Posts Tagged ‘Journalismus’

Montag, 15. Februar 2021

Der Blick leicht widersprüchlich

Wer Argo Nerd auf Twitter noch nicht abonniert hat, sollte das schleunigst nachholen.

Inspiriert durch seine legendären Tweets von Screenshots von zwei sich komplett widersprechenden Artikeln aus ein- und derselben Redaktion wage ich hier nun auch meinen ersten Versuch:

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23. August 2020, von Dana Liechti und Danny Schlumpf

Immo-Boom wegen Corona: Die Schweizer ziehts aufs Land

Das Land ruft! Hohe Preise und Corona sind die Hauptgründe für eine zunehmende Stadtflucht. Auf den Immobilienmarkt kommen turbulente Zeiten zu.

Quelle: Die Schweizer ziehts aufs Land

14. Februar 2021, von Danny Schlumpf

Schweizer immer anspruchsvoller: Jeder Zweite will ein Haus in der Stadt

Die Zentren sind proppenvoll. Trotzdem wollen immer mehr Schweizer dort wohnen und arbeiten – am liebsten auch noch im eigenen Haus.

Quelle: Jeder Zweite will ein Haus in der Stadt

Vermutung: Nach sechs Monaten auf dem Land merken die Hauskäufer, dass das dort nichts ist für sie, und jetzt wollen halt wieder zurück in die Stadt.

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Labels: Medien

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Dienstag, 29. Dezember 2020

2020: Die Bankrotterklärung des Journalismus

Amen:

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Labels: Gesundheit, Medien

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Samstag, 4. August 2018

Tweet-Hygiene — oder wieso einem alte Tweets noch Jahre später jagen können

They take tweets and other statements out of context because they want to disrupt us and harm [us] individual reporters.

Quelle: A note from the editorial leadership of The Verge

Als ich diesen Satz gelesen habe, musste ich kurz stoppen, schmunzeln und zu mir sagen: „Dasselbe Zitat hätte jetzt aber auch von der Gegenseite stammen können …“. Topaktuell: Guardians of the Galaxy cast come out in support of fired director James Gunn

Mein Lieblings Gadget-Blogger Volker Weber (vowe) hat eine simple, aber effektive Lösung: Deleting my tweets after 10 days

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Labels: Medien, USA

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Sonntag, 24. Juli 2011

Herr Murdoch klipp und klar

So antwortet ein Eigentümer. Ein Herrscher. Ein Machtmensch. Wer aus einem australischen Käseblatt ein globales Medienimperium mit 53’000 Mitarbeitenden entwickelt, mit dem Potenzial, in Grossbritannien über Jahrzehnte Regierungen zappeln zu lassen (Blair, Brown, Cameron) und in den USA über Krieg und Frieden mitzuentscheiden (ohne den hämmernden Support von Fox News wäre George W. Bush wahrscheinlich nicht im Irak einmarschiert), der schlägt sich nicht mit dämlichen Fragen nach der Verantwortung für irgendwelche Abhöraktionen durchgeknallter Reporter herum.

Quelle: Mister «No» | Medienspiegel.ch

Wie Christoph Blocher hat sich auch Herr Murdoch von relativ weit unten hochgearbeitet; diesen geschäftlichen Erfolg darf man diesen Personen nicht absprechen, auch wenn man mit ihren Praktiken und (politischen) Einstellungen nicht einverstanden ist. Um an die Spitze zu gelangen, muss man gewisse Charaktereigenschaften mit sich bringen — eine gewisse Kaltblütigkeit wird wohl schon dazugehören müssen …

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Labels: Medien

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Sonntag, 24. Juli 2011

Unsere computerilliteraten Journalisten

Es ist recht heikel, jetzt direktemang den Bogen in die Schweiz zu schlagen. Denn hier ist ja alles ganz anders. Da hacken sich nicht Reporter in Privattelefone und Computer ein, um Stories zu generieren. Sie wüssten wahrscheinlich gar nicht, wie das geht (ich übrigens auch nicht).

