Archiv ‘Gesundheit’

Montag, 19. Oktober 2020

BREAKING: Web-Site zeigt Auslastung der Schweizer Intensivstationen

Endlich! Während die seit acht Monaten auf Corona-Schreckensmeldungen konditionierte Öffentlichkeit täglich nach der Zahl der positiv Getesteten lechzt, wünschen sich Leute mit etwas mehr Verstand eine Übersicht der Auslastungszahlen der Intensivstationen des Landes.

Und die gibt es seit langem, nur wusste ich das nicht. Dank geht an einen Bekannten, der mir den Link freundlicherweise zugesendet hat:

icumonitoring.ch

(Nachfolgend Screenshots mit Stand 23. Oktober 2020, d.h. Prognose?)

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Deutsches Äquivalent: DIVI-Intensivregister

Nachtrag

Eine Kollegin hat mich darauf hingewiesen, dass die Bettenkapazitäten (noch?) nicht das Hauptproblem sind. Das grössere Problem sei, dass qualifiziertes IPS-Pflegepersonal fehlt. Denn Patienten müssen ja nicht nur in einem Bett liegen, sondern auch von jemandem betreut werden.

Da scheint sich nun zu rächen, dass in der Schweiz offenbar seit Jahren zu wenig Personal ausgebildet wird, und das existierende Personal vermutlich deshalb auch regelmässig verheizt wird. Und sich diese Knappheit vermutlich auch nicht im Salär widerspiegelt.

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Montag, 19. Oktober 2020

Die Schweiz auf dem Weg nach Coronistan

Sehr, sehr viele Schweizer haben ihr Ticket schon gebucht, sich bereits eingecheckt und sitzen auf ihrem Sitzplatz. Für sie geht es nun mit Maske und unter der Führung der Schutzheiligen Saint Berset und Santa Sommaruga in die Utopie einer Null-Risiko-Gesellschaft.

Ich weigere mich, mit auf diese Reise zu gehen, und höre und lese lieber, was die letzten Mohikaner uns sagen möchten (Quintessenz: „Sapere aude“):

Daniele Ganser, SIPER

Ferner:

Patrick Feuz, Der Bund

Zweiter Lockdown ist keine Option Der Kampf gegen das Virus bleibt mühsam. Doch es bringt nichts, bei jedem Anstieg der Infektionsrate den Kopf zu verlieren.

Georg Häsler Sansano, NZZ

Jetzt nur nicht die Nerven verlieren! Früher als erwartet hat die zweite Corona-Welle auch die Schweiz erfasst. Behörden und Bevölkerung müssen jetzt dem inneren freiheitlichen Kompass vertrauen. Die ausserordentliche Lage braucht es nicht mehr.

Rafael Lutz, Infosperber

Ein genbasierter Impfstoff soll’s richten Der Bund vertraut im Kampf gegen das Coronavirus auf einen mRNA-Impfstoff der Firma Moderna – er geht ein ziemliches Risiko ein.

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Samstag, 17. Oktober 2020

Binswanger fordert uns zu uneingeschränktem Wissenschaftsgehorsam auf

“Wir verfügen über hervorragende Wissenschafts­einrichtungen und über Forscherinnen, die zwar ganz bestimmt nicht allwissend sind, die aber ihre Erkenntnisse immer umsichtig und verant­wortungsvoll in die Debatte getragen haben. Warum werden sie nicht gehört?”

Quelle: Schluss mit dem Corona-Nonsens!

Aha. Meines Wissens sind „die“ Wissenschaftler seit Anfang 2020 auf Dauersendung, und tragen ihre Erkenntnisse „immer umsichtig und verantwortungsvoll“ in die Welt hinaus. Einige Beispiele?

Quelle: Forscher ist vorsichtig optimistisch

Lockdown eine Woche später hätte über 6000 Opfer mehr gefordert

Laut einer Modellrechnung der Uni Bern wären rund 1600 Leben gerettet worden, hätte der Bundesrat die Schweiz sieben Tage früher stillgelegt. Eine Woche später und die Spitäler wären überlastet gewesen. […] Christian Althaus, Epidemiologe der Universität Bern, ist dieser Frage nachgegangen.

