sich heraus, dass derzeit (November 2010) in Vegas folgende zwei Clubs am angesagtesten sind:

    • XS at the Encore
    • Tao at the Venetian

    Nach einem Anfragemarathon per E-Mail hatten wir es eine Woche vor Abreise geschafft: Am Freitag sollte es ins XS gehen, am Samstag ins Tryst. Beide Clubs gehören zum Hotelkomplex von Herrn Steve Wynn. Das XS ist im Encore untergebracht, das Tryst im Wynn (sehr wichtig, wenn man sich mit dem Taxi hinchauffieren lässt — wer das falsche Hotel angibt, läuft gut und gerne 15 Minuten durch die Casinos und Lobbys).

    Per E-Mail hatte ich einen Tisch für 6 Personen reserviert, welcher eine Zwangskonsumation von mindestens zwei Flaschen Alkohol beinhaltete. Als Mindestpreis wurde mir 1000 USD angegeben, welche keine Taxes und keine Pflicht-Gratuity für die Servierdüse beinhaltete. Schlussendlich gaben wir sowohl am Freitag als auch am Samstag je 1320 USD aus, oder 220 USD pro Nase.

    Natürlich kann man in Vegas viel günstiger feiern, doch für uns überwogen die Vorteile klar:

    • 30. Geburtstagsreise von drei Teilnehmern
    • in naher Zukunft kaum schon wieder in Vegas
    • 6er-Gruppe Männer
    • kein Anstehen
    • abfeiern in den angesagtesten Clubs
    • Alkoholkonsum mit den Flaschen bei weitem abgedeckt (sozusagen All-Inclusive-Preis)

    Tryst at the Wynn

    Insbesondere beim Besuch des Tryst war uns sofort nach Eintreffen klar, dass wir die richtige Wahl getroffen hatten: Die Schlange zog sich bereits um 22.30 Uhr durch die halbe Lobby. Gekonnt, aber eigentlich illegal, drängten wir nach vorne, weil wir unseren Tisch bis 23 Uhr besetzen mussten, ansonsten wäre die (notabene kostenlose, ohne Angabe einer Kreditkartennummer getätigte!) Reservation wieder freigegeben worden.

    Vom Ambiente her hat mir das Tryst besser gefallen — obwohl auch dieser Club wie das XS einen Outdoor-Bereich hat, steht man hier nicht um einen grossen Pool herum, sondern um einen künstlichen Wasserfall mitsamt Felsen, der ca. 5–10 Meter hoch ist. Von der Tanzfläche aus hat man sehr gute Sicht auf dieses Naturschauspiel.

    Leider kann die Musik hier nicht wirklich mithalten, bei unserem Besuch spielte man nämlich den ganzen Abend nur Hip-Hop. Gründe dafür: Der Club hatte Besuch von zwei Rappern und dem Boxer Floyd Mayweather Junior, den ich bis dato nicht gekannt hatte. Leider legte deren Anwesenheit das ganze Club-geschehen lahm, d.h. auf der Tanzfläche bewegte sich niemand mehr und alle Damen hielten ihre Digitalkameras gezückt in die Höhe.

    Unser Tisch war im Tryst direkt am Ende der Treppe beim Eingang postiert, was rückblickend gleich zwei Vorteile hatte: Einerseits sahen wir auf Grund unserer frühen Platzierung vor Ort alle einlaufenden Partygäste, andererseits waren wir schön vom Lärm der Tanzfläche abgeschirmt, da man diese erst über einen schallschluckenden, langen Durchgang erreichte.

    Die Gästeschar war bunt durchmischt, doch die asiatische Fraktion überwog die anderen Bevölkerungsgruppen. Das Partyvolk war vollkommen friedlich und nett. Unser Tisch wurde von einem Security-Mann (Afanto) bewacht, weshalb auch die ganze Gruppe ohne Bedenken auf die Tanzfläche verschieben und die Vodka-Flaschen am Tisch zurücklassen konnte.

