Posts Tagged ‘Mediengesetz’

Dienstag, 18. Januar 2022

Twitter Rundschau KW3 2022: Corona, Djokovic, Mediengesetz, Lustiges

Positiver Test, Infiziert, Erkrankt

ErkĂ€ltungs-Antikörper schĂŒtzen vor Corona

Ich könnte schwören, dass Sucharit Bhakdi das schon im FrĂŒhjahr 2020 „geschwurbelt“ hat …

Cross-reactive memory T cells associate with protection against SARS-CoV-2 infection in COVID-19 contacts (doi.org/10.1038/s41467-021-27674-x)

Corona Virtue Signalling, Episode 7439

Irrenanstalt

Spassfakt: Twitter wurde erfunden um kostengĂŒnstig die Irrenanstalten zu ersetzen.

A. M. Berger🇹🇭 (⁊â€Ș@A_M_Berger_) am ‏⁩09.01.22, 02:05 (Link, Konto suspendiert)

Don’t question „The Science“

„The Science“ has changed

CĂ©dric fĂŒrchtet sich vor Weltwoche und Nebelspalter

Rinks-lechts-vertauschte politische Argumentation im Fall Djokovic

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Freitag, 17. Dezember 2021

SP: UnabhÀngige Medien durch AbhÀngigkeit von Bundessubventionen

Heute reingetrudelt:

Lieber Mario
In GraubĂŒnden wissen wir, dass regionale Zeitungen und Radios in romanischer oder italienischer und sogar in deutscher Sprache nur mit öffentlicher UnterstĂŒtzung ĂŒberleben werden. Doch es ist nicht allein das Problem meines dreisprachigen Bergkantons. Wir stecken schweizweit in einer Medienkrise. 70 Zeitungen sind schon verschwunden, die journalistische QualitĂ€t sinkt und die Verbreitung von Fake News nimmt zu. FĂŒr eine funktionierende Demokratie braucht es aber unabhĂ€ngigen und vielfĂ€ltigen Journalismus. Deshalb sage ich entschieden JA zum Medienpaket, ĂŒber welches wir am 13. Februar abstimmen.

Es wird eine schwierige Abstimmung. Economiesuisse und die Konzernlobby aber auch Rechtspopulist:innen wie Weltwoche-Verleger Roger Köppel und wirre Verschwörungstheoretiker:innen kĂ€mpfen mit allen Mitteln gegen das Medienpaket unserer BundesrĂ€tin Simonetta Sommaruga. Diesen Kreisen sind gut informierte BĂŒrger:innen ein Dorn im Auge. Denn wer ĂŒber grosse Werbebudgets oder steinreiche Financiers verfĂŒgt, will keine unabhĂ€ngigen Medien.

Viele Stimmberechtigte wissen noch nicht, worum es bei der Abstimmung genau geht. Aus meiner Sicht sind diese drei Argumente zentral:

  • Das Medienpaket stĂ€rkt die UnabhĂ€ngigkeit der Medien und damit die Demokratie
    Wir alle sind auf fundierte Berichterstattung angewiesen. Ohne gesicherte Finanzierung werden Medien immer abhÀngiger von grossen Werbekund:innen oder Superreichen, welche Medientitel aufkaufen. Gleichzeitig wÀchst der Einfluss der Tech-Giganten, die kaum Kontrolle gegen Fake News und Hassrede leisten. Gerade die Pandemie hat gezeigt, wie wichtig seriöser Journalismus ist. Ohne Medienpaket wird dieser weiter geschwÀcht.
  • Das Medienpaket sichert Lokalmedien in der Stadt und auf dem Land
    Die im Medienpaket verankerte StĂ€rkung von Lokalradios und lokalen TV-Stationen aber auch die ĂŒberproportionale Förderung von kleinen Online-Portalen und Zeitungen kommt der regionalen Berichterstattung zugute. Medien wie die Engadiner Post, das Radio BeO oder das Online-Magazin Republik bekommen mit dem Medienpaket eine Perspektive.
  • Das Medienpaket ist zeitgemĂ€ss und fördert erstmals Onlinemedien
    Immer mehr Menschen informieren sich lieber online. Heute werden digitale Medien aber nicht gefördert, was schlicht nicht zeitgemĂ€ss ist. Der von der SP erkĂ€mpfte Einbezug der Onlinemedien in die Medienförderung stĂ€rkt auch junge und innovative Online-Portale, die hochstehenden Journalismus betreiben und gibt traditionellen Zeitungen eine Chance fĂŒr die digitale Transformation.

Ein ausfĂŒhrliches Argumentarium findest du hier.

