Archiv ‘USA’

Sonntag, 10. März 2019

Wo sind die Nobelquartiere im Silicon Valley?

Man kann sich natürlich darüber streiten, ob es nicht einfacher wäre zu sagen, wo im Silicon Valley es keine Reichen gibt (meines Wissens in East Palo Alto und in bestimmten Nachbarschaften von San Jose). Aber wer wissen will, wo die Oberschicht der Oberschicht wohnt, kurvt mit dem Mietauto offenbar am Besten in folgenden drei Gegenden herum:

Because long-time investors have lives established in that part of the bay, where they’ve built homes in well-kept, affluent cities like Woodside, Atherton and Los Altos.

Quelle: The Silicon Valley exodus continues

Wer mit der Geschichte des Valleys nicht vertraut ist: Die Orte umzingeln nicht ohne Grund die Stanford University, die Alma Mater des Silicon Valley.

Und das ganze noch auf Google Maps visualisiert: Los Altos to Woodside to Atherton:

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Donnerstag, 7. Februar 2019

Bald geht’s wieder los: US-Präsidentschaftskandidaten auf allen Kanälen

Wie passend, dass ein Anbieter von Stock Video-Footage die Werbevideos künftiger potentieller Kandidaten bereits jetzt persifliert:

PS: Der Kandidatendschungel der Demokraten ist erwartungsgemäss schon jetzt riesig. Es wird aber nicht lange dauern, bis die meisten mangels liquider Mittel rausgefault sind.

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Mittwoch, 30. Januar 2019

Was Trump geflissentlich verheimlicht: Amis fluten mexikanische Grenzstädte

At just one checkpoint in Yuma, Arizona, up to 6,000 Americans cross the border every day and enter the bustling Mexican town of Los Algodones, seeking hea[l]th care.

Los Algodones has to be seen to believed. There are more dentists per capita than anywhere else in the world. […] The community’s economy is built to serve the flood of “dental refugees” — mostly senior citizens from the US and Canada seeking major dental care they cannot afford in their own countries, even with insurance.

One of the reasons dental care is so expensive in the United States is insurance. […] Another cost for US dentists is malpractice insurance, which is not required in Mexico. […]

Dental work in Mexico is on average two-thirds less than in the US and customers may save 80 percent or more on some costly operations. Those savings derive partially from Mexico’s less expensive real estate and labor costs, but also, Mexico’s dentists don’t graduate with a ton of student debt. The government provides basically tuition-free education. “When we get out of school, we have to pay the government, but we do it by one year of free service, and that’s it,” […]

To get an idea of the absurdity, one could argue there are more people currently fleeing the US’s health care system than refugees seeking asylum from extreme violence and state terror in Central America.

Quelle: Millions of Americans Flood Into Mexico for Health Care — the Human Caravan You Haven’t Heard About

Das wiederum …

Approximately 74 million people in the US have no dental insurance, according to the National Association of Dental Plans.

… erschaudert mich auf Anhieb weniger. Der grösste Teil der erwachsenen Schweizer hat auch keine Zahnpflegeversicherung, und der Weltuntergang ist ausgeblieben. Wobei die meisten wiederum eine Unfallversicherung besitzen, die bei Zahnunfällen einspringt. Wer hierzulande längerfristig Geld sparen will putzt sich regelmässig und anständig die Zähne.

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Dienstag, 15. Januar 2019

Der mysteriöse Ohio-Dialekt

The Anglo ethnos reached its zenith in the wake of World War II, during which many social groups were intermixed in the military and their more intelligent members were allowed to become educated and to advance socially by the GI Bill.

Fantastic potential was unleashed when privilege—the curse of the Anglo ethnos since its inception—was temporarily replaced with merit and the more talented demobilized men, of whatever extraction, were given a chance at education and social advancement by the GI Bill. Speaking a new sort of American English based on the Ohio dialect as a Lingua Franca, these Yanks—male, racist, sexist and chauvinistic and, at least in their own minds, victorious—were ready to remake the entire world in their own image.