    XS at the Encore

    Auch dieser Club hat uns überzeugt. Unser Tisch lag im Freien in unmittelbarer Nähe zum Pool (in welchem — meines Wissens — im Verlaufe des Abends niemand einen Schwumm nahm). Die Tanzfläche war gegen den Pool hin geöffnet und es hatte angenehm viel Volk unterwegs.

    Sonstige Clubs

    Da wir auch noch Sonntag- und Montag-Abend in Vegas verbrachten (aus meiner Sicht reichen drei Partynächte in Vegas rückblickend vollumfänglich aus), kann ich hier noch weitere Tipps geben:

    Drais

    Am Sonntag sollte man nicht zu früh aufstehen, sich danach in einem der unzähligen Buffets am Strip verköstigen, sich eventuell gar noch einmal 1-2 Stunden hinlegen und dann lange nach Mitternacht ins Drais verschieben. Am Sonntag ist dort „Industry Night“, d.h. Einwohner von Vegas kommen dann ermässigt oder gar gratis in die Disco rein. Wer aber erwartet, dass vor 2 bis 3 Uhr die Hölle los sein wird, ist falsch: Bei uns war die Tanzfläche erst nach 3 Uhr pumpevoll. Als wir um etwa halb ein Uhr in den Club reingingen, waren wir fast die einzigen Besucher dort.

    Jet at the Mirage

    Am Montag machten wir uns mit Ermässigungsgutscheinen, die wir am Strip einem Typen gegen ein Trinkgeld abgekauft hatten, ins Jet im Mirage. Hier liess man uns über eine Stunde anstehen, und zwar bis nach Mitternacht, zu einer Zeit also, in welcher die Gutscheine ihren Wert verloren hatten. Die Disco gefiel mir überhaupt nicht — die Türsteher sind rabiat, aggressiv und nervtötend. Der Club ist wie eine Sardinenbüchse gefüllt, man kann also kaum tanzen. Selbst wenn man es auf die Tanzfläche schafft, hält man es dort nicht lange aus, da die Laustärke ohrenbetäubend laut ist. Der Tinitus lässt am nächsten Morgen freundlich grüssen.

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    Labels: USA

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    Samstag, 20. November 2010

    iPhone auf USA-Reisen kostengünstig nutzen

    Seit knapp einer Woche bin ich nun wieder zurück in den hiesigen Landen, gewöhne mich rasch wieder an die Kultur und Mentalitäten meines Mutterlandes — und die Kälte mitsamt wenig Sonnenschein. Das gemässigte südkalifornische Klima ist im Winterhalbjahr halt einfach wirklich viel angenehmer …

    Ziel: Internet wie gewohnt aus der Hosentasche

    Wer heutzutage durch die USA tingelt und ein Smartphone besitzt, möchte auch in Übersee nicht auf die mittlerweile gewohnten Nettigkeiten verzichten, die ein permanenter Internetzugang in der Hosentasche bietet. Doch was ist die beste Möglichkeit, um eine iPhone 3GS oder 4 in den USA zu verwenden? Ich habe es dank der Unterstützung meines Kollegen Bruno rasch herausgefunden. Bruno verbrachte just bis zum Tag meiner Ankunft sechs Wochen in den USA und hatte wertvolle Vorarbeit geleistet, damit ich innert 24 Stunden nach Ankunft in der Neuen Welt Internet auf meinem iPhone zur Verfügung hatte.

    In der Schweiz

    In der Schweiz ist zuerst einmal gewisse Vorarbeit nötig, um den SIM-Lock des iPhone zu entfernen. Personen, die ihr Apple-Handy mit einem Jailbreak von seinen Fesseln gesprengt haben, können getrost in die USA fliegen. Allen anderen sei empfohlen, den SIM-Lock auf offiziellem Weg entfernen zu lassen und dies — ganz wichtig! — auch noch zu überprüfen, indem man rasch eine fremde SIM-Karte eines anderen Operators in das Telefon schiebt.

