Archiv ‘Gesundheit’

Donnerstag, 20. Januar 2022

Die „Pandemie“ aus Sicht eines ausgebildeten Historikers

Ich bin ausgebildeter Historiker, war aber nach dem Lizentiatsabschluss 2011 nie mehr im Fach tätig.

Das Studium hat mir aber folgende zwei Pandemie-Referenzpunkte mit auf den Weg gegeben, welche mich in den letzten zwei Jahren mehr und mehr an der grottenschlechten Darstellung der Situation durch den pharmazeutisch-medial-politischen Komplex zweifeln liessen:

Das Alter der Toten

Ich weiss nicht, wie viele Leute da draussen das folgende Lizentiat kennen, und noch weniger weiss ich, wie viele es gelesen haben: Die Grippeepidemie 1918/19 in der Schweiz von Christian Sonderegger, veröffentlicht 1991. Rückblickend hätte der Autor das Werk wohl eher „Spanische Grippe“ getauft, damit es in den Katalogen einfacher gefunden werden kann …

Es befand sich zu meiner Studienzeit tief unten im Keller in einer dunkle Ecke der Historischen Bibliothek in der Unitobler. Ich habe dieses Lizentiat während dem Verfassen meines Lizentiat ausgeliehen (oder war es nur vor Ort einsehbar?) und gelesen. Doch zu behaupten, dass ich den Inhalt noch wiedergeben könnte, wäre etwas verwegen.

Christian Sonderegger hat den Eintrag zu „Grippe“ im Historischen Lexikon der Schweiz verfasst.

Doch was mir in Erinnerung geblieben ist (auch, glaube ich, verstärkt durch mindestens eine Vorlesung und ein Seminar): Während der Spanischen Grippe in der Schweiz starben vornehmlich junge, und somit eigentlich als gesund geltende, zwanzig- bis vierzigjährige Männer.

Das war in der Covid-Pandemie eindeutig nicht der Fall, sonst müsste ich in meinem Bekanntenkreis schwer Erkrankte und Tote verzeichnen und regelmässig an Beerdigungen gehen.

Die Zahl der Toten

Im Geschichtsstudium des Mittelalters kommt man unweigerlich auch am Schwarzen Tod, der Pest, vorbei. So tragisch dieses einschneidende Ereignis auch war, ich kann mich erinnern, dass nach der Pest vieles anders war: Arbeitskräftemangel führte zu einer deutlich besseren Verhandlungsposition der Proto-Arbeitnehmenden und Bauern, was sich auch im Lohn respektive den Preisen für Agrarprodukte widerspiegelte.

Und wenn ich mich richtig erinnerte hatte die Pest auch einen massiven Einfluss auf die Kunst (Stichwort „Renaissance“). Sozusagen die Golden Twenties im Mittelalter.

Auch hier kann ich die Entwicklung dieser Pandemie nicht wiedergeben, zu verschwommen sind meine Erinnerungen. Aber auch hier nahm ich einen wichtigen Referenzpunkt mit: In den Pest-Schüben starben dreissig Prozent der Bevölkerung Europas. Ein Drittel. Auf den einzelnen Menschen hinuntergebrochen: Jedes dritte Familienmitglied, jeder dritte Bekannte wurde dahingerafft.

Nachtrag

An meiner Alma Mater wurden 2015 zwei weitere Masterarbeiten zum Thema publiziert:

  • Brack, Simon: Ein unsichtbarer Feind. Der kommunalpolitische Umgang mit der Grippeepidemie 1918 in den drei Gemeinden Bern, Thun und Langnau i. E
  • Tscheerig, Andreas: Die Spanische Grippe in den Kantonen Basel-Landschaft und Basel-Stadt. Zum Umgang der Sanitätsbehörden mit der Grippe-Pandemie von 1918/19

Quelle (mit Abstracts): BeHMi 2015

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Donnerstag, 20. Januar 2022

Tipps zum Anfang vom Ende der Pandemie

Ein augenöffnender Artikel Pueyos. Ich kann mich erinnern, dass er zu Beginn der Pandemie mit zwei längeren Artikeln gross von sich reden machte. Gehen wir den aktuellen Artikel durch.

Mit folgenden Aussagen Pueyos bin ich nicht einverstanden …

In Simpson’s Paradox vs. Upper Respiratory Tract Hypothesis, I stated that we didn’t know yet whether the lower virulence was due to a milder virus or simply more people immune through vaccines and natural infection. It turns out it was both, and the reduction of virulence is dramatic.