Quelle: Berner Studie zu Corona-Massnahmen

Etwas anders sieht es ein emeritierter Professor, bei welchem ich seinerzeit (in grauer Vorzeit) die Einführungsvorlesung Politikwissenschaften besucht habe:

“Und so kamen Wissenschaftler mit anderen Fachbeurteilungen – vor allem auch kritische Volkswirtschafterinnen oder Juristen – gegenüber den meinungsführenden Virologen und Epidemiologen nicht zum Zug: Diese dominierten die Problemdefinition der Pandemie nicht nur zu Beginn des Prozesses, sondern auch während des gesamten Krisenmanagements. Das gab einer ebenso alten wie falschen Idee neuen Auftrieb: Dass «die» Wissenschaft die eine, richtige, gar einzig richtige Antwort auf neue Fragen finde.”

Und an die Adresse der Binswangers in den Redaktionsstuben:

“Die einseitige Medien-Berichterstattung samt den Versuchen, Kritiker insgesamt als «Verschwörungstheoretiker» zu denunzieren, ist unverzeihlich. Sie verletzt die Medien-Grundsätze der Unabhängigkeit wie des «audiatur et altera pars».”

Quelle: Wissenschaftler sollen zu den Grenzen ihres Wissens stehen

Den Kommentaren nach zu urteilen wünschen sich die meisten Republik-Leser das von Binswanger herbeifabulierte Coronistan herbei.

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Mittwoch, 14. Oktober 2020

Hilferuf des Spitals Schwyz — nur leider ohne harte Zahlen

Nachtrag 2: icumonitoring.ch sagt mir, dass im ganzen Kanton Schwyz (mit 4 Spitälern) insgesamt 11 Intensivbetten und 4 Beatmungsgeräte stehen. Watson: „Das Spital [Schwyz] verfügt über drei Plätze mit Beatmungsmöglichkeit, davon ist einer mit einem Covid-Patienten belegt.“ (das sind somit die Intensivbetten). Worauf das Spital Schwyz in der Videobotschaft aber vermutlich aufmerksam machen wollte: „Das Spital Schwyz hat seine Isolationsstation auf maximal 25 Personen ausgelegt. […] Am Mittwoch [14. Oktober 2020] seien 18 Plätze besetzt gewesen.“ (Quelle). Isolationsstation ist meiner Lesart nach also nicht Intensivstation, sondern Normalbetten in einem abgeschlossenen Bereich, um die COVID-19-Kranken separat von den restlichen Patienten zu behandeln. So stecken diese (hoffentlich) keine anderen Patienten an.


Heute erreicht uns ein Video-Hilferuf des Spitals Schwyz:

Die Nachricht ist unter anderem beim Blick, 20min und SRF angekommen und wird brühwarm weitergeleitet.

Ich weiss nicht, was genau in Schwyz abgeht.

Aber was mir als zahlenbasierter Zeitgenosse extrem wichtig erscheint, wird weder im Video noch in irgendeinem der von mir konsultierten News-Artikeln erwähnt:

  • Wie viele Normal- und Intensivbetten hat das Spital?
  • Wie viele der Normal- und Intensivbetten sind belegt, wie viele sind noch frei? (absolut, und prozentual)
  • Wie hat sich die Auslastung der Normal- und Intensivbettenbelegung seit dem ersten Corona-Fall im Kanton im März 2020 entwickelt? Das könnte man sehr schön visualisieren.
  • Wie viele der Normal- und Intensivbetten sind mit SARS-CoV-19 erkrankten Personen belegt?
  • Wie alt sind die Corona-Patienten in den Normal- und Intensivbetten durchschnittlich/im Median? Die Altersverteilung könnte man auch sehr schön visualisieren.
  • Wie viele Patienten leiden an Vorerkrankungen, wie viele Patienten waren vor der Einlieferung kerngesund?

Für (fast) jeden anderen Kanton könnte man auf dem Corona-Dashboard des Bundes (Zeitung) nachschauen, um zumindest die Rahmenbedingungen in Erfahrung zu bringen. Im Abschnitt „Covid-19-Patienten aktuell in Spitalpflege“ wird tagesaktuell die Zahl der (a) hospitalisierten an Corona Erkrankten angegeben, und (b) die Zahl derjenigen davon, welche auf der Intensivstation betreut werden müssen. Leider haben es die Datenjournalisten immer noch nicht hingekriegt, die Gesamtzahl der Spital- und Intensivbetten pro Kanton auch anzugeben und so die belegten Betten in eine greifbare Relation zu setzen.

Wie es der Zufall (?) will, gehört ausgerechnet Schwyz zu den zwei Kantonen, welche keine Zahlen melden … somit stehe ich etwas fraglos vor diesem Hilferuf: Sprechen wir von fünf Intensivpatienten, 30, 50, 100, 500?