    In den USA

    SIM-Karte

    Nach der Ankunft im Land der Unbegrenzten Möglichkeiten sucht man sich den nächstgelegenen T-Mobile-Shop auf. Dort frägt man nach dem Angebot an Pre-Paid SIM-Karten und erwähnt am Besten, dass man diese in einem iPhone betreiben möchte.

    Wenn ich mich recht erinnere, gibt es insgesamt drei Pre-Paid-Angebote. Bei der Auswahl sollte man eigentlich nur auf die inbegriffene Datenmenge achten, was einem schnurstracks zum teuersten Pre-Paid-Angebot lotst. Dieses beinhaltete für 30 Tage Nutzung:

    • unlimitierte Voice Calls innerhalb der USA
    • unlimitierte SMS innerhalb der USA
    • 2 GB Datentransfer

    Diese Karte schlägt mit 70 USD (ohne lokale Steuern) zu Buche. In San Francisco bezahlte ich schlussendlich 80 USD oder umgerechnet knapp 80 Schweizer Franken für das Vergnügen. Das Ding war jeden Rappen wert.

    Im Gegensatz zur Schweiz muss man sich hier nicht mit einem amtlichen Ausweis identifizieren — vielleicht einfach auch nur, weil ich mit meiner Schweizer Kreditkarte bezahlt habe? Jedenfalls hatte ich die SIM-Karte innert 10 Minuten in der Tasche und spazierte aus dem Lokal hinaus.

    Refill

    Ich musste mein Guthaben zwei Mal aufladen, weil ich vor Ort mit meinen Reisebegleitern gelegentlich per SMS Informationen austauschten. Da ich dabei auf deren Schweizer Nummern „simste“, wurden mir diese Nachrichten verrechnet — im Gegensatz zu den „Texts“ auf US-Nummern (sonst wäre ich heute bankrott).

    Hierzu sucht man den nächstgelegenen Walgreens auf und sucht sich die Refill-Kartons (nach dem T-Mobile-Magenta Ausschau halten) in der Nähe der Kassen. Ich habe mir beide Male einen 10 Dollar-Refill gegönnt. An der Kasse erhält man auf dem Kassabon ausgedruckt einen PIN (nicht wegwerfen!), welcher über einen äusserst mühsamen Telefonanruf mit Sprachbefehlen („I want to refill“ — „Yes“ — „YES“ — „YES!!!“) über die Handy-Tastatur eingegeben werden muss.

    Beipackzettel

    • Werkzeug Es empfiehlt sich, in der Schweiz eine Büroklammer einzupacken. Die T-Mobile SIM-Karte kommt im normalen Format daher. Wer ein iPhone 4 sein Eigen nennt, sollte also auch ein Japanmesser und eine Micro-SIM-Vorlage einpacken, um im Hotel zu basteln. Wer eine zugeschnittene SIM von einem Kollegen erhält, sollte für sein iPhone 3GS bereits zu Hause einen Micro-SIM-Adapter auftreiben (iPhone 4-Besitzer sollten über einen solchen Adapter verfügen).
    • Geduld Liegt die SIM-Karte zum ersten Mal im iPhone, sollte man sich grosser Geduld üben. Es kann gut und gerne 10 Minuten dauern, bis sich das Handy in das Mobilfunknetz eingebucht hat. Ist man unsicher, sollte man einen Standort suchen, der garantiert kein Funkloch ist.
    • UMTS Gibt es bei T-Mobile nicht, man muss sich mit dem deutlich langsameren EDGE zufriedengeben.
    • MMS Im Photo-Menu war die Option „Als MMS versenden“ nicht vorhanden. Ich vermute deshalb, dass T-Mobile dieses Nachrichtenformat nicht unterstützt.
    • Skype Out Funktioniert mit EDGE in den Grossstädten nicht zufriedenstellend — und in der Pampa wahrscheinlich noch weniger.
    • Abdeckung Kommt man aus den USA zurück, hat man das Gefühl, die Schweiz sei zu 99.9% mit Mobilfunktantennen abgedeckt. In Kalifornien muss man sich darauf gefasst machen, dass das iPhone an den unerwartesten Orten das Signal verliert. Manchmal mitten in einer Grossstadt. Dass es in der Pampa (bspw. Highway 1) nicht funktioniert, ist wiederum problemlos nachvollziehbar.
    • Datenmenge Die SIM-Karte war während ca. 15 Tagen nonstopp in meinem iPhone. Ich benutzte sie unzählige Male im Tag, um online zu gehen (Google Maps inkl. Traffic, Gowalla, Facebook, Safari). Ich habe das Datenvolumen definitiv nicht ausgereizt.

