Posts Tagged ‘Deutschland’

Donnerstag, 20. Juli 2017

Wo überall auf der Welt Pferdefleisch gegessen wird (werden darf)

Ein, zwei Jahre nach Beginn unserer Beziehung mit meiner Frau musste ich eines Grillabends realisieren, dass man in Kalifornien kein Pferdefleisch verzehrt. Denn seit 1998 ist der Handel mit Pferdefleisch zum Verzehr verboten, wie ich etwas später verwundert feststellen durfte:

[…] making it a felony for any person in the state to possess, transfer, receive, or hold a horse (defined to include ponies, donkeys and mules) with the intent to kill it, or have it killed, where the person knows, or should have known, that any part of the carcass will be used for human consumption.

Quelle: California Proposition 6 (1998)

Vor zwei Tagen dann beim Mittagessen auf der Arbeit eine ähnliche Diskussion: Die gebürtige Finnin im Team erzählt davon, dass man zu Hause Rentiere und Elche esse, nicht aber Pferde. Und der eine deutsche Kollege stimmt bei, dass in seiner Heimat (im Nordwesten Deutschlands) Pferdefleisch auch nicht auf dem Tagesmenu vorkomme.

In mir wächst noch während dem Mittagessen (ohne Pferdesteak auf dem Teller, notabene) der Bedarf, im Netz eine Weltkarte der pferdefleischverzehrenden Länder zu finden. Das ist gar nicht so einfach. Doch schlussendlich wurde ich fündig:

image-7397

Quelle: Horse Slaughter

Gemäss dieser Web-Seite sind es zumindest folgende Länder, in denen dann und wann ein saftiges Pferdesteak auf dem Grill landen darf und kann:

  • China
  • Kazakhstan
  • Indonesia
  • Japan
  • Mongolia
  • Tonga
  • Philippines
  • South Korea
  • Austria
  • Belgium
  • France
  • Germany
  • Hungary
  • Iceland
  • Italy
  • Malta
  • Netherlands
  • Norway
  • Serbia
  • Slovenia
  • Sweden
  • Switzerland
  • United Kingdom
  • Ukraine
  • Mexico
  • Chile

Tags: , , , , ,
Labels: Essen, Leben

Keine Kommentare | neuen Kommentar verfassen

Donnerstag, 30. April 2015

Der Elfenbeinturm in einer kriegsführenden Armee

Mr. Ashworth observed surprisingly little hostility toward the enemy expressed by trench soldiers; the further from the front, the more hostility. In the words of one front-line soldier, “At home one abuses the enemy, and draws insulting caricatures. How tired I am of grotesque Kaisers. Out here, one can respect a brave, skillful, and resourceful enemy. They have people they love at home, they too have to endure mud, rain and steel.”

Quelle: The Spirit of the 1914 Christmas Truce – WSJ

Auch gut:

… and during the truce, they would tell Germans that they both should be fighting the French.

Tags: , , , , , ,
Labels: Geschichte

Keine Kommentare | neuen Kommentar verfassen

Donnerstag, 9. Juni 2011

Tägliche Todesfälle in Deutschland

CNN vermeldet gerade den 27. Toten seit Ausbruch der EHEC-Pandemie. Doch wie viele Leute sterben eigentlich täglich in Deutschland?

Die Sterberate in Deutschland für das laufende Jahr (2011) beträgt geschätzte 11 Personen pro 1’000 Einwohnern (nach der EHEC-Katastrophe wohl das zwanzigfache …). Mit einer Gesamtbevölkerung von knapp 82 Millionen sind das umgerechnet 902’000 Tote im Jahr.

Pro Tag sterben in Deutschland also 2’471 Menschen. Und heute ist einer davon (0.04 Prozent) mal wieder EHEC erlegen. Wahrlich, da muss was dran sein an dieser Krankheit.

Tags: , , , ,
Labels: Medien

Keine Kommentare | neuen Kommentar verfassen

Mittwoch, 22. Dezember 2010

Winter v. Deutschland: eins zu null

Der Flughafen Frankfurt: geschlossen. Die berühmten Autobahnen: verstopft. Die Bahn: am Rande des Zusammenbruchs. Deutschland, diese selbstbewusste, stolze Techniknation erlebt ein Winterchaos, das am Selbstbild rüttelt.