Nachtrag

Pimärquelle

Über wie viele Betten spezifisch das Spital Schwyz verfügt, schweigt sich die Homepage (ZAHLEN AUF EINEN BLICK) völlig aus. Immerhin weiss ich jetzt aber, dass die (unbekannte Zahl an) Betten 2019 zu 85.1 Prozent ausgelastet waren.

Ich als Laie hätte ich echt gedacht, dass die Zahl der Betten eine der wichtigsten Kenngrösse eines Spitals ist, die prominent ausgewiesen wird (analog zur Zimmerzahl bei einem Hotel). Offenbar lag ich falsch.

Sekundärquellen

Gemäss dieser von Rob Salzer unterhaltenen Web-Site mit aktuellsten Corona-Statistiken waren am Freitag, 16. Oktober 2020, im ganzen Kanton Schwyz insgesamt 22 Corona-Patienten hospitalisiert.

Gemäss dieser Quelle aus dem Jahr 2012 verfügt der Kanton Schwyz über vier Spitäler (Einsiedeln, Lachen, Schwyz, Aeskulalp Klinik) und wies 2008 einen „Bedarf“ von 223 Betten aus. Ich gehe davon aus, dass dies der tatsächlich verfügbaren Bettenzahl entspricht. Für 2020 prognostizierte man damals einen Bedarf zwischen 223 (Minimum) bis 255 (Maximum) (Tabelle 29 auf Seite 72).

Zur Verifizierung dieser Zahl: 1998 zählte der Kanton gemäss BfS-Statistik noch 343 Betten. Die obigen Zahlen bewegen sich in derselben Grössenordnung, könnten also hinkommen.

Vorbildlich: Deutschland

Für Deutschland gibt es dafür das DIVI Intesivregister (Dank an Thomas Oettli, siehe Kommentar unten).

Man stelle sich vor, Kantone, Bund und Medien könnten eine solche Transparenz herstellen …

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Mittwoch, 14. Oktober 2020

Covid-19, Erkältung oder doch die Grippe?

Den Screenshot habe ich im März 2020 angefertigt und nun so lange mit der Publikation gewartet, dass das Thema wieder topaktuell ist:

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Quelle: Was unterscheidet Covid-19 von Grippe?

Egal, was nun genau die Symptome sind: Dieses Jahr empfehle ich jedem Erkrankten, das Haus nicht zu verlassen und die Krankheit richtig auszukurieren.

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Sonntag, 11. Oktober 2020

Die Tourismusregion Schwarzwald hat ihre Selbstzerstörung eingeleitet

Aktualisierung Samstag, 17. Oktober 2020: Dem Spuk wurde gerichtlich ein Ende gesetzt: Auch Saarland kippt Beherbergungsverbot.

Zwangsläufig Stuttgart

Dieses Wochenende besuchten wir (eher zwangsläufig) Stuttgart: Wir hatten im Frühjahr 2020, noch bevor der Corona-Zirkus seinen (ersten) Höhepunkt erreichte, ein Hotelzimmer für unseren alljährlichen Cannstatter Wasen-Besuch gebucht. Zwei Nächte sollten es sein; Freitag bis Sonntag — zum ersten Mal im Le Méridien, ist doch sonst das Steigenberger Graf Zeppelin unser Wasen-Stützpunkt. Notabene: Nächstes Jahr wird es wieder das Steigenberger sein: Bessere Lage für eine Anreise mit dem Zug, für den Besuch des Cannstatter Wasens und für’s Shopping am Samstag-Morgen.

Der 175. Wasen wurde bekanntermassen wenige Wochen später abgesagt, aber da unsere Buchung über Hotels.com nicht stornierbar war, entscheiden wir uns, die Reise wohl oder übel auf uns zu nehmen. Optimisten, wie wir sind, wollten wir das Beste aus der Sache machen.

Neben dem Porsche-Museum am Freitag (noch gerade rechtzeitig, bevor es die grüne Intelligenzia auf die Liste der subversiven Wallfahrtsorte setzt) besuchten wir am Samstag erstmals auch den örtlichen Zoo (Wilhelma) (noch gerade rechtzeitig, bevor es militante Tierschützer auf die Liste der verbotenen Zonen setzen) und liessen es uns kulinarisch gutgehen (The Cube war auch schon besser, aber die Aussicht und die Architektur ist immer noch etwas vom Besten, was Stuttgart zu bieten hat; Valle: wer hier hungrig rausläuft hat etwas falsch gemacht; Weinwirtschaft Weingut Franz Keller: Das Wiener Schnitzel war top!).