… Add to that the fact that good vaccines reduce fatality rates by ~90%,

Quelle: Coronavirus: Game Over — It’s time to start living again

Schauen wir mal, was der wissenschaftliche Konsens dazu nach — sagen wir — fünf Jahren sein wird.

… mit den nachfolgenden Aussagen aber vollkommen (insbesondere mit Blick auf Twitter-Bubbles, aber auch Bekannte):

  • When you see in a TV show scenes with lots of people indoors, do you think “Eww, gross! These guys are spreading germs and they don’t even realize it!”?
  • When you enter a store, does your hand automatically search your pockets for a mask? Are you scared of how others will judge you if you don’t wear one?
  • Do you do a disinfecting gel facial after seeing this [three welcome kisses]? In French, we call this “la bise”. Depending on the region in France, you can give up to four kisses to people you don’t know!
  • When you meet somebody, are you wondering whether you should fist bump, wave, shake their hands, hug, or even do the European thing, give a few kisses?
  • When somebody invites you to a party, is your first reaction to ask “Is it indoors?”

„If you’ve answered yes to 50% of these or more, you might have PCSD, post-COVID stress disorder. You should ask yourself: Do I want to be like this for the rest of my life? If the answer is no, that’s good.“

Meine Prognose: Wir werden erst über die nächsten Jahre entdecken, welch massive mentale Schäden die Handhabung der Pandemie hier im Westen verursacht hat. Zum einen bei völlig verängstigten Erwachsenen, denen durch SARS-CoV-2/Covid-19 auf Grund ihres Alters und Gesundheit statistisch nie bedroht waren (Stichwort: Angstneurose). Aber auch bei Babies, die nur die Gesichtsausdrücke ihrer Eltern kennen, weil Besucher immer Masken trugen; bei jungen Kindern, welche acht Schulstunden am Tag Masken tragen mussten; aber auch bei den Kindern, die von angstneurotischen Eltern grossgezogen werden und die panische Angst vor dem Virus über die letzten zwei Jahre eingebrannt erhalten haben.

„You’ve [= governments] increased your powers during COVID. If you give them back, and you prepare legislation for the next pandemic, citizens will trust you more next time.“ […] „But if you linger with your measures and don’t have a horizon in sight for stopping them, your citizens will lose even more trust in you.“

Wenn ich sehe, wie Politik die „Pandemie“ bisher vergeigt hat, befürchte ich das Schlimmste …

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Dienstag, 18. Januar 2022

Twitter Rundschau KW3 2022: Corona, Djokovic, Mediengesetz, Lustiges

Positiver Test, Infiziert, Erkrankt

Erkältungs-Antikörper schützen vor Corona

Ich könnte schwören, dass Sucharit Bhakdi das schon im Frühjahr 2020 „geschwurbelt“ hat …

Cross-reactive memory T cells associate with protection against SARS-CoV-2 infection in COVID-19 contacts (doi.org/10.1038/s41467-021-27674-x)

Corona Virtue Signalling, Episode 7439

Irrenanstalt

Spassfakt: Twitter wurde erfunden um kostengünstig die Irrenanstalten zu ersetzen.

A. M. Berger🇨🇭 (⁦‪@A_M_Berger_) am ‬⁩09.01.22, 02:05 (Link, Konto suspendiert)

Don’t question „The Science“

„The Science“ has changed

Cédric fürchtet sich vor Weltwoche und Nebelspalter

Rinks-lechts-vertauschte politische Argumentation im Fall Djokovic

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Dienstag, 18. Januar 2022

Silke auf Twitter: „Ein Kind aus der Klasse unseres Sohnes hat seine 12-jährige Schwester an Corona verloren“

Silke (@Silke18030744‬⁩) schrieb am 15. Januar 2022 um 22:18 Uhr auf Twitter:

Omicron ist mild, Kinder sind kaum betroffen? Ein Kind aus der Klasse unseres Sohnes hat seine 12-jährige Schwester an Corona verloren!

15.01.22, 22:18

Quelle: Tweet (ACHTUNG: Der Tweet mit der ID 1482462335713304588 scheint gelöscht worden zu sein)

Gemäss Corona Fälle in der Schweiz nach Alter gab es in der gesamten Pandemie bisher einen (1) Todesfall in der Altersgruppe 10–19 Jahre. Der Fall muss sich irgendwann zwischen Juni 2021 und vor 14 Tagen (4. Januar 2022) ereignet haben.