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    Labels: USA

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    Sonntag, 4. April 2010

    Wo die Flughafen-Busse in Taipeis Innenstadt abfahren

    Vom Taoyuan International Airport gelangt man in einer ca. einstündigen Fahrt nach Taipei in die Innenstadt.

    Doch wo besteigt man am Ende seines Taipei-Aufenthaltes den Bus zurück an den Flughafen? Wer sich in der Nähe des Hauptbahnhofes („Taipei Main Station“ oder „Taipei Central Station“) aufhält, nimmt am Besten den Flughafen-Bus des Betreibers Kuo Kwang. Der hochmoderne Busbahnhof befindet sich 2 Minuten vom Bahnhof entfernt.

    Um anderen Reisenden etwas zu helfen, stelle ich hier den wunderschönen, von Hand gezeichneten und englisch benannten Situationsplan des Hauptbahnhofes zum Download bereit:

    Taipei Central Station Airport Busses Situation Map

    Der Busbahnhof ist graphisch sehr schön hervorgehoben (rechts von der Blattmitte).

    Wichtig: Bitte vorher abklären, an welchem Terminal (1 oder 2) man aussteigen muss. Ah, und die Fahrt kostet 120 NTD — umgerechnet 4 Franken.

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    Samstag, 27. März 2010

    Wie man in Entwicklungs- und Schwellenländern richtig um den Preis feilscht

    Da ich gerade in Peking weile und heute die Gelegenheit am Schopf gepackt habe, im Yashow Market meine ersten vier Kravatten zu ersteigern (schliesslich werde ich bald 30, und da gehört so etwas einfach in den Kleiderschrank), möchte ich hier meine Tipps zum „reibungslosen Feilschen“ bekannt geben.

    Diese Erkenntnisse sind die Synthese aus Erfahrungen von Reisen durch Indien, Westafrika und China. Selbstverständlich ist hier aber nicht der Weisheit letzter Schluss — andere erfahrene Feilscher können sicherlich auch noch einige aus ihrer Sicht wichtige Punkte ergänzen.

    Wer auf einem Markt ohne Fixpreise erfolgreich ein Produkt zu erstehen und sich einige Stunden später nicht übers Ohr gehauen fühlen möchte, benötigt optimalerweise folgende Voraussetzungen:

    • Kenntnis der lokalen Sprache
    • Kenntnis des „gerechten“ Preises des Produkts
    • Der Verkäufer verfügt mit seinem Produkt über kein Monopol
    • (leider kaum der Fall) Der Kunde hat im Grunde absolut kein Interesse, die Ware zu ersteigern (aber Aussendung der gegenteiligen Signale)

    Leider können gerade Touristen, die nur wenige Tagen im Land sind, oftmals die ersten beiden enorm wichtigen Punkte nie und nimmer erfüllen. Wie kann man den Schaden aber grösstmöglich minimieren? Es ist gar nicht so schwer:

