Archiv ‘USA’

Donnerstag, 5. Januar 2012

Was die Amis so alles in ihr Essen mischen

Da ich 2011 zusammengezählt fast drei Monate in den USA — sprich in Kalifornien und New York — verbracht habe, sind mir einige fragwürdige Ingredienzen zu Ohren gekommen, die das Essen auf der anderen Seite des grossen Teiches “schmackhafter” machen sollen.

Wie ich darauf aufmerksam geworden bin? Heutzutage betonen amerikanische Restaurants und Einkaufsläden mit entsprechendem Zielpublikum stärker, was man in den von ihnen verarbeiteten und verkauften Nahrungsmitteln garantiert nicht findet. Solche “wir nicht!”-Bezeugungen sind der beste Hinweis darauf, dass die meisten Unternehmen, die sich nicht mit solchen Unbedenklichkeitsbescheinigungen brüsten, wohl tagtäglich verwenden.

Da man sich mittlerweile auch in der letzten verbleibenden Supermacht auf diesem Planeten vermehrt Gedanken macht, was man so zu sich nimmt und wie die Nahrungsmittel produziert werden, sind die Konsumenten sensibilisiert und dadurch deutlich wählerischer geworden — sofern ihnen das dortige Schulsystem das nötige Denkvermögen vermittelt hat und es sich die Betroffenen überhaupt leisten können, wählerisch zu sein. Denn in den USA gilt heute wie in jedem westlichen Staat: Gesundes Essen ist leider teurer als Junk-Food.

Um was geht es?

  1. MSG Mit diesem Wundermittelchen — einem Nahrungsmittelzusatz — verstärkt man den Geschmack von Gerichten (vgl. Monosodium glutamate). Restaurants brüsten sich teilweise an ihren Schaufenstern damit, garantiert “MSG free food” anzubieten.
  2. rBGH Mit diesem Wachstumshormon bringt man insbesondere Kühe dazu, mehr Milch zu geben (vgl. Bovine somatotropin). Whole Foods bezeugt auf seiner Web-Site, dass die Lieferanten ihren Kühen das synthetische Wachstumshormon nicht verabreichen.
  3. HFCS (High Fructose Corn Syrup) Filme wie King Corn haben gezeigt, dass sich dieser Zucker-Ersatz aus Maispflanzungen in der ganzen Nahrungskette des Landes findet — in direkter Form in Soft-Drinks wie Coca Cola, oder indirekt als Tierfutter in Burgern und anderen Fleischerzeugnissen. Mehrere Male habe ich bereits gehört, dass das in Mexiko produzierte Coca Cola-Gesöff deshalb viel besser schmeckt, weil man dort noch den herkömmlichen Zucker und nicht den High Fructose Corn Syrup verwendet (mittlerweile sind leider diesbezüglich Fragezeichen aufgetaucht). Auch inländische Getränkehersteller wie Pepsi nutzen die Skepsis gegenüber HFCS direkt aus, um wieder Kalorienbomben mit richtigem Zucker an die fettleibige Bevölkerung zu bringen.

Fazit: Solche sind Ausdruck eines hocheffizienten, industrialisierten Nahrungsmittelproduktionsprozesses, welcher der Kostenminimierung und Gewinnmaximierung gehorcht.

Auf die Gefahr hin, dass ich als idealisiernden Grünen hingestellt werde: Selbstverständlich darf man aber nicht aus dem Auge lassen, dass man die heutige Weltbevölkerung mit mittelalterlichen Landwirtschafts- und Nahrungsproduktionsmethoden nie und nimmer füttern könnte. Somit bleiben solche Erkenntnisse leider ein notwendiges Übel …

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Mittwoch, 4. Januar 2012

We are the 99%? 100%!

A Coke is a Coke and no amount of money can get you a better Coke than the one the bum on the corner is drinking. All the Cokes are the same and all the Cokes are good. Liz Taylor knows it, the President knows it, the bum knows it, and you know it.

Quelle: ‘Liz Taylor Knows It, the President Knows It, the Bum Knows It, and You Know It.’