Quelle: Dmitry Orlov in The Five Stages of Collapse, 2019 Update

Was zum Teufel ist der „Ohio Dialect“? Leider finden sich mit Google nicht viele Hinweise darauf. Meint Orlov das Midland American English? Meint er den Cleveland Dialect? Bezeichnen beide ein- und dasselbe?

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Freitag, 14. Dezember 2018

Der grösste Autohändler in Kalifornien

Sollten Stephanie und ich jemals nach Kalifornien übersiedeln, weiss ich jetzt schon, wo wir unsere zwei Toyotas kaufen gehen:

El Monte Shopping Center
3534 Peck Rd
El Monte, CA 91731
USA

Google Maps

www.longotoyota.com

Gemäss dem Artikel The World’s Largest Car Dealer in Southern California Is Amazing verfügt der Autohändler über 120 „Bays“ (ich deute das als „Autolifte“?) und verkauft im Jahr zwischen 25’000 und 30’000 Autos, im Schnitt also über 2’000 Autos pro Monat.

Kurios ist, dass im Komplex auch ein Starbucks- und Subways-Ladenlokal zu finden ist, wie auch ein Mobilfunkanbieter, ein Fitness-Studio und zwei Mietwagenverleiher.

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Freitag, 14. Dezember 2018

Video: How I See the US After Living in Europe for 2.5 Years

Meine Frau und ich schauen solche persönlichen Erfahrungsgeschichten immer wieder gerne. Oftmals enthalten sie aber viel zu viele Stereotypen, d.h. Verallgemeinerungen (Europa ist genau so wenig eine Einheit wie „die“ USA), manchmal auch etwas Schwachfug, aber immer auch Wahres, d.h. Dinge, die wir ebenfalls festgestellt haben.

Leider hat die Dame (Veganerin — und Minimalistin) in diesem Video die Tendenz, viel zu lange um den Brei herumzureden (engl. „to beat around the bush“). Sehr rasch habe ich in der YouTube-App auf meinem deshalb von der Doppel-Tap-Funktion auf der rechten Seite des Videos Gebrauch gemacht, um jeweils in 10 Sekunden-Inkrementen vorwärts zu springen. Kennt kaum jemand, und habe ich auch nur per Zufall herausgefunden.

Wirklich kurz zusammengefasst bringt sie folgende Punkte auf (paraphrasiert):

  • „US-Amerikaner leben in einer ständigen Angst vor Bedrohungen; einer Angst, die man in Europa so nicht spürt“ — dem kann ich teilweise beistimmen. Schweizer leben auch in einer ständigen Angst, fürchten sich aber vor anderen Dingen (bspw. dass der Zug mit einer Minute Verspätung abfährt — just kidding!). Trotzdem würde ich die Schweizer schlussendlich als „relaxter“ bezeichnen, dem engmaschigen Sicherheitsnetz (Arbeitslosenversicherung, Sozialhilfe) sowie der tiefen Kriminalität geschuldet. Und natürlich auch einer Berichterstattung, die nicht geprägt ist von 24×7 Stunden Mord- und Totschlag.
  • „US-Amerikaner sind nur mit einem Auto richtig mobil, weil der öffentliche Verkehr das Stigma des Fortbewegungsmittel für Arme und Mittellose hat, dreckig, unzuverlässig und nicht nur annähernd flächendeckend ist“ — einverstanden
  • „US-Amerikaner sind nicht gewohnt, zu Fuss zu gehen — sie nehmen das Auto selbst, um kurz zum einen Häuserblock entfernten Shop einkaufen zu gehen“ — einverstanden. Anekdote: Stephanie fuhr kurz nachdem wir hier an der Schlösslistrasse eingezogen waren regelmässig mit dem Auto in unser damaliges Büro. 600 Meter Distanz.
  • „US-Amerikaner ersaufen in einer Flut von Werbung. Überall und jederzeit versucht jemand, ihnen etwas anzudrehen und ihnen weiszumachen, das Leben mit dem Kauf eines Produkts zu vereinfachen“. Die Dame erwähnt eine Flüssigkeit, die man in den Geschirrspüler gibt und dafür sorgen soll, dass das Geschirr nach dem Waschen schneller trocknet — korrekt.
  • „US-Amerikaner kaufen zu viel Müll, benutzen ihn nie, und verscherbeln diesen dann an Thrift Shops respektive Dollar Stores.“ [und damit meine ich nicht den Song] — muss wohl so sein
  • „US-Amerikaner sind immer gestresst und arbeiten sich zu Tode“ — ganz klar einverstanden. Das Volk wird wohl nie lernen, mal einfach abzuschalten
  • „US-Amerikaner erachten es als selbstverständlich, sehr sehr viel Lebensraum zu beanspruchen. Diesen zu teilen ist nicht in ihrem Interesse — deshalb auch die Fixiertheit auf Autos, wo man sich isoliert vom Rest der Welt fortbewegt. Die Autos und Anwesen müssen finanziert werden, was wiederum schnurstracks zum vorangehenden Punkt führt“ — einverstanden. Bei unseren aktuellen Diskussionen ist es Stephanie, der eine Wohnung nicht gross genug sein kann.