    • Die lokale Sprache kann man nicht erlernen. Das spielt aber nicht weiter eine Rolle, weil derjenige gegenüber ja oftmals auch nur bruchstückhafte Englisch, die heutige Lingua Franca, spricht. Um beim Verhandeln aber die Freude beider Teilnehmer (des Verkäufers und des Käufers) zu wecken, sind solche Kenntnisse Gold wert. Ich behaupte, dass ein freundschaftlich-respektables Verhältnis zum Verkäufer, genährt durch die Konversation in der Sprache des Verkäufers, tiefere Preise zulässt.
    • In Ouagadougou habe ich im Januar 2010 bemerkt, dass die Begleitung einer oder mehrerer junger Frauen die Situation mit ebenso jugendlichen Verkäufern drastisch bereichern kann. Manchmal liegen da sogar Geschenke mit drin — für die Frauen, selbstverständlich, nicht für den verhandlungsführenden Mann.
    • Auch wenn man den Preis des Gegenstandes nicht kennt, sollte man sich immer zuerst bei mehreren Läden umsehen und bereits erste unverbindliche Preissondierungen vornehmen. Manchmal erkennt man schon so, dass einige Verkäufer gegenüber ihren Kollegen massiv überrissene Preise verlangen. Selbstverständlich hilft es auch ungemein, wenn man einen ortskundigen Kollegen hat, der seit einigen Monat vor Ort ist und überrissene Preise, vielleicht auch sogar den annäherungsweise „gerechten“ Preis kennt. Im Zweifelsfalle kauft man lieber nichts, fragt bei Bekannten nach und schläft einmal über das Angebot, als es leichtsinnig anzunehmen.
    • Für den Vertragsabschluss förderlich ist es weiter, wenn man das eigene Maximalgebot passend in Geldnoten in der Hand oder der Tasche bereithält. Nähern sich die Verhandlungen einem Ende — bspw. durch Abbruch durch den Käufer, weil der Verkäufer entweder weiterhin hofft, den dummen Touristen mit fadenscheinigen Qualitätsbegründungen zur Bezahlung des Fantasiebetrags bewegen zu können oder aber weil der Verkäufer seinen Preis nicht weiter senken will und/oder sich Verkäufer und Käufer auf einen gemeinsamen Preis geeinigt haben — kann man das Geld hervornehmen und dem Verkäufer unter die Nase halten. Dieser Trick funktioniert (für mich anfänglich erstaunlicherweise) in den meisten Fällen. Dem Verkäufer signalisiert es, dass der Kunde a) Geld hat, b) den von Kunden genannten Preis auch wirklich bezahlen möchte und c) eine Erhöhung des Preises aussichtslos erscheint. Schlussendlich werden sich Verkäufer zu diesem Zeitpunkt nicht zweimal bitten lassen, den Verkauf abzuschliessen. Hauptsache die Ware ist (mit mehr oder weniger Profit) verkauft und das Geld hat den Besitzer gewechselt — denn der Verkäufer ist im Grunde ja nur daran interessiert.
    • Ein weiteres Druckmittel — und dieses sollte man bei jeder Preisverhandlung mindestens einmal angwendet haben — ist das Davonlaufen. In den Fällen, in denen der Verkäufer mit dem vom Kunden genannten Maximalpreis immer noch einen Profit macht, wird der davonspazierende Kunde innert Sekunden zurückgepfiffen und der Betrag wird nun plötzlich möglich. Rückblickend würde ich sagen, dass man dies bereits äusserst rasch nach Aufnahme der Verhandlungen durchführen sollte, und zwar mit einem Preis, der um vielleicht 75–100% unter demjenigen liegt, der der Verkäufer genannt hat. So merkt man rasch, ob dieser „tiefe“ Preis die Schmerzgrenze des Verkäufers wirklich unterschreitet, oder ob es doch viel eher am „gerechten“ Preis dran ist.