Dunkle Wolken ziehen auf

Heute Sonntag-Morgen verliessen wir die Stadt, nichtsahnend, dass gestern Samstag das Robert Koch Institut (RKI) Stuttgart als Risikogebiet deklariert hat, weil im Schnitt der letzten sieben Tage 50.48 Personen auf 100’000 SARS-CoV-19 positiv getestet worden waren. Der Schwellenwert liegt bei 50.

Gemäss Zeitungsartikel werden nun drastische Massnahmen in Betracht gezogen, um der Verbreitung des Virus Herr zu werden.

Unter uns: Auf den ersten Blick sah die Stadt ganz OK aus, vielleicht sogar ein bisschen besser als wenn sie normalerweise von den Lederhosen und Dirndl einem Blitzkrieg gleich überfallen wird. Aber ich muss mich getäuscht haben, Gevätterchen Tod lauerte vermutlich hinter jedem Büschchen und jeder Hausecke? Da haben wir ja noch einmal verdammt Glück gehabt!

Ab in den schwarzen Wald: Essen

Auf dem Weg zu einer Übernachtung im Fritz Lauterbad, unserem (bis heute) Wellness und Spa-Hotel unserer Wahl im Schwarzwald (eine Entdeckung vom letzten Dezember) kehrten wir in einer der Gourmettempel in der Region Freudenstadt ein. Am Tisch neben uns genoss ein älteres Paar aus Stuttgart das grandiose Mittagessen. Zufälle gibt’s! Abgesehen von der Maskenpflicht war das Thema Corona nicht präsent. Schön.

Übernachten … NOT!

Nach dem etwas längeren, fantastischen Mittagessen trudelten wir um ca. 16 Uhr im Hotel in Lauterbad ein. Den auf dem ganzen Areal parkierten Autos zu entnehmen muss das Etablissement extrem gut besucht sein.

Der Check-In verlief so lange reibungslos, bis uns die Empfangsdame eine tagesaktuelle Liste von deutschen Regionen und Städten unter die Nase hielt. Ob wir uns kürzlich in einer dieser Orte aufgehalten hätten, fragte sie. Und siehe da, ganz zuunterst stand „Stuttgart“. Zur Empörung meiner Frau gab ich als ehrlicher, und höchst naiver Bürger brav an, dass wir tatsächlich gerade aus Stuttgart angereist seien.

Das erwies sich als die 0 Punkte-Antwort, wie sich äusserst rasch herausstellen sollte. Die Dame verschwand ins Hinterzimmer, und schon nur die Wartezeit liess nichts Gutes verheissen. Nun nahm sich die Chefin im Schlepptau der Empfangsdame unseres Falles an: Ob wir denn einen negativen Corona-Test hätten, fragte sie allen Ernstes. Nein, natürlich nicht, denn wer lässt sich am Sonntag-Morgen vor der Abfahrt in den Schwarzwald in Stuttgart auf SARS-CoV-19 testen? Insbesondere, da die Resultate ja locker 24 Stunden auf sich warten lassen. Wir hätten vermutlich von Glück reden können, hätten wir die Testresultate rechtzeitig in der Hand gehabt, wenn wir uns am Freitag noch beim Überqueren der Stadtgrenze hätten testen lassen.

Nun, beschied man uns, in dem Fall sei ein Check-In nicht möglich. Die Dame erklärte uns mehrere Arten von Schreckensszenarien für ein KMU in der Hotelleriebranche: Von Bussen bis Betriebsschliessung wurde alles erwähnt, falls man als Unternehmen bewusst Leute aus Risikoregionen beherbergen und dann „etwas passieren“ würde.

Wie ich später auf der Web-Site des Europaparks feststellen durfte: Die Anweisungen der Gesundheitswächter sind tatsächlich unmissverständlich:

Übernachtungsgäste, die aus einer Zone mit erhöhtem Ansteckungsrisiko aus der Bundesrepublik Deutschland anreisen möchten oder dort ihren Wohnsitz haben, müssen einen negativen Corona-Test vorweisen, der nicht älter als 48 Stunden sein darf, und diesen für 14 Tage aufbewahren. Ansonsten ist es untersagt, diese Personen zu beherbergen (laut § 2 Corona VO Beherbergungsverbot). Bei einem Schwellenwert jenseits von 50 Neuerkrankungen/100.000 Einwohner gilt ein Kreis als Zone mit erhöhtem Ansteckungsrisiko. Richtwert ist die Veröffentlichung des Robert-Koch-Instituts.