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Mittwoch, 4. Januar 2012

Polit-Dilettanten wollen das Internet regulieren

Last night I had a horrifying dream that a group of well-intentioned middle-aged people who could not distinguish between a domain name and an IP address were trying to regulate the Internet. Then I woke up and the Judiciary Committee’s SOPA hearings markup was on.

Quelle: The nightmarish SOPA hearings – ComPost – The Washington Post

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Mittwoch, 4. Januar 2012

US-amerikanische Servicequalität

Ein Kollege von mir, welcher seit über einem Jahr in Yale studiert, über den alltäglichen Überlebenskampf in den USA:

In den USA scheinen Dienstleistungen bei abnehmender Qualität immer teurer zu werden.

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Mittwoch, 4. Januar 2012

Irak ist nicht Afghanistan

Peinlich, wenn man einen Billionen-Krieg führt und die Steuerzahler nicht mal unterscheiden können, in welche Weltregion ihre staatlichen Zwangsabgaben hinfliessen? Aber das amerikanische Bildungssystem hatte schon immer Probleme, im Fach Geographie Profis heranzubilden …

But the news arrived anyway. Lyndsee Mabe, another of Hickman’s close friends, was at the house and mentioned that a Marine from the nearby town of Ramseur had been killed in Afghanistan.

“Is that where David was?” Veronica asked.

“No,” Mabe said. “Iraq.”

“Oh,” Veronica said, stroking her son’s military ID tags. “I thought that was in Afghanistan.”

After nearly a decade of fighting two wars that sometimes appear indistinct to an increasingly disconnected American public, even those most deeply and directly affected by them can be confused by the far-off battles. But the grief always finds its way home.

Quelle: In Iraq, the last to fall: David Hickman, the 4,474th U.S. service member killed – The Washington Post

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Mittwoch, 4. Januar 2012

Die Fed im Dienste der Finanzelite

That is, all the feds’ horses and all the feds’ men are supposed to make sure that 1) stock holders don’t lose money…2) bankers don’t go broke…3) speculators don’t get wiped out…4) Top CEOs don’t lose their jobs…

Quelle: Have Yourself a Merry Economic Depression

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Sonntag, 13. November 2011

Die US-Wirtschaft vollends im Casino-Modus

The US market, driven by short-term trading, has long since given up worrying about a sustainable recovery. It just wants some more short-term play money.

Quelle: The Dark Side of the Boom

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Sonntag, 13. November 2011

Das Ende der amerikanischen Konsumgesellschaft wurde vor 40 Jahren besiegelt

Starting in the late 1970s, the middle class began to weaken… The middle class nonetheless continued to spend, at first enabled by the flow of women into the work force. (In the 1960s only 12 percent of married women with young children were working for pay; by the late 1990s, 55 percent were.) When that way of life stopped generating enough income, Americans went deeper into debt. From the late 1990s to 2007, the typical household debt grew by a third. As long as housing values continued to rise it seemed a painless way to get additional money.

Quelle: A Zombie Economy Following Unfaithful Shepherds

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Samstag, 12. November 2011

USA: Militärisch-industrieller Komplex in seiner Reinform

On the other hand, the US is far more ambitious militarily. For every layabout chiseler the French supports, the US supports two soldiers and one Pentagon contractor. The cost is staggering …and probably even more irreducible than Europe’s social costs…

Quelle: Bernanke’s Plot to Overthrow the US Dollar

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Sonntag, 4. September 2011

Vom Model T-Bauer zum Burgerflipper

Over five million manufacturing jobs have disappeared from America in the last 30 years. But over 30 million lower-wage service industry jobs have been handed out. GM fell. Wal-Mart rose. This fundamentally changed the character of the American economy, and probably of American society.

The spike in unemployment during the GFC is a side-effect of this structural change in the economy. A service-based economy is a consumption-based economy. A consumption-based economy is a debt-based economy. When debt loads – government, household, and business – are unbearable, consumption falls. Unemployment rises as people spend less money.

Quelle: Distortions and Imbalances

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