Quelle: Mister «No» | Medienspiegel.ch

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Freitag, 2. Oktober 2009

Dvorak – Unübertroffener Müll seit 1984

The Macintosh uses an experimental pointing device called a “mouse.” There is no evidence that people want to use these things. I don’t want one of these new fangled devices.

Quelle: A design and usability blog: Signal vs. Noise (by 37signals)

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Sonntag, 20. September 2009

Wenige Meter?

Christophe Darbellay traf sich derweil mit SP-Präsident Christian Levrat in der «Spaghetti Factory», nur wenige Meter von der Bellevue-Bar entfernt.

Quelle: Die Nacht vor der Wahl (Startseite, NZZ Online)

Naja, mit Massangaben hatten die Journis schon immer ein bisschen Mühe. Fünf Minuten geht man schon, wenn man von der Bellevue-Bar in die Spaghetti-Factory will …

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Dienstag, 8. September 2009

Mach jetzt endlich die Anzeige, du Idiot!

Vier Tage nach der angeblichen Schlägerei in der Matte hat das mutmassliche Opfer immer noch keine Anzeige gemacht.

Quelle: Bern: Matten-Prügelei: Noch keine Anzeige gegen Berner Stadtrat – News Region: Bern & Region – bernerzeitung.ch

Soll heissen: Die Journalisten bitten das Opfer insbrünstig, doch verdammi siech nonemal die Anzeige zu machen, damit die Zeitung gopferdelli endlich mit wichtigen und ausführlichen Reportagen gefüllt werden kann. Huere siech.

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Mittwoch, 2. September 2009

Auslaufmodell Journalist

Sie unterliegen dem fundamentalen Irrtum, dass die technische Revolution, die sie in den letzten Jahren durchlebt haben, aus ihnen Newsleute gemacht habe, die sich auf der Höhe der Entwicklung bewegen. Doch ihre Arbeitsmethoden und Arbeitsabläufe sind immer noch dieselben wie vor zwanzig Jahren, […]

Quelle: Arlesheim Reloaded. Mäuse schultern Elefanten. – Frühstück mit Zeitung

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Dienstag, 21. Juli 2009

Die Gefahr "Frau"

[…] Doch in dieser Verachtung steckt ein rechtes Stück Angst. Dieses Angstgefühl äusserst sich sehr deutlich in einer 1923 veröffentlichten antisozialistischen Broschüre. Sie stammt von E. Steinmann, Sekretär der Freisinnigen Partei, und W. Bretscher, Chefredaktor der „Neuen Zürcher Zeitung“. Die Autoren verweisen auf wissenschaftliche Experten und erklären, dass eine Frau, die sich an einer Revolte beteilige, im Gegensatz zum Mann, absolut jedes moralische Gefühl verloren habe. Wenn die Frau aus ihrer natürlichen Umwelt, d.h. der Familie heraustrete, um sich öffentlichen Angelegenheiten zuzuwenden, gehe sie jeglicher Bezeihung zu moralischen Werten und Bindungen verlustig; sie sei daher, und insbesondere auf Seiten der Sozialisten, ein äusserst gefährliches Wesen.

Quelle: Jost, „Die reaktionäre Avantgarde“, 1992, S. 100.

So schlimm ist es dann glücklicherweise doch nicht herausgekommen … oder?

Meine Lieblingsberufgsruppe, die Rechtsverdreher, haben im Kampf gegen die Emanzipation – analog zur FDP und der NZZ – den Vogel abgeschossen:

Die Advokaten hinwiederum sprechen an ihrem Jahreskongress von 1910 in Genf den Frauen schlicht die Befähigung ab, diesen Beruf korrekt ausüben zu können. Der den Frauen angeborene Geist der Subjektivität, so die Herren Advokaten, erlaube es ihnen nicht, gerecht zu urteilen.

Quelle: Jost, „Die reaktionäre Avantgarde“, 1992, S. 104.

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