Solidarische GrĂŒsse
Jon Pult, SP Nationalrat und PrĂ€sident der fĂŒr Medienpolitik zustĂ€ndigen Kommission fĂŒr Verkehr und Fernmeldewesen (KVF)

Meine Überlegungen:

  • Wir stecken schweizweit in einer Medienkrise. Einverstanden. Symptom davon ist aber die undifferenzierte Berichterstattung in der ganzen Pandemie, diese unsĂ€gliche, nie enden wollende Panikmache und das Weibeln fĂŒr gewisse BundesrĂ€te, obwohl es eigentlich unabhĂ€ngige Medien sein sollten und nicht PR-Agenturen eines Bundesamtes.
  • 70 Zeitungen sind schon verschwunden Und es werden dank der Digitalisierung und des demographischen Wandels noch viele mehr sein. Die klassischen Zeitungsleser und Abonnenten sterben aus. Übertragen: Die SP kĂ€mpft fĂŒr die Postkutschen beim Anbruch des Zeitalters des Automobils.
  • FĂŒr eine funktionierende Demokratie braucht es aber unabhĂ€ngigen […] Journalismus Genau, denn wenn ein Zeitungsverlag von der Schweizerischen Eidgenossenschaft subventioniert (oder: kĂŒnstlich am Leben erhalten) wird, ist die UnabhĂ€ngigkeit garantiert.
  • entschieden JA zum Medienpaket Hat eine PR-Agentur empfohlen, im Abstimmungskampf von Medienpaket zu sprechen? Anstelle von Mediengesetz, oder prĂ€ziser Medienförderungsgesetz (ich fĂ€nde Mediensubventionsgesetz am treffendsten)
  • Economiesuisse und die Konzernlobby Die pöhsen, pöhsen Erzfeinde der SP dĂŒrfen natĂŒrlich nicht fehlen: Die Grosskonzerne!
  • Rechtspopulist:innen wie Weltwoche-Verleger Roger Köppel Hundert Bonuspunkte fĂŒr’s Gendern, Jon — insbesondere wenn von einem weiteren Erzfeind der SP die Rede ist!
  • wirre Verschwörungstheoretiker:innen Merke: Wer nicht unter die ersten zwei Kategorien Grosskapitalisten und Rechtspopulist:innen*es fĂ€llt, kann nur noch eines sein: Verschwörungstheoretiker.
  • gegen das Medienpaket unserer BundesrĂ€tin Simonetta Sommaruga Frau Sommaruga hĂ€tte dringend einen Erfolg nötig. Hoffen wir, dass sie im Februar 2022 noch eine weitere Abstimmung verliert …
  • Denn wer ĂŒber grosse Werbebudgets oder steinreiche Financiers verfĂŒgt, will keine unabhĂ€ngigen Medien. Medien sind unabhĂ€ngig, wenn sie vom Staat finanziert werden. Wenn sie aber von Werbung oder steinreichen Financiers finanziert werden, sind sie abhĂ€ngig. Aus meiner Sicht der wirrste Satz im ganzen Email.
  • kaum Kontrolle gegen Fake News und Hassrede leisten. Das ist die eigentliche Agenda: Gelenkte Medien verbreiten nur die (genehme) Wahrheittm (alles andere ist automatisch Fake News). Und Hassrede ist ein wunderbar unprĂ€ziser Begriff, mit welchem man locker schnell ungenehme Medienerzeugnisse abwĂŒrgen kann.
  • Medien wie die Engadiner Post, das Radio BeO oder das Online-Magazin Republik bekommen mit dem Medienpaket eine Perspektive. Übersetzt: Wir haben unseren Buddies bei diesen Medien versprochen, sie mit Steuergeldern zu unterstĂŒtzen. Sprich: KĂŒnstlich am Leben erhalten, obwohl sie aus eigener Kraft offenbar nicht ĂŒberlebensfĂ€hig sind. Und dieser Satz verrĂ€t auch gerade das Grundproblem: Offenbar interessieren sich schlicht zu wenig (zahlungswillige) Leute fĂŒr diese Medien, weshalb diese nicht genug einnehmen, und vor dem Aus stehen. Dementsprechend werden ihnen auch nicht viele nachweinen.
  • Heute werden digitale Medien aber nicht gefördert, was schlicht nicht zeitgemĂ€ss ist. Wie jetzt? Skandal! Ungeförderte Medien? Das darf nicht sein! Es darf in der Schweiz keine Medien geben, die nicht gefördert werden!
  • gibt traditionellen Zeitungen eine Chance fĂŒr die digitale Transformation Haben es „traditionelle Zeitungen“ 2021 noch nicht geschafft, sich digital zu transformieren, werden sie das schlicht und ergreifend auch nie mehr schaffen. Mit Subventionen wird sich der Leidenskampf einfach noch ein paar Jahre lĂ€nger hinziehen.

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Labels: Medien, Politik, Schweiz

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