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Sonntag, 18. November 2018

Ökonomische Schicksalsgemeinschaft USA und China, est. 1979

[…] beginning in 1979, hundreds of millions of Chinese workers began laboring in unheated factories for $10 a day so that Americans could enjoy Everyday Low Prices at Walmart for the next four decades.

Quelle: America’s Fake-Money Success Was an Accident

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Sonntag, 18. November 2018

Über Krieg und Frieden

„Wars are caused by people who speak irresponsibly of peace. Wars are prevented by those who speak responsibly of war, and explain exactly how much war you are going to get should you start acting irresponsibly. Peace is maintained through the threat of violence by those who wield it responsibly.“

Quelle: Dmitry Orlov in In Praise of Irresponsibility Part III: Out-Of-Control

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Samstag, 3. November 2018

Minimalistisches Fertighaus in den Hügeln von Sonoma County, Kalifornien

Auf den ersten Blick faszinierend. Die riesigen Fensterfronten, die Schiebetüren über die ganze Gebäudeseiten sowie die Abgeschiedenheit und die Naturnähe gefallen mir ungemein. Doch für mich existieren die folgenden Showstopper:

  • Strom und (Ab)Wasser. Ist das wirklich sauber oder nur behelfsmässig gelöst?
  • Kein Glasfaser-Internet. Wohl auf Lebzeiten nicht. Und ob man auf dem Hügel mehr als popeliges EDGE empfängt, ist fraglich.
  • Nicht Wintertauglich. Kalifornien hat ein mildes Klima. Ich bin mir nicht sicher, ob ein solches Gebäude im schweizerischen Winter so angenehm zu bewohnen wäre: Enormer Wärmeverlust über die Fenster, schlecht isoliert — und dann der überhängende Teil mit der Veranda, unter welcher die kalte Luft konstant zirkuliert. Viel Spass beim Heizen. Übrigens: Es kommt wohl nicht von ungefähr, dass das Videoteam im Sommer oder Spätsommer zu Besuch war mit wunderschönem Wetter (und verdorrten Gräsern).
  • Pendeln dauert eine Ewigkeit. Ein Auto pro Person zwingend, und lange Fahrzeiten sind unvermeidbar. Der Besitzer arbeitet bei Apple; falls er das im Hauptsitz im Apple Park in Cupertino tut, sind das 90 Meilen und minimal 95 Minuten Autofahrt in eine Richtung (Verkehrsüberlastung zu Stosszeiten nicht berücksichtigt)

Übrigens: weeHouse ist der Hersteller dieser vorfabrizierten Häuser und hat eine Case Study dazu aufgeschaltet.