Das verwundert mich:

  • Bezog sich Silke auf diesen einen Fall?
  • Oder verstehe ich „an Corona verlieren“ falsch, d.h. es war mit der Aussage gar kein Tod gemeint, sondern nur ein positiver Test, mit darauffolgender Isolation? Sprich nur ein „temporärer“ Verlust?
  • Oder handelt es sich bei Silke um eine Person aus Deutschland? Mir scheint nicht, denn ihr Profil gibt klar „Schweiz“ als Standort an.
  • Oder hat Silke den Inhalt des Tweets erfunden, wenig später bemerkt dass man solche Aussagen dank den Statistiken relativ rasch widerlegen kann, und deshalb gelöscht?

Zur Relation: In dieser Altersgruppe wurden gemäss derselben Web-Site seit Beginn der Pandemie 248’198 Personen positiv getestet. Die Case Fatality Rate beträgt somit 0.000402904133 Prozent.

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Donnerstag, 6. Januar 2022

BIaZ

Das Wort des Jahres 2022 ist mir bereits am Dreikönigstag bekannt:

Die BIaZ, Beste Impfung aller Zeiten,
besiegt die GröPaZ, die Grösste Pandemie aller Zeiten.

Wieso? Deshalb.

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Dienstag, 4. Januar 2022

Corona-Zahlensalat

Wer erst jetzt darauf kommt, dass Corona-Zahlen irgendwelchen Sinn ergeben, dem ist nicht mehr gross zu helfen. Was „Verschwörungstheoretiker“ und „Skeptiker“ schon fast seit Beginn der Grössten Pandemie aller Zeiten monieren, findet nun (endlich?) seinen Weg in den Mainstream:

Dr. Anthony Fauci says statistics for hospitalizations among children with COVID-19 are getting overblown because many young patients are being admitted with unrelated ailments before they test positive.

Quelle: ‚They may go in for a broken leg‘: Fauci says child COVID-19 hospitalizations are overblown

Case counts ‘don’t reflect what they used to’, experts argue, as data suggests Omicron is less severe but more contagious

Quelle: US experts question whether counting Covid cases is still the right approach

Ich achte schon seit Ewigkeiten darauf, in diesem Zusammenhang nur von „positiv Getesteten“ zu sprechen und schreiben, während die alarmistischen Qualitätsmedien viel zu oft immer noch von „Infizierten“ oder gar „Erkrankten“ schreiben. Tönt viel schlimmer, sichert Aufmerksamkeit und Klicks — ist aber unsauber (Infosperber berichtete davon in der Schweiz spätestens im Sommer 2021).

Kann man einer Umfrage in Deutschland glauben, traut eine Mehrheit der Deutschen spätestens jetzt den Zahlen nicht mehr:

EXKLUSIVE BILD-UMFRAGE ZEIGT: Kaum noch Vertrauen in Corona-Zahlen

Das hat aber sicherlich auch mit den Meldungen vor Weihnachten zu tun. Darin berichteten die gefühlt zwei, drei letzten verbliebenen investigativen Journalisten in Deutschland, dass Beamte in Hamburg und Bayern alle Hospitalisierten mit unbekanntem Impfstatus frech den „Ungeimpften“ zurechneten: RECHERCHEN VON NDR UND „WELT“: Inzidenz für Ungeimpfte in mehreren Bundesländern massiv zu hoch ausgegeben

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Montag, 3. Januar 2022

Für was man einen QR-Code sonst noch so alles brauchen kann …

Ganz wild die Szene bei 5 Minuten, wo sich das Ehepaar auf der Videowand in Echtzeit sieht und die Social Credit-Score über ihren Gesichtern angezeigt wird.

Aber auch diese Aussage: „… Ich bin grün, das heisst ich bin nicht in Gefahr …“ sollte wohl eher heissen: „Ich bin keine Gefahr für die Regierung und das System“.

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Sonntag, 2. Januar 2022

Augenzeugenbericht aus dem Omikron-Bergamo New York City

Der Familienausflug nach New York City (NYC) neigt sich rasch dem Ende zu — ich sitze mit Stephanie gerade in der Lounge am Flughafen Newark im nahgelegenen New Jersey und warte darauf, dass wir LX19 zurück in die Schweiz besteigen können.