Inzwischen warnt die Bahn sogar selber vor Zugreisen. Man solle nicht zwingende Fahrten besser verschieben, bis sich das Wetter normalisiert habe.

Nun ist es ja nicht so, dass Deutschland den ersten Winter seiner Geschichte erlebt.

Wie viele Menschen in der westlichen Welt haben sich auch die Deutschen einen Lebensstil des «Heute da, morgen dort» angewöhnt. Zehntausende pendeln von Hamburg nach München, von Bonn nach Berlin, quer durch die Republik. Was typisch deutsch ist: Kosten darf die Mobilität nichts. Die Benützung von Autobahnen – natürlich gratis.

Das Preissystem der Deutschen Bahn ist so kompliziert, dass es einen eigenen Eintrag im Onlinelexikon Wikipedia hat.

Quelle: Ein bisschen Winter bremst Deutschland aus – News Ausland: Europa – tagesanzeiger.ch

Ist ja nicht so, dass die Deutschen die einzigen sind, die sich einen Wettbewerb daraus zu machen scheinen, wer am weitesten von seinem Arbeitsort entfernt wohnt …

Tags: , ,
Labels: Allgemein

Keine Kommentare | neuen Kommentar verfassen

Montag, 9. August 2010

Wieso Deutschland das Vereinigte Königreich als Industrienation ablöste

Dass Deutschland durch die zweite Industrielle Revolution zu einer Industrienation wurde, ist in der Geschichtswissenschaft längst bekannt. Eine neue These aus dem Fachgebiet erklärt nun vielleicht, wieso Deutschland auf den Gebieten der Schwerindustrie, Chemie und Elektrizität zur führenden Wirtschaftsnation werden konnte:

In Deutschland hingegen saßen den Verlegern Plagiatoren im Nacken, die jede Neuerscheinung ohne Furcht vor Strafe nachdrucken und billig verkaufen durften. Erfolgreiche Verlage reagierten mit Raffinesse auf die Abkupferer und ersannen eine Form der Publikation, wie sie noch heute üblich ist: Sie gaben edle Ausgaben für Wohlhabende heraus und günstige Taschenbücher für die Masse.

Am laufenden Band verfassten Gelehrte in Deutschland Traktate und Ratgeber, die sich mit Chemie, Mechanik, Maschinenbau, Optik oder der Stahlproduktion beschäftigten. In Großbritannien fröhnte derweil ein elitärer Zirkel einem klassischen Bildungskanon, der sich eher um Belletristik, Philosophie, Theologie, Sprachen und Geschichtsschreibung drehte.

Quelle: SPIEGEL ONLINE – Druckversion – Geschichte: Explosion des Wissens – SPIEGEL ONLINE – Nachrichten – Wissenschaft

Tags: , , , ,
Labels: Allgemein

Keine Kommentare | neuen Kommentar verfassen

Mittwoch, 21. Juli 2010

Schweiz: AAA

Dagong rates Norway, Denmark, Switzerland, and Singapore at AAA, along with the commodity twins Australia and New Zealand.

The US falls to AA, while Britain and France slither down to AA-. Belgium, Spain, Italy are ranked at A- along with Malaysia.

Meanwhile, China rises to AA+ with Germany, the Netherlands and Canada, reflecting its €2.4 trillion (£2 trillion) reserves and a blistering growth rate of 8pc to 10pc a year.

Quelle: Chinese rating agency strips Western nations of AAA status – Telegraph

Wenn man nicht in der Schweiz wohnt, sollte man auf die Chinesen hören und sich — als Westler, der mit (oder neben?) christlichen Werten aufgewachsen ist — in Norwegen und Dänemark niederlassen. Und wenn das nicht klappen will, zieht man wenigstens nach Deutschland oder in die Niederlanden.

Die Kanadier sind natürlich auch ganz nett (einige sprechen sogar Französisch, dass dem Schweizer in der Volksschule beigebracht wurde), aber mit der Zeit wird es nervig, für die Teilnahme an der Weihnachtsfeier zu Hause zehn Stunden in einem Flieger eingepfercht zu sein. Von Singapur reden wir gar nicht erst — neben der Distanz zur Heimat weist dieses „Land“ (Stadtstaat, um genau zu sein) eine vollkommen andere Kultur auf. Und von einer Demokratie möchte ich auch nicht wirklich reden.