Nachtrag

Dieses Fertighaus liess mich dieses Wochenende nicht locker: Es eignet sich auf Grund der äusserst simplen Form der Gebäude optimal, um mit Google Maps auf Standortsuche zu gehen. Zugegebenermassen handelte es sich dieses Mal um ein schwieriges Unterfangen. Die Standortangaben in den initial konsultierten Artikeln über das Fertighaus nannten als Region „Sonoma County“ (4580 Quadratkilometer gross), in einem Artikel wurde als nächstgelegene Stadt Santa Rosa angegeben (im letzten Oktober 2017 wegen eines riesigen Wildfeuers sogar in den hiesigen Medien).

Die Karte mit solchen rudimentären Hinweisen abzugrasen war ein unmögliches Unterfangen. Deshalb mussten genauere Hinweise her, welche die Suche nach der Liegenschaft stark eingrenzen würden.

Ein erster wichtiger Hinweis war als Standortangabe der Sonoma Mountain, welcher sich südöstlich von Santa Rosa befinden („a four-acre parcel within an open space preserve on Sonoma Mountain“ im Artikel „Steel the Scene“ in Dwell).

Schlussendlich landete ich auf einem Artikel, der die präziseste Ortsangabe enthielt:

For his weekend retreat, Siegel picked a four-acre parcel [ca. 16’000m2 oder 127 × 127 Meter] far up Sonoma Mountain Road. It is part of Cooper’s Grove, a cluster of four parcels surrounded by 226 acres protected by the Sonoma County Agriculture and Open Space District.

Quelle: Small Sonoma house makes big splash in design world

Eine Google Suche liefert nicht nur Photos der Artenvielfalt im Cooper’s Grove, sondern auch noch Karten und sonstige Informationen über das Naturschutzgebiet.

Google Maps kennt den Cooper’s Grove tatsächlich: Der „Hain“ (wörtlich übersetzt) befindet sich an der 5342 Sonoma Mountain Rd, Santa Rosa, CA 95404, USA. Leider führte eine Suche über die Gegend im Umkreis von zwei Kilometern zu keinem Fund. Die Zufahrt mit Kiesstrasse, der Pool und die zwei markanten rechteckigen Gebäudestrukturen unter den freistehenden Bäumen müssten doch auf Satellitenbilder problemlos erkennbar sein?!

Dann plötzlich die Idee: Was, wenn Googles Satellitenbilder veraltet sind (obwohl (c) 2018 steht)? Als Referenz setzte ich Apple Maps ein, und siehe da, innert weniger Sekunden fand ich die zwei Fertighäuser an den Koordinaten 38.361579, -122.595961 respektive 38°21’41.6″N 122°35’45.3″W (Google Maps, Apple Maps):

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Die nächstgelegene Adresse ist übrigens das Gebäude ca. 75 Meter nördlich des Fertighauses: 5767 Sonoma Mountain Rd, Santa Rosa, CA 95404, USA. Diese Liegenschaft besitzt einen geschätzten Verkaufswert von 1.7 Millionen US Dollar.

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Samstag, 3. November 2018

US-amerikanische Jungwähler: „Bleibt zu Hause!“

Sehr gut gemachte Wahlwerbung mit Blick auf die Midterm Elections 2018 … ob es aber auch hilft? Mehr wissen wir frühestens am Mittwoch-Morgen. Mit ein paar Likes und Shares auf Facebook Instagram gewinnt man heute keinen Blumentopf mehr — und kriegt dann im schlimmsten Fall den Kandidaten der Gegenseite vor die Nase gesetzt.

Five Thirty Eight zufolge ist das Rennen längst gelaufen (aber das dachten wir 2016 auch schon); der Senat (in der Schweiz: Ständerat) bleibt in den Händen der Republikaner, das Haus (in der Schweiz: Nationalrat) geht an die Demokraten. Somit: Weitere zwei Jahre rumwursteln.

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