Wir sind am Montag-Abend von San Francisco kommend in Newark gelandet. Ungefähr ein, zwei Tage später trafen über WhatsApp und Co. die ersten besorgten Nachrichten von Verwandten und Bekannten aus der Schweiz ein. Sie verlinkten Artikel in der einschlägigen Schweizer Qualitätspresse, die von rasant steigenden positiven Testzahlen aus Big Apple sprachen.

Vom „Bergamo am Hudson“ oder der „Omikron-Hölle“ sprach glaub ich kein Journalist, aber die Nachrichten tönten wie gewohnt alarmistisch. „Journalismus“ à la 2021 halt.

Unsortierte Beobachtungen:

  • Alles halb so wild: Vom angeblichen Ausnahmezustand merkt man nichts. Keine Leichenberge an den Strassenrändern, niemand kippt gelegentlich vor den eigenen Augen um. Es ist wie immer laut (Lüftungen, aber auch wegen des Verkehrs und der wie gewohnt häufig eingesetzten Hupen), es stinkt, und es gibt grosse Menschenmassen. Würden die Leute keine Masken tragen, und würden die Impfbüchlein nicht geprüft, würde sich meiner Meinung nach alles ganz normal anfühlen.
    • Am Surrealsten war ein Pub-Besuch am ersten Abend zwecks Bier: Keine Impfausweiskontrolle, der Laden bumsvoll, stickige Luft — und als Neil Diamonds „Sweet Caroline“ anläuft singen alle lauthals mit. Leute mit panischer Angst vor Corona hätten das Lokal vermutlich nur noch mit PTSD/PTBS verlassen.
  • Flächendeckend 1G: In der Theorie müssen alle Lokale (Hotels, Restaurants, Museen, Botanischer Garten …) den Impfausweis kontrollieren. In Praxis wurde das je nach Lokal unterschiedlich gehandhabt; einige ignorierten diese Vorgabe komplett, andere waren extrem pedantisch. Die High End-Lokale waren meiner Erfahrung nach strikter als Pubs und dergleichen.
  • Kein digitaler Impfpass sie alle zu knechten: Amerika kennt keine digitalen Impfausweise. Jeder geimpfte Amerikaner hat eine graue Impfkarte, auf welcher die Daten der Impfung eingetragen sind. Fälschungssicher? Denkste. Viele Leute haben den Impfausweis „digitalisiert“, indem sie das Papier abgeföttelet haben und ihn nun mit dem Smartphone überall hin mitnehmen. Wird problemlos akzeptiert. Hier hat man halt ein anderes Verständnis von gelebter „Compliance“ (beidseitig; auf Seite der Restaurantkunden, aber auch auf Seiten der Restaurantbetreiber). Gefällt mir. Schlussendlich muss das der Staat kontrollieren und forcieren, wenn er das unbedingt so will, und nicht die Restaurateure als Handlanger.
  • Ausländische QR-Code-basierte Impfpässe: Ich habe jedes Mal das Zertifikat meiner Covid-App gezeigt (das gelbe WHO-Impfbüchlein lag im Pass im Hotel im Safe). In den meisten Fällen wurde die Übung abgebrochen, als die Restaurateure oder Türsteher etwas von „Moderna“ in der App lasen. Das Datum der letzten Impfung spielte keine Rolle. Der Name auf dem Zertifikat wurde selten mit der Photo ID (meiner Schweizerischen Identitätskarte, oder dem Schweizerischen Führerschein) abgeglichen. Ob das Gesicht mit der ID übereinstimmte interessierte ebenfalls niemanden. Hauptsache man hatte auf dem Handy einen bekannten Impfstoff aufgeführt, und etwas dabei, das wie ein Ausweis in Kreditkartenform aussah.
    • Am 30. Dezember dann die Überraschung: Fred, das Unikat von Türsteher beim Comedy Cellar kannte Europäische QR-Codes, zückte sein Android-Smartphone, öffnete eine App und validierte den QR-Code. Das erste und letzte Mal, das mir dies hier widerfuhr.