Tags: , ,
Labels: Schweiz, USA, Wirtschaft

Keine Kommentare | neuen Kommentar verfassen

Dienstag, 1. Juni 2010

Der WDR muss 90 Prozent seiner Internetinhalte löschen

Ein Hoch auf die genialen Gesetzgeber im grossen nördlichen Kanton:

Alle WDR-Online-Inhalte haben seit Inkrafttreten der neuen Regelungen am 01. Juni 2009 eine „Verweildauer“. Das heißt: Sie dürfen nur noch für eine bestimmte Frist im Netz bleiben. Bei vielen Inhalten ist diese Verweildauer ein Jahr. Eine Vielzahl von aktuellen Fernsehsendungen (wie etwa die Aktuelle Stunde und die Lokalzeit-Sendungen) bleibt als komplette Sendung nur sieben Tage „on demand“ abrufbar.

Quelle: Das große Löschen – Medienseite – WDR.de

Die spinnen doch — Information wants to be free! Ich kann mich des Eindrucks nicht verwehren, dass hier die mächtigen deutschen Verleger die Politik kurzerhand gekapert und instrumentalisiert haben, um einen leidigen Konkurrenten aus dem Verkehr zu ziehen.

Tags: , , ,
Labels: Medien, Politik

Keine Kommentare | neuen Kommentar verfassen

Dienstag, 18. Mai 2010

Den Banken zuliebe die Griechen gerettet

Die Erfahrung mit staatlichen Finanzkrisen lehrt, dass ein Schuldenschnitt so rasch wie möglich vorgenommen werden sollte, sobald er unabwendbar ist. Der gewählte Weg hat nur einen Zweck: Den Banken wird Zeit gegeben, ihre griechischen Bonds loszuwerden. Wäre ein Schuldenschnitt umgehend beschlossen worden, wären die griechischen sowie einige deutsche und französische Banken kollabiert.

Quelle: «Ihr Schweizer lebt neben einem grossen, betrunkenen Elefanten» – News Wirtschaft: Konjunktur – bernerzeitung.ch

Noch Fragen?

Tags: , , , , , ,
Labels: Wirtschaft

Keine Kommentare | neuen Kommentar verfassen

Mittwoch, 10. Februar 2010

Deutsche Secondos in der Schweiz

Der Anpassungsdruck – und da streifen wir die aktuelle Diskussion – ist für Deutsche einiges grösser als für die Einwanderer siehe oben. Zumindest war der Anpassungsdruck in den fünfziger und sechziger Jahren recht stark.

Meine Lederhosen, mit denen ich eingewandert bin, wurden bald einmal entsorgt und gegen schwarze kurze Hosen aus Manchester getauscht, was wiederum meinen Vater irritierte, hatte er doch dieses Modell in der Hitlerjugend getragen.

Quelle: arlesheimreloaded-manfred-messmer – Deutscher Secondo

Und das Lustige wird bald einmal Ernst, wenn man dann hier vorbeikommt:

Nein, wir Deutsche sind anders. Wir haben andere Familiengeschichten, sind auf eine ganz andere Art Europäer. Nämlich nicht mit Abseitsstehen, sondern immer mitten drin in der Geschichte.

Ehrlich und direkt — das gibt ihm gleich ein paar zusätzliche Imagepunkte, diesem Mani Messmer.

Tags: , , ,
Labels: Funny, Schweiz

Keine Kommentare | neuen Kommentar verfassen

Sonntag, 8. November 2009

Die Deutschen — ein Volk von Schnäppchenjägern

In Deutschland ist die Spezies der Schnäppchenjäger laut Konsumforschern wesentlich stärker verbreitet als in anderen Ländern. «In Deutschland steht der Preis immer im Mittelpunkt, wenn das Geschäft angekurbelt werden soll. Durch die Dauerberieselung mit solcher Werbung auf allen Kanälen sind die Deutschen zu Schnäppchenjägern erzogen worden», sagt Manfred Twardawa von der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK).

Quelle: Das Land der Schnäppchenjäger (Wirtschaft, Aktuell, NZZ Online)

Tags:
Labels: Allgemein

Keine Kommentare | neuen Kommentar verfassen