Quelle: ALLE INFOS ZUM EUROPA-PARK

Die Liste der Risikogebiete in Baden-Württemberg war heute Sonntag noch auf dem Stand vom 8. Oktober 2020 und listet nur den Landkreis Esslingen (südlich an Stuttgart angrenzend), Stuttgart fehlte. Eine interaktive Karte des Robert Koch Instituts zeigt heute Sonntag bereits die Hiobsbotschaft:

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Als Zugabe hier noch der Lagebericht des heutigen Tages.

Immerhin: Das Zimmer hatten wir zwar nicht stornierbar gebucht, aber auch noch nicht bezahlt. Das Hotel verzichtete auf die Belastung der Kreditkarte, und gab uns noch eine Ausfahrtskarte, um die Tiefgarage kostenlos zu verlassen.

Uns blieb also nichts anderes übrig, als den langen Heimweg auf uns zu nehmen. Verrückte Zeiten.

Offene Fragen

  • Haben die Hoteliers echt keine bessere Idee, als Gäste ohne Vorwarnung anreisen zu lassen und sie schlimmstenfalls wieder nach Hause zu schicken? Gibt es keine etwas kundenfreundlichere Methode, welche beiden Parteien Aufwand, den Kunden eine herbe Enttäuschung und den Hoteliers ungenutzte Buchungen ersparen?
  • Hätte man uns kommentarlos einquartiert, falls ich gelogen und gesagt hätte, dass wir direkt aus der Schweiz angereist seien? Hätte ich — hypothetisch — dann bei einem von mir verursachten Corona-Ausbruch im Hotel etwas zu befürchten zu haben? Busse? Gefängnisstrafe? Auspeitschen? Und: Wäre das Hotel aus juristischer Sicht wirklich ausreichend seinen Sorgfaltspflichten nachgekommen, wenn es meinen gelogenen Aussagen ohne irgendwelchen Beleg geglaubt hätte?
  • Wann genau kommt man aus einer Risikozone wenn man seine Wohnadresse nicht dort hat? Reicht es schon, wenn der Zug dort ein Zwischenhalt eingelegt hat und man während des Haltes kurz nach draussen frische Luft schnappen gegangen ist? Oder wenn man bei der Durchfahrt an einer Tanke das Auto gefüllt und Zigaretten gekauft hat? Muss ich mindestens eine Stunde dort geshoppt haben, oder doch acht Stunden allein mit meiner Partnerin in einem Hotelzimmer geschlafen haben?
  • Während das BAG alle 7 Tage Einreisebestimmungen aktualisiert, scheint es in Deutschland für Binnentourismus täglich wechselnde Zahlengrundlagen zu geben. Wie zum Teufel sollen Touristen wie auch die Tourismusindustrie bei sich stets in Bewegung befindlichen Parametern klarkommen? Stichwort: Planungssicherheit. Das muss doch zwangsläufig im absoluten (ökonomischen) Disaster enden, so wie wir es ja bereits in der Fliegerei sehen.
  • Was passiert, wenn nicht alle Tests gemeldet werden (Wochenende und so), meine Herkunftsregion unter dem Schwellenwert bleibt, ich mich erfolgreich in das Hotel einchecke und am nächsten Tag die gestrige Zahl rückwirkend nach oben korrigiert wird? Werde ich dann aus dem Hotel rausgeworfen?
  • Was passiert, wenn ich einen Early Check-In vor der Veröffentlichung der Zahle mache, mein Herkunftsort noch kein Hotspot ist, und nach der Veröffentlichung der Zahlen ein, zwei Stunden später aber offiziell einer wird? Werde ich dann aus dem Hotel rausgeworfen?

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Sonntag, 4. Oktober 2020

Untersterblichkeit im Kanton Bern

Neue Zahlen zeigen: Der Kanton Bern ist von der Pandemie bislang unterdurchschnittlich betroffen. Insgesamt sind gar weniger Menschen gestorben als in den Vorjahresperioden.

Quelle: Trotz Corona weniger Todesfälle

Logisch, dass vereinzelte Wissenschaftler — und das auch noch von meiner Alma Mater — fordern: Verschärft die Gesundheitsmassnahmen, denn die sind ja offenbar ungemein wirksam! Und jeder, der es wagt, die Hand fragend zu heben (Correlation does not imply causation) erfährt dann: Präventionsparadox, du Covidiot!