  • Unzählige Maskenträger im Freien: Ich konnte es nicht glauben, wie viele Leute an der frischen Luft mit Masken herumliefen.
  • Maskentypen: Bedruckte Community-Masken, wie ich sie trage, sieht man nirgends. Gelegentlich löste meine Masken längeres Starren aus — ich denke, die Leute wunderten sich, was genau aufgedruckt ist.
  • All you can test: Über die Innenstadt gibt es überall Testzelte verteilt. Die Schlangen davor sind sehr lange — denn jede Person kann sich gegen vorzeigen eines Identitätsdokuments testen lassen. Es wird keine Krankenversicherung, Kreditkarte oder Bargeld benötigt. Sprich: Kostenlos. Sprich: So oft wie man will. Sprich: Ein Paradies für die Hypochonder und Angstneurotiker.
    • Leider vergass ich bei unserem Testtermin zu fragen, wie viel Prämie die Arztpraxen pro Test erhalten. Ich glaube aber, dass sich das Geschäft sehr gut rentiert, sonst hätte uns die Arztpraxis abgewiesen.
  • Überlastete Labors: Bei einem Zelt lasen wir, dass die Testresultate nach drei bis fünf Tagen nach dem Test eintreffen — im vollen Bewusstsein, dass die Isolationsdauer bei einem positiven Test kürzlich von zehn auf fünf Tage reduziert wurde. Die Labors seien überall am Anschlag. Eigentlich wollten wir uns am Morgen des 31. Dezembers testen lassen, entschieden uns dann aber, den Test bereits am Nachmittag des Vortages durchzuführen. Zum Glück: Das Testresultat meiner Frau traf heute Nacht um 2 Uhr morgens ein, meines um 6 Uhr morgens. Wären wir wie geplant erst am Freitag testen gegangen, hätte es für den Check-In am Flughafen höchstwahrscheinlich nicht gereicht. Leider wird der CT-Wert auf dem Testresultat nicht angezeigt.
  • Testzenter unseres Vertrauens: Wir haben uns bei Urgentway in Manhattan testen lassen (die Adresse hatte meine Frau irgendwo im Netz ausgegraben). Es handelt sich um eine Arztpraxis im sechsten Stock des Gebäudes an der 535 8th Ave in NY 10018. Für Tests reiht man sich in die Schlange vor dem Gebäude ein. Die Schlange wächst dabei mehr und mehr, und gelegentlich (ca. alle 20-30 Minuten) kommt ein Angestellter runter und holte sechs bis acht Personen hoch in die Praxis. Dort weist man sich aus und es wird ein Patientedossier angelegt. Anschliessend geht es nach und nach einzeln in ein Abstellkämmerchen zum Test. Freundlicherweise bohrt einem die Ärztin (oder: MPA?) das Stäbchen nur in ein Nasenloch, und stösst es auch nicht bis ins Hirn. Ich vermute, dass die Chance auf einen positiven Test so noch etwas geringer sind. Der ganze Spass hat uns ungefähr eineinhalb Stunden gekostet. Wichtig: Unbedingt unterschiedliche Email-Adressen angeben, da die Resultate in einem geschützten, personalisierten Bereich zur Verfügung gestellt werden. Das System hat Probleme, wenn zwei Personen dieselbe Email-Adresse hinterlegt haben. Vielleicht sollte das mal jemanden CureMD sagen?
  • Qualität der Restaurations-Services: Die USA setzen auf Grund der Gehaltsstruktur im Restaurationsbetrieb bereits in nicht-pandemischen Zeiten die höchsten Massstäbe. Dieses Mal empfand ich die Qualität noch ein Mü besser und aufmerksamer — ich führe das auf die Umsatzeinbussen während der Lockdowns zurück. Unser Hotel war gefühlt nur zur Hälfte ausgebucht. Die Silvester-Sängerin, welche seit dutzenden Jahren im Hotel auftritt, erwähnte auch, dass der Esssaal in normalen Jahren bis zum Bersten gefüllt sei, man in diesem Jahr aber erstmals Freiräume zwischen den Tischen habe.