    Dazu ein Beispiel: In Peking wollte ich mir im oben genannten Markt die besagten Kravatten kaufen. Am Vortag hatte ich es zusammen mit meinem ortsansässigen Kollegen bei einem anderen Verkaufsstand probiert — er hatte dabei einen Preis von 10 Yuan pro Kravatte vermutet, doch leider wollte mir die Verkäuferin die Kravatten für diesen Preis nicht überlassen. Als ich am nächsten Tag selber in die Verhandlungen stieg, startete die Verkäuferin mit einem Angebot von 80 Yuan pro Kravatte. Da ich deren vier kaufen wollte, ergab das einen stolzen Preis von 320 Yuan (oder 50 Franken). Dieser Preis war mir eindeutig viel, viel zu hoch. Nach einigem hin und her verstand sie langsam, dass ich ein harter Brocken war und von meinem Maximalpreis, den ich zu bezahlen bereit war (75 Yuan für 4 Kravatten), nicht mehr abrücken würde. Als ich den Betrag gegen Schluss auch noch aus der Hosentasche zauberte und geduldig bereit hielt, gab sie auf und überliess mir die Kravatten für den tollen Preis. Nachdem der Tausch erfolgreich war, durfte ich miterleben, wie die Verkäuferin an die Besitzerinnen der Nachbarstände gerichtet über mich herumfluchte. Das war die grösste Genugtuung des ganzen Einkaufes.

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    Samstag, 6. Februar 2010

    Immer noch das Land der unbegrenzten Möglichkeiten?

    There is no resistance. Nobody thinks anymore, they just follow silly rules and procedures. I was just on a trip outside the US with a group of older people. We traveled around other countries with no problem. But coming back to the US was a hassle. They carefully searched all these old people…as if they really thought these folks posed a threat to homeland security.

    Quelle: Not Questioning Authority

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    Freitag, 5. Februar 2010

    Who Dat?

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    Originally uploaded by emeidi

    Abgesehen davon, dass man in New Orleans a) Bier kriegt, ohne sich als Ü21-jährigen ausweisen zu müssen, b) das Bier auf der Strasse getrunken werden darf und c) man schon um 12 Uhr Mittags damit anfängt, fällt einem so kurz vor dem Superbowl noch der omnipräsente Spruch

    Who Dat?

    auf. Und es kommt noch besser:

    I pledge allegiance to the Saints, and to the great city of New Orleans; and to the Super Bowl, for which we will win; one city below sea level, under God, with shrimp and raw oysters for all.

    Kurz: Kommenden Sonntag wird hier (hoffentlich) die Hölle los sein (wenn die Colts in Miami in den Boden gestampft werden)!

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    Labels: USA

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    Montag, 1. Februar 2010

    Was "guter Service" in einem Lonely Planet-Reiseführer bedeutet …

    Wegen dem geringen Budget fing er an, Einladungen von Hotels, Restaurants und Bars anzunehmen – was einem “Lonely-Planet”-Autor untersagt ist, damit er unbestechlich bleibt. So erhält ein Restaurant von Kohnstamm schliesslich die Empfehlung “guter Service”. Dort hat er allerdings gar nichts konsumiert – dafür aber mit der Kellnerin geschlafen.

    Quelle: “Lonely-Planet”-Skandal: Das langweiligste Enthüllungsbuch der Welt » ebookers Reiseblog

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    Dienstag, 26. Januar 2010

    Fussbälle für Afrika!

    Seoul, Korea studio UnPlug Design came up with this near-genius idea for providing makeshift soccer balls (okay, footballs) to third world children who otherwise wouldn’t be able to afford them.

    Quelle: Subtraction.com: Dream Ball

    Auf unserer Reise durch Westafrika wurde ich mehrere Male gefragt, ob wir nicht für einen Fussball spenden möchten. Getan habe ich es nie, weil dies meiner Meinung nach eine neue (?) Masche ist, um leichtgläubige Touristen um einige Cedis oder CFAs zu erleichtern.

    Mit obiger Lösung wird das Problem der mangelnden Fussbälle zwar nicht gelöst, aber zumindest gelindert. Tatsächlich habe ich in Kumasi Kinder auf der Strasse Fussball spielen sehen — mit einem selbergebastelten Ball aus Papier.

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