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Montag, 21. September 2020

Was ist eigentlich mit den Tönnies Corona-Infizierten geschehen?

Reden wir nicht lange um den heissen Brei herum:

Es gab 2117 Infizierte – niemand ist tot

Quelle: Traurige Bilanz 90 Prozent der Tönnies-Mitarbeiter steckten sich im Werk an (Artikel datiert auf den 1. September 2019)

Siehe dazu mein Artikel vom 28. Juni 2020: Corona in Schlachtbetrieben (und wie die Medien weiter Panik schüren).

Aktuell sind in Bern übrigens 10 positiv Getestete in Spitalpflege, davon 3 auf der Intensivstation (Quelle).

Und die einzige Corona-Statistik, welche ich mir seit Monaten ansehe (der Rest interessiert mich nicht mehr), zeigt seit Monaten 6 Tote unter 40 Jahren, sprich hat sich über all die Zeit keinen Millimeter nach oben bewegt:

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Wie ich gerade realisiere haben wir mittlerweile die Grenze von 2000 Corona-Toten überschritten. Seit dem ersten positiven Test sind 209 Tage vergangen, was 9 Tote pro Tag ergibt. Zur Relation: In der Schweiz starben 2017 im Schnitt 183 Menschen. Pro Tag. (Quelle)

Andere Erkenntnis: Es fehlen somit nur noch 95’065 Tote, um Nehers pessimistischtes Szenario zu bewahrheiten.

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Mittwoch, 16. September 2020

Die Maskenpolizei geht auch hierzulande um

Die Blockwarte in den Zügen der SBB haben auf Twitter allerhand zu tun, um renitente Mitbürger anzuprangern. Ein Beispiel, welches gestern in meiner Twitter-Timeline aufgetaucht ist:

Kann man machen. Ich möchte einfach noch folgendes zu Bedenken geben:

Was ist bei der Verwendung einer klassischen Atemschutzmaske (FFP) zu beachten?

Eine Atemschutzmaske ist nur dann wirksam, wenn sie korrekt angelegt wird. Vor dem Aufsetzen der Maske sollten die Hände gründlich mit Wasser und Seife oder einem geeigneten Desinfektionsmittel gereinigt werden. Die Maske muss gemäß der ihr beiliegenden Anleitung aufgesetzt werden. Sie muss Mund und Nase vollständig abdecken. Es muss sichergestellt sein, dass keine Lücken zwischen Gesicht und Maske vorhanden sind. Bartträger können keinen Dichtsitz erreichen.

Um die Atemschutzmaske abzunehmen muss sich der Träger der Maske zunächst in einen gefahrfreien Bereich begeben. Wichtig ist, die Maske schräg nach unten, leicht nach vorne gebeugt vom Gesicht abzunehmen. Sie sollte dann sofort in einen geschlossenen Behälter gegeben werden. Anschließend ist eine Reinigung der Hände mit Desinfektionsmittel oder mit Wasser und Seife nötig.

Quelle: COVID-19: Welche Atemschutzmaske ist die richtige?

Wäre schade, wenn sich die Maskenpolizisten selber nicht an diese Empfehlungen halten würden … denn ohne die pedantisch korrekte Anwendung ist und bleibt Maskentragen eine reine Alibi-Übung.

Nachtrag

Gerade in den Haushalt geflattert: Der K-Tipp über die Brutstätte „Gesichtsmaske“: Gesichtsmasken sind voll von Bakterien und Pilzen

Und noch etwas Statistik:

Von 1000 Personen, die das Pech haben, zwei Stunden lang unmittelbar neben einem Ansteckenden zu sitzen, stecken sich 35 an. Bei kürzeren Reisezeiten sinkt die Wahrscheinlichkeit, bei längeren steigt sie.

Quelle: So gross oder klein ist das Corona-Ansteckungsrisiko im Zug

Nachtrag 2

Auch ganz dumm gelaufen: Bund ruft zwei Typen von Atemschutzmasken zurück

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Freitag, 14. August 2020

Video: Für Narzissten unbeantwortbare Fragen

  1. What are some of your deepest hurts?
  2. Why is it so difficult to the point of impossible for you to admit flaws and mistakes?
  3. Why do you feel the need to impress strangers?
  4. Why do my differences threaten you so much?
  5. Do you honestly believe that your opinions cancel out the validity of other’s opinions?
  6. In what ways do you need to grow and change?
  7. If I make you feel so frustrated, why do you keep coming back?
  8. Why do you go silent?

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