Fazit: Die Erfahrungen in New York (und: Kalifornien) haben mich beruhigt — wenn die Amis das mit dem QR-Code bis jetzt nicht gebacken gekriegt haben, werden sie es auch in Zukunft nicht. Und somit erachte ich den weltweiten Rollout des „Zertifikats sie alle zu knechten“ als höchst unwahrscheinlich. Hingegen ist in Europa der Zug zum „Rückbau“ des Zertifikats aber vermutlich längst abgefahren. Leider.

Und schliesslich wurde uns heute Nachmittag noch die Werbung für die „BIaZ“ — Beste Impfung aller Zeiten — von den Leuten an der Goldgrube ins Gesicht projiziert:

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Meine Pfizer-Aktien freuts ungemein. Unbedingt weiterboostern!

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Donnerstag, 16. Dezember 2021

Wehe uns, wenn sie wieder modellieren …

Vor ein paar Tagen hörte man mich bereits freudig jauchzen „Yes, Paessler hat wieder modelliert!“:

Der RKI-Modellierer hat das nicht auf sich sitzen lassen — wer lässt sich schon von einem Hobby-Modellierer an die Wand modellieren?

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Freitag, 10. Dezember 2021

9. Dezember 2021: The Day of Infamy, sprich: Der Tag des Impfversagens

Gestern Donnerstag kam es in meiner Twitter-Bubble Schlag auf Schlag. Den Anfang machte Sandro Brotz:

Gute Besserung, Sandro Brotz! Dem Vernehmen nach hat er den Impfherstellern eine Verwarnung ausgesprochen

Gleich darauf spülte es mir eine Anna Becker in die Timeline — sie hat es sogar mit Booster erwischt (Ist das jetzt ein „Boosterdurchbruch“?):

Jemand hat darauf noch alte Tweets ausgegraben — muss das denn jetzt gerade sein?

Dann hat es noch eine Erdnuss … Erdnuss?! … erwischt:

Der Markus Felber gab auch sein Corona-Coming Out zum Besten (mit Booster wäre das alles nicht passiert …):

Allen gestern positiv Getesteten wünsche ich gute Besserung und eine rasche Genesung.

Was für mich aber noch unklar ist: Einfach nur positiv getestet, oder tatsächlich symptomatisch, und krank im Bett?

PS: Den Krieg der Likes gewinnt Anna Becker klar, mit über 8000 Likes Vorsprung auf Sandro Brotz, gefolgt von Markus Felber und dem Erdnüsschen als Schlusslicht.

Nachtrag

Am 13. Dezember 2021 hat es nun auch den doppelt geimpften Marcel Salathé erwischt:

Nachtrag 2

Am 18. Dezember 2021 hat es nun auch die doppelt geimpfte Lara Gut-Behrami erwischt:

Nachtrag 3

Im neuen Jahr, am Dreikönigstag, geht es munter weiter mit dem Impfversagen: Den dreifach geimpften Urs Gredig hat es nun erwischt:

Nachtrag 4

Am 7. Januar 2022 die nächste Hiobsbotschaft: Dreifach geimpft, positiv:

Schlagersängerin Silvia Kaufmann hat den Kontakt mit Ungeimpften reduziert und sich geboostert – infizierte sich aber trotzdem mit Corona. Trotzdem ist sich die «Königin von Mallorca» sicher: Ohne Impfung würde es ihr heute schlechter gehen.

Quelle: Silvia Kaufmann liess sich boostern, nun hat sie Corona: «Erst recht appelliere ich an alle: Lasst Euch impfen»

Nachtrag 5

Am 8. oder 9. Januar 2022 hat es auch den dreifach geimpften Regierungsrat und Obersten Gesundheitsdirektor Lukas Engelberger erwischt:

Der Regierungsrat hatte sich laut Mitteilung kurz vor dem positiven Test boostern lassen – er erhielt seine dritte Dosis am 3. Januar.

Quelle: Bislang hat er nur milde Symptome
Lukas Engelberger positiv auf Corona getestet

Nachtrag 6

Wir schweifen kurz über den Teich: Die dreifach geimpfte Alexandria Ocasio-Cortez, kurz: AOC, hat es am oder vor dem 10. Januar erwischt:

Representative Ocasio-Cortez has received a positive test result for COVID-19. She is experiencing symptoms and recovering at home. The Congresswoman received her booster shot this Fall, and encourages everyone to get their booster and follow all CDC guidance.

Quelle: Twitter

Nachtrag 7

Am 16. Januar 2022 hat es eine extrem vorsichtige Zeitgenossin erwischt:

Nachtrag 8

18. Januar, Booster-Durchbruch:

Nachtrag 9

Am 22. Januar 2022 hat wieder ein Booster versagt:

Nachtrag 10

Elton John, geboostert, am 25. Januar 2022:

Trotz Booster, dafür mit milden Symptomen

Elton John (74) hat Corona

Elton John wurde positiv auf das Coronavirus getestet. Die britische Musiklegende muss deswegen zwei Konzerte in Amerika absagen.

Quelle: Elton John (74) hat Corona

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